RIK JAMES Ventures GmbH
Selbe AdresseManagementtätigkeiten von sonstigen Holdinggesellschaften
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Martin Dieter Lahr seit 1.7.2022 | Geschäftsführer |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
Fortunageno AG | 100.00% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
onQuality Deutschland GmbHEgelsbach (vormals: Schauenburg )Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2022 bis zum 31.12.2022Lagebericht für das Geschäftsjahr 2022I. Grundlagen des Unternehmens I. 1. Geschäftsmodell Die onQuality Deutschland GmbH hilft als Aggregator eine einfache, effiziente und skalierbare Brücke zwischen Marken und Marktplätzen zu bauen. Wir sind der Überzeugung, dass ein Plattformmodel der Schlüssel zum Erfolg ist und sind angetrieben von unserer Vision eine vernetzte Plattformökonomie zu schaffen. onQuality hat starke Alleinstellungsmerkmale, die sich nur schwer replizieren lassen und sich von den wenigen direkten Konkurrenten unterscheiden. onQuality ist der vertrauenswürdige und unabhängige Partner für das Marktplatzgeschäft - frei von Interessenkonflikten und völlig neutral. Unser Angebot ist ganzheitlich und entlang der gesamten Wertschöpfungskette durchdacht. Der Aufbau ist modular und kann auf Kundenbedürfnisse zugeschnitten werden. Unser Geschäftsmodell basiert auf proprietärer Technologie, die es uns ermöglicht, einen erheblichen Mehrwert zu erzielen und Skalierbarkeit über Kategorien hinweg zu erreichen. Wir ermöglichen Partnerschaften durch sehr konnektive und individuelle Schnittstellen. Wir konzentrieren uns weiterhin auf die systematische Verbesserung und Automatisierung von E-Commerce-Prozessen, um Marken langfristig erfolgreich zu machen. Seit der Gründung im Jahr 2011 hat sich die onQuality Deutschland GmbH zu einem der führenden End-to-End Marktplatzaggregatoren entwickelt. Die onQuality Deutschland GmbH (nachfolgend onQuality) befähigt Hersteller und Händler über die eigene OES-Software einfach, effizient und skalierbar Waren auf einer Vielzahl von eCommerce Marktplätzen zu verkaufen. onQuality bietet den Partnern somit die Schnittstelle zwischen Marken, Marktplätzen und beteiligten Drittanbietern. onQuality geht über die reine Produktlistung hinaus und hilft bei der Professionalisierung von Prozessen entlang der Wertschöpfungskette eines Online-Händlers. Basierend auf jahrelanger Erfahrung auf den wichtigsten E-Commerce-Plattformen und Marktplätzen-berät onQuality seine Kunden strategisch und kann durch eigenentwickelte, verschieden kombinierbaren Software-Lösungen individuell auf die Bedürfnisse der Kunden eingehen. Einnahmeströme stammen aus Software-Gebühren, Provisionen für Verkäufe auf den Markplätzen und diversen Services. Organisatorische Struktur Die Geschäftsbereiche der onQuality Deutschland GmbH gliedern sich in die Organisationseinheiten Clients&Markets, Operations&Integrations, Products&Tech, Finance und Warehouse. Neukunden und die strategische Weiterentwicklung von Bestandskunden und Marktplätzen ist im Geschäftsbereich Clients&Markets angesiedelt. Der Bereich Operations&Integrations stellt den operativen Regelbetrieb sicher und die technische Integration neuer Marktplätze. Products&Tech verantwortet die interne IT-Architektur und die Entwicklung/Instandhaltung entsprechender Software-Produkte von onQuality. Der Bereich Finanzen verantwortet die Abrechnungs- und Controlling Prozesse. Der Bereich Warehouse stellt die logistische Abwicklung inkl. SLA-Monitoring sicher. Rechtliche Struktur Die onQuality Deutschland GmbH ist eine 100% Tochter der Fortunageno AG (vormals on-Quality International AG). Die Geschäftsanschrift der onQuality Deutschland GmbH lautet Hans-Fleißner-Straße 46, 63329 Egelsbach. Eine Betriebsstätte wird in der Budapester Str. 49, 20359 Hamburg betrieben. I. 2. Forschung und Entwicklung Die onQuality Deutschland GmbH entwickelt zentrale Bestandteile der eigenen Software selbst bzw. lässt diese von externen Agenturen unter Steuerung von internen Projektmanagern entwickeln. Dieses Projektmanagement erfolgt über die Schwestergesellschaft poswise Technologie GmbH. Die Entwicklung stellt eine strukturierte Phase der Optimierung bestehender Systeme und Programmierung neuer Funktionalitäten entlang der gesamten Prozesskette dar. Wir entwickeln unsere Softwareprodukte permanent nachhaltig weiter. Als vielversprechend sehen wir dabei insbesondere die Ergänzungen im Performance Dashboard (PD) und den Product Solution Centers (PS), um unsere Alleinstellungsmerkmale als Marktplatzaggregator weiter zu stärken und durch einen lösungsorientierten Ansatz noch schneller die Listung der Produkte auf den Marktplätzen zu forcieren. Im Geschäftsjahr haben wir 1.157T€ (1,77% vom Umsatz) für Entwicklung aufgewendet. Der Anstieg der Entwicklungskosten um 64 T€ (1.093T€ in 2021) ist zurückzuführen auf die Entwicklung von Schnittstellen zur Marktplatzanbindung sowie dem Ausbau vom Performance Dashboard und weiterer Software-Module. II. Wirtschaftsbericht II. 1. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen Seit der Gründung im Jahr 2011 ist onQuality ein Pionier im Bereich der dynamischen Marktplatzökonomie. Marktplätze sind ein relativ neues Vertriebsmodell mit einigen markanten Unterschieden zum klassischen Großhandelsmodell. Die gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen haben Einfluss auf die Geschäftstätigkeit und somit auch auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der onQuality Deutschland GmbH. Unvorhersehbare Störungen innerhalb der globalen Wirtschaftsverlechtungen können zu schwer abschätzbaren Auswirkungen führen. Gesamtwirtschaftliche Risiken führen potenziell zu einer Reduzierung der Kaufkraft der privaten Haushalte in den betroffenen Ländern und können damit einen Rückgang der Nachfrage nach Waren und Dienstleistungen von onQuality bewirken. Herausfordernd war in diesem Kontext besonders die durch den Ukraine-Krieg ausgelöste Inflation, die mit +6,9% auf dem höchsten Stand seit Beginn der Messung des Verbrauchspreisindex seit 1991 stieg und damit eine Konsumzurückhaltung auslöste. So lag die Verbraucherstimmung im August 2022 auf den tiefsten Stand der letzten zwei Jahre. Trotz der seit Jahren zu beobachtenden allgemeine Verschiebung von Offline- zu Online-Kanälen ergab sich aus den oben genannten Gründen im Jahr 2022 ein anderes Bild. Laut Statista war der E-Commerce-Umsatz in 2022 in Deutschland mit 84,5 Mrd EUR um 2,5 % rückläufig. Die beiden am stärksten betroffenen Bereiche mit einem großen Umsatzvolumen waren hierbei Bekleidung (-12,8%) und Elektronik (-12,5%). Beides Bereiche in denen auch die onQuality, insbesondere im Segment Bekleidung, einen hohen Kundenanteil besitzt. Der Wettbewerb um die Aufmerksamkeit der Kund*innen hat sich in der Branche verschärft, was dazu führte, dass Marketinginstrumente wie z.B. "Sponsored Products" oder Kooperationen mit Influencern immer wichtiger wurden. Darüber hinaus hat sich die Art und Weise, wie Kund*innen im Internet einkaufen, im letzten Jahr weiter verändert; so nimmt beispielsweise der Anteil der Einkäufe, die über mobile Geräte getätigt werden, in Westeuropa weiter zu. Getrieben wird dieser Trend von den Millennials und der GenZ. Inzwischen gehört die Bestellung über mobile Endgeräte wie Smartphones und Tablets zur Normalität. In Deutschland liegt der wöchentliche Einkauf über ein mobiles Endgerät in 2022 bei 21%. Die Dynamik von Marktplätzen wie Amazon, Zalando, Otto oder About You bleibt weiterhin bestehen. Marktplätze wachsen aus dem klassischen E-Commerce-Großhandel heraus und konkurrieren zunehmend um Qualität. Marktplatzkonzepte entwickeln sich als Teil der Kernstrategie der Online-Händler. Neben dem Ziel die Anzahl der Produkteinträge zu erhöhen, um Relevanz in der entsprechenden Kategorie zu schaffen gewinnt eine stärkere Front-End-Kuration für Verbraucher immer mehr an Bedeutung. Des Weiteren steigen die Anforderungen in Bezug auf die Qualitätsstandards für Produktinhalte mit detaillierten Eigenschaften und die Darstellung der Produkte basierend auf marktplatzspezifischen Medienrichtlinien. Dem geschuldet, hat sich in den letzten Jahren ein regelrechtes Marktplatz-Ökosystem gebildet: Software-Unternehmen, spezialisierte Logistikanbieter, Beratungen und Agenturen liefern technische und prozessuale Lösungen, die von den diversen, unterschiedlichen Marktplatzformaten jeweils nachgefragt werden. Denn Marktplatz ist nicht gleich Marktplatz. Jeder einzelne hat seine Besonderheiten, die es zu beachten gilt. Die richtige Strategie zu entwickeln, um Online-Marktplätze als Schaufenster und Vertriebskanal zu nutzen, ist für zahlreiche Hersteller und Händler daher eine große Herausforderung. Entscheidungsträger benötigen fundiertes Wissen über die unterschiedlichen Marktplatzmodelle. II. 2. Geschäftsverlauf und Lage Die onQuality konnte sich dem negativen Markttrend nicht entziehen und musste mit Kunden in den Segmenten Fashion und Elektronik besondere Einbußen im Plattformgeschäft hinnehmen. Die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage entwickelte sich entsprechend. a.) Vermögenslage
Das Anlagevermögen ist im Vergleich zum Vorjahr um T€ 338 gestiegen resultierend aus den Investitionen in die Entwicklung und den Ausbau unsere Softwareprogramme zur Anbindung an Marktplätze und zur Performance Steuerung. Im Umlaufvermögen sind die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen gegenüber den Marktplätzen analog zur operativen Geschäftsentwicklung um T€ 955 auf T€ 3.751 gestiegen. Die liquiden Mittel liegen am Ende des Geschäftsjahres bei T€ 5.226 und haben sich gegenüber dem Vorjahr um T€ 789 verringert. Die Gesellschaft weist zum Ende des Geschäftsjahres ein positives Eigenkapital in Höhe von T€ 464 aus. Die Eigenkapitalquote beträgt rund 4%. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen haben sich im Berichtsjahr analog der operativen Geschäftsentwicklung um T€ 131 auf T€ 9.860 erhöht. b.) Finanzlage Die Finanzlage wird als ausreichend eingeschätzt. Der Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit beträgt im Berichtsjahr T€ 1.792. Mit den Zahlungsmittelzuflüssen aus der operativen Geschäftstätigkeit konnten im Berichtsjahr die notwendigen Investitionen finanziert und Zahlungen bedient werden. c.) Ertragslage
Wie oben dargestellt hat sich die allgemeine Konsumzurückhaltung insbesondere auch im Bereich Fashion niedergeschlagen, das größte Kundensegment der onQuality. So reduzierten sich die Umsätze im Vergleich zum Vorjahr um -11,3 Mio. EUR bzw. 14,8%. Gleichzeit erhöhten sich die Kosten im Vorjahresvergleich, insbesondere Personalkosten sowie Kosten für externe Berater, was insgesamt zu einem deutlichen Rückgang des Ergebnis vor Steuern führte. II. 3. Finanzielle Leistungsindikatoren Bei den finanziellen Leistungsindikatoren liegt unser Fokus auf: • GMV (Gross-Merchadise Volume oderBruttowarenvolumen) • Brutto-VK nach Retouren • Retouren-Quote • Umsatzerlöse nach HGB • Ergebnis vor Steuern Das GMV ist definiert als Wert aller Ware einschließlich Umsatzsteuer, die auf der Plattform verkauft werden. Da die Retouren je nach Produktsegment und ggf. Werbeaktionen, wie der Black Friday schwankend sind, betrachten wir daneben den Brutto-VK nach Retouren. Da insbesondere im Fashion-Bereich die Retoure-Quote sehr hoch liegt, liegt hier eine weitere KPI zur Steuerung des Geschäftsmodells. Von diesen finanziellen Leistungsindikatoren betrachten wir die Umsatzerlöse nach HGB und das Ergebnis vor Steuern als die bedeutsamsten. II. 4. Gesamtaussage Unsere Vermögens-, Finanz- und Ertragslage schätzen wir als hinreichend ein. Die Umsatzentwicklung unserer Gesellschaft liegt im Branchentrend. Die Ertragslage führt zu einem positiven Eigenkapital. Unser Finanzmanagement ist darauf ausgerichtet, Verbindlichkeiten stets innerhalb der Zahlungsfrist zu begleichen und Forderungen innerhalb der Zahlungsziele zu vereinnahmen. III. Zweigniederlassungsbericht Unser Unternehmen verfügt neben der Geschäftsanschrift in Egelsbach über eine inländische Betriebsstätte in Hamburg. IV. Prognosebericht 2023 wird durch die anhaltende getrübte Verbraucherstimmung und Konsumzurückhaltung weiterhin herausfordernd. Neben der weiterhin hohen Inflation macht sich auch das geänderte Zinsumfeld bemerkbar, was auf den allgemeinen Konsum drückt. onQuality erwartet für das Geschäftsjahr 2023 daher ebenfalls eine negative Entwicklung. bzw. bestenfalls Umsätze auf Vorjahresniveau. Diese Entwicklung wird in den einzelnen Quartalen unterschiedlich stark ausgeprägt sein. Das erste Halbjahr 2023 ist hierbei, aufgrund des hohen Anteils von Fashion-Kunden saisonal niedriger. In der zweiten Jahreshälfte wird das Geschäft durch potentielle Neukunden-Akquise und Erweiterungen im Marktplatz-Portfolio eine Wachstumsbeschleunigung erfahren. In Bezug auf das Ergebnis vor Steuern erwartet die onQuality einen Wert deutlich unterhalb des Niveaus des abgelaufenen Geschäftsjahres. V. Chancen- und Risikobericht V. 1. Risikomanagement Die Identifikation und Bewertung von Risiken und Chancen erfolgt fortlaufend. Wir bewerten Risiken hinsichtlich ihrer Eintrittswahrscheinlichkeit und ihrer potenziellen Auswirkungen. onQuality sieht sich fortlaufend Risiken ausgesetzt, die die finanzielle Situation oder seine Reputation beeinflussen könnten. Auswirkungen, die sich aus politischen und wirtschaftlichen Krisen ergeben, erschweren weiterhin die Genauigkeit langfristiger Prognosen und Vorhersagen. Entsprechend überwacht onQuality weiterhin detailliert das Kundenverhalten in den aktiven Märkten, um eine schnelle Reaktionsfähigkeit zu gewährleisten. Zielgerichtet werden Wachstums- und Entwicklungschancen sowie wirtschaftliche Optimierungspotenziale im Rahmen der systematisierten Planung umfassend identifiziert und evaluiert. V. 2. Risiken aus operativer Tätigkeit Die Darstellung erfolgt unter Verwendung folgender Risikofaktoren: 1. Zahlungsausfall Endkunde 2. Insolvenzrisiko Marktplätze 3. Insolvenzrisiko Lieferanten (Marken) 4. Retouren/Warenrisiko 5. Abhängigkeiten 6. Pricing (Margendruck) 7. Wettbewerbssituation 8. Entwicklung Online-Handel 9. Regulatorik 10. Software Als wirtschaftlich relevantes Risiko sehen wir die derzeitige Abhängigkeit (5) von einzelnen Lieferanten (Marken) und Marktplätzen. In der Zukunft wird dem durch eine Verbreiterung des Lieferanten- und Marktplatzportfolios (inkl. Internationalisierung und Expansion in weitere Segmente) Rechnung getragen. Um die Umsatzziele zu erreichen ist onQuality von mehreren Faktoren abhängig. Primär von der Strategie und die Prozesse auf Seiten der Marktplätze (Markenfreigaben, Time to go live, Sales-Aktionen), die Geschwindigkeit und Verfügbarkeit der Marken (frühzeitige Bereitstellung der Produkte, Bestandsmanagement) und die Performance der externen Logistiker (SLA, Stornoquote). Mit der mittelfristigen Expansion in weitere Segmente und einer zunehmenden Konkurrenzsituation im Dienstleistermarkt rechnen wir mit einer Reduzierung unserer relativen Marge (6), um einen starken Wachstumskurs weiter nachhaltig verfolgen zu können. Die eigene Software (10) unterliegt als Kern des Geschäftsmodells einer stetigen Notwendigkeit zur Anpassung an regulatorische und wirtschaftliche Begebenheiten. Eine Downtime oder Fehlerhäufigkeit kann sowohl einen wirtschaftlichen als auch einen Reputaionsschaden verursachen. Das Insolvenzrisiko von Marken (3) und damit einhergehend ein möglicher Umsatzeinbruch bei onQuality ist ein hohes Risiko. Eine Insolvenz von unseren umsatzstärksten Marktplätzen (2) wäre kritisch, da das potenzielle Risiko eines damit einhergehenden Zahlungsausfalls bei unseren Lieferanten zu finanziellen Herausforderungen auf deren Seite führen könnte. Wir betrachten das Risiko einer Insolvenz einer der führenden Marktplätze aktuell allerdings als eher unwahrscheinlich. Mit der stark wachsenden Marktplatzökonomie nimmt auch die Wettbewerbssituation (7) zu. Im Bereich der Aggregation ist der Markt weiterhin primär von etablierten Unternehmen besetzt. Beobachtungen zeigen, dass Unternehmen aus dem Distributions-/Agenturgeschäft mit bestehenden Herstellerkontakten verstärkt das Thema Marktplätze in Ihr Dienstleistungsportfolio aufnehmen. Die Entwicklung des allgemeinen Online-Handels (8) hat sehr starken Einfluss auf die Entwicklung von onQuality. onQuality trägt kein Retouren- & Warenrisiko (4). Retouren werden automatisch mit den Gutschriften und Auszahlungen verrechnet. In ungünstigen Szenarien (mehr Retouren als Verkäufe) kann es sein, dass der Retourenwert den Auszahlungswert übersteigt und onQuality ein mögliches Ausfallrisiko des Lieferanten trägt. Sollte der Partner im vorgenannten Fall seine Zahlungsverpflichtungen nicht erfüllen, so ist onQuality berechtigt, die Waren nach eigener freier Entscheidung als Sicherheit einzubehalten und erfüllungshalber zu verwerten. EU-Regularien (9) könnten den Online-Handel mit Waren erschweren. Eine steigende Komplexität würde allerdings auch den Mehrwert von onQuality weiter untermauern, weshalb wir eine mögliche negative Auswirkung für unser Geschäftsmodell als niedrig einstufen. V. 3. Risiko der Bestandsgefährdung Die getrübte Verbraucherstimmung und Konsumzurückhaltung haben sich im Jahr 2023 und bis heute andauernd negativ auf die Ertrags- und Finanzlage im Vergleich zu den umsatzstarken Jahren 2020 und 2021 ausgewirkt. In den umsatzstarken Jahren wurden verstärkt Investitionen getätigt und personelle Ressourcen ausgebaut, was zu einem Anstieg der Fixkostenbasis führte. Die erhöhte Fixkostenbasis bei rückläufigen Erträgen hat die Liquidität ab dem Geschäftsjahr 2023 erheblich reduziert. Ein weiterer Rückgang im Konsumverhalten in Verbindung mit dem Eintritt eines der oben beschriebenen operativen Risiken kann ein potenziell den Bestand des Unternehmens gefährdendes Risiko nach sich ziehen. Insofern besteht eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit diesen Gegebenheiten, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit des Unternehmens zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Bereits im Laufe des Jahres 2023 wurden Maßnahmen (insbesondere Personalreduktion, Reduktion von Mietfläche, Reduktion externer Berater) eingeleitet, um die Fixkostenbasis zu senken. Diese entfalten Ihre Wirkung teilweise erst im Jahr 2024. Darüber hinaus wurden im Jahr 2023 Finanzierungsmittel in Form von Darlehen durch das Mutterunternehmen bereitgestellt. Die Geschäftsführung geht nach Ergreifen dieser Maßnahmen und unter Berücksichtigung weiterer Finanzierungsmöglichkeiten durch das Mutterunternehmen zum gegenwärtigen Zeitpunkt gemäß § 252 Abs. 1 Nr. 2 HGB von der Fortführung der Geschäftstätigkeit aus. V. 4. Chancen Der digitale Handel ist, wie oben beschrieben, trotz des allgemeinen Konsumrückgangs weiterhin ein wachsendes Marktsegment. E-Commerce wird immer mehr als das Normale und Übliche empfunden. Sein Wachstum stabilisiert sich auf hohem Niveau nach Ausschlägen zum Beginn der Pandemie und zeigt, dass sich seine Vorteile wie größere Auswahl und mehr Service dauerhaft durchsetzen werden. Handel ohne E-Commerce ist schon jetzt nicht mehr denkbar, weder für die Konsumenten noch für Händler. Das Segment Einzelhandel ist vor dem Hintergrund des digitalen Wandels durch eine hohe Veränderungsdynamik geprägt. Daher ist die weitere Digitalisierung ein wesentlicher Erfolgsfaktor für die Generierung von Wachstumschancen. Wir haben uns drei strategische Prioritäten gesetzt, um unser Wachstumspotential in den kommenden Jahren bestmöglich zu skalieren. Hierzu werden wir a.) verstärkt Neukunden gewinnen und die Beziehung mit unseren Bestandskunden vertiefen, b.) weitere Marktplätze im In- und Ausland integrieren und die Zusammenarbeit mit bestehenden Marktplätzen intensivieren und c.) das Unternehmen onQuality als Marke durch öffentlichkeitswirksame Kommunikation stärker auf dem Markt positionieren. Besondere Chancen liegen in den Auslandsaktivitäten und in der Expansion von vertriebsrelevanten Warengruppen. Dabei erfolgt der Ausbau primär in Ländern mit stabilen politischen Rahmenbedingungen und einer bereits gut entwickelten E-Commerce-Affinität mit entsprechend hohem Marktpotential. Auch künftig wird onQuality den bewährten Weg der selektiven Auslands- und Warengruppen Expansion weiterverfolgen und vorhanden Marktchancen entschlossen nutzen. Aus allen vorgenannten Maßnahmen ergibt sich die Chance neue Kunden und Märkte zu gewinnen, die Interaktion mit den bestehenden Partnern weiter auszubauen und somit weiteres Umsatzwachstum zu realisieren. Unterschrift der Geschäftsführung
Egelsbach, 26. April 2024 gez. Martin Lahr BilanzAktiva
Gewinn- und Verlustrechnung
Anhang für das Geschäftsjahr 2022Allgemeine Angaben zum Unternehmen
Wesentliche Unsicherheit in Bezug auf die Fortführung der Unternehmenstätigkeit Der Jahresabschluss wurde nach § 252 Abs. 1 Nr. 2 unter der Annahme der Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufgestellt. Wie in Abschnitt V. 3.) des Lageberichtes für das Geschäftsjahr 2022 dargestellt besteht eine wesentliche Unsicherheit, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit des Unternehmens zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Vor dem Hintergrund der im Lagebericht beschriebenen Maßnahmen und unter Berücksichtigung von erforderlichenfalls Finanzierungsmöglichkeiten durch das Mutterunternehmen geht die Geschäftsführung zum gegenwärtigen Zeitpunkt von der Fortführung der Unternehmenstätigkeit aus. Allgemeine Angaben zum Inhalt und Gliederung des Jahresabschlusses Der Jahresabschluss wurde auf der Grundlage der Gliederungs-, Bilanzierungs- und Bewertungsvorschriften des Handelsgesetzbuches aufgestellt. Ergänzend zu diesen Vorschriften wurden die Regelungen des GmbH-Gesetzes beachtet. Größenabhängige Erleichterungen bei der Erstellung (§§ 266 Abs. 1 276, 288 HGB) und bei der Offenlegung (§ 326 HGB) des Jahresabschlusses werden in Anspruch genommen. Für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde das bisher angewandte Gesamtkostenverfahren beibehalten. Der vorliegende Jahresabschluss ist grundsätzlich unter Beibehaltung der für den Vorjahresabschluss angewendeten Gliederungsgrundsätzen nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches aufgestellt (§§ 265 Abs. 1 Satz 2, 266 ff. HGB). Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Erworbene immaterielle Anlagewerte wurden zu Anschaffungskosten angesetzt und, sofern sie der Abnutzung unterlagen, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Die selbstgeschaffenen immateriellen Vermögensgegenstände wurden mit den Entwicklungskosten angesetzt und ebenfalls, sofern sie der Abnutzung unterlagen, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Unter dem Bilanzposten selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sind Entwicklungskosten für Software ausgewiesen. Das Aktivierungswahlrecht nach § 248 Abs. 2 HGB wurde in Anspruch genommen. Die Entwicklungskosten umfassen im Rahmen von Dienstverträgen bei externen Softwareentwicklern eingekaufte Leistungen (externe Entwicklungskosten) sowie Personalkosten durch den Einsatz eigener Mitarbeiter im Rahmen der Entwicklung (interne Entwicklungskosten). Ab dem Geschäftsjahr 2022 werden diese Entwicklungskosten vollumfänglich und auch betreffend die Entwicklungskosten, die in vergangenen Perioden aktiviert wurden, im Bilanzposten selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte ausgewiesen. Im Vorjahresabschluss zum 31.12.2021 wurde der Anteile der externe Entwicklungskosten noch unter dem Bilanzposten entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten ausgewiesen. Die Vorjahresangabe im Jahresabschluss zum 31.12.2021 wurde nicht angepasst. Bei Anpassung der Vorjahresangabe würde der Bilanzposten selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte einen um TEUR 1.091 höheren Wert ausweisen und der Bilanzposten entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten einen entsprechend geringeren Wert. Das Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Die planmäßigen Abschreibungen wurden nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände linear vorgenommen. Die Finanzanlagen wurden wie folgt angesetzt und bewertet: - Beteiligungen zu Anschaffungskosten - Anteile an verbundenen Unternehmen zu Anschaffungskosten - unverzinsliche und niedrig verzinsliche Ausleihungen zum Barwert - sonstige Wertpapiere zu Anschaffungskosten Soweit erforderlich, wurde der am Bilanzstichtag vorliegende niedrigere Wert angesetzt. Forderungen und Wertpapiere wurden unter Berücksichtigung aller erkennbaren Risiken bewertet. Liquide Mittel werden zu Nominalwerten bewertet. Die sonstigen Rückstellungen wurden für alle weiteren ungewissen Verbindlichkeiten gebildet. Dabei wurden alle erkennbaren Risiken berücksichtigt. Verbindlichkeiten wurden zum Erfüllungsbetrag angesetzt. Beim Jahresabschluss konnten die bisher angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden mit Ausnahme der dargestellten Ausweisänderungen bei den selbst erstellten und entgeltlich erworbenen immateriellen Vermögensgegenständen übernommen werden. Angaben zur Bilanz Die Aufgliederung und Entwicklung der Anlagenwerte ist aus dem Anlagenspiegel zu entnehmen.
Der Betrag der Forderungen mit einer Restlaufzeit größer einem Jahr beträgt 28.861,28 € (Vorjahr: 32.913,23 €). Bei Aufstellung der Bilanz wird bei der Darstellung des Eigenkapitals ein Gewinnvortrag von 404.953,85 € einbezogen. Die in der Bilanz ausgewiesenen Verbindlichkeiten haben in voller Höhe eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr. Der Betrag der Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern beträgt 371.096,00 € (Vorjahr: 235.473,00 €). Für die Verbindlichkeiten bestehen Sicherheiten ausschließlich in Form von branchenüblichen und kraft Gesetzes entstehenden Sicherheiten. Die latenten Steuern beruhen auf nachfolgenden Differenzen zwischen Handels- und Steuerbilanz: - Aktivierung selbstgeschaffener immaterieller Vermögensgegenstände in der Handelsbilanz Zum 31. Dezember 2022 wurden selbst geschaffene immaterielle Vermögensgegenstände in Höhe von € 1.902.587 ausgewiesen. Dafür wurden passive latente Steuern in Höhe von € 605.261 gebildet. Für den saldierten Betrag in Höhe von € 1.297.326 besteht eine Ausschüttungssperre. Die Bewertung der latenten Steuern erfolgt mit einem Steuersatz in Höhe von 31,81 %. Steuerliche Verlustvorträge in Höhe von 1.191.846 € wurden bei der Berechnung passiver latenter Steuern berücksichtigt. Der Saldo der latenten Steuern am Ende des Geschäftsjahres beträgt € 247.780. Im Laufe des Geschäftsjahres gab es folgende Änderungen am Saldo der latenten Steuern: € 113.215. Verpflichtungen gegenüber verbundenen Unternehmen: Bei den Verpflichtungen gegenüber verbundenen Unternehmen handelt es sich um Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen gegenüber der posagende GmbH (ehemals onQuality Fulfilment GmbH). In der Erfolgsrechnung sind periodenfremde Erträge in Höhe von 135.289,78 € enthalten. Dies betrifft im Wesentlichen Gutschriften eines Marktplatzes für Marketing- beteiligungen für vorherige Zeiträume. Die Erträge wurden im Posten übrige sonstige betriebliche Erträge erfasst. In der Erfolgsrechnung sind perodenfremde Aufwendungen in Höhe von 291.626,81 € erfasst. Dies betrifft im Wesentlichen Rechnungen eine Marktplatzes für Marketingbeteiligungen und Mengendifferenzen für vorherige Zeiträume. Die Aufwendungen wurden im Posten übrige sonstige betriebliche Aufwendungen erfasst. Sonstige Angaben Im abgelaufenen Geschäftsjahr waren durchschnittlich 54 Mitarbeiter beschäftigt. Diese verteilen sich wie folgt aufArbeitnehmergruppen:
Während des abgelaufenen Geschäftsjahrs wurden die Geschäfte des Unternehmens durch folgende Personen geführt: Ausgeübter Beruf Erster Geschäftsführer: Martin Lahr Kaufmann Weitere Geschäftsführer: Stephan Anderl (bis 29.03.2024) Kaufmann Dirk Wagner (bis 1.03.2022) Kaufmann Erik Romer (bis 14.09.2022) Kaufmann Frank Rösner (bis 19.03.2024) Kaufmann Michael von Sondern (1.04.2022 bis 19.03.2024) Kaufmann Zu Gunsten einzelner Geschäftsführer wurden keine Kredite vergeben. Die Angabe über den Beteiligungsbesitz unterbleibt nach § 286 Abs. 3 S. 1 HGB, da sie für die Darstellung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage von untergeordneter Bedeutung ist. Die Angabe über die Gesamtbezüge des Geschäftsführungsorgans unterbleibt nach§ 286 Abs. 4 HGB. Nach dem Schluss des Geschäftsjahrs traten keine Vorgänge von besonderer Bedeutung auf, über die zu berichten wäre. Die Geschäftsführung schlägt in Übereinstimmung mit den Gesellschaftern die folgende Ergebnisverwendung vor: Der Jahresüberschus beträgt 33.669,71 €. Auf neue Rechnung werden 33.669,71 € vorgetragen. sonstige BerichtsbestandteileUnterschrift der Geschäftsführung
Egelsbach, 26. April 2024 gez. Martin Lahr Angaben zur Feststellung: Der Jahresabschluss wurde am 26.04.2024 festgestellt. BESTäTIGUNGSVERMERK DES UNABHäNGIGEN ABSCHLUSSPRüFERSAn die onQuality Deutschland GmbH, Egelsbach Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der onQuality Deutschland GmbH, Egelsbach, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2022 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2022 bis zum 31. Dezember 2022 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der onQuality Deutschland GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2022 bis zum 31. Dezember 2022 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse • entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2022 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2022 bis zum 31. Dezember 2022 und • vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit Wir verweisen auf den Abschnitt "Wesentliche Unsicherheit in Bezug auf die Fortführung der Unternehmenstätigkeit" im Anhang sowie die Angaben in Abschnitt V.3. des Lageberichts, in denen die gesetzlichen Vertreter beschreiben, dass sich die Gesellschaft in einer angespannten Liquiditätssituation befindet. Wie im Abschnitt "Wesentliche Unsicherheit in Bezug auf die Fortführung der Unternehmenstätigkeit" im Anhang sowie Abschnitt V.3. im Lagebericht dargelegt, zeigen diese Ereignisse und Gegebenheiten, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen kann und die ein bestandsgefährdendes Risiko im Sinne des § 322 Abs. 2 Satz 3 HGB darstellt. Unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht sind bezüglich dieses Sachverhalts nicht modifiziert. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus • identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können. • gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben. • beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben. • ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann. • beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. • beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens. • führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen. Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Kassel, den 26. April 2024 Strecker
Berger + Partner mbB
Marco Schumacher, Wirtschaftsprüfer i. V. Jens Volk, Wirtschaftsprüfer |
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