Gas-, Wasser-, Heizungs- sowie Lüftungs- und Klimainstallation
Köhnlein GmbH
Heribert-Unfried-Straße 8, 74597 Stimpfach, DEUStammdaten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Finanzübersicht
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Historie
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Management
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Tobias Köhnlein seit 5.5.2009 | Geschäftsführer |
Oliver Köhnlein seit 5.5.2009 | Geschäftsführer |
Helma Köhnlein seit 8.11.2006 | Prokura |
Peter Köhnlein seit 8.11.2006 | Geschäftsführer |
Wirtschaftlich Berechtigte
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
Identifizierte Personen (2)
| Name | Anteil |
|---|---|
| 50.00% | |
| 50.00% |
Gesellschafter
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
2 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Beteiligungen
Unternehmen, an denen diese Organisation direkt beteiligt ist
| Name | Anteil |
|---|---|
| 100.00% |
Bilanzkonten
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustrechnung
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Konzern- und Jahresabschlüsse
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Köhnlein GmbHStimpfachJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023LAGEBERICHT FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2023Köhnlein GmbH, STIMPFACH1. Grundlagen des Unternehmens Geschäftsmodell des Unternehmens Die Köhnlein GmbH ist ein Familienunternehmen mit Stammsitz in Stimpfach, Deutschland. Das Kerngeschäft des Unternehmens ist die Produktion und der Vertrieb von hochwertigen Innentüren, Objekttüren und Haustüren aller Art. Der Vertrieb erfolgt ausschließlich über den qualifizierten Fach-, Bauelemente- und Baustoffhandel sowie den Objekteur. 2. Wirtschaftsbericht 2.1 Gesamtwirtschaftliche, branchenbezogene Rahmenbedingungen Das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) war im Jahr 2023 nach Berechnungen des Statistischen Bundesamtes (Destatis) um 0,3 Prozent niedriger als im Vorjahr. Kalenderbereinigt betrug der Rückgang der Wirtschaftsleistung 0,1 Prozent. Die gesamtwirtschaftliche Entwicklung in Deutschland kam im Jahr 2023 im nach wie vor krisengeprägten Umfeld ins Stocken, sagte Ruth Brand, Präsidentin des Statischen Bundesamtes, bei einer Pressekonferenz in Berlin. Hohe Preise auf allen Wirtschaftsstufen hätten die Konjunktur gedämpft. Hinzu seien ungünstige Finanzierungsbedingungen durch steigende Zinsen und eine geringere Nachfrage aus dem In- und Ausland gekommen. Die Erholung der deutschen Wirtschaft vom tiefen Einbruch im Corona-Jahr 2020 habe sich somit nicht fortgesetzt, so Brand. (Vgl: https://www.bundesbank.de/de/aufgaben/themen/destatis-deutschesbruttoinlandsprodukt- sinkt-2023-um-0-3-prozent-921680) Die Wirtschaftsleistung im Produzierenden Gewerbe, ohne Baugewerbe, ist insgesamt deutlich um 2,0 Prozent zurückgegangen. Entscheidend dafür ist eine sehr viel niedrigere Produktion im Bereich Energieversorgung gewesen. Das Verarbeitende Gewerbe, das fast 85 Prozent des Produzierenden Gewerbes (ohne Bau) ausmacht, ist im Jahr 2023 preisbereinigt ebenfalls im Minus gewesen (-0,4 Prozent). Positive Impulse seien hier vorrangig aus der Automobilindustrie und dem sonstigen Fahrzeugbau gekommen. Dagegen ist die Produktion und Wertschöpfung in den energieintensiven Industriezweigen wie der Chemie- und Metallindustrie erneut gesunken, nachdem die Wirtschaftsleistung in diesen Branchen bereits 2022 besonders stark auf die steigenden Energiepreise reagiert hatte. Das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) war im Jahr 2024 nach ersten Berechnungen des Statistischen Bundesamtes (Destatis) um 0,2 % niedriger als im Vorjahr. Die Wirtschaftsleistung im verarbeitenden Gewerbe ging im Vergleich zum Vorjahr (erneut) insgesamt deutlich um 3,0 % zurück. Entscheidend dafür war eine deutlich geringere Produktion in den Bereichen Maschinenbau und Automobilindustrie. In den energieintensiven Industriezweigen (insb. Chemie- und Metallindustrie) blieb die Produktion auf dem niedrigen Niveau des Vorjahres. Im Baugewerbe nahm die Bruttowertschöpfung 2024 aufgrund anhaltend hoher Baupreise und Zinsen gegenüber dem Vorjahr mit -3,8% sogar noch etwas stärker ab. Nach der Konjunkturprognose Frühjahr 2025 des ifo Institut soll das Bruttoinlandsprodukt im Jahr 2025 um 0,2 % zunehmen. Im Verlauf des Jahres 2026 dürfte sich die Konjunktur dann etwas erholen und das Bruttoinlandsprodukt um 0,8 % zulegen. Die Aussichten seien aber mit großen Unsicherheiten behaftet; insbesondere vor dem Hintergrund der anstehenden wirtschaftspolitischen Entscheidungen in Deutschland und den Vereinigten Staaten seien die Prognoserisiken hoch. So geht etwa der Bundesverband der Deutschen Industrie (BDI) in seiner Prognose aus Januar 2025 bereits von einem erneuten Rückgang des Bruttoinlandsproduktes im Jahr 2025 um 0,1 % aus. Im Fall neuer Zölle der USA drohe der EU ein Wachstumseinbruch, sodass die deutsche Wirtschaft statt 0,1 % sogar um fast 0,5% schrumpfen könnte. Laut der ifo Konjunkturprognose Winter 2024 soll im Euroraum das reale Bruttoinlandsprodukt in den Jahren 2025 und 2026 um je 1,2 % zunehmen. Die amerikanische Handels- und Zollpolitik und die daraus entstehenden Verwerfungen im internationalen Warenverkahr fürhen beim globalen Warenhandel zu einer deutlichen Abschwächung, sodass für 2025 nur mit einem Wachstum der Weltwirschaft um 2,0 % gegenüber dem Vorjahr gerechnet wird. Nach den Daten des Statistischen Bundesamtes erreichte der Umsatz im Bauhauptgewerbe insgesamt in allen Betrieben 2023 ca. 162,6 Mrd. Euro, nach 160,3 Mrd. Euro im Jahr 2022. Der Umsatz erhöhte sich damit nominal um 1,4 %, verlor aber real um 5,2 %. Dies war der dritte preisbereinigte Umsatzrückgang in Folge; gegenüber 2020 summiert er sich auf 15,3 %. Den deutlichsten realen Rückgang verzeichnete der Wohnungsbau mit einem Minus von 11,5 %. Der reale Umsatzrückgang in der Sparte öffentlicher Bau lag bei 1,6 %, während der Wirtschaftsbau mit einem realen Rückgang von 0,9 % noch die beste Entwicklung zeigte. (Vgl .https://www.bauindustrie.de/zahlen-fakten/weiteres/bauwirtschaft-im-zahlenbild/umsaetze-im-bauhauptgewerbe-nach-sparten) In den einzelnen Bausparten gab es folgende Entwicklung: Der Umsatz im Wohnungsbau erreichte in 2023 ca. 57,9 Mrd. Euro nach 61,4 Mrd. Euro im Vorjahr; dies entspricht einem nominalen Rückgang um 5,7 % und real von 11,9 %. Die Baugenehmigungen (gemessen an den Baukosten) liegen deutlich unter Vorjahresniveau, preisbereinigt ist ist dies ein zweistelliger Rückgang von 26,6 %. Der Wohnungsneubau hatte vor allem unter den gestiegenen Zinsen, zulegenden Baumaterial- und somit Baupreisen, den gesunkenen verfügbaren Einkommen der privaten Haushalte und dem nahezu kompletten Wegfall der staatlichen Neubauförderung gelitten. In Anbetracht des bereits im Jahr 2023 manifestierten Orderlochs rechnet der ZDB für 2024 noch mit ca. 235.000 fertiggestellten Wohneinheiten, nach geschätzten ca. 271.000 WE in 2023. Den Umsatz im Wohnungsbau prognostiziert der ZDB in 2024 bei 49,2 Mrd. €, was einem nominalen Rückstand von 15 % und real von ca. 13 % entspricht. Der Umsatz im Wirtschaftsbau erreichte in 2023 ca. 60,0 Mrd. Euro nach 56,9 Mrd. Euro im Vorjahr; dies entspricht einem nominalen Zuwachs um 5,5 % und real einem Rückgang um 1,3 % . Der Umsatz im Wirtschaftstiefbau erreichte in 2023 ca. 27,7 Mrd. (nominal plus 12 %, real plus 4,6 %). Der Umsatz im Wirtschaftshochbau erreichte ca. 32,3 Mrd. Euro; der Orderzungang bliebt im Jahresverlauf jedoch schwach ausgeprägt. Für 2024 rechnet der ZDB im Wirtschaftsbau mit einem realen Zuwachs von 2,7 %, dabei im Tiefbau von ca. +7 %. Im Hochbau erwartet der ZDB einen realen Rückgang um 1 %. Der Umsatz im öffentlichen Bau erreichte 2023 insgesamt ca. 44,6 Mrd. Euro; ein nominaler Zuwachs um 6 %, real ein Rückgang um ca. 1 %. Nominal erwartet der ZDB für 2024 ein Umsatzwachstum beim öffentlichen Bau um knapp 1 %, bei dem erwarteten Preisrückgang entspricht das einem realen Wachstum um knapp 3 %. (Quelle: ZDB-Direkt) 2.2 Geschäftsverlauf Das Geschäftsjahr 2023 war für uns ein herausforderndes Geschäftsjahr. Unsere Anlagen und Maschinen waren im Geschäftsjahr, bedingt durch den Umzug bestehender Maschinen und Anlagen sowie die Inbetriebnahme neuer Maschinen und Anlagen, nur begrenzt ausgelastet. Unsere Produktivität hat sich gegenüber dem Vorjahr leicht verringert. Auf Grund der rückläufigen Konjunktur und der entsprechend rückläufigen Auslastung, verstärkt durch die umzugsbedingten Produktionseinschränkungen, hat sich der Rohertrag gegenüber dem Vorjahr wie erwartet deutlich reduziert. Der Rückgang konnte durch die um TEUR 561 unter dem Vorjahr liegenden sonstigen betrieblichen Aufwendungen sowie die deutlich angestiegenen sonstigen betrieblichen Erträge (TEUR + 252) und Zinserträge (TEUR + 279) nicht kompensiert werden. Aufgrund der Anschaffung neuer Maschinen im Zusammenhang mit dem Umzug unserer Betriebsstätte von Lauchhammer nach Schwarzheide haben sich die Abschreibungen gegenüber dem Vorjahr deutlich erhöht (TEUR +398). Die Personalaufwendungen liegen unter Berücksichtigung inflationsbedingter Gehaltsanpassungen auf dem Vorjahresniveau (TEUR + 283). Das Ergebnis vor Ertragsteuern hat sich gegenüber dem Jahr 2022 um TEUR 1.214, und somit etwas stärker als erwartet, verringert. Der resultierende Jahresfehlbetrag 2023 beträgt TEUR 1.506. Mit der Geschäftsentwicklung müssen wir jedoch auf Grund der herausfordernden wirtschaftlichen Entwicklung und der Belastung durch den Umzug an unseren neuen Produktionsstandort in Schwarzheide nochmals zufrieden sein. 2.3 Lage Finanzielle Leistungsindikatoren Zur Unternehmenssteuerung sind insbesondere die Kennzahlen Rohertrag und Jahresergebnis von Bedeutung. a) Ertragslage Der Rohertrag lag im Geschäftsjahr 2023 mit TEUR 14.570 um TEUR 1.863 unter dem Vorjahreswert. Die Materialaufwendungen haben sich im Vergleich zur Entwicklung der Umsatzerlöse leicht überproportional verringert. Dies ist insbesondere auf gesunkene Energiekosten durch die eigene Stromerzeugung mittels der im Geschäftsjahr in Betrieb genommenen Photovoltaikanlage, sowie vereinzelt leicht rückläufige Beschaffungskosten, zurückzuführen. Die Personalaufwendungen haben sich von TEUR 9.182 auf TEUR 9.467 leicht erhöht. Der Erhöhung ist im Wesentlichen auf inflationsbedingte Gehaltsanpassungen zurückzuführen. Die Abschreibungen haben sich auf Grund der im Vorjahr und im Berichtsjahr getätigten Investitionen deutlich erhöht. Der Rückgang der sonstigen betrieblichen Aufwendungen ist insbesondere auf den Rückgang der Rechts- und Beratungskosten (TEUR -521) sowie auf den Rückgang der Sondereffekte im Zusammenhang mit der Verlagerung der Betriebsstätte von Lauchhammer nach Schwarzheide (TEUR - 628) zurückzuführen. Im Geschäftsjahr wurden hierbei insbesondere weiterhin Produktionsmaschinen am neuen Standort aufgebaut. Der Jahresfehlbetrag 2023 beträgt TEUR 1.506. b) Finanzlage Das Anlagevermögen zu Restbuchwerten hat sich um TEUR 735 auf TEUR 8.349 erhöht. Die Investitionen wurden gänzlich aus dem zur Verfügung stehenden Finanzmittelfonds finanziert. Der weiterhin deutlich positive Finanzmittelfonds zeigt, dass auch im Geschäftsjahr 2023 ausreichend liquide Mittel zur Verfügung standen und der Geschäftsbetrieb finanziert und Investitionen getätigt werden konnten. Die Zahlungsfähigkeit der Köhnlein GmbH war im Geschäftsjahr jederzeit gewährleistet und ermöglicht es der Gesellschaft ihren Zahlungsverpflichtungen uneingeschränkt nachzukommen. Unsere Finanzlage im abgelaufenen Geschäftsjahr kann demnach als gut bezeichnet werden. c) Vermögenslage Die Bilanzsumme hat sich im Vergleich zum Vorjahr leicht um TEUR 40 erhöht. Das Anlagevermögen hat sich durch die Anschaffung von Maschinen sowie Betriebs- und Geschäftsausstattung weiter erhöht (TEUR + 735). Dieser Anstieg zu Restbuchwerten beinhaltet Abschreibungen von TEUR 1.299. Das Umlaufvermögen hat sich insgesamt um TEUR 683 reduziert. Insbesondere die aus Eigenmitteln getätigten Investitionen haben zum Rückgang der liquiden Mittel beigetragen. Die bilanzielle Eigenkapitalquote beträgt zum 31. Dezember 2023 75 % (Vorjahr 78 %) und hat sich damit gegenüber dem Niveau des Vorjahres auf hohem Niveau leicht verringert. Die Rückstellungen sanken von TEUR 6.940 im Vorjahr auf TEUR 6.362 im laufenden Jahr, was im Wesentlichen auf rückläufige Personalrückstellungen zurückzuführen ist. Die Vermögenslage kann damit gleichbleibend als sehr stabil bezeichnet werden. Die Eigenkapitalbasis bewegt sich leicht unter dem Vorjahresniveau. 2.4 Gesamtaussage zur wirtschaftlichen Entwicklung Zusammengefasst zeigen die Ausführungen zur Vermögens-, Finanz- und Ertragslage, dass sich die Köhnlein GmbH im Berichtsjahr in einer stabilen wirtschaftlichen Verfassung befand. Die Geschäftsentwicklung ist aus Sicht der Geschäftsleitung im Berichtsjahr aufgrund der Herausforderungen aus Investitionszurückhaltung der privaten und gewerblichen Kunden, verursacht durch gestiegene Baupreise und Lebenshaltungskosten sowie stark gestiegenen Finanzierungskosten sowie der mit der Verlagerung der Betriebsstätte von Lauchhammer nach Schwarzheide einhergegangenen Aufwendungen und Störungen der Produktionsabläufe noch zufriedenstellend verlaufen. 3. Prognosebericht Dieses Kapitel beinhaltet zukunftsgerichtete Aussagen und Informationen. Solche vorausschauenden Aussagen beruhen auf derzeitigen Erkenntnissen, Einschätzungen und Annahmen. Sie bergen daher eine Reihe von Unsicherheiten und Risiken. Viele Faktoren, von denen zahlreiche außerhalb des Einflussbereiches des Unternehmens liegen, beeinflussen den Geschäftsverlauf und dessen Ergebnisse. Sie können dazu führen, dass der tatsächliche, von dem für die Zukunft prognostizierte Geschäftsverlauf der Gesellschaft abweicht. Das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) war im Jahr 2024 nach ersten Berechnungen des Statistischen Bundesamtes (Destatis) um 0,2 % niedriger als im Vorjahr. Laut IFO Konjunkturprognose Frühjahr 2025 der deutschen Wirtschaft bleiben die Kojunkturaussichten für das Jahr 2025 eher verhalten. Eine Reihe von Frühindikatioren deutet darauf hin, dass zumindest zu Jahresbeginn nicht mit einem weiteren Rückgang der Wirtschaftsleistung zu rechnen ist. So haben sowohl die Auftragslage im Baugewerbe und in der Industrie ihren Abwärtstrend in den Wintermonaten nicht fortgesetzt und scheinen einen Boden gefunden zu haben. Dagegen hat sich das Konsumklima in den letzten Monaten wieder eingetrübt. Insgesamt signalisieren die Umfrageindikatoren sowohl bei den Verbrauchern als auch bei den Unternehmen eine schlechte Stimmung, und eine grundlegende Trendwende hin zu einer spürbaren Erholung ist nicht in Sicht. (vgl. https://www.ifo.de/fakten/2025-03-17/ifo-konjunkturprognose-fruehjahr-2025-deutsche-wirtschaft-steckt-fest) Nach den Daten des Statistischen Bundesamtes erreichte der Umsatz im Bauhauptgewerbe insgesamt in allen Betrieben 2023 ca. 162,6 Mrd. €, nach 160,4 Mrd. € im Jahr 2022. Der Umsatz erhöhte sich damit nominal um 1,3 %, verlor aber real um 5,3 %. Die Preissteigerung für Bauleistungen im Bauhauptgewerbe lag 2023 bei 7 %. Die ifo Preiserwartungen für das Bauhauptgewerbe sind bereits seit einem Jahr negativ. Insgesamt werden die Preise aber bis Ende 2025 auf hohem Niveau verharren. Ursächlich hierfür sind neben den wohl nur leicht nachlassenden Materialkosten die durch den Fachkräftemangel bedingten, steigenden Arbeitskosten, die einen Anteil von rund 50 % an den gesamten Herstellungskosten im Wohnungsbau haben. Ebenso ist aufgrund des hohen Wohnungsbedarfs bei einem Anziehen der Nachfrage wieder mit höheren Gewinnmargen der Unternehmen zu rechnen. Gemessen am Deflator der Wohnbauinvestitionen wird für das laufende Jahr ein weiterer Preisanstieg von 0,7 % erwartet, im kommenden Jahr dürften die Preise stagnieren. (Vgl. ifo Schnelldienst Sonderausgabe 77. Jahrgang Juni 2024) Aufgrund der weiterhin trüben Konjunkturaussichten sowie der weiterhin negativen Rahmenbedingungen erwarten wir sowohl für das Geschäftsjahr 2024 als auch für das Geschäftsjahr 2025 einen leicht rückläufigen Rohertrag im Vergleich zum Geschäftsjahr 2023. Wir erwarten demzufolge für das Jahr 2024 ein negatives Jahresergebnis, jedoch leicht verbessert gegenüber dem Niveau des Geschäftsjahres 2023. Für das Jahr 2025 rechnen wir mit einem Jahresergebnis auf dem Niveau der Vorjahre. Die permanente Aus- und Weiterbildung unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter werden wir weiterverfolgen und somit unsere Leistungsfähigkeit weiter erhöhen. Die Köhnlein GmbH wird auch in den kommenden Jahren ihre Aktivitäten konsequent an den Märkten ausrichten und sieht insbesondere in den innovativen und zeitgerechten Produkten eine solide Basis, auch zukünftig die Nachfrage bei bestehenden Kunden auszubauen sowie neue Kunden gewinnen zu können. Es sind keine wesentlichen Änderungen in der Geschäftspolitik geplant. Wir beurteilen die voraussichtliche Entwicklung des Unternehmens positiv. Die Branche bietet weiterhin langfristig ein großes Wachstumspotential, wie die Entwicklungen in der Vergangenheit zeigen. 4. Chancen und Risikobericht 4.1 Risikobericht Die Gesellschaft unterliegt in ihrem Geschäft einer Vielzahl von Risiken, deren Eintreten die Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage negativ beeinflussen können. Infolgedessen ist es möglich, dass die Gesellschaft ihre für die Zukunft definierten Unternehmensziele verfehlt. Die Gesamtrisikolage ist aufgrund der Folgen des Ukraine-Konfliktes, insbesondere der gestiegenen Energiepreise, sowie den zunehmenden geopolitischen Spannungen und der Gefahr von Handelskonflikten verschärft. Insgesamt sehen wir die Risikolage als beherrschbar an. Die langfristig positiven Aussichten für die Gesellschaft bleiben weiterhin intakt. Die bestehenden Risiken der Köhnlein GmbH werden konsequent überwacht und geeignete Maßnahmen ergriffen, um den Fortbestand des Unternehmens nicht zu gefährden. Es ergeben sich die folgenden Risikobereiche in einer abnehmenden Rangfolge. Ergebnisorientierte Risiken Gegenüber dem Vorjahr bleibt die Risikolage durch eine nach wie vor herrschende Unsicherheit durch die Konsum-Zurückhaltung, die hohen Zinsen und Preissteigerungen sowie die schwache Weltkonjunktur angespannt. Wir erwarten aufgrund der deutlich herausfordernden Rahmenbedingungen kurz- bis mittelfristig eine rückläufige Auftragslage mit entsprechender negativer Auswirkung auf die Umsatzentwicklung. Die sich eintrübende konjunkturelle Entwicklung kann zudem zu Forderungsausfällen, verlängerten Forderungslaufzeiten sowie Lieferketten- und Versorgungsengpässen führen. Die Gesellschaft begegnet diesen Risiken mit intensiviertem Forderungsmanagement, verstärkter Überwachung und Kommunikation mit den Lieferanten sowie Diversifizierung der Lieferantenbasis. Risiken der künftigen Entwicklung sehen wir im stagnierenden Preisniveau der Branche, steigenden Energie-, Material- und Personalkosten, in der Personalrekrutierung generell und einem abflachenden Zuwachs der Weltwirtschaft. Der Mangel an Fach- und Führungskräften wird das künftige Wachstum entscheidend beeinflussen. Bestandsgefährdende Risiken oder Risiken mit wesentlichen Auswirkungen auf die Finanz- oder Ertragslage können durch die internen Systeme und Prozesse frühzeitig erkannt werden und bestehen derzeit nicht. Wir rechnen mit keiner weiteren Verknappung der Rohstoffverfügbarkeit. Preisänderungsrisiken auf der Beschaffungsseite versuchen wir an die Kunden weitestgehend durchzureichen. Außerdem helfen hier unsere in der Vergangenheit getätigten Investitionen und Rationalisierungsmaßnahmen, um diesen Effekt abzumildern. Wir erachten die Eintrittswahrscheinlichkeit und deren Auswirkungen für ergebnisorientierte Risiken als mittel. Branchenspezifische Risiken Ein Risiko besteht durch vorhandenen Wettbewerbsdruck und weiterhin bestehender Überkapazitäten, mögliche Rohstoff- und Energiepreissteigerungen sowie den bereits bestehenden Fachkräftemangel. Die Köhnlein GmbH begegnet dem Wettbewerbsdruck durch konzentrierte Fokussierung auf ihre Stärken und Kernkompetenzen. Unsere Aktivitäten im Bereich der Automatisierung unserer Produktion sowie dem Ausbau unserer Organisationsstrukturen werden wir beibehalten. Unser betriebliches Ausbildungswesen wird sachlich und inhaltlich in allen Bereichen kontinuierlich ausgebaut. Somit stellen wir sicher, dass auch in der Zukunft die Positionen mit dem richtigen Mitarbeiter zum richtigen Zeitpunkt besetzt werden können. Wir erachten die Eintrittswahrscheinlichkeit und deren Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage als gering. Risikoberichterstattung über die Verwendung von Finanzinstrumenten sowie finanzwirtschaftliche Risiken Zu den im Unternehmen bestehenden Finanzinstrumenten zählen im Wesentlichen Forderungen, Verbindlichkeiten und Guthaben bei Kreditinstituten. Die Gesellschaft verfügt über einen grundsätzlich sehr breiten und solventen Kundenstamm. Forderungsausfälle sind seit Jahren eher eine Ausnahme. Zudem besteht eine langjährige Zusammenarbeit mit einem Großteil der Kunden. Risiken aus Zahlungsstromschwankungen begegnen wir durch ein dezidiertes Forderungsmanagement auf der Absatzseite sowie erforderlichenfalls dem Ausnutzen von Zahlungszielen auf der Beschaffungsseite. Ziel des Finanz- und Risikomanagements der Gesellschaft ist die Sicherung des Unternehmenserfolgs gegen finanzielle Risiken jeglicher Art. Beim Management der Finanzpositionen verfolgt das Unternehmen eine konservative Risikopolitik. Soweit bei finanziellen Vermögenswerten Ausfall- und Bonitätsrisiken erkennbar sind, werden entsprechende Wertberichtigungen vorgenommen. Zur Minimierung von Ausfallrisiken verfügt das Unternehmen über ein adäquates Debitorenmanagement. Zudem besteht eine Warenkreditversicherung. Die finanziellen Auswirkungen von Schadensrisiken sind, soweit verfügbar und wirtschaftlich vertretbar, über entsprechende Versicherungen geringgehalten. Währungsrisiken sind nicht erkennbar. Wir erachten die Eintrittswahrscheinlichkeit und deren Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage als gering. Aufgrund der soliden Eigenkapitalbasis schätzen wir uns als sehr gut aufgestellt ein, was etwaige finanzwirtschaftliche Risiken anbelangt. Über den üblichen Geschäftsbetrieb hinausgehende Risiken sowie bestandsgefährdende Risiken sind derzeit nicht erkennbar. 4.2 Chancenbericht Chancen für die zukünftige Geschäftsentwicklung sehen wir in der guten Marktpositionierung sowie den innovativen und qualitativ hochwertigen Produkten. Dies sollte es uns ermöglichen, unsere gute Marktposition zu festigen und weiter auszubauen. Chancen liegen daneben in der konsequenten Umsetzung der Kundenanforderungen auf qualitativ und technologisch höchstem Niveau. Insbesondere sehen wir unsere Chancen in der permanenten Optimierung der Fertigung durch entsprechende Investitionen sowie in den stetigen Maßnahmen zur Qualitätskontrolle und -steigerung. Die hierdurch erreichbare Verbesserung unserer Produktqualität wird auch zukünftig unsere Marktposition stärken und ausbauen. Insbesondere durch die Betriebsverlagerung erforderliche Ersatz- und Neuinvestitionen wurden getätigt. Zur Aufrechterhaltung unserer Stellung am Markt sind wir permanent damit befasst, neue Produktentwicklungen und die Anpassung an die fortschreitende europäische Normung vorzunehmen. Vor diesem Hintergrund konnten wir erneut unsere Stellung am Markt behaupten. Eine seit Jahren niedrige Fluktuationsrate, auch aufgrund eigener Ausbildung, schafft eine gesunde Mischung an Erfahrung und Drang zu neuen Lösungen, die sich positiv auf die Weiterentwicklung und das Wachstum der Köhnlein GmbH auswirken. 5. Bericht über Zweigniederlassungen Die Gesellschaft hat seit vielen Jahren eine Niederlassung in 01979 Lauchhammer betrieben. Eine langfristige Aufrechterhaltung des Standorts war aufgrund nicht mehr gegebener Bodenstatik und einem diesbezüglichen behördlichen Druck nicht mehr möglich. Der Umzug zu unseren neuem Produktionsstandort in Schwarzheide dauerte bis Mitte des Geschäftsjahres 2023 weiter an. Die Produktion wurde im Geschäftsjahr 2023 sukzessive hochgefahren. Wir befanden uns aufgrund der nicht mehr gegebenen Bodenbeschaffenheit mit den zuständigen Stellen in Verhandlungen über die Entschädigungshöhe der Standortverlagerung sowie der damit im Zusammenhang stehenden Aufwendungen. Eine Einigung konnte jedoch bislang nicht erzielt werden, sodass wir aktuell dazu gezwungen sind, die Geltendmachung unserer Ansprüche auf dem zur Verfügung stehenden Rechtsweg durchzusetzen. Durch die im Geschäftsjahr 2023 am neuen Produktionsstandort Schwarzheide in Betrieb genommene Photovoltaikanlage haben wir unsere Abhängigkeit vom Strommarkt reduziert einen wesentlichen Beitrag zur Verringerung der Strombezugskosten gelegt. Für das Jahr 2024 erwarten wir aufgrund einer weiteren Eintrübung der Konjunktur und der anhaltend schwierigen Rahmenbedingungen einen leicht rückläufigen Rohertrag. 6. Forschung und Entwicklung Hohe Qualität und Zuverlässigkeit ist seit jeher ein Markenzeichen der Köhnlein GmbH. Aus dieser Verpflichtung werden wir unsere Produkte stetig technisch weiter verbessern und innovative, dem Markttrend entsprechende Produkte entwickeln und vorstellen. Die Weiterentwicklung unserer internen Prozesse sowie unserer Organisation haben einen hohen Stellenwert. 7. Umweltbericht Besondere Umweltrisiken oder sonstige Gefahren bestehen nicht. Unsere Anlagen, Betriebsmittel und IT-Systeme werden laufend gepflegt und gewartet.
Stimpfach, den 19.05.2025 Köhnlein GmbH gez. Peter Köhnlein, Geschäftsführer gez. Oliver Köhnlein, Geschäftsführer gez. Tobias Köhnlein, Geschäftsführer BILANZ ZUM 31. DEZEMBER 2023KÖHNLEIN GMBH, STIMPFACHAKTIVA
GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2023
ANHANG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2023Köhnlein GmbH, STIMPFACHI. ALLGEMEINE ANGABEN ZUM JAHRESABSCHLUSS Der Jahresabschluss der Köhnlein GmbH, Heribert-Unfried-Str. 8-10, 74597 Stimpfach (Amtsgericht Ulm, HRB 670707) wurde nach den Vorschriften der §§ 242 ff. HGB unter Beachtung der ergänzenden Bestimmungen für Kapitalgesellschaften (§§ 264 ff. HGB) sowie des GmbH-Gesetzes aufgestellt. Größenabhängige Erleichterungen für mittelgroße Kapitalgesellschaften wurden teilweise in Anspruch genommen. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren gem. § 275 Abs. 2 HGB aufgestellt. Das Geschäftsjahr begann am 1. Januar 2023 und endete am 31. Dezember 2023. Im Interesse einer besseren Klarheit und Übersichtlichkeit werden die nach den gesetzlichen Vorschriften bei den Posten der Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung anzubringenden Vermerke ebenso wie die Vermerke, die wahlweise in der Bilanz bzw. Gewinn und Verlustrechnung oder im Anhang anzubringen sind, im Anhang aufgeführt. II. ANGABEN ZU DEN BILANZIERUNGS- UND BEWERTUNGSMETHODEN Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Im Jahresabschluss sind sämtliche Vermögensgegenstände, Schulden, Rechnungsabgrenzungsposten, Aufwendungen und Erträge enthalten, soweit gesetzlich nichts anderes bestimmt ist. Die Wertansätze der Eröffnungsbilanz des Geschäftsjahres stimmen mit denen der Schlussbilanz des vorangegangenen Geschäftsjahres überein. Bei der Bewertung wurde von der Fortführung des Unternehmens ausgegangen. Die Vermögensgegenstände und Schulden wurden einzeln bewertet. Es ist vorsichtig bewertet worden, namentlich sind alle vorhersehbaren Risiken und Verluste, die bis zum Abschlussstichtag entstanden sind, berücksichtigt worden, selbst wenn diese erst zwischen Abschlussstichtag und der Aufstellung des Jahresabschlusses bekannt geworden sind. Gewinne sind nur berücksichtigt worden, wenn sie bis zum Abschlussstichtag realisiert wurden. Aufwendungen und Erträge des Geschäftsjahres sind unabhängig vom Zeitpunkt der Zahlung berücksichtigt worden. Einzelne Posten wurden wie folgt bewertet: ANLAGEVERMÖGEN Das Anlagevermögen weist nur Gegenstände aus, die dazu bestimmt sind, dem Geschäftsbetrieb dauerhaft zu dienen. Erworbene immaterielle Vermögensgegenstände werden mit den Anschaffungskosten vermindert um planmäßige Abschreibungen bewertet. Als Nutzungsdauer wird bei Software drei Jahre unterstellt. Die Vermögensgegenstände des Sachanlagevermögens wurden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten abzüglich planmäßiger Abschreibungen bewertet. Investitionszuschüsse mindern die Anschaffungskosten der bezuschussten Vermögensgegenstände. Grundlage der planmäßigen Abschreibung ist die voraussichtliche betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer des jeweiligen Vermögensgegenstandes unter Anlehnung an die steuerlichen AfA-Tabellen. Der Abnutzung wurde im Geschäftsjahr durch lineare Abschreibung über die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer Rechnung getragen. Eine außerplanmäßige Abschreibung auf den niedrigeren beizulegenden Wert am Abschlussstichtag wird vorgenommen, soweit eine voraussichtliche dauerhafte Wertminderung vorliegt. Geringwertige Wirtschaftsgüter bis 800 Euro werden im Zugangsjahr in voller Höhe abgeschrieben. Sammelposten wurden im Berichtsjahr nicht gebildet. UMLAUFVERMÖGEN Die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe werden zu Anschaffungskosten bei Anwendung zulässiger Bewertungsvereinfachungsverfahren oder zu niedrigeren Tageswerten bewertet. Fertige und unfertige Erzeugnisse werden zu Herstellungskosten angesetzt. Diese umfassen die produktionsbezogenen Vollkosten (§ 255 Abs. 2 HGB). Fremdkapitalzinsen sind nicht berücksichtigt. Die Bestandsrisiken, die sich aus der Lagerdauer, geminderter Verwertbarkeit usw. ergeben, werden durch Abwertungen berücksichtigt. Ein eventuell niedrigerer beizulegender Wert wurde berücksichtigt. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden mit dem Nennbetrag angesetzt. Erkennbare Einzelrisiken wurden durch Einzelwertberichtigungen auf diese Forderungen berücksichtigt. Das allgemeine Kreditrisiko bei Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wird durch eine Pauschalwertberichtigung berücksichtigt. Der Kassenbestand und die Guthaben bei Kreditinstituten sind zum Nennwert angesetzt. AKTIVER RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN Als aktiver Rechnungsabgrenzungsposten wurden gemäß § 250 Absatz 1 HGB Ausgaben vor dem Stichtag der Schlussbilanz, die Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen, abgegrenzt. AKTIVE LATENTE STEUERN Die latenten Steuern berücksichtigen grundsätzlich alle zwischen den handelsrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten und ihren steuerlichen Wertansätzen bestehenden Differenzen, die sich in späteren Geschäftsjahren voraussichtlich abbauen. Es wurde zur Gewährung eines besseren Einblicks in die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage von dem Aktivierungswahlrecht gem. § 274 Absatz 1 Satz 2 HGB dahingehend Gebrauch gemacht, dass der Überhang an aktiven latenten Steuern in der Bilanz zum 31. Dezember 2023 analog dem Vorjahr aktiviert wurde. EIGENKAPITAL Das Eigenkapital ist mit dem Nominalwert angesetzt. RÜCKSTELLUNGEN Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen werden zum notwendigen Erfüllungsbetrag bilanziert. Dazu wird der notwendige Verpflichtungsumfang nach anerkannten versicherungsmathematischen Grundsätzen ermittelt und auf den Bilanzstichtag abgezinst. Für die Abzinsung wird pauschal eine durchschnittliche Restlaufzeit von 15 Jahren unterstellt. Als Abzinsungsfaktor wurde der dazu von der Deutschen Bundesbank auf den Bilanzstichtag ermittelte durchschnittliche Marktzinssatz der vergangenen zehn Jahre von 1,82 % angesetzt. Zum 01.01.2010 ergab sich aus der Neubewertung der Pensionsrückstellungen eine Unterdotierung in Höhe von EUR 768.626,96. Die Gesellschaft hat sich für die Ausübung des Wahlrechts nach Art. 67 Abs. 1 EGHGB und einer Verteilung der erforderlichen Zuführung über den längst möglichen Zeitraum von 15 Jahren entschieden. Folglich wurde beginnend mit dem Geschäftsjahr 2010 in jedem Jahr ein Betrag von EUR 51.241,00 den Pensionsrückstellungen erfolgswirksam zugeführt. Der Ausweis in der Gewinn und Verlustrechnung erfolgt beim sonstigen betrieblichen Aufwand. Zum 31.12.2023 beträgt der noch nicht in der Bilanz ausgewiesene Betrag der Unterdotierung EUR 51.241,96. Gemäß § 253 Abs. 2 Satz 1 HGB ist bei Rückstellungen für Altersversorgungsverpflichtungen der Rechnungszinssatz mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen zehn Jahre angesetzt worden. Der Unterschiedsbetrag zwischen der Bewertung der Rückstellung für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen mit dem Zehn-Jahres-Durchschnittszinssatz und dem Sieben-Jahres-Durchschnittszinssatz gemäß § 253 Abs. 6 HGB beträgt EUR 39.949,00. Dieser Betrag unterliegt grundsätzlich der Ausschüttungssperre des § 253 Abs. 6 Satz 2 HGB. Der Bilanzansatz der Pensionsverpflichtung zum 31.12.2023 erfolgt mit dem sog. Erfüllungsbetrag unter Zugrundelegung folgender Parameter:
Sonstige Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen wurden in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages angesetzt. Bei Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden künftige Preis- und Kostensteigerungen berücksichtigt und eine Abzinsung auf den Bilanzstichtag vorgenommen. Als Abzinsungssätze werden die den Restlaufzeiten der Rückstellungen entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssätze der vergangenen sieben Geschäftsjahre verwendet, wie sie von der Deutschen Bundesbank gemäß Rückstellungsabzinsungsverordnung monatlich ermittelt und bekannt gegeben werden. VERBINDLICHKEITEN Die Verbindlichkeiten werden zu ihren Erfüllungsbeträgen angesetzt. Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden wurden unverändert zum Vorjahr angewandt. III. ANGABEN ZU DEN POSTEN DER BILANZ 1. Anlagevermögen Die Entwicklung der einzelnen Positionen des Anlagevermögens sind im Anlagenspiegel dargestellt, der als Bestandteil des Anhangs diesem als Anlage beigefügt ist. 2. Forderungen und Sonstige Vermögensgegenstände Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände haben in Höhe von TEUR 14.875 (Vj: TEUR 15.049) eine Restlaufzeit von mehr als einem Jahr. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen entfallen mit TEUR 1.598 auf Darlehensgewährungen, im Übrigen auf Lieferungen und Leistungen. 3. Aktive latente Steuern Von dem Ansatzwahlrecht nach § 274 Abs. 1 HGB wurde Gebrauch gemacht. In Höhe der aktiven latenten Steuern (TEUR 424; Vj: TEUR 446) liegen ebenfalls grundsätzlich ausschüttungsgesperrte Beträge vor (§ 268 Abs. 8 HGB). 4. Ausschüttungssperre Der Gesamtbetrag der ausschüttungsgesperrten Beträge beträgt insgesamt EUR 463.949,00 und setzt sich wie folgt zusammen:
5. Sonstige Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen wurden im Wesentlichen für den Personalbereich, Gewährleistungen, Archivierung sowie Abschluss- und Prüfungskosten gebildet. 6. Verbindlichkeiten zum 31.12.2023 Die Verbindlichkeiten belaufen sich zum 31.12.2023 auf insgesamt EUR 5.106.592,49 (Vorjahr: EUR 2.989.792,70), davon sind mittels Eigentumsvorbehalt im branchenüblichen Umfang Verbindlichkeiten in Höhe von EUR 1.252.404,76 (Vorjahr: EUR 1.507.363,89) gesichert. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen betreffen in Höhe von EUR 86.490,76 Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen. Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von unter 1 Jahr haben zum 31.12.2023 in Höhe von EUR 4.939.692,49 (Vorjahr: EUR 2.822.892,70) bestanden. Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von 1 bis 5 Jahren bestehen nicht. Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von mehr als 5 Jahren haben zum 31.12.2023 in Höhe von EUR 166.900,00 (Vorjahr: EUR 166.900,00) bestanden. IV. ANGABEN ZU DEN POSTEN DER GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG Im Personalaufwand sind unter den sozialen Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung Beträge von TEUR 38 (Vj: TEUR 104) für die Altersversorgung enthalten. In den Erträgen aus Beteiligungen sind Erträge aus verbundenen Unternehmen in Höhe von TEUR 28 (Vj: TEUR 0) enthalten. In den Zinsen und ähnlichen Erträgen enthalten sind Erträge aus verbundenen Unternehmen in Höhe von TEUR 32 (Vj: TEUR 26). In den Zinsen und ähnlichen Aufwendungen sind TEUR 97 (Vj: TEUR 105) aus der Abzinsung der Pensionsrückstellungen enthalten. Die Steuern von Einkommen und Ertrag beinhalten Aufwendungen von TEUR 22 (Vj: Ertrag i.H.v. TEUR 24) aus der Veränderung bilanzierter latenter Steuern. V. SONSTIGE ANGABEN 1. Angaben gemäß § 42 Abs. 3 GmbHG Forderungen gegen Gesellschafter bestehen zum Bilanzstichtag nicht. Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern bestehen in Höhe von TEUR 32 (i.Vj. TEUR 31). Diese betreffen Gesellschafterdarlehen. 2. Sonstige finanzielle Verpflichtungen Zum 31. Dezember 2023 bestanden neben den in der Bilanz ausgewiesenen Verbindlichkeiten sonstige finanzielle Verpflichtungen aus Mietverträgen in Höhe von insgesamt TEUR 22.822. Der wesentliche Anteil der sonstigen finanziellen Verpflichtungen entfällt auf Mietverpflichtungen für Produktions- und Verwaltungsgebäude. 3. Geschäftsführung Während des abgelaufenen Geschäftsjahres wurden die Geschäfte des Unternehmens geführt durch
Die Geschäftsführer sind einzelvertretungsberechtigt und von den Beschränkungen des § 181 BGB befreit. Die Schutzklausel nach § 286 Abs. 4 HGB bezüglich der im Geschäftsjahr gewährten Gesamtbezüge wird in Anspruch genommen. 4. Angaben zu Arbeitnehmern Insgesamt waren im Jahresdurchschnitt des Geschäftsjahres 173 Arbeitnehmer beschäftigt. Davon betreffen 113 gewerbliche Arbeitnehmer und 60 Angestellte. 5. Angaben nach § 285 Nr. 11 HGB Die Köhnlein GmbH ist an folgenden Gesellschaften beteilgt:
6. Nachtragsbericht Vorgänge von besonderer Bedeutung nach Schluss des Geschäftsjahres sind nicht eingetreten.
Stimpfach, 19. Mai 2025 Köhnlein GmbH gez. Peter Köhnlein, Geschäftsführer gez. Oliver Köhnlein, Geschäftsführer gez. Tobias Köhnlein, Geschäftsführer
Der Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers bezieht sich auf den Jahresabschluss in der aufgestellten Form. Die Offenlegung erfolgt in verkürzter Form gemäß §§ 325 ff. HGB. Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die Köhnlein GmbH, Stimpfach Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der Köhnlein GmbH, Stimpfach, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Köhnlein GmbH, Stimpfach, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel in internen Kontrollen, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Crailsheim, 19. Mai 2025 ETL
AG
Habermann, Wirtschaftsprüfer Raschka, Wirtschaftsprüfer |
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