Gewerbepark Simson GmbH

Bahnhofstraße 16, 98527 Suhl, DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht Jena HRB 300172
Vorher
TLG Gewerbepark Simson GmbH
Eingetragen
16.7.1990
Branche
Vermietung, Verpachtung von eigenen oder geleasten Gewerbegrundstücken und NichtwohngebäudenKauf und Verkauf von eigenen Gewerbegrundstücken und NichtwohngebäudenVerwaltung von Gewerbegrundstücken und Nichtwohngebäuden für Dritte
Gegenstand
Gegenstand von Amts wegen berichtigt, nun: - Entwicklung, Fabrikation, Vertrieb sowie der Import und Export von Motoren und Fahrzeugen aller Art, - Verwaltung eigener oder fremder Grundstücke und Gebäude, -Vermietung, Verpachtung und Betreiben (Service und Dienstleistungen) von Grundstücken und Gebäuden im eigenen und fremden Namen, - An- und Verkauf von Grundstücken, Gebäuden und grundstücksgleichen Rechten im eigenen und fremden Namen, - Entwicklung, Beplanung und Bebauung von Grundstücken und Gebäuden im eigenen und fremden Namen, - Verpachtung des gesamten Geschäftsbetriebes der Gesellschaft im eigenen Namen.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Carsten Reymann
seit 24.11.2025
Geschäftsführer
Michael Andreas Karl
seit 15.8.2025
Prokura
Geschäftsführer
Prokura
Kay-Ulf Grimm
seit 21.10.2021
Prokura

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Gewerbepark Simson GmbH

Suhl

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Lagebericht

zum

31. Dezember 2023

Gewerbepark Simson GmbH

Bahnhofstraße 16

98527 Suhl

1. Grundlagen der Gesellschaft

1.1. Gesellschaftsrechtliche Struktur und Geschäftsgegenstand

Die Gesellschaft ist aus der Simson Fahrzeug GmbH, Suhl, hervorgegangen und befand sich bis zum 31.12.2011 zu 100 % im Beteiligungsbesitz der TLG IMMOBILIEN GmbH, Berlin. Mit Anteilskauf- und Abtretungsvertrag vom 3. September 2012 wurden die Geschäftsanteile der Gesellschaft an die GESA Gesellschaft zur Entwicklung und Sanierung von Altstandorten mbH, Berlin, (GESA) rückwirkend zum 1. Januar 2012 abgetreten. Somit ist die Gewerbepark Simson GmbH ein 100 %-Beteiligungsunternehmen der GESA.

Die Gesellschaft ist Eigentümerin von Liegenschaften, insbesondere am ehemaligen Industriestandort Suhl (Gewerbepark Simson) sowie in Ilmenau. Sie hat zum 1. Januar 2013 den Betrieb an die Muttergesellschaft verpachtet. Somit betreibt die GESA das Vermietungs- und Verpachtungsgeschäft im eigenen Namen und auf eigene Rechnung. Mit der GESA besteht ein Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag.

1.2. Entwicklung des Grundstücksportfolios

Am Ende des Geschäftsjahres 2023 verfügte die Gesellschaft über einen Liegenschaftsbestand von 17 Objekten (Vorjahr: 17 Objekte) mit einer Fläche von insgesamt 18,6 ha (Vorjahr: 19,7 ha), verringert durch 3 Teilverkäufe.

1.3. Vermietung und Verwaltung

Das Vermietungs- und Verpachtungsgeschäft des Grundstücks- und Immobilienbestandes mit Dritten wird vollumfänglich durch die GESA als Pächter gemäß Unternehmenspachtvertrag wahrgenommen. Dazu gehören auch die Instandhaltungs-, Instandsetzungs- und Entwicklungsmaßnahmen.

Die Verwaltungsaufgaben der Gesellschaft beziehen sich im Wesentlichen auf die rechtlich vorgegebenen Grundstückseigentümerpflichten, die allgemeinen Aufgaben einer GmbH sowie auf die Umsetzung der Vereinbarungen aus dem Unternehmenspachtvertrag mit der GESA.

1.4. Ökologische Altlasten

Im Ergebnis einer abschließenden Altlastensanierungsuntersuchung besteht für Flächen im Gewerbepark Simson gefahrenabwehrbedingter Sanierungsbedarf (Boden/Grundwasser). Für den Gesamtstandort wird bereits seit Jahren ein Grundwassermonitoring gemäß § 15 Bundesbodenschutzgesetz durchgeführt. Es liegt ein Sanierungsplan gemäß § 13 Bundesbodenschutzgesetz vor, der sich in Umsetzung befindet.

Die Gesellschaft ist im Rahmen des Freistellungsverfahrens nach Umweltrahmengesetz von der Kostenlast für die Altlastensanierung des Geländes des ehemaligen VEB Fahrzeug- und Gerätewerk Simson durch den Freistaat Thüringen freigestellt, so dass die Finanzierung der nach Abschluss der laufenden Sanierungsplanung anstehenden Altlastensanierung sichergestellt ist.

Die Umsetzung der Altlastensanierung erfolgt weiterhin mit personeller und sachlicher Unterstützung der GESA.

1.5. Mitarbeitende

Nachdem im Rahmen des Betriebspachtvertrages im April 2013 sämtliche Mitarbeiter im Wege des Betriebsübergangs neue Arbeitsverträge mit der GESA abgeschlossen haben, verfügt die Gesellschaft nicht mehr über eigene Mitarbeiter.

Im Berichtsjahr wurde die Gesellschaft durch zwei Geschäftsführer geleitet.

2. Wirtschaftsbericht

2.1. Ertragslage

Das Geschäftsjahr schließt mit einem Überschuss vor Gewinnabführung von TEUR 931 (Vorjahr: TEUR 718) ab. Wesentliche Ergebnisquelle des Berichtsjahres waren Grundstückserlöse von TEUR 327 (Vorjahr: TEUR 95), die Einnahmen aus dem Betriebspachtvertrag mit der GESA von TEUR 697 (Vorjahr: TEUR 629) sowie Kostenerstattungen des Freistaats Thüringen TEUR 383 (Vorjahr: TEUR 49). Diesen Erträgen stehen Bestandsminderungen der Grundstücke im Umlaufvermögen in Höhe von TEUR 3 (Vorjahr: TEUR 0), Aufwendungen für bezogene Leistungen von TEUR 417 (Vorjahr: TEUR 49) für Rückbau von Gebäuden und Entsorgung, sowie sonstige Aufwendungen von TEUR 139 (Vorjahr: TEUR 143) gegenüber.

2.2. Finanzlage

Aufgrund der Verpachtung des Geschäftsbetriebes und des damit verbundenen Übergangs der Mitarbeiter an die GESA fallen Aufwendungen und Erträge im Zusammenhang mit der Vermietung und Verpachtung sowie die entsprechenden Personalaufwendungen bei der Gesellschafterin an. Die Finanzierung ihrer verbliebenen eigenen Aufgaben im Zusammenhang mit dem Grundstückseigentum sowie der gesellschaftsrechtlichen Kosten erfolgt im Wesentlichen aus den Betriebspachteinnahmen sowie Erlösen aus Grundstücksverkäufen.

Die im Rahmen der Altlastensanierung auf eigenen Grundstücken durchzuführenden Gefahrenabwehrmaßnahmen werden auf Grundlage der vorliegenden Freistellung refinanziert.

Fremdmittel werden nicht in Anspruch genommen. Aufgrund regelmäßiger Betriebspachtzahlungen ist ausreichende Liquidität jederzeit gegeben.

Die Gesellschaft ist in das Cash-Concentration der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben als Gesellschafterin der GESA eingebunden. Die daraus resultierenden Liquiditätsübertragungen werden bei der GPSG als Forderungen gegen Gesellschafter ausgewiesen (TEUR 2.950; Vorjahr: TEUR 3.450).

Per 31. Dezember 2023 verfügte die Gesellschaft einschließlich dieser Forderungen über einen Finanzmittelbestand von TEUR 3.427 (Vorjahr: TEUR 3.884).

2.3. Vermögenslage

Die Bilanzsumme hat sich gegenüber dem Vorjahr von TEUR 6.924 auf TEUR 6.575 vermindert. Die Vermögenslage wird weit überwiegend durch Grundstücke des Umlaufvermögens mit TEUR 2.636 (Vorjahr: TEUR 2.639) und Forderungen gegen den Gesellschafter mit TEUR 3.179 (Vorjahr: TEUR 3.702) bestimmt. Diesem Vermögen steht ein gegenüber dem Vorjahr unverändertes bilanzielles Eigenkapital von TEUR 5.438 gegenüber. Durch die Minderung der Bilanzsumme stieg die Eigenkapitalquote von 79 v.H. auf 83 v.H..

Sämtliche Liegenschaften der Gesellschaft werden im Umlaufvermögen ausgewiesen, da diese Liegenschaften grundsätzlich zum Verkauf vorgesehen sind.

2.4. Gesamtaussage zur Lage der Gesellschaft

Die Unternehmenstätigkeit im Geschäftsjahr 2023 war neben den Verkaufsaktivitäten im Wesentlichen weiterhin durch die Umsetzung des mit der Gesellschafterin GESA abgeschlossenen Betriebspachtvertrages geprägt.

Auf Grund der bestehenden Vertragsverhältnisse zwischen der Gesellschaft und ihrer Gesellschafterin (Betriebspacht- und Gewinnabführungsvertrag) bzw. den aus Verkaufsaktivitäten resultierenden Umsätzen ist die Gesamtlage der Gesellschaft weiterhin als stabil zu bezeichnen.

3. Prognosebericht

Erwartungsgemäß hat sich im Berichtsjahr 2023 erneut ein positives Gesamtergebnis ergeben.

Das Ergebnis des Jahres 2024 wird wesentlich durch Betriebspachteinnahmen sowie insbesondere durch mehrere geplante Verkäufe von werthaltigen Bestandsobjekten geprägt sein. Vor diesem Hintergrund wird - die Umsetzung der Verkaufsplanung unterstellt - ein gegenüber dem Vorjahr nochmals verbessertes Gesamtergebnis erwartet.

Inwieweit die Auswirkungen der zurzeit eher ungünstigen gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen, u.a durch hohe Beschaffungs-, Produktions- und Kapitalkosten, das allgemeine Investitionsklima und damit auch die Ergebnisprognose für 2024 beeinflussen werden, lässt sich nicht mit hinreichender Sicherheit beurteilen.

4. Risiko- und Chancenbericht

Der wirtschaftliche Erfolg der Gesellschaft wird perspektivisch von der vereinnahmten Pacht und den Erlösen aus Verkäufen aus den im Eigentum befindlichen Grundstücken und Immobilien geprägt. Alle weiteren betrieblichen Funktionen werden aufgrund des Betriebspachtvertrages auf Rechnung der GESA abgewickelt. Für die Durchführung der Gefahrenabwehrmaßnahmen im Rahmen der Altlastensanierungsverpflichtung besteht eine vollumfängliche Freistellung. Diese Aktivitäten belasten das Ergebnis der Gesellschaft nicht.

Aus dem operativen Geschäft ist daher für das Ergebnis der Gesellschaft lediglich das Wertberichtigungsrisiko für die eigenen Liegenschaften zu gewärtigen.

Die wirtschaftliche Entwicklung der Gesellschaft wird auch durch die allgemeinen gesamtwirtschaftlichen Verhältnisse, insbesondere aber auch durch das Marktumfeld in der Region Südthüringen, bestimmt. Vor dem Hintergrund eines nach wie vor grundsätzlich positiven wirtschaftlichen Umfeldes sollten sich weiterhin Vermarktungsmöglichkeiten für den verbliebenen Immobilienbestand ergeben.

Die Verwertungsaktivitäten richten sich darüber hinaus auch weiterhin auf die Sicherung und Erhöhung des Vermietungsstandes bei den gewerblich genutzten Liegenschaften.

Im Rahmen der zwischen der BImA und der GESA abgestimmten strategischen Neuausrichtung der GESA soll auch die GPSG ihren eigenen Grundstücksbestand beschleunigt durch Verkauf abbauen. In diesem Zusammenhang sieht das aktuelle Verwertungskonzept der GPSG für den Gewerbepark Simson eine vollständige Veräußerung dieses Portfolios bis Ende 2028 vor.

Durch die zum gegenwärtigen Zeitpunkt nicht absehbaren gesamtwirtschaftlichen Folgen der Kriegssituation in der Ukraine und im Nahen Osten könnten sich mittelfristig Auswirkungen auf die Lage der Gesellschaft, insbesondere durch den Ausfall von Erlösen aus dem Verkaufs- und Vermietungsgeschäft ergeben. Aufgrund des Ergebnisabführungsvertrages mit der GESA ist eine Bestandsgefährdung der Gesellschaft jedoch ausgeschlossen.

 

Suhl, 29. Mai 2024

Dr. Halstenberg
Geschäftsführer

Dr. Kiel
Geschäftsführer


Bilanz

Aktiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Umlaufvermögen 6.574.831,52 6.924.033,26
I. Vorräte 2.635.703,63 2.638.741,81
1. fertige Erzeugnisse und Waren 2.635.703,63 2.638.741,81
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 3.462.391,62 3.851.284,11
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 65.349,88 14.108,75
2. Forderungen gegen Gesellschafter 3.179.319,22 3.701.515,36
3. sonstige Vermögensgegenstände 217.722,52 135.660,00
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 476.736,27 434.007,34
Summe Aktiva 6.574.831,52 6.924.033,26

Passiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Eigenkapital 5.437.764,83 5.437.764,83
I. Gezeichnetes Kapital / Kapitalkonto / Kapitalanteile 2.557.000,00 2.557.000,00
II. Kapitalrücklage 2.880.764,83 2.880.764,83
B. Rückstellungen 102.631,83 102.781,83
1. sonstige Rückstellungen 102.631,83 102.781,83
C. Verbindlichkeiten 1.034.434,86 1.383.486,60
1. erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen   310.233,55
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 52.749,98 15.157,78
3. Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern 978.905,79 1.055.316,18
4. sonstige Verbindlichkeiten 2.779,09 2.779,09
Summe Passiva 6.574.831,52 6.924.033,26

Gewinn- und Verlustrechnung

1.1.2023 - 31.12.2023
EUR
1.1.2022 - 31.12.2022
EUR
1. Betriebsergebnis 931.498,70 718.099,66
a) Rohergebnis 1.070.527,71 861.570,32
Gesamtleistung 1.404.687,57 773.797,91
Umsatzerlöse 1.407.725,75 773.797,91
in Umsatzerlöse enthaltener Bruttowert 1.407.725,75 773.797,91
Erlöse aus Leistungen nach § 13b UStG 327.274,55 95.000,00
steuerfreie innergemeinschaftliche Lieferungen nach § 4 Nr. 1 b) UStG 1.080.451,20 678.797,91
Erhöhung oder Verminderung des Bestandes an fertigen und unfertigen Erzeugnissen -3.038,18 0,00
Verminderung des Bestandes an fertigen Erzeugnissen 3.038,18 0,00
sonstige betriebliche Erträge 83.027,53 137.080,32
Materialaufwand 417.187,39 49.307,91
Aufwendungen für bezogene Leistungen 417.187,39 49.307,91
b) sonstige betriebliche Aufwendungen 139.029,01 143.470,66
2. Ergebnis nach Steuern 931.498,70 718.099,66
3. Verlust- bzw. Gewinnabführung (Tochter) -931.498,70 -718.099,66
a) aufgrund einer Gewinngemeinschaft, eines Gewinnabführungs- oder Teilgewinnabführungsvertrags abgeführte Gewinne 931.498,70 718.099,66
Jahresüberschuss/-fehlbetrag 0,00 0,00

Anhang

zum

31. Dezember 2023

Gewerbepark Simson GmbH

Bahnhofstraße 16

98527 Suhl

1. Allgemeine Hinweise

Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 wurde auf der Grundlage des Handelsgesetzbuches sowie den Vorschriften des GmbHG aufgestellt.

Der Jahresabschluss wurde freiwillig nach den Vorschriften für große Kapitalgesellschaften aufgestellt.

Die Bilanz und die Gewinn -und Verlustrechnung wurden teilweise durch zusätzliche Posten ergänzt, um den Besonderheiten der Geschäftstätigkeit der Gesellschaft Rechnung zu tragen.

Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren gemäß § 275 Abs. 2 HGB aufgestellt.

Die Gesellschaft hat ihren Geschäftsbetrieb mit Ausnahme der Geschäftsfelder Altlastensanierung und Markenrechte seit 2013 an ihre Gesellschafterin verpachtet.

Die Gesellschaft ist unter der Firma Gewerbepark Simson GmbH, Suhl, im Handelsregister des Amtsgerichts Jena unter der Nummer HRB 300172 eingetragen.

2. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Für die Aufstellung des Jahresabschlusses waren die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden unverändert maßgebend.

Der Jahresabschluss wurde unter Annahme der Fortführung der Unternehmenstätigkeit gemäß § 252 Abs. 1 S. 2 HGB aufgestellt.

Die zum Verkauf bestimmten Grundstücke werden auf der Grundlage von Verkehrswertermittlungen mit den Anschaffungskosten oder dem niedrigeren beizulegenden Wert bilanziert.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zum Nennwert oder mit dem am Stichtag niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt. Risikobehaftete Posten bestehen nicht, so dass keine Einzelwertberichtigungen vorgenommen wurden. Pauschalwertberichtigungen werden nicht vorgenommen.

Liquide Mittel werden zum Nominalwert bewertet.

Die sonstigen Rückstellungen werden mit dem Erfüllungsbetrag angesetzt, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist.

Verbindlichkeiten sind mit dem Erfüllungsbetrag angesetzt.

3. Erläuterungen zur Bilanz

3.1     Aktiva

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von EUR 65.349,88 (Vorjahr: EUR 14.108,75) beinhalten die Erstattung von Aufwendungen zur Altlastensanierung. Entsprechend den Ausfallrisiken der Forderungen waren keine Einzelwertberichtigungen zu bilden.

Die Forderungen gegen Gesellschafter betragen EUR 3.179.319,22 (Vorjahr: EUR 3.701.515,36). Sie bestehen im Wesentlichen aus finanziellen Mitteln der Gesellschaft in Höhe von EUR 2.950.000,00 (Vorjahr: EUR 3.450.000,00) die in das Cash-Concentration der Gesellschafterin einbezogen sind. Ein Abruf der Mittel ist jederzeit gegeben. Weitere Forderungen bestehen aus der Abrechnung der Betriebspacht in Höhe von EUR 229.319,22 (Vorjahr: EUR 251.515,36) und aus der umsatzsteuerlichen Organschaft in Höhe von EUR 0,00 (Vorjahr: EUR 0,00).

Die sonstigen Vermögensgegenstände in Höhe von EUR 217.722,52 enthalten im Wesentlichen die Umsatzabrechnung aus der Nutzung von Markenzeichen EUR 209.916,00, deren Höhe von der Gesellschaft nicht anerkannt wird. Darüber ist eine Klage anhängig.

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind analog zum Vorjahr innerhalb eines Jahres zur Zahlung fällig.

3.2     Passiva

Der Jahresüberschuss 2023 ist auf Grund des mit Wirkung zum 1. Januar 2013 abgeschlossenen Beherrschungs- und Ergebnisabführungsvertrages an die Gesellschafterin abzuführen und wird unter den Verbindlichkeiten ausgewiesen.

Die Rückstellungen beinhalten im Wesentlichen Aufwendungen für die Beseitigung von Altlasten EUR 84.569,55 (Vorjahr: EUR 84.569,55) und für Abschluss- und Prüfungskosten EUR 8.100,00 (Vorjahr: EUR 8.200,00).

Die Verbindlichkeiten gegenüber der Gesellschafterin in Höhe von insgesamt EUR 978.905,79 (Vorjahr: EUR 1.055.316,18) bestehen im Wesentlichen aus der Ergebnisabführung in Höhe von EUR 931.498,70 (Vorjahr: EUR 718.099,66)

Alle Verbindlichkeiten haben analog zum Vorjahr eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr.

4. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

4.1     Erlöse

Seit 1. Januar 2013 besteht ein Betriebspachtvertrag mit der Gesellschafterin, ausgenommen sind die Geschäftsfelder Altlastensanierung und Markenrechte.

Die Umsatzerlöse nach Tätigkeitsbereichen stellen sich wie folgt dar:

  2023 2022
Grundstücksveräußerungen 327.274,55 95.000,00
Betriebspacht 697.207,03 629.489,99
Erträge aus Kostenerstattungen 383.244,17 49.307,92
  1.407.725,75 773.797,91

Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten im Wesentlichen Erträge aus Nutzungsentgelten in Höhe von EUR 82.742,00 (Vorjahr: EUR 80.355,72) und periodenfremde Erträge in Höhe von 0,00 (Vorjahr EUR 56.000,00).

4.2     Aufwendungen

Die Aufwendungen aus bezogenen Lieferungen und Leistungen beinhalten im Wesentlichen Aufwendungen zur Altlastensanierung in Höhe von EUR 383.244,17 (Vorjahr: EUR 49.307,91).

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten im Wesentlichen Kosten der Geschäftsbesorgung in Höhe von EUR 110.815,00 (Vorjahr: EUR 112.681,00), Rechtskosten in Höhe von EUR 20.221,55 (Vorjahr: EUR 23.070,58) sowie Abschluss- und Prüfungskosten in Höhe von EUR 6.411,50 (Vorjahr: EUR 6.300,00).

5. Sonstige Angaben

Haftungsverhältnisse und finanzielle Verpflichtungen bestehen nicht.

Die Gesellschaft verfügt über kein eigenes Personal.

Als Geschäftsführer sind bestellt:

Dr. Bernd Halstenberg, Diplom-Kaufmann, Berlin

Dr. Michael Kiel, Diplom-Geologe, Berlin

Die Geschäftsführung erhält keine Bezüge.

Das Honorar des Abschlussprüfers für das Geschäftsjahr 2023 beträgt EUR 6.300,00.

Alleinige Gesellschafterin ist die GESA Gesellschaft zur Entwicklung und Sanierung von Altstandorten mbH, Berlin.

6. Nachtragsbericht

Nach dem Bilanzstichtag sind Vorgänge von besonderer Bedeutung nicht eingetreten.

7. Ergebnisverwendung

Der Jahresüberschuss von EUR 931.498,70 ist entsprechend dem Beherrschungs- und Ergebnisabführungsvertrag an die Gesellschafterin abzuführen.

 

Suhl, 29. Mai 2024

Dr. Bernd Halstenberg
Geschäftsführer

Dr. Michael Kiel
Geschäftsführer


Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die Gewerbepark Simson GmbH

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Gewerbepark Simson GmbH, Suhl, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Gewerbepark Simson GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Berlin, den 29. Mai 2024

Baker Tilly GmbH & Co. KG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft (Düsseldorf)

Christian Graf von Hardenberg
Wirtschaftsprüfer

Dirk Luther
Wirtschaftsprüfer


Nachrichten & Medien

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