Fides RHA GmbH & Co. KG
Selbe AdresseKreditinstitute des Sparkassensektors
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Alexander Maximilian Müller-Rosenthal seit 12.3.2026 | Geschäftsführer |
Krzysztof Klups seit 20.1.2026 | Geschäftsführer |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
| 100.00% |
Eigentümerstruktur und Kapitalverteilung des Unternehmens
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Linus Capital Management GmbHBerlinJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die Linus Capital Management GmbH, Berlin: Prüfungsurteil Wir haben den Jahresabschluss der Linus Capital Management GmbH - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 45a Abs. 1 KAGB i.V.m. § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses geführt hat. Grundlage für das Prüfungsurteil Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses in Übereinstimmung mit § 45a Abs. 1 KAGB i.V.m. § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt „Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts“ unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unser Prüfungsurteil zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 45a Abs. 1 KAGB i.V.m. § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Schmitten, den 30. September 2024 BRAUS BERATUNG+REVISION GmbH Braus, Wirtschaftsprüfer Bilanz zum 31. Dezember 2023Linus Capital Management GmbH, BerlinAKTIVA scroll
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Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr 2023Linus Capital Management GmbH, Berlinscroll
Anhang für das Geschäftsjahr 2023I. Allgemeine Angaben I.1. Angaben zur Identifikation der Gesellschaft laut Registergericht scroll
I.2. Angaben zum Jahresabschluss Der Jahresabschluss wird nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches aufgestellt. Der Gliederung der Bilanz sowie der Gewinn- und Verlustrechnung liegen die Vorschriften der §§ 266 und 275 Abs. 2 HGB (Gesamtkostenverfahren) zugrunde. Die Gesellschaft ist eine Kleinstkapitalgesellschaft iSd. § 267a HGB und nimmt die entsprechenden größenabhängigen Erleichterungen nach §§ 276, 288 Abs. 1 HGB teilweise in Anspruch. II. Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Die Bewertung der Forderungen, sonstigen Vermögensgegenstände sowie Guthaben bei Kreditinstituten erfolgt zum Nennwert. Die sonstigen Rückstellungen werden unter Berücksichtigung aller erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten mit dem nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung erforderlichen Erfüllungsbetrag angesetzt. Verbindlichkeiten werden mit dem Erfüllungsbetrag passiviert. Die angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden werden unverändert beibehalten. III. Angaben zur Bilanz III.1. Forderungen Sämtliche Forderungen haben (wie im Vorjahr) eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr. III.2. Verbindlichkeiten Sämtliche Verbindlichkeiten haben (wie im Vorjahr) eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr. Unter den sonstigen Verbindlichkeiten werden Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern in Höhe von 10.000,00 EUR (Vorjahr: 85,86 EUR) ausgewiesen. IV. Sonstige Angaben IV.1. Anzahl der Arbeitnehmer Während des Geschäftsjahrs wurden keine Arbeitnehmer beschäftigt. IV.2. Konzernzugehörigkeit Die Linus Capital Management GmbH wurde in den Konzernabschluss der Linus Digital Finance AG einbezogen. Die Linus Digital Finance AG stellt den Konzernabschluss für den kleinsten Konzernkreis auf.
Berlin, 30. September 2024 Linus Capital Management GmbH Lucas Boventer Dr. Christopher Danwerth Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023I. Grundlagen des Unternehmens 1. Geschäftsmodell Die Linus Capital Management GmbH (die „Gesellschaft“) wurde am 6. November 2018 gegründet und in das Handelsregister des Amtsgerichts Berlin (Charlottenburg) unter HRB 201098 B eingetragen. Sitz der Gesellschaft ist Berlin. Die Gesellschaft ist eine bei der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht („BaFin“) gemäß § 2 Abs. 4 Kapitalanlagegesetzbuch („KAGB“) seit dem 19. Dezember 2018 unter der Nummer 10155515 registrierte Kapitalverwaltungsgesellschaft. Der Gegenstand der Gesellschaft ist die kollektive Vermögensverwaltung von inländischen geschlossenen Spezial- AIF gem. §§ 285 ff. KAGB und aller damit in Zusammenhang stehender Geschäfte im Umfang ihrer Registrierung nach § 44 i.V.m. § 2 Abs. 4 KAGB. Die Gesellschaft darf sich an Unternehmen beteiligen, wenn der Geschäftszweck des Unternehmens gesetzlich oder satzungsmäßig im Wesentlichen auf die Geschäfte ausgerichtet ist, welche die Gesellschaft selbst betreiben darf und eine Haftung der Gesellschaft aus der Beteiligung durch die Rechtsform des Unternehmens beschränkt ist. Die Gesellschaft darf keine Tätigkeiten erbringen, die Dienstleistungen oder Nebendienstleistungen gem. § 20 Abs. 2 oder 3 KAGB sind. Die Gesellschaft ist eine vollkonsolidierte, 100%ige Tochtergesellschaft der Linus Digital Finance AG („LINUS“) und gehört der LINUS Digital Finance-Gruppe („LINUS-Gruppe“) an. 2. Geschäftsstrategie Die Gesellschaft verwaltet die Linus Debt Invest DACH I GmbH & Co. KG, einen Spezial-AIF nach § 285 Abs. 2 KAGB sowie Spezial-AIFs nach § 285 Abs. 1 KAGB. Die Anlagestrategie besteht darin, (Whole Loan-, Senior- und Mezzanine-)Darlehen zur direkten oder indirekten Finanzierung von Immobilienprojektgesellschaften zu gewähren, zu erwerben, zu veräußern oder zu halten und, soweit erforderlich, bestehende Sicherheiten zu verwerten. Die Linus Loan Servicing UG (haftungsbeschränkt) hält und verwaltet als Sicherheitentreuhänderin die für die Darlehen gewährten Sicherheiten. Es werden keine Darlehen an Verbraucher im Sinne des § 13 BGB ausgegeben. Die LINUS-Gruppe mit der Konzernmutter LINUS finanziert über von ihr verwaltete oder beratene Private-Debt-Fonds Immobilienprojekte mit Fremd- und Mezzanine-Kapital und ermöglicht es semi-professionellen, professionellen und institutionellen Anlegern (Co-Investoren), sich an diesen Investments über die digitale LINUS-Plattform zu beteiligen. Über diese Plattform stellt LINUS Anlegern private Immobilieninvestments in den Bereichen Private Debt, Private Equity sowie Anlagen in stabilisierte Bestandsobjekte zur Verfügung. LINUS bleibt dabei als Ankerinvestor stets selbst an den Investments beteiligt. 3. Wirtschaftsbericht Im Jahr 2023 wurde das Wachstum in der Europäischen Union (EU) laut Europäischer Kommission durch die Aushöhlung der Kaufkraft der privaten Haushalte, eine erhebliche geldpolitische Straffung, die teilweise Rücknahme der fiskalpolitischen Unterstützungsmaßnahmen und die sinkende Auslandsnachfrage gebremst. Eine technische Rezession konnte in der zweiten Jahreshälfte 2023 nur knapp vermieden werden. Die Gesamtinflation ging laut Europäischer Kommission im Jahr 2023 vor allem dank sinkender Energiepreise schneller als erwartet zurück. Wegen der gedämpften Wirtschaftstätigkeit machte sich das Nachlassen des Preisauftriebs in der zweiten Jahreshälfte auch bei anderen Waren und Dienstleistungen bemerkbar. 3.1. Gesamtwirtschaftliches Umfeld Die deutsche Wirtschaft ist 2023 preisbereinigt um 0,3 % gegenüber dem Jahr 2022 geschrumpft. Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes (Destatis) geriet damit das Wachstum des Bruttoinlandsprodukts (BIP) in Deutschland gegenüber dem Wachstum des Vorjahrs (+1,9 %) ins Stocken. Die wirtschaftliche Entwicklung war dabei wie schon im Jahr 2022 wesentlich bestimmt durch die Auswirkungen der Energiepreiskrise in Verbindung mit einer ausgeprägten weltwirtschaftlichen Schwäche und den zunehmend spürbaren Effekten der restriktiveren Geldpolitik. Hinzu kam ein außergewöhnlich hoher Krankenstand, der das gesamtwirtschaftliche Arbeitsvolumen dämpfte. Alles dies belastete nach dem Jahresbericht des BMWK die deutsche Wirtschaft anhaltender als zu Beginn des vergangenen Jahres angenommen und verzögerte die wirtschaftliche Erholung. Auch die Weltwirtschaft, aufgrund der vielschichtigen globalen Belastungen, verlor im Geschäftsjahr 2023 Schwung. Zu den wichtigsten Bremsfaktoren zählten laut der Deutschen Bundesbank die höheren Finanzierungskosten in vielen Industrieländern, Chinas strukturelle Herausforderungen und anhaltende globalpolitische Spannungen. Dagegen zeigt sich die globale Nachfrage trotz Krisen resilient, getrieben durch eine robuste Entwicklung am Arbeitsmarkt und Realeinkommenszuwächsen. Eine Wende in der Zinspolitik dank fallender Inflationsraten könnte einer weiteren Verlangsamung der globalen Wirtschaft entgegenwirken. Unter dem Eindruck der entschlossenen Zinspolitik zur Inflationsbekämpfung startete die deutsche Wirtschaft mit Zurückhaltung in das Jahr 2023. Noch im Februar 2023 lag der ifo-Geschäftsklimaindex bei niedrigen 90,7 Punkten. Im zweiten Halbjahr trübten sich die Stimmung und der Ausblick der deutschen Industrie jedoch weiter ein. Im September erreichte der ifo-Geschäftsklimaindex mit 85,9 Punkten seinen Jahrestiefststand, erholte sich bis Dezember 2023 nur leicht und sank zum Februar 2024 weiter auf 85,5 Punkte. Wesentlicher Treiber für den im zweiten Halbjahr verzeichneten Rückgang des Geschäftsklimaindex war laut ifo-Institut eine schlechte Auftragslage. Einen anhaltenden Pessimismus zeigt insbesondere die Baubranche. Im Dezember 2023 lag der ifo-Geschäftsklimaindex für das Bauhauptgewerbe bei -33,7 Punkten. Der Indexwert für die für das Bauhauptgewerbe hat den schlechtesten Wert seit September 2004 verzeichnet. Zu Jahresbeginn 2024 hat der ifo-Geschäftsklimaindikator für das Bauhauptgewerbe auf niedrigem Niveau leicht zugelegt. Grund dafür waren etwas bessere Einschätzungen zur aktuellen Lage. Die Erwartungen sind jedoch gesunken, auf den niedrigsten Wert seit 1991. Der Rentenmarkt reagierte mit weiterhin steigenden Renditen. Die 10-jährigen US-Staatsanleihen rentierten zeitweise über 5 %, der höchste Wert seit 2007. Die Rendite von 10-jährigen Bundesanleihen erreichte im Oktober 2023 das erste Mal seit zwölf Jahren die 3 %-Marke. Die Aktienkurse haben sich nach einem schwierigen Jahr im Jahr 2022 kräftig erholt. Der DAX hat im Jahr 2023 fast 20 % an Wert gewonnen und regelmäßig neue, historische Höchststände erreicht. Der Euro konnte gegenüber dem US-Dollar über das Jahr wieder leicht Boden gutmachen. 3.1.1 Inflation Seit Beginn des russischen Angriffskriegs in der Ukraine im Februar 2022 ist die Inflationsrate - insbesondere für Energie und Nahrungsmittel - in Deutschland und anderen Industrieländern stark gestiegen. Dank entschlossener Zinspolitik der Zentralbanken konnte die Inflationsdynamik jedoch im Laufe des Jahres 2023 im Vergleich zu 2022 eingebremst werden. Als Preisdämpfer werden unter anderem die rückläufige Preisentwicklung für Energie, Nahrungsmittel sowie Kerngüter genannt. Nach Zahlen des Statistischen Bundesamts erhöhten sich die Verbraucherpreise im Jahr 2023 um 5,9 %. Dieser Wert fällt geringer aus als im Jahr zuvor, in dem die Inflation bei +6.9 % lag. Die Inflationsrate in Deutschland - gemessen als Veränderung des Verbraucherpreisindex (VPI) zum Vorjahresmonat - lag laut Schätzung des Statistischem Bundesamt im März 2024 bei +2,2 %, dem niedrigsten Wert seit Juni 2021. Der Nominallohnindex in Deutschland, der die Entwicklung der Bruttomonatsverdienste von Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern einschließlich Sonderzahlungen abbildet, ist nach vorläufigen Ergebnissen des Statistischen Bundesamts im Jahresdurchschnitt 2023 um 6,0 % gegenüber dem Vorjahr gestiegen. Es handelt sich um den stärksten Anstieg der Nominallöhne seit Beginn der Zeitreihe im Jahr 2008. Die EU-Kommission prognostizierte im Februar 2024 eine Inflationsrate für das Jahr 2024 von durchschnittlich +3,0 %. Die Bundesbank geht - gegenüber dem Jahr 2023 - von einer Halbierung der Teuerungsrate für das Jahr 2024 von +2,7 % aus. Das Institut für Weltwirtschaft (IfW) erwartet eine Inflationsrate im Jahr 2024 von +2,3 %. Erst im Jahr 2025 liegen die Erwartungen im Bereich von unter 2,0 %. 3.1.2 Zinsumfeld Als Reaktion auf die historischen Inflationsraten nahmen sowohl die US-amerikanische Notenbank (Fed) als auch die Europäische Zentralbank EZB drastische Zinsschritte im Jahr 2022 vor, die sich bis Mitte 2023 abgemildert fortsetzten. Die Fed nahm im Jahresverlauf vier Erhöhungen ihres Leitzinses um jeweils 25 Basispunkte vor. Im Geschäftsjahr 2023 erhöhte sie Ende Juli 2023 ihren Leitzins auf 5,5 % (Federal-Funds-Rate-Zinsspanne von 5,25 % bis 5,5 %). Auch die EZB hat den Zinserhöhungszyklus von 2022 fortgesetzt und den Leitzins insgesamt sechs Mal im Laufe des Jahres 2023 auf einen Wert von 4,5 % erhöht. Grund für die erneuten Zinserhöhungen war die anhaltend hohe Inflation in der Eurozone. Sowohl die Fed als auch die EZB haben in der zweiten Jahreshälfte 2023 sodann den Leitzins unverändert gelassen. Deshalb ist derzeit davon auszugehen, dass ein Zinsplateau auf dem derzeitigen Niveau erreicht wurde, die Bekämpfung der Inflation aber weiterhin im Fokus der Zentralbanken steht. Marktteilnehmer erwarten, je nach Konjunktur- und Inflationsentwicklung, eine erste Zinssenkung ab Mitte des Jahres 2024. Nicht zuletzt der schnelle Zinsanstieg führte im ersten Halbjahr 2023 zu Turbulenzen im Bank- und Finanzsystem, insbesondere die Schließung und Übernahme der Silicon Valley Bank (SVB) und Signature Bank durch die Federal Deposit Insurance Corporation (FDIC) in den USA. Verstärkt wurden die Turbulenzen in Europa durch den von der Schweizer Regierung, der Eidgenössischen Finanzmarktaufsicht FINMA und der Schweizer Notenbank eng begleiteten Notverkauf der Credit Suisse an die UBS. Weitere Turbulenzen im Bankensektor waren im Jahresverlauf jedoch nicht weiter wahrnehmbar. Im Gegenteil, einige Banken haben aufgrund von höheren Zinsen teilweise Rekordergebnisse im Jahr 2023 erwirtschaftet. Die Zinssätze für vermittelte Baufinanzierungen mit 10-jähriger Zinsbindung lagen laut Interhyp im Zeitraum Jahresende 2023 bis März 2024 zwischen 3,4 % und 3,5 %. 3.1.3 Konjunktur Die weitere Entwicklung der Konjunktur ist von globalpolitischen Krisen, insbesondere des russischen Angriffskrieges in der Ukraine und den weiterhin hohen Energiekosten geprägt. Das deutsche Wirtschaftswachstum wurde durch die ausgeprägte weltwirtschaftliche Schwäche und den zunehmend spürbaren Effekten der restriktiveren Geldpolitik gebremst. Für 2024 erwartet der Internationale Währungsfonds (IWF) laut World Economic Outlook vom Januar 2024 ein leichtes BIP-Wachstum von 0,5 % in Deutschland. Ähnlich verhalten sich die Prognosen von EU-Kommission (+0,3 %) und Bundesregierung (+0,2 %). Das Institut der deutschen Wirtschaft in Köln geht von einer negativen Prognose für das Bruttoinlandsprodukts aus ( 0,5 %, Dezember 2023). 3.1.4 Auswirkungen auf die Geschäftstätigkeit der Linus Capital Management GmbH Die Auswirkungen der wirtschaftlichen Rahmenbedingungen auf die Geschäftstätigkeit der Linus Capital Management GmbH waren negativ. Steigende Immobilienpreise waren das Ergebnis lange fallender Zinsen bzw. eines stabilen Niedrigzinsumfelds. Hohe Zinsen verteuern die Immobilienfinanzierung und üben damit Druck auf Immobilienpreise aus. Das inzwischen stabilisierte Zinsumfeld belastet die Immobilienmärkte weiterhin. Die Immobilieninvestmentmarkt ist durch Preisfindungsprozesse und niedrige Transaktionszahlen bestimmt (siehe branchenspezifisches Umfeld). Dementsprechend sank das Volumen von Immobilientransaktionen in der LINUS-Gruppe (siehe branchenspezifisches Umfeld). Beide Effekte hatten und haben negative Auswirkungen auf das Geschäft alternativer Immobilienfinanzierer und damit insb. auf die von der Linus Capital Management GmbH verwalteten Spezial-AIFs. Zudem ist zu beobachten, dass Refinanzierungen bestehender Engagements mehr Zeit in Anspruch nehmen. Verzögerte Refinanzierungen führen zu verspäteten Gebührenzahlungen und belasten damit die Liquidität. Während das stagnierende bzw. negative Wirtschaftswachstum sich negativ auf die Bautätigkeit und damit die Nachfrage nach Finanzierungen auswirkte, entstanden neue Opportunitäten aufgrund der Zurückhaltung klassischer Immobilienfinanzierer sowie durch die Re-Finanzierung von notleidenden Krediten (non-performing loans (NPL)). Insgesamt bleiben die Auswirkungen der wirtschaftlichen Rahmenbedingungen weiterhin schwer abschätzbar angesichts des unsicheren Verlaufs des Kriegs in der Ukraine sowie großer politischer Unsicherheiten aufgrund von anstehenden Wahlen in den USA und in weiteren wichtigen Industrieländern. 3.2. Branchenspezifisches Umfeld Der Zentralverband Deutsches Baugewerbe (ZDB) stellte eine weitere Abschwächung der Baukonjunktur fest und attestierte einen realen Umsatzrückgang im Jahr 2023 in Höhe von 5,3 %. Grund hierfür ist vor allem die sinkende Nachfrage nach Bauleistungen, insbesondere im Wohnungsbau. Die Bauwirtschaft leidet unter anhaltend hohen Baupreisen, der geschmälerten Kaufkraft der privaten Haushalte und den gestiegenen Finanzierungskosten. Im Jahr 2023 betrug das Transaktionsvolumen am deutschen Immobilieninvestmentmarkt nach Zahlen von CBRE EUR 28,6 Mrd., von denen EUR 22,9 Mrd. auf Gewerbeimmobilien und EUR 5,7 Mrd. auf Wohnimmobilien entfielen. Verglichen mit 2022 ist das ein deutlicher weiterer Rückgang um 57 %. Insbesondere die schwierigen Finanzierungsbedingungen und die zum Teil weit auseinanderliegenden Preisvorstellungen auf Käufer- und Verkäuferseite, haben die Aktivität im Jahr 2023 gehemmt. Maßgeblich für das Transaktionsvolumen waren zuvorderst Portfoliostraffungen. Das Jahr 2023 endete somit als schlechtestes Investmentjahr seit 2011. Auch die übliche Jahresendrallye blieb aus, mit nur knapp EUR 7,5 Mrd. Transaktionsvolumen. Viele institutionelle Core-Investoren hielten sich laut CBRE im Jahr 2023 zurück - der Hauptgrund für das rückläufige Transaktionsvolumen. Diese Investoren benötigen höhere Ankaufsrenditen, um Immobilieninvestments angesichts des neuen Zinsumfelds mit ebenfalls höher verzinsten risikolosen Festzinsanleihen rechtfertigen zu können. Zeitgleich führten die in den vergangenen zwölf Monaten stark gestiegenen Fremdkapitalkosten dazu, dass Immobilieninvestments mit niedrigen Renditeniveaus für Akteure mit niedrigeren Eigenkapitalquoten finanziell oft einfach nicht mehr attraktiv waren. Eigenkapitalstarke Anleger hatten und haben damit hingegen einen Marktvorteil und können sich in den aktuell laufenden Ankaufsprozessen häufiger gegen stärker fremdfinanzierte Investoren durchsetzen. Für das Jahr 2024 erwartet CBRE angesichts von sinkender Inflation und erwarteter Zinssenkungen, dass eine Talsohle erreicht wird. Bislang aufgeschobene Transaktionen und Notverkäufe könnte zu einer neuen positiven Dynamik im Markt führen. Das Austarieren der Preisvorstellungen auf Käufer- und Verkäuferseite ist überwiegend noch im Gange, pendelt sich aber zunehmend aus. CBRE erwartet für das Jahr 2024 ein Transaktionsvolumen von rund EUR 35,0 Mrd., wobei eine deutliche Marktbelebung ab der zweiten Jahreshälfte 2024 erwartet wird. Der Investorenfokus hat sich im Jahr 2023 vom Core- und Core-Plus-Segment verstärkt zu Value-Add und opportunistischen Produkten verschoben, bei denen Wertsteigerungspotenziale vorhanden sind. Diese Entwicklung wird im Rahmen von weiteren Repricingtendenzen zunehmen. Auch die Themen notleidende Aktive (distressed assets) und notleidende Kredite (non-performing loans (NPL) bieten Aussicht auf chancenreiche Investments. Industrie- und Logistikimmobilien beweisen sich derzeit laut CBRE als stärkste Assetklasse, durch das Ausbleiben von Insolvenzen von Projektenwicklern. Laut CBRE stellten Logistikimmobilien erstmals die stärkste Assetklasse auf dem Immobilieninvestment dar. 3.2.1 Wohnimmobilien Laut dem Kieler Institut für Weltwirtschaft (ifW) sind im Jahr 2023 die Wohnimmobilienpreise so stark gefallen wie seit mindestens 60 Jahren nicht. Die Preise für Eigentumswohnungen sind um 8,9 % gesunken, für Einfamilienhäuser um 11,3 % und Mehrfamilienhäuser sogar um 20,1 %. Dem jüngsten Preisverfall vorausgegangen ist eine historisch ebenfalls einmalige Preisrallye, die ungefähr im Jahr 2009 begann. Bis zum Jahr 2022 sind die Preise je nach Segment um das Drei- bis Vierfache angestiegen. In Deutschland fielen die Preise für Wohnimmobilien 2023 laut Angaben des Verbandes deutscher Pfandbriefbanken (vdp) um 6,1 %. Gemäß dem EPX-Häuserpreisindex der Hypoport AG sanken die Wohnimmobilienpreise in Deutschland im Mittel des Jahres 2023 um 1,7 %. Das Angebot an Wohnimmobilien wuchs 2023 auch nochmals schwächer aufgrund von steigenden Kosten für Baumaterial, anhaltenden Lieferengpässen und Baustoffknappheiten. Steigende Lohnkosten im Baugewerbe hatten ebenfalls einen starken Einfluss. Die Nachfrage nach Mietwohnungen wurde im Jahr 2023 vor allem durch hohe Finanzierungskosten und Bezahlbarkeit von Kaufobjekten befeuert. Die Nachfrage nach Wohnraum verringerte sich und verlagerte sich dabei zunehmend auf den Mietmarkt. Laut dem Verband deutscher Pfandbriefbanken (vdp) erhöhten sich die Mieten für Mehrfamilienhäuser in neuen Verträgen um 6,3 %, in den sieben Großstädten sogar um fast 7 %. Im Neubaumarkt zwingen Herausforderungen im Bereich des Einzelvertriebs von Erstverkaufs-Eigentumswohnungen und die abnehmenden Immobilienbewertungen Projektentwickler dazu, Zwischen- und Anschlussfinanzierungen unter restriktiveren Konditionen abzuschließen. Dies resultiert in einem erhöhten Bedarf an frischem Eigenkapital. Allerdings gestaltet sich die Eigenkapitalbeschaffung in einem sich verschlechternden Marktumfeld äußerst anspruchsvoll. Dies führt vermehrt zu finanziellen Schwierigkeiten und Insolvenzen bei Projektentwicklern, was sich wiederum negativ auf die Aktivitäten im Neubaubereich auswirkt. Im zweiten Halbjahr 2023 erhöhten sich laut JLL die durchschnittlichen Angebotsmieten in den Big 8-Städten (Berlin, Hamburg, München, Köln, Frankfurt am Main, Düsseldorf, Stuttgart, Leipzig) um +8,2 % im Vergleich zum Vorjahr. Das ist ein stärkerer Anstieg als der Durchschnitt der letzten fünf Jahre (+5,0 % p.a.). Eine der Hauptursachen für den Preisanstieg ist der Wohnungsmarkt in Berlin. Hier stiegen die Angebotsmieten im Jahresvergleich um +21,4 %. Betrachtet man nur die Bestandswohnungen, erhöhte sich der Preis sogar um +31,0 %. Außerhalb der Metropolen stiegen die Mieten laut JLL etwas langsamer. Im zweiten Halbjahr 2023 sanken die durchschnittlichen Angebotskaufpreise (für Neubauten und bestehende Eigentumswohnungen) in den Big 8-Städten laut JLL um durchschnittlich -7,4 % zum Vorjahreswert. Ein Jahr zuvor lag der Rückgang bei -1,6 %. Die Kreditvergabe im Wohnungsneubau ist in 2023 stark eingebrochen, hat sich jedoch an dem dritten Quartal nach Einschätzung des Verbands deutscher Pfandbriefbanken (vdp) etwas erholt. 3.2.2 Büroimmobilien Nach Daten von JLL ist der Markt für Büroinvestments im Jahr 2023 nahezu völlig eingebrochen und nur noch auf Platz vier unter allen Assetklassen. Ende 2023 machten Büroimmobilien nur noch knapp 17 % des gesamten Transaktionsvolumens aus, im Jahr 2022 waren es noch 33 %. Dies entspricht lediglich einen Transaktionsvolumen in Höhe von EUR 5,2 Mrd. in die Assetklasse Büro - der niedrigste Wert seit dem Zyklustief im Jahr 2009 nach der Finanzkrise. Nach Zahlen von BNP Paribas Real Estate konnten für 2023 über alle Standorte hinweg steigende Spitzen- und Durchschnittsmieten festgestellt werden. Frankfurt und München führen nun das Feld der Top-Standorte mit 49,00 €/m2 in der Spitze an. 3.2.3 Finanzierungsmärkte In Folge des Zinsanstiegs sind klassische Finanzanlagen wieder vermehrt in den Fokus institutioneller Anleger gerückt. Unter einer nominalen Betrachtung haben vor allem Bundesanleihen im Jahr 2022 gegenüber Immobilien an Attraktivität gewonnen. Im Jahr 2023 war jedoch eine Trendumkehr durch einen starken Renditeanstieg bei Immobilien wahrnehmbar. Auf Basis von Zahlen von CBRE und der Bundesbank gab es insbesondere im Bürobereich einen stärkeren Anstieg der Renditen im Vergleich zu 10-jähren Staatsanleihen. Auch die Renditen von Staatsanleihen sind stark gesunken und die Risikoprämie für Immobilien hat sich von ihrem Tiefpunkt im Jahr 2023 laut JLL auf 230 Basispunkte zu Jahresbeginn 2024 mehr als verdoppelt. In Zweitlagen betrug der Renditeanstieg laut JLL seit Q1/2022 zwischen 192 und 259 Basispunkten je nach Ausstattungszustand, Laufzeit der Mietverträge und ESG-Konformität des Objektes. Dies verdeutlicht den Qualitätsfokus der Investoren. 3.3. Geschäftsverlauf Die Gesellschaft hat im Geschäftsjahr 2023 entsprechend ihrer strategischen Ausrichtung Neuinvestitionen sowie die Auflage weiterer geschlossener Spezial-AIF mit bestehenden und neuen Kunden konsequent verfolgt und zugleich abgeschlossene Projekte durch die Auflösung geschlossener Spezial-AIF an die Kunden zurückgeführt. Zum Ende des Geschäftsjahres verwaltete die Gesellschaft insgesamt 29 Investitionsprojekte in 33 geschlossenen Spezial-AIF (Vorjahr entsprechend: 30 Investitionsprojekte und 36 Spezial-AIF). Die Geschäftstätigkeit der Spezial-AIF beschränkt sich auf das Gewähren, Erwerben, Halten und Verwalten von Darlehen zur direkten oder indirekten Finanzierung von Immobilienprojektgesellschaften. Das verwaltete Investmentvermögen betrug zum 31. Dezember 2023 insgesamt EUR 94,8 Mio. (Vorjahr: EUR 125,7 Mio.). Die Gesellschaft erwirtschaftete im Geschäftsjahr 2023 einen Jahresfehlbetrag von TEUR 8 (Vorjahr: Jahresfehlbetrag von TEUR 3). II. Vermögens-, Finanz- und Ertragslage 1. Ertragslage Die Ertragsquelle der Gesellschaft ist die Vergütung für die Verwaltung von geschlossenen Spezial-AIFs („KVG-Vergütung“). Nachfolgend wird auf die Entwicklung der finanziellen Leistungsindikatoren (Umsatz, Kostenbasis und Jahresergebnis) der Gesellschaft eingegangen. Die Gesellschaft erzielte im abgelaufenen Geschäftsjahr KVG-Vergütungen (Umsatzerlöse) in Höhe von TEUR 37 (Vorjahr: TEUR 45). Der leichte Rückgang der Umsatzerlöse ist einerseits auf die verminderte Anzahl der verwalteten geschlossenen Spezial-AIFs und andererseits einen leichten Preisrückgang zuführen. Bedingt durch die allgemeine Wirtschaftslage und Entwicklung der Transaktionsmärkte, konnte die Anzahl der Investitionen und damit auch der verwalteten Spezial-AIFs entgegen der Vorjahresprognose nicht gesteigert werden, womit die Umsatzprognose für das Geschäftsjahr 2023 verfehlt wurde. Den Umsatzerlösen standen sonstige betriebliche Aufwendungen in Höhe von TEUR 45 (Vorjahr: TEUR 48) entgegen. Diese resultieren im Wesentlichen aus Abschluss- und Prüfungskosten (TEUR 32, Vorjahr: TEUR 18), Rechts- und Beratungskosten (TEUR 3, Vorjahr: TEUR 13) sowie Aufwendungen für Lizenzen (TEUR 8, Vorjahr: TEUR 13). Die stabile Entwicklung der Kostenbasis entspricht dem prognostizierten Wert. Personalaufwendungen fielen nicht an, da die Gesellschaft weder im Geschäftsjahr 2023 noch im Vorjahr, Arbeitnehmer beschäftigte. Die Gesellschaft hat Teile ihrer Tätigkeit auf die LINUS übertragen, sodass die Arbeitnehmer der LINUS im Rahmen der Geschäftstätigkeit der Gesellschaft tätig sind. Die Geschäftsführer erhalten keine Bezüge seitens der Gesellschaft. Insgesamt erwirtschaftete die Gesellschaft im Geschäftsjahr 2023 einen Jahresfehlbetrag von TEUR 8 (Vorjahr: Jahresfehlbetrag TEUR 3). Bedingt durch die leicht rückläufigen Umsatzerlöse, konnte die Vorjahresprognose im Hinblick auf ein ausgeglichenes Jahresergebnis nicht erreicht werden. 2. Finanzlage Die Gesellschaft verfügt am Bilanzstichtag über liquide Mittel in Form von täglich fälligen Bankguthaben bei der Berliner Sparkasse in Höhe von TEUR 7 (Vorjahr: TEUR 20). Die Gesellschaft hat im Geschäftsjahr keine Bankfinanzierungen aufgenommen. Zum Stichtag am 31. Dezember 2023 gab es keine wesentlichen Investitionsverpflichtungen. Die Finanzlage der Gesellschaft war im Verlauf des abgelaufenen Geschäftsjahres stabil und die Liquidität wurde anlassbezogen überwacht. Anlässe waren diesbezüglich Zahlungseingänge, die ausschließlich konzernintern erfolgten, sowie zahlenmäßig wenige Zahlungseingänge. 3. Vermögenslage Die Bilanzsumme hat sich im Geschäftsjahr um TEUR 20 auf TEUR 56 (Vorjahr: TEUR 76) verringert. Die Veränderung (i) der Aktivseite ist im Wesentlichen auf den Rückgang der flüssigen Mittel sowie der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen aus der KVG-Vergütung und (ii) der Passivseite auf den Rückgang der sonstigen Rückstellungen, insbesondere für Abschluss- und Prüfungskosten, zurückzuführen. Das Eigenkapital der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 in Höhe von TEUR 16 hat sich im Vergleich zum Vorjahr (TEUR 24) um TEUR 8 vermindert, was auf den Jahresfehlbetrag für das Geschäftsjahr 2023 von TEUR 8 zurückzuführen ist. III. Prognose-, Chancen- und Risikobericht 1. Chancen 1.1. Alternative Immobilienfinanzierung Für das Geschäftsjahr 2023 ging der Vorstand im Rahmen der Geschäftstätigkeit mit Blick auf die wirtschaftlichen und branchenspezifischen Rahmenfaktoren der LINUS-Gruppe von einem Rückgang des Investitionsvolumens im mittleren zweistelligen Prozentbereich gegenüber dem Vorjahr aus. Dies hätte zu einer geringeren Syndizierungstätigkeit und folglich zu einer geringeren Neuauflage von durch die Gesellschaft verwalteten Fonds geführt. In einem Immobilienmarkt, der seit Mitte 2022 von steigenden Zinsen, beschleunigender Inflation und größerer Volatilität geprägt war und ist, schränken viele traditionelle Finanzierer ihre Kreditvergabe ein. Hieraus ergeben sich Möglichkeiten für LINUS, vor allem mit kurzfristigen Zwischenfinanzierungen Neugeschäft zu erschließen. Die Opportunitäten aufgrund des Rückzugs traditioneller Finanzierer konnten den erheblichen Rückgang am Immobilieninvestmentmarkt (siehe Branchenspezifisches Umfeld) nicht kompensieren. Die Geschäftstätigkeit der Gesellschaft hat sich daher im Laufe des Geschäftsjahrs 2023 stark eingeschränkt. 1.2. Digitaler Vertrieb und Partnerschaften Durch den digitalen Vertrieb und das differenzierte Produktangebot ergeben sich auch in herausfordernden Zeiten Chancen für LINUS, Co-Investments bei vermögenden Privatpersonen und institutionellen Investoren zu platzieren. LINUS öffnet für professionelle Investoren Immobilieninvestments und bietet somit den Co-Investoren einen hohen Mehrwert mit einem differenzierten Produktangebot an. Die digitale LINUS-Plattform ermöglicht es Investoren, professionelle Immobilieninvestments in einer Granularität („Deal by Deal“) anzubieten, die bisher vornehmlich nur sehr großen institutionellen Investoren offenstand. Der digitale Vertrieb hat auch in herausfordernden Zeiten zu Platzierungen an vermögende Privatpersonen und institutionelle Investoren geführt. Gleichwohl blieb das Volumen hinter den Erwartungen zum Stichtag am 31. Dezember 2023 zurück. 2. Risiken 2.1. Risikomanagementsystem Der Vorstand der Linus Digital Finance AG trägt die Gesamtverantwortung für die Entwicklung und Aufrechterhaltung eines effektiven und angemessenen Risikomanagementsystems und internen Kontrollsystems (IKS) für die LINUS-Gruppe, zu der die Linus Capital Management GmbH gehört. Aufgrund der Einbindung in die LINUS-Gruppe bildet die Gesamtrisikostrategie der LINUS-Gruppe den Orientierungsrahmen für die Risikostrategie der Gesellschaft, soweit dies den Anlegerinteressen nicht entgegensteht. Die Ableitung der Risikostrategie der Gesellschaft berücksichtigt damit alle wesentlichen Risiken der Gesellschaft und erfolgt unter Beachtung der übergeordneten Aussagen der Gesamtrisikostrategie der LINUS-Gruppe. Zum Zweck des systematischen und organisatorischen Umgangs mit Risiken hat der Vorstand ein umfassendes Risikomanagementsystem weiterentwickelt und optimiert. Dafür sind geeignete Instrumente zur Erkennung, Analyse, Bewertung und Ableitung von Maßnahmen definiert und wurden systematisch umgesetzt und werden fortwährend weiterentwickelt. Ziel des Risikomanagementsystems ist, frühzeitig und proaktiv relevante Informationen über potenzielle und tatsächliche Risiken und deren direkte und indirekte finanzielle Auswirkung für LINUS zu sammeln, um diese zu steuern und den Unternehmenswert nachhaltig zu sichern. Die Gesamtverantwortung für das Risikomanagement liegt beim Vorstand. Schlanke Organisationsstrukturen und transparente Entscheidungsweisen stellen sicher, dass der Vorstand in alle wesentlichen risikorelevanten Vorgänge unmittelbar eingebunden ist. Das Risikomanagementsystem der LINUS-Gruppe stellt sicher, dass Risiken systematisch identifiziert, erfasst, gesteuert und bei Bedarf intern und extern kommuniziert werden. Die Bewertung der identifizierten Risiken erfolgt anhand der geschätzten Eintrittswahrscheinlichkeit sowie des Risikoausmaßes. Das Risikomanagementsystem bildet ausschließlich die Risiken ab, Chancen werden derzeit nicht erfasst. Die direkte Verantwortung zur Früherkennung, Analyse, Steuerung und Kommunikation der Risiken obliegt dem operativen Management. Im Rahmen von Zielvereinbarungsgesprächen zwischen Vorstand und den Verantwortlichen der jeweiligen Geschäftsbereiche (insb. Investment, Finance und Operations) sowie durch regelmäßige Berichterstattung informieren die Geschäftsbereiche über Veränderungen der geschäftsbereichsindividuellen Risikosituation. Das in der LINUS-Gruppe eingesetzten Risikomanagementsystem wird durch ein Frühwarnsystem ergänzt, das im Laufe des zurückliegenden Geschäftsjahres weiterentwickelt und verfeinert wurde. Die Kennzahlen ermöglichen eine objektive Übersicht über die finanzielle Situation der LINUS-Gruppe, einen Soll-Ist-Vergleich zwischen Budget und Kosten, eine detaillierte Vorausschau erwarteter Umsätze für jedes Segment, ein bereichsspezifisches Kostencontrolling sowie weitere prozesstechnische Indikatoren. Mit diesen Instrumenten prüft der Vorstand regelmäßig und zeitnah, ob sich Einschätzungen und Rahmenbedingungen verändert haben und welche Korrekturmaßnahmen gegebenenfalls zu ergreifen sind. Das Geschäftsmodell der Gesellschaft umfasst ausschließlich geschlossene Spezial-AIF für semi-professionelle und professionelle Investoren (institutionelle Investoren). Die Gesellschaft fungiert als externe Kapitalverwaltungsgesellschaft für die Anlagevehikel. Die Geschäftsführung hat sich regelmäßig mit den Risiken der verwalteten Spezial-AIFs und der Gesellschaft auseinandergesetzt. Hierbei standen strategische, finanzielle und operative Risiken im Mittelpunkt. Konkrete, die Existenz der Gesellschaft gefährdende Risiken bestanden im Geschäftsjahr 2023 nicht. 2.2. Identifizierte Risiken Als gesellschaftsbezogene Risiken identifizierte die Geschäftsleitung insbesondere Liquiditätsrisiken, Ertragsausfallrisiken, Operationelle Risiken und aufsichtsrechtliche Risiken. 2.2.1 Liquiditätsrisiken Die Liquiditätslage der Gesellschaft ist über die KVG-Vergütung eng verknüpft mit den verwalteten geschlossenen Spezial-AIF. Im Rahmen des Liquiditätsmanagements bei den verwalteten Investmentvermögen erfolgt eine aktive, anlassbezogene Überwachung der Liquiditätslage. Die Ergebnisse der Liquiditätsanalysen auf Ebene der verwalteten AIF gehen in das Liquiditätsrisikomanagement auf Gesellschaftsebene ein. Diese Liquiditätsrisiken sind auf Gesellschaftsebene als gering anzusehen. 2.2.2 Adressausfall- und Marktpreisrisiko Für die Gesellschaft haben Adressausfall- und Marktpreisrisiko nur geringfügige Bedeutung, da keine Anlage von Eigenmitteln besteht. 2.2.3 Ertragsausfallrisiken Risikofelder, die aus der gegenwärtigen Perspektive die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft beeinträchtigen sind zum einen Änderungen der steuer- und investmentrechtlichen Rahmenbedingungen und zum anderen die weitere Entwicklung der Immobilien- und Kapitalmärkte. Wesentliche Risiken im Sinne fallender Provisionserträge können sich aus einer erneuten Finanzmarktkrise, u. a. in Verbindung mit der unverändert aktuellen und in Europa und anderen Teilen der Welt verschärften, globalen Corona-Virus Infektionswelle sowie der weiteren nationalen wie internationalen wirtschaftlichen und politischen Entwicklung ergeben. Dies kann sich neben realwirtschaftlichen Einbußen zudem negativ auf das Vertrauen der Anleger und Marktteilnehmer auswirken und damit zu einer Reduzierung zukünftiger Transaktions- und Fondsvolumina führen. Dies könnte das wirtschaftliche Ergebnis der Gesellschaft negativ beeinflussen. 2.2.4 Operationelle Risiken Operationelle Risiken bestehen grundsätzlich in der Form eines potenziellen Versagens von Prozessen, Personal oder Systemen. Der Konzern hat in seinem Risikomanagementsystem Maßnahmen implementiert, durch die die operationellen Risiken frühzeitig erkannt, angemessen gesteuert und überwacht werden, um die Risiken sowie mögliche Auswirkungen auf den Konzern sowie ihre Co-Investoren zu reduzieren. Die operationellen Risiken werden als mittel eingeschätzt. 2.2.5 Aufsichtsrechtliche Risiken Bei der Gesellschaft handelt es sich um eine registrierte KVG, die der Aufsicht der BaFin unterliegt. Die Hauptrisiken dabei sind mögliche Verstöße gegen aufsichtsrechtliche Bestimmungen oder aber auch mögliche Änderungen des Aufsichtsrechts, welche das Geschäftsmodell der Gesellschaft beeinträchtigen könnte. Die Aufsichtsrechtlichen Risiken werden als gering eingeschätzt. 2.3. Gesamteinschätzung der Risiko- und Chancensituation Die Risiko- und Chancensituation der Gesellschaft hat sich im Geschäftsjahr 2023 gegenüber dem Vorjahr nicht wesentlich verändert. Derzeit waren und sind keine Risiken erkennbar, die den Fortbestand der Gesellschaft gefährden oder erhebliche Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft haben konnten oder könnten. 3. Prognose Die Geschäftsführung erwartet für das Geschäftsjahr 2024 bzgl. der finanziellen Leistungsindikatoren bei einer stabilen Anzahl der verwalteten Spezial-AIFs, einen durch Erhöhung der KVG-Vergütung bedingten Anstieg der Umsatzerlöse. Die Kostenbasis der Gesellschaft soll im Geschäftsjahr 2024 gegenüber dem Geschäftsjahr 2023 ebenfalls leicht ansteigen, was im Wesentlichen auf die zusätzliche Belastung aus dem ab 1. Januar 2024 entfallenden Vorsteuerabzug resultiert. Für das Geschäftsjahr 2024 erwartet die Geschäftsführung ein ausgeglichenes Jahresergebnis.
Berlin, im September 2024
Die Geschäftsführung |
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