Stammdaten

Register
Amtsgericht Hanau HRB 90758
Eingetragen
23.11.2001
Branche
Großhandel mit WerkzeugmaschinenHerstellung von PrüfmaschinenGroßhandel mit industriellen Textil-, Näh- und Strickmaschinen
Gegenstand
Entwicklung, Herstellung und Vertrieb von sowie Handel mit Komponenten, Modulen und Systemen auf dem Gebiet vorwiegend der Schwingungstechnik und Akustik.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Annette Gabriel
seit 14.4.2026
Prokura
Frédéric Flory
seit 10.3.2026
Prokura
Uwe Udo Geidel
seit 24.10.2025
Prokura
Michael Borbe
seit 11.7.2025
Geschäftsführer
Stefanie Regina Knop
seit 28.3.2024
Prokura
Geschäftsführer
Kolja Kress
seit 14.4.2023
Geschäftsführer
Jürgen Eck
seit 10.12.2021
Prokura
Prokura
Martin Kremser
seit 21.3.2012
Prokura
Prokura
Uwe Reichert
seit 31.5.2005
Prokura

Wirtschaftlich Berechtigte

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
100.00%

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Woco Industrietechnik GmbH
Germany
25.000 €
100.00%

Beteiligungen

NameAnteil
No data available

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Woco Industrietechnik GmbH

Bad Soden-Salmünster

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2020 bis zum 31.12.2020

Sonstige Berichtsbestandteile

Angaben zur Feststellung:

Der Jahresabschluss der Woco Industrietechnik GmbH zum 31. Dezember 2020 wurde am 25.03.2021 festgestellt.

Amtsgericht Hanau, HRB 90758

Lagebericht 2020

1. Wirtschaftliche Rahmenbedingungen

1.1 Weltwirtschaft

Die Corona-Pandemie und die weitreichenden staatlichen Maßnahmen zur Reduzierung der hohen Inzidenzzahlen bzw. Eindämmung der weiteren Verbreitung des neuartigen Virus haben die Weltkonjunktur im Jahr 2020 in Atem gehalten. Nach dem Ausbruch von Covid-19 in der VR China Ende 2019 und der raschen Verbreitung in der größten Volkswirtschaft wurde die Viruserkrankung erstmals Ende Januar in Frankreich per positivem Testergebnis nachgewiesen und entwickelte sich in der Folge zu einer global grassierenden Pandemie. Damit wurden alle übrigen wirtschaftlichen Krisenherde in den Schatten gestellt. Während der Internationale Währungsfond ("IWF") Ende Februar noch davor gewarnt hatte, dass das weltweite Wachstum mittelfristig unter seinem historischen Durchschnitt bleiben werde und die Abwärtsrisiken für die VR China und damit auch den Rest der Welt überwögen, entwickelte sich die Corona-Pandemie zur schwersten Gesundheits- und Wirtschaftskrise seit dem Zweiten Weltkrieg. Folglich rechnet das Institut für Weltwirtschaft ("lfW'), Kiel, in seinem Konjunkturbericht vom Dezember 2020 mit einem Rückgang der Weltproduktion um -3,8 %, nachdem zu Beginn des Jahres aufgrund der noch nicht erkennbaren Tragweite der sich zu diesem Zeitpunkt auf die VR China konzentrierenden Virus-Erkrankung mit einem weiteren, wenn auch gedämpften Wachstum gerechnet worden war.

Laut dem Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung an der Universität München e.V. ("ifo") reduzierte sich das globale Bruttoinlandsprodukt in der ersten Jahreshälfte um knapp 10 % gegenüber dem Schlussquartal 2019. Forciert durch die rigiden staatlichen Maßnahmen zur Eindämmung der weiteren Ausbreitung des noch unbekannten Corona-Virus brachen weltweit die Produktionsleistung, aber auch der grenzüberschreitende Warenverkehr massiv ein. Teilweise mussten die Unternehmen im April bzw. bis in den Mai hinein die Produktionsanlagen komplett stilllegen, um den staatlich angeordneten Infektionsschutzmaßnahmen gerecht zu werden. Eine temporäre Entspannung der Situation im Sommer mit abnehmenden Infektionszahlen zog die Lockerung der auferlegten Maßnahmen und infolge dessen ein Anziehen der gesamtwirtschaftlichen Produktion nach sich, was sich in einer Erholung der Wirtschaftsdaten widerspiegelte. Im Herbst nahm das Infektionsgeschehen aber wieder spürbar an Fahrt auf, sodass die Maßnahmen schrittweise verschärft wurden und in verschiedenen europäischen Staaten einen zweiten Shutdown nach sich zogen. Allerdings dürften die unmittelbaren wirtschaftlichen Auswirkungen dieses Mal geringer sein als im Frühjahr, da sich die staatlichen Infektionsschutzmaßnahmen bislang im Wesentlichen auf Anbieter von Dienstleistungen konzentrieren, die mit intensiven sozialen Kontakten einhergehen. Dennoch wurde die konjunkturelle Erholung infolge der kolportierten zweiten Welle vorerst gestoppt. Nach dem Zwischenspurt im dritten Quartal wird für das Schlussquartal wieder ein schrumpfendes Bruttoinlandsprodukt erwartet.

Die Corona-Pandemie und die daraus erwachsenen wirtschaftlichen Folgen haben sich in unterschiedlicher Intensität in den Wirtschaftsdaten der Länder bzw. Regionen niedergeschlagen.

Besonders betroffen von den Folgewirkungen der Pandemie sind die fortgeschrittenen Volkswirtschaften, in denen es bislang nicht gelungen ist, das Infektionsgeschehen nachhaltig und dauerhaft einzudämmen. Die Winterprognose des ifo-Instituts geht von einem Rückgang des Bruttoinlandsprodukts dieser Ländergruppe in der Größenordnung von -5,2 % aus. Insbesondere das Vereinigte Königreich (-11,3 %) und der Euroraum (-7,4 %) tragen zu dieser Entwicklung überproportional bei. Trotz einer weiterhin hohen Zahl von Neuinfizierten und Todesfällen liegt der erwartete Rückgang der Wirtschaftsleistung in den Vereinigten Staaten von Amerika mit -3,6 % unter dem Durchschnitt dieser Gruppierung. Für das deutsche Bruttoinlandsprodukt in 2020 erwartet das ifo-Institut einen Rückgang um -5,4 % gegenüber dem Vorjahr.

In der VR China, in der das Corona-Virus seinen Ausgang genommen hatte, zeigten die staatlichen Maßnahmen bereits frühzeitig einen nachhaltigen Erfolg. Die Konsequenz in der Umsetzung der Maßnahmen zur Reduzierung der sozialen Kontakte führte dazu, dass bereits im Juni wieder das Vorkrisenniveau erreicht werden konnte. Auf Jahresbasis wird deshalb noch mit einem Wachstum von 1,9 % gerechnet. Aufgrund des konsequenten Durchgriffs der Staaten und der bereits vorhandenen Erfahrungen mit Epidemien gelang es auch anderen asiatischen Ländern, die negativen Auswirkungen aus der Corona-Pandemie einzugrenzen, sodass der Rückgang der Wirtschaftsleistung in den dortigen Schwellenländern mit -1,2 % deutlich moderater ausfällt. Dem gegenüber waren die Einschnitte in Indien (-9,4 %), Mexiko (-9,2 %) und Brasilien (-5,0 %), die ebenfalls der Gruppe der Schwellenländer zugerechnet werden, deutlich weitreichender.

1.2 Branchenentwicklung

Die Auftragslage der Woco Industrietechnik GmbH ("Woco IT") wird wesentlich durch die konjunkturelle Entwicklung der Automobilindustrie beeinflusst.

Auf Basis der im Januar 2021 veröffentlichten Statistiken des Verbands der Automobilindustrie ("VDA") sahen sich die internationalen Automobilmärkte im Berichtsjahr mit einem Rückgang der Absatzzahlen um 15 % auf knapp 68 Millionen Einheiten konfrontiert. Während die Folge-Wirkungen der Covid-19-Pandemie den Absatz in Westeuropa überproportional trafen und der Pkw-Absatz im Jahresvergleich um 24 % gegenüber dem Vorjahr sank, erholte sich der chinesische Markt mit einem Absatzrückgang um 6 % auf knapp 20 Millionen abgesetzter Pkw schneller vom Einbruch in der ersten Jahreshälfte. Daneben gingen die Verkaufszahlen in den Vereinigten Staaten von Amerika im abgeschlossenen Jahr um 15 % zurück, nachdem der Absatz im Vorjahr noch einen sehr moderaten Rückgang zu verzeichnen hatte. Bei den vorgenannten Ländern / Regionen handelt es sich um die strategisch wichtigen Märkte, welche die Woco Gruppe aus ihrer Organisation bedient. Weiterhin haben die folgenden Märkte eine nachrangige Bedeutung: Brasilien verzeichnete eine hohe Zahl von mit dem Corona-Virus infizierten Personen bzw. Todesfällen, sodass sich der Pkw-Markt mit einem deutlichen Rückgang der Absatzzahlen um 27 % konfrontiert sah. Auch der Markt in Russland wurde mit einer Reduzierung der Verkaufszahlen um 9 % merklich getroffen. Einen deutlichen Einschnitt musste auch der indische Automobilmarkt verkraften. Getrieben von einem Corona-bedingten Shutdown im April und einem deutlichen Rückgang der Kaufkraft brach der Marktabsatz um 18 % ein.

2. Geschäftstätigkeit und Geschäftsverlauf

2.1 Geschäftstätigkeit

Die Gesellschaft ist Erstentwickler und Lieferant der Automobil- und Zulieferindustrie mit Schwerpunkt akustische Systemlösungen für das Gesamtfahrzeug; dabei werden u.a. auch Module und Komponenten für die Automobilbranche entwickelt, produziert und vertrieben.

Neben den operativen Business Units ("BU") Powertrain Technology (mit den Segmenten Akustik und Aktuatorik) und Polymer Automotive sind der Gesellschaft die gruppenweit agierenden Zentralbereiche zugeordnet.

2.2 Umsatzentwicklung

Der Umsatz der Woco IT sank im Geschäftsjahr 2020 von T€ 235.574 um 23 % auf T€ 182.335, aufgrund der durch die Corona-Pandemie verursachten Umsatzeinbrüche vor allem in den Monaten April bis August.

Die Umsatzerlöse aus Direktverkäufen an konzernfremde Abnehmer betrugen im Berichtsjahr T€ 119.559 (Vorjahr: T€ 150.869).

In der BU Powertrain Technology wurde insgesamt ein Umsatz von T€ 70.424 (Vorjahr: T€ 104.590) erzielt; der Umsatz in der BU Polymer Automotive ging von T€ 100.736 im Vorjahr auf T€ 84.055 zurück. Grund für den massiven Rückgang in allen Business Units sind die Umsatzeinbrüche vor allem während der Monate April bis August.

2.3 Produktion und Produktionsstandorte

Woco folgt bei der Ausrichtung und Aufstellung der operativen Tätigkeiten den Leitsätzen "Think global - act local" sowie "Stärke in die Werke". Das bedeutet, dass die strategische Ausrichtung der globalen Produktionsstätten Aufgabe der Zentrale ist, während die operative Umsetzung und die Steuerung den lokalen Geschäftsführungen obliegen. Das "Was und Wo" innerhalb des Produktionsnetzwerks orientiert sich maßgeblich an der Geschäftsstruktur von Woco und den vorhandenen technologischen Kernkompetenzen. Die Zuordnung der Produktionsumfänge zu den in- und ausländischen Standorten der Woco Gruppe sowie zu Kooperationspartnern erfolgt in Abhängigkeit von Geschäftsbereich und Technologie sowie unter Berücksichtigung der jeweiligen logistischen Anforderungen.

Die Produktion der von der Woco IT vertriebenen Produkte erfolgt weiterhin je nach Artikel und Geschäftsbereich an den in- und ausländischen Standorten der Woco Gruppe sowie bei Ko- operanten.

Die Woco IT hat eigene Produktionsstandorte in Bad Soden-Salmünster und Steinau an der Straße. Die Auslastung der Produktionsstätten sank aufgrund der niedrigeren Lieferabrufe aus dem Seriengeschäft wegen der Corona-Pandemie teilweise stark.

2.4 Beschaffung

Die Woco Gruppe steuert den strategischen Einkauf im Wesentlichen zentral über die Woco IT. Daneben bilden strategische Einkäufer in den Werken in allen Regionen die Schnittstelle zu den lokalen Bedarfsträgern. Die Verantwortung für den operativen Einkauf und die Disposition der Kaufteilumfänge liegt ebenfalls in den Werken.

Die Prozesse im Einkauf sowie die Richtlinien und Verfahrensanweisungen werden zentral ausgestaltet sowie verantwortet und sind in Bezug auf die Neugeschäftsvergabe eng mit unserem Produktentstehungsprozess verknüpft. Die Nominierungsentscheidung der Lieferanten für Neugeschäft erfolgt weltweit für alle relevanten Vergabeumfänge im funktionsübergreifenden Global Sourcing-Prozess und dem hierfür installierten Gremium. In der Betreuung des Bestandsgeschäfts managen wir unser Lieferantenportfolio aktiv, um auf Basis von ausreichendem Wettbewerb in jeder Materialgruppe die jeweils bestmöglichen Einkaufspreise zu erzielen.

Ende Oktober und im November 2020 trafen temporäre Nachholeffekte unserer Hauptkunden, der Automotive-OEM, mit punktuellen Force Majeure-Anzeigen einiger Rohstofflieferanten zusammen, was zu einer zeitweisen Verknappung einiger Rohstofftypen führte. Durch aktive Steuerung konnten wir diese Sondersituation ohne spürbare Auswirkungen für unsere Kunden bewältigen.

Im Gesamtjahr 2020 konnten viele Chancen auf den Rohmaterialmärkten genutzt und in umfassende Preisreduzierungen im Rohstoff- und Bauteileinkauf umgesetzt werden. Für das vierte Quartal 2020 wurden die Rohstoffeinkaufspreise von den meisten Lieferanten weiter reduziert. Es ist davon auszugehen, dass hiermit zunächst eine Bodenbildung der Preisentwicklung stattgefunden hat.

Die Materialaufwandsquote (Materialaufwand / Gesamtleistung) sank auf 64,8 % (Vorjahr: 68,3 %).

2.5 Investitionen

Die Umsetzung der strategischen Ausrichtung und der Wachstumsziele der Woco Gruppe setzt eine erfolgreiche Nutzung der Chancen auf den internationalen Märkten voraus. Um sich auf bestehenden Märkten zu etablieren sowie neue Märkte zu gewinnen, sind nachhaltige und gezielte Investitionen in Produktionsstätten vor Ort, in neue Produkte und in neue Technologien erforderlich.

Im abgelaufenen Geschäftsjahr sind in der Woco IT Investitionen für Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte in Höhe von T€ 1.281 (Vorjahr: T€ 1.717) getätigt worden. Im Jahr 2020 erfolgten 70 % der Investitionen in das Sachanlagevermögen.

Die geleisteten Anzahlungen bzw. Anlagen im Bau beliefen sich zum Stichtag auf T€ 1.004 (Vorjahr: T€ 990).

Den Investitionen in immaterielle Vermögensgegenstände sowie Sachanlagevermögen standen planmäßige Abschreibungen in Höhe von T€ 4.788 (Vorjahr: T€ 5.257) sowie Abgänge zu Restbuchwerten (ohne Anlagen im Bau) in Höhe von T€ 548 (Vorjahr: T€ 148) gegenüber.

Die Finanzanlagen in Höhe von T€ 17.986 bleiben im Berichtsjahr auf Vorjahreswert. Diese betreffen ausschließlich die Anteile an verbundenen Unternehmen.

2.6 Finanzierung

Die zentrale Koordinierung und Überwachung des Finanzmanagements der Woco Gruppe erfolgt im Wesentlichen über die Abteilung Treasury der Woco Franz Josef Wolf Holding GmbH, Bad Soden-Salmünster ("Woco Holding"). Die Abteilung Treasury steuert die Ein- und Auszahlungen der Woco Gruppe und dadurch mit den Forderungen und Verbindlichkeiten einen wesentlichen Teil des Working Capital. Die Woco IT nimmt neben der Woco Holding eine wesentliche und zentrale Finanzierungsfunktion wahr. Zusätzlich zur Finanzierung der Woco Gruppe über Betriebsmittelkreditlinien, Investitionsdarlehen, Factoring-Finanzierung und Leasing hat die Woco Gruppe zwei Schuldscheindarlehen in Höhe von Mio. € 50 sowie Mio. € 60 über die Landesbank Baden-Württemberg, Stuttgart, als Arrangeur platziert. Als Darlehensgeber haben sich verschiedene Kreditinstitute beteiligt. Das erste Schuldscheindarlehen über Mio. € 50 wurde vollständig in 2016 ausgezahlt. Das zweite Schuldscheindarlehen über Mio. € 60 wurde zu Mio. € 25 im Dezember 2017 und zu Mio. € 35 im Januar 2018 ausgezahlt.

Zwischen den Unternehmen der Woco Gruppe bestehen Cash Pool-Beziehungen bzw. erfolgt ein regelmäßiger konzerninterner Ausgleich der Finanzierungsbedarfe durch Zurverfügungstellung freier liquider Mittel. Angesichts der daraus resultierenden finanzwirtschaftlichen Verflechtung erfolgt die Darstellung der Finanzierung der Woco IT unter Berücksichtigung der Beziehungen zwischen den verbundenen Unternehmen im Konzern.

Die aus den Schuldscheindarlehen resultierende zusätzliche Liquidität diente vor allem dazu, der Woco Holding über den Cash Pool finanzielle Mittel zur Verfügung zu stellen, die zur Finanzierung wachstumsbedingter Investitionen innerhalb der Woco Gruppe benötigt werden. In 2020 hat die Woco IT Kreditfinanzierungen bei Banken in Höhe von T€ 107.172 (Vorjahr: T€ 120.307), zum größten Teil kurz- bis mittelfristiger Natur, in Anspruch genommen. Von den Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten in Höhe von T€ 107.172 sind zum 31. Dezember 2020 T€ 36.635 (ca. 34 %) kurzfristig, T€ 60.037 (ca. 56 %) mittelfristig und T€ 10.500 (ca. 10 %) langfristig.

Die erhöhte Finanzierungsflexibilität der Woco IT spiegelt sich in den Kontokorrentlinien der Gesellschaft wider. Diese betragen zum 31. Dezember 2020 T€ 46.000 (Vorjahr: T€ 52.000) und waren zum 31. Dezember 2020 nicht in Anspruch genommen (Vorjahr: T€ 6.139).

Das Volumen der seit 2010 bestehenden Factoringvereinbarung mit der PB Factoring GmbH, Bonn, wurde mit Wirkung zum Februar 2020 von T€ 20.000 auf T€ 30.000 erhöht. Zum 31. Dezember 2020 waren hiervon T€ 5.800 in Anspruch genommen (Vorjahr: T€ 6.299). An dieser Factoring-Finanzierung partizipieren grundsätzlich die Konzernunternehmen Woco IT, Woco IPS GmbH, EFFBE GmbH, alle mit Sitz in Bad Soden-Salmünster, Woco Kronacher Kunststoffwerk GmbH mit Sitz in Kronach und Woco STV s.r.o. mit Sitz in Vsetin / Tschechien ("Woco STV"). Ergänzt wird die Factoring-Finanzierung bislang durch einen Reversefactoring-Vertrag zwischen PB Factoring GmbH und Woco IT bzw. Woco Kronacher Kunststoffwerk GmbH betreffend den Kunden Daimler AG, Stuttgart. Hiervon waren von der Woco IT zum 31. Dezember 2020 T€ 2.443 (Vorjahr: T€ 3.761) in Anspruch genommen. Der Reversefactoring Vertrag wird zum 30. September 2021 beendet.

Aufgrund der dargestellten finanzwirtschaftlichen Verflechtungen innerhalb der Woco Gruppe können sich für die Woco IT indirekt Einflüsse auch aus der finanziellen Situation verbundener Unternehmen ergeben. Dies betrifft insbesondere die Beziehung zu ihrem Hauptgesellschafter Woco Holding, mit dem ein Cash Pool-Vertrag sowie ein Ergebnisabführungsvertrag besteht.

Die Finanzstruktur der Gesellschaft ist zum 31. Dezember 2020 durch eine Mischung kurz-, mittel- und langfristiger Finanzierungsmittel gekennzeichnet. Aus dem aktuell niedrigen Zinsniveau sich ergebende Möglichkeiten zur kurzfristigen Finanzierung werden nach Bedarf wahrgenommen. Weitere Angaben sind dem Verbindlichkeitenspiegel zu entnehmen.

2.7 Personal

Im Geschäftsjahr 2020 betrug die Mitarbeiterzahl der Woco IT (ohne Auszubildende) durchschnittlich 525 (Vorjahr: 640), davon 426 Angestellte und 99 gewerbliche Arbeitnehmer. Außerdem waren durchschnittlich 74 Auszubildende (Vorjahr: 69) beschäftigt.

Der Personalaufwand verringerte sich in 2020 um T€ 9.780 auf T€ 34.032. Im Zuge des unternehmensintern aufgelegten Reorganisationsprozesses "Organisation 2020+" wurde mit Wirkung zum 30. November 2020 am Stammsitz in Bad Soden-Salmünster ein Interessenausgleich und Sozialplan mit dem Betriebsrat verhandelt, der den Ausspruch von insgesamt 58 betriebsbedingten Kündigungen sowie 21 Änderungskündigungen bei der Woco IT beinhaltete. Zur Abmilderung der wirtschaftlichen Nachteile wurde eine Transfergesellschaft gegründet, in die insgesamt 46 betroffene Mitarbeiter/innen der Woco IT wechselten. Diese Gesamtmaßnahme umfasste zudem sozialverträgliche Verrentungsszenarien (inkl. Altersteilzeit), einen Einstellungsstopp und anderweitige Vertragsauflösungen für den Standort Bad Soden-Salmünster, sodass sich die Personalzahl im Vergleich zum Vorjahr um durchschnittlich 115 Mitarbeiter verringerte.

Um die abrupten, durch die Corona-Pandemie verursachten Umsatzrückgänge auf der Personalkostenseite abzufedern, wurde ab 26. März 2020 Kurzarbeit am Standort Bad Soden- Salmünster und Steinau eingeführt. Dabei wurde während des ersten Lockdowns bis Ende April 2020 für nahezu alle Bereiche 100 % Kurzarbeit vereinbart. Bereiche, die für die Aufrechterhaltung zwingend betriebsnotwendiger Aufgaben oder für die Abwicklung von Kundenabrufen notwendig waren, wurden dabei für einzelne Tage von der Kurzarbeit ausgeschlossen wie z.B. im Vertriebsbereich für die Abarbeitung von Kundenanfragen und -aufträgen, im Versuch/Musterbau wegen laufender kritischer Versuchsreihen oder der EDV-Betrieb und -Support. Ab Mai 2020 bis Ende November 2020 wurde gemeinsam mit dem Betriebsrat die Kurzarbeit für die meisten Bereiche auf die Tage Donnerstag und Freitag festgelegt, wobei auch dabei Ausnahmen aufgrund betriebsnotwendiger Aufgaben möglich waren.

Über den gesamten Zeitraum der Kurzarbeit wurde eine Einsparung der Bruttoentgelte in Höhe von ca. Mio. € 3,5 erzielt. Für das verauslagte Kurzarbeitergeld und die zusätzlich zu zahlenden Beiträge zur Sozialversicherung erstattete die Bundesagentur für Arbeit bis zum Bilanzstichtag knapp Mio. € 2,0.

In Bad Soden-Salmünster bedurfte es zur Übernahme von Produktionsumfängen von Woco STV und zur Sicherstellung der damit verbundenen höheren Kapazität ab Oktober 2020 einer Bereitstellung von zusätzlichen Leiharbeitskräften. Zuvor wurde ab Juli 2020 beginnend die Kurzarbeit in den produktionsnahen Bereichen in Bad Soden-Salmünster reduziert und ab Mitte September 2020 vorzeitig beendet.

Die Gesellschaft ist Mitglied im Arbeitgeberverband der Deutschen Kautschukindustrie (ADK) e.V. Es gelten die mit der Industriegewerkschaft Bergbau, Chemie, Energie geschlossenen Tarifverträge.

Für Maßnahmen zur Aus- und Fortbildung wurden in 2020 insgesamt T€ 1.393 aufgewendet.

Angaben gemäß § 289f Abs. 4 HGB

Die Geschäftsführung hat am 30. Juni 2017 erneut den Anteil von Frauen und Männern an Positionen in den oberen beiden Führungsebenen der Woco IT festgestellt. Die festgestellten Frauenanteile von 8 % (erste Führungsebene) bzw. 10 % (zweite Führungsebene) sollten danach bis zum 30. Juni 2022 nicht unterschritten werden.

Zum Bilanzstichtag belaufen sich die Frauenanteile auf 10 % (erste Führungsebene) bzw. 7 % (zweite Führungsebene). Grundsätzlich erfolgt in der Woco Gruppe die Besetzung von Führungsfunktionen geschlechterneutral nach Qualifikation und Expertise.

2.8 Forschung und Entwicklung

Grundlagenforschung, auftragsunabhängige Entwicklungsarbeiten und die Entwicklung von Serienprodukten in enger Abstimmung mit den Anforderungen der Kunden erfolgen unter der Federführung der Woco IT und unter Nutzung der Ressourcen bei Konzernunternehmen in Deutschland, der Tschechischen Republik, Ungarn, Indien, der VR China und den Vereinigten Staaten von Amerika.

Die Prognosen aus Wirtschaft, Politik und Industrie zeigen, dass sich der technologische Wandel im Antriebsstrang von den Verbrennungsmotoren hin zu den elektrifizierten Antrieben beschleunigt. Bei diesen Antriebstechnologien unterscheidet man grundsätzlich zwischen rein batterieelektrischen Fahrzeugen (BEV Battery Electric Vehicle), den Hybridantrieben als Kombination aus Verbrennungsmotor und batterieelektrischem Antrieb (MHEV Mild Hybrid Electric Vehicle, HEV Hybrid Electric Vehicle, PHEV Plug-in Hybrid Electric Vehicle) und den mit Brennstoffzellen versorgten elektrischen Antrieben.

Auch synthetische Kraftstoffe könnten als Substitut von fossilen Kraftstoffen einen Beitrag zur Reduzierung der Treibhausgase unter Beibehaltung der heutigen Verbrennungsmotorentechnologie leisten.

Grundlage dieser Entwicklung ist u.a. die Entscheidung der EU-Staaten, den CO 2 -Ausstoß bis zum Jahr 2030 um mindestens 37,5 % im Vergleich zu 2020 (95 g/km) zu reduzieren. Die aktuellen Entwicklungen mit Einführung der Abgasnorm EU7 ab 2025 werden die Hybridisierung / Elektrifizierung von Kraftfahrzeugen weiter beschleunigen und könnten das "faktische Aus" für reine Verbrennungsmotoren (ohne Hybridantrieb) bedeuten.

Auch andere Volkswirtschaften wie z.B. die VR China als größter Absatzmarkt von Personenkraftwagen, folgen diesem Trend und werden den Schadstoffausstoß zur Erreichung der Ziele aus dem Pariser Klimaabkommen spätestens ab 2030 massiv reduzieren.

Aktuell ist die VR China der weltweit größte Markt für Elektrofahrzeuge (BEV), setzt jedoch mit einem 15-Jahres-Plan für New Energy Vehicles zunehmend auch auf alternative Antriebskonzepte, wie Brennstoffzellenfahrzeuge.

Unabhängig davon ist auf Basis einschlägiger Prognosen davon auszugehen, dass über das Jahr 2030 hinaus der Verbrennungsantrieb - unter Berücksichtigung weitreichender Optimierungen zur Schadstoff- und CO 2 -Reduktion - in Verbindung mit der bereits erwähnten Hybridisierung (MHEV, HEV und PHEV) die dominante Antriebsart im globalen Automobilmarkt bleiben wird. Ferner werden sich bei Fahrzeugen mit Brennstoffzellen viele Synergien aus bestehenden Technologien aus dem Verbrennungsmotor ergeben (Adaptionsentwicklungen).

Der bereits dargestellte Wandel in den Antriebstechnologien verlangt u.a. neue und optimierte Produkte und Herstellungsverfahren von Zulieferunternehmen. Neben der zentralen Forschung & Entwicklung wurde bei Woco bereits in 2019 der neue Bereich New Energy Vehicles ("NEV") aus bestehenden Mitarbeiterressourcen gegründet, welcher sich mit neuen Produkten für zukünftige Antriebskonzepte beschäftigt und sogenannte "Leuchtturm-Projekte" für die eingangs erwähnten Geschäftseinheiten von der Akquise bis zur Serienrealisierung umsetzt. Somit wird eine kundennahe Fokussierung auf zukünftige Produkte, welche angestammtes Woco Know-how nutzen, unterstützt.

Hybridantriebe, Brennstoffzellenantriebe und letztendlich der reine Elektroantrieb stellen für Woco neue Geschäftschancen für nachhaltige Produktlösungen aus den Themenfeldern Thermomanagement, Noise Vibration Harshness ("NVH") und Dichten dar. Neue Entwicklungsaktivitäten sind im peripheren Umfeld der Batteriemodule entstanden, beispielhaft sind hier Berst- und Entlüftungsventile sowie Partikelfilter für den Batteriekasten entwickelt worden. Ferner wird an Lösungen für die schnelle und gezielte Wärmeabfuhr der Batteriezellen und Optimierung im Rahmen des Leichtbaus für den Batteriekasten und Aggregateträger gearbeitet.

Für den Brennstoffzellenantrieb arbeitet Woco neben den etablierten Technologien aus den Bereichen Thermal Management und NVH an Entwicklungsprojekten für die Ansaug- und Abluftanlagen sowie Wasserabscheidern für den gezielten Austrag des entstehenden Prozesswassers.

Daneben sichert eine innovative Weiterentwicklung von Produkten aus den heutigen Aktivitäten zur Optimierung der Verbrennungsmotoren die Position der Woco Gruppe im Markt. Die Wachstumsmärkte in den Schwellenländern bieten zusätzliche Möglichkeiten, bestehende Produkt- und Produktionstechnologien mittels kostengünstiger Anpassungsentwicklungen abzusetzen.

Die Schwerpunktthemen aus dem Bereich der Entwicklung umfassen die Gewichtseinsparung durch konsequente Substitution von Metall durch Kunststoff, Produktlösungen zur Reduktion des Luftwiderstands, Bauteillösungen zum aktiven Eingriff in das thermische Energiemanagement der Antriebstechnologie, Komponenten und Module zu Downsizing-Strategien bei Antrieben mit Aufladesystemen, Produkte zur Reduzierung von Strömungsverlusten in Ansauganlagen, die Entwicklung von Polymerwerkstoffen und Produkten für zukünftige CO 2 -neutrale "Designkraftstoffe" sowie modulare Lösungen für das Thermomanagement in E-Mobilen.

Mit dem F&E-Zentrum am Standort in Bad Soden-Salmünster und der Bereitstellung von neuen Labor- und Prüfstandtechnologien, der Entwicklung von High End-Kunststoffen und Elastomerwerkstoffen stellt sich Woco noch breiter auf.

Im Entwicklungsbereich der Woco IT sind zum Bilanzstichtag 147 Mitarbeiter (Vorjahr: 163) angestellt. Diese werden auch im Rahmen von Entwicklungsprojekten für verbundene Unternehmen eingesetzt. Die entstehenden Kosten werden verursachungsgerecht weiterbelastet. Im Geschäftsjahr 2020 sind Entwicklungskosten von T€ 10.579 (Vorjahr: T€ 15.576) angefallen. Aus der Weiterbelastung an verbundene Unternehmen wurden Erträge aus Lizenzen in Höhe von T€ 3.601 (Vorjahr: T€ 4.645) vereinnahmt.

2.9 Qualitäts- und Umweltmanagement

Alle Produktionsstandorte der Woco Gruppe sind mindestens nach DIN EN ISO 9001:2015 zertifiziert und über eine Gemeinschaftszertifizierung in das Qualitäts- und Umweltmanagement der Woco Gruppe eingebunden. In Abhängigkeit der entsprechenden Markt- und Kundenanforderungen liegen größtenteils auch Zertifikate nach den weiterführenden Normen IATF 16949:2016 und DIN EN ISO 14001:2015 vor. Die Woco IT weist ein Energieaudit nach EN 16247 nach.

3. Vermögens-, Finanz- und Ertragslage

3.1 Vermögenslage

Die Bilanzsumme der Woco IT verringert sich im abgelaufenen Geschäftsjahr um T€ 20.274 von T€ 194.292 auf T€ 174.018. Wesentliche Ursachen hierfür sind der Abbau des Projektbestands um T€ 13.162 durch verstärkte Abrechnung von Projekten während des Berichtsjahres, die Rückführung von Cash Pool-Forderungen gegen die Woco Holding um T€ 8.285 und daraus resultierend ein Rückgang der Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten um T€ 19.273.

Der Buchwert des Anlagevermögens beträgt am Stichtag T€ 48.653 (Vorjahr: T€ 52.997). Der Rückgang resultiert aus den Abschreibungen des Berichtsjahres. Der Anteil des Anlagevermögens an der Bilanzsumme stieg von 27,3 % auf 28,0 %.

Der Anteil des Sachanlagevermögens an der Bilanzsumme beträgt 16,9 % (Vorjahr: 17,0 %). Die Abschreibungen des Berichtsjahres übersteigen die Investitionen, die vor allem in das Sachanlagevermögen erfolgten, um T€ 3.507. Der Anlagenabnutzungsgrad des Sachanlagevermögens beläuft sich zum Bilanzstichtag auf 77,3 % (Vorjahr: 74,7 %).

Der Rückgang des Umlaufvermögens um T€ 15.926 resultiert vor allem aus der Verminderung von im Wesentlichen finanzierungsbedingten Forderungen gegen Gesellschafter um T€ 8.186. Der Rückgang der Forderungen gegen Gesellschafter erklärt sich dadurch, dass die Woco Holding Mittelzuflüsse aus Darlehenstilgungen, Ausschüttungen sowie ihrem eigenen Cash Pool mit verbundenen Unternehmen in den Cash Pool mit der Woco IT weitergeleitet hat. Die Erhöhung der Forderungen gegen verbundene Unternehmen um T€ 2.261 resultiert vor allem aus erhöhten Cash Pool-Forderungen aus Finanzierungsvorgängen. Der Rückgang des Vorratsvermögens um T€ 12.510 ist vor allem auf die Verminderung des Bestands unfertiger Erzeugnisse / Leistungen zurückzuführen, die in Zusammenhang mit der Abrechnung von kundenbeauftragten Entwicklungsprojekten stehen.

3.2 Finanzlage

Aufgrund des mit der Woco Holding bestehenden Ergebnisabführungsvertrags beträgt das Eigenkapital unverändert zum Vorjahr T€ 12.635. Die Eigenkapitalquote beläuft sich auf 7,3 % (Vorjahr: 6,5 %); der Anstieg resultiert vor allem aus geringeren Verbindlichkeiten, die zu einem Rückgang der Bilanzsumme geführt haben.

Der Rückgang der Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten von T€ 126.446 auf T€ 107.172 resultiert im Wesentlichen aus der Tilgung eines Schuldscheindarlehens über T€ 10.000 und geringerer Inanspruchnahme von Kontokorrentlinien (-T€ 6.139). Der Gesellschaft standen zum Bilanzstichtag insgesamt T€ 46.000 (Vorjahr: T€ 52.000) an Kontokorrentlinien zur Verfügung, die zum Bilanzstichtag nicht in Anspruch genommen waren (Vorjahr: T€ 6.139).

Der Rückgang der Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen um T€ 1.094 auf T€ 33.782 resultiert im Wesentlichen aus gesunkenen Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen (- T€ 1.372).

Infolge des etwas zurückgegangenen Anteils mittel- bis langfristiger Fremdfinanzierung sank die Anlagendeckung zweiten Grades auf 171,0 % (Vorjahr: 226,4 %).

Das Finanzmanagement für die Woco IT wird durch das zentral bei der Woco Holding angesiedelte Treasury ausgeübt. Dort erfolgen für alle am Cash Pool der Woco Gruppe teilnehmenden Unternehmen die Steuerung der Liquiditäts-, Zins-, Währungs- und Rohstoffpreisrisiken sowie die Sicherstellung der Finanzierung. Dabei steht die Risikokontrolle im Mittelpunkt der Prozesse.

Der Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit beträgt T€ +17.642 (Vorjahr: T€ +15.354). Positiv auf den Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit hat sich vor allem die Abnahme der Vorräte um T€ 12.510 (Vorjahr: Abnahme T€ 15.203) sowie die Abnahme der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen um T€ 1.608 (Vorjahr: Abnahme um T€ 2.803) ausgewirkt. Darüber hinaus haben sich die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen gegen verbundene Unternehmen um T€ 4.138 vermindert (Vorjahr: Zunahme um T€ 9.908). Gegenläufig wirkten sich die Abnahme der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen gegenüber verbundenen Unternehmen um T€ 1.372 (Vorjahr: Zunahme um T€ 3.136) sowie gegenüber Dritten um T€ 1.733 (Vorjahr: Abnahme um T€ 1.710) auf den Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit aus.

Der Cashflow aus der Investitionstätigkeit beträgt T€ 5.009 (Vorjahr: T€ 13.066) und resultiert vor allem aus um T€ 5.453 geringeren Cash Pool-Forderungen, im Wesentlichen gegen den Gesellschafter, denen insbesondere Auszahlungen für Investitionen in das Anlagevermögen in Höhe von insgesamt T€ 1.281 gegenüberstehen.

Der Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit ist im Berichtsjahr negativ und beträgt T€ -20.323 (Vorjahr: T€ -28.421). Hierin schlagen sich insbesondere Nettoauszahlungen im Zusammenhang mit dem Factoring in Höhe von T€ 1.682, Auszahlungen aus der Rückführung von Kontokorrentlinien in Höhe von T€ 6.139 sowie Auszahlungen zur Tilgung von Darlehen in Höhe von T€ 13.135 nieder.

Der Gesamtcashflow ist positiv und beträgt T€ 2.328 (Vorjahr: T€ -1). Insgesamt hat sich der Finanzmittelfonds gegenüber dem Vorjahr von T€ 1 auf T€ 2.329 erhöht.

Neben der Finanzierung über Bank- und Schuldscheindarlehen sowie Kontokorrentlinien bestehen bei der Woco IT zum 31. Dezember 2020 Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen aus dem Cash Pool in Höhe von insgesamt T€ 31.240 (Vorjahr: T€ 30.962). Die Forderungen im Cash Pool betragen zum Bilanzstichtag T€ 74.125 (Vorjahr: T€ 79.578). Daraus ergibt sich ein saldierter Überschuss aus dem Cash Pool von T€ 42.885.

Unsere Finanzierungsstrategie besteht weiterhin darin, bei Vorliegen günstiger Konditionen den Anteil langfristiger Kreditfinanzierung zu erhöhen. Neben der Fremdfinanzierung in Form von bislang nicht in Anspruch genommenen Kreditrahmen und Kontokorrentlinien stehen der Woco IT Möglichkeiten der Finanzierung über Dividendenausschüttungen der wesentlichen Tochtergesellschaft sowie über das konzernweite Treasury zur Verfügung. Darüber hinaus können innerhalb der Woco Gruppe freie Linien aus der Factoring-Finanzierung in Höhe von T€ 20.135 genutzt werden.

Der Gesamtbetrag der Eventualverbindlichkeiten aus Bürgschaften und gesamtschuldnerischer Haftung für Kreditverbindlichkeiten verbundener Unternehmen sowie aus der Haftung für das Veritätsrisiko für die im Rahmen des Factoring übertragenen Forderungen hat sich gegenüber dem Vorjahr von T€ 43.681 auf T€ 28.901 zum Bilanzstichtag vermindert.

3.3 Ertragslage

Die Gesellschaft beendete das Berichtsjahr mit einem Ergebnis vor Steuern von T€ -3.591 nach T€ 145 im Vorjahr.

Die Gesamtleistung (Umsatzerlöse +/- Bestandsveränderung + aktivierte Eigenleistungen) verringerte sich infolge des pandemiebedingten Umsatzrückgangs sowie der Minderung des Bestands an unfertigen und fertigen Erzeugnissen auf T€ 169.646 (Vorjahr: T€ 222.559).

Bei einer umsatzindizierten Absenkung der Materialaufwendungen sank die Materialaufwandsquote, gemessen an der Gesamtleistung, um 3,5 Prozentpunkte auf 64,8 % (Vorjahr: 68,3 %).

Die sonstigen betrieblichen Erträge erhöhten sich um T€ 847.

Der Personalaufwand sank vor allem aufgrund der Reduzierung der durchschnittlichen Mitarbeiterzahl von 640 auf 525 und der Kurzarbeit von T€ 43.813 auf T€ 34.032.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen stiegen um T€ 1.984 auf T€ 28.389. Im Wesentlichen wirken sich hierbei um T€ 2.823 höhere Aufwendungen für Weiterbelastungen von verbundenen Unternehmen, im Wesentlichen von der Woco Holding, und um T€ 1.469 höhere Abfindungen aus. Gegenläufig sanken die Reisekosten pandemiebedingt um T€ 818 sowie die sonstigen Personalkosten um T€ 665.

Das negative Betriebsergebnis in Höhe von T€ -4.758 (Vorjahr: T€ -3.072) resultiert vor allem aus den Aufwendungen für Restrukturierung in Höhe von T€ 4.732 (Vorjahr: T€ 3.262).

Das im Vergleich zum Vorjahr um T€ 2.050 verschlechterte Finanzergebnis ist vor allem geprägt durch die geringere Dividendenausschüttung der Tochtergesellschaft Woco STV in Höhe von T€ 2.000 (Vorjahr: T€ 4.000).

Die Woco IT ist in eine umsatz-, körperschaft- und gewerbesteuerliche Organschaft mit der Woco Holding einbezogen. Innerhalb der Organschaft werden keine Steuerumlagen vorgenommen. Der ausgewiesene Ertragsteueraufwand resultiert aus Quellensteuern.

Der Verlust nach Steuern von T€ 4.021 (Vorjahr: T€ 355) wird aufgrund des mit der Woco Holding bestehenden Ergebnisabführungsvertrags von dieser Gesellschaft übernommen.

Zusammenfassend lässt sich festhalten, dass der Geschäftsverlauf der Woco IT im Berichtsjahr in Bezug auf das Ergebnis nicht den Erwartungen entsprochen hat. Zu erwähnen ist ergänzend, dass zum Zeitpunkt der Prognose am Aufstellungstag des Lageberichts des Vorjahres, dem 19. Februar 2020, die extremen negativen Auswirkungen der Corona-Pandemie noch nicht abgesehen werden konnten. Die Umsätze des Berichtsjahres haben sich vor allem pandemiebedingt gegenüber 2019 um insgesamt T€ 53.239 und somit um 22,6 % reduziert. Im Lagebericht des Vorjahres wurde ein Umsatzrückgang im knapp zweistelligen Prozentbereich prognostiziert. Dem Umsatzrückgang stehen um T€ 42.117 (-27,7 %) niedrigere Materialaufwendungen sowie eine Bestandsminderung um T€ 12.914 (Vorjahr: T€ 13.280) gegenüber. Durch die damit verbundene Reduzierung des Rohertrags um T€ 9.950 konnte das im Vorjahr prognostizierte betriebliche Ergebnis (knapp Mio. € 0,4) nicht erreicht werden und beläuft sich auf Mio. € -4,8. Darüber hinaus reduzierten sich die Dividendenausschüttungen von Tochtergesellschaften um T€ 2.022. Somit wurde, vor allem aufgrund der Aufwendungen aus den zum Jahresende eingeleiteten Restrukturierungsmaßnahmen, ein von der Woco Holding zu übernehmender Verlust in Höhe von T€ 4.021 erzielt. Erwartet worden war ein positives Ergebnis von unter Mio. € 1.

Die Investitionen in das Anlagevermögen des Berichtsjahres liegen mit Mio. € 1,3 unter der Prognose des Vorjahres (Mio. € 2,0) und konnten plangemäß finanziert werden.

4. Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung

4.1 Chancen

Nach einer pandemiebedingt nicht zufriedenstellenden Entwicklung im Geschäftsjahr 2020, sowohl in Bezug auf neu akquirierte Entwicklungsaufträge, als auch in Bezug auf das Ergebnis sehen wir für die Woco IT bei einer positiven Entwicklung der relevanten Branchen zusätzliche Potentiale.

Nach der Deeskalation der qualitätsseitigen Einstufungen einiger Kunden im Vorjahr hat sich die positive Entwicklung im abgeschlossenen Geschäftsjahr fortgesetzt bzw. nochmals verstärkt. Die Woco Gruppe ist infolgedessen inzwischen wieder uneingeschränkt für die Vergabe von Neuaufträgen zugelassen. Durch die Gründung der Woco Concept GmbH und den damit verbundenen Aufbau von Know-how hinsichtlich Produktionskonzepten und Fertigungstechniken im Zeitalter von Industrie 4.0 wurden zusätzliche Grundlagen geschaffen, um gemeinsam mit den Kunden den bereits eingeleiteten Strukturwandel erfolgreich zu gestalten und Woco als Entwicklungspartner für den flächendeckenden Einsatz alternativer Antriebe im Markt zu positionieren. Im Zusammenspiel mit dem bestehenden Produktportfolio und den innovativen Entwicklungsprojekten zielt die neue Struktur darauf ab, ein langfristiges Umsatzwachstum sicherzustellen und die Ertragskraft der Gruppe wieder an das branchenübliche Niveau heranzuführen. Hieraus erwarten wir auch positive Effekte für die Woco IT. Wir verweisen diesbezüglich auf den Abschnitt "Ausblick".

4.2 Risiken

Die Woco IT ist in das Risikomanagement der Woco Gruppe eingebunden. Das Risikomanagement der Woco Gruppe wird zentral durch die Woco Holding gesteuert und kontinuierlich weiterentwickelt. Ziel des Woco Risikomanagements ist es, konzernrelevante Risiken zu identifizieren und die Gesellschafter und die Geschäftsleitung der Woco Gruppe über die aktuelle Risikolage in der Gruppe zu informieren. Hierbei obliegt den Risikoverantwortlichen der einzelnen operativen Gesellschaften die direkte Verantwortung zur Früherkennung, Steuerung und Kommunikation der Risiken.

Die Implementierung und Weiterentwicklung des Risikomanagements mit kontinuierlicher Pflichtberichterstattung, die die Bewertung der relevanten Risiken und Ableitung von Maßnahmen zur Vermeidung, Verminderung oder Begrenzung der selbigen umfasst, sowie die ad hoc-Berichterstattung beim Eintritt von wesentlichen Risiken hat zu einer gestiegenen Transparenz geführt. Die Berichterstattung erleichtert die Kontrolle und Steuerung von Unternehmensrisiken zunehmend. Im abgelaufenen Geschäftsjahr führte der Ausbruch des Corona-Virus in der VR China und in der Folge die globale Ausbreitung zu einer ad hoc-Meldung. Die Auswirkungen der Corona-Pandemie auf die im Folgenden betrachteten Chancen- und Risikofelder sind aufgrund des aktuellen dynamischen Infektionsgeschehens und sich inzwischen ausbreitender Mutationen des Virus weiterhin schwer vorherzusagen und zu quantifizieren.

4.3 Chancen und Risikofelder im Einzelnen

4.3.1 Absatzmarkt

Für die Woco IT als Automobilzulieferer liegen die geschäfts- und produktbezogenen Chancen und Risiken insbesondere in der frühzeitigen Erkennung von Entwicklungen der Märkte, auf denen ihre Kunden (d.h. OEM und Tier 1) tätig sind.

Wir erwarten, dass unsere langjährige Erfahrung und die konsequente Nutzung des Produkt- und Branchen-Know-hows eine Erfolgsposition in den Produktsegmenten schaffen und zukünftig auch in einem sich durch die neuen Antriebstechnologien (insbesondere Elektromotor, Hybrid-Antrieb) und durch neue Marktteilnehmer (z.B. Tesla) ändernden Markt unsere Position weiter stärken wird. Um unsere Organisation agiler auszurichten und den Kundenanforderungen besser gerecht zu werden, haben wir unsere kundenseitige Aufstellung überdacht und werden bis zum zweiten Quartal 2021 unsere neue Organisation zur Umsetzung bringen, um uns noch stärker auf die Bedürfnisse und Anforderungen unserer Kunden zu fokussieren. Dabei wird die Vertriebsfunktion, die seither in den Business Units angesiedelt war, zusammengeführt, um die Kunden ganzheitlich nach dem Prinzip "One Face to the Customer" zu betreuen.

Eine kontinuierliche Steigerung der Produktqualität und Kosteneffizienz sowie das konstant verfolgte Ziel, innovative Ansätze bei den Kernprodukten in Zusammenarbeit mit den Entwicklungsbereichen der Kunden zur Serienreife zu bringen, tragen wesentlich dazu bei, die Wettbewerbsposition nachhaltig zu sichern. Strikte Qualitätssicherungsmaßnahmen und -kontrollen in Anlehnung an die branchenüblichen und auditierten Standards helfen, das Risiko von Produkthaftungsfällen weiter zu minimieren.

Im Geschäftsjahr betrug der Umsatzanteil der externen Top Ten Kunden an den Drittumsätzen der Gesellschaft 45 % gegenüber 63 % im Vorjahr. Hierdurch konnte das Risiko der Abhängigkeit von nur wenigen Kunden weiter reduziert werden. Risiken aus der industrieüblichen Abhängigkeit von Großkunden werden im Rahmen des Risikomanagementsystems erfasst. Als Reaktion hierauf werden geeignete Maßnahmen (z.B. laufende Überprüfung der Produktqualität, enger Kontakt zum Kunden) ergriffen sowie die Neukundenakquise verstärkt. Diese Maßnahmen betreffen insbesondere die Entwicklung elektrifizierter Antriebe für Hybrid- und reine Elektrofahrzeuge.

4.3.2 Beschaffung

Die sehr schwer vorhersagbare Entwicklung der Rohstoffpreise stellt das wesentliche Beschaffungsrisiko für 2021 dar. Im Spannungsfeld zwischen einerseits der starken Abrufsituation im vierten Quartal 2020 und andererseits den weiter angestiegenen Risiken im Zusammenhang mit dem weiteren Verlauf der Corona-Pandemie ist die Unsicherheit auf den Beschaffungsmärkten aktuell außergewöhnlich hoch. Momentan kann weder ausgeschlossen werden, dass es zu einer weiteren Markterholung und damit zu Preiserhöhungen beim Rohmaterial kommt, noch, dass im zweiten oder spätestens im dritten Quartal 2021 die Rohmaterialpreise wieder auf das Niveau aus dem vierten Quartal 2020 oder sogar noch weiter fallen.

Dabei ist auffällig, dass die weltweite Markterholung momentan sehr stark von der guten Konjunktur in Asien getragen wird. Im Marktkonsens der Automotive-OEM und Tier 1 wird ein Umsatz auf Vorkrisenniveau ("Full Recovery") für Europa erst wieder für 2023 prognostiziert. Zusätzlich nutzen viele Marktteilnehmer die Krise, um das Produktionsnetzwerk weiter zu optimieren: Kapazitätsausbau in Asien bei gleichzeitiger Konsolidierung der Produktionskapazität in Europa, was eine weiter sinkende Rohmaterial- und Bauteilnachfrage in Europa zur Folge haben wird.

Vor diesem Hintergrund schätzen wir momentan für 2021 das Szenario mit kaum oder nur leicht ansteigenden Rohstoffpreisen (in Euro) als maßgebend ein. Insbesondere im ersten Halbjahr 2021 werden wir uns aber mit einem moderaten Druck auf die Rohstoffpreise konfrontiert sehen. Deren Abwehr ist bei den Verhandlungen für das erste Quartal 2021 bislang weitgehend gelungen, wird aber in der kurzfristigen Perspektive zunehmend schwieriger. Auf der anderen Seite ist im wahrscheinlichsten Szenario mit einer merklichen Entspannung ab dem dritten Quartal 2021 zu rechnen.

Gestützt wird diese Einschätzung von der Bewertung vieler Marktforschungsinstitute, die für den Ölpreis und die petrochemischen Folgeprodukte sowie auch beim Stahl und den meisten Metallen von einer analogen Entwicklung ausgehen.

Im Zuge eines intensivierten aktiven Managements unseres Lieferantenportfolios werden aktuell Vorzugslieferanten qualifiziert, mit denen eine besonders enge Partnerschaft gelebt wird. Dieses Vorgehen verfolgt u.a. die Zielsetzung, durch die nachhaltig und langfristig angelegte Zusammenarbeit Versorgungs- und Kostenrisiken in der Supply Chain weiter zu reduzieren.

Daneben richten wir unsere Aufmerksamkeit aktuell auch auf das Risiko einer zunehmenden Anzahl von Lieferanteninsolvenzen. Neue Prozesse sind im Aufbau, um das Insolvenzrisiko besser einschätzen und managen zu können (Supplier Financial Risk Management) und bei ausgewählten Projekten eine Doppelqualifizierung von Material und kritischen Komponenten vorzusehen (Dual Sourcing).

4.3.3 Zins- und Währungskursänderungen

Ein Teil der Finanzierungsverbindlichkeiten unterliegt einer variablen Verzinsung. Das Risiko aus zinsinduzierten Änderungen der künftig zu erwartenden Zahlungsströme wird für die gesamte Gruppe zentral im Treasury der Woco Holding überwacht und gesteuert. Ziel ist das rechtzeitige Erkennen und die Begrenzung der aus Zinsänderungen resultierenden Finanzrisiken. Die Nutzung von Zinsderivaten erfolgt dabei ausschließlich zur Begrenzung dieser Risiken, nicht zu spekulativen Zwecken.

Zum Stichtag 31. Dezember 2020 bestehen wie bereits im Vorjahr keine Zinsderivate. Hintergrund des Verzichts auf Zinssicherung ist die Einschätzung seitens Woco, dass der derzeitige Mix an fixen und variablen Finanzierungen keiner zusätzlichen Sicherung bedarf.

Auch die Währungskursrisiken werden zentral vom Treasury der Woco Holding erfasst, analysiert und, soweit wirtschaftlich sinnvoll, mittels Derivaten begrenzt. Interne Vorschriften und Richtlinien legen den Handlungsrahmen und die Verantwortlichkeiten verbindlich fest. Grundsätzlich erfolgen Sicherungsgeschäfte nur im Zusammenhang mit dem operativen Geschäft und nicht zu spekulativen Zwecken. Im Rahmen ihrer operativen Tätigkeit ist die Woco Gruppe regelmäßig Währungsrisiken ausgesetzt, die zu Änderungen der künftig aus monatlichen Lohn- und Gehaltszahlungen, Lieferantenzahlungen, Steuerzahlungen sowie Kundenzahlungen in Fremdwährung auf Nettobasis erwarteten Zahlungsströme führen können. Zur Absicherung von diesen wechselkursinduzierten Zahlungsstromänderungsrisiken setzt die Woco Gruppe ausschließlich währungs-, laufzeit- und volumenkongruente Devisentermingeschäfte ein, die sie mit Kontrahenten aus dem Bankensektor abschließt. Bei diesen Abschlüssen achten wir auf die Bonität unserer Vertragspartner. Der Zeitraum der Absicherung von währungsinduzierten Zahlungsstromänderungen liegt in der Regel bei einem bis drei Jahren.

Per 31. Dezember 2020 bestanden 72 Devisenterminkontrakte mit Banken, die zur Absicherung von Zahlungsverpflichtungen in fremder Währung abgeschlossen wurden. Es wurden Bewertungseinheiten gebildet.

Die Strategie zur Absicherung von währungs- und zinsinduzierten Zahlungsstromänderungsrisiken verfolgt die Zielsetzung, eine Übersicherung zu vermeiden. Das Volumen des Sicherungsgeschäfts richtet sich daher nach dem Volumen des Grundgeschäfts in der Form aus, dass ein Sicherungsinstrument in Höhe des Betrags des Grundgeschäfts abgeschlossen wird, dessen Realisierung als so gut wie sicher angesehen wird. Die mit den Devisenterminkontrakten volumen-, risiko- und laufzeitkongruent abgesicherten Grundgeschäfte werden basierend auf unternehmensinternen Planungsprozessen und historischen Daten hinreichend verlässlich quantifiziert und werden in Zukunft mit einer hohen Wahrscheinlichkeit eintreten.

4.3.4 Liquidität

Die Liquidität und der Finanzierungsbedarf der Woco Gruppe und ihrer Konzerngesellschaften werden durch das zentral bei der Woco Holding angesiedelte Treasury tagesgenau auf Basis einer rollierenden Liquiditätsplanung ermittelt.

Der weitaus überwiegende Teil der der Woco Gruppe gewährten Kreditlinien wird von der Woco IT und der Woco Holding in Anspruch genommen. Die Woco IT und die Woco Holding übernehmen auch die Finanzierungsfunktion für die übrigen Gesellschaften der Woco Gruppe. Sie stellen verbundenen Unternehmen mit Finanzierungsbedarf Fremdfinanzierungsmittel sowie verfügbare liquide Mittel von Tochterunternehmen über in der Gruppe installierte Cash Pools sowie Darlehensverträge zur Verfügung bzw. erhalten Liquidität aus den am Cash Pool teilnehmenden Gesellschaften.

Das Konzept der externen Fremdfinanzierung beinhaltet Betriebsmittelkreditlinien, Investitionsdarlehen, Schuldscheindarlehen, Leasing und Factoring.

Die kurzfristigen Kreditverbindlichkeiten können durch den geplanten positiven Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit sowie kurzfristig zur Verfügung stehende freie Linien bedient werden. Eine fristenkongruente Finanzierung ist gegeben.

Zum Zwecke der Optimierung der Finanzierungsstruktur der Woco Gruppe ist vorgesehen, dass die Woco Franz Josef Wolf Holding GmbH und die Woco Industrietechnik GmbH, mit Garantien der wesentlichen in- und ausländischen Konzerngesellschaften, im April 2021 einen Konsortialkreditvertrag mit zwei Fazilitäten (A und B) über insgesamt Mio. € 96 abschließen. Beide Fazilitäten haben eine mehrjährige, mittelfristige Laufzeit. Für die Fazilität A über Mio. € 50 erfolgte am 4. Februar 2021 eine Refinanzierungszusage der KfW Bankengruppe, Frankfurt am Main. Mit Hilfe der Fazilität B über Mio. € 46 sollen bestehende kurzfristige Betriebsmittelkredite abgelöst werden.

Zwecks weiterer Wachstumsfinanzierung plant die Woco Gruppe außerdem die Ausweitung des Factoring, an dem verschiedene Konzerngesellschaften teilnehmen. Hierzu ist seitens der Coface Finanz GmbH, Mainz, die Zusage für ein internationales Factoring Programm über ein Volumen von Mio. € 45 mit einer Laufzeit bis zum 31. Dezember 2025 gegeben worden. Im Februar 2021 wurde daneben das bestehende PB Factoring mit der PB Factoring GmbH, Bonn, mit einem Volumen bis zu Mio. € 30 bis zum 31. Dezember 2024 verlängert.

Die fünfjährige Liquiditätsplanung der Woco Gruppe weist für den Zeitraum ab 2021 unter Berücksichtigung der genannten Anpassungen der Finanzierungsstruktur keine Liquiditätslücke aus.

4.3.5 Ausfallrisiken

Die Gesellschaften der Woco Gruppe liefern überwiegend an Kunden mit guter Bonität und überwachen diese Bonität laufend, was insgesamt zu geringen Forderungsausfällen führt. Vor dem Hintergrund der industrieüblichen Abhängigkeit von wenigen Großkunden wurden zur Beschränkung von Ausfallrisiken teilweise Versicherungen für Forderungen aus Lieferungen und Leistungen abgeschlossen (im Rahmen des Factoring-Programms). Die Überwachung der Kreditlimite pro Kunde erfolgt kontinuierlich; bei Zahlungsverzug können die Kreditlimite angepasst werden. Die Überwachung von Ausfallrisiken erfolgt insbesondere vor dem Hintergrund der Durchführung des Factorings. Das Delkredererisiko geht beim Verkauf der Forderungen auf den Factor über. Der Bestand der zum Bilanzstichtag verkauften Forderungen aller teilnehmenden Gesellschaften beträgt T€ 18.096; hiervon entfallen auf die Woco IT T€ 8.243.

Im Zuge der durch die Corona-Pandemie ausgelösten Weltwirtschaftskrise ist das Risiko von Zahlungsausfällen durch mögliche Insolvenzen kleinerer Kunden gestiegen. Daneben etablieren sich durch die disruptiven Veränderungen im Automobilsektor neue Kunden am Markt, die noch keine Bonitätshistorie aufweisen können. Wir begegnen diesen Risiken mit einer permanenten Überwachung der Fälligkeitsstruktur unser Forderungen. Im Falle von Überfälligkeiten behalten wir uns das Recht vor, Bestellungen nur noch gegen Vorkasse auszuliefern. Für Neukunden erfolgen Bonitätsprüfungen vor Aufnahme der Geschäftsbeziehungen. Hierzu werden Auskünfte eingeholt und im Anschluss die Zahlungsziele genehmigt.

Weiterhin wurde Anfang 2021 der Abschluss einer Warenkreditversicherung zur Absicherung der gesamten Forderungsbestände vorangetrieben. Die Versicherungspolice beläuft sich auf eine Deckungssumme in Höhe von Mio. € 50,0 und wurde mit Gültigkeit zum 4. Februar 2021 vom Versicherungsgeber bestätigt.

Die Woco IT weist zum 31. Dezember 2020 Forderungen gegen verbundene Unternehmen (ohne Forderungen gegen den Gesellschafter) in Höhe von T€ 24.276 (Vorjahr: T€ 22.015) aus. Diese Forderungen resultieren in Höhe von T€ 11.383 (Vorjahr: T€ 10.717) aus Lieferungen und Leistungen. Darüber hinaus betreffen die Forderungen Finanzierungsvorgänge in Höhe von T€ 12.893 (Vorjahr: T€ 11.299) mit verbundenen Unternehmen sowie in Höhe von T€ 60.418 (Vorjahr: T€ 68.703) mit dem Gesellschafter. Der Rückgang der Forderungen gegen Gesellschafter ist darauf zurückzuführen, dass die Woco Holding Darlehenstilgungen und Ausschüttungen von verbundenen Unternehmen über den Cash Pool an die Woco IT weitergeleitet hat.

Zum 31. Dezember 2020 bestehende Risiken aus Forderungen gegen verbundene Unternehmen sowie aus mit diesen Gesellschaften abgeschlossenen Sicherungsgeschäften (Devisentermingeschäften) werden über das konzernweite Risikomanagement erfasst. Die Überwachung und Kontrolle möglicher Ausfallrisiken erfolgt im Rahmen des monatlichen Reportingprozesses über das zentrale Konzern-Treasury.

Darüber hinaus erfolgt im Rahmen des zentralen Beteiligungscontrollings eine kontinuierliche Überwachung der Chancen und Risiken der einzelnen Unternehmen der Woco Gruppe. Hierdurch werden Bewertungsrisiken im Zusammenhang mit den Anteilen verbundener Unternehmen sowie möglicher Zahlungsstromschwankungen in Bezug auf geplante Einzahlungen aus Dividenden frühzeitig erkannt.

4.3.6 Prozessrisiken

Die Geschäftsführung überwacht fortlaufend, auch mit Unterstützung der zentral in Bad Soden-Salmünster ansässigen Rechtsabteilung sowie unter Einsatz des Woco Risikomanagementsystems die Beziehungen zu Kunden, Lieferanten oder anderen Vertragspartnern sowie zu Mitarbeitern, um somit jederzeit in der Lage zu sein, je nach Einschätzung der wirtschaftlichen Risiken aus möglichen Rechtsstreitigkeiten die notwendige und ausreichende Risikovorsorge treffen zu können. In Gerichts- oder Schiedsverfahren, die nach heutiger Einschätzung wesentliche Auswirkungen auf die wirtschaftliche Lage und Entwicklung haben könnten, sind die Gesellschaften der Woco Gruppe derzeit nicht direkt verwickelt. Bestehenden Risiken, z.B. aus den Kunden- und Lieferantenbeziehungen, wird durch ausreichende Rückstellungsbildung oder Wertberichtigung Rechnung getragen. Die Rechtsabteilung hat die Aufgabe, die formal und inhaltlich korrekte Handhabung relevanter Sachverhalte, wenn erforderlich auch unter Einbindung externer Spezialisten, sicherzustellen.

4.3.7 Bestandsgefährdende oder entwicklungsbeeinträchtigende Risiken

Eine Beurteilung der bestandsgefährdenden oder entwicklungsbeeinträchtigenden Risiken der Woco IT kann aufgrund der leistungswirtschaftlichen und finanziellen Verflechtungen nur im Zusammenhang mit den übrigen Gesellschaften der Woco Gruppe erfolgen.

Hinsichtlich der in diesem Bericht erläuterten Risiken und Zukunftsaussichten wurden im Geschäftsjahr 2020 und bis zur Aufstellung dieses Konzernlageberichts makroökonomische und strukturelle Risiken identifiziert, die zu einer dauerhaften oder wesentlichen Beeinträchtigung der Entwicklung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage von einzelnen Gesellschaften der Woco Gruppe oder der Woco Gruppe insgesamt führen bzw. führen könnten. Hierbei handelt es sich im Wesentlichen um mögliche Auswirkungen der disruptiven Veränderungen in der Automobilindustrie mit einer klaren Tendenz zu alternativen Antriebstechnologien, der noch nicht gelöste Handelsstreit zwischen den Vereinigten Staaten von Amerika und der VR China sowie weiterhin mögliche Strafzölle auf den Import europäischer Kraftfahrzeuge durch die Vereinigten Staaten von Amerika. Wir begegnen diesen Risiken durch eine globale Aufstellung der Produktionskapazitäten, verstärkte Entwicklungsaktivitäten im Bereich der alternativen Antriebstechnologien und durch den angestrebten Ausbau des Non-Automotive-Bereichs zu einem zweiten Standbein.

Aus der seit Beginn des Jahres 2020 zunächst in der VR China grassierenden Corona-Epidemie, die sich zu einer weltweiten Pandemie entwickelt hat, ergeben sich weitere in ihrer letztlichen Dimension schwer einzuschätzende Risiken. Die sich seit dem Ausbruch verschärfende Dimension der Krise hatte sich durch eine Abnahme der Neuinfektionen im Sommer 2020 vorübergehend entspannt. Die seit dem Herbst 2020 wieder stark ansteigenden Infektionszahlen und die daraus erneut resultierenden staatlichen Eingriffe zur Eindämmung des Pandemiegeschehens erschweren es nun jedoch wieder zunehmend, die Auswirkungen auf Gesellschaft, Volkswirtschaft und Unternehmen konkret zu beziffern. Die Situation zeichnet sich weiterhin durch ein ungewöhnlich hohes Maß an Prognoseunsicherheit aus, insbesondere bezüglich der Dauer der Krise, die in letzter Konsequenz von der Bereitstellung ausreichender Impfdosen abhängig sein wird, um eine sogenannte Herdenimmunität, auch gegen die diversen Mutationen des Virus, herzustellen. Wir gehen davon aus, dass die Corona-Krise die Entwicklung der Gesellschaften der Woco Gruppe mindestens noch im ersten Halbjahr 2021 maßgeblich beeinträchtigen wird. Für die Volkswirtschaft und für die von uns belieferten Industrien prognostizieren führende Forschungsinstitute für das Jahr 2021 eine Erholung von den tiefen Einschnitten im abgelaufenen Geschäftsjahr, sowohl in Deutschland, Europa, aber auch für die Weltwirtschaft insgesamt. Eine vollständige Erholung und Rückkehr auf das Produktionsniveau vor Ausbruch der Krise wird aber den Prognosen verschiedener Wirtschaftsforschungsinstitute folgend nicht vor 2023 eintreten.

Für Woco bedeuten die weiterhin möglichen Unterbrechungen in der Lieferkette, dass wir unsere eigenen Kapazitäten, insbesondere im Personalbereich, zumindest während der durch die Corona-Krise ausgelösten Maßnahmen bei unseren Kunden und Lieferanten kurzfristig und flexibel anpassen müssen. Um die daraus resultierenden finanziellen Belastungen infolge der weiterhin zu tragenden Kostenblöcke bei vorübergehend ausbleibenden Einzahlungen aus Umsätzen abzufedern, werden wir weiterhin unter anderem kostenreduzierende Instrumente wie z.B. Kurzarbeit oder ähnliche staatliche Hilfsprogramme nutzen. Mit dem Abschluss der Verhandlungen zum Interessenausgleich und Sozialplan für den Standort Bad Soden-Salmünster haben wir bereits Ende 2020 unsere Kapazitäten zunächst an das durch die Krise vorübergehend notwendige Niveau angepasst. Auch in anderen Woco Gesellschaften wurden personelle Maßnahmen umgesetzt oder befinden sich in der Umsetzung. Zur Reduzierung des Risikos der Ausbreitung von Infektionsfällen in unserem Unternehmen haben wir die Präsenz der Belegschaft an unseren Standorten weitestgehend reduziert und nutzen die Möglichkeit des "Remote Working". Durch die Vermeidung von Präsenzmeetings, die Einteilung der noch Anwesenden in A- und B-Gruppen mit abwechselnder Anwesenheit und die Einhaltung der gebotenen Hygiene- und Abstandsregelungen haben wir außerdem alle Vorkehrungen getroffen, um das Infektionsrisiko während der Arbeitszeit zu minimieren.

Nach wie vor könnten bei sich verändernden Rahmenbedingungen zum heutigen Zeitpunkt noch unbekannte oder als unwesentlich erachtete Risiken die Geschäftsaktivitäten ebenfalls beeinträchtigen. Organisatorisch hat die Geschäftsleitung der Woco Gruppe alle Voraussetzungen geschaffen, um frühzeitig über sich abzeichnende Veränderungen der Risikosituationen für einzelne Gesellschaften der Gruppe Kenntnis zu erlangen und hierauf adäquat reagieren zu können.

5. Ausblick

5.1 Weltwirtschaft

Der Ausblick für die wirtschaftliche Entwicklung in 2021 ist weiterhin von hoher Unsicherheit geprägt. Nach dem Zwischenhoch im Sommer und Herbst des vergangenen Jahres hat die zweite Welle der Corona-Pandemie mit wieder deutlich ansteigenden Infektions- und Todeszahlen die Hoffnung auf eine schnelle Rückkehr der Wirtschaft auf das Vorkrisenniveau im Keim erstickt. Gerade die europäischen Regierungen reagierten auf diese Entwicklung mit lokalen Beschränkungen für bestimmte Regionen und Aktivitäten. Da die Maßnahmen aber nicht die gewünschten Effekte zeigten, sondern sich die Belegung von Intensivbetten sogar weiter steigerte, wurden die Maßnahmen inzwischen wieder deutlich verschärft. Folglich befindet sich beispielsweise Deutschland seit Mitte Dezember 2020 in einem zweiten Lockdown, durch den das öffentliche Leben auf ein notwendiges Minimum heruntergefahren worden ist. Das betrifft fast alle Lebensbereiche und gilt bundesweit. Ziel ist es, das Infektionsgeschehen und die Reproduktionszahlen durch die konsequente Beschränkung von sozialen Kontakten wieder deutlich einzubremsen. Hiervon sind die wirtschaftlichen Aktivitäten sowie der Ausblick für den Jahresanfang deutlich spürbar beeinflusst. Das ifo-lnstitut geht mindestens für das Winterhalbjahr 2020/2021 von einer weiterhin gedämpften bis hin zu einer rückläufigen wirtschaftlichen Entwicklung aus. Dennoch dürfte das Pandemiegeschehen die wirtschaftliche Aktivität deutlich weniger negativ beeinflussen als im Frühjahr des vergangenen Jahres.

Für die weitere Entwicklung der Weltwirtschaft wird dementsprechend der weitere Pandemieverlauf der maßgebende Einflussfaktor werden. Die wesentlichen Wirtschaftsforschungsinstitute (u.a. ifo und IfW) gehen in ihren aktuellen Prognosen davon aus, dass die Infektionsschutzmaßnahmen und die daraus resultierende Einschränkung der Mobilität bis zum Ende des ersten Quartals 2021 im Großen und Ganzen bestehen bleiben werden. Auch wenn inzwischen erste Impfstoffe von den Gesundheitsbehörden in Europa, den Vereinigten Staaten von Amerika und weiteren Ländern zugelassen worden sind, wird die eingeschränkte Verfügbarkeit der Vakzine bzw. der Zeitbedarf für die Impfung der Bevölkerung noch eine Zeitlang in Anspruch nehmen, um die erforderliche Herdenimmunität herzustellen. Mit einer zunehmenden Durchimpfung der Bevölkerung und der Abnahme der Infektionsrisiken wird eine fortschreitende Normalisierung der Rahmenbedingungen auch für die besonders kontaktintensiven Wirtschaftszweige eintreten. Die erwartete Normalisierung wird flankiert von einem weiterhin niedrigen Zinsniveau und einkommensstützenden Maßnahmen der Finanzpolitik, die auch aufgrund zurückgestellter Bedürfnisse zu einem kräftig anziehenden privaten Konsum führen dürfte. Daneben wird im Zuge der Abnahme der wirtschaftlichen Unsicherheit mit einem Anziehen der Investitionstätigkeit gerechnet.

Die weitere wirtschaftliche Erholung in Europa wird zudem dadurch begünstigt, dass der harte Brexit kurz vor dem Jahreswechsel durch den Abschluss eines Partnerschaftsvertrags zwischen dem Vereinigten Königreich und der Europäischen Union abgewendet werden konnte. Somit wurde ein nahtloser Übergang nach Ablauf der am 31. Dezember 2020 geendeten Übergangsphase in einen neuen umfassenden vertraglichen Rahmen gewährleistet, der durch ein Freihandelsabkommen weiterhin einen zollfreien Warenaustausch ermöglicht.

In den Vereinigten Staaten von Amerika haben sich die politischen Rahmenbedingungen durch die Wahl des Demokraten Joe Biden zum nächsten Präsidenten ebenfalls aufgehellt. Auch wenn kurzfristig nicht mit einer schnellen bzw. vollständigen Aufhebung der bestehenden Handelsbeschränkungen - insbesondere zwischen den Vereinigten Staaten von Amerika und der VR China - zu rechnen ist, wird eine spürbare Deeskalation der Handelskonflikte erwartet. Daneben sollte ein neues Konjunkturpaket mit zusätzlichen Hilfen für die durch die Corona-Pandemie stark angestiegene Zahl von Arbeitslosen stützend wirken.

Die VR China, in der das Corona-Virus seinen Ausgang genommen hatte, konnte das Infektionsgeschehen dagegen bereits frühzeitig wieder unter Kontrolle bringen und den Wirtschaftseinbruch aus dem vergangenen Frühjahr überwinden. Folglich lagen die Zuwachsraten bereits im Herbst mit 7 % sogar wieder über dem Vorkrisenniveau. Hierzu beigetragen hat u.a. ein starker Zuwachs der Ausfuhren, deren weitere Entwicklung sehr stark vom Infektionsgeschehen bei den Handelspartnern abhängt. Der Wahlausgang in den Vereinigten Staaten könnte zusätzlich begünstigend auf die weitere Entwicklung wirken.

Die Erholung in den übrigen Schwellenländern ist unterschiedlich weit fortgeschritten und die Aussichten sind differenziert. Die im Frühjahr besonders stark von der Pandemie betroffene Wirtschaft in Lateinamerika profitierte von Impulsen durch die Lockerung der Eindämmungsmaßnahmen und dem Wiederanziehen der Rohstoffnachfrage. Daraus resultiert ein deutlicher Anstieg der Produktionsaktivität, der aber die noch immer angespannte Schuldensituation einiger Länder und die daraus erwachsenen fiskalischen Kosten entgegenwirken. Auch in Indien wird nach dem massiven Rückgang der Produktionsleistung im zweiten Quartal mit einer weiteren Erholungsbewegung gerechnet. Neben dem Fortgang des Infektionsgeschehens spielt in Russland die weitere Entwicklung der durch die OPEC regulierten Rohölförderung eine nicht zu vernachlässigende Rolle für das weitere wirtschaftliche Geschehen.

Länderübergreifend prognostiziert das ifo-Institut auf Basis der unterstellten Annahmen zum weiteren Pandemieverlauf in 2021 einen Anstieg des Bruttoinlandsprodukts der Welt um +5,8 % sowie in 2022 um weitere +4,2 %, während die aktuellen Erwartungen des IfW sogar noch etwas optimistischer ausfallen (2021: +6,1 %; 2022: +4,5 %).

5.2 Erwartete Entwicklung der Automobilindustrie

Gemäß den aktuell verfügbaren Prognosen des VDA aus dem Februar 2021 wird die Automobilbranche in 2021 weltweit die deutlichen Verluste, die durch die staatlichen Maßnahmen zur Eindämmung des globalen Infektionsgeschehens maßgeblich verursacht wurden, zu einem Teil wieder aufholen können. Unter der Voraussetzung einer normalen wirtschaftlichen Entwicklung ohne weiteren harten Lockdown und einer sukzessiven Durchimpfung der Bevölkerung in Abhängigkeit der Verfügbarkeit von ausreichenden Impfdosen wird davon ausgegangen, dass der weltweite Absatz auf ein Niveau von knapp 74 Mio. € Einheiten zurückkehren wird, was einen Anstieg um 9 % zum abgeschlossenen Jahr darstellt. Dabei wird für alle wesentlichen Märkte mit einer Zunahme der Verkaufszahlen gerechnet, wobei der prognostizierte Anstieg in Westeuropa auf 12 Mio. Fahrzeuge mit 12 % prozentual am deutlichsten ausfällt. Für die VR China erwartet die Studie des VDA ein Wachstum der Verkaufszahlen um 8 % auf über 21 Mio. Einheiten und damit eine Rückkehr auf das Niveau von 2019. Eine weitere Entspannung der Pandemie in den Vereinigten Staaten von Amerika sollte hier einen Anstieg der Verkaufszahlen um 9 % auf 15,8 Mio. Einheiten zur Folge haben. Auch für die für Woco relevanten Märkte in Indien (+17 % auf 2,8 Mio. Fahrzeuge) und Mexiko (+12 % auf knapp 1,1 Mio. Fahrzeuge) zeichnet sich ein positiver Trend auf einem niedrigen Niveau ab. Der VDA weist aber ausdrücklich auf die weiterhin existente Unsicherheit hin, denen diese Prognosen unterliegen. Zwar ist aus momentaner Sicht ein erneuter harter Lockdown mit Werksschließungen verschiedener OEM und Zulieferer sowie einem Engpass auf der Beschaffungsseite nicht absehbar. Dennoch haben die sich unterschiedlich entwickelnden Fallzahlen und die daraus abgeleiteten staatlichen Schutzmaßnahmen einen weiterhin signifikanten Einfluss auf die weitere wirtschaftliche Entwicklung in den entsprechenden Regionen. Daneben belastet momentan die Knappheit der am Markt verfügbaren Halbleiter eine progressivere Entwicklung der Produktionszahlen.

5.3 Erwartungen für die voraussichtliche Entwicklung der Woco Gruppe

Einleitend ist anzumerken, dass die für die Woco Gruppe Ende 2020 erstellte Planung für die kommenden Jahre auf den Rahmenbedingungen basiert, mit denen wir uns im zweiten Halbjahr 2020 konfrontiert sahen. Dabei wird davon ausgegangen, dass sich die sukzessive wirtschaftliche Erholung weiter fortsetzt und es zu keinen neuerlichen einschneidenden staatlichen Maßnahmen verbunden mit Werksschließungen oder Lieferengpässen entlang der Wertschöpfungskette zur Eindämmung der Corona-Pandemie kommen wird.

Unter diesen Voraussetzungen erwartet die Woco Gruppe nach dem Corona-bedingten Umsatzeinbruch auf Mio. € 544 in 2020 wieder sukzessiv ansteigende Erlöse. Ein unterstelltes durchschnittliches Wachstum um jährlich 5 % hat zur Folge, dass erst im Planjahr 2024 wieder mit einer Umsatzgröße auf dem Vorkrisenniveau zu rechnen ist.

Die Planung für das Jahr 2021 sieht als Zwischenschritt ein Umsatzvolumen von Mio. € 575 vor, auf dessen Basis eine positive EBIT-Marge vor Kosten für notwendige Restrukturierungsmaßnahmen und Währungseffekten im niedrigen einstelligen Prozentbereich erwartet wird. Abzüglich der Restrukturierungskosten und eines positiven Beitrags aus den abgeschlossenen Währungssicherungsgeschäften beträgt das Ergebnis vor Zinsen und Steuern noch etwas mehr als 1 % in Bezug auf die geplante Gesamtleistung. Dabei liegt der Fokus ganz klar auf der Fortsetzung des angestoßenen Transformationsprojekts verbunden mit der konsequenten Umsetzung der Maßnahmenpakete zur nachhaltigen Verbesserung des Ergebnisses der Woco Gruppe.

Die wesentlichen Maßnahmen des Transformationsprojekts zielen darauf ab, die Kompetenzen und die Selbstständigkeit der Produktionsstätten weiter zu steigern und die Kostenstruktur der Woco Gruppe durch die Anpassung des globalen Produktionsnetzwerks an die Bedürfnisse des Marktes zu optimieren. In diesem Zuge wurde die Zuordnung der Produktionsprozesse zu den verfügbaren Produktionsstätten in Abhängigkeit der Lohnkostenintensität überarbeitet und entsprechende Maßnahmen hieraus abgeleitet, um lohnintensive Prozesse in Niedriglohnländern anzusiedeln. In Standorten mit durchschnittlich höheren Lohnsätzen soll dagegen der Automationsgrad der Fertigungsabläufe weiter gesteigert bzw. dort sollen komplexere Prozesse abgebildet werden.

Auch die angestrebte weitere Verbesserung des Beitrags von Woco Ipartechnika in Ungarn zum Konzernergebnis durch die Umsetzung weiterer struktureller Maßnahmen spiegelt sich in den Planzahlen wider. Eine stärkere Verkettung des Spritzgusses mit der Montage und die Umsetzung von Lean-Konzepten zur Vermeidung von Ressourcenverschwendung und der Zwischenlagerung von Halbfabrikaten sind der wesentliche Faktor für eine weitere Reduzierung der Kostenbasis.

Durch den deutlichen Umsatzrückgang im abgelaufenen Jahr, nach gezielten Investitionen in die Bereitstellung der erforderlichen Kapazitäten und Produktionstechnologien in den Vorjahren, erwarten wir im Geschäftsjahr 2021 einen moderaten Investitionsbedarf, um den Transformationsprozess voranzutreiben und dem steigenden Automations- und Digitalisierungstrend Rechnung zu tragen. Demzufolge werden sich die Investitionen ungefähr auf dem Niveau des abgelaufenen Jahres einpendeln.

Gemäß der Unternehmensplanung für die Woco Gruppe wird erwartet, dass die Finanzierung der Investitionen aus dem Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit erfolgen kann. Unter Berücksichtigung der erwarteten Restrukturierungsaufwendungen für die weitere Umsetzung der Transformation weist der Free Cashflow (Summe des Cashflows aus operativer Geschäftstätigkeit und Investitionen) für das Jahr 2021 eine Unterdeckung im niedrigen einstelligen Millionenbereich aus. Dieser Finanzbedarf sowie die vertraglich fixierten Tilgungszahlungen werden teilweise über die Nutzung der zur Verfügung stehenden liquiden Mittel und freien Linien unter Einbeziehung des Anfang 2021 gewährten Corona-Hilfskredits der KfW gedeckt.

In einem auf der Unternehmensplanung aufbauenden alternativen, konservativeren Szenario für die nächsten fünf Geschäftsjahre, das aufgrund des weiterhin hohen Infektionsgeschehens von einer deutlich stärkeren Belastung der weltwirtschaftlichen Entwicklung insbesondere im ersten Halbjahr 2021 ausgeht, wird mit einem geringeren Umsatz gerechnet, der mit Mio. € 545 ungefähr auf dem Niveau des vergangenen Geschäftsjahres verharrt. In diesem Szenario erwarten wir, dass sich der fehlende Deckungsbeitrag negativ auf das bereinigte operative Ergebnis (EBIT vor Restrukturierungskosten und Währungseffekten) auswirken wird, das sich aber gestützt durch weitere staatliche Hilfsmaßnahmen (insb. Kurzarbeitsprogramme in verschiedenen europäischen Ländern) trotzdem noch im leicht positiven Bereich bewegen sollte. Auch in dieser konservativen Planungsvariante ist die kurz- und mittelfristige Finanzierung der Unternehmung nach Aufnahme des KfW-Darlehens uneingeschränkt gewährleistet.

5.4 Erwartungen für die voraussichtliche Entwicklung der Woco IT

Im Januar 2021 hat die Woco IT einen Umsatz von Mio. € 17,4 erreicht und liegt damit Mio. € 3,6 über Planniveau. Das Ergebnis vor Steuern für Januar 2021 ist leicht positiv und übertrifft den geplanten Wert von Mio. € -0,6.

In 2021 werden die Umsatzerlöse der Gesellschaft gegenüber 2020 insgesamt im einstelligen Prozentbereich sinken. Der erwartete Rückgang ist begründet in auslaufenden Serienaufträgen, die nicht durch höhere Umsatzerlöse aus Projekten kompensiert werden können. Das betriebliche Ergebnis für das Geschäftsjahr 2021 stellt sich nach unserer derzeitigen Planung in Höhe von rund Mio. € 1,2 negativ dar. Daneben rechnen wir mit Dividendenausschüttungen von Tochtergesellschaften unter Vorjahreswert. Wir erwarten einen Verlust in Höhe von knapp Mio. € 2,8, der von der Woco Holding aufgrund des bestehenden Ergebnisabführungsvertrages ausgeglichen wird. Für das Jahr 2021 sind Investitionen in Höhe von knapp Mio. € 3,5 geplant. Auf Basis unserer Ergebnis- und Finanzplanung gehen wir davon aus, dass die Finanzierung der Investitionen im Wesentlichen aus den kurzfristig zur Verfügung stehenden liquiden Mitteln (freien Linien) sowie aus den eingeleiteten zusätzlichen Finanzierungsbausteinen erfolgen kann.

 

Bad Soden-Salmünster, den 19. März 2021

Joachim Geimer

Michael Lorig

Jürgen Nordhus gnt. Westarp

Amtsgericht Hanau, HRB 90758

Bilanz zum 31. Dezember 2020

Aktiva

31.12.2020 31.12.2019
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 1.187.886,53 1.809.819,95
2. Geleistete Anzahlungen 154.319,48 149.346,06
1.342.206,01 1.959.166,01
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschl. der Bauten auf fremden Grundstücken 18.284.599,69 19.139.329,71
2. Technische Anlagen und Maschinen 4.895.520,62 6.504.840,62
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 5.140.352,35 6.417.417,18
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 1.004.216,13 989.714,12
29.324.688,79 33.051.301,63
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 17.986.478,98 17.986.478,98
17.986.478,98 17.986.478,98
48.653.373,78 52.996.946,62
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 3.732.386,07 3.944.910,20
2. Unfertige Erzeugnisse, unfertige Leistungen 19.922.519,81 32.703.938,16
3. Fertige Erzeugnisse und Waren 4.551.393,70 5.782.019,91
4. Erhaltene Anzahlungen -2.331.448,30 -4.045.585,49
25.874.851,28 38.385.282,78
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 10.618.150,80 10.408.786,47
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 24.276.137,06 22.015.391,18
3. Forderungen gegen Gesellschafter 60.134.679,51 68.320.569,26
4. Sonstige Vermögensgegenstände 1.175.213,14 1.202.795,91
96.204.180,51 101.947.542,82
III. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 2.329.031,43 1.319,83
124.408.063,22 140.334.145,43
C. Rechnungsabgrenzungsposten 956.318,00 960.975,66
174.017.755,00 194.292.067,71

Passiva

31.12.2020 31.12.2019
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 50.400,00 50.400,00
II. Kapitalrücklage 1.367.356,97 1.367.356,97
III. Andere Gewinnrücklagen 11.217.637,73 11.217.637,73
12.635.394,70 12.635.394,70
B. Rückstellungen
1. Rückstellungen für Pensionen 0,00 137.364,00
2. Steuerrückstellungen 232.000,00 232.000,00
3. Sonstige Rückstellungen 6.262.809,61 4.440.177,18
6.494.809,61 4.809.541,18
C. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 107.172.195,32 126.445.602,92
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 12.160.394,95 13.892.944,27
3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 33.781.778,27 34.875.693,37
4. Sonstige Verbindlichkeiten 1.769.932,15 1.628.141,27
154.884.300,69 176.842.381,83
D. Rechnungsabgrenzungsposten 3.250,00 4.750,00
174.017.755,00 194.292.067,71

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2020

2020 2019
1. Umsatzerlöse 182.334.895,51 235.574.033,54
2. Erhöhung oder Verminderung (-) des Bestands an fertigen und unfertigen Erzeugnissen / Leistungen -12.913.509,47 -13.280.236,63
3. Andere aktivierte Eigenleistungen 224.384,68 265.497,52
Gesamtleistung 169.645.770,72 222.559.294,43
4. Sonstige betriebliche Erträge 2.767.411,89 1.920.673,52
5. Materialaufwand
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren 99.399.513,74 133.277.388,27
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen 10.561.607,57 18.800.518,79
109.961.121,31 152.077.907,06
6. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter 27.758.915,28 36.861.580,71
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung
(davon für Altersversorgung € 0,00; Vorjahr € 604,58) 6.273.315,86 6.950.958,28
34.032.231,14 43.812.538,99
7. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 4.788.335,04 5.256.998,81
8. Sonstige betriebliche Aufwendungen 28.389.341,23 26.404.939,73
Betriebliches Ergebnis -4.757.846,11 -3.072.416,64
9. Erträge aus Beteiligungen 2.441.338,76 4.463.511,03
(davon aus verbundenen Unternehmen € 2.441.338,76; Vorjahr € 4.463.511,03)
10. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 960.421,60 931.676,10
(davon aus verbundenen Unternehmen € 933.767,52; Vorjahr € 913.854,27)
11. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 2.235.128,12 2.178.186,45
(davon an verbundene Unternehmen € 48.732,63; Vorjahr € 51.347,45)
Finanzergebnis 1.166.632,24 3.217.000,68
Ergebnis vor Steuern -3.591.213,87 144.584,04
12. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 227.462,04 274.174,44
13. Ergebnis nach Steuern -3.818.675,91 -129.590,40
14. Sonstige Steuern 202.425,88 225.673,98
15. Erträge aus Verlustübernahme 4.021.101,79 355.264,38
16. Jahresüberschuss 0,00 0,00

Anhang 2020

I. Allgemeine Angaben und Erläuterungen zum Jahresabschluss

Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2020 wurde unter Beachtung der Ansatz- und Bewertungsvorschriften für große Kapitalgesellschaften im Sinne von § 267 Abs. 3 und 4 HGB aufgestellt und nach den Vorschriften der §§ 266, 275 Abs. 2 HGB für große Kapitalgesellschaften gegliedert.

Die nach den gesetzlichen Vorschriften zu den Posten der Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung erforderlichen Vermerke sowie weitergehende Erläuterungen sind, soweit nicht in der Bilanz oder Gewinn- und Verlustrechnung erfolgt, im Anhang enthalten.

II. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Die folgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden sind unverändert zum Vorjahr angewendet worden:

Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten angesetzt und um planmäßige lineare Abschreibungen vermindert. Die Abschreibung erfolgt nach betriebsindividuell geschätzten Nutzungsdauern (Software drei bis fünf Jahre, Nutzungsrechte nach der Vertragsdauer). Im Zugangsjahr erfolgt die Abschreibung zeitanteilig. Selbst geschaffene immaterielle Vermögensgegenstände werden nicht aktiviert.

Die Bewertung der Sachanlagen erfolgt zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen. In den Herstellungskosten sind neben den Material- und Fertigungseinzelkosten angemessene Teile der notwendigen Material- und Fertigungsgemeinkosten sowie Abschreibungen des Anlagevermögens, soweit durch die Herstellung veranlasst, enthalten; Fremdkapitalzinsen werden nicht berücksichtigt. Die planmäßigen Abschreibungen werden unter Anwendung der linearen Methode, mit gegenüber dem Vorjahr unveränderten Sätzen, vorgenommen und auf Basis betriebsindividuell geschätzter Nutzungsdauern (33 bis 50 Jahre für Gebäude und drei bis 21 Jahre für sonstiges Sachanlagevermögen) ermittelt. Vereinnahmte Kundenzuschüsse für Formen und Werkzeuge werden als passive Rechnungsabgrenzungsposten erfasst und entsprechend der Nutzungsdauern der bezuschussten Anlagegegenstände ertragswirksam aufgelöst.

Gegenstände des Anlagevermögens, die nicht mehr oder nur noch in eingeschränktem Maße genutzt werden können, werden aufgrund voraussichtlich dauernder Wertminderung auf die ihnen jeweils am Bilanzstichtag niedrigeren beizulegenden Werte abgeschrieben.

Selbständig nutzbare bewegliche Gegenstände des Anlagevermögens, die der Abnutzung unterliegen, werden seit dem 1. Januar 2018 im Zugangsjahr voll abgeschrieben, sofern ihre jeweiligen Anschaffungs- oder Herstellungskosten € 250 nicht übersteigen. Entsprechende Anlagegegenstände mit Anschaffungs- oder Herstellungskosten zwischen € 250 und € 1.000 werden jahresweise in einem Sammelposten zusammengefasst, der über fünf Jahre aufgelöst wird.

Selbsterstellte, im Eigentum der Gesellschaft stehende Formen und Werkzeuge werden unter technischen Anlagen und Maschinen im Anlagevermögen zu ihren Herstellungskosten aktiviert. Sofern sie noch im Bau sind, werden die Herstellungskosten entsprechend des Fertigstellungsgrades unter den Anlagen im Bau aktiviert. Nach Fertigstellung werden sie über eine Nutzungsdauer von drei bis sechs Jahren linear abgeschrieben. Die Nutzungsdauer wird entsprechend der voraussichtlichen Einsatzdauer im Rahmen des Fertigungsprozesses bestimmt. Vereinnahmte Kundenzuschüsse für selbsterstellte Formen und Werkzeuge werden als passive Rechnungsabgrenzungsposten erfasst und entsprechend der Nutzungsdauer der bezuschussten Anlagengegenstände ertragswirksam aufgelöst.

Bei der Ermittlung der Herstellungskosten von selbsterstellten Formen, Werkzeugen und Vorrichtungen sowie von fertigen und unfertigen Erzeugnissen bzw. unfertigen Leistungen werden neben den Material- und Fertigungseinzelkosten angemessene Teile der notwendigen Material- und Fertigungsgemeinkosten sowie Abschreibungen des Anlagevermögens, soweit durch die Herstellung veranlasst, berücksichtigt; Fremdkapitalzinsen werden nicht berücksichtigt.

Die Finanzanlagen sind zu Anschaffungskosten ausgewiesen. Vom Abschreibungswahlrecht bei voraussichtlich nur vorübergehender Wertminderung wird kein Gebrauch gemacht.

Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe werden unter Anwendung der gewogenen Durchschnittsmethode zu Anschaffungskosten sowie zum Bilanzstichtag unter Berücksichtigung des Niederstwertprinzips bewertet.

Fertige Erzeugnisse und unfertige Erzeugnisse / unfertige Leistungen sind zu Herstellungskosten, ermittelt nach den gleichen Grundsätzen wie die Herstellungskosten der Sachanlagen, angesetzt.

Waren sind zu durchschnittlichen Anschaffungskosten oder dem niedrigeren beizulegenden Wert zum Bilanzstichtag bilanziert. Die Anschaffungskosten berücksichtigen Anschaffungsnebenkosten sowie Abzüge für Rabatte und Skonti.

Bei der Bewertung der fertigen Erzeugnisse und Waren wurden Risiken, die sich aus branchenbedingten Geschäftswagnissen, technischer Veralterung sowie der Lagerdauer ergeben, in angemessenem Umfang in Form von Wertberichtigungen berücksichtigt. Zusätzlich wurde eine Wertberichtigung für geringe Umschlagshäufigkeit gebildet.

Dem Grundsatz der verlustfreien Bewertung wurde bei fertigen Erzeugnissen und Waren - soweit erforderlich - durch entsprechende Abwertung Rechnung getragen.

Nach ihrer Fertigstellung in das Kundeneigentum übergehende Formen und Werkzeuge sowie die in Arbeit befindlichen Auftragsentwicklungen werden mit Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten bewertet und unter den unfertigen Erzeugnissen und unfertigen Leistungen ausgewiesen. Voraussetzung für die Aktivierung der angefallenen Kosten ist das Vorhandensein eines Kundenauftrags. Im Rahmen der verlustfreien Bewertung von Formen, Werkzeugen und Entwicklungsleistungen erfolgt zunächst eine aktivische Abwertung. Darüber hinaus wird für Verlustkontrakte eine Rückstellung für drohende Verluste aus schwebenden Geschäften gebildet, falls Abwertungen der betreffenden unfertigen Erzeugnisse oder Leistungen voll ausgeschöpft sind.

Erhaltene Anzahlungen für kundenbezogene Formen, Werkzeuge und Entwicklungsleistungen sind offen vom Vorratsvermögen abgesetzt.

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände werden zu ihren Anschaffungskosten, unverzinsliche, nicht kurzfristige Forderungen werden zum Barwert angesetzt.

Für erkennbare Risiken werden in angemessenem Umfang Einzelwertberichtigungen gebildet. Darüber hinaus wird das latente Risiko des Forderungsausfalls durch eine Pauschalwertberichtigung in Höhe von 0,5 % der nicht einzeln abgewerteten Nettoforderungen berücksichtigt.

Sonstige Rückstellungen werden in Höhe des Erfüllungsbetrags angesetzt, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist, um alle zum Bilanzstichtag erkennbaren ungewissen Verbindlichkeiten abzudecken. Zukünftige Preis- und Kostensteigerungen werden bei der Ermittlung berücksichtigt. Die Bewertung der Rückstellung für drohende Verluste aus schwebenden Geschäften erfolgt unter Berücksichtigung der aus der Abwicklung der Geschäfte zu erwartenden Erlöse und der bis zur Erlösrealisierung noch anfallenden Kosten auf Vollkostenbasis. Sonstige Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr, die hätten abgezinst werden müssen, liegen zum 31. Dezember 2020 wie im Vorjahr - bis auf Rückstellungen für Altersteilzeit - nicht vor.

Für die Abzinsung der Verpflichtungen aus Altersteilzeit wurde der den Restlaufzeiten entsprechende durchschnittliche Marktzinssatz, der durch die Deutsche Bundesbank ermittelt und veröffentlicht wird, verwendet.

Die Bewertung des Deckungsvermögens erfolgt zu dem von der Versicherung bestätigten Aktivwert der Rückdeckungsversicherungen. Der Aktivwert stellt die fortgeführten Anschaffungskosten dar und leitet sich ab aus dem zum Schluss der Versicherungsperiode berechneten Deckungskapital, mindestens jedoch aus dem Rückkaufswert, sofern ein solcher vereinbart ist, bzw. aus dem geschäftsplanmäßigen Deckungskapital.

Verbindlichkeiten werden mit ihren Erfüllungsbeträgen bewertet.

Fremdwährungsforderungen und -verbindlichkeiten sind zum Devisenkassamittelkurs am Abschlussstichtag umgerechnet. Fremdwährungsforderungen und Fremdwährungsverbindlichkeiten mit Restlaufzeiten von mehr als einem Jahr werden zum Stichtagskurs angesetzt, soweit die Entstehungskurse niedriger waren (bei Aktivposten) oder höher lagen (bei Passivposten). Gewinne und Verluste aus der Umrechnung von Fremdwährungsgeschäften in lokale Währung werden erfolgswirksam erfasst; die in den Posten "Sonstige betriebliche Erträge" bzw. "Sonstige betriebliche Aufwendungen" enthaltenen Erträge bzw. Aufwendungen aus der Währungsumrechnung werden durch entsprechende Aufgliederung der Posten im Anhang gesondert ausgewiesen.

Da die Gesellschaft sich in einer ertragsteuerlichen Organschaft mit der Woco Franz Josef Wolf Holding GmbH, Bad Soden-Salmünster, befindet, erfolgt die Einbeziehung der latenten Steuern auf Ebene des Organträgers.

III. Erläuterungen zur Bilanz

Die Entwicklung des Anlagevermögens unter Angabe der Abschreibungen des Geschäftsjahres ist im beigefügten Anlagenspiegel (Anlage 1 zum Anhang) dargestellt.

Die Finanzanlagen (s. Abschnitt IX. Besitz von Anteilen) setzen sich wie folgt zusammen:

31.12.2020 31.12.2019
T€ T€
Woco STV s.r.o., Vsetin / Tschechische Republik 17.001 17.001
F. J. Wolf Grundstücksbeteiligungen GmbH & Co. Besitz KG, Bad Soden-Salmünster 959 959
F. J. Wolf Grundstücksbeteiligungen GmbH, Bad Soden-Salmünster 26 26
Woco IPS GmbH, Bad Soden-Salmünster 1 1
Woco Tech de México, S.A. de C.V., Querétaro / Mexiko 1) 0 0
Woco Servicios México, S.A. de C.V., Querétaro / Mexiko 1) 0 0
Woco Automotive Polymer Systems de México, S.A. de C.V., Lagos de Moreno / Mexiko 1) 0 0
Anteile an verbundenen Unternehmen 17.987 17.987
17.987 17.987

1) Beteiligungsbuchwert unter T€ 1.

Zum Bilanzstichtag haben sich keine Anhaltspunkte für eine Wertminderung ergeben.

Die zum Bilanzstichtag ausgewiesenen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstigen Vermögensgegenstände enthalten wie im Vorjahr keine Beträge mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr.

In den Forderungen gegen verbundene Unternehmen sind Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von T€ 11.383 (Vorjahr: T€ 10.717) enthalten.

In den Forderungen gegen Gesellschafter, die zugleich Forderungen gegen verbundene Unternehmen darstellen, sind Cash Pool-Forderungen in Höhe von T€ 60.418 (Vorjahr: T€ 68.703), Forderungen aus Ergebnisabführungsverträgen über T€ 4.021 (Vorjahr T€ 355) sowie Forderungen aus der umsatzsteuerlichen Organschaft in Höhe von T€ 414 (Vorjahr: T€ 183) enthalten. Mit den Forderungen sind Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen mit T€ 4.718 (Vorjahr: T€ 920) saldiert.

Aktive Rechnungsabgrenzungsposten betreffen im Wesentlichen die Abgrenzung von im Voraus bezahlten Wartungs- und Lizenzgebühren sowie Leasingraten.

Die Rückstellungen für Steuern in Höhe von T€ 232 resultieren aus der Verschmelzung durch Aufnahme der WOCO Grundstücksverwaltungsgesellschaft mbH auf die Woco Industrietechnik GmbH zum 1. Juni 2019 und betreffen Körperschaftsteuer sowie Gewerbeertragsteuer.

Die sonstigen Rückstellungen umfassen vor allem Personalrückstellungen (T€ 3.528; Vorjahr: T€ 2.064), im Wesentlichen für Abfindungen, Aufwendungen für eine Transfergesellschaft, Gehaltsfortzahlungen, Mitarbeiterprämien und Altersteilzeit, Rückstellungen für ausstehende Eingangsrechnungen (T€ 1.309; Vorjahr: T€ 967), Rückstellungen für Garantie- und sonstige Verpflichtungen gegenüber Kunden (T€ 592; Vorjahr: T€ 659) sowie Rückstellungen für Jahresabschluss- und Beratungskosten (T€ 336; Vorjahr: T€ 254).

Zum 31. Dezember 2020 werden die von der Allianz Lebensversicherungs-AG, Berlin, bestätigten insolvenzgeschützten und ausschließlich für den Zweck der Sicherung der Altersteilzeitverpflichtungen bestehenden Versicherungsguthaben der Arbeitnehmer (T€ 723; Vorjahr: T€ 679) mit den Rückstellungen für Altersteilzeit (T€ 901; Vorjahr: T€ 936) verrechnet.

Bezüglich der Restlaufzeiten der Verbindlichkeiten, der "davon"-Vermerke zu den sonstigen Verbindlichkeiten sowie des Betrags der gesicherten Verbindlichkeiten verweisen wir auf den Verbindlichkeitenspiegel (Anlage 2 zum Anhang).

In den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen sind Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von T€ 2.542 (Vorjahr: T€ 3.914) sowie Cash Pool-Verbindlichkeiten in Höhe von T€ 31.240 (Vorjahr: T€ 30.962) enthalten.

IV. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Die Umsatzerlöse setzen sich wie folgt zusammen:

2020 2019
Inland Ausland Insgesamt Insgesamt
T€ T€ T€ T€
Umsatzerlöse aus dem Verkauf von Artikeln und Projekten
Powertrain Technology
Aktuatorik 3.650 12.107 15.757 25.967
Akustik 27.876 26.791 54.667 78.623
31.526 38.898 70.424 104.590
Polymer Automotive 46.243 37.812 84.055 100.736
77.769 76.710 154.479 205.326
Sonstige Umsatzerlöse 7.929 19.927 27.856 30.248
85.698 96.637 182.335 235.574

Die Umsatzerlöse mit konzernfremden Abnehmern betrugen im Berichtsjahr T€ 119.559 (Vorjahr: T€ 150.869).

Von den sonstigen Umsatzerlösen betreffen T€ 27.618 (Vorjahr: T€ 29.927) Weiterbelastungen an verbundene Unternehmen.

Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten Währungskursgewinne von T€ 50 (Vorjahr: T€ 37).

Periodenfremde Erträge betreffen Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen in Höhe von T€ 1.008 (Vorjahr: T€694), Erträge aus abgeschriebenen Forderungen in Höhe von T€ 1 (Vorjahr: T€ 28) und sonstige periodenfremde Erträge in Höhe von T€ 346 (Vorjahr: T€ 248).

In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind Währungskursverluste in Höhe von T€ 26 (Vorjahr: T€ 28) enthalten. Periodenfremde Aufwendungen sind in Höhe von T€ 94 (Vorjahr: T€ 145) angefallen.

In den sonstigen Zinsen und ähnlichen Erträgen sind T€ 3 (Vorjahr: T€ 2) aus der Abzinsung von Rückstellungen enthalten. Der saldierte Wert aus Aufwendungen (T€ 2) und Zinserträgen (T€ 18) aus dem Deckungsvermögen für die Altersteilzeitrückstellungen beträgt T€ 16.

In den Zinsen und ähnlichen Aufwendungen sind T€ 1 (Vorjahr: T€ 12) aus der Aufzinsung von Rückstellungen enthalten.

Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag in Höhe von T€ 227 (Vorjahr: T€ 274) betreffen im Wesentlichen im Ausland einbehaltene Quellensteuer auf Lizenzen.

V. Haftungsverhältnisse und sonstige finanzielle Verpflichtungen

Haftungsverhältnisse

Zu Gunsten der Wuxi Woco Motor Acoustic Systems Co. Ltd., Wuxi / VR China, bestehen Garantien gegenüber der Deutsche Bank (China) Co., Ltd., Shanghai / VR China, in Höhe von T€ 9.972 für Kontokorrentlinien (Inanspruchnahme zum Bilanzstichtag T€ 6.351), gegenüber der China Merchants Bank Ltd. Co., Wuxi / VR China, in Höhe von T€ 8.555 für Kontokorrentlinien (Inanspruchnahme zum Bilanzstichtag T€ 6.047) und gegenüber der HSBC Bank (China) Co., Ltd., Shanghai / VR China, in Höhe von T€ 6.232 für Kontokorrentlinien (Inanspruchnahme zum Bilanzstichtag T€ 0).

Zu Gunsten der Woco Ipartechnika Magyarország Kft., Budapest / Ungarn, besteht eine Garantie für ein Darlehen der Commerzbank Zrt., Budapest / Ungarn, in Höhe von T€ 8.260 (Inanspruchnahme zum Bilanzstichtag T€ 8.260).

Die Wuxi Woco Motor Acoustic Systems Co. Ltd. und die Woco Ipartechnika Magyarország Kft. haben bislang alle Tilgungs- und Zinszahlungen fristgerecht an die Kreditinstitute geleistet. Aufgrund der Ertrags- und Liquiditätsplanungen für die Gesellschaften und der Einbindung der Gesellschaften in die konzerninterne Finanzierung ist davon auszugehen, dass sie die weiteren Verpflichtungen vertragsgemäß erfüllen werden. Mit einer Inanspruchnahme der Woco Industrietechnik GmbH durch die Banken ist folglich nicht zu rechnen.

Darüber hinaus bestehen Eventualverbindlichkeiten aus der Haftung für das Veritätsrisiko im Rahmen der Factoring-Verträge. Die Höhe der sich hieraus zum 31. Dezember 2020 ergebenden Eventualverbindlichkeit der Woco Industrietechnik GmbH beläuft sich auf T€ 8.243. Da sich weder während des Geschäftsjahres 2020 noch bis zum Aufstellungszeitpunkt des Jahresabschlusses Haftungsfälle aus den Factoring-Verträgen ergeben haben, ist mit einer Inanspruchnahme der Woco Industrietechnik GmbH folglich nicht zu rechnen. Wir verweisen auf die Angaben zu den außerbilanziellen Geschäften.

Der Gesamtbetrag der Eventualverbindlichkeiten beträgt somit T€ 28.901 (Vorjahr: T€ 43.681) und gliedert sich auf in Eventualverbindlichkeiten aus Bürgschaften in Höhe von T€ 20.658 (Vorjahr: T€ 31.796) und aus der Bestellung von Sicherheiten für fremde Verbindlichkeiten in Höhe von T€ 8.243 (Vorjahr: T€ 10.060).

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen betragen insgesamt T€ 24.371 (Vorjahr: T€ 22.689). Sie betreffen mit T€ 11.397 (Vorjahr: T€ 12.507) Verpflichtungen aus Miet- und Leasingverträgen mit unterschiedlichen Vertragslaufzeiten sowie mit T€ 12.974 (Vorjahr: T€ 10.182) Verpflichtungen aus für 2021 ausgelösten Bestellungen. Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen verteilen sich hinsichtlich ihrer Fälligkeit wie folgt:

2021 2022 2023 2024 2025 Später
T€ T€ T€ T€ T€ T€
15.834 2.284 1.723 1.617 982 1.931

Von den sonstigen finanziellen Verpflichtungen bestehen T€ 4.741 (Vorjahr: T€ 5.791) gegenüber verbundenen Unternehmen.

VI. Bewertungseinheiten und derivative Finanzinstrumente

Währungskursrisiken werden mittels Devisenterminkontrakten begrenzt. Zur Beschreibung des Risikomanagements verweisen wir auf die Ausführungen im Lagebericht.

Sind im Rahmen der Absicherung von Währungsrisiken die Voraussetzungen zur Bildung von Bewertungseinheiten erfüllt, werden die Grund- und Sicherungsgeschäfte zu Bewertungseinheiten im Sinne des § 254 HGB zusammengefasst.

Zur Feststellung der Wirksamkeit der im Zusammenhang mit der Absicherung von Währungsrisiken ausschließlich in Form von Mikro-Hedges (Cashflow-Hedges) gebildeten Bewertungseinheiten wird die sog. Critical Terms Match-Methode angewandt, welche auf die Übereinstimmung wertbestimmender Parameter von Grundgeschäft und Sicherungsinstrument abzielt. Da bei den vorliegenden Bewertungseinheiten die in Bezug auf das abgesicherte Risiko wesentlichen wertbestimmenden Parameter von Grund- und Sicherungsgeschäft jeweils übereinstimmen, wird davon ausgegangen, dass sich die gegenläufigen Zahlungsströme von Grund- und Sicherungsgeschäft über die gesamte Laufzeit der jeweiligen Bewertungseinheit vollständig ausgleichen werden. Unter diesen Umständen ergibt sich zum Stichtag auch rückwirkend insgesamt keine bilanzielle Unwirksamkeit. Die bilanzielle Abbildung der wirksamen Teile der gebildeten Bewertungseinheiten erfolgt nach der Einfrierungsmethode.

Die Bewertung der zur Absicherung von Währungsrisiken eingesetzten derivativen Finanzinstrumente erfolgt zu beizulegenden Zeitwerten. Zur Bestimmung der beizulegenden Zeitwerte wurden die Bankbewertungen verwendet. Die Banken errechnen die beizulegenden Zeitwerte mit einem anerkannten Bewertungsverfahren (Barwertmethode) auf der Basis der aktuellen Devisenkurse, Marktzinssätze und Zinsstrukturkurven. Die Woco Industrietechnik GmbH achtet kontinuierlich auf die Bonität der Kontrahenten aus dem Bankensektor, mit denen sie die Sicherungsinstrumente abschließt.

Zum Abschlussstichtag bestehen 72 Devisenterminkontrakte ("DTK") mit Banken. Spiegelbildlich dazu bestehen Devisenterminkontrakte mit der Woco Tech de Mexico, S.A. de C.V., der Woco Ipartechnika Magyarorszäg Kft. und der Woco Pipe System Components Rom SRL. Aus diesen im Rahmen der Währungssicherung zusammengefassten Grund- und Sicherungsgeschäften stehen sich zum Abschlussstichtag beizulegende Zeitwerte von per Saldo T€ +783 bzw. T€ -783 gegenüber, für die jedoch aufgrund der Einbeziehung in Bewertungseinheiten keine Rückstellungen für drohende Verluste gebildet wurden bzw. keine Höherbewertung der Fremdwährungsverbindlichkeit erfolgte:

Währung Betrag der Sicherungsgeschäfte und der gesicherten Grundgeschäfte Sicherungsgeschäfte Betrag der Grundgeschäfte insgesamt Zeitraum der Grundgeschäfte Beizulegender Zeitwert
(in T Fremdwährung) (in T Fremdwährung) (in T€)
HUF 3.720.000 12 DTK 3.720.000 Jan. 2021 - Dez. 2021 - 695
RON 16.020 12 DTK 16.020 Jan. 2021 - Dez. 2021 + 60
MXN 349.200 24 DTK 349.200 Jan. 2021 - Dez. 2022 + 874
USD 9.900 24 DTK 9.900 Jan. 2021 - Dez. 2022 + 544
72 DTK + 783

VII. Sonstige Angaben

Mitarbeiterzahl

Die durchschnittliche Anzahl der Mitarbeiter ohne Auszubildende betrug im Geschäftsjahr 2020 525 (Vorjahr: 640), wovon 99 (Vorjahr: 115) gewerbliche Arbeitnehmer und 426 (Vorjahr: 525) Angestellte waren.

Abschlussprüferhonorar

Die Angabe des Abschlussprüferhonorars erfolgt im Konzernabschluss der Woco GmbH & Co. KG, Bad Soden-Salmünster.

Außerbilanzielle Geschäfte

Im Rahmen der Finanzierung der Woco Gruppe wurden im Juli 2010 mit der PB Factoring GmbH, Bonn, ein Factoring-Rahmenvertrag und ein Reversefactoring-Rahmenvertrag abgeschlossen. Vertragspartner des Factoring-Rahmenvertrags sind die PB Factoring GmbH (als Factor) und die Woco Industrietechnik GmbH, die Woco IPS GmbH, die EFFBE GmbH, jeweils Bad Soden-Salmünster, die Woco Kronacher Kunststoffwerk GmbH, Kronach, sowie seit April 2019 die Woco STV s.r.o. (als Forderungsverkäufer). Vertragspartner des Reversefactoring-Rahmenvertrags sind die PB Factoring GmbH, die Woco Industrietechnik GmbH und die Woco Kronacher Kunststoffwerk GmbH.

Im Rahmen des Factoring-Vertrages kauft die PB Factoring GmbH Forderungen der beteiligten Woco-Gesellschaften bis zu einem Gesamtbetrag von T€ 33.333 an. Unter Berücksichtigung des Sicherheitseinbehalts entspricht dies einem Finanzierungsvolumen von T€ 30.000. Es handelt sich um sogenanntes "echtes" Factoring, d.h. das Bonitätsrisiko geht auf den Käufer über, der Verkäufer haftet nur für die Verität der Forderungen. Die Woco Franz Josef Wolf Holding GmbH hat für alle Verpflichtungen aus dem Rahmenvertrag die gesamtschuldnerische Mitverpflichtung übernommen. Der Betrag der zum Stichtag verkauften Forderungen betrug T€ 11.887. Davon entfallen auf die Woco Industrietechnik GmbH T€ 5.800.

Im Rahmen des Reversefactoring-Vertrages kauft die PB Factoring GmbH Forderungen gegen die Daimler AG, Stuttgart, der beteiligten Woco-Gesellschaften auf Veranlassung der Daimler AG an. Das Reversefactoring steht im Zusammenhang mit einem zwischen der PB Factoring GmbH und der Daimler AG geschlossenen Debitorvertrag und den zwischen der Daimler AG und den beteiligten Woco-Gesellschaften geschlossenen Lieferverträgen. Auch beim Reversefactoring handelt es sich um sogenanntes "echtes" Factoring. Der Betrag der zum Stichtag verkauften Forderungen betrug T€ 6.209. Davon entfallen auf die Woco Industrietechnik GmbH T€ 2.443.

Die Factoring-Vereinbarungen dienen der Verbesserung der Liquiditätslage. Die gewählte Konstruktion hat den Vorteil, dass sich die durchschnittliche Zahlungsdauer auf Forderungen verkürzt, da der Factoring-Vertragspartner die Forderungen aufgrund der vertraglichen Regelung schneller begleicht als die Kunden. Risiken aus dem Geschäft bestehen aufgrund der kurzfristigen Kündbarkeit, d.h. im Falle einer Kündigung der Vereinbarung besteht das Risiko darin, dass kurzfristig eine adäquate Anschlussfinanzierung gefunden werden muss.

Für das Leasing von sonstigem Anlagevermögen fielen in 2020 Aufwendungen in Höhe von T€ 2.499 an; es bestehen zukünftige Zahlungsverpflichtungen in Höhe von T€ 6.884.

Leasingverträge werden vor allem zur Optimierung der Liquiditätslage abgeschlossen. Weitere Vorteile sind in der Bilanzneutralität und darin zu sehen, dass Leasingtransaktionen die bestehenden Kreditrahmen nicht belasten. Risiken bestehen aufgrund der längerfristigen Vertragsbindung in der Nutzbarkeit und fehlenden Verwertbarkeit der Leasinggegenstände während der Vertragslaufzeit, da diese während der Laufzeit nicht veräußert oder ersetzt werden können. Im Falle von wirtschaftlichen Problemen könnte der Entzug der Leasinggegenstände durch den Leasinggeber zu Störungen im Produktionsprozess führen.

Im Rahmen einer Betriebsaufspaltung wurden in 1998 Immobilien der Gesellschaft an die F. J. Wolf Grundstücksbeteiligungen GmbH & Co. Besitz KG, Bad Soden-Salmünster, übertragen. Die übertragenen Immobilien werden seitdem von der Woco Industrietechnik GmbH gemietet. Die Gestaltung wurde zum damaligen Zeitpunkt aus Zwecken der steuerlichen Optimierung gewählt. Risiken bestehen darin, dass betriebsnotwendige Immobilien sich nicht mehr im Eigentum der Woco Industrietechnik GmbH befinden.

VIII. Einbeziehung in Konzernabschluss

Die Woco Industrietechnik GmbH wird in den Konzernabschluss der Woco GmbH & Co. KG einbezogen, die den Konzernabschluss für den größten und kleinsten Kreis von Unternehmen aufstellt. Der Konzernabschluss wird unter Bezugnahme auf die Registernummer HRA 91437, Amtsgericht Hanau, beim elektronischen Bundesanzeiger bekannt gemacht. Die Woco Industrietechnik GmbH macht hinsichtlich der Aufstellungspflicht für einen Konzernabschluss von der Befreiungsregelung nach § 291 HGB Gebrauch.

IX. Besitz von Anteilen

Die Gesellschaft war im Geschäftsjahr an folgenden Gesellschaften beteiligt:

Name Anteil am Kapital in Eigenkapital am 31.12.2020 3) Ergebnis des Geschäftsjahres 3)
% T€ T€
Woco STV s.r.o., Vsetin / Tschechische Republik 3) 100,0 26.932 626
Woco Tech de México, S.A. de C.V., Querétaro / Mexiko 3) 0,1 27.699 2.576
Woco Servicios México, S.A. de C.V., Querétaro / Mexiko 3) 0,01 349 205
Woco IPS GmbH, Bad Soden-Salmünster 1) 100,0 2.275 1.585
F. J. Wolf Grundstücksbeteiligungen GmbH, Bad Soden-Salmünster 100,0 86 3
F. J. Wolf Grundstücksbeteiligungen GmbH & Co. Besitz KG, Bad Soden-Salmünster 2) 100,0 40 445
Woco Automotive Polymer Systems de México, S.A. de C.V., Lagos de Moreno / Mexiko 3) 0,27 7.271 -1.122

1) Das Ergebnis des Geschäftsjahres ist vor Ergebnisabführung an die Woco Franz Josef Wolf Holding GmbH ausgewiesen.
2) Das Ergebnis des Geschäftsjahres ist vor Ergebnisübernahme durch die Woco Industrietechnik GmbH ausgewiesen.
3) Die Umrechnung der Beträge in Euro erfolgt für das Eigenkapital mit dem Stichtagskurs, für das Ergebnis des Geschäftsjahres mit dem Durchschnittskurs.

X. Angaben zu Gesellschaftsorganen

Geschäftsführer der Woco Industrietechnik GmbH:

Herr Joachim Geimer, Woco Franz Josef Wolf Holding GmbH

 

Operative Geschäftsleitung der Woco Gruppe

Herr Michael Lorig, Woco Franz Josef Wolf Holding GmbH

 

Vorsitzender der Geschäftsleitung der Woco Gruppe

Herr Bernhard Nagl, Woco Franz Josef Wolf Holding GmbH

 

Kaufmännische Geschäftsleitung der Woco Gruppe (bis 12. Februar 2021)

Herr Jürgen Nordhus gnt. Westarp, Woco Franz Josef Wolf Holding GmbH

 

Kaufmännische Geschäftsleitung der Woco Gruppe (seit 15. Februar 2021)

XI. Ereignisse nach dem Bilanzstichtag

Zum Zwecke der Optimierung der Finanzierungsstruktur der Woco Gruppe ist vorgesehen, dass die Woco Franz Josef Wolf Holding GmbH und die Woco Industrietechnik GmbH, mit Garantien der wesentlichen in- und ausländischen Konzerngesellschaften, im April 2021 einen Konsortialkreditvertrag mit zwei Fazilitäten (A und B) über insgesamt Mio. € 96 abschließen. Beide Fazilitäten haben eine mehrjährige, mittelfristige Laufzeit. Für die Fazilität A über Mio. € 50 erfolgte am 4. Februar 2021 eine Refinanzierungszusage der KfW Bankengruppe, Frankfurt am Main. Mittels der Fazilität B über Mio. € 46 sollen bestehende Betriebsmittelkredite abgelöst werden.

Zwecks weiterer Wachstumsfinanzierung plant die Woco Gruppe außerdem die Ausweitung des Factoring, an dem verschiedene Konzerngesellschaften teilnehmen. Hierzu ist seitens der Coface Finanz GmbH, Mainz, die Zusage für ein internationales Factoring Programm über ein Volumen von Mio. € 45 mit einer Laufzeit bis zum 31. Dezember 2025 gegeben worden. Im Februar 2021 wurde daneben das bestehende PB Factoring mit der PB Factoring GmbH, Bonn, mit einem Volumen bis zu Mio. € 30 bis zum 31. Dezember 2024 verlängert.

Am 17. März 2021 wurden wir von der Daimler AG in Kenntnis gesetzt, dass das bislang mit der PB Factoring GmbH praktizierte Reversefactoring generell zum 30. September 2021 beendet wird, jedoch alternative Angebote der Forderungsfinanzierung für alle betroffenen Kunden vorbereitet werden. Wir gehen davon aus, dass wir nach der Übergangsphase bis auf weiteres die bei der PB Factoring GmbH bestehende Finanzierungslinie von Mio. € 30 auch für das bislang unter das Reversefactoring fallende Forderungsvolumen nutzen können, so dass gegenüber unserer bisherigen mittelfristigen Finanzplanung keine spürbaren negativen Liquiditätsauswirkungen zu erwarten sind.

Zur Risikovorsorge angesichts der erhöhten Risiken aus der Corona-Pandemie wurde im Februar 2021 für das angedachte Coface Factoring sowie auch für die restlichen Gruppengesellschaften eine Warenkreditversicherung bei der Coface Finanz GmbH abgeschlossen. Die an die PB Factoring GmbH verkauften Forderungen sind hiervon ausgenommen, da diesbezüglich bereits seitens der PB Factoring GmbH eine Warenkreditversicherungspolice existiert.

Darüber hinaus gibt es keine Vorgänge von besonderer Bedeutung, die nach dem Schluss des Geschäftsjahres eingetreten sind und weder in der Gewinn- und Verlustrechnung noch in der Bilanz berücksichtigt sind.

 

Bad Soden-Salmünster, 19. März 2021

Joachim Geimer

Michael Lorig

Jürgen Nordhus gnt. Westarp

Anlagenspiegel zum 31. Dezember 2020

Anschaffungs- / Herstellungskosten
01.01.2020 Zugänge Abgänge Umbuchungen 31.12.2020
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 14.538.360,65 230.175,79 4.760.426,34 152.442,01 10.160.552,11
2. Geleistete Anzahlungen 149.346,06 157.415,43 0,00 -152.442,01 154.319,48
14.687.706,71 387.591,22 4.760.426,34 0,00 10.314.871,59
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 32.059.653,44 106.556,13 465.467,18 229.105,67 31.929.848,06
2. Technische Anlagen und Maschinen 73.350.286,74 24.557,50 693.234,81 107.326,13 72.788.935,56
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 24.259.301,53 117.735,47 1.148.800,18 5.075,00 23.233.311,82
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 989.714,12 644.722,06 288.713,25 -341.506,80 1.004.216,13
130.658.955,83 893.571,16 2.596.215,42 0,00 128.956.311,57
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 17.986.478,98 0,00 0,00 0,00 17.986.478,98
17.986.478,98 0,00 0,00 0,00 17.986.478,98
163.333.141,52 1.281.162,38 7.356.641,76 0,00 157.257.662,14
Kumulierte Abschreibungen
01.01.2020 Zugänge Abgänge 31.12.2020
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 12.728.540,70 1.003.328,80 4.759.203,92 8.972.665,58
2. Geleistete Anzahlungen 0,00 0,00 0,00 0,00
12.728.540,70 1.003.328,80 4.759.203,92 8.972.665,58
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 12.920.323,73 1.188.742,30 463.817,66 13.645.248,37
2. Technische Anlagen und Maschinen 66.845.446,12 1.215.265,38 167.296,56 67.893.414,94
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 17.841.884,35 1.380.998,56 1.129.923,44 18.092.959,47
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00
97.607.654,20 3.785.006,24 1.761.037,66 99.631.622,78
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 0,00 0,00 0,00
0,00 0,00 0,00 0,00
110.336.194,90 4.788.335,04 6.520.241,58 108.604.288,36
Buchwerte
31.12.2020 31.12.2019
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 1.187.886,53 1.809.819,95
2. Geleistete Anzahlungen 154.319,48 149.346,06
1.342.206,01 1.959.166,01
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 18.284.599,69 19.139.329,71
2. Technische Anlagen und Maschinen 4.895.520,62 6.504.840,62
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 5.140.352,35 6.417.417,18
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 1.004.216,13 989.714,12
29.324.688,79 33.051.301,63
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 17.986.478,98 17.986.478,98
17.986.478,98 17.986.478,98
48.653.373,78 52.996.946,62

Verbindlichkeitenspiegel zum 31. Dezember 2020

Stand 31.12.2020 Stand 31.12.2019
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten * 107.172.195,32 126.445.602,92
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 12.160.394,95 13.892.944,27
3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 33.781.778,27 34.875.693,37
4. Sonstige Verbindlichkeiten 1.769.932,15 1.628.141,27
davon aus Steuern 1.004.266,17 846.624,20
davon im Rahmen der sozialen Sicherheit 363.082,17 0,00
154.884.300,69 176.842.381,83
Restlaufzeit
bis 1 Jahr über 1 Jahr
Stand 31.12.2020 Stand 31.12.2019 Stand 31.12.2020 Stand 31.12.2019
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten * 36.634.707,32 19.273.407,60 70.537.488,00 107.172.195,32
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 12.160.394,95 13.892.944,27 0,00 0,00
3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 33.781.778,27 34.875.693,37 0,00 0,00
4. Sonstige Verbindlichkeiten 1.723.167,94 1.582.182,26 46.764,21 45.959,01
davon aus Steuern 846.624,20 846.624,20 0,00 0,00
davon im Rahmen der sozialen Sicherheit 0,00 0,00 0,00 0,00
84.300.048,48 69.624.227,50 70.584.252,21 107.218.154,33
Restlaufzeit
davon 1 bis 5 Jahre davon mehr als 5 Jahre
Stand 31.12.2020 Stand 31.12.2019 Stand 31.12.2020 Stand 31.12.2019
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten * 60.037.488,00 96.672.195,32 10.500.000,00 10.500.000,00
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 0,00 0,00 0,00 0,00
3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 0,00 0,00 0,00 0,00
4. Sonstige Verbindlichkeiten 0,00 0,00 46.764,21 45.959,01
davon aus Steuern 0,00 0,00 0,00 0,00
davon im Rahmen der sozialen Sicherheit 0,00 0,00 0,00 0,00
60.037.488,00 96.672.195,32 10.546.764,21 10.545.959,01

* davon durch Grundpfandrechte (€ 3.922.195,22; Vorjahr: € 6.058.942,40) gesichert.

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die Woco Industrietechnik GmbH, Bad Soden-Salmünster

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Woco Industrietechnik GmbH, Bad Soden-Salmünster, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2020 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2020 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Woco Industrietechnik GmbH, Bad Soden-Salmünster, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2020 geprüft. Die Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289f Abs. 4 HGB (Angaben zur Frauenquote) haben wir in Einklang mit den deutschen gesetzlichen Vorschriften nicht inhaltlich geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2020 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2020 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Unser Prüfungsurteil zum Lagebericht erstreckt sich nicht auf den Inhalt der oben genannten Erklärung zur Unternehmensführung.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Sonstige Informationen

Die gesetzlichen Vertreter sind für die sonstigen Informationen verantwortlich. Die sonstigen Informationen umfassen die Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289f Abs. 4 HGB (Angaben zur Frauenquote).

Unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht erstrecken sich nicht auf die sonstigen Informationen, und dementsprechend geben wir weder ein Prüfungsurteil noch irgendeine andere Form von Prüfungsschlussfolgerung hierzu ab.

Im Zusammenhang mit unserer Prüfung haben wir die Verantwortung, die sonstigen Informationen zu lesen und dabei zu würdigen, ob die sonstigen Informationen

wesentliche Unstimmigkeiten zum Jahresabschluss, zum Lagebericht oder zu unseren bei der Prüfung erlangten Kenntnissen aufweisen oder

anderweitig wesentlich falsch dargestellt erscheinen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten-falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte im Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unteranderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Frankfurt am Main, den 22. März 2021

Deloitte GmbH
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Thomas Lüdke, Wirtschaftsprüfer

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