MENCK GmbH
Kaltenkirchen
Jahresabschluss zum Geschäftsjahr
vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023
LAGEBERICHT
GESCHÄFTSJAHR VOM 1. JANUAR BIS 31. DEZEMBER 2023
MENCK konzentriert sich im Rahmen globaler Projekte
auf die Entwicklung, Konstruktion und Herstellung
maßgeschneiderter Sondermaschinen für die
Gründung und Verankerung großer
Offshore-Bauwerke. Als führende Marke im Bereich
Marine Foundations innerhalb der Engineering, Moorings and
Foundations Division der internationalen Firmengruppe
Acteon Group Ltd. bieten wir Gerätetechnik,
Projektmanagement-Know-how und umfassenden Service, der
speziell auf die oft extremen externen Bedingungen
zugeschnitten ist.
ENTWICKLUNG DER ERTRAGS- FINANZ- UND
VERMÖGENSLAGE
Für die wesentlichen finanziellen
Leistungsindikatoren (Umsatz und Jahresergebnis) haben wir
zum Zeitpunkt der Budgeterstellung für das
Geschäftsjahr 2023 mit im Vergleich zum Vorjahr
höheren Umsätzen (2022: Umsatzerlöse €
58,5 Mio.) infolge eines durchgängig über alle
Segmente erwarteten Volumenwachstums gerechnet.
Dementsprechend wurde das Jahresergebnis 2023 deutlich
oberhalb des Niveaus 2022 erwartet.
Obwohl die Erwartungen in den Verkaufs- und
Servicesegmenten aufgrund veränderter Projektplanungen
unserer Kunden nicht erfüllt und daraus folgend das
Umsatzziel nicht erreicht werden konnte, wurde aufgrund
höherer Volumen im margenstärkeren Vermietsegment
das budgetierte Jahresergbnis leicht übertroffen. In
2023 wurden Umsatzerlöse von € 77,4 Mio. und ein
Jahresüberschuss von € 11,7 Mio. erwirtschaftet.
Im Geschäftsjahr 2023 sind gegenüber dem
Vorjahr Umsatz und Volumen, insbesondere im Bereich der
Vermietung von Equipment und Personal, signifikant
gestiegen: der Umsatz für das Geschäftsjahr liegt
mit € 77,4 Mio. um € 18,9 Mio. bzw. 32% über
dem Niveau des Vorjahres.
Der Gewinn nach Steuern beträgt € 11,7 Mio.
und stieg damit gegenüber dem Vorjahr absolut um 86%,
während bezogen auf den Umsatz prozentual ebenfalls
ein moderat gestiegenes Ergebnis erzielt werden konnte
(Geschäftsjahr 15%; 2022: 11%).
Die Herstellungskosten sind absolut entsprechend des
höheren Umsatzes ebenfalls gestiegen, die
Herstellungskostenquote fiel um 1% auf 73%. Die
Vertriebskosten sind im Vergleich zum Vorjahr gesunken,
während die allgemeinen Verwaltungskosten leicht
gestiegen sind. Trotz des gestiegenen Vermietvolumens und
andauernder Kostenzurückhaltung machte die allgemeine
Preisentwicklung nur eine moderate Reduzierung der
Kostenbasis möglich. Gesunkene sonstige betriebliche
Erträge und im Vergleich zum Vorjahr gestiegene
Währungskursverluste in den sonstigen betrieblichen
Aufwendungen tragen ebenfalls zu o.g. Ergebnisentwicklung
bei. Die Steuerquote liegt mit 27% unter dem Niveau des
Vorjahres (2022: 39%); das Ergebnis vor Steuern ist bezogen
auf den Umsatz mit 21% höher als im Vorjahr (2022:
18%).
Das Bruttoergebnis vom Umsatz von € 20,8 Mio.
ist um 39% höher als im Vorjahr (€ 15,0 Mio.).
Die Höhe der Herstellkosten in Relation zum Umsatz
liegt aufgrund von Veränderungen im Projektmix
geringfügig unter dem Niveau des Vorjahres (73%
gegenüber 74%).
Als Ursachen für die Entwicklung sind
anzuführen:
| ― |
Die Vermietumsätze
insgesamt sind im Geschäftsjahr 2023 im
Vergleich zum Vorjahr um 51% gestiegen (2023: €
42,3 Mio. / 2022: € 28,0 Mio.) und liegen
über dem Niveau der budgetierten
Plangrößen. Hauptursache hierfür sind
Projektverlängerungen sowie kurzfristige
Buchungen im Geschäftsjahr. Die Auslastung
unserer Vermietflotte liegt damit insgesamt über
der Vorjahresauslastung, wobei die individuelle
Auslastung innerhalb der Equipmentkategorien durchaus
Unterschiede aufweist. Entsprechend der
übertroffenen Umsatzziele liegt der Gross Profit
ebenfalls über Budgetniveau, erreicht jedoch
aufgrund ebenfalls gestiegener Kosten prozentual
nicht die Zielgröße.
|
| ― |
Das Verkaufssegment steuert in
Relation zum Gesamtumsatz einen vergleichsweise
geringen Anteil des Umsatzes im Geschäftsjahr
bei, wobei das Volumen des Vorjahres leicht
gesteigert werden konnte (2023: € 15,7 Mio. /
2022: € 14,6 Mio.). Obwohl der budgetierte
Umsatz nicht erzielt werden konnte, wurde der
budgetierte Gross Profit aufgrund veränderter
Projektumfänge erreicht und die budgetierten
Margen dementsprechend übertroffen.
|
| ― |
Der Umsatz im Servicesegment
(Wartung, Ersatzteile, Servicetechniker und Logistik)
übertrifft das Vorjahresniveau (2023: €
18,6 Mio. / 2022: € 15,1 Mio.); dennoch liegen
die Umsätze unter Budgetniveau. Der geplante
Gross Profit konnte aufgrund des Projekt Mix
innerhalb des Segments sowohl absolut erreicht als
auch prozentual übertroffen werden. Insbesondere
die Volumina im Technikerbereich konnten infolge des
höheren Vermietgeschäfts einen sehr
positiven Beitrag zu diesem Gesamtergebnis
leisten.
|
| ― |
Die Veränderungen im
Projektmix (im Vergleich zum Vorjahr geringerer
Anteil an Geräteverkäufen mit
typischerweise hohen Herstellungskosten und damit
insgesamt leicht gestiegener Projekt Gross Profit
Marge) spiegeln sich in einer erneuten moderaten
Reduzierung der Relation der Herstellungskosten zum
Umsatz. Das Bruttoergebnis liegt dementsprechend
über dem Niveau der Vorjahre (2023: 27%, 2022:
26%, 2021: 21%, 2020: 24%, 2019: 23%).
|
| ― |
Die Vertriebskosten sind im
Vergleich zum Vorjahr um 30% gesunken, im
Wesentlichen verursacht durch den Entfall der im
Vorjahr beschriebenen Einmaleffekte
(Einzelwertberichtigung).
|
| ― |
Die Verwaltungskosten lagen
insgesamt um 9% über dem Niveau des Vorjahres.
Die Steigerung ist im Wesentlichen verursacht durch
höhere konzerninterne Umlagen.
|
| ― |
Die Aufwendungen für
Forschung und Entwicklung liegen mit € 0,06 Mio.
unter dem Niveau des Vorjahresvolumens. Im
Geschäftsjahr 2023 erfolgte erneut eine
Aktivierung von Entwicklungskosten in Höhe von
€ 0,56 Mio.; demzufolge liegt der Gesamtaufwand
für Produktentwicklung und -verbesserungen im
Geschäftsjahr 2023 bei € 0,62 Mio. und
damit leicht oberhalb des Niveaus des Vorjahres.
|
Wie bereits in den Vorjahren, erfolgte in diesem
Geschäftsjahr erneut eine Weiterbelastung von Kosten
durch die Muttergesellschaft Acteon Group Ltd. für
erbrachte organisatorische und sonstige Dienstleistungen,
wie beispielsweise strategischen Support, Finanzmanagement,
Vertriebs- und Marketingdienstleistungen etc. Diese
belastete das Ergebnis vor Steuern mit € 0,944 Mio.
(Vorjahr € 0,744 Mio.).
Ertragsteuern für das Geschäftsjahr 2023
fielen i.H.v. € 4,4 Mio. (Vorjahr: € 3,9 Mio.)
an. Die Steuerquote beträgt 27% (Vorjahr: 39%). Dies
beinhaltet Einmaleffekte aus der Korrektur der Vorjahre zur
Darstellung nicht abziehbarer Ausgaben sowie der
Herangehensweise im Hinblick auf die freizustellenden
Einkünfte der Betriebsstätte in Taiwan nach
Abstimmung mit den Finanzbehörden.
Wie im Vorjahr erfolgte im Geschäftsjahr 2023
keine Gewinnausschüttung an die Gesellschafterin.
Die Kapitalstruktur stellt sich damit wie folgt dar:
|
31.12.2023 |
31.12.2022 |
VERÄNDERUNG |
|
EUR '000 |
EUR '000 |
PROZENTPUNKTE |
| Eigenkapital |
37.428 |
25.741 |
|
| Gesamtkapital |
101.237 |
86.491 |
|
| Eigenkapitalquote |
37,0% |
29,8% |
7,2% |
Der Anteil an Fremdkapital an der
Unternehmensfinanzierung entspricht 63,0% (Vorjahr: 70,2%);
die Erhöhung der Eigenkapitalquote bei gestiegenem
Gesamtkapital ist im Wesentlichen durch den Verzicht auf
eine Gewinnausschüttung im Geschäftsjahr und den
damit bis auf Weiteres im Unternehmen verbleibenden
Jahresüberschuss zurückzuführen. Die
Eigenkapitalquote liegt zum Stichtag damit erstmals seit
mehreren Jahren wieder über dem Niveau des deutschen
Mittelstandes für Betriebe mit einer
Beschäftigtenzahl > 50 im Jahr 2022 von 31,2%
(2021: 35%, 2020: 36,4%, Quelle: Statista).
Die Entwicklung ausgewählter
Vermögensstrukturkennzahlen stellt sich wie folgt dar:
|
31.12.2023 |
31.12.2022 |
VERÄNDERUNG |
|
EUR '000 |
EUR '000 |
PROZENTPUNKTE |
| Anlagevermögen |
37.213 |
29.977 |
|
| Gesamtvermögen |
101.237 |
86.491 |
|
|
Anlagenintensität |
36,8% |
34,7% |
2,1% |
Die im Geschäftsjahr im Vorjahresvergleich
leicht gestiegene Anlagenintensität ist im
Wesentlichen auf das durch Investitionen in unsere
Vermietflotte gewachsene Anlagevermögen bei
gleichzeitig gestiegenem Umlaufvermögen
zurückzuführen.
Die Erhöhung der unfertigen Erzeugnisse wurde
hauptsächlich durch den bereits im Geschäftsjahr
begonnenen Bau eines MHU4400S Hammer Systems für den
Verkauf im Jahr 2024 verursacht. Zur Erhöhung der
fertigen Erzeugnisse trugen höhere Bestände in
Containern, teurere Ersatzteile für die
größeren Hammertypen sowie generelle
Preissteigerungen bei. Die Erhöhung der
Kundenforderungen ist hauptsächlich auf Verkäufe
und Vermietungen im Dezember mit Fälligkeit in Q1/24
zurückzuführen.
Dementsprechend ist die Umlaufintensität im
Vergleich zum Vorjahr erneut leicht gesunken:
|
31.12.2023 |
31.12.2022 |
VERÄNDERUNG |
|
EUR '000 |
EUR '000 |
PROZENTPUNKTE |
| Umlaufvermögen |
63.226 |
55.739 |
|
| Gesamtvermögen |
101.237 |
86.491 |
|
|
Umlaufintensität |
62,5% |
64,4% |
-1,9% |
Der Bestand der flüssigen Mittel beträgt
€ 1,4 Mio (i.Vj. € 11,3 Mio), da im Gegensatz zum
Vorjahr keine signifikanten Zahlungseingänge von
Kunden in Stichtagsnähe erfolgt sind. Gegenüber
der Gesellschafterin besteht eine langfristige
Darlehensverbindlichkeit von € 31,0 Mio. Die
Gesellschaft finanziert sich im Wesentlichen aus dem
operativen Cash Flow sowie der Rückzahlung von in den
Vorjahren gewährter kurzfristiger Darlehen im Konzern.
INVESTITIONEN
Das im mehrjährigen Vergleich erneut hohe
Investitionsvolumen im abgelaufenen Geschäftsjahr
beträgt 66% des Vorjahreswertes und wurde
hauptsächlich auf die Erweiterung und Modernisierung
der Vermietflotte verwendet. Insbesondere handelt es sich
um die ergänzende Schlagadaption eines MHU4400S
Hammers mit großer Schlagenergie, mehrere Powerpacks
sowie Ersatzteil- und Werkstattcontainer.
Bei den Entwicklungsprojekten wurde die
Digitalinitiative fortgesetzt, sicherheitsrelevante
Einrichtungen erweitert sowie in den weiteren Ausbau der
Flotte mit höherer Schlagenergie und eine
modernisierte Hammersteuerung investiert.
Die Infrastrukturmaßnahmen beinhalten
hauptsächlich Werkstattausrüstung sowie die
Erneuerung veralteter IT-Systeme.
MARKTPOSITION
Die anhaltende, wenn auch mittlerweile abklingende
Energiekrise im Öl- und Gassektor sowie geopolitische
Unruhen in der Ukraine und im Nahen Osten haben das
Geschäftsjahr 2023 geprägt. Diese Ereignisse
führten zu ungewöhnlichen und herausfordernden
Einflüssen, sowohl auf der logistischen Seite als auch
durch gestiegene Kosten für Ausrüstung und
Service. Trotz dieser Herausforderungen bewerten wir die
Geschäfts- und Marktentwicklungen insgesamt als
äußerst positiv. Der Öl- und Gasmarkt zeigt
eine deutliche Erholung bzw. Steigerung, insbesondere mit
regionalen Schwerpunkten im Nahen Osten.
Globalpolitisch wird die Entwicklung erneuerbarer
Energien weiter vorangetrieben, um der globalen
Energieknappheit und regionalen Abhängigkeit
entgegenzuwirken. MENCK profitiert von dieser Entwicklung
und erwartet eine positive Geschäftsentwicklung, die
sich bereits in einem steigenden Arbeitsvolumen und einer
guten Auftragslage widerspiegelt.
Etwa 80% unserer aktuellen Vertriebspipeline ist im
Zusammenhang mit erneuerbaren Energien verbunden, wobei
insbesondere die Auftragsbücher für
Großkomponenten wie den MHU 4400S bis zum Jahr 2026
und darüber hinaus gut gefüllt sind. Neben
unseren bereits aktiven Märkten in Europa, Asien und
dem Mittleren Osten erwarten wir ab 2024 verstärkte
Aktivitäten im US-amerikanischen Markt. Die
Entwicklung im Vertriebssegment in China wird derzeit als
rückläufig eingestuft, hauptsächlich
aufgrund der auslaufenden Subventionsmaßnahmen
für erneuerbare Energieprojekte.
Wir erwarten auch zukünftig eine steigende
Auslastung im Projekt- und Vermietgeschäft. Obwohl die
globalen Klimaprogramme eine deutliche Reduzierung der
Abhängigkeit von konventionellen Energieträgern
anstreben, sind die Realisierungszeiträume aufgrund
von Ressourcenengpässen und Marktspezifika derzeit
herausfordernd. Dies kann zu weiteren Engpässen und
Preiserhöhungen führen, die kleinere Projekte
stärker belasten könnten. Eine vollständige
Abkehr von konventionellen fossilen Energieträgern ist
mittelfristig nicht zu erwarten, daher rechnen wir
zumindest mittelfristig mit einer konstanten
Umsatzgenerierung aus diesem Marktsegment.
In Zukunft wird auch weiterhin ein deutliches
Wachstum der Geschäftsaktivitäten im Bereich
erneuerbarer Energien erwartet. Technische
Herausforderungen, insbesondere im Bereich der
Kapazitätserweiterungen von Windturbinen, spiegeln
sich direkt im Fundamentmarkt und somit auch bei MENCK
wider. Größere Fundamentpfähle in
größeren Wassertiefen erfordern
größere Installationsgeräte und eine
entsprechende globale Lieferkette.
Wir haben ein umfangreiches Entwicklungs- und
Investitionsprogramm für mechanische und digitale
Technologien definiert und vorangetrieben, um die
Kapazitätserweiterung und Transparenz der
Technologieanwendung zu unterstützen, das operative
Risiko zu reduzieren und verbesserte operative Prozesse zu
implementieren. Die Installation von Monopfählen
bleibt weiterhin die bevorzugte Umsetzung der
verfügbaren Fundamenttechnologien im
Offshore-Windbereich, für die MENCK sich weiterhin gut
im Markt positioniert sieht.
PERSONAL
Die durchschnittliche Personalstärke im
Berichtszeitraum betrug 142 Mitarbeiter gegenüber
durchschnittlich 133 Mitarbeitern im Geschäftsjahr
2022. Der Personalaufbau verteilt sich über die
Funktionsbereiche. Zusätzlich wurden durchschnittlich
2 (Vorjahr: 2) Auszubildende beschäftigt. Der für
das Geschäftsjahr geplante Personalaufbau wurde
begonnen und soll im Folgejahr fortgesetzt werden. Wir
erwarten für das folgende Jahr aufgrund der
Nachbesetzung vakanter Positionen sowie der Fortsetzung
eines strategischen Aufbaus verschiedener Funktionen
weiterhin steigende Mitarbeiterzahlen. Der angespannte
Markt für Arbeitskräfte in der Metropolregion
Hamburg sowie teils signifikante Erhöhungen der
marktüblichen Gehälter für Fachkräfte,
verstärkt durch die Inflationsentwicklung und
entsprechende Tarifabschlüsse, be- bzw. verhindern
häufig eine zeitnahe Stellenbesetzung bzw. erfordern
eine Ausweitung der Rekrutierungsaktivität auf weiter
entfernte Regionen im Inland sowie das europäische
Ausland. Wie in den Vorjahren gehen wir aktuell nicht davon
aus, alle budgetierten Stellen im Jahr 2024 besetzen zu
können.
Trotz längerfristiger Vakanzen konnten aufgrund
des (auch zeitlichen) hohen Engagements und der
Flexibilität der Mitarbeiter alle Kundenaufträge
bedient werden.
Da auch die MENCK GmbH von der allgemeinen
demographischen Entwicklung in Deutschland betroffen ist,
wird die qualifizierte Nachbesetzung in den Ruhestand
ausscheidender bzw. in die Passivphase der Altersteilzeit
wechselnder erfahrener Mitarbeiter ein Schlüsselfaktor
zum Know How Erhalt und damit zur Sicherstellung
kontinuierlichen Projekterfolgs sein.
Die in den Vorjahren seitens der Gesellschafterin
begonnene Forcierung der Zusammenarbeit mehrerer operativer
Firmen in so genannten Segmenten wurde im
Geschäftsjahr fortgesetzt. Durch die
Segmentorganisation und damit verbundene Matrixstruktur
wird die strategische Zusammenarbeit innerhalb integrierter
und firmenübergreifender Projekte gefördert und
operative Synergie- sowie strategische Wachstumseffekte
können besser genutzt werden.
Die Einführung der neuen Struktur im Bereich
Field Pool Management mit spezialisierten Teams für
die Schwerpunkte Allocation & Ressourcing, Training
& Development sowie Travel Management zeigt erste
positive Einflüsse auf das Tagesgeschäft und die
Abwicklungsqualität. In weiteren Schritten sollen
Funktionen wie ein zentraler Helpdesk integriert werden.
Mit Blick auf unsere Präsenz in Singapur liegt
der Schwerpunkt weiterhin auf dem Aufbau der lokalen Field
Crew sowie der Verstärkung technischer Back Office
Funktionen, um mit einer höheren Flexibilität
kundenorientiert agieren zu können.
Durch den Einsatz von Mitarbeitern aus
Schwesterfirmen, Freelancern, Zeitarbeitskräften und
befristeten Verträgen sind wir in der Lage,
ausreichend flexibel auf die Geschäftsentwicklung
reagieren zu können.
FORSCHUNG & ENTWICKLUNG
Im Geschäftsjahr 2023 lag der Schwerpunkt
unserer Entwicklungstätigkeit neben sicherheits- und
umweltrelevanten Themen erneut in der Weiterentwicklung und
Verbesserung unseres Bestandsequipments.
Im Hinblick auf die strategische Erweiterung unserer
Vermietflotte wurde die Entwicklung eines "Next Generation
Wind Hammers" in enger Abstimmung mit interessierten Kunden
vorangetrieben.
Des Weiteren wurde die seitens der Acteon-Gruppe im
Jahr 2018 ins Leben gerufene strategische Initiative zum
Themenfeld Digitalisierung fortgesetzt und intensiviert;
für 2024 wird die digitale Agenda weiter
vorangetrieben. Der Umfang der Entwicklungstätigkeiten
wird gemäß den etablierten Prozessen in
Abhängigkeit von der Marktentwicklung und in engem
Zusammenhang mit dem Feedback unserer Kunden festgelegt.
VORAUSSICHTLICHE UNTERNEHMENSENTWICKLUNG
AUSBLICK 2024
Nach der positiven Geschäftsentwicklung im Jahr
2023 erwarten wir für 2024 bei steigenden Vermiet- und
Serviceumsätzen eine moderate Erhöhung des
Verkaufsvolumens und damit insgesamt eine moderate
Umsatzsteigerung.
Im Verkaufssegment sehen wir sowohl für 2024 als
auch 2025 aufgrund bereits geschlossener Verträge ein
moderates Volumenwachstum gegenüber 2023. Die
Verfügbarkeit eines kompletten Hammersystems aus dem
Bestand der Fertigerzeugnisse sowie die Möglichkeit
von Verkäufen aus der Flotte erlauben bei
kurzfristigem Vertragsabschluss weitere Steigerungen in
diesem Bereich.
Die positiven Aspekte werden im Wesentlichen durch
folgende Faktoren unterfüttert: eine signifikante
Anzahl an frühzeitig gebuchten Langzeitvermietungen
von Hämmern mit großer Schlagenergie im Offshore
Wind-Segment, die Konsolidierung des Marktes im Hinblick
auf Vermietungen im Öl- und Gassegment, sowie die mit
der positiven Entwicklung des Vermietgeschäftes
einhergehende Steigerung von
Servicetechniker-Einsätzen zur Begleitung des
Equipmentbetriebes vor Ort.
Um die bereits gebuchten Vermietprojekte
vollständig bedienen zu können, setzen wir die
Erweiterung unserer Flotte um weitere Powerpacks,
Schlagadaptionen und sonstige Anbauteile fort. Des Weiteren
investieren wir im Rahmen unserer Repair & Maintenance
Strategie in den Ausbau und die Ausstattung unserer lokalen
und internationalen Service Hubs.
Für das Brückensegment sehen wir zum Ende
des Jahres 2024 bzw. für 2025 konkrete
Möglichkeiten im asiatischen Markt, jedoch weiterhin
mit Unsicherheiten in der Projektplanung seitens der
Kunden.
Im Service-Segment, insbesondere bei Wartungs- und
Überholungsprojekten, sehen wir weiterhin eine eher
schleppende Anfrage- und Auftragstätigkeit auf
Kundenseite, gehen aber aktuell von einer im weiteren
Jahresverlauf noch anziehenden Aktivität und
dementsprechend davon aus, das ursprünglich geplante
Volumen in diesem Segment realisieren zu können. Das
verwandte Ersatzteilgeschäft entwickelt sich ebenfalls
zögernder als erwartet und leidet teilweise unter
Beschaffungsengpässen.
Aufgrund des ansteigenden Projektvolumens im
Vermietbereich erwarten wir für das
Servicetechnikersegment eine erneute Umsatzsteigerung
gegenüber dem Geschäftsjahr 2023, jedoch
gestaltet sich die Einsatzplanung unter
Berücksichtigung lokaler Anforderungen (z.B.
Einreiseregelungen) und einer inzwischen stärker
internationaleren Crew teilweise herausfordernd. Die
Besetzung von Projekten mit Technikern aus Schwesterfirmen
im Rahmen der Segmentstrategie führt zu höheren
direkten Kosten im Projekt.
Insgesamt gehen wir entsprechend der derzeitigen
Projektsituation von einem absoluten Jahresergebnis
deutlich oberhalb von 2023 aus.
Aufgrund des bereits zum jetzigen Zeitpunkt hohen
Anteils an gebuchten Projekten im Verhältnis zum
Gesamtforecast von 78% und der weiterhin durchgängig
positiven Erfahrung mit der Abwicklung unseres
Geschäftes unter den aktuellen Rahmenbedingungen gehen
wir trotz der Einflüsse aus dem fortdauernden Krieg in
der Ukraine und inflationsbedingten Preissteigerungen davon
aus, das Budget erreichen zu können. Die Planung wird
monatlich im Rahmen der Forecast-Updates einer Prüfung
und ggf. Neupositionierung unterzogen.
AUSBLICK FOLGEJAHRE
Bei schwankenden Ölpreisen nehmen wir auf Seiten
unserer Kunden im Öl- und Gasmarkt weiterhin eine
Zurückhaltung im Hinblick auf Investitions- und
Wartungsaktivitäten wahr. Die Überholungen und
Upgrades von Equipment werden in der Regel weiterhin von
konkreten Projekten auf Kundenseite abhängig gemacht
und dann in kurzfristiger Umsetzung gewünscht, was
MENCK bei bereits hoher Auslastung und komplexen
Beschaffungsprozessen vor Herausforderungen stellt. Auch im
Tiefwassersegment sehen wir allenfalls langfristig konkrete
Projektoptionen.
Im Windsegment hingegen konnten bereits mehrere
Vermietprojekte für den Zeitraum 2025/26 vertraglich
gesichert werden; weitere befinden sich aktuell in der
Verhandlungsphase. Im Zusammenhang mit weiteren
Vermietungen ist ein Ausbau unserer Equipmentflotte, auch
mit größeren Schlagenergien als derzeit
verfügbar, notwendig. Die hierfür notwendige
Investitionsentscheidung erwarten wir kurzfristig.
Bei den Verkäufen im Windsegment sehen wir
ebenfalls eine fortdauernde Nachfrageaktivität.
Allerdings insbesondere im chinesischen Markt weitaus
zurückhaltender als in den Vorjahren. Aufgrund der
Vorbereitungs- und Bauzeit sind aus heutiger Sicht
Verkäufe von Hämmern mit größerer
Schlagenergie nur mit einer Vorlaufzeit von > 1 Jahr
realistisch. Der Offshore-Windmarkt hat sich als starkes
und belastbares Standbein für MENCK etabliert; dies
unterstützen wir weiterhin durch langfristige
Kooperationen mit Kunden wie auch Partnern und
Rahmenverträgen über längere Laufzeiten.
Im Servicebereich besteht die Herausforderung
fortwährend darin, den Zielkonflikt zwischen
kurzfristiger Verfügbarkeit für den Kunden im
Bedarfsfall und einem angemessenen Working Capital-Niveau
zu managen. Teilweise lange Lieferzeiten für
Ersatzteile erfordern eine angemessene Bevorratung auf
unserer Seite, um sowohl Kundenbedarfe als auch eigene
Reparaturen zeitnah bedienen zu können. Dies erfordert
auch zukünftig einen Working Capital-Einsatz in
signifikanter Größenordnung, da die Bereitschaft
von Kunden, bei kurzfristig nicht verfügbaren
Ersatzteilen auf eine Bestellung zu verzichten und ggf. ein
entsprechendes Projektrisiko auf Kundenseite einzugehen,
weiterhin steigt. Dies kann unter anderem mittel- und
langfristig zu Herausforderungen im Servicebereich
beitragen.
Unsere Strategie, durch Verkaufsaufträge
nachfolgendes Servicegeschäft zu generieren, erweist
sich insgesamt als erfolgreich und wir werden diese gezielt
fortsetzen, und hier insbesondere zur Abdeckung des
chinesischen Marktes unsere Schwesterfirma in Singapur
sowie lokale Mitarbeiter vor Ort in China einsetzen.
Die Auslastung unserer Field Crew ist weiterhin sehr
hoch. Insbesondere große, langlaufende Projekte im
Segment der erneuerbaren Energien, wie dem Bereich Offshore
Wind, haben unter anderem aufgrund der notwendigen
regelmäßigen Crew Changes einen sehr hohen
Ressourcenbedarf. Im vergangenen Geschäftsjahr ist es
uns trotz der schwierigen Situation im Arbeitsmarkt
gelungen, die Zahl der Mitarbeiter im Bereich unserer Field
Crew deutlich zu erhöhen. Aufgrund der notwendigen
Einarbeitung sowie Durchführung von entsprechenden
Trainings wird diese Steigerung der verfügbaren
Ressourcen erst in den kommenden Jahren entsprechende
positive Auswirkungen auf die Gesamtauslastung unserer
Field Crew zeigen. Eine weitere Aufstockung der Field Crew
ist weiterhin geplant.
CHANCEN UND RISIKEN
Im Folgenden werden Chancen und Risiken nach der
Bedeutung absteigend genannt.
CHANCEN
Um die angeführten Ziele zu erreichen sowie die
Kundenanforderungen erfüllen zu können, ist
mittel- und langfristig ein weiterer selektiver Ausbau der
Vermietflotte unumgänglich. Aufgrund eines begrenzten
Investitionsvolumens wird dieser Ausbau voraussichtlich nur
bei entsprechend konkreten Projektanforderungen stattfinden
können; wir sehen hier jedoch erfreulicherweise
weiterhin eine entsprechende
Unterstützungsbereitschaft seitens unserer
Gesellschafterin. Wie in den Vorjahren erwarten wir
aufgrund der Anforderungen bereits gebuchter bzw. in der
Angebotsphase befindlicher Projekte die Notwendigkeit, in
Anbauteile und projektbezogene Adaptionen zu investieren.
Wir arbeiten mit unseren Kunden und Lieferanten
kontinuierlich daran, verlässliche Zahlungsbedingungen
auszuhandeln und eine ausgeglichene Cash-Position, auch und
insbesondere zur Finanzierung des Investitionsbedarfs, zu
gewährleisten.
Im Rahmen der politisch gewünschten, aber
zumindest im Inland nach wie vor schleppend umgesetzten
Ausbaus erneuerbarer Energien als Folge der mittelfristig
angestrebten Energieunabhängigkeit der
Europäischen Union von Russland infolge des
Angriffskrieges gegen die Ukraine erwarten wir einen
verstärkten Ausbau der Offshore-Windenergie und damit
einhergehend der Nachfrage nach großen
Schlagadaptionen und entsprechender Schallschutzsysteme.
Die Wahrnehmung entsprechender Aufträge würde
einen weiteren Ausbau unserer Flotte erfordern.
Parallel dazu sind gezielte Personaleinstellungen
geplant, um den erweiterten Anforderungen unserer Kunden
durch kontinuierlich verbesserten Support und
bedarfsgerechte Abbildung der unterstützenden Back
Office-Prozesse gerecht werden zu können. Flexible
Arbeitsbedingungen, internationale
Personalentwicklungsmöglichkeiten innerhalb des
Konzerns und Anreizsysteme im Bereich der Vergütung
tragen zu einer erhöhten Attraktivität für
Bewerber bei.
RISIKEN
Unser Geschäft ist weiter geprägt durch
andauernden Preisdruck unserer Kunden und deren Erwartungen
von kurzen, zuverlässigen Lieferzeiten. Verstärkt
werden von unseren Kunden detaillierte Informationen
über die eingesetzten Lieferketten und die Einhaltung
von ethischen Standards eingefordert. Um diesen Erwartungen
gerecht zu werden, konzentrieren wir uns bei der
Beschaffung von benötigten Materialien und
Dienstleistungen auf unsere qualifizierten
Stammlieferanten.
Durch frühzeitige Reservierung von
Fertigungsslots, langfristige Rahmenbestellungen sowie
frühzeitige Bestellungsauslösung versuchen wir
stabile Preise und verlässliche Liefertermine zu
erzielen. Hohe Beschaffungs- und Energiekosten sowie die
Verfügbarkeit von Rohmaterial und Fertigungsslots
erschweren unsere Beschaffungsaktivitäten und
erhöhen trotz langjähriger Beziehungen zu unseren
Lieferanten die Herausforderung, Komponenten termingerecht
verfügbar zu haben.
Auf dem Rohstoffmarkt sehen wir aktuell stabile
Preise für Stahl und Legierungen auf einem hohen
Niveau. Kurzfristig ist nicht mit der Entspannung der
Verfügbarkeit von Materialien und damit einhergehend
keiner Reduzierung des Preisniveaus zu rechnen. Die
Entwicklung der Beschaffungsmärkte, unsichere
politische Rahmenbedingungen sowie die steigenden
Anforderungen zur Einhaltung von ökologischen und
ethischen Ansprüchen (ESG-Anforderungen) an unsere
Lieferanten werden langfristig unsere Beschaffungspolitik
beeinflussen und stärkere Anforderungen an unsere
Lieferketten stellen.
Aufgrund dieser Faktoren müssen wir auch
weiterhin verstärkt mit Störungen in Teilen der
Lieferkette rechnen. Finanzielle Engpässe und
wachsender Aufwand bei der Umsetzung von ESG-Anforderungen
werden auf allen Seiten zu steigenden Kosten führen.
Der Anstieg der Beschaffungskosten wird somit zur
Planungsunsicherheit beitragen.
Um mögliche Risiken frühzeitig zu erkennen
und entsprechende Gegenmaßnahmen vorzubereiten,
versuchen wir im Vorfeld einzelner Bestellungen genauere
und aktuelle Informationen über die am
Herstellungsprozess beteiligten Unternehmen zu bekommen.
Bei diesem Lieferanten-Qualifizierungsprozess analysiert
unser "Supply Chain Management" systematisch die Ergebnisse
der Compliance-Prüfung, die finanziellen
Verhältnisse, sowie die betriebliche Organisation
eines Lieferanten.
Unser 'Supplier-Code-of-Conduct' ist Grundlage und
fester Bestandteil jeder Geschäftsbeziehung mit
unseren lieferseitigen Partnern. Mit gezielten
Lieferantenaudits überwachen wir die Einhaltung der
mit uns getroffenen Regelungen und erhalten beim
Lieferanten Einblicke in die Herstellungsprozesse und deren
Lieferketten. Um Qualitätsschwankungen in der
Lieferleistung unserer Lieferanten auch zukünftig
nahezu ausschließen zu können, analysieren wir
engmaschig die erbrachten Lieferleistungen und werden
verstärkt Qualitätssicherungsvereinbarungen mit
ausgewählten Vorzugslieferanten vereinbaren.
Mit Blick auf die Ressourcenverfügbarkeit im
Bereich Field Crew sehen wir trotz aller bereits
getroffener Maßnahmen auch weiterhin ein hohes
Verfügbarkeitsrisiko für unsere Projekte. Wir
arbeiten weiterhin aktiv am Auf- bzw. Ausbau unserer
eigenen Ressourcen, um Kernkompetenzen im Unternehmen zu
binden und unseren Kunden qualifizierte, entsprechend aus
eigenen und externen, ebenfalls an MENCK Equipment gut
ausgebildeten Crews, anbieten zu können. Als klare
Herausforderung und entsprechendes Risiko ist hier
insbesondere die Suche nach entsprechend qualifiziertem
Personal zu nennen.
Generell stellt die häufig nicht zum
gewünschten Termin oder im geplanten
Vergütungsrahmen mögliche Besetzung offener
Stellen durch Fachkräfte ein Risiko für die zeit-
und kostengerechte Abwicklung unserer Projekte dar.
Weiterhin erwarten wir aufgrund der Entwicklung des
Marktes, verstärkt durch die aktuell erneut hohen
Tarifabschlüsse, mittelfristig eine erhöhte
Fluktuation und daraus folgend höhere Recruitment- und
Onboardingaufwände.
Das Management sieht weiterhin Risiken in der
Verschiebung oder dem Ausfall von Kundenaufträgen
aufgrund einhergehender Veränderungen im Markt sowie
etwaiger Finanzrisiken. Risiken im Bereich der
Projektfinanzierung begegnen wir durch intensivere
Kundenabsprachen und eine intensivere Einbindung lokaler
Agenten.
Eine Quantifizierung der aus dem Krieg in der Ukraine
resultierenden Risiken in finanzieller Hinsicht ist
aufgrund der unverändert großen Unsicherheiten
nicht möglich.
Unverändert zu den Vorjahren gehören
Währungsrisiken, die unruhige politische Lage in
vielen der erdölfördernden Staaten sowie die
nicht konkret vorhersehbare Entwicklung des Ölpreises
zu den Unternehmensrisiken von MENCK. Des Weiteren ist die
MENCK GmbH aufgrund ihrer Gesellschafterstruktur
verpflichtet, sämtliche Projektmöglichkeiten
sowohl im Hinblick auf EU- als auch US-amerikanische
Sanktionen einem Compliance Check zu unterziehen. Hieraus
können je nach Bewertung des Einzelfalls signifikante
Einschränkungen unserer Geschäftstätigkeit
erwachsen.
Das bei MENCK implementierte "Project Controlling and
Budgeting", die so genannte "Eighteen Months Rolling
Forecast", sowie das Risikomanagement im Bereich der
Projektabwicklung, das im Projektprozess sorgsam integriert
ist, sind darauf ausgelegt, sowohl Chancen zu erkennen und
wahrzunehmen als auch Projektrisiken weitestgehend zu
minimieren und bei Eintritt unvorhergesehener Ereignisse
frühzeitig gegensteuern zu können. Mit den
vorgenannten Instrumenten sowie einer möglichen
konjunkturellen Entwicklung berücksichtigenden
Szenariorechnung begegnen wir den Risiken aus volatilen
Märkten und den aus der unsicheren
gesamtwirtschaftlichen Situation resultierenden Gefahren.
Aktives Working Capital Management trägt zur
langfristigen Liquiditätssicherung bei, wobei unser
Augenmerk in erster Linie auf einer langfristigen
Optimierung des Lagerbestandes und der Reduzierung
überfälliger Forderungen liegt.
Aufgrund der Vielzahl interner und externer
Einflussfaktoren können die tatsächlichen
Ergebnisse wesentlich von den Erwartungen abweichen.
Bestandsgefährdende Risiken für das
Unternehmen sind zum heutigen Zeitpunkt nicht
erkennbar.
Kaltenkirchen, den 26. April
2024
Dr.
Bernhard Bruggaier
Frank
Köhrmann
Bilanz zum 31. Dezember 2023
A k t i v a
|
31.12.2023 |
31.12.2022 |
|
EUR |
EUR |
EUR |
EUR |
| A.
Anlagevermögen |
|
|
|
|
| I.
Immaterielle Vermögensgegenstände |
|
|
|
|
| 1.
Aktivierte Entwicklungskosten |
1.417.100,67 |
|
1.033.034,57 |
|
| 2.
Entgeltlich erworbene Software |
27.637,50 |
1.444.738,17 |
0,00 |
1.033.034,57 |
| II.
Sachanlagen |
|
|
|
|
| 1.
Grundstücke und Bauten einschließlich der
Bauten |
|
|
|
|
| auf
fremden Grundstücken |
3.043,21 |
|
3.741,21 |
|
| 2.
Mietgeräte |
32.595.435,22 |
|
27.509.278,68 |
|
| 3.
Technische Anlagen und Maschinen |
183.148,23 |
|
238.897,70 |
|
| 4.
Andere Anlagen, Betriebs- und
Geschäftsausstattung |
65.985,15 |
|
85.322,26 |
|
| 5.
Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau |
2.920.921,26 |
35.768.533,07 |
1.107.065,55 |
28.944.305,40 |
|
|
37.213.271,24 |
|
29.977.339,97 |
| B.
Umlaufvermögen |
|
|
|
|
| I.
Vorräte |
|
|
|
|
| 1.
Unfertige Erzeugnisse, unfertige Leistungen |
8.567.769,40 |
|
4.789.813,96 |
|
| 2.
Fertige Erzeugnisse und Waren |
20.620.177,34 |
|
18.440.783,74 |
|
| 3.
Geleistete Anzahlungen |
281.759,65 |
29.469.706,39 |
572.610,74 |
23.803.208,44 |
| II.
Forderungen und sonstige
Vermögensgegenstände |
|
|
|
|
| 1.
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen |
16.571.490,65 |
|
8.097.515,38 |
|
| 2.
Forderungen gegen verbundene Unternehmen |
14.192.860,17 |
|
11.853.059,74 |
|
| -
davon aus Lieferungen und Leistungen |
|
|
|
|
| EUR
512.293,78 (i. Vj. EUR 1.125.595,03) - |
|
|
|
|
| -
davon aus Darlehen |
|
|
|
|
| EUR
13.680.566,39 (i. Vj. EUR 10.727.464,71) - |
|
|
|
|
| -
davon gegen Gesellschafter |
|
|
|
|
| EUR
14.099.842,75 (i. Vj. EUR 10.860.696,22) - |
|
|
|
|
| 3.
Sonstige Vermögensgegenstände |
1.614.033,64 |
32.378.384,46 |
663.596,55 |
20.614.171,67 |
| -
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als |
|
|
|
|
| einem
Jahr EUR 210.118,90 (i. Vj. EUR 212.110,73) - |
|
|
|
|
| -
davon aus Steuern |
|
|
|
|
| EUR
1.027.314,91 (i. Vj. EUR 256.291,76) - |
|
|
|
|
| III.
Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten |
|
|
|
|
| und
Schecks |
|
1.377.886,58 |
|
11.321.630,08 |
|
|
63.225.977,43 |
|
55.739.010,19 |
| C.
Rechnungsabgrenzungsposten |
|
407.641,66 |
|
351.564,95 |
| D.
Aktive latente Steuern |
|
389.752,15 |
|
423.378,50 |
|
|
101.236.642,48 |
|
86.491.293,61 |
P a s s i v a
|
31.12.2023 |
31.12.2022 |
|
EUR |
EUR |
| A.
Eigenkapital |
|
|
| I.
Gezeichnetes Kapital |
50.000,00 |
50.000,00 |
| II.
Kapitalrücklage |
5.599.668,68 |
5.599.668,68 |
| III.
Bilanzgewinn |
31.778.190,75 |
20.091.474,07 |
| -
davon Gewinnvortrag |
|
|
| EUR
20.091.474,07 (i. Vj. EUR 13.791.786,63) - |
|
|
|
37.427.859,43 |
25.741.142,75 |
| B.
Rückstellungen |
|
|
| 1.
Rückstellungen für Pensionen |
2.423.363,00 |
2.408.817,00 |
| 2.
Steuerrückstellungen |
1.698.212,83 |
882.910,55 |
| 3.
Sonstige Rückstellungen |
4.909.243,58 |
7.402.511,62 |
|
9.030.819,41 |
10.694.239,17 |
| C.
Verbindlichkeiten |
|
|
| 1.
Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen |
9.054.506,67 |
7.336.274,60 |
| 2.
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen |
7.746.906,16 |
9.295.289,41 |
| 3.
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen
Unternehmen |
37.196.441,51 |
31.516.317,14 |
| -
davon gegenüber Gesellschafter |
|
|
| EUR
4.113.055,17 (i. Vj. EUR 94.680,18) - |
|
|
| -
davon aus Lieferungen und Leistungen |
|
|
| EUR
2.083.386,34 (i. Vj. EUR 421.636,96) - |
|
|
| -
davon aus Darlehen |
|
|
| EUR
31.000.000,00 (i. Vj. EUR 31.000.000,00) - |
|
|
| 4.
Sonstige Verbindlichkeiten |
434.757,05 |
1.591.503,28 |
| -
davon aus Steuern |
|
|
| EUR
163.546,72 (i. Vj. EUR 1.406.333,12) - |
|
|
| -
davon im Rahmen der sozialen Sicherheit |
|
|
| EUR
733,11 (i. Vj. EUR 688,10) - |
|
|
|
54.432.611,39 |
49.739.384,43 |
| D.
Passive latente Steuern |
345.352,25 |
316.527,26 |
|
101.236.642,48 |
86.491.293,61 |
Gewinn-
und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31.
Dezember 2023
|
2023 |
2022 |
|
EUR |
EUR |
| 1.
Umsatzerlöse |
77.370.860,10 |
58.472.795,86 |
| 2.
Herstellungskosten der zur Erzielung der
Umsatzerlöse |
|
|
| erbrachten
Leistungen |
-56.522.205,79 |
-43.471.116,47 |
| 3.
Bruttoergebnis vom Umsatz |
20.848.654,31 |
15.001.679,39 |
| 4.
Vertriebskosten |
-1.516.547,34 |
-2.153.229,40 |
| 5.
Allgemeine Verwaltungskosten |
-4.355.676,42 |
-4.006.667,36 |
| 6.
Sonstige betriebliche Erträge |
2.569.426,18 |
2.497.827,53 |
| 7.
Sonstige betriebliche Aufwendungen |
-1.229.126,84 |
-835.975,79 |
| 8.
Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge |
893.312,33 |
811.238,82 |
| -
davon aus verbundenen Unternehmen |
|
|
| EUR
850.219,43 (i. Vj. EUR 789.053,91) - |
|
|
| 9.
Zinsen und ähnliche Aufwendungen |
-1.099.857,76 |
-1.070.820,00 |
| -
davon an verbundene Unternehmen |
|
|
| EUR
996.865,30 (i. Vj. EUR 930.000,00) - |
|
|
| 10.
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag |
-4.423.467,78 |
-3.944.365,75 |
| 11.
Ergebnis nach Steuern |
11.686.716,68 |
6.299.687,44 |
| 12.
Jahresüberschuss |
11.686.716,68 |
6.299.687,44 |
| 13.
Gewinnvortrag aus dem Vorjahr |
20.091.474,07 |
13.791.786,63 |
| 14.
Bilanzgewinn |
31.778.190,75 |
20.091.474,07 |
Anhang für
das Geschäftsjahr 2023
I. Allgemeine Angaben
Der Jahresabschluss der
MENCK GmbH, Sitz: Am Springmoor 5a, 24568
Kaltenkirchen, Registergericht: Amtsgericht Kiel, HRB 3894
NO,
zum 31. Dezember 2023 wurde entsprechend den
handelsrechtlichen Vorschriften für große
Kapitalgesellschaften aufgestellt.
Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem
Umsatzkostenverfahren aufgestellt.
II. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze
Die immateriellen Vermögensgegenstände und
Sachanlagen sind zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten,
vermindert um planmäßige Abschreibungen,
bewertet. Die Abschreibungen werden nach der
voraussichtlichen Nutzungsdauer der
Vermögensgegenstände und in Anlehnung an die
steuerlichen Vorschriften linear vorgenommen.
Geringwertige Wirtschaftsgüter werden im Jahr
des Zugangs voll abgeschrieben und ihr Abgang wird
unterstellt.
Für Computerhardware sowie Betriebs- und
Anwendersoftware wurde in Anlehnung an die steuerliche
Neuregelung lt. BMF-Schreiben vom 26.2.2021 eine
betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer von 1 Jahr zugrunde
gelegt.
Die Vorräte werden zu Anschaffungs- bzw.
Herstellungskosten angesetzt. Die Herstellungskosten
enthalten die direkt zurechenbaren Einzelkosten sowie
angemessene Teile der Material- und Fertigungsgemeinkosten.
Das Niederstwertprinzip wird beachtet.
Der Ansatz der Forderungen und sonstigen
Vermögensgegenstände erfolgt zum Nennwert.
Erkennbare Risiken sind durch Wertberichtigungen
berücksichtigt.
Die Rückstellungen berücksichtigen alle
erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen und
werden in Höhe des Erfüllungsbetrages angesetzt,
der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung
notwendig ist.
Die Pensionsrückstellungen wurden unter
Verwendung der Methode der laufenden Einmalbeträge
(sog. Projected-Unit-Credit-Methode) ermittelt. Für
die Bewertung der Pensionsrückstellungen wurde in der
Handelsbilanz eine Steigerung der laufenden Renten in
Höhe von 1% unter Verwendung der 2018
veröffentlichten "HEUBECK RICHTTAFELN 2018 G" von
Prof. Dr. Klaus Heubeck zugrunde gelegt. Für die
Abzinsung wurde pauschal eine durchschnittliche
Restlaufzeit von 15 Jahren unterstellt und dafür der
von der Deutschen Bundesbank auf den Bilanzstichtag
ermittelte durchschnittliche Marktzinssatz der vergangenen
zehn Jahre von 1,83% angesetzt (i.Vj.: durchschnittlicher
Marktzinssatz der vergangenen zehn Jahre von 1,78%).
Für die Bewertung der Verpflichtungen aus
Altersteilzeitregelungen wurde in der Handelsbilanz eine
Klassifizierung der Aufstockungsbeiträge mit
Entlohnungscharakter sowie ein Gehaltstrend Höhe von
1,7% p.a., ebenfalls unter Verwendung der 2018
veröffentlichten "HEUBECK RICHTTAFELN 2018 G" von
Prof. Dr. Klaus Heubeck, zugrunde gelegt.
Die Verbindlichkeiten werden zum
Erfüllungsbetrag passiviert.
Forderungen und Verbindlichkeiten in
ausländischer Währung sind grundsätzlich mit
den jeweiligen Umrechnungskursen bei Anschaffung angesetzt.
§ 256a HGB wurde bei der Umrechnung zum
Jahresabschluss beachtet.
III. Erläuterungen zur Bilanz
Die Entwicklung des Anlagevermögens ist aus dem
Anlagenspiegel (Anlage zum Anhang) ersichtlich.
Seit dem Geschäftsjahr 2014 wird das Wahlrecht
zur Aktivierung von Entwicklungsaufwand ausgeübt. Der
Entwicklungsaufwand wird zu Herstellungskosten bewertet und
die Abschreibungsdauer analog zu vergleichbaren Komponenten
des Vermietequipments mit durchschnittlich acht Jahren
festgelegt. Im Berichtsjahr fielen Entwicklungskosten von
insgesamt T€ 623 an (i.Vj. T€ 518), von denen
T€ 566 (i. Vj. T€ 286) bei den selbsterstellten
immateriellen Vermögensgegenständen aktiviert
wurden. Wie im Vorjahr wurden keine
außerplanmäßigen Abschreibungen
vorgenommen.
Die sich ergebende Ausschüttungssperre i.S.d.
§ 268 Abs. 8 S. 1 HGB beläuft sich auf T€
1.004 (i.Vj. T€ 732).
Im Zusammenhang mit der Aktivierung selbst
geschaffener immaterieller Vermögensgegenstände
ergibt sich zusätzlich ein
ausschüttungsgesperrter Betrag i.S.d. § 268 Abs.
8 S. 2 HGB, um den die aktiven Steuerlatenzen die passiven
übersteigen, von T€ 457 (i.Vj. T€ 408).
Zum Bilanzstichtag bestanden Forderungen gegen die
Gesellschafterin ACTEON Group Ltd. in Höhe von T€
14.100 (Vorjahr T€ 10.861) sowie Forderungen gegen
verbundene Unternehmen in Höhe von T€ 93, davon
gegen die LDD Large Diameter Drilling Ltd. (Courseulles)
T€ 61 (Vorjahr T€ 0), gegen die MENCK Pte Ltd
T€ 29 (Vorjahr T€ 376), gegen die Aquatic
Engineering & Construction Ltd T€ 3 (Vorjahr
T€ 36) sowie gegen die LDD Large Diameter Drilling
Limited T€ 0,4 (Vorjahr T€ 182).
Die sonstigen Vermögensgegenstände
enthalten größtenteils
Steuererstattungsansprüche für Umsatzsteuer im
Inland und in der EU (T€ 522),
Körperschaftssteuer (T€ 298), ausländische
Quellensteuern (T€ 207) sowie im Wesentlichen
debitorische Kreditoren (T€ 362), die Mietkaution
für die Gewerbe- und Büroflächen in
Kaltenkirchen (T€ 79), Ansprüche auf
Versicherungsleistungen (T€ 45), den bei der
Bundeskasse Trier hinterlegten Zollaufschub (T€ 35),
ausstehende Gutschriften von Lieferanten bzw. Lieferanten
mit Aktivsaldo (T€ 18) und sowie eine bei der Canada
Revenue Agency hinterlegte Sicherheitsleistung in
Zusammenhang mit der Erfüllung lokaler steuerlicher
Verpflichtungen (T€ 18).
Im Geschäftsjahr 2023 ist, wie im Vorjahr, keine
Gewinnausschüttung erfolgt.
Aus der Abzinsung der Rückstellungen für
Pensionen mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der
vergangenen zehn Jahre ergibt sich im Vergleich zur
Abzinsung mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der
vergangenen sieben Jahre ein Unterschiedsbetrag in
Höhe von T€ 34 (Vorjahr T€ 146). Dieser
Unterschiedsbetrag ist gemäß § 253 Abs. 6
HGB für die Ausschüttung gesperrt.
Die Steuerrückstellungen zum Bilanzstichtag von
insgesamt T€ 1.698 beinhalten Rückstellungen
für Körperschaft- und Gewerbesteuer für das
aktuelle und das vorherige Geschäftsjahr (T€
1.480) sowie für ausländische Quellensteuern auf
Ausgangsrechnungen aus dem Geschäftsjahr, welche zum
Bilanzstichtag noch nicht bezahlt waren (T€ 218). Der
Steuerbescheid für 2022 lag zum Bilanzstichtag noch
nicht vor.
Um die Bedenken über die ungleiche
Gewinnverteilung und die ungleichen Steuerabgaben
großer multinationaler Unternehmen zu adressieren,
hat die Organisation für wirtschaftliche
Zusammenarbeit und Entwicklung ("OECD") im Dezember 2021
mit den sog. "Model Rules" das Rahmenwerk für eine
internationale Mindestbesteuerung (sog. "Pillar 2-Rules")
veröffentlicht. Ziel der nach Maßgabe der OECD
weltweit einheitlich anzuwendenden Pillar 2-Regelungen ist,
Unternehmensgewinne in niedrig besteuerten Ländern
durch Erhebung einer Ergänzungssteuer einer
Mindestbesteuerung von 15% zu unterziehen. Die von der
Europäischen Union ("EU") zur Umsetzung der Vorgaben
der OECD am 15. Dezember 2022 erlassene Richtlinie sollte
bis Ende 2023 von den Mitgliedstaaten in nationales Recht
umgesetzt werden. Während die Umsetzung der Vorgaben
in nationales Recht sowohl in den Staaten der EU als auch
in Drittstaaten teilweise deutlich verzögert ist, hat
der Bundestag der Bundesrepublik Deutschland das "Gesetz
zur Umsetzung der Richtlinie zur Gewährleistung einer
globalen Mindestbesteuerung und weiterer
Begleitmaßnahmen" am 10. November 2023 beschlossen.
Ungeachtet der weltweiten gesetzlichen Umsetzung
tritt das Gesetz zur Mindestbesteuerung in Deutschland
damit für nach dem 30. Dezember 2023 beginnende
Geschäftsjahre in Kraft, so dass die Acteon Gruppe ab
dem Geschäftsjahr 2024 einer Ergänzungssteuer
unterliegen kann, durch die die Besteuerung der Gewinne
einzelner Steuerhoheitsgebiete auf die Mindeststeuer von
15% angehoben wird. Nach jetziger Einschätzung wird
die Acteon Gruppe nicht oder nur geringfügig einer
Ergänzungssteuer unterliegen, da die einzelnen
Konzerngesellschaften in Ländern aktiv sind, deren
regulären Steuersätze oberhalb von 15% liegen.
Auch wesentliche steuerfreie Erträge, die den
effektiven Steuersatz der einzelnen Steuerhoheitsgebiete
auf unter 15% sinken lassen können, vereinnahmen die
Konzerngesellschaften von der Acteon Group Ltd.
regelmäßig nicht.
Die gesetzlichen Vertreter der Acteon Group Ltd.
verfolgen aufmerksam den Fortschritt der lokalen
Gesetzgebungsverfahren und implementieren Prozesse und
IT-Lösungen, um die einschlägigen
Mindeststeuerberichtsanforderungen und
-erklärungspflichten, welche unabhängig vom
tatsächlichen Entstehen einer Ergänzungssteuer
bestehen, umzusetzen. Nach den bisherigen im Rahmen dieses
Umsetzungsprojektes durchgeführten Analysen, werden
quantitative Auswirkungen nicht oder nur in unwesentlichem
Maße erwartet.
Die sonstigen Rückstellungen in Höhe von
T€ 4.909 beinhalten im Wesentlichen ausstehende
Leistungsverpflichtungen (T€ 2.006 Projektkosten),
Rückstellungen für Garantieansprüche
(T€ 812), unterlassene Instandhaltung (T€ 419)
sowie Altersteilzeitansprüche (T€ 318).
Des Weiteren beinhalten die sonstigen
Rückstellungen im Wesentlichen
Jubiläumsprämien (T€ 229), Rechts-,
Beratungs- und Prüfungskosten (T€ 228), anteilige
Urlaubsansprüche (T€ 209), noch abzurechnende
Überstunden und sonstigen Personalaufwand (T€
178), Bonusansprüche von Kunden (T€ 73),
Reisekosten (T€ 53), Archivierung (T€ 47), eine
Rückbauverpflichtung aus dem bestehenden Mietvertrag
für die Geschäftsräume in Kaltenkirchen
(T€ 37), Zinsverpflichtungen aus ICO-Darlehen (T€
36), Berufsgenossenschaftsbeiträge (T€ 34), die
überfällige Überholung und Rezertifizierung
von Werkstattausstattung (T€ 21), Bonusverpflichtungen
gegenüber Mitarbeitern für das Geschäftsjahr
(T€ 171) sowie IHK Beiträge (T€ 15).
Zum Bilanzstichtag bestanden Verbindlichkeiten
gegenüber der Gesellschafterin Acteon Group Ltd. in
Höhe von € 4,1 Mio. (i.Vj. T€ 95) sowie
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen
von gesamt € 33,1 Mio. (Vorjahr € 31,4 Mio.).
Darin sind langfristige Verbindlichkeiten gegenüber
der ACTEON UK Financing III (EUR) Ltd. in Höhe von
€ 31,0 Mio. (i.Vj. € 31,0 Mio.) sowie
kurzfristige Verbindlichkeiten gegenüber der MENCK Pte
Ltd. in Höhe von € 1,2 Mio. (i.Vj. T€ 388),
der Acteon Integrated Solutions Ltd in Höhe von
T€ 146 (i.Vj. T€ 23), der LDD Large Diameter
Drilling Ltd. in Höhe von T€ 600 (i.Vj. T€
11), der Intermoor Inc. T€ 85 (i.Vj. € 0) sowie
der 2H Offshore Engineering Ltd. T€ 47 (i.Vj. €
0) enthalten.
Die Verbindlichkeiten hatten am Bilanzstichtag, mit
Ausnahme des im April 2016 abgeschlossenen
festverzinslichen gruppeninternen Darlehens in Höhe
von EUR 31 Mio. mit einer Laufzeit von 10 Jahren, wie im
Vorjahr eine Restlaufzeit von unter einem Jahr.
Die Verbindlichkeiten sind weder durch Pfandrechte
oder ähnliche Rechte gesichert worden.
Latente Steuern
Latente Steuern werden gemäß § 274
HGB nach der bilanzorientierten Verbindlichkeitsmethode
ermittelt. Diese sieht vor, dass aktive und passive latente
Steuern auf temporäre Differenzen zwischen den
handelsbilanziellen und den entsprechenden steuerlichen
Wertansätzen anzusetzen sind.
Aus den unterschiedlichen Wertansätzen zwischen
dem Handelsrecht und dem Steuerrecht ergeben sich sowohl
aktive als auch passive latente Steuern. Die wesentlichen
latenten Steuern resultieren aus unterschiedlichen
Wertansätzen der Pensions- und
Jubiläumsrückstellungen, aus selbst erstellten
immateriellen Vermögensgegenständen sowie aus
Bewertungsunterschieden bei Forderungen.
Die Bewertung der aktiven und passiven latenten
Steuern erfolgt mit dem Steuersatz, der zum Zeitpunkt der
voraussichtlichen Umkehr der temporären Differenzen
anzuwenden ist. Dabei handelt es sich um den kombinierten
Steuersatz aus Körperschaftsteuer in Höhe von
15%, Solidaritätszuschlag auf die
Körperschaftsteuer in Höhe von 5,5% sowie
Gewerbesteuer in Höhe von 13,3% (Hebesatz 380%) von
insgesamt 29,125%.
Die Entwicklung der latenten Steuern im
Geschäftsjahr stellt sich wie folgt dar:
in TEUR |
Stand
1.1.2023 |
Veränderung |
Stand
31.12.2023 |
| Aktive latente
Steuern |
423 |
-33 |
390 |
| Passive latente
Steuern |
-317 |
-28 |
-345 |
IV. Erläuterungen zur Gewinn- und
Verlustrechnung
Die Umsatzerlöse lassen sich nach
Tätigkeitsbereichen und geographisch wie folgt
unterteilen:
|
2023 |
2022 |
|
T€ |
T€ |
| Equipment Rental |
42.275 |
27.970 |
| Services |
8.880 |
9.663 |
| Equipment Sales |
15.724 |
14.656 |
| Manpower |
10.492 |
6.184 |
|
77.371 |
58.473 |
|
2023 |
2022 |
|
T€ |
T€ |
| Europa |
18.335 |
20.919 |
| Amerika |
6.769 |
2.811 |
| Asien und
Australien |
19.637 |
8.473 |
| Afrika |
0 |
334 |
| Fernost und mittlerer
Osten |
32.630 |
25.936 |
|
77.371 |
58.473 |
Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten
periodenfremde Erträge aus der Auflösung von
Rückstellungen in Höhe von T€ 1.265 (i. Vj.
T€ 596) sowie der Auflösung von
Wertberichtigungen in Höhe von T€ 56 (i. Vj.
T€ 310).
Der Personalaufwand gliedert sich wie folgt:
|
T€ |
| a) Löhne und
Gehälter |
11.248 |
| b) Soziale Abgaben und
Aufwendungen für und für Unterstützung
Altersversorgung |
1.972 |
| davon
für Altersversorgung |
131 |
|
13.220 |
Die Materialaufwendungen gliedern sich wie folgt:
|
T€ |
| a) Aufwendungen für
Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene
Waren |
16.204 |
| b) Aufwendungen für
bezogene Leistungen |
15.076 |
|
31.280 |
Die Herstellungskosten enthalten Garantieaufwendungen
in Höhe von T€ 715 (i. Vj. T€ 558).
Im Steueraufwand sind latente Steuern in Höhe
von T€ 62 enthalten (i. Vj. Erträge i.H.v.
T€ 74).
Es wurden Erträge aus Währungsumrechnung in
Höhe von T€ 867 (i. Vj. T€ 975) sowie
Aufwendungen aus Währungsumrechnung als Bestandteil
des sonstigen betrieblichen Aufwands in Höhe von
T€ 1.125 (i. Vj. T€ 829) realisiert. Der
Zinsaufwand für die Aufzinsung der
Pensionsrückstellung beträgt für das
Geschäftsjahr 2023 T€ 45 (i. Vj. T€ 43)
sowie für die Jubiläumsrückstellung T€
4 (i. Vj. T€ 3).
V. Haftung für Verbindlichkeiten Dritter
Die Gesellschaft ist bis zur Höhe des
Eigenkapitals Garantin für einen Darlehensvertrag der
Gesellschafterin und verschiedenen Tochtergesellschaften
der Gesellschafterin mit einem Gesamtvolumen von GBP 405
Mio. Die Gesellschaft sieht die Inanspruchnahme aufgrund
der geordneten finanziellen Verhältnisse der
begünstigten Gesellschaften für überwiegend
nicht wahrscheinlich an.
VI. Sonstige Angaben
Geschäftsführer waren im Geschäftsjahr
2023:
Dr. Bernhard Bruggaier, Ingenieur, Henstedt-Ulzburg
Herr Dr. Bruggaier ist in seiner Funktion als ACTEON
Chief Executive Officer in sämtliche strategische
Entscheidungen der Unternehmensgruppe eingebunden, nimmt
jedoch keine operative Rolle bei der MENCK GmbH ein. Die
Personalkosten für Herrn Dr. Bruggaier trägt
dementsprechend die ACTEON Group Ltd.
Fabian Hippe, Ingenieur, Moorrege (bis zum
31.10.2023)
Herr Hippe ist in seiner Funktion als Segment Sales
Director des Marine Foundations Segmentes innerhalb der
Engineering, Moorings and Foundations Division der
ACTEON-Gruppe weiterhin für die Entwicklung und
Umsetzung der Vertriebsstrategie und -ziele des Segmentes
verantwortlich.
Frank Köhrmann, Ingenieur, Lachendorf
Herr Köhrmann verantwortet sämtliche
operativen Bereiche der MENCK GmbH.
Auf die Angabe der
Geschäftsführerbezüge wird mit Bezugnahme
auf § 286 Abs. 4 HGB verzichtet.
Im Jahresdurchschnitt wurden 142 Mitarbeiter
(Vollzeit Äquivalente auf Basis einer 40 Std. Woche)
beschäftigt, dies entspricht 126 Vollzeitkräften
und 28 Mitarbeitern in Teilzeit. Des Weiteren wurden 2
Auszubildende beschäftigt.
Am Bilanzstichtag bestehen aus Miet- und
Leasingverträgen sonstige finanzielle Verpflichtungen
in Höhe von T€ 3.070, davon gegenüber
verbundenen Unternehmen T€ 816.
Der Jahresabschluss wird gemäß § 325
Abs. 1 HGB offengelegt. Des Weiteren wird er in den
Konzernabschluss des Mutterunternehmens ACTEON Group Ltd.,
Norwich/England, einbezogen. Dieser wird am Sitz der
Gesellschaft im "Companies House" offengelegt.
Das für den Abschlussprüfer erfasste
Gesamthonorar für das Geschäftsjahr 2023
beträgt T€ 174 und teilt sich wie folgt auf:
|
Abschlussprüfungsleistungen: |
T€ 129 |
|
Steuerberatungsleistungen: |
T€ 45 |
| Sonstige
Leistungen: |
T€ 0 |
VII. Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem
Bilanzstichtag
Im März 2024 wurde im Zuge des Verkaufs der
Acteon Group Ltd. der unter V. genannte Darlehensvertrag
durch ein neues "Facilities Agreement" mit einem
Kreditvolumen von GBP 225 M und USD 89 M ersetzt.
Ergebnisverwendung
Die Geschäftsführung schlägt vor, den
Bilanzgewinn von T€ 31.778 auf neue Rechnung
vorzutragen.
Kaltenkirchen, den 26. April
2024
Dr.
Bernhard Bruggaier
Frank
Köhrmann
Entwicklung
des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2023
|
Anschaffungs- und Herstellungskosten |
|
1.1.2023 |
Zugänge |
Umbuchungen |
Abgänge |
31.12.2023 |
|
EUR |
EUR |
EUR |
EUR |
EUR |
| I.
Immaterielle Vermögens- |
|
|
|
|
|
| gegenstände |
|
|
|
|
|
| 1.
Aktivierte Entwicklungskosten |
2.047.964,85 |
566.731,90 |
0,00 |
0,00 |
2.614.696,75 |
| 2.
Entgeltlich erworbene Software |
1.367.845,54 |
33.466,30 |
0,00 |
0,00 |
1.401.311,84 |
|
3.415.810,39 |
600.198,20 |
0,00 |
0,00 |
4.016.008,59 |
| II.
Sachanlagen |
|
|
|
|
|
| 1.
Grundstücke und Bauten |
|
|
|
|
|
| einschließlich
der Bauten |
|
|
|
|
|
| auf
fremden Grundstücken |
343.781,53 |
0,00 |
0,00 |
0,00 |
343.781,53 |
| 2.
Mietgeräte |
82.480.945,38 |
0,00 |
11.534.108,88 |
6.079.138,49 |
87.935.915,77 |
| 3.
Technische Anlagen und |
|
|
|
|
|
| Maschinen |
802.938,84 |
10.775,35 |
0,00 |
0,00 |
813.714,19 |
| 4.
Andere Anlagen, Betriebs- und |
|
|
|
|
|
| Geschäftsausstattung |
1.310.130,45 |
57.617,63 |
0,00 |
162.985,12 |
1.204.762,96 |
| 5.
Geleistete Anzahlungen und |
|
|
|
|
|
| Anlagen
im Bau |
1.107.065,55 |
13.347.964,59 |
-11.534.108,88 |
0,00 |
2.920.921,26 |
|
86.044.861,75 |
13.416.357,57 |
0,00 |
6.242.123,61 |
93.219.095,71 |
|
89.460.672,14 |
14.016.555,77 |
0,00 |
6.242.123,61 |
97.235.104,30 |
|
Kumulierte
Abschreibungen |
Buchwerte |
|
1.1.2023 |
Abschreibungen des
Geschäftsjahres |
Abgänge |
31.12.2023 |
31.12.2023 |
31.12.2022 |
|
EUR |
EUR |
EUR |
EUR |
EUR |
EUR |
| I.
Immaterielle Vermögens- |
|
|
|
|
|
|
| gegenstände |
|
|
|
|
|
|
| 1.
Aktivierte |
|
|
|
|
|
|
| Entwicklungskosten |
1.014.930,28 |
182.665,80 |
0,00 |
1.197.596,08 |
1.417.100,67 |
1.033.034,57 |
| 2.
Entgeltlich erworbene |
|
|
|
|
|
|
| Software |
1.367.845,54 |
5.828,80 |
0,00 |
1.373.674,34 |
27.637,50 |
0,00 |
|
2.382.775,82 |
188.494,60 |
0,00 |
2.571.270,42 |
1.444.738,17 |
1.033.034,57 |
| II.
Sachanlagen |
|
|
|
|
|
|
| 1.
Grundstücke und Bauten |
|
|
|
|
|
|
| einschließlich
der Bauten |
|
|
|
|
|
|
| auf
fremden Grundstücken |
340.040,32 |
698,00 |
0,00 |
340.738,32 |
3.043,21 |
3.741,21 |
| 2.
Mietgeräte |
54.971.666,70 |
6.355.096,86 |
5.986.283,01 |
55.340.480,55 |
32.595.435,22 |
27.509.278,68 |
| 3.
Technische Anlagen und |
|
|
|
|
|
|
| Maschinen |
564.041,14 |
66.524,82 |
0,00 |
630.565,96 |
183.148,23 |
238.897,70 |
| 4.
Andere Anlagen, Betriebs- |
|
|
|
|
|
|
| und
Geschäftsausstattung |
1.224.808,19 |
76.954,74 |
162.985,12 |
1.138.777,81 |
65.985,15 |
85.322,26 |
| 5.
Geleistete Anzahlungen |
|
|
|
|
|
|
| und
Anlagen im Bau |
0,00 |
0,00 |
0,00 |
0,00 |
2.920.921,26 |
1.107.065,55 |
|
57.100.556,35 |
6.499.274,42 |
6.149.268,13 |
57.450.562,64 |
35.768.533,07 |
28.944.305,40 |
|
59.483.332,17 |
6.687.769,02 |
6.149.268,13 |
60.021.833,06 |
37.213.271,24 |
29.977.339,97 |
Bestätigungsvermerk
des unabhängigen Abschlussprüfers
An die MENCK GmbH, Kaltenkirchen
Prüfungsurteile
Wir haben den Jahresabschluss der MENCK GmbH,
Kaltenkirchen, - bestehend aus der Bilanz zum 31.
Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für
das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember
2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung
der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft.
Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der MENCK
GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum
31. Dezember 2023 geprüft.
Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der
Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
| ― |
entspricht der beigefügte
Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den
deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden
handelsrechtlichen Vorschriften und
vermittelt unter Beachtung der deutschen
Grundsätze ordnungsmäßiger
Buchführung ein den tatsächlichen
Verhältnissen entsprechendes Bild der
Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum
31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für
das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31.
Dezember 2023 und
|
| ― |
vermittelt der beigefügte
Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der
Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen
steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem
Jahresabschluss, entspricht den deutschen
gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und
Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend
dar.
|
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1
HGB erklären wir, dass unsere Prüfung
zu keinen Einwendungen gegen die
Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des
Lageberichts geführt hat.
Grundlage für die Prüfungsurteile
Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses
und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317
HGB unter Beachtung der vom Institut der
Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen
Grundsätze ordnungsmäßiger
Abschlussprüfung durchgeführt.
Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und
Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des
Abschlussprüfers für die Prüfung des
Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres
Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir
sind von dem Unternehmen unabhängig in
Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen
und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere
sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung
mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der
Auffassung, dass die von uns erlangten
Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um
als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum
Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.
Verantwortung der Geschäftsführung
für den Jahresabschluss und den Lagebericht
Die Geschäftsführung ist verantwortlich
für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den
deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden
handelsrechtlichen Vorschriften in allen
wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der
Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen
Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung
ein den tatsächlichen Verhältnissen
entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und
Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner ist die
Geschäftsführung verantwortlich für die
internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit
den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger
Buchführung als notwendig bestimmt hat, um die
Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen,
der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund
von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der
Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder
Irrtümern ist.
Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses ist die
Geschäftsführung dafür verantwortlich, die
Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der
Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren hat
sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der
Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern
einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus ist sie
dafür verantwortlich, auf der Grundlage des
Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der
Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht
tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten
entgegenstehen.
Außerdem ist die Geschäftsführung
verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts,
der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der
Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen
Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den
deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die
Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung
zutreffend darstellt. Ferner ist die
Geschäftsführung verantwortlich für die
Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als
notwendig erachtet hat, um die Aufstellung eines
Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden
deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und
um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen
im Lagebericht erbringen zu können.
Verantwortung des Abschlussprüfers für die
Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts
Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit
darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes
frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von
dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der
Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage
der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen
Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der
Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht,
den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die
Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung
zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk
zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum
Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.
Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an
Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in
Übereinstimmung mit § 317 HGB unter
Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW)
festgestellten deutschen Grundsätze
ordnungsmäßiger Abschlussprüfung
durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche
Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen
können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern
resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn
vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass
sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses
Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen
wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten
beeinflussen.
Während der Prüfung üben wir
pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine
kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
| ― |
identifizieren und beurteilen
wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen
im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von
dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und
führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf
diese Risiken durch sowie erlangen
Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet
sind, um als Grundlage für unsere
Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus
dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche
Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher
als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende
wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt
werden, da dolose Handlungen kollusives
Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte
Unvollständigkeiten, irreführende
Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen
interner Kontrollen beinhalten können.
|
| ― |
gewinnen wir ein
Verständnis von dem für die Prüfung
des Jahresabschlusses relevanten internen
Kontrollsystem und den für die Prüfung des
Lageberichts relevanten Vorkehrungen und
Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu
planen, die unter den gegebenen Umständen
angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein
Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme
der Gesellschaft abzugeben.
|
| ― |
beurteilen wir die
Angemessenheit der von der Geschäftsführung
angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die
Vertretbarkeit der von der Geschäftsführung
dargestellten geschätzten Werte und damit
zusammenhängenden Angaben.
|
| ― |
ziehen wir Schlussfolgerungen
über die Angemessenheit des von der
Geschäftsführung angewandten
Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der
Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage
der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine
wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit
Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die
bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der
Gesellschaft zur Fortführung der
Unternehmenstätigkeit aufwerfen können.
Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine
wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir
verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die
dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im
Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese
Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges
Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen
unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis
zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten
Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse
oder Gegebenheiten können jedoch dazu
führen, dass die Gesellschaft ihre
Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen
kann.
|
| ― |
beurteilen wir Darstellung,
Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt
einschließlich der Angaben sowie ob der
Jahresabschluss die zugrunde liegenden
Geschäftsvorfälle und Ereignisse so
darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung
der deutschen Grundsätze
ordnungsmäßiger Buchführung ein den
tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes
Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der
Gesellschaft vermittelt.
|
| ― |
beurteilen wir den Einklang des
Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine
Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild
von der Lage des Unternehmens.
|
| ― |
führen wir
Prüfungshandlungen zu den von der
Geschäftsführung dargestellten
zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch.
Auf Basis ausreichender geeigneter
Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei
insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von
der Geschäftsführung zugrunde gelegten
bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die
sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten
Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges
Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten
Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen
geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches
unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse
wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben
abweichen.
|
Wir erörtern mit den für die Überwachung
Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die
Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame
Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger
bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir
während unserer Prüfung feststellen.
Hamburg, den 30. April
2024
KPMG
AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Bötel,
Wirtschaftsprüfer
Graf
von der Schulenburg, Wirtschaftsprüfer
|