KMR Stainless Management GmbH
Selbe AdresseManagementtätigkeiten von sonstigen Holdinggesellschaften
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Antonio Palermo seit 2.7.2021 | Prokura |
Patrick Rose seit 14.8.2015 | Prokura |
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
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Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Oryx Stainless AGMülheim an der RuhrJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023Lagebericht für das Geschäftsjahr 01.01.2023 bis 31.12.2023Oryx Stainless AG, Mülheim an der RuhrI. Grundlagen des Unternehmens 1. Geschäftsmodell des Unternehmens Die Gesellschaft ist eine Tochtergesellschaft der Oryx Stainless Holding B.V., Dordrecht/Niederlande und als solche, Bestandteil der Oryx Stainless Gruppe. Die Oryx Stainless Gruppe gehört zu den weltweit führenden Handelsorganisationen für Rohstoffe zur Produktion hochwertiger Edelstähle. Der Schwerpunkt der Geschäftstätigkeit des Unternehmens liegt im Handling und in der Aufbereitung von Edelstahlschrotten zu qualitativ hochwertigen Rohstoffblends. Diese für die jeweiligen Edelstahlproduzenten individuell abgestimmten Sekundärrohstoffmischungen ersetzen vor allem Primärrohstoffe wie Ferronickel, Ferrochrom und Ferromolybdän. Das Geschäftsmodell hat gegenüber dem Vorjahr keine Veränderungen erfahren. 2. Forschung und Entwicklung Forschung und Entwicklung im engeren Sinne finden bei der Gesellschaft nicht statt. Dennoch ist das Unternehmen stetig damit beschäftigt, seine Prozesse zur Erstellung der angebotenen Sekundärrohstoffe zu verbessern, um damit die Qualität der Produkte und die Wettbewerbsfähigkeit bei den Kunden weiter zu erhöhen. Dieser Anspruch gilt aber nicht nur für technische Abläufe und Planungen, sondern auch für kaufmännische und finanzwirtschaftliche Prozesse. Darüber hinaus engagiert sich die Gesellschaft im Branchenverband Bundesvereinigung Deutscher Stahlrecycling- und Entsorgungsunternehmen e.V. (BDSV) sowie im entsprechenden Fachausschuss Legierter Stahlschrott, der bereits verschiedene branchen- und edelstahlschrottbezogene Forschungsprojekte initiiert hat. Die Gesellschaft selbst hat durch zahlreiche Studienaufträge die umfassende wissenschaftliche Untersuchung von für die Edelstahlindustrie relevanten Fragestellungen unterstützt. Dabei hat sie mit Institutionen wie dem Fraunhofer-Institut UMSICHT, der Universität Ulm, der Technischen Universität Berlin sowie der Universität Heidelberg und dem Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW), Mannheim, zusammengearbeitet. Weitere Informationen hierzu finden sich auf der Website des Unternehmens. In 2022 wurde die 2010 erstmalig erstellte Studie "CO 2 - Reduktion durch intelligentes Recycling von Edelstahlschrott" aktualisiert. Die bereits 2010 hohen CO 2 -Einsparungen der Produkte und des Unternehmens wurden unter Berücksichtigung der hierzu notwendigen Belastungen auf Basis aktueller Zahlen und Daten neu berechnet. Insgesamt ist der Effekt für den Klimaschutz sowohl absolut als auch pro Tonne gestiegen. Die neue Studie dient komplementär zu weiteren laufenden Projekten auch der Vorbereitung der Gesellschaft auf entsprechende Berichtspflichten im Zusammenhang mit ESG (Environmetal, Social und Governance)-Regelwerken sowie im Hinblick auf erforderliche Datenerhebungen im Zusammenhang mit der neugefassten europäischen Corporate Sustainability Reporting Richtlinie (CSRD). Ferner nimmt die Gesellschaft bei ad hoc und strategischen Fragestellungen selektiv die Unterstützung von externen Beratern in Anspruch, um den eigenen Wissens- und Erfahrungshorizont zu erweitern sowie eigene Ideen zu überprüfen. Dies war beispielsweise auch bei der Entwicklung einer ESG-Strategie der Fall. Auch unterstützt das Unternehmen angehende Wissenschaftler und Graduierte bei Bachelor-, Master- und Doktorarbeiten durch die Teilnahme zum Beispiel an Experteninterviews. Im Gegenzug kann das Unternehmen von den im Rahmen dieser Arbeiten gewonnenen wissenschaftlichen Erkenntnissen profitieren. Das Unternehmen ist weiterhin in zwei Richtlinienausschüssen beim Verein der Deutschen Ingenieure e.V. (VDI) engagiert. II. Wirtschaftsbericht 1. Gesamtwirtschaftliche, branchenbezogene Rahmenbedingungen Der im Januar 2024 veröffentlichte Weltwirtschaftsausblick des Internationalen Währungsfonds (IWF) prognostiziert eine Steigerung des globalen Wachstums von 3,1% für das abgelaufene Jahr 2023. Für das Jahr 2024 wird durch den IWF wiederum ein Anstieg der Wirtschaftsleistung von 3,1% erwartet. Laut IWF war das Wirtschaftswachstum in der zweiten Hälfte des Berichtsjahres stärker als erwartet, insbesondere in den USA und in mehreren großen Schwellen- und Entwicklungsländern. In vielen Fällen trugen vor allem staatliche und private Ausgaben zur Aufwärtsentwicklung bei. Auch auf der Angebotsseite kam es zu einer Expansion mit einem breiten Anstieg der Erwerbsbeteiligung und der Lösung von pandemiebedingten Lieferkettenproblemen. Allerdings war das Wachstum nicht überall spürbar, insbesondere in der Eurozone war es nur sehr verhalten. Die Inflation ging schneller als erwartet zurück, wobei die jüngsten monatlichen Werte sich dem Durchschnitt vor der Pandemie angenähert haben. Der Rückgang der Inflation ist vor allem auf das Nachlassen von relativen Preisschocks, insbesondere bei den Energiepreisen, und deren Durchschlag auf die Kerninflation zurückzuführen ist. Um die Inflation zu reduzieren, haben die großen Zentralbanken die Leitzinsen im Jahr 2023 auf restriktive Niveaus angehoben, was zu hohen Hypothekenzinsen, Herausforderungen für Unternehmen bei der Refinanzierung ihrer Schulden, einer engeren Kreditverfügbarkeit und schwächeren Geschäfts- und Wohnungsbauinvestition geführt hat. Die Fiskalpolitik hat die wirtschaftlichen Unterschiede verstärkt. Die Regierungen in den Industrieländern haben zusätzlich die Fiskalpolitik im Jahr 2023 gelockert. Die USA, wo das BIP bereits über dem Niveau vor der Pandemie lag, nutzten fiskalische Stützungsmaßnahmen stärker als die Eurozone und andere Volkswirtschaften, in denen die Erholung unvollständig war. Die Prognose des IWF für 2024 ist um etwa 0,2 Prozentpunkte höher als noch im Oktober 2023, was auf angehobene Erwartungen für China, die USA und große Schwellen- und Entwicklungsländer zurückzuführen ist. Das Wachstum des Welthandels wird für 2024 auf 3,3% und für 2025 auf 3,6% prognostiziert, was weiter unter dem historischen durchschnittlichen Wachstum von 4,9% liegt. Es wird erwartet, dass steigende Handelsbeschränkungen und eine weiter voranschreitende geowirtschaftliche Fragmentierung das Niveau des globalen Handels weiterhin belasten. Die vorstehenden Prognosen basieren auf der Annahme, dass die Zinssätze in den großen Volkswirtschaften im Laufe von 2024 sinken werden. Für entwickelte Volkswirtschaften wird erwartet, dass das Wachstum von 1,6% im Jahr 2023 leicht auf 1,5% im Jahr 2024 sinkt, bevor es 2025 wieder auf 1,8% steigt. In den USA wird erwartet, dass das Wachstum von 2,5% im Jahr 2023 auf 2,1% im Jahr 2024 und im Jahr 2025 1,7% sinkt. Das Wachstum im Euroraum soll sich von einer geschätzten niedrigen Rate von 0,5% im Jahr 2023 auf 0,9% im Jahr 2024 und dann 1,7% im Jahr 2025 erholen. Bei einer erwarteten globalen Wachstumsrate von 3,1% für 2023 und 2024 wird deutlich, dass ein dynamisches Wachstums gegenwärtig vor allem in den Emerging Markets stattfindet. Am 8. Januar 2024 veröffentlichte die World Stainless Association (worldstainless), früher bekannt als International Stainless Steel Forum (ISSF), Zahlen für die ersten neun Monate des Jahres 2023, aus denen hervorgeht, dass die Edelstahlproduktion im Vergleich zu den Vorjahreswerten um 2,5% auf 42,6 Millionen Tonnen gestiegen ist. Die Steigerung ist jedoch lediglich auf das starke Wachstum in China (13%) nach der Pandemie zurückzuführen. Keine andere Region meldete bislang ein Wachstum im Vergleich zu 2022.
(Others: Brasilien, Russland, Südafrika, Südkorea, Indonesien, r=rrevised) Quelle: Worldstainless, Press release - 08.01.2024 Die Werte für das Gesamtjahr waren zum Zeitpunkt der Erstellung des Lageberichts noch nicht verfügbar. Es wird in diesem Zusammenhang auf die Website von worldstainless unter www.worldstainless.org verwiesen. Verlässliche statistische Daten zum Edelstahlschrottmarkt sind leider nach wie vor nicht erhältlich. Die verfügbaren Marktdaten beruhen auf mehr oder minder solide modellierten Schätzungen von privaten Marktforschungsinstituten. Die Oryx Stainless AG arbeitet mit verschiedenen Verbänden daran, die Verfügbarkeit von zuverlässigen Daten zu erhöhen. 2. Geschäftsverlauf Das Geschäft der Gesellschaft in den einzelnen Quartalen kann wie folgt zusammengefasst werden: Das erste Quartal des Berichtsjahrs war durch eine geringere Verfügbarkeit von Edelstahlschrott in Europa gekennzeichnet, was sich auf die Beschaffungsaktivitäten auswirkte. Importe von Edelstahlschrott aus Nordamerika nach Europa haben jedoch das Angebot in diesem Zeitraum erhöht und das Gleichgewicht auf dem Beschaffungsmarkt etwas gestützt. Obwohl die Nachfrage nach Edelstahlschrott durch die Unsicherheit im Zusammenhang mit der Invasion in der Ukraine und die Auswirkungen der Kosteninflation beeinträchtigt wurde, wurde sie durch eine positivere Nachfrage der Endverbraucher nach Edelstahlprodukten gestützt. Im 2. Quartal 2023 intensivierte sich die geringe Verfügbarkeit von Edelstahlschrott gegenüber dem Vorquartal und prägte damit den Beschaffungsmarkt in besonderem Maße und mit außerordentlich volatilen Preisen. Das führte zu wettbewerbsintensiven Beschaffungsaktivitäten und erhöhte den Margendruck deutlich. Der europäische Absatzmarkt für Edelstahlschrott verschlechterte sich mengen- und margenmäßig und auch indirekt durch eine geringere Nachfrage der Endverbraucher nach Edelstahl bei allgemein gedämpftem Preisniveau. Darüber hinaus konkurrierten höhere Importe von Edelstahlschrott in den EU-Markt mit dem heimischen Angebot. Die Einkaufsseite war auch im dritten Quartal durch eine geringe Verfügbarkeit von Edelstahlschrott gekennzeichnet, was zu einem anhaltenden Beschaffungswettbewerb führte. Der europäische Absatzmarkt war aufgrund der Sommermonate und Wartungsarbeiten sehr angespannt. Das vorherrschende Multikrisenumfeld in Verbindung mit der daraus resultierenden Wirtschaftsschwäche in Europa führte zu einer schwächeren Nachfrage der Endverbraucher nach Edelstahl. Insgesamt wirkte sich dies dämpfend auf die Margen aus. Im vierten Quartal 2023 zeigte der Edelstahlsektor schließlich, trotz der vorherrschenden Marktdynamik, einen moderaten Optimismus. Die europäischen Märkte zeigten Anzeichen einer Stabilisierung, trotz des anhaltenden Abbaus von Lagerbeständen und Inflationsdruck. Der vorsichtige Optimismus beruhte sowohl auf einer Erholung der Nachfrage, als auch durch eine Erhöhung der betrieblichen Effizienz angetrieben. Nord- und Südamerika trugen weiterhin positiv zu den globalen Aussichten dieser Unternehmen bei, während China derzeit als Unsicherheitsfaktor gilt. Insgesamt war das Geschäftsjahr 2023 bei den Transporten mit deutlich höheren, im Jahresverlauf aber abnehmenden Logistikosten geprägt. Für die Gesellschaft sorgten insbesondere die mehrfach niedrigen Wasserstände für die per Schiff ausgelieferten Waren für mitunter erhebliche Mehrbelastungen auf der Kostenseite. In der Zwischenzeit haben sich die Frachtkosten aber, auch vor dem Hintergrund deutlich gesunkener Treibstoffkosten, wieder deutlich reduziert. Die durchschnittliche 3-Monats-Nickelnotierung an der London Metal Exchange (LME) lag im Januar 2023 bei USD 28.498/mt (Vj. USD 22.017/mt). Mt steht dabei für metric tons bzw. metrische Tonnen. Im Dezember 2023 wurde ein Monatsdurchschnitt von USD 16.658/mt (Vj. USD 29.042/mt) erreicht. Im Jahresverlauf reduzierte sich der Nickelkurs damit um 42,6%. Der Jahresdurchschnitt lag mit USD 21.736/mt um rund 15% unter dem Vorjahreswert von USD 25.590/mt. Zum Zeitpunkt der Fertigstellung des Lageberichts notiert Nickel bei Kursen um USD 17.500/mt und damit höher als noch zum Geschäftsjahresende. Zum Geschäftsjahresbeginn handelte der US-Dollar gegenüber dem Euro bei Kursen um 1,07 USD/€. Zum Ultimo des Berichtsjahres ging der Euro mit Kursen um 1,11 USD/€ fester aus dem Markt. Zum Zeitpunkt der Fertigstellung des Lageberichts handelt die Euro-Währung wieder leichter bei Kursen um 1,09 USD/€. Die freiwilligen Zertifizierungen als Entsorgungsfachbetrieb (EfB), des Qualitätsmanagementsystems gemäß ISO 9001 und des Umweltmanagementsystems gemäß ISO 14001 haben sich auch im Geschäftsjahr bewährt. Die Re-Audits wurden, sofern erforderlich, erfolgreich absolviert. Ferner wurde im Geschäftsjahr 2023 erstmalig die Zertifizierung des Arbeitsschutzmanagementsystems gemäß ISO 45001 vorgenommen und damit eine wesentliche Maßnahme der ESG-Strategie der Gesellschaft planmäßig umgesetzt. Damit verfügt die Gesellschaft nun über alle wesentlichen Qualitätsmanagement-Zertifizierungen der ISO-Normen-Familie. Im Geschäftsjahr konnte auch erneut ein Energieaudit zum Abschluss gebracht werden. Auf Basis der gewonnenen Erkenntnisse sind nun weitere Projekte zur Einsparung von Energie und zur Reduzierung des Carbon Footprint in der Planung. Mittelfristig ist unter anderem der Anschluss an eine Fernwärmeversorgung aus einem Flusswärmekraftwerk geplant, wenn der Energieversorger die entsprechende Anlage in Betrieb genommen hat. Beziehungen zu nahestehenden Personen gab es im Berichtsjahr nur im Rahmen des üblichen Leistungsaustausches und der Intercompany-Finanzierung. Die europäischen Kunden von Oryx Stainless beschreiben das Geschäftsjahr 2023 als ein zunehmend komplexes Marktumfeld. Während Rahmenbedingungen und Geschäftsverläufe in Amerika solide waren, schwächte sich der Edelstahlmarkt in Europa doch schneller als erwartet ab. Die Situation in Europa war geprägt von anhaltendem Lagerabbau und Kosteninflation. Dennoch erzielten die Produzenten unter den gegebenen Marktbedingungen für das Geschäftsjahr insgesamt solide Ergebnisse, allerdings nicht wirklich überraschend schwächer als in den beiden vorherigen Rekordjahren. Zusammenfassend lässt sich sagen, dass angesichts der anhaltenden Herausforderungen in einem makroökonomischen Multikrisenkontext sowie eines sich konsolidierenden Marktumfelds die Oryx Stainless AG für das Geschäftsjahr 2023 ein sehr gutes Ergebnis erzielen konnte. 3. Lage a) Ertragslage Das nach HGB auszuweisende operative Ergebnis für das Berichtsjahr (ohne vollständige Berücksichtigung der Aufwendungen aus Devisen- und Rohstoffpreisabsicherungen) hat sich gegenüber dem Vorjahr deutlich verschlechtert. Es wurde ein Gesamtbetriebsertrag von T€ 21.584 (Vj. T€ 34.698) erzielt. Der Umsatz reduzierte sich aufgrund niedrigerer, durchschnittlicher Rohstoffpreise gegenüber dem Vorjahr um T€ 131.677 oder 33,9% auf T€ 256.310 (Vj. T€ 387.987). Die originäre Tonnage ist im Geschäftsjahr hingegen um 13,3% gegenüber der Vorperiode gestiegen. Die Materialaufwendungen verringerten sich analog zu dem gesunkenen Umsatz. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen verringerten sich vor dem Hintergrund der jeweiligen Kursverläufe insbesondere durch die stark gesunkenen Aufwendungen für Sicherungsgeschäfte bei Nickel und Fremdwährungen. Entsprechend gegenläufige Effekte finden sich in den Umsatzerlösen. Der Personalaufwand verringerte sich in der Berichtsperiode aufgrund niedrigerer ergebnisabhängiger Vergütungen. Der Umsatz enthält, wie im Vorjahr Geschäfte, in denen die Gesellschaft lediglich als Verkaufsvertragsinhaber für verbundene Unternehmen fungiert hat. Diesen Umsätzen stehen Materialaufwendungen in annähernd gleicher Höhe gegenüber, so dass die relative Marge aus diesem Bereich beeinflusst wurde. b) Finanzlage Der Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit beträgt preis-, mengen- und stichtagsbedingt T€ 16.325 gegenüber T€ 1.052 im Vorjahr. Der Anstieg ist vor allem auch darauf zurückzuführen, dass die Gesellschaft am Bilanzstichtag geringere Vorräte als im Vorjahr hatte. Der Cashflow aus Investitionstätigkeit erhöhte sich auf T€ 3.210 nach T€ 2.563 im Vorjahr. Im Geschäftsjahr wurde an die Muttergesellschaft eine Dividende in Höhe von T€ 1.500 (Vj. T€ 3.000) ausgeschüttet. Unter zusätzlicher Berücksichtigung der Zinszahlungen führten diese Effekte per Saldo zu einem negativen Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit von T€ -6.147 (Vorjahr: T€ -6.540). Der Finanzmittelfonds (liquide Mittel abzüglich kurzfristiger Bankverbindlichkeiten) wies am Ende der Periode einen positiven Saldo von insgesamt T€ 8.565 (Vj. T€ -4.823) aus. Unter Berücksichtigung des Nachrangdarlehens in Höhe von T€ 6.000 sind gemäß Verbindlichkeitenspiegel T€ 6.000 (Vj. T€ 6.000) dem mittel- und langfristigen Finanzierungsbereich zuzuordnen. Die kurzfristige Finanzierung reduzierte sich auf T€ 10.172 gegenüber einem Vorjahreswert von T€ 17.030. Betriebswirtschaftlich handelt es sich bei den Kontokorrentdarlehen aufgrund der Erfahrungen der Vergangenheit und der vertraglichen Vereinbarungen faktisch um mittelfristige Verbindlichkeiten, sofern die Restlaufzeit des entsprechenden Konsortialkreditvertrags länger als 1 Jahr ist. Das ist derzeit gegeben, da die aktuelle Borrowing Base Finanzierung eine Laufzeit bis zum 12.08.2026 hat. Mittels der Konsortialfinanzierung wird dauerhaft ein gewisser Vorratsbestand finanziert. Aufgrund der Struktur der Borrowing Base Finanzierung werden die Kontokorrentdarlehen zwar mit jedem Verkauf von finanziertem Vorratsvermögen zunächst getilgt, im Gegenzug aber direkt beim Ankauf von neuen Vorräten erneut gewährt. Für diese stetigen Neuaufnahmen sind während der Vertragslaufzeit der Borrowing Base Finanzierung unter Berücksichtigung der vorgegebenen vertraglichen Regelungen keine separaten neuen Verträge abzuschließen. Die Kontokorrentkredite valutieren per 31.12.2023 in Höhe von T€ 0 (Vorjahr: T€ 4.862). Im Geschäftsjahr investierte die Gesellschaft T€ 447 (Vj. T€ 371) in neues Sachanlagevermögen. Es handelte sich dabei im Wesentlichen um Ersatzinvestitionen. c) Vermögenslage Die Bilanzsumme reduzierte sich zum 31.12.2023 auf T€ 29.852 gegenüber T€ 35.157 im Vorjahr. Die Veränderung ist im Wesentlichen auf zum Bilanzstichtag geringere Vorräte und Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen, kompensiert durch einen stichtagsbedingt deutlich höheren Bestand an liquiden Mitteln zurückzuführen. Das Eigenkapital erhöhte sich, unter Berücksichtigung des positiven Ergebnisses nach Steuern und der Dividende von T€ 1.500, gegenüber dem Vorjahr um T€ 1.553 auf T€ 13.680. Die Eigenkapitalquote erhöhte sich deutlich auf 45,8% gegenüber dem Vorjahr (Vj. 34,5%). Unter Einbezug des Nachrangdarlehens erreichte die sogenannte Eigenmittelquote 65,9% (Vj. 51,6%). III. Finanzielle und nichtfinanzielle Leistungsindikatoren Die Rohertragsmarge erhöhte sich, absolut und relativ, gegenüber dem Vorjahr. Unter Berücksichtigung der in den sonstigen betrieblichen Erträgen und Aufwendungen enthaltenen Positionen zu den Fremdwährungen und Nickelpreissicherungen erhöhte sich das Rohergebnis absolut von T€ 19.373 auf T€ 20.482, relativ von 5,0% auf 8,0%. Damit liegt die Rohertragsmarge am oberen Ende des angestrebten Zielkorridor von 7-8%. Da es sich bei dem internationalen Edelstahlschrottgeschäft um ein Rohstoff- bzw. Commodi-ty-Geschäft handelt, dem auf der Absatz- und Beschaffungsseite als Referenzen der Preisfindung US-Dollarnotierungen zugrunde liegen, greift das Gliederungsschema gemäß HGB für eine sinnvolle Betrachtung der Roherträge zu kurz. Daher sind die Erträge und Aufwendungen aus Fremdwährungen und Metallpreissicherungen zwingend mit in die Betrachtung einzubeziehen. Die Umsatzrendite (vor Steuern) hat sich vor dem Hintergrund der spezifischen, sektoriellen Rahmenbedingungen gegenüber dem Vorjahr von 1,0% auf 1,9% deutlich gesteigert. Die Eigenkapitalrendite, berechnet als das Verhältnis aus dem Jahresüberschuss (nach Steuern) und dem Eigenkapital zu Beginn der Periode, erhöhte sich von 17,9% auf 25,2% für das Jahr 2023. Der Umsatz pro Kopf befindet sich mit rd. € 6,0 Mio. / Mitarbeiter (Vorjahr rd. € 9,0 Mio. / Mitarbeiter) zwar unter dem Vorjahr aber weiterhin auf beachtlichem Niveau. In allen Kernbereichen blieb die hohe Kontinuität in der Mitarbeiterschaft erhalten. Selektiv wurde der Mitarbeiterstamm erweitert. Die Qualität und Qualifikation, Leistungsbereitschaft und gute Zusammenarbeit der Mitarbeiterschaft ist und bleibt eine wesentliche Grundlage für die erfolgreiche Geschäftstätigkeit der Gesellschaft. Der Kundenkreis wurde unter kostenbedingten Aspekten, aber auch vor dem Hintergrund der jeweiligen Bedarfe der Kunden innerhalb der Unternehmensgruppe optimiert. Die Lieferantenbasis konnte verbreitert werden. Vor dem Hintergrund des branchenspezifischen Umfelds ist die Lage der Gesellschaft im Wettbewerb als überdurchschnittlich zu bezeichnen. IV. Prognosebericht Die solide und erfolgreiche Geschäftspolitik und Unternehmensstrategie der vergangenen Jahre werden konsequent weiterverfolgt und umgesetzt. Insbesondere bestehende und neue strategische Projekte werden zur weiteren Verbreiterung und Vertiefung der Beschaffungsbasis und Erhöhung der nationalen und internationalen Präsenz entsprechend fortgesetzt. Zu Beginn des Geschäftsjahres 2024 stellt die geringe Verfügbarkeit von Edelstahlschrott eine Herausforderung auf dem Beschaffungsmarkt dar. Die Logistikkosten werden voraussichtlich auf niedrigem Niveau bleiben. Die Finanzierungskosten bleiben aufgrund der kurzfristigen Basiszinssätze auf einem hohen Niveau. Es wird erwartet, dass die Kundennachfrage und die Absatzmengen auf einem zufriedenstellenden Niveau bleiben. Darüber hinaus spiegelt sich die begrenzte Verfügbarkeit von Schrott in steigenden Bewertungen für recycelten Edelstahl wider, was die Margen stützt. Die allgemein hohe Streikbereitschaft der Arbeitnehmer in einer Vielzahl von Branchen in Spanien, Finnland, Frankreich, Deutschland und möglicherweise weiteren Ländern führt derzeit zu gewissen Unsicherheiten hinsichtlich der Logistik und der Annahme von Lieferungen durch die Kunden. Eine Änderung des Handelsprogramms ist weder beabsichtigt noch erforderlich. Es wird grundsätzlich auch weiterhin mit auskömmlichen Margen gerechnet. Unter Berücksichtigung der Gesamtsituation erwartet Oryx Stainless für das erste Quartal 2024 ein zufriedenstellendes Volumen und Ergebnis. Im neuen Geschäftsjahr kann es eine selektive Verstärkung auf der Personalseite geben. Die Fluktuation kann allgemein als niedrig bezeichnet werden. Darüber hinaus soll die bereits vorhandene Qualität und Qualifikation, Leistungsbereitschaft und gute Zusammenarbeit der Mitarbeiterschaft durch gezielte Personalentwicklungsmaßnahmen gesichert werden. Mit den Edelstahlschrottblends hat die Gesellschaft auch im neuen Geschäftsjahr einen Rohstoff zu bieten, der den Primärrohstoffen ökonomisch, ökologisch sowie unter gesellschaftlichen Aspekten weit überlegen ist. Die Nachfrage ist regelmäßig deutlich höher als die Verfügbarkeit. Vom Standort der Gesellschaft aus kann theoretisch und praktisch jedes Stahlwerk in der Welt erreicht werden. Im Übrigen finden sich Begriffe wie Nachhaltigkeit und Circular Economy, die geradezu den Kern des Geschäftsmodells der Gesellschaft darstellen, inzwischen beinahe auf jeder öffentlichen und privatwirtschaftlichen Agenda. Insbesondere wird es auch im laufenden Geschäftsjahr weiter darum gehen, die Beschaffungsprozesse, die betrieblichen Abläufe sowie das Reporting weiter zu optimieren. Die Gesellschaft arbeitet ständig an einer Erweiterung des Portfolios mit neuen, soliden Kunden. Die Perspektive des Nickelbedarfs, als wesentlichem fundamentalen Einflussfaktor auf den für die Preisfindung wichtigen Nickelpreis, ist nicht zuletzt wegen der zwar tendenziell schwächeren, aber immer noch robusten Edelstahlproduktion und dem zukünftigen Mehrbedarf an Nickel durch die Elektromobilität positiv zu beurteilen. Kurzfristig können unvorhersehbare Ereignisse auch weiterhin zu einer erhöhten Volatilität führen. Marktverwerfungen wie im März 2022 an der London Metal Exchange (LME) sind nach der Umsetzung zahlreicher Maßnahmen und wieder stetig steigender Handelsvolmina nicht mehr zu erwarten. Der 3-Monats-Nickel-Future an der London Metal Exchange (LME) handelt gegenwärtig bei Kursen um USD 17.500,00/mt. Der europäische Referenzpreis für Ferrochrom lag zu Beginn des Jahres 2024 zunächst leicht unter dem Niveau des letzten Quartals des abgelaufenen Geschäftsjahres bei 1,44 USD/lb. Damit bewegt sich der Chrompreis unter dem durchschnittlichen Niveau der letzten drei Jahre. Bei den Molybdänpreisen wird für das Jahr 2024 mit niedrigeren Preisen gerechnet, nachdem diese bereits seit der zweiten Jahreshälfte von 2023 gesunken sind. Der IWF prognostiziert ein Weltwirtschaftswachstum von 3,1% in seiner Konjunkturprognose von Januar 2024. Zahlreiche Volkswirtschaften zeigen erfreulicherweise eine unerwartet hohe Resilienz, trotz der Folgen des Ukrainekriegs / Nahostkonflikts und den gestiegenen Zinsen. Die Inflation hat zuletzt abgenommen, was auf das Nachlassen von relativen Preisschocks, insbesondere bei Energiepreisen, und deren Durchschlag auf die Kerninflation zurückzuführen ist. Generell geht der IWF von im Jahresverlauf sinkenden Zinsen in den Volkswirtschaften aus. Die Kosten der Gesellschaft entwickelten sich zum Jahresstart im Rahmen der Planung. Für das Gesamtjahr 2024 wird für die originären Lieferungen mit einer gegenüber dem Vorjahr zwar grundsätzlich stabilen Rohertragsmarge (unter Berücksichtigung der Erträge und Aufwendungen aus Fremdwährungen und Metallpreissicherungen) aufgrund der krisenbedingt unklaren Konjunkturentwicklung aber in einer größeren Bandbreite von 7,0% - 9,0% gerechnet. Die Prognose einer angestrebten Umsatzrentabilität ist losgelöst vom Ukraine-Krieg und Nahostkonflikt, aufgrund der breit dargestellten und kaum beeinflussbaren hohen Preisvolatilität nicht seriös möglich und unterbleibt daher wie in Vorjahren an dieser Stelle. Selbiges gilt für die Eigenkapitalrendite und den Umsatz je Mitarbeiter, da diese Kennzahlen erheblich durch das kaum beeinflussbare Preisniveau im jeweiligen Geschäftsjahr gekennzeichnet sind. Je höher das allgemeine Preisniveau (und damit die Wertansätze in den einzelnen Bilanzpositionen und die Umsatzerlöse) umso geringer fallen diese Kennzahlen aus. Vor dem Hintergrund der fundamentalen Prognosen zu der Situation an den Rohstoffmärkten im Allgemeinen und zum Nickelmarkt im Besonderen erwartet die Gesellschaft mittel- und langfristig weiterhin eine positive Geschäftsentwicklung. Das Geschäftsmodell ist intakt, krisenfest und äußerst nachhaltig. Hinsichtlich der ökonomischen, ökologischen, technischen und gesellschaftlichen Vorteile des Rohstoffs Edelstahlschrott sei auf die durch den Branchenverband Bundesvereinigung Deutscher Stahlrecycling- und Entsorgungsunternehmen e.V. (BDSV) durch das Fraunhofer Institut UMSICHT sowie Fraunhofer IMW erstellten wissenschaftlichen Studien verwiesen. Weiterführende Informationen und auch Erklärvideos zu den Studien "Schrottbonus" und "Schrottbonus Konkret" finden sich auf der Website des Branchenverbands: https://www.bdsv.org. Nicht nur der Ausblick für 2024, sondern insbesondere auch die weiteren mittel- und langfristigen Aussichten sind daher grundsätzlich als ausgesprochen gut zu beurteilen. V. Chancen- und Risikobericht 1. Risikobericht a) Branchenspezifische Risiken Die Nachfrage nach Edelstahlschrott ist aufgrund der spezifischen technischen und kaufmännischen Eigenschaften grundsätzlich solide. Zusätzlich ist der extrem geringe Carbon Footprint dieses Recyclingrohstoffs ein wichtiges Argument für die Kunden. Die jeweilige, kurzfristige Verfügbarkeit und der Wettbewerb auf der Beschaffungsseite ist jedoch mitunter ein limitierender Faktor hinsichtlich der Verarbeitungs- und Verkaufsvolumina. Die Inflation ist vor allem auch in Europa schneller als erwartet zurückgegangen. Die jüngsten monatlichen Werte liegen mit 2,6% nicht mehr weit von der Zielgröße der Europäischen Zentralbank (EZB) entfernt. Eine erneut höhere Inflation, und damit weiterhin hohe oder sogar steigende Leit- und Referenzzinsen und ein daraus resultierendes, rezessives Marktumfeld könnten zu einer schwächeren Nachfrage nach Edelstahlschrott für das Jahr 2024 führen. Die hohen Finanzierungskosten und die allgemeine wirtschaftliche Unsicherheit wirken sich aktuell sehr stark auf den Bausektor aus, der zu den größeren Endabnehmern von Edelstahl zählt. Allerdings ist das Portfolio der Edelstahlanwendungen grundsätzlich sehr divers. Der Ukrainekrieg und der Nahostkonflikt beeinträchtigten die wirtschaftliche Situation, die Lieferketten und Stabilität in Europa negativ, auch wenn die unmittelbaren Einflüsse aus der Energie- und Gasmangel-Lage erst einmal gebannt scheinen. Da die Oryx Stainless AG nicht auf den Seekorridor um den Gazastreifen angewiesen ist, sind keine direkten negativen Einflüsse durch den Nahostkonflikt zu erwarten. Die Sanktionen gegen Russland sollen weiter verschärft werden und sind ein ständiger Unsicherheitsfaktor, wobei die bisherigen Sanktionen vom Markt gut aufgenommen wurden. Global muss der andauernde Konflikt zwischen China und Taiwan weiter beobachtet werden. Neben den konjunkturellen Bedingungen wird die europäische Edelstahlindustrie von den weltweiten Produktionskapazitäten und Schwankungen bei Edelstahlimporten und -exporten beeinflusst. Die Produktionskapazitäten in den Entwicklungs- und Schwellenländern, insbesondere in China und Indonesien, sind weiterhin erheblich. China bleibt nach wie vor die mit Abstand größte, Edelstahl produzierende Nation weltweit und damit ein wesentlicher Faktor für die globale Entwicklung der Edelstahlkonjunktur und die entsprechende Rohstoffnachfrage. Das Gleichgewicht zwischen Produktion und Verbrauch ist somit ein sehr wichtiger Aspekt, der die weltweiten Edelstahl- und Rohstoffpreise beeinflusst. Edelstahlexporte aus Ländern mit besonders günstigen Bedingungen, zum Beispiel durch Subventionen oder geringer Umwelt- und Sozialstandards, können einen erheblichen Einfluss auf die Edelstahlpreise in Europa haben. Sollten die Edelstahlpreise unter Druck geraten, hat dies indirekt auch Auswirkungen auf die Schrottpreise, was natürlich sowohl für die Beschaffungs-, als auch für die Absatzseite gilt. Die Europäische Union begegnet diesen möglichen Wettbewerbsverzerrungen durch entsprechende, bisher gut wirkende Instrumente (siehe auch nachstehend), die zunehmend auch die CO 2 -Emissionen der importierten Produkte und Rohstoffe in den Fokus nehmen. Das spiegelt sich auch im Konzept des sogenannten Kohlenstoff-Grenzausgleichsmechanismus CABM (Carbon Border Adjustment Mechanism) wider, der im Oktober 2023 in Kraft getreten ist. Perspektivisch steigt damit der relative Wert von schrottbasierter und durch regenerative Energie betriebene Stahl- und Edelstahlproduktion erheblich. Die durch die Europäische Union (EU) erlassenen Safeguard und Anti-Dumping-Maßnahmen schützen die europäischen Edelstahlindustrie aber schon seit einigen Jahren wirkungsvoll gegen zu hohe Importe. Ein Risiko könnte daher in der Abschaffung oder zumindest Absenkung dieser Einfuhrbeschränkungen liegen. Die kurz vor Beendigung dieses Lageberichts durch das EU-Parlament beschlossene Novelle der EU-Abfallverbringungsverordnung könnte, je nach der konkreten Ausgestaltung, die Exporte von Stahlschrotten in Drittländer, insbesondere außerhalb der OECD, erschweren. Für die Gesellschaft ist dies vermutlich von geringer Relevanz, da der wesentliche Teil der Edelstahlschrottlieferungen durch Kunden innerhalb der EU eingeschmolzen werden. Darüber hinaus sind die meisten Schrotte von einer derart hohen Qualität und Sauberkeit, dass diese falls erforderlich auch als Produkt im Rahmen der "End-of-waste"-Regeln exportiert werden könnten. Damit wäre die EU-Abfallverbringungsverordnung nicht anwendbar. Die Geschäftstätigkeit der Oryx Stainless AG ist nicht energieintensiv, was sich auch in sehr niedrigen Scope 1 und 2-Emissionen widerspiegelt. Daher waren die unmittelbaren Auswirkungen der Energiemärkte und die zwischenzeitlich massiven Preissteigerungen (mit nachfolgender Abwärtskorrektur) auf die Gesellschaft begrenzt. Elektrizität wird für einige Aggregate benötigt. Diesel wird hauptsächlich für die Kräne, Gabelstapler und sonstigen Fahrzeuge verbraucht. Erdgas wird ausschließlich für die Beheizung des Büros benötigt, wobei mittelfristige Verträge über die Lieferung von Gas und Strom zu Vorkriegspreisen bestehen, die aktuell auf den wieder normalisierten Niveaus neu verhandelt und verlängert werden. Zum Zeitpunkt der Aufstellung des Jahresabschlusses blieb die Situation auf den Energiemärkten weiterhin entspannt. Der zunehmenden Bedrohung der IT-Infrastrukturen durch Internetkriminalität begegnet das Unternehmen durch risikomindernde Maßnahmen zur Früherkennung und Gefahrenabwehr. Dabei investiert das Unternehmen kontinuierlich in die Wartung und Verbesserung der technischen Infrastruktur, innerbetriebliche Prozessabläufe sowie die Sensibilisierung der Mitarbeiter, zum Beispiel durch entsprechende Online- und Präsenz-Trainings. Aufgrund der Konjunkturabhängigkeit des Sektors können, je nach Ausmaß und Struktur, politische Spannungen und Konflikte ebenso wie exogene Schocks, die immer auch eine höhere Risikoaversion der Marktteilnehmer mit sich bringen, auf die spezifische Marktlage durchgreifen. b) Ertragsorientierte und finanzwirtschaftliche Risiken Die Gesellschaft hat sich als rohstoffintensive Gesellschaft im abgelaufenen Geschäftsjahr grundsätzlich gegen bestehende Wechselkurs- und Rohstoffpreisrisiken durch gegenläufige Sicherungsgeschäfte an den entsprechenden Devisen- bzw. Rohstoffmärkten sowie Festpreisverkäufe erfolgreich abgesichert. Vor dem Hintergrund der Marktverwerfungen im LME-Nickelmarkt im März 2022 und der damit einhergehenden Börsenliquidität wurde die Absicherungsstrategie erfolgreich angepasst. Die in 2022 mit den finanzierenden Banken abgeschlossene Fazilität zur Abdeckung übermäßiger Margincalls hinsichtlich Börsenabsicherungen wurde ebenfalls (siehe oben) bis August 2026 verlängert. Die intensive Arbeit der LME und der Aufsichtsbehörden zur Wiederherstellung des Vertrauens in die Warenterminbörse zeigt erste Erfolge. Die Handelsvolumina steigen wieder und befinden sich in einem deutlichen Aufwärtstrend. So wird auch weiterhin damit gerechnet, dass die Marktteilnehmer in nicht allzu ferner Zukunft wieder zu dem alten Vorgehen zurückkehren. Das lässt sich aber derzeit noch nicht hinreichend absehen. Es kann daher auch nicht ausgeschlossen werden, dass auch im neuen Geschäftsjahr Anpassungen und Feinjustierungen an der an sich bewährten Risikostrategie erforderlich sein könnten. Die Devisensicherung erfolgt unverändert. Bei den Devisenrisiken kamen zur Absicherung der Wechselkurse Devisentermingeschäfte zum Einsatz. Risiken, wie sie sich aus den Änderungen des Nickelpreises im Hinblick auf die im Schrott enthaltenen Nickeleinheiten ergeben, wurden vorrangig durch entsprechende physische Kauf- und Verkaufskontrakte für Chrom-Nickel-Schrotte abgesichert. In einem angemessenen Umfang wurden Positionsspitzen über Nickelkontrakte an der London Metal Exchange (LME) abgesichert. Aufgrund des Einkaufs sowohl in Euro als auch in US-Dollar werden auch US-Dollar-Konten unterhalten und US-Dollar-Kredite in Anspruch genommen. Aufgrund der Vielzahl sowie der damit verbundenen hohen Komplexität und Dynamik der Wechselbeziehungen der Einflussfaktoren ist bisher eine betriebswirtschaftlich belastbare und damit aussagekräftige Quantifizierung der Risiken im Zusammenhang mit der Preisvolatilität an den Rohstoffmärkten nicht sinnvoll möglich. Die Gesellschaft sichert sich im Rahmen einer Absicherungsstrategie (Makro-Hedging) gegen bestehende Risiken ab. Empirisch sowie theoretisch kann dabei die Wirksamkeit im Gesamtergebnis aus Grundgeschäft und Absicherungstransaktion nachgewiesen werden. Für weitere Details im Zusammenhang mit dem Risikomanagement sowie auch hinsichtlich der durch die Gesellschaft gebildeten Bewertungseinheit wird auf die Angaben im Anhang sowie unter der Risikoberichterstattung über die Verwendung von Finanzinstrumenten verwiesen. Die bestehende Kredit- und Finanzierungsstruktur stellt für die absehbare Zukunft sicher, dass die Unternehmenstätigkeit auch liquiditätsmäßig hinreichend begleitet wird. Aufgrund der zuletzt gefallenen Edelstahlschrottpreise haben sich die Finanzierungsspielräume für ein weiteres Preis- und Mengenwachstum noch einmal weiter erhöht. Es besteht zudem eine Erhöhungsoption, die bei Bedarf gezogen werden könnte. Die vorstehend erläuterte, zusätzliche Kreditlinie für etwaige Sicherheitsleistungen im Zusammenhang mit Nickel-Termingeschäften an der LME besteht auch weiterhin. Das in der Bilanz ausgewiesene Nachrangdarlehen steht der Gesellschaft langfristig zur Verfügung. Die Beimischung dieses Finanzierungsbausteins auf der langfristigen Seite zur Flankierung des dynamischen Unternehmenswachstums hat sich bewährt. Risiken hinsichtlich der Verletzung bestehender Kennzahlen beziehungsweise Covenants bestehen nach bestem gegenwärtigem Ermessen nicht. Mit Ausnahme des Nachrangdarlehens spielt sich der wesentliche Teil des Finanzierungsgeschehens in der kurzfristigen Finanzierung des Umlaufvermögens ab. Die Kreditlinien der hier-zu genutzten Borrowing Base-Finanzierung sind marktüblich besichert und bepreist. Die syndizierte Kreditvereinbarung hat eine Laufzeit bis August 2026. Das Konsortium der finanzierenden Banken ist unverändert. Theoretisch können sich Risiken aus der Haftung im Rahmen der konzernweiten Finanzierung ergeben. Anhaltspunkte für eine Inanspruchnahme sind gegenwärtig nicht vorhanden. 2. Chancenbericht Die wichtigsten Abnehmer der Gesellschaft erwarten für das erste Quartal 2024 gleichbleibende bis steigende Edelstahl Auslieferungen, was sich in einer robusten Produktion und entsprechend guten Nachfrage nach Edelstahlschrott und den weiteren Rohstoffen widerspiegeln sollte. Es wird im Übrigen noch für längere Zeit mit einer hohen Nachfrage nach Rohstoffen gerechnet, da die Energiewende dahingehend einen signifikanten Bedarf generiert. Während Infrastrukturausgaben eine große Stahl- und Zementnachfrage nach sich ziehen, werden für die Dekarbonisierung der Industrie und die Elektrifizierung des Verkehrs zusätzlich Metalle wie beispielsweise Nickel benötigt. Das stützt Preise und Margen und sorgt auch für eine höhere, klimaschutzinduzierte Schrottnachfrage. Man darf davon ausgehen, dass das Recycling von Edelstahlschrott in den nächsten Jahren und Jahrzehnten weiter zunehmen wird. So fordert der Branchenverband Bundesvereinigung Deutscher Stahlrecycling- und Entsorgungsunternehmen e.V. (BDSV) auch weiterhin die konkrete Aufnahme einer direkten oder mindestens indirekten Belohnung des Schrotteinsatzes im Rahmen des europäischen Emissionshandelssystem EU-ETS sowie einer Berücksichtigung im Grenzausgleichsmechanismus CBAM. Perspektivisch erhöht dies den relativen Wert des Recyclingrohstoffs Edelstahlschrott deutlich und auch den monetären Vorteil des Einsatzes für die Kunden. Edelstahlschrottrecycling ist durch den nachhaltigen Ersatz von klimaschädlichen Primärrohstoffen angewandter Klimaschutz. Das gilt sowohl für den heimischen Verbrauch, als auch den Export zu Edelstahlproduzenten in Drittländern. Denn das Klima ist global. Aus der Struktur der europäischen (und globalen) Wirtschaft und Industrie, die sich zunehmend von einem linearen zu einem zirkulären Ansatz wandelt, ist daher der Recyclingrohstoff Edelstahlschrott nicht mehr wegzudenken. Das sorgt für eine unterstützendes Geschäftsumfeld und birgt für die Gesellschaft Geschäftschancen hinsichtlich von Volumen und Margen. Die europäische Edelstahlproduktion und damit die derzeitigen Hauptkunden der Gesellschaft sind für die Herausforderungen der nachhaltigen Zukunft gut gerüstet, da diese für die Schmelze beinahe ausschließlich auf mit regenerativer Energie zu betreibenden Elektrolichtbogenöfen basiert und das bei einem im globalen Vergleich sehr hohen Input von Edelstahlschrott. Zu Letzterem trägt die Berichtsgesellschaft maßgeblich bei. Vor dem Hintergrund der negativen Erfahrungen der Abhängigkeiten von Russland nach Beginn des Kriegs in der Ukraine und entsprechender Befürchtung hinsichtlich eines zu großen Exposures der bestehenden Lieferketten gegenüber China, haben die europäische und deutsche Industrie und Politik über Strategien zum De-Risking bis hin zum De-Coupling diskutiert, nachgedacht und entsprechende Anpassungen vorgenommen. Diese sollten perspektivisch, auch zum Vorteil der Gesellschaft, den Verbrauch von heimischen Rohstoffen sowie eine zu mindestens in Teilen nationale oder europäische Produktion mit entsprechend höherer Rohstoffnachfrage stärken. Auch die mit dem Oktober 2023 für den Carbon Boarder Adjustment Mechanism (CBAM) begonnenen Berichtspflichten werden auch für das neue Geschäftsjahr 2024 die positive Wahrnehmung des Rohstoffs Schrott weiter stärken. Die Vorteile der Kostenersparnis, Energie- und CO 2 -Effizienz werden durch den veränderten Fokus der Edelstahlproduzenten, auch im direkten Vergleich der unter dem CBAM importierten, CO 2 -intensiven Primärrohstoffe, noch mehr in das Zentrum der Aufmerksamkeit rücken. Das ist auch ganz deutlich in der Kommunikation der Kunden abzulesen, die den Rohstoff Schrott in den Mittelpunkt ihrer ESG (Environment, Social, Governance)-Berichterstattung rücken. Weitere Verbesserungen / Aktualisierungen in der IT-Landschaft sind auch im kommenden Geschäftsjahr geplant. Die Nutzung der auf die Branchenbedürfnisse ausgerichteten, integrierten ERP (enterprise resource planning)-Software hat sich bewährt. Die Software unterstützt den gesamten Geschäftsprozess. Die stetigen Verbesserungen ergeben gegenwärtig und in der Zukunft erhebliche Vorteile für das Unternehmen, aber auch für Lieferanten und Kunden, hinsichtlich Transparenz, Kontrolle, Schnelligkeit und Komfort. Die verfügbaren Daten sowie die vielfältigen Möglichkeiten der Auswertung, auch durch das bestehenden Business Intelligence (BI)-System, stellen eine erhebliche Verbesserung der Entscheidungsgrundlage dar. Die Analyse und Verknüpfung der im Unternehmen vorhanden Daten wird kontinuierlich weiterentwickelt, um Geschäftsprozesse und die Entscheidungsfindung zu optimieren. Insgesamt sieht das Unternehmen die Entwicklungen in den Bereichen der Corporate Social Responsibility (CSR) und ESG weniger als Belastung, denn vielmehr als Chance und Ansporn für eine bessere wirtschaftliche und gesellschaftliche Zukunft und arbeitet auch selbst in konkreten Projekten an einer Verbesserung in diesen Dimensionen und bringt sich in derartige Initiativen auch über die Unternehmensgrenzen hinweg ein, beispielsweise über das Verbandsengagement. Aber nicht nur im Rahmen der gesellschaftlichen Verpflichtungen, auch und gerade zu einer stärkeren Differenzierung gegenüber Wettbewerbern, hat sich das Unternehmen einen noch stärkeren Fokus auf Nachhaltigkeit zum Ziel gesetzt. Konkret hat das Unternehmen bereits im Jahr 2022 eine umfassende ESG-Strategie erarbeitet, derer sich im Übrigen der gesamte Konzern gegenüber verpflichtet. Aufbauend auf einer ESG-relevanten Potential-/Risikoanalyse wurde gemeinsam mit einem externen Berater ein ESG-Kompass entwickelt, der sich an dem "SDG Compass Guide" (17 Nachhaltigkeitsziele) der Vereinten Nationen orientiert. Dabei wurden alle relevanten Themenbereiche in Bezug zu dem Geschäftsmodell und Geschäftsgegenstand des Unternehmens gebracht, bewertet und entsprechend priorisiert. Im Ergebnis stehen die Nachhaltigkeitsziele "Menschenwürdige Arbeit und Wirtschaftswachstum" (UN-Ziel 8), "Nachhaltiger Konsum und Produktion" (UN-Ziel 12), "Maßnahmen zum Klimaschutz" (UN-Ziel 13) sowie "Frieden, Gerechtigkeit und starke Institutionen" (UN-Ziel 16) in besonderem Bezug zum Geschäftsmodell sowie dem Geschäftsgegenstand des Unternehmens und stellen somit den Unternehmensschwerpunkt im Bereich Nachhaltigkeit dar. Diese vier, für das Unternehmen übergeordneten Nachhaltigkeitsziele sind dem jeweiligen Nachhaltigkeitsaspekt Umwelt (Environment), Soziales (Social) und verantwortungsvolle Unternehmensführung (Governance) zugeordnet und mit konkreten Projekten zur weiteren Verbesserung des Status-Quo versehen. Ein Schwerpunkt der konkreten Projektarbeit war im Bereich Soziales ("Employee wellbeing") die Arbeitssicherheit: das Unternehmen hat sich erfolgreich dem Audit nach der Norm DIN EN ISO 45001 gestellt. Weiterhin hat sich die Gesellschaft einer erneuten Auditierung durch die Nachhaltigkeitsplattform EcoVadis unterzogen und konnte sich in diesem Audit auch im Hinblick auf den Branchendurchschnitt weiter verbessern. Konkret konnte das EcoVadis-Audit für 2024 zum zweiten Mal in Folge mit einem Silbermedaillen-Rang abgeschlossen werden. Die konkreten Ergebnisse aus dem Audit fließen in den unternehmenseigenen ESG-Kompass ein und dienen außerdem als externer Vergleichsmaßstab. Besonders hervorzuheben sind an dieser Stelle die uneingeschränkte Unterstützung und die begeisterte Teilnahme aller Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter an den verschiedenen Projekten im Bereich Nachhaltigkeit. 3. Gesamtaussage Geschäfts- und Branchenrisiken könnten sich im Jahr 2024 aus einer Fortsetzung des allgemein schwächeren Wirtschaftsumfelds und einer gedämpften Edelstahlkonjunktur im Besonderen ergeben. Auch die aktuelle Unsicherheit bezüglich des Nahostkonfliktes und der Lieferwege über das Rote Meer sowie die stark gestiegenen Zinsen könnten auf einzelne Segmente des Edelstahlverbrauchs einen negativen Einfluss haben. Der gesamtwirtschaftliche Ausblick ist mit einer Vielzahl von Unsicherheiten behaftet, auch wenn sich die einzelnen globalen Regionen durchaus unterschiedlich entwickeln. Selbst innerhalb Europas gibt es deutliche Unterschiede. Leider ist Deutschland aktuell das Schlusslicht. Sollten die Energiepreise erneut deutlich steigen, was aber derzeit nicht mehrheitlich erwartet wird, könnte das die Entwicklung noch weiter abschwächen. In diesem Zusammenhang birgt gerade die Lage im Ukrainekrieg und im Nahostkonflikt hohe Unsicherheiten, die sich insbesondere auf den europäischen Markt auswirken. Allgemein stehen aber die ersten zaghaften Zeichen auch für Europa eher wieder auf Erholung, nachdem die USA und auch China wieder bessere Wirtschaftsdaten präsentieren konnten. Auch ist die Inflation grundsätzlich schneller als erwartet zurückgegangen, wodurch die Zentralbanken wieder Spielräume für einen geldpolitischen Stimulus der Wirtschaft bekommen. Eine erneut höhere Inflation und damit stabile hohe bis weiter steigende Leit- und Referenzzinsen könnten das Marktumfeld belasten und zu einem Rückgang der Nachfrage nach Edelstahlschrott für das Jahr 2024 führen. Langfristig gesehen wird die Gesellschaft aber von der von vielen Staaten mit Priorität verfolgten Dekarbonisierung der Wirtschaft profitieren. Auch der begonnene Umbau von der linearen zur zirkulären Wirtschaft (Circular Economy) stärkt Bedarf und Nachfrage. Die Selbstverpflichtung der Europäischen Union, bis 2050 klimaneutral zu werden, wird den Markt für klimafreundlichen Edelstahl fördern. Zur Erreichung dieses Ziels müssen massive Investitionen in die Infrastruktur getätigt werden, die auch die Nachfrage nach (heimischem) Stahl und Edelstahl unterstützen sollten. Die Verfügbarkeit des attraktiven und in der EU in großen und perspektivisch weiter steigenden Mengen verfügbaren Recyclingrohstoffs Edelstahlschrott wird weiterhin die Wettbewerbsfähigkeit und Nachhaltigkeit der europäischen Edelstahlproduzenten sichern. Sollte allerdings ein unwahrscheinlicher Trend zur Verlagerung von Schmelzaktivitäten in Drittländer entstehen, wird der nachhaltige Sekundärrohstoff, nicht zuletzt wegen des von der EU geplanten Grenzausgleichsmechanismus (CBAM), auch entsprechend Abnehmer in anderen Regionen dieser Welt finden. Insofern ist es ein erheblicher Vorteil, dass der von der Gesellschaft gehandelte Recyclingrohstoff, nicht zuletzt wegen der hohen Transportkostentragfähigkeit, weltweit vermarktet werden kann. Vor dem Hintergrund der Bilanzstärke und finanziellen Solidität, weitgehend stabiler Kosten sowie der grundsätzlich konservativen Geschäfts- und Absicherungsstrategie sieht sich die Gesellschaft für die Wahrnehmung von Chancen, aber auch die Bewältigung von Herausforderungen und Risiken, sehr gut aufgestellt. Risiken, die den Fortbestand der Gesellschaft gefährden könnten, sind derzeit nicht erkennbar. 4. Risikoberichterstattung über die Verwendung von Finanzinstrumenten Zur Absicherung von Währungsrisiken werden, wie auch schon oben erläutert, derivative Finanzinstrumente eingesetzt. Dazu gehören insbesondere Devisentermingeschäfte. Im Währungsbereich werden überwiegend Kredite beziehungsweise Vorräte/Forderungen gesichert. Die Sicherungsgeschäfte werden grundsätzlich mit einem Grundgeschäftsbezug und nur mit Banken von mindestens guter Bonität abgeschlossen. Zudem kommen derivative Finanzinstrumente (Futures und Swaps) zur Absicherung der Nickel-Notierung der London Metal Exchange (LME) zum Einsatz. 5. Devisentermingeschäfte
Die Marktwerte entsprechen der Differenz zwischen Einstands- und Stichtagskursen USD-Euro vom 31. Dezember 2023. 6. Nickeltermingeschäfte Zum Bilanzstichtag waren T€ 1.398 (Vj. T€ 0) einseitig offene Nickeltermingeschäfte zu verzeichnen. Der Marktwert zum Bilanzstichtag beträgt T€ 58 (Vj. T€ 0). Im Übrigen wird auf die Ausführungen im Chancen- und Risikobericht sowie im Anhang zu der gemäß § 254 HGB gebildete Bewertungseinheit verwiesen. VI. Bericht über Zweigniederlassungen Zweigniederlassungen werden von der Gesellschaft nicht unterhalten. VI. Nachtragsbericht Wir verweisen an dieser Stelle auf die Ausführungen im Anhang (Abschnitt VI TZ 11.), um Wiederholungen zu vermeiden.
Mülheim an der Ruhr, 21. März 2024 Oryx Stainless AG gez. Roland Mauss gez. Tobias Karl Heinz Kämmer gez. Kai Kunde BilanzAktiva
Gewinn- und Verlustrechnung
Anhang zum 31.12.2023Oryx Stainless AG, Mülheim an der RuhrI. Allgemeine Angaben zum Unternehmen Die Oryx Stainless AG hat ihren Sitz in Mülheim an der Ruhr. Die Gesellschaft ist im Handelsregister des Amtsgerichts Duisburg unter HRB 17177 eingetragen. II. Allgemeine Angaben zu Inhalt und Gliederung des Jahresabschlusses Der Jahresabschluss der Oryx Stainless AG, Mülheim an der Ruhr, für das Geschäftsjahr 2023 ist nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB) aufgestellt. Soweit die Berichtspflichten wahlweise in der Bilanz, der Gewinn- und Verlustrechnung oder im Anhang erfüllt werden können sowie um die Klarheit der Darstellung zu verbessern, wurden die Angaben und erforderlichen davon-Vermerke teilweise im Anhang aufgenommen. Die Gesellschaft ist eine große Kapitalgesellschaft i.S.v. § 267 HGB. Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren erstellt. Zur besseren Darstellung der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft wurde gemäß § 265 V HGB insbesondere im Hinblick auf den bestehenden Kreditvertrag ein Nachrangdarlehen direkt nach dem Eigenkapital in einer eigenständigen Bilanzposition "B. Nachrangdarlehen" ausgewiesen, wobei aufgrund von Einschränkungen bei der offenlegungstaxonomie der Posten in der Offenlegung als "Sonderposten mit Rücklaganteil" bezeichnet ist. III. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Der Jahresabschluss wurde nach teilweiser Verwendung des Jahresergebnisses aufgestellt. Die nachstehend erläuterten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden wurden gegenüber dem Vorjahr grundsätzlich unverändert angewandt. Die Bewertung erfolgte entsprechend den handelsrechtlichen Bestimmungen und den Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung. Das abnutzbare Anlagevermögen wird zu Anschaffungskosten abzüglich planmäßiger Abschreibungen und erforderlicher außerplanmäßiger Abschreibungen bewertet. Wirtschaftsgüter mit einem Nettowert von bis zu netto € 800,00 werden aus Vereinfachungsgründen gem. § 6 II EStG voll abgeschrieben. Das Finanzanlagevermögen wurde zu Anschaffungskosten abzüglich außerplanmäßiger Abschreibungen bei voraussichtlich dauernder Wertminderung bilanziert. Die Bewertung der Vorräte erfolgt zu Einstandswerten, soweit nicht durch Beachtung des Niederstwertprinzips Abwertungen auf den niedrigeren Börsen- oder Marktpreis erforderlich sind. Geleistete Anzahlungen werden mit den Lieferantenverbindlichkeiten oder den Rückstellungen für ausstehende Eingangsrechnungen saldiert, wenn der Lieferant seine Lieferungen oder Leistungen erbracht hat. Die Forderungen , sonstigen Vermögensgegenstände und liquiden Mittel sind grundsätzlich mit dem Nennbetrag angesetzt. Erkennbare Einzelrisiken werden - soweit vorhanden - durch Einzelwertberichtigungen berücksichtigt. Die Steuerrückstellungen sowie die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten und sind mit dem Erfüllungsbetrag bewertet, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist. Die Verbindlichkeiten sind zum Erfüllungsbetrag passiviert. Währungsguthaben sowie Währungsverbindlichkeiten sind unter Beachtung des Imparitätsprinzips und unter Beachtung von § 256a HGB mit dem Stichtags- bzw. Einstandskurs angesetzt. Die Berechnung der latenten Steuern beruht auf temporären Differenzen zwischen Bilanzposten aus handelsrechtlicher und steuerrechtlicher Betrachtungsweise gem. § 274 HGB. Die sich ergebenden kumulierten Steuerbe- und Steuerentlastungen werden, sofern vorhanden, saldiert angesetzt (§ 274 I HGB). Im Berichtsjahr waren keine latenten Steuern zu verzeichnen. Die Gesellschaft hat gemäß § 254 HGB eine Bewertungseinheit gebildet. Diese Bewertungseinheit umfasst die folgenden Positionen: - Vorräte - Ein- und Verkaufsverträge aus schwebenden Geschäften - LME-Nickel-Futures (Termingeschäfte) - USD- / EUR-Futures (Termingeschäfte) - Devisenbilanz USD / EUR In die Bewertungseinheit wurden der gesamte Warenbestand zum Stichtag sowie alle zum Stichtag bestehenden Ein- und Verkaufsverträge sowie Futures und der Saldo der Devisenbilanz einbezogen. Negative Bewertungsdifferenzen aus einzelnen Positionen der Bewertungseinheit können mit positiven Ergebnissen aus anderen Positionen dieser Bewertungseinheit ausgeglichen werden. Die historischen Anschaffungskosten bilden jedoch bei der Gesamtbewertung immer die Obergrenze des Wertansatzes der Bewertungseinheit. Sollte die Summe der Einzelbewertungen positiv sein, verbleibt es bei den historischen Anschaffungskosten, sollte der Saldo negativ sein, findet in diesem Umfang eine Wertberichtigung der Bestände statt bzw. wird eine Drohverlustrückstellung gebildet. Die Bewertungseinheit wird aus folgenden Gründen gebildet: - Einzelne Lagerpositionen werden üblicherweise nicht separat an die Kunden veräußert, sondern in Form von Mischungen (Blends) zahlreicher Lagerpositionen. Auch werden nicht einzelne Metalle aus den Lagerpositionen extrahiert. - Die Blends für die jeweiligen, abgeschlossen Verkaufsverträge setzen sich sowohl aus Positionen der Vorräte, als auch aus Positionen der Einkaufsverträge zusammen. - Bei den in die Bewertungseinheit einbezogenen Ein- und Verkaufsverträgen handelt es sich immer um fest abgeschlossene Verträge und nicht etwa um beabsichtigte Transaktionen. - Die Futures (LME-Nickel und Devisen) dienen neben den Verkaufsverträgen zur Absicherung der Einkäufe und Warenbestände gegenüber Schwankungen im Nickelpreis sowie in den USD/EUR-Wechselkursen. - Aufgrund der Tatsache, dass sich die Preise für die von der Gesellschaft gehandelten Sekundärrohstoffe als Ableitung der in USD gehandelten Primärrohstoffe Chrom, Nickel, ggf. Molybdän und Eisen ergeben, besteht auch für die auf EUR-Währung lautenden Einkäufe und Vorräte ein USD/EUR-Wechselkursrisiko und das selbst dann, wenn die Verkäufe ebenfalls auf EUR-Währung lauten. Die bilanzielle Abbildung der wirksamen Teile der gebildeten Bewertungseinheiten erfolgt nach der Einfrierungsmethode. Hinsichtlich der Art handelt es sich bei der gebildeten Bewertungseinheit um einen Makro-Hedge. Bei diesem wird die risikokompensierende Wirkung, wie oben im Einzelnen dargelegt, ganzer Gruppen von Grundgeschäften zusammenfassend betrachtet und nur eine sich ergebende Deckungslücke (Nettoposition) durch mehrere Sicherungsinstrumente abgesichert. Risikohomogenität und Fristenkongruenz ist im Falle der Bewertungseinheit der Gesellschaft gegeben. Bei den abgesicherten Risiken handelt es sich um das Preisänderungsrisiko für das an der London Metal Exchange (LME) gehandelte Legierungsmetall Nickel sowie die Währungsrisiken aufgrund von Fremdwährungsschwankungen des US-Dollars gegenüber dem Euro. Zum Bilanzstichtag waren keine Drohverlustrückstellungen entstanden, da sich bereits im Rahmen der Bewertungseinheit eine Kompensation ergeben hat. Aufgrund der vollständigen Identität der unterliegenden Größen US-Dollar und LME-Nickelkurs sowohl auf der Einkaufs- und Warenbestandsseite, als auch auf der Seite der gegenläufigen Verkaufsverträge sowie LME- und USD / EUR-Futures erübrigen sich Angaben zur Wirksamkeit bzw. zu den Methoden der Ermittlung der Wirksamkeit der bestehenden Absicherungsbeziehung. In einem statistischen Korrelationsverfahren würde sich daher auch immer eine vollständige Korrelation ergeben. IV. Erläuterungen zu einzelnen Positionen der Bilanz 1. Anlagevermögen Die Entwicklung des Anlagevermögens gliedert sich wie folgt:
2. Umlaufvermögen
Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen beinhalten zugleich Forderungen an Gesellschafter in Höhe von € 111.208,00 (Vorjahr: € 556.533,00). Die ausgewiesenen sonstigen Vermögensgegenstände beinhalten zum Bilanzstichtag Steuererstattungsansprüche in Höhe von € 352.820,08 (Vorjahr: € 161.622,09). Von diesen waren bis zum Bilanzstichtag Vorsteuer-Forderungen in Höhe von € 7.185,10 (Vorjahr: € 5.612,48) rechtlich noch nicht entstanden. 3. Rechnungsabgrenzungsposten Im Ausweis sind keine Disagien enthalten. 4. Gezeichnetes Kapital Das Gezeichnete Kapital beträgt zum Bilanzstichtag € 2.301.000,00 und ist eingeteilt in 2.301.000 Namens-Stückaktien. 5. Gesetzliche Rücklage Gemäß § 150 II AktG ist der zwanzigste Teil des Jahresüberschusses bis zur Höhe des zehnten Teils des Grundkapitals in die gesetzliche Rücklage einzustellen. Die 10 %-Grenze in Höhe von € 230.100,00 wurde bereits in den Vorjahren erreicht. 6. Bilanzgewinn
7. Nachrangdarlehen Das Nachrangdarlehen betrifft eine Nachrangdarlehensvereinbarung mit der Sparkasse KölnBonn über € 6.000.000,00. Das Darlehen ist in einer Summe vollständig am 10. Oktober 2028 zurückzuzahlen. 8. Rückstellungen Die Sonstige Rückstellungen beinhalten hauptsächlich Rückstellungen für ausstehende Wareneingangsrechnungen (T€ 2.648 / VJ T€ 2.225), Verpflichtungen aus Sicherungsgeschäften (T€ 0 / VJ T€ 361), ausstehende Frachtkostenrechnungen (T€ 631 / VJ T€ 368) und sonstige ausstehende Kosten (T€ 556 / VJ T€ 342) sowie für Kosten aus Personalverpflichtungen inklusive Berufsgenossenschaft (T€ 398 / VJ T€ 1.463). 9. Verbindlichkeitenspiegel einschließlich Nachrangdarlehen Verbindlichkeitenspiegel zum 31.12.2023
* 1) Betriebswirtschaftlich betrachtet handelt es sich bei diesen Kontokorrentdarlehen aufgrund der Erfahrungen der Vergangenheit faktisch aber um mittelfristige Verbindlichkeiten, sofern die Restlaufzeit des entsprechenden Konsortialkreditvertrags länger als 1 Jahr ist. Das ist zum Bilanzstichtag 31.12.2023 gegeben, da die aktuelle Borrowing Base Finanzierung eine Laufzeit bis 12.08.2026 hat. Mittels der Konsortialfinanzierung wird dauerhaft ein gewisser Vorratsbestand finanziert. Aufgrund der Struktur der Borrowing Base Finanzierung werden die Kontokorrentdarlehen zwar mit jedem Verkauf von finanziertem Vorratsvermögen zunächst getilgt, im Gegenzug aber direkt durch den Ankauf von neuen Vorräten erneut gewährt. Für diese stetigen Neuaufnahmen sind während der Vertragslaufzeit der Borrowing Base Finanzierung unter Berücksichtigung der vorgegebenen vertraglichen Regelungen keine separaten neuen Verträge abzuschließen. Die Kontokorrentkredite valutieren per 31.12.2023 in Höhe von T€ 0 (Vorjahr: T€ 4.862). * 2) Kontenverpfändung, Globalzession der Forderungen aus Warenlieferungen und Leistungen sowie Kontokorrentverhältnisse, Sicherungsübereignung des Vorratsvermögens, Sicherungsübereignung von Betriebs- und Geschäftsausstattung sowie von technischen Anlagen und Maschinen, Buchgrundschulden € 1,8 Mio. auf Grundstück Timmerhellstraße, die mit € 0 zum 31.12.2023 valutieren. 10. Haftungsverhältnisse Die Gesellschaft haftet gesamtschuldnerisch im Rahmen einer Konsortialfinanzierung (vgl. hierzu auch vorstehend unter 9.), die auch zur Finanzierung anderer Konzerngesellschaften dient. Der maximale in Anspruch zu nehmende Gesamtkreditrahmen beträgt € 125 Mio. Zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2023 valutieren die in Anspruch genommenen revolvierenden Kredite einer Schwestergesellschaft mit € 15,5 Mio.. Zur Absicherung dieser Verbindlichkeiten hat diese ihre Vorräte und Konten verpfändet sowie eine Globalzession der Forderungen aus Warenlieferungen und Leistungen sowie Kontokorrentverhältnisse vorgenommen. Zudem haftet die Gesellschaft aus Rahmenverträgen für Finanztermingeschäfte einer Schwestergesellschaft gesamtschuldnerisch. Zum 31. Dezember 2023 bestanden Verpflichtungen der Schwestergesellschaft aus Finanztermingeschäften mit einem Nominalvolumen von USD 10,0 Mio. (entspricht bei Umrechnung mit Stichtagskurs € 9,05 Mio.) sowie Nickeltermingeschäften mit einem Nominalvolumen von USD 0,978 Mio. (bewertet zum cash Settlement 29.12.2023 = 16.300 USD/mt; entspricht bei Umrechnung mit Stichtagskurs € 0,885 Mio.) Es besteht eine gesamtschuldnerische Haftung aus einem Forderungskaufvertrag . Da es sich bei den Forderungsverkäufen um echtes Factoring handelt, wird das Delkredererisiko durch den Factor/Forderungskäufer getragen. Damit besteht für Oryx Stainless AG kein entsprechendes Risiko aus der gesamtschuldnerischen Haftung. Weitere Angaben erübrigen sich damit an dieser Stelle. Es besteht eine gesamtschuldnerische Haftung aus einem weiteren Forderungskaufvertrag . Da es sich bei den Forderungsverkäufen um echtes Factoring handelt, wird das Delkredererisiko durch den Factor/Forderungskäufer getragen. Damit besteht für Oryx Stainless AG kein entsprechendes Risiko aus der gesamtschuldnerischen Haftung. Weitere Angaben erübrigen sich damit an dieser Stelle. Bei den Haftungsverhältnissen handelt es sich vollumfänglich um Haftungsverhältnisse für verbundene Unternehmen. Ein Risiko aus einer Inanspruchnahme aus den Haftungsverhältnissen sieht die Gesellschaft aufgrund der wirtschaftlichen Verhältnisse der verbundenen Unternehmen nicht. V. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung 1. Umsatzerlöse
Die Umsatzerlöse werden ausschließlich im Handling und in der Aufbereitung von Edelstahlschrotten erzielt. 2. Sonstige betriebliche Erträge Die sonstigen betrieblichen Erträge beinhalten periodenfremde Erträge von T€ 86 insbesondere aus der Ausbuchung verjährter Verbindlichkeiten sowie nachlaufenden Abrechnungen. 3. Sonstige betriebliche Aufwendungen Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen beinhalten periodenfremde Aufwendungen von T€ 88 aus nachlaufenden Aufwendungen. 4. Steueraufwand Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag betreffen mit T€ 1.829 das Berichtsjahr (inkl. ausländischer Quellensteuern von T€ 0) und mit T€ -152 Steuern für Vorjahre. Das Mindeststeuergesetz hat keine Auswirkungen auf die Oryx Stainless AG. VI. Ergänzende Angaben 1. Sonstige finanzielle Verpflichtungen
Die Verkehrsgarantie Hafenbahn wird jährlich mit den tatsächlichen Hafenbahngebühren sowie Hafengeldern verrechnet. Sonstige finanzielle Verpflichtungen gegenüber verbundenen Unternehmen bestehen nicht. 2. Beteiligungsunternehmen Am 31.12.2023 war die Gesellschaft an der Oryx Stainless (Thailand) Co., Ltd. / Thailand mit einer Aktie (entspricht 0,00001%) beteiligt, wobei es sich aufgrund der gemeinsamen Muttergesellschaft um ein verbundenes Unternehmen handelt. Die Angaben nach § 285 Nr. 11 HGB unterbleiben gem. § 286 III HGB, da dies für die Darstellung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage von untergeordneter Bedeutung ist. 3. Nicht in der Bilanz enthaltene Geschäfte Der wesentliche Teil der Forderungsfinanzierung wird außerbilanziell über fest zugesagte Factoring- und Forfaitierungsvereinbarungen dargestellt. In diesem Zusammenhang besteht für das Unternehmen eine Andienungspflicht der Forderungen, im Gegenzug bei den Factoring- und Forfaitierungspartnern eine grundsätzliche Ankaufsverpflichtung. Vorteil dieser Finanzierungsform ist der 100 %ige Delkredereschutz im Rahmen der Finanzierungsvereinbarungen und damit eine erhebliche Entlastung der Bilanz von Ausfallrisiken. Wesentliche Risiken, insbesondere im Vergleich mit einer Bankfinanzierung, sind zum gegenwärtigen Zeitpunkt nicht zu erkennen. 4. Derivative Finanzinstrumente Zur Absicherung von Währungsrisiken werden derivative Finanzinstrumente eingesetzt. Dazu gehören insbesondere Devisentermingeschäfte. Im Währungsbereich werden überwiegend Kredite bzw. Vorräte/Forderungen gesichert. Die Sicherungsgeschäfte werden grundsätzlich mit einem Grundgeschäftsbezug und nur mit Banken von erster Bonität abgeschlossen. Zudem bestehen Finanzinstrumente zur Absicherung der Nickel-Notierung. 4.1. Devisentermingeschäfte
Die Marktwerte entsprechen der Differenz zwischen Einstands- und Stichtagskursen USD-Euro zum jeweiligen Bilanzstichtag. 4.2. Zins-Cap Zum Vorjahres-Bilanzstichtag bestand ein Zins-Cap mit einem Bezugsbetrag zu Laufzeitbeginn von € 10 Mio. Der Zins-Cap hatte eine Laufzeit vom 03. Mai 2021 bis 03. Mai 2023. Die Cap-Prämie war unter dem Aktiven Rechnungsabgrenzungsposten ausgewiesen und linear über die Laufzeit verteilt aufgelöst. Zum 31. Dezember 2022 belief sich der fortgeschriebene Buchwert der auf zukünftige Geschäftsjahre entfallenden Aufwendungen für den Zins-Cap auf T€ 1 und wurde vollständig im Berichtsjahr aufgelöst. 4.3. Nickeltermingeschäfte und -optionen Zum Bilanzstichtag waren einseitig offene Nickeltermingeschäfte und -optionen wie folgt zu verzeichnen:
Die Marktwerte entsprechen der Differenz zwischen Einstands- und Stichtagskursen aus der LME-Notierung zum jeweiligen Bilanzstichtag. Das Nominalvolumen schließt auch Rückkaufvereinbarungen ein, die über einen Preis gehen, der zum Bilanzstichtag noch nicht feststand. 5. Organe Vorstand: - Herr Tobias Karl Heinz Kämmer, Düsseldorf, Vorstand Verkauf und Strategie - Herr Kai Kunde, Heiligenhaus, Vorstand Einkauf und Betrieb - Herr Roland Mauss, Düsseldorf, Finanzvorstand Aufsichtsrat: - Herr Michael Pawlowski, Zug / Schweiz (Vorsitzender), Commercial Manager Oryx Stainless Holding B.V. / NL - Herr Ewout Slooff, Breda / Niederlande, Commercial Manager Oryx Stainless Holding B.V. / NL - Herr Martin Olbort, München, Geschäftsführender Gesellschafter der PINOVA Capital GmbH 6. Gesamtbezüge des Vorstands Auf die Angabe der Gesamtbezüge des Vorstands wird auf der Grundlage einer Stellungnahme des HFA des IDW vom 11.03.2011 gemäß § 286 Abs. 4 HGB verzichtet. 7. Gesamtbezüge des Aufsichtsrates Die Bezüge des Aufsichtsrates für das Geschäftsjahr 2023 betrugen T€ 10 (Vorjahr T€ 10). 8. Abschlussprüferhonorar Das für 2023 berechnete Gesamthonorar schlüsselt sie wie folgt auf:
9. Arbeitnehmeranzahl In 2023 wurden außer den 3 Mitgliedern des Vorstands durchschnittlich beschäftigt: - Angestellte: 13 - Gewerbliche Arbeitnehmer: 26 - Auszubildende: 0 - Leitende Angestellte: 4 10. Konzernzugehörigkeit Die Oryx Stainless AG ist eine 100% Tochter der Oryx Stainless Holding B.V., Dordrecht / Niederlande, die einen Konzernabschluss in den Niederlanden für den kleinsten und zugleich größten Kreis von Unternehmen aufstellt, der im niederländischen Handelsregister der Handelskammer (kamer van koophandel) veröffentlicht wird. 11. Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Stichtag Nach dem Bilanzstichtag haben sich keine wesentlichen Vorgänge ergeben, die für die Zukunft der Oryx Stainless AG von Bedeutung wären. 12. ErgebnisverwendungsvorschlagDer Vorstand schlägt vor, den Jahresüberschuss in voller Höhe in die anderen Gewinnrücklagen einzustellen.
Mülheim an der Ruhr, 21. März 2024 Oryx Stainless AG gez. Tobias Karl Heinz Kämmer gez. Kai Kunde gez. Roland Mauss ErgebnisverwendungsvorschlagsberichtOryx Stainless AG, Mülheim an der RuhrDie TACS-Partner Szalinski Jerusal Duckheim PartGmbB Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Moers hat den gemäß den Grundsätzen des deutschen Handelsgesetzbuches aufgestellten Jahresabschluss der Oryx Stainless AG zum 31. Dezember 2023 und den Lagebericht geprüft. Der Abschlussprüfer hat den Jahresabschluss und den Lagebericht mit dem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen. Der Vorstand beabsichtigt der Hauptversammlung folgenden Vorschlag zur Verwendung des Bilanzgewinns zu machen: 1. Verteilung an die Aktionäre: € 1.000.000,00 2. Einstellung in die Gewinnrücklagen: € 0,00 3. Gewinnvortrag: € 10.148.819,93 4. Bilanzgewinn: € 11.148.819,93 Der guten Ordnung halber sei darauf hingewiesen, dass aus dem Gewinnvortrag 2023 durch Beschluss der außerordentlichen Hauptversammlung vom 9. Januar 2024 bereits eine Dividendenausschüttung an die Alleinaktionäre in Höhe von € 1.500.000,00 erfolgt ist. Der unter Berücksichtigung dieser Ausschüttung geschmälerte, vorzutragende Bilanzgewinn beträgt € 8.648.819,93. Der Vorschlag wurde dem Aufsichtsrat der Oryx Stainless AG zur Beschlussfassung vorgelegt.
Müllheim an der Ruhr, den 8. Mai 2024 Oryx Stainless AG Der Vorstand gez. Tobias Karl Heinz Kämmer gez. Roland Mauss gez. Kai Kunde ErgebnisverwendungsbeschlussberichtOryx Stainless AG, Mülheim an der RuhrDer Bilanzgewinn per 31.12.2023 in Höhe von € 11.148.819,93 wird wie folgt verwendet:
Der guten Ordnung halber sei darauf hingewiesen, dass aus dem Gewinnvortrag 2023 durch Beschluss der außerordentlichen Hauptversammlung vom 9. Januar 2024 bereits eine Dividendenausschüttung an die Alleinaktionäre in Höhe von € 1.500.000,00 erfolgt ist. Der unter Berücksichtigung dieser Ausschüttung geschmälerte, vorzutragende Bilanzgewinn beträgt € 8.648.819,93.
Müllheim an der Ruhr, den 13. Mai 2024 gez. Herr Michael Pawlowski, Aufsichtsratsvorsitzender Der Aufsichtsrat Bericht des AufsichtsratsDie TACS-Partner Szalinski Jerusal Duckheim PartGmbB Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Moers hat den gemäß den Grundsätzen des deutschen Handelsgesetzbuches aufgestellten Jahresabschluss der Oryx Stainless AG zum 31. Dezember 2023 und den Lagebericht geprüft. Der Abschlussprüfer hat den Jahresabschluss und den Lagebericht mit dem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen. Der Aufsichtsrat hat den Jahresabschluss und den Lagebericht auch selbst geprüft, zudem lag den Mitgliedern des Aufsichtsrats der Prüfungsbericht des Abschlussprüfers vor. In der Aufsichtsratssitzung am 13. Mai 2024 hat der Vorstand den Jahresabschluss erläutert. In der gleichen Sitzung hat der Abschlussprüfer über die Prüfungstätigkeit und deren wesentliche Ergebnisse berichtet und stand dem Aufsichtsrat für ergänzende Auskünfte zur Verfügung. Der Aufsichtsrat hat aufgrund der eigenen Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts keine Einwendungen erhoben und dem Ergebnis der Prüfung zugestimmt. Der Jahresabschluss wurde vom Aufsichtsrat gebilligt und ist damit festgestellt. Dem vom Vorstand unterbreiteten Gewinnverwendungsvorschlag, nachdem der in 2023 von der Gesellschaft erzielte Bilanzgewinn von € 11.148.819,93, der sich zusammensetzt aus einem Gewinnvortrag von € 9.595.668,91 und einem Jahresüberschuss von € 3.053.511,02 abzüglich der in 2023 vorgenommenen Ausschüttung an die Aktionärin in Höhe von € 1.500.000,00, wie folgt behandelt werden soll, schließt sich der Aufsichtsrat an: Dividendenausschüttung nach Beschlussfassung der Hauptversammlung an die Aktionäre in Höhe von € 1.000.000,00 sowie Vortrag des Restbetrages aus dem Bilanzgewinn auf neue Rechnung in Höhe von € 10.148.819,93. Der guten Ordnung halber sei darauf hingewiesen, dass aus dem Gewinnvortrag aus 2023 durch Beschluss der außerodentlichen Hauptversammlung vom 09. Januar 2024 bereits eine Dividendenausschüttung an die Alleinaktionärin in Höhe von € 1.500.000,00 erfolgt ist. Der unter Berücksichtigung dieser Ausschüttung geschmälerte, vorzutragende Bilanzgewinn beträgt damit € 8.648.819,93.
Breda/Niederlande, den 13. Mai 2024 Der Aufsichtsrat gez. Herr Michael Pawlowski, Aufsichtsratsvorsitzender Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers 1Die Feststellung bzw. Billigung des Jahresabschlusses erfolgte am 13.5.2024.
1 Bestätigungsvermerk des unabhängigen
Abschlussprüfers Der vorstehende Jahresabschluss und
der Lagebericht sind zur Offenlegung bestimmt. Zu dem
Jahresabschluss und dem Lagebericht wurde folgender
Bestätigungsvermerk erteilt:
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