Stammdaten

Register
Amtsgericht Steinfurt HRB 4962
Vorher
2 M Entsorgung Möller-Micheel GmbH
Eingetragen
4.6.2003
Branche
Energetische Verwertung von AbfällenSonstige Verwertung von AbfällenHerstellung von Verpackungsmitteln aus Kunststoffen
Gegenstand
Wahrnehmung von Aufgaben der Abfallerfassung, deren Verwertung und Entsorgung für private, gewerbliche und kommunale Auftraggeber.

Finanzübersicht

Historie

Keine Bekanntmachungen für diesen Filter verfügbar

Management

NameRolle
Michael Bonnez
seit 24.2.2023
Prokura
Geschäftsführer
Jens Hermsen
seit 29.11.2016
Prokura

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

50.00% identifiziert50.00% ungelöst

Identifizierte Personen (1)

NameAnteil
50.00%

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
REMONDIS GmbH & Co. KGEigenbeteiligung
50.00%

Gesellschafter
Beta

2 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Name
Ort
Betrag
Anteil
Theo Stenau
Von-Braun-Straße 70, 48683 Ahaus
26.000 €
50.00%
REMONDIS GmbH & Co. KG
Germany
26.000 €
50.00%

Beteiligungen
Beta

NameAnteil
No data available

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

2 M Recycling GmbH

Rheine

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Lagebericht zum 31. Dezember 2023

2 M Recycling GmbH

1. Rahmenbedingungen

a. Geschäftsmodell und Grundlagen des Unternehmens

Die 2 M Recycling GmbH mit Sitz in Rheine ist eine Tochtergesellschaft der REMONDIS GmbH & Co. KG, Bochum, ein Unternehmen der Rethmann-Gruppe und des Kaufmannes Theo Stenau aus Gronau bzw. Ahaus (Inhaber der Stenau-Gruppe). Die Geschäftsanteile werden von beiden Gesellschaftern je zur Hälfte gehalten.

Als zertifizierter Entsorgungsfachbetrieb versteht sich 2M Recycling GmbH als Dienstleister in allen Bereichen des Abfall- und Recyclingmanagements sowohl für Kommunen, Duale Systeme, Industrie, Gewerbebetriebe als auch für Privathaushalte.

Das Unternehmen hat sich frühzeitig vom klassischen Entsorger zum Recyclingspezialisten und kompetenten Dienstleister gewandelt. 2M Recycling GmbH hat sich auf das Komplettangebot von Dienstleistungen rund um die Entsorgung und das Recycling im Kreis Steinfurt, im Land kreis Emsland, im Alt kreis Tecklenburg und im Osnabrücker Raum spezialisiert. Im Be reich der gewerblichen Entsorgung setzt 2 M Recycling GmbH auf ganzheitliche Entsorgungskonzepte, die individuell auf jeden Kunden zugeschnitten sind und ständig optimiert werden. Bei allem Tun und Handeln stehen Nachhaltigkeit und Umweltbewusstsein seit Gründung der Gesellschaft im Mittelpunkt. Langjährige Geschäftsbeziehungen sind das Resultat hoher Kundenzufriedenheit.

b. Ziele und Strategien

Das langfristige Ziel der Gesellschaft ist die Festigung und der weitere Ausbau der aktuellen Marktposition. Dabei ist 2M Recycling GmbH bestrebt, möglichst Wertstoffkreisläufe zu schließen und Sekundärrohstoffe dem Wirtschaftskreislauf wieder zuzuführen. Dies soll durch langjährige Erfahrungen auf dem Gebiet der Entsorgung und zukunftsorientiertem Handeln erreicht werden. Unabdingbar ist ein fortlaufendes internes Qualitätsmanagement, um den hohen Ansprüchen und Erwartungen unserer Kunden, die vor allem aus den oben genannten Regionen stammen, gerecht zu werden.

Dabei sollen nicht nur die ökonomischen, sondern auch die ökologischen Faktoren berücksichtigt werden. Die strategische Ausrichtung der Gesellschaft zielt darauf ab, die vorhandenen Ressourcen, sowohl ökonomischer als auch ökologischer Art, schonend und sinnvoll zu nutzen. Die Umwelt muss umfangreich geschützt und für zukünftige Generationen er halten werden.

Durch ein hohes Maß an Flexibilität und einer in allen Bereichen nachhaltigen Ausrichtung der Gesellschaft sollen die Ziele unter Wahrung aller gesetzten Qualitätsstandards erreicht werden.

Um diese Ziele bzw. Ausrichtung auch im Emsland umzusetzen bzw. zu untermauern hat sich 2M dazu entschlossen, in Lingen (an der Ems) einen neuen Standort, hier einen sog. "Umschlagplatz bzw. Sammelstelle", zu eröffnen.

Die Ausgestaltung und Implementierung des neuen Umschlagplatzes/Sammelplatzes in Lingen wurde Ende des Jahres 2023 maßgeblich umgesetzt, so dass dort seit Anfang des Jahres 2024 die Betriebstätigkeit erfolgreich aufgenommen werden konnte.

Auch die im Jahr 2022 erworbene Gesellschaft Containerdienst-Sandmann GmbH konnte im Jahr 2023 erfolgreich in die operative Struktur und Ausrichtung der 2M Recycling GmbH integriert werden. Die administrativen Aufgaben wurden zentral bei der Berichtsgesellschaft gebündelt, so dass sich die angestrebten Synergieeffekte größtenteils einstellten.

c. Entwicklung der wirtschaftlichen und branchenspezifischen Rahmenbedingungen

Die gesamtwirtschaftliche Entwicklung war im Jahr 2023 weiterhin geprägt von den Auswirkungen des Krieges in der Ukraine, welcher die deutsche Wirtschaft mit hohen Energie preisen, einer stark gestiegenen Inflation und Zinssteigerungen der EZB belastete. Nach Angaben des Bundeswirtschaftsministeriums hat die Wirtschaftsleistung in Deutschland insbesondere infolge der Belastungen aus dem Krieg, aber auch aufgrund einer schwachen weltwirtschaftlichen Entwicklung, eines hohen Krankenstandes und struktureller Herausforderungen im Jahr 2023 um 0,3 Prozent abgenommen. Da im Jahresverlauf 2023 die Inflation jedoch wieder rückläufig war und der Arbeitsmarkt zuletzt einen Höchststand an Erwerbstätigen aufwies, rechnet die Bundesregierung für das Jahr 2024 mit einem Anstieg der Binnennachfrage und einem leichten gesamtwirtschaftlichen Wachstum von 0,2 Prozent.

Entgegen der allgemeinen Inflationstendenz sind die Preise für Altpapier und Folien/Kunststoffe über den Jahresverlauf auf einem im Vergleich zum Vorjahresdurchschnitt deutlich niedrigeren Niveau relativ stabil geblieben. Im Bereich Altpapier sind die Preise für Misch- und Kaufhauspapier nach dem starken Preisverfall ab September 2022 im Verlauf des Jahres 2023 nur marginal angestiegen, die Preise für Deinkingware sind weiter leicht rückläufig. Die Preise für Folien/Kunststoffe sind im Frühjahr des Jahres 2023 zunächst et was angestiegen und haben sich nach einem Absinken im Sommer zum Jahresende wie der auf dem eher niedrigen Niveau zu Jahresbeginn stabilisiert.

Sowohl in den privaten Haushalten als auch in der gewerblichen Wirtschaft wird sich das Abfallaufkommen aufgrund der schlechteren Wirtschaftsdaten und dem geänderten Konsumverhalten der privaten Haushalte gegenüber dem Vorjahr im laufenden Jahr vermutlich nicht verändern ggf. leicht reduzieren. Somit setzt die 2M Recycling GmbH absolute Priorität auf die qualitative und quantitative Betreuung der Bestands- und Neukunden. Durch zuverlässige und individuelle Leistungsangebote soll die Rentabilität und der Gesamtumsatz gefestigt und hinsichtlich der sich verbessernden wirtschaftlichen Rahmenbedingungen im Laufe des Jahres und den Folgejahren vorsichtig erhöht werden.

2. Wirtschaftsbericht

a. Geschäftsverlauf

Auch bei der 2M Recycling waren die genannten Effekte teilweise mit negativen Auswirkungen auf das Jahresergebnis zu spüren. Die Reduzierung des Umsatzes um ca. T€ 737 ist größtenteils auf den "Verfall" der Wertstoffpreise im Jahr 2023, insbesondere Papier, Pappe, Kartonnagen sowie Kunststoffe jeglicher Art zurückzuführen. Gestiegene Energie kosten verteuerten den eigenen Betrieb sowie die externe Verwertung in den Entsorgungsanlagen.

Einen deutlichen Effekt auf die Gewinn- und Verlustrechnung hatte zudem der gegenüber dem Vorjahr aus der umfangreichen Baumaßnahme auf dem Betriebsgelände Sandkampstraße (Rheine) entstandene an gestiegene Zinsaufwand, der das Ergebnis erheblich negativ beeinflusste. Weitere negative Effekte entstanden durch die sich stark verzögerte Fertigstellung der gesamten Investitionsmaßnahme in Höhe von ins gesamt ca. € 6,2 Mio., Zum Stichtag 31.12.2023 konnten unter der Position "geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau" ca. € 4,1 Mio. ausgewiesen werden. Mit der Fertigstellung des Bauvorhabens wird Mitte 2024 gerechnet. Der insofern bereits zu leistende Kapitaldienst beeinträchtigte die Liquiditätslage nicht unerheblich. Die Zahlungsfähigkeit der Gesellschaft war im abgelaufenen Berichtsjahr stets sichergestellt, was auch in Zukunft aufgrund des implementierten Finanzmanagements bei der 2M Recycling GmbH gegeben ist.

Die Zementindustrie als Hauptabnehmer der "Ersatzbrennstoffe" (EBS) hat vor allem im Zusammenhang mit einer schwachen Baukonjunktur im abgelaufenen Geschäftsjahr weniger EBS als geplant abgenommen. 2M hat in seinem Kundenportfolio mehrere, größere Unternehmen, bei denen insbesondere Vliese und andere zur Gruppe der EBS-Materialen gehörende Abfallfraktionen, anfallen. Da der Umschlag des gesamten Gewerbeabfalls im Jahr 2023 aufgrund fehlender Räumlichkeiten im Rahmen der Errichtung der neuen Hallen größtenteils "im Freien" stattfand und in dem Jahr starke Niederschläge zu verzeichnen waren, erhöhten sich die in entsprechende Entsorgungs- bzw. Verbrennungsanlagen gelieferten Mengen (Tonnagen) durch das höhere Feuchtigkeitsaufkommen nicht unerheblich und führten, bezogen auf die jeweilige Abfallfraktion, zu höheren Materialeinsätzen und somit zu niedrigeren Roherträgen/Wertschöpfungen in diesen Segmenten.

Im Vergleich zur Prognose im Vorjahr, bei dem ein Ergebnis auf Niveau von 2022 für das Jahr 2023 prognostiziert wurde, ist das Ergebnis schlechter ausgefallen und hat unsere Prognose nicht erfüllt.

Der durch die Baumaßnahme entstandene Platzmangel wirkte sich ebenfalls auf den Geschäftsverlauf negativ aus. Damit die 2 M Recycling GmbH in der Lage war, den Fuhrpark und das dazugehörige Entsorgungsequipment ab zu stellen und zu parken, mussten externe Flächen teuer angemietet werden.

Negative Auswirkungen auf die Ertragssituation hatten auch die im Rahmen der Baumaßnahme aufgetretenen, langen Wartezeiten bei Anlieferungen und Abholungen sowohl bei eigenen als auch bei Fremdfahrzeugen. Durch das Abstellen der Fahrzeuge auf fremden Flächen sind nicht unerhebliche, zusätzliche Personalkosten entstanden. Die Fahrer haben entsprechende Zeitgutschriften erhalten, um ihre Fahrzeuge von den extern angemieteten Flächen zu holen.

Aller Schwierigkeiten zum Trotz hat die Gesellschaft auch im Jahr 2023 wieder ein positives Ergebnis erwirtschaftet. Auftragsverluste konnten durch Neuakquise zum Teil ausgeglichen werden, so dass die Gesellschaft ein zufriedenstellendes Jahresergebnis im mittleren sechsstelligen Bereich erwirtschaften konnte.

Der Beteiligungserwerb der Containerdienst-Sandmann GmbH im Jahre 2022 wirkte sich aufgrund der Einbindung in die operativen und administrativen Abläufe der 2M Recycling GmbH ebenfalls positiv aus.

b. Ertragslage

Aufgrund der Spätfolgen der Pandemie-Situation, den weiterhin andauernden Auswirkungen des Ukraine-Krieges während des gesamten Geschäftsjahres und dem weiterhin bestehenden Fachkräftemangel konnte die 2 M Recycling GmbH ihr Vorjahresergebnis nicht erreichen, es beträgt TEUR 694 gegenüber TEUR 837 im Vorjahr; dies entspricht einer Reduzierung um ca. 17%.

Die Umsatzerlöse lagen mit TEUR 12.338 unter dem Vorjahresniveau von TEUR 13.076. Die Gesamtleistung der Gesellschaft beträgt aufgrund der "anderen aktivierten Eigenleistungen" sowie der Verminderung des Bestandes an fertigen und unfertigen Erzeugnissen insgesamt TEURO 12.504 gegenüber TEUR 13.092 im Vorjahr.

Die aktivierten Eigenleistungen des Geschäftsjahres betreffen im Wesentlichen die in den Umbaukosten des Betriebsgrundstücks enthaltenen Eigenleistungen des eigenen Personals sowie Maschinenkosten. Weiterhin beinhalten die aktivierten Eigenleistungen die nach § 255 Abs. 3 HGB aktivierungsfähigen Fremdkapitalzinsen zur Finanzierung der Herstellung, soweit sich auf den Zeit raum der Herstellung entfallen sind.

Durch die oben aufgeführten Schwierigkeiten im Bereich "Ersatzbrennstoffe" und "Gewerbeabfall" sowie dem in 2023 andauernden Verfall der Wertstoffpreise erhöhte sich der Materialeinsatz in einigen Segmenten. Unter anderem durch die bis Mitte des Jahres relativ hohen Vergütungspreise im Segment Altholz, in dem gewöhnlich nicht unerhebliche Zuzahlungen (Entsorgungskosten) zu leisten sind, konnte der Materialeinsatz, monetär betrachtet, reduziert werden.

Der Personalaufwand ist um TEUR 300 auf TEUR 3.045 gestiegen. Im Kern ist dies auf die Einstellung zusätzlichen Personals und auf die im lfd. Geschäftsjahr vorgenommenen Lohn- und Gehaltsanpassungen zurück zu führen. Auch wurde von der Inflationsausgleichsprämie hinreichend Gebrauch gemacht. Die Personalaufwandsquote (Personalaufwand/ Gesamtleistung) liegt bei ca. 24% und ist im Vergleich zum Vorjahr (21%) schon deutlich gestiegen; im Benchmark jedoch durchaus im unteren Segment angesiedelt.

Die Abschreibungen mit TEUR 861 haben sich bei der 2M Recycling GmbH lediglich leicht reduziert. Aufgrund der Verschiebung des Fertigstellungszeitpunktes der Baumaßnahme sind für das Geschäftsjahr 2023 diesbezüglich noch keine bzw. nur geringfügige Abschreibungen angefallen. Notwendige Ersatzinvestitionen trugen zum Erhalt des Afa-Niveaus bei. Durch die Aktivierung der Gesamtinvestition ist im Geschäftsjahr 2024 und den Folgejahren mit einer Zunahme der Abschreibungen zu rechnen.

Im Bereich der sonstigen betrieblichen Aufwendungen haben sich im Wesentlichen die Raumkosten aufgrund des durch die Baumaßnahmen entstandenen Platzmangels um TEUR 42 auf TEUR 238 (21,4%) erhöht; Sowohl für den eigenen Fuhrpark und dem Entsorgungsequipment mussten externe Flächen angemietet werden. Die Fahrzeugkosten sind gegenüber dem Vorjahr in Summe mit ca. T€ 1.139 nur leicht gestiegen. Die höheren Aufwendungen für Kfz.-Reparaturen inkl. Reifen wurden durch den sich verbilligten Dieseltreibstoff zum größten Teil kompensiert.

Die sonstigen betrieblichen Erträge haben sich im Vergleich zum Vorjahr leicht reduziert, sie betragen ca. TEURO 182 und beinhalten im Wesentlichen Erlöse aus Anlagenverkäufe (TEUR 52), Versicherungsentschädigungen (TEUR 33), Zuschüsse von Dritten (TEUR 20) sowie die Sachbezüge für Firmenwagen und Firmen-Fahrräder (TEUR 73).

Der Zinsaufwand ist erwartungsgemäß aufgrund der oben bereits erwähnten Zunahme der Investitionen (Baumaßnahme) und des Erwerbs der Geschäftsanteile an der Firma Containerdienst-Sandmann GmbH stark angestiegen. Bisherigen Zinskosten der vergangenen Jahre von ca. T€ 25-32 p.a. stehen im Jahresabschluss 2023 ca. T€ 217 gegenüber. Dieser Betrag wird sich in den Folgejahren weiter erhöhen, da bis zum Bilanz-Stichtag 31. Dezember 2023 noch nicht alle bewilligten Darlehen und Kredite valutiert waren.

Dem erhöhten Zinsaufwand stehen im Geschäftsjahr 2023 erstmals Erträge aus Beteiligungen gegenüber. Im Geschäftsjahr 2023 hat die Containerdienst Sandmann GmbH eine Ausschüttung in Höhe von TEUR 100 an den Gesellschafter 2M beschlossen.

Nach Berücksichtigung der Steuern verbleibt Ende des Geschäftsjahres ein Jahresüberschuss von TEUR 694.

Die Geschäftsleitung schätzt die Ertragslage auch unter Berücksichtigung der durch die Baumaßnahmen zusätzlich entstandenen Kosten und extremen Einschränkungen und Belastungen als gut ein und prognostiziert für die kommenden Jahre, insbesondere im Hin blick auf die zu erwartenden Verbesserungen der Betriebsabläufe und der Logistik durch die Investitionen, eine positive Entwicklung des Jahresergebnisses.

c. Finanzlage

Die Finanzlage der Gesellschaft ist als sehr solide zu bezeichnen. Durch das qualitativ hochwertige Finanzmanagement ist stets sichergestellt, dass Verbindlichkeiten innerhalb der Zahlungsfrist getilgt und Forderungen kurzfristig vereinnahmt werden.

Die Liquiditätslage der Gesellschaft ist weiterhin als gut zu bezeichnen. Sie war zu keinem Zeitpunkt angespannt, eine Inanspruchnahme von kurzfristigen Fremdmitteln (z.B. Kontokorrentkredit) war nicht erforderlich, so dass das Risiko einer Zahlungsunfähigkeit nahezu ausgeschlossen war und auch weiterhin ist.

Das Anlagevermögen ist hinreichend durch Eigenkapital bzw. langfristiges Fremdkapital gedeckt. Die Relation Anlagevermögen zu Eigenkapital hat sich aufgrund des Zukaufes einer Gesellschaft im Jahr 2022 sowie der derzeit noch als "geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau" bilanzierten Investitionsmaßnahme nicht unerheblich verändert. Unter Berücksichtigung der von den Gesellschaftern bereitgestellten langfristigen Mitteln zur Finanzierung des Beteiligungserwerbs in 2022 relativiert sich die Eigenkapitalquote positiv und ist mit ca. 56% der Bilanzsumme durchaus im oberen Benchmark angesiedelt. Auch ohne die langfristigen Mittel der Gesellschafter weist die Gesellschaft eine Eigenkapitalquote von ca. 31 % aus.

Dem zum 31. Dezember 2023 bilanziell ausgewiesenen Anlagevermögen in Höhe von TEUR 12.651 stehen Eigenkapital und langfristiges Fremdkapital in Höhe von T€ 13.455 gegenüber. Der Anlagendeckungsgrad II gem. Jahresabschluss 2023 beträgt somit ca. 106%. Das Anlagevermögen ist somit vollständig mit langfristigen Mitteln finanziert.

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind aufgrund der regen Investitionstätigkeit der 2 M Recycling GmbH erheblich gestiegen, und zwar von TEURO 2.508 im Vorjahr auf TEURO 4.881 im Geschäftsjahr. Der Anstieg resultiert, ähnlich wie im Vorjahr, aus der Finanzierung der Baumaßnahme (geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau) in Höhe von TEURO 4.222 und diverser Ersatzinvestitionen im Bereich der Logistik inkl. Entsorgungsequipment. Diese Position wird im kommenden Jahresabschluss weiter ansteigen, da die Darlehen für die Baumaßnahme zum Ende des Jahres 2023 noch nicht in voller Höhe valutiert waren. Die vorgesehene Gesamtinvestition beträgt ca. TEURO 6.250 und wird aller Voraussicht nach im Juni/Juli 2024 abgeschlossen sein.

Die Verbindlichkeiten aus Lieferung und Leistung haben sich gegenüber dem Vorjahr um TEURO 458 auf TEURO 1.280 erhöht. Die Erhöhung resultiert zum Großteil aus dem Anstieg von Verbindlichkeiten a. L. u. L., die im Rahmen der Baumaßnahme zum 31. Dezember 2023 passiviert worden sind. Auch die relativ niedrigen Forderungsausfälle sind ein Beleg für ein funktionierendes Cash-Management, in dem sehr auf die Einhaltung der Fristigkeiten bei den Geldflüssen geachtet wird.

Die Geschäftsleitung erwartet auch für die kommenden Jahre eine ähnlich ansprechende Finanzlage, so dass die finanziellen Verpflichtungen der Gesellschaft, auch im Rahmen der gegebenen Zahlungsfristen, jederzeit erfüllt werden können.

d. Vermögenslage

Im Vergleich zum Vorjahr hat sich die Bilanzsumme von TEUR 12.232 auf TEUR 15.441 erhöht. Dies entspricht einer Zunahme um ca. 26%.

Das Anlagevermögen verzeichnete eine absolute Zunahme von TEUR 8.907 um TEUR 3.744 auf TEUR 12.651. Der Großteil der Zuwächse resultiert, wie oben bereits erwähnt, aus der zum 31. Dezember 2023 noch als geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau bilanzierten Investitionsmaßnahme.

Die Anlagenintensität (Anlagevermögen/Bilanzsumme) erhöht sich somit auf 81,9% (Vorjahr ca. 72,8%).

Das Eigenkapital der Gesellschaft hat sich um ca. 17% auf TEUR 4.821 erhöht. Dies entspricht einer Eigenkapitalquote in Höhe von ca. 31% (Vorjahr ca. 34%).

Betrachtet man das sog. "wirtschaftliche Eigenkapital" und bezieht die Finanzierung des Zukaufs der Containerdienst-Sandmann GmbH durch die Gesellschafter mit ein, beträgt das "wirtschaftliche Eigenkapital nominell TEUR 8.599, prozentual bezogen auf die Bilanzsumme (Eigenkapitalquote) ca. 56%.

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten konnten planmäßig getilgt werden. Der Anstieg der Bankdarlehen ist auf die regen Investitionen der Gesellschaft im Geschäftsjahr und den damit einhergehenden, anteiligen Fremdfinanzierungen um TEURO 2.373 angestiegen.

Insgesamt ist die Vermögenslage der Gesellschaft als sehr solide zu bewerten.

3. Chancen- und Risikobericht, Prognosebericht

a. Chancenbericht

Zur Erfassung der Risiken und Chancen und zum Umgang mit diesen nutzt die Gesellschaft wirksame Steuerungs- und Kontrollinstrumente. Aufkommende Risiken und Probleme werden innerhalb der Geschäftsführung in direktem Dialog und regelmäßigen Besprechungen aufgezeigt und Problemlösungen, ggf. auch unter Einbeziehung der Führungskräfte der Gesellschaft, erarbeitet.

Die 2 M Recycling GmbH sieht das Chancenmanagement als fortwährend unternehmerische Aufgabe. Die Geschäftsführung ist bestrebt, fortlaufende Trends, Anforderungen und Chancen zu erkennen, zu analysieren, und die Gesellschaft, auch die im Jahr 2022 erworbene Gesellschaft Containerdienst Sandmann GmbH, entsprechend auszurichten. Der Chancenausblick der Gesellschaft wird von der Geschäftsführung als "gut" bezeichnet.

Die 2 M Recycling GmbH ist eng in die Unternehmensverbunde der beiden Gesellschafter eingebunden und sieht sich in diesem Verbund hinsichtlich der Herausforderungen einer Verknappung der Verwertungskapazitäten als auch in den Veränderungen der Stoffströme mit Mengen- und Preiseffekten gut aufgestellt. Diese Herausforderungen bieten andererseits auch Chancen für die Entwicklung und Positionierung im regionalen Markt der Gesellschaft, wobei auch hier der Verbund zu den beiden Gesellschaftern entsprechende Vorteile bietet.

Die Personalstruktur umfasst eine auf spezielle Bedürfnisse angepasste Arbeitnehmerschaft, die durch langjährige Erfahrung, Zuverlässigkeit und Pflichtbewusstsein stets bestrebt ist, alle Aufträge unter Wahrung der von der Geschäftsführung vorgegeben Qualitätsansprüche abzuschließen. Durch interne Fortbildungen und stetige Kontrollen von internen Abläufen und Einhaltung von Qualitätsvorgaben wird gewährleistet, den bestehen den wirtschaftlichen Risiken vorzubeugen. Ziel ist zudem die Akquise junger Fachkräfte, auch im Rahmen eigener Ausbildung, um diese frühzeitig an die organisatorischen Strukturen heranzuführen und langfristig an die Gesellschaft zu binden. Dies verschafft der 2M Recycling GmbH einen weiteren Wettbewerbsvorteil im Kampf um Fachpersonal.

Die mit den Kunden der 2 M Recycling GmbH teils langjährig bestehenden Geschäftsbeziehungen sind durch einen hohen Grad an vertrauensvoller Partnerschaftlichkeit und Dienstleistungsorientierung geprägt und stellen die Grundlage zu erfolgreichen Abschlüssen der laufenden Projekte dar.

Unsere langjährig bestehenden Partnerschaften mit unseren Nachunternehmern schaffen die zukünftig benötigten Kapazitäten, um die hohen Qualitätsansprüche der Kunden nach haltig zu erfüllen. Ferner steht 2M in ständigem Austausch mit Partnern, um bestehende Prozesse weiter zu optimieren und Betriebsabläufe noch effizienter zu gestalten.

b. Risikobericht

Neben den dargestellten Chancen bestehen Risiken, deren Management die fortwährende Aufgabe der Geschäftsführung ist. Das Marktumfeld wird von der Gesellschaft fortlaufend beobachtet und der enge Kontakt zu Kunden und weiteren Stakeholdern gepflegt, um Veränderungen des Umfelds frühzeitig zu erkennen und ggf. darauf reagieren zu können.

Risiken können sich insbesondere aus steigenden Kosten für Entsorgungsdienstleistungen ergeben, die nicht unmittelbar an den Markt weitergegeben werden können. Veränderungen von Stoffströmen stellen zu gleich Chancen und Risiken dar. Die abfallrechtlichen Normen und Gesetze haben in den zurückliegenden Jahren eine deutlich erhöhte Aufmerksamkeit erfahren. Ziel der Gesellschaft muss es sein, diese bzw. die relevanten Auswirkungen auf die Dienstleistungen der 2 M Recycling GmbH und der Beteiligungsgesellschaft fokussiert auszugestalten.

Aufgrund des seit Ende Februar 2022 auf militärischer Ebene ausgetragenen Russland-Ukraine Konflikts zeigen sich weiterhin gesamtwirtschaftliche Auswirkungen auf nationaler und internationaler Ebene. Unmittelbare Auswirkungen bzw. Risiken auf Lieferketten, Ab satzmärkte, IT-Sicherheit von Behörden und Unternehmen etc. ergeben sich dabei auch in zunehmenden Maßen für die Deutsche Wirtschaft und Bevölkerung in der starken Inflation, der damit einhergehenden steigenden Zinsen sowie Lieferkettenproblemen. Grundsätzlich bestehen daher für die Gesellschaft Risiken aus steigenden Entsorgungspreisen oder fallenden Rohstoffpreisen. Insbesondere die im Jahr 2023 gestiegenen Stromkosten und externen Verwertungskosten beeinflussen die Wirtschaftlichkeit des Betriebes der 2 M Recycling GmbH und belasten somit das Ergebnis. Auf diese Risiken kann in der Regel mit Preisanpassungen bei den Kunden reagiert werden.

Die Branche ist historisch vom enormen Konkurrenzkampf und einer hohen Wettbewerbsintensität geprägt. Durch intensives Qualitätsmanagement ist sicherzustellen, dass die hohen Erwartungen unserer Kunden erfüllt werden. Dementsprechend ist die Geschäftsführung bestrebt, lediglich Aufträge anzunehmen, welche von vornherein beherrschbar sind und denen eine angemessene Vergütung gegenübersteht.

Die Geschäftspolitik und -tätigkeit der 2 M Recycling GmbH ist durch einen nicht unerheblichen Finanzierungsbedarf geprägt, was zu Liquiditätsengpässen bei zu niedrigem Cashflow führen kann. Das Finanzmanagement umfasst die Themengebiete Liquiditätsmanagement, Management von Währungs- und Zinsrisiken sowie Bonitätsausfallrisiken. Liquiditätsbeschaffungsrisiken und Risiken aus Zahlungsstromschwankungen werden durch aktive Liquiditätssteuerung und der Vorhaltung liquider Mittel begegnet. Die rechtzeitige Bereitstellung zukünftiger, liquider Mittel ist weiterhin als zentrale Zukunftsaufgabe erkannt worden.

Die Berichtsgesellschaft erstellt ein monatliches Ergebnisreporting und eine jährliche Budgetierung inkl. Mittelfristplanung. Im Rahmen dieser regelmäßigen Prozesse wird die Ergebnis- und Liquiditätsstruktur überwacht, einem Planabgleich unterzogen und eine Früherkennung von Fehlentwicklungen ermöglicht.

Die Geschäftsführung sieht insgesamt keine Risiken, die eine Gefährdung des Fortbestands der Gesellschaft bedeuten würden.

c. Prognosebericht

Aufgrund der allgemein unsicheren politischen und wirtschaftlichen Lage und in Abwägung der vorgenannt dargestellten und analysierten künftigen Chancen und Risiken geht die Geschäftsführung davon aus, dass sich die Gesamtleistung der Gesellschaft auch aufgrund der sich durch die Baumaßnahme optimierten, betrieblichen Abläufe sowie der gegenwärtigen und zukünftigen Auftragslage im Jahr 2024 gegenüber dem Vorjahr erhöhen wird.

Im Rahmen der prognostizierten, mittelfristigen Erholung der Weltwirtschaft und der sich dadurch ggf. einstellenden, erhöhten Müllproduktion sowie nachhaltig stabiler Wertstoff- und Entsorgungspreise, wird sich aller Voraussicht nach die zukünftige Umsatzentwicklung positiv darstellen.

Auf der Kostenseite wirkt sich das steigende Preisniveau in fast allen Bereichen negativ aus. Gesetzlich verordnete Kostensteigerungen, wie zum Beispiel die Erhöhung des CO 2 -Zuschlags und die Anpassung der Mautgebühr, werden an die Kunden weitergegeben.

Die verbleibenden Preiserhöhungen unterhalb der Wertschöpfung werden durch weitreichende, wirtschaftliche und strategische Ausrichtungen kompensiert. Hier fallen insbesondere hohe Kosten für Strom und Treibstoff ins Gewicht. Die Dieselkosten lagen bei einem durchschnittlichen Preis im Januar 2024 von netto € 1,28/l zwar unterhalb des Vorjahres durchschnitts jedoch weiterhin auf einem hohen Niveau. Zudem erwarten wir insbesondere beim Fuhrpark weitere Preiseffekte im gesamten Bereich der Reparaturaufwendungen. Die Preise für Ersatzteile und Personal werden weiter kontinuierlich ansteigen. Durch den sich weiter verschärfenden Fachkräftemangel insbesondere bei LKW-Fahrern werden Lohnerhöhungen nicht zu vermeiden sein und somit das Gesamtergebnis beeinflussen.

Um dem entgegenzuwirken wird die 2M Recycling GmbH neben der Erhöhung der Ver wertungskosten auch die Transportkosten adäquat anpassen, um somit zumindest die vorhandenen Deckungsbeiträge beizubehalten. Durch weitere Akquisition von "Neukunden" soll das Gesamtergebnis positiv beeinflusst werden.

Die strategische Ausrichtung der Gesellschaft wird weiterhin durch Optimierung der Eingliederung der zugekauften Gesellschaft Containerdienst-Sandmann GmbH in die gesamte Organisationsstruktur der 2M positiv beeinflusst. Die Geschäftsführer gehen davon aus, dass in naher Zukunft weitere Synergien zu einer Stabilisierung und Erhöhung der Umsätze und Erträge beider Unternehmen führen werden.

Durch eine effiziente Struktur und ständiges Qualitätsmanagement kann so ein nachhaltiges, wirtschaftliches Wachstum gewährleistet werden. Durch intensive Aus- und Fortbildungen der Mitarbeiter*innen kann die Effizienz des Unternehmens gesteigert und weitere Wettbewerbsvorteile gegenüber Marktbegleitern erlangt werden.

Für die Einhaltung der Ziele ist der konstruktive Austausch und Kontakt mit Kunden und Geschäftspartnern unabdingbar und noch mehr in den Vordergrund gerückt. Durch das bereits vorhandene Netzwerk können Abläufe weiter optimiert, Risiken frühzeitig erkannt und durch entsprechende Maßnahmen kompensiert werden.

In dieser Prognose sind bereits alle zum Zeitpunkt der Aufstellung des Lageberichts er kennbaren Risiken berücksichtigt.

2M Recycling GmbH erwartet daher auch für das Jahr 2024 ein positives Ergebnis, welches sich auf Vorjahresniveau einpendelt.

 

Rheine, den 28. Juni 2024

gez. Diplom-Betriebswirt Klaus Lefering

gez. Dr. Michael Meyering

Bilanz

Aktiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Anlagevermögen 12.650.608,17 8.907.171,74
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 163.018,00 7.042,00
1. Geschäfts- oder Firmenwert 130.498,00 0,00
2. sonstige immaterielle Vermögensgegenstände 32.520,00 7.042,00
II. Sachanlagen 8.241.832,60 4.679.632,17
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 657.743,66 713.226,16
2. technische Anlagen und Maschinen 1,00 1,00
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 3.482.776,34 3.233.607,84
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 4.101.311,60 732.797,17
III. Finanzanlagen 4.245.757,57 4.220.497,57
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 4.245.607,57 4.220.347,57
2. sonstige Finanzanlagen 150,00 150,00
B. Umlaufvermögen 2.774.697,86 3.310.148,06
I. Vorräte 176.258,10 268.990,00
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 2.218.577,65 1.869.776,79
1. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 312.482,63 0,00
2. sonstige Vermögensgegenstände 1.906.095,02 1.869.776,79
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr 1.078,00 0,00
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 379.862,11 1.171.381,27
C. Rechnungsabgrenzungsposten 15.578,41 15.177,25
Bilanzsumme, Summe Aktiva 15.440.884,44 12.232.497,05

Passiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Eigenkapital 4.820.745,12 4.126.549,63
I. gezeichnetes Kapital 52.000,00 52.000,00
II. Kapitalrücklage 127.819,04 127.819,04
III. Gewinnrücklagen 3.276.555,46 3.137.716,36
IV. Bilanzgewinn 1.364.370,62 809.014,23
davon Gewinnvortrag 809.014,23 139.759,17
B. Rückstellungen 228.485,74 183.304,59
C. Verbindlichkeiten 10.380.766,30 7.918.605,44
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 4.880.550,96 2.508.092,98
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr 903.325,50 619.196,33
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr 3.993.566,02 1.888.896,65
2. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 22.685,00 0,00
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr 22.685,00 0,00
3. sonstige Verbindlichkeiten 5.477.530,34 5.410.512,46
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr 2.117.530,34 1.630.512,46
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr 3.360.000,00 3.780.000,00
D. Passive latente Steuern 10.887,28 4.037,39
Bilanzsumme, Summe Passiva 15.440.884,44 12.232.497,05

Gewinn- und Verlustrechnung

1.1.2023 - 31.12.2023
EUR
1.1.2022 - 31.12.2022
EUR
1. Rohergebnis 6.960.249,27 6.761.263,12
2. Personalaufwand 3.045.016,16 2.745.109,85
a) Löhne und Gehälter 2.506.865,19 2.274.960,15
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 538.150,97 470.149,70
davon für Altersversorgung 1.826,87 1.787,21
3. Abschreibungen 861.373,79 951.997,25
a) Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 857.579,16 894.965,57
b) auf Vermögensgegenstände des Umlaufvermögens, soweit diese die in der Kapitalgesellschaft üblichen Abschreibungen überschreiten 3.794,63 57.031,68
4. sonstige betriebliche Aufwendungen 1.946.478,84 1.801.491,40
5. Erträge aus Beteiligungen 100.000,00 0,00
davon aus verbundenen Unternehmen 100.000,00 0,00
6. Erträge aus anderen Wertpapieren und Ausleihungen des Finanzanlagevermögens 0,00 30,00
7. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 0,00 2.781,26
8. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 216.735,33 32.207,05
9. Steuern vom Einkommen und Ertrag 274.591,43 373.303,00
a) Ertrag aus der Veränderung latenter Steuern 0,00 1.417,96
b) Aufwand aus der Veränderung latenter Steuern 6.849,89 0,00
10. Ergebnis nach Steuern 716.053,72 859.965,83
11. sonstige Steuern 21.858,23 23.397,01
Jahresüberschuss 694.195,49 836.568,82

Ergebnisverwendung

1.1.2023 - 31.12.2023
EUR
1.1.2022 - 31.12.2022
EUR
1. Jahresüberschuss 694.195,49 836.568,82
2. Gewinnvortrag aus dem Vorjahr 809.014,23 139.759,17
3. Einstellungen in Gewinnrücklagen 138.839,10 167.313,76
a) in andere Gewinnrücklagen 138.839,10 167.313,76
4. Bilanzgewinn 1.364.370,62 809.014,23

Anhang

Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss

Der Jahresabschluss wurde nach den Vorschriften der §§ 242 ff. HGB unter der Beachtung der ergänzen den Bestimmungen für mittelgroße Kapitalgesellschaften aufgestellt.

Angaben zur Identifikation der Gesellschaft laut Registergericht

Firmenname laut Registergericht: 2 M Recycling GmbH
Firmensitz laut Registergericht: Rheine
Registereintrag: Handelsregister
Registergericht: Steinfurt
Register-Nr.: HRB 4962

Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Erworbene immaterielle Anlagewerte wurden zu Anschaffungskosten angesetzt und, sofern sie der Abnutzung unterlagen, um planmäßige Abschreibungen vermindert.

Das Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert.

Die planmäßigen Abschreibungen wurden nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände linear vorgenommen.

Die Finanzanlagen wurden wie folgt angesetzt und bewertet:

- Anteile an verbundenen Unternehmen zu Anschaffungskosten

- sonstige Genossenschaftsanteile zu Anschaffungskosten

Soweit erforderlich, wurde der am Bilanzstichtag vorliegende niedrigere Wert angesetzt.

Die Vorräte wurden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt. Sofern die Tageswerte am Bilanzstichtag niedriger waren, wurden diese angesetzt. Bestimmte Positionen des Vorratsvermögens sind mit einem Festwert nach § 240 Abs. 3 HGB bewertet.

Forderungen wurden unter Berücksichtigung aller erkennbaren Risiken bewertet.

Die sonstigen Rückstellungen wurden für alle weiteren ungewissen Verbindlichkeiten gebildet. Dabei wurden alle erkennbaren Risiken berücksichtigt.

Verbindlichkeiten wurden zum Erfüllungsbetrag angesetzt.

Gegenüber dem Vorjahr abweichende Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Beim Jahresabschluss konnten die bisher angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden im Wesentlichen übernommen werden.

Ein grundlegender Wechsel von Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden gegenüber dem Vorjahr fand nicht statt.

Angaben zur Bilanz

Anlagespiegel für die einzelnen Posten des Anlagevermögens

Die Geschäftsjahresabschreibung je Posten der Bilanz ist aus dem Anlagenspiegel zu entnehmen.

Von dem Wahlrecht nach § 255 Abs. 3 Satz 2 HGB wurde Gebrauch gemacht. Es wurden Fremdkapitalzinsen, die zur Finanzierung der Herstellungskosten verwendet wurden, in Höhe von 68.191,45 Euro aktiviert. Enthalten sind die Fremdkapitalzinsen im Sachanlagevermögen unter der Position geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau.

Abschreibung auf Geschäfts- oder Firmenwert

Der entgeltlich erworbene Geschäfts- oder Firmenwert wurde aktiviert. Als betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer werden 15 Jahre festgelegt.

Angaben und Erläuterungen zu Rückstellungen

Im Posten sonstige Rückstellungen sind die nachfolgenden nicht unerheblichen Rückstellungsarten enthalten.

Art der Rückstellung Stand zum 31.12.2023
TEuro
Stand zum 31.12.2022
TEuro
Abschluss- und Prüfungskosten 35,0 28,0
Personalverpflichtungen 92,9 141,3
Ausstehende Eingangrechnungen 0,0 10,4
Abraumbeseitigung 100,0 3,1
Aufbewahrungsrückstellung 0,5 0,5
Sonstige Rückstellungen 228,4 183,3

Betrag der Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit > 5 Jahre und der Sicherungsrechte

Der Gesamtbetrag der bilanzierten Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von mehr als 5 Jahren beträgt 3.178.873,60 Euro (Vorjahr: 2.261.405,04 Euro). Diese entfallen mit TEUR 1.498.873,60 auf Verbindlichkeiten gegen über Kreditinstitute und jeweils mit EUR 840.000,00 auf Verbindlichkeiten gegenüber Gesell schaftern sowie sonstige Verbindlichkeiten.

Der Gesamtbetrag der bilanzierten Verbindlichkeiten, die durch Pfandrechte oder ähnliche Rechte gesichert sind, beträgt 4.880.550,96 Euro.

Verbindlichkeiten gegenüber den Kreditinstituten werden im Wesentlichen durch Sicherungsübereignungen des Fuhrparks/Anlagevermögens, sowie sonstige Einzel- und Globalabtretungen abgesichert. Zudem dienen neu eingetragene Grundschulden in Höhe von EUR 4.680.000,00 auf dem Objekt Sandkampstraße 219, Rhei ne, als Si cherhei ten für die Darlehen zum Umbau des Betriebshofes.

Latente Steuern

Die latenten Steuern beruhen auf nachfolgenden Differenzen:

Mit BMF-Schreiben vom 26.02.2021 (IV C 3 - S 2190/21/10002:013) hat das Bundesfinanzministerium neue Grundsätze zur Nutzungsdauer von Computerhardware und Software erlassen. Das Wahlrecht wurde in der Steuerbilanz in der Weise ausgeübt, dass für diese Wirtschaftsgüter eine Nutzungsdauer von einem Jahr zugrunde gelegt wurde. Handelrechtlich bleibt es bei einer betrieblichen Nutzungsdauer zwischen 3 bis 5 Jahren.

Die Bewertung der latenten Steuern erfolgt mit einem Steuersatz in Höhe von ca. 31 %

Sonstige Angaben

Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahrs beschäftigten Arbeitnehmer

Die nachfolgenden Arbeitnehmergruppen waren während des Geschäftsjahres im Unternehmen beschäftigt:

Arbeitnehmergruppen Zahl
Arbeiter 44,00
Angestellte 17,00
leitende Angestellte 2,00
Die Gesamtzahl der durchschnittlich beschäftigten Arbeitnehmer beträgt damit 63,00
vollzeitbeschäftigte Mitarbeiter 53,50
teilzeitbeschäftigte Mitarbeiter 9,50

Namen der Geschäftsführer

Während des abgelaufenen Geschäftsjahrs wurden die Geschäfte des Unternehmens durch folgende Personen geführt:

kaufmännischer Geschäftsführer Klaus Lefering ausgeübter Beruf: Diplom-Betriebswirt
technischer Geschäftsführer Dr. Michael Meyering ausgeübter Beruf: Ingenieur

Vergütungen der Geschäftsführer

Es wird die Befreiung zur Offenlegung gemäß § 286 Abs. 4 HGB in Anspruch genommen.

Gemäß § 285 Nr. 11 HGB wird über nachstehende Unternehmen berichtet:

100 %-Beteiligung an der Gesellschaft Containerdienst Sandmann GmbH, Rheine

Vorschlag bzw. Beschluss zur Ergebnisverwendung

Die Geschäftsführung schlägt in Übereinstimmung mit den Gesellschaftern die folgende Ergebnisverwen dung vor:

Der Jahresüberschuss beträgt 694.195,49 Euro.

In die Rücklagen werden 138.839,10 Euro eingestellt.

Zur Ausschüttung einschließlich des Gewinnvortrages ist ein Betrag von 1.364.370,62 Euro vorgesehen.

Unterschrift der Geschäftsführung

 

Rheine, 28. Juni 2024

gez. Diplom-Betriebswirt Klaus Lefering

gez. Dr. Michael Meyering

Anlagespiegel

Anschaffungs-, Herstellungskosten 01.01.2023
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
Anschaffungs-, Herstellungskosten 31.12.2023
EUR
kumulierte Abschreibung 01.01.2023
EUR
Abschreibung Geschäftsjahr
EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 109.955,60 38.462,88 148.418,48 102.913,60 12.984,88
2. Geschäfts- oder Firmenwert 0,00 135.000,00 135.000,00 0,00 4.502,00
Summe Immaterielle Vermögensgegenstände 109.955,60 173.462,88 283.418,48 102.913,60 17.486,88
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 1.679.858,12 1.679.858,12 966.631,96 55.482,50
2. technische Anlagen und Maschinen 89.509,31 89.509,31 89.508,31
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 10.516.648,89 1.033.780,28 424.780,08 11.125.649,09 7.283.041,05 784.609,78
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 732.797,17 3.368.514,43 4.101.311,60 0,00
Summe Sachanlagen 13.018.813,49 4.402.294,71 424.780,08 16.996.328,12 8.339.181,32 840.092,28
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 4.220.347,57 25.260,00 4.245.607,57 0,00
2. Genossenschaftsanteile 150,00 150,00 0,00
Summe Finanzanlagen 4.220.497,57 25.260,00 4.245.757,57 0,00
Summe Anlagevermögen 17.349.266,66 4.601.017,59 424.780,08 21.525.504,17 8.442.094,92 857.579,16
Abgänge
EUR
kumulierte Abschreibung 31.12.2023
EUR
Buchwert 31.12.2023
EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 115.898,48 32.520,00
2. Geschäfts- oder Firmenwert 4.502,00 130.498,00
Summe Immaterielle Vermögensgegenstände 120.400,48 163.018,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 1.022.114,46 657.743,66
2. technische Anlagen und Maschinen 89.508,31 1,00
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 424.778,08 7.642.872,75 3.482.776,34
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 4.101.311,60
Summe Sachanlagen 424.778,08 8.754.495,52 8.241.832,60
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 4.245.607,57
2. Genossenschaftsanteile 0,00 150,00
Summe Finanzanlagen 0,00 4.245.757,57
Summe Anlagevermögen 424.778,08 8.874.896,00 12.650.608,17

sonstige Berichtsbestandteile

Angaben zur Feststellung:

Der Jahresabschluss wurde am 08.08.2024 festgestellt.

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die 2 M Recycling GmbH

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der 2 M Recycling GmbH - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der 2 M Recycling GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

• entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und

• vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung sowie unter ergänzender Beachtung der International Standards on Auditing (ISA) durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften, Grundsätzen und Standards ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung sowie unter ergänzender Beachtung der ISA durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

• identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

• gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

• beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

• ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

• beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

• beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

• führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Rheine, 1. August 2024

DWL GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

gez. Tobias Wigger, Wirtschaftsprüfer

gez. Ernst-August Lührmann, Wirtschaftsprüfer

Der Bestätigungsvermerk bezieht sich auf den vollständigen Jahresabschluss (§ 328 Abs. 1 Nr. 1 HGB)

Nachrichten & Medien

Insolvenzbekanntmachungen

Aktuelle Insolvenzverfahren

Prüfen, ob Insolvenzverfahren für dieses Unternehmen vorliegen

Handelsregister Dokumente

Gesellschafterliste
Aktueller Abdruck
Chronologischer Abdruck
Die Informationen auf dieser Seite stammen aus öffentlichen Quellen, offiziellen Registern oder werden von Drittanbietern bereitgestellt. Fusionbase übernimmt keine Garantie für die Richtigkeit, Vollständigkeit oder Aktualität der Daten. Melde dich bei Fragen oder Anregungen über unser Kontaktformular.