POCO Service GmbH
Selbe AdresseBeteiligungsgesellschaften
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Thomas Kurz seit 6.12.2016 | Prokura |
Jürgen Hildebrandt seit 6.12.2016 | Prokura |
Volker Andreas Matzke seit 6.12.2016 | Prokura |
Angela Jürgensen seit 10.3.2014 | Prokura |
Joachim Engelhardt seit 10.3.2014 | Prokura |
Heiko Pollok seit 5.5.2010 | Prokura |
Hans- Ralf Dr. Großkord seit 27.1.2009 | Vorstandsmitglied |
Klaus G. Herzog seit 27.1.2009 | Prokura |
Stephan Sielhorst seit 27.1.2009 | Prokura |
Friedhelm Dr. Rudolph seit 27.1.2009 | Prokura |
Thomas Stolletz seit 13.10.2004 | Vorstandsmitglied |
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
POCO Service AGBergkamenJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2016 bis zum 31.12.2016Lagebericht für das Geschäftsjahr 20161. Grundlagen des UnternehmensDie POCO Service AG erbringt für die POCO Einrichtungsmärkte GmbH und ihre Tochtergesellschaften allgemeine Dienstleistungen im Zusammenhang mit dem Zentraleinkauf, dem Warenimport aus Fernost und dem Kundendienst; darüber hinaus erbringt die Gesellschaft sonstige Dienstleistungen im Zusammenhang mit dem laufenden Geschäft. Für diese Tätigkeiten erhält die POCO Service AG eine Vergütung, die im abgelaufenen Geschäftsjahr im Wesentlichen von der POCO-Einrichtungsmärkte GmbH entrichtet wurde. Des Weiteren tätigt die POCO Service AG auch grenzüberschreitende Umsätze mit Unternehmen in Australien, Südafrika, Polen und den Niederlanden. Darüber hinaus hält die POCO Service AG Anteile an vier Leasingobjektgesellschaften, deren Grundstücke von der POCO Einrichtungsmärkte GmbH genutzt werden. Die POCO Service AG erzielt hieraus Beteiligungserträge. 2. Wirtschaftsbericht2.1 Rahmenbedingungen Die wirtschaftliche Entwicklung der Gesellschaft ist an die Handelsgesellschaften der POCO-Einrichtungsmärkte Unternehmensgruppe gebunden. Von den für den Handelsbereich positiven Faktoren, wie niedrige Arbeitslosenquote, historisch niedriges Zinsniveau sowie ein moderates Preisklima, die für eine positive Verbraucherstimmung in 2016 sorgten, hat die POCO Service AG ebenfalls profitiert. 2.2. Leistungsindikatoren Finanzielle Leistungsindikatoren In unserer Eigenschaft als konzerninterne Dienstleistungsgesellschaft sind die Personalkosten (eigene sowie fremdbezogene) die zentrale Steuerungsgröße. Diese haben sich von 22,4 Mio. € in 2015 auf 24,5 Mio. € in 2016 erhöht. Unsere Planung einer rund 5%igen Erhöhung wurde aufgrund des höheren Bedarfs um 1,0 Mio. € überschritten. Nicht finanzielle Leistungsindikatoren Angesichts der starken Expansionstätigkeit im Handelsbereich des POCO Einrichtungsmärkte Unternehmensverbundes und dessen Anspruch auf Marktführerschaft sind es vor allem quantitative (Anzahl der Filialen) und qualitative (Mitarbeiter) Steuerungsgrößen, die an dieser Stelle benannt werden müssen. Dies wirkt direkt (Mitarbeiterschulungen) und indirekt auf die POCO Service AG, da diese im Rahmen ihrer Dienstleistungserbringung an diesen Aktivitäten mitwirkt. Die POCO-Einrichtungsmärkte Unternehmensgruppe war in 2015 deutschlandweit mit 109 und 2016 mit 115 Filialen vertreten. Darüber hinaus betreibt die POCO Einrichtungsmärkte Unternehmensgruppe eine Filiale in Wroclaw (Polen) und eine Filiale in Enschede (Niederlande). Die Planung von sechs Neueröffnungen in 2016 wurde damit realisiert. Der nachhaltige Erfolg im Konzernverbund, zu dem die POCO Service AG zählt, beruht weiterhin ganz wesentlich auch auf den über Jahre gewachsenen Strukturen, insbesondere im Personalbereich. Die leitenden sowie auch die weiteren Mitarbeiter in der Verwaltung weisen bei sehr niedriger Fluktuation eine langjährige Betriebszugehörigkeit auf und sorgen für eine gelebte, ganz besondere Unternehmenskultur. Der steten Steigerung der Mitarbeiter- und damit der Servicequalität dient die POCO Akademie in Dortmund. Im Berichtsjahr haben insgesamt 1.995 (Vorjahr 2.390) Mitarbeiter der POCO Unternehmensgruppe an derartigen Schulungen teilgenommen. Der Rückgang gegenüber dem Plan (2.350 Mitarbeiter; -355) ist sowohl in zeitlichen Verschiebungen wie auch in Erhöhung der Schulungsintensität (Zusammenlegung von Einzelschulungen zu Schulungsreihen) begründet. Für 2017 sind Schulungen für 1.900 Mitarbeiter geplant. 2.3 Ertrags-, Vermögens- und Finanzlage Ertragslage Die Steigerung des Rohergebnisses (als Summe aus Umsatzerlösen und sonstigen betrieblichen Erträgen abzüglich des Materialaufwandes) gegenüber dem Vorjahr um 1.389 T€ (bei vergleichbarer Berechnung der Umsatzerlöse sowie des Materialaufwandes gemäß BilRUG) auf 29.410 T€ ist auf die Ausweitung des Importgeschäftes sowie der Dienstleistungen zurückzuführen. Der prognostizierte Umsatzzuwachs von 5% wurde mit 6,9 Mio. € (entspricht 7%) überschritten. Die Erlöse aus der Weiterveräußerung importierter Ware sind aufgrund höheren Bedarfs um 5,2 Mio. € angestiegen. Bei den Dienstleistungserlösen war aufgrund der größeren Filialanzahl in der POCO Einrichtungsmärkte Unternehmensgruppe eine Steigerung von rd. 2,2 Mio. € zu verzeichnen. Dies alles bedingte eine gegenüber dem Vorjahr erhöhte Anzahl an Mitarbeitern und damit um 2.127 T€ höhere Personalkosten. Unter Berücksichtigung der Veränderungen der übrigen Aufwandspositionen wie Abschreibungen und sonstige betriebliche Aufwendungen, die um 548 T€ gestiegen sind, ist das EBIT (ohne Beteiligungsergebnis) von 707 T€ damit um 120 T€ höher als im Vorjahr. Vermögens- und Finanzlage Investitionen in das Anlagevermögen, die sich im Wesentlichen auf den Bereich der EDV-Ausstattung beziehen, wurden im Geschäftsjahr 2016 in Höhe von 2.331 T€ getätigt. Aufgrund dieser Zugänge, vermindert um die planmäßig vorgenommenen Abschreibungen, beträgt das Anlagevermögen 5.901 T€. Das Vorratsvermögen erhöhte sich um 4.557 T€ von 12.192 T€ auf 16.749 T€. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten bestehen nicht. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen gegenüber Dritten haben sich um 2.980 T€ auf 7.664 T€ erhöht. Das Eigenkapital von 3,7 Mio. € macht 15,4 % der Bilanzsumme aus. Ausgehend von den dargestellten Entwicklungen in der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage erachten wir die wirtschaftliche Lage unseres Unternehmens als gut. Sowohl die Liquiditätslage als auch die Eigenkapitalfinanzierung können als ausreichend bezeichnet werden. Die POCO Service AG war und ist jederzeit in der Lage, ihren finanziellen Verpflichtungen nachzukommen. 3. Chancen- und RisikoberichtChancen Chancen für unser Unternehmen sehen wir insbesondere im weiteren Wachstum der POCO Einrichtungsmärkte Unternehmensgruppe im Ganzen, da sich dies unmittelbar auf das Dienstleistungsvolumen auswirkt. Ein Übriges ergibt sich aus dem weiteren Ausbau unseres Importgeschäfts. Risiken Aus unserer Eigenschaft als Dienstleistungsgesellschaft des POCO Einrichtungsmärkte Konzerns ergeben sich zwangsläufig als primäre Anknüpfungspunkte unseres Risikoberichtes die Umsatz- und Kostenentwicklung eben jener Gesellschaften. Dies begleiten wir sehr eng und mit Hilfe moderner Instrumente. Risiken aufgrund einer etwaigen Personalfluktuation im Einkauf oder im Vertrieb werden dadurch begrenzt, dass die unternehmensrelevanten Informationen in unseren Systemen gespeichert werden und damit eine weitgehend personenunabhängige Unternehmensfortführung gegeben ist. Etwaige sonstige unternehmensspezifische Risiken - wie Markt-, Betriebs-, Lieferanten-, Finanzierungsrisiken - unterliegen im Übrigen einer permanenten Überwachung. Das Marktrisiko umfasst das gesamtwirtschaftliche Umfeld und stellt im Wesentlichen auf die Kaufkraft unserer Kunden ab. Dieses können wir nur bedingt beeinflussen. Im Betriebsrisiko spiegelt sich hauptsächlich die Sicherstellung des störungsfreien Betriebs des Kassen- und Warenwirtschaftssystems sowie der angrenzenden Systeme wieder. Diesem Risiko begegnen wir durch Einsatz technisch zuverlässiger und moderner Geräte sowie deren Wartung und Pflege einschließlich üblicher Back-Up-Systeme. Unter Lieferantenrisiken verstehen wir, dass unsere Zulieferer die Waren quantitativ und qualitativ entsprechend unseren Anforderungen zur Verfügung stellen können und mit der notwendigen Bonität ausgestattet sind. Im Finanzierungsrisiko ist unsere Liquiditätsausstattung bzw. die Fähigkeit, liquide Mittel für den Geschäftsbetrieb in ausreichendem Maß erhalten zu können, abgebildet. Unsere Verfahrensanweisungen und Kontrollmechanismen sowie das permanente Controlling sämtlicher unternehmensrelevanten Zahlen sind nach Auffassung des Vorstandes ausreichend und stellen eine ordnungsmäßige Unternehmensführung sicher. Kursrisiken bei Wareneinkäufen in fremden Währungen (USD) werden durch entsprechende Devisentermingeschäfte abgesichert. Im Ergebnis bleibt festzuhalten, dass Risiken, soweit sie geeignet sind, den Bestand des Unternehmens zu gefährden, nicht identifiziert wurden. 4. PrognoseberichtDa unsere Planungen auf denjenigen der Unternehmensgruppe POCO-Einrichtungsmärkte im Ganzen beruhen und sehr eng mit deren Bedarf abgestimmt sind, ergeben sich für 2017 geplante Personalkostensteigerungen von knapp 7% bei einem geplanten Umsatzanstieg von rd. 5,5%. Es sind sechs weitere Neueröffnungen in der Unternehmensgruppe im Verlauf des Jahres 2017 geplant. 5. AbhängigkeitsberichtDer gemäß § 312 AktG erstellte Bericht über Beziehungen zu verbundenen Unternehmen enthält folgende Schlusserklärung: "Unsere Gesellschaft hat bei den im Bericht über Beziehungen zu verbundenen Unternehmen aufgeführten Rechtsgeschäften und Maßnahmen nach den Umständen, die uns im Zeitpunkt bekannt waren, in dem die Rechtsgeschäfte vorgenommen oder die Maßnahmen getroffen oder unterlassen wurden, bei jedem Rechtsgeschäft eine angemessene Gegenleistung erhalten und ist dadurch, dass Maßnahmen getroffen oder unterlassen wurden, nicht benachteiligt worden."
Bergkamen, 31. März 2017 POCO Service AG Thomas Stolletz Dr. Hans-Ralf Großkord Bilanz zum 31. Dezember 2016Aktiva
Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2016
Anhang für das Geschäftsjahr 20161. Allgemeine HinweiseDie POCO Service AG, Bergkamen, ist beim Registergericht Hamm unter der Handelsregisternummer HRB 5064 gemeldet. Der vorliegende Jahresabschluss wurde gemäß §§ 242 ff. und 264 ff. HGB sowie nach den einschlägigen Vorschriften des AktG aufgestellt. Es gelten die Vorschriften für große Kapitalgesellschaften. Durch die Erstanwendung der Vorschriften des am 23. Juli 2015 in Kraft getretenen Bilanzrichtlinie- Umsetzungsgesetzes (BilRUG) ändern sich die bisherige Form der Darstellung und die bisher angewandten Ausweismethoden in der Gewinn- und Verlustrechnung. Im Einzelnen werden durch BilRUG die in den Gliederungsschemata zur Gewinn- und Verlustrechnung enthaltenen Posten "außerordentliche Erträge" und "außerordentliche Aufwendungen" sowie dementsprechend die Zwischenergebnisse "Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit" und "außerordentliches Ergebnis" gestrichen. Eine weitere Änderung der GuV- Gliederungsschemata ist die Einführung eines Zwischenergebnisses "Ergebnis nach Steuern" zwischen dem Posten "Steuern vom Einkommen und vom Ertrag" und dem Posten "sonstige Steuern". Diesbezüglich wurde eine entsprechende Anpassung der Vorjahresbeträge gemäß Art. 75 Abs. 2 EGHGB vorgenommen. Darüber hinaus ergeben sich durch die Erstanwendung des BilRUG im Geschäftsjahr 2016 Ausweisänderungen im Zusammenhang mit der Neudefinition der Umsatzerlöse. Diese betreffen insbesondere die Umsatzerlöse und die sonstigen betrieblichen Erträge sowie die korrespondierenden Aufwandsposten. Insofern sind die entsprechenden Vorjahresbeträge nicht vergleichbar. Die Bilanz ist gemäß § 266 HGB und die Gewinn- und Verlustrechnung nach § 275 Abs. 2 HGB (Gesamtkostenverfahren) gegliedert. Im Interesse einer besseren Klarheit und Übersichtlichkeit werden die nach den gesetzlichen Vorschriften bei den Posten der Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung anzubringenden Vermerke ebenso wie die Vermerke, die wahlweise in der Bilanz bzw. Gewinn- und Verlustrechnung anzubringen sind, im Anhang aufgeführt. 2. Bilanzierungs- und BewertungsgrundsätzeFür die Aufstellung des Jahresabschlusses waren unverändert die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend. Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände sind zu Anschaffungskosten bilanziert und entsprechend ihrer Nutzungsdauer um planmäßige lineare Abschreibungen vermindert. Das Sachanlagevermögen ist zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und - soweit abnutzbar - um planmäßige Abschreibungen vermindert. Die abnutzbaren Vermögensgegenstände des Sachanlagevermögens werden entsprechend ihrer voraussichtlichen wirtschaftlichen Nutzungsdauer linear abgeschrieben.
Abnutzbare bewegliche Anlagegüter, deren Anschaffungskosten bzw. Herstellungskosten 150,00 € nicht überschreiten, werden als Aufwand analog § 6 Abs. 2 EStG abgesetzt. Anlagegüter mit Anschaffungskosten über 150,00 € und unter 410,00 € werden seit 2015 analog § 6 Abs. 2 EStG als geringwertige Wirtschaftsgüter im Jahr der Anschaffung vollständig abgeschrieben. Die aus den Jahren 2008 bis 2014 bestehenden Sammelposten aus der analogen Anwendung des § 6 Abs. 2a EStG werden handelsrechtlich weiterhin über fünf Jahre linear aufgelöst. Die Sammelposten sind insgesamt von untergeordneter Bedeutung. Die geleisteten Anzahlungen werden mit dem Nennbetrag angesetzt. Bei den Finanzanlagen werden die Anteilsrechte zu Anschaffungskosten bzw. niedrigeren beizulegenden Werten und die sonstigen Ausleihungen grundsätzlich zum Nennwert angesetzt. Wertberichtigungen werden, soweit erforderlich, berücksichtigt. Bei Wegfall der Gründe für die Abschreibungen werden entsprechende Zuschreibungen vorgenommen. Die Vorräte werden zu Anschaffungskosten unter Beachtung des Niederstwertprinzips bewertet. Das Bestands- und Vertriebsrisiko wird durch Abschreibungen berücksichtigt. Alterswertabschläge werden in Höhe von 5% bis 100% vorgenommen. Abgesehen von handelsüblichen Eigentumsvorbehalten sind die Vorräte frei von Rechten Dritter. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind mit dem Nennwert bzw. mit dem am Bilanzstichtag niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt. Allen risikobehafteten Posten ist durch Bildung angemessener Einzelwertberichtigungen Rechnung getragen worden; das allgemeine Kreditrisiko ist durch pauschale Abschläge berücksichtigt. Die liquiden Mittel werden mit dem Nominalbetrag angesetzt. Fremdwährungsbestände sind mit dem Devisenkassamittelkurs am 31. Dezember 2016 umgerechnet worden. Die Steuer- und sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle ungewissen Verbindlichkeiten. Sie sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages angesetzt. Die Verbindlichkeiten sind mit ihrem Erfüllungsbetrag passiviert. Geschäftsvorfälle in fremder Währung werden grundsätzlich mit dem historischen Kurs zum Zeitpunkt der Transaktion erfasst. Am Bilanzstichtag bestehende kurzfristige Fremdwährungsverbindlichkeiten wurden zum Devisenkassamittelkurs am 31. Dezember 2016 umgerechnet. Als Rechnungsabgrenzungsposten werden Ausgaben (Aktivseite) bzw. Einnahmen (Passivseite) ausgewiesen, soweit sie Aufwand bzw. Ertrag für eine bestimmte Zeit nach dem Abschlussstichtag darstellen. Die Ermittlung der latenten Steuern erfolgt gemäß § 274 Abs. 1 HGB nach dem bilanzorientierten Konzept durch einen Vergleich der handelsrechtlichen und steuerlichen Wertansätze der einzelnen Bilanzpositionen. Aktive und passive latente Steuern werden saldiert ausgewiesen. Im Falle eines Aktivüberhangs der latenten Steuern zum Bilanzstichtag wird von dem Aktivierungswahlrecht des § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB kein Gebrauch gemacht. Der Berechnung der latenten Steuern liegt ein Steuersatz von 30,00% zugrunde (15,825% für die Körperschaftsteuer einschließlich Solidaritätszuschlag und 14,175% für die Gewerbesteuer), der sich voraussichtlich im Zeitpunkt des Abbaus der Differenzen ergeben wird. Der Steuersatz für die Gewerbesteuer ergibt sich aus dem pauschalen Gewerbesteuerhebesatz von 405%. 3. Erläuterungen zur BilanzAnlagevermögen Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist unter Angabe der Abschreibungen des Geschäftsjahres im Anlagenspiegel (Anlage zum Anhang) dargestellt. Finanzanlagen Die Zusammensetzung des Anteilsbesitzes ist der nachfolgenden Übersicht " Angaben zum Anteilsbesitz" zu entnehmen. Angegeben werden das Eigenkapital zum 31. Dezember 2016 sowie das im Geschäftsjahr 2016 erzielte Ergebnis.
Bei den sonstigen Ausleihungen handelt es sich um langfristige Mieterdarlehen im Rahmen von Grundstückleasinggeschäften. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
Sämtliche Forderungen haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen bestehen aus Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von T€ 96 und sonstigen Forderungen in Höhe von T€ 510. Forderungen gegen Gesellschafter bestehen nicht. Eigenkapital Das Grundkapital der Gesellschaft beträgt unverändert € 100.000,00 und ist in 100.000 Namensaktien zum Nennbetrag von € 1,00 eingeteilt. Der Bilanzgewinn hat sich wie folgt entwickelt:
Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen (T€ 4.702) wurden insbesondere für Rückstellungen im Personalbereich (z.B. Urlaub, Tantieme, Provision und Berufsgenossenschaft) in Höhe von T€ 4.183 gebildet. Verbindlichkeiten Die Restlaufzeiten der Verbindlichkeiten sind im nachfolgenden Verbindlichkeitenspiegel im Einzelnen dargestellt:
Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen bestehen aus sonstigen Verbindlichkeiten für den Finanz- und Verrechnungsverkehr in Höhe von T€ 9.613 und Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von T€ 2.681. Sicherheiten wurden nicht bestellt. Passive latente Steuern Zum Abschlussstichtag ergeben sich vor Verrechnung aktive latente Steuern in Höhe von T€ 50 (31.12.2015: T€ 47) sowie passive latente Steuern in Höhe von T€ 406 (31.12.2015: T€ 388).
Sonstige finanzielle Verpflichtungen Die Gesellschaft hat Mietverträge über Räumlichkeiten, sowie Leasingverträge für Pkw und Geschäftsausstattung abgeschlossen. Die Miet- und Leasingverträge für die Immobilien haben Laufzeiten bis maximal zum Jahr 2021, die Leasingverträge für Betriebs- und Geschäftsausstattung haben Laufzeiten zwischen 36 und 72 Monaten. Infolge der am Bilanzstichtag bestehenden nicht kündbaren Verträge summieren sich die in den folgenden Jahren zu zahlenden Beträge wie folgt:
Die Verpflichtungen gegenüber verbundenen Unternehmen betragen T€ 71. Auf das Kalenderjahr 2017 entfallen T€ 1.134, davon gegenüber verbundenen Unternehmen T€ 47. Der Abschluss von Leasingverträgen für Pkw sowie Betriebs- und Geschäftsausstattung beruht auf einem geringeren Betreuungsaufwand für den Fuhrpark sowie die übrigen Gegenstände. Die Verträge sind zu üblichen Konditionen abgeschlossen und bergen keine nennenswerten Risiken in sich. Außerbilanzielle Geschäfte Zur Sicherung von Fremdwährungsrisiken im Zusammenhang mit Wareneinkäufen auf US-Dollar-Basis wurden Kurssicherungsgeschäfte durchgeführt. Am 31. Dezember 2016 betrug der Umfang der US-Dollar-Kaufkontrakte T$ 1.000. Die beizulegenden Zeitwerte der derivativen Finanzinstrumente werden mit marktüblichen Bewertungsmethoden unter Berücksichtigung der am Bewertungsstichtag vorliegenden Marktdaten (Marktwerte: US-Dollar-Kurs) ermittelt. Devisenkontrakte werden einzeln auf Basis des Austauschbetrages mit den aktuellen Marktterminkursen am Abschlussstichtag im Vergleich zu den vereinbarten Termin- bzw. Kontraktkursen bewertet. Die Marktterminkurse richten sich nach den Kassakursen unter Berücksichtigung von Terminauf- und -abschlägen. Eine Gegenüberstellung der vereinbarten Wechselkurse mit dem am 31. Dezember 2016 gültigen Marktwerten ergab am Bilanzstichtag einen nicht realisierten Verlust von T€ 7, für den eine Drohverlustrückstellung gebildet wurde (beizulegender Zeitwert T€ 949). 4. Erläuterungen zur Gewinn und VerlustrechnungUmsatzerlöse Aufgrund der Erstanwendung des BilRUG im Geschäftsjahr 2016 sind die Umsatzerlöse nach § 277 Abs. 1 HGB nicht mit denen des Vorjahres vergleichbar. Die gemäß BilRUG nunmehr in den Umsatzerlösen berücksichtigen Erträge aus Dienstleistungen (T€ 9.547) waren im Vorjahr in den sonstigen betrieblichen Erträgen (T€ 9.512) ausgewiesen. Somit hätten sich bei Anwendung des BilRUG im Vorjahr Umsatzerlöse in Höhe von T€ 97.505 ergeben. Die Gesellschaft erwirtschaftet Umsatzerlöse, die sich in nachstehend aufgeführte Gruppen gliedern:
Die Warenverkäufe an Dritte entfallen vollständig auf Auslandsumsätze. Die Warenverkäufe an verbundene Unternehmen enthalten Auslandsumsätze in Höhe von T€ 1.638. Sonstige betriebliche Erträge Die sonstigen betrieblichen Erträge beinhalten periodenfremde Erträge und Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen in Höhe von insgesamt T€ 77 (Vorjahr T€ 148). Die Erträge aus Währungsumrechnung betragen T€ 10 (Vorjahr T€ 36). Hinsichtlich der Effekte aus der BilRUG- Erstanwendung verweisen wir auf die Erläuterungen bei den Umsatzerlösen. Materialaufwand Im Vorjahr sind in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen T€ 6.135 enthalten, die in 2016 aufgrund der BilRUG-Vorschriften zu den Umsatzerlösen im Materialaufwand ausgewiesen werden. Dementsprechend sind die Materialaufwendungen im aktuellen Geschäftsjahr nicht mit denen des Vorjahres vergleichbar. Personalaufwand Im Personalaufwand sind Aufwendungen für Altersversorgung in Höhe von T€ 26 (Vorjahr T€ 25) in den sozialen Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung erfasst. Sonstige betriebliche Aufwendungen Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen beinhalten periodenfremde Aufwendungen in Höhe von T€ 108 (Vorjahr T€ 163), die im Wesentlichen auf EDV-Kosten, Entsorgungskosten, Personalrekrutierung, Reisekosten sowie Fahrzeugkosten entfallen. Hinsichtlich der Effekte aus der BilRUG- Erstanwendung verweisen wir auf die Erläuterungen bei den Materialaufwendungen. Erträge aus Beteiligungen Die Beteiligungserträge entfallen wie im Vorjahr in voller Höhe auf solche aus verbundenen Unternehmen. Zinsen und ähnliche Aufwendungen Die Zinsen und ähnliche Aufwendungen in Höhe von T€ 108 (Vorjahr T€ 134) beinhalten solche an verbundene Unternehmen in Höhe von T€ 101 (Vorjahr T€ 117). Steuern vom Einkommen und vom Ertrag In den Steuern vom Einkommen und vom Ertrag sind T€ 15 aufwandswirksam (Vorjahr T€ 32 ertragswirksam) aus der Veränderung bilanzierter latenter Steuern enthalten. 5. Sonstige AngabenMitarbeiter Durchschnittlich wurden im Geschäftsjahr 230 kaufmännische und 0 gewerbliche Mitarbeiter beschäftigt. Nachtragsbericht Vorgänge von besonderer Bedeutung haben sich nach dem Schluss des Geschäftsjahres nicht ergeben. Vorstand Herr Thomas Stolletz, Geschäftsführer Bereich Einkauf und Vertrieb der POCO Einrichtungsmärkte GmbH, Gladbeck Herr Dr. Hans-Ralf Großkord, Geschäftsführer Bereich Verwaltung der POCO Einrichtungsmärkte GmbH, Hannover Aufsichtsrat Herr Peter Pohlmann, Kaufmann, Werne, Vorsitzender Herr Dirk Schreiber, Kaufmann, Dötlingen-Hockensberg Herr Helmut Reitz, Kaufmann, Göttingen Vorstands- und Aufsichtsratsbezüge Der Vorstand macht bezüglich der Angabe über die im Geschäftsjahr gewährten Organbezüge von der Schutzklausel gemäß § 286 Abs. 4 HGB Gebrauch. Ein Vorstandsmitglied sowie der Aufsichtsrat haben von der Gesellschaft keine Vergütungen erhalten. Auf die Angabe über das im Geschäftsjahr berechnete Gesamthonorar des Abschlussprüfers nach § 285 Nr. 17 HGB wird aufgrund der Einbeziehung der Angaben in den Konzernabschluss verzichtet. Konzernverhältnisse Eine gesetzliche Pflicht zur Erstellung eines Konzernabschlusses bestand für die POCO Service AG zum 31. Dezember 2016 nicht, da die Gesellschaft sowie ihre Tochterunternehmen in den Konzernabschluss der POCO Einrichtungsmärkte GmbH, Bergkamen, einbezogen werden, die den Konzernabschluss für den kleinsten und größten Kreis von Unternehmen aufstellt. Weiterhin liegt kein Antrag von Minderheitsgesellschaftern zur Aufstellung eines Konzernabschlusses sowie eines Konzernlageberichtes nach § 291 Abs. 3 Satz 1 Nr. 2 HGB vor. Der Konzernabschluss wird zum Bundesanzeiger eingereicht werden. Verwendung des Bilanzgewinns Der Vorstand schlägt vor, den Bilanzgewinn in Höhe von € 3.566.114,37 auf neue Rechnung vorzutragen.
Bergkamen, 31. März 2017 POCO Service AG Thomas Stolletz Dr. Hans-Ralf Großkord Entwicklung des Anlagevermögens 2016
Bestätigungsvermerk des AbschlussprüfersWir haben den Jahresabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang - unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der POCO Service AG, Bergkamen, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2016 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften liegen in der Verantwortung des Vorstands der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben. Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angabe in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen des Vorstands sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet. Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht steht im Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den gesetzlichen Vorschriften, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.
Hannover, den 30. Mai 2017 PricewaterhouseCoopers
GmbH
Jens Wedekind, Wirtschaftsprüfer ppa. Jörg Gropengießer, Wirtschaftsprüfer Bericht des AufsichtsratesPOCO Service AG, BergkamenAuftrag an AbschlussprüferDer Vorstand hat in Abstimmung mit dem Aufsichtsrat den Prüfungsauftrag für den Jahresabschluss 2016 der POCO Service AG dem von der Hauptversammlung gewählten Abschlussprüfer, der PricewaterhouseCoopers GmbH, Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Hannover, erteilt. AbhängigkeitsberichtGemäß § 312 AktG hat die POCO Service AG über ihre Geschäftsbeziehungen zu verbundenen Unternehmen einen Abhängigkeitsbericht zu erstellen. Im Geschäftsjahr 2016 umfasste der Abhängigkeitsbericht die Geschäftsbeziehungen der POCO Service AG zu dem beherrschenden Unternehmen POCO Einrichtungsmärkte GmbH und deren verbundenen Unternehmen sowie vier Tochterunternehmen. Der Bericht wurde anhand des Prüfungsberichts des Abschlussprüfers, den Erläuterungen des Abschlussprüfers sowie den dazugehörigen Unterlagen eingehend geprüft. Der Abschlussprüfer hat am 30. Mai 2017 dem Abhängigkeitsbericht für das Geschäftsjahr 2016 den uneingeschränkten Bestätigungsvermerk erteilt. Der Aufsichtsrat kommt auch nach seiner eigenen Prüfung zu dem abschließenden Ergebnis, dass keine Einwendungen gegen die vom Vorstand am Schluss des Berichtes abgegebene Erklärung über die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen zu erheben sind. Feststellung des JahresabschlussesDer vom Vorstand nach den Vorschriften des HGB aufgestellte Jahresabschluss zum 31. Dezember 2016 sowie der Lagebericht der POCO Service AG wurden von der PricewaterhouseCoopers GmbH, Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Hannover, geprüft. Der Abschlussprüfer erteilte einen uneingeschränkten Bestätigungsvermerk. Allen Mitgliedern des Aufsichtsrates lagen rechtzeitig vor der Bilanzsitzung der Jahresabschluss, der Lagebericht und der Abhängigkeitsbericht der POCO Service AG sowie die Berichte des Abschlussprüfers, der PricewaterhouseCoopers GmbH, Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Hannover, vor. Der Aufsichtsrat analysierte und prüfte den Jahresabschluss der POCO Service AG zum 31. Dezember 2016 umfassend. Der Aufsichtsrat hat das Prüfungsergebnis des Abschlussprüfers zustimmend zur Kenntnis genommen. Er erhebt daher auch nach seiner eigenen Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts keine Einwendungen. Der Aufsichtsrat hat den vom Vorstand aufgestellten Jahresabschluss gebilligt. Der Aufsichtsrat stimmt dem Vorschlag des Vorstands zur Verwendung des Bilanzgewinns zu. Veränderungen in der Zusammensetzung des Aufsichtsrates haben sich im Jahr 2016 nicht ergeben. Der Aufsichtsrat spricht dem Vorstand und allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der POCO Service AG seinen Dank und seine Anerkennung für die geleistete Arbeit aus.
Bergkamen, 9. Juni 2017 Peter Pohlmann, Vorsitzender des Aufsichtsrates Dirk Schreiber Helmut Reitz Der Jahresabschluss zum 31.12.2016 wurde am 06.07.2016 festgestellt. |
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