EuroChem Agro GmbH
Selbe AdresseHerstellung von Schädlingsbekämpfungs-, Pflanzenschutz- und Desinfektionsmitteln
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Dietmar Mänz seit 3.2.2010 | Prokura |
Thorsten Wendt seit 8.5.2007 | Prokura |
Wolfgang Willi Jung seit 14.10.2005 | Prokura |
Rudolf Johannes Michael Maria Graf von Plettenberg seit 14.10.2005 | Geschäftsführer |
Ulrich Foth seit 14.10.2005 | Prokura |
Stefan Nell seit 14.10.2005 | Prokura |
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
fertiva GmbHMannheimJahresabschluss zum 31. Dezember 2012Lageberichtfertiva AllgemeinDie fertiva GmbH, Mannheim, (im Folgenden "fertiva") ist eine 100%ige Tochter der früheren K+S Nitrogen GmbH (heute: EuroChem Agro GmbH, im Folgenden "EC Agro GmbH"). Die Anteile an der K+S Nitrogen GmbH und damit mittelbar auch die Anteile an der fertiva GmbH sind zum 02.07.2012 von der EuroChem Trading GmbH, Zug/Schweiz, einer Tochtergesellschaft der russischen EuroChem MCC, OJSC, Moskau/Russland, gekauft worden. Während "K+S Nitrogen GmbH" in "EuroChem Agro GmbH" umbenannt wurde, blieb der Name "fertiva GmbH" unverändert. fertiva liefert basierend auf dem mit der EC Agro GmbH (vormals K+S Nitrogen GmbH) geschlossenen Vertriebs- und Liefervertrag alle bis zum 01.04.2012 von der BASF-Gruppe weitgehend exklusiv für die fertiva hergestellten Produkte an die EC Agro GmbH. Diese vermarktet und vertreibt die Produkte. Mit Wirkung zum 01.04.2012 hat BASF die Düngemittelproduktion in Antwerpen an die russische EuroChem Gruppe verkauft. Die fertiva bezieht seither die von der EuroChem Antwerpen NV produzierten Düngemittel über die BASF Antwerpen NV. Darüber hinaus besteht zwischen der fertiva und der Lanxess NV, Antwerpen/Belgien, eine Vereinbarung über die Lieferung von Ammonsulfat. Auch diese Mengen werden über die EC Agro GmbH vermarktet. Zum 01.11.2012 hat die fertiva GmbH die Bezugsrechte aus dem Liefervertrag mit Lanxess NV verkauft. Die von der fertiva bezogenen und über die EC Agro GmbH vermarkteten Produkte sind vornehmlich für den Einsatz im Acker- und Gemüsebau geeignet. Aufgrund der dargestellten Verflechtungen zwischen der fertiva und der EC Agro GmbH, gelten die wesentlichen Aussagen zu Marktumfeld, Geschäftsentwicklung sowie zu Chancen und Risiken der künftigen Entwicklung der EC Agro GmbH auch für die fertiva. MarktumfeldDie Entwicklung der Weltwirtschaft war im 2.Halbjahr 2012 verhalten. In Europa stand die Staatsschuldenkrise weiterhin im Fokus. Die Konjunktur zeigte sich in den südeuropäischen Ländern rückläufig; auch in Deutschland und Frankreich war sie zunehmend schwächer. Der US-Dollar (USD) gewann im Verhältnis zum Euro und notierte Ende Dezember bei ca. 1,32 USD/EUR (Ende Dezember 2011: 1,30). Die Euroschwäche ist im Wesentlichen auf die Unsicherheit bzgl. der europäischen Staatsschuldenkrise zurückzuführen. Die Preise für die wichtigsten global gehandelten Nahrungsmittelrohstoffe sind im Dezember 2012 um 1,1 Prozent auf den niedrigsten Stand seit sechs Monaten gefallen. Das meldete die Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen (FAO). Der Preisrückgang war die dritte Korrektur der globalen Exportpreise nach unten seit September 2012. Auch im Vergleich zum Dezember 2011 waren die Preise im letzten Monat knapp ein Prozent niedriger. Bestandteil des von der FAO ermittelten Indexes sind die wichtigsten am Weltmarkt gehandelten Nahrungsmittelrohstoffe. Dazu gehören Weizen, Mais, Reis, pflanzliche Öle, Rind-, Schweine- und Geflügelfleisch, sowie Milchprodukte und Zucker. Ursache für den Preisrückgang sind vor allem die im Dezember deutlich um knapp 2,5 % gefallen Weltmarktpreise für Nahrungsgetreide. Hier rutschte der Teilindex auf den niedrigsten Stand seit Juni 2012. Allerdings ist das Niveau der Preise für Nahrungsgetreide im längerfristigen Vergleich immer noch sehr hoch und liegt beispielsweise knapp 15 % über dem Wert von Dezember 2011. Angesichts der insgesamt hohen Preise für Agrarrohstoffe und Nahrungsmittel hat das Thema "food security" eine sehr hohe Priorität insbesondere für die Entwicklungsländer. Während das Thema "Bioenergie/Biotreibstoff" in Europa etwas an Schwung verlor, hat die Produktion von Agrarrohstoffen für diesen Sektor insbesondere in USA und Südamerika einen wesentlichen Einfluss auf die Nachfrage. Ungünstige Wetterbedingungen in wichtigen Agrarproduktionsländern haben die Produktion von Agrarrohstoffen in 2012 negativ beeinflusst. Dies betrifft insbesondere die USA, Teile von Süd- und Mittelamerika und die Staaten der ehemaligen Sowjetunion. Die FAO erwartet für 2012 insgesamt einen Rückgang um 2,7 bis 3,7%. Nach Angabe des US Department of Agriculture (USDA) wird für die Saison 2012/2013 aufgrund von widrigen Wetterumständen in einigen Teilen der Welt mit einer rückläufigen Produktion von Agrarrohstoffen von 3,1% gerechnet. Der Düngemittelverbrauch ist nach Angaben der International Fertilizer Association (IFA) im Zeitraum 2011/2012 um 2,4% auf 176,8 Mio. Tonnen Nährstoff (Stickstoff, Phosphat und Kali) gewachsen. Für den Zeitraum 2012/2013 wird aufgrund der voraussichtlich rückläufigen Produktion von Agrarrohstoffen in einigen wichtigen Ländern nur noch mit einem geringen Wachstum von 0,3% gerechnet. GeschäftsentwicklungDa sich die Preise für stickstoffhaltige Düngemittel seit Beginn des Düngejahres 2012/2013 (Start Juli 2012) auf hohem Niveau bewegten, disponierten Handel und Landwirtschaft zwecks Risikominimierung vorsichtig und lagerten im Vergleich zur Vergangenheit geringere Mengen ein. Nachgebende Preise bei Harnstoff und Diammonphosphat (DAP) veranlassten Handel und Landwirtschaft darüber hinaus ihre Einkäufe an nitrathaltigen Stickstoffdüngern (AN/KAS) und stickstoffhaltigen Mehrnährstoffdüngern (NPK) zugunsten von Harnstoff bzw. DAP zurückzustellen. Die Produktionskapazität bei BASF Antwerpen NV bzw. seit April 2012 EuroChem Antwerpen NV konnte in 2012 voll genutzt werden. Die Produktionsmengen wurden durch die EC Agro GmbH weitestgehend gemäß Plan verkauft. Darüber hinaus wurden zum 01.11.2012 die Bezugsrechte für die Ammonsulfatprodukte der Lanxess NV, Antwerpen/Belgien, verkauft. Damit einhergehend wurde der Vertrieb dieser Produkte eingestellt. Vermögens- und ErtragslageDer Umsatz der fertiva lag im Jahr 2012 mit 797,3 Mio. € trotz produktionsbedingt leicht rückläufiger Mengen über dem Vorjahreswert von 780,4 Mio. €. Entsprechend des Umsatzanstiegs sind die Herstellungskosten des Umsatzes von 740,3 Mio. € auf 762,3 Mio. € gestiegen. Der deutliche Anstieg der sonstigen betrieblichen Erträge um ca. 22 Mio. € resultiert i. W. aus dem Verkauf der Bezugsrechte von Produkten der Lanxess NV . Dies ist im Wesentlichen auch der Grund für den Anstieg der sonstigen betrieblichen Aufwendungen um 1 Mio. € (von 6,1 auf 7,1 Mio. €), infolge der außerplanmäßigen Abschreibung des noch vorhandenen Sachanlagevermögens der fertiva bei Lanxess NV. Alles in allem konnte für das Geschäftsjahr ein Betriebsergebnis von 57,6 Mio. € (Vorjah: 41,8 Mio. €) erreicht werden. Der Jahresüberschuss von 57,4 Mio. € (Vorjahr: 41,5 Mio. €) wurde vertragsgemäß an die EC Agro GmbH abgeführt. Die Bilanzsumme der fertiva hat sich gegenüber dem Vorjahr um etwa 31 Mio. € auf 316 Mio. € verringert. Im Wesentlichen handelt es sich hierbei um einen Rückgang der Forderungen gegenüber dem einzigen Kunden EC Agro GmbH sowie einen preisbedingten Rückgang der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen . FinanzlageIm Jahr 2012 bestand der Finanzbedarf der fertiva ausschließlich im Einkauf der Handelsprodukte von BASF SE, Ludwigshafen, BASF Antwerpen NV, Antwerpen/Belgien und Lanxess NV, Antwerpen/Belgien. Die Gesellschaft finanziert sich ausschließlich intern. Nach Kündigung des Cashpool Vertrags mit der K+S AG zum 1. Juli 2012 ist im Zuge des Liquiditätsmanagements in der EC Agro Gruppe ein neuer Cashpool mit der EC Agro GmbH als Cashpool Führerin aufgebaut worden, in welchen die fertiva eingebunden ist. Zum Bilanzstichtag wies die Gesellschaft eine Forderung aus Cashpool gegen die EC Agro GmbH in Höhe von 10,9 Mio. € (Vorjahr: Verbindlichkeit gegenüber K+S AG in Höhe von 9,0 Mio. €) aus. Forschung und EntwicklungDie fertiva betreibt keine eigene Forschung und Entwicklung. InvestitionenIm Geschäftsjahr 2012 hatte fertiva keine Anlagenzugängen zu verzeichnen. Mitarbeiterfertiva GmbH hat keine eigenen Mitarbeiter. Sie nutzt das Personal der EC Agro GmbH. Chancen- und RisikoberichtInfolge der im ersten Abschnitt dargestellten Verflechtungen zwischen der fertiva und der EC Agro GmbH gelten die Chancen und Risiken der EC Agro GmbH im Wesentlichen auch für die fertiva (Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit) und damit auch für den aus EC Agro GmbH und fertiva bestehenden EC Agro Teilkonzern. Daher werden im Folgenden die Chancen und Risiken des EC Agro Teilkonzerns beschrieben, die auch für die fertiva Geltung finden. Die Geschäftspolitik des EC Agro Teilkonzerns ist darauf ausgerichtet, dauerhaft angemessene Renditen zu erwirtschaften und den Unternehmenswert zu steigern. Um dieses Ziel zu erreichen, erfordern unsere weltweiten Aktivitäten ein permanentes, verantwortungsvolles Abwägen von Chancen und Risiken. Chancen zu ergreifen sowie die Fähigkeit, Risiken zu erfassen, zu analysieren und mit geeigneten Strategien zu reduzieren, sind wichtige Faktoren unseres unternehmerischen Handelns. Dabei verstehen wir Risiken als mögliche negative Abweichungen von einem geplanten Ergebnis. Systematisches Risikomanagement ist die fortwährende Aufgabe der Geschäftsführung und Führungsaufgabe in jedem Verantwortungsbereich. Im EC Agro Teilkonzern sind Chancen- und Risikomanagement eng miteinander verknüpft. Bei Chancen handelt es sich um interne und externe Entwicklungen, die sich positiv auf uns auswirken können. Unser Chancenmanagement leiten wir im Wesentlichen aus unseren Zielen und Strategien ab und schaffen durch ein hohes Maß an Flexibilität in der Steuerung unseres Produktportfolios und unserer Märkte entsprechende Umsetzungsmöglichkeiten. Die direkte Verantwortung für das frühzeitige und regelmäßige Identifizieren, Analysieren und Nutzen von Chancen obliegt der Geschäftsführung. Das Chancenmanagement ist integraler Bestandteil der Planungs- und Steuerungssysteme. Wir beschäftigen uns dazu intensiv mit Markt- und Wettbewerbsanalysen, wesentlichen internen und externen Erfolgsfaktoren sowie Einflüssen aus dem politischen Umfeld des Unternehmens. Daraus werden konkrete Chancenpotenziale abgeleitet und entsprechende Ziele von der Geschäftsführung festgelegt. Das Risikomanagement des EC Agro Teilkonzerns hat zum Ziel, Risiken so früh wie möglich zu identifizieren, zu bewerten und potenzielle geschäftliche Einbußen durch geeignete Maßnahmen zu begrenzen. Damit soll eine Bestandsgefährdung verhindert und durch unternehmerische Entscheidungen auf dieser Basis langfristig Wert geschaffen werden. Dazu nutzen wir entsprechende Planungs-, Steuerungs- und Kontrollsysteme. Organisatorisch haben wir alle Voraussetzungen geschaffen, um mögliche Chancen- und Risikosituationen frühzeitig erkennen zu können. Zu diesen Voraussetzungen zählt eine klare Zuordnung von Verantwortlichkeiten: Die Beobachtung und Analyse der Entwicklungen auf unseren Absatz- und Beschaffungsmärkten obliegt dem Vertrieb und Marketing. Von den Geschäftsführern der ausländischen Vertriebsgesellschaften sowie den in Mannheim tätigen Vertriebsmitarbeitern werden monatlich Berichte über die aktuelle Lage sowie die erwarteten Veränderungen in den entsprechenden Märkten erstellt. Mit unseren großen Lieferanten stehen wir regelmäßig in engem Kontakt, beispielsweise im Rahmen der monatlichen (teilweise auch täglichen) Abstimmung der geplanten Produktions- und Absatzzahlen sowie der sich daraus ergebenden Bestandsentwicklung. Die Logistikabteilung ist eng vernetzt mit den Transportdienstleistern und wird über ein Live-System über den aktuellen Status der Lieferungen informiert. Außerdem beobachtet die Supply Chain Einheit intensiv die Frachtmärkte und die kommenden Frachtkostenentwicklungen. Was die Situation auf den Finanzmärkten und die Liquiditätsentwicklung des EC Agro Teilkonzerns betrifft, liegt die Verantwortung für das Risikomanagement in der Abteilung Treasury. Beispielsweise werden in einem monatlich stattfindenden Meeting regelmäßig die offenen bzw. überfälligen Forderungen analysiert und nach Bedarf Maßnahmen zur Sicherstellung der Zahlungseingänge getroffen. Die Funktionsfähigkeit, Effizienz und Sicherheit der IT-Systeme wird derzeit sowohl von der K+S IT Services GmbH, als auch von der zentralen IT Einheit der EuroChem Gruppe gewährleistet. Sobald in einem Bereich wesentliche neue Risiken erkannt werden bzw. bekannte Risiken sich deutlich verändern, wird das Management informiert, um gegebenenfalls entsprechende Maßnahmen zur Risikosteuerung ergreifen zu können. Übernahme durch die EuroChem Gruppe Aufgrund der Akquisition der früheren K+S Nitrogen GmbH durch die EuroChem Gruppe zum 02.07.2012 ergeben sich für den EC Agro Teilkonzern neue Chancen. Die Lieferverträge zwischen BASF SE bzw. BASF Antwerpen NV einerseits und EC Agro GmbH bzw. fertiva andererseits wären zum 31.12.2014 von BASF gekündigt worden. Damit hätte der EC Agro Teilkonzern 90% des Umsatzes und Ergebnisses verloren, die auch nicht ersetzbar gewesen wären. Durch die Übernahme der Düngemittelproduktion der BASF Antwerpen NV durch die EuroChem Gruppe ist die Belieferung des EC Agro Teilkonzerns auch über das Jahr 2014 hinaus gesichert. Einflüsse durch gesamtwirtschaftliche Entwicklung Die Nachfrage nach Düngemitteln des EC Agro Teilkonzerns wird im Wesentlichen durch die Produktions- und Preisentwicklung bei Agrarprodukten getragen. Motor für die Produktion ist das Wachstum der Weltbevölkerung sowie die Veränderung des Lebensstandards. Steigender Wohlstand führt hauptsächlich in Schwellenländern zu einem veränderten Ernährungsverhalten, das sich insbesondere in einem gesteigerten Fleischkonsum widerspiegelt. Da die Produktion von Fleisch ein Vielfaches an Getreide, Soja und anderen als Viehfutter verwendeten Produkten erfordert, führt dies zu einem steigenden Bedarf an Agrarrohstoffen, der wiederum eine erhöhte Nachfrage nach Düngemitteln nach sich zieht. Auch die zunehmende Produktion von Biotreibstoffen in den USA, Südamerika und Europa erhöht den Bedarf an Getreideprodukten und damit die Nachfrage nach Betriebsmitteln für die Landwirtschaft. Allgemeine wirtschaftliche Entwicklungen, wie die Krisen insbesondere in den südeuropäischen Ländern, haben einen negativen Einfluss auf unser Geschäft, da die Finanzierung und Absicherung unserer Geschäfte durch Hermesbürgschaft, Bankgarantien o.ä. deutlich schwieriger wird. Schwankungen bezüglich Nachfrage und P reis Düngemittel können erheblichen Schwankungen in Nachfrage und Preis unterliegen. Durch äußere Einflüsse, auf deren Eintreten oder Ausbleiben wir in aller Regel keinen Einfluss haben, kann die Nachfrage nach unseren Produkten auf den relevanten Absatzmärkten stark zurückgehen und zu einem Druck auf das Preisniveau führen. Zu diesen Einflüssen zählen etwa geänderte Witterungsverläufe, z.B. temporäre Trockenheit, Kältewelle etc., aber auch regionale Konjunkturschwankungen, sinkende Weltmarktpreise von wichtigen Agrarerzeugnissen, der Markteintritt neuer Anbieter, eine Konzentration auf der Nachfrageseite sowie eine temporäre Kaufzurückhaltung unserer Kunden. Diese möglichen Ereignisse können in Abhängigkeit von Dauer und Intensität einen wesentlichen Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des EC Agro Teilkonzerns haben. Da die Nachfrage nach Agrarprodukten und damit nach Düngemitteln von Megatrends wie der wachsenden Weltbevölkerung, einem steigenden Lebensstandard in den Schwellenländern und der Entwicklung des Bioenergiesektors getragen wird und Düngemittel mit ihrer ertrags- und qualitätssteigernden Wirkung somit in der Agrarproduktion eine zentrale Rolle spielen, sehen wir langfristig allerdings eine positive Entwicklung. Saisonale N achfrageschwankungen Ein signifikantes Absatzrisiko für Stickstoffdüngemittel resultiert insbesondere aus der Saisonalität der Nachfrage sowie aus der Witterungsabhängigkeit. Eine dauerhaft kalte und/oder trockene Witterung während der insbesondere für Europa wichtigen Frühjahrssaison kann beispielsweise zu Absatzverschiebungen oder gar -einbußen bei Düngemitteln führen. Dieser Schwankungsanfälligkeit begegnen wir mit regionaler Diversifizierung. Entsprechende Beeinträchtigungen durch Witterungseinflüsse halten wir für möglich. Darüber hinaus führt der Aufbau und Abbau von Lagerbeständen durch unsere Kunden in Abhängigkeit von deren Erwartung hinsichtlich der zukünftigen Nachfrage und Marktpreisentwicklung, der Witterung oder deren Liquiditätsmanagement zu einer schwankenden Nachfrage. Der EC Agro Teilkonzern versucht daher, die Einlagerungsbereitschaft des Handels durch eine entsprechende Preispolitik zu fördern/gewährleisten. Trotzdem ist nicht auszuschließen, dass sich die Handelsstufe bei hohen Marktschwankungen mit der Voreinlagerung zurückhält. Dies führt zumindest temporär zu einem Anstieg der Vorräte, kann aber im schlimmsten Fall auch Auslagerungen bzw. Produktionsdrosselungen nach sich ziehen. In der Düngehauptsaison könnten dann wiederum so hohe Mengenanfragen auf uns zukommen, dass die Vorräte in unseren Lägern nicht ausreichen oder aufgrund logistischer Engpässe nicht vollständig bedient werden können. Entsprechende Beeinträchtigungen halten wir für möglich. Einflüss e von politischen und sozialen Veränderungen Wir üben unsere Geschäftstätigkeit in einer Vielzahl von Ländern aus. Tiefgreifende Veränderungen von politischen, gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Rahmenbedingungen in Produktions- und Absatzländern sowie in den Herkunftsländern von Zulieferern können nicht ausgeschlossen werden. In einigen der Länder, in die Produkte exportiert werden oder aus denen die Produktionspartner Rohstoffe beziehen, sind die allgemeinen wirtschaftlichen, politischen und rechtlichen Rahmenbedingungen nicht immer stabil. Wir sind dadurch von einer Reihe von Faktoren abhängig, auf die wir wenig oder gar keinen Einfluss haben. Zu diesen Faktoren zählen unter anderem politische Instabilität, Embargos, entschädigungslose Enteignungen von Betriebsvermögen, Vorschriften zur Fremdwährungskontrolle und sonstige negative Auswirkungen im Zusammenhang mit Wechselkursen sowie Handelsbeschränkungen. Solche negativen Einflüsse könnten eine wesentliche Wirkung auf die Wachstumsperspektiven und auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des EC Agro Teilkonzerns haben, sind derzeit in den für uns in Bezug auf Beschaffung und Absatz relevanten Ländern jedoch nicht erkennbar. Risiken aus Veränderungen bei strategischen P artnerschaften Der EC Agro Teilkonzern verfügt zur Sicherung seiner Produktverfügbarkeit über Liefer- und Lohnherstellungsverträge mit der EuroChem Antwerpen NV und der BASF SE zur Belieferung von Stickstoffdüngemitteln. Mit der BASF SE besteht darüber hinaus ein Liefervertrag bzgl. des Wirkstoffes DMPP, der zur Stabilisierung von Stickstoffdüngern (ENTEC-Produktlinie) eingesetzt wird. BASF hat die Düngemittelproduktion in Antwerpen zum 01.04.2012 an die russische EuroChem Gruppe verkauft. Die Düngemittelproduktion in Ludwigshafen sowie die Ammonsulfatproduktion in Antwerpen (By-Produkt aus Caprolactam) sind bei BASF verblieben. Seit dem 01.04.2012 veräußert EuroChem Antwerpen NV die produzierten Düngemittel im Rahmen des bis Ende 2012 bestehenden Liefer- und Lohnherstellungsvertrags zu 100 % über die BASF Antwerpen NV an die fertiva. Für die Zukunft wird die Kontinuität der Belieferung von Produkten aus Antwerpen durch eine neue Liefervereinbarung mit EuroChem Antwerpen NV abgesichert. Die Verträge mit BASF SE für deren Produkte (Ammonsulfat, Ammonsulfatsalpeter, DMPP) laufen weiter bzw. wurden neu aufgesetzt. Die Rechte über den Bezug von Ammonsulfat aus dem Vertrag mit Lanxess NV sind zum 01.11.2012 von der fertiva veräußert worden. Risiken aus Lieferantenausfällen und Lieferengpässen Die Anzahl der Lieferanten für Roh- und Hilfsstoffe wie Ammoniak, Phosphat und DMPP ist begrenzt. Lieferengpässe, -ausfälle oder -boykotte, auf die wir nur sehr wenig oder gar keinen Einfluss haben, könnten zu einer eingeschränkten Verfügbarkeit von Roh-, Hilfs und Betriebsstoffen bzw. zu einer erheblichen Kostensteigerung oder einer Produktionsbeeinträchtigung führen. Mit Marktanalysen, gezielter Lieferantenauswahl bzw. Lieferantenbewertung, langfristigen Liefervereinbarungen, klar definierten Qualitätsstandards sowie modernen Einkaufsmethoden verringern unsere Partner diese Beschaffungsrisiken. Ein verbleibendes Beschaffungsrisiko könnte moderate Einflüsse auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage haben. Frachtkosten- und Transportverfügbarkeitsrisiken Die Gesamtkosten im EC Agro Teilkonzern werden in nicht unerheblichem Maße von Frachtkosten (2012: 71,6 Mio. €) beeinflusst. Kennzeichnend für die Geschäftstätigkeit ist der zum Teil lange Transportweg, den unsere Produkte bei gleichzeitig hohen Transportvolumina zurücklegen müssen. Eine Verknappung des zur Verfügung stehenden Frachtraums könnte zu höheren Kosten führen. Ferner entstehen bei steigenden Mineralölpreisen erhebliche Mehrkosten. Es besteht keine Gewähr, dass höhere Transportkosten stets an die Kunden weitergegeben werden können. Durch langfristige Frachtraumsicherung mit hohem Festpreisanteil und Nutzung kostengünstiger Container-Transporte begegnen wir solchen Entwicklungen. Die hohe Transportintensität unserer Geschäftstätigkeit bedingt zudem eine erhebliche Abhängigkeit von den jeweiligen infrastrukturellen Gegebenheiten, wie Häfen, Straßen, Bahnstrecken und Verlademöglichkeiten. Ein Ausfall oder Engpass könnte die Produktions- oder Absatzmöglichkeiten einschränken. Entsprechende Beeinträchtigungen aus steigenden Frachtraten oder eingeschränkter Transportverfügbarkeit halten wir für möglich. Informationstechnische Risiken (Hinweis auf Umstellung) Die wachsende Vernetzung der Informationssysteme und die Notwendigkeit ihrer permanenten Verfügbarkeit stellen hohe Anforderungen an die eingesetzten Informationstechnologien. Möglichen Risiken begegnen wir mit dem Einsatz moderner Hard- und Software mit aktuellem Sicherheitsstandard. Unsere IT-Systeme werden ständig überprüft und gegebenenfalls angepasst, um eine sichere Abwicklung von Geschäftsprozessen zu gewährleisten. Bis 30.06.2014 hat der EC Agro Teilkonzern per Transition Service Agreement die Möglichkeit vertraglich vereinbart, das bestehende SAP-IT-System der K+S IT-Services-GmbH weiter zu nutzen und IT-Dienstleistungen im bisherigen Umfang weiter zu beziehen. Die im gesamten K+S Konzern weitgehend einheitliche EDV-Infrastruktur wird damit auch für den EC Agro Teilkonzern vorerst erhalten bleiben. Damit ist neben der erforderlichen Wirtschaftlichkeit auch die Kompatibilität und Sicherheit der EDV-Systeme und des Datenbestands auch weiterhin gewährleistet. Eine permanente Kontrolle dieser Maßnahmen erfolgt durch den Datenschutzbeauftragten und durch die automatischen Sicherungssysteme der K+S IT Services GmbH. Wir halten wesentliche Gefahren im Zusammenhang mit der Informationssicherheit oder Risiken aus der verwendeten Informationstechnologie, insbesondere durch einen längeren Ausfall unserer Netzwerke und die Verfälschung oder Zerstörung von Daten durch Bedien- und Programmfehler oder externe Einflüsse, für unwahrscheinlich. Da die EuroChem Gruppe ein Oracle-basiertes IT-System betreibt, wird auch der EC Agro Teilkonzern in 2014 von SAP auf Oracle umstellen. Risiken durch Wechselkursschwankungen Aus der internationalen Ausrichtung der Geschäftstätigkeit ergeben sich für den EC Agro Teilkonzern besondere Herausforderungen beim Fremdwährungsmanagement. Der gesamte Fremdwährungsanteil liegt in der Regel bei rund 25% des Umsatzes. Im EC Agro Teilkonzern können Wechselkursschwankungen, insbesondere gegenüber dem US-Dollar, eine bedeutende Rolle spielen. Um diesen Wechselkursrisiken entgegenzuwirken, setzen wir derivative Finanzinstrumente ein. Seit November 2012 hat sich der Einsatz von Devisentermingeschäften (USD) erheblich reduziert, da Lanxess Ammonsulfat nicht mehr vermarktet wird. Erforderlich werden lediglich noch Devisentermingeschäfte für das Ammonsulfatgeschäft der BASF (ca. 30-50% des früheren Volumens). Risiken aus dem Forderungsausfall von Kunden / Ausfallrisiko von Finanzinstituten Unter Ausfallrisiko ist das teilweise oder vollständige Ausbleiben von vertraglich zugesicherten Verpflichtungen seitens eines oder mehrerer Vertragspartner zu verstehen. Wir unterhalten mit vielen Kunden ausgedehnte Geschäftsbeziehungen. Sollten einer oder mehrere Großkunden nicht in der Lage sein, die vertraglichen Verpflichtungen uns gegenüber zu erfüllen oder zahlungsunfähig werden, könnten uns hieraus entsprechende Verluste entstehen. Risiken aus Zahlungsausfällen sind größtenteils durch Kreditversicherungen gedeckt. Der Verzicht auf eine Forderungssicherung erfolgt nur nach einer kritischen Überprüfung der Kundenbeziehung und einer ausdrücklichen Genehmigung, die in Abhängigkeit von der Größenordnung durch die Geschäftsbereichsleitung erfolgen muss. Ein potenzieller Forderungsausfall könnte zu einer moderaten Beeinträchtigung der Finanzlage des EC Agro Teilkonzerns führen. Ausfallrisiken bestehen auch im Hinblick auf Finanzinstitute, mit denen wir Sicherungsgeschäfte abgeschlossen haben, bei denen Kreditlinien bestehen oder bei denen Geld angelegt wurde. Dieses Risiko hat sich in jüngster Zeit aufgrund der Finanzkrise erhöht und wird dadurch begrenzt, dass Finanzgeschäfte nur mit Instituten getätigt werden, die aufgrund unseres internen Monitoringprozesses als geeignet eingestuft werden. Neben dem Rating sind u. a. die Sätze für Kreditausfallversicherungen (Credit Default Swaps) maßgeblich. Liquiditätsrisiken Ein Liquiditätsrisiko besteht darin, dass zur Erfüllung von Zahlungsverpflichtungen benötigte Finanzmittel nicht termingerecht beschafft werden und infolgedessen erhöhte Refinanzierungskosten anfallen können. Aus diesem Grund besteht das wesentliche Ziel unseres Liquiditätsmanagements in der Sicherstellung jederzeitiger Zahlungsfähigkeit. Der Liquiditätsbedarf wird grundsätzlich über unsere Liquiditätsplanung ermittelt und ist über flüssige Mittel gedeckt. Beurteilung der Gesamtrisikosituation Die Einschätzung des Gesamtrisikos erfolgt auf Grundlage des Risikomanagementsystems in Kombination mit den eingesetzten Planungs-, Steuerungs- und Kontrollsystemen. Zu den wesentlichen potenziellen Risiken der zukünftigen Entwicklung des EC Agro Teilkonzerns gehören insbesondere Risiken aus Schwankungen von Angebot und Nachfrage und Fremdwährungsrisiken. Zum jetzigen Zeitpunkt sind auf Basis der Erkenntnisse unserer mittelfristigen Planung keine gravierenden Risiken für die zukünftige Entwicklung erkennbar, die einzeln oder in Wechselwirkung mit anderen Risiken zu einer dauerhaften und wesentlichen negativen Beeinträchtigung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des EC Agro Teilkonzerns führen könnten. Künftige Chancenpotenziale sind dabei in die Beurteilung des Gesamtrisikos nicht eingeflossen. AusblickAn den genannten Marktbedingungen für den EC Agro Teilkonzern wird sich aus heutiger Sicht auch in nächster Zeit nichts Grundlegendes ändern. Die Rahmenbedingungen für die Stabilität der Preise landwirtschaftlicher Produkte sind auf absehbare Zeit gut. Aufgrund von erhöhtem Wettbewerbsangebot bei stickstoff- und phosphathaltigen Düngemitteln wird es in 2013 zu einem Preisdruck in den weltweiten Märkten kommen. Während wir bei Rohphosphat auch niedrigere Einstandskosten als in 2012 erwarten, sehen wir die Ammoniakkosten weiterhin auf hohem Niveau. Zum Geschäftsjahresende 2012 wurde der bisherige Liefervertrag zwischen der BASF Antwerpen NV und der fertiva /EC Agro GmbH einvernehmlich beendet und zum 01.01.2013 ein neuer Liefervertrag zwischen der EuroChem Antwerpen NV und der EC Agro GmbH geschlossen. Damit entfällt für fertiva der Umsatz und das entsprechende Ergebnis aus dem Verkauf der Antwerpener Ware. fertiva behält den Vertrag mit BASF SE zum Verkauf der ASS- und AS-Produkte. Da fertiva in 2013 auch Lanxess Produkte nicht mehr vertreiben wird, wird der Umsatz nur noch ca. 20 % des Vorjahresumsatzes betragen. Die Ergebniserwartung für fertiva in 2013 liegt bei 20 bis 25 Mio €.
Mannheim, 11. September 2013 fertiva GmbH Der Geschäftsführer BilanzAktiva
Gewinn- und Verlustrechnung
AnhangAllgemeine GrundlagenDer Jahresabschluss der fertiva GmbH, Mannheim (im Folgenden "fertiva"), zum 31. Dezember 2012 ist nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches und des GmbH Gesetzes aufgestellt. Bilanzierungs- und BewertungsgrundsätzeImmaterielle Vermögensgegenstände Erworbene immaterielle Vermögensgegenstände werden mit den Anschaffungskosten aktiviert und planmäßig über ihre voraussichtliche Nutzungsdauer zwischen 7 und 10 Jahren abgeschrieben. Sachanlagen Sachanlagen werden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten abzüglich planmäßiger Abschreibungen bewertet. Bewegliche Anlagegüter, die vor dem 1. Januar 2010 erworben wurden, werden degressiv abgeschrieben. Bewegliche Anlagegüter, die nach dem 31. Dezember 2009 erworben wurden, werden linear abgeschrieben. Von der Möglichkeit des Übergangs von der degressiven auf die lineare Abschreibung wird Gebrauch gemacht, sobald dies zu höheren Jahresabschreibungen führt. Die Abschreibungssätze richten sich nach der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer. Diese beträgt für Betriebs- und Geschäftsausstattung zehn Jahre. Geringwertige Anlagegüter mit Anschaffungskosten bis € 410 werden im Erwerbsjahr voll abgeschrieben und nach fünf Jahren als Abgänge ausgewiesen. Bei voraussichtlich dauernden Wertminderungen werden außerplanmäßige Abschreibungen vorgenommen. Sind die Gründe für eine außerplanmäßige Abschreibung entfallen, erfolgt eine Wertaufholung. Vorräte Die im Vorratsvermögen ausgewiesenen unterwegs befindlichen Waren werden zu Anschaffungskosten bewertet. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Forderungen sind entsprechend ihrer Fristigkeit zum Nenn- oder Barwert angesetzt. Einzelrisiken werden durch Einzelwertberechtigungen, das allgemeine Kreditrisiko durch eine Pauschalwertberichtigung berücksichtigt. In den sonstigen Vermögensgegenständen enthaltene Forderungen aus Körperschaftsteuer-Anrechnungsguthaben sind zum Barwert bilanziert. Die übrigen sonstigen Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten (Nominalwert) oder dem niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen Der Erfüllungsbetrag von Pensionsverpflichtungen wird unter Anwendung versicherungsmathematischer Grundsätze nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren ermittelt. Bei der Festlegung des laufzeitkongruenten Rechnungszinssatzes wird von dem Wahlrecht nach § 253 Abs. 2 Satz 2 HGB Gebrauch gemacht. Die Pensionsverpflichtungen werden pauschal mit dem von der Deutschen Bundesbank ermittelten durchschnittlichen Marktzinssatz der letzten sieben Jahre abgezinst, der sich bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren ergibt. Der Bewertung der Pensionsrückstellungen wurde der Rechnungszins zum 30. November 2012 in Höhe von 5,05 % p.a. zugrunde gelegt. Auf eine Anpassung auf den Rechnungszins zum 31. Dezember 2012 von 5,04 % p.a. wurde aus Wesentlichkeitsgründen verzichtet. Der angenommene Gehalts- bzw. Rententrend beträgt jeweils 1,8 % p.a. Die Sterbewahrscheinlichkeiten basieren auf den Heubeck'schen Sterbetafeln (2005G). Latente Steuern Aufgrund der gewerbe- und körperschaftsteuerlichen Organschaft zwischen der fertiva GmbH und der EuroChem Agro GmbH wirken sich zeitliche Unterschiede zwischen handelsrechtlichen und steuerlichen Wertansätzen bei der fertiva GmbH nur bei der EuroChem Agro GmbH als Organträgerin aus. Sonstige Rückstellungen Sonstige Rückstellungen werden für alle ungewissen Verbindlichkeiten und für drohende Verluste aus schwebenden Geschäften unter Berücksichtigung erwarteter künftiger Preis- und Kostensteigerungen gebildet. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden mit dem laufzeitadäquaten durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre, der von der Deutschen Bundesbank ermittelt und bekannt gegeben wird, abgezinst. Verbindlichkeiten Die Verbindlichkeiten werden mit dem Erfüllungsbetrag angesetzt. Umrechnung von Fremdwährungsbeträgen Verbindlichkeiten in Fremdwährung, deren Restlaufzeit nicht mehr als ein Jahr beträgt, werden mit dem Devisenkassamittelkurs am Abschlussstichtag bewertet. Alle übrigen Fremdwährungsverbindlichkeiten werden mit ihrem Umrechnungskurs bei Entstehung oder dem höheren Devisenkassamittelkurs am Abschlussstichtag bewertet. Forderungen in Fremdwährung, deren Restlaufzeit nicht mehr als ein Jahr beträgt, werden mit dem Devisenkassamittelkurs am Abschlussstichtag bewertet. Alle übrigen Fremdwährungsforderungen werden mit ihrem Umrechnungskurs bei Entstehung oder dem niedrigeren Devisenkassamittelkurs am Abschlussstichtag bewertet. Erläuterungen zur BilanzAnlagevermögen Die Entwicklung der Bruttobuchwerte und Abschreibungen der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist als Anlage zum Anhang gesondert dargestellt. Vorräte Angaben in EUR
Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Die sonstigen Vermögensgegenstände enthalten solche mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr in Höhe von 179.362,00 € (Vorjahr: 225.404,00 €). Die übrigen Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände weisen eine Restlaufzeit von weniger als einem Jahr auf. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen betreffen im Wesentlichen Forderungen aus den Vorjahren mit einem Nominalwert von 42.543,67 €. Sie sind in Höhe von 42.179,70 € wertberichtigt. Forderungen gegen verbundene Unternehmen bestehen ausschließlich gegenüber der Gesellschafterin EuroChem Agro GmbH, Mannheim (Vorjahr: 335.441.828,04 €). Sie entfallen in Höhe von 110.384.246,39 € (Vorjahr: 139.686.480,10 €) auf Forderungen aus der Ergebnisverteilung aus einem Geschäftsbesorgungsvertrag, auf solche aus Cash Pooling in Höhe von 10.881.922,33 € (Vorjahr: 0 €) sowie auf Lieferungen und Leistungen in Höhe von 186.063.971,62 € (Vorjahr: 198.236.171,87 €). Bankguthaben Die Banksalden werden entsprechend einer Vereinbarung (DB-Sweep-Cash) vom 02.07.2012 zwischen fertiva GmbH und EuroChem Agro GmbH an die EuroChem Agro GmbH als Cashpool Führerin abgeführt. Rückstellungen Bei den Rückstellungen für Pensionen bestehen keine Fehlbeträge. Die Sonstigen Rückstellungen tragen allen erkennbaren Risiken aus schwebenden Geschäften sowie ungewissen Verbindlichkeiten angemessen Rechnung. Verbindlichkeiten Die Verbindlichkeiten betreffen wie im Vorjahr ausschließlich Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr. Von den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen entfallen 57.407.273,24 € (31.12.2011: 41.461.305,71 €) auf die Ergebnisabführung an die EuroChem Agro GmbH. Die übrigen Verbindlichkeiten betreffen solche aus Lieferungen und Leistungen. Die sonstigen Verbindlichkeiten betreffen in Höhe von 502,65 € (31.12.2011: 168,03 €) Verbindlichkeiten aus Steuern. Erläuterungen zur Gewinn- und VerlustrechnungUmsatz nach Tätigkeitsgebieten und Regionen Angaben in Mio. EUR Inland
Sonstige betriebliche Erträge Angaben in EUR
Die allgemeinen nicht betriebstypischen Erträge resultieren aus dem Verkauf der Rechte über den Bezug von Ammonsulfat aus dem Vertrag mit der Lanxess NV, Antwerpen/Belgien, zum 01.11.2012. Erträge in Höhe von 7.831.632,06 € (Vorjahr: 8.398.181,75 €) sind anderen Geschäftsjahren zuzurechnen (aperiodische Erträge) und betreffen im Wesentlichen die Auflösung von Rückstellungen sowie die Erstattungen und Erträge aus Weiterbelastungen im Zusammenhang mit der Endabrechnung von Lieferverträgen. Sonstige betriebliche Aufwendungen Angaben in EUR
Die außerplanmäßige Abschreibung wurde auf die Restbuchwerte des Sachanlagevermögens der fertiva GmbH bei der Lanxess NV, Antwerpen/Belgien, zum 01.11.2012 gebildet. Sie ist bedingt durch den Verkauf der Rechte über den Bezug von Ammonsulfat aus dem Vertrag mit der Lanxess NV zum 01.11.2012 und der damit einhergehenden Einstellung der Vermarktung dieser Produkte. Aufwendungen in Höhe von 5.947.108,50 € (Vorjahr: 6.003.303,50 €) sind anderen Geschäftsjahren zuzurechnen (aperiodische Aufwendungen) und ergeben sich aus Endabrechnungen, die das Vorjahr betreffen. Zinsergebnis Angaben in EUR
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag Aufgrund der steuerlichen Organschaft zwischen der fertiva GmbH und der EuroChem Agro GmbH wirken sich die Körperschaft-und Gewerbesteuer nur bei der EuroChem Agro GmbH als Organträgerin aus. Aus der Änderung des § 37 KStG durch das SESTEG von 2006 ergibt sich für 2012 ein Ertrag aus der Aufzinsung der in den sonstigen Vermögensgegenständen ausgewiesenen Forderung aus Körperschaftsteuer-Anrechnungsguthaben in Höhe von 7.157,30 € (2011: 18.798,30 €). Materialaufwand Der Materialaufwand aus Anschaffungskosten der verkauften Waren betrug in 2012 761.847.237,76 € (2011: 739.631.100,61 €). Personalaufwand Der Personalaufwand aus Pensionsrückstellungen betrug in 2012 13.907 € (2011: 10.289 €). Sonstige AngabenHonorare für Abschlussprüfer Das Honorar des Abschlussprüfers betrug in 2012 für Abschlussprüfungsleistungen 18.156 €. Geschäftsführung Rudolf Graf von Plettenberg, Mannheim, Alleingeschäftsführer Auf dieAngabe der Bezüge der Geschäftsführung und der ehemaligen Mitglieder der Geschäftsführung wird gemäß § 286 Abs. 4 HGB verzichtet. Mutterunternehmen Die fertiva GmbH ist eine 100%ige Tochter der EuroChem Agro GmbH, Mannheim. Bis zum 1.7.2012 war sie als mittelbares Tochterunternehmen in Konzernabschluss der K+S Aktiengesellschaft einbezogen. Konzernabschluss und Konzernlagebericht der K+S Aktiengesellschaft werden beim Bundesanzeiger zur Veröffentlichung eingereicht. Ab dem 2.7.2012 wird die fertiva GmbH als mittelbares Tochterunternehmen in den Konzernabschluss der EuroChem MCC, OJSC mit Sitz in Moskau/Russland einbezogen.
Mannheim, 11. September 2013 fertiva GmbH Der Geschäftsführer Rudolf Graf von Plettenberg Entwicklung des Anlagevermögens
Bestätigungsvermerk des AbschlussprüfersWir haben den Jahresabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang - unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der fertiva GmbH, Mannheim für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2012 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften liegen in der Verantwortung des Geschäftsführers der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben. Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lageberichtvermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lageberichtüberwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen des Geschäftsführers sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet. Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.
Mannheim, den 11. September 2013 PricewaterhouseCoopers
Ralf Worster, Wirtschaftsprüfer ppa. Kerstin Riewe, Wirtschaftsprüferin Der Jahresabschluss ist noch nicht festgestellt. |
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