Stammdaten

Register
Amtsgericht Kiel HRB 3894 NO
Eingetragen
16.12.2004
Branche
Herstellung von Maschinen für die Metallerzeugung, von Walzwerkseinrichtungen und GießmaschinenHerstellung von handgeführten Werkzeugen mit MotorantriebHerstellung von Werkzeugmaschinen zur Bearbeitung von Steinen, Beton und sonstigen mineralischen Stoffen
Gegenstand
Entwicklung, Herstellung, Vertrieb, Vermietung von Maschinen, Anlagen und sonstigen technischen Produkten unter der eingetragenen Marke MENCK sowie Lizenznahme und Lizenzvergabe sowie Erbringung von Dienstleistungen im Zusammenhang hiermit.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Anke Schlüter
seit 22.3.2021
Prokura
Frank Köhrmann
seit 22.3.2021
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
ACTEON GROUP OPERATIONS (UK) LIMITEDGBR
100.00%

Gesellschafter
Beta

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Name
Ort
Betrag
Anteil
ACTEON GROUP OPERATIONS (UK) LIMITED
United Kingdom
50.000 €
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

MENCK GmbH

Kaltenkirchen

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

LAGEBERICHT GESCHÄFTSJAHR VOM 1. JANUAR BIS 31. DEZEMBER 2023


MENCK konzentriert sich im Rahmen globaler Projekte auf die Entwicklung, Konstruktion und Herstellung maßgeschneiderter Sondermaschinen für die Gründung und Verankerung großer Offshore-Bauwerke. Als führende Marke im Bereich Marine Foundations innerhalb der Engineering, Moorings and Foundations Division der internationalen Firmengruppe Acteon Group Ltd. bieten wir Gerätetechnik, Projektmanagement-Know-how und umfassenden Service, der speziell auf die oft extremen externen Bedingungen zugeschnitten ist.

ENTWICKLUNG DER ERTRAGS- FINANZ- UND VERMÖGENSLAGE

Für die wesentlichen finanziellen Leistungsindikatoren (Umsatz und Jahresergebnis) haben wir zum Zeitpunkt der Budgeterstellung für das Geschäftsjahr 2023 mit im Vergleich zum Vorjahr höheren Umsätzen (2022: Umsatzerlöse € 58,5 Mio.) infolge eines durchgängig über alle Segmente erwarteten Volumenwachstums gerechnet. Dementsprechend wurde das Jahresergebnis 2023 deutlich oberhalb des Niveaus 2022 erwartet.

Obwohl die Erwartungen in den Verkaufs- und Servicesegmenten aufgrund veränderter Projektplanungen unserer Kunden nicht erfüllt und daraus folgend das Umsatzziel nicht erreicht werden konnte, wurde aufgrund höherer Volumen im margenstärkeren Vermietsegment das budgetierte Jahresergbnis leicht übertroffen. In 2023 wurden Umsatzerlöse von € 77,4 Mio. und ein Jahresüberschuss von € 11,7 Mio. erwirtschaftet.

Im Geschäftsjahr 2023 sind gegenüber dem Vorjahr Umsatz und Volumen, insbesondere im Bereich der Vermietung von Equipment und Personal, signifikant gestiegen: der Umsatz für das Geschäftsjahr liegt mit € 77,4 Mio. um € 18,9 Mio. bzw. 32% über dem Niveau des Vorjahres.

Der Gewinn nach Steuern beträgt € 11,7 Mio. und stieg damit gegenüber dem Vorjahr absolut um 86%, während bezogen auf den Umsatz prozentual ebenfalls ein moderat gestiegenes Ergebnis erzielt werden konnte (Geschäftsjahr 15%; 2022: 11%).

Die Herstellungskosten sind absolut entsprechend des höheren Umsatzes ebenfalls gestiegen, die Herstellungskostenquote fiel um 1% auf 73%. Die Vertriebskosten sind im Vergleich zum Vorjahr gesunken, während die allgemeinen Verwaltungskosten leicht gestiegen sind. Trotz des gestiegenen Vermietvolumens und andauernder Kostenzurückhaltung machte die allgemeine Preisentwicklung nur eine moderate Reduzierung der Kostenbasis möglich. Gesunkene sonstige betriebliche Erträge und im Vergleich zum Vorjahr gestiegene Währungskursverluste in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen tragen ebenfalls zu o.g. Ergebnisentwicklung bei. Die Steuerquote liegt mit 27% unter dem Niveau des Vorjahres (2022: 39%); das Ergebnis vor Steuern ist bezogen auf den Umsatz mit 21% höher als im Vorjahr (2022: 18%).

Das Bruttoergebnis vom Umsatz von € 20,8 Mio. ist um 39% höher als im Vorjahr (€ 15,0 Mio.). Die Höhe der Herstellkosten in Relation zum Umsatz liegt aufgrund von Veränderungen im Projektmix geringfügig unter dem Niveau des Vorjahres (73% gegenüber 74%).

Als Ursachen für die Entwicklung sind anzuführen:

Die Vermietumsätze insgesamt sind im Geschäftsjahr 2023 im Vergleich zum Vorjahr um 51% gestiegen (2023: € 42,3 Mio. / 2022: € 28,0 Mio.) und liegen über dem Niveau der budgetierten Plangrößen. Hauptursache hierfür sind Projektverlängerungen sowie kurzfristige Buchungen im Geschäftsjahr. Die Auslastung unserer Vermietflotte liegt damit insgesamt über der Vorjahresauslastung, wobei die individuelle Auslastung innerhalb der Equipmentkategorien durchaus Unterschiede aufweist. Entsprechend der übertroffenen Umsatzziele liegt der Gross Profit ebenfalls über Budgetniveau, erreicht jedoch aufgrund ebenfalls gestiegener Kosten prozentual nicht die Zielgröße.

Das Verkaufssegment steuert in Relation zum Gesamtumsatz einen vergleichsweise geringen Anteil des Umsatzes im Geschäftsjahr bei, wobei das Volumen des Vorjahres leicht gesteigert werden konnte (2023: € 15,7 Mio. / 2022: € 14,6 Mio.). Obwohl der budgetierte Umsatz nicht erzielt werden konnte, wurde der budgetierte Gross Profit aufgrund veränderter Projektumfänge erreicht und die budgetierten Margen dementsprechend übertroffen.

Der Umsatz im Servicesegment (Wartung, Ersatzteile, Servicetechniker und Logistik) übertrifft das Vorjahresniveau (2023: € 18,6 Mio. / 2022: € 15,1 Mio.); dennoch liegen die Umsätze unter Budgetniveau. Der geplante Gross Profit konnte aufgrund des Projekt Mix innerhalb des Segments sowohl absolut erreicht als auch prozentual übertroffen werden. Insbesondere die Volumina im Technikerbereich konnten infolge des höheren Vermietgeschäfts einen sehr positiven Beitrag zu diesem Gesamtergebnis leisten.

Die Veränderungen im Projektmix (im Vergleich zum Vorjahr geringerer Anteil an Geräteverkäufen mit typischerweise hohen Herstellungskosten und damit insgesamt leicht gestiegener Projekt Gross Profit Marge) spiegeln sich in einer erneuten moderaten Reduzierung der Relation der Herstellungskosten zum Umsatz. Das Bruttoergebnis liegt dementsprechend über dem Niveau der Vorjahre (2023: 27%, 2022: 26%, 2021: 21%, 2020: 24%, 2019: 23%).

Die Vertriebskosten sind im Vergleich zum Vorjahr um 30% gesunken, im Wesentlichen verursacht durch den Entfall der im Vorjahr beschriebenen Einmaleffekte (Einzelwertberichtigung).

Die Verwaltungskosten lagen insgesamt um 9% über dem Niveau des Vorjahres. Die Steigerung ist im Wesentlichen verursacht durch höhere konzerninterne Umlagen.

Die Aufwendungen für Forschung und Entwicklung liegen mit € 0,06 Mio. unter dem Niveau des Vorjahresvolumens. Im Geschäftsjahr 2023 erfolgte erneut eine Aktivierung von Entwicklungskosten in Höhe von € 0,56 Mio.; demzufolge liegt der Gesamtaufwand für Produktentwicklung und -verbesserungen im Geschäftsjahr 2023 bei € 0,62 Mio. und damit leicht oberhalb des Niveaus des Vorjahres.


Wie bereits in den Vorjahren, erfolgte in diesem Geschäftsjahr erneut eine Weiterbelastung von Kosten durch die Muttergesellschaft Acteon Group Ltd. für erbrachte organisatorische und sonstige Dienstleistungen, wie beispielsweise strategischen Support, Finanzmanagement, Vertriebs- und Marketingdienstleistungen etc. Diese belastete das Ergebnis vor Steuern mit € 0,944 Mio. (Vorjahr € 0,744 Mio.).

Ertragsteuern für das Geschäftsjahr 2023 fielen i.H.v. € 4,4 Mio. (Vorjahr: € 3,9 Mio.) an. Die Steuerquote beträgt 27% (Vorjahr: 39%). Dies beinhaltet Einmaleffekte aus der Korrektur der Vorjahre zur Darstellung nicht abziehbarer Ausgaben sowie der Herangehensweise im Hinblick auf die freizustellenden Einkünfte der Betriebsstätte in Taiwan nach Abstimmung mit den Finanzbehörden.

Wie im Vorjahr erfolgte im Geschäftsjahr 2023 keine Gewinnausschüttung an die Gesellschafterin.

Die Kapitalstruktur stellt sich damit wie folgt dar:


31.12.2023 31.12.2022 VERÄNDERUNG

EUR '000 EUR '000 PROZENTPUNKTE
Eigenkapital 37.428 25.741
Gesamtkapital 101.237 86.491
Eigenkapitalquote 37,0% 29,8% 7,2%


Der Anteil an Fremdkapital an der Unternehmensfinanzierung entspricht 63,0% (Vorjahr: 70,2%); die Erhöhung der Eigenkapitalquote bei gestiegenem Gesamtkapital ist im Wesentlichen durch den Verzicht auf eine Gewinnausschüttung im Geschäftsjahr und den damit bis auf Weiteres im Unternehmen verbleibenden Jahresüberschuss zurückzuführen. Die Eigenkapitalquote liegt zum Stichtag damit erstmals seit mehreren Jahren wieder über dem Niveau des deutschen Mittelstandes für Betriebe mit einer Beschäftigtenzahl > 50 im Jahr 2022 von 31,2% (2021: 35%, 2020: 36,4%, Quelle: Statista).

Die Entwicklung ausgewählter Vermögensstrukturkennzahlen stellt sich wie folgt dar:


31.12.2023 31.12.2022 VERÄNDERUNG

EUR '000 EUR '000 PROZENTPUNKTE
Anlagevermögen 37.213 29.977
Gesamtvermögen 101.237 86.491
Anlagenintensität 36,8% 34,7% 2,1%


Die im Geschäftsjahr im Vorjahresvergleich leicht gestiegene Anlagenintensität ist im Wesentlichen auf das durch Investitionen in unsere Vermietflotte gewachsene Anlagevermögen bei gleichzeitig gestiegenem Umlaufvermögen zurückzuführen.

Die Erhöhung der unfertigen Erzeugnisse wurde hauptsächlich durch den bereits im Geschäftsjahr begonnenen Bau eines MHU4400S Hammer Systems für den Verkauf im Jahr 2024 verursacht. Zur Erhöhung der fertigen Erzeugnisse trugen höhere Bestände in Containern, teurere Ersatzteile für die größeren Hammertypen sowie generelle Preissteigerungen bei. Die Erhöhung der Kundenforderungen ist hauptsächlich auf Verkäufe und Vermietungen im Dezember mit Fälligkeit in Q1/24 zurückzuführen.

Dementsprechend ist die Umlaufintensität im Vergleich zum Vorjahr erneut leicht gesunken:


31.12.2023 31.12.2022 VERÄNDERUNG

EUR '000 EUR '000 PROZENTPUNKTE
Umlaufvermögen 63.226 55.739
Gesamtvermögen 101.237 86.491
Umlaufintensität 62,5% 64,4% -1,9%


Der Bestand der flüssigen Mittel beträgt € 1,4 Mio (i.Vj. € 11,3 Mio), da im Gegensatz zum Vorjahr keine signifikanten Zahlungseingänge von Kunden in Stichtagsnähe erfolgt sind. Gegenüber der Gesellschafterin besteht eine langfristige Darlehensverbindlichkeit von € 31,0 Mio. Die Gesellschaft finanziert sich im Wesentlichen aus dem operativen Cash Flow sowie der Rückzahlung von in den Vorjahren gewährter kurzfristiger Darlehen im Konzern.

INVESTITIONEN

Das im mehrjährigen Vergleich erneut hohe Investitionsvolumen im abgelaufenen Geschäftsjahr beträgt 66% des Vorjahreswertes und wurde hauptsächlich auf die Erweiterung und Modernisierung der Vermietflotte verwendet. Insbesondere handelt es sich um die ergänzende Schlagadaption eines MHU4400S Hammers mit großer Schlagenergie, mehrere Powerpacks sowie Ersatzteil- und Werkstattcontainer.

Bei den Entwicklungsprojekten wurde die Digitalinitiative fortgesetzt, sicherheitsrelevante Einrichtungen erweitert sowie in den weiteren Ausbau der Flotte mit höherer Schlagenergie und eine modernisierte Hammersteuerung investiert.

Die Infrastrukturmaßnahmen beinhalten hauptsächlich Werkstattausrüstung sowie die Erneuerung veralteter IT-Systeme.

MARKTPOSITION

Die anhaltende, wenn auch mittlerweile abklingende Energiekrise im Öl- und Gassektor sowie geopolitische Unruhen in der Ukraine und im Nahen Osten haben das Geschäftsjahr 2023 geprägt. Diese Ereignisse führten zu ungewöhnlichen und herausfordernden Einflüssen, sowohl auf der logistischen Seite als auch durch gestiegene Kosten für Ausrüstung und Service. Trotz dieser Herausforderungen bewerten wir die Geschäfts- und Marktentwicklungen insgesamt als äußerst positiv. Der Öl- und Gasmarkt zeigt eine deutliche Erholung bzw. Steigerung, insbesondere mit regionalen Schwerpunkten im Nahen Osten.

Globalpolitisch wird die Entwicklung erneuerbarer Energien weiter vorangetrieben, um der globalen Energieknappheit und regionalen Abhängigkeit entgegenzuwirken. MENCK profitiert von dieser Entwicklung und erwartet eine positive Geschäftsentwicklung, die sich bereits in einem steigenden Arbeitsvolumen und einer guten Auftragslage widerspiegelt.

Etwa 80% unserer aktuellen Vertriebspipeline ist im Zusammenhang mit erneuerbaren Energien verbunden, wobei insbesondere die Auftragsbücher für Großkomponenten wie den MHU 4400S bis zum Jahr 2026 und darüber hinaus gut gefüllt sind. Neben unseren bereits aktiven Märkten in Europa, Asien und dem Mittleren Osten erwarten wir ab 2024 verstärkte Aktivitäten im US-amerikanischen Markt. Die Entwicklung im Vertriebssegment in China wird derzeit als rückläufig eingestuft, hauptsächlich aufgrund der auslaufenden Subventionsmaßnahmen für erneuerbare Energieprojekte.

Wir erwarten auch zukünftig eine steigende Auslastung im Projekt- und Vermietgeschäft. Obwohl die globalen Klimaprogramme eine deutliche Reduzierung der Abhängigkeit von konventionellen Energieträgern anstreben, sind die Realisierungszeiträume aufgrund von Ressourcenengpässen und Marktspezifika derzeit herausfordernd. Dies kann zu weiteren Engpässen und Preiserhöhungen führen, die kleinere Projekte stärker belasten könnten. Eine vollständige Abkehr von konventionellen fossilen Energieträgern ist mittelfristig nicht zu erwarten, daher rechnen wir zumindest mittelfristig mit einer konstanten Umsatzgenerierung aus diesem Marktsegment.

In Zukunft wird auch weiterhin ein deutliches Wachstum der Geschäftsaktivitäten im Bereich erneuerbarer Energien erwartet. Technische Herausforderungen, insbesondere im Bereich der Kapazitätserweiterungen von Windturbinen, spiegeln sich direkt im Fundamentmarkt und somit auch bei MENCK wider. Größere Fundamentpfähle in größeren Wassertiefen erfordern größere Installationsgeräte und eine entsprechende globale Lieferkette.

Wir haben ein umfangreiches Entwicklungs- und Investitionsprogramm für mechanische und digitale Technologien definiert und vorangetrieben, um die Kapazitätserweiterung und Transparenz der Technologieanwendung zu unterstützen, das operative Risiko zu reduzieren und verbesserte operative Prozesse zu implementieren. Die Installation von Monopfählen bleibt weiterhin die bevorzugte Umsetzung der verfügbaren Fundamenttechnologien im Offshore-Windbereich, für die MENCK sich weiterhin gut im Markt positioniert sieht.

PERSONAL

Die durchschnittliche Personalstärke im Berichtszeitraum betrug 142 Mitarbeiter gegenüber durchschnittlich 133 Mitarbeitern im Geschäftsjahr 2022. Der Personalaufbau verteilt sich über die Funktionsbereiche. Zusätzlich wurden durchschnittlich 2 (Vorjahr: 2) Auszubildende beschäftigt. Der für das Geschäftsjahr geplante Personalaufbau wurde begonnen und soll im Folgejahr fortgesetzt werden. Wir erwarten für das folgende Jahr aufgrund der Nachbesetzung vakanter Positionen sowie der Fortsetzung eines strategischen Aufbaus verschiedener Funktionen weiterhin steigende Mitarbeiterzahlen. Der angespannte Markt für Arbeitskräfte in der Metropolregion Hamburg sowie teils signifikante Erhöhungen der marktüblichen Gehälter für Fachkräfte, verstärkt durch die Inflationsentwicklung und entsprechende Tarifabschlüsse, be- bzw. verhindern häufig eine zeitnahe Stellenbesetzung bzw. erfordern eine Ausweitung der Rekrutierungsaktivität auf weiter entfernte Regionen im Inland sowie das europäische Ausland. Wie in den Vorjahren gehen wir aktuell nicht davon aus, alle budgetierten Stellen im Jahr 2024 besetzen zu können.

Trotz längerfristiger Vakanzen konnten aufgrund des (auch zeitlichen) hohen Engagements und der Flexibilität der Mitarbeiter alle Kundenaufträge bedient werden.

Da auch die MENCK GmbH von der allgemeinen demographischen Entwicklung in Deutschland betroffen ist, wird die qualifizierte Nachbesetzung in den Ruhestand ausscheidender bzw. in die Passivphase der Altersteilzeit wechselnder erfahrener Mitarbeiter ein Schlüsselfaktor zum Know How Erhalt und damit zur Sicherstellung kontinuierlichen Projekterfolgs sein.

Die in den Vorjahren seitens der Gesellschafterin begonnene Forcierung der Zusammenarbeit mehrerer operativer Firmen in so genannten Segmenten wurde im Geschäftsjahr fortgesetzt. Durch die Segmentorganisation und damit verbundene Matrixstruktur wird die strategische Zusammenarbeit innerhalb integrierter und firmenübergreifender Projekte gefördert und operative Synergie- sowie strategische Wachstumseffekte können besser genutzt werden.

Die Einführung der neuen Struktur im Bereich Field Pool Management mit spezialisierten Teams für die Schwerpunkte Allocation & Ressourcing, Training & Development sowie Travel Management zeigt erste positive Einflüsse auf das Tagesgeschäft und die Abwicklungsqualität. In weiteren Schritten sollen Funktionen wie ein zentraler Helpdesk integriert werden.

Mit Blick auf unsere Präsenz in Singapur liegt der Schwerpunkt weiterhin auf dem Aufbau der lokalen Field Crew sowie der Verstärkung technischer Back Office Funktionen, um mit einer höheren Flexibilität kundenorientiert agieren zu können.

Durch den Einsatz von Mitarbeitern aus Schwesterfirmen, Freelancern, Zeitarbeitskräften und befristeten Verträgen sind wir in der Lage, ausreichend flexibel auf die Geschäftsentwicklung reagieren zu können.

FORSCHUNG & ENTWICKLUNG

Im Geschäftsjahr 2023 lag der Schwerpunkt unserer Entwicklungstätigkeit neben sicherheits- und umweltrelevanten Themen erneut in der Weiterentwicklung und Verbesserung unseres Bestandsequipments.

Im Hinblick auf die strategische Erweiterung unserer Vermietflotte wurde die Entwicklung eines "Next Generation Wind Hammers" in enger Abstimmung mit interessierten Kunden vorangetrieben.

Des Weiteren wurde die seitens der Acteon-Gruppe im Jahr 2018 ins Leben gerufene strategische Initiative zum Themenfeld Digitalisierung fortgesetzt und intensiviert; für 2024 wird die digitale Agenda weiter vorangetrieben. Der Umfang der Entwicklungstätigkeiten wird gemäß den etablierten Prozessen in Abhängigkeit von der Marktentwicklung und in engem Zusammenhang mit dem Feedback unserer Kunden festgelegt.

VORAUSSICHTLICHE UNTERNEHMENSENTWICKLUNG

AUSBLICK 2024

Nach der positiven Geschäftsentwicklung im Jahr 2023 erwarten wir für 2024 bei steigenden Vermiet- und Serviceumsätzen eine moderate Erhöhung des Verkaufsvolumens und damit insgesamt eine moderate Umsatzsteigerung.

Im Verkaufssegment sehen wir sowohl für 2024 als auch 2025 aufgrund bereits geschlossener Verträge ein moderates Volumenwachstum gegenüber 2023. Die Verfügbarkeit eines kompletten Hammersystems aus dem Bestand der Fertigerzeugnisse sowie die Möglichkeit von Verkäufen aus der Flotte erlauben bei kurzfristigem Vertragsabschluss weitere Steigerungen in diesem Bereich.

Die positiven Aspekte werden im Wesentlichen durch folgende Faktoren unterfüttert: eine signifikante Anzahl an frühzeitig gebuchten Langzeitvermietungen von Hämmern mit großer Schlagenergie im Offshore Wind-Segment, die Konsolidierung des Marktes im Hinblick auf Vermietungen im Öl- und Gassegment, sowie die mit der positiven Entwicklung des Vermietgeschäftes einhergehende Steigerung von Servicetechniker-Einsätzen zur Begleitung des Equipmentbetriebes vor Ort.

Um die bereits gebuchten Vermietprojekte vollständig bedienen zu können, setzen wir die Erweiterung unserer Flotte um weitere Powerpacks, Schlagadaptionen und sonstige Anbauteile fort. Des Weiteren investieren wir im Rahmen unserer Repair & Maintenance Strategie in den Ausbau und die Ausstattung unserer lokalen und internationalen Service Hubs.

Für das Brückensegment sehen wir zum Ende des Jahres 2024 bzw. für 2025 konkrete Möglichkeiten im asiatischen Markt, jedoch weiterhin mit Unsicherheiten in der Projektplanung seitens der Kunden.

Im Service-Segment, insbesondere bei Wartungs- und Überholungsprojekten, sehen wir weiterhin eine eher schleppende Anfrage- und Auftragstätigkeit auf Kundenseite, gehen aber aktuell von einer im weiteren Jahresverlauf noch anziehenden Aktivität und dementsprechend davon aus, das ursprünglich geplante Volumen in diesem Segment realisieren zu können. Das verwandte Ersatzteilgeschäft entwickelt sich ebenfalls zögernder als erwartet und leidet teilweise unter Beschaffungsengpässen.

Aufgrund des ansteigenden Projektvolumens im Vermietbereich erwarten wir für das Servicetechnikersegment eine erneute Umsatzsteigerung gegenüber dem Geschäftsjahr 2023, jedoch gestaltet sich die Einsatzplanung unter Berücksichtigung lokaler Anforderungen (z.B. Einreiseregelungen) und einer inzwischen stärker internationaleren Crew teilweise herausfordernd. Die Besetzung von Projekten mit Technikern aus Schwesterfirmen im Rahmen der Segmentstrategie führt zu höheren direkten Kosten im Projekt.

Insgesamt gehen wir entsprechend der derzeitigen Projektsituation von einem absoluten Jahresergebnis deutlich oberhalb von 2023 aus.

Aufgrund des bereits zum jetzigen Zeitpunkt hohen Anteils an gebuchten Projekten im Verhältnis zum Gesamtforecast von 78% und der weiterhin durchgängig positiven Erfahrung mit der Abwicklung unseres Geschäftes unter den aktuellen Rahmenbedingungen gehen wir trotz der Einflüsse aus dem fortdauernden Krieg in der Ukraine und inflationsbedingten Preissteigerungen davon aus, das Budget erreichen zu können. Die Planung wird monatlich im Rahmen der Forecast-Updates einer Prüfung und ggf. Neupositionierung unterzogen.

AUSBLICK FOLGEJAHRE

Bei schwankenden Ölpreisen nehmen wir auf Seiten unserer Kunden im Öl- und Gasmarkt weiterhin eine Zurückhaltung im Hinblick auf Investitions- und Wartungsaktivitäten wahr. Die Überholungen und Upgrades von Equipment werden in der Regel weiterhin von konkreten Projekten auf Kundenseite abhängig gemacht und dann in kurzfristiger Umsetzung gewünscht, was MENCK bei bereits hoher Auslastung und komplexen Beschaffungsprozessen vor Herausforderungen stellt. Auch im Tiefwassersegment sehen wir allenfalls langfristig konkrete Projektoptionen.

Im Windsegment hingegen konnten bereits mehrere Vermietprojekte für den Zeitraum 2025/26 vertraglich gesichert werden; weitere befinden sich aktuell in der Verhandlungsphase. Im Zusammenhang mit weiteren Vermietungen ist ein Ausbau unserer Equipmentflotte, auch mit größeren Schlagenergien als derzeit verfügbar, notwendig. Die hierfür notwendige Investitionsentscheidung erwarten wir kurzfristig.

Bei den Verkäufen im Windsegment sehen wir ebenfalls eine fortdauernde Nachfrageaktivität. Allerdings insbesondere im chinesischen Markt weitaus zurückhaltender als in den Vorjahren. Aufgrund der Vorbereitungs- und Bauzeit sind aus heutiger Sicht Verkäufe von Hämmern mit größerer Schlagenergie nur mit einer Vorlaufzeit von > 1 Jahr realistisch. Der Offshore-Windmarkt hat sich als starkes und belastbares Standbein für MENCK etabliert; dies unterstützen wir weiterhin durch langfristige Kooperationen mit Kunden wie auch Partnern und Rahmenverträgen über längere Laufzeiten.

Im Servicebereich besteht die Herausforderung fortwährend darin, den Zielkonflikt zwischen kurzfristiger Verfügbarkeit für den Kunden im Bedarfsfall und einem angemessenen Working Capital-Niveau zu managen. Teilweise lange Lieferzeiten für Ersatzteile erfordern eine angemessene Bevorratung auf unserer Seite, um sowohl Kundenbedarfe als auch eigene Reparaturen zeitnah bedienen zu können. Dies erfordert auch zukünftig einen Working Capital-Einsatz in signifikanter Größenordnung, da die Bereitschaft von Kunden, bei kurzfristig nicht verfügbaren Ersatzteilen auf eine Bestellung zu verzichten und ggf. ein entsprechendes Projektrisiko auf Kundenseite einzugehen, weiterhin steigt. Dies kann unter anderem mittel- und langfristig zu Herausforderungen im Servicebereich beitragen.

Unsere Strategie, durch Verkaufsaufträge nachfolgendes Servicegeschäft zu generieren, erweist sich insgesamt als erfolgreich und wir werden diese gezielt fortsetzen, und hier insbesondere zur Abdeckung des chinesischen Marktes unsere Schwesterfirma in Singapur sowie lokale Mitarbeiter vor Ort in China einsetzen.

Die Auslastung unserer Field Crew ist weiterhin sehr hoch. Insbesondere große, langlaufende Projekte im Segment der erneuerbaren Energien, wie dem Bereich Offshore Wind, haben unter anderem aufgrund der notwendigen regelmäßigen Crew Changes einen sehr hohen Ressourcenbedarf. Im vergangenen Geschäftsjahr ist es uns trotz der schwierigen Situation im Arbeitsmarkt gelungen, die Zahl der Mitarbeiter im Bereich unserer Field Crew deutlich zu erhöhen. Aufgrund der notwendigen Einarbeitung sowie Durchführung von entsprechenden Trainings wird diese Steigerung der verfügbaren Ressourcen erst in den kommenden Jahren entsprechende positive Auswirkungen auf die Gesamtauslastung unserer Field Crew zeigen. Eine weitere Aufstockung der Field Crew ist weiterhin geplant.

CHANCEN UND RISIKEN

Im Folgenden werden Chancen und Risiken nach der Bedeutung absteigend genannt.

CHANCEN

Um die angeführten Ziele zu erreichen sowie die Kundenanforderungen erfüllen zu können, ist mittel- und langfristig ein weiterer selektiver Ausbau der Vermietflotte unumgänglich. Aufgrund eines begrenzten Investitionsvolumens wird dieser Ausbau voraussichtlich nur bei entsprechend konkreten Projektanforderungen stattfinden können; wir sehen hier jedoch erfreulicherweise weiterhin eine entsprechende Unterstützungsbereitschaft seitens unserer Gesellschafterin. Wie in den Vorjahren erwarten wir aufgrund der Anforderungen bereits gebuchter bzw. in der Angebotsphase befindlicher Projekte die Notwendigkeit, in Anbauteile und projektbezogene Adaptionen zu investieren. Wir arbeiten mit unseren Kunden und Lieferanten kontinuierlich daran, verlässliche Zahlungsbedingungen auszuhandeln und eine ausgeglichene Cash-Position, auch und insbesondere zur Finanzierung des Investitionsbedarfs, zu gewährleisten.

Im Rahmen der politisch gewünschten, aber zumindest im Inland nach wie vor schleppend umgesetzten Ausbaus erneuerbarer Energien als Folge der mittelfristig angestrebten Energieunabhängigkeit der Europäischen Union von Russland infolge des Angriffskrieges gegen die Ukraine erwarten wir einen verstärkten Ausbau der Offshore-Windenergie und damit einhergehend der Nachfrage nach großen Schlagadaptionen und entsprechender Schallschutzsysteme. Die Wahrnehmung entsprechender Aufträge würde einen weiteren Ausbau unserer Flotte erfordern.

Parallel dazu sind gezielte Personaleinstellungen geplant, um den erweiterten Anforderungen unserer Kunden durch kontinuierlich verbesserten Support und bedarfsgerechte Abbildung der unterstützenden Back Office-Prozesse gerecht werden zu können. Flexible Arbeitsbedingungen, internationale Personalentwicklungsmöglichkeiten innerhalb des Konzerns und Anreizsysteme im Bereich der Vergütung tragen zu einer erhöhten Attraktivität für Bewerber bei.

RISIKEN

Unser Geschäft ist weiter geprägt durch andauernden Preisdruck unserer Kunden und deren Erwartungen von kurzen, zuverlässigen Lieferzeiten. Verstärkt werden von unseren Kunden detaillierte Informationen über die eingesetzten Lieferketten und die Einhaltung von ethischen Standards eingefordert. Um diesen Erwartungen gerecht zu werden, konzentrieren wir uns bei der Beschaffung von benötigten Materialien und Dienstleistungen auf unsere qualifizierten Stammlieferanten.

Durch frühzeitige Reservierung von Fertigungsslots, langfristige Rahmenbestellungen sowie frühzeitige Bestellungsauslösung versuchen wir stabile Preise und verlässliche Liefertermine zu erzielen. Hohe Beschaffungs- und Energiekosten sowie die Verfügbarkeit von Rohmaterial und Fertigungsslots erschweren unsere Beschaffungsaktivitäten und erhöhen trotz langjähriger Beziehungen zu unseren Lieferanten die Herausforderung, Komponenten termingerecht verfügbar zu haben.

Auf dem Rohstoffmarkt sehen wir aktuell stabile Preise für Stahl und Legierungen auf einem hohen Niveau. Kurzfristig ist nicht mit der Entspannung der Verfügbarkeit von Materialien und damit einhergehend keiner Reduzierung des Preisniveaus zu rechnen. Die Entwicklung der Beschaffungsmärkte, unsichere politische Rahmenbedingungen sowie die steigenden Anforderungen zur Einhaltung von ökologischen und ethischen Ansprüchen (ESG-Anforderungen) an unsere Lieferanten werden langfristig unsere Beschaffungspolitik beeinflussen und stärkere Anforderungen an unsere Lieferketten stellen.

Aufgrund dieser Faktoren müssen wir auch weiterhin verstärkt mit Störungen in Teilen der Lieferkette rechnen. Finanzielle Engpässe und wachsender Aufwand bei der Umsetzung von ESG-Anforderungen werden auf allen Seiten zu steigenden Kosten führen. Der Anstieg der Beschaffungskosten wird somit zur Planungsunsicherheit beitragen.

Um mögliche Risiken frühzeitig zu erkennen und entsprechende Gegenmaßnahmen vorzubereiten, versuchen wir im Vorfeld einzelner Bestellungen genauere und aktuelle Informationen über die am Herstellungsprozess beteiligten Unternehmen zu bekommen. Bei diesem Lieferanten-Qualifizierungsprozess analysiert unser "Supply Chain Management" systematisch die Ergebnisse der Compliance-Prüfung, die finanziellen Verhältnisse, sowie die betriebliche Organisation eines Lieferanten.

Unser 'Supplier-Code-of-Conduct' ist Grundlage und fester Bestandteil jeder Geschäftsbeziehung mit unseren lieferseitigen Partnern. Mit gezielten Lieferantenaudits überwachen wir die Einhaltung der mit uns getroffenen Regelungen und erhalten beim Lieferanten Einblicke in die Herstellungsprozesse und deren Lieferketten. Um Qualitätsschwankungen in der Lieferleistung unserer Lieferanten auch zukünftig nahezu ausschließen zu können, analysieren wir engmaschig die erbrachten Lieferleistungen und werden verstärkt Qualitätssicherungsvereinbarungen mit ausgewählten Vorzugslieferanten vereinbaren.

Mit Blick auf die Ressourcenverfügbarkeit im Bereich Field Crew sehen wir trotz aller bereits getroffener Maßnahmen auch weiterhin ein hohes Verfügbarkeitsrisiko für unsere Projekte. Wir arbeiten weiterhin aktiv am Auf- bzw. Ausbau unserer eigenen Ressourcen, um Kernkompetenzen im Unternehmen zu binden und unseren Kunden qualifizierte, entsprechend aus eigenen und externen, ebenfalls an MENCK Equipment gut ausgebildeten Crews, anbieten zu können. Als klare Herausforderung und entsprechendes Risiko ist hier insbesondere die Suche nach entsprechend qualifiziertem Personal zu nennen.

Generell stellt die häufig nicht zum gewünschten Termin oder im geplanten Vergütungsrahmen mögliche Besetzung offener Stellen durch Fachkräfte ein Risiko für die zeit- und kostengerechte Abwicklung unserer Projekte dar. Weiterhin erwarten wir aufgrund der Entwicklung des Marktes, verstärkt durch die aktuell erneut hohen Tarifabschlüsse, mittelfristig eine erhöhte Fluktuation und daraus folgend höhere Recruitment- und Onboardingaufwände.

Das Management sieht weiterhin Risiken in der Verschiebung oder dem Ausfall von Kundenaufträgen aufgrund einhergehender Veränderungen im Markt sowie etwaiger Finanzrisiken. Risiken im Bereich der Projektfinanzierung begegnen wir durch intensivere Kundenabsprachen und eine intensivere Einbindung lokaler Agenten.

Eine Quantifizierung der aus dem Krieg in der Ukraine resultierenden Risiken in finanzieller Hinsicht ist aufgrund der unverändert großen Unsicherheiten nicht möglich.

Unverändert zu den Vorjahren gehören Währungsrisiken, die unruhige politische Lage in vielen der erdölfördernden Staaten sowie die nicht konkret vorhersehbare Entwicklung des Ölpreises zu den Unternehmensrisiken von MENCK. Des Weiteren ist die MENCK GmbH aufgrund ihrer Gesellschafterstruktur verpflichtet, sämtliche Projektmöglichkeiten sowohl im Hinblick auf EU- als auch US-amerikanische Sanktionen einem Compliance Check zu unterziehen. Hieraus können je nach Bewertung des Einzelfalls signifikante Einschränkungen unserer Geschäftstätigkeit erwachsen.

Das bei MENCK implementierte "Project Controlling and Budgeting", die so genannte "Eighteen Months Rolling Forecast", sowie das Risikomanagement im Bereich der Projektabwicklung, das im Projektprozess sorgsam integriert ist, sind darauf ausgelegt, sowohl Chancen zu erkennen und wahrzunehmen als auch Projektrisiken weitestgehend zu minimieren und bei Eintritt unvorhergesehener Ereignisse frühzeitig gegensteuern zu können. Mit den vorgenannten Instrumenten sowie einer möglichen konjunkturellen Entwicklung berücksichtigenden Szenariorechnung begegnen wir den Risiken aus volatilen Märkten und den aus der unsicheren gesamtwirtschaftlichen Situation resultierenden Gefahren. Aktives Working Capital Management trägt zur langfristigen Liquiditätssicherung bei, wobei unser Augenmerk in erster Linie auf einer langfristigen Optimierung des Lagerbestandes und der Reduzierung überfälliger Forderungen liegt.

Aufgrund der Vielzahl interner und externer Einflussfaktoren können die tatsächlichen Ergebnisse wesentlich von den Erwartungen abweichen.

Bestandsgefährdende Risiken für das Unternehmen sind zum heutigen Zeitpunkt nicht erkennbar.

 

Kaltenkirchen, den 26. April 2024

Dr. Bernhard Bruggaier

Frank Köhrmann

Bilanz zum 31. Dezember 2023

A k t i v a


31.12.2023 31.12.2022

EUR EUR EUR EUR
A. Anlagevermögen



I. Immaterielle Vermögensgegenstände



1. Aktivierte Entwicklungskosten 1.417.100,67
1.033.034,57
2. Entgeltlich erworbene Software 27.637,50 1.444.738,17 0,00 1.033.034,57
II. Sachanlagen



1. Grundstücke und Bauten einschließlich der Bauten



auf fremden Grundstücken 3.043,21
3.741,21
2. Mietgeräte 32.595.435,22
27.509.278,68
3. Technische Anlagen und Maschinen 183.148,23
238.897,70
4. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 65.985,15
85.322,26
5. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 2.920.921,26 35.768.533,07 1.107.065,55 28.944.305,40


37.213.271,24
29.977.339,97
B. Umlaufvermögen



I. Vorräte



1. Unfertige Erzeugnisse, unfertige Leistungen 8.567.769,40
4.789.813,96
2. Fertige Erzeugnisse und Waren 20.620.177,34
18.440.783,74
3. Geleistete Anzahlungen 281.759,65 29.469.706,39 572.610,74 23.803.208,44
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände



1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 16.571.490,65
8.097.515,38
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 14.192.860,17
11.853.059,74
- davon aus Lieferungen und Leistungen



EUR 512.293,78 (i. Vj. EUR 1.125.595,03) -



- davon aus Darlehen



EUR 13.680.566,39 (i. Vj. EUR 10.727.464,71) -



- davon gegen Gesellschafter



EUR 14.099.842,75 (i. Vj. EUR 10.860.696,22) -



3. Sonstige Vermögensgegenstände 1.614.033,64 32.378.384,46 663.596,55 20.614.171,67
- davon mit einer Restlaufzeit von mehr als



einem Jahr EUR 210.118,90 (i. Vj. EUR 212.110,73) -



- davon aus Steuern



EUR 1.027.314,91 (i. Vj. EUR 256.291,76) -



III. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten



und Schecks
1.377.886,58
11.321.630,08


63.225.977,43
55.739.010,19
C. Rechnungsabgrenzungsposten
407.641,66
351.564,95
D. Aktive latente Steuern
389.752,15
423.378,50


101.236.642,48
86.491.293,61


P a s s i v a


31.12.2023 31.12.2022

EUR EUR
A. Eigenkapital

I. Gezeichnetes Kapital 50.000,00 50.000,00
II. Kapitalrücklage 5.599.668,68 5.599.668,68
III. Bilanzgewinn 31.778.190,75 20.091.474,07
- davon Gewinnvortrag

EUR 20.091.474,07 (i. Vj. EUR 13.791.786,63) -


37.427.859,43 25.741.142,75
B. Rückstellungen

1. Rückstellungen für Pensionen 2.423.363,00 2.408.817,00
2. Steuerrückstellungen 1.698.212,83 882.910,55
3. Sonstige Rückstellungen 4.909.243,58 7.402.511,62

9.030.819,41 10.694.239,17
C. Verbindlichkeiten

1. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 9.054.506,67 7.336.274,60
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 7.746.906,16 9.295.289,41
3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 37.196.441,51 31.516.317,14
- davon gegenüber Gesellschafter

EUR 4.113.055,17 (i. Vj. EUR 94.680,18) -

- davon aus Lieferungen und Leistungen

EUR 2.083.386,34 (i. Vj. EUR 421.636,96) -

- davon aus Darlehen

EUR 31.000.000,00 (i. Vj. EUR 31.000.000,00) -

4. Sonstige Verbindlichkeiten 434.757,05 1.591.503,28
- davon aus Steuern

EUR 163.546,72 (i. Vj. EUR 1.406.333,12) -

- davon im Rahmen der sozialen Sicherheit

EUR 733,11 (i. Vj. EUR 688,10) -


54.432.611,39 49.739.384,43
D. Passive latente Steuern 345.352,25 316.527,26

101.236.642,48 86.491.293,61

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023


2023 2022

EUR EUR
1. Umsatzerlöse 77.370.860,10 58.472.795,86
2. Herstellungskosten der zur Erzielung der Umsatzerlöse

erbrachten Leistungen -56.522.205,79 -43.471.116,47
3. Bruttoergebnis vom Umsatz 20.848.654,31 15.001.679,39
4. Vertriebskosten -1.516.547,34 -2.153.229,40
5. Allgemeine Verwaltungskosten -4.355.676,42 -4.006.667,36
6. Sonstige betriebliche Erträge 2.569.426,18 2.497.827,53
7. Sonstige betriebliche Aufwendungen -1.229.126,84 -835.975,79
8. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 893.312,33 811.238,82
- davon aus verbundenen Unternehmen

EUR 850.219,43 (i. Vj. EUR 789.053,91) -

9. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -1.099.857,76 -1.070.820,00
- davon an verbundene Unternehmen

EUR 996.865,30 (i. Vj. EUR 930.000,00) -

10. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -4.423.467,78 -3.944.365,75
11. Ergebnis nach Steuern 11.686.716,68 6.299.687,44
12. Jahresüberschuss 11.686.716,68 6.299.687,44
13. Gewinnvortrag aus dem Vorjahr 20.091.474,07 13.791.786,63
14. Bilanzgewinn 31.778.190,75 20.091.474,07

Anhang für das Geschäftsjahr 2023

I. Allgemeine Angaben

Der Jahresabschluss der
MENCK GmbH, Sitz: Am Springmoor 5a, 24568 Kaltenkirchen, Registergericht: Amtsgericht Kiel, HRB 3894 NO,
zum 31. Dezember 2023 wurde entsprechend den handelsrechtlichen Vorschriften für große Kapitalgesellschaften aufgestellt.

Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Umsatzkostenverfahren aufgestellt.

II. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Die immateriellen Vermögensgegenstände und Sachanlagen sind zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen, bewertet. Die Abschreibungen werden nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände und in Anlehnung an die steuerlichen Vorschriften linear vorgenommen.

Geringwertige Wirtschaftsgüter werden im Jahr des Zugangs voll abgeschrieben und ihr Abgang wird unterstellt.

Für Computerhardware sowie Betriebs- und Anwendersoftware wurde in Anlehnung an die steuerliche Neuregelung lt. BMF-Schreiben vom 26.2.2021 eine betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer von 1 Jahr zugrunde gelegt.

Die Vorräte werden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt. Die Herstellungskosten enthalten die direkt zurechenbaren Einzelkosten sowie angemessene Teile der Material- und Fertigungsgemeinkosten. Das Niederstwertprinzip wird beachtet.

Der Ansatz der Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände erfolgt zum Nennwert. Erkennbare Risiken sind durch Wertberichtigungen berücksichtigt.

Die Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen und werden in Höhe des Erfüllungsbetrages angesetzt, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist.

Die Pensionsrückstellungen wurden unter Verwendung der Methode der laufenden Einmalbeträge (sog. Projected-Unit-Credit-Methode) ermittelt. Für die Bewertung der Pensionsrückstellungen wurde in der Handelsbilanz eine Steigerung der laufenden Renten in Höhe von 1% unter Verwendung der 2018 veröffentlichten "HEUBECK RICHTTAFELN 2018 G" von Prof. Dr. Klaus Heubeck zugrunde gelegt. Für die Abzinsung wurde pauschal eine durchschnittliche Restlaufzeit von 15 Jahren unterstellt und dafür der von der Deutschen Bundesbank auf den Bilanzstichtag ermittelte durchschnittliche Marktzinssatz der vergangenen zehn Jahre von 1,83% angesetzt (i.Vj.: durchschnittlicher Marktzinssatz der vergangenen zehn Jahre von 1,78%).

Für die Bewertung der Verpflichtungen aus Altersteilzeitregelungen wurde in der Handelsbilanz eine Klassifizierung der Aufstockungsbeiträge mit Entlohnungscharakter sowie ein Gehaltstrend Höhe von 1,7% p.a., ebenfalls unter Verwendung der 2018 veröffentlichten "HEUBECK RICHTTAFELN 2018 G" von Prof. Dr. Klaus Heubeck, zugrunde gelegt.

Die Verbindlichkeiten werden zum Erfüllungsbetrag passiviert.

Forderungen und Verbindlichkeiten in ausländischer Währung sind grundsätzlich mit den jeweiligen Umrechnungskursen bei Anschaffung angesetzt. § 256a HGB wurde bei der Umrechnung zum Jahresabschluss beachtet.

III. Erläuterungen zur Bilanz

Die Entwicklung des Anlagevermögens ist aus dem Anlagenspiegel (Anlage zum Anhang) ersichtlich.

Seit dem Geschäftsjahr 2014 wird das Wahlrecht zur Aktivierung von Entwicklungsaufwand ausgeübt. Der Entwicklungsaufwand wird zu Herstellungskosten bewertet und die Abschreibungsdauer analog zu vergleichbaren Komponenten des Vermietequipments mit durchschnittlich acht Jahren festgelegt. Im Berichtsjahr fielen Entwicklungskosten von insgesamt T€ 623 an (i.Vj. T€ 518), von denen T€ 566 (i. Vj. T€ 286) bei den selbsterstellten immateriellen Vermögensgegenständen aktiviert wurden. Wie im Vorjahr wurden keine außerplanmäßigen Abschreibungen vorgenommen.

Die sich ergebende Ausschüttungssperre i.S.d. § 268 Abs. 8 S. 1 HGB beläuft sich auf T€ 1.004 (i.Vj. T€ 732).

Im Zusammenhang mit der Aktivierung selbst geschaffener immaterieller Vermögensgegenstände ergibt sich zusätzlich ein ausschüttungsgesperrter Betrag i.S.d. § 268 Abs. 8 S. 2 HGB, um den die aktiven Steuerlatenzen die passiven übersteigen, von T€ 457 (i.Vj. T€ 408).

Zum Bilanzstichtag bestanden Forderungen gegen die Gesellschafterin ACTEON Group Ltd. in Höhe von T€ 14.100 (Vorjahr T€ 10.861) sowie Forderungen gegen verbundene Unternehmen in Höhe von T€ 93, davon gegen die LDD Large Diameter Drilling Ltd. (Courseulles) T€ 61 (Vorjahr T€ 0), gegen die MENCK Pte Ltd T€ 29 (Vorjahr T€ 376), gegen die Aquatic Engineering & Construction Ltd T€ 3 (Vorjahr T€ 36) sowie gegen die LDD Large Diameter Drilling Limited T€ 0,4 (Vorjahr T€ 182).

Die sonstigen Vermögensgegenstände enthalten größtenteils Steuererstattungsansprüche für Umsatzsteuer im Inland und in der EU (T€ 522), Körperschaftssteuer (T€ 298), ausländische Quellensteuern (T€ 207) sowie im Wesentlichen debitorische Kreditoren (T€ 362), die Mietkaution für die Gewerbe- und Büroflächen in Kaltenkirchen (T€ 79), Ansprüche auf Versicherungsleistungen (T€ 45), den bei der Bundeskasse Trier hinterlegten Zollaufschub (T€ 35), ausstehende Gutschriften von Lieferanten bzw. Lieferanten mit Aktivsaldo (T€ 18) und sowie eine bei der Canada Revenue Agency hinterlegte Sicherheitsleistung in Zusammenhang mit der Erfüllung lokaler steuerlicher Verpflichtungen (T€ 18).

Im Geschäftsjahr 2023 ist, wie im Vorjahr, keine Gewinnausschüttung erfolgt.

Aus der Abzinsung der Rückstellungen für Pensionen mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen zehn Jahre ergibt sich im Vergleich zur Abzinsung mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Jahre ein Unterschiedsbetrag in Höhe von T€ 34 (Vorjahr T€ 146). Dieser Unterschiedsbetrag ist gemäß § 253 Abs. 6 HGB für die Ausschüttung gesperrt.

Die Steuerrückstellungen zum Bilanzstichtag von insgesamt T€ 1.698 beinhalten Rückstellungen für Körperschaft- und Gewerbesteuer für das aktuelle und das vorherige Geschäftsjahr (T€ 1.480) sowie für ausländische Quellensteuern auf Ausgangsrechnungen aus dem Geschäftsjahr, welche zum Bilanzstichtag noch nicht bezahlt waren (T€ 218). Der Steuerbescheid für 2022 lag zum Bilanzstichtag noch nicht vor.

Um die Bedenken über die ungleiche Gewinnverteilung und die ungleichen Steuerabgaben großer multinationaler Unternehmen zu adressieren, hat die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung ("OECD") im Dezember 2021 mit den sog. "Model Rules" das Rahmenwerk für eine internationale Mindestbesteuerung (sog. "Pillar 2-Rules") veröffentlicht. Ziel der nach Maßgabe der OECD weltweit einheitlich anzuwendenden Pillar 2-Regelungen ist, Unternehmensgewinne in niedrig besteuerten Ländern durch Erhebung einer Ergänzungssteuer einer Mindestbesteuerung von 15% zu unterziehen. Die von der Europäischen Union ("EU") zur Umsetzung der Vorgaben der OECD am 15. Dezember 2022 erlassene Richtlinie sollte bis Ende 2023 von den Mitgliedstaaten in nationales Recht umgesetzt werden. Während die Umsetzung der Vorgaben in nationales Recht sowohl in den Staaten der EU als auch in Drittstaaten teilweise deutlich verzögert ist, hat der Bundestag der Bundesrepublik Deutschland das "Gesetz zur Umsetzung der Richtlinie zur Gewährleistung einer globalen Mindestbesteuerung und weiterer Begleitmaßnahmen" am 10. November 2023 beschlossen.

Ungeachtet der weltweiten gesetzlichen Umsetzung tritt das Gesetz zur Mindestbesteuerung in Deutschland damit für nach dem 30. Dezember 2023 beginnende Geschäftsjahre in Kraft, so dass die Acteon Gruppe ab dem Geschäftsjahr 2024 einer Ergänzungssteuer unterliegen kann, durch die die Besteuerung der Gewinne einzelner Steuerhoheitsgebiete auf die Mindeststeuer von 15% angehoben wird. Nach jetziger Einschätzung wird die Acteon Gruppe nicht oder nur geringfügig einer Ergänzungssteuer unterliegen, da die einzelnen Konzerngesellschaften in Ländern aktiv sind, deren regulären Steuersätze oberhalb von 15% liegen. Auch wesentliche steuerfreie Erträge, die den effektiven Steuersatz der einzelnen Steuerhoheitsgebiete auf unter 15% sinken lassen können, vereinnahmen die Konzerngesellschaften von der Acteon Group Ltd. regelmäßig nicht.

Die gesetzlichen Vertreter der Acteon Group Ltd. verfolgen aufmerksam den Fortschritt der lokalen Gesetzgebungsverfahren und implementieren Prozesse und IT-Lösungen, um die einschlägigen Mindeststeuerberichtsanforderungen und -erklärungspflichten, welche unabhängig vom tatsächlichen Entstehen einer Ergänzungssteuer bestehen, umzusetzen. Nach den bisherigen im Rahmen dieses Umsetzungsprojektes durchgeführten Analysen, werden quantitative Auswirkungen nicht oder nur in unwesentlichem Maße erwartet.

Die sonstigen Rückstellungen in Höhe von T€ 4.909 beinhalten im Wesentlichen ausstehende Leistungsverpflichtungen (T€ 2.006 Projektkosten), Rückstellungen für Garantieansprüche (T€ 812), unterlassene Instandhaltung (T€ 419) sowie Altersteilzeitansprüche (T€ 318).

Des Weiteren beinhalten die sonstigen Rückstellungen im Wesentlichen Jubiläumsprämien (T€ 229), Rechts-, Beratungs- und Prüfungskosten (T€ 228), anteilige Urlaubsansprüche (T€ 209), noch abzurechnende Überstunden und sonstigen Personalaufwand (T€ 178), Bonusansprüche von Kunden (T€ 73), Reisekosten (T€ 53), Archivierung (T€ 47), eine Rückbauverpflichtung aus dem bestehenden Mietvertrag für die Geschäftsräume in Kaltenkirchen (T€ 37), Zinsverpflichtungen aus ICO-Darlehen (T€ 36), Berufsgenossenschaftsbeiträge (T€ 34), die überfällige Überholung und Rezertifizierung von Werkstattausstattung (T€ 21), Bonusverpflichtungen gegenüber Mitarbeitern für das Geschäftsjahr (T€ 171) sowie IHK Beiträge (T€ 15).

Zum Bilanzstichtag bestanden Verbindlichkeiten gegenüber der Gesellschafterin Acteon Group Ltd. in Höhe von € 4,1 Mio. (i.Vj. T€ 95) sowie Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen von gesamt € 33,1 Mio. (Vorjahr € 31,4 Mio.). Darin sind langfristige Verbindlichkeiten gegenüber der ACTEON UK Financing III (EUR) Ltd. in Höhe von € 31,0 Mio. (i.Vj. € 31,0 Mio.) sowie kurzfristige Verbindlichkeiten gegenüber der MENCK Pte Ltd. in Höhe von € 1,2 Mio. (i.Vj. T€ 388), der Acteon Integrated Solutions Ltd in Höhe von T€ 146 (i.Vj. T€ 23), der LDD Large Diameter Drilling Ltd. in Höhe von T€ 600 (i.Vj. T€ 11), der Intermoor Inc. T€ 85 (i.Vj. € 0) sowie der 2H Offshore Engineering Ltd. T€ 47 (i.Vj. € 0) enthalten.

Die Verbindlichkeiten hatten am Bilanzstichtag, mit Ausnahme des im April 2016 abgeschlossenen festverzinslichen gruppeninternen Darlehens in Höhe von EUR 31 Mio. mit einer Laufzeit von 10 Jahren, wie im Vorjahr eine Restlaufzeit von unter einem Jahr.

Die Verbindlichkeiten sind weder durch Pfandrechte oder ähnliche Rechte gesichert worden.

Latente Steuern

Latente Steuern werden gemäß § 274 HGB nach der bilanzorientierten Verbindlichkeitsmethode ermittelt. Diese sieht vor, dass aktive und passive latente Steuern auf temporäre Differenzen zwischen den handelsbilanziellen und den entsprechenden steuerlichen Wertansätzen anzusetzen sind.

Aus den unterschiedlichen Wertansätzen zwischen dem Handelsrecht und dem Steuerrecht ergeben sich sowohl aktive als auch passive latente Steuern. Die wesentlichen latenten Steuern resultieren aus unterschiedlichen Wertansätzen der Pensions- und Jubiläumsrückstellungen, aus selbst erstellten immateriellen Vermögensgegenständen sowie aus Bewertungsunterschieden bei Forderungen.

Die Bewertung der aktiven und passiven latenten Steuern erfolgt mit dem Steuersatz, der zum Zeitpunkt der voraussichtlichen Umkehr der temporären Differenzen anzuwenden ist. Dabei handelt es sich um den kombinierten Steuersatz aus Körperschaftsteuer in Höhe von 15%, Solidaritätszuschlag auf die Körperschaftsteuer in Höhe von 5,5% sowie Gewerbesteuer in Höhe von 13,3% (Hebesatz 380%) von insgesamt 29,125%.

Die Entwicklung der latenten Steuern im Geschäftsjahr stellt sich wie folgt dar:


in TEUR
Stand
1.1.2023
Veränderung Stand
31.12.2023
Aktive latente Steuern 423 -33 390
Passive latente Steuern -317 -28 -345



IV. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Die Umsatzerlöse lassen sich nach Tätigkeitsbereichen und geographisch wie folgt unterteilen:


2023 2022

T€ T€
Equipment Rental 42.275 27.970
Services 8.880 9.663
Equipment Sales 15.724 14.656
Manpower 10.492 6.184

77.371 58.473

2023 2022

T€ T€
Europa 18.335 20.919
Amerika 6.769 2.811
Asien und Australien 19.637 8.473
Afrika 0 334
Fernost und mittlerer Osten 32.630 25.936

77.371 58.473


Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten periodenfremde Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen in Höhe von T€ 1.265 (i. Vj. T€ 596) sowie der Auflösung von Wertberichtigungen in Höhe von T€ 56 (i. Vj. T€ 310).

Der Personalaufwand gliedert sich wie folgt:


T€
a) Löhne und Gehälter 11.248
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für und für Unterstützung Altersversorgung 1.972
davon für Altersversorgung 131

13.220


Die Materialaufwendungen gliedern sich wie folgt:


T€
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren 16.204
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen 15.076

31.280


Die Herstellungskosten enthalten Garantieaufwendungen in Höhe von T€ 715 (i. Vj. T€ 558).

Im Steueraufwand sind latente Steuern in Höhe von T€ 62 enthalten (i. Vj. Erträge i.H.v. T€ 74).

Es wurden Erträge aus Währungsumrechnung in Höhe von T€ 867 (i. Vj. T€ 975) sowie Aufwendungen aus Währungsumrechnung als Bestandteil des sonstigen betrieblichen Aufwands in Höhe von T€ 1.125 (i. Vj. T€ 829) realisiert. Der Zinsaufwand für die Aufzinsung der Pensionsrückstellung beträgt für das Geschäftsjahr 2023 T€ 45 (i. Vj. T€ 43) sowie für die Jubiläumsrückstellung T€ 4 (i. Vj. T€ 3).

V. Haftung für Verbindlichkeiten Dritter

Die Gesellschaft ist bis zur Höhe des Eigenkapitals Garantin für einen Darlehensvertrag der Gesellschafterin und verschiedenen Tochtergesellschaften der Gesellschafterin mit einem Gesamtvolumen von GBP 405 Mio. Die Gesellschaft sieht die Inanspruchnahme aufgrund der geordneten finanziellen Verhältnisse der begünstigten Gesellschaften für überwiegend nicht wahrscheinlich an.

VI. Sonstige Angaben

Geschäftsführer waren im Geschäftsjahr 2023:

Dr. Bernhard Bruggaier, Ingenieur, Henstedt-Ulzburg
Herr Dr. Bruggaier ist in seiner Funktion als ACTEON Chief Executive Officer in sämtliche strategische Entscheidungen der Unternehmensgruppe eingebunden, nimmt jedoch keine operative Rolle bei der MENCK GmbH ein. Die Personalkosten für Herrn Dr. Bruggaier trägt dementsprechend die ACTEON Group Ltd.
Fabian Hippe, Ingenieur, Moorrege (bis zum 31.10.2023)

Herr Hippe ist in seiner Funktion als Segment Sales Director des Marine Foundations Segmentes innerhalb der Engineering, Moorings and Foundations Division der ACTEON-Gruppe weiterhin für die Entwicklung und Umsetzung der Vertriebsstrategie und -ziele des Segmentes verantwortlich.

Frank Köhrmann, Ingenieur, Lachendorf
Herr Köhrmann verantwortet sämtliche operativen Bereiche der MENCK GmbH.

Auf die Angabe der Geschäftsführerbezüge wird mit Bezugnahme auf § 286 Abs. 4 HGB verzichtet.

Im Jahresdurchschnitt wurden 142 Mitarbeiter (Vollzeit Äquivalente auf Basis einer 40 Std. Woche) beschäftigt, dies entspricht 126 Vollzeitkräften und 28 Mitarbeitern in Teilzeit. Des Weiteren wurden 2 Auszubildende beschäftigt.

Am Bilanzstichtag bestehen aus Miet- und Leasingverträgen sonstige finanzielle Verpflichtungen in Höhe von T€ 3.070, davon gegenüber verbundenen Unternehmen T€ 816.

Der Jahresabschluss wird gemäß § 325 Abs. 1 HGB offengelegt. Des Weiteren wird er in den Konzernabschluss des Mutterunternehmens ACTEON Group Ltd., Norwich/England, einbezogen. Dieser wird am Sitz der Gesellschaft im "Companies House" offengelegt.

Das für den Abschlussprüfer erfasste Gesamthonorar für das Geschäftsjahr 2023 beträgt T€ 174 und teilt sich wie folgt auf:

Abschlussprüfungsleistungen: T€ 129
Steuerberatungsleistungen: T€ 45
Sonstige Leistungen: T€ 0



VII. Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Bilanzstichtag

Im März 2024 wurde im Zuge des Verkaufs der Acteon Group Ltd. der unter V. genannte Darlehensvertrag durch ein neues "Facilities Agreement" mit einem Kreditvolumen von GBP 225 M und USD 89 M ersetzt.

Ergebnisverwendung

Die Geschäftsführung schlägt vor, den Bilanzgewinn von T€ 31.778 auf neue Rechnung vorzutragen.

 

Kaltenkirchen, den 26. April 2024

Dr. Bernhard Bruggaier

Frank Köhrmann

Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2023


Anschaffungs- und Herstellungskosten

1.1.2023 Zugänge Umbuchungen Abgänge 31.12.2023

EUR EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögens-




gegenstände




1. Aktivierte Entwicklungskosten 2.047.964,85 566.731,90 0,00 0,00 2.614.696,75
2. Entgeltlich erworbene Software 1.367.845,54 33.466,30 0,00 0,00 1.401.311,84

3.415.810,39 600.198,20 0,00 0,00 4.016.008,59
II. Sachanlagen




1. Grundstücke und Bauten




einschließlich der Bauten




auf fremden Grundstücken 343.781,53 0,00 0,00 0,00 343.781,53
2. Mietgeräte 82.480.945,38 0,00 11.534.108,88 6.079.138,49 87.935.915,77
3. Technische Anlagen und




Maschinen 802.938,84 10.775,35 0,00 0,00 813.714,19
4. Andere Anlagen, Betriebs- und




Geschäftsausstattung 1.310.130,45 57.617,63 0,00 162.985,12 1.204.762,96
5. Geleistete Anzahlungen und




Anlagen im Bau 1.107.065,55 13.347.964,59 -11.534.108,88 0,00 2.920.921,26

86.044.861,75 13.416.357,57 0,00 6.242.123,61 93.219.095,71

89.460.672,14 14.016.555,77 0,00 6.242.123,61 97.235.104,30

Kumulierte Abschreibungen Buchwerte



1.1.2023
Abschreibungen des
Geschäftsjahres


Abgänge


31.12.2023


31.12.2023


31.12.2022

EUR EUR EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögens-





gegenstände





1. Aktivierte





Entwicklungskosten 1.014.930,28 182.665,80 0,00 1.197.596,08 1.417.100,67 1.033.034,57
2. Entgeltlich erworbene





Software 1.367.845,54 5.828,80 0,00 1.373.674,34 27.637,50 0,00

2.382.775,82 188.494,60 0,00 2.571.270,42 1.444.738,17 1.033.034,57
II. Sachanlagen





1. Grundstücke und Bauten





einschließlich der Bauten





auf fremden Grundstücken 340.040,32 698,00 0,00 340.738,32 3.043,21 3.741,21
2. Mietgeräte 54.971.666,70 6.355.096,86 5.986.283,01 55.340.480,55 32.595.435,22 27.509.278,68
3. Technische Anlagen und





Maschinen 564.041,14 66.524,82 0,00 630.565,96 183.148,23 238.897,70
4. Andere Anlagen, Betriebs-





und Geschäftsausstattung 1.224.808,19 76.954,74 162.985,12 1.138.777,81 65.985,15 85.322,26
5. Geleistete Anzahlungen





und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00 2.920.921,26 1.107.065,55

57.100.556,35 6.499.274,42 6.149.268,13 57.450.562,64 35.768.533,07 28.944.305,40

59.483.332,17 6.687.769,02 6.149.268,13 60.021.833,06 37.213.271,24 29.977.339,97

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers


An die MENCK GmbH, Kaltenkirchen
Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der MENCK GmbH, Kaltenkirchen‌, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der MENCK GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023‌ geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften‌‌ und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.


Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB‌‌ erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB‌‌ unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung‌‌‌ durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der Geschäftsführung‌‌ für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die Geschäftsführung ist verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften‌‌ in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner ist die Geschäftsführung verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt hat, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses ist die Geschäftsführung dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren hat sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus ist sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem ist die Geschäftsführung verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner ist die Geschäftsführung verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet hat, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB‌‌ unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung‌ durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von der Geschäftsführung angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von der Geschäftsführung dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von der Geschäftsführung angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von der Geschäftsführung dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von der Geschäftsführung zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Hamburg, den 30. April 2024

KPMG AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Bötel, Wirtschaftsprüfer

Graf von der Schulenburg, Wirtschaftsprüfer

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