Praxen von Steuerberaterinnen und -beratern, Steuerbevollmächtigten sowie steuerberatende Berufsausübungsgesellschaften
Ihr Bäcker GmbH
Kalistraße 1, 06406 Bernburg (Saale), DEUStammdaten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Finanzübersicht
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Historie
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Management
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Carsten Lackert seit 7.8.2012 | Prokura |
Katrin Steinecke seit 7.8.2012 | Geschäftsführer |
Wirtschaftlich Berechtigte
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
Ungelöste Beteiligungen (2)
| Name | Anteil |
|---|---|
| 99.90% | |
Meisterbäckerei Steinecke Verwaltungsgesellschaft mit beschränkter Haftung | 0.10% |
Gesellschafter
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
2 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Bilanzkonten
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustrechnung
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Konzern- und Jahresabschlüsse
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Steinecke Holding GmbHMarientalKonzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2022 bis zum 31.12.2022KonzernlageberichtI. Grundlagen des Konzerns Die Unternehmensgruppe Steinecke ist ein familiengeführtes Traditionsunternehmen, welches die Produktion und den Vertrieb von Brot- und Backwaren zum Gegenstand hat. Wir betreiben Produktionsstandorte in Mariental, Berlin und Bernburg. Unser Absatzgebiet erstreckt sich auf die Bundesländer Niedersachsen, Sachsen-Anhalt, Sachsen, Brandenburg sowie Berlin, wo insgesamt 522 Verkaufsfilialen unterhalten werden, in denen der überwiegende Teil unseres gesamten Umsatzes erwirtschaftet wird. Als Familienunternehmen sind wir Bäcker aus Leidenschaft und stehen mit unserem Namen für die Qualität unserer Produkte. Für unsere im Durchschnitt des letzten Geschäftsjahrs beschäftigten 3.635 Mitarbeiter sind wir ein zuverlässiger Arbeitgeber und tragen insoweit Verantwortung für die Region. Unsere Geschäftspolitik ist, traditionelle Bodenständigkeit und Innovationsfreude zu vereinen. II. Geschäftsverlauf und Rahmenbedingungen Im Jahr 2022 waren die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen für das Bäckerhandwerk in Deutschland besonders infolge der negativen Auswirkungen des russischen Angriffskriegs auf die Ukraine von stark steigenden Energiekosten, Rohstoffengpässen und Inflationssorgen geprägt. Darüber hinaus führte die politisch forcierte Anhebung des gesetzlichen Mindestlohns um 22 % von 9,82 EUR/Std. im Januar 2022 auf 12,00 EUR/Std. im Oktober 2022 zu einem enormen Kostenproblem für alle personalkostenintensiven Unternehmen. Nach den Angaben des Zentralverbands des Deutschen Bäckerhandwerks e.V. erwirtschaftete die Branche mit seinen rund 238.200 Beschäftigten im Jahr 2022 einen Gesamtumsatz von 16,27 Mrd. Euro, welcher gegenüber dem Vorjahr um 9,3 % angestiegen ist. Die Verbraucherpreise sind nach den Erhebungen des statistischen Bundesamts im Jahr 2022 im Durchschnitt um 6,9 % angestiegen. Bei den Nahrungsmitteln insgesamt ergab sich ein Anstieg um 13,4 %, wobei sich die Preise für Brot und Getreideerzeugnisse um 13,1 % erhöhten. Nach den von der Gesellschaft für Konsumforschung für den Brotmarkt erhobenen Marktdaten kauften die privaten Haushalte in Deutschland im Jahr 2022 rund 1.647.000 Tonnen Brot, was einer Abnahme gegenüber dem Vorjahr um 3 % entspricht. Die Käuferreichweite für Brot lag stabil bei 97,7 % (Vorjahr: 97,6 %), das heißt, von 1.000 Haushalten in Deutschland kauften 977 im Jahr 2022 mindestens einmal Brot. Die durchschnittliche Einkaufsmenge von Brot je Käuferhaushalt ist von 42,6 Kilogramm im Jahr 2021 auf 41,6 Kilogramm im Jahr 2022 gesunken, wobei insbesondere die Anzahl von Ein- oder Zweipersonenhaushalten in Deutschland zunahm. Der Brot- und Backwarenmarkt gehört zu dem Bereich der Grundnahrungsmittelversorgung. In den vergangenen Jahren hat sich die Marktsituation am Backwarensektor jedoch spürbar verschärft. Während stetig steigende Rohstoff-, Energie- und Personalkosten sowie die Kosten für die Erfüllung gesetzlicher und behördlicher Auflagen die Unternehmen belasten, führt die flächendeckende Dichte des Angebots sowohl im Handels- als auch im Filialbereich zu einer weitgehenden Sättigung des Marktes, auf dem es immer schwerer wird, sich gegenüber den Mitbewerbern für den Konsumenten wahrnehmbar zu positionieren. Daneben führt die Ausweitung der SB-orientierten Verkaufskonzepte sowohl im Bereich des Lebensmitteleinzelhandels (LEH) als auch durch selbständige Franchise-Konzepte der Backwarenindustrie zur weiteren Verschärfung des Wettbewerbsumfeldes. Die Branche verzeichnet einen anhaltenden Konzentrationsprozess. Während kleinere Handwerksbäckereien zunehmend vom Markt verschwinden, nimmt der Anteil der industriellen Bäckereien mit filialisierenden SB-Betriebsformen, die sich im Wettkampf um Marktanteile befinden zu, welcher über eine aggressive Preis- und Standortpolitik geführt wird. Die Anzahl der Bäckereibetriebe ist seit den 1950er Jahren von ca. 55.000 (im alten Bundesgebiet) auf gut 9.607 Betriebe (Stand: 31.12.2022) in ganz Deutschland stark zurückgegangen. Der Konzentrationsprozess, dem der Markt seit Langem unterliegt, hielt damit an. Bei sinkender Zahl der Betriebe und nahezu unveränderter Zahl der Verkaufsstellen erhöhte sich die Zahl der Filialen pro Betrieb. Der Trend zu neuen Ernährungsgewohnheiten setzte sich auch 2022 unvermindert fort. Nach dem weitgehenden Ende der Corona Beschränkungen und der allmählichen Rückkehr in den Zustand vor den pandemiebedingten Kundeneinschränkungen ist zu beobachten, dass die positiven Entwicklungen von Lieferdiensten und Anbietern sog. Kochboxen stagnieren oder rückläufig sind. Auf dieser Basis lässt sich erkennen, dass die schnelle Mahlzeit unterwegs eher im Fokus der Verbraucher steht. Diese Einschätzung wird durch Prognosen untermauert, die der Fastfood Branche ein jährliches Marktwachstum von rd. 6% bis zum Jahr 2028 in Aussicht stellen. Gleichwohl steht dieser Entwicklung die vermehrte Nachfrage nach funktionellen und Clean Label-basierten sowie handwerklich erzeugten Lebensmitteln gegenüber. Auf Basis dieser Trends wird dem Markt für Brot und Backwaren ein Wachstum von 3,55% bis zum Jahr 2028 vorausgesagt. Da die Ernährungsgewohnheiten der Bevölkerung zu den Faktoren gehören, die für den wirtschaftlichen Erfolg des Bäckerhandwerks bestimmend sind, können diese Trends sich als Wachtums-Chance für uns erweisen. Das abgelaufene Geschäftsjahr 2022 stellte wie auch schon die beiden Vorjahre eine große wirtschaftliche Herausforderung für uns dar. Nachdem in den Geschäftsjahren 2020 und 2021 die negativen Auswirkungen der Corona-Kriese zu bewältigen waren, ergaben sich im Berichtsjahr besonders infolge des russischen Angriffskriegs auf die Ukraine für die Unternehmensgruppe erhebliche negative wirtschaftliche Auswirkungen durch stark steigende Energie- und Rohstoffkosten. Darüber hinaus führte die Anhebung des gesetzlichen Mindestlohns im Zeitraum von Januar 2022 bis Oktober 2022 um immerhin 22 % mittelbar in allen Lohn- und Gehaltsgruppen zu enormen Kostenanstiegen, welche durch Preissteigerungen für unsere Produkte nicht annähernd zu kompensieren waren. Einhergehend stiegen die Kosten für die Unterhaltung unseres Filialnetzes, da sich Preissteigerungen fossiler Energieträger direkt auf die Kosten des Fuhrparks bzw. der Logistik auswirkten. Gleichzeitig verteuern höhere Stromkosten das Betreiben der Verkaufsfilialen, insbesondere die Nutzung der strombetriebenen Ladenbacköfen. Die Beschränkungen der Corona Pandemie wurden im Jahr 2022 weitgehend aufgehoben, was gemeinsam mit dem verminderten Mehrwertsteuersatz grundsätzlich positive Auswirkungen auf den Gesamtumsatz hatte. Die vollständige Öffnung der Sitzbereiche, die partielle Rückkehr von Pendlern an ihre Arbeitsplätze und die konsequente Umsetzung von Preiserhöhungen in Folge der gestiegenen Kosten waren an der positiven Umsatzentwicklung beteiligt, auch wenn die enorme Belastung durch die gestiegenen Kosten davon nicht im ausreichenden Umfang gemindert werden konnte. Mit Blick auf das Jahr 2023 ist jedoch eine weitere Erhöhung der Umsätze und eine Konsolidierung der Kosten absehbar, was als Trend bereits in der zweiten Jahreshälfte des Berichtsjahres erkennbar wurde. Aufgrund unserer vorhandenen Rücklagen waren wir in der Lage, diese schwierige Geschäftsentwicklung auch ohne Aufnahme von Fremdmitteln zu bewältigen. Übereinstimmend mit unseren Prognosen im Vorjahr haben sich daher unsere Umsatzerlöse preisbedingt deutlich erhöht und ist das Jahresergebnis infolge der geschilderten deutlich überproportionalen Kostenanstiege im Vergleich zum Vorjahr erheblich gesunken. III. Ertragslage Zu den bedeutsamsten finanziellen Leistungsindikatoren der Geschäftsentwicklung der Unternehmensgruppe zählen die Umsatzentwicklung und das Jahresergebnis des Geschäftsjahrs. Im Geschäftsjahr 2022 haben sich die Umsatzerlöse gegenüber den Vergleichswerten des Vorjahrs um 8,8 % auf TEUR 199.123 erhöht, was bei einer Verkleinerung des Filialnetzes um 26 auf 522 Filialen auf inflationsbedingte Preiserhöhungen zurückzuführen ist. Der Durchschnittsbon pro Kunde konnte um rd. 7,2 % auf EUR 4,63 erhöht werden. Die Personalkosten erhöhten sich aufgrund vorgenommener Tariferhöhungen deutlich um 19,0 %. Die Personalkostenintensität ist mit 57,7 % (Vorjahr: 52,8 %) gegenüber dem Vorjahr stark angestiegen. Die Materialaufwendungen sind in Relation zur Umsatzentwicklung im Vergleich zum Vorjahr überproportional um 16,5 % angestiegen und haben einen Anteil von 16,8 % (Vorjahr: 15,7 %) vom Umsatz. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind im Vorjahresvergleich im Wesentlichen aufgrund höherer Umsatzmieten, Energie- und Kraftstoffkosten um TEUR 3.935 bzw. 8,3 % angestiegen. Insgesamt hat sich damit das Jahresergebnis des Geschäftsjahrs 2022 (einschließlich der Ergebnisanteile anderer Gesellschafter) von TEUR 1 im Vorjahr um TEUR -12.024 auf einen Jahresfehlbetrag von TEUR -12.022 verschlechtert. Die Umsatzrendite sank damit gegenüber dem Vorjahr von 0,0 % auf -6,0 %. Im Zuge der dargestellten Kostensteigerungen konnte die notwendige Kompensation dieser Mehrkosten über Preiserhöhungen nicht in einem Schritt vorgenommen werden. Eine zweite, zwingend notwendige Preisanpassung um 10% erfolgte somit erst zum 15.01.2023, so dass die Auswirkungen selbiger sich in das neue Geschäftsjahr verschoben. IV. Vermögens- und Finanzlage Bei einer Bilanzsumme von TEUR 74.918 stellen das Anlagevermögen mit TEUR 41.649, die liquiden Mittel in Höhe von TEUR 7.483 sowie die Wertpapiere des Umlaufvermögens zur kurzfristigen Geldanlage in Höhe von TEUR 17.290 die wesentlichen Vermögensposten der Unternehmensgruppe dar. Das Anlagevermögen ist gegenüber dem Vorjahr insgesamt um TEUR 2.369 bzw. 5,4 % gesunken. Den Zugängen in Höhe von TEUR 8.203 stehen Abschreibungen in Höhe von TEUR 10.064 und Buchwertabgänge in Höhe von TEUR 508 gegenüber. Der Anteil des langfristig gebundenen Vermögens beträgt zum Stichtag 55,6 % der Bilanzsumme. Die Passivseite der Bilanz wird im Wesentlichen durch das Eigenkapital in Höhe von TEUR 22.876 und die Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern in Höhe von TEUR 38.773 gekennzeichnet. Die Quote des von Gesellschaftern zur Verfügung gestellten Eigen- und Fremdkapitals an der Bilanzsumme beträgt damit 82,3 % (Vorjahr: 87,0 %). Im abgelaufenen Geschäftsjahr 2022 wurde ein Cash-Flow aus laufender Geschäftstätigkeit in Höhe von TEUR 2.764 erwirtschaftet, der zusammen mit dem negativen Cash-Flow aus der Investitionstätigkeit von TEUR -6.734 und dem negativen Cash-Flow aus der Finanzierungstätigkeit von TEUR -416 insgesamt zu einem Rückgang des Finanzmittelbestands um TEUR -4.386 führte. Am Bilanzstichtag waren frei verfügbare liquide Mittel in Höhe von TEUR 7.483 und jederzeit liquidierbare Wertpapiere in Höhe von TEUR 17.290 vorhanden. Die Liquidität der Unternehmensgruppe war im abgelaufenen Geschäftsjahr damit jederzeit gewährleistet. V. Nichtfinanzielle Leistungsindikatoren Die Entwicklung und Fortbildung unserer Mitarbeiter gehört zu den wesentlichen nichtfinanziellen Leistungsindikatoren im Unternehmen. Grundsätzlich führen wir daher umfassende innerbetriebliche Maßnahmen zur Schulung und Qualifizierung der Mitarbeiter durch, um deren Motivation und Kompetenz zu erhöhen und auf diese Weise zur Zufriedenheit der Kunden beizutragen. Mitarbeiterschulungen konnten auch in diesem Jahr nur in sehr reduziertem Umfang, im Bereich der Ausbildung fast ausschließlich in digitaler Form vorgenommen werden. Die besonderen Herausforderungen der Personalentwicklung bestehen weiterhin darin, qualifiziertes Personal und genügend Nachwuchs für das Unternehmen gewinnen zu können. Aus diesem Grund wurden im abgelaufenen Geschäftsjahr im Jahresdurchschnitt 145 (Vorjahr: 152) Auszubildende in verschiedenen Ausbildungsberufen beschäftigt. Die Suche nach neuen Mitarbeitern sowie die Ausbildung und Bindung von Personal wurde durch das neue Ausbildungskonzept unterstützt. Ferner wurde die Bildung eines eigenen Recruiting-Bereichs beschlossen, welcher künftig die bisherigen Bemühungen bündeln und weiter professionalisieren soll. Die ersten Erfolge aus den dafür nötigen organisatorischen Änderungen werden erst für das Jahr 2024 erwartet. Grundsätzlich haben wir erkannt, dass das langfristige Personalmanagement unser Fokus sein soll um dem drohenden aber auch bereits bestehenden Fachkräftemangel erfolgreich begegnen zu können. VI. Prognosebericht In unserem Geschäftsbereich erwarten wir einen weiteren Strukturwandel am Brot- und Backwarenmarkt. Durch Übernahmen und Zusammenschlüsse wird die Zahl der Bäckereibetriebe bei gleichzeitig anhaltender Filialisierung weiter zurückgehen. Auch die Discounter, die ihre Industrieware an vielen Standorten nach dem Selbstbedienungskonzept anbieten, werden durch die Vermarktung ihrer Waren in den Vorkassenzonen weitere Marktanteile gewinnen. Daneben entsteht eine immer größere Vielfalt an industriell gefertigten Brot- und Backwaren im Supermarkt, vornehmlich frisch aufgebacken im Bake-Off-Bereich, aber auch in filialisierten Einzelstandorten. Markenorientierte Vertriebsformen, wie Subway, McDonald`s oder diverse Coffee-Shop-Ketten, erweitern ständig ihr Sortiment in den Kernsortimenten des Bäckerhandwerks. Filialkonzepte wie Dean & David, LÓsteria, Frittenwerk, Hans im Glück konkurrieren neben neuen Konzepten für Donuts, Bagels, Bowls oder vegetarische bzw. vegane Produkte mit den Bäckereifilialísten um die tägliche Food-Nachfrage beim Konsumenten. Der Marktanteil des traditionellen Bäckerhandwerks wird daher eher sinken, besondere Wachstumsbewegungen erwarten wir mittelfristig nicht am Markt. Aufgrund des Wegfalls einiger Backwarenunternehmen, werden sich neue Chancen für die verbliebenen Unternehmen ergeben, den Umsatz entsprechend zu steigern. Die Konsolidierung unseres Filialnetzes setzen wir konsequent fort, indem wir Filialen mit negativem Deckungsbeiträgen schließen oder an die örtlichen Gegebenheiten anpassen um das Ergebnis zu verbessern. Dennoch soll das Filialnetz nicht schrumpfen, sondern vielmehr qualitativ ausgebaut werden. Für das folgende Geschäftsjahr 2023 erwarten wir für die Entwicklung unserer Umsatzerlöse einen weiteren preisbedingten deutlichen Anstieg im Vergleich zum Geschäftsjahr 2022. Für das Jahresergebnis 2023 sehen wir aufgrund sich stabilisierender bzw. nur unterproportional steigender Kosten insbesonder für Personal eine deutliche Verbesserung im Vergleich zu Berichtsjahr. Unter anderem wird die im Januar 2023 vorgenommene Preiserhöhung zu einer signifikanten Ergebnisverbesserung beitragen. Eine gesicherte Prognose hinsichtlich politischer und wirtschaftlicher Rahmenbedingungen für das kommende Jahr ist nur schwer zu treffen. Volatile Rahmenbedingungen an Märkten für Rohstoffe jeglicher Art, können hierbei auch jederzeit die angestrebte Ergebnisverbesserung sowohl positiv als auch negativ stark beeinflussen. VII. Risikobericht Um die mit der Herstellung von Brot- und Backwaren verbundenen unternehmerischen Risiken zu kontrollieren und mögliche Risiken zu begrenzen, werden verschiedene Instrumente eingesetzt. Entsprechend den jeweiligen Anforderungen werden diese permanent weiterentwickelt. Oberste Priorität hat für uns die Einhaltung der internen Vorgaben für Qualität und Hygiene, gemäß der in der Lebensmittelhygieneverordnung festgelegten Eigenkontrollen und der Umsetzung des HACCP-Konzeptes. Verarbeitet werden nur Rohstoffe ausgesuchter Qualitäten mittels modernster hygieneorientierter und energieeffizienter Technik. Wirtschaftliche Risiken werden mittels entsprechender Controllinginstrumente (Marktanalysen, Bestandscontrolling, Budgetierung, Berichtswesen) überwacht und ständig den sich ergebenden Veränderungen angepasst. Bei unseren Produkten handelt es sich im Wesentlichen um Brot- und Backwaren, also Grundnahrungsmittel, die unabhängig von der gesamtwirtschaftlichen Situation verzehrt werden. Risiken der künftigen wirtschaftlichen Entwicklung werden jedoch in einem zunehmenden Wettbewerb gesehen, dem sich die traditionellen Bäckereien gegenüber dem Lebensmitteleinzelhandel, Discountern und auch anderen modernen markenorientierten Vertriebsformen, wie beispielsweise Subway, McDonald's, diversen Coffee-Shop-Ketten oder SB-Bäckereien ausgesetzt sehen. Im Rahmen unserer operativen Tätigkeit der Herstellung und des Vertriebs von Brot- und Backwaren sind wir stets Risiken ausgesetzt, die mit unternehmerischem Handeln verbunden sind. Zur frühzeitigen Erkennung, zur Bewertung und zum konsequenten Umgang mit Risiken haben wir Steuerungs- und Kontrollsysteme eingesetzt, die permanent weiterentwickelt werden. Ihr Einsatz gewährleistet die rechtzeitige Information der Entscheidungsträger hinsichtlich deren Entwicklung zur Einleitung geeigneter Gegenmaßnahmen. Innerhalb des Unternehmens sind die jeweiligen Zuständigkeiten festgelegt. Hinsichtlich finanzwirtschaftlicher Risiken ist zu erwähnen, dass unsere offene und zeitnahe Informationspolitik sowie die Gleichbehandlung aller Kreditoren die Grundlage für deren Vertrauen ist. Die Eigenmittelausstattung, die laufenden Cashflows sowie die zur Verfügung stehenden Kreditlinien sind Basis für die langfristige Unternehmensfinanzierung. Unsere Mitarbeiter gehören zu den entscheidenden Erfolgsfaktoren. Die Förderung von Mitarbeitern in Kombination mit Führungsgrundsätzen reduziert das Risiko der Personalfluktuation und sichert den hohen Qualifikationsstandard der Mitarbeiter. Der Mangel an qualifizierten Arbeitskräften und ausgebildeten Fachkräften ist ein Risiko, welches für die meisten Unternehmen in Deutschland ganz real ist. Auch wir waren im Jahr 2022 davon betroffen, sodass nicht alle Vakanzen besetzt werden konnten und die Fluktuationsquote deutlich zu hoch lag. Auch für die Zukunft ist mit einer ähnlichen Situation zu rechnen, sodass wir uns den gegebenen Rahmenbedingungen anpassen müssen. Es ist eine unserer Hauptaufgaben, dieser Gefährdung zu begegnen und mit unseren eingeleiteten Schritten Lösungen zu finden. Bestandsgefährdende oder entwicklungsbeeinträchtigende Risiken bestehen für die Unternehmensgruppe weiterhin nicht. VIII. Chancenbericht Geschäftschancen sehen wir darin, uns durch unsere Sortimentenvielfalt, Produktqualität, Frische und Service hervorzuheben. Wir verfolgen die Strategie, durch unseren Auftritt und unsere Produkte ein einzigartiges Konzept zu entwickeln, mit dem wir uns im Markt profilieren und uns von den Wettbewerbern als Marke unterscheiden. Wir haben unseren Marktauftritt durch ein völlig überarbeitetes Ladenbaukonzept erneuert, die Investitionen jedoch aufgrund der pandemischen Lage sehr verhalten ausgeübt. Die Zeit wurde genutzt, um dieses Konzept weiter zu entwickeln, sodass wir große Chancen darin sehen, durch weitere Umbauten und auch Neueröffnungen, den Umsatz auf bestehender wie auch neuer Fläche auszubauen. Die konsequente Analyse unserer bestehenden sowie potentieller, neuer Standorte birgt die Chance, hier den Umsatz weiterhin zu steigern, gleichzeitig aber auch positivere Ergebnisse zu erzielen, da wir Standorte eröffnen und weiterführen, die unseren Absatzfokus bestmöglich unterstützen. Mit der Einführung eines neuen Warenwirtschaftssystems und dem Einsatz Künstlicher Intelligenz zur Bestelloptimierung, Vermeidung von Retouren und einem optimierten Wareneinsatz werden zusätzliche Instrumente für eine Ergebnisverbesserung geschaffen. Deren Auswirkungen werden jedoch erst zum Ende des Jahres 2024 zum Tragen kommen. Auch wird eine fortschreitende Digitalisierung in den einzelnen Unternehmensbereichen mit der Verschlankung von Prozessen und damit verbundenen Kosteneinsparungen einhergehen. Ein weiterer Schwerpunkt liegt in der Nutzung des technischen Fortschritts und Beachtung dessen Einflusses auf die Produktions- und Arbeitsbedingungen. Investitionen in die filialbezogenen Arbeitsprozesse, beispielsweise in eine verbesserte Gärtechnik oder verbesserte Reinigungsprozesse sollten die Arbeitsabläufe in den Filialen für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter deutlich vereinfachen. Zielsetzungen sind die Erhöhung der Mitarbeiterzufriedenheit und die Vereinfachung von Anforderungsprofilen zur Neugewinnung von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern. Durch den Einsatz neuester Technologien im Hinblick auf eine Verstetigung und Verbesserung der Qualität unserer hochwertigen und stets ofenfrischen Brot- und Backwaren sowie der Nutzung aller Synergiepotenziale in Einkauf, Produktion und Vertrieb wollen wir unsere Marktposition mit unseren traditionellen handwerklichen Qualitätsprodukten erfolgreich ausbauen. Insgesamt sehen wir optimistisch in die Zukunft, den realen Gefahren und Risiken steht eine große Zahl an Konzepten, Ideen und Chancen gegenüber, deren Umsetzungsprozess entweder kurzfristig beginnt oder bereits begonnen wurde.
Mariental, den 04. Dezember 2023 gez. Katrin Steinecke, Geschäftsführerin gez. Carsten Lackert, Geschäftsführer KonzernbilanzAktiva
Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung
Konzernkapitalflussrechnung
Konzerneigenkapitalspiegel
KonzernanhangI. Allgemeine Angaben Die Firma des Mutterunternehmens lautet Steinecke Holding GmbH. Es hat seinen Sitz in Mariental und ist im Handelsregister des Amtsgerichts Braunschweig unter der Registernummer HRB 201220 eingetragen. II. Angaben zu Inhalt und Gliederung des Konzernabschlusses Der Konzernabschluss für das Geschäftsjahr 2022 wurde nach den handelsrechtlichen Vorschriften der §§ 290 ff. HGB unter Beachtung der ergänzenden Bestimmungen des Gesellschaftsvertrages aufgestellt. Die Gliederung der Bilanz erfolgt nach dem Schema des § 266 Abs. 2 und 3 HGB. Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren des § 275 Abs. 2 HGB aufgestellt. III. Konsolidierungskreis Der Konsolidierungskreis umfasst neben der Steinecke Holding GmbH, Mariental, als Mutterunternehmen folgende Tochterunternehmen:
Die Tochterunternehmen Meisterbäckerei Steinecke GmbH & Co. KG, Mariental, Ihr Bäcker GmbH, Bernburg, Steinecke's Heidebrot Backstube GmbH & Co. KG, Berlin, erfüllen die Voraussetzungen des § 264b HGB bzw. § 264 Abs. 3 HGB. Sie sind daher von den in § 325 HGB geregelten Offenlegungspflichten befreit. IV. Konsolidierungsmethoden In dem Konzernabschluss wurde der Jahresabschluss des Mutterunternehmens mit den Jahresabschlüssen der Tochterunternehmen durch Vollkonsolidierung zusammengefasst. Die Kapitalkonsolidierung wurde für Erwerbsvorgänge, die vor dem 01.01.2010 erfolgten, als Vollkonsolidierung nach der Buchwertmethode durchgeführt. Die aus der Kapitalkonsolidierung resultierenden Unterschiedsbeträge wurden dabei im Jahr der Erstkonsolidierung vollständig abgeschrieben (Art. 66 Abs. 3 Satz 4 EGHGB). Für Erwerbsvorgänge nach dem 31.12.2009 erfolgte die Kapitalkonsolidierung gemäß § 301 Abs. 1 Satz 2 HGB als Vollkonsolidierung nach der Neubewertungsmethode durch Verrechnung der Beteiligungsansätze mit dem anteiligen Eigenkapital auf Grundlage der Wertansätze zum Zeitpunkt der Aufstockung von Anteilen. Der nach der Verrechnung verbleibende Unterschiedsbetrag wurde gemäß § 301 Abs. 3 HGB als Geschäfts- oder Firmenwert ausgewiesen und gemäß § 309 Abs. 1 HGB über seine betriebliche Nutzungsdauer von fünf Jahren abgeschrieben. Die Schuldenkonsolidierung erfolgte nach § 303 Abs. 1 HGB durch Eliminierung der Forderungen mit den entsprechenden Verbindlichkeiten der konsolidierten Unternehmen. Von der Zwischenergebniseliminierung wurde gemäß § 304 Abs. 2 HGB abgesehen, da die Lieferungen und Leistungen zwischen den Konzernunternehmen zu üblichen Marktbedingungen vorgenommen wurden, und die Zwischenergebnisse für die Vermittlung eines den tatsächlichen Verhältnissen entsprechenden Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns nur von untergeordneter Bedeutung sind. Die Aufwands- und Ertragskonsolidierung erfolgte gemäß § 305 Abs. 1 HGB durch Verrechnung der Umsatzerlöse und sonstigen betrieblichen Erträge zwischen den konsolidierten Unternehmen mit den entsprechenden Aufwendungen. Die Zinsen und ähnlichen Erträge sowie die Erträge aus Gewinnabführungsverträgen sind ebenfalls mit den entsprechenden Aufwendungen verrechnet worden. V. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Die Jahresabschlüsse der einbezogenen Tochterunternehmen wurden in den Konzernabschluss entsprechend den gesetzlichen Vorschriften einheitlich nach den bei dem Mutterunternehmen geltenden Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätzen aufgestellt. Immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen wurden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten vermindert um planmäßige Abschreibungen bewertet. Die planmäßigen Abschreibungen wurden nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände linear sowie vorgenommen. Geringwertige Anlagegüter mit Anschaffungskosten bis EUR 800 wurden im Zugangsjahr voll abgeschrieben und im Anlagenspiegel fiktiv als Abgang erfasst. Die Vorräte wurden unter Beachtung des strengen Niederstwertprinzips mit den Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten oder dem niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt. Bei der Berechnung der Herstellungskosten wurden angemessene Teile der notwendigen Material- und Fertigungsgemeinkosten und des Werteverzehrs des Anlagevermögens einbezogen. Die Forderungen, sonstigen Vermögensgegenstände und Wertpapiere wurden zu Anschaffungskosten oder dem niedrigeren beizulegenden Wert am Bilanzstichtag angesetzt. Der Ansatz liquider Mittel erfolgte zum Nominalwert. Als Rechnungsabgrenzungsposten sind auf der Aktivseite Ausgaben vor dem Bilanzstichtag ausgewiesen, soweit sie Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen. Das gezeichnete Kapital wurde zum Nennbetrag angesetzt. Als Kapitalrücklage wurde der Betrag von anderen Zuzahlungen in das Eigenkapital ausgewiesen. Die nicht dem Mutterunternehmen gehörenden Anteile an Tochterunternehmen wurden gemäß § 307 HGB innerhalb des Eigenkapitals unter dem Posten "nicht beherrschende Anteile" gesondert ausgewiesen. Investitionszuschüsse für die Anschaffung von Gegenständen des Anlagevermögens wurden gemäß § 265 Abs. 5 HGB unter Erweiterung des gesetzlichen Gliederungsschemas als Sonderposten für Zuschüsse ausgewiesen und korrespondierend zur Buchwertentwicklung der jeweils begünstigten Vermögensgegenstände aufgelöst. Rückstellungen wurden für ungewisse Verbindlichkeiten in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags gebildet. Die Verbindlichkeiten sind in Höhe des Erfüllungsbetrags passiviert. VI. Erläuterungen zur Konzernbilanz und Konzerngewinn- und Verlustrechnung 1. Anlagevermögen Die Aufgliederung und Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2022 ist in dem als Anlage beigefügten Konzernanlagenspiegel dargestellt. 2. Sonstige Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen beinhalten ungewisse Verbindlichkeiten aus Personalverpflichtungen, Abschluss- und Prüfungskosten, Umsatzmieten sowie die Schwerbehindertenausgleichsabgabe. 3. Verbindlichkeiten Restlaufzeit und Besicherung der Verbindlichkeiten ergeben sich wie folgt:
4. Umsatzerlöse Die Umsatzerlöse resultieren aus der Herstellung und dem Vertrieb von Brot- und Backwaren im Inland. Eine erhebliche Unterscheidung nach Tätigkeitsbereichen sowie nach geografisch bestimmten Märkten liegt nicht vor. VII. Sonstige Pflichtangaben Sonstige finanzielle Verpflichtungen Aus Mietverträgen für Verkaufsfilialen mit jeweils mehrjähriger Mietdauer bestehen finanzielle Verpflichtungen mit einem Gesamtbetrag in Höhe von rd. EUR 37 Mio. Arbeitnehmerzahl Die Zahl der durchschnittlich während des Geschäftsjahrs beschäftigten Arbeitnehmer ergibt sich wie folgt:
Organmitglieder Als Geschäftsführer des Mutterunternehmens sind Frau Katrin Steinecke, Mariental, und Herr Carsten Lackert, Mariental, bestellt. Die Angabe der Gesamtbezüge der Geschäftsführung unterbleibt gemäß §§ 314 III, 286 IV HGB. Gesamthonorar des Abschlussprüfers Das von dem Abschlussprüfer des Konzernabschlusses für das Geschäftsjahr berechnete Gesamthonorar setzt sich wie folgt zusammen:
Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Bilanzstichtag Nach dem Schluss des Geschäftsjahrs sind keine Vorgänge von besonderer Bedeutung für die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Unternehmensgruppe eingetreten.
Mariental, den 04. Dezember 2023 gez. Katrin Steinecke, Geschäftsführerin Carsten Lackert, Geschäftsführer Konzernanlagespiegel
sonstige BerichtsbestandteileAngaben zur Feststellung: Der Jahresabschluss wurde am 11.12.2023 festgestellt. BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die Steinecke Holding GmbH Prüfungsurteile Wir haben den Konzernabschluss der Steinecke Holding GmbH und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern) - bestehend aus der Konzernbilanz zum 31. Dezember 2022, der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, dem Konzerneigenkapitalspiegel und der Konzernkapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2022 bis zum 31. Dezember 2022 sowie dem Konzernanhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Konzernlagebericht der Steinecke Holding GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2022 bis zum 31. Dezember 2022 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse - entspricht der beigefügte Konzernabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage des Konzerns zum 31. Dezember 2022 sowie seiner Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2022 bis zum 31. Dezember 2022 und - vermittelt der beigefügte Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Konzernlagebericht in Einklang mit dem Konzernabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist. Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Konzernlagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und Konzernlageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus - identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Konzernabschluss und Konzernlagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können. - gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Konzernabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Konzernlageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme abzugeben. - beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben. - ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Konzernabschluss und im Konzernlagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass der Konzern seine Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann. - beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Konzernabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Konzernabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. - holen wir ausreichende geeignete Prüfungsnachweise für die Rechnungslegungsinformationen der Unternehmen oder Geschäftstätigkeiten innerhalb des Konzerns ein, um Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht abzugeben. Wir sind verantwortlich für die Anleitung, Überwachung und Durchführung der Konzernabschlussprüfung. Wir tragen die alleinige Verantwortung für unsere Prüfungsurteile. - beurteilen wir den Einklang des Konzernlageberichts mit dem Konzernabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Konzerns. - führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Konzernlagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen. Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Helmstedt, den 04. Dezember 2023 Treuhand
Ostfalen GmbH
gez. Küstermann, Wirtschaftsprüfer |
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