FraReMa Frankfurt Real Estate Management GmbH
Selbe AdresseVerwaltung von Gewerbegrundstücken und Nichtwohngebäuden für Dritte
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Fabrizio Cometto seit 31.7.2024 | Geschäftsführer |
Julien Bertic seit 2.5.2023 | Geschäftsführer |
Marco Gilardi seit 7.2.2023 | Geschäftsführer |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
Gianni Versace S.r.l. | 100.00% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Versace Deutschland GmbHFrankfurt am MainJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.04.2023 bis zum 31.03.2024LageberichtA. Geschäftsmodell Versace Deutschland GmbH mit Firmensitz in Frankfurt am Main ist seit 1995 als Anbieter exklusiver Luxusartikel tätig. Die Gesellschaft vertreibt und verkauft in Deutschland insbesondere Damen- und Herrenbekleidung, Schuhe und Accessoires der Marke Versace an Endverbraucher. Daneben werden Schmuck, Parfüm, (Sonnen-)Brillen und - in geringerem Umfang - Einrichtungsgegenstände aus Porzellan sowie Heimtextilien und Möbel vertrieben. Organisatorisch ist die Gesellschaft über die italienische Anteilseignerin, Gianni Versace S.r.l., Mailand, Italien, in die weltweit operierende und in den Vereinigten Staaten von Amerika börsennotierte Michael Kors-Gruppe (Capri Holdings Limited) eingegliedert. Sitz der Gesellschaft ist Frankfurt am Main; die Gesellschaft betreibt Boutiquen in Düsseldorf, Frankfurt am Main und München sowie Outlet-Stores in Ingolstadt, Metzingen, Neumünster und Wertheim. Daneben unterhält die Gesellschaft einen Corner im Oberpollinger in München sowie drei Corner im KaDeWe in Berlin. B. Wirtschaftsbericht I. Darstellung und Analyse des Geschäftsverlaufs und des Geschäftsergebnisses 1. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Betrachtung Die Weltwirtschaft entwickelte sich im Kalenderjahr 2023 mit einem Wachstum von 3,1 Prozent etwas besser als noch vor einem Jahr prognostiziert. Historisch betrachtet war das Jahr 2023 jedoch - die Rezessionsjahre ausgenommen - eines der wachstumsschwächsten der letzten drei Jahrzehnte. Nur im Jahr 2019 war der Zuwachs mit +2,8 Prozent geringer. In den USA (+2,5 Prozent) sowie in mehreren großen Schwellen- und Entwicklungsländern fiel das Bruttoinlandsprodukt 2023 höher aus als zunächst erwartet. Im Falle der USA trug die Dynamik des Konsums entscheidend dazu bei. Im Euro-Raum hingegen verhielten sich die Verbraucher angesichts hoher Inflationsraten und Energiekosten weiterhin zurückhaltend. Zudem litten der private Konsum und die Unternehmensinvestitionen unter den deutlich gestiegenen Finanzierungskosten. Das Wachstum im Euro-Raum war zusammen mit dem im Vereinigten Königreich mit jeweils +0,5 Prozent das schwächste unter den großen entwickelten Volkswirtschaften. Die direkten und indirekten negativen Auswirkungen des Krieges in der Ukraine sind in Europa nach wie vor am deutlichsten zu spüren. Während sich das Wachstumstempo in den entwickelten Volkswirtschaften - mit Ausnahme der USA - im abgelaufenen Berichtsjahr gegenüber 2022 deutlich verlangsamte, konnte die Gruppe der Schwellen- und Entwicklungsländer ihre Dynamik mit +4,1 Prozent beibehalten. Überraschend robust zeigte sich die russische Wirtschaft trotz der Sanktionen (+3 Prozent). In China belasteten der Immobiliensektor, geopolitische Verstimmungen mit den USA und der EU sowie schwache Industrieinvestitionen die konjunkturelle Erholung. Das gesamtwirtschaftliche Wachstum für Asien (China und Indien) lag laut Internationalem Währungsfonds (IWF) bei +5,2 Prozent. Die pandemiebedingten Störungen der Wertschöpfungsketten nahmen im Verlauf des Jahres 2023 sukzessive ab. Die Nationalbanken hielten weitgehend an ihrer restriktiven Geldpolitik fest, wodurch sich die Kreditkosten in mehreren Ländern im Laufe des Berichtsjahres weiter erhöhten. Die Inflationsraten gingen im Jahresverlauf in den meisten Ländern zwar zurück, lagen aber zumeist noch deutlich über dem Zielniveau. Die globale Inflationsrate lag bei geschätzt +6,8 Prozent. Der globale Warenhandel wuchs im Gesamtjahr 2023 nur um geschätzte +0,4 Prozent. Und auch die Industrieproduktion entwickelte sich 2023 mit real +0,8 Prozent sehr schwach. In den entwickelten Volkswirtschaften ging sie um -1,3 Prozent zurück. Nur in den USA konnte ein Rückgang der Industrieproduktion vermieden werden. Die Schwellen- und Entwicklungsländer erreichten dagegen einen Zuwachs von +2,7 Prozent, wobei China (+4,1 Prozent) und die osteuropäischen Länder einschließlich der GUS (+3,4 Prozent) überdurchschnittlich zulegten. In Deutschland lag das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) im Jahr 2023 nach ersten Berechnungen des Statistischen Bundesamtes um 0,3 Prozent niedriger als im Vorjahr. Die gesamtwirtschaftliche Entwicklung in Deutschland kam im nach wie vor krisengeprägten Umfeld ins Stocken. Zudem dämpften die trotz der jüngsten Rückgänge nach wie vor hohen Preise auf allen Wirtschaftsstufen die Konjunktur. Hinzu kamen ungünstigere Finanzierungsbedingungen aufgrund der gestiegenen Zinsen und eine geringere Nachfrage aus dem In- und Ausland. Damit setzte sich die Erholung der deutschen Wirtschaft vom tiefen Einbruch im Corona-Jahr 2020 nicht weiter fort. Die Entwicklung der Bruttowertschöpfung verlief im Jahr 2023 in den einzelnen Wirtschaftsbereichen sehr unterschiedlich: Die Wirtschaftsleistung im Produzierenden Gewerbe (ohne Baugewerbe) ging insgesamt deutlich um 2,0 Prozent zurück. Entscheidend dafür war eine sehr viel niedrigere Produktion im Bereich Energieversorgung. Das Verarbeitende Gewerbe, das fast 85 Prozent des Produzierenden Gewerbes (ohne Bau) ausmacht, war im Jahr 2023 preisbereinigt ebenfalls im Minus (-0,4 Prozent). Positive Impulse kamen hier vorrangig aus der Automobilindustrie und dem sonstigen Fahrzeugbau. Dagegen sanken Produktion und Wertschöpfung in den energieintensiven Industriezweigen wie der Chemie- und Metallindustrie erneut, nachdem die Wirtschaftsleistung in diesen Branchen bereits 2022 besonders negativ auf die steigenden Energiepreise reagiert hatte. Im Baugewerbe machten sich neben den weiterhin hohen Baukosten und dem Fachkräftemangel insbesondere die zunehmend schlechteren Finanzierungsbedingungen bemerkbar. Die meisten Dienstleistungsbereiche konnten ihre wirtschaftlichen Aktivitäten im Vorjahresvergleich erneut ausweiten und stützten so die Wirtschaft im vergangenen Jahr. Der Staat reduzierte im Jahr 2023 erstmals seit fast 20 Jahren seine preisbereinigten Konsumausgaben (-1,7 Prozent). Das lag vor allem am Wegfall staatlich finanzierter Corona-Maßnahmen wie Impfungen und Ausgleichszahlungen für freie Bettenkapazitäten in Krankenhäusern. In Ausrüstungen - das sind vor allem Investitionen in Maschinen, Geräte und Fahrzeuge - wurde dagegen preisbereinigt deutlich mehr investiert als im Jahr 2022 (+3,0 Prozent). Dazu trug vor allem der Anstieg der gewerblichen Pkw-Neuzulassungen bei, der durch den bis August 2023 geltenden Umweltbonus für Elektroautos im Firmenwagenbereich verstärkt wurde. Die verhaltene weltwirtschaftliche Dynamik und die schwache inländische Nachfrage im Jahr 2023 machten sich auch beim Handel mit dem Ausland bemerkbar, der trotz sinkender Preise zurückging. Dabei sanken die Importe (preisbereinigt -3,0 Prozent) kräftiger als die Exporte (preisbereinigt -1,8 Prozent). Damit kam es im Saldo zu einem positiven Außenbeitrag, der das BIP stützte. Entgegen vorgenannter negativer Konjunkturdaten konnte der Einzelhandel mit Bekleidung in Deutschland in 2023 einen realen Umsatzzuwachs verzeichnen, obwohl der Einzelhandel insgesamt ca. 3% im Vergleich zum Vorjahr verlor. Die hohe Inflation hat im vergangenen Jahr das Konsumverhalten in vielerlei Hinsicht beeinflusst. Wie stark sich dies auch in den Einzelhandelsumsätzen widerspiegelt, zeigen die vorliegenden Zahlen: Während der Einzelhandelsumsatz insgesamt laut Statistischem Bundesamt (Destatis) nominal um 2,9% zulegte, hat er real 3,3% verloren. Die Konsumentinnen und Konsumenten haben also preisbereinigt weniger konsumiert als 2022. Für den Modebereich gilt dies allerdings nicht: Nach Berechnungen des Statistischen Bundesamtes legten die Umsätze im Einzelhandel mit Bekleidung im vergangenen Jahr im Vergleich zu 2022 nominal um 2,9% zu. Und auch preisbereinigt verzeichneten die Statistiker mit plus 1,7% eine positive Entwicklung. Ebenso verzeichneten die Hersteller persönlicher Luxusgüter, zu denen unter anderem hochwertige Kleidung, Schuhe, Lederwaren, Parfüm und Schmuck zählen, im Jahr 2023 wiederum Rekordumsätze. So stiegen diese nach Schätzungen von Bain & Company in 2023 im Vergleich zum Vorjahr um ca. 4% auf einen weltweiten Umsatz von 361 Milliarden Euro. Laut der Bain Studie haben die weltweiten Einkäufe von Touristinnen und Touristen fast wieder das Niveau von vor der Corona-Pandemie erreicht. Auch in Europa entwickelte sich die Erholung weiter fort: So dürfte der Markt für persönliche Luxusgüter dort in 2023 um ca. 7% im Vergleich zum Vorjahr auf 102 Milliarden Euro zugelegt haben. 2. Internes Steuerungssystem sowie Leistungsindikatoren Die interne Steuerung erfolgt über das konzernweit identische Berichtswesen in Anlehnung an die International Financial Reporting Standards (IFRS), allerdings ohne Berücksichtigung des IFRS 16 (Leasingverhältnisse). Hier werden insbesondere die "Revenues Third Parties", d.h. die Umsatzerlöse mit Kunden, ohne Berücksichtigung sog. Inter-Company-Umsätze, die "Labour Cost", d.h. die Personalaufwendungen, sowie "Rent", d.h. die Mietaufwendungen als Steuerungskennzahlen (KPI - Key Performance Indicator(s)) herangezogen. 3. Geschäftsverlauf der Gesellschaft Im Geschäftsjahr 2024 (01.04.2023 bis 31.03.2024) erzielte die Gesellschaft Umsatzerlöse von insgesamt TEUR 16.523 (Vorjahr bzw. Geschäftsjahr 2023 vom 01.04.2022 bis 31.03.2023: TEUR 16.694). Hiervon betreffen im Wesentlichen Umsatzerlöse von TEUR 12.457 (Vorjahr: TEUR 12.670) das Kerngeschäft auf dem deutschen Markt mit Privatkunden sowie TEUR 2.476 (Vorjahr: TEUR 2.147) die umsatzsteuerfreien Umsätze mit Privatkunden aus Drittstaaten. Während sich die Umsätze auf dem deutschen Markt in etwa auf Vorjahresniveau stabilisierten, konnten die Umsätze mit Touristen aus Übersee ausgeweitet werden. Umsatzmindernd hat sich jedoch im Vergleich zum Vorjahr die Insolvenz der The KaDeWe Group ausgewirkt, die im Berichtszeitraum zu Forderungsverlusten in Höhe von TEUR 417 führten. Nach Schließung der Düsseldorfer Boutique am alten Standort im Dezember 2022 wurden die Verkäufe in Düsseldorf im Zeitraum Mai 2023 bis Mitte März 2024 zunächst in einem sogenannten Temporary Store weitergeführt. Seit Mitte März 2024 erfolgen die Verkäufe aus der wiedereröffneten Düsseldorfer Boutique - am neuen Standort. Weitere Wieder- bzw. Neueröffnungen oder wesentliche Änderungen in der Geschäftspolitik waren für das Geschäftsjahr 2024 weder geplant noch durchgeführt worden. Zum 31. März 2024 betrug das EBIT 317 und der Jahresüberschuss TEUR 421 (Vorjahr: EBIT 336 und Jahresüberschuss von TEUR 334). Der leichte Rückgang des EBIT im Geschäftsjahr 2024 im Vergleich zum Geschäftsjahr 2023 basiert im Wesentlichen auf höheren Zinserträgen und Ertragssteuererstattungen. Daneben stiegen im Vergleich zum Vorjahr im Geschäftsjahr 2024 die sonstigen betrieblichen Erträge von TEUR 1.933 im Vorjahr auf TEUR 5.372 im Geschäftsjahr. Die sonstigen betrieblichen Erträge resultieren hierbei im Wesentlichen mit TEUR 5.250 aus der Verrechnungspreisanpassung mit der Muttergesellschaft (Vorjahr: TEUR 587). Die Verrechnungspreise ermitteln sich auf Basis der IFRS unter Berücksichtigung von Aufwendungen eines IFRS-basierten Impairment-Tests. II. Lage des Unternehmens 1. Vermögenslage Der Anstieg der Bilanzsumme um 24,1 % auf TEUR 16.240 (Vorjahr: TEUR 13.089) resultiert auf der Aktivseite - im Vergleich zum Vorjahr - im Wesentlichen aus der Erhöhung des Anlagevermögens aufgrund der Investitionen in die neue Düsseldorfer Boutique, des Umlaufvermögens infolge höherer Warenvorräte und Forderungen gegen verbundene Unternehmen sowie auf der Passivseite in einem höheren Rückstellungsbedarf und Verbindlichkeiten gegenüber dem bei der Bank Mendes Gans geführten konzernweiten Cashpool. Zum Bilanzstichtag 31. März 2024 beträgt das Anlagevermögen TEUR 5.096 (Vorjahr: TEUR 3.249) und entspricht damit 31,4 % (Vorjahr: 24,8 %) der Bilanzsumme. Die Vorräte betragen zum Bilanzstichtag TEUR 4.520 (Vorjahr: TEUR 2.865); dies entspricht 27,8 % der Bilanzsumme (Vorjahr: 21,9 %). Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände betragen zum Bilanzstichtag TEUR 6.169 (Vorjahr: TEUR 1.391) und machen damit 38,0 % (Vorjahr: 10,6 %) der Bilanzsumme aus. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von TEUR 566 (Vorjahr: TEUR 339) bestehen - wie in den Vorjahren - im Wesentlichen gegen Kreditkarteninstitute und die sonstigen Vermögensgegenstände in Höhe von insgesamt TEUR 160 (Vorjahr: TEUR 78) betreffen mit TEUR 124 Umsatzsteuerforderungen sowie mit TEUR 36 Kautionen. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen zum 31. März 2024 von insgesamt TEUR 5.443 (Vorjahr: TEUR 974) beinhalten Forderungen gegen die Alleingesellschafterin GIANNI VERSACE S.r.l. von TEUR 5.318 (Vorjahr: TEUR 822), die in Höhe von TEUR 5.250 aus der Verrechnungspreisanpassung sowie in Höhe von TEUR 68 aus dem Liefer- und Leistungsverkehr resultieren sowie Forderungen aus dem Liefer- und Leistungsverkehr in Höhe von TEUR 125 gegenüber weiteren Unternehmen des Konzernverbunds. Der Anstieg der Forderungen gegen verbundene Unternehmen von TEUR 974 (Vorjahr) auf TEUR 5.443 ist im Wesentlichen durch die im Vergleich zum Vorjahr erhöhte verrechnungspreisbedingten Forderung gegen die Muttergesellschaft für das Geschäftsjahr 2024 bedingt. Insgesamt macht das Umlaufvermögen mit TEUR 10.693 (Vorjahr: TEUR 9.468) damit 65,8 % (Vorjahr: 72,3 %) der Bilanzsumme aus. Die aktiven Rechnungsabgrenzungsposten betragen zum Bilanzstichtag TEUR 451 (Vorjahr: TEUR 371) und betreffen im Wesentlichen abgegrenzte Mietzahlungen für den Monat April 2024. Auf der Passivseite sind die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen von TEUR 517 (Vorjahr) auf TEUR 892 infolge der Investitionen in die neue Düsseldorfer Boutique gestiegen, während sich die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen, die ausschließlich aus dem Lieferungsverkehr resultieren, von TEUR 717 (Vorjahr) auf TEUR 455 verringerten. In den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen sind Verbindlichkeiten gegenüber der Alleingesellschafterin GIANNI VERSACE S.r.l. in Höhe von TEUR 396 (Vorjahr: TEUR 684) enthalten. Insgesamt betragen die Verbindlichkeiten mit TEUR 3.542 (Vorjahr: TEUR 1.361) 21,8 % (Vorjahr: 10,4 %) der Bilanzsumme. Unter den sonstigen Rückstellungen in Höhe von insgesamt TEUR 2.037 (Vorjahr: TEUR 1.442) sind zum Bilanzstichtag im Wesentlichen Rückstellungen für Personalkosten (TEUR 759; Vorjahr: TEUR 812), für Rückbauverpflichtungen (TEUR 222; Vorjahr: TEUR 206) sowie für ausstehende Rechnungen (TEUR 951; Vorjahr: TEUR 323) passiviert. Der Anstieg der sonstigen Rückstellungen von TEUR 1.442 zum 31. März 2023 auf TEUR 2.037 zum 31. März 2024 um insgesamt TEUR 595 entfällt im Wesentlichen auf Rückstellungen für ausstehende Rechnungen (+TEUR 628), insbesondere für den Innenausbau und die Ladeneinrichtung der neuen Düsseldorfer Boutique. Das Eigenkapital ist aufgrund des Jahresüberschusses 2024 von TEUR 10.240 (Vorjahr) auf TEUR 10.661 gestiegen; die Eigenkapitalquote beträgt 65,6 % (Vorjahr: 78,2 %). 2. Finanzlage Die liquiden Mittel betrugen zum 31. März 2024 TEUR 4 (31.03.2022: TEUR 5.212). Die Liquidität wird durch die Konzernmuttergesellschaft Capri Holdings Limited über die Einbeziehung in das konzernweite Cashpooling bei der Bank Mendes Gans gewährt. Hieraus bestehen zum Bilanzstichtag Verbindlichkeiten gegen den bei der Bank Mendes Gans geführten konzernweiten Cashpool in Höhe von TEUR 2.037 (Vorjahr: TEUR 0). Die Investitionen im Geschäftsjahr 2024 wurden aus Eigenmitteln und dem konzernweiten Cashpool bei der Bank Mendes Gans finanziert. Die Investitionen des Geschäftsjahres 2024 von insgesamt TEUR 3.132 in das Anlagevermögen der Gesellschaft betrafen mit TEUR 3.088 insbesondere den Innenausbau und die Ladeneinrichtung der im April 2024 wiedereröffneten Düsseldorfer Boutique am neuen Standort. Die Gesellschaft verfügt über ihre Konzernbeziehungen zu Gianni Versace S.r.l. und Capri Holdings Limited sowie aufgrund ihrer Einbindung in das Cashpooling über einen gesicherten Zugang an liquiden Mitteln. 3. Ertragslage Im Geschäftsjahr 2024 erzielte die Gesellschaft Umsatzerlöse von insgesamt TEUR 16.523 (Vorjahr: TEUR 16.694). Hiervon betreffen im Wesentlichen Umsatzerlöse von TEUR 12.457 (Vorjahr: TEUR 12.670) das Kerngeschäft auf dem deutschen Markt mit Privatkunden sowie TEUR 2.476 (Vorjahr: TEUR 2.147) die umsatzsteuerfreien Umsätze mit Privatkunden aus Drittstaaten. Einfluss auf die Kostenstruktur haben vor allem der Materialaufwand in Höhe von TEUR 9.032 (Vorjahr: TEUR 7.463) und die sonstigen betrieblichen Aufwendungen in Höhe von TEUR 7.723 (Vorjahr: TEUR 6.747). Letztere entfallen mit TEUR 5.439 (Vorjahr: TEUR 4.484) auf Raumkosten im Zusammenhang mit gemieteten Geschäftsräumen. Die Materialaufwandsquote im Verhältnis zu den Umsatzerlösen beträgt 54,7 % gegenüber 44,7 % zum 31. März 2023. Die Personalaufwendungen betrugen im Geschäftsjahr 2024 TEUR 3.538 (Vorjahr: TEUR 3.237). Mit 21,4 % (Vorjahr: 19,4 %) ist die Personalaufwandsquote im Verhältnis zu den Umsatzerlösen sowie im Vorjahresvergleich aufgrund einer Abfindung sowie höherer Urlaubs- und Überstundenansprüche gestiegen, ebenso die Abschreibungsquote mit 7,8 % (Vorjahr: 5,1 %) infolge der Investitionen in die Düsseldorfer Boutique am neuen Standort. Zum 31. März 2024 beschäftigte die Gesellschaft 60 Mitarbeiter (31.03.2023: 62 Mitarbeiter). Der Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) beträgt TEUR 1.602 (31.03.2023: TEUR 1.180). Nach Abschreibungen in Höhe von TEUR 1.285 (31.03.2023: TEUR 844) wird ein operatives Betriebsergebnis (EBIT) von TEUR 317 (31.03.2023: TEUR 336) ausgewiesen. Das Finanzergebnis beträgt im Geschäftsjahr 2024 TEUR 78 (31.03.2023: TEUR 45). Nach Steuern von -TEUR 26 (31.03.2022: TEUR 48) beträgt der Jahresüberschuss des Geschäftsjahres 2024 TEUR 421 (31.03.2023: TEUR 334). Die interne Steuerung mittels KPI erfolgt über das konzernweite Reporting in Anlehnung an die International Financial Reporting Standards (IFRS). Durch die unterschiedliche Darstellung der Zahlen nach IFRS und HGB ist dieses nicht direkt aus den HGB-Zahlen abzulesen, jedoch handelt es sich dabei - neben den Unterschieden aufgrund der Anwendung von IFRS bzw. HGB - lediglich um nicht wesentliche Unterschiede im Ausweis aufgrund unterschiedlicher Darstellung gemäß den Bilanzierungsrichtlinien der Versace-Gruppe. So gibt es bei Ermittlung der "Revenues Third Parties" ebenso wie bei den "Labour Cost" keine Unterschiede zwischen IFRS und HGB. Lediglich die Mietaufwendungen ("Rent") werden unter Berücksichtigung der Mietlinearisierung gem. IFRS anders als nach HGB ermittelt, wobei anzumerken ist, dass IFRS 16 (Leasingverhältnisse) in diesem Zusammenhang keine Berücksichtigung findet. Das konzernweite Reporting-Jahr läuft vom 1. März bis zum 28./29. Februar des Folgejahres und weicht somit vom Geschäftsjahr der Gesellschaft und der Gruppe (1. April bis 31. März) ab. Hintergrund der Abweichung des Reporting-Jahrs vom Geschäftsjahr ist die konzernweite Konsolidierung der Versace Gruppe durch die börsennotierte Konzernspitze nach US-GAAP, die mit einem Zeitabstand von einem Monat erfolgt. Die Entwicklung gemäß der internen Steuerung lautet wie folgt:
Die Ist-"Revenues Third Parties" wurden im Geschäftsjahr 2024 im Vergleich zur Planung um 13,7 % unterschritten. Da es sich bei den Personal- und Mietaufwendungen im Wesentlichen um Aufwendungen mit Fixkostencharakter handelt, wichen die Ist-"Labour Cost" im Verhältnis zu den Ist-"Revenues Third Parties" um drei und die Ist- "Rent" um fünf Prozentpunkten von der Planung ab. 4. Gesamtaussage zur wirtschaftlichen Lage Zusammenfassend betrachtet wird das Gesamtbild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage durch die Geschäftsführung als zufriedenstellend beurteilt. C. Bericht über die zukünftige Entwicklung sowie Chancen und Risiken des Unternehmens I. Risikobericht Ziel des Finanz- und Risikomanagements der Gesellschaft ist die Sicherung des Unternehmenserfolgs gegen Risiken jeglicher Art. Eventuelle Risiken, die einen Einfluss auf die Geschäftstätigkeit haben, können so frühzeitig erkannt und analysiert werden, um darauf angemessen zu reagieren. Das Finanz- und Risikomanagement beruht auf der Analyse der Plan-Ist-Abweichungen im Rahmen des monatlichen Reportings an die Muttergesellschaft. Eventuell erforderliche Anpassungsmaßnahmen können somit zeitnah durchgeführt werden. Wesentliche Markrisiken für die Entwicklung der Gesellschaft werden hauptsächlich in möglichen Nachfrageeinbrüchen aufgrund der Unsicherheiten bzw. einer weiteren Eskalation im Hinblick auf die aktuellen Kriege in der Ukraine und in Nahost und damit verbunden die Störung der Seewege bzw. der Lieferketten sowie in der inflationären Entwicklung gesehen, die die Kauffreude der Kunden eintrüben könnte. Weiteren Risiken wie das Wettbewerbsrisiko in der Luxusgüter-Branche begegnet die Gesellschaft weiterhin durch Erfahrung, Innovationen, Zuverlässigkeit und vor allem durch ein höchstes Maß an Qualität und Unterscheidbarkeit. Daneben ist das Mietrisiko für alle Standorte aufgrund durchweg langfristiger Mietverträge weitgehend minimiert. Es handelt sich bei den Boutique-Standorten um sehr begehrte Premium-Lagen, die eine Weitervermietung bei Standortschließungen ermöglichen. Auf der Beschaffungsseite unterliegt die Gesellschaft keinem besonderen Beschaffungsmarktrisiko, da die Produkte ausschließlich vom italienischen Mutterkonzern bzw. von verbundenen Unternehmen bezogen werden. Durch die hohe Verarbeitungsqualität der Produkte und der konzerninternen Beschaffung ist darüber hinaus auch das Gewährleistungsrisiko so gut wie ausgeschlossen. Die Gesellschaft verfügt über solvente Kunden und einen gefestigten heimischen Kundenstamm; es gibt kein wesentliches Forderungsausfallrisiko, da die Kunden vor Ort mit Kreditkarte oder bar bezahlen und die Gesellschaft sehr eng mit den Kreditkarteninstituten zusammenarbeitet. Lediglich die Insolvenz der KaDeWe-Gruppe, die zu Forderungsverlusten in Höhe von TEUR 417 führte, war weder plan- noch vorhersehbar. Währungsrisiken sind wegen der ausschließlichen Rechnungstellung in Euro ebenfalls ausgeschlossen. Daneben werden mögliche steuer-, wettbewerbs- und kartellrechtliche Risiken durch interne und auch externe Experten überwacht. Nach Überprüfung der gegenwärtigen allgemeinen und speziellen Risikosituation, auch unter Berücksichtigung der Kriege in der Ukraine und Nahost und der Inflation kommt die Geschäftsführung zu dem Ergebnis, dass von einer Unternehmensfortführung ausgegangen werden kann. Die Liquiditätslage ist durch die Einbindung der Gesellschaft in das Cashpooling der Capri Holdings Limited sichergestellt. Die Gesellschaft wird über das bestehende Verrechnungspreisabkommen mit der Muttergesellschaft gesteuert, sodass auf Basis des IFRS-Reportings eine positive Marge erzielt wird. Nach Beurteilung aller im abgelaufenen Geschäftsjahr eingetretenen Geschäftsvorfälle und nach Überprüfung der gegenwärtigen allgemeinen und speziellen Risikosituation unter Berücksichtigung der Kriege in der Ukraine und Nahost sowie der Inflationsgefahr, konnten keine Risiken festgestellt werden, die den Bestand des Unternehmens gefährden beziehungsweise wesentliche Auswirkungen auf die zukünftige Vermögens-, Finanz- und Ertragslage haben. II. Chancenbericht Trotz Inflation und der Kriege in der Ukraine und Nahost werden auch künftig lokale Konsumenten sowie kaufkräftige Touristinnen und Touristen Einfluss auf das Wachstum der Gesellschaft haben, vor allem aus den asiatischen Ländern. Der Kernmarkt für Luxusprodukte bleibt kurz- bis mittelfristig weiterhin ein Wachstumsmarkt. Entscheidend wird dabei nach Expertenmeinung von Bain & Company die Entwicklung in China sein. So beeinflusst das dortige Kaufverhalten und die Lust am Teuren den Luxusmarkt seit Jahren stark. Für die Branche steht fest, dass die chinesischen Konsumenten entscheidend zum Wachstum des Luxusgütermarktes beitragen werden. Bis 2025 wird fast die Hälfte aller Luxusgüter-Käufe von Chinesen getätigt werden. Daneben bleiben die mittel- bis langfristigen Trends, die das künftige Wachstum antreiben, erhalten. So machen die Generation Z und die Millennials inzwischen 500 Millionen der 1,4 Milliarden Einwohner Chinas aus, und 2018 war diese Gruppe, die sehr optimistisch ist, was ihre Zukunft anbelangt, für rund 60% des Wachstums der Gesamtkonsumausgaben in China verantwortlich. Weltweit und langfristig betrachtet bleiben die Generationen Y (nach 1980 geboren) und Z (nach 1995 geboren) sowie die Millennials die Wachstumsmotoren des Luxusgütermarktes. Auf sie entfällt das gesamte globale Wachstum und sie werden bis 2025 bis zu 85 % des gesamten Luxusgütermarktes ausmachen. Laut der Studie von Bain & Company könnte das weltweite Marktvolumen bis 2030 auf bis zu 570 Milliarden Euro steigen, was gemessen an den 220 Milliarden Euro des Jahres 2020 weit mehr als eine Verdoppelung bedeuten würde. Chancen für die Entwicklung der Gesellschaft ergeben sich in diesem Zusammenhang insbesondere durch die Optimierung bzw. die Neugestaltung der bestehenden Standorte, um die Kollektionen in einem luxuriösen Ambiente vorzustellen und um gleichzeitig eine höhere europäische, nationale und lokale Nachfrage zu generieren. So werden regelmäßig exklusive Mode- und Verkaufsschauen für ausgesuchte (Stamm-)Kunden veranstaltet, was die Kundenbindung weiter vertiefen soll. Ausschlaggebend ist dabei nach wie vor das persönliche Kauferlebnis der Kunden im Ladengeschäft stetig zu verbessern. In allen Schlüsseldimensionen ist ein auf lokale Gegebenheiten zugeschnittenes Nutzenversprechen abzugeben - im Sortiment, beim Einkauf selbst sowie im Marketing - mit dem Ziel, die neuen jungen Konsumenten, unter Nutzung sozialer Medien und der eigenen Website, zu binden und die reiferen Luxuskunden zu behalten. Entsprechend ist auch Versace Deutschland GmbH davon überzeugt, dass sie sich durch ihr konsequentes Qualitäts-, Kosten- und Personalmanagement verbunden mit einer weltweit starken Markt- und Markenpräsenz und Unterscheidbarkeit auch weiterhin deutlich vom Wettbewerb abheben wird. Durch die bisherigen und künftigen Investitionen in Boutiquen in ausgewählten Premium-Innenstadtlagen wird das Image als Luxusmarke gestärkt und der Bekanntheitsgrad kontinuierlich gesteigert. III. Prognosebericht 1. Gesamtwirtschaftliche und branchenspezifische Entwicklung Der Internationale Währungsfonds (IWF) rechnet für das Jahr 2024 weiterhin mit einem unter- durchschnittliches Wachstum der Weltwirtschaft von jahresdurchschnittlich +3,1 %. Erstmals seit Längerem hält der IWF Aufwärts- und Abwärtsrisiken für gleichverteilt. So belasten zwar globale Krisen die Weltwirtschaft weiterhin schwer, insbesondere der Krieg in der Ukraine und Nahost und damit verbunden die Störung der Seewege bzw. der Lieferketten. Auf der anderen Seite wird mit einem weiteren Rückgang der weltweiten Inflation, mit fallenden Zinsen seitens der Zentralbanken, einer wirtschaftlichen Erholung Chinas sowie mittelfristig mit Produktivitätssteigerungen durch den Einsatz künstlicher Intelligenz gerechnet, die laut IWF den Weg zur weiteren Erholung der Weltwirtschaft ebnen sollen. Daneben wird eine Erholung wird für das Welthandelsvolumen erwartet, von +0,4 Prozent im Jahr 2023 auf +3,3 Prozent in 2024. Auch wenn dies weiterhin unterhalb des langfristigen Handelswachstums liegt, dürfte die stark in globale Wertschöpfungsketten eingebundene deutsche Wirtschaft hiervon profitieren. Für Deutschland erwartet die Bundesregierung für das Jahr 2024 lediglich eine leichte Zunahme des Bruttoinlandsprodukts um 0,2 %. Daneben rechnet der Sachverständigenrat, der die Bundesregierung berät, mit einem Wachstum von 0,7 % der deutschen Wirtschaft und der OECD mit 0,3 %. Auch für den Markt der persönlichen Luxusgüter deuten die Prognosen von Bain & Company für 2024 aufgrund der schwierigen makroökonomischen Rahmenbedingungen auf eine Verlangsamung der Performance hin, mit einem niedrigen bis mittleren einstelligen Wachstum im Vergleich zu 2023. 2. Geschäftsverlauf 2025 Für das Reporting-Jahr 2025 (1. März 2024 bis zum 28. Februar 2025) und damit auch für das laufende Geschäftsjahr 2025 (1. April 2024 bis zum 31. März 2025) rechnet die Gesellschaft infolge der schwierigen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen ausweislich der folgenden Planung mit einem leichten Umsatzrückgang im Vergleich zum Reporting-Jahr 2024.
So wird erwartet, dass die "Revenues Third Parties" im Reporting-Jahr 2025 im Vergleich zum Ist-Reporting-Jahr 2024 um 5,3 % steigen werden, während beim Verhältnis von "Labour Cost" und "Rent" zu den "Revenues Third Parties" mit einem Rückgang von jeweils zwei Prozentpunkten im Vergleich zum Ist-Reporting-Jahr 2024 gerechnet wird. Neueröffnungen oder wesentliche Änderungen in der Geschäftspolitik sind für das Geschäftsjahr 2025 nicht geplant. Für das Geschäftsjahr 2025 rechnet die Gesellschaft ausweislich der o.g. Planung mit einer Stabilisierung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage im Vergleich zum Geschäftsjahr 2024. Allerdings bleiben die Unsicherheiten hinsichtlich des nur schwer einzuschätzenden wirtschaftlichen Umfelds mit den Kriegen in der Ukraine und Nahost sowie der Inflationsgefahr weiter bestehen. Vor diesem Hintergrund sieht die Gesellschaft insgesamt betrachtet verhalten positiv in die Zukunft und erwartet für die Geschäftsjahre 2025 ff. eine zufriedenstellende Geschäftsentwicklung.
Frankfurt am Main, 12. August 2024 Die Geschäftsleitung Versace Deutschland GmbH Marco Gilardi Julien Bertic BilanzAktiva
Gewinn- und Verlustrechnung
AnhangI. ALLGEMEINE ANGABEN ZUM JAHRESABSCHLUSS Gegenstand des Unternehmens ist der Groß- und Einzelhandel von Bekleidung inklusive Zubehör, Parfüm und sonstiger Produkte der Marke GIANNI VERSACE, oder anderer Marken der Firma GIANNI VERSACE S.r.l., Mailand, Italien. Sitz der Gesellschaft ist Frankfurt am Main; die Gesellschaft betreibt Boutiquen in Düsseldorf, Frankfurt am Main und München sowie Outlet-Stores in Ingolstadt, Metzingen, Neumünster und Wertheim. Daneben unterhält die Gesellschaft einen Corner im Oberpollinger in München sowie drei Corner im KaDeWe in Berlin. Der Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2024 (vom 1. April 2023 bis zum 31. März 2024) wurde nach den Rechnungslegungsvorschriften für Kapitalgesellschaften des Handelsgesetzbuches (HGB) unter Berücksichtigung des Gesetzes betreffend die Gesellschaften mit beschränkter Haftung (GmbHG) aufgestellt. Die Gesellschaft ist zum Bilanzstichtag 31. März 2024 eine mittelgroße Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 Abs. 2 HGB. Die Gesellschaft nimmt die größenabhängigen Erleichterungen des § 288 Abs. 2 HGB teilweise in Anspruch. Für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren gemäß § 275 Abs. 2 HGB gewählt. II. ANGABEN ZUR BILANZIERUNG UND BEWERTUNG Für die Aufstellung des Jahresabschlusses zum 31. März 2024 waren unverändert die nachfolgend dargestellten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend. Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und das Sachanlagevermögen werden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten, vermindert um planmäßige und außerplanmäßige Abschreibungen bewertet. Die planmäßigen Abschreibungen erfolgen unter Zugrundelegung der voraussichtlichen Nutzungsdauer linear, im Zugangsjahr werden zeitanteilige Abschreibungen vorgenommen. Die Nutzungsdauer wird bei immateriellen Vermögensgegenständen grundsätzlich mit ein bis drei Jahren angesetzt. Die technischen Anlagen und Maschinen werden unter Zugrundelegung einer Nutzungsdauer von drei bis elf Jahre abgeschrieben. Unter den anderen Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung werden die Einbauten in fremde Gebäude mit einer Nutzungsdauer von 5 bis 13 Jahren bzw. einer kürzeren Nutzungsdauer entsprechend der Restlaufzeit der Miet- und Pachtverträge abgeschrieben. Bei den übrigen anderen Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung liegen den Abschreibungen Nutzungsdauern von 3 bis 13 Jahren zugrunde. Soweit die beizulegenden Werte einzelner Vermögensgegenstände ihren Buchwert unterschreiten, werden zusätzlich außerplanmäßige Abschreibungen bei voraussichtlicher dauernder Wertminderung vorgenommen. In Bezug auf die Bilanzierung geringwertiger Vermögensgegenstände werden die Anschaffungs- oder Herstellungskosten von abnutzbaren beweglichen Anlagegütern des Anlagevermögens, die selbständig nutzbar sind, im Geschäftsjahr der Anschaffung, Herstellung oder Einlage in voller Höhe abgeschrieben, wenn die Anschaffungs- oder Herstellungskosten, vermindert um einen darin enthaltenen Vorsteuerbetrag, für das einzelne Anlagegut EUR 800 nicht übersteigen. Sofern die Anschaffungs- oder Herstellungskosten, vermindert um einen darin enthaltenen Vorsteuerbetrag, für das einzelne Anlagegut bis zu EUR 250 betragen, werden diese im Zugangsjahr in voller Höhe als Betriebsausgaben erfasst. Die Vorräte (Waren) werden zu Anschaffungskosten auf der Basis gewogener Durchschnittswerte und unter Berücksichtigung des Niederstwertprinzips bewertet. Alle erkennbaren Risiken im Vorratsvermögen, die sich aus überdurchschnittlicher Lagerdauer, geminderter Verwertbarkeit und/oder niedrigeren Wiederbeschaffungskosten ergeben, sind durch angemessene Wertabschläge berücksichtigt. In allen Fällen wurde verlustfrei bewertet, d. h. soweit die voraussichtlichen Verkaufspreise abzüglich der bis zum Verkauf anfallenden Kosten zu einem niedrigeren beizulegenden Wert führen, wurden entsprechende Abwertungen vorgenommen. Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände werden mit dem Nennwert (Anschaffungskosten) oder dem am Bilanzstichtag niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt. Die flüssigen Mittel (Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten) werden zum Nennwert am Bilanzstichtag angesetzt. Das gezeichnete Kapital wird zum Nennwert bilanziert. Die Rückstellungen werden in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages angesetzt. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von über einem Jahr werden mit dem fristenkongruenten durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre der Deutschen Bundesbank abgezinst. Für zukünftige Aufwendungen aus der Erfüllung vertraglicher Rückbauverpflichtungen aus Miet- und Pachtverhältnissen werden entsprechende Rückstellungen in Höhe des jeweiligen Erfüllungsbetrags, d. h. unter Berücksichtigung der voraussichtlich im Erfüllungszeitpunkt geltenden Kostenverhältnisse, gebildet. Bei der Ermittlung der Rückstellungen wurden die (jeweilige) Restmietdauer und voraussichtliche Preis- bzw. Kostensteigerungen von 0,0 % bis 0,8 % p. a. zugrunde gelegt. Für progressiv steigende Miet- bzw. Pachtzahlungen oder miet- bzw. pachtfreie Zeiten (Mietlinearisierung) werden für die daraus resultierenden Erfüllungsrückstände Rückstellungen für ungewisse Verbindlichkeiten gebildet. Vertraglich vereinbarte Indexierungen werden anhand der durchschnittlichen Entwicklung des Verbraucherpreisindexes (VPI) geschätzt und mit 0,8 % p. a. berücksichtigt. Die Restlaufzeit der Verpflichtung wird für die Ermittlung des relevanten Zinssatzes vereinfacht mit dem Zeitraum bis Beginn der Erfüllung plus halbe Erfüllungsdauer berücksichtigt. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen sind ebenso wie die geleisteten Anzahlungen zum Nennwert bilanziert. Die Verbindlichkeiten sind mit ihren jeweiligen Erfüllungsbeträgen angesetzt. Geschäftsvorfälle in fremder Währung werden mit dem historischen Kurs zum Zeitpunkt der Erstverbuchung erfasst. Kurzfristige Fremdwährungsforderungen (Restlaufzeit von einem Jahr oder weniger) sowie liquide Mittel oder andere kurzfristige Vermögengegenstände in Fremdwährungen werden zum Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag umgerechnet. Kurzfristige Fremdwährungsverbindlichkeiten (Restlaufzeit von einem Jahr oder weniger) werden zum Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag umgerechnet. Die in der Gewinn- und Verlustrechnung ausgewiesenen davon-Vermerke zur Währungsumrechnung enthalten sowohl realisierte als auch nicht realisierte Währungskursdifferenzen. Latente Steuern werden auf die Unterschiede in den Bilanzansätzen der Handelsbilanz und der Steuerbilanz ermittelt, sofern sich diese in späteren Geschäftsjahren voraussichtlich abbauen. Darüber hinaus werden aktive latente Steuern auf die bestehenden körperschaft- und gewerbesteuerlichen Verlustvorträge berücksichtigt, soweit innerhalb der nächsten fünf Jahre eine Verlustverrechnung zu erwarten ist. Aktive und passive latente Steuern werden saldiert ausgewiesen. Im Falle eines Aktivüberhangs der latenten Steuern zum Bilanzstichtag wird von dem Aktivierungswahlrecht des § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB kein Gebrauch gemacht. III. ANGABEN ZUR BILANZ Die Aufgliederung und Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist unter Angabe der Abschreibungen des Geschäftsjahres in dem nachfolgenden Anlagespiegel dargestellt.
Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen betragen insgesamt TEUR 5.443 (Vorjahr: TEUR 974). Hierin sind Forderungen gegen die Alleingesellschafterin GIANNI VERSACE S.r.l. von insgesamt TEUR 5.318 (Vorjahr: TEUR 822) enthalten, die in Höhe von TEUR 5.250 aus der Verrechnungspreisanpassung sowie in Höhe von TEUR 68 aus dem Liefer- und Leistungsverkehr resultieren. In den sonstigen Vermögensgegenständen sind TEUR 36 (Vorjahr: TEUR 40) Forderungen (Mietkautionen) mit einer Restlaufzeit von über einem Jahr enthalten. Alle übrigen Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit von unter einem Jahr. Das gezeichnete Kapital in Höhe von EUR 26.000,00 ist voll eingezahlt. Alleinige Gesellschafterin ist GIANNI VERSACE S.r.l. Unter den sonstigen Rückstellungen in Höhe von insgesamt TEUR 2.037 (Vorjahr: TEUR 1.442) sind zum Bilanzstichtag im Wesentlichen Rückstellungen für Personalkosten (TEUR 759; Vorjahr: TEUR 812), für Rückbauverpflichtungen (TEUR 222; Vorjahr: TEUR 206) sowie für ausstehende Rechnungen von insgesamt TEUR 951 (Vorjahr: TEUR 323) passiviert. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen bestehen in Höhe von insgesamt TEUR 455 (Vorjahr: TEUR 717) und resultieren ausschließlich aus dem Liefer- und Leistungsverkehr; hierin enthalten sind Verbindlichkeiten gegenüber der Alleingesellschafterin GIANNI VERSACE S.r.l. in Höhe von TEUR 396 (Vorjahr: TEUR 684). Sämtliche Verbindlichkeiten haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr und sind unbesichert. Auf den Ansatz von aktiven latenten Steuern in Höhe von TEUR 4.614 (Vorjahr: TEUR 5.608) wurde gem. § 274 Abs. II Satz 2 HGB verzichtet. Die latenten Steuern resultieren überwiegend aus bestehenden körperschaftsteuerlichen Verlustvorträgen in Höhe von TEUR 16.437 (Vorjahr: TEUR 19.268) und gewerbesteuerlichen Verlustvorträgen in Höhe von TEUR 10.872 (Vorjahr: TEUR 14.306) zum Stichtag. Weiterhin resultieren aktive Steuerlatenzen aus der unterschiedlichen Bewertung des Sachanlagevermögens und der Rückstellungen für Rückbauverpflichtungen in der Handels- und Steuerbilanz. Bei der Berechnung der latenten Steuern für die Verlustvorträge wurden Steuersätze von 15,825 % für die Körperschaftsteuer und 15,0883 % für Gewerbesteuer angewendet. Für die Bewertungsunterschiede wurde ein kumulierter Steuersatz für Körperschaft- und Gewerbesteuer in Höhe von 30,9133 % angewendet. IV. ANGABEN ZUR GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG Die sonstigen betrieblichen Erträge beinhalten die jährliche Anpassung der Verrechnungspreise ("Transfer Pricing Adjustment"). Für das Geschäftsjahr 2024 wurden Erträge in Höhe von TEUR 5.250 (Vorjahr: TEUR 587) aus der Verrechnungspreisanpassung vereinnahmt. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen beinhalten Forderungsverluste in Höhe von TEUR 417 aufgrund des Insolvenzverfahrens in Eigenverwaltung über das Vermögen der The KaDeWe Group, welches das Amtsgericht Berlin-Charlottenburg mit Beschluss vom 01.05.2024 eröffnet hat. V. SONSTIGE ANGABEN Mitarbeiter Im Durchschnitt des Geschäftsjahres 2024 beschäftigte die Gesellschaft 62 Mitarbeiter (Vorjahr: 64), davon 47 Vollzeitangestellte (Vorjahr: 45), 14 Teilzeitangestellte (Vorjahr: 16) und 1 Aushilfe (Vorjahr: 3). Haftungsverhältnisse und sonstige finanzielle Verpflichtungen Sonstige finanzielle Verpflichtungen ergeben sich im Wesentlichen aus bestehenden Miet- bzw. Pachtverträgen für die Boutiquen und Outlets. Der Nominalwert der sonstigen finanziellen Verpflichtungen aus Miet- und Pachtverträgen beträgt zum 31. März 2024 TEUR 22.083 (Vorjahr: TEUR 18.000). Aus den o. g. Miet- und Pachtverpflichtungen resultieren insbesondere die Vorteile einer geringeren Kapitalbindung im Vergleich zum Kauf der Immobilien für das Betreiben der Ladengeschäfte. Daneben bleiben das Investitionsrisiko und Risiko des Untergangs beim Eigentümer bzw. Vermieter. Auf der anderen Seite besteht naturgemäß ein Laufzeitrisiko, da o. g. Verträge noch Restlaufzeiten von zwei bis acht Jahren haben. Haftungsverhältnisse gemäß § 251 HGB bestanden am Bilanzstichtag nicht. Geschäftsführung • Herr Marco Gilardi, Chief Financial Officer Versace, Vimercate, Italien • Herr Julien Bertic, President Versace EMEA, Paris, Frankreich (ab 02.05.2023) Alle Geschäftsführer sind einzelvertretungsberechtig und von den Beschränkungen des § 181 BGB befreit. Die Geschäftsführer erhalten/erhielten keine Bezüge von der Gesellschaft. ErgebnisverwendungsvorschlagDer in der Gewinn- und Verlustrechnung ausgewiesene Jahresüberschuss in Höhe von EUR 420.925,85 wird auf neue Rechnung vorgetragen. Konzernzugehörigkeit Die Gesellschaft wird in den Konzernabschluss der GIVI HOLDING S.R.L., Mailand, Italien (kleinster Konsolidierungskreis), einbezogen. Diese Gesellschaft ist bei der italienischen Handelskammer in Mailand unter der REA-Nr. MI-1016817 registriert. Darüber hinaus wird die Gesellschaft in den Konzernabschluss der Capri Holdings Limited, New York, USA (größter Konsolidierungskreis), einbezogen. Der Konzernabschluss dieser an der New Yorker Börse (NYSE, Ticker: CPRI) gelisteten Gesellschaft ist auf den Internetseiten http://www.capriholdings.com bzw. https://www.annualreports.com/Company/capri-holdings-limited bei Offenlegung hinterlegt.
Frankfurt am Main, 12. August 2024 Marco Gilardi, Geschäftsführer Julien Bertic, Geschäftsführer sonstige BerichtsbestandteileAngaben zur Feststellung: Der Jahresabschluss wurde am 23.09.2024 festgestellt. Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die Versace Deutschland GmbH, Frankfurt am Main. Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der Versace Deutschland GmbH, Frankfurt am Main, - bestehend aus der Bilanz zum 31.03.2024 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 01.04.2023 bis zum 31.03.2024 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Versace Deutschland GmbH, Frankfurt am Main, für das Geschäftsjahr vom 01.04.2023 bis zum 31.03.2024 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse • entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31.03.2024 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 01.04.2023 bis zum 31.03.2024 und • vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Gemäß § 322 III 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften, Grundsätzen und Standards ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus • identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können. • gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben. • beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben. • ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann. • beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. • beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft. • führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrundeliegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen. Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Darmstadt, den 23. September 2024 Bert & Daiber Partnerschaftsgesellschaft mbB Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Darmstadt Jürgen Daiber, Wirtschaftsprüfer Carola Bert, Wirtschaftsprüferin |
|||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
Neueste Nachrichtenartikel und Medienerwähnungen
Echtzeit-Prüfung auf Insolvenzbekanntmachungen der Registergerichte
Prüfen, ob Insolvenzverfahren für dieses Unternehmen vorliegen
Echtzeit-Dokumentenabruf aus dem Handelsregister
Weitere Unternehmen an oder nahe dieser Geschäftsadresse
99 nahegelegene Organisationen
Verwaltung von Gewerbegrundstücken und Nichtwohngebäuden für Dritte
Großhandel mit Fisch und Fischerzeugnissen
Verwaltung von Gewerbegrundstücken und Nichtwohngebäuden für Dritte
Einzelhandel mit Brillen und Kontaktlinsen
Einzelhandel mit Brillen und Kontaktlinsen
Großhandel mit Uhren und Schmuck
Tätigkeiten von Strom- und Erdgasmaklerinnen und -maklern
Managementtätigkeiten von sonstigen Holdinggesellschaften
Beteiligungsgesellschaften
Vermittlung von Krediten
Managementtätigkeiten von sonstigen Holdinggesellschaften
Tätigkeiten der Großhandelsvermittlung von Möbeln
Beteiligungsgesellschaften
Unternehmensberatung
Beteiligungsgesellschaften
Beteiligungsgesellschaften
Praxen von Steuerberaterinnen und -beratern, Steuerbevollmächtigten sowie steuerberatende Berufsausübungsgesellschaften
Beteiligungsgesellschaften
Managementtätigkeiten von sonstigen Holdinggesellschaften
Zahnarztpraxen
Verwaltung von Gewerbegrundstücken und Nichtwohngebäuden für Dritte
Großhandel mit Spielwaren und Musikinstrumenten
Großhandel mit Anstrichmitteln
Großhandel mit Textilien
Managementtätigkeiten von sonstigen Holdinggesellschaften
Beteiligungsgesellschaften
Tätigkeiten der Großhandelsvermittlung von Kraftwagen
Tätigkeiten der Großhandelsvermittlung von Möbeln
Großhandel mit Fisch und Fischerzeugnissen
Befristete Überlassung von Arbeitskräften
Erbringung von Beratungsleistungen auf dem Gebiet der Informationstechnologie
Tätigkeiten von Versicherungsmaklerinnen und -maklern
Vermittlung von Arbeitskräften
Kauf und Verkauf von eigenen Gewerbegrundstücken und Nichtwohngebäuden
Managementtätigkeiten von sonstigen Holdinggesellschaften
Großhandel mit medizinischen und orthopädischen Artikeln, Dental- und Laborbedarf
Unternehmensberatung
Verwaltung von Gewerbegrundstücken und Nichtwohngebäuden für Dritte
Mobile Gastronomie auf Jahrmärkten u. Ä.
Tätigkeiten der Großhandelsvermittlung von Wein, Sekt und Spirituosen
Private Wach- und Sicherheitsdienste für Veranstaltungen
Großhandel mit chemischen Erzeugnissen
Kauf und Verkauf von eigenen Gewerbegrundstücken und Nichtwohngebäuden
Beteiligungsgesellschaften
Bauträger für Wohngebäude
Verwaltung von Gewerbegrundstücken und Nichtwohngebäuden für Dritte
Verwaltung von Gewerbegrundstücken und Nichtwohngebäuden für Dritte
Kauf und Verkauf von eigenen Gewerbegrundstücken und Nichtwohngebäuden
Vermietung von Büromaschinen, Datenverarbeitungsgeräten und -einrichtungen
Managementtätigkeiten von sonstigen Holdinggesellschaften
Kauf und Verkauf von eigenen Gewerbegrundstücken und Nichtwohngebäuden
Verwaltung von Gewerbegrundstücken und Nichtwohngebäuden für Dritte
Managementtätigkeiten von sonstigen Holdinggesellschaften
Großhandel mit medizinischen und orthopädischen Artikeln, Dental- und Laborbedarf
Kauf und Verkauf von eigenen Gewerbegrundstücken und Nichtwohngebäuden
Verwaltung von Gewerbegrundstücken und Nichtwohngebäuden für Dritte
Verwaltung von Gewerbegrundstücken und Nichtwohngebäuden für Dritte
Kauf und Verkauf von eigenen Gewerbegrundstücken und Nichtwohngebäuden
Kauf und Verkauf von eigenen Gewerbegrundstücken und Nichtwohngebäuden
Verwaltung von Gewerbegrundstücken und Nichtwohngebäuden für Dritte
Kauf und Verkauf von eigenen Gewerbegrundstücken und Nichtwohngebäuden
Bauträger für Wohngebäude
Managementtätigkeiten von sonstigen Holdinggesellschaften
Verwaltung von Gewerbegrundstücken und Nichtwohngebäuden für Dritte
Beteiligungsgesellschaften
Beteiligungsgesellschaften
Konzertveranstalter
Beteiligungsgesellschaften
Managementtätigkeiten von sonstigen Holdinggesellschaften
Beteiligungsgesellschaften
Verwaltung von Gewerbegrundstücken und Nichtwohngebäuden für Dritte
Beteiligungsgesellschaften
Beteiligungsgesellschaften
Beteiligungsgesellschaften
Kauf und Verkauf von eigenen Gewerbegrundstücken und Nichtwohngebäuden
Verwaltung von Wohngrundstücken, Wohngebäuden und Wohnungen für Dritte
Kauf und Verkauf von eigenen Gewerbegrundstücken und Nichtwohngebäuden
Erbringung von Beratungsleistungen auf dem Gebiet der Informationstechnologie
Verwaltung von Gewerbegrundstücken und Nichtwohngebäuden für Dritte
Managementtätigkeiten von sonstigen Holdinggesellschaften
Tätigkeiten von Werbeagenturen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Echtzeit-Dokumentenabruf aus dem Handelsregister
Echtzeit-Prüfung auf Insolvenzbekanntmachungen der Registergerichte
Prüfen, ob Insolvenzverfahren für dieses Unternehmen vorliegen