Honold Contract Logistics GmbH

Ernst-Abbe-Straße 5, 89231 Neu-Ulm, DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht Memmingen HRB 6733
Vorher
Honold Reifen-Logistik GmbH
Eingetragen
6.12.1977
Branche
Erbringung von LogistikdienstleistungenVermittlungstätigkeiten für die GüterbeförderungPaket- und Expressdienste
Gegenstand
Der Betrieb von Speditions- und Transportgeschäften im In- und Ausland und die Erbringung und Vermittlung von Logistikdienstleistungen sowie alle damit zusammenhängenden Tätigkeiten.

Finanzübersicht

Historie

Keine Bekanntmachungen für diesen Filter verfügbar

Management

NameRolle
Wolfgang Jesko
seit 19.8.2025
Geschäftsführer
Klaus Ralph Müller
seit 19.12.2023
Prokura
Manuel Schneider
seit 30.8.2022
Prokura
Ralf Frodenau
seit 30.8.2022
Prokura
Hans-Jürgen Rau
seit 7.7.2021
Prokura
Geschäftsführer
Armin Mann
seit 25.6.2014
Prokura
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

100.00% identifiziert0.00% ungelöst

Identifizierte Personen (1)

NameAnteil
100.00%

Gesellschafter
Beta

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Name
Ort
Betrag
Anteil
Heiner-Matthias Honold
Helen-Keller-Straße 9 89233 Neu-Ulm
1.000.000 €
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Honold Contract Logistics GmbH

Neu-Ulm

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023

der Honold Contract Logistics GmbH, Neu-Ulm

I. Grundlagen des Unternehmens

Gegenstand des Unternehmens ist die Durchführung von Speditions- und Transportgeschäften aller Art, die Erbringung und Vermittlung von logistischen Leistungen sowie alle damit zusammenhängenden Tätigkeiten. Wir befassen uns mit logistischen Aufgaben in den Branchen Automotive, Forst- und Gartengeräte, Metall, Gerüste/Schalungen, Pharma/Healthcare und Reifen. Die Kontraktlogistik bildet dabei den Schwerpunkt der Geschäftstätigkeit.

Zur Erbringung unserer Dienstleistungen innerhalb Deutschlands nutzen wir aktuell 11 Standorte. Die Immobilien dieser Standorte sind teils im Besitz der Honold Gruppe, teils angemietet, werden uns aber teilweise auch von unseren Auftraggebern zur Erbringung dieser Leistungen überlassen.

II. Wirtschaftsbericht

1. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

Allgemeine wirtschaftliche Entwicklung

Das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) war im Jahr 2023 nach ersten Berechnungen des Statistischen Bundesamtes (Destatis) um 0,3 % niedriger als im Jahr 2022.1 Im nach wie vor krisengeprägten Umfeld konnte sich die gesamtwirtschaftliche Erholung der deutschen Wirtschaft nach dem Einbruch im Corona Jahr 2020 nicht weiter fortsetzen. Eine auf Grund von weiterhin hohen Preisen gedämpfte Konjunktur, ungünstigen Finanzierungsbedingungen durch gestiegene Zinsen sowie einer geringeren Nachfrage aus In- und Ausland wirkten sich nachteilig auf die gesamtwirtschaftliche Entwicklung aus.

Die Wirtschaftsleistung im produzierenden Gewerbe ging mit -2,0 % vor allem in energieintensiven Bereichen deutlich zurück, während sich das Baugewerbe mit einem minimalen Plus von 0,2 % und der Dienstleistungssektor mit -0,1 % mehr oder weniger auf Vorjahresniveau halten konnten.2

Im Gegensatz zu anderen großen westlichen Volkswirtschaften ist die Entwicklung der deutschen Wirtschaft auf Grund ihrer ehemals starken Abhängigkeit von russischen Energielieferungen, dem vergleichsweise hohen Industrieanteil an der Wertschöpfung und der ausgeprägten Außenhandelsorientierung in ihrer Entwicklung stärker beeinträchtigt. Neben einem rückläufigen privaten Konsum sorgte auch die Zurückhaltung bei Investitionen für eine Schwächephase der Wirtschaftsleistung.3

Der Arbeitsmarkt hingegen zeigte sich weiterhin robust. Die Wirtschaftsleistung wurde im Jahresdurchschnitt 2023 von 45,9 Millionen Erwerbstätigen mit Arbeitsort in Deutschland erbracht. Das waren so viele wie noch nie in Deutschland. Nach vorläufigen Berechnungen des Statistischen Bundesamtes (Destatis) stieg die jahresdurchschnittliche Zahl der Erwerbstätigen im Jahr 2023 gegenüber dem Vorjahr um 333.000 Personen (+0,7 %). Neben einer steigenden Erwerbsbeteiligung der inländischen Bevölkerung sorgte auch die Zuwanderung ausländischer Arbeitskräfte für einen Beschäftigungsaufbau, welcher nahezu ausschließlich in Dienstleistungsbereichen stattgefunden hat.4

Die staatlichen Haushalte beendeten das Jahr 2023 nach vorläufigen Berechnungen mit einem Finanzierungsdefizit von 82,7 Milliarden Euro. Das waren etwa 14 Milliarden Euro weniger als in 2022 (96,9 Milliarden Euro). Vor allem der Bund konnte sein Finanzierungsdefizit gegenüber dem Vorjahr erheblich verringern. Ursächlich hierfür sind die zu großen Teilen weggefallenen Entlastungspakete zur Abmilderung der Energiekrise und zur Stabilisierung der deutschen Wirtschaft, welche in 2022 zu hohen Ausgaben geführt haben. Die finanzielle Belastung erhöht sich im Zuge der Reduzierung der Transferleistungen des Bundes. Die hohen Aufwendungen für die große Zahl der Geflüchteten machte sich vor allem bei den Gemeinden bemerkbar. Gemessen am nominalen BIP errechnet sich für den Staat im Jahr 2023 eine Defizitquote von 2,0 %, die damit deutlich niedriger war als in den drei vorangegangenen Jahren.5

Branchenentwicklung

Die Logistik ist in Deutschland der größte Wirtschaftsbereich nach der Automobilwirtschaft und dem Handel. Sie rangiert noch vor der Elektronikbranche und dem Maschinenbau. Mit mehr als 3 Millionen übertrifft sie deren Beschäftigtenzahlen um das Dreifache. Die Steuerung der Waren- und Informationsflüsse, aber auch der Transport der Güter und ihre Lagerung sind wichtige Wirtschaftsfunktionen, die hohe Werte schaffen. Rund 327 Mrd. Euro Umsatz wurden im Jahr 2023 branchenübergreifend erwirtschaftet. Das entspricht zum Jahr 2022 einem Wachstum von rund 2,5 Prozent, welches auch von steigenden Kosten entlang der Lieferketten getrieben ist. Der Logistik-Markt Europa beläuft sich auf 1.180 Mrd. Euro (2021). Daran hat Deutschland mit rund 25 Prozent einen hohen Anteil. Das liegt nicht nur an der geografischen Lage im Herzen Europas, vielmehr nimmt Deutschland eine internationale Spitzenposition in Infrastrukturqualität und Logistiktechnologie ein. Nur knapp die Hälfte der logistischen Leistungen, die in Deutschland erbracht werden, besteht in der gemeinhin sichtbaren Bewegung von Gütern durch Dienstleister. Die andere Hälfte findet in der Planung, Steuerung und Umsetzung innerhalb von Unternehmen statt. Im Bereich der logistischen Dienstleistungen agieren mehr als 70.000 Unternehmen, die überwiegend mittelständisch geprägt sind. Nicht nur wegen ihrer Beschäftigungswirkung und der Versorgungsfunktion ist die Logistik für den Wirtschaftsstandort Deutschland lebenswichtig. Im weltweiten Vergleich hocheffiziente Logistikstrukturen erhöhen die internationale Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Industrie und des Außenhandels. Sie sorgen dafür, dass es sich für die Unternehmen weiterhin lohnt, in Deutschland zu produzieren und die Waren von hier aus in alle Welt zu exportieren.6 Die Logistik Indikatoren der BVL und des ifo Instituts zeigen für 2023 eine deutlich pessimistischere Stimmung im Hinblick auf Geschäftslage, Geschäftserwartungen und Geschäftsklima als im Vorjahr. Lediglich im 4. Quartal 2023 konnten die Indikatoren ihre Talfahrt dämpfen, jedoch bleibt auf Gesamtjahressicht eine deutliche Verschlechterung.7

In der Kontraktlogistik, in der längere Vertragsverhältnisse zu Kunden bestehen, ist die Entwicklung des Geschäfts der Logistikdienstleister vom Geschäftsgang bestehender Kunden bzw. von verstärktem Outsourcing logistikaffiner, höherwertiger Dienstleistungspakete abhängig. In 2023 haben wir ein gemischtes Bild ohne klare Richtung wahrgenommen.

2. Geschäftsverlauf

Die Umsatzerlöse der Gesellschaft waren in 2023 rückläufig. Dies ist im Wesentlichen auf die Folgen der Restrukturierungsmaßnahmen eines unserer Hauptauftraggeber in den Vorjahren, sowie auf geringere Transportvolumen in einigen Geschäftsfeldern zurückzuführen.

In 2023 lag die Geschäftsentwicklung in unserem Reifenlogistikbereich umsatzseitig auf Vorjahresniveau. Eine starke Herbst-/Wintersaison im Reifenersatzgeschäft 2023 kompensierte ein zurückhaltendes erstes Halbjahr. In 2023 konnten wir einen neuen Auftrag für einen großen Auftraggeber an einem unserer deutschen Standorte gewinnen. Das Implementierungsprojekt und der "Into-Service-Termin" zum 01.01.2024 wurden erfolgreich umgesetzt. Die zugehörigen Anlauf- und Transferaufwände im Zuge des neuen Auftrags, wie auch gestiegene Personal- und Transportkosten, beeinflussten das Betriebsergebnis nachteilig. Im ersten Halbjahr 2023 konnten wir zudem einen wichtigen bestehenden Kundenvertrag an einem unserer Reifenstandorte zu angepassten Konditionen mittelfristig verlängern.

Im Geschäftsbereich Metall haben sich für das Geschäftsjahr 2023 Risiko- und Aufwandsfaktoren in der Leistungserbringung im Zuge von Transportausschreibungen zu unseren Lasten geändert. Wir haben organisatorisch gut auf diese Anforderungen reagiert und durch Ablaufveränderungen die Transporteffizienz steigern können. Das hat sich bislang positiv auf die Ergebnisse unserer Tätigkeit ausgewirkt. Trotz geringerer Umsätze als im Vorjahr konnten wir das Betriebsergebnis verbessern.

Im Geschäftsbereich Logistik konnten wir unseren Umsatz in 2023 ausbauen. Unser neuer Standort in Gerstetten / Dettingen, welcher im Oktober 2022 den Betrieb aufgenommen hat, hatte in 2023 das erste volle Geschäftsjahr und lieferte einen wichtigen Beitrag zum Umsatzwachstum gegenüber dem Vorjahr, wenngleich dieser auf Grund niedrigerer Mengenvolumina nicht unseren Planungen entsprach. Dem Umsatzwachstum durch den neuen Standort stehen teils rückläufige Geschäftsvolumina an bestehenden Standorten gegenüber. Wir führen diese Entwicklung auf ein gedämpftes Konsumentenverhalten und somit reduziertem Bedarf an logistischen Aktivitäten einiger Kunden zurück. An unserem Standort in Herbrechtingen konnten wir in 2023 einen wichtigen Kundenauftrag mittelfristig verlängern. Ebenfalls abschließen konnten wir in 2023 ein wichtiges Infrastrukturprojekt im Bereich Pharma-Logistik an einem unserer Neu-Ulm Standorte. Ebenfalls am Standort Neu-Ulm konnten wir durch eine mittelfristige Vertragsverlängerung mit einem Key Account Planungssicherheit herstellen. Aktuell sind unsere Kapazitäten mittel-/langfristig vermarktet.

Wie auch in den vergangenen Jahren wird uns von unseren Kunden eine hohe Zufriedenheit wiedergespiegelt. Unsere hohen Qualitätsbestreben werden durch verschiedene KPI- und Performance- Reports gemessen und liegen kontinuierlich im Soll.

Für das Geschäftsjahr 2023 ist im Ergebnis festzustellen, dass der im Lagebericht des Vorjahres prognostizierte Umsatzrückgang eingetreten ist. Durch konsequentes Anpassen unserer Kapazitäten und Reduzierung des direkten Aufwands / der direkten Kosten, konnte ein Ergebnis über unseren Planungen erzielt werden.

3. Lage

3.1 Vermögenslage

Die Vermögensstruktur zum Bilanzstichtag stellt sich wie folgt dar:

Das Anlagevermögen der Gesellschaft besteht zum größten Teil aus Betriebs- und Geschäftsausstattung. Im Geschäftsjahr wurden Investitionen in Höhe von TEUR 2.572 in Sachanlagen getätigt. Den Investitionen stehen Abschreibungen in Höhe von TEUR 2.274 entgegen.

Das Umlaufvermögen hat sich erhöht und setzt sich im Wesentlichen aus Forderungen aus Lieferungen und Leistungen gegenüber Dritten in Höhe von TEUR 9.102 (Vj.: TEUR 7.983), Forderungen gegenüber nahestehenden Unternehmen in Höhe von TEUR 1.712 (Vj.: TEUR 815), sowie aus sonstigen Vermögensgegenständen in Höhe von TEUR 1.103 (Vj.: TEUR 1.760) zusammen. Der gestiegene Bestand an Forderungen aus Lieferungen und Leistungen resultiert im Wesentlichen aus veränderten Vereinbarungen hinsichtlich Zahlungsziele. Gestiegen ist der Kassenbestand auf TEUR 7.113 (Vj.: TEUR 5.397). Das Umlaufvermögen hat einen Anteil von 52,6 % (Vj.: 48,3 %) an der Bilanzsumme.

Das Gesamtvermögen setzt sich zum Bilanzstichtag im Wesentlichen zu TEUR 17.075 (47,2 %) aus längerfristig gebundenem Anlagevermögen und zu TEUR 11.918 (32,9 %) aus kurzfristig gebundenem Vermögen sowie aus liquiden Mitteln in Höhe von TEUR 7.113 (19,7 %) zusammen.

Die Vermögenslage ist geordnet und gut.

3.2 Kapitalstruktur

Die kurzfristigen Fremdmittel bestehen in Höhe von TEUR 1.968 (Vj.: TEUR 2.664) aus Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen gegenüber Dritten und in Höhe von TEUR 143 (Vj.: TEUR 368) aus Verbindlichkeiten gegenüber nahestehenden Unternehmen aus der Honold-Gruppe. Des Weiteren sind TEUR 60 (Vj.: TEUR 0) an Steuerrückstellungen, TEUR 768 (Vj.: TEUR 812) an kurzfristigen Rückstellungen (sonstige Rückstellungen), und TEUR 496 (Vj.: TEUR 446) sonstige Verbindlichkeiten darin enthalten.

Die langfristigen Finanzmittel setzen sich aus Pensionsverpflichtungen in Höhe von TEUR 212 (Vj.: TEUR 212). In 2023 gab es zum Jahresultimo keine Darlehensverbindlichkeiten.

Das Eigenkapital zeigt sich im Vergleich zum Vorjahr um TEUR 4.013 erhöht. Dies ergibt sich aus der Zuführung des Jahresüberschusses 2023. Zum Bilanzstichtag lag die Eigenkapitalquote bei 89,9 %, was als über dem Branchendurchschnitt liegend einzustufen sein dürfte. Die gute Ausstattung an Eigenkapital stellt nach wie vor einen Garant für die Unabhängigkeit und Entscheidungsfreiheit des Unternehmens im Hinblick auf künftige wirtschaftliche Herausforderungen dar.

3.3 Finanzlage

Der vereinfachte Cashflow (Jahresergebnis zzgl. Abschreibungen) der Gesellschaft für 2023 beträgt TEUR 6.287 (Vj.: TEUR 4.861).

Der Cashflow aus der operativen Geschäftstätigkeit betrug TEUR 4.010 (Vj.: TEUR 5.374). Die Berechnung erfolgte in Anlehnung an die Grundsätze des vom Deutschen Standardisierungsrat (DSR) erarbeiteten Deutschen Rechnungslegungsstandards Nr. 21 (DRS 21). Diese Abnahme ist insbesondere durch die stark erhöhten Forderungen aus Lieferungen und Leistungen geprägt, welche sich aus längeren Zahlungszielvereinbarungen mit großen Auftraggebern ergeben. Die Forderungen gegenüber nahestehende Unternehmen erhöhten sich im Vergleich zum Vorjahr um insgesamt TEUR 898, die Verbindlichkeiten gegenüber nahestehende Unternehmen reduzierten sich dagegen um TEUR 225.

Der Cashflow aus der Investitionstätigkeit belief sich auf TEUR -2.294 (Vj.: TEUR -8.180).

Der Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit betrug TEUR 0 (Vj.: TEUR -447).

Zum Bilanzstichtag standen TEUR 7.113 (Vj.: TEUR 5.397) an liquiden Mitteln zur Verfügung, so dass sich der Finanzmittelfonds gegenüber dem Vorjahr um TEUR 1.716 erhöht hat. Der Finanzmittelfonds berechnet sich aus den liquiden Mitteln abzüglich der Kontokorrentverbindlichkeiten.

Die Liquiditätsentwicklung verlief im Geschäftsjahr positiv. Verbindlichkeiten wurden regelmäßig fristgerecht beglichen, entsprechendes gilt für die Erfüllung der debitorischen Zahlungsziele, ein auch dem konsequenten Forderungsmanagement geschuldeter Umstand.

Mit den zur Verfügung stehenden Mitteln war die Gesellschaft im Berichtszeitraum jederzeit in der Lage, ihren Zahlungsverpflichtungen fristgerecht nachzukommen. Aus der dargestellten Finanzlage sind keine Liquiditätsrisiken zu erkennen.

3.4 Ertragslage

Der Umsatz im abgelaufenen Geschäftsjahr ist um -9,3 % auf TEUR 49.510 (Vj.: TEUR 54.563) gesunken. Der Rückgang ist im Wesentlichen auf eine Reduktion der Auftragsmengen im Geschäftsbereich Metall gegenüber 2022 zurückzuführen.

Die bezogenen Leistungen (Materialaufwand) reduzierten sich gegenüber dem Vorjahr um -35,2 % auf TEUR 15.862 (VJ TEUR 24.466) überdurchschnittlich, verglichen mit dem Umsatzrückgang. Dies ist überwiegend durch die schnelle und gute Reaktion in der Reduzierung der Kapazitäten auf den Transportmärkten begründet. Dies führt dann auch zu einem um 11,2 % besseren Rohergebnis.

Trotz fallendem Umsatz wurden die Personalaufwendungen um TEUR 625 (auf TEUR 11.869) gegenüber dem Vorjahr erhöht. Die Personalaufwandsquote als Personalaufwand / Umasatz hat sich von 20,6 % auf 24,0 % erhöht.

Die Abschreibungen auf das Anlagevermögen haben sich um TEUR 451 erhöht. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen liegen mit TEUR 14.415 (VJ: TEUR 13.354) erneut über dem Vorjahresniveau.

Das erzielte Betriebsergebnis ist dennoch mit TEUR 5.814 (Vj.: TEUR 4.492) über Vorjahr. Das Ergebnis vor Steuern (EGT) erhöht sich entsprechend auf TEUR 5.896 (Vj.: TEUR 4.495). Als Jahresergebnis verbleiben TEUR 4.013 (Vj.: TEUR 3.038). Daraus ergibt sich eine Umsatzrendite von 8,1 % (Vj.: 5,6%).

Für das Geschäftsjahr 2023 ist im Ergebnis festzustellen, dass die im Lagebericht des Vorjahres prognostizierten deutlich niedrigeren Umsätze eingetreten sind, allerdings wurden die Planwerte in Teilen übertroffen. Die Entwicklung der wirtschaftlichen Gesamtsituation des Unternehmens ist als befriedigend zu bezeichnen.

3.5 Finanzielle und nichtfinanzielle Leistungsindikatoren

Im Rahmen der Rechnungslegung werden die folgenden finanziellen und nichtfinanziellen Kennzahlen für die Steuerung der Gesellschaft verwendet. Einzelheiten zu den finanziellen Kennzahlen werden in den Abschnitten Ertrags-, Finanz-, und Vermögenslage erläutert.

Finanzielle Leistungsindikatoren

2023 2022 Veränderung
Eigenkapitalquote 89,9 % 86,4 % + 3,5 %-Punkte
Umsatz 49.510 TEUR 54.563 TEUR - 5.053 TEUR
Ergebnis vor Steuern (EBT) 5.896 TEUR 4.495 TEUR + 1.401 TEUR
Umsatzrendite 8,1 % 5,6 % + 2,5 %-Punkte

Die Ertragsentwicklung der Honold Contract Logistics GmbH unterliegt einer dreistufigen monatlichen Deckungsbeitragsbetrachtung (DB 1 = nach bezogenen Leistungen, Umsätze abzüglich Fremdleistungen, DB 2 = nach Personalaufwendungen, DB 3 = nach Verwaltungs- und Vertriebskosten), um frühzeitig auf andauernde Kostensteigerungen im Transport- und Logistikbereich reagieren zu können. Diese laufend kontrollierten Ergebnisgrößen sind die maßgebenden finanziellen Leistungsindikatoren der Honold Contract Logistics GmbH.

Nichtfinanzielle Leistungsindikatoren

Die Honold Contract Logistics GmbH ist Teil der Honold Logistik Gruppe und ein bedeutender Anbieter von Logistik- und Transport-Dienstleistungen. Die im Corporate Design der Honold Logistik Gruppe durchgängig eingesetzte Signalfarbe Grün steht für ökologisch wie technologisch orientiertes Handeln unter Einsatz modernster IT- und Logistik-Lösungen. Die Gruppe verfolgt den Anspruch, aus technologischer Sicht stets Benchmark zu sein.

Durch Einsatz modernster Technologie garantieren wir unseren Kunden effiziente Prozesse. Wir haben einen generationenübergreifenden und ökologischen Anspruch. Unser Slogan "Logistik ist grün" verdeutlicht unsere Verantwortung gegenüber der Natur.

Die Honold Logistik Gruppe verfügt über ein unabhängiges Qualitätsmanagement und investiert jährlich beträchtliche Mittel in Schulungsmaßnahmen. Auf hohem Niveau erfüllen wir die Anforderungen unserer Kunden und sichern durch Einsatz moderner Technologie die Qualität unserer Dienstleistungen. Unsere hohe Zuverlässigkeit und Qualität wird seit Jahren durch erfolgreiche Zertifizierungen und Rezertifizierungen bescheinigt. Dabei wurden im Qualitätsmanagement der Honold Contract Logistics GmbH Überwachungsaudits der Standorte nach 9001:2015 Qualitätsmanagement und 14001:2015 Umweltmanagement erfolgreich ohne nennenswerte Beanstandungen durchgeführt.

Mitarbeiter

Die logistischen Leistungen werden mit einem festen Stammpersonal, welches bei Schwankungen und Saisonspitzen durch Zeitpersonal ergänzt wird, erbracht. Im Geschäftsjahr 2023 entwickelte sich die Belegschaft des Stammpersonals konstant und liegt zum Jahresende leicht über Vorjahresniveau.

4. Gesamtaussage

Die Umsatzentwicklung fiel entsprechend unserer Prognosen für das Geschäftsjahr 2023 deutlich niedriger aus als in 2022. Der im 1. Halbjahr 2023 verbuchte Umsatzrückgang von > 10,0 %, setzte sich auch im 2. Halbjahr 2023 leicht vermindert fort. Entgegen unserer skeptischen Prognose für das 2. Halbjahr 2023 im Vorjahresbericht, konnte ein stärkeres Absinken des Umsatzes vermieden werden. In Summe ist der Umsatz mit TEUR 49.510 um TEUR -5.053 bzw. 9,3 % niedriger als in 2022 ausgefallen.

Durch konsequentes Anpassen unserer Kapazitäten und somit Reduzierung des direkten Aufwands / der direkten Kosten konnte das Vorsteuerergebnis (EBT) trotz Umsatzrückgang auf TEUR 5.896 gesteigert werden. Eine deutlich verbessertes Rohergebnis überkompensierte dabei die steigenden Aufwendungen im Bereich Personal, Abschreibung und sonstige betriebliche Aufwendungen und spiegelt sich in einem verbesserten Ergebnis wider. Folglich ist auch die Umsatzrendite mit 8,1 % (VJ: 5,6 %) höher als im Vorjahr. Das Vorsteuerergebnis liegt in Höhe und Relation zum Umsatz am oberen Rand unserer Planungen. Die Geschäftsentwicklung kann daher insgesamt als befriedigend bezeichnet werden.

III. Prognose-, Chancen- und Risikobericht

1. Prognosebericht

Die deutsche Wirtschaft zeigt sich, nach dem Jahr 2023 mit rückläufiger Wirtschaftsleistung, mit einem bereinigten Anstieg des BIP von 0,2 % im ersten Quartal 2024 leicht verbessert. Während die privaten Konsumausgaben zurückgingen, sorgten Anstiege bei Bauinvestitionen und Exporten für das leichte Wachstum.8 Das Bild der weiteren konjunkturellen Entwicklung auf Basis der ersten Indikatoren des 2. Quartals 2024 ist uneinheitlich und zeigt weiterhin ein verhaltenes Bild der deutschen Wirtschaft. Während sich Stimmungsindikatoren seit Jahresanfang für Industrie, Bau und Dienstleistungen aufhellen, spiegelt sich dies erst schrittweise in realen Wirtschaftsdaten wider.

Während Auftragseingänge des verarbeitenden Gewerbes und Produktionsvolumen abwärts tendierten, könnten konsumnahe Dienstleistungsbereiche für die erwartete wirtschaftliche Erhöhung des Binnenmarktes sorgen. Dies zeigt sich zumindest in den Stimmungsbarometern. Frühindikatoren deuten zudem eine moderate Erholung des Auslandsgeschäfts an. Die ifo Exporterwartungen lagen im Mai erstmals seit April 2023 wieder im positiven Bereich.9

Für das 2. Halbjahr 2024 zeigt ein Blick auf den ifo Geschäftsklimaindex, welcher im Mai 2024 bei 89,3 Punkten gegenüber dem Vormonat stagnierte, eine unveränderte Stimmung unter den Unternehmen in der deutschen Wirtschaft. Während sich die Unternehmen mit der aktuellen Geschäftslage weniger zufrieden zeigen, hellen sich die Erwartungen von Industrie, Handel, Dienstleistungen und Bau auf.10 Für den weiteren Jahresverlauf deuten Stimmungsindikatoren wie das ifo Geschäftsklima und Einkaufmanagerindizes eine allmähliche Belebung der binnen- und außenwirtschaftlichen Nachfrage an, die auch zu einer Trendumkehr bei den Auftragseingängen der Industrieproduktion führen dürfte.11

Der von ifo und der Bundesvereinigung Logistik (BVL) veröffentlichte Logistik-Indikator, welcher die Ergebnisse von Konjunkturanalysen im Wirtschaftsbereich Logistik abbildet, zeigt nach drei Monaten mit Verbesserungen der aktuellen Geschäftslage im Juni 2024 wieder ein ungünstigeres Stimmungsbild. Die Stimmung hinsichtlich der Geschäftserwartungen hingegen kann ihre Aufholbewegung fortsetzen, wenngleich der Blick auf das kommende halbe Jahr skeptisch bleibt. Auf Grund des Rückgangs des Stimmungsbilds bei der aktuellen Geschäftslage musste auch das Stimmungsbild des Geschäftsklimas einen Rücksetzer hinnehmen.12

Angesichts der weiterhin bestehenden Unsicherheiten schätzen wir die gesamtwirtschaftliche Entwicklung der deutschen Wirtschaft für die nächsten 12 Monate als stagnierend bzw. leicht zunehmend ein.

Auf Basis unserer Planung und dem Start einer neuen Auftragsabwicklung an einem bestehenden Standort rechnen wir für 2024 im Vergleich zum Vorjahr mit einem Umsatzwachstum. Gleichwohl sehen wir konjunkturbedingt rückläufige Aktivitäten in Teilen unseres Kundenstamms, deren Auswirkung sich auf Jahressicht noch nicht abschließend bewerten lässt. In Summe rechnen wir für 2024 mit einem Umsatzwachstum im einstelligen Prozentbereich. Auf Grund steigender Kostenbelastungen, welche vertragsgemäß nur in Teilen an die Auftraggeber im Rahmen von Preiserhöhungen weitergegeben werden können, rechnen wir trotz des Umsatzwachstums mit einem Ergebnis vor Steuer auf Vorjahresniveau oder niedriger. Nach Abschluss des ersten Halbjahres 2024 zeigen sich unsere Planungen bestätigt. Während wir umsatzseitig im Bereich der Prognosen zulegen konnten, zeigt sich das Ergebnis innerhalb unseres Planungskorridors leicht unter Vorjahresniveau. Angesichts der Aussichten für das 2. Halbjahr sind wir skeptisch, auch wenn sich das Unternehmen weiterhin als sehr resilient zeigt.

Auf Grund der geopolitischen und globalen Unsicherheiten mit deren nicht abschließend absehbaren Auswirkungen ist eine Aussage zur weiteren Geschäftsentwicklung über das Jahr 2024 hinaus besonders schwierig. Zudem befinden wir uns aktuell in der Verhandlung über bestehende Kundenaufträge, deren Ausgang relevante Auswirkungen auf die zukünftige Umsatz- und Ergebnisentwicklung hat. Unter günstigen Umständen erwarten wir in 2025 eine stabile Umsatz- und Ergebnisentwicklung.

2. Chancenbericht

Nachdem wir uns im letzten Jahr skeptisch zeigten, ob der langjährige Trend in Industrie und Handel zum Outsourcing, also die externe Vergabe von Aufgaben aus der eigenen Geschäftstätigkeit, die nicht zu den Kernkompetenzen des jeweiligen Unternehmens zählen, weiter anhalten wird, schätzen wir aus heutiger Sicht den Trend weiterhin als intakt ein, wenngleich angesichts der weiterhin schwächeren Wirtschafsleistung auf einem niedrigeren Niveau. Mit unseren hochqualitativen Logistikdienstleistungen, unserem zunehmenden Angebot an Mehrwertdienstleistungen und einer bedarfsorientierten Kapazität an Logistikflächen und Transportkapazitäten sehen wir uns gut aufgestellt, auch in Zukunft erfolgreiche, langfristige Partnerschaften mit namhaften Kunden führen zu können. Auch wenn der Leerstand an Logistikimmobilien mit 3,0 % in Deutschland gegenüber den Vorjahren angestiegen ist, befindet er sich nach wie vor auf einem niedrigen Niveau.

Auf Grund nachhaltig guter Leistungen und hoher Qualität konnten wir auch in 2023 wesentliche Geschäftsbeziehungen an mehreren Standorten absichern und in mittel- und langfristigen Verlängerungsvereinbarungen mit den Kunden festhalten. Aktuell stehen keine nennenswerten Veränderungen hinsichtlich der Beauftragungslage an.

Unsere Aktivitäten im Bereich Nachhaltigkeitsmanagement (Enviromental, Social, Governance - ESG) verfolgen wir, trotz hoher Aufwände, weiter konsequent. In 2023 konnten wir planmäßig unseren ersten elektrisch betriebenen LKW in Betrieb nehmen. Dieser wird im Rahmen von Werkverkehrsaktivitäten seit November 2023 erfolgreich und täglich eingesetzt. Der Einsatz eines weiteren Fahrzeuges ist für das erste Quartal 2025 geplant. In 2023 haben wir uns erneut einem Rating der ESG-Ratingplattform EcoVadis gestellt und konnten unsere Punktzahl erneut verbessern. Mit dem Re-Rating 2024 haben wir ein Gold-Medaillen Rating in 2025 ein Jahr früher erreicht, als es unsere eigene Zielsetzung vorgesehen hat.

Wie schon im Vorjahr, nutzen wir nahezu ausnahmslos CO 2 neutralen Naturstrom, im Idealfall aus unseren eigenen PV-Anlagen, und investieren in energiesparende LED-Beleuchtung mit Bewegungsmeldern in unseren Logistikzentren. In 2023 wurden die noch nicht umgerüsteten Hallen mit LED Beleuchtungsanlagen ausgestattet, sodass zwischenzeitlich alle unsere Anlagen über diese energieverbrauchsminimierende Beleuchtungstechnologie verfügen. Auch im Bereich Logistikinformationssysteme und Digitalisierung sehen wir weitere Möglichkeiten für Automatisierung, Transparenz und Effizienz und setzen Potenziale in diesen Bereichen kontinuierlich und aktiv um. Im besonderen Fokus steht hier aktuell unser SAP Migrationsprojekt zur Einführung von SAP S/4 HANA mit einem embedded EWM, wodurch wir uns eine Reduzierung der Komplexität versprechen und unserem Anspruch nach technologischem Benchmark gerecht werden. Das Migrationsprojekt soll bis Mitte 2025 abgeschlossen sein.

Im Bereich der integrierten Managementsysteme befinden wir uns in der Ausrollung und Qualifizierungsphase für ein digitales, softwarebasiertes Geschäftsprozessmanagementsystem. Zahlreiche Standorte konnten bereits angebunden werden und der Abschluss des Projekts ist bis Ende 2025 vorgesehen. Auf Basis des Prozessmanagements können wir zukünftig neben Schulungs- und Qualifizierungsaktivitäten auch das Management von Stakeholder-Anforderungen sowie Chancen und Risiken über die Plattform steuern.

Die nachhaltige Ausrichtung an den Bedürfnissen unserer Key Accounts und damit eine intensive Geschäftsbeziehung forcieren wir weiter mit diversen Maßnahmen, Innovationen und organisatorischen Gestaltungselementen.

3. Risikobericht

Eine möglicherweise nachhaltig schwache Konjunktur und Zurückhaltung von Investitionen seitens des produzierenden Gewerbes, verbunden mit dem Risiko einer drohenden Abwanderung von Produktionsstandorten aus Deutschland, birgt das Risiko für Überangebote im Bereich logistischer Kapazitäten. Angebotsüberhänge von Flächen, die durch Logistikdienstleister bewirtschaftet werden, bestätigen rückläufige Flächenbedarfe. Diesem Risiko beugen wir durch unsere Kapazitätssteuerung und einem aktiven Risikomanagement vor. Wie auch im Vorjahr sind unsere vorhandenen Kapazitäten mittel-/langfristig vermarktet.

Die nach wie vor zum Teil ungelösten Krisen und deren Folgen (Ukrainekrieg, Nahost-Konflikt, Wirtschaftssanktionen, geopolitische Konflikte) beschäftigen die globale und nationale Wirtschaft weiterhin und sind angesichts ihrer weiteren Entwicklung hinsichtlich Ausmaß und Dauer sowie deren Folgen nicht einschätzbar. Diese, wie auch Maßnahmen zum Klimaschutz, bergen Risiken für unsere Geschäftsaktivitäten. Die Ausweitung der Bundestraßenmaut auf weitere Fahrzeugklassen zum 01.07.2024 hat direkte Auswirkungen auf unsere Kostenstruktur und kann womöglich nicht vollumfänglich durch Preisanpassungen kompensiert werden.

Nach wie vor herausfordernd stellt sich die Verfügbarkeit von Fachkräften und personellen Ressourcen am Arbeitsmarkt dar. Wir rechnen hier auch zukünftig mit kostenintensiveren Maßnahmen, um sowohl qualitativ als auch quantitativ ausreichend Personalkapazitäten verfügbar zu halten. Die Kostenstruktur am Frachtenmarkt ist weiterhin angespannt, was uns in der Kontraktlogistik auf Grund längerfristiger Vertragsbeziehungen mit unseren Auftraggebern vor Herausforderungen stellt.

Die fortwährend zunehmende Bürokratie nehmen wir als zusätzliche Belastung und Treiber zusätzlicher Aufwände wahr.

Die Geschäftsführung wird durch monatliche Betriebsabrechnungsbögen (BAB) und tägliche Produktionszahlen über die Geschäftsentwicklung und insbesondere die aktuelle Ergebnisentwicklung informiert. Darüber hinaus bestehen vielfältige Instrumente, wie z. B. eine Deckungsbeitragsanalyse auf Kundenebene, um Risiken frühzeitig zu erkennen, zu steuern und zu begrenzen. Jeder Bereichsleiter wird von der Geschäftsführung auf Basis exakter Zahlen monatlich geführt. Ein integrierter monatlicher KPI-Bericht (Balanced Scorecard) ergänzt das Managementreporting und stellt eine hohe Transparenz sicher. Notwendige Maßnahmen werden monatlich abgeleitet, besprochen und umgesetzt. Die wesentlichen Kosten bei der Erbringung unserer Dienstleistungen sind Personal- und Immobilienkosten.

Die Mietverpflichtungen für Immobilien bestehen zum Großteil innerhalb der Honold-Gruppe. Den nachhaltigen Kapitaldienst der Fremdfinanzierungen sehen wir durch langfristige Mietverträge mit Kunden mit hervorragender Bonität gesichert.

Um die Personalfluktuation gering zu halten, intensivieren wir unsere Bemühungen hinsichtlich Mitarbeiterschulungen und Mitarbeiterbindung. Zur Deckung des Personalbedarfs fokussieren wir uns darauf, in allen Bereichen die eigene Ausbildung von Mitarbeitern noch weiterzuentwickeln. Die in der Vergangenheit erfolgreichen Modelle zur dynamischen Anpassung (Flexibilität) an die Auftragslage sind angesichts der allgemeinen Personallage künftig so weniger wirksam. Ein risikoreduzierendes Personalmanagement in Verbindung mit steigenden Personalkosten wird sich ergebnisbelastend auswirken. Dies zeigt sich in einer erhöhten Personalaufwandsquote. Zur Abfederung der finanziellen Belastungen unserer Mitarbeiter durch die nachhaltig hohe Inflation nutzen wir u.a. weiterhin das Instrument der Inflationsausgleichsprämie. Dieses wird zum Ende des Jahres 2024 auslaufen.

Haftungsrisiken aus Schadensfällen und Inventurdifferenzen begegnen wir durch einen den Erfordernissen angepassten Versicherungsschutz und einem geschäftsspezifischen Vertragsmanagement.

Risikoberichterstattung über die Verwendung von Finanzinstrumenten

Zu den im Unternehmen bestehenden Finanzinstrumenten zählen im Wesentlichen Forderungen, Verbindlichkeiten und Guthaben bei Kreditinstituten.

Ein monatliches Reporting an die Geschäftsführung über die wesentlichen Finanzgrößen und -kennzahlen, ein zentrales Forderungsmanagement sowie ein laufendes Vertragsmanagement sind feste Bestandteile des Risikomanagementsystems. Die Liquidität wird laufend überwacht.

Zur Vermeidung von Forderungsausfällen ist ein transparentes und zeitnahes Debitorenmanagement in der zentralen Buchhaltung der Honold-Gruppe implementiert. Auf eine Kreditversicherung wird verzichtet. Historische Erfahrungen mit Kreditversicherungen haben gezeigt, dass in Krisenzeiten Einzellimits reduziert und Prämien massiv erhöht werden. Eine Diskriminierung von Kundenumsätzen gemäß den Versicherungslimits haben wir auch in der Vergangenheit nicht praktiziert. Soweit Ausfall- bzw. Bonitätsrisiken erkennbar sind, werden entsprechende Wertberichtigungen vorgenommen. Die Liquiditätslage ist gut, Liquiditätsengpässe oder Risiken, die den Fortbestand der Gesellschaft gefährden können, sind aus heutiger Sicht nicht erkennbar. Wir gehen davon aus, dass der Bestand und die Fortführung des Unternehmens nicht gefährdet sind.

 

Neu-Ulm, den 9. August 2024

Honold Contract Logistics GmbH

vertreten durch

Heiner-Matthias Honold, Geschäftsführer

Walter Köpf, Geschäftsführer

Lukas Maier, Geschäftsführer

1 Kurzmeldung des deutschen Bundestags (104/2024) vom 21.02.2024

2 Destatis, Pressemitteilung Nr. 019 vom 15.01.2024

3 Konjunkturbericht RWI Jahrgang 74 Heft 4

4 Destatis, Pressemitteilung Nr. 019 vom 15.01.2024

5 Destatis, Pressemitteilung Nr. 019 vom 15.01.2024

6 Homepage der Bundesvereinigung Logistik - Logistikumsatz und Beschäftigung (BVL)

7 Homepage der Bundesvereinigung Logistik - Logistik-Indikator von BVL und ifo Institut

8 Destatis, Pressemitteilung Nr. 173 vom 30.04.2024

9 BMWK Pressemitteilung Die wirtschaftliche Lage in Deutschland im Juni 2024 vom 13.06.2024

10 Homepage ifo Institut - Ifo Geschäftsklimaindes unverändert (Mai 2024)

11 BMWK Pressemitteilung Die wirtschaftliche Lage in Deutschland im Juni 2024 vom 13.06.2024

12 Homepage Bundesvereinigung Logistik - Logistikindikator BVL und ifo für Juni 2024

Bilanz

Aktiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Anlagevermögen 17.074.775,16 17.005.986,87
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 76.506,00 135.563,00
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 76.506,00 135.563,00
II. Sachanlagen 16.998.269,16 16.870.423,87
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 1.382.520,00 1.493.787,00
2. technische Anlagen und Maschinen 7.652.095,00 5.557.245,00
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 7.948.546,50 7.877.083,50
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 15.107,66 1.942.308,37
B. Umlaufvermögen 19.035.675,30 15.960.435,65
I. Vorräte 4.790,56 5.189,00
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 4.790,56 5.189,00
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 11.917.663,11 10.558.189,26
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 9.102.201,03 7.983.190,24
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 1.712.729,94 815.466,44
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr 722.393,00
3. sonstige Vermögensgegenstände 1.102.732,14 1.759.532,58
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 7.113.221,63 5.397.057,39
C. Rechnungsabgrenzungsposten 47.485,82 32.997,09
D. Aktive latente Steuern 37.600,00 38.300,00
Aktiva 36.195.536,28 33.037.719,61

Passiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Eigenkapital 32.548.680,78 28.535.393,58
I. Gezeichnetes Kapital 500.000,00 500.000,00
II. Kapitalrücklage 507.117,66 507.117,66
III. Gewinnvortrag 27.528.275,92 24.490.363,60
IV. Jahresüberschuss 4.013.287,20 3.037.912,32
B. Rückstellungen 1.039.588,02 1.024.174,48
1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 212.089,00 211.871,00
2. Steuerrückstellungen 59.778,00
3. sonstige Rückstellungen 767.721,02 812.303,48
C. Verbindlichkeiten 2.607.267,48 3.478.151,55
1. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 1.967.631,90 2.663.766,96
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr 1.967.631,90 2.663.766,96
2. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 143.470,65 368.371,11
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr 143.470,65 368.371,11
3. sonstige Verbindlichkeiten 496.164,93 446.013,48
davon aus Steuern 450.172,44 424.780,77
davon im Rahmen der sozialen Sicherheit 43.006,49 20.867,88
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr 496.164,93 446.013,48
Passiva 36.195.536,28 33.037.719,61

Gewinn- und Verlustrechnung

1.1.2023 - 31.12.2023
EUR
1.1.2022 - 31.12.2022
EUR
1. Umsatzerlöse 49.509.513,89 54.562.826,58
2. sonstige betriebliche Erträge 725.142,77 816.243,57
davon Erträge aus der Währungsumrechnung 526,49 7.825,45
3. Materialaufwand 15.862.377,35 24.465.511,71
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren -3.348,75 -2.899,89
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen 15.865.726,10 24.468.411,60
4. Personalaufwand 11.869.006,72 11.244.190,29
a) Löhne und Gehälter 9.918.324,61 9.376.442,25
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 1.950.682,11 1.867.748,04
davon für Altersversorgung 14.721,72 19.664,33
5. Abschreibungen 2.274.101,38 1.823.158,22
a) auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 2.274.101,38 1.823.158,22
6. sonstige betriebliche Aufwendungen 14.415.058,01 13.354.103,89
davon Aufwendungen aus der Währungsumrechnung 1.313,29 9.999,67
7. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 86.097,45 13.003,37
davon Erträge aus Abzinsung 345,54 62,37
8. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 3.719,00 9.603,65
davon sonstige Zinsen und ähnliche Aufwendungen aus Abzinsung 3.719,00 3.731,00
9. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 1.855.208,81 1.417.950,44
davon Erträge aus der Zuführung und Auflösung von latenten Steuern 6.300,00
davon Aufwendungen aus der Zuführung und Auflösung von latenten Steuern 700,00
10. Ergebnis nach Steuern 4.041.282,84 3.077.555,32
11. sonstige Steuern 27.995,64 39.643,00
12. Jahresüberschuss 4.013.287,20 3.037.912,32

Anhang für das Geschäftsjahr 2023

der Honold Contract Logistics GmbH, Neu-Ulm

I. Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss und zur Bilanzierung

Die Erstellung des Jahresabschlusses erfolgte nach den Vorschriften der §§ 242 ff. und der §§ 264 ff. des Handelsgesetzbuches in der aktuellen Fassung sowie nach den einschlägigen Vorschriften des GmbH-Gesetzes.

Angaben zur Identifikation der Gesellschaft laut Registergericht:

Firmenname laut Registergericht: Honold Contract Logistics GmbH
Firmensitz laut Registergericht: Neu-Ulm
Registereintrag: Handelsregister
Registergericht: Memmingen
Register-Nr.: HRB 6733

Die Buchführung und Aufstellung des Jahresabschlusses wurden nach den allgemeinen Bestimmungen der §§ 238 bis 256a HGB unter Berücksichtigung der Sondervorschriften für Kapitalgesellschaften gemäß §§ 264 bis 289 HGB vorgenommen.

Nach den Vorschriften des § 267 Abs. 3 HGB ist die Gesellschaft eine große Kapitalgesellschaft.

Die Gliederung der Gewinn- und Verlustrechnung erfolgt gemäß § 275 Abs. 2 HGB nach dem Gesamtkostenverfahren.

Die nach den gesetzlichen Vorschriften zu den Posten der Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung erforderlichen Vermerke sowie weitergehende Erläuterungen sind im Anhang enthalten.

II. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Für die Aufstellung des Jahresabschlusses sind die im Wesentlichen gegenüber dem Vorjahr unveränderten, nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend.

Erworbene immaterielle Vermögensgegenstände wurden zu Anschaffungskosten bilanziert. Sofern sie der Abnutzung unterliegen, wurden sie entsprechend ihrer Nutzungsdauer um planmäßige Abschreibungen (3 Jahre bzw. 5 Jahre; lineare Methode) vermindert.

Die Vermögensgegenstände des Sachanlagevermögens wurden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen, bewertet. Die Vermögensgegenstände wurden nach Maßgabe der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer (über 2 bis 20 Jahre) linear abgeschrieben.

Geringwertige Wirtschaftsgüter mit Einzelanschaffungskosten bis netto 800 EUR wurden im Zugangsjahr aktiviert und vollständig abgeschrieben.

Die Bewertung der Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe erfolgte zu Anschaffungskosten. Alle Bestandsrisiken im Vorratsvermögen, die sich aus der Lagerdauer oder geminderter Verwertbarkeit ergeben, wurden durch angemessene Wertabschläge berücksichtigt.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände wurden grundsätzlich zum Nennwert bewertet. Allen risikobehafteten Posten wurde durch die Bildung angemessener Wertberichtigungen Rechnung getragen. Das allgemeine Kreditrisiko wurde durch pauschale Abschläge berücksichtigt.

Die liquiden Mittel wurden mit dem Nennwert angesetzt.

Der aktive Rechnungsabgrenzungsposten weist Ausgaben vor dem Abschlussstichtag aus, die Aufwand für eine bestimmte Zeit nach dem Abschlussstichtag darstellen.

Die latenten Steuern beruhen auf temporären Differenzen zwischen Bilanzposten aus handelsrechtlicher und steuerrechtlicher Betrachtungsweise gemäß § 274 HGB. Die aktiven latenten Steuern resultieren aus den Abweichungen zwischen Handels- und Steuerbilanz bei den Rückstellungen für Pensionen, bei den Urlaubsrückstellungen sowie bei der Rückstellung für Leasingschäden. Zur Bewertung der latenten Steuern wurde ein Steuersatz von 30,00 % (Körperschaft- und Gewerbesteuer) zugrunde gelegt.

Das gezeichnete Kapital ist zum Nennwert angesetzt.

Die Pensionsrückstellungen wurden nach versicherungsmathematischen Grundsätzen entsprechend den Vorschriften des § 253 HGB berechnet. Dabei wurde der Zinssatz für die Rückstellungsermittlung auf Basis einer zehnjährigen Durchschnittsbildung und für die zur Bestimmung des ausschüttungsgesperrten Unterschiedsbetrags nach § 253 Abs. 6 HGB erforderliche zusätzliche Bewertung auf Basis einer siebenjährigen Durchschnittsbildung bestimmt. Der Berechnung wurde der von der Deutschen Bundesbank nach der Rückstellungsabzinsungsverordnung zum 31.12.2023 bei einer Restlaufzeit von 15 Jahren ermittelte Wert zugrunde gelegt.

Die Steuerrückstellungen beinhalten die das Geschäftsjahr betreffenden, noch nicht veranlagten Steuern.

Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten sowie drohenden Verluste aus schwebenden Geschäften. Sie wurden in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages gebildet.

Sonstige Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurden mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre abgezinst. Rückstellungen für Altersversorgungsverpflichtungen wurden mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen zehn Geschäftsjahre bei einer zulässig angenommenen pauschalen Restlaufzeit von 15 Jahren abgezinst.

Die Verbindlichkeiten wurden mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt.

III. Erläuterungen zur Bilanz

Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens sowie der Abschreibungen des laufenden Geschäftsjahres ist im Anlagenspiegel gesondert dargestellt.

Forderungen und Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen innerhalb der Honold-Gruppe werden in der Bilanz gesondert unter den Forderungen und Verbindlichkeiten gegenüber nahestehende Unternehmen ausgewiesen. Eine Verpflichtung zur Aufstellung eines Konzernabschlusses gemäß § 290 ff. HGB besteht für die Honold-Gruppe nicht, da es sich bei den nahestehenden Unternehmen nicht um verbundene Unternehmen im Sinne von § 271 Abs. 2 HGB handelt. Forderungen und Verbindlichkeiten gegenüber nahestehende Unternehmen resultieren sowohl aus Lieferungen und Leistungen als auch aus Darlehensgewährungen.

Die Forderungen gegen nahestehende Unternehmen beinhalten Darlehensforderungen in Höhe von insgesamt TEUR 722 (Vorjahr: TEUR 212). Davon haben TEUR 722 (Vorjahr: TEUR 0) eine Restlaufzeit von über einem Jahr. Die restlichen Forderungen gegen nahestehende Unternehmen resultieren aus Lieferungen und Leistungen.

Auf die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wurden in diesem Jahr keine Einzelwertberichtigungen gebildet (Vorjahr: TEUR 0).

Für das allgemeine Forderungsausfallrisiko wurde zusätzlich eine Pauschalwertberichtigung in Höhe von 1,00 % (TEUR 89) auf den um die einzelwertberichtigten Forderungen geminderten Netto-Forderungsbestand gebildet.

Sämtliche Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind, wie im Vorjahr, innerhalb eines Jahres fällig.

Von den sonstigen Vermögensgegenständen haben TEUR 700 (Vorjahr: TEUR 0) eine Restlaufzeit von größer einem Jahr.

Das in der Bilanz ausgewiesene gezeichnete Eigenkapital entspricht der Satzung und dem Handelsregistereintrag.

Die Kapitalrücklage in Höhe von TEUR 507 resultiert aus der Verschmelzung der Gerätelogistik GmbH im Geschäftsjahr 2010. Sie setzt sich in Höhe von TEUR 100 aus dem Stammkapital (§ 272 Abs. 2 Nr. 1 HGB) und in Höhe von TEUR 407 (§ 272 Abs. 2 Nr. 4 HGB) aus dem Gewinnvortrag der Gerätelogistik zusammen.

Die Pensionsrückstellungen resultieren aus der Übernahme von Mitarbeitern bei Erwerb eines Standortes in Aachen zum 1. Januar 2009.

Die Berechnung des notwendigen Erfüllungsbetrags für die Pensionsrückstellungen erfolgte nach der PUC-Methode (Projected Unit Credit Methode). Es wurden folgende Annahmen bei der Berechnung berücksichtigt:

• Abzinsung mit dem durchschnittlichen Marktzins der vergangenen zehn Jahre bei einer Restlaufzeit von 15 Jahren in Höhe von 1,82 % zum Stichtag (Vorjahr: 1,78 %)

• Rentendynamik von 2,0 % (Vorjahr: 2,0 %)

• Sterbetafeln nach Dr. Klaus Heubeck "Richttafeln 2018 G"

Gemäß § 253 Abs. 6 S. 1 HGB ist im Falle von Rückstellungen für Altersversorgungsverpflichtungen der Unterschiedsbetrag zwischen dem Ansatz der Rückstellungen nach Maßgabe des entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatzes aus den vergangenen zehn Geschäftsjahren und dem Ansatz der Rückstellungen nach Maßgabe des entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatzes aus den vergangenen sieben Geschäftsjahren in jedem Geschäftsjahr zu ermitteln.

EUR
Pensions-Rückstellung (durchschnittlicher Marktzinssatz 7 Jahre) 214.652
Pensions-Rückstellung (durchschnittlicher Marktzinssatz 10 Jahre) 212.089
Unterschiedsbetrag 2.563

Der vorstehende Unterschiedsbetrag ist gemäß § 253 Abs. 6 S. 2 HGB mit einer Ausschüttungssperre belegt.

Demnach dürfen Gewinne nur ausgeschüttet werden, wenn die nach der Ausschüttung verbleibenden frei verfügbaren Rücklagen zuzüglich eines Gewinnvortrags und abzüglich eines Verlustvortrags mindestens dem angeführten Unterschiedsbetrag entsprechen.

Die bestehenden Rücklagen zzgl. eines Gewinn- und abzgl. eines Verlustvortrags betrugen zum Bilanzstichtag TEUR 28.036.

Die sonstigen Rückstellungen setzen sich wie folgt zusammen:

TEUR
Rückstellungen für Personal 597
Rückstellungen für Schadensfälle 30
übrige Rückstellungen 141
768

Variable Bezüge Mitarbeiter

Mitarbeiter mit entsprechenden arbeitsvertraglichen Vereinbarungen erhalten ergebnisabhängige Vergütungen. Die zum Bilanzstichtag noch nicht abgerechneten Bezüge wurden als Rückstellung berücksichtigt und sind in den Rückstellungen für Personal enthalten.

Verbindlichkeiten

Gesamtbetrag davon mit einer Restlaufzeit
EUR < 1 Jahr
EUR
1 - 5 Jahre
EUR
> 5 Jahre
EUR
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 0,00 0,00 0,00 0,00
Vorjahr 0,00 0,00 0,00 0,00
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 1.967.631,90 1.967.631,90 0,00 0,00
Vorjahr 2.663.766,96 2.663.766,96 0,00 0,00
3. Verbindlichkeiten gegenüber nahestehenden Unternehmen 143.470,65 143.470,65 0,00 0,00
Vorjahr 368.371,11 368.371,11 0,00 0,00
4. sonstige Verbindlichkeiten 496.164,93 496.164,93 0,00 0,00
Vorjahr 446.013,48 446.013,48 0,00 0,00
2.607.267,48 2.607.267,48 0,00 0,00
Vorjahr 3.478.151,55 3.478.151,55 0,00 0,00

Die Verbindlichkeiten gegenüber nahestehenden Unternehmen resultieren, wie im Vorjahr, insgesamt aus Lieferungen und Leistungen.

In den sonstigen Verbindlichkeiten sind Verbindlichkeiten aus Steuern in Höhe von TEUR 450 (Vorjahr: TEUR 425) und Verbindlichkeiten im Rahmen der sozialen Sicherheit in Höhe von TEUR 43 (Vorjahr: TEUR 21) enthalten.

IV. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Umsatzerlöse

Die Umsatzerlöse Inland und Ausland entfallen zu 100 % auf Logistikleistungen und gliedern sich wie folgt:

EUR
Umsatz Inland 44.446.541
Umsatz Ausland 4.314.905
Erlöse Mieten 748.068
49.509.514

Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten Erträge aus Währungsumrechnung in Höhe von TEUR 1 (Vorjahr: TEUR 8). In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind Aufwendungen aus Währungsumrechnung in Höhe von TEUR 1 (Vorjahr: TEUR 10) enthalten.

Im Personalaufwand sind Aufwendungen für Altersversorgung in Höhe von TEUR 15 (Vorjahr: TEUR 20) enthalten.

Im Geschäftsjahr fielen Aufwendungen aus der Abzinsung von Rückstellungen in Höhe von TEUR 4 (Vorjahr: TEUR 4) an.

Periodenfremde Erträge und Aufwendungen

In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind periodenfremde Erträge in Höhe von TEUR 139 enthalten. Es handelt sich hierbei im Wesentlichen um Erträge aus dem Abgang von Gegenständen des Anlagevermögens, Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen sowie Erträge aus Gutschriften der KFZ-Steuer. In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind periodenfremde Aufwendungen in Höhe von TEUR 41 enthalten. Bei den periodenfremden Aufwendungen handelt es sich im Wesentlichen um Verluste aus dem Abgang von Gegenständen des Anlagevermögens.

V. Sonstige Angaben

Haftungsverhältnisse

Zum Bilanzstichtag bestanden selbstschuldnerische Höchstbürgschaften von TEUR 2.865 für die Honold MCC 3 Invest GmbH. Eine Inanspruchnahme hieraus ist als unwahrscheinlich einzustufen.

Des Weiteren bestanden zum Bilanzstichtag selbstschuldnerische Höchstbürgschaften von TEUR 10.329 für die Honold MCC 4 Invest GmbH sowie von TEUR 5.035 für die Honold MCC 7 Invest GmbH. Eine Inanspruchnahme hieraus ist ebenfalls als unwahrscheinlich einzustufen.

Die Gesellschaft partizipiert zusammen mit anderen Unternehmen aus der Honold-Gruppe an einem Rahmenkredit. Der Rahmenkredit hat zum Bilanzstichtag ein Volumen von TEUR 2.045. Die partizipierenden Unternehmen haften gesamtschuldnerisch. Der Rahmenkredit wurde zum Bilanzstichtag insgesamt in Höhe von TEUR 315 in Form von Avalkrediten beansprucht, hiervon entfallen TEUR 196 auf die Honold Contract Logistics GmbH und TEUR 119 auf ein weiteres Unternehmen der Honold-Gruppe. Eine Inanspruchnahme der Haftungsverhältnisse hieraus ist aufgrund der positiven Liquiditätslage der Gesellschaften als unwahrscheinlich einzustufen.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Laufzeit unter 1 Jahr
EUR
Laufzeit 1 bis 5 Jahre
EUR
Laufzeit mehr als 5 Jahre
EUR
Miete (Immobilien) 7.154.796 20.871.643 7.730.034
Leasing (Fahrzeuge) 318.041 203.444 0
Wartung, Instandhaltung (Fullservice) 192.712 252.342 0
7.665.549 21.327.429 7.730.034

Es handelt sich der Art und dem Zweck nach um notwendige Verpflichtungen zur Aufrechterhaltung des laufenden Betriebs. Besondere Risiken oder Vorteile ergeben sich hieraus nicht.

Die Mietverpflichtungen (Immobilien) bestehen überwiegend gegenüber Gesellschaften aus der Honold-Gruppe.

In den Verpflichtungen für Fullservice mit einer Restlaufzeit < 1 Jahr sind TEUR 25 an Verpflichtungen für Serviceleistungen für Stapler enthalten. Hierbei handelt es sich um eine Hochrechnung auf Basis der bis zum Erstellungszeitpunkt hierfür aufgelaufenen Kosten. Diese Verträge werden jährlich verlängert.

Organe

Als Geschäftsführer waren bestellt:

• Heiner Matthias Honold (Gesamtgeschäftsführung)

Dieser ist einzelvertretungsberechtigt und von den Beschränkungen des § 181 BGB befreit.

• Walter Köpf (operative Geschäftsführung, Bereich Metall)

• Lukas Maier (operative Geschäftsführung)

Angabe der Organbezüge gemäß § 285 Nr. 9 HGB

Die im Geschäftsjahr gewährten Gesamtbezüge betragen TEUR 741.

Wirtschaftsprüfer

Das Gesamthonorar des Wirtschaftsprüfers für das Jahr 2023 beträgt TEUR 23.

Mitarbeiter

2023 2022
Angestellte 70 66
Gewerbliche 174 174
Summe 244 240
Auszubildende 2 5

Ergebnisverwendung

Die Geschäftsführung schlägt vor den Jahresüberschuss in Höhe von 4.013.287,20 EUR auf neue Rechnung vorzutragen.

Nachtragsbericht

Vorgänge von besonderer Bedeutung, die nach dem Schluss des Geschäftsjahres eingetreten und weder in der Gewinn- und Verlustrechnung noch in der Bilanz berücksichtigt sind, bestehen darüber hinaus nicht.

 

Neu-Ulm, den 9. August 2024

Honold Contract Logistics GmbH

vertreten durch

Heiner Matthias Honold, Geschäftsführer

Walter Köpf, Geschäftsführer

Lukas Maier, Geschäftsführer

ANLAGENSPIEGEL zum 31. Dezember 2023

der Honold Contract Logistics GmbH

Anschaffungs-/ Herstellungskosten
01.01.2023
EUR
Zugang
EUR
Abgang
EUR
Umbuchungen
EUR
31.12.2023
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 1.139.881,49 0,00 0,00 0,00 1.139.881,49
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 2.275.600,71 114.308,62 0,00 0,00 2.389.909,33
2. technische Anlagen und Maschinen 8.698.435,74 1.326.295,71 0,00 1.447.294,42 11.472.025,87
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 16.766.054,12 1.116.234,68 864.268,27 495.013,95 17.513.034,48
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 1.942.308,37 15.107,66 -1.942.308,37 15.107,66
29.682.398,94 2.571.946,67 864.268,27 0,00 31.390.077,34
30.822.280,43 2.571.946,67 864.268,27 0,00 32.529.958,83
Abschreibungen
01.01.2023
EUR
Zugang
EUR
Abgang
EUR
31.12.2023
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 1.004.318,49 59.057,00 0,00 1.063.375,49
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 781.813,71 225.575,62 0,00 1.007.389,33
2. technische Anlagen und Maschinen 3.141.190,74 678.740,13 0,00 3.819.930,87
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 8.888.971,62 1.310.728,63 635.212,27 9.564.487,98
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00
12.811.976,07 2.215.044,38 635.212,27 14.391.808,18
13.816.294,56 2.274.101,38 635.212,27 15.455.183,67
Buchwerte
31.12.2022
EUR
31.12.2023
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 135.563,00 76.506,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 1.493.787,00 1.382.520,00
2. technische Anlagen und Maschinen 5.557.245,00 7.652.095,00
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 7.877.082,50 7.948.546,50
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 1.942.308,37 15.107,66
16.870.422,87 16.998.269,16
17.005.985,87 17.074.775,16

sonstige Berichtsbestandteile

Angaben zur Feststellung:

Der Jahresabschluss wurde am 12.08.2024 festgestellt.

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die Honold Contract Logistics GmbH, Neu-Ulm

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Honold Contract Logistics GmbH, Neu-Ulm - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Honold Contract Logistics GmbH, Neu-Ulm für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

• entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und

• vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

• identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

• gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

• beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

• ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

• beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

• beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

• führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Ulm, 12. August 2024

SGP Schneider Geiwitz GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Steuerberatungsgesellschaft

signiert von: Bohnert, Wirtschaftsprüfer

Nachrichten & Medien

Insolvenzbekanntmachungen

Aktuelle Insolvenzverfahren

Prüfen, ob Insolvenzverfahren für dieses Unternehmen vorliegen

Handelsregister Dokumente

Gesellschafterliste
Aktueller Abdruck
Chronologischer Abdruck

Organisationen an dieser Adresse

33 nahegelegene Organisationen

Liste von Unternehmen und Organisationen an oder in der Nähe dieser Geschäftsadresse. Die Daten umfassen Firmennamen, Adressen, Registrierungsdetails und Branchenklassifikationen.
Die Informationen auf dieser Seite stammen aus öffentlichen Quellen, offiziellen Registern oder werden von Drittanbietern bereitgestellt. Fusionbase übernimmt keine Garantie für die Richtigkeit, Vollständigkeit oder Aktualität der Daten. Melde dich bei Fragen oder Anregungen über unser Kontaktformular.