Verwaltung von Gewerbegrundstücken und Nichtwohngebäuden für Dritte
PubliCare GmbH
Am Wassermann 20, 50829 Köln, DEUStammdaten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Finanzübersicht
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Historie
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Management
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Olaf Heinzel seit 8.3.2026 | Prokura |
Diana Stuckert seit 3.2.2026 | Prokura |
Jens Neuner seit 24.2.2025 | Geschäftsführer |
Markus Both seit 31.7.2024 | Prokura |
Nicole Eisenbeiß seit 8.5.2024 | Prokura |
Peter Michael Maier seit 6.10.2023 | Prokura |
Gabriela Kryk seit 6.10.2023 | Prokura |
Wirtschaftlich Berechtigte
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
Ungelöste Beteiligungen (1)
| Name | Anteil |
|---|---|
KMT Medical Europe Limited | 100.00% |
Gesellschafter
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Beteiligungen
Unternehmen, an denen diese Organisation direkt beteiligt ist
| Name | Anteil |
|---|---|
| 100.00% | |
PubliCare VISÉ Homecare GmbHAufgelöst | 0.00% |
Bilanzkonten
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustrechnung
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Konzern- und Jahresabschlüsse
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
PubliCare GmbHKölnJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023Bilanz zum 31. Dezember 2023AKTIVA
PASSIVA
Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar 2023 bis 31. Dezember 2023
Anhang für das Geschäftsjahr 2023Allgemeine Angaben Die PubliCare GmbH hat ihren Sitz in Köln. Sie ist im Handelsregister des Amtsgerichts Köln unter HR B 35912 eingetragen. Grundlagen der Rechnungslegung Der Jahresabschluss der PubliCare GmbH, Köln, zum 31. Dezember 2023 wurde nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches aufgestellt; ergänzende Vorschriften des GmbH-Gesetzes wurden beachtet. Der vorliegende Jahresabschluss ist grundsätzlich unter Beibehaltung der für den Vorjahresabschluss angewendeten Gliederungsgrundsätzen nach den für große Kapitalgesellschaften geltenden Vorschriften des Handelsgesetzbuches aufgestellt (§§ 265 Abs. 1 Satz 2, 266 ff. HGB). Die Bilanz sowie die Gewinn- und Verlustrechnung sind entsprechend den Bestimmungen des HGB gemäß §§ 266 und 275 Abs. 2 HGB gegliedert. Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren erstellt. Die Gesellschaft weist zum Abschlussstichtag die Größenmerkmale einer großen Kapitalgesellschaft gemäß § 267 Abs. 3 HGB auf. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Aktiva Die Bewertung der Vermögens- und Schuldenpositionen trägt allen erkennbaren Risiken nach den Grundsätzen vorsichtiger kaufmännischer Beurteilung Rechnung. Immaterielle Vermögensgegenstände sind mit den Anschaffungskosten abzüglich Abschreibungen entsprechend der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer aktiviert worden. Die erworbenen Firmenwerte/Kundenstämme wurden aufgrund der vergleichsweisen unterdurchschnittlichen Volatilität im Marktumfeld der Gesellschaft anfänglich über 15 Jahre abgeschrieben. Für Zugänge ab dem 01.01.2014 wurde eine Nutzungsdauer von 5 Jahren angenommen. Das Anlagevermögen ist zu Anschaffungskosten angesetzt und um planmäßige Abschreibungen vermindert (§§ 253, 255 Abs. 1 HGB). In der Handelsbilanz werden die planmäßigen Abschreibungen bei abnutzbaren Vermögensgegenständen des Anlagevermögens ausschließlich linear vorgenommen. Die abnutzbaren Vermögensgegenstände werden entsprechend ihrer voraussichtlichen Nutzungsdauer (3 bis 13 Jahre) abgeschrieben. Vermögensgegenstände mit Anschaffungskosten bis EUR 800,00 werden sofort aufwandswirksam erfasst. Eine Zusammenstellung ergibt sich aus der nachfolgenden Anlagenentwicklung, die Bestandteil dieses Anhangs ist. Bei den Gegenständen des Anlagevermögens waren keine außerplanmäßigen Abschreibungen erforderlich. Es werden folgende Kapitalanteile an verbundenen Unternehmen gehalten: Livica GmbH, Merzig (100 %)
Der Warenbestand wurde zum Bilanzstichtag dem Warenwirtschaftssystem entnommen. Die Bestandsmenge wird durch eine laufende Bestandsmengenkontrolle bei jeder Warenbewegung ermittelt. Im Jahre 2023 fand erstmalig eine permanente Inventur statt, eine einmalige körperliche Bestandsaufnahme zum Jahresende entfiel entsprechend. Die Bewertung erfolgte grundsätzlich zu Anschaffungskosten abzüglich Rechnungsrabatte (= Durchschnittspreis) und Jahresboni der Lieferanten. In 2023 wurde ein Gängigkeitsabschlag gemäß einer Lagerreichweitenanalyse mit einem Betrag von TEUR 416 gebildet. Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände wurden abzüglich erforderlicher Einzelwertberichtigungen grundsätzlich zum Nominalwert angesetzt. Die Einzelwertberichtigung (EWB) wurde mit TEUR 2.641 berechnet. Die weiteren Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wurden um eine Pauschalwertberichtigung von TEUR 157 (1,0 %) gemindert. Alle übrigen Aktivposten sind mit den Nominalbeträgen angesetzt. Für temporäre Differenzen zwischen Handels- und Steuerbilanz bzw. Steuerermäßigungen in Folgejahren wurden aktive latente Steuern ausgewiesen. Bei der Berechnung der Höhe dieser wurde ein Steuersatz von rd. 32 % verwendet. Der ausschüttungsgesperrte Betrag beträgt TEUR 374. Passiva Steuerrückstellungen und sonstige Rückstellungen sind nach dem Grundsatz vorsichtiger kaufmännischer Bewertung mit dem Betrag der voraussichtlichen Inanspruchnahme angesetzt. Alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten wurden berücksichtigt. Alle übrigen Passivposten wurden mit dem Erfüllungsbetrag bewertet. Gewinn- und Verlustrechnung Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt. Zusammenfassungen gemäß § 276 HGB sind nicht vorgenommen worden. Erläuterungen zur Bilanz Die Zusammensetzung und Entwicklung des Anlagevermögens ist dem nachfolgenden Anlagenspiegel zu entnehmen. Dabei werden die historischen Anschaffungskosten zu Grunde gelegt. Die Abschreibungen enthalten die planmäßigen Abschreibungen des Geschäftsjahres. Die Abschreibungen für das Kalenderjahr 2023 betragen gemäß Gewinn- und Verlustrechnung 2023 TEUR 1.179. Entwicklung des Anlagevermögens 2023
Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen beinhalten in Höhe von TEUR 2.056 (Vorjahr: TEUR 4.456) an Tochterunternehmen ausgereichte Darlehen. Außerdem sind Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie Zinsen in Höhe von insgesamt TEUR 30 (Vorjahr: TEUR 193) in den Verbundforderungen ausgewiesen. Die sonstigen Vermögensgegenstände betragen TEUR 1.075 (Vorjahr: TEUR 5.703) - davon Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen TEUR 0 (Vorjahr: Bonusansprüchen TEUR 1.657). Sonstige Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen setzen sich wie folgt zusammen:
Verbindlichkeiten Bei den Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen bestehen die geschäftsüblichen Eigentumsvorbehalte. Unter den Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen werden Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von TEUR 667 (Vorjahr: TEUR 1.130) ausgewiesen. Unter den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen sind Darlehen in Höhe von TEUR 12.950 (Vorjahr: TEUR 19.877) ausgewiesen. Des Weiteren werden Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von TEUR 247 (Vorjahr: TEUR 1.282) hierunter ausgewiesen. Verbindlichkeiten gegenüber der Muttergesellschaft KMT Medical Europe Limited, USA, betragen TEUR 0 (Vorjahr: TEUR 1.020). Von den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen haben TEUR 12.950 eine Restlaufzeit von mehr als 5 Jahren. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten verschmelzungsbedingte Verluste von TEUR 345 wohingegen verschmelzungsbedingte Erträge in Höhe von TEUR 433 unter den Erträgen aus Beteiligungen ausgewiesen sind. Haftungsverhältnisse Haftungsverhältnisse i. S. d. § 251 HGB haben zum Bilanzstichtag folgende bestanden:
Der Gesamtbetrag dieser Haftungsverhältnisse beträgt zum 31.12.2023 rund TEUR 580. Das Risiko einer Inanspruchnahme schätzen wir aufgrund der positiven Entwicklung der Tochtergesellschaft und aufgrund des Endes des Geschäftsvertrages zum 31.12.2023 als sehr gering ein. Sonstige finanzielle Verpflichtungen Der Gesamtbetrag der sonstigen finanziellen Verpflichtungen aus langfristigen Miet- und Kfz-Leasingverträgen für PubliCare beläuft sich auf TEUR 4.790. Sonstige Angaben Personalstand Im Geschäftsjahr waren durchschnittlich 775 Arbeitnehmerinnen im Unternehmen beschäftigt, davon rund jeweils die Hälfte im Innendienst und Außendienst. Gesellschaftsorgane Im Geschäftsjahr 2023 wurden die Geschäfte geführt von: Frau Leah Christine Bayer, Köln, Geschäftsführerin Finanzen & Innendienst Herrn Stefan Ott, Köln, Geschäftsführer Vertrieb & Marketing (Amtsniederlegung zum 31.12.2023) Auf die Angabe der Gesamtbezüge der Mitglieder der Geschäftsführung wird unter Verweis auf § 286 Abs. 4 HGB verzichtet. Honorar des Abschlussprüfers Das im Jahresabschluss 2023 berücksichtigte Gesamthonorar des Abschlussprüfers beträgt TEUR 78. Dieser Betrag beinhaltet Abschlussprüfungsleistungen (TEUR 72) und sonstige Leistungen (TEUR 6). Konsolidierungskreis Unsere Gesellschaft ist ein Konzernunternehmen der "The Firm of John Dickinson Schneider, Inc., USA", die gleichzeitig oberstes Mutterunternehmen ist. Die PubliCare GmbH ist Muttergesellschaft und stellt für den kleinsten Konsolidierungskreis einen Konzernabschluss auf. Der Konzernabschluss wird im elektronischen Bundesanzeiger veröffentlicht. Besondere Vorgänge nach dem Schluss des Geschäftsjahres Bis zum Zeitpunkt der Berichterstellung haben sich keine Vorgänge besonderer Bedeutung nach Schluss des Geschäftsjahres ereignet. ErgebnisverwendungsvorschlagDie Geschäftsführung schlägt der Gesellschafterversammlung vor, den Jahresüberschuss in Höhe von TEUR 148 auf neue Rechnung vorzutragen.
Köln, den 25. März 2024 Leah Christine Bayer, Geschäftsführerin Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023A. Profil der Gesellschaft sowie Markt- und Branchenentwicklung I. Unternehmensprofil Die PubliCare GmbH mit Sitz in Köln ist einer der führenden Homecare Experten für Stoma- und Kontinenzversorgung sowie Ernährungstherapie und weiteren Therapiefeldern wie der modernen Wundversorgung. Die PubliCare GmbH versorgt deutschlandweit zuverlässig und bedarfsorientiert ihre Kunden mit medizinischen Hilfsmitteln und berät und betreut die Patienten durch examinierte Pflegekräfte. Daneben fungiert die PubliCare GmbH als Bindeglied zwischen Patient, Angehörigen, Krankenhaus, Arzt, Pflegedienst und Kostenträger. Als Partner mit Herz steht die PubliCare allen Beteiligten partnerschaftlich zur Seite. Zur Sicherstellung einer hohen Versorgungsqualität bietet PubliCare mit dem Unternehmensbereich WissWerk sowohl externe Fortbildungsangebote als auch attraktive Qualifizierungsangebote für bei der PubliCare angestellte medizinische Fachkräfte. II. Entwicklung von Gesamtwirtschaft und Branche Verbunden mit dem Angriffskrieg Russlands auf die Ukraine im Frühjahr 2022, der auch weiterhin massive Auswirkungen hat, steht Deutschland und auch der gesamte europäische Raum weiter vor großen wirtschaftlichen Herausforderungen. Neben diese Faktoren wirkt sich gemäß des Jahresgutachten 2023/24 des Sachverständigenrates die zunehmende Knappheit von Arbeitskräften dämpfend auf die Wachstumsaussichten der deutschen Volkswirtschaft aus. Die Inflationsrate für das Jahr 2023 lag nach dem Statistischen Bundesamt bei 5,9% und war damit ggü. dem Vorjahr etwas geringer. Haupttreiber waren dabei weiter Energieprodukte, Nahrungsmittel und Waren. Damit verbunden hat sich die Dynamik der Deutschen Wirtschaft 2023 weiter deutlich abgeschwächt. Die Veränderung des BIP beläuft sich auf Jahressicht auf -0,3 % (Quelle: Statistisches Bundesamt). Der Sachverständigenrat geht zudem für 2024 von einem Überwiegen der Abwärtskräfte aus, so dass für das Jahr 2024 ein BIP-Rückgang um 0,4% erwartet wird. Auch wenn die Nachfrage nach Gesundheitsprodukten und Dienstleistungen in weiten Teilen unabhängig von konjunkturellen Schwankungen ist, ist der Gesundheitsmarkt auch weiter geprägt durch einen zunehmenden Kostendruck, der auf allen Teilnehmern der Gesundheitsbranche lastet. Bedingt durch die demographische Entwicklung und damit verbundene Alterung der Gesellschaft steigen laut GKV-Spitzenverband die jährlichen Gesamtausgaben der gesetzlichen Krankenversicherung weiter kontinuierlich. Im Jahr 2023 stiegen die Leistungsausgaben inkl. Verwaltungsaufwand um 5,0% auf 306,2 Mrd. EUR (Quelle: Bundesgesundheitsministerium). Für Hilfsmittel stiegen die Ausgaben um ca. 7,3% vom Jahr 2022 (10,37 Mrd. €) gegenüber dem Vergleichszeitraum (11,13 Mrd. €) im Jahr 2023 (Quelle: Bundesgesundheitsministerium). Somit ist auch zukünftig mit einem stetig wachsenden Bedarf an Gesundheitsleistungen und insbesondere auch Hilfsmitteln und den dazugehörigen Dienstleistungen zu rechnen. Zugleich sieht sich die gesetzliche Krankenversicherung als auch die Bundesregierung mit der Herausforderung konfrontiert, die Belastung der Beitragszahler nur moderat anzupassen. Dies führt dazu, dass die gesetzlichen Krankenversicherungen im Bereich der Hilfsmittelversorgung nahezu keine Preisanpassungen vornehmen können und wollen, die die gesamtwirtschaftlich bedingten Kostensteigerungen auf Leistungserbringerseite zumindest ansatzweise auffangen. Zumindest konnten in 2023 jedoch mit einigen wenigen Krankenkassen Preiserhöhungen in den für uns relevanten Versorgungsbereichen vereinbart werden, die sich jedoch im niedrigen einstelligen Bereich bewegten. Wir rechnen daher auch in Zukunft mit einem harten (Preis-)Wettbewerb sowohl unter den Marktteilnehmern als auch den Krankenkassen selbst. Der Bedeutung der Digitalisierung im Gesundheitswesen wurde das Bundesgesundheitsministerium (BMG) mit der Verabschiedung der Digitalgesetze zum Ende des Jahres 2023 gerecht. So wird der Bundesgesundheitsminister auf der Homepage des BMG wie folgt zitiert: "Mit den Digitalgesetzen läuten wir für das deutsche Gesundheitswesen endlich das digitale Zeitalter ein. Die Aufholjagd starten wir mit dem elektronischen Rezept, das ab 1. Januar Standard wird. 2025 bieten wir die elektronische Patientenakte für alle an. Und wir verbessern die Forschung an Gesundheitsdaten. Nicht zuletzt durch die steigenden Anforderungen an digitale Leistungsbereiche und Investitionen in die IT-Infrastruktur, und der zunehmenden Nachfrage nach digitalen Angeboten auf Patientenseite werden weiterhin Konzentrations- und Konsolidierungsprozesse insbesondere auf Leistungserbringerseite auftreten. Weiter verschärfte sich im Jahr 2023 auch die Finanzsituation in den Krankenhäusern. Gegensteuern möchte das BMG mit einer umfassenden Krankenhausreform, bei der Qualität und weniger Bürokratie im Fokus stehen sollen. Die im Jahr 2023 eingeleitete Krankenhausreform ist jedoch aufgrund vielfältiger Widerstände insbesondere aus den Bundesländern wiederholt ins Stocken gekommen und wird nunmehr, mit Vorlage eines neuen Eckpunktepapiers, im Laufe des Jahres 2024 erwartet. Insbesondere die Finanzierungsstruktur soll weg von Fallpauschalen hin zu einem Hybriden Erstattungsmodell entwickelt werden, wobei die Krankenhäuser für bestimmte Bereiche ihre Vorhaltekosten refinanziert bekommen sollen. B. Die Lage der Gesellschaft I. Vermögenslage Die Bilanzsumme der Gesellschaft beträgt 53,9 Mio. EUR (Vorjahr 63,0 Mio. EUR). Die Veränderung ist auf der Aktivseite im Wesentlichen auf die Reduzierung der Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände (-8,9 Mio. EUR) sowie auf der Passivseite auf die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und gegenüber verbundenen Unternehmen (-9,6 Mio. EUR) zurückzuführen. Das Anlagevermögen von 10,7 Mio. EUR sank in diesem Zuge im Vergleich zum Vorjahr (11,6 Mio. EUR) um 0,9 Mio. EUR. Nach wie vor hoch, obwohl absolut gesehen rückläufig, ist der Anteil der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen. Er beträgt im Verhältnis zur Bilanzsumme 49 % (Vorjahr: 45 %). Die Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen sind im Berichtsjahr um 2,6 Millionen EUR gesunken. Diese Verminderung korreliert mit der Reduzierung der Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von 8,0 Millionen EUR. Die Flüssigen Mittel stiegen um rd. 2,1 Mio. EUR auf 8,7 Mio. EUR. Die Vorräte haben um 1,7 Mio. EUR auf 3,8 Mio. EUR abgenommen. Durch den Jahresgewinn der Gesellschaft von 148 TEUR ist das Eigenkapital im Jahr 2023 von 30,3 Mio. EUR auf 30,5 Mio. EUR gestiegen. Die Eigenkapitalquote liegt im Berichtsjahr bei 56,6 % (Vorjahr 48,2 %). Die Rückstellungen haben sich um 140 TEUR auf 5,5 Mio EUR reduziert. Sie enthalten Personalrückstellungen i.H.v. 3,1 Mio. EUR (VJ 3,4 Mio. EUR), Steuerrückstellungen i.H.v. 88 TEUR (VJ 594 TEUR) und sonstige Rückstellungen von 2,3 Mio EUR (VJ 1,7 Mio. EUR). II. Ertragslage Das operative Ergebnis vor Beteiligungserträgen/-verlusten, Zinsen, dem Verschmelzungsverlust sowie Steuern vom Einkommen und Ertrag ist im Jahr 2023 im Vergleich zu 2022 um 3,1 Mio. EUR gesunken und betrug 195 TEUR. Im Berichtszeitraum erzielte die PubliCare GmbH einen Gesamtumsatz in Höhe von 134,0 Mio. EUR. Im Vergleich zum Vorjahr erhöhten sich die Umsatzerlöse um 5,0 Mio. EUR. Die Materialeinsatzquote erhöhte sich geringfügig von 50,3 % auf 51,2 %. Die Personalaufwandsquote ist von 29,2 % auf 31,3 % gestiegen. Die sonstigen Aufwendungen (ohne Verschmelzungsverluste) stiegen um 323 TEUR auf 24,3 Mio. EUR. Insgesamt wurde ein Jahresgewinn von 148 TEUR (Vorjahr: -18,4 Mio. EUR Jahresfehlbetrag) ausgewiesen, wobei anmerken ist, dass der Fehlbetrag des letzten Jahres maßgeblich durch einen Verschmelzungsverlust von 20,4 Mio. EUR geprägt ist. Die im Lagebericht 2022 für das Geschäftsjahr 2023 prognostizierte Umsatzentwicklung wurde nicht ganz erreicht. Gleiches gilt hinsichtlich der Prognose für die Umsatzrendite und das bereinigte Betriebsergebnis. III. Finanzlage Der operative Cashflow hat sich im Vergleich zum Vorjahr primär durch Abnahme der Forderungen um rund 3,3 Mio. EUR auf 6,8 Mio. EUR erhöht. Der Cashflow aus der Investitionstätigkeit ist um 200 TEUR auf - 0,6 Mio. EUR gesunken. Dieser resultiert hauptsächlich aus den Zugängen zum Anlagevermögen. Im Berichtsjahr ist der Cashflow aus Finanzierungstätigkeit durch die Tilgung eines Verbunddarlehens weiter auf -4.1 Mio. EUR gesunken. Somit ist der Finanzmittelfonds zum 31. Dezember 2023 von 6,6 Mio. EUR auf nunmehr 8,7 Mio. EUR gestiegen. Trotz der verzögerten Rechnungsstellung an Krankenkassen auf Grund der Systemumstellung, war es uns möglich, unseren finanziellen Verpflichtungen jederzeit nachzukommen. Im Ergebnis ist das Geschäftsjahr 2023, betrachtet man die dargestellten finanziellen Leistungsindikatoren der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage für die PubliCare GmbH unter Außerachtlassung der Umstellungseffekte im ERP-System und des Verschmelzungsverlustes, günstig verlaufen und insgesamt zufriedenstellend. IV. Personal- und Sozialbericht Die durchschnittliche Anzahl der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter hat sich gegenüber dem Geschäftsjahr 2022 um 7 auf 775 verringert. Von 775 Beschäftigten entfielen in etwa 63 % auf den Bereich Vertriebsaußendienst / Vertriebsinnendienst und rund 37 % auf die Bereiche Logistik, Marketing sowie Verwaltung. Ein umfangreiches Fortbildungsprogramm unseres Personals gehört zur stetigen Verbesserung der Qualität unserer Mitarbeiter dazu. V. Nichtfinanzielle Leistungsindikatoren Neben den im Bereich der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage dargestellten wesentlichen finanziellen Leistungsindikatoren stehen für die PubliCare GmbH als Handelsunternehmen die Kundenbeziehungen im Fokus. Die Zufriedenheit der Kunden ist von zentraler Bedeutung. Um dies zu erreichen, stehen die Produktqualität und ein perfekter Lieferservice an oberster Stelle für das Unternehmen. Weitere Voraussetzung für eine hohe Kundenzufriedenheit ist die individuelle Beratung und Betreuung der Kunden durch unsere bestens ausgebildeten, erfahrenen und engagierten Mitarbeiter. Diese bilden einen wesentlichen Teil des Kapitals unseres Unternehmens. VI. Wesentliche Ereignisse im Geschäftsjahr Im Geschäftsjahr 2023 erfolgte die weitere operative Integration der verschmolzenen Tochtergesellschaft noma-med GmbH in die PubliCare GmbH. Zudem erwarb unsere Gesellschaft die verbliebenen 25 % der Anteile an der Phadimed HomeCare GmbH & Co. KG mit anschließender Anwachsung der Aktiva und Passiva auf die PubliCare GmbH, als Folge der Verschmelzung der Phadimed Verwaltungs GmbH mit der PubliCare GmbH. Die Migration des gesamten IT-Systems der PubliCare GmbH in das neu eingeführte ERP-System wurde mit einem langen Vorprojektlauf bereits im Jahr 2020 initiiert und im September 2021 umgesetzt. Die fortlaufende Anpassung des neuen Systems an die versorgungsspezifischen Anforderungen führen wie erwartet immer noch zu Anpassungen in den Prozessen, der Ablauforganisation und zu ständigen Trainings. Die fortlaufende Adaption der bestehenden Prozesse an das neue System bringt auch in 2024 weiterhin Herausforderungen mit sich. Diese Changeprojekte stellten im Verlauf 2023 erneut eine Belastung für die Organisation dar. Der Mitarbeiterwechsel konnte jedoch auf ein normales gesundes Maß reduziert werden. Prozesslücken konnten entsprechend geschlossen werden und Prozesse verbessert wieder eingesetzt werden. Kapazitätsengpässe auf Grund unbesetzter Stellen begleiteten uns weiterhin das gesamte Jahr 2023. Teilweise konnten diese Engpässe durch Personaldienstleister aufgefangen werden. Der systematische Personalaufbau und die Schulungen, besonders im Vertriebsinnendienst, wurden in 2023 wie geplant umgesetzt und halfen dabei die Anzahl der temporären Arbeitskräfte im Laufe des Jahres wieder zu senken. Mit einer großen regionalen Krankenkasse waren die Verhandlungen neuer Verträge für die Versorgungsbereiche Stoma und Inkontinenz im ersten Quartal 2022 gescheitert. Die angestrengten Schiedsverfahren wurden zur Mitte des Jahres 2023 abgeschlossen. Hierbei konnte erfolgreich eine Preiserhöhung um die Veränderungsrate der beitragspflichtigen Einnahmen gem. § 71 SGB V ab dem 01.03.2023 und nachfolgend jeweils ab dem 01.01.2024 und 01.01.2025 erreicht werden. Aufgrund weiterführender Gespräche, in deren Folge zusätzliche Vereinfachungen insbesondere in der Administration der Rezepte und Abrechnung vereinbart werden konnten, traten die Folgeverträge aus dem Schiedsverfahren zum 01.01.2024 in Kraft, wobei eine Nachforderung von 3,45% für das Abrechnungsjahr 2023 (ab 01.03.2023) erfolgen wird. Mit Wirkung zum 30.08.2022 sowie zum 31.12.2022 haben die Geschäftsführer Dr. Peter Oertl und Hubert Rimpl das Unternehmen verlassen. Eine unmittelbare Nachbesetzung erfolgte nicht. Die personelle Neuaufstellung der Geschäftsleitung wurde im Laufe des ersten Halbjahres 2023 umgesetzt. Im Rahmen dieser Neuaufstellung auf Direktoren- und Geschäftsführungsebene wurden erfahrene Mitarbeiter*innen gewonnen. Zusätzlich konnte im Laufe des Jahres Frau Leah Bayer als neue Geschäftsführerin berufen werden. Herr Stefan Ott legte zum 31.12.2023 die Funktion des Geschäftsführers nieder. Mit Beginn des Jahres 2024 wurde als interimistisch operativ Verantwortlicher Herr Jens Neuner beauftragt. Durch das neu aufgestellte Geschäftsleitungsgremium ist eine gute Struktur geschaffen, um die zuverlässige Leitung der Firma zu gewährleisten. VII. Ereignisse nach dem Bilanzstichtag Die mit dem seit 2022 begonnenen Angriffskrieg Russlands in der Ukraine einhergehenden starken Steigerungen der Energiepreise haben sich zum Jahresbeginn 2023 deutlich verlangsamt bzw. waren im Jahresverlauf rückläufig. Ob diese Kostennormalisierung und damit verbunden aktuell rückläufige Inflationseffekte nachhaltig zum Tragen kommen, ist zum Zeitpunkt der Berichtserstellung nicht vollends absehbar. Zudem wird die anhaltende Migrationswelle auch in Deutschland und im deutschen Gesundheitssystem Auswirkungen zeigen. Im Zuge des andauernden Konflikts wieder steigende Energiepreise könnten zu weiteren Kostensteigerungen führen, insbesondere im Fuhrpark, jedoch auch durch eine Kostenweitergabe seitens der Hersteller und Lieferanten. C. Chancen und Risiken Chancen ergeben sich aus unserer Sicht im Wesentlichen aus der weiteren Marktkonsolidierung der Leistungserbringer in den bestehenden Versorgungsbereichen, der sukzessiven Ausweitung unseres aktiven Homecare-Produktportfolios sowie der zunehmenden Digitalisierung an den verschiedenen Schnittstellen zu anderen Stakeholdern des Marktes. Die weitere Optimierung der IT-Infrastruktur wird neue technische Möglichkeiten für Skalierungseffekte sowie attraktive digitale Angebote für unsere Kunden und Partner ermöglichen. Aufgrund des unverändert bestehenden Kostendrucks verringert sich weiterhin die Anzahl der Marktteilnehmer, wodurch sich Marktanteile verschieben. Darüber hinaus werden durch die strategisch gelenkte Ausweitung der Versorgungsbereiche und entsprechendem Cross-Selling-Möglichkeiten neue Marktpotenziale im Hilfsmittelbereich erschlossen, welche zusätzliche Wachstumschancen bieten. Die Digitalisierung der Schnittstellenprozesse, z.B. in der Kommunikation mit den Patienten oder der effizienten Gestaltung von Überleitungsprozessen im Zuge des Entlassmanagements der Patienten aus der Klinik in den häuslichen Bereich, bieten die Chance auf effizienteren Personaleinsatz und zielen damit auf die Ausschöpfung von Kosteneinsparpotenzialen ab. Zugleich verbessert das Angebot von digitalen Vernetzungslösungen die Attraktivität von PubliCare gegenüber den verschiedenen Sektoren des Gesundheitsmarktes, da effiziente und effektive Versorgungslösungen mit einer steigenden Nachfrage durch den Endkunden - den Patienten - einhergehen. Dies macht uns ebenfalls für institutionelle Kunden attraktiver. Risiken liegen besonders in der weiteren Verbesserung des 2021 eingeführten ERP-Systems, bei dem die sachgerechte Abrechnung der erbrachten Leistungen gegenüber den Kostenträgern im Fokus ist. Dies ist auch für die Vorbereitung auf die weitere Zusammenführung der Systeme der ehemaligen noma-med GmbH mit denen der PubliCare GmbH von hoher Relevanz. Die organisatorischen Veränderungen in der Ablauf- und Aufbauorganisation bringen für viele Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter eine Neuorientierung und Neufindung mit sich, im Sinne von Change Management. So entstehen neue Teamstrukturen und Lernerfahrungen. Um auch zukünftig die fristgerechte Abwicklung aller Versorgungs- und Abrechnungsprozesse sicher zu stellen, sind zusätzliche Recruiting Maßnahmen erforderlich. Damit einher geht das Risiko von dem zunehmenden Personalwettbewerb auch im administrativen Bereich. Die Anpassung der betrieblichen Abläufe fordert vom gesamten Personal weiterhin zusätzliche Ressourcen. Die weiteren risikobehafteten Themen setzen sich auf der Marktseite fort. Sie erwachsen aus potenziellen Regulierungen im Gesundheitswesen in Verbindung mit dem steigenden Kostendruck. Einerseits bringen Krankenkassen daher wieder verstärkt die Ausschreibungsthematik in die politische Diskussion ein. Zudem können Marktteilnehmer mit aggressiven Preisstrategien das Vertragsgeschehen beeinflussen. Anhaltend hat der Fachkräftemangel im Pflegebereich auch die Hilfsmittelbranche erfasst, das System konkurriert um fachlich sehr gut ausgebildete Pflegefachkräfte innerhalb als auch unter den verschiedenen Sektoren. Die Herausforderungen der Herstellerseite durch erhöhte Herstellungs- und Frachtkosten (Energiekosten in der Produktion und Logistik) werden an die Distributionskanäle weitergegeben - primär jedoch zunächst an den Fachhandel. Auch wenn wir in der Ansprache der Kostenträger nur sehr begrenzte Bereitschaft für Preiserhöhungen erfahren haben, werden wir den Dialog mit den Krankenkassen weiter suchen, um hier gegenzusteuern. Mit Value Based Selling Initiativen, z.B. Studienprogrammen und mit neuen Versorgungsfeldern wie APAT (Ambulante Parenterale Antiinfektive Therapie) werden gerade ggü. Klinikkunden Alleinstellungsmerkmale der PubliCare im Markt aufgezeigt und neue Wachstumschancen generiert. Im niedergelassenen Bereich und Pflegeheimbereich sind mit der spezialisierten Carestruktur im regionalen Ausbau aber auch in der Therapiebreite neue Chancen zu realisieren. D. Risikomanagement Wir haben durch umfassende Planungen und unsere Strategie alle nennenswerten generellen Marktrisiken minimiert. Operative Risiken bestehen grundsätzlich im Verarbeitungsprozess der erbrachten Leistungen, vorwiegend im Abrechnungsprozess mit den Krankenkassen. Wir haben dieses Risiko durch Prozessoptimierung minimiert und mit Lean Management Maßnahmen und Business Process Governance Strukturen mehr Sicherheit in die Abläufe gebracht. Diese Prozesse werden in 2024 noch weiter ausgebaut und verbessert. Bei Krankenkassen mit hohen und komplexen Anforderungen an die Abrechnung der Leistungen wurde ein Qualitätsprüfungsprozess eingeführt, um die Ausfallraten weiter zu reduzieren. Zudem stellen wir den Marktzugang sicher, indem die relevanten Versorgungsverträge gem. § 127 SGB V mit den jeweiligen Kostenträgern abgeschlossen und systematisch nachgehalten werden. Eventuelle Veränderungen der regulatorischen Zugangsvoraussetzungen, insb. die Präqualifizierung gem. § 126 SGB V, werden regelmäßig überwacht und innerhalb der vorgegebenen Fristen umgesetzt. Risiken im Personalbereich minimieren wir durch eine langfristig ausgerichtete Personalplanung sowie durch ständige Aus- und Weiterbildung unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Dabei setzen wir auch verstärkt auf die Ausbildung in sämtlichen kaufmännischen Berufen. Zudem wurden im Personalvermittlungsbereich zuverlässige und bei Bedarf skalierbare Partnerschaftsmodelle aufgebaut. Risiken im Beschaffungsbereich wirken wir durch Geschäftsbeziehungen zu mehreren Lieferanten in den jeweiligen Produktgruppen entgegen; gerade durch die Supply-Chain-Herausforderungen haben wir hier mit einer entsprechenden Lagerbevorratung reagiert. Abgang von Know-how-Trägern und Experten in der Kundenversorgung begegnen wir mit umfassenden Change-Management-Maßnahmen. Die Risiken hinsichtlich der bestehenden IT-Infrastruktur liegen neben der Sicherstellung einer robusten Cyber-Sicherheit auch im Bereich Datenschutz; diesen begegnen wir mit einem intensiven Austausch mit unseren Datenschutzverantwortlichen und -beauftragten. Die Systemsicherheit wird durch Stress- und Penetrationstests sowie Cyber-Security-Trainings ständig verbessert. Durch stetige Verbesserung des neuen ERP-Systems, das uns ermöglicht, innerhalb kürzester Zeit Fehlentwicklungen bzw. Planabweichungen zu erkennen und korrigieren zu können, haben wir die allgemeinen Risiken unternehmerischen Handelns weiter reduzieren können. Weitere nennenswerte branchen- oder unternehmensspezifische Risiken bestehen, auf lange Sicht betrachtet, nach jetziger Einschätzung nicht. Den globalwirtschaftlichen Risiken wirken wir durch die bereits im Lagebericht beschrieben Maßnahmen entgegen, die ständig unter Berücksichtigung der aktuellen Lage engmaschig überprüft, verbessert und ggf. angepasst werden. E. Prognosebericht Wie erwartet ist die COVID-19-Pandemie in eine endemische Phase übergegangen und spielt nur noch eine nachgelagerte Rolle. Daher sehen wir auch in 2024 keine weitere besondere Beeinträchtigung durch Covid-19. Der Krieg in der Ukraine beeinflusste unser Geschäftsfeld, wie erwartet, nicht besonders. Hier sehen wir, abgesehen von den bereits zuvor beschriebenen Risiken, auch weiterhin keine besondere Beeinträchtigung. Unsere im Jahre 2022 neu aufgesetzten Versorgungsbereiche konnten wir etablieren und werden sie in 2024 weiter ausbauen. Die IT-Systemumstellung hat aktuell immer noch einige negative Effekte in den Prozessen und damit auch in der Qualität unserer Services am Kunden. Daher werden wir hier auch in 2024 noch intensiv an Verbesserungen arbeiten. Trotz der bereits zuvor dargestellten internen sowie externen Veränderungen und Risiken sehen wir uns für die Zukunft weiterhin gut aufgestellt. Auf Basis des Verlaufs des bisherigen Geschäftsjahres gehen wir für das Jahr 2024 wieder von einem stabilen Basisgeschäft und steigenden Umsatzerlösen im mittleren einstelligen Prozentbereich aus. Die Umsatzrendite für das bereinigte Betriebsergebnis sowie das Jahresergebnis nach Steuern werden sich voraussichtlich wieder deutlich über dem Niveau von 2023 bewegen.
Köln, den 25. März 2024 Leah Christine Bayer, Geschäftsführerin BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die PubliCare GmbH, Köln Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der PubliCare GmbH, Köln, - bestehend aus der Bilanz zum 31.12.2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der PubliCare GmbH, Köln, für das Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung des gesetzlichen Vertreters für den Jahresabschluss und den Lagebericht Der gesetzliche Vertreter ist verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner ist der gesetzliche Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die er in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt hat, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses ist der gesetzliche Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren hat er die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus ist er dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem ist der gesetzliche Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner ist der gesetzliche Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die er als notwendig erachtet hat, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Brühl, den 25. März 2024 GTK
Metzler GmbH
Stefan Metzler, Wirtschaftsprüfer Der Jahresabschluss zum 31.12.2023 wurde am 13.05.2024 durch die Gesellschafterversammlung festgestellt. |
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