Stammdaten

Register
Amtsgericht Wuppertal HRB 9645
Eingetragen
6.12.2002
Branche
Großhandel mit TextilienHerstellung von Arbeits- und BerufsbekleidungHerstellung von Baubedarfsartikeln aus Kunststoffen
Gegenstand
Gegenstand des Unternehmens ist die Herstellung und der Vertrieb von Textilien aller Art und artverwandten Artikeln.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
René Kinle
seit 15.6.2022
Prokura
René Krieger
seit 12.1.2022
Geschäftsführer
Frank Rittmann
seit 3.1.2019
Prokura
Markus Schönemann
seit 3.1.2019
Prokura
Philipp Jaeger
seit 2.7.2003
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
Jacger Holding GmbH
100.00%

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Jacger Holding GmbH
Germany
210.000 €
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Gebrüder Jaeger GmbH

Wuppertal

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Lagebericht

1. Grundlagen des Unternehmens

1.1 Organisation und Geschäftsbereiche

Die Gebrüder Jaeger GmbH ist eine 100 %ige Tochtergesellschaft der Jaeger Holding GmbH, welche das bewegliche und unbewegliche Anlagevermögen hält und an diese verpachtet.

Die Gesellschaft ist in den Geschäftsbereichen Construction Industry (CON-IN), Shoe & Leather Industry (SL-IN) und Technical Industry (TEC-IN) tätig. Rund 75 % des Umsatzes werden im Bereich CON-IN und 25 % des Umsatzes im Bereich SL-IN & TEC-IN realisiert. Die Gebrüder Jaeger GmbH produziert Schmaltextilien und beschichtet, kaschiert und konfektioniert breite textile Substrate, welche als Komponenten in die Schuh-, lederverarbeitende, Automotive- und Baustoffindustrie eingehen. Der Vertrieb erfolgt über den eigenen Außendienst bzw. ausländische Standorte in Europa und im außereuropäischen Ausland.

1.2 Steuerungssystem

Zu den für die Unternehmenssteuerung wichtigen finanziellen Leistungsindikatoren gehören u.a. Umsatz, EBIT und CF. Die Geschäftsführung wird durch die Geschäftsbereiche mittels detaillierter Berichte regelmäßig über den Geschäftsverlauf informiert. Dadurch kann die Geschäftsführung nicht zufriedenstellenden Entwicklungen zeitnah entgegenwirken.

Neben den zur Unternehmenssteuerung verwendeten finanziellen Leistungsindikatoren werden zusätzlich nichtfinanzielle Indikatoren, wie z.B. Materialeffizienz, Liefertermintreue, die Anzahl fehlerfreier Lieferungen, Kundenzufriedenheit sowie die Gesundheitsquote der Mitarbeitenden monatlich ausgewertet und entsprechend berichtet.

1.3 Forschung und Entwicklung

Die Entwicklung erfolgt innerhalb der Jaeger-Gruppe zunächst kundengetrieben. Hierbei handelt es sich mehr um Produktentwicklungen und weniger um grundsätzliche Forschung. Einen Anstoß hierzu bildet zumeist eine konkrete Anfrage bzw. eine konkrete anwendungstechnische Fragestellung was regelmäßig dazu führt, dass die Jaeger-Gruppe die dazu notwendige Verfahrenstechnik entwickelt.

Die der Produktentwicklung zugehörige Anwendungstechnik versucht in diesem Zusammenhang, die entwickelten Problemlösungen zu verarbeiten und in unseren Laboren zu testen. Das Testequipment ist auf die Bereiche der Lederverarbeitung und Baustoffindustrie zugeschnitten. Hinzu kommen vermehrt Prüfverfahren, die seitens der Automotive Industry verlangt werden. Notwendige Akkreditierungen bestehen bereits und werden weiter ausgebaut.

2. Wirtschaftsbericht

2.1 Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

Die gesamtwirtschaftliche Entwicklung verlief im Jahr 2023 insgesamt gedämpft, aber mit erheblichen regionalen Unterschieden. Während sich das Wachstum des Bruttoinlandsprodukts in den USA im dritten Quartal deutlich verbesserte, stagnierte das Bruttoinlandsprodukt in der Europäischen Union (EU) weitgehend. Das globale Bruttoinlandsprodukt (BIP) stieg um 2,6 % gegenüber dem Vorjahr (2022: +3,1 %).

In der europäischen Union stagnierte im Jahr 2023 das Bruttoinlandsprodukt weitgehend, was vor allem auf eine Zurückhaltung der Verbraucher aufgrund gestiegener Strom- und Gaspreise und der Unsicherheit in Zusammenhang mit dem Krieg in der Ukraine zurückzuführen ist.

Die deutsche Wirtschaft hingegen entwickelte sich schwächer und verzeichnete sogar einen Rückgang von 0,1% im Bruttoinlandsprodukt. Hauptursächlich für den Rückgang des privaten Verbrauchs ist die hohe Inflationsrate und die damit einhergehende gesunkene Kaufkraft. Im Vergleich zu anderen EU-Ländern verzeichnete Deutschland auch einen deutlichen Rückgang der staatlichen Konsumausgaben, da die pandemiebedingten Leistungen weggefallen sind.

Das Jahr 2023 brachte insgesamt nicht die erhoffte wirtschaftliche Erholung. Während Unternehmen in der Bekleidungsindustrie positive Zahlen bei Umsatz (+2,7und Einzelhandel (+3,0%) meldeten, waren die wirtschaftlichen Daten der Textilhersteller überwiegend negativ. Die Textilhersteller litten weiterhin unter einem hohen Margendruck, bedingt durch nach wie vor sehr hohe Beschaffungs- und Energiekosten.

2.2 Geschäftsverlauf und Gesamtaussage zur wirtschaftlichen Lage

Für das Geschäftsjahr 2023 war die Geschäftsführung von einer Umsatzsteigerung in Höhe von rund 0,5 % ausgegangen. Der erzielte Umsatz lag mit EUR 59,5 Mio. - entgegen den Erwartungen - um rund 10,5 % unter dem Vorjahreswert von EUR 66,5 Mio.

2.3 Ertrags-, Vermögens- und Finanzlage

2.3.1 Ertragslage

Zur zentralen Beurteilung der Entwicklung der Ertragslage stehen für die Gebrüder Jaeger GmbH nachfolgende Kennzahlen (finanzielle Leistungsindikatoren) im Vordergrund:

31.12.2023 31.12.2022 Veränderung
TEUR %
Umsatz (TEUR) 59.519 66.510 -6.991 -10,5
Rohertrag (TEUR) 25.930 27.075 -1.145 -4,2
EBIT (TEUR) 335 1.643 -1.309 -79,7
Materialaufwandsquote (%) 56,5 59,2

2.3.2 Vermögens- und Finanzlage

Zur zentralen Beurteilung der Entwicklung der Umsatz- und Ertragslage stehen für die Gebrüder Jaeger GmbH nachfolgende Kennzahlen (finanzielle Leistungsindikatoren) im Vordergrund:

31.12.2023 31.12.2022 Veränderung
TEUR %
Bilanzsumme (TEUR) 21.757 23.112 -1.355 -5,9
Finanzmittel (TEUR) 1.053 1.966 -913 -46,5
Operativer Cashflow (TEUR) -734 -430 -304 70,7
Eigenkapitalquote (%) 52,2 48,9 n.a. 3,3

Die Investitionen, welche die Muttergesellschaft für die Gebrüder Jaeger GmbH tätigte, lagen im Geschäftsjahr 2023 bei rd. TEuro 3.111.

Die finanzielle Ausstattung des Unternehmens ist solide. Bankkredite wurden keine aufgenommen.

2.3.3 Nicht finanzielle Leistungsindikatoren

Der Personalstand ohne Zeitarbeitnehmer beträgt zum Jahresende 266 Mitarbeitende (im Vorjahr 271 Mitarbeitende). Die Beschäftigung von Mitarbeitenden aus Zeitarbeitsfirmen dient lediglich der Abdeckung von Kapazitätsspitzen.

Die Unternehmensziele sind für alle Mitarbeitenden transparent und werden über unternehmens- und abteilungsbezogene Balanced Score Cards (BSC) hergeleitet und abgebildet - an diesen bemessen sich auch die Prämien für die Mitarbeitenden der Gesellschaft.

Weiterbildung, Qualifizierungsmaßnahmen und interne wie externe Schulungen sind für das Unternehmen wichtige Bausteine für die Absicherung eines hohen Qualitätsniveaus. Mitarbeitende und Führungskräfte werden nach aufeinander abgestimmten Kompetenzmodellen beurteilt und entwickelt bzw. gefördert. Um dem drohenden Fachkräftemangel entgegenzuwirken, bildet Jaeger selbst aus. Zum 1. Januar 2024 befanden sich 20 Auszubildende im Unternehmen.

Die Organisation wird konsequent weiterentwickelt. Ein wesentliches Ziel ist es, die Eigenverantwortung und Steuerung kleiner, flexibler Fertigungseinheiten zu fördern.

3. Prognose-, Chancen- und Risikobericht

3.1 Prognosebericht

Der Umsatzverlauf im Geschäftsjahr 2024 bis zur Aufstellung des Jahresabschlusses liegt über Budgetansatz jedoch unter Vorjahresniveau.

Die globale Inflation wird voraussichtlich weiter zurückgehen, von 6,8 % im Jahr 2023 auf 5,9 % im Jahr 2024. Dies spiegelt den Abbau von Lieferkettenproblemen und eine restriktive Geldpolitik wider. Der IWF sieht eine realistische Chance für eine "sanfte Landung" der Weltwirtschaft, wobei das Risiko einer Rezession abnimmt und die globalen Wachstumsrisiken weitgehend ausgeglichen sind.

Die aus dem Krieg in der Ukraine entstehenden weltweiten Auswirkungen auf Absatzmärkte, Lieferketten, Energiepreise und den Finanzsektor können dazu führen, dass die deutsche Wirtschaft im Jahr 2024 wenig bis kein Wachstum verzeichnet.

Die wirtschaftliche Prognose für 2024 zeigt sowohl in der Textilindustrie als auch in der gesamten deutschen Wirtschaft ein Bild der vorsichtigen Erholung. Während die Textilindustrie von Innovation und Nachhaltigkeit profitieren könnte, wird die deutsche Wirtschaft insgesamt durch steigende Reallöhne und eine abnehmende Inflation unterstützt, obwohl strukturelle Herausforderungen und globale Unsicherheiten weiterhin bestehen.

Insofern wird aus heutiger Sicht für die Gesellschaft für das Geschäftsjahr 2024 - vorbehaltlich der starken und der weiterhin schwer einschätzbaren Auswirkungen des Ukraine Kriegs - gegenüber dem Vorjahr insgesamt ein Umsatz- bzw. Gesamtleistung auf Vorjahresniveau erwartet.

3.2 Chancen- und Risikobericht

Jaeger tritt in den angestammten Märkten als Nischenanbieter und Problemlöser auf. Die Produkte sind beratungsintensiv und werden vielfach im Zusammenspiel mit Kunden und Lieferanten entwickelt. Unsere eigene Tochtergesellschaft Jaeger Engineering GmbH entwickelt die erforderliche Verfahrenstechnik, um unseren technologischen Vorsprung entsprechend abzusichern und Alleinstellungsmerkmale herauszuarbeiten.

Generell beschäftigen wir uns schwerpunktmäßig mit unternehmerischen Chancen. Wie jedes Unternehmen gehen wir dabei bewusst Risiken ein, um unsere Unternehmensziele zu erreichen. Im Rahmen unseres Risiko-Managements konzentrieren wir uns auf die Risiken, welche die nachhaltige Sicherung der Unternehmensexistenz gefährden könnten und die wir mittelbar oder unmittelbar zu unseren Gunsten beeinflussen können.

Es geht uns dabei um

• die Erarbeitung und Anwendung von Instrumenten,

• das Erkennen relevanter Risiken und um diese zu priorisieren,

• die Abschätzung von Eintrittswahrscheinlichkeiten und

• den Entwurf von Gegenmaßnahmen.

Konkret überprüfen wir regelmäßig die Unternehmensstrategie, schreiben diese weiter fort und gleichen die vereinbarten Maßnahmen mit dem geänderten Marktumfeld ab.

Die mittelfristige Unternehmensstrategie wird in sog. Roadmaps für die nächsten fünf Jahre festgelegt. Die einzelnen Tochtergesellschaften leiten hieraus die Standort Roadmaps koordiniert ab.

Budgets werden jährlich erstellt, das monatliche Reporting wird zusammengeführt und quartalsweise Berichte für die betroffenen Adressaten erstellt. Größere Investitionen werden durch das Financial Controlling im Rahmen des Projektcontrollings begleitet.

Auf der Beschaffungsseite arbeiten wir zunehmend nach der Mehrlieferantenstrategie und bauen uns "preferred suppliers" auf. Die Produktion baut weiter Redundanzen kapazitätsmäßig auf, vorzugsweise über mehrere Standorte hinweg, um so Lieferengpässe im Falle eines Maschinenausfalls zu verhindern.

Auf der Kundenseite betreuen wir nach dem Key Account Management Ansatz die Key-Account-Kunden und A-Kunden ("many faces - one voice") und stellen sicher, dass alle relevanten Informationen transparent und schnell verfügbar sind. Wettbewerbsanalysen runden das Risikomanagement ab.

Wir gehen davon aus, dass folgende Chancen und Risiken in den kommenden Jahren für Jaeger entscheidend sein werden:

• Rohstoffpreisentwicklung und -verfügbarkeit: Diesen Bereich können wir eher mittelbar beeinflussen, bestenfalls mit den oben dargestellten Instrumenten begegnen (Zweitlieferanten, Abrufe, Recycling, Energieeffizienz und sonstige Ressourcen-Effizienzmaßnahmen). Gleichzeitig müssen wir unsere Sourcing Aktivitäten insbesondere in Asien verstärken.

• Produktionskapazitäten: Weitere Effizienzsteigerungsmaßnahmen, Schaffung kleiner skalierbarer Einheiten mit höherer Flexibilität. Nutzung des eigenen Engineering-Know-hows, insbesondere im Bereich Automatisierung.

• Kundenseite: konsequente Key Account-Betreuung als Antwort auf den Zusammenschluss größerer Kundenverbünde unter Einsatz von ERP und CRM.

• IT-seits: Ausbau der Redundanzen der Systeme (Kapazitäten und Standorte) und Vereinheitlichung der Hard- und Software. Einsatz von Stress-/Penetration-Tests um die Belastbarkeit und Sicherheit der Systeme zu monitoren.

• Mitarbeitende / Organisation: konsequente gruppenweite Personalentwicklung bei den Führungskräften und Qualifizierung sowie Aus- und Weiterbildung unter Heranziehung des Personalmanagements im HQ.

• Standorte: bei entsprechenden Marktchancen und Umsatzentwicklung: Aufbau weiterer Standorte zwecks Erhalts der Marktnähe.

• Um die Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) der Europäischen Union zu erfüllen, wurde ein Datenschutzmanagementsystem aufgebaut. Dabei wurden die betroffenen Gesellschaften durch eine externe Beratungsfirma unterstützt, welche auch zukünftig den gesetzlich geforderten Datenschutzbeauftragten stellt.

Die - konservative - Beurteilung der gegenwärtigen Risikosituation ergibt zusammenfassend, dass keine den Fortbestand des Unternehmens gefährdenden Risiken existieren und auch für die Zukunft bestandsgefährdenden Risiken nicht erkennbar sind.

 

Wuppertal, den 18. Juli 2024

gez. Philipp Jaeger, Geschäftsführer

gez. René Krieger, Geschäftsführer

Bilanz

Aktiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Anlagevermögen 17.064,58 2.064,58
I. Finanzanlagen 17.064,58 2.064,58
1. Beteiligungen 17.064,58 2.064,58
B. Umlaufvermögen 21.709.149,77 23.039.525,87
I. Vorräte 10.232.866,31 11.114.786,10
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 4.224.770,48 5.146.867,73
2. unfertige Erzeugnisse, unfertige Leistungen 1.739.227,00 1.727.660,79
3. fertige Erzeugnisse und Waren 4.268.868,83 4.240.257,58
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 9.406.788,70 9.004.380,65
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 4.224.456,41 3.913.765,39
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 4.461.889,42 4.462.904,60
3. sonstige Vermögensgegenstände 720.442,87 627.710,66
III. Wertpapiere 1.016.808,62 954.181,81
1. sonstige Wertpapiere 1.016.808,62 954.181,81
IV. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 1.052.686,14 1.966.177,31
C. Rechnungsabgrenzungsposten 30.395,99 70.122,00
Bilanzsumme, Summe Aktiva 21.756.610,34 23.111.712,45

Passiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Eigenkapital 11.363.894,40 11.333.344,95
I. gezeichnetes Kapital 1.500.000,00 1.500.000,00
II. Gewinnrücklagen 2.595.171,19 2.595.171,19
1. andere Gewinnrücklagen 2.595.171,19 2.595.171,19
III. Gewinnvortrag 7.238.173,76 6.412.080,46
IV. Jahresüberschuss 30.549,45 826.093,30
B. Rückstellungen 2.286.900,00 1.789.100,00
1. sonstige Rückstellungen 2.286.900,00 1.789.100,00
C. Verbindlichkeiten 8.105.815,94 9.989.267,50
1. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 1.199.522,73 1.408.579,67
2. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 6.193.297,01 7.512.728,04
3. sonstige Verbindlichkeiten 712.996,20 1.067.959,79
davon aus Steuern 120.511,96 153.586,50
Bilanzsumme, Summe Passiva 21.756.610,34 23.111.712,45

Gewinn- und Verlustrechnung

1.1.2023 - 31.12.2023
EUR
1.1.2022 - 31.12.2022
EUR
1. Umsatzerlöse 59.519.394,58 66.510.135,23
2. Erhöhung oder Verminderung des Bestandes an fertigen und unfertigen Erzeugnissen 40.177,46 -168.480,40
3. sonstige betriebliche Erträge 1.449.355,54 431.078,13
4. Materialaufwand 33.629.738,47 39.266.740,51
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren 32.107.325,19 37.514.808,36
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen 1.522.413,28 1.751.932,15
5. Personalaufwand 15.328.488,20 14.260.832,60
a) Löhne und Gehälter 12.659.981,55 11.625.176,35
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 2.668.506,65 2.635.656,25
davon für Altersversorgung 191.964,36 182.356,48
6. Abschreibungen 21.054,34 55.034,08
a) Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 21.054,34 55.034,08
7. sonstige betriebliche Aufwendungen 11.695.486,71 11.392.521,66
8. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 3.781,04 0,00
9. Abschreibungen auf Finanzanlagen und auf Wertpapiere des Umlaufvermögens 0,00 154.169,33
10. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 147.665,40 59.599,97
davon an verbundene Unternehmen 147.552,42 59.596,91
11. Steuern vom Einkommen und Ertrag -100.937,23 -494.240,04
12. sonstige Steuern 58.788,82 263.501,47
Jahresüberschuss 30.549,45 826.093,30

Anhang

1. Allgemeine Angaben

Die Gesellschaft firmiert unter dem Namen Gebrüder Jaeger GmbH und hat ihren Sitz an der Otto-Hahn-Straße 7 in 42369 Wuppertal. Sie ist ins Handelsregister beim Amtsgericht Wuppertal unter der Nummer HRB 9645 eingetragen.

Der Jahresabschluss der Gebrüder Jaeger GmbH, Wuppertal, zum 31.12.2023 baut auf dem Jahresabschluss der Gesellschaft zum 31.12.2022 auf. Der Jahresabschluss wird nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches und des GmbH-Gesetzes aufgestellt. Bei der Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren gemäß § 275 Abs. 2 HGB angewandt.

Die Gebrüder Jaeger GmbH ist gem. § 267 HGB als große Kapitalgesellschaft einzustufen.

2. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundlagen

Die in den Vorjahren angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden wurden beibehalten. Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden wurden wie folgt angewendet:

- Die Sachanlagen wurden mit den Anschaffungskosten bewertet. Bei Anschaffungskosten zwischen Euro 250,00 und Euro 800,00 wird im Jahr der Anschaffung das Inventar sofort vollständig abgeschrieben und der Anlagenabgang unterstellt.

- Das Finanzanlagevermögen ist mit den Anschaffungskosten bilanziert.

- Die Vorräte wurden grundsätzlich zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten bewertet. Soweit erforderlich, erfolgten Abwertungen in angemessenem Umfang.

- Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände wurden grundsätzlich zum Nominalwert angesetzt. Zweifelhafte Forderungen wurden wertberichtigt. Zur Berücksichtigung des allgemeinen Kreditrisikos wurde eine Pauschalwertberichtigung in angemessener Höhe gebildet.

- Wertpapiere des Umlaufvermögens sind mit den Anschaffungskosten oder dem niedrigeren Börsenkurs am Bilanzstichtag bewertet.

- Kassenbestände und Bankguthaben werden mit dem Nennwert angesetzt.

- Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen. Die Bewertung der sonstigen Rückstellungen erfolgt in Höhe des nach kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden gem. § 253 Abs. 3 HGB abgezinst.

- Die Verbindlichkeiten werden mit den jeweiligen Erfüllungsbeträgen passiviert.

3. Erläuterungen zu den einzelnen Posten der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung

3.1 Entwicklung des Anlagevermögens

Die Entwicklung der historischen Anschaffungs- der Herstellungskosten des Anlagevermögens ist aus dem Anlagenspiegel ersichtlich.

3.2 Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie die Forderungen gegen verbundene Unternehmen haben insgesamt eine Laufzeit von weniger als einem Jahr.

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen stammen insgesamt aus Liefer- und Leistungsbeziehungen.

In den Forderungen gegen verbundene Unternehmen sind Forderungen in Höhe von Euro 52.906,55 (Vorjahr: Euro 2.362,27) gegen Gesellschafter enthalten.

3.3 Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen betreffen insbesondere Gewährleistungen (Euro 935.000,00) sowie den Personalbereich (Euro 1.187.000,00).

3.4 Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten weisen, wie auch im Vorjahr, insgesamt Restlaufzeiten von weniger als einem Jahr auf. Sie sind nicht besichert.

Von den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen bestehen Euro 3.716.948,55 gegenüber Gesellschaftern.

In den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen sind Verbindlichkeiten in Höhe von Euro 6.193.297,01 enthalten, die aus Liefer- und Leistungsbeziehungen resultieren.

3.5 Gewinn- und Verlustrechnung

Eine Aufgliederung der Umsatzerlöse nach Tätigkeitsbereichen sowie geographischen Märkten stellt die folgende Tabelle dar:

Region SL-IN CON-IN TEC-IN
TEuro % TEuro % TEuro %
Asien 3.202 5,4% 3.335 5,6% 0 0,0%
Europa 5.074 8,5% 41.028 68,9% 5.823 9,8%
Nordamerika 48 0,1% 87 0,1% 0 0,0%
Südamerika 733 1,2% 36 0,1% 0 0,0%
Afrika 2 0,0% 54 0,1% 0 0,0%
Australien 0 0,0% 97 0,2% 0 0,0%
Summe Tätigkeitsbereich 9.059 15,2% 44.637 75,0% 5.823 9,8%
Region Summe Region
TEuro %
Asien 6.537 11,0%
Europa 51.925 87,2%
Nordamerika 135 0,2%
Südamerika 769 1,3%
Afrika 56 0,1%
Australien 97 0,2%
Summe Tätigkeitsbereich 59.519 100,0%

Die sonstigen betrieblichen Erträge betreffen in Höhe von Euro 5.352,63 (Vorjahr: Euro 4.164,04) Währungsumrechnung. In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind Aufwendungen aus Währungsumrechnung in Höhe von Euro 2.962,75 (Vorjahr: Euro 14.690,97) enthalten.

Den Jahresüberschuss in Höhe von Euro 30.549,45 beabsichtigt die Gesellschaft auf neue Rechnung vorzutragen.

4. Sonstige Pflichtangaben

4.1 Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Es bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen aus Miet-, Pacht- und Leasingverträgen in Höhe von TEuro 3.530 p.a. Diese haben eine Restlaufzeit zwischen einem und vier Jahren.

4.2 Geschäftsführung

Während des abgelaufenen Geschäftsjahres wurden die Geschäfte des Unternehmens durch die Herren Philipp Jaeger, Kaufmann, und Tilman Jaeger, Kaufmann, René Krieger, Ingenieur, geführt. Mit Wirkung zum 31. Dezember 2023 ist Tilman Jaeger nicht mehr Geschäftsführer der Gesellschaft.

4.3 Anzahl Mitarbeiter

Durchschnittlich waren im Geschäftsjahr 168 gewerbliche Arbeitnehmer und 118 Angestellte beschäftigt.

4.4 Name und Sitz des Mutterunternehmens

Die Gebrüder Jaeger GmbH wird in den Konzernabschluss der Jaeger Holding GmbH, Wuppertal, einbezogen. Der Konzernabschluss wird im elektronischen Unternehmensregister offengelegt.

4.5 Angabe des Gesamthonorars des Abschlussprüfers

Für diese Informationen wird auf den Konzernabschluss der Gesellschaft verwiesen.

 

Wuppertal, den 18. Juli 2024

gez. Philipp Jaeger, Geschäftsführer

gez. René Krieger, Geschäftsführer

Anlagespiegel

Anschaffungskosten/Herstellungskosten
Stand 01.01.2023
Euro
Zugänge
Euro
Abgänge
Euro
Umbuchungen
Euro
Stand 31.12.2023
Euro
Anlagevermögen
I. Sachanlagen
andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 0,00 21.054,34 0,00 0,00 21.054,34
Summe Sachanlagen 0,00 21.054,34 0,00 0,00 21.054,34
II. Finanzanlagen
Beteiligungen 2.064,58 15.000,00 0,00 0,00 17.064,58
Summe Finanzanlagen 2.064,58 15.000,00 0,00 0,00 17.064,58
Summe Anlagevermögen 2.064,58 36.054,34 0,00 0,00 38.118,92
Abschreibungen
Stand 01.01.2023
Euro
Zugänge
Euro
Abgänge
Euro
Umbuchungen
Euro
Stand 31.12.2023
Euro
Anlagevermögen
I. Sachanlagen
andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 0,00 21.054,34 0,00 0,00 21.054,34
Summe Sachanlagen 0,00 21.054,34 0,00 0,00 21.054,34
II. Finanzanlagen
Beteiligungen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
Summe Finanzanlagen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
Summe Anlagevermögen 0,00 21.054,34 0,00 0,00 21.054,34
Buchwerte
Stand 31.12.2023
Euro
Stand 31.12.2022
Euro
Anlagevermögen
I. Sachanlagen
andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 0,00 0,00
Summe Sachanlagen 0,00 0,00
II. Finanzanlagen
Beteiligungen 17.064,58 2.064,58
Summe Finanzanlagen 17.064,58 2.064,58
Summe Anlagevermögen 17.064,58 2.064,58

sonstige Berichtsbestandteile

Angaben zur Feststellung:

Der Jahresabschluss wurde am 19.11.2024 festgestellt.

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die Gebrüder Jaeger GmbH

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Gebrüder Jaeger GmbH - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Gebrüder Jaeger GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

• entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und

• vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

• identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

• gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

• beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

• ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

• beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

• beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

• führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Wuppertal, 18. Juli 2024

Ebbinghaus Partnerschaft mbB
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Prof. Dr. Mark Ebbinghaus, Wirtschaftsprüfer

Dr. Christoph Adams, Wirtschaftsprüfer

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