Sanitec Beteiligungs- und Servicegesellschaft mbHLiquidiert

32602 Vlotho, DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht Bad Oeynhausen HRB 2992
Vorher
DEUTSCHE SPHINX BETEILIGUNGEN GmbHKoralle Beteiligungs- und Servicegesellschaft mbH
Eingetragen
17.3.1999
Branche
Managementtätigkeiten von sonstigen HoldinggesellschaftenBeteiligungsgesellschaftenVerwaltung von Gewerbegrundstücken und Nichtwohngebäuden für Dritte
Gegenstand
Verwaltung eigenen Vermögens, Beteiligung an anderen Unternehmen sowie die Erbringung von nicht erlaubnispflichtigen Beratungsleistungen und sonstigen Dienstleistungen gegenüber Unternehmen.

Historie

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Management

NameRolle
Jürgen Haas
seit 7.10.2016
Geschäftsführer
Albrecht Dr. Riebel
seit 7.10.2016
Geschäftsführer
Tim Berg
seit 28.1.2016
Geschäftsführer
Juuso Sillanpää
seit 13.6.2013
Prokura
Marja Blomqvist
seit 13.6.2013
Prokura
Stefanie Schwarz
seit 12.6.2008
Prokura

Konzern- und Jahresabschlüsse

Sanitec Beteiligungs- und Servicegesellschaft mbH

Vlotho

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2015 bis zum 31.12.2015

Inhaltsverzeichnis

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2015

Jahresabschluss für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2015

1.

Bilanz zum 31. Dezember 2015

2.

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2015

3.

Anhang für das Geschäftsjahr 2015

Anlagenspiegel

Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2015

I. Grundlagen der Gesellschaft

Der Gegenstand des Unternehmens ist das Halten von Beteiligungen, die Verwaltung eigenen Vermögens sowie die Erbringung von nicht genehmigungspflichtigen Beratungsleistungen und sonstigen Dienstleistungen ausschließlich an verbundene Unternehmen. Das Unternehmen ist zu 100 % an der Koralle Sanitärprodukte GmbH, Vlotho, (Koralle) und zu 100 % an der Koralle International GmbH, Vlotho, beteiligt.

Wesentliche Umsätze wurden bisher mit der Tochtergesellschaft Koralle Sanitärprodukte GmbH, Vlotho, sowie der Schwestergesellschaft KERAMAG Keramische Werke GmbH, Ratingen, erzielt. Diese Verträge wurden im Berichtsjahr 2015 mit Wirkung zum 31. Dezember 2015 aufgehoben. Künftig wird die Gesellschaft als reine Holdinggesellschaft fungieren.

Mit der Muttergesellschaft, der Allia Holding GmbH, Pfullendorf, besteht ein Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag, nach dem ein Gewinn vor Gewinnabführung bzw. Verlust vor Verlustausgleich an die Muttergesellschaft abgeführt bzw. von dieser ausgeglichen wird. Über die Muttergesellschaft gehörte die Sanitec Beteiligungs- und Servicegesellschaft mbH, Vlotho, (SBS) zum Konzern Sanitec Corporation, Helsinki (Finnland).

Nach dem Erwerb der Sanitec Gruppe durch die Geberit AG, Rapperswil- Jona (Schweiz), am 11. Februar 2015 ist die SBS eine Gesellschaft der Geberit Gruppe. Die SBS wird in den von der Geberit AG aufgestellten Konzernabschluss einbezogen.

II. Wirtschaftsbericht

1. Gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen

Gemäß ifo Konjunkturprognose 2015-2017 (München, 09. Dezember 2015) konnte über das gesamte Jahr 2015 die Erholung im Euroraum jedes Quartal fortgesetzt werden, jedoch hat sich der Grad der Expansion im Verlauf des Jahres abgeschwächt. Wie in 2014 tragen Italien und Frankreich unterdurchschnittlich zur Expansion bei. Günstig wirken sich dagegen der schwache Euro und der niedrige Rohölpreis aus. Insgesamt dürfte das reale BIP in 2015 um 1,5% und in 2016 um 1,7% zulegen. Die Wirtschaft in Deutschland ist in 2015 moderat gestiegen. Getragen wurde der Aufschwung von der Binnennachfrage und hier vom Konsum, der insbesondere durch den massiven Zustrom von Asylsuchenden stimuliert wurde. Die Investitionskonjunktur in Deutschland verlief eher enttäuschend. Die Ausrüstungsinvestitionen waren seit Sommer 2015 rückläufig und der Außenhandel wurde durch die weltwirtschaftliche Entwicklung gebremst. Im weiteren Verlauf wird sich der generelle Aufschwung fortsetzen. Insgesamt dürfte daher das reale BIP in 2015 um 1,7% und in 2016 um 1,9% zulegen.

2. Branchenbezogenen Rahmenbedingungen

Laut oben genannter Prognose zeigten die Bauinvestitionen nach einem schwachen Jahresauftakt 2015 im Winterhalbjahr 2015 wieder einen Expansionskurs, in erster Linie getragen durch den Wohnungsbau und initiiert durch den benötigten Wohnraum für Flüchtlinge. Insgesamt werden die Bauinvestitionen in 2015 um 0,7% und in 2016 um 2,1% zulegen. Die Wohnungsbauinvestitionen zeigten in 2015 ein positives Wachstum und trugen maßgeblich zum Anstieg der Bautätigkeit bei. Das spiegelt sich zum einen in dem signifikanten Anstieg der Baugenehmigungen als auch der Aufträge und Umsätze wieder. Nach wie vor befinden sich die Bauzinsen auf einem äußerst niedrigen Niveau, gleichzeitig sind die Renditen auf Anlagealternativen gering und der Arbeitsmarkt und die Einkommensaussichten weiterhin positiv. Die Wohnbauinvestitionen dürften daher in 2015 um 2,6% und in 2016 um 2,5% zulegen. Die Wirtschaftsbauinvestitionen zeigten über das Jahr 2015 eine negative Entwicklung und geringe Dynamik. Allein die Flüchtlingsmigration ist ein positiver Impulsgeber, da die Unterbringung zunächst in Sammelunterkünften erfolgt, die zumeist von privaten Trägern in modularer Weise errichtet werden. Die Wirtschaftsbauinvestitionen werden daher in 2015 um 2,0% zurückgehen und in 2016 um 1,0% zulegen. Die öffentlichen Bauinvestitionen sind weiterhin rückläufig und werden in 2015 um 2,5% zurückgehen. In 2016 sollten sich dann die im November 2014 angekündigten Investitionsprogramme bemerkbar machen und damit in 2016 ein Wachstum von 2% hervorrufen.

Anhand der Presseinformation der VDS Vereinigung Deutsche Sanitärwirtschaft e.V. (Bonn, 18. Dezember 2015) wird der Umsatz der Sanitärwirtschaft in 2015 voraussichtlich um 1,8% nominal steigen. Das Wachstum beruht auf Steigerungen im Inlands- und Auslandsgeschäft.

3. Lage der Gesellschaft

a) Ertragslage

Die Umsatzerlöse in Höhe von TEUR 3.216 resultieren aus der Personalgestellung an verbundene Unternehmen auf Basis der mit den einzelnen Unternehmen bestehenden Dienstleistungsverträge für Beratungsleistungen. Wesentliche Umsätze werden mit der Tochtergesellschaft Koralle Sanitärprodukte GmbH sowie der Schwestergesellschaft KERAMAG Keramische Werke GmbH, Ratingen, erzielt. Diese Verträge wurden im Berichtsjahr 2015 mit Wirkung zum 31. Dezember 2015 aufgehoben.

Aus diesem Grund hat sich das Beratungsgeschäft im Jahr 2015 nicht wie geplant weiter positiv entwickelt; die Dienstleistungen für Konzernunternehmen sind zum größten Teil bereits Ende Oktober 2015 ausgelaufen. Folgende Dienstleistungen wurden für Konzernunternehmen im Wesentlichen erbracht: Logistik, Vertrieb, IT, Rechnungswesen und Controlling, Personalwesen, Entwicklung und Produktion.

Dienstleistung pro Konzernunternehmen:

2015 2014 Veränderung
TEUR TEUR TEUR
KERAMAG Keramische Werke GmbH 1.489 1.968 -479
Koralle Sanitärprodukte GmbH 1.727 2.459 -732
Gesamt 3.216 4.427 -1.211
2015 2014 Ergebnisveränderung
TEUR TEUR TEUR
Umsatzerlöse 3.216 4.427 -1.211
Andere betriebliche Erträge 30 23 7
Betriebsleistung 3.246 4.450 -1.204
Personalaufwand 3.073 4.192 1.119
Andere betriebliche Aufwendungen 47 102 55
Gewinnunabhängige Steuern 0 336 336
Aufwendungen für die Betriebsleistung 3.120 4.630 1.510
Betriebsergebnis 126 -180 306
Beteiligungsergebnis -1.140 -1.618 478
Zinsergebnis -210 -353 143
Ordentliches Unternehmensergebnis -1.224 -2.151 927
Abschreibungen auf Finanzanlagen 0 -53 53
Ergebnis vor Ertragsteuern -1.224 -2.204 980
Ertragsteuern 0 +12 -12
Fehlbetrag -1.224 -2.192 968

Das Finanzergebnis setzt sich wie folgt zusammen:

2015 2014 Veränderung
TEUR TEUR TEUR
Erträge aus sonstigen Ausleihungen an die DP      
Deutsche Pool Beteiligungs GmbH 0 53 -53
Abschreibungen auf Finanzanlagen 0 -53 53
Erträge aus Gewinnabführung 74 23 51
Zinserträge aus Steuern 0 47 -47
Aufwendungen aus Verlustübernahme Koralle      
Sanitärprodukte GmbH -1.214 -1.641 427
Zinsaufwendungen -210 -453 243
Gesamt -1.350 -2.024 674

Aufgrund der Übernahme von Mitarbeitern der Gesellschaft durch die Koralle Sanitärprodukte GmbH und der KERAMAG Keramische Werke GmbH zum 1. November 2015 hat die Gesellschaft zum Jahresende ihren Personalbestand auf zwei Mitarbeiter abgebaut, diese scheiden per 31. Dezember 2015 aus, wodurch sich in 2015 im Vergleich zum Vorjahr sowohl die Personalaufwendungen als auch entsprechend im Rahmen der Dienstleistungsverrechnung die Umsatzerlöse reduziert haben. Die anderen betrieblichen Aufwendungen haben sich im Vergleich zum Vorjahr auf Grund diverser Einsparungen im Bereich Finanzen verringert.

Das Ergebnis wurde im Vorjahr durch Grunderwerbsteuer in Höhe von TEUR 336 belastet, die durch den Erwerb der restlichen Geschäftsanteile an der Koralle International GmbH ausgelöst wurde. Das Zinsergebnis wird im Wesentlichen beeinflusst durch eine Minderung des Leihzinssatzes an die Sanitec Europe Oyj aus dem Cash-Management-System.

Das Ergebnis vor Verlustübernahme durch die Gesellschafterin ist aufgrund des Beherrschungs- und Ergebnisabführungsvertrages mit der Koralle Sanitärprodukte GmbH weiterhin wesentlich durch die wirtschaftlichen Entwicklungen bei dieser beeinflusst. So konnte bei der Koralle im Jahr 2015 der Umsatz marginal gesteigert werden (0,13%). Somit war es nach längerer Zeit wieder möglich von der durchaus positiven Stimmung auf dem Sanitärmarkt zu profitieren. Durch diese positive Entwicklung der Ertragslage konnten die Aufwendungen aus Verlustübernahme von TEUR 1.618 auf TEUR 1.140 reduziert werden.

Insgesamt ergibt sich einen Verlust von TEUR 1.224 (i. Vj. TEUR 2.192), der aufgrund des bestehenden Ergebnisabführungsvertrages von der Allia Holding GmbH übernommen wird.

b) Vermögenslage

31.12.2015 31.12.2014 Veränderung
TEUR TEUR TEUR
Anlagevermögen 4.067 4.067 0
Forderungen gegen verbundene Unternehmen 1.287 3.512 -2.225
Sonstige Vermögensgegenstände 370 292 78
Flüssige Mittel 57 27 30
Umlaufvermögen 1.714 3.831 -2.117
Gesamtvermögen 5.781 7.898 -2.117
Eigenkapital 27 27 0
Steuerrückstellung 76 76 0
Übrige Rückstellungen 35 244 -209
Liefer- und Leistungsverbindlichkeiten 0 6 -6
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 5.642 7.473 -1.831
Übrige Verbindlichkeiten 1 72 -71
Fremdkapital insgesamt 5.754 7.871 -2.117
Gesamtkapital 5.781 7.898 -2.117

Die Veränderung der Forderungen gegen verbundene Unternehmen resultiert im Wesentlichen aus der Aufhebung der Dienstleistungsverträge zum Ende des Geschäftsjahres sowie den Zahlungen auf die Forderungen aus Ergebnisabführungsverträgen gegen die Gesellschafterin Allia Holding GmbH und der Tochtergesellschaft Koralle International GmbH für das Jahr 2014. Im aktuellen Geschäftsjahr wird die entsprechende Forderung für das Geschäftsjahr 2015 ausgewiesen.

Die sonstigen Vermögensgegenstände resultieren im Wesentlichen aus Umsatzsteuerforderungen im Rahmen der umsatzsteuerlichen Organschaft mit der Koralle Sanitärprodukte GmbH als Organgesellschaft der Sanitec Beteiligungs- und Servicegesellschaft mbH.

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen sind im Wesentlichen aufgrund der Veränderung der Verbindlichkeit aus dem Cash-Management-System gegenüber der Sanitec Europe Oyj sowie einer geringeren Verlustübernahmeverbindlichkeit gegenüber der Koralle Sanitärprodukte GmbH gesunken.

c) Finanzlage

Der Finanzmittelfonds setzte sich wie folgt zusammen:

31.12.2015 31.12.2014 Veränderung
TEUR TEUR TEUR
IHCA -4.524 -5.829 1.305
Bankguthaben 57 27 30
  -4.467 -5.802 1.335

Im Wesentlichen aufgrund der im Rahmen der Ergebnisabführungsverträge erhaltenen Einzahlungen hat sich die Verbindlichkeit aus dem Cash-Management-System in 2015 deutlich reduziert.

Die Finanzierung der Gesellschaft erfolgt durch die Sanitec Corporation, Helsinki (Finnland), oder sonstige Unternehmen der Sanitec-Gruppe zu marktüblichen Konditionen. Die Sanitec führt ein gruppenweites Cash-Management-System bei der Sanitec Europe Oyj, an dem auch die Sanitec Beteiligungs- und Servicegesellschaft mbH beteiligt ist.

d) Finanzielle Leistungsindikatoren

Die Überwachung der Gesellschaft erfolgt mittels des Betriebsergebnisses, welches im Wesentlichen aus der Erbringung von Beratungs- und Dienstleistungen resultiert, sowie des Beteiligungsergebnisses ihrer wesentlichen Tochtergesellschaft Koralle Sanitärprodukte GmbH, durch ein regelmäßiges Monitoring. Daneben werden weitere Kennzahlen (z.B. die Personalaufwandsquote) analysiert und beurteilt. Wesentliche Steuerungsgrößen als finanzielle Leistungsindikatoren für die Profitabilität der Gesellschaft im Konzern sind somit das Betriebsergebnis sowie das Finanzergebnis.

Eine Personalaufwandsquote, ermittelt nach der Formel Personalaufwand im Verhältnis zur Gesamtleistung, größer 96 % über einen längeren Zeitraum würde eine Unterauslastung des zur Erbringung der Beratungs- und Dienstleistungen vorgehaltenen Personals bedeuten, die mit den Auftraggebern zu ergründen wäre.

Nach der erfolgten Übernahme durch die Geberit werden die Steuerungsgrößen in der Integrationsphase derzeit überprüft bzw. zukünftig ggf. neu definiert.

e) Personalbericht

Per 31. Dezember 2015 waren insgesamt 2 Personen beschäftigt, diese scheiden per 31. Dezember 2015 aus. Diese Personalzahl umfasst auch die Dauerkranken und die teilzeitbeschäftigten Mitarbeiter. Die vergleichbare Zahl des Vorjahres betrug 80 Beschäftigte.

III. Nachtragsbericht

Herr Achim Bolanz wurde im Rahmen seines Ausscheidens als Geschäftsführer der Gesellschaft von der Gesellschafterin abberufen. Mit Wirkung zum 7. Januar 2016 wurde Herr Tim Berg als neuer Geschäftsführer der SBS bestellt.

IV. Prognose-, Chancen- und Risikobericht

1. Prognosebericht

Aufgrund des Wegfalls des Dienstleistungs- und Beratungsgeschäftes wird die Gesellschaft keine Umsätze erzielen und plant in der Jahreshochrechnung 2016 mit einem negativen Betriebsergebnis in Höhe von ca. TEUR 30. Als reine Holdinggesellschaft plant die Geschäftsführung mit einer erneut positiven Entwicklung des Finanzergebnisses von TEUR -1.350 auf ca. TEUR -410. Insgesamt wird mit einem Fehlbetrag vor Verlustübernahme von ca. TEUR -440 gerechnet.

2. Chancenbericht

Die Ertragssäule der SBS besteht in dem Halten sowie der Verwaltung von Beteiligungen. Wesentliche Chancen können sich für die Gesellschaft aus einer Verbesserung der Jahresergebnisse der Koralle Sanitärprodukte GmbH ergeben.

In 2011 wurde die Allia Holding GmbH als kapitalkräftige Muttergesellschaft durch den zwischen ihr und der Sanitec Beteiligungs- und Servicegesellschaft abgeschlossenen Beherrschungs- und Ergebnisabführungsvertrag unmittelbar und mittelbar ertragsteuerliche Organträgerin für alle Koralle-Gesellschaften.

Die Übernahme der Sanitec bedeutet für Geberit (Zitat Geschäftsbericht Geberit 2014) "eine Erweiterung der bisherigen strategischen Ausrichtung. Das künftige Produktangebot wird um den Bereich Sanitärkeramik ergänzt. Das neue Unternehmen vereint das technische Know-how im Bereich der Sanitärkeramik «hinter der Wand» mit der Designkompetenz «vor der Wand». Die Transaktion macht Geberit zum Marktführer für Sanitärprodukte und wird das Spektrum der bearbeiteten Märkte erweitern. Der Zugang zu den Endkunden und die Präsenz in den Showrooms werden gestärkt. Diese Aspekte sind insbesondere in jenen Märkten entscheidend, in denen die Endkunden wichtige Entscheidungsträger sind. Die Transaktion ermöglicht ein vielversprechendes Zusammengehen führender Marken in den Bereichen der Sanitärtechnologie und der Sanitärkeramik. Durch die hervorragende Reputation der beiden Unternehmen in Sachen Qualität und Zuverlässigkeit ihrer Produkte sowie hinsichtlich Service und Innovationsfähigkeit ergänzen sich die Unternehmen auf ideale Weise".

Vor diesem Hintergrund scheinen die Weichen der Koralle Sanitärprodukte GmbH, als wesentliche Tochtergesellschaft der Sanitec Beteiligungs- und Servicegesellschaft mbH, nach erfolgreicher Integration der Sanitec in die Geberit Gruppe in 2015 erst einmal gestellt. Konkreteres wird die nahe Zukunft zeigen, denn die Gesellschaft als Holding der Koralle-Gruppe ist nunmehr nach jahrelanger Zugehörigkeit zum Sanitec Konzern in der Geberit Gruppe eingebunden.

3. Risikobericht

Die Identifizierung und aktive Steuerung der unternehmerischen Risiken über ein Risikomanagement und Kontrollsystem sind Bestandteil unserer wertorientierten Unternehmensführung. Die Definition von Zielen und die Überwachung ihrer Erreichung auf der Basis eines mehrstufigen Planungs- und Informationssystems bilden den Kern des Risikomanagements.

Anhand geschäftsspezifischer Kennzahlen werden die kritischen Erfolgsfaktoren im Zeitablauf beobachtet, um so frühzeitig Fehlentwicklungen zu erkennen und zeitnah Gegenmaßnahmen einzuleiten.

Die wesentlichen Risiken der Sanitec Beteiligungs- und Servicegesellschaft mbH liegen in der Entwicklung der Beteiligungsergebnisse ihrer Tochtergesellschaft, im Wesentlichen der Koralle Sanitärprodukte GmbH. Da sich die Beteiligungserträge aus der Koralle Sanitärprodukte GmbH seit 2007 nachhaltig reduziert haben, wurden seitdem entsprechende Korrekturen des Beteiligungsbuchwerts vorgenommen.

Die Überprüfung der gegenwärtigen Risikosituation ergab, dass im Berichtszeitraum keine den Fortbestand des Unternehmens gefährdenden Risiken bestanden haben und auch für die Zukunft nicht erkennbar sind.

 

Vlotho, 4. März 2016

M. Hoetger

T. Berg

Bilanz zum 31. Dezember 2015

Aktiva

31.12.2015 31.12.2014
A. Anlagevermögen    
Finanzanlagen    
Anteile an verbundenen Unternehmen 4.067.189,43 4.067.189,43
B. Umlaufvermögen    
I. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände    
1. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 1.287.564,23 3.511.314,48
2. Sonstige Vermögensgegenstände 369.577,82 292.036,95
  1.657.142,05 3.803.351,43
II. Guthaben bei Kreditinstituten 56.887,78 27.220,46
  1.714.029,83 3.830.571,89
  5.781.219,26 7.897.761,32

Passiva

   
  31.12.2015 31.12.2014
 
A. Eigenkapital    
I. Gezeichnetes Kapital 11.454.267,50 11.454.267,50
II. Kapitalrücklage 13.093.335,05 13.093.335,05
III. Verlustvortrag -24.520.613,97 -24.520.613,97
  26.988,58 26.988,58
B. Rückstellungen    
1. Steuerrückstellungen 75.996,00 75.996,00
2. Sonstige Rückstellungen 34.964,76 243.844,24
  110.960,76 319.840,24
C. Verbindlichkeiten    
1. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 0,00 6.343,12
2. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 5.642.363,34 7.472.490,62
3. Sonstige Verbindlichkeiten 906,58 72.098,76
(davon aus Steuern € 906,58; Vorjahr € 72.076,99)    
  5.643.269,92 7.550.932,50
  5.781.219.26 7.897.761.32

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2015

2015 2014
1. Umsatzerlöse 3.216.400,24 4.426.877,16
2. Sonstige betriebliche Erträge 29.794,83 23.180,51
  3.246.195,07 4.450.057,67
3. Personalaufwand    
a) Löhne und Gehälter -2.561.121,70 -3.535.007,48
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung -512.417,34 -657.309,04
(davon für Altersversorgung € 661,80; Vorjahr € 6.687,32)    
  -3.073.539,04 -4.192.316,52
4. Sonstige betriebliche Aufwendungen -46.753,00 -102.160,52
5. Erträge aus Gewinnabführungsverträgen 73.528,23 23.200,04
6. Erträge aus Ausleihungen des Finanzanlagevermögens 0,00 53.157,41
7. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 22,00 46.844,00
8. Abschreibungen auf Finanzanlagen 0,00 -53.157,41
9. Aufwendungen aus Verlustübernahme -1.213.695,20 -1.640.702,32
10. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -210.021,28 -452.938,20
(davon an verbundene Unternehmen € 209.830,65; Vorjahr € 452.705,20)    
(davon aus der Aufzinsung von Rückstellungen € 0,00; Vorjahr € 233,00)    
11. Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit -1.224.263,22 -1.868.015,85
12. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 0,00 11.825,96
13. Sonstige Steuern 0,00 -336.296,00
14. Aufgrund eines Ergebnisabführungsvertrages übernommener Verlust 1.224.263,22 2.192.485,89
15. Jahresüberschuss 0,00 0,00

Anhang für das Geschäftsjahr 2015

Allgemeine Hinweise

Der Abschluss der Sanitec Beteiligungs- und Servicegesellschaft mbH, Vlotho (SBS), ist nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB) -unter Beachtung der Regelungen des Gesetzes betreffend die Gesellschaften mit beschränkter Haftung (GmbH-Gesetz)- aufgestellt. Die Vorschriften für mittelgroße Kapitalgesellschaften kommen zur Anwendung.

Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt.

Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Die Finanzanlagen sind zu Anschaffungskosten abzüglich außerplanmäßiger Abschreibungen auf Grund dauernder Wertminderung angesetzt.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zum Nennwert angesetzt. Guthaben bei Kreditinstituten sind zu Nennwerten angesetzt.

Die Rückstellungen sind so bemessen, dass alle Verpflichtungen und erkennbaren Risiken ausreichend berücksichtigt sind. Rückstellungen wurden in Höhe des Erfüllungsbetrages gebildet, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurden abgezinst.

Verbindlichkeiten sind mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt.

Latente Steuern werden aufgrund des bestehenden Ergebnisabführungsvertrages beim Organträger, der Allia Holding GmbH, Pfullendorf, ausgewiesen.

Erläuterungen zur Bilanz

Finanzanlagevermögen

Die Entwicklung der einzelnen Posten des Finanzanlagevermögens ist im Anlagenspiegel (Anlage zum Anhang) dargestellt.

Die Zusammensetzung des Anteilsbesitzes ist der folgenden Übersicht zu entnehmen:

Beteiligung Eigenkapital 31.12.2015 Ergebnis 2015 *)
% TEUR TEUR
Koralle International GmbH, Vlotho 100,00 3.821 74
Koralle Sanitärprodukte GmbH, Vlotho 100,00 2.773 -1.214
Servico Gesellschaft für Sanitärtechnik mbH, Weißenburg 100,00 55 401

*) vor Ergebnisabführung/-übernahme

Mit der Koralle International GmbH, Vlotho, und der Koralle Sanitärprodukte GmbH, Vlotho, bestehen Beherrschungs- und Ergebnisabführungsverträge. Zwischen der Koralle Sanitärprodukte GmbH und deren Tochtergesellschaft der Servico Gesellschaft für Sanitärtechnik mbH besteht ebenfalls ein Ergebnisabführungsvertrag.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind sämtlich innerhalb eines Jahres fällig.

Forderungen gegen die Gesellschafterin Allia Holding GmbH in Höhe von TEUR 1.224 (i. Vj. TEUR 2.192) aus dem Ergebnisabführungsvertrag werden unter den Forderungen gegen verbundene Unternehmen ausgewiesen.

Forderungen gegen verbundene Unternehmen in Höhe von TEUR 0 (i. Vj. TEUR 1.149) betreffen Lieferungen und Leistungen.

Eigenkapital

Das gezeichnete Kapital beträgt TDM 22.403 und wird mit dem amtlichen Umrechnungskurs von DM 1,95583 = EUR 1,00 auf TEUR 11.454 umgerechnet.

Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen wurden im Wesentlichen für Beiträge zur Berufsgenossenschaft (TEUR 11) sowie für ausstehende Eingangsrechnungen und Jahresabschlusskosten gebildet (TEUR 24) gebildet.

Verbindlichkeiten

Sämtliche Verbindlichkeiten sind wie im Vorjahr innerhalb eines Jahres fällig.

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen betreffen im Wesentlichen mit TEUR 4.524 Cash Pool-Verbindlichkeiten.

Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Umsatzerlöse

Die Umsatzerlöse in Höhe von TEUR 3.216 resultieren im Wesentlichen aus der Abrechnung der Dienstleistungsverträge mit verbundenen Unternehmen. Sie werden ausschließlich im Inland erzielt.

Sonstige betriebliche Erträge

Die sonstigen betrieblichen Erträge in Höhe von TEUR 30 sind periodenfremd und resultieren ausschließlich aus der Auflösung von Rückstellungen.

Personalaufwand

Die Löhne und Gehälter betragen im Berichtsjahr TEUR 2.561. Soziale Abgaben in Höhe von TEUR 512 betreffen mit TEUR 0,7 Aufwendungen für Altersvorsorge.

Sonstige betriebliche Aufwendungen

In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen in Höhe von TEUR 47 sind unter anderem Aufwendungen für Beratung und Beiträge in Höhe von TEUR 12 sowie für Dienstleistungen von verbundenen Unternehmen in Höhe von TEUR 11 enthalten.

Erträge und Aufwendungen aus Ergebnisabführungsverträgen

Die Erträge aus Gewinnabführungsverträgen in Höhe von TEUR 74 resultieren aus der Ergebnisabführung der Koralle International GmbH. Für die Verlustübernahme der Koralle Sanitär-produkte GmbH wurden TEUR 1.214 aufgewendet.

Steuern vom Einkommen und vom Ertrag

Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag im Vorjahr resultieren in voller Höhe aus Steuerkorrekturen auf Grund der Betriebsprüfung (2003 bis 2006) für Jahre vor der Organschaft. Für das laufende Geschäftsjahr fielen keine Korrekturen an.

Sonstige Angaben

Geschäftsführung

Geschäftsführer sind bzw. waren:

 

Gun Nilsson, Chief Financial Officer Sanitec Gruppe, Stockholm/Schweden (bis 23. September 2015),

 

Achim Bolanz, Geschäftsführer KERAMAG Keramische Werke GmbH, Ratingen (bis 7. Januar 2016),

 

Michael Hoetger, Geschäftsführer Koralle Sanitärprodukte GmbH, Löhne,

 

Tim Berg, Geschäftsführer KERAMAG Keramische Werke GmbH, Dinslaken (ab 7. Januar 2016).

Die Geschäftsführer erhielten ihre Bezüge nicht von der Gesellschaft.

Mitarbeiter

Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahres beschäftigten Mitarbeiter:

2015 2014
Gewerbliche Arbeiter 6 9
Angestellte 49 71
  55 80

Konzernverhältnisse

Die SBS ist nach § 293 HGB von der Aufstellung eines eigenen Konzernabschluss befreit, da die Größenkriterien nicht erfüllt sind.

Die Gesellschaft wird in den von der Geberit AG, Rapperswil-Jona, aufgestellten Konzernabschluss (größter und kleinster Konsolidierungskreis) einbezogen. Der Konzernabschluss ist am Sitz der Geberit AG erhältlich und abrufbar unter www.geberit.com

Ergebnisverwendung

Aufgrund des zwischen der Gesellschaft und der Allia Holding GmbH, Pfullendorf, abgeschlossenen Beherrschungs- und Ergebnisabführungsvertrags übernimmt die Allia Holding GmbH als Organträgerin den in 2015 erwirtschafteten Verlust der Sanitec Beteiligungs- und Servicegesellschaft mbH in Höhe von EUR 1.224.263,22.

 

Vlotho, den 4. März 2016

Sanitec Beteiligungs- und Servicegesellschaft mbH

Michael Hoetger

Tim Berg

Entwicklung des Anlagevermögens in der Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2015

Anschaffungskosten Kumulierte Abschreibungen Nettowerte
01.01.2015 31.12.2015 01.01.2015 31.12.2015 31.12.2015 31.12.2014
I. Finanzanlagen            
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 17.172.093,45 17.172.093,45 13.104.904,02 13.104.904,02 4.067.189,43 4.067.189,43
2. Sonstige Ausleihungen 1.060.061,32 1.060.061,32 1.060.061,32 1.060.061,32 0,00 0,00
  18.232.154,77 18.232.154,77 14.164.965,34 14.164.965,34 4.067.189,43 4.067.189,43

Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers

Wir haben den Jahresabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang - unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der Sanitec Beteiligungs- und Servicegesellschaft mbH, Vlotho, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2015 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften liegen in der Verantwortung der Geschäftsführer der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben.

Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der Geschäftsführer sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.

Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht steht in Einklang mit dein Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

 

Düsseldorf, den 4. März 2016

PricewaterhouseCoopers
Aktiengesellschaft
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Peter Weiler, Wirtschaftsprüfer

ppa. Richard Hindmarsh, Wirtschaftsprüfer

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