Stammdaten

Register
Amtsgericht Mannheim HRB 736569
Vorher
Blackwell Verlag GmbH
Eingetragen
18.7.1988
Branche
Verlegen von ZeitschriftenVerlegen von ZeitungenVerlegen von Büchern
Gegenstand
Gegenstand geändert; nun: Die Verarbeitung und die Verbreitung von Informationen auf allen Wissensgebieten, der Verlag von Zeitschriften und Büchern, insbesondere auf dem Gebiet der Chemie, die Herstellung und der Vertrieb von Datenträgern, von Lehr- und Kommunikationshilfsmitteln sowie die Vornahme aller sonstigen Geschäfte, die mit der Betätigung auf den genannten Gebieten zusammenhängen oder geeignet sind, diese zu fördern.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Tabea Alisch
seit 12.9.2022
Prokura
Prokura
Steffen Ebert
seit 18.5.2020
Prokura
Prokura
Gudrun Dr. Walter
seit 18.5.2020
Prokura
Sabine Schönfelder
seit 18.5.2020
Prokura
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
Blackwell Science (Overseas Holdings) LimitedGBR
100.00%

Gesellschafter
Beta

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Name
Ort
Betrag
Anteil
Blackwell Science (Overseas Holdings) Limited
United Kingdom
11.000.000 DM
100.00%

Beteiligungen
Beta

NameAnteil
No data available

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Wiley-VCH GmbH

Weinheim

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 1. Mai 2023 bis 30. April 2024

Lagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. Mai 2023 bis 30. April 2024

GRUNDLAGEN DES UNTERNEHMENS

Die Wiley-VCH GmbH ("Wiley-VCH") publiziert elektronisch aufbereitete und gedruckte Fachinformationen für wissenschaftlich orientierte Zielgruppen, wissenschaftliche Gesellschaften sowie für Forscher, Praktiker, Lehrende und Studierende. Die Versorgung von Wissenschaft, Lehre, Technik und Wirtschaft mit qualitativ hochwertigen Fachinformationen im Print- und Onlinebereich wird von uns in den unterschiedlichsten Formen gewährleistet: Zeitschriften, Bücher, Nachschlagewerke, Datenbanken, Portale und Dienstleistungen, insbesondere für Autoren und wissenschaftliche Gesellschaften.

Die in Deutschland ansässigen Aktivitäten von Wiley-VCH konzentrieren sich in großen Teilen im Organisationsbereich Research mit den Zeitschriften und Datenbanken der naturwissenschaftlichen, technischen und medizinischen Themengebiete. Der Bereich Academic Publishing (APL) ist vertreten mit Büchern und Nachschlagewerken auch zu Themen in der berufsbegleitenden Weiterbildung. Schwerpunkte von Research bei Wiley-VCH sind Chemie, Physik, Lebens- und Materialwissenschaften. Der Bereich Professional Learning (PL) bedient die Bereiche Finanzen, Management und Informationstechnologie, aber auch die allgemeine Weiterbildung mit der "...für Dummies"-Reihe.

Als die für die Geschäftsführung bedeutsamsten finanziellen Leistungsindikatoren werden die Umsatzerlöse und das Betriebsergebnis (Gesamtleistung abzüglich Material- und Personalaufwand) vor Abschreibungen betrachtet.

WIRTSCHAFTSBERICHT

Wirtschaftliches Umfeld

Insgesamt ist das wirtschaftliche Umfeld über alle Geschäftsfelder stabil; um Umsatzwachstum zu generieren ist es jedoch notwendig, neue Geschäftsmodelle und Services zu entwickeln und anzubieten. Weltweit steigt die Zahl der Menschen mit abgeschlossener Tertiärausbildung und die Investitionen in Forschung und Technik steigen auf globaler Basis. Diese Entwicklungen stärken unsere Geschäftsfelder und bieten für die Wiley-VCH GmbH eine hervorragende langfristige Perspektive.

Im Geschäftsjahr 2023/2024 konnten alle Bereiche des Unternehmens nun wieder unter Voraussetzungen wirtschaften, wie dies vor der Covid19 Pandemie der Fall war. Insgesamt hat diese Krise die Digitalisierung in Gesellschaft, Lehre und Forschung beschleunigt. Dies kommt unserer langfristigen Strategie sehr entgegen. Allerdings bestimmten auch im Geschäftsjahr 2023/2024 eine schwache Konjunkturlage, im Zusammenspiel mit Energiekrise und Ukraine-Krieg die wirtschaftlichen Rahmendaten für das laufende Geschäftsjahr.

Unser längerfristigen Konjunkturzyklen unterliegendes, international ausgerichtetes Abonnement-, Open-Access- und Lizenzzeitschriftengeschäft konnte weiter ausgebaut werden. Dies unterstreicht die inhaltliche Qualität und Positionierung unserer Produkte. Dieses Geschäftsmodell bewegt sich seit dem Jahr 2019 immer stärker und gezielt in Richtung Open Access. Ein erster Schritt in diese Richtung ist dem Unternehmen mit besonderer Bedeutung für den Standort Deutschland gelungen: Mit den gesamten deutschen und staatlich geförderten Forschungseinrichtungen, die sich in einem Konsortium unter der Marke "Projekt DEAL" zusammengeschlossen haben, hat Wiley-VCH eine vertragliche Einigung erzielt, die den am Konsortium beteiligten Institutionen die wissenschaftlichen Publikationen des Verlags bis zurück ins Jahr 1997 zur Verfügung stellt. Forscher der beteiligten Institute haben die Möglichkeit, Artikel in Wiley-Zeitschriften zu veröffentlichen, die im Rahmen des Open-Access-Ansatzes frei zugänglich sind. Die Zahlung der entsprechenden Publikationsgebühren erfolgt über die administrative Infrastruktur von Projekt DEAL. Dieser Vertrag eröffnet dem Verlag gute Chancen der weiteren Marktentwicklung und sichert die zugehörigen Umsätze bis Ende 2028. Am 17. November 2023 wurde ein Vertrag für eine weitere 5-Jahresperiode unterzeichnet. Projekt Deal hat signifikante Auswirkungen auf unser Kerngeschäft, daher stehen die Geschäftsleitung sowie lokale und globale Führungskräfte in regelmäßigem Austausch mit den Vertragsparteien (HRK, Allianz der Wissenschaften, Wissenschaftsrat, Max Planck Gesellschaft).

Geschäftsverlauf

Im Berichtszeitraum vom 1. Mai 2023 bis 30. April 2024 stieg der Umsatz um 5,8% (TEUR 8.528) im Vergleich zum Vorjahresniveau.

Die Umsatzerlöse entwickelten sich im Vorjahresvergleich von TEUR 146.641 auf TEUR 155.169. Hiervon entfallen TEUR 137.649 (Vorjahr TEUR 128.788) auf den Bereich der Zeitschriften (inklusive Open-Access Erlösen) und TEUR 17.520 (Vorjahr TEUR 17.853) auf die Sparte Buchwerke.

Die Umsatzrückgänge bei den Erlösen aus Zeitschriften-Abonnements und den Bucherlösen konnten durch deutliche Umsatzsteigerungen bei den Open Access Erlösen kompensiert werden.

Zeitschriften

Das Geschäftsjahr 2023/2024 ist für den Zeitschriftenbereich wieder erfolgreich verlaufen. Die Zeitschriften, die hauptsächlich aus dem Fachgebiet der physikalischen Naturwissenschaften (Chemie, Physik, Materialwissenschaften) kommen, verzeichneten ein starkes Wachstum an publizierten Artikeln und bauten damit ihre herausragende Stellung im Wettbewerb aus. Darüber hinaus konnten die Nutzungs- und Downloadzahlen in der Wiley Online Library (https://onlinelibrary.wiley.com/) bei fast allen Zeitschriften im Vergleich zum Vorjahr deutlich gesteigert werden.

Der Wandel hin zu Open Access im wissenschaftlichen Publikationswesen hat sich weiter verstärkt. Mittlerweile werden über 88% aller Artikel aus Deutschland Open Access publiziert. Dies ist eine erfreuliche Konsequenz der durch Projekt DEAL geschaffenen Rahmenbedingungen. Der damit einhergehende Rückgang der Subskriptionserlöse wird durch das starke Wachstum der Open-Access-Erlöse kompensiert, so dass insgesamt die Erlöse im Zeitschriftenbereich gestiegen sind.

Die positive Entwicklung der Zeitschriften Angewandte Chemie, Advanced Materials und Advanced Science spiegelt den Erfolg dieses Bereichs wider. Diese Zeitschriften nehmen in ihren jeweiligen Fachgebieten weltweit führende Positionen ein und liegen mit exzellenten Impact Faktoren von 16,1, 27,4 bzw. 14,3 (nach Journal Citation Reports, Clarivate) jeweils in den oberen 10% aller vergleichbaren Zeitschriften. Mit einem unserem wichtigsten Gesellschaftspartner, der Gesellschaft Deutscher Chemiker, hat Wiley-VCH GmbH im Geschäftsjahr 2023/2024 vielfältige Maßnahmen initiiert, um die erfolgreichen Fachzeitschriften noch weiter zu stärken und die globale Sichtbarkeit zu erhöhen.

Buchwerke

In diesem Segment verteilen sich die Umsatzerlöse auf die Bereiche digitale Bücher/E-Books (TEUR 4.404; Vorjahr TEUR 4.167) sowie auf den Bereich des gedruckten Buchs (TEUR 13.116; Vorjahr TEUR 13.686).

Im Bereich der E-Books von Wiley-VCH und Wiley konnten wir den starken Rückgang des vergangenen Jahres bremsen und liegen mit 5,7% über dem Vorjahr.

Bei den gedruckten Büchern war ein leichter Rückgang von 4,2% zu verzeichnen. Die Umsätze mit unserem wichtigsten Kunden Amazon haben sich stabilisiert.

Diese Umsatzentwicklung entspricht dem sich seit Jahren abzeichnenden Trend, weg von den Printmedien hin zu den digitalen Medien.

Überblick über das Geschäftsjahr / Darstellung der Lage

Ertragslage

Die Umsatzerlöse zeigen eine Steigerung um 5,8% auf TEUR 155.169 (Vorjahr TEUR 146.641). Wir liegen damit im höheren Bereich unserer Erwartungen. Der Umsatz ist zum größten Teil auf die erfreuliche Entwicklung bei unserem Open Access Angebot zurückzuführen. Durch zunehmenden Wandel zu digitalen Produkten haben sich die Materialaufwendungen auf TEUR 41.627 (Vorjahr TEUR 44.285) verringert. Die Abschreibungen haben sich geringfügig auf TEUR 31.521 (Vorjahr TEUR 31.423) erhöht. Die Personalaufwendungen sind aufgrund des Abbaus von Mitarbeitenden gegenüber dem Vorjahr um TEUR 1.553 auf TEUR 32.568 zurückgegangen.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen betreffen insbesondere Aufwendungen für Versand und Lager, Mieten und sonstige Raumkosten, Aufwendungen für Werbung, Prüfungs- und Beratungskosten, Kursverluste sowie Aufwendungen für IT-Beratung. Insgesamt verzeichneten die sonstigen betrieblichen Aufwendungen einen Rückgang von TEUR 11.978 auf TEUR 11.777.

Die Erträge aus Beteiligungen sind mit TEUR 749 nahezu unverändert. Das negative Zinsergebnis hat sich, wegen Darlehenstilgungen innerhalb der Konzerngruppe, gegenüber dem Vorjahr von TEUR 10.887 auf TEUR 9.710 verbessert.

Der Jahresüberschuss hat sich gegenüber dem Vorjahr um TEUR 10.569 auf TEUR 12.620 erhöht.

Vermögenslage

Das Anlagevermögen wird zu 12,3% (Vorjahr 8,1%) durch das Eigenkapital finanziert. Unter Hinzurechnung der bei wirtschaftlicher Betrachtung langfristig zur Verfügung stehenden Fremdmittel (Pensionsrückstellungen) wird das Anlagevermögen zu rd. 22,1% (Vorjahr 17,2%) langfristig finanziert.

Die Bilanzsumme hat sich von TEUR 463.602 im Vorjahr um TEUR 66.647 auf TEUR 396.955 verringert. Das Anlagevermögen, das 93,9% (Vorjahr 87,7%) der Bilanzsumme ausmacht, hat sich durch planmäßige Abschreibungen von TEUR 406.628 auf TEUR 372.615 reduziert. Das Umlaufvermögen hat sich um TEUR 32.617 vermindert, was im Wesentlichen aus dem Rückgang der Forderungen gegen verbundene Unternehmen um TEUR 35.866 auf T€ 10.807 resultiert. Hierbei handelt es sich ausschließlich um Forderungen aus Lieferungen und Leistungen. Gegen die Gesellschafterin gibt es keine Forderungen oder Verbindlichkeiten. Die flüssigen Mittel haben sich um TEUR 433 von TEUR 2.665 auf TEUR 3.098 erhöht.

Das Eigenkapital hat sich aufgrund des erzielten Jahresüberschusses von TEUR 33.067 auf TEUR 45.688 erhöht. Die Relation des Eigenkapitals zur Bilanzsumme erhöhte sich, durch die Verringerung der Bilanzsumme und Erhöhung des Eigenkapitals, auf 11,5% (Vorjahr 7,1%).

Zum Bilanzstichtag bestehen Rückstellungen in Höhe von TEUR 62.615, was einer Erhöhung zum Vorjahr um TEUR 6.100 entspricht. Die Pensionsrückstellungen haben sich dabei von TEUR 36.692 auf TEUR 36.532 verringert. Die Steuerrückstellungen erhöhten sich um TEUR 5.467 auf TEUR 9.524, ebenso erhöhten sich die sonstigen Rückstellungen um TEUR 236 auf TEUR 16.002. Die Erhöhung der sonstigen Rückstellungen ist insbesondere auf höhere Bonusrückstellungen und höhere Rückstellungen für Abfindungen zurückzuführen. Der Anteil der Rückstellungen an der Bilanzsumme beträgt 15,6% (Vorjahr 12,2%).

Die Gesellschaft hat zum Bilanzstichtag Verbindlichkeiten in Höhe von TEUR 281.685, was einem Rückgang um TEUR 84.642 im Vergleich zum Vorjahr entspricht. Dies ist im Wesentlichen mit TEUR 62.964 auf geringere Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen zurückzuführen, die fast ausschließlich den tilgungsbedingten Rückgang eines Darlehen gegenüber einer Hongkonger Schwestergesellschaft betreffen. Daneben haben sich die erhaltenen Anzahlungen auf Bestellungen um TEUR 24.553 vermindert. Die ist auf die Veränderung unserer Geschäftsmodelle, nämlich von den Abo-Modellen hin zu den Open Access-Modellen, und damit auf geänderte Abrechnungsverfahren zurückzuführen.

Die Verbindlichkeiten machen insgesamt 71% (im Vorjahr 79%) an der Bilanzsumme aus.

Finanzlage

Die Gesellschaft verfügt über flüssige Mittel von TEUR 3.098 (Vorjahr TEUR 2.665) sowie die Möglichkeit, aus der Einbindung in die globale Finanzierung des Wiley-Konzerns auf kurzfristige Darlehen zurückgreifen zu können.

Gesamtaussage

Die Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft ist weiterhin stabil.

Personal

Die Mitarbeitenden unseres Verlags sind eine unserer wichtigsten Ressourcen. An allen unseren Standorten haben wir Mitarbeitende, die mit einer hervorragenden Ausbildung, inspirierender Motivation und hoher Loyalität zum Erfolg dieser Gesellschaft beitragen. Bei der Wiley-VCH GmbH waren an den Standorten Weinheim und Berlin im Geschäftsjahr 2022/2023 durchschnittlich ca. 408 Mitarbeitende beschäftigt. Im Geschäftsjahr 2023/2024 hat sich die durchschnittliche Anzahl der Mitarbeitenden auf 384 verringert.

CHANCEN- UND RISIKOBERICHT

Risiken und Chancen

Die Überwachung und Steuerung von Risiken ist bei der Gesellschaft ein wichtiger Bestandteil der Führungsinstrumente. Die Aufrechterhaltung eines leistungsfähigen Risikofrüherkennungssystems im Sinne von § 91 Abs. 2 AktG war auch im Geschäftsjahr 2023/2024 weiterhin gegeben. Darüber hinaus hat die Geschäftsführung im Rahmen der Erstellung des Jahresabschlusses zum 30. April 2024 das interne Kontrollsystem aller Prozesse mit wesentlicher Auswirkung auf den Jahresabschluss einer nach der Section 404 des Sarbanes-Oxley Acts geforderten Effizienzprüfung unterzogen. Durch das bei der Wiley-VCH GmbH implementierte Kontrollsystem sind alle, von der Gesellschaft erkannten Finanzrisiken, die durch sachfremdes oder gegebenenfalls kriminelles Handeln auftreten können, einer permanenten Kontrolle durch verantwortliche Führungskräfte und Mitarbeitende unterworfen.

Durch das Risikofrüherkennungs- und Managementsystem der Gesellschaft soll sichergestellt werden, dass die bestehenden Risiken erfasst, analysiert, bewertet, überwacht und gesteuert werden können. Das Management von Wiley-VCH besteht aus Verantwortlichen für Funktionen wie Verkauf, Personal, Recht, Informationstechnologie und Finanzen, Facilities sowie den Bereichsleitern für die Bereiche Research, Education Publishing, Professional Learning, Corporate Sales und dem Verlag Ernst & Sohn GmbH, Berlin. Dieses Local Management Team trifft sich einmal im Monat mit den Geschäftsführern der Wiley-VCH GmbH, um alle Aspekte des Geschäftsverlaufs zu besprechen. Das regelmäßige Local Management Meeting dient auch zur Weitergabe und Diskussion von Informationen aus den globalen Senior Leader Meetings bzw. dient zur Identifikation von lokalen Themen, die durch die Geschäftsführung an die globalen Gremien adressiert werden. Des Weiteren gibt es monatliche Meetings in einer kleineren Gruppe von Vertretern des Local Management Teams, die sich mit administrativen und finanziellen Themen auseinandersetzt. Diese Management-Meetings, unter Hinzuziehung der nächsten Leitungsebene, haben die Aufgabe, u. a. das Risikopotenzial einzelner Geschäfte zu beobachten und den laufenden Geschäftsbetrieb zu gewährleisten. Über jede Entscheidung von einer gewissen Tragweite oder Wesentlichkeit wird die Geschäftsführung in Kenntnis gesetzt und gegebenenfalls um Genehmigung gebeten. Dies ist gemäß unseren internen Richtlinien erforderlich.

Die Risikofelder, mit denen wir uns im Rahmen unseres Risikomanagements beschäftigen, sind entlang der Zuständig- und Verantwortlichkeiten der Local Manager definiert. Darüber hinaus gibt es Instrumente des Risikomanagements, die von unserer Muttergesellschaft vorgegeben sind. Hier sind u. a. der jährliche IT- und Finance Audit, unser Business Continuity and Recovery Plan sowie die Quartalsberichterstattung und -Business Review zu nennen. Darüber hinaus findet quartalsweise ein Finanzmeeting mit der Geschäftsführung statt, bei dem Analysen der Bilanz und GuV-Zahlen im Vergleich zu Vorjahresmonat und Vorjahresende besprochen werden.

Folgende wesentliche Risiken und Chancen in absteigender Reihenfolge sortiert nach ihrer Bedeutung für die Gesellschaft haben wir in der Wiley-VCH GmbH erkannt:

Rechtsrisiken

Im Geschäftsjahr 2015/2016 erging eine weitreichende höchstrichterliche Entscheidung des Bundesgerichtshofs (BGH) zur Beteiligung von Verlagen an Ausschüttungen von Verwertungsgesellschaften, mit deren Auswirkungen wir uns auseinandersetzen müssen. Im sog. "VG-Wort-Urteil" hat der BGH entschieden, dass die seit Jahrzehnten geltenden Verteilungspläne der VG Wort rechtswidrig sind. Es ist danach unzulässig, wenn Verwertungsgesellschaften bei den an Urheber erfolgenden Ausschüttungen für sog. gesetzliche Vergütungsansprüche einen pauschalen Abzug zugunsten von Verlagen vornehmen. Vielmehr haben die Verwertungsgesellschaften ihre Einnahmen ausschließlich an die Inhaber der von ihr wahrgenommenen Rechte auszukehren.

Das bislang auch an die Verlage ausgeschüttete Geld steht daher nach aktueller Rechtslage wenigstens größtenteils den Urhebern der Werke zu. Im Jahr 2019 wurde nun auf europäischer Ebene eine neue gesetzliche Grundlage geschaffen, um die Verlage wieder an den Ausschüttungen der Verwertungsgesellschaften zu beteiligen. Diese wurde mit Wirkung zum Juli 2021 in nationales Recht überführt. Das System METIS für die Teilnahme an den digitalen Vergütungen der VG Wort wurde zu Beginn des Kalenderjahres 2020 eingeführt. Erste Ausschüttungen erfolgten im Herbst 2023. Somit ist nun eine regelhafte Teilnahme von Wiley-VCH an diesen Ausschüttungen gewährleistet.

Ein weiteres Rechtsrisiko ergibt sich aus den digitalen Semesterapparaten an Hochschulen (§§ 60a, 60c UrhG). Diese urheberrechtliche Schranke erlaubt privilegierten Einrichtungen (Hochschulen) signifikante Anteile aus Lehrbüchern zu scannen und diese den Studierenden in Form von Semesterapparaten zur Verfügung zu stellen. Seit Einführung dieser gesetzlichen Regelung wurde zwischen KMK und VGWort keine Einigung über die Zahlungen für die vergütungspflichtige Nutzung unter der Schrankenregelung erzielt. Somit erfährt Wiley-VCH einen doppelten finanziellen Schaden (Erosion des Lehrbuchgeschäftes und fehlende Vergütung durch die VGWort).

Als weiteres Risiko für unser Unternehmen ist die immer noch wachsende Zunahme von illegalen Downloads unserer Verlagsprodukte im Internet zu nennen. Um diese Risiken zu minimieren, setzt Wiley-VCH nach wie vor auf einen Strategiemix seiner Produkte (s. zunehmende Bedeutung des Open Access Geschäftsmodells). Weiterhin engagiert sich Wiley-VCH aktiv in der Bekämpfung der Internet-Piraterie. Dies erfolgt in Zusammenarbeit mit anderen internationalen Verlagen.

Dieses Risiko stufen wir als moderat ein.

Marktrisiken

Die Anforderungen der institutionellen Kundengruppen erfordern weiterhin zunehmende Investitionen in unser Produktportfolio, besonders im Hinblick auf die Bereitstellung und die ständige Erweiterung des Angebotes von Online-Inhalten, Datenbanken und digitalen Geschäftsmodellen. Unser Angebot an Zeitschriften wird durch kontinuierliche Investitionen in die technologische Infrastruktur, in unseren Service an unsere Kunden und durch vielfältige Angebote gesteuert mit dem Ziel, die Migration hin zu den elektronischen Formaten weiter voranzutreiben. Hier ist der Wechsel unserer digitalen Infrastruktur für "Wiley Online Library" zu erwähnen, diese basiert seit dem Jahr 2018 auf der marktführenden Technologie der Firma ATYPON. Hier erfolgen jährliche und zukunftssichernde Investitionen. Parallel erfolgt eine ständige Durchleuchtung unserer Kosten, mit dem Ziel, Einsparpotenziale zu realisieren. Die Erschließung neuer (geographischer) Märkte wird ebenfalls immer wichtiger (z. B. durch Investitionen in China). Wiley-VCH bietet zunehmend und erfolgreich Produkte im Open-Access-Bereich an (siehe Kommentar zu Projekt DEAL). In diesem Kontext erfolgten auch erhebliche Investitionen in die administrativen Systeme: in den Open Access Geschäftsmodellen erfolgt eine Artikel-basierte Rechnungstellung, welche deutlich aufwändiger in der Verwaltung ist als jährliche Subskriptions-Fakturen an die institutionellen Kunden.

Die Entwicklung zum elektronischen Buch hat sich erheblich beschleunigt und stellt vielfältige neue Herausforderungen für die Verlagsbranche dar. Mit allen wesentlichen Anbietern von E-Book-Plattformen haben wir entsprechende Vertriebs- und Marketingvereinbarungen getroffen.

Dieses Risiko stufen wir als moderat ein.

Vertragsrisiken

Viele der von uns verlegten wissenschaftlichen Zeitschriften gehören wissenschaftlichen Gesellschaften, mit denen langfristige Verträge abgeschlossen sind. Die Gefahr von kurzfristigen Kündigungen ist hier kaum gegeben. Unsere In-house-Redaktionen stehen in ständigem engem Kontakt mit den wissenschaftlichen Gesellschaften und unseren Partnern. Darüber hinaus gewährleisten Editorial-Board, Kuratoriums-, Beiratssitzungen und Symposien eine enge und vertrauensvolle Zusammenarbeit.

Dieses Risiko stufen wir als moderat ein.

Finanzrisiken

Insbesondere Zahlungsausfälle durch Konkurse oder Geschäftsaufgaben von Kunden sind hier zu bewältigen. Für den deutschsprachigen Buchhandel wird über die Buchhändler-Abrechnungsgesellschaft mbH, Frankfurt am Main, abgerechnet; hier sind auch die Delkredererisiken abgedeckt. International sind wir in das diesbezügliche Management der Muttergesellschaft einbezogen.

Mit der einhergehenden Digitalisierung unseres Geschäftsumfeldes nimmt das potenzielle Risiko "Piraterie" weiterhin zu. Dieses Risiko wird aktiv angegangen und Wiley-VCH arbeitet gemeinsam mit anderen Verlagen an Lösungsansätzen zur Risikobegrenzung.

Bestandsgefährdende Risiken und Risiken mit besonderem Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage sind derzeit nicht ersichtlich; die Unternehmensfortführung ist daher nicht gefährdet.

Dieses Risiko stufen wir als moderat ein.

Chancen

Als Tochterunternehmen der John Wiley & Sons Inc., Hoboken, USA, ist die Wiley-VCH GmbH in einen finanzstarken Konzern eingebunden. Wir sind Teil einer seit jeher international agierenden Verlagsgruppe mit über 200-jähriger Firmentradition.

Die John Wiley & Sons-Gruppe ist global mit Standorten auf allen Kontinenten der Welt sehr gut aufgestellt. Die Firma ist in einer Matrix organisiert, somit sind die einzelnen Bereiche eng verzahnt und können schnell auf die Anforderungen unserer Märkte reagieren, das stärkt den Standort in Deutschland im Wettbewerb. Unsere interne Organisationsstruktur gewährleistet, dass Wiley-VCH im Konzernverbund Einfluss nehmen kann und unsere für den deutschsprachigen Raum wichtigen Anforderungen erfüllt werden. Auch die Belange unserer Herausgeber, Autoren und Kunden finden in den unterschiedlichen globalen Gremien Berücksichtigung. Die gute wirtschaftliche Ertragskraft der deutschen Verlagsgruppe im Wiley-Konzern ist ein Indiz für die erfolgreiche Umsetzung unserer Strategien.

Als weltweit erfolgreicher Konzern verfügt die Wiley-Gruppe über die notwendigen finanziellen Mittel, um in der sich stetig verändernden Verlagsbranche in die Zukunft investieren zu können. Auf dieser Basis sehen wir folgende Chancen:

Vervollständigung unseres Portfolios durch Akquisitionen und Kooperationen,

Weiter- und Neuentwicklung von elektronischen Produkten,

Umsetzung neuer, auf die Veränderungen der Märkte zugeschnittener Vertriebsmodelle,

weiterer Ausbau des Geschäftsfeldes Open Access,

weitere Standardisierung von Abläufen zur Produktivitätssteigerung,

Investition in verbesserte, globale Softwarelösungen,

Ausbau unserer Kunden- und Autorenservices,

ständige Weiterentwicklung einer zukunftsweisenden, sich vom Wettbewerb abhebenden Präsenz im Internet und in den sozialen Medien.

Die Wiley-VCH GmbH hat langfristige Verträge mit vielen wissenschaftlichen Gesellschaften Europas und Asiens abgeschlossen. Innerhalb der Scientific Community genießen wir einen ausgezeichneten Ruf als kompetenter Partner wissenschaftlicher Gesellschaften.

Die Mitarbeitenden von Wiley-VCH in den wissenschaftlichen Redaktionen und Lektoraten stammen aus dreißig verschiedenen Ländern der Welt und haben überwiegend eine akademische Ausbildung in dem Fachbereich, in dem sie bei uns tätig sind. Auf diese Weise gewährleisten wir das hohe Niveau unserer verlegerischen Arbeit, binden unsere wichtigen Geschäftspartner an uns und können auch in Zukunft die Relevanz unserer Produkte und unsere qualitätssichernde Verlagsarbeit garantieren.

Diese Chancen stufen wir als moderat ein.

PROGNOSEBERICHT/ AUSBLICK

Die Entwicklung des Geschäftsjahres 2023/2024 hat den Trend der Entwicklungen der vorausgegangenen Jahre fortgesetzt. Besondere Wachstums- und strategische Impulse entstehen im Zusammenhang mit der Weiterentwicklung elektronischer Produkte und des Wachsens des Open Access Geschäftsfeldes. Für die Impact-Faktoren unserer Zeitschriften erwarten wir auch für die Zukunft eine weitere Verbesserung der wettbewerblichen Situation in Bezug auf Qualität, Reputation und Zahl der Einreichungen. Auf Basis dieser Verbesserungen unserer Wettbewerbspositionen sehen wir bei den Zeitschriftenumsätzen eine weiterhin stabile Entwicklung auf dem Niveau der Vorjahre. Der Wiley-Konzern hat vorsorglich seine Open-Access-Geschäftsmodelle bereits erheblich ausgebaut und wird dies auch in Zukunft weiterhin tun.

Den zunehmenden Trend von gedruckten zu elektronischen Büchern begleiten wir offensiv und richten bereits unsere Geschäftsaktivitäten und Geschäftsprozesse entsprechend aus.

Für die Folgejahre werden wir verstärkt auch bei den Novitäten auf Print on Demand setzen, um das Umlaufvermögen im Printlager massiv einzugrenzen und die Abschreibungsrisiken zu reduzieren. In diesem Zusammenhang wurden im Geschäftsjahr auch wichtige Entscheidungen für künftige Partner im Bereich der Verlagsauslieferung sowie Print on Demand getroffen. Diese Überlegungen stehen in enger Abstimmung mit der globalen Organisation und den globalen Projekten zur Prozessoptimierung.

Da das neue Urheberrecht den Gebrauch von Lernmaterialien in Universitäten und Schulen im Rahmen von Urheberrechtsschranken erleichtert und parallel neue Verhaltensmuster der Informationskonsumption sich von Print zu Digital verschieben, sind wir als Verlag mit sichtbarem Print-Anteil weiter gefordert, neue Trends und neue Themen schneller zu erkennen und zu publizieren sowie neue Geschäftsmodelle durch Lizenzvergabe zu testen.

Bei Wiley-VCH erwarten wir im Bereich Research weiterhin ein moderates Umsatzwachstum gegenüber den Vorjahren. Im Buchbereich (Education Publishing) sinkt der Umsatz leicht durch den Verkauf von Print-Produkten in unserem eigenen Markt. Obwohl ein deutlich stärkerer Anstieg der elektronischen Umsätze sowie der Verkäufe in andere Märkte festzustellen ist, erwarten wir keine langfristige Kompensierung für das Print-Geschäft.

Im Geschäftsjahr 2023/2024 haben wir unser veraltetes Fakturierungsprogramm Software 21 erfolgreich durch eine neue Vertriebspartnerschaft abgelöst. Im Rahmen dieser operativen Änderung werden wir die Verlagsauslieferung an den Dienstleister Zeitfracht in Deutschland übergeben (dies erfolgte im Mai 2024). Mit dieser Umstellung werden nun Kundenbestellungen für Wiley-VCH- und Ernst & Sohn (E&S)-Titel direkt vom Dienstleister entgegengenommen und bearbeitet. Diese Full-Service-Partnerschaft umfasst Auftragsabwicklung, Vertrieb, Auslieferung, Kundendienst, Mahnverfahren usw. Die Kunden werden sich mit Zeitfracht in Verbindung setzen, die den Service im Namen von Wiley-VCH erbringen werden. Wiley-VCH verspricht sich von dieser Änderung eine wesentlich schnellere Belieferung der Kunden im deutschsprachigen Markt.

Bezüglich des Vertriebs von Wiley-VCH-Titeln außerhalb des GSAL Markts wird eine entsprechende Vereinbarung mit den verbundenen Wiley-Unternehmen erstellt.

Insgesamt erwarten wir bei der Wiley-VCH GmbH für die kommenden Geschäftsjahre moderat steigende Umsatzerlöse und weiterhin stabile Betriebsergebnisse vor Abschreibungen.

Wenn sich die Annahmen hinsichtlich der zukünftigen wirtschaftlichen Entwicklungen wesentlich verändern, können die tatsächlichen Ergebnisse von den obigen Erwartungen über die zukünftige Geschäftsentwicklung abweichen.

Der Wiley-Konzern befindet sich nach wie vor in einem sich stark ändernden Umfeld. Daher gibt es weiterhin globale Restrukturierungsprogramme, die sich auch auf den Standort Deutschland auswirken werden. Weitere, noch nicht abgeschlossene Veränderungen werden das Unternehmen auch in den kommenden Geschäftsjahren begleiten. Das damit verbundene "Outsourcing" einiger Supportfunktionen sowie die Konsolidierung von Supportfunktionen auf wenige Service Center werden weiterhin untersucht. Mit solchen Änderungsmaßnahmen sind Kostenvorteile, aber auch operative Risiken verbunden. Das Management kontrolliert die Auswirkungen der Maßnahmen kontinuierlich und zeitnah, um potenziell entstehende Risiken einzugrenzen.

 

Weinheim, den 24. Februar 2025

Wiley-VCH GmbH

Dr. Guido F. Herrmann, Geschäftsführer

Bilanz zum 30. April 2024

Aktiva

30.04.2024
T€
30.04.2023
T€
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 40.354 41.882
2. Geschäfts- oder Firmernwert 313.357 341.843
353.711 383.725
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 6.843 7.488
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.011 2.306
8.854 9.794
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 2.050 2.050
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 8.000 11.059
10.050 13.109
372.615 406.628
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 12 14
2. Unfertige Erzeugnisse 347 255
3. Fertige Erzeugnisse 3.175 3.738
4. Geleistete Anzahlungen 0 1
3.534 4.008
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 5.803 3.321
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 10.807 46.673
3. Sonstige Vermögensgegenstände 1.062 254
17.672 50.248
III. Guthaben bei Kreditinstituten 3.098 2.665
24.304 56.921
C. Rechnungsabgrenzungsposten 36 53
396.955 463.602

Passiva

30.04.2024
T€
30.04.2023
T€
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 5.624 5.624
II. Kapitalrücklage 35.421 35.421
III. Verlustvortrag -7.977 -10.029
IV. Jahresüberschuss 12.620 2.051
45.688 33.067
B. Rückstellungen
1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 36.532 36.692
2. Steuerrückstellungen 9.524 4.057
3. Sonstige Rückstellungen 16.002 15.766
62.058 56.515
C. Verbindlichkeiten
1. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 18.305 42.858
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 1.640 1.961
3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 258.271 321.235
4. Sonstige Verbindlichkeiten 3.469 273
(davon aus Steuern T€ 3.211; Vorjahr T€ 273)
281.685 366.327
D. Passive latente Steuern 7.524 7.693
396.955 463.602

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Mai 2023 bis 30. April 2024

01.05.2023 - 30.04.2024
T€
01.05.2022 - 30.04.2023
T€
1. Umsatzerlöse 155.169 146.641
2. Bestandsveränderungen -846 -454
3. Sonstige betriebliche Erträge 1.032 122
(davon aus der Währungsumrechnung T€ 88; Vorjahr T€ 122)
4. Materialaufwand
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren -12.042 -12.454
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen -29.585 -31.831
-41.627 -44.285
5. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter -27.075 -26.095
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung -5.493 -8.026
(davon für Altersversorgung T€ 726; Vorjahr T€ 2.411)
-32.568 -34.121
6. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen -31.521 -31.423
7. Sonstige betriebliche Aufwendungen -11.777 -11.978
(davon aus der Währungsumrechnung T€ 372; Vorjahr T€ 557)
8. Erträge aus Beteiligungen 749 718
(davon aus verbundenen Unternehmen T€ 749; Vorjahr T€ 718
9. Erträge aus Ausleihungen des Finanzanlagevermögens 824 816
(davon aus verbundenen Unternehmen T€ 824; Vorjahr T€ 816)
10. Erträge aus Gewinnabführungsverträgen 0 122
11. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 36 1
(davon aus der Abzinsung von Rückstellungen T€ 3; Vorjahr T€ 0)
12. Aufwendungen aus Gewinnabführungsverträgen -227 0
13. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -9.746 -10.888
(davon an verbundene Unternehmen T€ 9.131; Vorjahr T€ 10.238)
(davon aus der Aufzinsung T€ 466; Vorjahr T€ 537)
14. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -16.826 -13.124
(davon Ertrag aus der Veränderung bilanzierter latenter Steuern T€ 137; Vorjahr T€ 1.492)
15. Ergebnis nach Steuern 12.672 2.147
16. Sonstige Steuern -52 -96
17. Jahresüberschuss 12.620 2.051

Anhang für das Geschäftsjahr vom 1. Mai 2023 bis 30. April 2024

1. Allgemeine Hinweise

Der vorliegende Jahresabschluss wurde nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuchs (HGB) und des GmbH-Gesetzes in der jeweils aktuell gültigen Fassung aufgestellt.

Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren gemäß § 275 Abs. 2 HGB aufgestellt.

Die Gesellschaft ist eine große Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 Abs. 3 HGB.

Das Geschäftsjahr der Gesellschaft beginnt am 1. Mai eines jeden Jahres und endet am 30. April des Folgejahres.

Die Gesellschaft ist unter der Firma Wiley-VCH GmbH mit Sitz in Weinheim im Handelsregister des Amtsgerichts Mannheim unter der Nummer HRB 736569 eingetragen.

2. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden sind gegenüber dem Vorjahr im Wesentlichen unverändert.

Immaterielle Vermögensgegenstände

Erworbene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens sind zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten bilanziert und werden, sofern sie der Abnutzung unterliegen, entsprechend ihrer Nutzungsdauer um planmäßige Abschreibungen über eine betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer von vier, fünf bzw. 15 Jahren planmäßig vermindert.

Der Geschäfts- oder Firmenwert in Höhe von 313,4 Mio. EUR (Vorjahr 341,8 Mio. EUR) wird über 15 Jahre planmäßig abgeschrieben. Hierbei handelt es sich bei den wesentlichen Assets, die ursprünglich erworben wurden, um sehr langlebige Zeitschriftenrechte. Da wir der Überzeugung sind, dass wir diese Geschäfte auch in Zukunft stabil weiterbetreiben können, haben wir uns entschlossen, den Unternehmenswert über 15 Jahre abzuschreiben.

Sachanlagevermögen

Das Sachanlagevermögen ist zu Anschaffungskosten angesetzt und wird, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert.

Die Nutzungsdauer bei Gebäuden beträgt 50 Jahre bzw. 25 Jahre für den in 2002 bezogenen Neubau. Bei den anderen Anlagen sowie der Betriebs- und Geschäftsausstattung liegt die Nutzungsdauer zwischen drei und dreizehn Jahren. Die Gebäude werden linear abgeschrieben. Seit dem 1. Januar 2018 werden alle Vermögensgegenstände mit Anschaffungskosten von bis zu EUR 800,00 direkt in den Aufwand gebucht.

Finanzanlagen

Die Finanzanlagen werden zu Anschaffungskosten bilanziert. Bei voraussichtlich dauerhafter Wertminderung werden entsprechende Abschreibungen vorgenommen. Sofern die Gründe für die Wertminderung nicht mehr bestehen, erfolgt eine Zuschreibung, höchstens jedoch auf die historischen Anschaffungskosten.

Vorräte

Die Vorräte werden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten bzw. zu dem niedrigeren beizulegenden Wert am Abschlussstichtag angesetzt. Bei der Ermittlung der Herstellungskosten werden sowohl Material- und Fertigungseinzelkosten als auch Material- und Fertigungsgemeinkosten berücksichtigt. Der in den Verwaltungskosten enthaltene Anteil der Lektoratskosten wird angesetzt, die weiteren Verwaltungs- und Vertriebskosten bleiben außer Ansatz. Zinsen für Fremdkapital werden nicht angesetzt.

Unter Berücksichtigung der Verkaufserwartungen werden nur die absetzbaren Exemplare eines Titels bewertet. Bei der Bewertung der Erzeugnisse wird eine Lagerreichweite von längstens drei Jahren unterstellt.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zum Nennwert angesetzt, soweit nicht in Einzelfällen ein niedrigerer Wertansatz geboten ist.

Erkennbaren insolvenz- oder bonitätsbedingten Risiken bei Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wird durch Einzel- und Pauschalwertberichtigungen Rechnung getragen. Dazu werden die Nettoforderungsbestände um auf Erfahrungswerten der Vergangenheit basierenden Prozentsätze wertberichtigt. Diese Prozentsätze lagen zum 30. April 2024 in der Bandbreite von 0,83 % bis 13,49 %.

Forderungen und Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen werden bei Bestehen einer Aufrechnungslage im Sinne des § 387 BGB miteinander saldiert.

Aktiver Rechnungsabgrenzungsposten

Der aktive Rechnungsabgrenzungsposten wird in Höhe der bis zum Bilanzstichtag erfolgten Ausgaben, soweit sie Aufwand für bestimmte Zeiträume nach diesem Tag darstellen, angesetzt.

Eigenkapital

Das Stammkapital ist zum Nennwert angesetzt.

Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen

Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen werden nach der Anwartschaftsbarwertmethode unter Berücksichtigung eines Gehaltstrends von 3,0 % (Vorjahr 3,0 %) und eines Rententrends von 2,3 % (Vorjahr 2,3 %) bewertet. Bei der Bewertung der Pensionsverpflichtungen finden die Richttafeln 2018 G von Prof. Dr. Klaus Heubeck Anwendung. Die Pensionsrückstellungen werden in Anlehnung an die Vereinfachungsvorschrift gemäß § 253 Abs. 2 HGB mit dem von der Bundesbank veröffentlichten durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen zehn Geschäftsjahre für Restlaufzeiten von 15 Jahren (1,83 %; Vorjahr 1,80 %) abgezinst.

Steuerrückstellungen

Die Bewertung der Steuerrückstellungen erfolgte in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags.

Sonstige Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle ungewissen Verbindlichkeiten und drohenden Verluste aus schwebenden Geschäften. Sie sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags angesetzt. Bei der Rückstellungsbewertung werden künftige Preis- und Kostensteigerungen mit einbezogen. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurden mit einem der Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzins der vergangenen sieben Geschäftsjahre, der von der Deutsche Bundesbank veröffentlicht wird, abgezinst.

Die Jubiläumsrückstellung wird nach versicherungsmathematischen Berechnungsverfahren (Anwartschaftsbarwertmethode) sowie grundlegenden Annahmen der Berechnung gemäß den Richttafeln 2018 G von Prof. Dr. Klaus Heubeck bewertet. Dabei wird für die durchschnittliche Restlaufzeit der Verpflichtung ein fristenkongruenter durchschnittlicher Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre in Höhe von 1,52 % (Vorjahr 1,35 %) angewendet.

Verbindlichkeiten

Verbindlichkeiten sind mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt.

Auf fremde Währung lautende Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten

Auf fremde Währung lautende Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten werden gemäß § 256a HGB mit dem Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag umgerechnet. Langfristige Fremdwährungsforderungen bzw. Fremdwährungsverbindlichkeiten (mit einer Laufzeit über 12 Monate) werden mit dem Kurs am Buchungstag oder dem jeweils niedrigeren bzw. höheren Kurs am Bilanzstichtag bewertet.

Latente Steuern

Latente Steuern werden angesetzt, sofern zwischen den handelsrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten und ihren steuerlichen Wertansätzen Differenzen bestehen, die sich in späteren Geschäftsjahren voraussichtlich abbauen. Eine sich hieraus ergebende Steuerbelastung (passive latente Steuern) wird mit der sich ergebenden Steuerentlastung (aktive latente Steuern) verrechnet.

3. Erläuterungen zur Bilanz

Anlagevermögen

Die Entwicklung des Anlagevermögens ist dem Anlagenspiegel zu entnehmen.

Vorräte

30.04.2024
TEUR
30.04.2023
TEUR
Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 12 14
Unfertige Erzeugnisse 347 255
Fertige Erzeugnisse 3.175 3.738
Geleistete Anzahlungen 0 1
3.534 4.008

Wertberichtigungen zur Berücksichtigung des strengen Niederstwertprinzips und Reichweitenabschläge wurden in Höhe von TEUR 355 (Vorjahr TEUR 1.970) vorgenommen.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

30.04.2024
TEUR
30.04.2023
TEUR
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 5.803 3.321
Forderungen gegen verbundene Unternehmen 10.807 46.673
Sonstige Vermögensgegenstände 1.062 254
17.672 50.248

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände enthalten unverändert keine Forderungen gegen die Gesellschafterin. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen betreffen ausschließlich Forderungen aus Lieferungen und Leistungen. In den sonstigen Vermögensgegenständen sind hauptsächlich Honorarvorauszahlungen und Vorauszahlungen für Sozialversicherung enthalten.

Sämtliche Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände haben, wie im Vorjahr, eine Restlaufzeit von weniger als einem Jahr.

Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen

30.04.2024
TEUR
30.04.2023
TEUR
Zeitwert der Rückstellungsverpflichtung 36.982 37.142
Zeitwert des Deckungsvermögens -450 -450
36.532 36.692

Der Unterschiedsbetrag nach § 253 Abs. 6 Satz 1 HGB beträgt TEUR 63 und unterliegt keiner Ausschüttungssperre, da gemäß § 253 Abs. 6 Satz 2 HGB ausreichend frei verfügbare Rücklagen vorhanden sind. Der beizulegende Zeitwert des Deckungsvermögens entspricht dessen Anschaffungskosten.

Sonstige Rückstellungen

30.04.2024
TEUR
30.04.2023
TEUR
Verpflichtungen im Personalbereich 6.514 3.360
Bücherrücksendungen (Remissionen) 4.025 3.388
Ausstehende Honorare für Lizenzen/Pachten 3.784 4.256
Ausstehende Rechnungen 880 848
Sonstige übrige Rückstellungen 799 3.914
16.002 15.766

Der Anstieg der Verpflichtungen im Personalbereich betrifft im Wesentlichen die Mitarbeiterboni, Aufwendungen für Restrukturierungsprogramme und nicht genommenen Urlaub.

Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten enthalten unverändert keine Verbindlichkeiten gegenüber der Gesellschafterin. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen betreffen in Höhe von TEUR 253.933 (Vorjahr TEUR 319.802) eine Darlehensverbindlichkeit gegenüber einer Hongkonger Schwestergesellschaft sowie mit TEUR 4.338 (Vorjahr TEUR 1.433) Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen. Die sonstigen Verbindlichkeiten von TEUR 3.469 (Vorjahr TEUR 273) betreffen in Höhe von TEUR 2.997 (Vorjahr TEUR 194) Umsatzsteuerverbindlichkeiten.

Alle Verbindlichkeiten haben, wie im Vorjahr, eine Restlaufzeit von weniger als einem Jahr.

Latente Steuern

Temporäre Differenzen zwischen handelsrechtlichen und steuerlichen Wertansätzen bei Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten bestehen wie folgt:

Bilanzposten Latenz (aktiv/passiv) 01.05.2023
TEUR
Veränderung
TEUR
30.04.2024
TEUR
Immat. Vermögensgegenstände passiv -41.460 1.751 -39.709
Sachanlagen passiv -5.545 267 -5.278
Finanzanlagen passiv -142 1 -141
Rückstellungen aktiv 20.892 -1.441 19.451
Saldierung passiv -26.255 576 -25.677
Bilanzansatz
Passive latente Steuern -7.693 169 -7.524

Bei der Berechnung latenter Steuern wurde ein durchschnittlicher Steuersatz von 29,31% (15,83 % für Körperschaftsteuer/Solidaritätszuschlag und 13,48 % für Gewerbesteuer) zugrunde gelegt.

4. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Umsatzerlöse

Aufgliederung der Umsatzerlöse nach Sparten 01.05.2023 - 30.04.2024
TEUR
01.05.2022 - 30.04.2023
TEUR
Zeitschriften 137.649 128.788
Buchwerke 17.520 17.853
155.169 146.641
Aufgliederung der Umsatzerlöse nach Regionen 01.05.2023 - 30.04.2024
TEUR
01.05.2022 - 30.04.2023
TEUR
Inland 39.807 54.870
Ausland 115.362 91.771
155.169 146.641

Bestandsveränderung

Die Bestandsveränderung zeigt eine Bestandsverminderung in Höhe von TEUR 846 (im Vorjahr TEUR 454).

Zinsen und ähnliche Aufwendungen

In den Zinsaufwendungen sind TEUR 466 (im Vorjahr TEUR 537) für die Aufzinsung der Pensions- und Jubiläumsrückstellung enthalten.

5. Sonstige Angaben

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

30.04.2024
TEUR
30.04.2023
TEUR
Restlaufzeit kleiner 1 Jahr 1.287 1.217
Restlaufzeit größer 1 Jahr 2.458 2.092
(davon Restlaufzeit größer 5 Jahre) (-) (-)
3.745 3.309

Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen bestehen hauptsächlich aus Mietverbindlichkeiten für das Büro in Berlin und aus Leasingverträgen für Firmenwagen.

Angaben zum Anteilsbesitz gemäß § 285 Nr. 11 HGB

Name und Sitz der Gesellschaft Beteiligungquote
%
Eigenkapital
TEUR
Ergebnisabführungsvertrag Ergebnis (vor EAV)
TEUR
Inland
Ernst & Sohn GmbH, Berlin 1 100,0 1.498 Ja -227
Atypon GmbH, Berlin 1 100,0 17 Ja 0
Ausland
Wiley-VHCA AG, Zürich, Schweiz 1/2 100,0 1.982 Nein 364

1 Alle Angaben beziehen sich auf den 30. April 2024

2 Fremdwährungswerte wurden zum Stichtag 30.04.2024 bewertet.

Mitarbeitende

Im Durchschnitt waren 384 Mitarbeitende (im Vorjahr 408 Mitarbeitende) bei der Wiley-VCH beschäftigt. Dabei handelt es sich ausschließlich um Angestellte.

Geschäftsführung

 

Dr. Guido F. Herrmann

Senior Vice President, Partner Solutions/Research; Managing Director, Stuttgart

 

Sabine Haag (bis 31. März 2024)

Vice President, People Business Partner & Operations, Managing Director, Mannheim

Es wird von der Schutzklausel des § 286 Abs. 4 HGB Gebrauch gemacht und auf die Angabe der Geschäftsführervergütung verzichtet.

Konzernverhältnisse

Der Jahresabschluss wird in den nach US-amerikanischen Rechnungslegungsgrundsätzen (US-GAAP) erstellten Konzernabschluss der John Wiley & Sons Inc., New York, USA, Konzernabschluss, einbezogen, die den Konzernabschluss für den kleinsten und größten Kreis von Unternehmen aufstellt. Der Konzernabschluss kann auf der Homepage der SEC (Securities and Exchange Commission) eingesehen werden.

Der Konzernabschluss der John Wiley & Sons Inc. wurde als befreiender Konzernabschluss gemäß § 292 HGB im Handelsregister veröffentlicht. Somit entfällt für die Wiley-VCH GmbH die Verpflichtung, einen eigenen Konzernabschluss aufstellen zu müssen.

Honorar des Abschlussprüfers

Das für das Geschäftsjahr vom 1. Mai 2023 bis 30. April 2024 berechnete Gesamthonorar des Abschlussprüfers beträgt TEUR 212 und betrifft ausschließlich Abschlussprüfungsleistungen.

Ergebnisverwendungsvorschlag

Es wird vorgeschlagen, den Jahresüberschuss auf neue Rechnung vorzutragen.

 

Weinheim, den 24. Februar 2025

Wiley-VCH GmbH

Dr. Guido F. Herrmann, Geschäftsführer

Entwicklung des Anlagevermögens vom 1. Mai 2023 bis 30. April 2024

Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten
01.05.2023
Zugänge
Abgänge
30.04.2024
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 57.573.741,52 30.000,00 0,00 57.603.741,52
2. Geschäfts- oder Firmenwert 427.286.832,11 0,00 0,00 427.286.832,11
484.860.573,63 30.000,00 0,00 484.890.573,63
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich Bauten auf fremden Grundstücken 18.369.051,25 0,00 0,00 18.369.051,25
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 12.558.055,25 556.731,16 -34.437,93 13.080.348,48
30.927.106,50 556.731,16 -34.437,93 31.449.399,73
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 3.477.817,07 0,00 0,00 3.477.817,07
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 11.059.299,95 0,00 -3.059.299,95 8.000.000,00
14.537.117,02 0,00 -3.059.299,95 11.477.817,07
530.324.797,15 586.731,16 -3.093.737,88 527.817.790,43
Abschreibungen
01.05.2023
Zugänge
Abgänge
30.04.2024
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten -15.691.421,53 -1.558.122,97 0,00 -17.249.544,50
2. Geschäfts- oder Firmenwert -85.444.036,43 -28.485.788,81 0,00 -113.929.825,24
-101.135.457,96 -30.043.911,78 0,00 -131.179.369,74
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich Bauten auf fremden Grundstücken -10.880.873,25 -644.774,27 0,00 -11.525.647,52
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung -10.251.829,19 -833.209,29 15.145,47 -11.069.893,01
-21.132.702,44 -1.477.983,56 15.145,47 -22.595.540,53
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen -1.427.898,68 0,00 0,00 -1.427.898,68
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 0,00 0,00 0,00 0,00
-1.427.898,68 0,00 0,00 -1.427.898,68
-123.696.059,08 -31.521.895,34 15.145,47 -155.202.808,95
Restbuchwerte
30.04.2024
31.04.2023
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 40.354.197,02 41.882.319,99
2. Geschäfts- oder Firmenwert 313.357.006,87 341.842.795,68
353.711.203,89 383.725.115,67
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich Bauten auf fremden Grundstücken 6.843.403,73 7.488.178,00
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.010.455,47 2.306.226,06
8.853.859,20 9.794.404,06
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 2.049.918,39 2.049.918,39
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 8.000.000,00 11.059.299,95
10.049.918,39 13.109.218,34
372.614.981,48 406.628.738,07

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die Wiley-VCH GmbH, Weinheim

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Wiley-VCH GmbH, Weinheim, - bestehend aus der Bilanz zum 30. April 2024 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Mai 2023 bis zum 30. April 2024 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Wiley-VCH GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Mai 2023 bis zum 30. April 2024 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 30. April 2024 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Mai 2023 bis zum 30. April 2024 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Frankfurt am Main, den 25. Februar 2025

PricewaterhouseCoopers GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Christiane Lawrenz, Wirtschaftsprüferin

ppa. Roswitha Hees-Brückmann, Wirtschaftsprüferin

Der Jahresabschluss zum 30. April 2024 wurde am 19. März 2025 festgestellt.

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