VAC Stent GmbH
Selbe AdresseBeteiligungsgesellschaften
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Sascha André Handke seit 10.6.2024 | Prokura |
Andreas Dr. Bacher seit 4.1.2023 | Geschäftsführer |
Michael Frank seit 5.7.2022 | Prokura |
Marc Stuwe seit 27.1.2022 | Geschäftsführer |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
| 100.00% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Unternehmen, an denen diese Organisation direkt beteiligt ist
| Name | Anteil |
|---|---|
| 100.00% |
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Möller Medical GmbHFuldaJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023I. GrundlagenDie Möller Medical GmbH (im Folgenden Möller) mit Sitz in Fulda, wurde 1949 gegründet und ist seit dem Berichtsjahr eine große Kapitalgesellschaft. Mit einer Beteiligung von 100 % gehört Möller seit 2003 der Centrotec Unternehmensgruppe (CENTROTEC SE) an. Unser Anspruch ist es, als einer der führender Medizintechnikhersteller hochwertige Lösungen für medizinische Endanwender und OEM-Kunden (OEM; Original Equipment Manufacturer) zu produzieren und zu vertreiben. Mit präzisem Verständnis für die Bedürfnisse und Anforderungen unseren Kunden, möchten wir effiziente und patientenorientierte Produktlösungen entwickeln und produzieren. Im Geschäftsbereich OEM erhalten Kunden aus den Bereichen LifeSciences, MedTech, BioTech und Diagnostic alles aus einer Hand: Von der ersten Idee zur Produktentwicklung, über die Fertigung, Zulassung bis hin zum Endprodukt und After-Sales-Service. Unter der Marke MÖLLER bietet das Unternehmen ein breites Spektrum an Lösungen aus den Bereichen Neurochirurgie, Gefäßchirurgie sowie Ästhetische Chirurgie und Biopsie. Möller ist zur Vermarktung ihrer Produkte und Dienstleistungen nach EN ISO 13485:2016, ISO 9001:2015 sowie nach MDR-Verordnung (EU) 2017/745 zertifiziert. 1 II. WirtschaftsberichtEntwicklung der Gesamtwirtschaft und Branche Laut Jahreswirtschaftsbericht der Bundesregierung ist die deutsche Wirtschaft im Jahr 2023 um 0,3 % geschrumpft. 2 Trotz abnehmender Inflation und zurückgehender Energiekosten haben sich die allgemeine Geschäftslage und die Erwartungen nicht verbessert und liegen noch deutlich unter dem Niveau von 2022. Damit einhergehend ist ein Rückgang der Industrieproduktion in Deutschland zu verzeichnen, die zudem unter einer schwachen Nachfrage und weiterhin hohen Energiekosten leidet. 3 Entgegen dieser Entwicklung lässt die Analyse der Roland Berger Studie 2023 über die Medizintechnikindustrie die in diesem Bereich tätigen Unternehmen auf den ersten Blick aufatmen. Hier wird zunächst von einem gegenläufigen Effekt zur Gesamtwirtschaft gesprochen. So konnte im Jahr 2023 der Umsatz der deutschen MedTech-Branche einen nominalen Zuwachs von 5,1% verzeichnen. 4 Gleichzeitig kämpften die Unternehmen jedoch mit gestiegenen Erzeugerpreisen und Problemen in der Lieferkette, sodass sich die Gewinnspannen der in dieser Branche tätigen Unternehmen schmälerten. 5 Geschäftsverlauf Der Geschäftsverlauf für das Jahr 2023 kann als nicht vollständig zufriedenstellend eingestuft werden. Möller erzielte im Berichtsjahr einen Umsatz von 40,0 Mio. EUR, was einer Steigerung von 2,0 Mio. EUR gegenüber dem Vorjahr entspricht. Entsprechend wurde das im Vorjahr gesetzte Umsatzziel von 40,5 bis 41,5 Mio. EUR verfehlt. Das leicht negative EBIT von -0,4 Mio. EUR liegt unterhalb der im Vorjahr prognostizierten Spanne von -0,2 Mio. EUR und + 0,2 Mio. EUR (Vorjahr: positives EBIT von 0,5 Mio. EUR). Aufgrund des Nachfragerückgangs in Teilen beider Hauptgeschäftsfelder (OEM und Marke), vor allem in den Absatzbereichen "Fluid Management" und "Aesthetics Solutions", konnte das gesetzte Ziel in allen Quartalen nicht erreicht werden. Das Geschäftsfeld OEM umfasst im Berichtsjahr einen Umsatz in Höhe von 29,6 Mio. EUR (Vorjahr 28,8 Mio. EUR). Dies macht 74% (Vorjahr 76%) des Gesamtumsatzes aus. Der Geschäftsbereich Marke beinhaltet im Berichtsjahr unter eigener Marke vertriebene Produkte / Dienstleistungen in Höhe von 10,4 Mio. EUR (Vorjahr 9,1 Mio. EUR). Dies macht 26% (Vorjahr 24%) des Gesamtumsatzes aus. Deutlich wird dieser Rückgang auch in der Entwicklung des Auftragseingangs, der mit 37,4 Mio. EUR um 6,6% unter dem Vorjahresniveau liegt. Dennoch bietet dieser Bestand im Berichtsjahr eine solide Basis und sichert die Auftragslage für das kommende Jahr. Grundsätzlich fielen Preissteigerung bei Rohstoffen aus dem Vorjahr und im Vergleich zum Berichtsjahr leicht ab. Die Verfügbarkeit war, bis auf einige wenige Stoffe (z.B. Rohre), gegeben. Eine Verbesserung der Lieferzeit konnte jedoch nicht festgestellt werden. Insgesamt ist ein Jahresfehlbetrag von 0,7 Mio. EUR zu verzeichnen. Das Ergebnis lag damit deutlich unter dem Ergebnis des Vorjahres. Ertragslage Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) lag im Berichtsjahr bei minus 0,4 Mio. EUR und liegt damit unter dem angestrebten Ziel von -0,2 bis +0,2 Mio. EUR und unter dem positiven Vorjahreswert von 0,5 Mio. EUR. Der wesentliche Grund liegt in den nicht eingetretenen Erwartungen des Umsatzes beider Hauptgeschäftsfelder. Hauptsächlich ausschlaggebend dafür ist der Rückgang im OEM-Absatzbereich "Fluid Management". Dieser ist darauf zurückzuführen, dass bei relevanten Kunden Überbestände aus der COVID-Zeit vorhanden sind und abgebaut sowie Projektverschiebungen in die Folgejahre aufgrund unsicherer Marktlage vorgenommen wurden. Dies sind Faktoren, welche der Zielerreichung bei Möller entgegenstehen. Auch der Absatzbereich "Aesthetics Solutions" im Markengeschäft konnte die Erwartungen nicht erfüllen. Gespräche mit unseren Bestandskunden zeigen, dass eine zurückhaltende Bereitschaft zur Selbständigkeit im Markt besteht und die damit einhergehe Abnahme an Praxisneugründungen in der Post-COVID-Zeit Hauptgründe dafür sind. Zudem sind diverse Markveränderungen und Geschäftsfelderweiterungen (z.B. Body Contouring) in der Schönheitsbranche zu beobachten, die Möller bislang noch nicht vollständig abgedeckt hat. Positive Umsatzeffekte ergeben sich mit Umsätzen im Bereich "Blood Transfusion" aufgrund einer Vertragsfortführung um drei Jahre. Die sonstigen betrieblichen Erträge erhöhten sich von 0,4 Mio. EUR im Jahr 2022 auf 1,0 Mio. EUR im Berichtsjahr. Der Anstieg resultiert aus der Auflösung von Gewährleistungsrückstellungen und einer Herabsetzung der Pauschalwertberichtigung sowie höheren Weiterbelastungen von Entwicklungs- und Beratungsleistungen an Tochterunternehmen. Gegenüber dem Vorjahr hat sich die Materialaufwandquote (Materialaufwand und Bestandsänderung bezogen auf den Umsatz) von 22,2% auf 20,7% aufgrund eines veränderten Produktmixes und sinkender Einkaufspreise verbessert. Die Personalkosten lagen im Jahr 2023 mit 21,4 Mio. EUR über dem Vorjahresniveau von 18,7 Mio. EUR. Dies ist im Wesentlichen auf zwei Effekte zurückzuführen: Zum einen wurden kollektive wie auch individuelle Gehaltsanpassungen vorgenommen, um das Entlohnungsniveau besonders in einigen spezifischen Fachbereichen an das Niveau des Marktes anzupassen. Zum anderen wurden diverse Personalwechsel im Führungs- und Mitarbeiterkreis umgesetzt, um neues und frisches Knowhow auf Basis sich entwickelnder HR-Trends 6 in das Unternehmen zu bringen und den hohen Anforderungen an Medizintechnikstandards sowie der Modernisierung des Unternehmens gerecht zu werden. Die Personalkostenquote stieg im Vergleich zu Vorjahr von 49,4% auf 53,6%. Die gestiegenen Kosten im Personalbereich sind neben einem Mitarbeiterzuwachs und den bereits genannten Lohnanpassungen auch auf die anteilige Zahlung einer Inflationsausgleichprämie zurückzuführen. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen erhöhten sich im Berichtsjahr um 0,3 Mio. EUR auf 9,0 Mio. EUR. Zusätzlich entstanden Kosten für temporäre Mitarbeiter in der Fertigung & Verwaltung aufgrund des eingeleiteten Personalwechsels. Schwierigkeiten bei Personalbeschaffungs- und Rekrutierungsmaßnahmen führten neben gestiegenen Miet- & Leasingkosten und einem erhöhten Bedarf an zulassungstechnischen und vertrieblichen Beratungsleistungen und für Produktplatzierungen im Markt zu einer Erhöhung dieses Kostenblocks. Gegenläufig dazu konnten die Kosten für Leistungen im Bereich des Marketings und der Fracht & IT verringert werden. Die höheren Zinsaufwendungen von 0,9 Mio. EUR (0,3 Mio. EUR im Vorjahr) sind vor allem auf das gestiegene Zinsniveau zur Unternehmensfinanzierung zurückzuführen. Unter Berücksichtigung der Steuern vom Einkommen und Ertrag (Steuerertrag von 0,3 Mio. EUR nach einem Steueraufwand von 0,2 Mio. EUR im Vorjahr) sowie der sonstigen Steuern ergibt sich im Jahr 2023 ein Jahresfehlbetrag von 0,7 Mio. EUR (Vorjahr nahezu ausgeglichenes Jahresergebnis). Finanzlage Die Finanzierung der Gesellschaft erfolgt im Wesentlichen über die vom Konzern organisierten Banklinien oder bei Bedarf auch über IC-Finanzierungen /-Darlehen. Die Verzinsung der Banklinien erfolgt in Abhängigkeit vom EURIBOR zzgl. eines fixen Aufschlags. Der operative Cashflow liegt im Berichtsjahr bei -1,1 Mio. EUR (Vorjahr 0,6 Mio. EUR). Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind im Berichtsjahr auf 17,0 Mio. EUR gestiegen (Vorjahr 15,1 Mio. EUR), was 37,9% der Bilanzsumme entspricht. Der Anstieg der Verbindlichkeiten ist bedingt durch die höhere Inanspruchnahme der Kreditlinien. Grund hierfür ist die im Berichtsjahr weiterhin aus dem Jahr 2022 fortgeführte Investition in die Modernisierung und Erweiterung des Maschinenparks. Zum Stichtag bestehen Investitionsverpflichtungen in Höhe von 1,0 Mio. EUR; die Finanzierung dieser Investition soll teilweise durch den Abschluss einer Sale-Lease-back-Vereinbarung sowie teilweise durch die Inanspruchnahme der Kontokorrentlinien erfolgen. Die Kontokorrentlinien von in Summe 15,5 Mio. EUR (Vorjahr 13,0 Mio. EUR) wurden im Jahr 2023 mit 13,8 Mio. EUR (Vorjahr 12,5 Mio. EUR) beansprucht. Den Zahlungsverpflichtungen konnte ordnungsgemäß nachgekommen werden. Ausreichende Liquidität war im Berichtsjahr jederzeit gegeben. Die Finanzlage soll durch die vorhandene Liquidität und die darüber hinaus freien, aber nicht genutzten Kreditlinien in Höhe von 1,9 Mio. EUR (Vorjahr 2,4 Mio. EUR) gesichert sowie durch die Zugehörigkeit zur CENTROTEC SE, gewährleistet und stabilisiert werden. Die Planung der Liquidität erfolgt anhand einer manuellen Systematik und stellt ein unverzichtbares Instrument dar, um die kurzfristige Liquiditätssicherung des Unternehmens zur gewährleisten. Sie bietet eine notwendige Grundlage für die Finanzsteuerung und trägt zur Stabilität des Unternehmens bei, indem die finanziellen Engpässe frühzeitig erkennbar macht und Handlungsspielräume schafft. Eigenkapital Zum Bilanzstichtag betrug das Eigenkapital der Möller 19,0 Mio. EUR (Vorjahr 14,7 Mio. EUR) und entspricht einer Eigenkapitalquote von 42,4% (Vorjahr 36,2%). Der absolute Anstieg ist auf eine Kapitalerhöhung durch die Gesellschafterin von 5,0 Mio. EUR zurückzuführen, welche den Jahresfehlbetrag von 0,7 Mio. EUR deutlich überkompensierte. Vermögenslage Das Anlagevermögen der Möller beträgt 19,9 Mio. EUR und hat sich gegenüber dem Vorjahr um 2,3 Mio. EUR erhöht. Der Anstieg ist insbesondere auf die Aktivierung aus dem aus den Vorjahren stammenden Maschinenpaket über 2,6 Mio. EUR, der Fertigstellung eines neuen Reinraumes über 0,7 Mio. EUR sowie der Erhöhung der Anlagen im Bau aus Anzahlungen für eine weitere neue Fertigungsinsel zur Herstellung von Kanülen zurückzuführen. Überdies wurde eine Kapitalerhöhung über 1,0 Mio. EUR an die US-Tochtergesellschaft, die Möller Medical Devices USA Inc., durchgeführt. Die Anlagenintensität (Anlagevermögen im Verhältnis zum Gesamtkapital) ist im Vergleich zum Vorjahr leicht angestiegen und beträgt 44,3% (Vorjahr 43,2%). Bei den selbst geschaffenen immateriellen Vermögenswerten, welche Leistungen für die Entwicklung von Neuprodukten und die Erweiterung des Portfolios bis zur Serienbetreuung beinhalten, stehen Zugängen von 0,1 Mio. EUR planmäßige Abschreibungen von 0,7 Mio. EUR gegenüber, so dass diese sich um 0,6 Mio. EUR verminderten. Der Bestand an Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen betrug im Berichtsjahr 5,6 Mio. EUR (Vorjahr 4,5 Mio. EUR). Der Anstieg ist auf die Anpassung der Mindestbestände zur Sicherstellung der Lieferfähigkeit zurückzuführen. Der Vorratsbestand an unfertigen Erzeugnissen ist ebenfalls im Berichtsjahr auf 7,0 Mio. EUR (Vorjahr 5,0 Mio. EUR) gestiegen. Die Fertigen Erzeugnisse verminderten sich infolge des geringeren Auftragsbestandes im Vergleich zum Vorjahr um 1,0 Mio. EUR auf 4,0 Mio. EUR. Die Forderungen und sonstigen Vermögengegenstände haben sich um 0,2 Mio. EUR auf insgesamt 7,7 Mio. EUR vermindert. Ausschlaggebend dafür waren vor allem Reduzierungen aus Darlehensforderungen gegen verbundene Unternehmen. Der Anstieg der aktiven latenten Steuern (0,2 Mio. EUR) resultiert vor allem aus höheren latenten Steuern auf Verlustvorträge. Im Berichtsjahr werden die latenten Steuern unsaldiert ausgewiesen, nachdem bis einschließlich 2022 ein saldierter Ausweis erfolgte, so dass die Vorjahreszahlen nur bedingt vergleichbar sind. Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten liegen im Berichtsjahr durch die erweiterte Nutzung des Kontokorrents für Investitionen bei 17,0 Mio. EUR (Vorjahr 15,1 Mio. EUR). Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen liegen im Berichtsjahr bei 1,4. Mio. EUR (Vorjahr 2,1 Mio. EUR). Bei den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen ergibt sich ein deutlicher Rückgang von 5,4 Mio. EUR auf 4,7 Mio. EUR, der primär aus der Darlehenstilgung der sich in der Liquidation befindlichen Vac Stent Medtec AG i.L. resultiert. Die Bilanzsumme ist durch die oben genannten Gründe gegenüber dem Wert des Vorjahres (40,8 Mio. EUR) auf 44,8 Mio. EUR angestiegen. Die Geschäftsführung beurteilt die Vermögens- und Finanzlage im Hinblick auf bereits begonnene Optimierungsmaßnahmen zusammenfassend als zufriedenstellen. Finanzielle Leistungsindikatoren Als finanzielle Leistungsindikatoren werden bei der Möller insbesondere der Umsatz und das EBIT herangezogen. Der Umsatz ist im Vergleich zum Vorjahreswert um 2,0 Mio. EUR aufgrund von gestärkten vertrieblichen Anstrengungen auf 40,0 Mio. EUR gestiegen. Dennoch resultiert die Entwicklung unter Plan bei Möller im Wesentlichen aus einem geringeren Auftragsvolumen und einem geringeren Wachstum im Markenbereich. Das EBIT ist im Berichtsjahr von 0,5 Mio. EUR im Vorjahr auf -0,2 Mio. EUR gesunken. Dies ist auf höhere Personalaufwendungen, gestiegene Preise und eine höhere Inanspruchnahme von Dienstleistungen zurückzuführen. III. PrognoseEine Prognose für die weitere Konjunkturentwicklung ist aufgrund der weltwirtschaftlichen Situation (Inflation, Ukraine- und/oder Israel-Konflikt, Lage in China und Taiwan) weiterhin unsicher. Laut Jahreswirtschaftsberichts des Bundesministeriums für Wirtschaft und Klimaschutz wird mit einem Wachstum des BIP von 0,2 % in Deutschland und +0,9 % in der Eurozone gerechnet. 7 Die Trends zeigen, dass die Medizintechnikbranche dabei im Jahr 2024 und den darauffolgenden Jahren vor komplexen Herausforderungen steht, die aber auch Chancen zur Weiterentwicklung und Innovation mit sich bringen. Ein zentraler Aspekt liegt dabei im anhaltenden Kosten- und Regulierungsdruck. Die Branche steht vor steigenden Kosten durch hohe Energie- und Rohstoffpreise sowie neue Regulierungen wie die EU-Medizinprodukteverordnung (MDR) und das Lieferkettensorgfaltspflichtengesetz (LkSG). Dies wird zusätzlich durch den anhaltenden Fachkräftemangel und den hohen Steuerdruck verschärft. Positiv lässt sich dabei auf eine leichte Erholung der Lieferketten blicken. Der Ausblick zeigt zwar noch anhaltende Engpässe, jedoch sollten die Tage des Aufbaus von Sicherheitsbeständen aus den letzten Jahren langsam ein Ende finden. Aspekte wie Nachhaltigkeit werden immer mehr zur Norm und nicht zum Alleinstellungsmerkmal. Da die Branche für erhebliche Treibhausgasemissionen verantwortlich ist, arbeiten die darin beheimateten Unternehmen an Strategien zur Reduktion ihres ökologischen Fußabdruckes. Auch der Einsatz von Künstlicher Intelligenz (KI) wird zunehmend wichtiger für die Branche, sodass Produktentwicklungsprozesse oder Optimierungen der Fertigung und der Supply-Chain mithilfe von u.a. Diagnosetechnik unterstützt werden können. 8 9 Zusammengefasst deuten die Prognosen und aktuellen Trends darauf hin, dass die Medizintechnikbranche auch im Jahr 2024 ein Wachstumsmarkt bleibt. Getrieben wird dies durch technologische Innovation, wie z.B. die Behandlung von Krankheitsbildern wie Hautkrebs, die vor einigen Jahren noch nicht oder noch nicht im aktuellen Umfang behandelt werden konnten. Schonendere Verfahren und präzisere Diagnosen führen zu weniger invasiven Behandlungen / Operationen und mindern deren Risiko. Dies kommt vor allem immer älteren und oftmals multimorbiden Patienten auf Basis der anhalten demografischen Entwicklung zugute und stellt eine Risikominimierung im Behandlungssystem dar. 10 11 Auf Basis des gelebten Gesundheitsbegriffs in Richtung steigender Lebensqualität lassen sich über die nächsten Jahre eine steigende (Selbst)Nachfrage an medizinischen Dienstleistungen und eine stärkere Bereitschaft der Inanspruchnahme an (qualitativ hochwertigeren) Behandlungen ableiten. In der Medizintechnik weltweit wird erwartet, dass der Umsatz bis zum Jahr 2028 eine jährliche Wachstumsrate von 5,3% aufweist. 12 Für das Geschäftsjahr 2024 geht Möller, bezogen auf die äußeren Rahmenbedingungen der Märkte, von einem durch viele Themen getriebenen und durchwachsenen Jahr aus. Im internen Fokus stehen Prozesse zur Überprüfung interner Arbeitsabläufe mit dem Ziel der Kostenoptimierung. Entsprechende Maßnahmen wurden bereits im Berichtsjahr definiert und in Umsetzung gegeben, die im Geschäftsjahr 2024 und den darauffolgenden Jahren andauern. Für das Geschäftsjahr 2024 wird von einer insgesamt gleichbleibenden Geschäftsentwicklung gegenüber dem Berichtsjahr ausgegangen. Unteranderem zeigen eine grundlegende und transparente Bestandsaufnahme in allen Bereichen sowie begonnene Optimierungen von Prozessfolgen erste Wirkungen, die später auch in eine erhöhte Umsatzerwartung führen soll. Zum anderen sollen relevante Vakanzen im Sales-Team und in der Verwaltung neu besetzt werden. Vor diesem Hintergrund erwarten wir zukünftig eine intensivere Zusammenarbeit mit den Kernkunden und eine optimierten Neukundengewinnung. Möller plant in den relevanten Absatzmärkten entsprechend Umsatzerlöse mit diagnostischen Materialien und Behandlungsgeräten, die mit Dienstleistungen und Behandlungen am Endkunden sowie im OEM-Geschäft in Einklang gebracht werden können. Für das Geschäftsjahr 2024 wird nach aktuellen Prognosen und auf Basis der bereits erwähnten "Optimierungen" ein Umsatz zwischen 39,5 Mio. EUR bis 40,5 Mio. EUR sowie ein EBIT von max. -1,5 Mio. EUR erwartet. Das negative EBIT ist u.a. auf Projektkosten und strategische Initiativen (Effizienzsteigerungen und Kostenreduzierungen) in zukünftiges Wachstum zurückzuführen, dessen Ausgaben erwartet und langfristig wieder zu einem deutlichen Umsatz- und Gewinnwachstum führen sollen. Forschung und Entwicklung Um der Nachfrage sich andeutender Marktveränderungen und Geschäftsfelderweiterungen vorhandener Kunden gerecht zu werden, intensiviert Möller die Aktivitäten im Bereich Entwicklung von Neu- bzw. Nachfolgeprodukten. Wichtiger Bestandteil ist die Zulassung von Produkten in noch nicht erschlossenen Entwicklungsmärkten. Strategisch richtet sich Möller im Berichtsjahr und den darauffolgenden Jahren im Bereich Forschung und Entwicklung für besonders den OEM-Bereich so aus, dass die Maßgabe gilt: "Forschung und Entwicklung erst dann, wenn die Fertigung und ggf. Vertrieb von Produkten ein hohes Maß an Erfolg versprechen." Dies setzt eine entsprechende Marktnachfrage voraus. Im Berichtsjahr investierte Möller in diesem Bereich einen Betrag in Höhe von 2,0 Mio. EUR (Vorjahr 1,6 Mio. EUR) und aktivierte davon 0,1 Mio. EUR (Vorjahr 0,5 Mio. EUR) als selbst geschaffene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens. VI. Risiko und ChancenberichtRisiken Die Geschäftsführung beobachtet, kontrolliert, bewertet und steuert die Risiken mit Hilfe eines Risikomanagementsystems. In regelmäßigen Sitzungen der Geschäftsleitung werden erkannte Risiken und Maßnahmen besprochen. Die bereits eingeleiteten Maßnahmen werden dabei regelmäßig auf Umsetzung und Wirkung geprüft. Neben diesem internen System werden alle Instrumente des Risikomanagements der Centrotec Unternehmensgruppe angewendet und somit die Risiken auch an den Konzern kommuniziert. Es wird eine vorsichtsbetonte Unternehmensstrategie verfolgt. Die größten Risiken liegen in einer für das Geschäftsjahr 2024 nicht auszuschließenden Wachstumsschwäche unserer Geschäftsbereiche. Unsere Erwartungen beinhalten alle wesentlichen Ereignisse, die uns bei Erstellung des Lageberichts bekannt waren und die Geschäftsentwicklung der Gesellschaft beeinflussen können. Die tatsächlichen Ergebnisse können wesentlich davon abweichen, sowohl in positiver als auch in negativer Hinsicht. Die Erreichung der Umsatzziele im Markengeschäft sind unter anderem vom Ergebnis der verstärkten Vertriebstätigkeiten abhängig, während die Zielerreichung für das OEM-Geschäft von etwaigen Überbeständen und möglichen Projektverschiebungen beeinflusst werden können. Anhaltende geopolitische Konflikte wirken sich zudem ungünstig auf die wirtschaftliche Gesamtentwicklung aus. Daher wird mit besonderer Aufmerksamkeit auf die Entwicklung der Abhängigkeit von Großkunden geblickt. Mit den zehn größten Kunden erwirtschaftete Möller im Berichtsjahr 49,4% des Umsatzes. Für das kommende Jahr sind neue und ergänzende Konzepte sowie die aktive Entwicklung des Kundenportfolios gefragt, die den Kunden in seiner Wertschöpfung enger an Möller bindet und das bestehende Geschäft, möglichst breit gestreut, ausbaut. Möller hat sich eine durch Technologie, Qualität, Nischenpositionierung und Abdeckung von unterschiedlichen Aufgaben entlang der Wertschöpfungskette gefestigte Marktstellung erarbeitet, die stabilisiert und weiter ausgebaut werden soll. Dennoch ist denkbar, dass sich durch neu eintretende Mitbewerber der Wettbewerb verschärft, die Abnehmermacht zunimmt oder durch Substitutionsprodukte eine Beeinträchtigung der Wirtschaftlichkeit erfolgt. Grundsätzlich sehen wir das Risiko negativer finanzieller Folgen aus teilweise reduzierten Geschäftsaktivitäten einzelner Großkunden ohne den mittel- bis langfristigen Vorlauf von Abkündigungen als gering an. Weitere Risiken bestehen in einer möglichen Verschlechterung des Zahlungsverhaltens unserer Kunden. Eingeschränkte Finanzierungsmöglichkeiten sowie Probleme mit Lieferketten können die Liquidität und damit die Zahlungsfähigkeit unserer Kunden negativ beeinflussen. Mögliche finanzwirtschaftliche Risiken durch Forderungsausfälle werden soweit möglich durch Warenkreditversicherugen, Vorkassenzahlungen, ein permanentes Forderungsmanagement und allgemeine Bonitätsprüfungen minimiert. Es verbleibt aber ein Risiko aus möglichen Forderungsausfällen. Aufgrund unserer Zusammenarbeit mit Großkunden sehen wir das Risiko von Forderungsausfällen dennoch als gering an. Finanzierungsrisiken werden regelmäßig durch die Geschäftsleitung und den Bereich Finance and Controlling beobachtet. Die kurz- bis langfristige Entwicklung der verfügbaren Liquidität soll in den Folgejahren durch die Optimierung einer entsprechenden und laufend überarbeiteten Liquiditäts- und Finanzplanung überwacht werden. Ergänzend für die Feinsteuerung der Liquidität und zur Finanzierung geplanter Investitionen stehen ausreichende kurz- und langfristige Kreditlinien zur Verfügung. Die Gesellschaft ist im Rahmen ihrer Geschäftstätigkeit gewissen Zinsrisiken ausgesetzt. Deren Absicherung erfolgt teilweise durch den Einsatz derivativer Finanzinstrumente. Im Berichtsjahr erfolgt die Absicherung des Zinsänderungsrisikos eines Darlehens mit variabler Verzinsung durch einen Zins-swap. Aufgrund der anhaltenden Konflikte im Roten Meer kann es zu verlängerten Lieferzeiten kommen, was potenzielle Auswirkungen auf unsere Lieferkette haben könnte. Der Ausfall von Lieferanten kann überdies zu Lieferengpässen führen. Diesem Risiko begegnen wir durch eine vorausschauende Planung, Lagerhaltung und ein intensives Lieferantenmanagement. Entsprechend stufen wir derzeit dieses Risiko als gering ein. Auch besteht weiterhin die Gefahr von Energiepreis- sowie Materialpreissteigerungen aufgrund Rohstoffknappheit sowie der bereits bekannten geopolitischen Unsicherheiten. Diesem Risiko versuchen wir durch langfristige Lieferverträge sowie Marktbeobachtung entgegenzuwirken. Darüber hinaus ist festzustellen, dass die Risiken durch Cyberkriminalität an Bedeutung gewinnen. Möller achtet im Rahmen seiner IT-Strategie und in Abstimmung mit der Centrotec Unternehmensgruppe auf ein ausgewogenes Maß an Nutzung moderner IT-Lösungen und Erhalt der vollständigen Kontrolle über die zentralen, für den Geschäftsbetrieb erforderlichen Geschäftsdaten. Zusätzlich werden, insbesondere unter Berücksichtigung der immer leistungsfähigeren KI und der zunehmenden Gefahr durch Fälschungen, Maßnahmenpakete in allen Bereichen umgesetzt, um dieses Risiko so gering wie möglich zu halten. Im Mittelpunkt steht dabei die fortlaufende Sensibilisierung unserer Mitarbeiter. Intern sieht Möller mögliche Risiken im Produktionsbereich. Unfällen und Anlagenausfällen werden durch entsprechende Unfallverhütungsvorschriften und -Maßnahmen sowie Schulungen der Mitarbeiter vorgebeugt. Risiken aus Serienschäden sind begrenzt, da Möller auf Kleinstserienfertigung spezialisiert ist. Zusätzlich sind alle Anlagen entsprechend ihres Wertes versichert. Ein Ausfall kritischer Anlagen kann jedoch zu spürbaren Schäden durch Lieferabriss führen. Generell besteht das Risiko, das Dienstleistungsunternehmen insbesondere im Bereich IT oder Personal ihren vertraglichen Verpflichtungen nicht nachkommen oder bestehende Verträge aufkündigen. Das Risiko wird in Summe als gering eingeschätzt. Allerdings sieht Möller hier nicht zuletzt durch die zunehmende Anzahl von "Software as a Service"-Dienstleistungen einen Anstieg des Risikos. Risiken aus der Anwendung unserer Produkte begegnen wir mit einem Qualitätsmanagementsystem. Dieses orientiert sich an internationalen Standards und stellt die Einhaltung aller gesetzlichen Vorschriften sicher. Eine regelmäßige Überprüfung des Qualitätsmanagementsystems mithilfe von internen und externen Audits in Verbindung mit kontinuierlich stattfindenden Mitarbeiterschulungen vervollständigt unser Qualitätsmanagement. Um Risiken aus der Produkthaftpflicht zu minimieren, haben wir eine Betriebs- und Produkthaftpflichtversicherung mit entsprechenden Deckungssummen abgeschlossen. Chancen Geschäftschancen für Möller liegen in einer verbesserten Positionierung durch Anpassung und Modernisierung der angebotenen Produktpalette. Gerade als Unternehmen, das nicht in der Massenproduktion, sondern in der Spezialfertigung agiert, ist dieser Faktor für die Kundenakquise und -bindung von Bedeutung. Auch die gezielte Ansprache von potenziellen Neukunden im In- und Ausland durch Besuchs- und Telefontermine sowie die Erweiterung des Netzwerkes durch Präsenz auf z.B. Fachmessen und Technologietagen, bringt kontinuierliche Erfolge. Bei konsequenter Fortführung der Maßnahmen zur Optimierung von Fertigungs- und administrativer Prozessen (Lean Management; EDV-Landschaft wie z.B. ein integriertes ERP-System und ein digitales Dokumentenmanagement) können zudem weitere Kostenreduzierungspotentiale erschlossen werden. Im Berichtsjahr hat sich überdies die strategische Entscheidung, weiterhin Produkte unter eigenem Markennamen zu entwickeln und zu vertreiben, positiv ausgewirkt. Mit einer fortgeführten Entwicklung von kundenspezifischen Projekten im medizinischen Produktumfeld, rechnen wir auch im Markengeschäft mit einer Stärkung der Marktpräsenz. Die meisten Chancen sieht das Management weiterhin in der Intensivierung der bestehenden Großkundenpartnerschaften und einer damit einhergehenden und zunehmenden Nachfrage an Dienstleistungen entlang der bestehenden Wertschöpfungskette. Hier sehen wir zukünftig einen steigenden Bedarf unserer Kunden, Prozessschritte vom Kunden in unser Haus ziehen zu können. Dabei zeigen die Erfahrungen des Berichtsjahres, dass besonders große Kunden die Fähigkeiten von Möller im Engineering und der gesamte Wertschöpfungskette schätzen. Dabei haben wir den Anspruch, unseren Kunden alles aus einer Hand, aus einem effizienten Arbeitssystem und zu einem marktfähigen Preis anzubieten. Gesamtaussage zur Chancen- und Risikosituation Die zuletzt deutlich verschlechterten gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen sowie die schwierigen geopolitischen Entwicklungen, mit konkreten Themen wie dem Angriffskrieg Russlands in der Ukraine, den Überfällen auf die Schifffahrt im Roten Meer und allgemein die Spannungen zwischen dem Westen und China machen sich auch bei der Möller bemerkbar und sind ein schwer abschätzbares Risiko. Diesen Marktrisiken stehen wesentliche Chancen gegenüber, die eine erfolgreiche Entwicklung des Unternehmens befördern können. Vor diesem Hintergrund sieht die Geschäftsführung weiterhin ein ausgewogenes Chancen-Risiken-Profil mit dem deutlichen Anspruch, die sich zeigenden Chancen zu nutzen, jedoch keine bestandsgefährdenden Einzelrisiken für das Geschäftsjahr 2024.
Fulda, 13. September 2024 Möller Medical GmbH Die Geschäftsführung
1
https://moeller-medical.com/de/ueber-uns/qualitaetsmanagement/
Bilanz zum 31. Dezember 2023Aktiva
Passiva
Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023
Anhang für das Geschäftsjahr 2023A. ALLGEMEINE ANGABENDie Möller Medical GmbH mit Sitz in Fulda ist zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2023 eine große Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 Abs. 2 HGB und unter der Handelsregisternummer HRB 5504 beim Amtsgericht Fulda eingetragen. Der Jahresabschluss wurde gemäß den Rechnungslegungsvorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB) und den ergänzenden Bestimmungen des Gesetzes betreffend die Gesellschaften mit beschränkter Haftung (GmbH) aufgestellt. Das Geschäftsjahr entspricht dem Kalenderjahr.
B. BILANZIERUNGS- UND BEWERTUNGSMETHODENAnlagevermögen Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte werden zu Herstellungskosten (Entwicklungskosten) aktiviert, sofern zum Abschlussstichtag zumindest eine hohe Wahrscheinlichkeit der tatsächlichen Entstehung eines Vermögensgegenstandes besteht. Zu den Herstellungskosten zählen die einzeln zurechenbaren Kosten durch den Verbrauch von Gütern und die Inanspruchnahme von Diensten sowie angemessene Teile der Material- und Fertigungsgemeinkosten und des durch den Entwicklungsprozess veranlassten Werteverzehrs von Vermögensgegenständen des Anlagevermögens. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte werden planmäßig nach der linearen Methode pro rata temporis über die jeweilige Nutzungsdauer (5 bis 10 Jahre) abgeschrieben. Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten aktiviert und linear entsprechend ihrer Nutzungsdauer (Direktabschreibung und bis zu 5 Jahre) abgeschrieben. Geringwertige Wirtschaftsgüter zwischen EUR 250 und EUR 1.000 werden als Sammelposten gebildet und über eine Nutzungsdauer von 5 Jahren abgeschrieben. Geringwertige Wirtschaftsgüter unter EUR 250 werden sofort im Jahr der Anschaffung als Aufwand erfasst. Das Sachanlagevermögen ist zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen, angesetzt. Die planmäßigen Abschreibungen werden über betriebsgewöhnliche Nutzungsdauern von 5 - 25 Jahre linear vorgenommen. Bei dauernder Wertminderung werden außerplanmäßige Abschreibungen auf den niedrigeren beizulegenden Wert vorgenommen. Finanzanlagen werden mit den Anschaffungskosten oder bei voraussichtlich dauerhafter Wertminderung mit den niedrigeren beizulegenden Werten bewertet. Bei Wegfall der Gründe für die Abschreibungen werden entsprechende Zuschreibungen vorgenommen. Vorräte Unter den Vorräten sind diejenigen Vermögenswerte ausgewiesen, die zum Verkauf im normalen Geschäftsgang gehalten werden (fertige Erzeugnisse und Waren), die sich in der Herstellung für den Verkauf befinden (unfertige Erzeugnisse) oder im Rahmen der Herstellung oder Erbringung von Dienstleistungen verbraucht werden (Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe). Alle erkannten Risiken im Vorratsvermögen, die sich aus überdurchschnittlicher Lagerdauer, geminderter Verwertbarkeit und/oder niedrigeren Wiederbeschaffungskosten ergeben, sind durch angemessene Wertabschläge berücksichtigt. In allen Fällen wurde verlustfrei bewertet. Das bedeutet, dass, soweit die voraussichtlichen Verkaufspreise abzüglich der bis zum Verkauf anfallenden Kosten zu einem niedrigeren beizulegenden Wert führen, entsprechende Abwertungen vorgenommen wurden. Die Ermittlung der Anschaffungskosten bei den Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen sowie Waren erfolgt anhand des Durchschnittswertverfahrens. Die fertigen und unfertigen Leistungen und Erzeugnisse sind zu Herstellungskosten bewertet. Die Herstellungskosten enthalten die aktivierungspflichtigen Bestandteile des § 255 Abs. 2 HGB. Darüber hinaus werden angemessene Teile der Verwaltungskosten sowie angemessene Aufwendungen für soziale Einrichtungen des Betriebs, für freiwillige soziale Leistungen und für die betriebliche Altersversorgung in die Herstellungskosten einbezogen, soweit sie auf den Zeitraum der Herstellung entfallen. Erhaltene (und geleistete) Anzahlungen werden mit ihrem Nennbetrag angesetzt. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden mit dem Nennwert bzw. mit dem am Bilanzstichtag beizulegenden niedrigeren Wert angesetzt. Bei Forderungen, deren Einbringlichkeit mit erkennbaren Risiken behaftet ist, werden angemessene Wertabschläge vorgenommen; uneinbringliche Forderungen werden abgeschrieben. Liquide Mittel Der Kassenbestand und die Guthaben bei Kreditinstituten werden zu ihrem Nominalwert angesetzt. Aktive Rechnungsabgrenzungsposten Als aktive Rechnungsabgrenzungsposten sind Auszahlungen vor dem Abschlussstichtag angesetzt, soweit sie Aufwand für einen bestimmten Zeitraum nach diesem Zeitpunkt darstellen. Eigenkapital Das gezeichnete Kapital wird zum Nennwert bilanziert. Rückstellungen Die Steuerrückstellungen und sonstigen Rückstellungen werden für ungewisse Verbindlichkeiten gebildet und berücksichtigen alle erkennbaren Risiken. Sie werden mit dem nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrag angesetzt. Für zukünftige Aufwendungen aus der Erfüllung von Garantieleistungen wurde eine pauschale Rückstellung in Höhe von ca. 0,5 % des garantiebehafteten Jahresumsatzes gebildet. Verbindlichkeiten Die Verbindlichkeiten werden zum Erfüllungsbetrag angesetzt. Latente Steuern Aufgrund von Differenzen zwischen den handelsrechtlichen Wertansätzen und den steuerrechtlichen Wertansätzen entstehen aktive und passive latente Steuern, sofern sich diese in späteren Geschäftsjahren voraussichtlich abbauen. Darüber hinaus werden aktive latente Steuern auf die bestehenden steuerlichen Verlustvorträge gebildet, soweit innerhalb der nächsten fünf Jahre eine Verlustverrechnung zu erwarten ist. Die Veränderung der bilanzierten latenten Steuern wird in der Gewinn- und Verlustrechnung gesondert unter dem Posten "Steuern vom Einkommen und vom Ertrag" als sog. davon-Vermerk ausgewiesen. Fremdwährung Geschäftsvorfälle in fremder Währung wurden zum jeweiligen Tageskurs eingebucht. Forderungen und Verbindlichkeiten in Fremdwährung, deren Restlaufzeit nicht mehr als ein Jahr beträgt, wurden mit dem Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag bewertet. Gewinne und Verluste aus der Umrechnung von Fremdwährungsgeschäften werden erfolgswirksam erfasst und in der Gewinn- und Verlustrechnung gesondert unter dem Posten "sonstige betriebliche Erträge" bzw. "sonstige betriebliche Aufwendungen" ausgewiesen. Langfristige Fremdwährungsforderungen, deren Restlaufzeit mehr als ein Jahr beträgt, werden zum Devisenbriefkurs bei Entstehung der Forderung oder zum niedrigeren beizulegenden Wert, unter Zugrundelegung des Devisenkassamittelkurses am Abschlussstichtag, angesetzt. Langfristige Fremdwährungsverbindlichkeiten, deren Restlaufzeit mehr als ein Jahr beträgt, werden zum Devisengeldkurs bei Entstehung der Verbindlichkeit oder zum höheren Stichtagskurswert, unter Zugrundelegung des Devisenkassamittelkurses am Abschlussstichtag, bewertet. C. ERLÄUTERUNGEN ZUR BILANZAnlagevermögen Der Anlagenspiegel, aus dem die Zusammensetzung und Entwicklung des Anlagevermögens ersichtlich ist, ist als Anlage zu diesem Anhang beigefügt. Finanzanlagen Die Angaben zum Anteilsbesitz sind der nachfolgenden Aufstellung zu entnehmen:
Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind - wie im Vorjahr - innerhalb eines Jahres fällig. Forderungen gegen verbundene Unternehmen bestehen gegen die Möller Medical Devices USA Inc., Albany, USA, aus einem Darlehen (TEUR 1.267; Vorjahr 1.333) und aus Lieferungen und Leistungen (TEUR 264; Vorjahr TEUR 409). Gegen die Vac Stent GmbH, Fulda, aus einem Darlehen (TEUR 0; Vorjahr 600) und aus Lieferungen und Leistungen (TEUR 35; Vorjahr TEUR 1). Gegen die Gesellschafterin, die CENTROTEC SE, Brilon, besteht eine Forderung aus Lieferungen und Leistungen (TEUR 79; Vorjahr 0). Eigenkapital und Ausschüttungssperre Das Stammkapital ist voll eingezahlt und beträgt EUR 1.400.000. Es wird von der CENTROTEC SE, Brilon, mit EUR 1.400.000 gehalten. Im Berichtsjahr wurde eine Einlage in die Kapitalrücklage in Höhe von EUR 5.000.000 vorgenommen Im Eigenkapital besteht eine Ausschüttungssperre gemäß § 268 Abs. 8 HGB. Diese Ausschüttungssperre bezieht sich auf die aktivierten und selbst geschaffenen immateriellen Vermögenswerte in Höhe von TEUR 2.047. Abzüglich der hierauf entfallenen passiven latenten Steuern in Höhe von TEUR 596, berechnet sich eine Ausschüttungssperre in Höhe von TEUR 1.451. Außerdem besteht eine Ausschüttungssperre für die aktiven latenten Steuern in Höhe von TEUR 221. Insgesamt beläuft sich die Ausschüttungssperre somit auf TEUR 1.673. Rückstellungen Die Rückstellungen für Steuern belaufen sich insgesamt auf TEUR 62 (Vorjahr TEUR 515). Davon fallen TEUR 28 (Vorjahr TEUR 224) auf Rückstellungen zur Gewerbesteuer sowie TEUR 34 (Vorjahr TEUR 291) auf Rückstellungen zur Körperschaft. Die sonstigen Rückstellungen enthalten im Wesentlichen Rückstellungen für Personalkosten über TEUR 541 (Vorjahr TEUR 195), Urlaub und Gleitzeit über TEUR 330 (Vorjahr TEUR 264), Gewährleistungen über TEUR 189 (TEUR 342) sowie Rückstellungen für ausstehende Rechnungen in Höhe von TEUR 164 (Vorjahr TEUR 0). Verbindlichkeiten Zum Bilanzstichtag bestehen Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten in Höhe von TEUR 16.998 (Vorjahr TEUR 15.065), Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen in Höhe von TEUR 49 (Vorjahr TEUR 138), Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von TEUR 1.405 (Vorjahr TEUR 2.102) und gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von TEUR 4.655 (Vorjahr TEUR 5.435). Die sonstigen Verbindlichkeiten bestehen in Höhe von TEUR 671 (Vorjahr TEUR 844).
Die Darlehen für Gebäude werden durch Grundschulden in Höhe von TEUR 5.250 besichert. Die Betriebsmittelfinanzierung erfolgt seit dem II. Quartal 2022 über eine CENTROTEC SE Gruppenkreditlinie. Innerhalb der Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen besteht ein Darlehen in Höhe von TEUR 4.500 (Vorjahr TEUR 4.500) und Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von TEUR 155 (Vorjahr TEUR 85) gegenüber der Gesellschafterin, der CENTROTEC SE, Brilon. Latente Steuern Zum Abschlussstichtag ergibt sich eine Erhöhung der aktiven latenten Steuern um TEUR 111 auf TEUR 221 (Vorjahr TEUR 110) und eine Verminderung der passiven latenten Steuern um TEUR 179 auf TEUR 596 (Vorjahr TEUR 775). Bis zum 31. Dezember 2022 wurden aktive und passive latente Steuern saldiert, seit dem Geschäftsjahr 2023 werden diese unsaldiert ausgewiesen.
Basis der Berechnung sind Differenzen in den langfristigen Vermögenswerten aus Grund und Boden, gewerblichen Schutz- und ähnlichen Rechten sowie einem steuerlichen Verlustvortrag. Der in der Kalkulation verwendete Gesamtsteuersatz liegt bei 29,13% (Körperschaftsteuer, Solidaritätszuschlag und Gewerbesteuer für den Standort Fulda). Finanzderivate Am Bilanzstichtag befand sich ein Zinsswap im Bestand:
Aufgrund des positiven Marktwerts ist die Bildung einer Rückstellung nicht erforderlich und der positive Marktwert wird nicht bilanziert. Die Gesellschaft ist im Rahmen ihrer Geschäftstätigkeit Zinsrisiken ausgesetzt. Deren Absicherung erfolgt u.a. durch den Einsatz derivativer Finanzinstrumente. Dazu gehört insbesondere jener Zinsswap, durch den die Absicherung des Zinsänderungsrisikos eines Darlehens mit variabler Verzinsung gewährleistet wird. Da die gesetzlichen Voraussetzungen vorliegen, wird für den Zinsswap eine Bewertungseinheit i.S.d. § 254 HGB (Microhedge) gebildet. Zur bilanziellen Abbildung der wirksamen Teile der gebildeten Bewertungseinheiten wird die sog. Einfrierungsmethode (kompensatorische Bewertung) angewendet. Die Effektivität der Sicherungsbeziehung wird zu jedem Bilanzstichtag prospektiv und retrospektiv mit zahlungsstrombezogenen Berechnungen festgestellt. Grundlage für die Ermittlung der Wirksamkeit (Effektivität) der Bewertungseinheit ist die Übereinstimmung der bewertungsrelevanten Parameter von Grund- und Sicherungsgeschäft. Verlustspitzen werden imparitätisch im Aufwand erfasst. Die beizulegenden Zeitwerte der derivativen Finanzinstrumente werden mit marktüblichen Bewertungsmethoden unter Berücksichtigung der am Bewertungsstichtag vorliegenden Marktdaten (Marktwerte) von der HypoVereinsbank ermittelt. D. ERLÄUTERUNGEN zur GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNGUmsatzerlöse Die Umsatzerlöse des Geschäftsjahres belaufen auf TEUR 39.985 (TEUR 37.947).
Sonstige betriebliche Erträge Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten periodenfremde Erträge in Höhe von TEUR 410 (Vorjahr TEUR 159) aus der Auflösung von Gewährleistungen und Einzelwertberichtigungen, Versicherungserstattungen aus vorhergehenden Verlusten und Abfindungen. Sonstige betriebliche Aufwendungen Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten überwiegend konzerninterne Leistungsverrechnungen: IT-Kosten, Fremdarbeiten, Betriebsbedarf und Instandhaltung. Ebenfalls enthalten sind TEUR 69 (Vorjahr TEUR 49) periodenfremde Aufwendungen aus Social-Media-Aktivitäten, Anpassungen zur Berufsgenossenschaft, Nachberechnungen und kleineren sonstigen Aufwendungen. Im Geschäftsjahr 2022 wurden Aufwendungen von TEUR 294 unzutreffend unter dem Personalaufwand ausgewiesen, bei denen es sich um sonstige betriebliche Aufwendungen i.S.d § 275 Abs. 2 HGB handelt. Ab 2023 erfolgt der Ausweis dieser Beträge unter den sonstigen betrieblichen Aufwendungen. Zur besseren Vergleichbarkeit wurden die Vorjahreszahlen im Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2023 angepasst (Erhöhung der sonstigen betrieblichen Aufwendungen um TEUR 267 und Verminderung des Personalaufwands um TEUR 267). E. SONSTIGE ANGABENForschungs- und Entwicklungskosten Der Gesamtbetrag der im Geschäftsjahr 2023 getätigten Forschungs- und Entwicklungskosten beläuft sich auf TEUR 2.017 (Vorjahr 1.613). Hiervon wurden TEUR 94 (Vorjahr TEUR 459) als selbst geschaffene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens aktiviert. Haftungsverhältnisse Die Finanzierung der CENTROTEC-Gruppengesellschaften erfolgt seit dem II. Quartal 2022 über eine CENTROTEC Gruppenkreditlinie. Weitere Haftungsverhältnisse gemäß § 251 S. 1 HGB i.V.m. § 268 Abs.7 HGB liegen nicht vor. Sonstige finanzielle Verpflichtungen Insgesamt betragen die sonstigen finanziellen Verpflichtungen TEUR 3.806 (Vorjahr TEUR 6.974). Die Verpflichtungen aus Miet- und Leasingverträgen haben Restlaufzeiten von maximal 7 Jahren und betragen bis zum Ende der Laufzeit TEUR 2.856 (Vorjahr TEUR 3.611). Auf verbundene Unternehmen entfallen dabei TEUR 2.663 (Vorjahr TEUR 3.043). Zum Stichtag besteht ein Bestellobligo in Höhe von TEUR 950 (Vorjahr TEUR 2.623) für eine Maschine und eine Investition in die Infrastruktur.
Die Miet-, Pacht- und Leasingverträge betreffen hauptsächlich die Produktions- und Verwaltungsgebäude in Fulda sowie den Fuhrpark. In allen Fällen handelt es sich um sog. Operating-Lease Verträge, die zu keiner Bilanzierung der Objekte bei der Gesellschaft führen. Der Vorteil dieser Verträge liegt in der geringeren Kapitalbindung im Vergleich zum Erwerb und im Wegfall des Verwertungsrisikos. Risiken könnten sich aus der Vertragslaufzeit ergeben, sofern die Objekte nicht mehr vollständig genutzt werden könnten, wozu es derzeit keine Anzeichen gibt. Geschäftsführung Die Geschäftsführung wird von den folgenden Personen ausgeübt:
Abschlussprüferhonorar Auf die Angabe nach § 285 Nr. 17 HGB wird verzichtet. Entsprechende Angaben erfolgen im konsolidierten Abschluss der CENTROTEC SE, Brilon, für alle einbezogenen Gesellschaften. Mitarbeiter Im Geschäftsjahr 2023 waren durchschnittlich bei der Möller Medical GmbH 350 (Vorjahr 322) Personen beschäftigt, die sich wie Folgt aufteilen:
Ergebnisverwendungsvorschlag Die Geschäftsführung schlägt vor, den Jahresfehlbetrag in Höhe von TEUR -745 auf neue Rechnung vorzutragen. Konzernkreis Gesellschafter ist die CENTROTEC SE, Brilon. Von der Befreiung nach § 291 HGB wird Gebrauch gemacht. Die Möller Medical GmbH wird in den Konzernabschluss der CENTROTEC SE, Brilon, (kleinster und größter Konsolidierungskreis) einbezogen, der im Unternehmensregister veröffentlicht wird.
Fulda, den 13. September 2024 Möller Medical GmbH Geschäftsführer Marc Stuwe Dr. Andreas Bacher Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2023
BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die Möller Medical GmbH, Fulda Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der Möller Medical GmbH, Fulda, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Möller Medical GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Frankfurt am Main, den 13. September 2024 PricewaterhouseCoopers
GmbH
Thorsten Neumann, Wirtschaftsprüfer ppa. Oliver Böhm, Wirtschaftsprüfer
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