Salomon Courier GmbH
Selbe AdresseKurierdienste
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Dirk Meyer seit 28.3.2022 | Geschäftsführer |
Gerhard Dipl.-Ing. Nick seit 26.5.2015 | Prokura |
Andreas Baumeister seit 26.5.2015 | Prokura |
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
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Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Altrad Industrial Services GmbHLingenKonzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 1. September 2019 bis zum 31. August 2020Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. September 2019 bis 31. August 20201. Grundlagen des Konzerns Das Leistungsspektrum des Konzerns umfasst Anlagen-, Rohrleitungsbau, Isolierung, Gerüstbau, Korrosionsschutz und Brandschutz für die Prozesschemie, Öl und Gas Industrie sowie für Unternehmen der Energietechnik und Versorgung. Wir bedienen Kunden aus der Halbleiter-, Pharma- und Feinchemieindustrie sowie der allgemeinen Industrie. Die Leistungen werden sowohl als Einzelgewerke, als Gewerke Bündelung und im Zuge integrierter Servicepakete für große und mittlere Projekte angeboten und ausgeführt. Das Projektgeschäft ist dabei im Konzern nur eine Säule. Maintenance-Leistungen für die Sektoren Gerüstbau, Isolierung und mechanische Instandhaltung sind der zweite wesentliche Geschäftszweig des Konzerns. 2. Entwicklung von Branche und Gesamtwirtschaft Das Investitionsverhalten der großen Konzerne der Chemiebranche zog im ersten Halbjahr des Geschäftsjahres an. Die zweite Geschäftsjahreshälfte war deutlich durch die Corona-Pandemie gezeichnet. Durch die Verschiebungen geplanter Aufträge mussten in Konzernteilbereichen die Arbeiten niedergelegt werden, was auch zu Kurzarbeit der Beschäftigten führte. Auch nach dem Lockdown im März/April sind die Arbeitsabläufe durch die Hygienekonzepte beeinflusst. 3. Geschäftsentwicklung Es wurde eine Betriebsleistung in Höhe von EUR 191 Mio. (Vj. EUR 218 Mio.) erzielt, dies entspricht 112 % der geplanten Betriebsleistung. Die Bereiche Gerüstbau und Isolierung verzeichneten aufgrund erfolgter Stillstände/Shutdowns bei unseren Rahmenvertragspartnern ein stabiles Geschäft. Im Bereich Rohrleitungs-Maintenance registrierten wir Umsatzrückgänge. Das positive Jahresergebnis (+ EUR 8,4 Mio.) ist unter anderem wesentlich aus der Beendigung des Projekts BASF Acetylen beeinflusst. Es enthält unter dem Beteiligungsergebnis Sondereffekte aus der Beendigung der Liquidation der MWL Apparatebau GmbH Grimma. 4. Produktion und Investition Die Ausrüstung im Konzern befindet sich auf einem akzeptablen Niveau. Investitionen wurden im Wesentlichen auf projektbezogene Maßnahmen oder den unter technischem Aspekt notwendigen Ersatz beschränkt. 5. Personalbereich Der Konzern hat im Geschäftsjahr eine bedarfsgerechte Personalauslastung erreicht. Die Flexibilität, insbesondere im Projektgeschäft, wurde sichergestellt durch Zeitverträge und durch den Einkauf von Fremdleistungen. Auf kurzfristigen Kapazitätsbedarf bei Stillständen und Turn-a-Rounds wird durch Austausch von eigenem Personal zwischen den Standorten oder Zusammenarbeit mit Subunternehmern reagiert. 6. Vermögens-, Finanz- und Ertragslage Folgende Eckwerte ergeben sich aus den Kennzahlen Eigenkapitalquote, Verschuldungsgrad, zur Rentabilität sowie in Bezug zum Anlagevermögen.
1) errechnet aus dem Jahresüberschuss vor Steuern und Zinsen und dem betriebsnotwendigen Vermögen 2) ermittelt aus dem Jahresüberschuss vor Steuern und Zinsen und dem Eigenkapital 3) ermittelt aus dem Jahresüberschuss vor Steuern und Zinsen und der Betriebsleistung, bestehend aus Umsatzerlösen, Bestandsveränderung und aktivierten Eigenleistungen 4) ermittelt aus dem Buchwert der immateriellen Vermögensgegenstände und des Sachanlagevermögens sowie dem Eigenkapital zzgl. Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von über 5 Jahren Der Konzern war jederzeit in der Lage seinen Zahlungsverpflichtungen nachzukommen. Die Kennzahlen zur Liquidität verdeutlichen dies:
5) Basis bilden die kurzfristigen Rückstellungen und Verbindlichkeiten Die Refinanzierung für jedes Konzernunternehmen kann durch Aufnahme variabler Darlehen über den Gesellschafter Hertel Beheer B. V. auf Basis einer Finanzierungsvereinbarung der Hertel Holding B. V. mit einem Bankenpool erfolgen. Im Rahmen dieser Finanzierungsvereinbarung wurden im Wesentlichen die gesamten Aktiva des Konzerns als Sicherheit begeben. Das Haftungsrisiko daraus wird als gering eingeschätzt, weil regelmäßig und zeitnah der Ausgleich der monatlich entstehenden Verpflichtungen erfolgt. Zum 31.08.2020 werden keine Darlehen vom Gesellschafter in Anspruch genommen. Sämtliche in den Konzernabschluss einbezogene Unternehmen sind in eine Cash Pool Vereinbarung zwischen der Hertel Holding B. V. und der ABN AMRO eingebunden. Dieser wurde unterjährig für laufende Projektfinanzierungen in Anspruch genommen. Zum 31.08.2020 bestehen in Höhe von insgesamt EUR 55,9 Mio. (Vj. EUR 67,4 Mio.) Cash-Pool-Guthaben. 7. Chancen- und Risikobericht Der Konzern ist produkt- und branchenseitig diversifiziert, was zu einer breiten Streuung von Chancen und Risiken führt. Hinsichtlich der Chancen verweisen wir auf unsere Ausführungen unter dem Prognosebericht und Folgendes: Der von uns prognostizierte Trend unserer Kunden, die Gewerke Rohr- und Apparatemontage, Gerüstbau und Isolierung zu bündeln, hat sich im Projektgeschäft umgesetzt. Die wesentlichen für uns relevanten Risiken, Marktumfeld, Bonitätsrisiken, finanzielle und technische Risiken aufgrund der Langfristigkeit der Großprojekte, werden über permanentes Vertragscontrolling und Liquiditätsmanagement abgedeckt. Im Regelfall muss im Rahmen der Projektausführung ein Kostenvorlauf finanziert werden. Im Einzelnen bestehen somit Risiken darin, dass Kunden zahlungsunfähig werden bzw. aufgrund Mängelanzeigen den Ausgleich unserer Forderungen verweigern. Dem begegnen wir mit einer Konzentration auf Großkunden mit entsprechender Reputation und Bonitätsbeurteilungen vor Auftragsannahme sowie einem kontinuierlichen Vertrags- und Claim-Management während der Projektausführung. Daneben ist die Altrad Industrial Service mit ihren Tochtergesellschaften in das zentrale Risikomanagement des ALTRAD-Konzerns eingebunden. Zahlreiche Tools des Mutterkonzerns werden genutzt und regelmäßige sogenannte Projektreviews durchgeführt. Eine weitere Aufgabe und somit ein Risiko besteht in der Sicherung und dem Ausbau unserer Mitarbeiter. Für die eigenen Arbeitnehmer haben wir seit geraumer Zeit eine betriebliche Arbeitnehmer Versorgungszusage implementiert. Diese wird kontinuierlich gepflegt. 8. Prognosebericht Der Konzern bleibt im Wesentlichen der Strategie der vergangenen Jahre treu. Neben dem umfangreichen Maintenance-Geschäft mit bekannten Großkunden wird der Konzern auch Projekte in Deutschland und dem angrenzenden Ausland durchführen. Kundennahe Standorte werden beibehalten und gegebenenfalls erweitert, je nach Erfordernis. Im kommenden Geschäftsjahr erwarten wir einen Rückgang des Geschäfts im Vergleich zum Vorjahr. Bedingt durch die noch bestehende Corona-Pandemie ist noch nicht abschließend abzusehen, in wie weit das operative Geschäft betroffen sein wird. Durch bestehende langfristige Rahmenverträge ist jedoch das Basisgeschäft auch über das Geschäftsjahr 2020/2021 hinaus positiv zu bewerten. Für die operative Geschäftstätigkeit des Standortes Lingen wird eine Betriebsleistung von ca. EUR 80 Mio. und ein Ergebnisbeitrag vor Ergebnisübernahmeverpflichtung von rd. EUR 3,4 Mio. erwartet. Unser Focus auf Arbeitssicherheit bleibt mit dem Programm "TARGET ZERO" ein zentraler Punkt der Gesellschaften in Deutschland. Wenn wir auch die Unfallzahlen in den vergangenen Geschäftsjahren stetig senken konnten, ist das Ziel noch nicht erreicht. Null Unfälle muss das Ziel der Zukunft sein. Die Unternehmen der Altrad Gruppen werden auch hierbei durch Spezialisten der Konzernmutter aktiv unterstützt. Es ist wichtig, auch unsere Lieferanten und Nachunternehmer mit in das Programm einzubeziehen, um gemeinsam für alle unsere Mitarbeiter ein sicheres Arbeitsfeld zu generieren. Wir rechnen mit einer Betriebsleistung von ca. EUR 171 Mio. für den Konzern für das Geschäftsjahr vom 1. September 2020 bis 31. August 2021. Als Ergebnis vor Steuern wird ein Betrag von ca. EUR 7,5 Mio. für den Konzern erwartet.
Lingen, 30. November 2020 Michael Petri, Geschäftsführer Uwe Denecke, Geschäftsführer Konzernbilanz zum 31. August 2020Aktivseite
Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. September 2019 bis zum 31. August 2020
Konzerneigenkapitalveränderungsrechnung
Kapitalrücklage Die Kapitalrücklage steht in voller Höhe sowohl zum 31.08.2020 als auch zum 31.08.2019 zur Ausschüttung an die Gesellschafter zur Verfügung. Gewinnrücklagen Zum 31.08.2020 steht ein Betrag i.H.v. TEUR 10.423 (i.V.: TEUR 5.984) zur Ausschüttung an die Gesellschafter zur Verfügung. Verlustvortrag Zum 31.08.2020 steht ein Betrag i.H.v. TEUR 4.003 (i.V.: TEUR 0) zur Ausschüttung an die Gesellschafter zur Verfügung. Es bestehen weder gesellschaftsvertragliche noch gesetzliche Ausschüttungssperren. Konzern-Kapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr 2019/20
Konzernanhang für das Geschäftsjahr vom 1. September 2019 bis zum 31. August 2020A. Allgemeine Angaben zum Konzernabschluss Die Altrad Industrial Services GmbH mit Sitz in Lingen/Ems ist im Handelsregister des Amtsgerichts Osnabrück unter der Nummer HRB 209515 eingetragen. Der Konzernabschluss der Altrad Industrial Services GmbH, Lingen/Ems, ist nach den Vorschriften der §§ 290 ff. HGB aufgestellt. Der Konzernabschluss wurde auf den Stichtag des Mutterunternehmens, den 31. August 2020, aufgestellt. B. Konsolidierungskreis Zum 31. August 2020 war die Altrad Industrial Services GmbH an folgenden Unternehmen mittelbar oder unmittelbar beteiligt.
Die Jahresabschlüsse der voll konsolidierten Unternehmen sind auf den 31. August 2020 aufgestellt. Zwischen dem im Vorjahr einbezogenen Unternehmen Hertel GmbH Dresden, Dresden, und der Altrad Industrial Projects & Maintenance GmbH, Leipzig, wurde am 13. Dezember 2019 ein Verschmelzungsvertrag geschlossen. Die Hertel GmbH Dresden hat ihr Vermögen als Ganzes mit allen Rechten und Pflichten unter Auflösung ohne Abwicklung nach § 2 Nr. 1 UmwG auf die Altrad Industrial Projects & Maintenance GmbH als übernehmenden Rechtsträger übertragen. Im Innenverhältnis erfolgte die Übernahme des Vermögens mit Wirkung zum 1. September 2019. Wegen untergeordneter Bedeutung für die Vermögens- Finanz- und Ertragslage des Konzerns wurde unverändert zum Vorjahr auf eine Equity-Bewertung der KSE Bautenschutz GmbH, Anstrich und Industriebeschichtung, und der Hertel RIKOH Szekszárd Kft. verzichtet. C. Konsolidierungsmethoden 1. Kapitalkonsolidierung Die Kapitalkonsolidierung erfolgte nach der Buchwertmethode durch Verrechnung der Beteiligungsbuchwerte bei der Altrad Industrial Services GmbH mit dem anteiligen Eigenkapital der Tochterunternehmen. Insoweit wird von dem Beibehaltungswahlrecht der Konsolidierungsmethode für Erstkonsolidierungen vor Anwendung des Bilanzrechtsmodernisierungsgesetzes gemäß Art. 67 Abs. 5 S. 2 EGHGB Gebrauch gemacht. Aus der Kapitalkonsolidierung zum Zeitpunkt des Anteilserwerbes resultierende Unterschiedsbeträge wurden im Fall eines aktivischen Unterschiedsbetrages den betreffenden Aktivposten zugeordnet bzw. als Geschäfts- oder Firmenwert ausgewiesen und planmäßig abgeschrieben. Ein passivischer Unterschiedsbetrag wurde als Unterschiedsbetrag aus der Kapitalkonsolidierung einer gesonderten Bilanzposition gemäß § 301 Abs. 3 HGB zugeordnet und in 2012 ertragswirksam aufgelöst. Die im Geschäftsjahr vom 1. September 2019 bis zum 31. August 2020 erwirtschafteten Ergebnisse der jeweiligen Tochterunternehmen wurden im Konzernabschluss mit dem Ergebnis des Mutterunternehmens für diesen Zeitraum verrechnet. 2. Schuldenkonsolidierung Bei der Schuldenkonsolidierung wurden die gegenseitigen Forderungen und Verbindlichkeiten zwischen den konsolidierten Gesellschaften aufgerechnet. Aufrechnungsdifferenzen werden erfolgswirksam konsolidiert. Im Geschäftsjahr ergaben sich keine Differenzen. 3. Aufwands- und Ertragskonsolidierung In der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung wurden im Zuge der Aufwands- und Ertragskonsolidierung die Innenumsätze und andere Erträge aus Lieferungen und Leistungen mit den entsprechenden Aufwendungen der konsolidierten Gesellschaften aufgerechnet. 4. Behandlung der Zwischenergebnisse Zwischenergebnisse im Anlage- bzw. Vorratsvermögen werden neutralisiert, wobei im Bereich des Anlagevermögens diese bis zu TEUR 10 im Einzelfall nicht eliminiert werden. Im Geschäftsjahr waren keine Zwischenergebnisse zu eliminieren. D. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden 1. Vorbemerkungen Der Konzernabschluss wurde nach den auf die Muttergesellschaft Altrad Industrial Services GmbH, Lingen/Ems, angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätzen aufgestellt. Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden sind gegenüber dem Vorjahr unverändert geblieben. Es wurden insbesondere folgende Bewertungsgrundsätze beachtet: - die formelle Bilanzkontinuität, - das going-concern-Prinzip, - das Stichtagsprinzip, - der Grundsatz der Einzelbewertung, - das Vorsichtsprinzip und als Ausdruck dessen das Imparitätsprinzip sowie das Realisationsprinzip. Der Konzernabschluss für das Geschäftsjahr vom 1. September 2019 bis zum 31. August 2020 wurde unter teilweiser Verwendung der Ergebnisse der Konzerngesellschaften aufgestellt. Dabei erfolgte die Fortführung der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung nach dem Posten Konzernjahresüberschuss/ Konzernjahresfehlbetrag in Anlehnung an § 158 Abs. 1 AktG. Die Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. September 2019 bis zum 31. August 2020 wurde nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt. 2. Bilanzpositionen Die Gliederung und Veränderungen des Anlagevermögens sind im Anlagenspiegel dargestellt. Die immateriellen Vermögensgegenstände und Sachanlagen sind zu Anschaffungs- und Herstellungskosten vermindert um die planmäßigen Abschreibungen angesetzt. Die Abschreibungen wurden nach der linearen Methode vorgenommen. Für geringwertige Anlagegüter mit Anschaffungskosten über EUR 250,00 und bis zu EUR 1.000,00 wird pro Jahr ein Sammelposten gebildet, der jährlich mit einem Fünftel abgeschrieben wird. Die Aktivierung der Finanzanlagen erfolgt grundsätzlich zu Anschaffungskosten bzw. hinsichtlich von Ausleihungen zu Nennbeträgen. Die Bewertung der Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe erfolgt unter Beachtung des Niederstwertprinzips zu Anschaffungskosten. Die Bestände an unfertigen Leistungen sind unter Beachtung des Niederstwertprinzips zu Herstellungskosten angesetzt. In die Herstellungskosten werden neben den direkt zurechenbaren Kosten auch Fertigungs- und Materialgemeinkosten sowie der Werteverzehr des Anlagevermögens und Verwaltungsgemeinkosten einbezogen. Fremdkapitalzinsen werden nicht einbezogen. Sofern niedriger, wurden sämtliche Vorräte mit den erwarteten Verkaufserlösen abzüglich der geschätzten Vertriebskosten bewertet. Die den unfertigen Leistungen zurechenbaren erhaltenen Anzahlungen werden offen in Abzug gebracht; die übrigen erhaltenen Anzahlungen auf Bestellungen werden auf der Passivseite gesondert ausgewiesen. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind grundsätzlich zu Nennwerten angesetzt. In Einzelfällen erfolgte eine Einzelwertberichtigung sowie grundsätzlich eine Pauschalwertberichtigung von 1 % vom Nettowert der Forderungen am Bilanzstichtag. Forderungen und Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen betreffen den Liefer- und Leistungsverkehr sowie die Gewährung von Darlehen zwischen den Konzerngesellschaften der Altrad Industrial Services GmbH und anderen inländischen und ausländischen Unternehmen des Konzerns. Forderungen aus dem Liefer- und Leistungsverkehr bestehen in Höhe von TEUR 680 (i.V. TEUR 597), aus Darlehen bestehen wie im Vorjahr keine Forderungen. Darüber hinaus sind in den Forderungen gegen verbundene Unternehmen Forderungen gegen Gesellschafter in Höhe von EUR 56,0 Mio. enthalten, die Guthaben aus einem Cash-Pool-System betreffen. Hintergrund ist das konzernweite Finanzierungskonsortium unter der Führung der ABN AMRO Bank N.V., Rotterdam/Niederlande. Täglich findet ein Transfer der Banksalden zur ABN AMRO Bank N.V., Rotterdam, statt. Als Sicherheit dient eine Patronatserklärung der Hertel Holding B.V., Rotterdam. Die Verbindlichkeiten betreffen den Liefer- und Leistungsverkehr in Höhe von TEUR 26.464 (i.V. TEUR 22.497). Aus Darlehen bestehen zum Bilanzstichtag keine Verbindlichkeiten (i.V. TEUR 2.470). Die sonstigen Vermögensgegenstände sind zu Nennwerten angesetzt und betreffen im Wesentlichen Steuererstattungsansprüche. Die unter den Wertpapieren ausgewiesenen Anteile an verbundenen Unternehmen betreffen die Geschäftsanteile der MWL APPARATEBAU GmbH GRIMMA i.L., die zu Anschaffungskosten bzw. zum niedrigeren beizulegenden Zeitwert aktiviert sind. Aufgrund der Einleitung des Liquidationsverfahrens erfolgt der Ausweis im Umlaufvermögen. Im Geschäftsjahr erfolgte die vollständige Auskehrung des Liquidationsvermögens an die Gesellschafterin. Auf fremde Währung lautende Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten wurden grundsätzlich mit dem Devisenkassamittelkurs zum Abschlussstichtag umgerechnet. Bei einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurde dabei das Realisationsprinzip und das Anschaffungskostenprinzip beachtet. Die flüssigen Mittel sind zu Nennwerten bilanziert. Der aktive Rechnungsabgrenzungsposten beinhaltet im Wesentlichen Leasingsonderzahlungen, Avalgebühren sowie Beiträge zu Versicherungen und zur Unterstützungskasse. Für die Ermittlung latenter Steuern aufgrund von temporären oder quasi-permanenten Differenzen zwischen den handelsrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten und ihren steuerlichen Wertansätzen oder aufgrund steuerlicher Verlustvorträge werden diese mit den unternehmensindividuellen Steuersätzen im Zeitpunkt des Abbaus der Differenzen bewertet und die Beträge der sich ergebenden Steuerbe- und -entlastung nicht abgezinst. Aus Konsolidierungsmaßnahmen ergaben sich keine latenten Steuern. Der Berechnung wurde ein Steuersatz von 30,525 % zugrunde gelegt. Die aktiven latenten Steuern resultieren aus Bilanzdifferenzen bei sonstigen Rückstellungen und aktivierten Firmenwerten sowie aus körperschaft- und gewerbesteuerlichen Verlustvorträgen. Die Aktivierung eines Überhangs aktiver latenter Steuern, die aus den Jahresabschlüssen der konsolidierten Unternehmen resultieren, unterbleibt in Ausübung des dafür bestehenden Ansatzwahlrechts. Gemäß Gesellschaftsvertrag der Altrad Industrial Services GmbH in der Fassung vom 18. Juni 2019 und Handelsregistereintragung beträgt das gezeichnete Kapital TEUR 1.205. Die Kapitalrücklage in Höhe von EUR 23,8 Mio. resultiert aus Einstellungen von Beträgen in 2007 und 2008, die die Altrad Industrial Services GmbH von ihrem Mutterunternehmen erhalten hat. Die Einstellungen in die satzungsmäßige Rücklage erfolgten in Vorjahren entsprechend den Vorschriften des Gesellschaftsvertrages der zum 1. September 2019 verschmolzenen Hertel GmbH Dresden, wonach 5 % des Jahresüberschusses dieser Rücklage zuzuführen waren sowie des Gesellschaftsvertrages der zum 1. September 2016 verschmolzenen S & P Gerüstbau GmbH, nach dem 50 % des Jahresüberschusses in diese Rücklage bis zu einem Gesamtrücklagenbetrag von TEUR 400 einzustellen waren. Die anderen Gewinnrücklagen spiegeln entsprechende Ergebnisverwendungen der Konzerngesellschaften wider. Der Konzernbilanzverlust ergibt sich aus dem Konzernjahresergebnis abzüglich dem Verlustvortrag. Im Konzernbilanzverlust ist ein Verlustvortrag in Höhe von TEUR 13.732 enthalten. Die gebildeten Rückstellungen sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages angesetzt und wurden bei einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz abgezinst. Die Rückstellungen setzen sich wie folgt zusammen:
Bei den Verbindlichkeiten bestehen wie im Vorjahr keine Beträge mit einer Restlaufzeit von mehr als fünf Jahren. Die Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, betreffen den Liefer- und Leistungsverkehr zwischen den Konzerngesellschaften der Altrad Industrial Services GmbH und den assoziierten Unternehmen KSE Bautenschutz GmbH, Anstrich und Industriebeschichtung, sowie Hertel RIKOH Szekszárd Kft. In den sonstigen Verbindlichkeiten sind im Wesentlichen Lohn- und Gehaltsverbindlichkeiten gegenüber Arbeitnehmern sowie Verpflichtungen gegenüber in- und ausländischen Finanzbehörden enthalten. Neben den weiter unten aufgeführten Sicherheiten bestehen die üblichen Eigentumsvorbehalte aus der Lieferung von Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen sowie von Halbfabrikaten und Waren und Sicherungsübereignungen kreditfinanzierter Gegenstände des Anlagevermögens. 3. Angaben zur Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung
Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten periodenfremde Erträge in Höhe von TEUR 902, welche im Wesentlichen aus der Auflösung von Rückstellungen (TEUR 858) resultieren. Die Erträge aus Beteiligungen resultieren aus der vollständigen Auskehrung des Liquidationsvermögens der MWL APPARATEBAU GmbH GRIMMA i.L. an die Gesellschafterin abzüglich der bisher im Umlaufvermögen aktivierten Anteile an verbundenen Unternehmen. Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag enthalten Steueraufwendungen für Vorjahre in Höhe von TEUR 7. Die sonstigen Steuern enthalten periodenfremde Aufwendungen in Höhe TEUR 37. E. Angaben zur Kapitalflussrechnung Definition des Finanzmittelfonds
Die Cash-Pool-Guthaben zum Bilanzstichtag resultieren aus dem täglichen Übertrag der Banksalden an den Cash-Pool-Führer. Wesentliche zahlungsunwirksame Geschäftsvorfälle Die sonstigen zahlungsunwirksamen Aufwendungen/Erträge in der Kapitalflussrechnung betreffen Zuführungen zu Wertberichtigungen auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen. Im Zusammenhang mit der Auskehrung des Liquidationsvermögens der MWL APPARATEBAU GmbH GRIMMA i.L. an die Gesellschafterin erfolgten Verrechnungen des Auskehrungsbetrages mit gegenseitigen Forderungen und Verbindlichkeiten in Höhe von TEUR 2.261, so dass in der Kapitalflussrechnung Einzahlungen aufgrund von Finanzmittelanlagen im Rahmen der kurzfristigen Finanzdisposition in Höhe von TEUR 165 ausgewiesen werden. Die Auszahlungen für Zugänge im Konsolidierungskreis in der Kapitalflussrechnung betreffen im Geschäftsjahr geleistete Abfindungsbeträge an die zum 31. Dezember 2018 ausgeschiedenen Minderheitengesellschafter der Hertel GmbH Dresden im Zusammenhang mit der Einziehung von deren Geschäftsanteilen. F. Ergänzende Angaben Haftungsverhältnisse Die folgenden Haftungsverhältnisse gemäß § 298 Abs. 1 i.V.m. § 251 HGB betreffen verbundene Unternehmen. Aus der Finanzierungsvereinbarung des Konzerns Hertel Holding B.V. mit einem Bankenpool ergibt sich, dass im Wesentlichen die gesamten Aktiva des Konzerns Altrad Industrial Services GmbH als Sicherheit zur Verfügung stehen. Das Haftungsrisiko daraus wird als gering eingeschätzt, weil regelmäßig und zeitnah der Ausgleich der monatlich entstehenden Verpflichtungen erfolgt. Sonstige finanzielle Verpflichtungen Nach § 314 Abs. 1 Nr. 2a HGB ist der Gesamtbetrag der sonstigen finanziellen Verpflichtungen, die nicht in der Bilanz erscheinen und auch nicht nach § 298 Abs. 1 i.V.m. §§ 251, 314 Abs. 1 Nr. 2 HGB anzugeben sind, auszuweisen, sofern diese Angabe zur Beurteilung der Finanzlage von Bedeutung ist. Aus der Bestellung von Erbbaurechten ergeben sich bis zum 31. Dezember 2063 Erbbauzinsverpflichtungen in Höhe von TEUR 3.011. Aus bestehenden Mietverträgen über Immobilien ergeben sich jährliche Mietaufwendungen in Höhe von TEUR 1.135. Des Weiteren ergeben sich finanzielle Verpflichtungen aus Leasingverträgen in Höhe von TEUR 2.768 bis zum Jahr 2025. Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen und Personen Wesentliche Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen und Personen zu marktunüblichen Bedingungen, über die hier zu berichten wäre, wurden nicht abgeschlossen. Inanspruchnahme von § 264 Abs. 3 HGB Nachfolgende voll konsolidierte inländische Tochterunternehmen haben die gemäß § 264 Abs. 3 HGB erforderlichen Bedingungen erfüllt und sind deshalb von der Erstellung eines Anhangs und eines Lageberichts sowie der Prüfung und Offenlegung ihrer Jahresabschlussunterlagen befreit:
Anzahl der beschäftigten Arbeitnehmer Im Geschäftsjahr vom 1. September 2019 bis zum 31. August 2020 waren im Konzern durchschnittlich 972 (i.V. 1.014) Arbeitnehmer beschäftigt. Sie setzen sich zusammen aus 918 (i.V. 960) produktiv tätigen Arbeitnehmern und 54 (i.V. 54) administrativ tätigen Arbeitnehmern. Bezüge der Geschäftsführung des Mutterunternehmens Angaben über die Gesamtbezüge der Geschäftsführung im Sinne des § 314 Abs. 1 Nr. 6a und 6b HGB unterbleiben in Ausübung des Wahlrechtes analog § 286 Abs. 4 HGB, welches nach DRS 17 Tz. 5 auch für Konzernabschlüsse anwendbar ist. Angabe des Abschlussprüferhonorars Das von dem Konzernabschlussprüfer für das Geschäftsjahr vom 1. September 2019 bis zum 31. August 2020 berechnete Honorar für Abschlussprüfungsleistungen beträgt TEUR 120, zudem wurde ein Honorar in Höhe von TEUR 90 für Steuerberatungsleistungen berechnet. Ergebnisverwendung Der Jahresüberschuss des Mutterunternehmens (TEUR 8.969) wird mit dem Verlustvortrag (TEUR 4.965) verrechnet und im Übrigen auf neue Rechnung vorgetragen. Nachtragsbericht Vorgänge von besonderer Bedeutung, die nach dem Schluss des Geschäftsjahres eingetreten und weder in der Gewinn- und Verlustrechnung noch in der Bilanz berücksichtigt sind, haben sich nicht ereignet. Einbeziehung in Konzernabschlüsse Zum 31. August 2020 hält die Hertel Beheer B.V., Rotterdam/Niederlande, 100 % der Geschäftsanteile der Altrad Industrial Services GmbH. Das Mutterunternehmen der Gesellschaft, welches den Konzernabschluss für den größten Kreis von Unternehmen aufstellt, ist die Altrad Investment Authority S.A.S mit Sitz in Florensac/Frankreich. Dieser Konzernabschluss wird in Frankreich veröffentlicht.
Lingen, 30. November 2020 Michael Petri, Geschäftsführer Uwe Denecke, Geschäftsführer Konzern-Anlagenspiegel zum 31. August 2020
Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die Altrad Industrial Services GmbH, Lingen Prüfungsurteile Wir haben den Konzernabschluss der Altrad Industrial Services GmbH, Lingen, und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern) - bestehend aus der Konzernbilanz zum 31. August 2020, der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, dem Konzerneigenkapitalspiegel und der Konzernkapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. September 2019 bis zum 31. August 2020 sowie dem Konzernanhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Konzernlagebericht der Altrad Industrial Services GmbH, Lingen, für das Geschäftsjahr vom 1. September 2019 bis zum 31. August 2020 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse • entspricht der beigefügte Konzernabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage des Konzerns zum 31. August 2020 sowie seiner Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. September 2019 bis zum 31. August 2020 und • vermittelt der beigefügte Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Konzernlagebericht in Einklang mit dem Konzernabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist. Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Konzernlagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und Konzernlageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus • identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Konzernabschluss und im Konzernlagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können. • gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Konzernabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Konzernlageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme abzugeben. • beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben. • ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Konzernabschluss und im Konzernlagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass der Konzern seine Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann. • beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Konzernabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Konzernabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. • holen wir ausreichende geeignete Prüfungsnachweise für die Rechnungslegungsinformationen der Unternehmen oder Geschäftstätigkeiten innerhalb des Konzerns ein, um Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht abzugeben. Wir sind verantwortlich für die Anleitung, Überwachung und Durchführung der Konzernabschlussprüfung. Wir tragen die alleinige Verantwortung für unsere Prüfungsurteile. • beurteilen wir den Einklang des Konzernlageberichts mit dem Konzernabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Konzerns. • führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Konzernlagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen. Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Leipzig, den 29. Januar 2021 Warth
& Klein Grant Thornton AG
Niclas Rauscher, Wirtschaftsprüfer Peter Ebert, Wirtschaftsprüfer |
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