PATRIZIA GrundInvest Objekt Helsinki GmbH
Selbe AdresseBeteiligungsgesellschaften
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Sebastian Gey seit 19.7.2023 | Prokura |
Mathias Häusler seit 19.7.2023 | Prokura |
Konrad Dr. Finkenzeller seit 19.4.2021 | Geschäftsführer |
Sabine Schillinger-Köhne seit 10.3.2021 | Prokura |
Bernhard Dr. Magg seit 12.7.2018 | Prokura |
Jochen Reith seit 16.8.2017 | Geschäftsführer |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
Alte Haide Baugesellschaft mit beschränkter Haftung MünchenEigenbeteiligung | 94.90% |
| 5.10% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
PATRIZIA Institutional Clients & Advisory GmbHAugsburgJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023LAGEBERICHT FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 20231. Grundlagen der Gesellschaft 1.1 Geschäftsmodell der Gesellschaft Die PATRIZIA Institutional Clients & Advisory GmbH ist eine 100 %ige Tochter der PATRIZIA SE. Die Gesellschaft beschäftigt 31 Mitarbeiter zzgl. zwei Geschäftsführern zum 31.12.2023 (im Vergleich zum Vj.: 31 Mitarbeiter zzgl. zwei Geschäftsführer). Darin enthalten sind drei Mitarbeiter, die für die Gesellschaft unterstützend tätig sind und kein direktes Vertragsverhältnis mit der PATRIZIA Institutional Clients & Advisory GmbH haben. Der weitere Aufbau des Mitarbeiterbestandes wird planmäßig unter Berücksichtigung der Entwicklung der Gesellschaft fortgeführt. Zudem bestehen Zweigniederlassungen in den Niederlanden, Frankreich, United Kingdom und Dänemark. Seit dem 1. Januar 2017 erbringt die PATRIZIA Institutional Clients & Advisory GmbH Anlagevermittlung und Anlageberatung nach § 2 Abs. 2 Nr. 3 und Nr. 4 WpIG. Die PATRIZIA Institutional Clients & Advisory GmbH erbringt ihre Leistungen für professionelle Kunden, insbesondere mit einem immobilienbezogenen Produktspektrum. Daneben erbringt die Gesellschaft auch erlaubnisfreie Nebendienstleistungen wie den Vertrieb von immobilienbezogenen Dienstleistungen und die Investorenbetreuung. Mit ihrem Tätigkeitsspektrum ist die PATRIZIA Institutional Clients & Advisory GmbH gegenüber nationalen und internationalen institutionellen Bestands- und Neukunden exklusiv für Produkte und Dienstleistungen der PATRIZIA Gruppe tätig. Diese Exklusivität ist vertraglich durch konzerninterne Vertriebsverträge mit den AIFM und sonstigen Plattformen sowie gesonderten Vereinbarungen mit den Dienstleistungsunternehmen der PATRIZIA-Gruppe gesichert. Die Gesellschaft verzichtet auf eine Segmentberichterstattung, da auch intern keine Segmentierung besteht. 1.2 Ziele und Strategien Das Ziel der PATRIZIA Institutional Clients & Advisory GmbH ist weiterhin eine optimale Betreuung unserer Kunden. Dies beinhaltet nicht nur Neugeschäft, sondern speziell im aktuellen Umfeld auch die Bestandskundenpflege. Rentenpapiere sind, auf Grund der gestiegenen Zinsen, weiterhin eine interessante Alternative zu Immobilien und Infrastruktur. Allerdings hat sich die Volatilität in den Märkten verringert und es hat sich (teilweise) ein neues Preisniveau für illiquide Assets eingependelt. Dies eröffnet Potential für ausgewähltes Neugeschäft. 2 Wirtschaftsbericht 2.1 Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen Das Wirtschaftsjahr 2023 war von einer historischen Dynamik auf den Finanzmärkten geprägt. Nach anderen weltweit bedeutenden Zentralbanken wie der Federal Reserve oder der Bank of England erhöhte auch die Europäische Zentralbank ab Mitte 2022 innerhalb von nur 15 Monaten ihre Zinssätze um 450 Basispunkte. In der Folge verlangsamte sich die Inflationsdynamik zwar deutlich, aber es reduzierte sich auch das Wirtschaftswachstum. In Verbindung mit dem langsamer als erwartet verlaufenden Wachstum in China reduzierte sich das globale BIP-Wachstum 2023 auf 2,9 % und wird voraussichtlich auch 2024 gedämpft bleiben (OECD). In Einklang mit dem Marktkonsens gehen wir davon aus, dass die Zinssätze ihren Höhepunkt erreicht haben und sehen Potenzial für erste Zinssenkungen in der zweiten Hälfte des Jahres 2024. Quelle: PATRIZIA, PATRIZIA House View, OECD Immobilienmärkte: Im Jahr 2023 wurde der Markt hauptsächlich durch Renditendekompression und folglich Wertkorrekturen über alle Sektoren und Regionen hinweg bestimmt. Ein grundlegend verändertes Marktumfeld mit höheren Zinsen und verstärktem Wettbewerb durch alternative Anlageklassen wie Staatsanleihen führte dazu, dass Preisanpassungen bei Immobilien notwendig waren. Während ein Teil dieser Renditeanpassung durch Mietsteigerungen getragen werden konnte, waren aber auch Wertanpassungen auf den Immobilienmärkten Realität. Dieser Renditeanstieg betraf alle Sektoren, auch die Sektoren mit den niedrigsten Renditen, welche während der Pandemie boomten. Für die Kapitalwerte auf den privaten Immobilienmärkten erwarten wir zu Jahresende 2024 insgesamt leicht höhere Werte als Ende 2023, vor allem wegen steigender Mieten bei weitgehend stabilen Renditen. Während Inflation sowie Zinssätze regional unterschiedlich schnell sinken werden, wird das Wirtschaftswachstum weiter eher verhalten bleiben und Unternehmensinsolvenzen tendenziell zunehmen. Die Wertschöpfung durch aktives Asset Management und Investitionen entlang der zugrunde liegenden Megatrends wird in diesem komplexeren Marktumfeld Chancen eröffnen. Strengere Kreditanforderungen und der übergreifende ESG-Trend werden dabei ein zentrales Merkmal sein, welches die globalen Immobilienmärkte in den kommenden Jahren prägen wird. Quelle: PATRIZIA, PATRIZIA House View, RCA 2.2 Künftige wirtschaftliche Rahmenbedingungen Das Jahr 2023 war insbesondere durch die Finanzmärkte und eine historische Dynamik in den Zinsbewegungen der Zentralbanken geprägt. In Einklang mit dem Marktkonsens gehen wir davon aus, dass die Zinssätze ihren Höhepunkt erreicht haben und sehen Potenzial für erste Zinssenkungen in der zweiten Hälfte des Jahres 2024. Immobilien und Sachwerte im Allgemeinen neigen dazu, anders als Aktien und Anleihen, sich nur langsam an ein verändertes Zinsumfeld anzupassen. Trotz der bereits in 2023 erfolgten Wertkorrekturen, ist daher auch in 2024, vor allem im ersten Halbjahr, noch mit einer gewissen Preisfindungsphase zu rechnen, bevor sich die Märkte in Folge einer möglichen Zinswende erholen dürften. Aus heutiger Sicht wird daher erwartet, dass die Transaktionsaktivität in der ersten Jahreshälfte 2024 verhalten bleiben wird und erst in der zweiten Jahreshälfte zunehmen sollte. In Summe sollte dies im Vergleich zu 2023 zu steigenden Transaktionsvolumina führen, welche allerdings deutlich unter den Höchstständen aus der Phase 2020/21 bleiben werden. Quellen: PATRIZIA, RCA, PATRIZIA House View 2.3 Geschäftsverlauf und Lage der Gesellschaft Im Geschäftsjahr 2023 kann die PATRIZIA Institutional Clients & Advisory GmbH auf ein insgesamt zufriedenstellendes Gesamtergebnis bezüglich der Einwerbung von neuem Eigenkapital zurückblicken. Insgesamt konnten ca. 234 Mio. EUR an neuem Eigenkapital platziert werden. Die Kundenverteilung ist unverändert sehr breit und gut diversifiziert. Versicherung, Pensionskassen, Versorgungswerke und Banken inkl. Sparkassen zählen zur Kundenbasis. 3. Bericht über die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage 3.1 Bericht über die Vermögenslage Die Vermögenslage ist insbesondere um die Sonstige Vermögensgegenstände in Höhe von 6,8 Mio. EUR (31. Dezember 2022: 406 Tsd. EUR) gestiegen. Im Wesentlichen resultiert der Anstieg aus Forderungen gegenüber der Gesellschafterin, davon aus laufenden Cash Pooling in Höhe von 2.468 Tsd. EUR (31. Dezember 2022: 0 Tsd. EUR) und regulatorischen Gelder in Höhe von 4.250 Tsd. EUR (31. Dezember 2022: 0 Tsd. EUR). Die Forderungen an Kreditinstitute sind täglich fällig und haben sich gegenüber dem Vorjahr von 2,8 Mio. EUR auf 657 Tsd. EUR reduziert. Die Forderungen an Kunden in Höhe von 7,6 Mio. EUR (31. Dezember 2022: 6,7 Mio. EUR) resultieren aus der Cost-Plus Verrechnung mit den PATRIZIA KVG Plattformen. Die sonstigen Verbindlichkeiten in Höhe von 7,2 Mio. EUR (31. Dezember 2022: 5,3 Mio. EUR) bestehen hauptsächlich gegenüber dem Gesellschafter PATRIZIA SE in Höhe von 3,2 Mio. EUR (31. Dezember 2022: 5,0 Mio. EUR) davon aus sonstigen Verbindlichkeiten der Kostenverauslagung 3,0 Mio. EUR (31. Dezember 2022: 1,1 Mio. EUR) und der Ergebnisabführung 0,23 Tsd. EUR (31. Dezember 2022: 1,1 Mio. EUR), sowie gegenüber Kunden aus dem true-up der Cost-Plus-Verrechnung in Höhe von 3,7 Mio. EUR (31. Dezember 2022: 0 Tsd. EUR). Die Rückstellungen im Geschäftsjahr in Höhe von 4,3 Mio. EUR (31. Dezember 2022: 3,2 Mio. EUR) wurden hauptsächlich für variable Vergütungen und nicht genommene Urlaube in Höhe von 3,8 Mio. EUR (31. Dezember 2022: 2,8 Mio. EUR) gebildet. Das Eigenkapital der Gesellschaft beträgt zum Stichtag 4,2 Mio. EUR (31. Dezember 2022: 2,1 Mio. EUR). Der Anstieg resultiert hauptsächlich aus einer Kapitaleinlage der Gesellschafterin PATRIZIA SE in Höhe von 2,0 Mio. EUR die im Rahmen der Eigenmittelanforderung der PATRIZIA Institutional Clients & Advisory GmbH einbezahlt wurde. Die Vermögenslage der Gesellschaft ist geordnet und die Zahlungsfähigkeit der PATRIZIA Institutional Clients & Advisory GmbH war zu jeder Zeit gegeben. 3.2 Bericht über die Finanzlage Zwischen der PATRIZIA Institutional Clients & Advisory GmbH und der PATRIZIA SE besteht ein Ergebnisabführungsvertrag, sodass die Jahresergebnisse keine Auswirkung auf das Eigenkapital der Gesellschaft haben. Das eingezahlte Stammkapital der PATRIZIA Institutional Clients & Advisory GmbH beträgt zum Stichtag unverändert 50 Tsd. EUR. 3.3 Bericht über die Ertragslage Die Ertragslage ist von den laufenden Erträgen aus Bestandsprovisionen in Höhe von 13,8 Mio. EUR (2022: 13,8 Mio. EUR) sowie sonstigen betrieblichen Erträgen in Höhe von 0,9 Mio. EUR (2022: 0,8 Mio. EUR) geprägt. Die Provisionserträge und sonstigen betrieblichen Erträge in Höhe von insgesamt 14,7 Mio. EUR (2022:14,5 Mio. EUR) decken somit die allgemeinen Verwaltungsaufwendungen und die Abschreibung auf immaterielle Anlagewerte. Die Verwaltungsaufwendungen betragen insgesamt 14,4 Mio. EUR (2022: 13,1 Mio. EUR), die Abschreibung auf immaterielle Anlagewerte beträgt gleichbleibend 0,1 Mio. EUR (2022: 0,1 Mio. EUR). Die Gewinn- und Verlustrechnung weist für das Geschäftsjahr 2023 ein Jahresergebnis vor Gewinnabführung der normalen Geschäftstätigkeit in Höhe von 0,2 Mio. EUR (2022: 1,1 Mio. EUR) aus. 3.4 Finanzielle und nichtfinanzielle Leistungsindikatoren Zur finanziellen Steuerung wurde in der Gesellschaft die Costs per Equity Raised in Höhe von 2,74 % für das abgelaufene Geschäftsjahr 2023 ermittelt. Diese Steuerungskennzahl resultiert aus dem Verhältnis zwischen eingeworbenen Eigenkapital und Verwaltungsaufwendungen. Als Zielgröße wurde ein Wert von unter 0,38 % festgelegt, welche im Geschäftsjahr 2023 nicht erreicht werden konnte. Der Grund dafür ist die durch die allgemeine, wirtschaftliche Situation hervorgerufene, abwartende Haltung der Investoren, welche es nicht erlaubte, das geplante Volumen an eingeworbenem Kapital zu erreichen. Zusätzlich sind die operativen Kosten gestiegen. Nichtfinanzielle Leistungsindikatoren wurden in der Gesellschaft nicht festgelegt. 3.5 Gesamtaussage Die Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage der PATRIZIA Institutional Clients & Advisory GmbH bewegte sich im Geschäftsjahr 2023 im Rahmen der Erwartungen und wird weiterhin als positiv bewertet. 4. Chancen- und Risikobericht sowie Ausblick 4.1 Risikobericht Die Geschäftsstrategie der PATRIZIA Institutional Clients & Advisory GmbH ist ausgerichtet auf die Anlagevermittlung von bestehenden und neu zu entwickelnden immobilienbezogenen Anlageprodukten der PATRIZIA-Gruppe sowie die Anlageberatung im Rahmen der Betreuung von nationalen und internationalen Bestands- und Neukunden hinsichtlich immobilienspezifischer Anlagemöglichkeiten. Die Gesellschaft hat keinen Kundengeldzugriff und keine Erlaubnis zum Eigenhandel. Die PATRIZIA Institutional Clients & Advisory GmbH sieht sich vor allem operationellen Risiken ausgesetzt. Als potenzielle Risikofelder hat die Gesellschaft insbesondere die Themengebiete "Compliance" sowie "Geldwäsche und Fraud" identifiziert. Ferner gilt es mögliche Interessenkonflikte angemessen zu managen. Die Bearbeitung dieser Themenfelder fällt in die Zuständigkeit des Compliance- und Geldwäscheabwehr-Beauftragten. Wesentlichen Finanz- und Immobilienrisiken sieht sich die Gesellschaft nicht direkt ausgesetzt. Die Gesellschaft begegnet den identifizierten Risiken grundsätzlich durch eine sorgfältige Auswahl und Weiterbildung des Personals, ein hinreichendes Controlling-Instrumentarium, eine angemessene schriftlich fixierte Ordnung und - soweit notwendig - den Einsatz renommierter externer Berater. Konkrete Maßnahmen zur Steuerung der identifizierten Risiken sind z.B. das in der Vertriebsgesellschaft praktizierte Vier-Augen-Prinzip, das für alle wesentlichen Entscheidungen gilt. Ferner wurden vom Compliance- und Geldwäscheabwehr-Beauftragten Risikoanalysen durchgeführt, zum einen hinsichtlich der Verhinderung von Geldwäsche, Terrorismusfinanzierung und sonstigen strafbaren Handlungen, zum anderen im Hinblick auf Compliance-Risiken. Als wesentliche Bestandteile des Risikomanagementsystems der Gesellschaft gelten insbesondere die Beschäftigung sowohl eines Risikomanagers, der zudem als Auslagerungscontroller agiert, als auch die eines Compliance- und Geldwäscheabwehr-Beauftragten. Der Risikomanager wird von Mitarbeitern unterstützt, die innerhalb ihrer Abteilung als "Riskowner" fungieren. Ihnen obliegt die Verantwortung für das operative Risikomanagement (u.a. auch für die Risikomeldungen im sog. "Risktracker"). Die PATRIZIA Institutional Clients & Advisory GmbH verfügt über ein angemessenes Notfallvorsorgekonzept, wobei zu berücksichtigen ist, dass keine im eigentlichen Sinne zeitkritischen Prozesse betrieben werden. Der Betrieb der IT-Systeme ist an die Muttergesellschaft ausgelagert und Gegenstand des Auslagerungscontrollings. Die IT-Abteilung der PATRIZIA SE verfügt über ein umfangreiches Notfallvorsorgekonzept. Die derzeit erhöhten geopolitischen Risiken, das Ende des Wachstumszyklus, ein verändertes Kundenverhalten sowie die gestiegenen Zinsen beeinflussen die Real-Asset-Märkte und damit auch die Geschäftstätigkeit der PICA negativ, speziell im Neugeschäft. Die Ertragslage der Gesellschaft ist hiervon - aufgrund des Vergütungsmodells - bislang unberührt. Gleichwohl wird die weitere Entwicklung aufmerksam verfolgt. ESG-Faktoren und -Risiken beeinflussen das Risikoprofil der PICA nur mittelbar, d.h. sie schlagen sich in der Bilanz bzw. GuV der Gesellschaft nur indirekt nieder. Die Gesellschaft hat im Jahr 2023 die Prozesse und Arbeitsanweisungen aktualisiert und an die geltenden Anforderungen angepasst. Zur effektiven Risikosteuerung ist ein regelmäßiges Berichtswesen eingerichtet. So hat der Risikomanager mindestens halbjährlich der Geschäftsleitung schriftlich Bericht zu erstatten. Die Geschäftsprozesse der PICA sind teilweise ausgelagert. Wichtige betriebliche Aufgaben der Gesellschaft sind - mit Ausnahme der Internen Revision und des Datenschutzes - ausschließlich an die PATRIZIA SE ausgelagert, so insbesondere die IT sowie das Rechnungswesen und Controlling. Die bezogenen Dienstleistungen wurden im Berichtszeitraum gemäß den vereinbarten Service Level erbracht. Die ausgelagerten Tätigkeiten werden regelmäßig intern auf Risiken analysiert. Die PATRIZIA Institutional Clients & Advisory GmbH verfügte per 31.12.2023 über ein Eigenkapital von 4,2 Mio. EUR (2022: 2,1 Mio. EUR). Der Jahresüberschuss per 31.12.2023 beläuft sich auf 0 EUR (2022: 0 EUR). Das Jahresergebnis aus der normalen Geschäftstätigkeit 0,3 Mio. EUR vor Steuern (2022: 1,2 Mio. EUR vor Steuern) wurde nicht berücksichtigt, da es bereits abgeführt ist. Nach Berücksichtigung der Abzugsposten stehen für eine klassische Risikotragfähigkeitsanalyse 3,6 Mio. EUR (2022: 1,1 Mio. EUR) an verfügbarer Deckungsmasse bereit. Nachdem hinsichtlich der latenten operationellen Risiken die o.g. Maßnahmen zur Vermeidung von Fehlern ergriffen wurden sowie der Versicherungsschutz besteht, war (auch unter Berücksichtigung des Vergütungsmodells nach dem "Cost plus"-Ansatz und des bestehenden Ergebnisabführungsvertrags) die Risikotragfähigkeit der PATRIZIA Institutional Clients & Advisory GmbH im abgelaufenen Geschäftsjahr jederzeit gegeben. Abgesehen von den erhöhten geopolitischen Risiken und deren Auswirkungen auf die allgemeine Wirtschaftslage sowie den Folgen der gestiegenen Zinsen sind derzeit keine akuten Risiken erkennbar, die die Entwicklung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft wesentlich beeinflussen könnten. Der Bestand der Gesellschaft war im Geschäftsjahr zu keinem Zeitpunkt gefährdet. 4.2 Chancenbericht Das Vergütungsmodell der PATRIZIA Institutional Clients & Advisory sieht die Cost Plus Methodik vor. Diese Methodik sieht vor, dass die PATRIZIA Institutional Clients & Advisory GmbH ihre Aufwendungen unter Berücksichtigung einer 7,5 %-igen Marge auf die jeweiligen PATRIZIA Konzerngesellschaften anhand der Equity Commitments der betreuten Investoren verteilt und berechnet. Eine zusätzliche Provision für die Akquisition von neuem Kapital ist in diesem Vergütungsmodell nicht vorgesehen. Eine Vergütung von Dienstleistungen durch den Investor findet nicht statt. Aufgrund der Abrechnungsmethodik verfügt die Gesellschaft über stabile Einnahmen. Mit den Produkten der PATRIZIA-Gruppe, die national wie international in Immobilien und Infrastruktur investieren, ist die Gesellschaft gut im Markt positioniert. 4.3 Ausblick Im Jahr 2024 steht weiterhin die Bestandskundenpflege und - betreuung im Vordergrund. Im Nachgang zu den Marktturbulenzen (Zinsanstieg, Geopolitik usw.) finden Re-Allokationen in den Portfolien der Investoren statt. Aktuell ist die Investitionszurückhaltung noch deutlich zu spüren, im zweiten Halbjahr 2024 mit Blick auf 2025 könnte sich dort eine Belebung ergeben. Die Produktpalette der PATRIZIA bietet hier ausreichende Breite. Das Ziel der PATRIZIA Institutional Clients & Advisory GmbH ist weiterhin eine optimale Betreuung der aktuellen Kunden und die Anbindung zusätzlicher Investoren. Als Zielgröße in Bezug auf den finanziellen Leistungsindikator (Costs per Equity Raised) wurde für das Kalenderjahr 2024 der Wert 0,51% festgelegt. Welche Auswirkungen u.a. die vorstehend dargestellten erhöhten geopolitischen Risiken nebst dem fortwährenden Krieg in der Ukraine, die Inflations- und Preisentwicklung sowie die Zins- und Kapitalmarktentwicklung auf die allgemeine Wirtschaftslage sowie auf die für PATRIZIA relevanten Märkte / Assetklassen haben werden, lässt sich zum Zeitpunkt der Veröffentlichung dieses Berichts jedoch nicht abschließend beurteilen. Die Geschäftsführung geht für das Jahr 2024 gleichwohl aktuell davon aus, dass die Gesellschaft ein Jahresergebnis auf Vorjahresniveau erwirtschaftet.
Augsburg, den 14. Juni 2024 gez. Jochen Reith, Geschäftsführer gez. Dr. Konrad Finkenzeller, Geschäftsführer Jahresbilanz zum 31. Dezember 2023AKTIVA
PASSIVA
GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG für die Zeit vom 01. Januar 2023 bis 31. Dezember 2023
ANHANG zum Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2023A. Pflichtangaben nach § 264 Abs. 1a HGB
B. Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss Die PATRIZIA Institutional Clients & Advisory GmbH stellt ihren Jahresabschluss gemäß den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften (HGB) sowie nach den einschlägigen Vorschriften des GmbHG und der Verordnung über die Rechnungslegung der Kreditinstitute, Finanzdienstleistungsinstitute und Wertpapierinstitute (RechKredV) auf. Für die Gliederung der Bilanz wurde das Formblatt 1, für die Gewinn- und Verlustrechnung das Formblatt 3 (Staffelform) gemäß § 2 Abs. 1 RechKredV verwendet. Die Gesellschaft ist ein kleines Wertpapierinstitut im Sinne des WpIG. Zwischen der PATRIZIA Institutional Clients & Advisory GmbH und der Gesellschafterin, der PATRIZIA SE, besteht ein körperschaftsteuerliches, gewerbesteuerliches und umsatzsteuerliches Organschaftsverhältnis. C. Erläuterungen zu den Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden C. 1 Allgemeine Angaben Der Jahresabschluss wurde unter Annahme der Unternehmensfortführung (Going-Concern) aufgestellt. Änderungen der Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze gegenüber dem Vorjahr haben sich nicht ergeben. Die Erlösrealisation erfolgt grundsätzlich nach Leistungserbringung und Rechnungsstellung. Im Übrigen werden die Erträge und Aufwendungen periodengerecht abgegrenzt. Vermögensgegenstände und Schulden, die auf fremde Währung lauten, werden gemäß § 256a HGB zum Devisenkassamittelkurs am Abschlussstichtag umgerechnet. Verluste aus Kursänderungen werden zum Abschlussstichtag ergebniswirksam berücksichtigt. Erträge aus der Fremdwährungsbewertung werden für Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten unter 1 Jahr erfolgswirksam erfasst. C. 2 Bilanzierung und Bewertung der Aktivposten Die Forderungen an Kreditinstituten sind zum Nennwert am Bilanzstichtag bewertet. Die Forderungen an Kunden und sonstige Vermögensgegenstände werden zum Nennwert bilanziert. Allen erkennbaren Risiken ist durch entsprechende Einzelwertberichtigung angemessen Rechnung getragen. Die immateriellen Anlagewerte werden zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige lineare Abschreibungen bewertet. Die Abschreibungen berücksichtigen die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer. Dauernde Wertminderungen werden durch außerplanmäßige Abschreibungen auf den niedrigeren beizulegenden Wert berücksichtigt. Unter den aktiven Rechnungsabgrenzungsposten werden Ausgaben vor dem Abschlussstichtag ausgewiesen, soweit sie Aufwendungen für einen bestimmten Zeitraum nach dem Bilanzstichtag darstellen. C. 3 Bilanzierung und Bewertung der Passivposten Die sonstige Verbindlichkeiten werden mit dem Erfüllungsbetrag angesetzt. Unter den passiven Rechnungsabgrenzungsposten werden Einnahmen vor dem Abschlussstichtag ausgewiesen, soweit sie Erträge für einen bestimmten Zeitraum nach dem Bilanzstichtag darstellen. Die Rückstellungen für Steuern und andere Rückstellungen werden in Höhe des Erfüllungsbetrages angesetzt, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist. Die Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von über einem Jahr werden gemäß § 253 Abs. 2 HGB mit einem laufzeitadäquaten, von der Deutschen Bundesbank nach RückAbzinsV ermittelten, durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahren abgezinst und entsprechend mit dem Barwert angesetzt. Erträge und Aufwendungen aus der Auf- bzw. Abzinsung werden gemäß § 277 Abs. 5 HGB gesondert unter dem Posten "sonstige Zinsen und ähnliche Erträge" beziehungsweise unter "Zinsen und ähnliche Aufwendungen" dargestellt. Bei der Bewertung der Rückstellungen erfolgte eine Abzinsung mit einem Zinssatz von 0,91% - 1,06%. Das gezeichnete Kapital wird zum Nennwert bilanziert. D. Erläuterungen und Angaben zu einzelnen Positionen der Jahresbilanz D.1 Forderungen an Kreditinstitute Die Forderungen an Kreditinstitute bestehen aus täglich fälligen Einlagen und weisen einen Saldo in Höhe von 657 Tsd. EUR aus (31. Dezember 2022: 2.767 Tsd. EUR). D.2 Forderungen an Kunden Die Forderungen an Kunden in Höhe von 7.605 Tsd. EUR (31. Dezember 2022: 6.697 Tsd. EUR) bestehen in voller Höhe an verbundenen Unternehmen.
Die Forderungen haben eine Restlaufzeit von bis zu 3 Monaten 7.605 Tsd. EUR (31. Dezember 2022: 0 Tsd. EUR) und mehr als drei Monate bis ein Jahr in Höhe 0 Tsd. EUR (31. Dezember 2022: 0 Tsd. EUR). D.3 Immaterielle Anlagewerte Mit Wirkung zum 01. November 2019 hatte die PATRIZIA Institutional Clients & Advisory GmbH von der Kenzo Japan Real Estate GmbH Konzessionen sowie ähnliche Rechte und Werte erworben. Diese wurden im Jahr 2020 komplett außerplanmäßig abgeschrieben. Der damit zusammenhängende Geschäfts- und Firmenwert wird jährlich von externen Beratern auf Werthaltigkeit geprüft. Zum Bilanzstichtag 31.12.2023 gab es keinen außerplanmäßigen Wertberichtigungsbedarf. Der Geschäfts- und Firmenwert wird planmäßig über eine Nutzungsdauer von 10 Jahren linear abgeschrieben. Der aktuelle Buchwert per 31. Dezember 2023 beträgt 644 Tsd. EUR. Die Zusammensetzung und Entwicklung des Anlagevermögens ist aus dem Anlagenspiegel ersichtlich. D.4 Sonstige Vermögensgegenstände Die sonstigen Vermögensgegenstände setzen sich wie folgt zusammen: Die sonstigen Vermögensgegenstände in Höhe von 6.793 Tsd. EUR (31. Dezember 2022: 406 Tsd. EUR) bestehen im Wesentlichen aus Forderungen gegenüber der Gesellschafterin in Höhe von 6.718 Tsd. EUR (31. Dezember 2022: 0 Tsd. EUR) davon aus laufenden Cash Pooling in Höhe von 2.468 Tsd. EUR (31. Dezember 2022; 0 Tsd. EUR), regulatorischer Gelder in Höhe von 4.250 Tsd. EUR (31. Dezember 2022: 0 Tsd. EUR). Des Weiteren aus Kautionen in Höhe von 15 Tsd. EUR (31. Dezember 2022: 35 Tsd. EUR) und sonstigen Vermögensgegenständen in Höhe von 60 Tsd. EUR (31. Dezember 2022: 78 Tsd. EUR). D.5 Rechnungsabgrenzungsposten Der Aktive Rechnungsabgrenzungsposten in Höhe von 29 Tsd. EUR (31. Dezember 2022: 36 Tsd. EUR) betrifft die Leasingsonderzahlung für das E-Auto mit dem Kennzeichen A-AP 742E in Höhe von 1 Tsd. EUR (31. Dezember 2022: 2 Tsd. EUR). Die Leasingsonderzahlung wird linear über die Leasinglaufzeit aufgelöst. Des Weiteren wurden Kosten für Veranstaltungen in 2024 in Höhe von 25 Tsd. EUR (31. Dezember 2022: 30 Tsd. EUR) vorausbezahlt und die monatliche Altersvorsorge aus der niederländischen Betriebsstätte für Januar 2024 in Höhe von 3 Tsd. EUR (31. Dezember 2022: 4 Tsd. EUR) bezahlt. D.6 Sonstige Verbindlichkeiten
Aus den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von 7.044 Tsd. EUR, betragen gegenüber der Gesellschafterin 3.234 Tsd. EUR (31. Dezember 2022: 5.004 Tsd. EUR). Diese resultieren überwiegend aus der Verrechnung der Holdingumlage und Personalkostenverrechnung der Capital Market Funktion Schweiz. Sonstigen Verbindlichkeiten nach Fristengliederung:
D. 7 Passive Rechnungsabgrenzung Hierbei handelt es sich um eine Ertragsabgrenzung aus der Weiterbelastung der PATRIZIA SE für 2024 in Höhe von 5 Tsd. EUR (31. Dezember 2022: 0 Tsd. EUR) D.8 Rückstellungen D.8.1 Steuerrückstellungen Die Steuerrückstellung in Höhe von 93 Tsd. EUR (31. Dezember 2022: 8 Tsd. EUR) besteht aus den Vorsteuerschäden der Betriebsprüfungsjahre 2015 - 2018 und 2019 - 2022, sowie aus den Körperschaftsteuerrückstellungen für die Betriebsstätten. D.8.2 andere Rückstellungen Die anderen Rückstellungen setzen sich wie folgt zusammen:
D.9 Eigenkapital Das Stammkapital der Gesellschaft beträgt 50 Tsd. EUR (31. Dezember 2022: 50 Tsd. EUR) und ist in voller Höhe eingezahlt. D.10 Kapitalrücklage Auf Grund der Kapitalvorschriften gem. WpIG bzw. IFD/IFR wurde mit Beschluss vom 10. März 2023 eine Einzahlung in die Kapitalrücklage in Höhe von 2.000 Tsd. EUR beschlossen. Zusätzlich wurde die anteilsbasierte Vergütung (share-based payments) zum Stichtag 31. Dezember 2023 neubewertet und besteht zum 31. Dezember.2023 in Höhe von 183 Tsd. EUR (31. Dezember 2022: 48 Tsd. EUR). D.11 Gesamtbetrag der Vermögensgegenstände und Gesamtbetrag der Schulden in Fremdwährung Insgesamt sind per 31. Dezember 2023 Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände in fremder Währung in Höhe von 225 Tsd. EUR (31. Dezember 2022: 82 Tsd. EUR) und Schulden in fremder Währung in Höhe von 735 Tsd. EUR (31. Dezember 2022: 1.333 Tsd. EUR) in der Bilanz enthalten. Die Forderungen in Fremdwährung setzten sich hauptsächlich aus Forderungen in British Pfund, Schweizer Franken US Dollar, Kanadischen Dollar und Australischen Dollar zusammen. Die Schulden in Fremdwährung setzten sich im Wesentlichen aus Schulden in British Pfund, US Dollar, Schweizer Franken und dänischen Kronen zusammen. Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände in Fremdwährung, sowie Schulden in Fremdwährung wurden mit dem jeweiligen Devisenkassamittelkurs am Abschlussstichtag bewertet. Dies waren für British Pfund 0,869050, Australische Dollar 1,626300, Kanadische Dollar 1,464200, Schweizer Franken 0,93050, US-Dollar 1,09560 und dänische Kronen 7,452900. D.12 Sonstige finanzielle Verpflichtungen Die Gesellschaft hat folgende sonstige finanzielle Verpflichtungen aus Dauerschuldverhältnissen:
E. Angaben zu einzelnen Posten der Gewinn- und Verlustrechnung Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach der Staffelform (RechKredV) aufgestellt. Die Zinserträge und sonstigen betrieblichen Erträge sind im Wesentlichen im Inland erzielt worden. E.1 Zinserträge Die Zinserträge in Höhe von 248 Tsd. EUR (2022: 17 Tsd. EUR) entstehen im Wesentlichen aus der Abzinsung von Rückstellungen, der Verzinsung des Cashpools mit der Gesellschafterin und der Verzinsung der Regulatorischen Geldanlage. E.2 Zinsaufwendungen Die Zinsaufwendungen in Höhe von 57 Tsd. EUR (2022: 10 Tsd. EUR) entstehen im Wesentlichen aus der Verzinsung des Cashpools mit der Gesellschafterin. E.3 Provisionserträge Die Provisionserträge in Höhe von 13.768 Tsd. EUR (2022: 13.763 Tsd. EUR) entstehen aus der Cost-Plus Vereinbarung. Die geografischen Märkte verteilen sich wie folgt:
E.4 Sonstige betriebliche Erträge Die sonstigen betrieblichen Erträge in Höhe von 947 Tsd. EUR (2022: 753 Tsd. EUR) enthalten im Wesentlichen Erträge aus der Mitarbeiter Weiterverrechnung in Höhe von 467 Tsd. EUR (2022: 208 Tsd. EUR), Erträge aus Währungsumrechnung 73 Tsd. EUR (2022: 172 Tsd. EUR) und der Auflösung von Rückstellungen in Höhe von 249 Tsd. EUR (2022: 3 Tsd. EUR). E.5 Allgemeine Verwaltungsaufwendungen Die allgemeinen Verwaltungsaufwendungen in Höhe von 14.400 Tsd. EUR (2022: 13.109 Tsd. EUR) beinhalten Personalkosten in Höhe von 8.895 Tsd. EUR (2022: 8.196 Tsd. EUR) und andere Verwaltungsaufwendungen in Höhe von 5.505 Tsd. EUR (2022: 4.914 Tsd. EUR). Die anderen Verwaltungsaufwendungen enthalten im Wesentlichen Aufwendungen für die Shared Service Umlage in Höhe von 1.500 Tsd. EUR (2022: 1.644 TEUR) sowie Aufwendungen für Beratungsleistungen in Höhe von 682 Tsd. EUR (2022: 877 Tsd. EUR), Aufwand aus Mitarbeiter Weiterverrechnung in Höhe von 1.614 Tsd. EUR (2022: 1.017 Tsd. EUR) und Reisekosten in Höhe von 310 Tsd. EUR (2022: 201 Tsd. EUR). E.6 Abschreibungen und Wertberichtigungen auf immaterielle Anlagewerte und Sachanlagen Bei der Abschreibung auf immaterielle Anlagewerte in Höhe von 110 Tsd. EUR (2022: 110 TEUR) handelt es sich um die planmäßige lineare Abschreibung über eine Nutzungsdauer von 10 Jahren. E.7 Sonstiger betrieblicher Aufwand Unter dem Posten sonstiger betrieblicher Aufwand in Höhe von 134 Tsd. EUR (2022: 147 Tsd. EUR) werden die realisierten Kursverluste in Höhe von 49 Tsd. EUR (2022: 147 Tsd. EUR) und die Vorsteuernachzahlungen aus der Betriebsprüfung für die Zeiträume 2015-2018 und 2019-2022 in Höhe von 85 Tsd. EUR (2022: 0 Tsd. EUR), ausgewiesen. F. Sonstige Angaben Bezüglich der Honorare des Abschlussprüfers verweisen wir auf den Konzernabschluss der PATRIZIA SE zum 31. Dezember 2023. F.1 Geschäftsführung Geschäftsführer der Gesellschaft:
Die PATRIZIA Institutional Clients & Advisory GmbH nimmt hinsichtlich der Angabe der Gesamtbezüge der tätigen Geschäftsführer gem. § 285 Nr. 9 HGB das Schutzrecht nach § 286 Abs. 4 HGB in Anspruch. F.2 Zahl der Arbeitnehmer Im Jahr 2023 waren in der PATRIZIA Institutional Clients & Advisory GmbH im Jahresdurchschnitt ohne Geschäftsführung 30 Arbeitnehmer (Aushilfen inklusive) (2022: 27 Arbeitnehmer) beschäftigt. Davon sind 28 Vollzeitkräfte, 1 Teilzeitkraft und 1 Aushilfe. Des Weiteren werden 2 Geschäftsführer beschäftigt. F.3 Sonstiges Der erwirtschaftete Gewinn in Höhe von 231.424,98 EUR wird aufgrund des zwischen der PATRIZIA Institutional Clients & Advisory GmbH und der PATRIZIA SE geschlossenen Ergebnisabführungsvertrages vom 28. Oktober 2014, nach Feststellung des Jahresabschlusses durch die Gesellschafterversammlung, an die PATRIZIA SE abgeführt. Die PATRIZIA Institutional Clients & Advisory GmbH ist am Bilanzstichtag eine 100 % ige Tochter der PATRIZIA SE mit Sitz in der Fuggerstraße 26, Augsburg. Das Mutterunternehmen des größten und kleinsten Konzerns, der die Gesellschaft umfasst und für den ein Konzernabschluss erstellt wird, ist die PATRIZIA SE. Der Konzernabschluss der PATRIZIA SE wird entsprechend den gesetzlichen Vorschriften im Unternehmensregister veröffentlicht. F.4 Nachtragsbericht Es konnten keine Vorgänge von besonderer Bedeutung, die nach dem Schluss des Geschäftsjahres eingetreten sind, festgestellt werden.
Augsburg, den 14. Juni 2024 PATRIZIA Institutional Clients & Advisory GmbH gez. Jochen Reith, Geschäftsführer gez. Dr. Konrad Finkenzeller, Geschäftsführer Anlagenspiegel
BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die PATRIZIA Institutional Clients & Advisory GmbH, Augsburg PRÜFUNGSURTEILE Wir haben den Jahresabschluss der PATRIZIA Institutional Clients & Advisory GmbH, Augsburg - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der PATRIZIA Institutional Clients & Advisory GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. GRUNDLAGE FÜR DIE PRÜFUNGSURTEILE Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "VERANTWORTUNG DES ABSCHLUSSPRÜFERS FÜR DIE PRÜFUNG DES JAHRESABSCHLUSSES UND DES LAGEBERICHTS" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. VERANTWORTUNG DER GESETZLICHEN VERTRETER FÜR DEN JAHRESABSCHLUSS UND DEN LAGEBERICHT Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. VERANTWORTUNG DES ABSCHLUSSPRÜFERS FÜR DIE PRÜFUNG DES JAHRESABSCHLUSSES UND DES LAGEBERICHTS Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Frankfurt am Main, 27. Juni 2024 BDO
AG
gez. Eisenhuth, Wirtschaftsprüfer gez. Bordt, Wirtschaftsprüfer Angaben zur Feststellung: Der Jahresabschluss wurde am 01. Juli 2024 festgestellt. |
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