Stadtsparkasse Bad SachsaLiquidiert
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Berichtigungsvermerk, hinzugefügt am 29.08.2019: Neufassung, ersetzt die Offenlegung vom 05.08.2019 |
Stadtsparkasse Bad SachsaBad SachsaJahresabschluss zum 31. Dezember 2018Lagebericht des Vorstandes Grundlagen und Geschäftsmodell der Stadtsparkasse Bad Sachsa Wirtschaftsbericht Allgemeine wirtschaftliche Entwicklung Entwicklung der niedersächsischen Kreditwirtschaft Entwicklung des Zinsniveaus Veränderungen der rechtlichen Rahmenbedingungen im Jahr 2018 Darstellung, Analyse und Beurteilung des Geschäftsverlaufs Geschäftsentwicklung Bilanzsumme und Geschäftsvolumen Aktivgeschäft (einschließlich Passiv-Posten 1 unter dem Strich) Passivgeschäft Dienstleistungen und außerbilanzielle Geschäfte Investitionen / Wesentliche Baumaßnahmen und technische Veränderungen Sonstiges Personal- und Sozialbereich Kundenbeziehungen Darstellung der Lage Vermögenslage Finanzlage Ertragslage Nachtragsbericht Prognose-, Chancen- und Risikobericht Risikobericht Grundlagen Geschäfts- und Risikostrategie Risikomanagement Organisation Prozesse Risikotragfähigkeit Stresstests Kapitalplanung Strukturierte Darstellung der wesentlichen Risikoarten Berichtswesen Zusammenfassende Risikobeurteilung Prognosebericht und Chancenbericht Bilanz mit Gewinn- und Verlustrechnung ANHANG Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Erläuterungen zur Jahresbilanz Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung Sonstige Angaben Anlage zum Jahresabschluss gemäß § 26a Abs. 1 Satz 2 KWG zum 31. Dezember 2018 Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers Bericht des Verwaltungsrates Lagebericht des VorstandesGrundlagen und Geschäftsmodell der Stadtsparkasse Bad Sachsa Die Sparkasse ist gemäß § 3 NSpG eine Anstalt des öffentlichen Rechts. Sie ist Mitglied des Sparkassenverbands Niedersachsen (SVN), Hannover, und über diesen dem Deutschen Sparkassen- und Giroverband e. V. (DSGV), Berlin und Bonn, angeschlossen. Sie ist beim Amtsgericht Göttingen unter der Nummer A 121636 im Handelsregister eingetragen. Träger der Sparkasse ist die Stadt Bad Sachsa. Geschäftsgebiet der Sparkasse ist das Gebiet des Trägers. Die Sparkasse ist als Mitglied im Sparkassenstützungsfonds des Sparkassenverbandes Niedersachsen dem Sicherungssystem der Deutschen Sparkassenorganisation angeschlossen. Dieses Sicherungssystem in von der BaFin als Einlagensicherungssystem nach dem EinSiG anerkannt worden. Organe der Sparkasse sind der Vorstand und der Verwaltungsrat. Der Vorstand besteht aus zwei Mitgliedern. Er leitet die Sparkasse in eigener Verantwortung und vertritt die Sparkasse gerichtlich und außergerichtlich. Der Verwaltungsrat besteht aus dem Vorsitzenden und acht weiteren Mitgliedern. Der Verwaltungsrat berät den Vorstand und überwacht dessen Geschäftsführung. Die Sparkasse ist ein regionales Wirtschaftsunternehmen mit der Aufgabe, die geld- und kreditwirtschaftliche Versorgung der Bevölkerung, der mittelständischen Wirtschaft sowie der öffentlichen Hand zu sichern, die finanzielle Eigenversorgung der Bürgerinnen und Bürger zu stärken und die Entwicklung der Region zu fördern. Dieser öffentliche Auftrag ist im Sparkassengesetz des Landes Niedersachsen niedergelegt und prägt unser gesamtes Geschäftsmodell. Wir handeln nicht ausschließlich gewinn-, sondern auch gemeinwohlorientiert. Wir streben an, rentabel zu arbeiten, um unsere Kapitalbasis für die Zukunft zu stärken. Erträge, die wir nicht zur Stärkung unseres Eigenkapitals verwenden, fließen in die Region zurück zur Finanzierung gesellschaftlich wichtiger Projekte und Strukturen. Als Sparkasse fördern wir mit unserer Geschäftstätigkeit verlässlich die Entwicklung von Wirtschaft, Gesellschaft und Lebensqualität in der Region. Wir verwenden die Einlagen unserer Kunden zur Refinanzierung von Krediten an kleine und mittlere Unternehmen, private Personen und Kommunen in der Region. Wir ermöglichen auch wirtschaftlich schwächeren Personen die Teilnahme am Wirtschaftsleben, stellen Basis-Bankdienstleistungen für jedermann bereit und geben Kleinkredite zu fairen und verlässlichen Konditionen. Wir verfolgen eine verantwortungs- und risikobewusste Geschäftspolitik. Wir refinanzieren uns hauptsächlich über unsere Einlagen oder im Interesse unserer Kunden bei Förderbanken. Wir kennen unsere Kunden persönlich und betreuen sie langfristig, deshalb fördern wir Investitionen mit Maß und Weitblick. Daneben ist das soziale und kulturelle Engagement der Sparkasse zu nennen. Im Rahmen der Geschäftsstrategie sind die Grundsätze unserer geschäftspolitischen Ausrichtung zusammengefasst, die übergeordneten Ziele niedergelegt und in die operativen Planungen eingearbeitet. Durch die zielorientierte Bearbeitung der strategischen Geschäftsfelder soll die Aufgabenerfüllung der Sparkasse über die Ausschöpfung von Ertragspotenzialen sowie Kostensenkungen sichergestellt werden. Darüber hinaus hat der Vorstand eine Risikostrategie beschlossen. Die Strategien wurden mit dem Verwaltungsrat der Sparkasse erörtert und innerhalb des Hauses kommuniziert. Wirtschaftsbericht Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene wirtschaftliche Rahmenbedingungen im Jahr 2018 Allgemeine wirtschaftliche Entwicklung - im Bundesgebiet Das erste Halbjahr 2018 in Deutschland verlief mit einer gewohnt hohen Wachstumsdynamik, das zweite Halbjahr präsentierte sich insgesamt deutlich schwächer als das erste. Grund hierfür sind die handelspolitischen Unsicherheiten aus der Weltwirtschaft. Für die Gesamtjahresrate des deutschen Wachstums errechnete sich aus diesem wechselhaften Verlauf ein Wert von 1,5 Prozent. 2018 war damit das neunte positive Jahr in Folge und verlängert den bemerkenswert langen Aufschwung der deutschen Volkswirtschaft. - im Geschäftsgebiet Im November 2016 erfolgte die Fusion der Landkreise Göttingen und Osterode zum neuen Landkreis Göttingen. Nachhaltige positive Effekte aus dieser Fusion konnten für unser Geschäftsgebiet noch nicht verzeichnet werden. Die Wirtschaftslage in der entwicklungsschwachen Region Osterode und Bad Sachsa ist nach wie vor angespannt. Wissenschaftliche Standorte und Forschungseinrichtungen sind in Göttingen und im thüringischen Landkreis Nordhausen vorhanden. Positive Einflüsse auf unser Geschäftsgebiet halten sich jedoch in Grenzen. Es fehlen Unternehmen mit ausreichender Arbeitskräftenachfrage, was den Prozess der Abwanderung von qualifizierten und gut ausgebildeten Arbeitnehmern weiter verstärkt. Ein Einwohnerrückgang sowie eine Verschlechterung der Altersstruktur der Gesellschaft sind bereits jetzt spürbar. Der regionale Immobilienmarkt ist von dieser negativen Entwicklung gekennzeichnet. Die Preise für gebrauchte Ein- und Zweifamilienhäuser verharren seit Jahren auf niedrigem Niveau, die Wohnungsneubautätigkeit ist nahezu zum Erliegen gekommen. Der Tourismus in Bad Sachsa entwickelte sich im abgelaufenen Geschäftsjahr negativ. Die Zahl der Übernachtungen sank um 2,51 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Die durchschnittliche Aufenthaltsdauer im Jahr 2018 ging im Vergleich zum Vorjahr geringfügig auf 3,91 Tage zurück. Der Trend zu Kurzurlauben in der Region Harz hält nach wie vor an. Im abgelaufenen Geschäftsjahr 2018 verzeichnete die Arbeitslosigkeit im Vergleich zum Vorjahr einen deutlichen Rückgang. Die Arbeitslosenquote im Agenturbezirk Göttingen sank um 0,5 Prozentpunkte auf 5,3 Prozent, was einem Rückgang von 675 Arbeitslosen (6,9 Prozent) im Vergleich zum Jahr 2017 entspricht. Im Vergleich mit der niedersächsischen Nachbaragentur (Northeim - 5,1 Prozent) weist Göttingen in Südniedersachsen eine leicht höhere Arbeitslosenquote aus. Entwicklung der niedersächsischen Kreditwirtschaft Die 42 Sparkassen in Niedersachsen haben sich in einem herausfordernden Jahr 2018 gut geschlagen. Die niedersächsischen Sparkassen machten Unternehmen und Selbstständigen im abgelaufenen Jahr Kreditzusagen in Höhe von 8,9 Mrd. Euro. Durch die gute Konstitution des Mittelstandes konnten die Sparkassen das Neugeschäft hier im Vergleich zu 2017 um fast 308 Mio. Euro (3,6 Prozent) steigern. Der Bestand an Krediten in diesem Bereich erhöhte sich damit um 4,6 Prozent bzw. 1,8 Mrd. Euro auf 41,3 Mrd. Euro. Die Privatkunden der Sparkassen in Niedersachsen erfüllten sich in 2018 vermehrt den Wunsch nach den eigenen vier Wänden. Mit 5,1 Mrd. Euro liegen die Darlehenszusagen 11,2 Prozent über dem Vorjahreswert. Der Bestand an Krediten mit Privatkunden wuchs ebenfalls und zwar um 3,2 Prozent, das entspricht 1 Mrd. Euro, auf rund 33 Mrd. Euro. Auf der betriebswirtschaftlichen Seite sank, bedingt durch die andauernde Niedrigzinsphase, der Zinsüberschuss nach rund 2 Mrd. Euro (1,93 Prozent der DBS) im Jahr 2017 auf 1,9 Mrd. Euro (1,81 Prozent der DBS) im Jahr 2018. Den Rückgang bei den Zinserträgen von 56,4 Mio. Euro konnten die Sparkassen durch gestiegene Provisionserträge in Höhe von 20 Mio. Euro auf 756 Mio. Euro (0,71 Prozent der DBS) nicht vollständig ausgleichen. Der Verwaltungsaufwand blieb mit 1,84 Mrd. Euro (1,73 Prozent der DBS) annähernd auf Vorjahresniveau. Unter dem Strich erzielten die niedersächsischen Sparkassen ein Betriebsergebnis vor Bewertung in Höhe von 861 Mio. Euro (0,81 Prozent der DBS). Entwicklung des Zinsniveaus Die Europäische Zentralbank hat angesichts der auch auf der Ebene des Euroraums 2018 weiterhin robusten Konjunktur und einer sich annähernd auf Zielniveau einpendelnden Preisentwicklung den Expansionsgrad ihrer Geldpolitik begrenzt. Die Verbraucherpreise im Euroraum stiegen 2018 um 1,7 Prozent. Die Kernrate lag mit 1,0 Prozent noch deutlich darunter. Hinter dem Unterschied stand vor allem ein sich 2018 recht erratisch bewegender Ölpreis. Während er sich von Jahresbeginn bis Ende September deutlich verteuerte, fiel er dann bis zum Jahresende um rund 40 Prozent gegenüber den zwischenzeitlichen Spitzen. Die EZB hat in diesem Umfeld 2018 ihr Wertpapierankaufprogramm in dem zum Jahreswechsel 2017/2018 bereits halbierten monatlichen Netto-Umfang von 30 Mrd. Euro zunächst fortgesetzt. Ab Oktober wurde in einer weiteren Verlangsamungsstufe auf 15. Mrd. monatlich reduziert. Zum Jahresende 2018 wurden die Nettokäufe dann bei einem ausstehenden Bestand von gut 2,5 Billionen Euro eingestellt. Die Leitzinsen wurden 2018 nicht verändert. Veränderungen der rechtlichen Rahmenbedingungen im Jahr 2018 Auch in 2018 wurden vom Gesetzgeber weitere Regulierungsmaßnahmen in Kraft gesetzt, die die Kreditwirtschaft weiter belasten. Die BaFin hat am 27. Oktober 2017 die seit langem erwartete finale Fassung der novellierten Mindestanforderungen an das Risikomanagement (MaRisk) vorgelegt. Das Rundschreiben trat mit Veröffentlichung in Kraft. Während Klarstellungen umgehend anzuwenden waren, gilt für sogenannte Neuerungen eine Umsetzungsfrist bis 31. Oktober 2018. Zum 3. Januar 2018 sind die MiFID II-Richtlinie (2014/65/EU) und die zugehörige MiFIR-Verordnung in Kraft getreten. Das neue Regelwerk enthält u. a. umfangreiche Vorgaben zur Stärkung des Anlegerschutzes durch Anpassung der Verhaltens- und Organisationspflichten von Wertpapierfirmen, speziell durch höhere Informations- und Transparenzpflichten. Die Umsetzung der Regelungen erforderte in der Kreditwirtschaft einen hohen Zeitaufwand und die Bindung erheblicher Mitarbeiterkapazitäten. Darüber hinaus ist zum 1. Januar 2018 das neue Investmentsteuergesetz in Kraft getreten. Zum Ablauf des Geschäftsjahres 2018 sind nach wie vor diverse Fragestellungen zur Umsetzung durch den Gesetzgeber noch nicht abschließend geklärt. Die Kombination zunehmender Bankenregulierung und Aufsicht mit weiteren Vorgaben der Finanzmarktregulierung sowie umfassenden Verbraucherschutzvorschriften führt zu erheblichen finanziellen, personellen und organisatorischen Belastungen der Banken und Sparkassen. Darstellung, Analyse und Beurteilung des Geschäftsverlaufs Geschäftsentwicklung Bilanzsumme und Geschäftsvolumen
1) Bilanzsumme zuzüglich
Eventualverbindlichkeiten
Die Stadtsparkasse Bad Sachsa konnte auch in ihrem 132. Geschäftsjahr unter Berücksichtigung des nach wie vor schwierigen Umfeldes und des weiterhin zunehmenden Wettbewerbsdrucks eine insgesamt noch zufrieden stellende Geschäftsentwicklung verzeichnen. Die Bilanzsumme stieg im Vergleich zum Vorjahr um 1,9 Mio. € auf 129,2 Mio. €. Auf der Aktivseite ist das Kundenkreditvolumen um 1,7 Mio. € auf 71,8 Mio. € gestiegen. Die Forderungen an Kreditinstitute sind um 2,3 Mio. € auf 20,9 Mio. € gestiegen. Das Wertpapiervermögen nahm aufgrund von Fälligkeiten um 4,8 Mio. € im Vergleich zum Vorjahr ab. Auf der Passivseite betragen die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten unverändert 8,0 Mio. €. Das Geschäftsvolumen (Bilanzsumme zuzüglich der Eventualverbindlichkeiten) erhöhte sich um 1,9 Mio. € auf nunmehr 130,6 Mio. €. Die größten Positionen auf der Aktivseite stellen das Kundenkreditvolumen mit 55,0 Prozent und die Forderungen an Kreditinstitute mit 16,0 Prozent dar. Das Mittelaufkommen von Kunden stellt mit 80,6 Prozent deutlich vor dem Eigenkapital (8,3 Prozent) die bedeutendste Position der Passivseite dar. Aktivgeschäft (einschließlich Passiv-Posten 1 unter dem Strich) Kundenkreditvolumen
Im Jahr 2018 war ein Anstieg des Gesamtkreditvolumens zu verzeichnen. Während der Bestand der grundpfandrechtlich besicherten Darlehen (um 0,3 Mio. €) sowie die sonstigen Darlehen (um 1,1 Mio. €) stieg, wiesen die Kommunalkredite (um 0,4 Mio. €) eine rückläufige Entwicklung aus. Im Ergebnis erhöhte sich das bilanzielle Kundenkreditvolumen (einschließlich Avalkredite) im Jahr 2018 entgegen unseren Erwartungen um 1,7 Mio. € bzw. 2,4 Prozent auf 71,8 Mio. €. Das Volumen des im abgelaufenen Jahr insgesamt abgewickelten Neugeschäftes belief sich auf rund 10,7 Mio. € und lag damit deutlich unter dem Vorjahreswert von 12,4 Mio. €. Bestimmend hierfür waren in erster Linie die rückläufige Kreditnachfrage bei den Unternehmen als auch die Anlagen in Schuldscheindarlehen überregionaler Kunden. Die Kreditnachfrage der Privatpersonen, die Avalkredite sowie Kommunalkredite sind im Vergleich zum Vorjahr um ca. 0,7 Mio. € gestiegen. Insgesamt waren 31,7 Mio. EUR (ohne Schuldscheindarlehen) an gewerbliche Kunden und 28,8 Mio. EUR an Privatkunden ausgereicht. Forderungen an Kreditinstitute Die Forderungen an Kreditinstitute erhöhten sich im Jahresverlauf um 2,3 Mio. € auf 20,9 Mio. €. Sowohl der Bestand der täglich fälligen Forderungen (um 36,9 Prozent) als auch der längerfristigen Forderungen (um 6,4 Prozent) ist gestiegen. Ursächlich für diese Entwicklung sind Fälligkeiten bei den Eigenanlagen, die aufgrund mangelnder Alternativen nicht vollständig wieder angelegt wurden. Wertpapiervermögen Zum Bilanzstichtag ermäßigte sich der Bestand an Wertpapiereigenanlagen gegenüber dem Vorjahr um insgesamt 4,8 Mio. EUR auf 20,7 Mio. EUR. Der Rückgang resultiert im Wesentlichen aus der Fälligkeit festverzinslicher Wertpapiere in Höhe von 5,6 Mio. €. Dem stehen Investitionen von 0,2 Mio. € in Fondsanteilen gegenüber. Der Gesamtbestand des Wertpapiervermögens entspricht einer Quote von 15,8 Prozent des Geschäftsvolumens. Die Sparkasse investiert neben den als Liquiditätsreserve gehaltenen Anlagen in festverzinslichen Wertpapieren, in überschaubarem Maße auch in Indexgebundene Aktienfonds und international investierenden Immobilienfonds. Beteiligungen Der Anteilsbesitz der Sparkasse per 31.12.2018 von 0,4 Mio. EUR entfiel mit 0,3 Mio. EUR auf die Beteiligung am Sparkassenverband Niedersachsen sowie mit 0,1 Mio. € auf die TLN Beteiligungsgesellschaft mbH & Co. KG. Die Veränderungen gegenüber dem Vorjahr in Höhe von 0,6 Mio. € resultieren aus Abschreibungen auf die Beteiligung am Sparkassenverband Niedersachsen (SVN). Passivgeschäft
Mittelaufkommen von Kunden Das Mittelaufkommen von Kunden hat sich im Vergleich zum Vorjahr gemäß unserer Erwartungen stabilisiert. Die Ersparnisbildung der Kunden der Sparkasse gestaltete sich in 2018 gemäß unserer Erwartungen. Die bilanzwirksamen Einlagen einschließlich der unter Passiva 9 ausgewiesenen Sparkassenkapitalbriefe sind im Berichtsjahr um insgesamt 1,6 Mio. € bzw. 1,5 Prozent auf 105,3 Mio. € gestiegen, innerhalb des Einlagenbestandes sind jedoch stark unterschiedliche Entwicklungen festzustellen. Während sich die Bestände der liquiditätsnahen sonstigen Einlagen (insbesondere Geldmarktkonten) um 5,6 Mio. € auf 66,8 Mio. € erhöhten, verringerten sich sowohl die Spareinlagen um 3,5 Mio. € auf 36,6 Mio. € als auch die Sparkassenbriefe (einschl. Sparkassenkapitalbriefe) um 0,5 Mio. € auf 1,9 Mio. €. Bei den Spareinlagen konnten leicht steigende Bestände bei den Vertragssparverträgen (+ 3,7 Prozent) verzeichnet werden. Deutliche Rückgänge verzeichneten die Zuwachssparverträge (‑ 40,8 Prozent) durch die Fälligkeiten höherverzinslicher Anlagen aus Vorjahren, die die Kunden, auf Grund des niedrigen Marktzinsniveaus, nicht prolongierten und stattdessen eine Anlage auf dem von der Sparkasse angebotenen Geldmarktkonto (sonderverzinsliches Girokonto) präferierten. Die Kundeneinlagen, einschließlich der Sparkassenkapitalbriefe, machen am Bilanzstichtag insgesamt 80,6 Prozent des Geschäftsvolumens aus. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten zeigten sich im Vergleich zum Vorjahr unverändert auf einem Niveau von 8,0 Mio. €. Dienstleistungen und außerbilanzielle Geschäfte Dienstleistungen Das Geschäftsjahr 2018 war im Bereich der Dienstleistungen geprägt durch das Zahlungsverkehrsgeschäft sowie das Vermittlungsgeschäft von Versicherungen und Wertpapieren. Die Wertpapierumsätze der Kundschaft auf den bei der Sparkasse und der DekaBank unterhaltenen Depotkonten nahmen gegenüber dem Vorjahr um 3,9 Prozent ab und erreichten einen Stand von 8,9 Mio. €. Der Schwerpunkt des Kundeninteresses lag neben den Anlagen in Investmentvermögen eindeutig bei den Aktien. Trotz der leicht abnehmenden Wertpapierumsätze sind die Bruttoerträge im Wertpapiergeschäft gegenüber dem Vorjahr um 0,8 T€ auf 267 T€ gestiegen. Das gute Provisionsergebnis des Vorjahres konnte gehalten werden und fällt damit besser aus als erwartet. Die Zahl der vermittelten Objekte ist im Vergleich zum Vorjahr merklich gesunken. Die Nachfrage nach Immobilien konzentrierte sich vor allem auf Wohnimmobilien. Es wurden insgesamt 15 Objekte vermittelt. Aus der Immobilienvermittlung erzielten wir eine Courtage in Höhe von 49 T€, was im Vergleich zum Vorjahr einen Rückgang in Höhe von 23 T€ darstellt. Im Geschäftsjahr wurden insgesamt 57 Bausparverträge mit einer durchschnittlichen Bausparsumme von 52 T€ und einem Volumen von 3,0 Mio. € abgeschlossen. Das Vorjahresergebnis konnte damit deutlich übertroffen werden. Im Versicherungsgeschäft, das die Sparkasse im Finanzverbund mit der Versicherungsgruppe Hannover (VGH) abwickelt, konnten 438 Verträge mit einer Beitragssumme von 1,2 Mio. € vermittelt werden. Damit lag das vermittelte Beitragsvolumen deutlich über dem Niveau des Vorjahres. Das Konsumentenkreditgeschäft mit der Sparkassen Kreditpartner GmbH entwickelte sich im abgelaufenen Geschäftsjahr signifikant über unseren Erwartungen. Das Volumen der ausgezahlten Verträge belief sich auf 1,4 Mio. €. Das Dienstleistungsgeschäft entwickelte sich positiv und lag deutlich über unseren Erwartungen. Investitionen / Wesentliche Baumaßnahmen und technische Veränderungen Im Jahr 2018 waren keine wesentlichen Baumaßnahmen oder technischen Veränderungen erforderlich. Sonstiges Der Verwaltungsrat der Stadtsparkasse Bad Sachsa hat mit den Verwaltungsräten umliegender Sparkassen im Sommer 2018 über eine Zusammenlegung der Institute beraten. Im Dezember 2018 wurde die beabsichtigte Zusammenlegung durch die Trägerversammlung einer anderen beteiligten Sparkasse abgesagt. Die hierzu geführten Verhandlungen wurden daraufhin von allen beteiligten Sparkassen eingestellt. Nichtbilanzielle Leistungsindikatoren Personal- und Sozialbereich Nach Beschäftigungsverhältnissen setzt sich der Gesamtpersonalbestand unseres Hauses im Vergleich mit dem Vorjahr Ende 2018 wie folgt zusammen:
Die Gesamtzahl der Beschäftigten reduzierte sich gegenüber dem Vorjahr von 39 auf 38 Mitarbeiter. Mit Blick auf den ständigen Wandel, die zunehmende Komplexität des betrieblichen Geschehens sowie den sich aus dem Aufsichtsrecht ergebenden Anforderungen bildet die gezielte berufliche Weiterentwicklung einen Schwerpunkt unserer Personalarbeit. Ziel der Sparkasse ist es, die Stärken der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu fördern, um die strategische Ausrichtung des Hauses erfolgreich umsetzen zu können. Dabei sind unsere Führungskräfte im Besonderen gefordert. Derzeit verfügen über 74 Prozent unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter über einen Sparkassen- bzw. Bankkaufmann hinausgehenden Bildungsabschluss bzw. haben sich in einzelnen Bereichen zu Spezialisten weitergebildet. Auch die Ausbildung junger Menschen ist weiterhin ein vorrangiges Ziel unserer Personalpolitik. Die Ausbildungsquote im Verhältnis zur Gesamtzahl der Voll- und Teilzeitbeschäftigten beträgt zum Jahresende 11,8 Prozent. Unsere Beschäftigten haben sich durch engagiertes Handeln für die erfolgreiche Weiterentwicklung unseres Hauses eingesetzt. Für dieses hohe Engagement bedanken wir uns ganz herzlich. Kundenbeziehungen Im Geschäftsjahr 2018 hielten wir ein qualitativ ausgewogenes Angebot an Finanzprodukten vor, die auf spezielle Kundengruppen und aktuelle Kundenwünsche zugeschnitten sind. Die Kundenbetreuung wird über unsere umfangreichen Öffnungszeiten hinaus ständig erweitert, um auch Pendlern die Möglichkeit zu geben, ihren Bankgeschäften nachzugehen. Darstellung der Lage Vermögenslage
Gegenüber dem Vorjahr ist das Wertpapiervermögen deutlich gesunken. Fälligkeiten aus festverzinslichen Wertpapieren wurden aufgrund von Unsicherheiten am Kapitalmarkt sowie mangels Anlagealternativen nicht reinvestiert. Im Vergleich zum Verbandsdurchschnitt ist die Bilanzstruktur durch überdurchschnittliche Anteile bei den Forderungen an Kreditinstitute sowie bei den Verbindlichkeiten gegenüber Kunden gekennzeichnet. Demgegenüber sind das Kundenkreditvolumen und die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten eher unterdurchschnittlich ausgeprägt. Sämtliche Vermögensgegenstände und Rückstellungen werden vorsichtig bewertet. Die Rückstellungen werden in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages angesetzt. Einzelheiten sind dem Anhang zum Jahresabschluss, Abschnitt Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden, zu entnehmen. Für besondere Risiken des Geschäftszweigs der Kreditinstitute wurde zusätzlich Vorsorge getroffen. In den bilanzierten Aktivwerten, insbesondere dem Wertpapierbestand und dem Grundvermögen sind stille Reserven enthalten. Nach der durch den Verwaltungsrat noch zu beschließenden Verwendung des Jahresergebnisses wird die Sicherheitsrücklage unverändert 9,9 Mio. EUR betragen. Neben der Sicherheitsrücklage verfügen wir über einen Fonds für allgemeine Bankrisiken nach § 340g HGB in Höhe von 1,0 Mio. EUR sowie ergänzende Eigenkapitalbestandteile. Die Vermögenslage ist geordnet. Gemäß der CRR sind für die aufsichtsrechtlichen Eigenkapitalgrößen hartes Kernkapital, Kernkapital und Gesamtkapital gesetzlich vorgeschriebene Mindest-Eigenkapitalquoten und bis 2019 stufenweise anwachsende Kapitalpuffer einzuhalten. Die Quoten bestehen im Zähler aus der jeweiligen Eigenkapitalgröße und im Nenner jeweils aus dem Gesamtrisikobetrag gemäß Art. 92 Abs. 3 der CRR. Die Mindest-Eigenkapitalquoten betrugen im Berichtsjahr gemäß der CRR für das harte Kernkapital 4,5 %, für das Kernkapital 6,0 % und für das Gesamtkapital 8,0 %. Daneben ist eine kombinierte Kapitalpufferanforderung gemäß § 10i KWG von 1,8913 %, bestehend aus dem sog. Kapitalerhaltungspuffer von 1,875 % sowie einem über alle Aktivgeschäfte gewichteten institutsspezifischen antizyklischen Kapitalpuffer von rd. 0,0163 % einzuhalten. Über die gesetzlichen Mindest-Eigenkapitalquoten hinaus wurden von der BaFin im Rahmen des aufsichtlichen Überprüfungs- und Bewertungsprozesses (Supervisory Review and Evaluation Process, SREP) zusätzliche Eigenmittelanforderung in Form von individuellen Kapitalzuschlägen festgelegt. Zum 31. Dezember 2018 ergaben sich folgende aufsichtsrechtliche Kapitalquoten:
Die zum 31. Dezember 2018 ermittelte Gesamtkapitalquote liegt deutlich über dem von der Aufsicht geforderten Wert und dem als Mindestgröße festgelegten Zielwert von 16,0 % und bildet somit eine solide Basis. Auch die harte Kernkapitalquote und die Kernkapitalquote übersteigen die aufsichtlich vorgeschriebenen Werte deutlich. Finanzlage Die Zahlungsfähigkeit war im Geschäftsjahr aufgrund einer planvollen und ausgewogenen Liquiditätsvorsorge jederzeit gegeben. Bei der Sicherstellung der jederzeitigen Zahlungsbereitschaft unserer Sparkasse achten wir auf eine ausreichende Diversifikation, vor allem im Hinblick auf Märkte und Produkte sowie auf Kapitalgeber und Kapitalnehmer. Bei der Planung der Liquidität wird die Angemessenheit der Liquiditätsausstattung unter Beachtung der Liquidity Coverage Ratio und unter Einbeziehung von gesonderten Stress-Szenarien festgelegt. Zur Überwachung unserer Zahlungsbereitschaft bedienen wir uns einer sogenannten Zahlungsstrombilanz. In dieser werden Liquiditätszuflüsse und -abflüsse - nach Monaten gestaffelt - dargestellt. Für die Simulation von Belastungs- und Extremfällen wurden Annahmen (z. B. hohe Mittelabflüsse, unerwartet hohe Ausnutzung von Kreditlinien durch Kunden) getroffen. Die hieraus resultierenden Liquiditätszahlungsströme werden daraufhin analysiert, ob die Liquiditätssituation angemessen ist. Hierbei gilt für den Planungsfall ein zeitlicher Rahmen von 60 Monaten. Die eingeräumte Kreditlinie bei der Norddeutschen Landesbank wurde nicht in Anspruch genommen. Das zur Erfüllung der Mindestreservevorschriften notwendige Guthaben wurde in der erforderlichen Höhe bei der Deutschen Bundesbank unterhalten. Das Angebot der Europäischen Zentralbank in Form eines gezielten längerfristigen Refinanzierungsgeschäftes (GLRG-II) wurde genutzt. Die Liquiditätsdeckungsquote (Liquidity Coverage Ratio - LCR) lag mit 217 Prozent bis 1.169 Prozent ebenfalls oberhalb des im Jahr 2018 zu erfüllenden Mindestwerts von 100 Prozent. Die LCR-Quote (31.12.2018: 368) lag somit im Berichtsjahr durchgängig über dem aufsichtsrechtlich geforderten bzw. in der Risikostrategie festgelegten Mindestwert von 100. Damit ist die Liquidität, wie auch im gesamten Geschäftsjahr 2018, als ausreichend anzusehen. Weitere Angaben zu den Liquiditätsrisiken enthält der Risikobericht. Nach unserer Finanzplanung ist die Zahlungsbereitschaft auch für die absehbare Zukunft gesichert. Ertragslage
Der im Geschäftsjahr erwartungsgemäß rückläufige Zinsüberschuss hat sich leicht positiver dargestellt als in unseren Prognosen erwartet und ist weiterhin die bedeutendste Ertragsquelle unseres Geschäfts. Insbesondere das fortdauernde niedrige Marktzinsniveau sowie die geringeren Erträge der Eigenanlagen wirkten sich auf den Zinsüberschuss belastend aus. Durch höhere anlagebedingte Erträge aus Wertpapieren konnte ein stärkerer Rückgang des Zinsüberschusses vermieden werden. Der Provisionsüberschuss hat sich deutlich positiver als in unseren Erwartungen entwickelt. In unserer Planung sind wir noch von einem Rückgang ausgegangen. Die Zunahme ist in erster Linie auf höhere Erträge im Giroverkehr sowie aus der Vermittlung und Betreuung von Versicherungen und Bausparverträgen zurückzuführen. Bei rückläufigen Erträgen aus der Vermittlung von Immobilien konnten die Erträge aus der Vermittlung von Konsumentenkrediten an die S-Kreditpartner GmbH gesteigert werden. Die Erträge aus dem Wertpapiergeschäft mit Kunden konnten auf einem guten Niveau stabilisiert werden. Der Verwaltungsaufwand hat sich entgegen unserer Erwartung auf 3,9 Mio. € erhöht. Ursächlich waren höhere Aufwendungen für Altersvorsorgeleistungen, die um 126,1 Prozent auf 0,47 Mio. € gestiegen sind. Die Sachkosten stiegen im Vergleich zum Vorjahresniveau um 0,1 Mio. € auf 1,1 Mio. €. Das Ergebnis vor Bewertungsmaßnahmen liegt um 326 T€ unter dem Wert des Vorjahres und damit deutlich niedriger als prognostiziert. Das Bewertungsergebnis hat sich gegenüber dem Vorjahr deutlich erhöht. Es wird entgegen unseren Erwartungen insbesondere bestimmt durch Bewertungsmaßnahmen im Beteiligungsportfolio sowie im Wertpapiergeschäft. Abschreibungen im Kreditgeschäft waren entgegen unserer Erwartungen in höherem Umfang erforderlich. Zum Ausgleich der daraus resultierenden Ergebnisbelastung hat die Sparkasse stille Reserven aufgelöst. Unter Berücksichtigung des Bewertungsergebnisses verbleibt ein Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit in Höhe von 207 T€ (Vorjahr 283 T€). Die für die auf Basis des Betriebsvergleichswerts zur Unternehmenssteuerung eingesetzte Zielgröße Cost-Income-Ratio (Verhältnis von Aufwendungen und Erträgen) hat sich im Jahr 2018 negativ entwickelt. Das Verhältnis von Aufwendungen und Erträgen verschlechterte sich von 75,3 Prozent auf 77,4 Prozent. Das langfristige Unternehmensziel "Stabilisierung der CIR auf ein Niveau unter 85 Prozent" konnte eingehalten werden. Nach Vornahme aller notwendigen Bewertungsmaßnahmen weisen wir ein im Vergleich zum Vorjahr um 76 T€ niedrigeres Ergebnis nach Bewertung aus, dass unter Berücksichtigung des unverändert schwierigen wirtschaftlichen Umfeldes als nicht zufriedenstellend zu bewerten ist. Das neutrale Ergebnis wird durch Sondereffekte beeinflusst und stellt sich im Vergleich zum Vorjahr deutlich negativ dar und belastet daher die Ertragslage unserer Sparkasse erheblich. Nach Steueraufwendungen verbleibt ein Jahresüberschuss von 33 T€ (Vorjahr 33 T€). Dieser Jahresüberschuss, die Sicherheitsrücklage und der für die allgemeinen Bankrisiken bestehende Fonds nach § 340g HGB reichen aus, den Kernkapitalbedarf der Sparkasse, der für eine stetige Geschäftsentwicklung notwendig ist, zu sichern. Die gemäß § 26a Abs. 1 Satz 4 KWG offenzulegende Kapitalrendite, berechnet als Quotient aus Jahresüberschuss und Bilanzsumme, beträgt 0,03 Prozent. Zur weiteren Analyse der Ertragslage unseres Hauses setzen wir für interne Zwecke den sog. "Betriebsvergleich" der Sparkassen-Finanzgruppe ein, in dem eine detaillierte Aufspaltung und Analyse des Ergebnisses unserer Sparkasse in Relation zur durchschnittlichen Bilanzsumme erfolgt. Auf dieser Basis beträgt das Betriebsergebnis vor Bewertung 0,79 Prozent (Vorjahr 0,89 Prozent) der durchschnittlichen Bilanzsumme des Jahres 2018; es lag damit deutlich über dem Planwert von 0,47 Prozent. Das Betriebsergebnis vor Bewertung liegt damit leicht unter dem Verbandsdurchschnitt aller niedersächsischen Sparkassen. Trotz der im abgelaufenen Geschäftsjahr unbefriedigenden Ertragslage sind die Finanz- und Vermögensverhältnisse der Sparkasse geordnet. Insgesamt gesehen kann die wirtschaftliche Lage unserer Sparkasse weiterhin zufriedenstellen. Bei geordneten Finanz- und Vermögensverhältnissen verfügt die Sparkasse über eine ausreichende Ertragskraft, um das für eine stetige Geschäftsentwicklung erforderliche Eigenkapital zu erwirtschaften. Damit sind die Voraussetzungen gegeben, dass die Sparkasse ihren Kunden auch künftig in allen Finanz- und Kreditangelegenheiten ein leistungsstarker Geschäftspartner sein kann. Nachtragsbericht Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Schluss des Geschäftsjahres haben sich nicht ergeben. Prognose-, Chancen- und Risikobericht Risikobericht Grundlagen Der Erfolg bankbetrieblicher Tätigkeit steht in enger Wechselbeziehung zu den eingegangenen Risiken. Das Erwirtschaften risikoloser Gewinne über einen längeren Zeitraum ist kaum möglich. Diese Tatsache macht es erforderlich, im Rahmen unserer Geschäftstätigkeit Risiken einzugehen. Risiken sind somit Bestandteil unserer Geschäftstätigkeit und bedeuten gleichzeitig Gefahr, aber auch notwendige Voraussetzung für den unternehmerischen Erfolg. Ein systematisches, institutionalisiertes Risikomanagement nimmt daher in der Geschäftspolitik unserer Sparkasse einen hohen Stellenwert ein. Maßgebliche Bestandteile unseres Risikomanagements sind die Festlegung von Strategien sowie die Einrichtung von Prozessen zur Identifizierung, Beurteilung, Steuerung und Überwachung sowie zur Kommunikation von Risiken. Geschäfts- und Risikostrategie Basis für die Erfüllung der uns aus den strukturprägenden Merkmalen der Gemeinwohlorientierung, der Trägerschaft durch die Kommune bzw. die Gemeinschaft der Bürger vor Ort sowie der regionalen Verwurzelung erwachsenen Aufgaben sind solide betriebswirtschaftliche Fundamente, insbesondere ein angemessener Jahresüberschuss. Ausgehend von diesem Leitbild hat der Vorstand die strategische Ausrichtung der Geschäftstätigkeit der Sparkasse unter Berücksichtigung der Risikotragfähigkeit in einer Geschäfts- und in einer Risikostrategie festgelegt sowie hieraus geschäftsfeldbezogen verschiedene Teilrisikostrategien abgeleitet. In der nachstehend beschriebenen "Geschäftsstrategie" legt der Vorstand die grundsätzliche Ausrichtung der Stadtsparkasse Bad Sachsa fest. Die Geschäftsstrategie beinhaltet folgende wesentliche Unternehmensziele: Die Stadtsparkasse Bad Sachsa will
Die Risikostrategie ist Grundlage für die Steuerung und Überwachung der Risiken und bildet die Basis für einen einheitlichen Umgang mit allen wesentlichen Risikoarten. Eine Überprüfung der Risikostrategie erfolgte zuletzt im November 2018. Die Inhalte der Risikostrategie wurden am 11. Dezember 2018 im Verwaltungsrat erörtert und verabschiedet. Die Risikostrategie berücksichtigt die in der Geschäftsstrategie niedergelegten Ziele und Planungen der wesentlichen Geschäftsaktivitäten. Zur Unterlegung der Risiken wird regelmäßig das Risikodeckungspotenzial der Sparkasse ermittelt, das der ökonomischen Absicherung möglicher Verluste dient. Grundsätzliches Ziel ist die Erhöhung der Risikotragfähigkeit der Sparkasse. Auf Basis der Risikotragfähigkeitsbetrachtung stellen wir die Risikostrategie auf, in der auch die Risikopräferenz und die von uns als wesentlich eingestuften Risiken festgelegt sind. Hierbei handelt es sich um das Adressenausfall-, Marktpreis- und Liquiditätsrisiko sowie die operationellen Risiken. Dabei ist das Adressenausfallrisiko in die Teilstrategien zum Kreditrisiko, zum Eigengeschäftsrisiko und zum Beteiligungsrisiko untergliedert. Das Marktpreisrisiko untergliedert sich in das Wertänderungsrisiko von Eigenanlagen und das Zinsänderungsrisiko. Die Risikostrategie der Stadtsparkasse Bad Sachsa beinhaltet folgende Eckpunkte: Adressenausfallrisiko Kundenkreditgeschäft:
Adressenrisiko aus Eigengeschäften:
Marktpreisrisiken:
Liquiditätsrisiko:
Operationelle Risiken:
Eine klare Grundausrichtung bestimmt den Umgang mit dem Risiko tragenden Geschäft. Im Zweifelsfall geht Risikominimierung vor Chance. Dabei setzen wir einen betriebswirtschaftlichen Umgang mit dem Risiko um. Chancen im risikoarmen Geschäft sind zu nutzen, um Erträge zu generieren. Das Risikomanagement hat das vorrangige Ziel, Risiken des Sparkassenbetriebs transparent und dadurch steuerbar zu machen mit dem Zweck, die Risiken zu managen. Risiken werden auf ein vertretbares Maß beschränkt, um die Vermögens- und Ertragssituation der Sparkasse nicht zu gefährden. Ziel ist die dauerhafte Begrenzung des Bewertungsergebnisses unter dem Einsatz von effektiven, Risiko begrenzenden Systemen im Kreditgeschäft und bei den Eigenanlagen. Im Mittelpunkt des Risikomanagementsystems steht das Risikohandbuch. Dort werden in strukturierter Form alle von der Sparkasse definierten Risikoarten abgebildet und bewertet. Die Risiken der Sparkasse werden in Verbindung mit der Risikotragfähigkeitskonzeption periodenorientiert gesteuert. Aus aufsichtsrechtlicher Sicht haben Gesamtkapitalquote, Kernkapitalquote und Liquiditätsdeckungsquote eine wesentliche Bedeutung. In unserer geschäftspolitischen Zielsetzung kommt zum Ausdruck, dass Risiken mit
Entsprechend der Risikopräferenz der Sparkasse sind die Risiken durch Maßnahmen der aktiven Risikosteuerung
Über die jeweiligen Ziele bzw. Teilstrategien im Zusammenhang mit den einzelnen Risikoarten wird in den folgenden Abschnitten berichtet. Risikomanagement Organisation Die Zuständigkeiten für das Risikomanagement sind eindeutig geregelt. Der Gesamtvorstand beschließt die Risikoausrichtung einschließlich der anzuwendenden Methoden und Verfahren zur Risikosteuerung, -messung, -kommunikation und -überwachung. Er trägt die Gesamtverantwortung für das Risikomanagement. Der bankaufsichtsrechtlich geforderten Funktionstrennung zwischen dem Markt- und dem Marktfolgebereich trägt unsere Sparkasse in allen erforderlichen Bereichen, insbesondere bei der Abwicklung von Handelsgeschäften wie auch im Kreditgeschäft auf allen Ebenen Rechnung. Wesentliche Aufgaben im Rahmen des Risikomanagements der Sparkasse werden durch die Abteilung Unternehmens- und Risikosteuerung wahrgenommen, der organisatorisch von den Marktbereichen getrennt ist. Die für die Überwachung und Steuerung von Risiken zuständige Risikocontrolling-Funktion wird durch den Leiter der Unternehmens- und Risikosteuerung, der Gruppenleiterin Marktfolge Kredit und dem Leiter Vorstandsstab wahrgenommen. Die beteiligten Mitarbeiter unterstehen dem Marktfolgevorstand und sind damit von den Bereichen getrennt, die Geschäfte initiieren bzw. abschließen. Die Leitung der Risikocontrolling-Funktion obliegt dem Leiter der Unternehmens- und Risikosteuerung. Die Risikocontrolling-Funktion ist bei wichtigen risikopolitischen Entscheidungen des Vorstands zu beteiligen. Zu diesen Entscheidungen gehören u.a. die Entwicklung der Risikostrategie sowie die Beteiligung an Kreditentscheidungen außerhalb der Risikostrategie. Die Aufgaben der Risikocontrolling-Funktion umfassen insbesondere die Ausgestaltung eines Systems zur Begrenzung der Risiken sowie die Errichtung und Weiterentwicklung der Risikosteuerungs- und -controllingprozesse. Darüber hinaus sind diese Mitarbeiter verantwortlich für die Durchführung der Risikoinventur, die Einrichtung und Weiterentwicklung eines Systems von Risikokennzahlen, eines Risikofrüherkennungsverfahrens, die laufende Überwachung der Risikosituation der Sparkasse und der Risikotragfähigkeit sowie die Einhaltung der eingerichteten Risikolimite. Der Vorsitzende des Verwaltungsrats kann nach der Geschäftsordnung für den Verwaltungsrat unter Einbeziehung des Vorstands direkt Auskünfte beim Leiter der Risikocontrolling-Funktion einholen. Für den Abschluss und die Genehmigung von Geschäften gelten eindeutige Kompetenzregelungen. Vor Einführung neuer Produkte und vor Geschäftsabschluss in neuen Märkten sind geregelte Einführungsprozesse zu durchlaufen, sofern mit ihnen wesentliche Prozess- bzw. Strukturveränderungen verbunden sind. Der Vorstand hat Compliance-Beauftragte benannt, deren Aufgaben von den Mitarbeitern der OE Vorstandsstab und Marktfolge Kredit wahrgenommen werden. Die beteiligten Mitarbeiter sind unmittelbar dem Gesamtvorstand unterstellt und ihm gegenüber berichtspflichtig. Die Aufgaben im Zusammenhang mit der Verhinderung der Geldwäsche und Terrorismusfinanzierung sowie sonstiger strafbarer Handlungen sind an die SIZ GmbH ausgelagert. Die Interne Revision gewährleistet als Instrument des Vorstands die unabhängige Prüfung und Beurteilung sämtlicher Aktivitäten und Prozesse. Sie achtet dabei insbesondere auf die Angemessenheit und Wirksamkeit des Risikomanagements. Neben der laufenden Berichterstattung werden der Vorstand und der Verwaltungsrat vierteljährlich informiert. Prozesse Basis der Prozesse des Risikomanagements bildet das Risikohandbuch, das aus einer Bestandsaufnahme und Bewertung sämtlicher erkennbarer Risiken hervorgegangen ist (Risikoinventur). Das Risikohandbuch wird zeitnah angepasst. Im Risikohandbuch sind Ziele und Aufgaben des Risikomanagements, die Instrumente der Risikoerkennung sowie die eingesetzten Risikomessverfahren, die Risikosteuerung, die Risikoüberwachung und die Berichtspflichten in komprimierter Form beschrieben. Darüber hinaus sind die organisatorischen Einheiten, die an den Prozessen des Risikomanagements beteiligt sind, definiert. Grundsatz ist, dass jedes Risiko, abhängig von der Bedeutung für unsere Sparkasse, in geeigneter Weise laufend gesteuert und überwacht wird. Wo dies sinnvoll ist, sind Schwellenwerte festgelegt, bei deren Über- bzw. Unterschreitung Maßnahmen zur Risikominderung zu ergreifen sind. Risikotragfähigkeit Die Risikomessung der wesentlichen Risiken erfolgt für die Risikotragfähigkeitsrechnung nach dem Konzept der periodischen Sichtweise. Hiernach werden die Risiken danach gemessen, ob und in welcher Höhe ihr Eintritt Auswirkungen auf den Jahresüberschuss der Sparkasse hat. Die Beurteilung der Risikotragfähigkeit erfolgt in der periodischen Sichtweise nach einem Going-Concern-Ansatz. Das Risikodeckungspotenzial wird auf Basis von Ergebnisgrößen, bilanzieller Eigenkapitalbestandteile und stiller Reserven ermittelt. Das so ermittelte Risikodeckungspotenzial wird zur Deckung der Risiken bereitgestellt. Die Ermittlung der Risiken in der periodischen Sichtweise erfolgt auf den Planungshorizont rollierend von jeweils einem Jahr. Als Risiko werden in dieser Sichtweise die erwarteten und unerwarteten (prognostizierten) Verluste verstanden. Daneben werden die aufsichtsrechtlich vorgegebenen Relationen gemäß CRR regelmäßig ermittelt und überwacht. Unter Berücksichtigung der laufenden Ergebnisprognose, der bilanziellen Eigenkapitalbestandteile sowie der vorhandenen Reserven wird eine Risikodeckungsmasse und daraus Limite für die wesentlichen Risikoarten abgeleitet. Auf die Limite werden die erwarteten und unerwarteten Verluste angerechnet. Auf das Risikodeckungspotenzial werden alle wesentlichen Risiken der Sparkasse angerechnet. Die erwarteten Verluste werden bei der Ermittlung des Risikodeckungspotenzials als Abzugsposten berücksichtigt. Mit Hilfe der periodischen Betrachtung wird gewährleistet, dass die Risiken jederzeit sowohl aus dem handelsrechtlichen Ergebnis als auch aus vorhandenem Vermögen der Sparkasse getragen werden können. Stresstests Neben der Risikotragfähigkeitsrechnung werden regelmäßig Stressszenarien berechnet, bei denen die Anfälligkeit der Sparkasse gegenüber unwahrscheinlichen, aber plausiblen Ereignissen analysiert wird. Dabei wird auch das Szenario eines schweren konjunkturellen Abschwungs analysiert sowie ein inverser Stresstest durchgeführt. Die Stresstests berücksichtigen dabei auch Risikokonzentrationen innerhalb (Intra-Risikokonzentrationen) und zwischen einzelnen Risikoarten (Inter-Risikokonzentrationen). Diversifikationseffekte, die das Gesamtrisiko mindern würden, werden nicht berücksichtigt. Die Wirksamkeit der zur Risikoabsicherung und -minderung getroffenen Maßnahmen wird insbesondere anlässlich der jährlichen Überprüfung der Strategien danach beurteilt, ob die festgelegten Ziele erreicht worden sind. Darüber hinaus werden bereits unterjährig geeignete Maßnahmen ergriffen, soweit sich Entwicklungen abzeichnen, die den Planungen zuwiderlaufen oder markante Risikoerhöhungen erwarten lassen. Kapitalplanung Die Sparkasse hat einen Prozess zur Planung des zukünftigen Kapitalbedarfs eingerichtet. Der Planungsprozess umfasst einen Zeitraum von fünf Jahren. Aufgrund der erwarteten Geschäftsentwicklung bzw. der prognostizierten Ertragsentwicklung plant die Sparkasse sowohl die Entwicklung der regulatorischen als auch der wirtschaftlichen Eigenmittel. Aus den Plandaten lässt sich insbesondere die zukünftige Erfüllung der Kapitalquoten nach der CRR sowie das zukünftig zur Abdeckung von Risiken in der Risikotragfähigkeit zur Verfügung stehende interne Kapital ermitteln. Darüber hinaus werden u.a. adverse Entwicklungen (z.B. Veränderungen Geschäftstätigkeit, Veränderungen im wirtschaftlichen Umfeld) simuliert. Strukturierte Darstellung der wesentlichen Risiko arten Unter Risiko verstehen wir ungünstige zukünftige Entwicklungen, die sich nachteilig auf die Vermögens-, Ertrags- und Liquiditätslage unserer Sparkasse auswirken können. Dabei werden das Adressenausfallrisiko einschließlich Beteiligungsrisiko, das Marktpreisrisiko einschließlich Zinsänderungsrisiko, das Liquiditätsrisiko, operationelle Risiken einschließlich der Rechtsrisiken als wesentliche Risiken unterschieden. Für diese Risiken verfügen wir über ein Risikofrüherkennungssystem. Es gewährleistet, dass sich abzeichnende Risiken frühzeitig und laufend aufgezeigt und geeignete Maßnahmen ergriffen werden können. Adressenausfallrisiko im Kreditgeschäft Unter Adressenausfallrisiko im Kreditgeschäft verstehen wir die Gefahr, dass ein Kreditnehmer die ihm gewährten Kredite nicht bzw. nur eingeschränkt oder nicht vollständig vertragsgemäß zurückzahlen kann oder will. Auf Basis der geschäftspolitischen Ausrichtung sowie der Risikotragfähigkeit hat der Vorstand in der Risikostrategie Ziele für die Entwicklung des Kreditgeschäfts formuliert. In der Kreditrisikostrategie wird zunächst das Kreditportfolio nach den wesentlichen strukturellen Merkmalen (z.B. Größenklassen, Branchen, Sicherheiten, Ratingklassen) analysiert. Daraufhin werden in der Risikostrategie Aussagen zur angestrebten Zusammensetzung, Diversifizierung und Entwicklung des Portfolios und zum angestrebten Besicherungsniveau getroffen. Insbesondere wird auf eine angemessene günstige Streuung nach Branchen und Risikostruktur abgestellt. Ferner gibt sie vor, wie die Steuerung erfolgt und welche Maßnahmen zur Risikominderung bzw. Erreichung des gewünschten Risikoprofils zu ergreifen sind. Im Rahmen dieser Strategie werden Ziele zur Verbesserung der Risikoposition festgelegt, die schwerpunktmäßig Bonitätsbegrenzungen und Strukturvorgaben, insbesondere für das Kreditneugeschäft, betreffen. Ferner hat der Vorstand Kreditrahmengrundsätze erlassen, in denen die wesentlichen Grundsätze für die Vergabe und Bearbeitung von Krediten niedergelegt sind. Grundlage jeder Kreditentscheidung ist eine detaillierte Bonitätsbeurteilung der Kreditnehmer. Zum 31.12.2018 wurden 53,6 Prozent der zum Jahresende ausgelegten Kreditmittel (inkl. Schuldscheindarlehen) an Unternehmen und wirtschaftlich selbstständige Privatpersonen vergeben, 34,0 Prozent an wirtschaftlich unselbstständige und sonstige Privatpersonen, der Rest entfällt auf das Kommunalkreditgeschäft. Während die Struktur hinsichtlich der Kredite an Unternehmen und wirtschaftlich selbstständige Privatpersonen weitestgehend die im Verbandsdurchschnitt ermittelten Werte repräsentieren, ergibt sich hinsichtlich der Strukturanteile der Privatkunden ein unterdurchschnittlicher Anteil, dem ein entsprechend erhöhter Anteil der Ausleihungen an Kommunen gegenübersteht. Die regionale Wirtschaftsstruktur spiegelt sich auch im Kreditgeschäft unserer Sparkasse wider. Den Schwerpunktbereich bilden mit 22,2 Prozent die Ausleihungen an Dienstleistungsunternehmen. Dabei hat das Gastgewerbe den größten Anteil an diesem Hauptwirtschaftszweig und ist deutlich stärker ausgeprägt als im Verbandsdurchschnitt. Gesamtbetrag der Forderungen und Hauptbranchen nach kreditrisikotragenden Instrumenten:
*) nach Abzug von Einzelwertberichtigungen,
Rückstellungen und der Pauschalwertberichtigung
Die Größenklassenstruktur des Gesamtkreditvolumens im Sinne des § 19 Abs. 1 KWG zeigt insgesamt eine Konzentration bei den großen institutionellen Anlagen sowie den Kommunalkrediten. 54,1 Prozent entfallen hierbei auf Kreditengagements mit einem Kreditvolumen größer 500 TEUR. Das Kundenkreditgeschäft weist gesondert betrachtet eine breite Streuung des Ausleihgeschäftes aus. Das Länderrisiko, das sich aus unsicheren politischen, wirtschaftlichen und sozialen Verhältnissen eines anderen Landes ergeben kann, ist für die Sparkasse von untergeordneter Bedeutung. Das an Kreditnehmer mit Sitz im Ausland ausgelegte Kreditvolumen betrug am 31.12.2018 2,5 Prozent des Gesamtkreditvolumens im Sinne des § 19 Abs. 1 KWG. Für die Risikoklassifizierung setzen wir die von der Sparkassen-Finanzgruppe entwickelten Rating- und Scoringverfahren ein. Mit diesen Verfahren werden die einzelnen Kreditnehmer zur Preisfindung und zur Steuerung des Gesamtkreditportfolios entsprechend ihren individuellen Ausfallwahrscheinlichkeiten einzelnen Ratingklassen zugeordnet. Auf dieser Basis ermittelt die Sparkasse die Adressenausfallrisiken im Kreditgeschäft. Zur Steuerung des Gesamtkreditportfolios werden die gerateten Kreditnehmer einzelnen Ratingklassen zugeordnet. Das Gesamtrisiko unseres Kreditportfolios wird auf der Grundlage der Risikoklassifizierungsverfahren ermittelt. Den einzelnen Ratingklassen werden jeweils von der Sparkassen Rating und Risikosysteme GmbH validierte Ausfallwahrscheinlichkeiten zugeordnet. Die Verlustverteilung des Kreditportfolios wird in einen "erwarteten Verlust" und einen "unerwarteten Verlust" unterteilt. Der "erwartete Verlust" als statistischer Erwartungswert wird in Abhängigkeit von der ermittelten Ratingstufe und den Sicherheiten berücksichtigt. Der "unerwartete Verlust" (ausgedrückt als Value at Risk) spiegelt die möglichen Verluste wider, die unter Berücksichtigung eines Konfidenzniveaus von 95,0 Prozent innerhalb der nächsten zwölf Monate voraussichtlich nicht überschritten werden. Mit Hilfe dieser Informationen werden auch die Veränderungen des Kreditportfolios analysiert. Zum 31.12.2018 waren 99,0 Prozent des Bruttokundenkreditvolumens im Risikobewertungssystem erfasst. Davon waren 92,3 Prozent der Risikogruppe I (Kredite ohne erkennbare besondere Risiken) zugeordnet. Die Anteile der Kredite mit erhöhten Risiken betragen 3,2 Prozent und mit Ausfallrisiken 4,5 Prozent. Zur frühzeitigen Identifizierung der Kreditnehmer, bei deren Engagements sich erhöhte Risiken abzuzeichnen beginnen, setzen wir das "OSPlus-Frühwarnsystem" ein. Im Rahmen dieses Verfahrens sind quantitative und qualitative Indikatoren festgelegt worden, die eine Früherkennung von Kreditrisiken ermöglichen. Soweit einzelne Kreditengagements festgelegte Kriterien aufweisen, die auf erhöhte Risiken hindeuten, werden diese Kreditengagements einer gesonderten Beobachtung unterzogen (Intensivbetreuung). Kritische Kreditengagements werden auf der Grundlage eines Sanierungs- bzw. Abwicklungskonzeptes betreut (Problemkredite). Risikovorsorgemaßnahmen sind für alle Engagements vorgesehen, bei denen nach umfassender Prüfung der wirtschaftlichen Verhältnisse der Kreditnehmer davon ausgegangen werden kann, dass die fälligen Zins- und Tilgungszahlungen voraussichtlich nicht gemäß den vertraglich vereinbarten Kreditbedingungen erbracht werden können. Bei der Bemessung der Risikovorsorgemaßnahmen werden die voraussichtlichen Realisationswerte der gestellten Sicherheiten berücksichtigt. Von dem Gesamtbetrag an Einzelwertberichtigungen und Rückstellungen entfällt der überwiegende Teil auf Unternehmen und wirtschaftlich selbständige Personen. Die Direktabschreibungen, Eingänge auf abgeschriebene Forderungen, Kredite in Verzug (ohne Wertberichtigungsbedarf) und Nettozuführungen/Auflösungen von EWB entfallen ausschließlich auf im Inland ansässige Privatpersonen und Unternehmen. Forderungen in Verzug (ohne Wertberichtigungen) außerhalb Deutschlands sind nicht vorhanden. Wechselkursbedingte und sonstige Veränderungen lagen zum Berichtsstichtag nicht vor. Die Einzelwertberichtigungen haben sich im Vergleich zum Vorjahresendbestand um 83 T€ auf 1.037 T€ erhöht. Den Zuführungen in Höhe von 330 T€ standen Auflösungen im Volumen von 165 T€ sowie ein Verbrauch von 83 T€ gegenüber. Rückstellungen zur Risikovorsorge im Kreditgeschäft waren nicht erforderlich. Die vorgeschriebenen Pauschalwertberichtigungen. (Im Anhang zum Jahresabschluss berichten wir über eine Änderung des Verfahrens für die PWB-Ermittlung.) erhöhten sich im Vergleich zum Vorjahr um 47 T€ und belaufen sich auf 299 T€. Insgesamt erhöhte sich die Risikovorsorge der Sparkasse im Vergleich zum Vorjahr um 130 T€ auf 1,3 Mio. €. Konzentrationen bestehen im Kreditportfolio in folgenden Bereichen: Risikokonzentration im Segment der Kommunalkredite, Branchenkonzentration bei der Branche Handel, Konzentration im Bereich der regionalen, grundpfandrechtlichen Sicherheiten. Um diese Konzentrationen zu begrenzen, haben wir nach unserer Risikostrategie u.a. den Anteil einer einzelnen Branche an den Bruttokundenkrediten, den Anteil der Kommunalkredite sowie den Anteil der oberen Größenklassen am risikotragenden Kreditvolumen beschränkt. Insgesamt ist unser Kreditportfolio sowohl nach Branchen und Größenklassen als auch nach Ratingklassen angemessen diversifiziert. Die Adressenausfallrisiken entwickelten sich in 2018 ansteigend. Das Bewertungsergebnis im Kreditgeschäft hat sich im Vergleich zum Vorjahr deutlich erhöht. Die Adressenausfallrisiken im Kreditgeschäft bewegten sich im abgelaufenen Geschäftsjahr innerhalb der vorgegebenen und auf die Risikotragfähigkeit der Sparkasse abgestimmten Grenzen. Im Hinblick auf den geringen Umfang der Auslandskredite ist das Länderrisiko aus dem Kreditgeschäft von untergeordneter Bedeutung. Adressenausfallrisiko der Beteiligungen Unter dem Adressenausfallrisiko aus Beteiligungen verstehen wir die Gefahr einer Wertminderung des Unternehmenswertes. Beteiligungen werden als strategische Beteiligungen zur Unterstützung des Verbundgedankens (sog. Verbundbeteiligungen) oder zur Erfüllung von Verpflichtungen innerhalb der Sparkassen-Finanzgruppe eingegangen. Weitergehende Beteiligungen in eigener Betreuung durch die Sparkasse sind zur Zeit nicht vorhanden. Das Risikocontrolling für die Verbundbeteiligungen wird durch den Sparkassenverband Niedersachsen wahrgenommen. Die Sparkasse wird über die Ergebnisse informiert. Aus der Beteiligung am Sparkassenverband Niedersachsen sowie weiteren Beteiligungen in der Finanzbranche resultieren Risiken hinsichtlich der weiteren Wertentwicklungen, die wir in unser Risikomanagement einbeziehen. Eine Risikokonzentration aus den Beteiligungen ergibt sich aktuell für die Sparkasse nicht. Wertansätze für Beteiligungsinstrumente
Adressenausfallrisiko aus Handelsgeschäften Unter dem Adressenausfallrisiko aus Handelsgeschäften verstehen wir die Gefahr von Bonitätsverschlechterungen oder dem Ausfall eines Emittenten oder Kontrahenten. Für die Limitierung des Adressenausfallrisikos aus Eigenanlagengeschäften setzt die Sparkasse individuelle Emittenten- und Kontrahentenlimite in Form von Volumenlimiten fest. Darüber hinaus existiert ein übergreifendes Limit für die Adressenausfallrisiken aus Handelsgeschäften. Hierbei werden externe Ratings und die damit verbundenen Ausfallwahrscheinlichkeiten zur Gewichtung der bestehenden Volumina herangezogen. Der Bestand der Wertpapiere entfällt im Wesentlichen auf festverzinsliche Schuldverschreibungen und Anleihen einschließlich Schuldscheindarlehen (29,2 Mio. €) sowie sonstigen Investmentvermögen (6,0 Mio. €). Die von uns direkt gehaltenen, von Kreditinstituten und Unternehmen emittierten Wertpapiere, weisen ein Rating aus dem Investmentgradebereich auf. Wertpapiere ohne Rating hält die Sparkasse nur als Anteile an Investmentvermögen (derzeit offene Immobilienfonds und Aktien-ETF's). Das Adressenausfallrisiko aus Handelsgeschäften wird über Mindestratings und Limite für einzelne Emittenten und Kontrahenten begrenzt. Das Limitsystem dient u.a. der Steuerung von Konzentrationsrisiken. In der internen Steuerung werden zur Berechnung des Adressenausfallrisikos die historischen Ausfallwahrscheinlichkeiten von S&P zugrunde gelegt. Falls einzelne Papiere über kein Rating von S&P verfügen, greifen definierte Regeln, um das Adressenrisiko abzubilden. Konzentrationen bestehen hinsichtlich der Anlagen bei einzelnen Landesbanken (Wertpapiere und Schuldscheindarlehen), insoweit streben wir eine stärkere Diversifizierung an. Aufgrund der zufriedenstellenden Bonität der Landesbanken und angesichts des gemeinsamen institutsbezogenen Sicherungssystems der Sparkassen-Finanzgruppe sehen wir derzeit in den Konzentrationen keine gravierenden Risiken. Um diese Konzentration zu begrenzen haben wir Volumenlimite für Kontrahenten und Emittenten festgelegt sowie den Anteil der einzelnen Emittenten am Gesamtvolumen betragsmäßig beschränkt. Zudem wurde der maximal zulässige simulierte Bewertungsaufwand aus den Handelsgeschäften prozentual am Betriebsergebnis vor Bewertung limitiert. Zum Stichtag 31.12.2018 hatte die Sparkasse keine Staatsanleihen der PIIGS-Staaten sowie Slowenien und Zypern im Bestand. Auch von griechischen Unternehmen und Kreditinstituten emittierte Anleihen befanden sich zum Stichtag nicht im Bestand der Wertpapiereigenanlagen der Sparkasse. Die Adressenausfallrisiken aus Handelsgeschäften bewegten sich im abgelaufenen Geschäftsjahr innerhalb der vorgegebenen und auf die Risikotragfähigkeit der Sparkasse abgestimmten Grenzen. Das Volumen der Eigenanlagen mit Länderrisiken ist derzeit von untergeordneter Bedeutung. Marktpreisrisiken aus Handelsgeschäften Das Marktpreisrisiko im Eigenanlagengeschäft beschreibt die Gefahren negativer Entwicklungen der Geld- und Kapitalmärkte für die Sparkasse, die aus nachteiligen Marktwertveränderungen von Positionen, aufgrund von Änderungen der Zinssätze (Zinsrisiko), der Wechselkurse (Währungsrisiko), der Aktienkurse und Aktienindizes, der Preise für Fonds, Edelmetalle, Rohwaren und sonstige Handelsobjekte (sonstige Preisrisiken) sowie ihrer Volatilitäten entstehen können. Nach der Risikostrategie der Sparkasse sollen die Eigenanlagen insbesondere der Liquiditätshaltung sowie der Optimierung der Ertragslage und der Bilanzstruktur dienen. Anlageentscheidungen werden unter Berücksichtigung von Fälligkeiten, der Liquiditätsplanung sowie möglichen Risikokonzentrationen getätigt. Die Wiederanlagen werden ausgewogen unter Beachtung der Ertragslage, der Liquiditätsplanung, des Zinsänderungsrisikos, der Entwicklung des Kundenkreditgeschäfts sowie der vorhandenen Risikokonzentrationen gewählt. Um Währungsrisiken weitestgehend auszuschließen, sind alle Direktanlagen grundsätzlich in Euro vorzunehmen. Die Ausrichtung des Gesamtvolumens und die Aufteilung der Eigenanlagen erfolgen unter Berücksichtigung des vorhandenen Risikodeckungspotenzials und der geschäftspolitischen Zielsetzungen. Den Schwerpunkt der Eigenanlagen bilden weiterhin die zinstragenden Anlagen, um dauerhaft einen laufenden ordentlichen Ertrag zu erzielen. Andere Assetklassen sollen unter Nutzung von Korrelationseffekten sowie unter Nutzung von Chancen unterschiedlicher Märkte und Wirtschaftsräume der Optimierung des Portfolios dienen. Dabei wird grundsätzlich ein ausgewogenes Ertrags- / Risikoverhältnis angestrebt. Der Bestand der bilanzwirksamen Handelsgeschäfte (Schuldverschreibungen, Anleihen und Investmentanteile) hat sich im Vergleich zum Vorjahr um 4,8 Mio. € auf 20,7 Mio. € (Vorjahr 25,5 Mio. €) reduziert. Für die mit Marktpreisrisiken behafteten Geschäfte werden unter Berücksichtigung der Risikoarten Risikolimite und Parameter zur Risikomessung festgelegt. Die Limite werden unter Berücksichtigung der Ertragskraft der Sparkasse GV-orientiert festgelegt und beziehen sich auf Kursrisiken und Zinsänderungsrisiken. Zur Ermittlung der Marktpreisrisiken (Kursrisiken) des Anlagebuches werden die Handelsgeschäftspositionen des Anlagebuches täglich mit Hilfe des eingesetzten DV-Programms SimCorpDimension zu aktuellen Marktpreisen bewertet. Zusätzlich wird das potentielle Verlustrisiko (Value-at-Risk) ermittelt. Dabei wenden wir das Verfahren der Modernen historischen Simulation an. Die angenommene Haltedauer liegt bei einem Handelstag bei Handelsbuchbeständen oder bei 250 Handelstagen im Anlagebuch. Der Value-at-Risk wird mit einem Konfidenzniveau von 95,0 Prozent für erwartete Risiken und unerwartete Risiken ermittelt. Im Rahmen der Überwachung der Marktpreisrisiken aus Handelsgeschäften werden sowohl das bereits erzielte Handelsergebnis als auch das Verlustrisiko berücksichtigt. Über diese Simulationen werden täglich die künftigen Abschreibungsrisiken ermittelt und ihre Auswirkungen auf die Risikosituation dargestellt. Spreadrisiken sind Kursrisiken von Wertpapieren, die nicht auf Zins- oder Adressenausfallrisiken beruhen, sondern auf Fakten wie z. B. mangelnde Liquidität im Handel, exogene Schocks wie die Finanzmarktkrise, psychologische Risiken (Übertreibungen) oder Informationsrisiken (z. B. "Werthaltigkeit" externer Ratings). Im Rahmen einer Simulation werden aufgrund historischer Zeitreihen die Spreadveränderungen mit einer angenommen Haltdauer von 250 Tagen und einem Konfidenzniveau von 95,0 Prozent simuliert. Darüber hinaus werden zur Bestimmung der unerwarteten Verluste im Risikoszenario weitere Szenariorechnungen vorgenommen. Das Risikoszenario umfasst die Summe aus erwarteten und unerwarteten Verlusten für das laufende Geschäftsjahr sowie das erste Folgejahr. Die Einhaltung der Risikolimite wird durch die Abteilung Unternehmens- und Risikosteuerung überwacht und laufend reportet. Risikokonzentrationen bestehen derzeit für die Sparkasse nicht. Zur Begrenzung von Konzentrationsrisiken hat die Sparkasse die Anlagevolumina in langfristigen Laufzeitbändern sowie für Einzelanlagen betragsmäßig beschränkt. Zinsänderungsrisiko Aufgrund der Geschäftsstruktur und der Nachfrage im Kundengeschäft ist ein wesentlicher Teil der Vermögensanlagen, insbesondere Forderungen an Kunden und Kreditinstitute sowie Wertpapiere, mit langfristigen Zinsbindungen ausgestattet. Demgegenüber sind die Finanzierungsmittel in einem geringeren Umfang festzinsgebunden. Zudem ist die Laufzeit der Zinsbindungen auf der Passivseite überwiegend kürzer als auf der Aktivseite. Ein bedeutender Teil der Einlagen von Kunden ist variabel verzinslich. Das Zinsänderungsrisiko liegt darin, dass bei einem steigenden Zinsniveau sowie einer Veränderung der Zinsstrukturkurve höhere Zinsaufwendungen entstehen können, denen keine entsprechend gestiegenen Zinserträge gegenüberstehen, da die Zinssätze für die Vermögensanlagen aufgrund der Festzinsbindungen überwiegend nicht angehoben werden können. Vorzeitige Kreditrückzahlungen haben bei unserer Sparkasse nach den bisherigen Erfahrungen keine wesentliche Bedeutung bzw. kommen lediglich in Einzelfällen vor. Diese Rückzahlungen beeinflussen das Zinsänderungsrisiko nicht wesentlich. Unbefristete Einlagen von Anlegern sind nach unserer Erfahrung, trotz teilweiser starker Umschichtungen in andere Anlageformen, insgesamt konstant im Bestand. In unseren Annahmen gehen wir davon aus, dass sich das allgemeine Zinsniveau bis Ende 2019 auf einem unverändert niedrigen Niveau bewegen wird. Die Entwicklung des Geld- und Kapitalmarktes wird laufend beobachtet, um sofort angemessen auf Veränderungen reagieren und mögliche negative Auswirkungen des Zinsänderungsrisikos eingrenzen zu können. Zur Beurteilung des Zinsänderungsrisikos werden vierteljährlich Simulationsrechnungen erstellt. Grundlage der Ermittlung des zukünftigen Zinsüberschusses bilden die Zahlungsströme des Zinsbuches (periodische Ermittlung). Für festverzinsliche Geschäfte werden die Zahlungsströme auf der Grundlage von Zinsbindungsbilanzen mit den zugehörigen Tilgungsplänen und Zinszahlungsterminen bestimmt. Den Zahlungsströmen der variablen Geschäfte liegen hinsichtlich der Zinsanpassungen und der Kapitalbindung Fiktionen zugrunde. Die Bestimmung der dafür festzulegenden Parameter erfolgt nach der Methode der gleitenden Durchschnitte. Bei dieser Methode wird zur Ermittlung der fiktiven Zinsanpassung und Kapitalbindung auf historische Zinssätze am Geld- und Kapitalmarkt zurückgegriffen. Im Ergebnis wird das variable Geschäft fiktiv durch eine Kombination von Festzinsgeschäften ersetzt. Bei dieser Vorgehensweise wird unterstellt, dass sich das Zinsanpassungsverhalten der Vergangenheit auch künftig fortsetzt. Dabei orientiert sich die Sparkasse an den generierten Margen des Neugeschäfts der letzten Monate, welche über gruppierte Auswertungen aus dem Bestandscontrolling der Anwendung CASHVER zur Verfügung stehen. Ausgehend von den ermittelten Zahlungsströmen wird unter Berücksichtigung der für die einzelnen Bilanzpositionen geplanten Margen und Bestandsentwicklungen der Zinsüberschuss des laufenden und der Folgejahre prognostiziert. Anschließend werden die Auswirkungen aus angenommenen bzw. erwarteten Änderungen des Marktzinsniveaus und Bestandsentwicklungen auf den Zinsüberschuss analysiert. Nach § 25 Abs. 1 und 2 KWG i. V. m. § 2 Abs. 1 Nr. 4 Finanz- und Risikotragfähigkeitsverordnung (FinaRisikoV) sind Finanzinstitute verpflichtet, der Bankenaufsicht regelmäßig im Rahmen der FinaRisikoV die Barwertveränderungen im Anlagebuch infolge eines standardisierten Zinsschocks mitzuteilen. Auf Basis des Rundschreibens 9/2018 der BaFin vom 24.05.2018 (Zinsänderungsrisiken im Anlagebuch; Ermittlung der Auswirkungen einer plötzlichen und unerwarteten Zinsänderung) haben wir zum Stichtag 31.12.2018 die barwertige Auswirkung einer Ad-hoc-Parallelverschiebung der Zinsstrukturkurve um + bzw. - 200 Basispunkte errechnet. Die Verminderung des Barwertes gemessen an den regulatorischen Eigenmitteln betrug 13,9 Prozent. Vor dem Hintergrund der guten Kapitalausstattung und der damit verbundenen Risikotragfähigkeit sowie der zufriedenstellenden Risikolage halten wir das Zinsänderungsrisiko für vertretbar.
Das Zinsänderungsrisiko der Sparkasse lag im Jahr 2018 innerhalb der vorgegebenen Limite. Zur Begrenzung von Zinsänderungsrisiken sind bisher ausschließlich bilanzielle Instrumente eingesetzt worden. Dies gilt auch für die Begrenzung der übrigen Marktpreisrisiken. Währungsrisiken bestehen bei der Sparkasse nicht. Konzentrationen bestehen bei den Zinsänderungsrisiken in folgenden Bereichen:
Um diese Konzentrationen zu begrenzen wurden die Eigenanlagen in den betroffenen Laufzeitbändern beschränkt. Zudem sollen die prognostizierten negativen Veränderungen des Zinsergebnisses einen fest definierten Korridor nicht überschreiten. Liquiditätsrisiko Das Liquiditätsrisiko bezeichnet die Gefahr, dass Zahlungsverpflichtungen im Zeitpunkt ihrer Fälligkeit nicht oder nicht vollständig erfüllt werden können (Liquiditätsrisiko im engeren Sinne), zusätzliche Refinanzierungsmittel nur zu erhöhten Marktzinsen beschafft werden können (Refinanzierungsrisiko) oder vorhandene Vermögenswerte nur mit Preisabschlägen verwertet werden können (Marktliquiditätsrisiko). Oberstes Ziel unserer Überwachung und Steuerung der Liquiditätsrisiken ist die Gewährleistung einer jederzeitigen Zahlungsfähigkeit. Zur Sicherung der Solvenz haben wir für die LCR-Quote Warnmarke von 1,50 definiert. Beim Erreichen der Warnmarke ist die Aufnahme mittel- und langfristiger Refinanzierungsmittel zu prüfen. Zur Validierung der Steuerungsrelevanz der definierten Warnmarke werden regelmäßig Szenariobetrachtungen durchgeführt. Die relevanten Zahlungsströme aus Aktiva und Passiva werden nach ihrer Laufzeit in Zeitbänder (Liquiditätsablaufbilanz) eingestellt und münden in eine Liquiditätsplanung, die eine angemessene Liquiditätsvorsorge gewährleistet. Daneben wird regelmäßig überprüft, inwieweit unsere Sparkasse in der Lage ist, einen auftretenden Liquiditätsbedarf zu decken. Grundlage dafür bildet eine Liquiditätsliste, in der jene Liquiditätsquellen aufgeführt sind, die zur Deckung eines Liquiditätsbedarfs herangezogen werden können. Hierzu gehört im Wesentlichen der Bestand an Wertpapieren der Liquiditätsreserve, insbesondere der Bestand an bei der europäischen Zentralbank beleihbaren Sicherheiten. Hierdurch verfügt unsere Sparkasse über einen ausreichenden Zugang zu Zentralbankgeld. Für den Fall des Eintritts eines Liquiditätsengpasses ist ein Notfallplan erlassen worden, der die in der Liquiditätsliste aufgeführten Liquiditätsquellen zugrunde legt. Konzentrationen bestehen bei dem Liquiditätsrisiko in folgenden Bereichen:
Zur Vermeidung von Risikokonzentrationen ist in der Risikostrategie vorgesehen, ab einem bestimmten Auslastungsgrad der uns eingeräumten Kreditlinien Refinanzierungsgeschäfte bzw. die Liquidierung von Eigenanlagen vorzunehmen. Zur verursachungsgerechten internen Verrechnung der Liquiditätskosten und des Liquiditätsnutzens setzen wir ein einfaches Kostenverrechnungsverfahren ein, das den aufsichtsrechtlichen Anforderungen entspricht. Operationelle Risiken Operationelle Risiken werden als die Gefahr von Schäden definiert, die infolge der Unangemessenheit oder des Versagens von internen Verfahren, von Mitarbeitern, der internen Infrastruktur oder infolge externer Einflüsse eintreten. Diese Definition schließt Rechtsrisiken sowie Reputationsrisiken als Folgerisiken ein. Ziel ist die Begrenzung der operationellen Risiken und der mit ihnen einhergehenden Schäden auf ein nicht beeinflussbares Restrisiko, sofern die dafür erforderlichen Maßnahmen unter Kosten-Nutzenaspekten gerechtfertigt sind. Den operationellen Risiken wird mit zahlreichen Maßnahmen entgegengewirkt. Branchentypisch werden hohe Anforderungen an die Sicherheit der eingesetzten IT-Systeme gestellt. Dies gilt für die Verfügbarkeit und Integrität der Systeme und Daten im Rechenzentrum, für die in der Sparkasse betriebenen Systeme und für die betriebenen Netzwerke, und zwar sowohl für die Sicherheit des laufenden Betriebes als auch für die Notfallvorsorge. Zur Regelung der Arbeitsabläufe im Hause bestehen zentrale Vorgaben durch Arbeitsanweisungen. Rechtliche Risiken werden durch Verwendung von juristisch geprüften Vertragsformulierungen begrenzt. Den Risiken im jeweiligen Sachgebiet werden begrenzt durch den Einsatz der - auch gesetzlich geforderten - Sicherheits-, Compliance-, Datenschutz- und Geldwäschebeauftragten begegnet. Schließlich werden operationelle Risiken durch die laufende Aus- und Weiterbildung unserer Mitarbeiter reduziert. Versicherbare Gefahrenpotenziale werden durch Versicherungsverträge in banküblichem Umfang abgeschirmt. Für die Quantifizierung von operationellen Risiken wurde eine zentrale, systematische Schadenfallsammlung geschaffen. Die Berichterstattung erfolgt im vierteljährlichen Risikobericht. Die operationellen Risiken werden nach unseren derzeitigen Einschätzungen die künftige Entwicklung unserer Sparkasse nicht wesentlich beeinträchtigen. Das vorgegebene Risikolimit von 40 T€ wurde jederzeit eingehalten. Risikokonzentrationen bei den operationellen Risiken ergeben sich aktuell für die Sparkasse nicht. Sonstige Risiken Die sonstigen Risiken (Planungsrisiko, Geschäftsfeldrisiko, Managementrisiko, Compliancerisiko, Reputationsrisiko) werden als nicht wesentliches Risiko im Sinne der MaRisk definiert. Berichtswesen Vierteljährlich wird ein Gesamtrisikobericht erstellt, welcher neben der Darstellung der Risikotragfähigkeit des laufenden Geschäftsjahres und ersten Folgejahres Aussagen zu den Risiken im Kundenkreditgeschäft, in den Handelsgeschäften, dem Zinsänderungsrisiko, den Risiken im Beteiligungsgeschäft, dem Liquiditätsrisiko und operationellen Risiko enthält. Zuständig für die Erstellung des Gesamtrisikoberichts ist die Abteilung Unternehmens- und Risikosteuerung. Der Bericht wird dem Vorstand zur Kenntnis gegeben. Bei unter Risikogesichtspunkten wesentlichen Informationen ist über die regelmäßige Berichterstattung hinaus eine unverzügliche Unterrichtung des Vorstands, des jeweiligen Verantwortlichen sowie ggf. der Internen Revision geregelt (Ad-hoc-Berichterstattung). Die vorgelegten Berichte enthalten neben der Darstellung auch eine Beurteilung der Risiken sowie bei Bedarf Handlungsvorschläge. Darüber hinaus sind die Ergebnisse der regelmäßigen, angemessenen Stresstests und somit alle erforderlichen Informationen enthalten. Der Verwaltungsrat wird durch den Vorstand vierteljährlich über die Risikosituation der Sparkasse unterrichtet. Für Informationen, die unter Risikogesichtspunkten für den Verwaltungsrat wesentlich sind, ist in der Geschäftsordnung für den Vorstand geregelt, dass hierüber der Verwaltungsratsvorsitzende unverzüglich zu informieren ist. Dieser hat die übrigen Mitglieder des Verwaltungsrats spätestens im Rahmen der nächsten Verwaltungsratssitzung entsprechend zu unterrichten. Zusammenfassende Risikobeurteilung Risiken der künftigen Entwicklung, die für die Sparkasse bestandsgefährdend sein könnten, sind nach der Risikoinventur nicht erkennbar. Bei den Risiken, die einen wesentlichen Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage haben können, wird ein wirksames Verfahren der Risikosteuerung und -kontrolle eingesetzt. Die Gesamtrisikosituation unseres Hauses wird aufgrund unseres kreditgeschäftlichen Engagements in der mittelständischen Wirtschaft vor allem durch Kreditrisiken geprägt. Darüber hinaus hat das Zinsänderungsrisiko, das Marktpreisrisiko sowie das Adressenausfallrisiko aus Eigenanlagen und Beteiligungen steigende Bedeutung erlangt. Die Risikotragfähigkeit entsprechend den Risikotragfähigkeitsanalysen ist in allen relevanten Szenarien gegeben. Die Auslastung des Risikodeckungspotenzials lag während des gesamten Geschäftsjahres innerhalb der auf Gesamtbankebene festgelegten Grenzen. Ein lang anhaltendes Niedrigzinsumfeld wird tendenziell zu Ertragsrückgängen in der Sparkasse führen. Die Sparkasse begegnet dieser Entwicklung im Kundengeschäft mit angepassten Zinssätzen im Einlagengeschäft, im Kreditgeschäft beteiligt sich die Sparkasse an Schuldscheindarlehen, um der schwachen örtlichen Kreditnachfrage zu begegnen. Der Bestand der Eigenanlagen wurde um die Assetklassen Immobilienfonds sowie Aktien-ETF's erweitert. Das Provisionsergebnis der Sparkasse wurde durch die Optimierung des Vertriebs sowie eine umsichtige Preisgestaltung gesteigert. Im Bereich der Kosten werden Chancen zur Kostensenkung konsequent genutzt und umgesetzt. Aus diesem Grund ist der Bestand unserer Sparkasse gleichwohl nicht gefährdet. Prognosebericht und Chancenbericht Die folgenden Aussagen zur voraussichtlichen Entwicklung unserer Sparkasse im laufenden Jahr stellen Einschätzungen dar, die auf der Grundlage der zum Zeitpunkt der Erstellung des Lageberichts zur Verfügung stehenden Informationen getroffen werden. Prognosen sind naturgemäß mit Unsicherheit behaftet. Treten die zugrunde gelegten Annahmen nicht ein, können die tatsächlichen Ergebnisse von den zurzeit erwarteten abweichen. Geschäftsentwicklung Wir erwarten, dass sich die wirtschaftliche Dynamik in Deutschland voraussichtlich ab Mitte 2019 wieder beschleunigen wird. Beim Bruttoinlandsprodukt wird eine Zunahme von 1,5 Prozent prognostiziert. Maßgeblich zum Wirtschaftswachstum wird der private Konsum beitragen. Die realen Verbrauchsausgaben sollten mit 1,6 Prozent lebhafter zulegen als in 2018 (1,2 Prozent). Begünstigend dürften sich u.a. geringere Sozialabgaben bei den Arbeitnehmern durch eine Rückkehr zur paritätischen Finanzierung der gesetzlichen Krankenversicherung, die Anhebung des Grundfreibetrages, die Leistungsausweitung bei der Mütterrente und ein erneuter Anstieg bei den Altersrenten auswirken. Dagegen wird sich der Beschäftigungsanstieg u.a. aufgrund von Engpässen bei den Fachkräften etwas verringern. Bei der Arbeitslosenquote wird ein Rückgang von 5,2 Prozent auf 4,8 Prozent erwartet. Die Inflationsrate dürfte mit gut 2 % etwas höher ausfallen als im Vorjahr. Wir gehen davon aus, dass sich die wirtschaftliche Entwicklung im Geschäftsgebiet im Jahr 2019 nicht nachhaltig verbessern wird. Neuinvestitionen mit nennenswerten Volumina werden die Ausnahme bleiben. Die Dynamik bei den Firmengründungen wird weiterhin gering sein. Hinsichtlich des regionalen Immobilienmarktes gehen wir davon aus, dass, trotz Belebung der Nachfrage nach Bestandsimmobilien, die Preise auf einem niedrigen Niveau stagnieren werden. Entwicklung von Geld- und Kapitalmärkten Für 2019 erwartet die Gemeinschafsprognose bei den Verbraucherpreisen eine Rate von 1,7 Prozent bzw. eine etwas schwächere Entwicklung mit 1,4 Prozent bei der Kernrate unter Ausblendung der volatileren Energie- und Lebensmittelpreise. Diese prognostizierten Raten gelten für 2019 im Gleichlauf sowohl für Deutschland als auch für den Euroraum. Erst in den Jahren danach dürfte in Deutschland aufgrund der größeren Arbeitsmarktengpässe und resultierendem Lohndruck eine etwas höhere Preissteigerung als im Schnitt der Euroraum eintreten. Auch wenn die Preisentwicklung in dieser Prognose noch nicht überschießt, so bleiben zumindest die Gesamt-Raten doch in die Nähe des Ziels der Europäischen Zentralbank von "unter, aber nahe bei zwei Prozent". Der Zeitpunkt für eine weitere geldpolitische Normalisierung scheint deshalb gekommen, jedenfalls in dem unterstellten Hauptszenario, bei dem es zu keinem Abrutschen in eine Rezession kommt und die Preisentwicklung wie skizziert verläuft. Ein Abschmelzen des angesammelten Anleiheportfolios ist 2019 und wohl auch noch geraume Zeit darüber hinaus nicht zu erwarten. Aber ein erster Leitzinsschritt (bei der Einlagefazilität weg von den -0,4 Prozent) wäre 2019 möglich und wünschenswert, um dann im Laufe des Jahres 2020 zumindest das Negativzinsumfeld zu überwinden. Entwicklung der Stadtsparkasse Bad Sachsa Im Hinblick auf die konjunkturellen und branchenspezifischen Rahmenbedingungen sehen wir die Sparkasse auf der Basis unseres Geschäftsmodells und der strategischen Zielstellung gut aufgestellt. Für das Geschäftsjahr 2019 gehen wir aufgrund der Rahmenbedingungen und unter Berücksichtigung unserer strategischen Ausrichtung von einer leicht rückläufigen Bilanzsumme aus. Die Entwicklung des Kundenkreditgeschäftes ist vor dem Hintergrund der regionalen Wirtschaftsentwicklung zu sehen. Trotz der Aussichten auf eine positive Wirtschaftsentwicklung in Deutschland gehen wir davon aus, dass sich die Wirtschaftslage in unserem durch Einzelhandel und das Gastgewerbe geprägten Wirtschaftsraum nicht grundlegend verbessern wird. Vor diesem Hintergrund sind unsere Planungen im Kundenkreditgeschäft auf eine verhaltene Nachfrage ausgerichtet. Mittelfristig streben wir ein Halten des derzeitigen Kreditbestandes an. Eine risikobewusste Kreditpolitik bildet auch in den kommenden Jahren die Basis für die Verwendung unserer bilanziellen Mittel. Der Bestand an Kundeneinlagen unserer Sparkasse sollte sich durch bedarfsgerechte Produkte und marktgerechte Konditionierung auf dem derzeitigen Niveau stabilisieren. Aufgrund der Wettbewerbssituation und des anhaltenden niedrigen Zinsniveaus erwarten wir jedoch für die Folgejahre eine verhaltene Entwicklung. Das geschäftliche Umfeld der Kreditinstitute wird weiter durch sich verschärfenden Wettbewerb zwischen den Instituten, die Unsicherheit an den Finanzmärkten aufgrund der Euro-Schuldenkrise, das anhaltende Niedrigzinsniveau, anspruchsvollere Kunden und die rasch fortschreitende technologische Entwicklung bestimmt. Für die Sparkasse bedeutet dies, dass Margen, aber auch Preise im Dienstleistungsgeschäft unter Druck bleiben werden. Die Risiken liegen - neben den in der Risikoberichterstattung dargestellten unternehmerischen und banküblichen Gefahren - hauptsächlich in einem Nachlassen der weltwirtschaftlichen Dynamik. Auch wenn sich in der Eurozone die gesamtwirtschaftlichen Perspektiven nochmals verbessert haben, steht das Konjunkturbild allerdings unter dem Vorbehalt einiger Risiken. Risiken für die Konjunktur in Europa könnten sich ergeben, wenn sich die chinesische Wirtschaft stärker als erwartet abschwächt und es in den USA zu einem Einbruch der Konjunktur aufgrund der erfolgten Zinserhöhungen durch die FED kommen sollte. Weitere Risiken bergen die unberechenbare Außen- und Wirtschaftspolitik der USA, ein möglicherweise ungeordneter Austritt Großbritanniens aus der EU und die wachsende Gefahr einer Schuldenkrise in Italien. Die neue Fiskalpolitik Italiens ist zweischneidig. Kurzfristig leicht positive Konjunktureffekte dürften mit einem Anstieg der öffentlichen Verschuldung einhergehen. Hohe Kapitalmarktzinsen belasten die italienischen Banken, deren Refinanzierungskosten sich deutlich erhöht haben, so dass die Kreditvergabe gebremst werden könnte. Da die italienische Regierung keine strukturellen Reformen plant, kann dauerhaft nicht mit einem lebhaften Konjunkturwachstum gerechnet werden. Negative Wachstumseffekte sind nicht auszuschließen. Daneben wird die Rentabilität der Bankenbranche nachhaltig durch Regulierungsanforderungen belastet. Als Chancen im Sinne des Prognoseberichts werden künftige Entwicklungen oder Ereignisse gesehen, die zu einer für die Sparkasse positiven Prognose- bzw. Zielabweichung führen können. Chancen sehen wir vor allem in einer besser als erwartet laufenden Konjunkturentwicklung aufgrund einer schnellen Erholung von der EU-Staatenkrise. Dies würde zu einer stärkeren Kreditnachfrage und einem Anstieg des Zinsüberschusses führen. Weiterhin sehen wir Chancen im Zinsbuch bei einer steileren Zinsstrukturkurve und einem anhaltenden relativ geringen Zinsniveau des Geldmarktes. Die sich aus dem Anstieg der Beschäftigung ergebenden Einkommenszuwächse könnten zu einer Binnenkonjunkturnachfrage führen, die höher ausfällt als angenommen. Von den verbesserten Bedingungen am Arbeitsmarkt könnte im Zusammenhang mit dem Niedrigzinsumfeld auch die regionale Neubautätigkeit profitieren. Chancen sehen wir darüber hinaus auch in der Neuausrichtung unserer Vertriebsstruktur. Positive Impulse für unser Wachstum und die Ergebnisbeiträge erwarten wir dabei aus der Standardisierung der Verkaufsprozesse für das beratungsintensive Geschäft. Den Herausforderungen aus der Digitalisierung des Bankgeschäfts begegnen wir in der Sparkassen-Finanzgruppe mit zukunftsträchtigen Konzepten, mit denen wir die Kunden langfristig an uns binden wollen. Um den Herausforderungen der Zukunft besser begegnen zu können, hat der Verwaltungsrat den Vorstand im Geschäftsjahr 2019 beauftragt, Sondierungsgespräche mit der Sparkasse Osterode am Harz zu führen, die eine Fusion zum 01. Januar 2020 zum Ziel haben. Finanzlage Für das Jahr 2019 sind derzeit keine größeren Investitionen geplant. Nach unseren Planungen wird die Liquidity Coverage Ratio durchgängig über dem in dem Frühwarnsystem festgelegten Mindestwert von 1,50 liegen. Auf der Grundlage unserer vorausschauenden Finanzplanungen wird auch im Prognosezeitraum die Zahlungsbereitschaft jederzeit gewährleistet sein. Ertragslage Das Zinsniveau dürfte über weite Strecken des Jahres auf einem gegenüber dem Vorjahr nahezu unveränderten, im langjährigen Vergleich niedrigen Niveau verharren. Das historisch niedrige Zinsniveau in Verbindung mit einem sich verstärkenden Wettbewerb in der Kreditwirtschaft hält die Zinsspanne weiter unter Druck. Wir rechnen damit, dass sich der Zinsüberschuss im Vergleich zum Vorjahr um rund 16 Prozent reduzieren wird. Ursächlich hierfür sind Fälligkeiten höherverzinslicher Aktiva, die nur zu einem deutlich geringeren Zinssatz prolongiert werden können. Für das Provisionsergebnis erwarten wir im Hinblick auf das sehr erfolgreiche Vorjahr rückläufige Erträge im Zahlungsverkehr, bei der Immobilienvermittlung sowie im Verbundgeschäft (Bausparen und Versicherungen), bei steigenden Erträgen im Vermittlungsgeschäft mit dem S-Kreditpartner, insgesamt sinkende Erträge um - 6,4 Prozent. Der Verwaltungsaufwand, bestehend aus den Personal- und Sachkosten, wird sich nach unseren Planungen um 0,27 Mio. € auf 3,6 Mio. € reduzieren. Verbunden mit einem rückläufigen Personalbestand im nächsten Jahr aufgrund von Mitarbeiterfluktuation werden auch die Personalaufwendungen sinken. Trotz eines konsequenten Kostenmanagements und der betriebenen Effizienzsteigerungen in den Geschäftsprozessen, hält sich langfristig das Potenzial zu weiteren Kostensenkungen in Grenzen. Gleichwohl planen wir auch künftig Investitionen in technische Lösungen und in die verschiedenen Vertriebskanäle als Voraussetzung für den Ausbau und Sicherung unserer Marktanteile. Zusammenfassend erwarten wir für das laufende Geschäftsjahr ein Ergebnis vor Bewertung in Höhe von 0,4 Mio. €. Die Risikovorsorge im Kundenkreditgeschäft wird neben der allgemeinen Konjunkturentwicklung und der regionalen Wirtschaftsentwicklung insbesondere durch die Entwicklung einzelner Kreditengagements beeinflusst. Wir rechnen gegenwärtig für das laufende Geschäftsjahr mit einem Bewertungsaufwand deutlich unter dem Vorjahresniveau. Unerwartete negative Entwicklungen der wirtschaftlichen Verhältnisse einzelner Kreditengagements, die sich auf die Höhe unseres Risikoaufwandes auswirken, können nicht ausgeschlossen werden. Bei den Wertpapieranlagen rechnen wir mit einem deutlich rückläufigen Bewertungsaufwand. Auch künftig können weitere Risiken in unserem Beteiligungsportfolio nicht ausgeschlossen werden. Vor dem Hintergrund eines konstanten Ergebnisses vor Bewertung, einer moderaten Entwicklung des Bewertungsergebnisses sowie unter Verzicht einer Zuführung zu den Vorsorgereserven rechnen wir für das Jahr 2019 mit einem Jahresüberschuss auf Vorjahresniveau. Die Sparkasse richtet sich an den in der "Geschäftsstrategie der Sparkassen" des DSGV definierten Zielgrößen (u. a. Rendite auf die Gesamtrisikoposition und Cost-Income-Ratio) aus. Wir streben langfristig eine Rendite auf die Gesamtrisikoposition von über 0,5 Prozent an. Bei der CIR erwarten wir für 2019 trotz erkennbarer Kostenreduzierungen aufgrund eines sinkenden Betriebsergebnisses einen Wert über dem Vorjahresniveau. Unter den dargestellten Einschätzungen für das laufende Geschäftsjahr erwarten wir ein aufgrund der Gesamtumstände noch zufriedenstellendes Geschäftsergebnis. Eine Zuführung zu den Vorsorgereserven und den Rücklagen zur langfristigen Unternehmenssicherung wird jedoch nicht möglich sein. Die darauffolgenden Jahre werden durch die demografische Entwicklung in Südniedersachsen mit Bevölkerungsrückgängen, steigenden Kostendruck aufgrund der zunehmenden Regulatorik sowie einer länger anhaltenden Niedrigzinsphase geprägt sein. Mit der konsequenten Ausrichtung auf den Kunden und der Weiterführung eines effizienten Kostenmanagements wollen wir unserem Anspruch auf eine hohe wirtschaftliche Leistungsfähigkeit auch in Zukunft gerecht werden. Insgesamt beurteilen wir unsere Perspektiven für das Geschäftsjahr 2019 positiv, sofern sich die Rahmenbedingungen wie unterstellt entwickeln. Wesentliche Einflüsse, die den reibungslosen Geschäftsablauf und das prognostizierte Ergebnis für das Geschäftsjahr 2019 beeinträchtigen könnten, sind aus heutiger Sicht nicht erkennbar. Aufgrund unserer vorausschauenden Finanzplanung gehen wir davon aus, dass auch im Prognosezeitraum die Zahlungsbereitschaft gewährleistet ist. Ein besonderer Dank gilt unseren Kundinnen und Kunden, die den Erfolg unserer Sparkasse begründen. Ihr Vertrauen ist uns Ansporn und Verpflichtung, auch künftig ein verlässlicher Partner zu sein.
Stadtsparkasse Bad Sachsa - Der Vorstand - Jödecke Große
Jahresbilanz zum 31. Dezember 2018Aktivseite
Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2018
AnhangDer Jahresabschluss wurde unter Beachtung der Vorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB) und der Verordnung über die Rechnungslegung der Kreditinstitute (RechKredV) aufgestellt. Die Gliederung der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung richtet sich nach den vorgeschriebenen Formblättern. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Die Bewertung der Vermögensgegenstände und Schulden entspricht den allgemeinen Bewertungsvorschriften der §§ 252 ff. HGB unter Berücksichtigung der für Kreditinstitute geltenden Sonderregelungen (§§ 340 ff. HGB). Die Forderungen an Kreditinstitute (einschließlich Schuldscheindarlehen und Namensschuldverschreibungen) und Kunden wurden mit ihrem Nennwert angesetzt, der Unterschiedsbetrag zwischen dem Nennwert und dem niedrigeren Auszahlungsbetrag wurde unter den Rechnungsabgrenzungsposten der Passivseite aufgenommen. Er wird grundsätzlich laufzeit- und kapitalanteilig aufgelöst, im Falle von Festzinsvereinbarungen erfolgt die Verteilung auf die Dauer der Festzinsbindung. Für erkennbare Ausfallrisiken bei den Forderungen bestehen Einzelwertberichtigungen in Höhe des zu erwartenden Ausfalls. Dem latenten Kreditrisiko wird durch Pauschalwertberichtigungen Rechnung getragen, die nach Erfahrungswerten (durchschnittliche Ausfälle der letzten 5 Jahre) bemessen worden sind. Für die besonderen Risiken des Geschäftszweigs der Kreditinstitute wurde Vorsorge getroffen. Aufgrund der anhaltend guten Konjunkturlage waren in den vergangenen Jahren deutlich niedrigere Kreditausfälle zu verzeichnen. Damit die Pauschalwertberichtigung auch künftig dem latenten Kreditrisiko ausreichend Rechnung trägt, haben wir den sog. fiskalischen Abschlag angepasst. Die gegenüber dem Vorjahr geänderte Berechnung führt zu einer um 99 TEUR höheren Pauschalwertberichtigung. Der Anschaffungswert der Wertpapiere wird zum gewogenen Durchschnitt ermittelt. Die Wertpapiere sind mit ihren Anschaffungskosten oder den niedrigeren beizulegenden Werten nach dem strengen Niederstwertprinzip angesetzt. Bei den Wertpapieren des Anlagevermögens werden Abschreibungen nur teilweise im Zusammenhang mit voraussichtlich dauernden Wertminderungen vorgenommen. Wertaufholungen haben wir durch Zuschreibungen auf den höheren Kurswert, maximal aber bis zu den Anschaffungskosten, berücksichtigt. In einem Fall, in dem wir nicht von einem ausreichend aktiven Markt ausgehen konnten, haben wir den beizulegenden Wert des Wertpapiers anhand der Kurse von gleichwertigen Wertpapieren verprobt. Bei Investmentvermögen wurden die investmentrechtlichen Rücknahmepreise zugrunde gelegt. Außerdem sind mit der Kapitalanlagegesellschaft teilweise Rücknahmeabschläge vereinbart. Diese werden auf Grund der Zuordnung zum Anlagevermögen nicht berücksichtigt. Die Beteiligungen sind zu Anschaffungskosten bzw. im Falle vorübergehender sowie dauernder Wertminderung zum niedrigeren beizulegenden Zeitwert angesetzt. Die immateriellen Anlagewerte und das Sachanlagevermögen werden mit ihren Anschaffungs- oder Herstellungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen nach Maßgabe der voraussichtlichen Nutzungsdauer, angesetzt. Vermögensgegenstände von geringem Wert (Anschaffungskosten bis 250 EUR) werden sofort als Sachaufwand erfasst; bei Anschaffungswerten von mehr als 250 EUR bis zu 1.000 EUR (Software bis zu 410 EUR) ohne Mehrwertsteuer im Einzelfall erfolgt im Jahr der Anschaffung eine Vollabschreibung. Aufgrund abweichender Ansatz- und Bewertungsregelungen zwischen Handels- und Steuerbilanz inklusive negativer Anleger-Aktiengewinne bestehen zum 31. Dezember 2018 Steuerlatenzen. Dabei wird der Gesamtbetrag der künftigen Steuerbelastungen durch absehbare Steuerentlastungen überdeckt. Die künftigen Steuerentlastungen resultieren aus bilanziellen Ansatzunterschieden. Eine passive Steuerabgrenzung war demzufolge nicht erforderlich, auf den Ansatz aktiver latenter Steuern wurde verzichtet. Die aktiven latenten Steuern resultieren insbesondere aus unterschiedlichen Wertansätzen bei den Forderungen an Kunden sowie den Pensions- und sonstigen Rückstellungen. Die passiven latenten Steuern beruhen auf Ansatzunterschieden bei den Aktien und anderen nicht festverzinslichen Wertpapieren. Die Ermittlung der Differenzen erfolgte bilanzpostenbezogen und unter Zugrundelegung eines Steuersatzes von 31,575%. Aus Beteiligungen an Personengesellschaften resultierende, lediglich der Körperschaftsteuer und dem Solidaritätszuschlag unterliegende Differenzen wurden bei den Berechnungen mit 15,825% bewertet. Die Verbindlichkeiten werden mit dem Erfüllungsbetrag angesetzt. Der Unterschied zwischen Rückzahlungs- und Ausgabebetrag wird unter den Rechnungsabgrenzungsposten ausgewiesen. Die Rückstellungen wurden in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags angesetzt, sie berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen. Beträgt die Zeitspanne bis zum erwarteten Erfüllungszeitpunkt mehr als ein Jahr, erfolgt eine Abzinsung mit einem laufzeitadäquaten Zinssatz gemäß Rückstellungsabzinsungsverordnung (RückAbzinsV). Die Erfolge aus der Aufzinsung werden für Bankprodukte im Zinsbereich und ansonsten unter den sonstigen betrieblichen Aufwendungen ausgewiesen. Für das allgemeine Zinsänderungsrisiko ist eine Gesamtbetrachtung aller zinstragender Aktiva und Passiva des Bankbuchs einschließlich der Derivate vorgenommen worden. Hierbei ist die Ermittlung anhand einer barwertigen Betrachtung erfolgt. Zum 31. Dezember 2018 ergab sich kein Rückstellungsbedarf. Die Pensionsrückstellungen wurden nach dem modifizierten Teilwertverfahren unter Zugrundelegung der Richttafeln Heubeck 2018 G bewertet. Für die Abzinsung wurde der von der Deutschen Bundesbank gemäß RückAbzinsV nach dem Stand von Ende Dezember 2018 bekannt gegebene Zinssatz von 3,21% für die pauschal angenommene Restlaufzeit von 15 Jahren verwendet. Die bis zur voraussichtlichen Erfüllung zu erwartenden Gehalts- und Rentensteigerungen haben wir mit jährlich 2,1% bzw. 2,2% berücksichtigt. Die Sparkasse ist tarifvertraglich verpflichtet, für ihre Beschäftigten eine zu einer Betriebsrente führende Versicherung bei einer kommunalen Zusatzversorgungskasse abzuschließen. Sie erfüllt diese Verpflichtung durch Anmeldung der betreffenden Mitarbeiter bei der Emder Zusatzversorgungskasse für Sparkassen (ZVK-Sparkassen) mit Sitz in Emden. Die ZVK-Sparkassen ist eine kommunale Zusatzversorgungseinrichtung im Sinne § 1 des Altersvorsorge-TV-Kommunal (ATV-K) vom 1. März 2002. Träger der ZVK-Sparkassen ist der Niedersächsische Sparkassen- und Giroverband in Hannover, der das Kassenvermögen der ZVK-Sparkassen als Sondervermögen getrennt von seinem übrigen Vermögen verwaltet. Die Versorgungsverpflichtungen werden von der ZVK-Sparkassen nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren unter Zugrundelegung der Richttafeln Heubeck 2005 G mit 10jähriger Generationenverschiebung bewertet. Nachdem die Tarifvertragsparteien des öffentlichen Dienstes sich mit Wirkung vom 1. Januar 2002 auf eine Abkehr vom seit 1967 bestehenden Gesamtversorgungssystem verständigt hatten, hat die ZVK-Sparkassen zum 1. Januar 2003 den Versicherten- und Rentnerbestand in zwei getrennte Abrechnungsverbände unterteilt, den Abrechnungsverband P für die zu diesem Zeitpunkt Pflichtversicherten bzw. den Abrechnungsverband R für die sog. Altrentner. Seit diesem Zeitpunkt ist der Abrechnungsverband P unter Zugrundelegung der Bewertungsparameter gem. ATV-K vom 1. März 2002 kapitalgedeckt. Diese tarifliche Bewertungsmethodik erfasste den voraussichtlich zu erwartenden Verpflichtungsumfang nicht vollständig. Hierauf hat die ZVK-Sparkassen bereits mit kontinuierlicher Stärkung ihrer Deckungsrückstellung reagiert. Seit dem 31. Dezember 2011 erfolgt eine realistische und von den tarifvertraglichen Vorgaben abweichende kassenspezifische Ermittlung der Deckungsrückstellung, die sämtliche künftig zu erwartenden Kosten und Risiken einbezieht (u. a. Berücksichtigung einer jährlichen Anhebung der tariflich zugesagten Betriebsrentenleistungen um 1 %). Der bisherige Beitragssatz von 4 % erschien hiernach und unter zusätzlicher Berücksichtigung der derzeitigen Kapitalmarktlage nach aktuariellen Ermittlungen nicht mehr auskömmlich. Dem wurde durch eine mit Wirkung zum 1. Januar 2012 eintretende Anhebung auf 5% Rechnung getragen; in diesem Zusammenhang wurde hinsichtlich der künftigen Kapitalerträge eine langfristig erzielbare Rendite von 4,25% zugrunde gelegt. Aufgrund der anhaltenden Niedrigzinsphase geht die ZVK-Sparkassen zwischenzeitlich von einer verringerten Rendite aus. Sie wird aufgrund der bestehenden längerfristigen Vermögensanlagen bis 2026 gegenwärtig mit jährlich 3,6 % veranschlagt. Am 1. November 2018 hat die Mitgliederversammlung eine Anhebung des Beitragssatzes beschlossen. Zum 1. Januar 2019 wurde der Beitragssatz auf 5,4 % angehoben. Er steigt zum 1. Januar 2020 auf 5,6 % und zum 1. Januar 2021 auf 5,8 %. Die Erhöhung wird zu gleichen Teilen von den Sparkassen und ihren Beschäftigten getragen. Durch diese Maßnahme soll innerhalb des 100jährigen Betrachtungszeitraums dem möglichen Entstehen einer Unterdeckung aufgrund der ab 2019 hinzukommenden Anwartschaften entgegengewirkt werden. Bemessungsgrundlage für den Beitrag sind die zusatzversorgungspflichtigen Entgelte, sie beliefen sich im Geschäftsjahr 2018 auf 1.799 TEUR. Bei den Verpflichtungen des Abrechnungsverbandes R ergab sich zum 1. Januar 2003 eine Deckungslücke, die den einzelnen Beteiligten zugeordnet worden ist und die jährlich nach versicherungsmathematischen Grundsätzen bewertet wird. Der Bewertung zum 31. Dezember 2018 liegt ein Abzinsungszins in Höhe von 2,25 % zugrunde. Die zugesagte jährliche Erhöhung der Renten um 1 % setzt voraus, dass aus den Kapitalanlagen eine jährliche Rendite von 3,25 % erzielt wird. Für den Fall, dass die Rendite nicht erreicht werden sollte, wird die sich daraus ergebende Unterdeckung den Beteiligten zugeordnet Die Sparkasse hat die Deckungslücke beim Abrechnungsverband R bereits in früheren Geschäftsjahren vorläufig ausfinanziert. Restrisiken der Ausfinanzierung bestehen allerdings in Abhängigkeit von der Biometrie sowie der Verzinsung der Anlagen der ZVK-Sparkassen. Eine rechnerisch neu aufgetretene Deckungslücke in Höhe von 18 TEUR wurde im laufenden Geschäftsjahr geschlossen. Für die bei der Deutschen Bundesbank und die bei der Norddeutschen Landesbank unterhaltenen Guthaben sind Zinsaufwendungen entstanden, die wir mit den unter GV-Posten 1a ausgewiesenen Zinserträgen aus Kredit- und Geldmarktgeschäften verrechnet haben. Für die von anderen Kreditinstituten bei uns angelegten Gelder wurden uns Zinsen vergütet, die wir mit den unter GV-Posten 2 ausgewiesenen Zinsaufwendungen verrechnet haben. Erläuterungen zur Jahresbilanz Soweit bei den nachfolgenden Bilanzposten eine Fristengliederung nach § 9 RechKredV erforderlich ist, wurden die anteiligen Zinsen und ähnliche das Geschäftsjahr betreffende Beträge, die erst nach dem Bilanzstichtag fällig werden, nicht nach Restlaufzeiten aufgegliedert. Damit wurde die Erleichterungsregelung des § 11 Satz 3 RechKredV in Anspruch genommen. AKTIVA
Es handelt sich dabei um Endfälligkeiten ab 2025. Die Wertminderungen sind ausschließlich zinsinduziert und dürften daher nach unserer Auffassung voraussichtlich nicht von Dauer sein. Posten 6: Aktien und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere Von den unter Aktiva Posten 6 enthaltenen börsenfähigen Wertpapieren sind:
Posten 7: Beteiligungen Die Sparkasse ist am Stammkapital des Sparkassenverbandes Niedersachsen, Hannover, mit einem Anteil von 0,16 % beteiligt. Angaben zum Eigenkapital und zum Jahresergebnis unterbleiben aufgrund von § 286 Abs. 3 Satz 2 HGB. Weitere Angaben zum Anteilsbesitz nach § 285 Nr. 11 HGB entfallen, weil sie gemäß § 286 Abs. 3 Nr. 1 HGB für die Beurteilung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Sparkasse von untergeordneter Bedeutung sind. Posten 12: Sachanlagen
PASSIVA
Posten 7a: Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen Aus der Abzinsung der Rückstellungen für Pensionen mit dem durchschnittlichen Marktzins der vergangenen zehn Jahre ergibt sich im Vergleich zur Abzinsung mit dem durchschnittlichen Marktzins der vergangenen sieben Jahre ein Unterschiedsbetrag in Höhe von 511 T€. Hiervon unterliegen 442 T€ der Ausschüttungssperre nach § 253 Abs. 6 Satz 2 HGB, da in Vorjahren in diesem Zusammenhang bereits ein Betrag von 69 T€ der Sicherheitsrücklage zugeführt wurde. Posten 9: Nachrangige Verbindlichkeiten Für nachrangige Verbindlichkeiten sind im Berichtsjahr Zinsen in Höhe von 29 T€ angefallen. Folgende nachrangige Verbindlichkeiten übersteigen 10% des Gesamtbetrags der nachrangigen Verbindlichkeiten
Vorzeitige Rückzahlungsverpflichtungen bestehen nicht. Eine Umwandlungsmöglichkeit in Kapital oder andere Schuldformen ist nicht vereinbart. Die sonstigen nachrangigen Verbindlichkeiten sind im Durchschnitt mit 3,69% verzinslich. Die Ursprungslaufzeiten bewegen sich zwischen fünf und zehn Jahren. Im Folgejahr werden aus diesen Mittelaufnahmen 580 T€ zur Rückzahlung fällig. Posten 1b) unter dem Bilanzstrich: Bei den unter Posten 1b) unter der Bilanz ausgewiesenen Eventualverbindlichkeiten handelt es sich um übernommene Bürgschafts- und Gewährleistungsverpflichtungen. Auf Basis der regelmäßigen Bonitätsbeurteilungen der Kunden im Rahmen unserer Kreditrisikomanagementprozesse gehen wir davon aus, dass sie nicht zu einer wirtschaftlichen Belastung der Sparkasse führen werden. Auch haben sich in den letzten Jahren keine Ansprüche Dritter ergeben. Zum Abschlussstichtag bestanden keine Rückgriffsforderungen, Regress- oder Erstattungsansprüche. Es sind zwei Einzelposten in Höhe von zusammen 1.091 T€ enthalten, die in Bezug auf die Gesamttätigkeit der Sparkasse von wesentlicher Bedeutung sind. Hierbei handelt es sich um die haftungsmäßige Beteiligung an Kreditgewährungen anderer Sparkassen. Die Einzelbeträge liegen zwischen 400 und 700 T€. Sollte im Ausnahmefall aus einer Eventualverbindlichkeit ein Verlust drohen, werden hierfür Rückstellungen gebildet und die unter der Bilanz ausgewiesenen Beträge entsprechend gekürzt. Posten 2c) unter dem Bilanzstrich: Durch die künftige Inanspruchnahme der unter Posten 2c) ausgewiesenen unwiderruflichen Kreditzusagen entstehen nach den Erkenntnissen des Bilanzstichtages werthaltige Forderungen. Insoweit bestehen auch hier keine Anhaltspunkte dafür, dass sich mit einer Inanspruchnahme seitens der Kreditnehmer bereits Vermögensbelastungen der Sparkasse verbinden. Sonstige finanzielle Verpflichtungen Für die Darlehensschuld eines Dritten mit unbestimmter Laufzeit haftet die Sparkasse anteilig für den Zins- dienst (zurzeit 1,302% auf einen Kapitalbetrag von 342 T€) und für ggf. anfallende Steuern sowie ggf. Kosten. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung Sonstige betriebliche Erträge Aus den unter den sonstigen betrieblichen Erträgen ausgewiesenen Einzelposten treten folgende Einzelbeträge von Bedeutung hervor:
Sonstige betriebliche Aufwendungen Aus den unter den sonstigen betrieblichen Aufwendungen ausgewiesenen Einzelposten treten folgende Einzelbeträge von Bedeutung hervor:
Periodenfremde Erträge Die periodenfremden Erträge belaufen sich insgesamt auf 95 T€. Dabei handelt es sich im Wesentlichen um erhaltene Vorfälligkeitsentschädigungen (35 T€, GuV-Posten 1a), Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen (26 T€, GuV-Posten 8) und Erstattungen von Verwaltungsaufwendungen aus Vorjahren (29 T€, GuV-Posten 8). Periodenfremde Aufwendungen Die periodenfremden Aufwendungen belaufen sich insgesamt auf 659 T€. Sie betreffen im Wesentlichen die Zuführungen zu Rückstellungen für laufende Pensionen (470 T€), Aufwendungen für die vorläufige Ausfinanzierung des Betriebsrentenbestandes bei der Zusatzversorgung der Sparkassen (18 T€), jeweils GuV-Posten 10ab sowie Steuernachzahlungen für Vorjahre (168 T€, GuV-Posten 23). Posten 25: Jahresüberschuss Die in früheren Jahren vorgenommenen steuerrechtlichen Abschreibungen wirken sich im vorliegenden Jahresabschluss in niedrigeren laufenden Abschreibungen aus. Hierdurch ist der Jahresüberschuss um 33 T€ begünstigt worden. Posten 29: Bilanzgewinn Der Verwaltungsrat wird den Jahresabschluss zum 31. Dezember 2018 in seiner für den 28. Mai 2019 vorgesehenen Sitzung feststellen. Der Vorschlag für die Verwendung des Ergebnisses sieht vor, den Bilanzgewinn in Höhe von 32.755,96 € vollumfänglich der Sicherheitsrücklage zuzuführen. Sonstige Angaben Wir beschäftigten im Jahresdurchschnitt 2018:
Organe der Sparkasse: Verwaltungsrat
Mitglieder nach § 11 NSpG bis 23. April 2018: Ralph Boehm, Hotelier (1.stellv. Vorsitzender) Erich Seele, selbständiger Landwirtschaftsmeister Ulrich Bräuning, Abteilungsleiter beim Landwirtschaftsamt Hermann Seifert, Lehrer i.R. Gunnar Wolter, Geschäftsführer einer Beratungsgesellschaft Mitglieder nach § 11 NSpG ab 24. April 2018 bis 11. Juni 2018: Erich Seele, selbständiger Landwirtschaftsmeister Ulrich Bräuning, Abteilungsleiter beim Landwirtschaftsamt Hermann Seifert, Lehrer i.R. Gunnar Wolter, Geschäftsführer einer Beratungsgesellschaft Mitglieder nach § 11 NSpG ab 12. Juni 2018: Erich Seele, selbständiger Landwirtschaftsmeister Ulrich Bräuning, Abteilungsleiter beim Landwirtschaftsamt Hermann Seifert, Lehrer i.R. Gunnar Wolter, Geschäftsführer einer Beratungsgesellschaft Daniel Quade, Vertriebsbetreuer Mitglieder nach § 110 NPersVG: Michaela Herrmann, Sparkassenangestellte (2. stellv. Vorsitzende) Alexander Schulze, Sparkassenangestellter Helga Heise, Sozialarbeiterin i.R.
Die Aufwandsentschädigungen und sonstigen Leistungen an den Verwaltungsrat betrugen im Geschäftsjahr 2018 41 T€. Für Pensionsverpflichtungen gegenüber früheren Mitgliedern des Vorstandes und ihren Hinterbliebenen sind zum 31.12.2018 4.284 T€ zurückgestellt; die laufenden Bezüge betrugen im Geschäftsjahr 222 T€. Die Kredite einschließlich eingegangener Haftungsverhältnisse an den Vorstand betragen 11 T€, an die Mitglieder des Verwaltungsrats waren 177 T€ ausgereicht. Für Abschlussprüfungsleistungen der Prüfungsstelle des Sparkassenverbandes Niedersachsen sind im Geschäftsjahr 2018 161 T€ aufgewendet worden.
Bad Sachsa, den 12. April 2019 STADTSPARKASSE BAD SACHSA Der Vorstand Jödecke Große Anlage
zum Jahresabschluss gemäß § 26a Abs. 1 Satz
2 KWG zum 31. Dezember 2018
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entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kreditinstitute geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Sparkasse zum 31. Dezember 2018 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2018 bis zum 31. Dezember 2018 und |
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vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Sparkasse. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. |
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.
Grundlage für die Prüfungsurteile
Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB und der EU-Abschlussprüferverordnung (Nr. 537/2014; im Folgenden "EU-APrVO") unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von der Sparkasse unabhängig in Übereinstimmung mit den europarechtlichen sowie den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Darüber hinaus erklären wir gemäß Artikel 10 Abs. 2 Buchstabe f) EU-APrVO i. V. m. § 340k Abs. 3 HGB, dass alle von uns beschäftigten Personen, die das Ergebnis der Prüfung beeinflussen können, keine verbotenen Nichtprüfungsleistungen nach Artikel 5 Abs. 1 EU-APrVO erbracht haben. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.
Besonders wichtige Prüfungssachverhalte in der Prüfung des Jahresabschlusses
Besonders wichtige Prüfungssachverhalte sind solche Sachverhalte, die nach unserem pflichtgemäßen Ermessen am bedeutsamsten in unserer Prüfung des Jahresabschlusses für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2018 waren. Diese Sachverhalte wurden im Zusammenhang mit unserer Prüfung des Jahresabschlusses als Ganzem und bei der Bildung unseres Prüfungsurteils hierzu berücksichtigt; wir geben kein gesondertes Prüfungsurteil zu diesen Sachverhalten ab.
Nachfolgend stellen wir die aus unserer Sicht besonders wichtigen Prüfungssachverhalte dar:
1. Bewertung der Forderungen an Kunden
2. Bewertung der Beteiligung am Sparkassenverband Niedersachsen
Unsere Darstellung dieser besonders wichtigen Prüfungssachverhalte haben wir wie folgt aufgebaut:
a) Sachverhalt und Problemstellung
b) prüferisches Vorgehen und Erkenntnisse
c) Verweis auf weitergehende Informationen
1. Bewertung der Forderungen an Kunden
a) Für die Sparkasse stellen die Forderungen an Kunden ein maßgebliches Geschäftsfeld dar. Durch Wertberichtigungen im Kundenkreditgeschäft können sich wesentliche Auswirkungen auf den Jahresabschluss insbesondere auf die Ertragslage der Sparkasse ergeben. Bei der Bewertung einzelner Kundenforderungen ist das Adressenausfallrisiko des Kreditnehmers, d. h. insbesondere die Wahrscheinlichkeit, mit der ein Kreditnehmer seinen vertraglichen Leistungsverpflichtungen nicht mehr nachkommen kann (Ausfallwahrscheinlichkeit), maßgeblich. Die Sparkasse bewertet ihre Kundenforderungen mit den in der Sparkassen-Finanzgruppe entwickelten Rating- und Scoringsystemen. Zur Bestimmung des Kreditrisikos werden die Kreditnehmer entsprechend ihrer individuellen Ausfallwahrscheinlichkeit einzelnen Ratingklassen zugeordnet. Bei der Beurteilung der Ausfallwahrscheinlichkeit bestehen allerdings Ermessensspielräume. Daneben ist die Bewertung der Sicherheiten von besonderer Bedeutung. Dabei haben einzelne Bewertungsparameter bedeutsame Auswirkungen auf den Ansatz der Sicherheiten und damit ggf. auf die Wertberichtigungen und die Höhe der Forderungen.
b) Wir haben im Rahmen unserer vorgezogenen Prüfung die von der Sparkasse eingerichteten Prozesse zur Bewertung der Kundenforderungen nachvollzogen. Die relevanten Kreditprozesse sowie die Ausgestaltung und Wirksamkeit des Internen Kontrollsystems haben wir auf Basis der Organisationsrichtlinien beurteilt. Daneben haben wir Prüfungshandlungen zur Wirksamkeit dieser Prozesse vorgenommen. Bei einer risikoorientierten Einzelfallprüfung von Kundenkreditengagements haben wir anhand der vorliegenden Unterlagen die von der Sparkasse vorgenommene Beurteilung des kreditnehmerbezogenen Adressenausfallrisikos sowie die Bewertung der Kreditsicherheiten bei ausfallgefährdeten Forderungen und der dabei zugrunde gelegten Bewertungsparameter gewürdigt. Die vom Vorstand zur Bewertung der Forderungen eingerichteten Kreditprozesse sind angemessen und wirksam.
c) Informationen zur Bewertung der Forderungen an Kunden sind im Anhang zum Jahresabschluss in den Erläuterungen zu den Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden enthalten. Darüber hinaus verweisen wir auf die Darstellung im Lagebericht (Abschnitt Darstellung, Analyse und Beurteilung der Lage; Ertragslage).
2. Bewertung der Beteiligung am Sparkassenverband Niedersachsen
a) Im Jahresabschluss zum 31. Dezember 2018 werden Beteiligungen mit Buchwerten in Höhe von 0,4 Mio. EUR ausgewiesen. Die Buchwerte entfallen im Wesentlichen auf die Beteiligung der Sparkasse am Sparkassenverband Niedersachsen. Dieser hält u. a. eine Beteiligung an der Norddeutsche Landesbank ‑ Girozentrale ‑. Für die Bewertung der Beteiligung ist es erforderlich, auf Bewertungsmodelle zurückzugreifen, da weder für die unmittelbare Beteiligung noch für die mittelbaren Beteiligungen regelmäßig beobachtbare Marktpreise vorliegen, die zu einer Wertfindung beitragen. Da die in die Bewertung einfließenden Parameter die Wertermittlung wesentlich beeinflussen, war dieser Sachverhalt angesichts der Höhe des Beteiligungsbuchwerts im Rahmen unserer Prüfung von besonderer Bedeutung.
b) Im Rahmen der Prüfung haben wir die Vorgehensweise des Vorstands der Sparkasse nachvollzogen und das Interne Kontrollsystem der Sparkasse zur Bewertung der Beteiligung beurteilt. Die für die Bestimmung des Wertansatzes herangezogenen Unterlagen haben wir in Bezug auf deren Eignung, Aktualität, Methodik und ihrer Nachvollziehbarkeit der Wertermittlung gewürdigt. Damit einhergehend haben wir uns ein Verständnis über die der Wertermittlung zugrunde liegenden Ausgangsdaten der Unternehmensplanung, der Wertparameter sowie der getroffenen Annahmen verschafft, diese kritisch gewürdigt und beurteilt, ob sie in vertretbaren Bandbreiten liegen. Die vom Vorstand angewandten Bewertungsparameter und ‑annahmen konnten von uns nachvollzogen werden und liegen innerhalb vertretbarer Bandbreiten.
c) Informationen zur Bewertung der Beteiligungen und zur Beteiligung der Sparkasse am Sparkassenverband Niedersachsen sind im Anhang zum Jahresabschluss in den Erläuterungen zu den Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden und zum Bilanzposten Aktiva 7 enthalten. Darüber hinaus verweisen wir auf die Darstellung im Lagebericht (Abschnitt Darstellung, Analyse und Beurteilung der Lage; Ertragslage).
Sonstige Informationen
Der Vorstand ist für die sonstigen Informationen verantwortlich.
Der Geschäftsbericht für das Geschäftsjahr 2018 wird uns vereinbarungsgemäß nach dem Datum des Bestätigungsvermerks zur Verfügung gestellt.
Unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht erstrecken sich nicht auf die sonstigen Informationen und dementsprechend geben wir weder ein Prüfungsurteil noch irgendeine andere Form von Prüfungsschlussfolgerung hierzu ab.
Im Zusammenhang mit unserer Prüfung haben wir die Verantwortung, die sonstigen Informationen zu lesen und dabei zu würdigen, ob die sonstigen Informationen
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wesentliche Unstimmigkeiten zum Jahresabschluss, zum Lagebericht oder zu unseren bei der Prüfung erlangten Kenntnissen aufweisen oder |
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anderweitig wesentlich falsch dargestellt erscheinen. |
Verantwortung des Vorstands und des Verwaltungsrats für den Jahresabschluss und den Lagebericht
Der Vorstand ist verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kreditinstitute geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Sparkasse vermittelt. Ferner ist der Vorstand verantwortlich für die internen Kontrollen, die er in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt hat, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen ‑ beabsichtigten oder unbeabsichtigten ‑ falschen Darstellungen ist.
Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses ist der Vorstand dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Sparkasse zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren hat er die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus ist er dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.
Außerdem ist der Vorstand verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Sparkasse vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner ist der Vorstand verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die er als notwendig erachtet hat, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.
Der Verwaltungsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Sparkasse zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts.
Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts
Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen ‑ beabsichtigten oder unbeabsichtigten ‑ falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Sparkasse vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.
Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB und der EU‑APrVO unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.
Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
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identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher ‑ beabsichtigter oder unbeabsichtigter ‑ falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können. |
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gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten Internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme abzugeben. |
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beurteilen wir die Angemessenheit der vom Vorstand angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der vom Vorstand dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben. |
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ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des vom Vorstand angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Sparkasse zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Sparkasse ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann. |
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beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Sparkasse vermittelt. |
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beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Sparkasse. |
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führen wir Prüfungshandlungen zu den vom Vorstand dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben vom Vorstand zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen. |
Wir erörtern mit dem Verwaltungsrat unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im Internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Wir geben gegenüber dem Verwaltungsrat eine Erklärung ab, dass wir die relevanten Unabhängigkeitsanforderungen eingehalten haben, und erörtern mit ihm alle Beziehungen und sonstigen Sachverhalte, von denen vernünftigerweise angenommen werden kann, dass sie sich auf unsere Unabhängigkeit auswirken, und die hierzu getroffenen Schutzmaßnahmen.
Wir bestimmen von den Sachverhalten, die wir mit dem Verwaltungsrat erörtert haben, diejenigen Sachverhalte, die in der Prüfung des Jahresabschlusses für den aktuellen Berichtszeitraum am bedeutsamsten waren und daher die besonders wichtigen Prüfungssachverhalte sind. Wir beschreiben diese Sachverhalte im Bestätigungsvermerk, es sei denn, Gesetze oder andere Rechtsvorschriften schließen die öffentliche Angabe des Sachverhalts aus.
Sonstige gesetzliche und andere rechtliche Anforderungen
Übrige Angaben gemäß Artikel 10 EU‑APrVO
Wir sind nach § 23 Abs. 2 Satz 1 des Niedersächsischen Sparkassengesetzes i. V. m. § 340k Abs. 3 Satz 1 HGB gesetzlicher Abschlussprüfer der Sparkasse.
Wir erklären, dass die in diesem Bestätigungsvermerk enthaltenen Prüfungsurteile mit unserem Bericht nach Artikel 11 EU‑APrVO (Prüfungsbericht) im Einklang stehen.
Verantwortlicher Wirtschaftsprüfer
Der für die Prüfung verantwortliche Wirtschaftsprüfer ist Herr Axel Brockmann.
Hannover, den 26. April 2019
Prüfungsstelle
des
Niedersächsischen
Sparkassen‑ und Giroverbandes
Axel Brockmann, Wirtschaftsprüfer
Bericht des Verwaltungsrates
Der Verwaltungsrat wurde vom Vorstand regelmäßig über die geschäftliche Entwicklung und alle wesentlichen Angelegenheiten unterrichtet. Er hat die laufende Geschäftsführung in geeigneter Weise überwacht.
Die Prüfungsstelle des Niedersächsischen Sparkassen- und Giroverbandes hat den Jahresabschluss 2018 und den Lagebericht für das Jahr 2018 geprüft und den uneingeschränkten Bestätigungsvermerk erteilt.
Der Verwaltungsrat billigt den Lagebericht des Vorstandes für das Geschäftsjahr 2018. Er hat von dem schriftlichen und in der Sitzung vom 28. Mai 2019 zusätzlich vom mündlichen Bericht der Prüfungsstelle des Niedersächsischen Sparkassen- und Giroverbandes Kenntnis genommen und daraufhin den Jahresabschluss 2018 in der geprüften Fassung festgestellt. In Übereinstimmung mit dem Vorschlag des Vorstandes wurde beschlossen, den Bilanzgewinn in Höhe von 32.755,96 EUR der Sicherheitsrücklage zuzuführen.
Der Verwaltungsrat dankt dem Vorstand und allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Sparkasse für die im Jahr 2018 geleistete Arbeit.
Bad Sachsa, 28. Mai 2019
Der Vorsitzende des Verwaltungsrates
Ralph Boehm
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