Stammdaten

Register
Amtsgericht Fritzlar HRB 11072
Vorher
MA Plastic GmbH
Eingetragen
29.6.1982
Branche
Herstellung von Haushalts- oder Hauswirtschaftsartikeln aus KunststoffenHerstellung von Verpackungsmitteln aus KunststoffenHerstellung von Baubedarfsartikeln aus Kunststoffen
Gegenstand
Handel mit Plastikerzeugnissen, Ge- und Verbrauchsgütern für den täglichen Bedarf sowie artverwandten Artikeln und Herstellung von Plastikerzeugnissen.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Christoph Massow
seit 16.6.2011
Geschäftsführer
Hendrik Kausch
seit 21.11.2006
Prokura

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

100.00% identifiziert0.00% ungelöst

Identifizierte Personen (1)

NameAnteil
100.00%

Gesellschafter
Beta

Name
Ort
Anteil
Christoph Massow
Burgstraße 1, 34286 Spangenberg
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Maplastic GmbH

Spangenberg

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023

Grundlagen des Unternehmens

Maplastic GmbH ist ein kunststoffverarbeitender Betrieb, der seit über 50 Jahren innovativer Partner der Industrie ist. Wir verstehen uns nicht nur als Hersteller von eigenen Produkten und als hochqualitativer Lohnfertiger für die Serienproduktion, sondern auch als kompetenter Systemanbieter, der Produkte von der Entwicklung bis zur Serienreife begleitet. Geschulte Mitarbeiter, hohe Flexibilität, Know-How und Schnelligkeit dienen dazu, die Kundenanforderungen umzusetzen. Mit unseren Unternehmensstandorten in Spangenberg und Solingen bedienen wir insbesondere Kunden im deutschen Markt und in den angrenzenden europäischen Ländern. Unsere Produktpalette besteht zum Beispiel aus Spezialverpackungen und Schutzprodukten für die Sägenindustrie, hochwertigen Sicherheitsmessern oder technischen und medizinischen Kunststoffprodukten. Wesentliche rechtliche und wirtschaftliche Veränderungen der Maplastic GmbH sind im Geschäftsjahr 2023 nicht zu verzeichnen gewesen.

Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

Im Jahr 2023 ist das preisbereinigte deutsche Bruttoinlandsprodukt mit einer jahresdurchschnittlichen Veränderungsrate um 0,3 % gesunken. Dabei verlief die Entwicklung in den einzelnen Wirtschaftsbereichen recht unterschiedlich.

Insbesondere der nach wie vor andauernde Ukraine-Krieg, der Nahost-Konflikt und Handelskonflikte mit China führen zu wirtschaftlichen Einschränkungen und wirken dämpfend auf die Wirtschaftsentwicklung. In 2023 sanken die Energiepreise zwar gegenüber dem Vorjahr, dennoch haben sie sich in der zweiten Jahreshälfte auf einem sehr hohen Niveau eingependelt, so dass dadurch nach wie vor hohe Belastungen auf die deutsche Wirtschaft entstehen.

Zwar ist die Inflation weiter auf dem Rückzug, das Tempo der Erholung bleibt jedoch weiterhin verhalten. In nahezu allen Wirtschaftsbereichen klagen die Unternehmen über eine rückläufige Nachfrage. Das Vertrauen der Konsumenten aus privaten Haushalten ist gedämpft. Auch die Situation der energieintensiven Produktionsbereiche innerhalb der Kunststoffverarbeitung bleibt angespannt. Dass im Verlauf des Jahres 2024 das Umsatzniveau von 2023 merklich übertroffen werden könnte, erscheint zum Prognosezeitpunkt unwahrscheinlich.

Der Umsatz der Kunststoffbranche schrumpfte in den Monaten Januar bis November 2023 um 3,3 % (vvr-Branchenbericht 05/2024). Besonders kräftig fiel der Umsatzrückgang bei den Herstellern von Halbfertigerzeugnissen mit - 11,2 % und bei den Baubedarfsartikelherstellern mit - 9,2 % aus. Gestiegene Zinsen dämpften die Nachfrage und die Investitionen im Bau. Die Umsätze der Hersteller von Verpackungsmitteln aus Kunststoff waren mit - 5,5 % ebenfalls rückläufig, da die erhoffte Erholung beim privaten Konsum 2023 ausblieb. Lediglich bei der Herstellung sonstiger Kunststoffwaren, insbesondere technischer Kunststoffprodukte und Gummiwaren, stiegen die nominalen Umsätze im Vergleich zum Vorjahr. Grund dafür war, dass die Automobilindustrie 2023 wieder Produktionssteigerungen verzeichnen konnte. Ein Teil des Umsatzwachstums war allerdings auch inflationsbedingt. Die Inflationsrate für das Jahr 2023 lag zwar unter dem Niveau von 2022, mit knapp 6% aber weiterhin auf einem hohen Stand.

Nach aktuellen Erkenntnissen wird sich die deutsche Wirtschaft auch im Jahr 2024 nicht wesentlich erholen. Die Inflation ist zwar weiter auf dem Rückzug. Dadurch dürfte auch der Höhepunkt bei den Zinsen überschritten sein; bereits seit Anfang November 2023 zeigen Kapitalmarkt- und Kreditzinsen einen rückläufigen Trend, was die Konjunktur einerseits stützen dürfte. Verunsicherungen durch die Wahl in den USA und der Zusammenbruch der Ampelkoalition dürften aber schwächend auf die Wirtschaftsentwicklung wirken.

Wirtschaftsbericht

Vermögens-, Finanz- und Ertragslage

Der Umsatz der Maplastic GmbH belief sich im Geschäftsjahr 2023 auf TEUR 6.336 und lag damit rd. 19 % unter dem des Geschäftsjahres 2022. Einschließlich der Bestandsveränderungen, der sonstigen betrieblichen Erträge sowie der Finanzerträge ergab sich eine Gesamtsumme der Erträge im Geschäftsjahr 2023 von TEUR 6.436 gegenüber TEUR 8.396 im Vorjahr.

Die Materialaufwendungen (TEUR 2.185) haben sich gegenüber dem Vorjahr um TEUR 481 (rd. 18 %) vermindert. Gemessen an der Gesamtleistung ergibt sich eine Materialeinsatzquote von 35 % gegenüber 33 % im Vorjahr.

Im Vorjahr war die Erhöhung der Gesamtleistung unter anderem durch steigende Absatzpreise geprägt, die im Zusammenhang mit der Weitergabe hoher Rohstoffpreise standen. Dieser Effekt hat sich im Jahr 2023 teilweise umgekehrt.

Durch den Rückgang der Gesamtleistung ist die Personalaufwandsquote mit 36 % stark gegenüber dem Vorjahr (28 %) angestiegen. Absolut sind die Personalaufwendungen um TEUR 92 auf TEUR 2.286 gestiegen.

Innerhalb der sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind Einsparungen insbesondere bei den Verpackungsmaterialien und den Instandhaltungen zu verzeichnen.

Erträge und Aufwendungen aus Währungsumrechnungen oder aus Anlagenverkäufen sind unwesentlich. Im Vorjahr hatten periodenfremde Erträge infolge der Auflösung der Pensionsrückstellung (TEUR 312) einen positiven Ergebniseffekt.

Das Ergebnis vor Steuern (EBT) beträgt TEUR 242 (im Vorjahr: TEUR 1.436). Nach Abzug aller Steuern konnte im Geschäftsjahr 2023 ein Jahresüberschuss von TEUR 169 erzielt werden, was einer Minderung um TEUR 838 gegenüber dem Vorjahr entspricht.

Die Bilanz weist zum Stichtag 31. Dezember 2023 eine Bilanzsumme von TEUR 7.685 aus, die gegenüber dem Vorjahr um TEUR 530 gesunken ist.

Der Rückgang beruht auf der Aktivseite im Wesentlichen auf der Minderung des Anlagevermögens, der Forderungen gegen den Gesellschafter sowie der liquiden Mittel.

Investitionen erfolgten insbesondere in Spritzgussanlagen, eine PV-Anlage sowie das ERP-System. Das Anlagevermögen hat nach wie vor einen Anteil an der Bilanzsumme von 56 % und ist damit der stärkste Aktivposten. Durch Investitionen, saldiert mit Abschreibungen, hat sich der Buchwert des Anlagevermögens gegenüber dem Vorjahr um TEUR 155 verringert.

Der Wert der Vorräte liegt mit TEUR 1.248 auf Vorjahresniveau. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind stichtagsbedingt um TEUR 99 gesunken. Sie haben mit 3 % einen relativ geringen Anteil an der Bilanzsumme. Die sonstigen Vermögensgegenstände sind insbesondere aufgrund von Ertragsteuerforderungen und Versicherungsguthaben geprägt. Der Bestand an liquiden Mitteln hat sich um TEUR 199 vermindert. Zu beachten ist, dass TEUR 1.058 unter den Wertpapieren des Umlaufvermögens angelegt sind. Investitionen konnten, wie im Vorjahr, ohne die Aufnahme von fremden Mitteln finanziert werden.

Auf der Passivseite sind insbesondere das Eigenkapital, die Rückstellungen und die Lieferantenverbindlichkeiten rückläufig. Das Eigenkapital hat einen Anteil an der Bilanzsumme von 94 %.

Die liquiden Mittel und die Wertpapiere haben sich gegenüber dem Vorjahr per Saldo um TEUR 145 vermindert. Dabei wurde aus der laufenden Geschäftstätigkeit ein positiver Cashflow in Höhe von TEUR 619 erwirtschaftet. Diesem stehen Mittelabflüsse aus der Investitions- und Finanzierungstätigkeit in Höhe von Insgesamt TEUR 764 gegenüber. Ausschlaggebend für die Liquiditätsentwicklung sind insbesondere der positive Zufluss von Liquidität aus der operativen Geschäftstätigkeit und die Investitionstätigkeit aus eigenen Mitteln. Unsere Gesellschaft konnte im abgelaufenen Geschäftsjahr seinen finanziellen Verpflichtungen jederzeit nachkommen. Neben den liquiden Mitteln werden Wertpapiere im Umlaufvermögen gehalten, deren Buchwert TEUR 1.058 beträgt.

Das Finanzmanagement erfolgt durch die Geschäftsleitung. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten bestehen nicht. Bei der Unternehmenssteuerung eingesetzte finanzielle Leistungsindikatoren sind Renditekennziffern, bilanzielle Verhältniszahlen und Liquiditätskennzahlen.

Außerordentliche Effekte mit wesentlichem Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage waren im Geschäftsjahr 2023 nicht zu verzeichnen.

Die Ertragslage unseres Unternehmens wird für das Jahr 2023 von der Geschäftsleitung nicht als zufriedenstellend bewertet. Die Vermögens- und Finanzlage sind dagegen positiv.

Mitarbeiter

Mit 58 Mitarbeitern liegt die durchschnittliche Beschäftigtenzahl auf Vorjahresniveau. Unser Erfolg wird maßgeblich von der Qualifikation, Motivation und Erfahrung unserer Mitarbeiter bestimmt. Durch motivierte Mitarbeiter sichern wir unser hohes Qualitätsniveau.

Chancen- und Risikobericht

Die Unternehmenschancen liegen in der langjährigen Erfahrung, die wir in der Herstellung kundenspezifischer Produkte haben. Zudem sind die Beziehungen zu unseren Kunden seit mehreren Jahrzehnten gewachsen und von Kontinuität und wechselseitiger Zusammenarbeit geprägt. Spezielle Herstellungsprozesse, die Verwendung kundenspezifischer Modelle sowie die Produktion unter Reinraumbedingungen tragen zur gegenseitigen Bindung mit den Kunden und zu kontinuierlichen Verbesserungsprozessen bei.

Wir haben zudem mit der Marke CUTX die Entwicklung, die Herstellung und den Vertrieb von hochwertigen Sicherheitsmessern ausgebaut. Diese Marke möchten wir in der Zukunft als zusätzliches Standbein weiterentwickeln.

Die Unternehmensrisiken liegen insbesondere auf folgenden externen Einflussfaktoren.

Fachkräftemangel: Der Fachkräftemangel hat auch im Jahr 2024 noch keine Erholung erfahren. Viele Unternehmen in Deutschland klagen über fehlendes Fachpersonal. Die Ursachen für fehlendes Fachpersonal sind vielfältig. Zu den demographischen Faktoren kommt hinzu, dass Schulabgänger bereits seit Längerem zu akademischen Abschlüssen tendieren, was sich in einem deutlichen Anstieg akademischer Abschlüsse im Verhältnis zu anderen Bildungsabschlüssen widerspiegelt. In der Kunststoffindustrie fehlen weiterhin Auszubildende. Dadurch hat sich für die Unternehmen das Problem noch weiter zugespitzt, die freien Stellen für Verfahrensmechaniker für Kunststoff- und Kautschuktechnik nicht besetzen zu können.

Rohstoff- und Energiepreise: Durch geopolitische Ereignisse können sich die Verfügbarkeit und Kosten im Energie- und Rohstoffbereich verschärfen. Risiken aus der Erhöhung der Rohstoffkosten treffen uns, soweit der Preisanstieg nicht auf die Endprodukte umgelegt werden kann. Derzeit haben sich die Märkte zwar leicht beruhigt. Dennoch kann die Problematik wieder relevant werden, sofern Handelskonflikte, die Nahostkrise oder anderweitige Einflüsse relevante Veränderungen mit sich bringen. Auch Energie ist ein wesentlicher Faktor für unseren Produktionsprozess. Mit der eigenen Herstellung alternativer Energie haben wir einen wesentlichen Schritt zur Kostenentlastung und in Richtung Unabhängigkeit geschaffen.

Währungs- und Finanzierungsrisiken: Unsere Kunden- und Lieferantenstruktur ist mehrheitlich auf den inländischen Markt konzentriert. Währungseffekte haben demnach eine untergeordnete Bedeutung. Finanzierungsrisiken sind aufgrund der sehr hohen Eigenkapitalquote und der Eigenfinanzierung ebenfalls unwesentlich.

Kapazitätsauslastung: Sofern wir bestimmte Kunden mit Nischenprodukten beliefern, kann die veränderte Nachfrage nach Kundenprodukten Einfluss auf unsere Auslastung haben. Dies wirkt sowohl positiv als auch negativ. Da wir bei einem Anstieg der Nachfrage Kapazitäten reservieren müssen, kann eine Unterauslastung auftreten, sofern bei sinkender Nachfrage kein entsprechender Ersatz vorhanden ist.

Unser Risikomanagement ermöglicht es, potenzielle Risiken frühzeitig zu erkennen und entsprechende Gegenmaßnahmen einzuleiten. Bestandsgefährdende Risiken sind derzeit nicht vorhanden.

Prognosebericht

Verlässliche Prognosen sind vor dem Hintergrund der globalen wirtschaftlichen und politischen Lage nur sehr beschränkt möglich. Die in Deutschland herrschende Rezession wird durch die globalen politischen Ereignisse und die Zunahme nationaler Interessen in den USA und in China aller Voraussicht nach verstärkt. Außerdem wirkt sich die innenpolitische Lage, insbesondere die Unsicherheit, die sich aus der zerbrochenen Ampelkoalition ergibt, bremsend auf die Wirtschaftsentwicklung und die Investitionen aus. Unser Unternehmen ist derzeit nicht unmittelbar von diesen Einflüssen betroffen. Mittelbar kann sich die Betroffenheit unserer Kunden jedoch auch auf unsere wirtschaftliche Entwicklung auswirken.

Für das Jahr 2024 erwarten wir einen Umsatz von ca. 7,0 Mio. Euro. Die Umsatzerwartung steigt damit leicht im Vergleich zum Vorjahr. Der Grund für die gestiegene Umsatzerwartung ist insbesondere die erhöhte Nachfrage in einem bestimmten Medizintechniksegment. Die anderen Umsatzbereiche liegen ungefähr auf Vorjahresniveau und wir gehen davon aus, dass diese, aufgrund der aktuellen Wirtschaftslage, weiter stagnieren. Unsere Planungen basieren auf der aktuellen Entwicklung der Erlöse im laufenden Jahr. Die Umsatzerlöse entwickeln sich im Rahmen unserer Erwartungen. Nach derzeitigen Erkenntnissen prognostizieren wir ein positives Jahresergebnis, ungefähr auf dem Niveau des Geschäftsjahres 2021.

Insgesamt beurteilen wir die Fortführungsprognose positiv, so dass wir unter Fortführungsgesichtspunkten bilanzieren.

 

Spangenberg, 11. November 2024

Christoph Massow, Geschäftsführer

Bilanz

Aktiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Anlagevermögen 4.343.485,76 4.498.655,47
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 17.904,00 30.921,00
II. Sachanlagen 4.325.331,76 4.467.484,47
III. Finanzanlagen 250,00 250,00
B. Umlaufvermögen 3.308.780,39 3.695.838,50
I. Vorräte 1.248.272,76 1.237.343,98
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 695.070,88 948.041,55
III. Wertpapiere 1.057.599,51 1.003.014,90
IV. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 307.837,24 507.438,07
C. Rechnungsabgrenzungsposten 32.804,48 21.572,80
Aktiva 7.685.070,63 8.216.066,77

Passiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Eigenkapital 7.198.653,62 7.330.138,80
I. Gezeichnetes Kapital 26.000,00 26.000,00
II. Bilanzgewinn 7.172.653,62 7.304.138,80
B. Rückstellungen 173.565,95 362.326,00
C. Verbindlichkeiten 309.101,06 523.601,97
D. Rechnungsabgrenzungsposten 3.750,00 0,00
Passiva 7.685.070,63 8.216.066,77

Gewinn- und Verlustrechnung

1.1.2023 - 31.12.2023
EUR
1.1.2022 - 31.12.2022
EUR
1. Rohergebnis 4.249.396,67 5.727.964,68
2. Personalaufwand 2.286.227,02 2.193.673,11
a) Löhne und Gehälter 1.800.590,55 1.823.039,05
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 485.636,47 370.634,06
davon für Altersversorgung 16.288,53 17.182,53
3. Abschreibungen 617.827,77 669.572,58
a) auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 617.827,77 669.572,58
4. sonstige betriebliche Aufwendungen 1.088.918,09 1.340.636,66
5. Erträge aus anderen Wertpapieren und Ausleihungen des Finanzanlagevermögens 15,00 15,00
6. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 1.190,34 2.199,89
7. Abschreibungen auf Finanzanlagen und auf Wertpapiere des Umlaufvermögens 76.113,65
8. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 3.333,31 366,22
9. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 72.520,88 429.850,10
10. Ergebnis nach Steuern 181.774,94 1.019.967,25
11. sonstige Steuern 13.260,75 13.280,87
12. Jahresüberschuss 168.514,19 1.006.686,38

Anhang für das Geschäftsjahr 2023

Allgemeine Angaben

Nach § 264 HGB ist der Jahresabschluss der Kapitalgesellschaft um einen Anhang zu erweitern. Dazu werden die nachfolgenden gesetzlich geforderten Angaben gemacht:

Die Maplastic GmbH hat ihren Sitz in Spangenberg und ist eingetragen in das Handelsregister B beim Amtsgericht Fritzlar unter der Nummer HRB 11072.

Der Jahresabschluss zum 31.12.2023 der Maplastic GmbH wurde nach den Vorschriften der §§ 242 ff. HGB unter Beachtung der ergänzenden Bestimmungen für Kapitalgesellschaften (§§ 264 ff. HGB) aufgestellt.

Soweit Wahlrechte für Angaben in der Bilanz oder im Anhang ausgeübt werden können, wurde grundsätzlich der Vermerk im Anhang gewählt.

Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren gegliedert.

Nach den in §§ 267 HGB angegebenen Größenklassen ist die Gesellschaft eine mittelgroße Kapitalgesellschaft.

Angaben zur Bilanzierung und Bewertung

Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Für die Erstellung des Jahresabschlusses waren die nachfolgend, gegenüber dem Vorjahr unveränderten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend.

Erworbene immaterielle Anlagewerte wurden zu Anschaffungskosten angesetzt und, sofern sie der Abnutzung unterlagen, um planmäßige Abschreibungen vermindert.

Das Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert.

Die planmäßigen Abschreibungen wurden nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände linear vorgenommen.

Bewegliche Gegenstände des Anlagevermögens bis zu einem Wert von Euro 800,- wurden im Jahr des Zugangs als Abgang gezeigt.

Die Beteiligungen sind mit den Anschaffungskosten bewertet.

Die sonstigen Ausleihungen sind mit dem Nominalwert ausgewiesen.

Die Vorräte betreffen Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sowie in Arbeit befindliche Aufträge. Sie sind mit den Anschaffungs- oder Herstellungskosten, sofern erforderlich mit dem niedrigeren beizulegenden Wert ausgewiesen. In den Herstellungskosten werden Einzelkosten sowie angemessene Teile herstellungsbezogener Gemeinkosten und Abschreibungen berücksichtigt. Fremde Bezugskosten werden mit den Anschaffungskosten bewertet.

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände wurden grundsätzlich zum Nominalwert angesetzt.

Dem allgemeinen Kreditrisiko bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wurde durch eine ausreichend bemessene Pauschalwertberichtigung Rechnung getragen.

Wertpapiere werden zu Anschaffungskosten oder dem niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt.

Bankguthaben und Kassenbestände sind mit dem Nennbetrag am Bilanzstichtag bewertet.

Die sonstigen Rückstellungen werden mit den nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbeträgen angesetzt; sie decken alle erkennbaren Risiken und Verpflichtungen in angemessener Höhe.

Die Verbindlichkeiten wurden mit den Erfüllungsbeträgen angesetzt.

Angaben zur Bilanz

Die Entwicklung des Anlagevermögens ist im Anlagenspiegel (Anlage zum Anhang) dargestellt.

Der erworbene Firmenwert wird linear über eine Laufzeit von 5 Jahren abgeschrieben.

Die Restlaufzeit der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen beträgt weniger als ein Jahr.

Die Forderungen gegenüber Gesellschaftern betragen Euro 0,00.

In den sonstigen Vermögensgegenständen sind Guthaben aus Versicherungen mit einer Restlaufzeit zwischen einem und fünf Jahren in Höhe von Euro 199.918,59 (i.Vj. Euro 198.007,82) enthalten. Die übrigen sonstigen Vermögensgegenstände haben eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr. Des Weiteren sind Erstattungsansprüche betreffend Körperschaftsteuer, Gewerbesteuer und Solidaritätszuschlag für das abgelaufene Geschäftsjahr enthalten, die rechtlich erst mit der Veranlagung entstehen.

Die aktiven Rechnungsabgrenzungsposten betreffen im Wesentlichen Versicherungsprämien, Wartungskosten und Lizenzzahlungen.

Das gezeichnete Kapital beträgt unverändert Euro 26.000,00 und ist in voller Höhe eingezahlt.

Die sonstigen Rückstellungen beinhalten im Wesentlichen Personalrückstellungen (Euro 101.085,95, i.Vj. Euro 240.346,00) und Rückstellungen für Gewährleistungen (Euro 31.600,00, i.Vj. Euro 38.900,00).

Die nachfolgende Aufstellung zeigt die Restlaufzeiten der Verbindlichkeiten:

Art der Verbindlichkeit Stand 31.12.2023 Restlaufzeit bis 1 Jahr Restlaufzeit über 5 Jahre
gegenüber Kreditinstituten 0,00 € (i.VJ.: 0,00) 0,00 € (i.VJ.: 0,00 €) 0,00 € (i.VJ.: 0,00 €)
aus Lieferungen und Leistungen 206.882,97 € (i.VJ.: 383.089,40 €) 206.882,97 € (i.VJ.: 383.089,40 €) 0,00 € (i.VJ.: 0,00 €)
sonstige Verbindlichkeiten 102.218,09 € (i.VJ.: 140.512,57 €) 102.218,09 € (i.VJ.: 140.512,57 €) 0,00 € (i.VJ.: 0,00 €)
• davon aus Steuern 59.666,32 € (i.VJ.: 36.421,22 €) 59.666,32 € (i.VJ.: 36.421,22 €) 0,00 € (i.VJ.: 0,00 €)
• davon aus Lohn und Gehalt 37.987,17 € (i.VJ.: 79,53 €) 37.987,17 € (i.VJ.: 79,53 €) 0,00 € (i.VJ.: 0,00 €)
• davon aus sozialer Sicherheit 520,00 € (i.VJ.: 0,00 €) 520,00 € (i.VJ.: 0,00 €) 0,00 € (i.VJ.: 0,00 €)

In den Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sind Verbindlichkeiten gegenüber einem verbundenen Unternehmen in Höhe von Euro 1.738,11 (i.Vj. Euro 1.577,10) enthalten.

Der unter dem Posten Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen ausgewiesene Betrag ist teilweise durch übliche Eigentumsvorbehalte von Lieferanten besichert.

Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung

Die sonstigen betrieblichen Beträge beinhalten Erträge aus Zuschreiben von Umlaufvermögen in Höhe von Euro 54.584,61 (i.Vj. Euro 0,00). Des Weiteren beinhalten sie Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen in Höhe von Euro 8.323,90 (i.Vj. Euro 312.268,00).

Sonstige Angaben

Bilanzgewinn

Der Bilanzgewinn enthält einen Gewinnvortrag in Höhe von Euro 7.004.138,80. Die Geschäftsleitung schlägt vor, das Ergebnis des Geschäftsjahres auf neue Rechnung vorzutragen.

Anzahl der Mitarbeiter

Im Geschäftsjahr wurden durchschnittlich 58 Mitarbeiter beschäftigt.

Ausleihungen an den Gesellschafter-Geschäftsführer

Das Darlehen an den Gesellschafter-Geschäftsführer beträgt per 31.12.2023 Euro 0,00 und wurde vor der Tilgung mit 2 % p.a. verzinst.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Nicht in der Bilanz erscheinende sonstige finanzielle Verpflichtungen bestehen wie folgt:

2024 2025 2026
Miet- u. Pachtverträge 288.000,00 € 288.000,00 € 288.000,00 €
Leasingverträge 14.127,72 € 14.127,72 € 14.127,72 €
Summe 302.127,72 € 302.127,72 € 302.127,72 €

Namen der Geschäftsführer

Während des abgelaufenen Geschäftsjahrs wurden die Geschäfte des Unternehmens durch folgende Personen geführt:

Herrn Christoph Massow, Spangenberg

Von der Schutzklausel des § 286 Abs. 4 HGB wird Gebrauch gemacht.

 

Spangenberg, 11. November 2024

Christoph Massow, Geschäftsführer

sonstige Berichtsbestandteile

Anlagenspiegel zum 31.12.2023

Maplastic GmbH Herstellung und Vertrieb von Kunststofferzeugnissen, Spangenberg

Anschaffungs-, Herstellungskosten 01.01.2023
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 132.431,74 13.950,00
2. Geschäfts- oder Firmenwert 483.842,00
Summe Immaterielle Vermögensgegenstände 616.273,74 13.950,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 1.656.634,86
2. technische Anlagen und Maschinen 7.431.754,15 133.091,84
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.075.701,22 45.813,20 7.246,52
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 148.601,87 269.803,02
Summe Sachanlagen 10.312.692,10 448.708,06 7.246,52
III. Finanzanlagen
1. Genossenschaftsanteile 250,00
Summe Finanzanlagen 250,00
Summe Anlagevermögen 10.929.215,84 462.658,06 7.246,52
Umbuchungen
EUR
Anschaffungs-, Herstellungskosten 31.12.2023
EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 146.381,74
2. Geschäfts- oder Firmenwert 483.842,00
Summe Immaterielle Vermögensgegenstände 630.223,74
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 1.656.634,86
2. technische Anlagen und Maschinen 389.642,73 7.954.488,72
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.114.267,90
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau -389.642,73 28.762,16
Summe Sachanlagen 0,00 10.754.153,64
III. Finanzanlagen
1. Genossenschaftsanteile 250,00
Summe Finanzanlagen 250,00
Summe Anlagevermögen 0,00 11.384.627,38
kumulierte Abschreibung 01.01.2023
EUR
Abschreibung Geschäftsjahr
EUR
Abgänge
EUR
Umbuchungen
EUR
kumulierte Abschreibung 31.12.2023
EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 109.575,74 18.903,00 128.478,74
2. Geschäfts- oder Firmenwert 475.777,00 8.064,00 483.841,00
Summe Immaterielle Vermögensgegenstände 585.352,74 26.967,00 612.319,74
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 160.990,26 46.332,00 207.322,26
2. technische Anlagen und Maschinen 5.064.968,15 480.597,57 5.545.565,72
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 619.249,22 63.931,20 7.246,52 675.933,90
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00
Summe Sachanlagen 5.845.207,63 590.860,77 7.246,52 6.428.821,88
III. Finanzanlagen
1. Genossenschaftsanteile 0,00 0,00
Summe Finanzanlagen 0,00 0,00
Summe Anlagevermögen 6.430.560,37 617.827,77 7.246,52 7.041.141,62
Zuschreibung Geschäftsjahr
EUR
Buchwert Geschäftsjahr 31.12.2023
EUR
Buchwert Vorjahr 31.12.2022
EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 17.903,00 22.856,00
2. Geschäfts- oder Firmenwert 1,00 8.065,00
Summe Immaterielle Vermögensgegenstände 17.904,00 30.921,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 1.449.312,60 1.495.644,60
2. technische Anlagen und Maschinen 2.408.923,00 2.366.786,00
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 438.334,00 456.452,00
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 28.762,16 148.601,87
Summe Sachanlagen 4.325.331,76 4.467.484,47
III. Finanzanlagen
1. Genossenschaftsanteile 250,00 250,00
Summe Finanzanlagen 250,00 250,00
Summe Anlagevermögen 4.343.485,76 4.498.655,47

Angaben zur Feststellung:

Der Jahresabschluss wurde am 11.11.2024 festgestellt.

Bestätigungsvermerk

Zu dem ohne Inanspruchnahme von Aufstellungs- und Offenlegungserleichterungen aufgestellten Jahresabschluss und Lagebericht haben wir den Bestätigungsvermerk erteilt:

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die Maplastic GmbH, Spangenberg

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Maplastic GmbH, Spangenberg, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Maplastic GmbH, Spangenberg, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

• entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 und

• vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 S. 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen as und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

• identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

• gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

• beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

• ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

• beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

• beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens.

• führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Bad Wildungen, 14. November 2024

acp Treuhand GmbH
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