Stammdaten

Register
Amtsgericht Mannheim HRB 712172
Vorher
TSR-KAT GmbH
Eingetragen
27.6.2011
Branche
Großhandel mit NE-Erzen, NE-Metallen und NE-MetallhalbzeugGroßhandel mit Eisenerzen, Eisen, Stahl, Eisen- und StahlhalbzeugGroßhandel mit Altmaterialien und Reststoffen
Gegenstand
Gegenstand geändert; nun: Der Ankauf von und der Handel mit edelmetallhaltigen Katalysatoren, entsprechenden Monolithen, Elektronikschrott, Metallen und Schrott jeder Art sowie die Aufbereitung von Katalisatoren und Elektronikschrott zur Gewinnung von Sekundärrohstoffen und deren Verkauf.

Finanzübersicht

Historie

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Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (2)

NameAnteil
TESLA RECYCLING Sp6tka z o.o.POL
67.80%
Elemental Global Services S.A.POL
32.20%

Gesellschafter
Beta

2 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Name
Ort
Betrag
Anteil
TESLA RECYCLING Sp6ka z o.o.
Poland
656.812 €
67.80%
Elemental Global Services S.A.
Poland
311.938 €
32.20%

Beteiligungen
Beta

NameAnteil
No data available

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

RECAT GmbH

Sulzfeld

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

BILANZ ZUM 31. DEZEMBER 2023

(Vorjahr zum Vergleich)

AKTIVSEITE

31. Dez. 2023 31. Dez. 2022
EUR EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 2.006,00 9.858,00
II. Sachanlagen 275.524,00 436.981,00
III. Finanzanlagen 1,00 1,00
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte 5.151.992,13 1.021.267,53
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 999.358,11 5.508.897,76
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 808.204,08 677.087,17
C. Rechnungsabgrenzungsposten 40.095,56 64.831,85
D. Nicht durch Eigenkapital gedeckter Fehlbetrag 1.175.680,67 0,00
8.452.861,55 7.718.924,31

PASSIVSEITE

31. Dez. 2023 31. Dez. 2022
EUR EUR
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 968.750,00 968.750,00
II. Gewinn-/ Verlustvortrag 2.012.682,32 2.457.161,94
III. Jahresüberschuss (4.157.112,99) (444.479,62)
0,00 2.981.432,32
B. Rückstellungen 548.395,37 311.222,50
C. Verbindlichkeiten 7.898.926,58 4.417.192,35
D. Rechnungsabgrenzungsposten 5.539,60 9.077,14
8.452.861,55 7.718.924,31

GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG FÜR DIE ZEIT VOM 1. JANUAR BIS 31. DEZEMBER 2023

(Vorjahr zum Vergleich)

2023 2022
EUR EUR
1. Umsatzerlöse 18.700.864,25 27.106.462,55
2. Verminderung / Erhöhung des Bestands an fertigen und unfertigen Erzeugnissen 2.598.916,38 381.763,06
3. sonstige betriebliche Erträge 964.975,70 336.172,29
4. Materialaufwand
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren (16.888.430,88) (21.282.594,39)
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen (3.386.501,32) (3.564.607,03)
Rohergebnis 1.989.824,13 2.977.196,48
5. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter (993.096,64) (1.507.006,38)
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung (209.976,81) (270.401,14)
- davon für Altersversorgung EUR 8.527,72 im Vorjahr EUR 8.232,72
6. Abschreibungen
Auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen (130.600,19) (191.595,32)
7. sonstige betriebliche Aufwendungen (1.338.990,57) (1.392.609,14)
8. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 70.085,84 5.076,99
9. Zinsen und ähnliche Aufwendungen (852.330,53) (142.293,40)
10. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag (2.301.840,50) 79.479,82
11. Ergebnis nach Steuern (3.766.925,27) (442.152,09)
12. sonstige Steuern (390.187,72) (2.327,53)
13. Jahresfehlbetrag (4.157.112,99) (444.479,62)

Anhang zum 31. Dezember 2023

I. Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss und zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

1. Allgemeines

Der Jahresabschluss der RECAT GmbH, Sulzfeld ("Gesellschaft"), Amtsgericht Mannheim HRB 712172, wurde nach den für Kapitalgesellschaften geltenden Vorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB) und des Gesetzes betreffend die Gesellschaften mit beschränkter Haftung (GmbHG) in EUR erstellt. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren erstellt worden. Die Gesellschaft ist eine mittelgroße Kapitalgesellschaft im Sinne von § 267 HGB.

2. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Im Jahresabschluss sind sämtliche Vermögensgegenstände, Schulden, Rechnungsabgrenzungsposten, Sonderposten, Aufwendungen und Erträge enthalten, soweit gesetzlich nichts anderes bestimmt ist.

Die Wertansätze der Eröffnungsbilanz des Geschäftsjahres stimmen mit denen der Schlussbilanz des vorangegangenen Geschäftsjahres überein. Die Vermögensgegenstände und Schulden wurden einzeln bewertet. Bei der Bewertung wurde von der Fortführung des Unternehmens ausgegangen.

Es ist vorsichtig bewertet worden, namentlich sind alle vorhersehbaren Risiken und Verluste, die bis zum Abschlussstichtag entstanden sind, berücksichtigt worden, selbst wenn diese erst zwischen Abschlussstichtag und der Aufstellung des Jahresabschlusses bekannt geworden sind. Gewinne sind, soweit dies gesetzlich nicht ausdrücklich gefordert wird, nur berücksichtigt worden, wenn sie bis zum Abschlussstichtag realisiert wurden. Aufwendungen und Erträge des Geschäftsjahres sind unabhängig vom Zeitpunkt der Zahlung berücksichtigt worden.

Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens werden zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige lineare Abschreibungen, bewertet. Als Nutzungsdauer werden regelmäßig drei bzw. fünf Jahre zugrundegelegt, wenn sich nicht ein abweichender Zeitraum z. B. aufgrund der Laufzeit eines Patents ergibt.

Das Sachanlagevermögen wird zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten, vermindert um planmäßige nutzungsbedingte Abschreibungen, angesetzt. Die Abschreibungen werden bei Bauten linear über eine Nutzungsdauer von 25 Jahren, beim beweglichen Anlagevermögen linear über Nutzungsdauern von 3 bis 25 Jahren vorgenommen.

Für geringwertige Anlagegüter wendet die Gesellschaft analog die Regelung des § 6 Abs. 2 EStG an. Dementsprechend werden geringwertige Anlagegüter mit Anschaffungskosten bis zu EUR 800 im Anschaffungsjahr voll abgeschrieben, wobei im Zugangsjahr auch der Abgang unterstellt wird.

Soweit der nach vorstehenden Grundsätzen ermittelte Wert von Gegenständen des Anlagevermögens über dem Wert liegt, der ihnen am Abschlussstichtag beizulegen ist, wird dem durch außerplanmäßige Abschreibungen Rechnung getragen. Soweit die Gründe für in früheren Geschäftsjahren vorgenommene außerplanmäßige Abschreibungen nicht mehr bestehen, wird eine Wertaufholung vorgenommen, soweit es sich nicht um einen entgeltlich erworbenen Geschäfts- oder Firmenwert handelt.

Die Finanzanlagen werden zu Anschaffungskosten angesetzt.

Die Vorräte werden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten bei Anwendung zulässiger Bewertungsvereinfachungsverfahren oder zu niedrigeren beizulegenden Werten angesetzt.

Forderungen werden zum Nennbetrag beziehungsweise zu Anschaffungskosten oder niedrigeren Tageswerten angesetzt. Bei den Forderungen werden erkennbare Einzelrisiken durch Wertberichtigungen berücksichtigt.

Forderungen gegenüber Kunden, denen Guthaben auf Edelmetallkonten zugrunde liegen, werden mit korrespondierenden Verbindlichkeiten gegenüber Lieferanten im Rahmen einer Bewertungseinheit nach § 254 HGB verrechnet. Verbleibende aktivische Überhänge werden unter den fertigen Erzeugnissen ausgewiesen.

Flüssige Mittel sind zu Anschaffungskosten bzw. niedrigeren Tageswerten bewertet.

Das Wahlrecht zur Aktivierung latenter Steuern für die sich insgesamt ergebende Steuerentlastung wird nicht ausgeübt.

Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen und sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags unter Berücksichtigung erwarteter künftiger Preis- und Kostenänderungen angesetzt. Bei Rückstellungen mit Restlaufzeiten von über einem Jahr erfolgt eine Abzinsung mit dem fristkongruenten von der Deutschen Bundesbank vorgegebenen durchschnittlichen Marktzins.

Die übrigen Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten werden zum Nennwert bzw. Erfüllungsbetrag bewertet.

Forderungen und Verbindlichkeiten in fremder Währung werden im Rahmen der Zugangsbewertung mit dem Kurs am Tage des Geschäftsvorfalls bewertet. Verluste aus Kursänderungen bis zum Abschlussstichtag werden stets, Gewinne aus Kursänderungen nur bei Restlaufzeiten von einem Jahr oder weniger berücksichtigt.

Ausgaben vor dem Bilanzstichtag werden, soweit sie Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Stichtag darstellen, aktivisch als Rechnungsabgrenzungsposten abgegrenzt.

II. Angaben zur Bilanz

Anlagevermögen

Die Entwicklung des Anlagevermögens ist aus dem nachfolgenden Anlagespiegel ersichtlich.

Entwicklung des Anlagevermögens 2023

Anschaffungs- oder Herstellungskosten
Stand 1.1.2023 Zugänge Abgänge Stand 31.12.2023
EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 215.523,81 11.100,00 25.937,46 200.686,35
Geleistete Anzahlungen 0,00 0,00 0,00 0,00
215.523,81 11.100,00 25.937,46 200.686,35
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 89.945,83 0,00 0,00 89.945,83
2. Technische Anlagen und Maschinen 854.933,04 0,00 0,00 854.933,04
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 699.720,76 5.209,19 187.759,30 517.170,65
Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00
1.644.599,63 5.209,19 187.759,30 1.462.049,52
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 25.000,00 0,00 0,00 25.000,00
25.000,00 0,00 0,00 25.000,00
1.885.123,44 16.309,19 213.696,76 1.687.735,87
Abschreibungen
Stand 1.1.2023 Abschreibungen Berichtsjahr Abgänge Stand 31.12.2023
EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 205.665,81 16.054,00 23.039,46 198.680,35
Geleistete Anzahlungen 0,00 0,00 0,00 0,00
205.665,81 16.054,00 23.039,46 198.680,35
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 36.521,83 3.840,00 0,00 40.361,83
2. Technische Anlagen und Maschinen 695.656,04 48.643,00 0,00 744.299,04
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 475.440,76 62.063,19 135.639,30 401.864,65
Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00
1.207.618,63 114.546,19 135.639,30 1.186.525,52
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 24.999,00 0,00 0,00 24.999,00
24.999,00 0,00 0,00 24.999,00
1.438.283,44 130.600,19 158.678,76 1.410.204,87
Buchwerte
Stand 31.12.2023 Stand 31.12.2022
EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 2.006,00 9.858,00
Geleistete Anzahlungen 0,00 0,00
2.006,00 9.858,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 49.584,00 53.424,00
2. Technische Anlagen und Maschinen 110.634,00 159.277,00
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 115.306,00 224.280,00
Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00
275.524,00 436.981,00
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 1,00 1,00
1,00 1,00
277.531,00 446.840,00

Die Anteile an verbundenen Unternehmen stellen sich wie folgt dar:

Beteiligung Eigenkapital Jahresergebnis Buchwert
Name % EUR EUR EUR
Recat Trading GmbH, Hürth 100 0,00 (27.238,73) 1,00

Die RECAT GmbH hielt Anteile von 100% an der RECAT Trading GmbH, welche am 08. April 2024 aufgelöst wurde. Die Firma ist erloschen.

Vorräte

Bei den unfertigen Erzeugnissen handelt es sich um noch nicht vollständig bearbeitete Katalysatoren und andere edelmetalhaltige Gegenstände. Die hierin befindlichen Edelmetalle sind noch nicht zur Weiterverarbeitung aufbereitet worden.

Bei den geleisteten Anzahlungen handelt es sich um Anzahlungen auf Warenlieferungen.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Sämtliche sonstige Vermögensgegenstände weisen eine Restlaufzeit von weniger als einem Jahr auf.

Forderungen gegenüber Kunden in Form von Guthaben auf Edelmetallkonten, welche dazu dienen korrespondierende Verbindlichkeiten gegenüber Lieferanten aus Edelmetallkonten zu besichern, wurden im Rahmen einer Bewertungseinheit nach § 254 HGB unter Anwendung der Einfrierungsmethode verrechnet. Abgesichert werden zum 31.12.2023 Kursschwankungsrisiken einzelner Edelmetalle mit einem Wert zum Bilanzstichtag von TEUR 1.645. Die Fristenidentität der gegenläufigen Wertänderungen und Zahlungsströme ist jederzeit gegeben. Die Wirksamkeit des Micro-Hedges ist durch die "critical terms match"-Methode belegt. Geringfügige geschäftsmodellbedingte verbleibende aktivische Überhänge werden unter den fertigen Erzeugnissen ausgewiesen.

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen betreffen wie im Vorjahr in voller Höhe Forderungen aus Lieferungen und Leistungen.

Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen bestehen im Wesentlichen aus Rückstellungen für ausstehende Rechnungen in Höhe von TEUR 276, Abfallbeseitigungen in Höhe von TEUR 126, Rückstellungen für Abschluss und Prüfungskosten i.H.v. TEUR 53 sowie für weiterbelastete Personalkosten i.H.v. TEUR 52.

Verbindlichkeiten

Die Angaben zu den Verbindlichkeiten ergeben sich aus nachfolgender Tabelle:

Restlaufzeit
bis zu 1 Jahr mehr als 1 Jahr davon mehr Jahre als 5 Gesamtbetrag 31.12.2023
EUR EUR EUR EUR
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 390,00 1.105.000,00 0,00 1.105.390,00
(195.018,06) (1.105.000,00) (0,00) (1.300.018,06)
Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 2.771.760,00 0,00 0,00 2.771.760,00
(0,00) (0,00) (0,00) (0,00)
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 150.771,94 0,00 0,00 150.771,94
(238.316,03) (0,00) (0,00) (238.316,03)
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 3.713.312,85 0,00 0,00 3.713.312,85
(2.668.044,47) (0,00) ( 0,00) (2.668.044,47)
Sonstige Verbindlichkeiten 11.100,15 146.591,64 0,00 157.691,79
(64.222,15) (146.591,64) (0,00) (210.813,79)
- davon aus Steuern 9.874,01
(14.711,43)
- davon im Rahmen der sozialen Sicherheit 945,14
(3.184,96)
6.647.334,94 1.251.591,64 0,00 7.898.926,58
(Vorjahreswerte in Klammern) ( 3.165.600,71) (1.251.591,64) ( 0,00) (4.417.192,35)
davon durch Pfandrechte und ähnliche Rechte gesichert Art u. Form der Sicherheit
EUR
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 1.105.390,00 Eigenkapitalbelassungserklärung
(1.300.018,06)
Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen Übliche Eigentumsvorbehalte
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen
Sonstige Verbindlichkeiten 157.691,79 Sicherungsübereignung Maschine
(210.813,79)
- davon aus Steuern
- davon im Rahmen der sozialen Sicherheit
(Vorjahreswerte in Klammern)

III. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind Erträge aus der Währungsumrechnung in Höhe von EUR 159.537,17 (i.Vj. EUR 70.326,69) enthalten. Darüberhinaus sind Erträge aus Finanzgeschäften im Zusammenhang mit der Edelmetallabwicklung von 553.820,90 (i.Vj. EUR 142.493,65) enthalten. Weiterhin sind Erträge aus in den Vorjahren wertberichtigtem Darlehen der Recat Trading GmbH von EUR 128.000,00 in dieser Position enthalten.

Im Personalaufwand sind Aufwendungen für Altersversorgung in Höhe von EUR 5.017,83 (i.Vj. EUR 8.527,72) enthalten.

In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind Aufwendungen aus der Währungsumrechnung in Höhe von EUR 97.739,47 (i.Vj. EUR 120.051,65) enthalten.

In den Zinsen und ähnlichen Erträgen sind Zinsaufwendungen aus verbundenen Unternehmen in Höhe von EUR 381,92 (i.Vj. EUR 4.683,49) enthalten.

In den Zinsen und ähnlichen Aufwendungen sind Zinsaufwendungen in Höhe von EUR 681.492,44 als Folge der tatsächlichen Verständigung mit dem Finanzamt Bruchsal im Rahmen des strafrechtlichen Ermittlungsverfahrens enthalten. Weiterhin beinhaltet diese Position Zinsaufwendungen an verbundene Unternehmen in Höhe von EUR 140.745,58 (i.Vj. EUR 60.837,60).

IV.Sonstige Angaben

Die Auswirkungen des Angriffskriegs Russlands in der Ukraine sind zum Zeitpunkt der Berichterstellung nach wie vor nicht vollends absehbar. Die im Zuge des andauernden Konflikts steigenden Energiepreise werden zu weiteren Kostensteigerungen in der Gesamtwirtschaft führen.

Die Elemental Global Services S.A. hat mit Datum vom 22. Dezember 2023 eine qualifizierte Rangrücktrittserklärung für die von ihr vergebenen Darlehen zwecks Vermeidung einer drohenden Überschuldung und/oder Zahlungsunfähigkeit abgegeben.

Trotz der in diesem Zusammenhang potentiell vorhandenen Risiken, sieht sich die Gesellschaft weiterhin für die Zukunft gut aufgestellt.

Geschäftsführer

Im Geschäftsjahr waren die folgend aufgeführte Personen Mitglieder der Geschäftsführung:

Tilman Martin Bartsch, Geschäftsführer,

Piotr Baszak, Geschäftsführer (ausgeschieden; HR-Eintrag 15.01.2024),

Christian Bortolotti, Geschäftsführer (eingetreten; HR-Eintrag 15.01.2024).

Auf die Angabe der Bezüge der Geschäftsführung wird unter Hinweis auf § 286 Abs. 4 HGB verzichtet.

Gesamthonorar des Abschlussprüfers

Die Gesellschaft macht vom Wahlrecht des § 288 Abs. 2 HGB Gebrauch und verzichtet auf die Angaben bezüglich der Gebühren des Abschlussprüfers.

Haftungsverhältnisse

Im Zusammenhang mit einer Finanzierungsvereinbarung, welche die Konzernmuttergesellschaft Elemental Holding S.A. mit einer polnischen Bank im Jahr 2019 abgeschlossen hat, haftet die RECAT GmbH gesamtschuldnerisch mit anderen Konzerngesellschaften für bestehende Bankverbindlichkeiten mit dieser Bank. Das Gesamtkreditengagement valutiert im mittleren 3-stelligen Millionenbereich (PLN). Das Risiko einer Inanspruchnahme schätzen wir aufgrund der uns aktuell bekannten wirtschaftlichen Lage des Konzerns als gering ein.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Es bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen in Höhe von TEUR 202. Diese umfassen Mietverpflichtungen aus unbefristeten Immobilienverträgen in Höhe von TEUR 126 p.a., aus unbefristeten Mietverträgen von beweglichen Wirtschaftsgütern in Höhe von TEUR 11 p.a. sowie aus befristeten Leasingverträgen über bewegliche Wirtschaftsgüter in Höhe von TEUR 65 (davon bis zu einem Jahr fällig TEUR 47).

Mitarbeiter*innen

Im Geschäftsjahr 2023 wurden im Durchschnitt 18 Arbeitnehmer*innen beschäftigt:

2023
Gewerbliche Arbeitnehmer*innen 6
Angestellte 9
Teilzeitbeschäftigte 3
18

Konzernabschluss, Mutterunternehmen

Die RECAT GmbH, Sulzfeld, wird in den Konzernabschluss der Elemental Holding S.A., Grodzisk Mazowiecki, Polen, einbezogen (kleinster Kreis von Unternehmen).

Ergebnisverwendungsvorschlag

Der Jahresehlbetrag in Höhe von EUR 4.157.112,99 wird auf neue Rechnung vorgetragen.

Unterzeichnung des Jahresabschlusses durch die Geschäftsführung

 

Sulzfeld, den 28. Juni 2024

Tilman Martin Bartsch

Cristian Bortolotti

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023

A. Profil der Gesellschaft sowie Markt und Branchenentwicklung

I. Das Unternehmen

Die RECAT GmbH kennt sich aus mit inneren Werten. Unser Geschäftsfeld ist das Edelmetall-Recycling. Unser Spezialgebiet sind gebrauchte Katalysatoren aller Arten, Größen und Mengen. Wir kaufen an, analysieren punktgenau und stellen so der Industrie wichtige Edelmetalle für ihre Produktion zur Verfügung.

So leisten wir einen wichtigen Beitrag zur Sicherung des weltweiten Bedarfs an sekundärem Platin, Palladium und Rhodium.

II. Gesamtwirtschaftliche Entwicklung und Entwicklung der Branche

Die gesamtwirtschaftliche Lage war im Jahr 2023 erneut von den Auswirkungen des Ukraine-Kriegs geprägt. Der Altfahrzeugmarkt war weiterhin wesentlich von den Produktions- und Lieferengpässen der Vorjahre geprägt, deren fehlende Nachfrage nach sekundären katalytischen Edelmetallen gleichzeitig schwächend auf die Edelmetallpreise wirkte.

III. Auftragseingang und Umsatzentwicklung

Der geringe Wareneingang aus dem zweiten Halbjahr 2022 zog sich bis weit in das Jahr 2023 hinein. Erst zum Ende des dritten Quartals war eine deutliche Erholung bei der RECAT GmbH festzustellen. Diese war hauptsächlich der Akquise neuer Lieferanten zu verdanken. Auch konnten wir einige Lieferanten, welche bisher ihr Material auf verschiedene Abnehmer aufteilten, zur vollständigen Lieferung an uns überzeugen. Insgesamt konnten die Volumina von Neulieferanten die Materialrückgänge der bestehenden Lieferanten gerade so auffangen.

Ursächlich für die Entwicklung waren insbesondere auf Lieferantenebene, dass:

1. Fahrzeugverwerter, bei denen der Umsatzanteil durch Altkatalysatoren nahezu keine Rolle spielt und deren sonstige Geschäftstätigkeiten erfolgreich waren, ihr Material analog zum Vorjahr auf Lager legen, um auf steigende Edelmetallpreise zu warten.

2. Zwischenhändler auf internationaler Ebene bereits eingekaufte Mengen (zu höheren Preisen) zurückhalten und nur aktuell erworbenes Material vermarkten, um ihre eigene Liquidität und Betriebsfähigkeit auf einem Minimum sicherzustellen. Dies ist auch bei den sogenannten Metall-Konten zu beobachten, auf denen es teilweise zu langen Bestandszeiten kommt, in der Hoffnung, erst wieder bei höheren Kursen verkaufen zu müssen. Dabei ist im vierten Quartal 2023 zu sehen, dass bei einigen Lieferanten Liquiditätsengpässe auftraten infolgedessen es zur Materialverkäufen und Verkäufen von Edelmetallkontobeständen kam.

IV. Produkt- und Sortimentspolitik

Die RECAT befasst sich nahezu ausschließlich mit dem Recycling von edelmetallhaltigen Katalysatoren. Sie ist auf diesem Markt hoch spezialisiert. Darüber hinaus werden Patente im Bereich Batterierecycling gehalten. Die Genehmigungslage sowie die örtlichen Rahmenbedingungen geben derzeit keine wesentliche Erweiterung her, konzernintern sind hier jedoch bereits Strukturen im Aufbau.

B. Geschäftsverlauf und Ertragslage

I. Vermögenslage

Im Vermögen der Gesellschaft übertrifft der Warenbestand zzgl. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und vergleichbaren sonstigen Vermögensgegenständen (zusammen 6,1 Mio. EUR) erheblich das Sachanlagevermögen (0,3 Mio. EUR). Darin spiegelt sich der Charakter des Geschäftes mit hohem Handels- und Dienstleistungsanteil bei typischerweise geringer Anlagenintensität deutlich wider.

Eine wesentliche Veränderung ggü. dem Vorjahr ist die Erhöhung der Vorräte von 1,0 Mio. EUR auf 5,2 Mio. EUR, der eine Erhöhung der erhaltenen Anzahlungen von 2,8 Mio. EUR gegenübersteht.

Der Kassenbestand und die Guthaben bei Kreditinstituten haben sich auf 0,8 Mio. EUR (Vorjahr 0,7 Mio. EUR) erhöht.

Auf der Passivseite ist ergebnisbedingt das Eigenkapital vollständig aufgezehrt worden. Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind gegenüber dem Vorjahr von 1,3 Mio. EUR um 0,2 Mio. EUR auf 1,1 Mio. EUR gesunken.

II. Finanzlage

Die RECAT GmbH deckt derzeit ihren Bedarf an Finanzmitteln aus Eigenkapital bzw. aus Mittelzuflüssen aus der laufenden Geschäftstätigkeit sowie kurzfristigen Terminkrediten der Elemental Holding S.A.. Mit dieser besteht seit Januar 2023 ein Rahmenkreditvertrag mit einer auskömmlichen Kreditlinie. Zum Ende des Geschäftsjahres bestanden insgesamt Gesellschafterdarlehen in Höhe von 3,7 Mio. EUR, für welche die Elemental Holding S.A. eine qualifizierte Rangrücktrittserklärung abgegeben hat.

Aufgrund des hohen Wertes der in den Materialien enthaltenen Edelmetalle besteht prinzipiell ein hoher Finanzbedarf für die Geschäftsabwicklung. Zum einen benötigen reine Sammler beziehungsweise Händler eine schnelle Vergütung zum weiteren Ankauf von neuer Ware, andererseits dauert die physische Rückgewinnung der Edelmetalle bei den Metallhütten teils mehrere Monate.

Ein wesentlicher Teil dieser Finanzierung wird durch die verarbeitenden Hütten und Käufer der Edelmetalle abgedeckt. Bei diesen können preisgesicherte Metallmengen bereits vor Abschluss der Raffinierung vorzeitig abgerechnet werden, was einen Liquiditätszufluss darstellt.

Das zweite wesentliche Standbein besteht in der Finanzierung durch die Hausbanken. Hier besteht ein Betriebsmitteldarlehen bei der KfW über die Oberbank.

III. Ertragslage

Die Gesellschaft erzielte im Geschäftsjahr 2023 einen Verlust in Höhe von 4,2 Mio. EUR. Durch den Austritt von Großbritannien aus der EU resultiert der Umsatz zu großen Teilen nur noch mit Kunden aus Drittländern. Bedingt durch die tatsächliche Verständigung mit dem Finanzamt Bruchsal im strafrechtlichen Ermittlungsverfahren wurde das Jahresergebnis durch die Steuernachzahlungen und damit verbundenen Aufwendungen insgesamt in Höhe von 3,4 Mio. EUR belastet.

Der absolute Rohertrag fiel um 1,0 Mio. EUR auf 1,9 Mio. EUR. Die Rohertragsmarge hat sich um rd. 1,5 %- Punkte auf 9,3 % verschlechtert. Die Umsatzerlöse (und die Zinsaufwendungen) werden in erster Linie stark von den Edelmetallpreisen beeinflusst, letztlich sind deren Entwicklungen jedoch auch durch vorzeitige Verkäufe, Swap-Geschäfte und Edelmetallleihen als zusätzliche Finanzierungsinstrumente bedingt.

Im Jahresdurchschnitt hat sich die Anzahl an Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern um 4 auf 18 reduziert. Die Reduzierung des Personalaufwands in Höhe von 0,6 Mio. EUR auf 1,2 Mio. EUR ist durch Reduzierung von Personal inkl. Abfindungszahlungen zurückzuführen.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen konnten gegenüber dem Vorjahr trotz leicht erhöhtem Währungsumrechnungsaufwand, gestiegenen Rechts- und Beratungskosten sowie gestiegenen Kosten für die Abfallbeseitigung insgesamt um 54 TEUR reduziert werden.

IV. Personal- und Sozialbereich

Die RECAT GmbH beschäftigte im Jahresdurchschnitt 18 Mitarbeiter in den verschiedenen betrieblichen Funktionen.

Die Mitarbeiter setzen sich wie folgt zusammen:

Betriebliche Funktion Anzahl
Verwaltung 12
Gewerblich 6

V. Finanzielle und nichtfinanzielle Leistungsindikatoren

Als finanzielle Leistungsindikatoren werden insbesondere Rohertrag und EBITDA betrachtet. Die Rohertragsmarge hat sich gegenüber dem Vorjahr um 1,5 %-Punkte verringert. Das EBITDA verringerte sich um -0,7 Mio. EUR auf -0,9 Mio. EUR.

Nicht finanzielle Leistungsindikatoren sind insbesondere das Know-how unserer gut ausgebildeten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sowie die vertrauensvollen Beziehungen zu unseren Lieferanten und den verarbeitenden Metallhütten.

VI. Wesentliche Ereignisse im Geschäftsjahr

Die betriebliche Ablauforganisation musste an die temporären Einschränkungen angepasst werden. So kam es zur Einstellung des Geschäftsfeldes "Stückeinkauf" mit zwei Fahrer/Einkäufern in D/A/CH. In der Nachkalkulation der vergangenen Jahre waren erhebliche Fehlbeträge festzustellen, welche keine Anhaltspunkte ergaben, dass dieses Geschäftsmodell vor dem Hintergrund des Wettbewerbsdruckes mittelfristig wieder zum Erfolg hätte beitragen können.

In der Folge kam es zu vier betriebsbedingten Kündigungen sowie weiteren Personalreduzierungen. Zum Jahresende bestand der Personalstamm nur noch aus 12 Mitarbeitern (11,1 FTE).

Das strafrechtliche Ermittlungsverfahren wegen des Verdachts der Hinterziehung von Körperschafts, Gewerbesteuer und Solidaritätszuschlag sowie der Hinterziehung von Umsatzsteuer gegen die (vormaligen) Geschäftsführer hat die gesamte Lage des Unternehmens beeinflusst. Erst zum Jahresende hin konnte eine tatsächliche Verständigung erzielt werden. Die zuletzt als Kaution gebundenen Mittel i.H.v. 3,6 Mio.EUR wurden nahezu vollständig zum Ausgleich fälliger Zahlungen für die Jahre 2013 bis 2018 für Körperschafts-, Gewerbesteuer und Solidaritätszuschlag sowie Umsatzsteuer und davon abhängige Zahlungen (Beiträge der BG etc.) verwendet. Die Liquidität wurde bereits in Vorjahren von der Muttergesellschaft bereitgestellt, die am 22. Dezember 2023 hinsichtlich ihrer bestehenden Forderungen (zum 31. Dezember 2023: 3.713 TEUR) einen qualifizierten Rangrücktritt erklärt hat. Die Gesellschaft weist zum 31. Dezember 2023 bedingt durch den Ausgang des strafrechtlichen Ermittungsverfahrens sowie durch operative Verluste in den Jahren 2022 und 2023 einen nicht durch Eigenkapital gedeckten Fehlbetrag in Höhe von 1.176 TEUR aus.

VII. Wesentliche Ereignisse nach dem Bilanzstichtag

Mit Ausnahme des andauernden Angriffskriegs Russlands in der Ukraine und den damit verbundenen gesamtwirtschaftlichen Auswirkungen haben keine wesentlichen Ereignisse nach dem Bilanzstichtag stattgefunden.

VIII. Gesamtaussage zur wirtschaftlichen Lage

Unter Berücksichtigung der vorstehend gemachten Angaben ist die wirtschaftliche Lage der Gesellschaft als nicht zufriedenstellend zu bezeichnen. Mit Blick auf das Jahresende 2023 hat eine leichte Erholung stattgefunden, da sich der erhöhte Mengeneingang seit Oktober 2023 bislang als stabil und langfristig darstellt.

C. Wesentliche Chancen und Risiken der künftigen Entwicklung

Die RECAT hat den Markt stets im Blick. Durch die Schaffung neuer Verbindungen mit der weiter-verarbeitenden Industrie gehören Engpässe bei Auslass, wie 2021 geschehen, der Vergangenheit an. Derzeit unterhalten wir abfallrechtliche Liefergenehmigungen mit vier Kunden. Auf der Input-Seite ist die Klientel geografisch, sowie auch von der Lieferantengröße her breit gefächert, auch wenn sich einige Großlieferanten etabliert haben. Ein Ausfall einzelner größerer Lieferanten könnte temporäre Probleme verursachen, daher ist die weitere Diversifizierung des Lieferantestammes derzeit Kernaufgabe des Einkaufes. Durch schnelle Analysen im hauseigenen Labor und anschließender Edelmetallverkäufe ist das Handelsrisiko auf ein absolutes Minimum reduziert. Niedrigere Edelmetallnotierungen erfordern zudem weniger Kapitalbedarf, so dass freiwerdende Liquidität die Akquisition weiterer Lieferanten ermöglicht.

D. Risikomanagementsystem

Die RECAT GmbH ist in das konzernübergreifende Risikomanagementsystem der Elemental-Gruppe eingebunden. Die Marktentwicklung und die übrigen finanziellen Risiken werden mittels eines detaillierten Monatsreporting, das neben den Ist-Zahlen auch eine Abweichungsanalyse von Ist- zu Planwerten beinhaltet, überwacht. Die Planwerte des aktuellen Geschäftsjahres resultieren dabei aus den Vorgaben des strategischen Plans der übergeordneten Elemental-Gruppe.

Die Altersstruktur der Kundenforderungen wird regelmäßig überwacht. Aufgrund der Zahlungs-modalitäten bzw. unserer Kundenstruktur bestehen im Regelfall nur in geringem Umfang überfällige Forderungen.

Aufgrund der Finanzierung aus der laufenden Geschäftstätigkeit, der Sicherstellung der Liquidität durch die Elemental Holding S.A. und kurzfristigen Terminkrediten sind derzeit keine wesentlichen Finanzierungsrisiken erkennbar.

E. Prognosebericht

Wir erwarten im Jahr 2024 ein leichtes Umsatzwachstum und somit eine Rückkehr zur Profitabilität. Die Umsätze und Liefermengen der ersten Monate 2024 bestätigen diese Erwartungen. Nach schwierigen ersten Monaten rechnen wir für das zweite Halbjahr wieder mit auskömmlichen Margen. Die Erschließung neuer Märkte ist geplant. Mit wieder anlaufender und nachfragedeckender Produktion von Neufahrzeugen ist auch im Schrottmarkt mit einer Erholung zu rechnen, welche zum Anstieg der marktverfügbaren Altkatalysatoren führt.

Die Struktur des Unternehmens wird den wieder wachsenden Mengen angepasst. So haben wir uns in Verwaltung und dem Labor verstärkt, um gegen Personalausfall besser abgesichert zu sein. Die zunehmende Anzahl an Elektrofahrzeug-Zulassungen wird in den nächsten Jahren noch nicht zu Problemen führen. Durch die Forschung im Bereich Batterierecycling sind bereits zukunftsorientierte Weichen gestellt. Für das Geschäftsjahr 2024 wird mit einer weiteren Reduzierung des Personalaufwands gerechnet (2023: Mio. 1,2 EUR).

Trotz der bereits zuvor dargestellten internen sowie externen Veränderungen und Risiken sehen wir uns für die Zukunft weiterhin gut aufgestellt.

 

Sulzfeld, den 28. Juni 2024

Tilman Bartsch, CEO/Geschäftsführer

Cristian Bortolotti, CEO/Geschäftsführer

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die RECAT GmbH, Sulzfeld

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der RECAT GmbH, Sulzfeld, - bestehend aus der Bilanz zum 31.12.2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der RECAT GmbH, Sulzfeld, für das Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31.12.2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit

Wir verweisen auf Abschnitt "IV. Sonstige Angaben" im Anhang sowie Abschnitt "B. Geschäftsverlauf und Ertragslage" - insbesondere Abschnitt "B. VI. Wesentliche Ereignisse im Geschäftsjahr" - des Lageberichts. In diesen Abschnitten beschreiben die gesetzlichen Vertreter, dass das strafrechtliche Ermittlungsverfahren wegen des Verdachts der Hinterziehung von Körperschaftsteuer und Solidaritätszuschlag, Gewerbesteuer sowie Umsatzsteuer gegen die (vormaligen) Geschäftsführer die gesamte Lage des Unternehmens beeinflusst hat. Erst zum Jahresende hin konnte eine tatsächliche Verständigung erzielt werden. Die zuletzt als Kaution gebundenen Mittel in Höhe von 3,6 Mio. EUR wurden nahezu vollständig zum Ausgleich fälliger Zahlungen für die Jahre 2013 bis 2018 für Körperschaftsteuer und Solidaritätszuschlag, Gewerbesteuer sowie Umsatzsteuer und davon abhängige Zahlungen (Beiträge der BG etc.) verwendet. Die Liquidität wurde bereits in Vorjahren von der Muttergesellschaft bereitgestellt, die am 22. Dezember 2023 hinsichtlich ihrer bestehenden Forderungen (zum 31. Dezember 2023: 3.713 TEUR) einen qualifizierten Rangrücktritt erklärt hat. Die Gesellschaft weist zum 31.12.2023 bedingt durch den Ausgang des strafrechtlichen Ermittlungsverfahrens sowie durch operative Verluste in den Jahren 2022 und 2023 einen nicht durch Eigenkapital gedeckten Fehlbetrag in Höhe von 1.176 TEUR aus.

Wie im Anhang sowie im Lagebericht dargelegt, zeigen vorstehende Ereignisse und Gegebenheiten zusammen mit den anderen dort ausgeführten Sachverhalten, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen kann und die ein bestandsgefährdendes Risiko im Sinne des § 322 Abs. 2 Satz 3 HGB darstellt. Unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht sind bezüglich dieses Sachverhalts nicht modifiziert.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts.

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus.

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zu kunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Anga- ben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, ein- schließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Brühl, den 28. Juni 2024

GTK Metzler GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Stefan Metzler, Wirtschaftsprüfer

Jens Peter Koch, Wirtschaftsprüfer

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