Allgemeine und politische Erwachsenenbildung
Lacoste Germany GmbHLiquidiert
81679 München, DEUStammdaten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Historie
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Management
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Heike Sieglinde Kratzenstein seit 22.9.2016 | Prokura |
Marco Dippe seit 22.9.2016 | Geschäftsführer |
Didier Jacques Lalance seit 24.11.2015 | Geschäftsführer |
Konzern- und Jahresabschlüsse
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Lacoste Germany GmbH (vormals: Yello-Sport Gesellschaft mit beschränkter Haftung)MünchenJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2015 bis zum 31.12.2015
Bilanz zum 31. Dezember 2015Aktiva
Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2015
Anhang für das Geschäftsjahr 2015I. AllgemeinesDer Jahresabschluss ist nach den Vorschriften der §§ 264 ff. HGB unter Beachtung der Regelungen des GmbH-Gesetzes aufgestellt worden. Die Gliederung der Bilanz erfolgte entsprechend § 266 HGB. Für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren gewählt (§ 275 Abs. 2 HGB). II. Bilanzierungs- und BewertungsgrundsätzeEntgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen werden zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen entsprechend der voraussichtlichen Nutzungsdauer, angesetzt. Die voraussichtliche Nutzungsdauer beträgt zwischen drei bis zehn Jahren. Einbauten in fremde Gebäude (Mietereinbauten) werden entsprechend der Laufzeit des jeweiligen Mietvertrages abgeschrieben. Die Abschreibungen erfolgen linear; im Jahr des Zugangs zeitanteilig. Geringwertige Anlagegüter mit Anschaffungskosten von EUR 150,00 bis EUR 1.000,00 werden in einen Sammelposten eingestellt und über eine Nutzungsdauer von fünf Jahren abgeschrieben. Die Anteile an verbundenen Unternehmen im Vorjahr wurden mit dem niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt. Die Bewertung der Waren erfolgt zu Anschaffungskosten oder, soweit erforderlich, zum niedrigeren am Abschluss-Stichtag beizulegenden Wert. Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind zum Nennwert unter Berücksichtigung der erforderlichen Wertberichtigungen angesetzt. Die aktiven Rechnungsabgrenzungsposten beinhalten überwiegend Zuschüsse zu Investitionen der Schwestergesellschaft Lacoste Retail Germany GmbH sowie an Drittkunden für Boutiqueneinrichtungen. Die erfolgswirksame Auflösung der Rechnungsabgrenzungsposten erfolgt in Abhängigkeit von der voraussichtlichen Nutzungsdauer der bezuschussten Vermögensgegenstände. Darüber hinaus beinhalten die aktiven Rechnungsabgrenzungsposten sonstige Ausgaben, die Aufwand für einen bestimmten Zeitraum nach dem Bilanzstichtag darstellen. Die Bewertung der Pensionsverpflichtungen erfolgt nach versicherungsmathematischen Grundsätzen nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren (Projected-Unit-Credit-Methode). Der Bewertung wurden folgende Parameter zugrunde gelegt:
Die sonstigen Rückstellungen werden in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages angesetzt. Die Verbindlichkeiten sind mit dem Erfüllungsbetrag angesetzt. Zum 31. Dezember 2015 besteht wie im Vorjahr ein Saldo aus aktiven latenten Steuern in Höhe von TEUR 118 (i. Vj. TEUR 98), der gemäß dem Ansatzwahlrecht nach § 274 Abs. 1 HGB nicht aktiviert wurde. Die aktiven latenten Steuern sind mit dem unternehmensspezifischen Ertragsteuersatz von 32,56 % (i. Vj. 32,98 %) bewertet und resultieren überwiegend aus handels- und steuerrechtlich voneinander abweichenden Wertansätzen bei folgenden Vermögensgegenständen und Schulden:
III. Erläuterungen zur BilanzAnlagevermögen Die Entwicklung des Anlagevermögens für das Geschäftsjahr 2015 ist in der Anlage zum Anhang dargestellt. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Sämtliche Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind innerhalb eines Jahres fällig. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen setzen sich wie folgt zusammen:
Die sonstigen Vermögensgegenstände beinhalten Aktivwerte aus Rückdeckungsversicherungen in Höhe von TEUR 1.238 (i. Vj. TEUR 1.280). Sonstige Rückstellungen
Verbindlichkeiten Sämtliche Verbindlichkeiten sind innerhalb eines Jahres fällig. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen setzen sich wie folgt zusammen:
Die sonstigen Verbindlichkeiten beinhalten Verbindlichkeiten aus Steuern in Höhe von TEUR 279 (i. Vj. TEUR 471). Sonstige Verbindlichkeiten in Höhe von TEUR 227 (Erfüllungsbetrag; i. Vj. TEUR 271) wurden gemäß § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB mit Aktivwerten aus Lebensversicherungen in gleicher Höhe saldiert. Der beizulegende Zeitwert der Versicherungsansprüche entspricht den Anschaffungskosten. IV. Erläuterungen zur Gewinn- und VerlustrechnungPeriodenfremde Erträge (Rohergebnis)
Zinsen
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag
V. Sonstige AngabenSonstige finanzielle Verpflichtungen
Mitarbeiter im Jahresdurchschnitt
Geschäftsführung Zu Geschäftsführern der Gesellschaft sind folgende Herren bestellt:
Konzern Die Gesellschaft ist ein Tochterunternehmen (100 %) der Lacoste Operations S.A., Paris/ Frankreich, und wird in deren Konzernabschluss (für den kleinsten Kreis von Unternehmen) einbezogen. Der Konzernabschluss der Lacoste Operations S.A. ist am Sitz der Muttergesellschaft in Paris erhältlich. Darüber hinaus wird der Abschluss der Lacoste Germany GmbH über die Lacoste Operations S.A., in den Konzernabschluss der Maus Frères SA, Genf/Schweiz, einbezogen, die den Konzernabschluss für den größten Kreis von Unternehmen aufstellt. Dieser Konzernabschluss ist am Registergericht in Genf/Schweiz erhältlich. GewinnverwendungsvorschlagDie Geschäftsführung wird der Gesellschafterversammlung vorschlagen, den Bilanzgewinn zum 31. Dezember 2015 in Höhe von EUR 9.661.228,03 auf neue Rechnung vorzutragen.
München, den 27. Juni 2016 Lacoste Germany GmbH Didier Lalance Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2015
Lagebericht für das Geschäftsjahr 2015A. Grundlagen der GesellschaftDie Geschäftstätigkeit der Gesellschaft umfasst den ausschließlichen Vertrieb der Lacoste Textil und Lederartikel innerhalb Deutschlands. Die Gesellschaft vertreibt auch an finnische Einzelhändler über einen in Finnland ansässigen Agenten. Die Textil- und Lederartikel werden von verbundenen Unternehmen bezogen und an externe Kunden ("Großhandel") sowie die Lacoste Retail Germany GmbH veräußert. Die Anteile an der bisherigen Tochtergesellschaft Lacoste Retail Germany GmbH (bis 3. Februar 2015: Yello Pilot Textil Handelsgesellschaft mit beschränkter Haftung) wurden zum 1. Dezember 2015 an die Gesellschafterin Lacoste Operations S.A., Paris/Frankreich, veräußert. Die Gesellschaft verfügt über Showrooms an den Standorten Berlin und Düsseldorf sowie am Sitz der Gesellschaft in München. Für den Standort Düsseldorf ist ein neuer Showroom angemietet worden, der Anfang 2015 eröffnet wurde. Den im Jahr 2012 operativ übernommenen Vertriebsgesellschaften (rechtlich: Schwestergesellschaften der Lacoste Germany GmbH) in Dänemark und Schweden werden wie auch der österreichischen Schwestergesellschaft weiterhin anfallende Management Fees auf Basis der üblichen Verrechnungspreisprinzipien in Rechnung gestellt. Die Gesellschaft ist ein Tochterunternehmen (100 %) der Lacoste Operations S.A., Paris/ Frankreich, und wird in deren Konzernabschluss einbezogen. Die Gesellschaft wurde Anfang des Geschäftsjahres 2015 in Lacoste Germany GmbH umfirmiert (bis 6. Februar 2015: Yello-Sport Gesellschaft mit beschränkter Haftung). B. Wirtschaftsbericht1. Wirtschaftliche Rahmenbedingungen Gesamtwirtschaftliche Entwicklung Nach einem robusten Anstieg des realen Bruttoinlandsprodukts (BIP) von real +1,6 % in 2014 zeigte sich die deutsche Wirtschaft auch in 2015 mit +1,7 % von ihrer stabilen Seite. Dies gelang trotz neuer politischer Brandherde, Terrorangst, weiter schwelender Banken-, Euro-und Schuldenkrise und trotz einer global eher unsicheren wirtschaftlichen Lage (Bsp. China-Krise). Die privaten Konsumausgaben in Deutschland stiegen preisbereinigt nach +1,5 % in 2014 mit +1,8 % in 2015 stärker an als in den etwas verhaltenen Vorjahren. (Quelle: Statistisches Bundesamt: volkswirtschaftliche Gesamtrechnungen). Modefachhandel in Deutschland Nach den Vorjahren war auch 2015 leider wieder ein für den Modefachhandel in Deutschland eher enttäuschendes Jahr. Der stationäre Modeeinzelhandel in Deutschland konnte 2015 nicht von der guten Konsumstimmung profitieren und hat seinen Umsatz 2015 nicht steigern können. Nachdem die Erlöse in den Jahren 2012 und 2013 um jeweils 2 % gesunken sind und 2014 sogar um 3 % zurückgingen, ist der Branchenumsatz 2015 zumindest nicht weiter erodiert. Aufgelaufen per Ende Juni lagen die Unternehmen in diesem Jahr noch um 2 % hinter dem Vorjahr zurück. Trotz des starken Einbruchs im August (minus 16 `A) und des warmen Wetters im Herbst konnte der stationäre Handel im zweiten Halbjahr aufholen und am Jahresende die Umsätze des Vorjahres erzielen (Quelle: "textilwirtschaft.de" Umsatzübersicht im "TW-Testclub"). Auch gemäß dem statistischen Bundesamt hat die nominale Umsatzentwicklung für Textilien und Bekleidung mit -0,6 % (Textilien) bzw. +0,6 % (Bekleidung) grundsätzlich in 2015 stagniert. Gemäß BTE hingegen ist der Einzelhandelsumsatz mit Bekleidung sowie Haus- und Heimtextilien in 2015 um 2 % auf EUR 62 Mrd. gestiegen. Der Anteil des Distanzhandels lag mit EUR 12 Mrd. bei knapp 20 %, mit weiter steigender Tendenz. Diese Entwicklung dürfte zukünftig auch weiterhin zuungunsten des Anteils des Fachhandels, der in 2015 bei 50 % lag, gehen (Quelle: Der Handel Ausgabe 06/2016; BTE Mitteilung in Textilwirtschaft Ausgabe 10/2016; Textilwirtschaft Ausgabe 07/2016). Dies unterstreicht das dynamische Wachstum und die weiterhin guten Wachstumsperspektiven für den Fashion Online-Markt. Auch für die Lacoste Germany GmbH hat im Jahr 2015 die Zusammenarbeit mit ausgewählten Online-Händlern weiter an Bedeutung gewonnen. 2. Geschäftsverlauf Bei der Planung des Budgets für 2015 ging die Geschäftsführung von einer geringen Umsatzsteigerung und einem ausgeglichenen Ergebnis aus (siehe Lagebericht für das Geschäftsjahr 2014 vom 21. Januar 2015). Im Gegensatz zum Vorjahr, in dem die Umsätze trotz schwieriger Geschäftsbedingungen noch um 1,5 % gesteigert werden konnten, gingen die Umsätze im laufenden Geschäftsjahr um 6,8 % auf TEUR 31.446 zurück. Dies hängt vor allem mit der Bereinigung einiger Wholesale-Kunden und den schwächeren Lieferungen an die Lacoste Retail Germany GmbH zusammen. Das Rohergebnis hat sich entsprechend um 6,9 % vermindert und der Jahresüberschuss um mehr als die Hälfte auf TEUR 279 halbiert. Zusammenfassend lässt sich festhalten, dass die Gesellschaft im Geschäftsjahr 2015 angesichts der schwiegen Marktbedingungen ein zufriedenstellendes Ergebnis erzielt hat, welches jedoch etwas hinter den Erwartungen zurückblieb. Gleichwohl ist die wirtschaftliche Lage der Lacoste Germany GmbH zum Zeitpunkt der Aufstellung des Lageberichts (Ende Juni 2016) als gut zu beurteilen. 3. Ertragslage Durch den Rückgang der Umsatzerlöse ergab sich trotz des Rückgangs des Materialaufwands um 1,2 % und der um 104,3 % gestiegenen sonstigen betrieblichen Erträge ein um 6,9 % vermindertes Rohergebnis in Höhe von TEUR 9.801 (Rückgang um TEUR 732). In einem weiterhin sehr wettbewerbsintensiven Umfeld konnte die Marge im Verhältnis zum Umsatz konstant gehalten werden, trotz sich verschlechternder Einkaufsbedingungen. Das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit ging ebenfalls im Geschäftsjahr 2015 im Vergleich zum Vorjahr um TEUR 348 auf TEUR 480 zurück. Durch den Rückgang der sonstigen betrieblichen Aufwendungen um TEUR 496 oder 7,3 % konnte der Rückgang des Rohergebnisses trotz leicht gestiegener Personalkosten ein wenig aufgefangen werden. Die Jahresergebnisse der letzten drei Geschäftsjahre entwickelten sich wie folgt:
4. Vermögenslage Das Gesamtvermögen stieg zum Bilanzstichtag um TEUR 1.139 oder 5,2 % auf TEUR 23.249.
Das Anlagevermögen verringerte sich aufgrund der planmäßigen Abschreibungen in Höhe von TEUR 147 (i. Vj. TEUR 137) sowie Investitionen von TEUR 143 um insgesamt TEUR 4 auf TEUR 286. Der Anteil des Anlagevermögens am Gesamtvermögen ging von 1,3 % auf 1,2 c/o zurück. Der Anstieg der Forderungen gegen verbundene Unternehmen um TEUR 668 resultiert ausschließlich aus der Zunahme der Forderungen aus dem Cash Pool. Stichtagsbedingt erhöhten sich auch die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen um TEUR 1.567. Das Eigenkapital erhöhte sich entsprechend dem Jahresüberschuss um TEUR 279 oder 1,9 % auf TEUR 14.839. Die traditionell hohe Eigenkapitalquote hat sich aufgrund des gestiegenen Gesamtkapitals von 65,9 % im Vorjahr auf 63,8 % geringfügig verschlechtert. 5. Finanzlage Die Finanzierung der Gesellschaft erfolgt weiterhin weitgehend über das Eigenkapital und kurzfristige Finanzierungsformen. Die Gesellschaft ist jederzeit in der Lage ihren Zahlungsverpflichtungen nachzukommen. Die flüssigen Mittel sind mit TEUR 1 gegenüber dem Vorjahr um TEUR 9 zurückgegangen. Einschließlich der Forderungen aus Cash-Pooling (gegen verbundene Unternehmen) betragen die liquiden Mittel zum Bilanzstichtag TEUR 6.270 (i. Vj. TEUR 4.992). Ihr Anteil am Gesamtvermögen beträgt 27,0 % (i. Vj. 22,6 %). Das im Jahr 2012 an die Lacoste Retail Germany GmbH gewährte IC-Darlehen in Höhe von TEUR 3.000 bestand zum Bilanzstichtag weiterhin. Zum Zeitpunkt der Erstellung des Lageberichtes ist allerdings die vollständige Rückzahlung dieses Darlehens erfolgt. Die Patronats- und Rangrücktrittserklärung zwischen der Lacoste Germany GmbH und der Lacoste Retail Germany GmbH vom 31. Dezember 2014 ist zum 1. Dezember 2015 durch die Übertragung der Gesellschafteranteile der Lacoste Retail Germany erloschen. Aufgrund der gesunden und soliden Finanzierungsstruktur der Lacoste Germany GmbH sieht die Geschäftsführung keinerlei Schwierigkeiten, die aktuellen Geschäfte sowie auch ein zukünftig wachsendes Geschäftsvolumen finanziell bewältigen zu können. C. NachtragsberichtVorgänge, die für die Beurteilung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft wesentlich wären, sind nach Schluss des Geschäftsjahres nicht eingetreten. D. Prognose-, Chancen- und Risikobericht1. Risikomanagement Die Lacoste Germany GmbH ist mit einer Reihe von Risiken konfrontiert, die untrennbar mit dem unternehmerischen Handeln verbunden sind. Dies betrifft insbesondere Risiken, die aus der Marktentwicklung, der Positionierung von Produkten und Dienstleistungen, aus vertraglicher und außervertraglicher Haftung sowie aus kaufmännischen Vorgängen resultieren. Unsere Geschäftspolitik besteht darin, vorhandene Geschäftschancen bestmöglich zu nutzen. Aufgabe unserer Risikopolitik ist es, die damit verbundenen Risiken sorgfältig abzuwägen. Risikomanagement ist daher fester Bestandteil unserer Geschäftsprozesse und Unternehmensentscheidungen. Das Risikomanagement der Lacoste Germany GmbH besteht im Wesentlichen aus den drei folgenden Komponenten, die in das unternehmensinterne Frühwarnsystem eingebettet sind:
Darüber hinaus ist die Gesellschaft als Tochterunternehmen der Lacoste Operations S.A. in das Risikomanagement der gesamten Gruppe eingebunden. Mit den dort installierten Instrumentarien der unternehmensinternen Kontrolle ist es möglich, bestandsgefährdende Entwicklungen frühzeitig zu erkennen, sodass geeignete Maßnahmen zur Sicherung des Unternehmensfortbestandes getroffen werden können. 2. Chancen Chancen für unser Geschäft und für die Zukunft des Unternehmens sehen wir insbesondere in der Stärke der Marke Lacoste. Diese äußert sich bspw. durch die Stärkung der Sortimente Sport, Lederwaren und Schuhe sowie eine neue Brandkampagne, die eine noch stärkere Verankerung der Marke im Premiumbereich anstrebt. Dieses neue Brand- und Markenkonzept unter dem Slogan "Life is a beautiful sport" wurde Anfang 2014 international gelauncht und unterstreicht die Herkunft, die Tradition und den Lifestyle der Marke Lacoste. Mit den wichtigsten Handelspartnern wurden und werden einerseits neue Vertragsbedingungen definiert und andererseits neue Produkte für einen noch besseren Abverkauf ausgearbeitet, in Funktion der Eintrittspreislagen pro Segment. 3. Risiken Die Risiken, aber auch Chancen unserer Geschäftstätigkeit liegen in erster Linie im Konsumverhalten der Endverbraucher sowie dem allgemeinen modischen Wandel. Grundsätzlich sind die quantitativen Auswirkungen dieser Risiken auf das Konsumverhalten und damit auf unser Geschäft nur schwer vorhersehbar und einschätzbar. Die Gesellschaft hat im Rahmen des zentralen Einkaufs der Produkte bei der Muttergesellschaft geringe direkte Einflussmöglichkeiten auf Produktauswahl und Sortimentsgestaltung. Andererseits hat sie im Rahmen einer mit der Muttergesellschaft abgeschlossenen Vereinbarung aufgrund eines unbeschränkten Rückgaberechtes an einwandfreien Artikeln ein sehr eingeschränktes Warenrisiko. Durch ein gut funktionierendes Kreditmanagement sowie eine positive Entwicklung des allgemeinen Zahlungsverhaltens hatten wir auch in diesem Jahr keine nennenswerten Forderungsausfälle zu verzeichnen. Zudem wurde in 2013 eine grundsätzliche Kreditausfallsicherung durch Abschluss eines Rahmenvertrages mit einem großen deutschen Kreditversicherer vollzogen. Bis dato war aber noch keine Inanspruchnahme dieser Deckung notwendig. Neben der konjunkturellen Entwicklung spielen ganz besonders auch klimatische Veränderungen eine bedeutende Rolle hinsichtlich des Verbraucherverhaltens. Milde Temperaturen wie im Herbst 2015 oder längere Regenperioden haben naturgemäß erhebliche Auswirkungen auf das Einkaufsverhalten und die Umsätze, die mit Lacoste-Produkten getätigt werden. Diese Risiken können sich in niedrigeren Umsatzerlösen, Ergebnisrückgängen oder schlechterer Kostendeckung bemerkbar machen. Zusammenfassend sieht die Geschäftsführung derzeit keine Tatsachen, welche den Fortbestand des Unternehmens gefährden oder dessen Entwicklung wesentlich beeinträchtigen können. 4. Prognose für das Geschäftsjahr 2016 Gesamtwirtschaftliche Entwicklung Die Aussichten für den Textileinzelhandel in Deutschland sind gesamt eher verhalten bis vorsichtig optimistisch. Die deutsche Wirtschaft wird sich in 2016 weiterhin in einem unsicheren globalen Umfeld befinden, der private Konsum wird in Deutschland aber stärker als in der Vergangenheit Wachstumstreiber der allgemeinen wirtschaftlichen Entwicklung bleiben. Ein robuster Arbeitsmarkt, als auch ein weiterhin niedriges Zinsniveau sowie eine sehr niedrige Inflationsrate werden sich erfahrungsgemäß positiv auf den privaten Konsum und die Investitionen auswirken. Die deutsche Wirtschaft steht auf einem soliden Fundament und sollte auch trotz eher schlechterer globaler Konjunkturdaten im nächsten Jahr wieder wachsen. Für das Jahr 2016 wird ein reales Wachstum von +1,5 % bis 2,0 % des BIP und ein robustes makroökonomisches Umfeld erwartet (Quelle: https://wwyv.tagesschau.de/wirtschaft/kon-junkturprognose114.html sowie DIHK-Konjunkturumfrage Jahresbeginn 2016). Der private Konsum dürfte mit 1,6 % mindestens so stark wie das Bruttoinlandsprodukt in 2016 ansteigen und bleibt damit ein bedeutender Wachstumstreiber in Deutschland (Quelle: Handelsblatt, Ausgabe 240/2015). Geschäftsentwicklung der Lacoste Germany GmbH Der deutsche Textileinzelhandel bleibt sehr preis- und wettbewerbsintensiv. Lacoste wird dem anhaltenden Margendruck durch eine genaue Justierung der Preise der einzelnen Produktsegmente, eine engere Verzahnung der logistischen und IT-Prozesse mit der Muttergesellschaft sowie einer intensiven gemeinsamen Vermarktung von Produktpaketen mit den Vertriebspartnern begegnen. Strategische Partnerschaften mit Playern im Bereich Internet/ E-commerce/Versandhandel tragen dem veränderten Einkaufsverhalten der Deutschen Rechnung. Für das Geschäftsjahr 2016 gehen wir nach unseren Planungen von einer konstanten Umsatzentwicklung und einem ausgeglichenen Jahresergebnis aus. Der Prognosecharakter aller zukunftsbezogenen Aussagen zieht jedoch die Möglichkeit nach sich, dass die tatsächlichen Ergebnisse von den Erwartungen über die voraussichtliche Entwicklung abweichen können.
München, den 27. Juni 2016 Lacoste Germany GmbH Didier Lalance 6 BestätigungsvermerkDen uneingeschränkten Bestätigungsvermerk haben wir wie folgt erteilt: Bestätigungsvermerk des AbschlussprüfersWir haben den Jahresabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der Lacoste Germany GmbH, München, für das Geschäftsjahr vorn 1. Januar bis 31. Dezember 2015 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften liegen in der Verantwortung der Geschäftsführung der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugehen. Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 31 7 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der Geschäftsführung sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet. Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Lacoste Germany GmbH. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.
München, den 12. September 2016 KPMG
AG
Huber, Wirtschaftsprüfer Harrieder, Wirtschaftsprüfer |
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