MVV RHE AGLiquidiert
Stammdaten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Historie
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Management
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Michael Class seit 15.7.2008 | Prokura |
Hansjörg Rudolf Dr. Roll seit 15.7.2008 | Prokura |
Hans-Heinrich Friedrich Albrecht Rolf Dr. Kleuker seit 27.3.2008 | Prokura |
Matthias Heinrich Bernhard Dr. Brückmann seit 9.8.2007 | Vorstandsmitglied |
Martin E. Dr. Auer seit 30.11.2006 | Prokura |
Reiner Andreas Dr. Lübke seit 23.2.2006 | Prokura |
Werner Dr. Dub seit 27.10.2005 | Vorstandsmitglied |
Ralph Rischmüller seit 27.10.2005 | Prokura |
Hans-Jürgen Farrenkopf seit 27.10.2005 | Vorstandsmitglied |
Hans-Georg Hägele seit 27.10.2005 | Prokura |
Gunter Kühn seit 27.10.2005 | Prokura |
Christoph Dr. Helle seit 27.10.2005 | Prokura |
Bernhard Kurt Schumacher seit 27.10.2005 | Prokura |
Konzern- und Jahresabschlüsse
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
MVV RHE AGMannheimGeschäftsbericht2006/2007
Lagebericht
Geschäft und Rahmenbedingungen Die MVV RHE AG, Mannheim ist eine 100-prozentige Tochtergesellschaft der börsennotierten MVV Energie AG, Mannheim. Die Ergebnisse der MVV RHE AG werden auf der Grundlage eines Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrages an die MVV Energie AG abgeführt. Die MVV RHE AG steht unter einheitlicher Leitung der Obergesellschaft MVV Energie AG. Der Vorstand der MVV RHE AG ist in Personalunion auch Vorstand der MVV Energie AG. Die MVV RHE AG ist in das Cash-Pooling-System der MVV Energie AG eingebunden. Als Tochterunternehmen ist die MVV RHE AG in den Teilkonzern der MVV Energie AG und damit auch in die strategische Ausrichtung ihrer Muttergesellschaft einbezogen. Die MVV Energie AG hat sich seit ihrem Börsengang im Jahr 1999 zu einem unabhängigen, national und international tätigen Energieversorgungs- und Dienstleistungsunternehmen entwickelt. Nach dem deutlichen Wachstum in den ersten Jahren nach dem Börsengang verfolgt die MVV Energie Gruppe seit dem Geschäftsjahr 2003/04 eine Strategie des fokussierten und ertragsorientierten Wachstums. Die MVV RHE AG erfüllt im Stadtwerke-Netzwerk in erster Linie Energiebeschaffungsfunktionen für die MVV Energie AG. Strom und Fernwärme bezieht die MVV RHE AG von der Grosskraftwerk Mannheim AG (GKM), an dem sie mit 28 % beteiligt ist. Der Gasbedarf wurde im Berichtsjahr ausschließlich von der Gasversorgung Süddeutschland GmbH (GVS) gedeckt. In der Gasversorgung nimmt die MVV RHE AG darüber hinaus auch regionale Verteilungsaufgaben weit über die Rhein-Neckar-Region hinaus wahr. Zum Bilanzstichtag wurde Erdgas an acht weiterverteilende Stadtwerke geliefert. Über diese so genannten A-Gemeinden hinaus belieferte die MVV RHE AG zum Bilanzstichtag direkt rund 6 800 Kunden in siebzehn Gemeinden (B-Gemeinden), mit denen Konzessionsverträge bestehen. Im Wärmesegment beliefert die MVV RHE AG über die Fernwärme-Rhein-Neckar GmbH, (FRN) die Stadtwerke Heidelberg AG, die Stadt Schwetzingen und die Gemeinde Oftersheim mit Fernwärme, die im Ressourcen schonenden Verfahren der Kraft-Wärme-Kopplung im Grosskraftwerk Mannheim AG (GKM) erzeugt wird. Die MVV RHE AG hat die nach dem novellierten Energiewirtschaftsgesetz (EnWG) bis 1. Juli 2007 geforderte gesellschaftsrechtliche Entflechtung der Netze von Erzeugung und Vertrieb ("Legal Unbundling") bereits zum 1. Oktober 2006 im Rahmen der gegründeten gemeinsamen Netzgesellschaft "24/7 Netze GmbH" zwischen der MVV Energie AG (Beteiligungsanteil 70 %) und Energieversorgung Offenbach AG (Beteiligungsanteil 30 %) realisiert. Im Zuge des Legal Unbundling hat die MVV RHE AG ihre Anlagen der Gas-, Wärme- und Wasserversorgung an die neue 24/7 Netze GmbH verpachtet, die die Anlagen verwaltet, betreibt und instand hält. Die 24/7 Netze GmbH hat darüber hinaus mit Wirkung zum 1. Oktober 2006 auch die Betriebsführung der MVV RHE AG-Wasserwerke Rheinau und Käfertal sowie der Stadtbrunnen im Luisenpark und Herzogenriedpark übernommen. Die bisherigen Wasserlieferungen der MVV RHE AG an die MVV Energie AG werden nach Verpachtung der Anlagen ab 1. Oktober 2006 über die 24/7 Netze GmbH abgewickelt. Im Gegenzug erhält die MVV RHE AG ein Pachtentgelt, das auch eine Marge aus dem Wasserverkauf beinhaltet. Im Rahmen der Fernversorgung beliefert die MVV RHE AG aber weiterhin die Städte Viernheim und Schwetzingen sowie die Gemeinden Ilvesheim und Ketsch. Die Wasserlieferungen der MVV RHE AG und der 24/7 Netze GmbH stammen in erster Linie aus der Grundwasserförderung in den MVV RHE AG-eigenen Wasserwerken Käfertal und Rheinau, die im Rahmen der Umsetzung der gesellschaftsrechtlichen Entflechtung ebenfalls an die 24/7 Netze GmbH verpachtet sind. Rund ein Fünftel der Wasserlieferungen werden vom Zweckverband Wasserversorgung Kurpfalz GmbH (ZWK) bezogen, an dem MVV RHE AG mit 51 % beteiligt ist. Das Umweltsegment der MVV RHE AG besteht aus der thermische Restmüllverwertung im Müllheizkraftwerk Mannheim auf der Friesenheimer Insel (MHKW). Im Müllheizkraftwerk Mannheim wird im Ressourcen schonenden Verfahren der Kraft-Wärme-Kopplung aus Abfällen Prozessdampf und Strom erzeugt. Das MHKW verfügt über modernste Technik, unter anderem über eine vierstufige Rauchgasreinigungsanlage. Die operativen Tätigkeiten im Zusammenhang mit dem Betrieb des MHKW liegen im Verantwortungsbereich der MVV Umwelt GmbH, Mannheim, einer 100-prozentigen Tochtergesellschaft der MVV Energie AG. Die MVV RHE AG fungiert seitdem ausschließlich als Eigentümerin der Immobilien und technischen Anlagen des Müllheizkraftwerks Mannheim (Assetholder) und hält weiterhin einige große Müllverträge mit Gebietskörperschaften. Die technische Betriebsführung des MHKW wurde zu vertraglich festgesetzten Preisen an die MVV O&M GmbH vergeben. Das Regierungspräsidium Karlsruhe hat Anfang Juli 2007 den Bau eines neuen Müllkessels im Müllheizkraftwerk (MHKW) am Standort Mannheim genehmigt. Mit der hochmodernen Feuerungsanlage, die als Ersatzmaßnahme für ältere Müllkessel geplant ist, wird die Wirtschaftlichkeit und Wettbewerbsfähigkeit des MHKW weiter steigen. Die Inbetriebnahme ist Ende 2009 geplant. Nach der Erweiterung der Umschlagskapazität des Bahnterminals im MHKW in Mannheim wurde die Logistik weiterer Müllmengen vom bisherigen Straßentransport auf Bahntransport umgestellt. An diesem Standort werden damit künftig etwa 25 % der kommunalen Mengen über die Schiene angeliefert. Dies entlastet die Verkehrssituation in der Region und hat neben ökonomischen auch positive ökologische Auswirkungen.
Neue Personalstrukturen im Vorstand der MVV RHE AG Seit dem Ausscheiden von Karl-Heinz Trautmann zum 15. Oktober 2006 wurde mit Beschluss des Aufsichtsrats vom 14. Dezember 2006 der Geschäftsverteilungsplan für den Vorstand der MVV RHE AG geändert und die Aufgaben der Gesellschaft in die Bereiche Kaufmännische Angelegenheiten, Technik und Personal aufgeteilt. Im Einklang mit der strategischen Ausrichtung der MVV Energie AG wurden analog zum Beschluss des Aufsichtsrats der MVV Energie AG die Aufgaben der MVV RHE AG mit Aufsichtsratsbeschluss vom 29. Juni 2007 auf die vier Vorstandsressorts Kaufmännische Angelegenheiten, Technik, Personal und Vertrieb aufgeteilt. Damit wird der wachsenden Bedeutung des Vertriebs und dem angestrebten weiteren Ausbau des regionalen Geschäfts in den wettbewerbsintensiveren Strom- und Gasmärkten Rechnung getragen. Zusätzlich zu den bisherigen Vorstandsmitgliedern der MVV RHE AG, Dr. Rudolf Schulten (Kaufmännische Angelegenheiten), Dr. Werner Dub (Technik) und Hans-Jürgen Farrenkopf (Personal) ist Matthias Brückmann ab 1. August 2007 für den Vorstandsbereich Vertrieb verantwortlich.
Gesamtwirtschaft Der konjunkturelle Aufschwung in Deutschland ist weiterhin stabil, auch wenn Konjunkturexperten zum Ende des Geschäftsjahres Anzeichen für eine Verlangsamung des Wirtschaftswachstums sehen. Die Industrieproduktion nahm im Jahr 2007 weiter zu, war jedoch weniger dynamisch als noch im Vorjahr. Führende Wirtschaftsforschungsinstitute gehen in ihrem Herbstgutachten von einem Anstieg des Bruttoinlandsprodukts (BIP) in 2007 von 2,6 % aus. Die Krise auf dem US-Hypothekenmarkt, der hohe Eurokurs und die weiterhin steigenden Ölpreise werden derzeit von Experten als die größten Risikofaktoren für die gesamtwirtschaftliche Entwicklung eingestuft. Dagegen wirkte sich die Erhöhung der Mehrwertsteuer zu Beginn des Jahres 2007 in geringerem Maße auf die Verbraucherpreise und das Wirtschaftswachstum aus als zuvor erwartet. Grundsätzlich sind gesamtwirtschaftliche Einflüsse für die MVV RHE AG jedoch von geringerer Bedeutung als der Witterungsverlauf. Im Geschäftsjahr 2006/07 war die Witterung in allen Wintermonaten und im April 2007 von außergewöhnlich milden Temperaturen für diese Jahreszeit gekennzeichnet. Die Gradtagszahlen am Standort Mannheim, der von uns verwendete Indikator für den Heizenergiebedarf, lagen im Gesamtjahr 2006/07 um 22 % unter den Vorjahreswerten und um 20 % unter dem langjährigen Mittelwert. Dieser außergewöhnliche Witterungsverlauf und der daraus resultierende schwächere Heizenergiebedarf hat sich auf den Gas -und Fernwärmeabsatz der MVV RHE AG ausgewirkt.
Branchenentwicklung In der Energiebranche hat sich der Wettbewerb im Berichtsjahr weiter verschärft. Auf deutscher und europäischer Ebene wurden eine Reihe neuer Gesetzesvorhaben diskutiert, die zu noch mehr Wettbewerb im Energiemarkt führen sollen. Durch die Regulierung der Netznutzungsentgelte hat sich der Kostendruck für die Verteilungsunternehmen verstärkt. Die im 1. Quartal 2006/07 eingegangenen Bescheide der Bundesnetzagentur führten zu einer Kürzung der beantragten Gasnetzentgelte der 24/7 Netze GmbH im Netzgebiet Mannheim um etwa 17 % und der Kostenbasis für das Stromnetz der 24/7 Netze GmbH in Mannheim um 17,8 %. Die Anträge der MVV RHE AG sind in den Anträgen der 24/7 Netze GmbH mit erfasst. Die Kürzungen wirken sich bei der MVV RHE AG auf die Netznutzungsentgelte der regionalen Gasverteilung aus. Bei Strom verfügt die MVV RHE AG über kein eigenes Verteilungsnetz. Bis zum 30. Juni 2007 mussten für Strom die Anträge für die zweite Kostengenehmigungsrunde bei der Bundesnetzagentur eingereicht werden. Für die Gasnetze mussten die Kosten zum 30. September 2007 neu beantragt werden. Die hohen Preise für Primärenergieträger an den internationalen Märkten haben im abgelaufenen Geschäftsjahr 2006/07 die Energiepreise in Deutschland weiterhin geprägt. Rohöl der Marke Brent erzielte im September 2007 neue Rekordpreise von über 81 US-$/Barrel. Der Durchschnittspreis lag im Geschäftsjahr 2006/07 bei 65,51 US-Dollar/Barrel und damit leicht unter dem Vorjahr. Ähnlich spektakulär verlief die Entwicklung am Steinkohlemarkt mit neuen Höchstkursen von knapp unter 100 US-Dollar pro Tonne. Die Grenzübergangspreise für Erdgas verharrten auf hohem Niveau und lagen im Geschäftsjahr 2006/07 bei durchschnittlich 5 674 Euro/TJ (Stand August 2007). Dagegen fielen die durchschnittlichen Spotmarktpreise für Grundlast aufgrund einmaliger Effekte von 54,61 Euro/MWh im Geschäftsjahr 2005/06 um 36 % auf 34,69 Euro/MWh im Geschäftsjahr 2006/07. Hauptverantwortlich für diese Entwicklung sind die gesunkenen Preise für CO2-Zertifikate, deren Wert zum Ablauf der ersten Handelsperiode Ende 2007 auf nahezu Null sank. Am Terminmarkt, an dem diese Effekte nicht zum Tragen kamen, stiegen die durchschnittlichen Preise für das jeweils kommende Lieferjahr von 52,56 Euro/MWh im Geschäftsjahr 2005/06 um 4 % auf 54,83 Euro/MWh im Geschäftsjahr 2006/07. Die gaswirtschaftlichen Verbände haben sich am Ende April 2007 auf eine geänderte Fassung der Kooperationsvereinbarung (KoV II) geeignet, die zum 1.Oktober 2007 wirksam geworden ist. Damit wird der Gasnetzzugang auf Basis zweier Verträge, eines Einspeise- und eines Ausspeisevertrags, umgesetzt. Die Überarbeitung des Vertragswerks, das den Gasnetzzugang weitgehend praxisnah regelt, war notwendig geworden, nachdem die Bundesnetzagentur am 17. November 2006 das bis dahin vorgesehene parallele Einzelbuchungsmodell untersagt hatte. Nach wie vor unbefriedigend ist jedoch die weiterhin hohe Anzahl von Marktgebieten, die den Gastransport behindert. Dies stellt auch ein wesentliches Hemmnis für den Anfang Juli 2007 aufgenommenen Gashandel an der Energiebörse EEX dar. Wir begrüßen daher die Bemühungen der Netzagentur, die die Marktgebiete auf ein Minimum senken will. Im Rahmen des Anfang 2005 eingeführten europaweiten Handels mit Emissionsrechten für Kohlendioxid (CO2) wurden der MVV RHE AG Emissionsberechtigungen für ihre konventionellen Kraftwerksanlagen im Müllheizkraftwerk zugeteilt. Der Deutsche Bundestag hat am 22. Juni 2007 das Zuteilungsgesetz (ZuG 2012) verabschiedet und damit die CO2-Minderungsziele der deutschen Energiewirtschaft für die zweite Phase des EU-weiten Emissionshandels deutlich erhöht. Insgesamt wurde die zulässige Obergrenze für den CO2-Ausstoß in Deutschland auf 456,1 Mio Tonnen pro Jahr begrenzt. 40 Millionen der zur Verfügung stehenden CO2-Zertifikate werden staatlich veräußert. Die internationalen, europäischen und nationalen Rahmenbedingungen für den Emissionshandel über das Jahr 2012 hinaus sind bisher vollkommen offen, was für die deutsche Energiebranche erhebliche Unsicherheiten zur Folge hat. Angesichts des hohen Anteils an Kraft-Wärme-Kopplung (KWK) unserer Erzeugung ist der im Nationalen Allokationsplan II vorgesehene Nachteilsausgleich für KWK-Anlagen positiv zu werten. Ebenfalls positiv bewerten wir die von der Bundesregierung verkündete Novellierung des KWK-Gesetzes, die die Ressourcen schonende KWK-Technologie weiter fördern soll. Die Bundesregierung hat Ende August 2007 Eckpunkte für ein integriertes Energie- und Klimaprogramm vorgelegt, mit dem sie ihre anspruchsvollen Klimaschutzziele bis zum Jahr 2020 verwirklichen möchte. Außerdem soll der Anteil Erneuerbarer Energien erhöht und die Energieeffizienz verbessert werden. Zur Umsetzung der beschlossenen Eckpunkte haben die Ministerien im Oktober 2007 erste Gesetzesentwürfe zur Novellierung des Kraft-Wärme-Kopplungs-Gesetzes und des Erneuerbaren Energien Gesetzes (EEG) vorgelegt. Wir begrüßen, dass die Bundesregierung an der Förderung von KWK-Anlagen festhält und zukünftig auch Investitionszuschläge für den Ausbau der Wärmenetze vorsieht. Damit wird die KWK-Technologie weiter Auftrieb erhalten. Der Bundesrat hat am 21. September 2007 die von der Bundesregierung vorgelegte Anreizregulierungsverordnung (ARegV) endgültig verabschiedet. Sie beinhaltet anspruchsvolle Effizienzvorgaben für die Netzbetreiber und sieht insbesondere eine Orientierung am Branchenbesten vor. Demnach werden diejenigen Netzbetreiber, die dem vorgesehenen Branchenvergleich unterliegen, in ihrer Mehrzahl weit überdurchschnittliche Effizienzanstrengungen leisten müssen, um die von den Regulierungsbehörden vorgegebenen Ziele zu erreichen und zu übertreffen. Die MVV Energie Gruppe hat frühzeitig konsequent Maßnahmen zur Kostensenkung und Effizienzverbesserung im Netzbereich eingeleitet. Im Entsorgungsmarkt dürfen nach Inkrafttreten der Technischen Anleitung Siedlungsabfall (TASi) ab 1. Juni 2005 nur noch thermisch oder biologisch vorbehandelte Siedlungsabfälle auf Deponien entsorgt werden. Das Deponierungsverbot hat zu einem hohen Bedarf an inländischen Verbrennungskapazitäten geführt. Als Folge davon sind die Preise für die Verbrennung von Industrie- und Gewerbeabfälle zunächst deutlich gestiegen, haben sich aber im Verlaufe des Berichtsjahres stabilisiert. Das am 1. August 2006 in Kraft getretene Gesetz zur Neuregelung der Besteuerung von Energieerzeugnissen und zur Änderung des Stromsteuergesetzes (Energiesteuergesetz) hat sich im Geschäftsjahr 2006/07 der MVV RHE AG erstmals ganzjährig ausgewirkt. Im Vorjahr war das neue Energiesteuergesetz nur mit zwei Monaten (August und September 2006) wirksam. Danach haben nunmehr die Verteilerunternehmen, und nicht mehr die Gasproduzenten bzw. Erdgasimporteure, die gesetzliche Erdgassteuer zu berechnen und den errechneten Betrag als Steuerschuldner an die Finanzverwaltung abzuführen und gegenüber dem Hauptzollamt im Rahmen einer Steuererklärung anzumelden. Der Steuersatz von 0,55 Cent/kWh gilt gleichermaßen für Tarifkunden und Sondervertragskunden für die Verwendung von Erdgas zu Heizzwecken und für die zulässige motorische Verwendung von Erdgas als Heizstoff in Stromerzeugungsanlagen und sonstigen Kraft-Wärme-Kopplungsanlagen mit einem Jahresnutzungsgrad von mindestens 60 %. Die Verlagerung der Steuerentstehung auf den Zeitpunkt der Entnahme (des Verbrauchs) durch den Endkunden und die Änderung der Steuerschuldnerschaft haben zu einem höheren Verwaltungsaufwand bei den Verteilerunternehmen geführt.
Forschung und Entwicklung Technologische Innovationen bieten sowohl in der dezentralen Energieerzeugung als auch in der Energieverteilung neue Chancen und Perspektiven. Für die MVV RHE AG sind insbesondere die effiziente und Ressourcen schonende Primärenergieerzeugung durch Kraft-Wärme-Kopplung bei der Strom- und Fernwärmeversorgung von Bedeutung. Die Forschungs- und Entwicklungstätigkeiten der MVV RHE AG sind in der MVV Energie AG gebündelt. Die besondere Praxiskompetenz der MVV RHE AG in der thermischen Restmüllentsorgung und in der Grundwasserförderung in ihren Wasserwerken ist in den gemeinsam von der MVV Energie AG mit führenden regionalen Energieversorgungsunternehmen, Wirtschaft, Wissenschaft, Organisationen und dem Verband Region Rhein-Neckar erarbeiteten Klimaschutzatlas für die Metropolregion Rhein-Neckar eingeflossen, der im Mai 2007 herausgegeben wurde. Er ist Standortbestimmung der in der Region bereits umgesetzten Klimaschutzaktivitäten und mit beispielhaften innovativen Projekten und neuesten Technologien zum Klimaschutz ein Wegweiser in die Zukunft. Die Verknüpfung von intelligenten Lösungen und effizienten Energieversorgungsanlagen sowie die Nutzung regenerativer Energien werden Bausteine einer effizienten und sicheren Energieversorgung sein. Über 70 Experten aus Industrie, Kommunen, Hochschulen und Verbänden der Region haben am Klimaschutzatlas mitgewirkt.
Ertragslage
1 Korrekturen im Vorjahr 2 Nur Fernwärmelieferungen
Die Umsatz- und Ergebnisentwicklung der MVV RHE wurde in starkem Maße von der außergewöhnlich milden Witterung in der gesamten Heizperiode 2006/07 beeinflusst, die zu deutlichen Absatzeinbußen und daraus resultierenden Umsatzrückgängen im witterungsabhängigen Wärme- und Gassegment führten. Über diese Witterungseinflüsse hinaus haben sich strukturelle Veränderungen in der Gewinn- und Verlustrechnung der MVV RHE AG ausgewirkt, die im Zusammenhang mit den zum 1. Oktober 2006 gegründeten Shared-Services-Gesellschaften stehen. Durch die Bündelung bisheriger MVV RHE AG-Dienstleistungen in eigenen Gesellschaften ist die Vergleichbarkeit einzelner Positionen der Gewinn- und Verlustrechnung beeinträchtigt. Ausgewirkt haben sich insbesondere die im Zuge des Legal Unbundlings verpachteten MVV RHE AG-Anlagen der Gas-, Wärme- und Wasserversorgung an die neue "24/7 Netze GmbH", die diese Anlagen verwaltet, betreibt und instand hält. Die 24/7 Netze GmbH hat mit Wirkung zum 1. Oktober 2006 auch die Betriebsführung der MVV RHE AG-Wasserwerke Rheinau und Käfertal übernommen. Die bisherigen Wasserlieferungen der MVV RHE AG an die MVV Energie AG werden nach Verpachtung der Anlagen ab 1. Oktober 2006 über die 24/7 Netze GmbH abgewickelt. Im Gegenzug zu den wegfallenden Umsatzerlösen aus diesen Wasserlieferungen erhält die MVV RHE AG ein Pachtentgelt, das in der GuV-Position "sonstige betriebliche Erträge" ausgewiesen wird. Von den anderen Shared-Services-Gesellschaften 24/7 IT-Services GmbH, 24/7 United Billing GmbH, 24/7 Metering GmbH und 24/7 Trading GmbH ist die MVV RHE AG weniger oder gar nicht betroffen. Der Umsatz der MVV RHE AG ging im Vergleich zum Vorjahr von 484,5 Mio Euro um 145,3 Mio Euro (- 30 %) auf 339,2 Mio Euro zurück. In Übereinstimmung mit der Handhabung anderer Großunternehmen unserer Branche weisen wir die Umsatzerlöse nach Abzug der Strom- und Erdgassteuer aus. Der Umsatzrückgang stammt in erster Linie aus dem Gas- und Umweltsegment. Im Umweltsegment wurde die Entwicklung maßgeblich durch hohe sonstige Umsatzerlöse im Vorjahr aus dem abgerechneten Projekt TREA Leuna I beeinflusst. Der größte Teil davon resultiert aus der nahezu ergebnisneutralen Umsetzung aus der GuV-Position "Bestandsveränderungen" nach Abschluss des Projektes zur Errichtung der ersten Linie der Thermischen Restabfallverwertungs- und Energieerzeugungsanlage (TREA I) am Standort Leuna. Die als Generalübernehmerin tätige MVV RHE AG hatte die Anlage nach Fertigstellung im Geschäftsjahr 2005/06 an die ZEDER Verwaltungsgesellschaft mbH & Co Vermietungs KG verkauft. Die ZEDER GmbH ist eine 100 %ige Tochtergesellschaft der Hannover Leasing AG, die zugleich Bauherr und Eigentümer der Anlage ist. Gemäß dem im September 2004 abgeschlossenen Leasingvertrag wurde die Anlage durch die Leasingnehmerin MVV TREA Leuna GmbH übernommen. Leasingbeginn war im Oktober 2005. Über diesen insgesamt nahezu ergebnisneutralen Sondereffekt hinaus stammt der Rückgang der Umsatzerlöse mit 6,0 Mio Euro aus der Wärmeversorgung und mit 39,0 Mio Euro aus der Gasversorgung. In beiden Segmenten resultiert der Rückgang hauptsächlich aus temperaturbedingten Mengeneinbußen. Im Wassersegment sind die Umsatzerlöse aufgrund von strukturellen Veränderungen um 14,6 Mio Euro zurückgegangen. Die Lieferung der Wasserabgabe an die MVV Energie AG erfolgt seit dem Geschäftsjahr 2006/07 durch die 24/7 Netze GmbH, die die Wasserproduktionsanlagen von der MVV RHE AG gepachtet hat und dafür ein Pachtentgelt zahlt. Im Umweltsegment wirkten sich insbesondere die Preissenkungen bei Müllverträgen mit dem im Zweckverband Abfallwirtschaft Rhein-Neckar (ZARN) zusammengeschlossenen Gebietskörperschaften Umsatz mindernd aus. Die Pachterträge von der 24/7 Netze GmbH sind die hauptsächliche Ursache für die Zunahme der sonstigen betrieblichen Erträge im Vergleich zum Vorjahr um 7,9 Mio Euro auf 19,5 Mio Euro. Gegenläufig wirkten die im Vorjahr höheren bewertungsabhängigen Erträge, die einen Einmalertrag aus dem Verkauf restlicher EnBW-Aktien sowie höhere Zuschreibungen und Rückstellungsauflösungen für Instandhaltungen im Bereich MHKW enthielten. Der Materialaufwand sank von 347,1 Mio Euro um 43,8 Mio Euro (- 13 %) auf 303,3 Mio Euro. Die Abnahme resultiert hauptsächlich aus niedrigeren Aufwendungen für den Energie- und Wasserbezug, die um 37,2 Mio Euro (- 14 %) zurückgingen. Dieser Rückgang stammt in erster Linie aus mengenbedingt niedrigeren Gasbezugskosten, denen erstmalige Durchleitungsgebühren für die Gasnetze der MVV RHE AG gegenüberstanden. Die Aufwendungen für bezogene Fremdleistungen verringerten sich um 6,2 Mio Euro auf 78,0 Mio Euro. Ein wesentlicher Teil dieses Rückganges ist auf die Verlagerung der Verrechnung von technischen Dienstleistungen der MVV Energie AG auf die 24/7 Netze GmbH zurückzuführen, die im Berichtsjahr ihre Aktivitäten aufgenommen hat. Im Vorjahr wurden diese noch an die MVV RHE AG verrechnet. Der Personalaufwand sank gegenüber dem Vorjahr um 1,1 Mio Euro auf 3,5 Mio Euro. Dieser Rückgang resultiert zum einen aus einer verringerten Beschäftigtenzahl. Die Mitarbeiterzahl ging im Jahresdurchschnitt gegenüber dem Vorjahr von 61 auf 56 zurück. Zum anderen wirkten sich die im Vorjahr gebildeten Rückstellungen für Frühverrentungen und Abstandszahlungen aus, denen im Berichtsjahr kein entsprechender Aufwand gegenübersteht. Die Abschreibungen stiegen im Vergleich zum Vorjahr um 3,1 Mio Euro auf 23,5 Mio Euro. Der Anstieg stammt hauptsächlich aus dem Kauf eines Müllkessels aus dem Anlagenleasing im Geschäftsjahr 2005/06, der sich im Vorjahr nur zeitanteilig mit neun Abschreibungsmonaten, im Berichtsjahr aber mit zwölf Monaten, auswirkte. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen gingen um 3,2 Mio Euro zurück. Ausschlaggebend hierfür war der Wegfall der Leasingraten nach dem Kauf des Müllkessels 4. Analog zu den Abschreibungen wirkten sich der Wegfall der Leasingraten im Berichtsjahr mit zwölf Monaten und im Vorjahr mit neun Monaten aus. Entsprechend der Handhabung bei den Umsatzerlösen weisen wir die sonstigen betrieblichen Aufwendungen nach Abzug der Energiesteuern aus. Der Vorjahreswert wurde entsprechend angepasst. Das Finanzergebnis verschlechterte sich im Vergleich zum Vorjahr um 0,4 Mio Euro auf - 3,1 Mio Euro. Der Rückgang beruht im Wesentlichen auf investitionsbedingt höheren Zinsaufwendungen. Die Steuern (ohne die Energiesteuern) lagen auf Vorjahresniveau. Insgesamt weist die MVV RHE AG im Geschäftsjahr 2006/07 einen Jahresüberschuss vor Gewinnabführung von 19,3 Mio Euro aus, der damit deutlich geringer ausfiel als im Vorjahr mit 41,1 Mio Euro. Die Hauptursachen sind temperaturabhängige Mengen- und Umsatzeinbußen im Gas und Wärmesegment sowie Preissenkungen und Sondereffekte im Umweltsegment.
Entwicklung nach Segmenten
1 Ohne weitergeleitete Energiesteuern 2 Vorjahr angepasst; ohne Gassteuer
Die Verpachtung von Anlagen und die Verlagerung von Aufgaben und Dienstleistungen von der MVV RHE AG in die neue 24/7 Netze GmbH hat sich auch auf die Entwicklung in den Segmenten Wärme, Gas und Wasser ausgewirkt. Dadurch ist die Vergleichbarkeit der Segmententwicklung gegenüber dem Vorjahr beeinträchtigt. Im Stromsegment stieg der Umsatz der MVV RHE AG (ohne die weitergegebene Stromsteuer) im Vergleich zum Vorjahr um 8 % auf 60,4 Mio Euro. Dieser Zuwachs ist im Wesentlichen auf Preisanpassungen zurückzuführen. Der gesamte Stromabsatz geht an die MVV Energie AG. Alleiniger Lieferant ist die Grosskraftwerk Mannheim AG (GKM), an der die MVV RHE AG mit 28 % beteiligt ist. Der Strombezug aus dem GKM wird durch den Energiehandel der MVV Energie AG unter Berücksichtigung der Strompreisentwicklung im Gesamtmarkt und der dezentralen Gutschrift vom GKM optimiert. Das Stromsegment weist im Berichtsjahr wieder ein Nullergebnis aus. Der Rückgang des operativen Ergebnisses im Vergleich zum Vorjahr um 2,2 Mio Euro stammt ausschließlich aus dem Verkauf der EnBW-Aktien im Vorjahr. Die Beteiligungserträge vom GKM werden - wie die Beschaffungskosten aus dem Strombezug - vertragsgemäß an die MVV Energie AG weitergegeben. Das gilt auch für die bei der MVV RHE AG eingehende Förderung nach dem KWK-Gesetz und für die Gutschrift für dezentrale Kraftwerke. Dadurch schlagen sich die Auswirkungen des intensiven Wettbewerbs auf dem Strommarkt nicht im eigenen Ergebnis, sondern bei der MVV Energie AG nieder. Das Wärmesegment beinhaltet ausschließlich die Fernwärmeversorgung. Die MVV RHE AG bezieht ihren gesamten Fernwärmebedarf vom GKM. In diesem stromgeführten Steinkohlekraftwerk wird die benötigte Fernwärme als Koppelprodukt zu Strom im Ressourcen schonenden Verfahren der Kraft-Wärme-Kopplung erzeugt. Der außergewöhnlich milde Winter in der Heizperiode 2006/07 hat bei der temperaturabhängigen Fernwärmeversorgung zu einem starken Mengenrückgang und einer daraus resultierenden deutlichen Umsatzverringerung geführt. Der Wärmeumsatz ist dabei um 15 % im Vergleich zum Vorjahr auf 33,6 Mio Euro zurückgegangen. Der Wärmeabsatz ging infolge des außergewöhnlich milden Wetters im Vergleich zum Vorjahr um 20 % zurück. Die Gradtagszahlen, als Indikator für den Heizenergiebedarf der Kunden lagen im Berichtsjahr um 22 % unter dem Vorjahr und um 20 % unter dem langjährigen Mittelwert (10-Jahresmittel für den Geschäftsjahreszeitraum). Vom Fernwärmeabsatz entfielen 74 % auf die MVV Energie AG und 26 % auf die Fernwärme Rhein-Neckar GmbH (FRN). Die FRN beliefert insbesondere die Stadtwerke Heidelberg und die Stadtwerke Schwetzingen. Das operative Ergebnis der Wärmeversorgung verringerte sich im Vergleich zum Vorjahr von 5,0 Mio Euro auf 0,8 Mio Euro. Die Hauptursachen für den starken Rückgang sind ein verringerter Rohertrag durch witterungs- bzw. mengenbedingte Margeneinbußen und durch vertraglich bedingte Fernwärmezusatzkosten, die im Berichtsjahr nicht auf der Verkaufsseite weitergegeben werden konnten. Im Gassegment sank unser Umsatz (nach Abzug der Erdgassteuer) im Vergleich zum Vorjahr um 23 %. Auch hier resultiert ein großer Teil des Rückgangs auf starken witterungsbedingten Mengeneinbußen. Darüber hinaus haben Kundenverluste im Weiterverteilergeschäft, das auch im Berichtsjahr durch einen starken Wettbewerb in diesem Kundensegment gekennzeichnet ist, zum Umsatzrückgang beigetragen. Mit einem Umsatz von 131,8 Mio Euro ist die Gasversorgung aber weiterhin das umsatzstärkste Geschäftssegment der MVV RHE AG. Nach dem ab dem 1. August 2006 geltenden Energiesteuergesetz ist die auf der Verkaufsseite an die Kunden weitergegebene Erdgassteuer nicht mehr von den Förder- oder Importgesellschaften, sondern von den Verteilerunternehmen als Steuerschuldner an die Finanzverwaltung abzuführen. Das Energiesteuergesetz hat sich bei der MVV RHE AG im Berichtsjahr erstmals ganzjährig (zwölf Monate) ausgewirkt; im Vorjahr nur für die Monate August und September 2006. Der Gasabsatz ist im Vergleich zum Vorjahr um 18 % gesunken. Der Rückgang resultiert neben den witterungsbedingten Mengeneinbußen aus Kundenverlusten im Weiterverteilergeschäft. Auf das Weiterverteilergeschäft entfallen 86 % unserer gesamten Gasabgabe. Im Endkundengeschäft beliefert die MVV RHE AG rund 6 800 Privat- und Geschäftskunden direkt in 17 Umlandgemeinden (B-Gemeinden). Hier lag unser Gasabsatz, ebenfalls bedingt durch das milde Winterwetter, mit 493 Mio kWh um 14 % unter dem Vorjahr. Das operative Ergebnis der Gassparte ist im Vergleich zum Vorjahr um 1,7 Mio Euro auf 8,8 Mio Euro zurückgegangen (- 17 %). Der Ergebnisrückgang stammt in erster Linie aus den Rohertragseinbußen als Folge der witterungs- und wettbewerbsbedingten Mengeneinbußen. Wie andere Unternehmen unserer Branche konnten auch wir uns auf der Bezugsseite nicht der allgemeinen Marktentwicklung entziehen. Unser Unternehmensergebnis wird durch vierteljährliche Gasbezugspreissteigerungen belastet, die mit Zeitverzögerung den Vorgaben des Ölmarkts folgen. Im Wassersegment ist der Umsatz durch einen Sondereffekt von 17,4 Mio Euro auf 2,8 Mio Euro gesunken. Dieser Rückgang ist hauptsächlich durch die strukturelle Veränderung im Zusammenhang mit der Aufnahme der geschäftlichen Aktivitäten der 24/7 Netze GmbH bedingt. Durch die Verpachtung der Wasserproduktionsanlagen an die 24/7 Netze GmbH erfolgt ab dem Geschäftsjahr 2006/07 die Wasserlieferung aus diesen Förderanlagen von der Netzgesellschaft an die MVV Energie AG. Bei der MVV RHE AG wirken sich im Geschäftsjahr 2006/07 im Bezug und Verkauf nur die Wasserlieferungen an die Weiterverteiler aus. Aus der Anlagenverpachtung erhielt die MVV RHE AG erstmals Pachterträge von der 24/7 Netze GmbH. Das operative Wasserergebnis verringerte sich im Vergleich zum Vorjahr von 6,6 Mio Euro auf 6,2 Mio Euro (- 6 %). Der Rückgang stammt in erster Linie aus mengenbedingten Rohertragseinbußen, da die an die MVV Energie AG jetzt von 24/7 Netze GmbH beliefert wird. Das Umweltsegment der MVV RHE AG weist im Geschäftsjahr 2006/07 einen Umsatz von 106,6 Mio Euro auf im Vergleich zu 196,4 Mio Euro im Vorjahr. Dieser Rückgang von 89,8 Mio Euro stammt mit 83,1 Mio Euro allein aus dem im Vorjahr enthaltenen Erlösen aus dem abgerechneten Projekt TREA Leuna I. Darüber hinaus beruht der Rückgang auf Preissenkungen im Müllgeschäft sowie aus niedrigeren Dampferlösen aufgrund gesunkener Absatzmengen im Dampfgeschäft der MVV Umwelt GmbH. Im Geschäftsjahr 2006/07 wurde eine mehrjährige Portfoliobereinigung im Dampfgeschäft der Industriedampfversorgung Nord abgeschlossen. Dabei wurden insbesondere die Erzeugungsstrukturen des MHKW und die Abnahmestrukturen der Dampfkunden optimiert. Nicht Dampfnetz geeignete Kunden und Kunden, die überwiegend nur aus zusätzlichem Erdgaseinsatz zu versorgen waren, wurden auf andere Energieträger umgestellt. Dies führte zwar zu einem Rückgang der Dampfabgabe des MHKW um - 52 % von 877 GWh im Vorjahr auf 423 GWh im Geschäftsjahr 2006/07, gleichzeitig verringerte sich aber auch der Erdgasbezug um - 37 % von 284 GWh im Vorjahr auf 180 GWh im Geschäftsjahr 2006/07. Weiterhin erfolgte eine Energieumsteuerung zur Stromerzeugung hin, worauf die Stromabgabe des MHKW um + 33 % von 111 GWh im Vorjahr auf 148 GWh im Geschäftsjahr 2006/07 anstieg. Insgesamt wurde durch die Reduzierung der Abhängigkeit von Primärenergieeinsatz eine deutliche Risikobegrenzung im Dampfgeschäft erreicht, da die hohe Volatilität des Gaspreises nicht in vollem Umfang an die Dampfkunden weiter gegeben werden kann. Das operative Ergebnis aus dem Umweltsegment ging im Vergleich zum Vorjahr von 21,9 Mio Euro um 12,2 Mio Euro auf 9,7 Mio Euro zurück. Der starke Rückgang resultiert neben den Preissenkungen bei Müllverträgen mit den im ZARN zusammengeschlossenen Gebietskörperschaften aus einmaligen Belastungen und einer das Vorjahr betreffenden Spitzenabrechnung im Müllgeschäft. Des Weiteren wirken sich auch die nun ganzjährig enthaltenen Abschreibungen des MK4 aus, der im Vorjahr nach dem Leasingrückkauf nur mit neun Monaten Abschreibungen enthalten war. Das Dienstleistungsgeschäft wird seit Beginn des Geschäftsjahres 2005/06 von der MVV Energiedienstleistungen GmbH wahrgenommen.
Vermögens- und Finanzlage
1 Einschließlich immaterielle Vermögensgegenstände
Die Bilanzsumme der MVV RHE AG erhöhte sich im Vergleich zum Bilanzstichtag des Vorjahres von 257 Mio Euro auf 259 Mio Euro. Auf der Aktivseite sank das Anlagevermögen im Vergleich zum Vorjahr von 211 Mio Euro auf 203 Mio Euro. Der dennoch hohe Anteil an der Bilanzsumme von 78 % (Vorjahr 82 %) zeigt die Anlagenintensität und den hohen Kapitaleinsatz unseres Unternehmens. Dominiert wird das Anlagevermögen vom Sachanlagevermögen, das nach Abzug der erhaltenen Investitions- und Ertragszuschüsse zum Bilanzstichtag 174 Mio Euro betrug (Vorjahr 182 Mio Euro). Bereits im Vorjahr war der Müllkessel 4 im Anlagevermögen enthalten, der mit 9,5 Mio Euro im Geschäftsjahr 2006/07 degressiv abgeschrieben wurde. Die Investitionen sind von 75 Mio Euro im Vorjahr auf 17 Mio Euro im Berichtsjahr zurückgegangen. Der Hauptteil des Rückgangs stammt aus den hohen Investitionen im Vorjahr für den Kauf des Müllkessels 4, den Ersatz einer Kondensationsturbine und eines Wärmetauschers im MHKW Mannheim. Zu den wesentlichen Investitionsprojekten des Geschäftsjahres 2006/07 zählen die Revitalisierung der zentralen Geschäftsniederlassung der MVV RHE AG, die Planung des Müllkessels 6 sowie Investitionen in die Ertüchtigung der Netze der Gas- und Wasserversorgung, die weiterhin von der MVV RHE AG als Eigentümer bilanziert werden. Das Finanzanlagevermögen, das in erster Linie die Beteiligungen an der Grosskraftwerk Mannheim AG, an der Fernwärme Rhein-Neckar GmbH (FRN) und am Zweckverband Wasserversorgung Kurpfalz mbH (ZWK) umfasst, lag mit 27 Mio Euro auf Vorjahresniveau. Das Umlaufvermögen erhöhte sich im Vergleich zum Bilanzstichtag des Vorjahres um 10 Mio Euro auf 56 Mio Euro. Der Anstieg resultiert im Wesentlichen aus höheren Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen (+ 22,4 Mio Euro), die insbesondere im Zusammenhang mit der neuen 24/7 Netze GmbH und der Verlagerung von Aktivitäten auf diese Netzgesellschaft stehen. Demgegenüber haben sich die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen im Vergleich zum Vorjahr um 8 Mio Euro auf 19 Mio Euro verringert. Auf der Passivseite blieb das Eigenkapital mit 56 Mio Euro unverändert. Die Rückstellungen haben sich gegenüber dem Vorjahr um 5 Mio Euro auf 29 Mio Euro erhöht. Die Zunahme resultiert im Wesentlichen aus Verpflichtungen aus einer neuen Vereinbarung zum Müllverbrennungsvertrag mit dem Zweckverband Abfallentsorgung Rhein-Neckar (ZARN). Die Verbindlichkeiten verringerten sich um 3 Mio Euro auf 173 Mio Euro gegenüber dem Bilanzstichtag des Vorjahres. Die MVV RHE AG ist in dem Cash-Pool der MVV Energie AG integriert. Als Cash-Pool führende Gesellschaft sichert die MVV Energie AG die operative Liquidität der MVV RHE AG und versorgt sie mit dem für Investitionen notwendigen langfristigen Kapital über Gesellschafterdarlehen.
Nachtragsbericht Unsere Muttergesellschaft MVV Energie AG hat im Oktober 2007 ihr Grundkapital durch die Ausgabe von 10,1 Millionen neuer Aktien gegen Bareinlagen mit Bezugsrecht ihrer Aktionäre um rund 26 Mio Euro (+ 18,2 %) auf rund 169 Mio Euro erhöht. Die neuen Aktien sind mit voller Dividendenberechtigung für das Geschäftsjahr 2006/07 ausgestattet. Die Stadt Mannheim ist nach Ausübung ihrer Bezugsrechte mit 50,1 % der Anteile weiterhin Mehrheitsaktionärin der MVV Energie AG. Der erwartete Erlös aus der Kapitalerhöhung von rund 228 Mio Euro soll zur Stärkung der Eigenkapitalbasis sowie zum Ausbau des Stadtwerke-Netzwerks und für gezielte Investitionen in den Wachstumsbereichen Umwelt und Energiedienstleistungen verwendet werden.
Risikobericht Eine kontinuierliche und verlässliche Steuerung von potenziellen Risiken und Chancen sehen wir als Basis für einen nachhaltigen Unternehmenserfolg. Dabei gilt es, sowohl potenzielle Risiken als auch Chancen zu identifizieren und das Risiko-/Chancenprofil unserer Geschäftstätigkeit zu optimieren. In der MVV Energie Gruppe erreichen wir dies durch unser systematisches und konzernweites Risikomanagementsystem, das integraler Bestandteil unserer konzernweiten Unternehmensführung ist. Das Risikofrüherkennungssystem der MVV RHE AG ist Teil dieses zentralen Risikomanagements. Die Richtlinien zum Umgang mit Risiken haben wir in unserem vom Vorstand verabschiedeten Risikomanagementhandbuch festgelegt und dokumentieren diese Standards in einem Limithandbuch. Es dient zur Festlegung und Freigabe von Risikokennziffern. Diese Handbücher geben allen Gesellschaften und Beteiligungen im In- und Ausland konzernweit geltende verbindliche Regelungen vor. Den Vorstandsmitgliedern und dem Aufsichtsrat wird auf quartalsweiser Basis über die aktuelle Risiko- und Chancensituation der MVV RHE AG berichtet. Im Falle besonderer Dringlichkeit wird der Aufsichtsrat über den Vorstand umgehend informiert. Die Sensitivität unseres Risikofrüherkennungssystems ist so gewählt, dass wir potenziell bestandsgefährdende Risiken auf Konzern- und Gesellschaftsebene sehr früh erkennen können. Durch einen intensiven Abgleich der aktuellen Risikoeinschätzungen mit unseren Plan- und Prognosedaten erzielen wir eine große Informationsdichte, die zum effizienten Controlling unser Unternehmensgruppe beiträgt. Die Beurteilung des Risikofrüherkennungssystems ist Gegenstand der jährlichen Prüfung durch die interne Revision und den Wirtschaftsprüfer. Wir unterscheiden im Rahmen der Risikoaggregation sechs wesentliche Risikofelder. Diese können sowohl auf unsere Geschäftsentwicklung als auch auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage Einfluss haben. Gesamtwirtschaftliche Risiken berücksichtigen wir dabei nicht, weil konjunkturelle Entwicklungen für die Ergebnisse unserer Geschäftssegmente von geringer Bedeutung sind. Witterungsrisiken und gesetzliche und regulatorische Risiken stellen die größten exogenen Einflussfaktoren für den Geschäftserfolg der MVV RHE AG dar.
Strategische Risiken Als "Strategische Risiken" stufen wir die Gefährdung unseres Ergebniszieles infolge unzureichender Ausrichtung des Konzerns auf das politische, ökonomische, technologische, soziale und ökologische Umfeld ein. Aus unserer Ausrichtung auf weiteres Wachstum ergibt sich, dass in der MVV RHE AG Strategische Risiken durch unzutreffende strategische Beurteilungen entstehen können. Hierzu zählen Erwartungen im Hinblick auf Beteiligungen, Übernahmen von Gesellschaften, Joint Ventures, Allianzen, Desinvestitionen, Projekten sowie die Entwicklung neuer Märkte und Technologien. Wir haben verschiedene Maßnahmen ergriffen, um solche Risiken zu minimieren. Die Umsetzung der strategischen Vorgaben des Vorstands prüft und überwacht der Fachbereich Konzernstrategie. Außerdem haben wir einen Investitionsausschuss aus Mitgliedern verschiedener Fachabteilungen, der Neuinvestitionen prüft. Erst nach Genehmigung durch dieses Gremium werden die Investitionen getätigt. Die durch das novellierte Energiewirtschaftsgesetz (EnWG) geforderte Entflechtung von Netzbereich einerseits und Vertrieb und Erzeugung andererseits wurde durch die Gründung der 24/7 Netze GmbH rechtzeitig umgesetzt. Die vertraglichen Rahmenbedingungen für die Geschäftstätigkeit der MVV RHE AG wurden entsprechend angepasst.
Gesetzliche Risiken Unter "Gesetzliche Risiken" werden rechtliche und regulatorische Risiken und Unsicherheiten beschrieben, welche die Geschäftstätigkeit der MVV RHE AG negativ beeinflussen können. Unsere Konzernrechtsabteilung begrenzt zentral rechtliche Risiken, die aus regulatorischen Auflagen oder behördlichen Verfügungen, aus Gerichtsprozessen, durch ungünstige oder nicht durchsetzbare Verträge oder aus Lieferverpflichtungen und Produkthaftung entstehen können. Die inhaltlich korrekte Abfassung von Verträgen und für die Prozessführung sowie allgemein die Sicherstellung rechtmäßigen Verhaltens des Unternehmens unterliegen ebenfalls zentral dieser Konzernabteilung. Zu den regulatorischen Risiken gehören die betriebswirtschaftlichen Auswirkungen einer verstärkten Netzregulierung. Dies betrifft zunächst die Höhe der Netznutzungsentgelte, die von den Netzbetreibern für die Netzbenutzung erhoben werden. Sie unterliegen einer Genehmigungspflicht durch die Regulierungsbehörden. Die im Berichtsjahr ergangenen Bescheide der Regulierungsbehörden haben bei der im Oktober 2006 gegründeten 24/7 Netze GmbH zu einer Reduzierung der beantragten Netznutzungsentgelte geführt. Ab 2009 wird es eine Anreizregulierung geben, die sukzessive eine weitere Reduzierung der Netznutzungsentgelte zur Folge haben kann. Die Einschätzung der zukünftigen Entwicklung der Entgeltbescheide der Bundesnetzagentur und damit der Entgeltentwicklung ist mit entsprechenden Risiken behaftet. Wir beobachten diese Entwicklungen genau und analysieren dabei unsere Handlungsoptionen. Unsere aktive Beteiligung am energiepolitischen Meinungsbildungsprozess und unser Engagement auf politischer Ebene hinsichtlich der weiteren Ausgestaltung des Regulierungssystems dienen dazu, den zukünftigen Regulierungsrisiken frühzeitig und adäquat zu begegnen.
Finanzierungsrisiken Zu den "Finanzierungsrisiken" zählen Liquiditäts-, Zinsänderungs- und Währungsrisiken, wobei letztere in der MVV RHE AG eine untergeordnete Rolle spielen. Zur Optimierung der Liquiditätspositionen und Zinsänderungsrisiken ist die MVV RHE AG in das Finanzmanagement der MVV Energie Gruppe eingebunden. Die Einschränkung der Kreditrisiken erfolgt durch die Beschränkung unserer Transaktionen auf Banken und Handelspartner mit hoher Bonität und auf Geschäftsvorgänge, die sich im Rahmen festgelegter Limits bewegen. .
Preisrisiken Die Preise für fossile Primärenergieträger (zum Beispiel Kohle, Gas und Öl) unterlagen in der Vergangenheit erheblichen Schwankungen. Auch in Zukunft ist damit zu rechnen, dass die Preise auf den Energiemärkten volatil bleiben. Die Preisänderungen resultieren dabei hauptsächlich aus sich ändernden Förderkosten, Frachtraten sowie der Angebots- (Rohstoffverknappung) und Nachfragesituation auf dem Weltmarkt (erhöhter Energiebedarf in wirtschaftlich expandierenden Ländern wie beispielsweise China). Auch können sich Mengenrisiken sowie regulatorische und politische Einflüsse auf die Entwicklung der Preise auswirken. Die entstehenden Preisrisiken werden für die MVV RHE AG zentral über die 24/7 Trading GmbH begrenzt. Sie optimiert im Rahmen der Portfoliosteuerung unsere Strom-, CO2-, Gas- und Kohlepositionen. Dabei werden derivative Finanzinstrumente zur Minimierung von Preisrisiken eingesetzt, die in den verschiedenen Energiemärkten wie Strom, Kohle, Gas, CO2 aber auch in den Finanzmärkten durch Zinsänderungsrisiken bei der Finanzierung unserer Geschäftstätigkeit auftreten können. Derivate werden ausschließlich mit Kontrahenten bester Bonität und zum Zwecke der Absicherung von Grundgeschäften getätigt.
Mengenrisiken Erfahrungsgemäß wird in den ersten beiden Quartalen des Geschäftsjahres (Oktober bis März) ein wesentlicher Teil des Jahresumsatzes in den Geschäftsfeldern Gas und Fernwärme erzielt. Die abgesetzten Gas- und Fernwärmemengen hängen direkt von den Witterungsbedingungen in den Wintermonaten ab. Ein sehr milder Winter kann vertriebsseitig das Gesamtjahresergebnis beider Segmente empfindlich beeinträchtigen. Mengenrisiken können des Weiteren auf der Vertriebsseite der MVV Energie AG durch den verstärkten Wettbewerb in liberalisierten Märkten aber auch auf der Beschaffungsseite aufgrund von Lieferengpässen entstehen. Um diese Mengenrisiken zu reduzieren, nutzt die MVV RHE AG das gesamte Instrumentarium. Hierzu gehören unter anderem die Instrumente des Energiehandels und die Konzeption neuer, wettbewerbsfähiger Produkte (z.B. Stromfonds).
Operative Risiken Im Risikofeld "Operative Risiken" erfassen wir IT-Risiken, Betriebs-, Organisations-, Personal- und Sicherheitsrisiken. In dieser Risikokategorie können besonders Störungen der Erzeugungsanlagen oder Verteilnetze der Gruppe durch Bedienfehler, unsachgemäße Wartung, Unglücksfälle, externe Einflüsse oder höhere Gewalt so signifikant sein, dass es zu Beeinträchtigungen des Betriebsablaufs oder Unterbrechungen der Betriebstätigkeit führen kann. Die damit verbundenen Risiken werden durch einen angemessenen Versicherungsschutz und hohe Anforderungen an das Projekt- und Qualitätsmanagement begrenzt. Haftungsrisiken werden durch eine Haftpflichtversicherung gedeckt. Eigenschäden sind unter anderem durch Feuer- und Maschinenversicherungen zum Neuwert versichert. IT-Risiken werden durch hohe Sicherheitsanforderungen und ein eigenes Ausweichrechenzentrum begegnet.
Gesamtrisiko Die Gesamt-Beurteilung unserer gegenwärtigen Risiko- und Chancensituation durch den Vorstand hat ergeben, dass es für Risiken, die den Fortbestand des Unternehmens im Berichtszeitraum gefährdet haben oder über diesen hinaus gefährden könnten, keine Anhaltspunkte gab oder gibt.
Prognosebericht Das Wirtschaftswachstum dürfte sich in 2008 in abgeschwächter Form fortsetzen. Die Wirtschaftsforschungsinstitute rechnen in ihrem Herbstgutachten, das am 18. Oktober 2007 veröffentlicht wurde, für 2007 mit einem Wachstum des Bruttoinlandsprodukts von 2,6 % und für 2008 von 2,2 %. Als tragende Stützen der Konjunkturentwicklung im kommenden Jahr werden die Exportgeschäfte und der private Verbrauch in Deutschland gesehen. Das Unternehmensergebnis der MVV RHE AG wird grundsätzlich weniger von konjunkturellen Einflüssen, als vielmehr vom Witterungsverlauf und von der weiteren Entwicklung der Primärenergiepreise und der Müllpreise bestimmt. Wir rechnen bei den Energiepreisen auf den internationalen Märkten nicht mit einer nachhaltigen Trendumkehr. Die internationalen Rohöl- und Steinkohlepreise sowie die Preise für CO2-Zertifikate der zweiten Emissionshandelsperiode von 2008 bis 2012 deuten darauf hin, dass sich das aktuelle hohe Preisniveau fortsetzt. Die Forderung nach Klimaschutz und effizienter Nutzung fossiler Energieträger eröffnet uns eine wichtige Perspektive auf neue Formen einer effizienten Energieversorgung und auf innovative Produkte und Dienstleistungen. Die MVV RHE AG hat sich im Rahmen der MVV Energie AG gemeinsam mit den Stadtwerken der Region, der Unternehmensgruppe Freudenberg, Weinheim, und der Grosskraftwerk Mannheim AG an einer Studie zum aktuellen Stand der Fern- und Nahwärmeversorgung und deren Ausbaumöglichkeiten beteiligt. Das Ergebnis der Datenerhebung, der Wärmeatlas Rhein-Neckar, gibt einen umfassenden Überblick, wie hoch der Heizenergiebedarf in der Region ist und wie er gedeckt wird. Der Wärmeatlas zeigt Potenziale für hocheffiziente Wärmeversorgung und Perspektiven für den Ausbau der umweltfreundlichen Heizenergie durch Kraft-Wärme-Kopplung auf.
Ergebnisentwicklung Nach dem aktuellen Wirtschaftsplan rechnet die MVV RHE AG für das Geschäftsjahr 2007/08 mit Umsatzerlösen (vor Abzug der Erdgassteuer) von 290 Mio Euro (Vorjahr 343 Mio Euro). Bei der Ergebnisplanung gehen wir im Wirtschaftsplan aus Vergleichsgründen von der gleichen Struktur wie in der segmentorientierten Erfolgsrechnung der MVV RHE AG aus. Danach erwarten im Geschäftsjahr 2007/08 ein operatives Ergebnis (EBIT) von 18,8 Mio Euro im Vergleich zu 25,5 Mio Euro im Vorjahr. Die deutlichen Umsatz- und Ergebniseinbußen stammen in erster Linie aus den Segmenten Gas und Umwelt. Darüber hinaus wird sich auf das operative Ergebnis 2007/08 ein höherer Aufwand aus der Sanierung des Verwaltungshochhauses am Luisenring auswirken, der über die Umlagenverrechnung die Segmentergebnisse Wärme, Gas und Umwelt belasten wird. Im Stromsegment gibt die MVV RHE AG ihre von der Grosskraftwerk Mannheim AG (GKM) bezogenen Strommengen preisgleich an die MVV Energie AG weiter. Die Höhe der Strommengen wird durch die Kraftwerkswirtschaft der MVV Energie AG gesteuert und unter Berücksichtigung der Preisentwicklung beim GKM im Vergleich zur Strompreisentwicklung am Markt optimiert. Da auch der Beteiligungsertrag in voller Höhe an die MVV Energie AG weitergegeben wird, weist das Stromsegment im Geschäftsjahr 2006/07 weiterhin ein "Nullergebnis" auf. Im Gassegment erwarten wir Umsatzeinbußen durch weitere wettbewerbsbedingte Kundenverluste im Weiterverteilergeschäft. Nach der Liberalisierung des Gasmarktes hat der Wettbewerb in unserem Weiterverteilergeschäft spürbar an Intensität zugenommen. Dieser Trend setzt sich im Geschäftsjahr 2007/08 fort. Bei den Gaspreisen bleibt die weitere Entwicklung der Ölpreise abzuwarten. Ölpreisbedingte Veränderungen bei den Bezugspreisen werden auf der Verkaufsseite vertragsgemäß weitergegeben. Auf der Beschaffungsseite zeichnet sich noch kein Wettbewerb ab, da noch keine wesentlichen Gasmengen auf dem freien Marktverfügbar sind. Bei den Netzen gehen wir nach einem weiteren Jahr der Kostenregulierung und mit Beginn der Anreizregulierung ab Januar 2009 von sinkenden Gas-Netznutzungsentgelten aus. Die Senkung der Gas-Netznutzungsentgelte schlägt sich über die 24/7 Netze GmbH, die die Netznutzungsentgelte für die gepachteten Anlagen vereinnahmt, bei der MVV RHE AG in sinkenden Pachterträgen nieder. Im Wärmesegment rechnen wir im laufenden Geschäftsjahr 2007/08 auf der Grundlage eines erwarteten normalen Witterungsverlaufes mit höheren Umsatzerlösen als im Geschäftsjahr 2006/07, das durch außergewöhnlich milde Temperaturen in der gesamten Heizperiode gekennzeichnet war. Wie im Stromsegment werden die Wärmebezugsmengen aus dem GKM preisgleich an die MVV Energie AG weitergegeben. Bestimmend für das Wärmeergebnis sind in erster Linie die Erträge von der 24/7 Netze GmbH aus der Anlagenverpachtung sowie die Wärmelieferungen und die Beteiligungserträge an bzw. von der Fernwärme Rhein-Neckar GmbH (FRN). Im Wassersegment sind die Absatzmengen und Umsatzerlöse der MVV RHE AG nach Umsetzung der Unbundlingvorschriften strukturell niedriger als vorher. Die MVV RHE AG beliefert im Rahmen der Fernversorgung jetzt noch die Städte Viernheim und Schwetzingen sowie Ilvesheim und die Gemeinden Brühl und Ketsch. Die Wasserlieferungen an den Vertrieb der MVV Energie AG sind nach der Verpachtung der Anlagen an die 24/7 Netze GmbH auf die Netzgesellschaft übergegangen. Dafür erhält die MVV RHE AG ein Pachtentgelt, das - wie bereits im Geschäftsjahr 2006/07 - nicht in den Umsatzerlösen, sondern bei den "Sonstigen betrieblichen Erträgen" ausgewiesen wird. Das Umweltsegment der MVV RHE AG enthält das Müllheizkraftwerk Mannheim (MHKW). Hier rechnen wir auch im Geschäftsjahr 2007/08 mit einer thermischen Vollauslastung der MHKW-Anlagen. Aufgrund der Preissenkungen, die im Frühjahr 2007 mit den im Zweckverband Abfallwirtschaft Rhein-Neckar (ZARN) zusammen geschlossenen Gebietskörperschaften ausgehandelt wurden, werden die Umsatzerlöse des Umweltsegments gegenüber 2006/07 zurückgehen. Mit dem Bau des neuen Müllkessels 6 (MK 6) im MHKW als Ersatzmaßnahme für ältere Müllkessel wird die Wirtschaftlichkeit und Wettbewerbsfähigkeit des MHKW weiter steigen. Die Inbetriebnahme ist Ende 2009 geplant.
Hohe Investitionen geplant Der Wirtschaftsplan 2007/08 der MVV RHE AG weist ein Investitionsvolumen von 48,8 Mio Euro auf gegenüber 16,6 Mio Euro im Geschäftsjahr 2006/07. Der deutliche Zuwachs im Vergleich zum Vorjahr resultiert im Wesentlichen aus dem Bau des Müllkessels 6. Ein weiterer Investitionsschwerpunkt ist die Sanierung des Verwaltungshochhauses, die im Geschäftsjahr 2007/08 abgeschlossen wird. Der Umzug aller Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die ab Dezember 2006 im angemieteten Verwaltungsgebäude Mannheimer Tor konzentriert waren, zurück in das eigene Verwaltungsgebäude am Luisenring, wird voraussichtlich im Februar 2008 erfolgen.
Jahresabschluss 2006/2007
|
| Aktiva | 30.9.2007 | Vorjahr | Anhang |
| Anlagevermögen | 1 | ||
| Immaterielle Vermögensgegenstände | 1 729 | 2 089 | |
| Sachanlagen | 174 324 | 182 024 | |
| Finanzanlagen | 26 900 | 26 913 | |
| 202 953 | 211 026 | ||
| Umlaufvermögen | |||
| Vorräte | 1 581 | 1 495 | 2 |
| Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände | 54 553 | 44 284 | 3 |
| 56 134 | 45 779 | ||
| Rechnungsabgrenzungsposten | 23 | - | |
| 259 110 | 256 805 |
| Passiva | 30.9.2007 | Vorjahr | Anhang |
| Eigenkapital | |||
| Gezeichnetes Kapital | 40 903 | 40 903 | 4 |
| Kapitalrücklage | 8 051 | 8 051 | |
| Gewinnrücklagen | 7 436 | 7 436 | 5 |
| 56 390 | 56 390 | ||
| Sonderposten | 0 | 0 | |
| Rückstellungen | 29 311 | 23 985 | 6 |
| Verbindlichkeiten | 173 409 | 176 430 | 7 |
| 259 110 | 256 805 |
Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom
1.10.2006 bis zum 30.9.2007
in Tsd Euro
| 2006/2007 | Vorjahr | Anhang | |
| Umsatzerlöse | 343 259 | 485 032 | |
| Abzüglich Strom- und Erdgassteuer | - 4 037 | - 484 | |
| Umsatzerlöse ohne Strom- und Erdgassteuer | 339 222 | 484 548 | 8 |
| Aktivierte Eigenleistungen/Bestandsveränderungen | 345 | - 70 588 | 9 |
| Sonstige betriebliche Erträge | 19 552 | 11 635 | 10 |
| Materialaufwand | 303 272 | 347 103 | 11 |
| Personalaufwand | 3 454 | 4 600 | 12 |
| Abschreibungen | 23 476 | 20 388 | 13 |
| Sonstige betriebliche Aufwendungen | 6 259 | 9 506 | 14 |
| Finanzergebnis | - 3 105 | - 2 665 | 15 |
| Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit | 19 553 | 41 333 | |
| Steuern | - 249 | - 260 | 16 |
| Aufgrund eines Gewinnabführungsvertrags | |||
| abgeführter Gewinn | 19 304 | 41 073 | |
| Jahresüberschuss | - | - |
Allgemeine Angaben
Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden
Der Jahresabschluss der Gesellschaft für das Geschäftsjahr 2006/07 ist nach handelsrechtlichen Vorschriften für Aktiengesellschaften aufgestellt.
Zur Vergrößerung der Klarheit der Darstellung haben wir in der Bilanz und in der Gewinn- und Verlustrechnung Posten zusammengefasst, die im Anhang gesondert ausgewiesen werden.
Zwischen der MVV Energie AG und der MVV RHE AG besteht ein Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag.
Seit dem 1. März 2005 ist die MVV Energie AG Cash-Pool führende Gesellschaft in der MVV Gruppe für den Bereich Versorgung.
Mit Wirkung zum 1. Oktober 2006 wurden die Verteilungsnetze und -anlagen der Strom-, Gas-, Wasser- und Wärmeversorgung an die 24/7 Netze GmbH verpachtet und damit die gesetzlichen Vorgaben durch das Energiewirtschaftsgesetz zur rechtlichen Entflechtung umgesetzt. Die 24/7 Netze GmbH ist seither für die Verwaltung, den Betrieb und die Instandhaltung der Netze und Wassergewinnungsanlagen zuständig. Das rechtliche und wirtschaftliche Eigentum an den Energie- und Wassernetzen verbleibt unverändert zum Vorjahr bei der MVV RHE AG. Durch die Vermietung der Netze sind die Zahlen des Jahresabschlusses für das Geschäftsjahr 2006/07 teilweise nur bedingt mit den Vorjahreszahlen vergleichbar. Die wesentlichen Auswirkungen durch die mit der 24/7 Netze GmbH abgeschlossenen Verträge werden bei den Erläuterungen zu den Positionen dargestellt, die von den Netzpachtverträgen mit der 24/7 Netze GmbH betroffen sind.
Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände sind zu Anschaffungskosten bewertet. Sie werden entsprechend der voraussichtlichen Nutzungsdauer linear abgeschrieben.
Bei einer voraussichtlich dauernden Wertminderung erfolgt eine Abwertung auf den niedrigeren beizulegenden Wert.
Die Sachanlagen sind zu den Anschaffungs- oder Herstellungskosten aktiviert. In die Werte der selbst erstellten Anlagen sind angemessene Gemeinkostenzuschläge eingerechnet. Erhaltene Investitionszuschüsse sind von den Anschaffungs- oder Herstellungskosten abgesetzt, vereinnahmte Ertragszuschüsse von Kunden werden zur Verbesserung der Darstellung der Vermögenslage und unter Beachtung der steuerlichen Vorschriften aktivisch vom Sachanlagevermögen abgesetzt.
Die Auflösung der Ertragszuschüsse erfolgt für Zugänge vor dem Geschäftsjahr 2003/04 jährlich mit 5 % der Ursprungsbeträge, seit dem Geschäftsjahr 2003/04 sowie bei Großprojekten entsprechend der Nutzungsdauer des zugehörigen Anlagengegenstandes und ist in der Position Abschreibungen enthalten. Die Abschreibungen erfolgen für Anlagen der Wärme- und Gasversorgung überwiegend degressiv, für die Anlagen der Müllverbrennung und Wasserversorgung überwiegend linear. Im Anlagevermögen erfolgt bei einer voraussichtlich dauernden Wertminderung eine Abwertung auf den niedrigeren beizulegenden Wert. Die geringwertigen Wirtschaftsgüter werden im Zugangsjahr in voller Höhe abgeschrieben.
Für bewegliche Wirtschaftsgüter des Anlagevermögens wird grundsätzlich der steuerlich maximal zulässige AfA-Satz für degressive Abschreibungen angewendet.
Bei den Finanzanlagen sind die Anteile an Beteiligungsgesellschaften mit den Anschaffungswerten angesetzt. Wertberichtigungen auf Finanzanlagen werden bei voraussichtlich dauernder Wertminderung vorgenommen.
Die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sind zu Durchschnittseinstandspreisen unter Beachtung des Niederstwertprinzips angesetzt. Die Bewertung der unfertigen Erzeugnisse erfolgt zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten. Die Herstellungskosten enthalten angemessene Gemeinkostenzuschläge. Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind zu Nennwerten unter Berücksichtigung erkennbare Risiken angesetzt. Die unentgeltlich zugeteilten Emissionszertifikate wurden mit dem Erinnerungswert angesetzt. Der Börsenwert der zum Bilanzstichtag noch verfügbaren Emissionszertifikate beträgt 15 Tsd Euro (Vorjahr 1 524 Tsd Euro).
Rückstellung für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen sowie die in den sonstigen Rückstellungen enthaltenen, versicherungsmathematisch zu bewertenden personalbezogenen Verpflichtungen werden nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren ("Projected Unit Credit"-Methode) gemäß IAS 19 bewertet. Hierbei wurde ein Rechnungszinsfuß von 5,0 % angewendet. Die Trendannahmen für die Gehaltsentwicklung wurden mit 2,7 % angesetzt. Rechnungsgrundlage sind die Richttafeln Heubeck 2005G.
Mit den sonstigen Rückstellungen werden alle erkennbaren Risiken auf der Grundlage vernünftiger kaufmännischer Beurteilung berücksichtigt.
Die Verbindlichkeiten sind mit den Rückzahlungsbeträgen passiviert.
Zur Verbesserung der Darstellung der Ertragslage wird in diesem Geschäftsjahr erstmals der Aufwand für Strom- und Erdgassteuer der Gesellschaft direkt von den Umsatzerlösen gekürzt. Das Vorjahr wurde angepasst.
Erläuterungen zur Bilanz
1 Anlagevermögen
Der Anlagespiegel zeigt die Aufgliederung sowie die Entwicklung der in der Bilanz zusammengefassten Anlagepositionen (siehe Seiten 28 und 29).
Die nach § 285 Nr. 11 HGB angabepflichtigen Anteile an anderen Unternehmen sind im folgenden dargestellt. Eigenkapital und Jahresergebnis entsprechen dem Ausweis der letzten verfügbaren Jahresabschlüsse.
| Kapital- | Eigen- | Jahres- | |
|
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anteil | kapital | ergebnis |
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§ 16 Abs. 4 | Tsd Euro | Tsd Euro |
| % |
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| Fernwärme Rhein-Neckar GmbH, Mannheim | 50 | 3 359 | 2 435 |
| Grosskraftwerk Mannheim Aktiengesellschaft, Mannheim | 28 | 114 142 | 6 647 |
| Mannheim | |||
| Wasserversorgungsverband "Neckargruppe", | 25 | 377 | - |
| Edingen-Neckarhausen | |||
| Zweckverband Wasserversorgung Kurpfalz, Heidelberg 1 | 51 | 7 071 | - |
1 Stimmrechtsbeschränkung auf 40 %
2 Vorräte
| in Tsd Euro | 30.9.2007 | Vorjahr |
| Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe | 1 148 | 1 346 |
| Unfertige Erzeugnisse/unfertige Leistungen | 433 | 149 |
| 1 581 | 1 495 |
3 Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
Bei den Forderungen gegen verbundene Unternehmen handelt es sich neben Forderungen im Rahmen der umsatzsteuerlichen Organschaft um Forderungen aus dem Lieferungs- und Leistungsverkehr.
Die im Rahmen der jährlichen Verbrauchsabrechnung von Kunden geleisteten Abschlagszahlungen wurden von den Forderungen gekürzt. Die aktivisch gekürzten Kundenabschlagszahlungen beliefen sich zum 30. September 2007 auf 2 071 Tsd Euro, zum 30. September 2006 auf 1 997 Tsd Euro.
Die Zunahme der Forderungen gegen verbundene Unternehmen steht insbesondere im Zusammenhang mit der Gründung der 24/7 Netze GmbH und der Verlagerung von Aktivitäten auf diese Netzgesellschaft.
| in Tsd Euro | 30.9.2007 | Vorjahr |
| Forderungen | ||
| aus Lieferungen und Leistungen | 18 795 | 26 486 |
| gegen verbundene Unternehmen | 32 094 | 9 704 |
| gegen Unternehmen, mit denen ein | 667 | 2 513 |
| Beteiligungsverhältnis besteht | ||
| Sonstige Vermögensgegenstände | 2 997 | 5 581 |
| (davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr) | (-) | (3) |
| 54 553 | 44 284 |
4 Gezeichnetes Kapital
Das Grundkapital ist eingeteilt in 80 000 Namensaktien zu einem Nennbetrag von 511,29 Euro/Aktie. Sämtliche Aktien hält die MVV Energie AG, Mannheim (früher Stadtwerke Mannheim Aktiengesellschaft). Die Mitteilung nach § 20 Abs. 6 AktG liegt vor.
Der veröffentlichte Inhalt lautet:
"Gemäß § 20 Abs. 6 AktG wird bekanntgemacht, dass der Stadtwerke Mannheim Aktiengesellschaft (SMA) mehr als der vierte Teil der Aktien der Energie- und Wasserwerke Rhein-Neckar Aktiengesellschaft, Mannheim, gehören.
- Der Vorstand -"
5 Gewinnrücklagen
| in Tsd Euro | 30.9.2007 | Vorjahr |
| Gesetzliche Rücklage | 1 464 | 1 464 |
| Andere Gewinnrücklagen | 5 972 | 5 972 |
| 7 436 | 7 436 |
6 Rückstellungen
In den sonstigen Rückstellungen sind als wesentliche Posten Personalaufwendungen, Kosten für noch abzurechnende Energie- und Wasserlieferungen, Rückstellungen gemäß § 249 Abs. 1 Satz 3, Abs. 2 HGB, noch nicht abgerechnete Leistungen von Dritten sowie Rückerstattungsansprüche enthalten.
| in Tsd Euro | 30.9.2007 | Vorjahr |
| Rückstellungen für Pensionen | 915 | 976 |
| und ähnliche Verpflichtungen | ||
| Sonstige Rückstellungen | 28 396 | 23 009 |
| 29 311 | 23 985 |
7 Verbindlichkeiten
Bei den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen handelt es sich im Wesentlichen um Darlehen von der MVV Energie AG (127 400 Tsd Euro, Vorjahr 118 267 Tsd Euro) und Verbindlichkeiten aus Cash-Pooling (28 1 55 Tsd Euro, Vorjahr 43 154 Tsd Euro) gegenüber der MVV Energie AG.
| 30.9.2007 | davon | Restlauf- | Vorjahr | davon | Restlauf- | |
| zeit | zeit | |||||
| bis zu | über | bis zu | über | |||
| in Tsd Euro | 1 Jahr | 5 Jahre | 1 Jahr | 5 Jahre | ||
| Verbindlichkeiten | ||||||
| aus Lieferungen und | 3 863 | 3 863 | - | 3 035 | 3 035 | - |
| Leistungen | ||||||
| gegenüber verbundenen | 160 507 | 38 176 | 87 867 | 165 112 | 51 912 | 92 933 |
| Unternehmen | ||||||
| gegenüber
Unternehmen,
mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht |
8 897 | 8 897 | - | 7 106 | 7 106 | - |
| sonstige | 142 | 141 | - | 1 177 | 1 177 | - |
| (davon aus Steuern) | (34) | (34) | (46) | (46) | (-) | |
| 173 409 | 51 077 | 87 867 | 176 430 | 63 230 | 92 933 |
Haftungsverhältnisse
Wie im Vorjahr bestanden Bürgschaften in Höhe von 21,0 Mio Euro zugunsten der MVV O&M GmbH.
Sonstige finanzielle Verpflichtungen
Die für das Geschäftsjahr 2006/07 geplanten Investitionen für Sachanlagen betragen 48,8 Mio Euro (Vorjahr 45,1 Mio Euro). Das Bestellobligo hatte am Bilanzstichtag einen Wert von 128,8 Mio Euro (Vorjahr 19,9 Mio Euro).
Zur Absicherung zusätzlicher Altersversorgungsleistungen sind die Mitarbeiter der MVV RHE AG bei der Zusatzversorgungskasse des Kommunalen Versorgungsverbandes Baden-Württemberg versichert. Der nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren ("Projected Unit Credit"-Methode) gemäß IAS 19 mit einem Rechnungszinssatz von 5,0 % und unter Verwendung der Richttafeln 2005 G von Klaus Heubeck im Rahmen einer Näherungsrechnung ermittelte Barwert der Versorgungsverpflichtungen der versicherten Mitarbeiter liegt um 6,0 Mio Euro (Vorjahr 6,6 Mio Euro) über dem bei der Zusatzversorgungskasse bilanzierten anteilig auf MVV RHE AG entfallenden Deckungskapital.
Anlagespiegel
| Immaterielle | Konzessionen, |
| Vermögensgegenstände | gewerbliche |
| in Tsd Euro | Schutzrechte und |
| ähnliche Rechte | |
| und Werte sowie | |
| Lizenzen an | |
| solchen Rechten | |
| und Werten | |
| Anschaffungs- und Herstellungskosten 1.10.2006 | 12 511 |
| Investitionen/Zugänge | 27 |
| Anschaffungs- und Herstellungskosten 30.9.2007 | 12 538 |
| Abschreibungen 1.10.2006 | 10 422 |
| Abschreibungen 2006/2007 | 387 |
| Abschreibungen 30.9.2007 | 10 809 |
| Nettowerte 30.9.2007 | 1 729 |
| Nettowerte 30.9.2006 | 2 089 |
| Sachanlagen | Grundstücke, | Technische | Andere Anlagen, | Geleistete | Gesamt |
| in Tsd Euro | grundstücks- | Anlagen | Betriebs- und | Anzahlungen | |
| gleiche Rechte | und | Geschäfts- | und Anlagen | ||
| und Bauten ein- | Maschinen | ausstattung | im Bau | ||
| schließlich der | |||||
| Bauten auf fremd- | |||||
| den Grundstücken | |||||
| Anschaffungs- und | |||||
| Herstellungskosten 1.10.2006 | 105 399 | 431 284 | 7 805 | 17 247 | 561 735 |
| Investitionen/Zugänge | 104 | 3 352 | 137 | 12 933 | 16 526 |
| Abgänge | 1 916 | 245 | 177 | - | 2 338 |
| Umbuchungen | 2 571 | 12 051 | 684 | - 1 5 306 | - |
| Anschaffungs- und | 106 158 | 446 442 | 8 449 | 14 874 | 575 923 |
| Herstellungskosten 30.9.2007 | |||||
| Wertberichtigungen 1.10.2006 | 60 739 | 277 332 | 6 676 | - | 344 747 |
| Abschreibungen 2006/2007 | 3 317 | 19 398 | 374 | - | 23 089 |
| Abgänge | 1 333 | 188 | 164 | - | 1 685 |
| Wertberichtigungen 30.9.2007 | 62 723 | 296 542 | 6 886 | - | 366 151 |
| Zuschüsse 1.10.2006 | 3 529 | 31 278 | 67 | 90 | 34 964 |
| Zuschüsse 2006/2007 | - | 536 | - | - | 536 |
| Abgänge | - | - 52 | - | - | - 52 |
| Zuschüsse 30.9.2007 | 3 529 | 31 762 | 67 | 90 | 35 448 |
| Nettowerte 30.9.2007 | 39 906 | 118 138 | 1 496 | 14 784 | 174 324 |
| Nettowerte 30.9.2006 | 41 131 | 122 674 | 1 062 | 17 157 | 182 024 |
| Finanzanlagen | Beteiligungen | Sonstige | Gesamt |
| in Tsd Euro | Ausleihungen | ||
| Anschaffungskosten 1.10.2006 | 26 779 | 134 | 26 913 |
| Investitionen/Zugänge | - | 3 | 3 |
| Abgänge | - | - 16 | - 16 |
| Anschaffungskosten 30.9.2007 | 26 779 | 121 | 26 900 |
| Nettowerte 30.9.2007 | 26 779 | 121 | 26 900 |
| Nettowerte 30.9.2006 | 26 779 | 134 | 26 913 |
Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung
8 Umsatzerlöse ohne Strom- und Erdgassteuer
Der Rückgang der Umsatzerlöse im Segment Umwelt ist im Wesentlichen auf das im Vorjahr fertig gestellte und abgerechnete Projekt Thermischen Restabfallbehandlungs- und Energieverwertungsanlage am Standort Leuna zurück zu führen.
Die Strom- und Erdgassteuer (4 037 Tsd Euro, Vorjahr 484 Tsd Euro) wird seit dem Geschäftsjahr 2006/07 offen von den Umsatzerlösen abgesetzt. Im Vorjahr waren die Strom- und Erdgassteuer sowohl in den Umsatzerlösen als auch in den sonstigen Steuern enthalten. Das Vorjahr wurde angepasst.
| Erlöse in Tsd Euro | 2006/2007 | Vorjahr |
| Strom | 60 439 | 55 979 |
| Wärme | 33 605 | 39 576 |
| Gas | 131 806 | 170 786 |
| Wasser | 2 761 | 17 412 |
| Umwelt | 106 601 | 196 423 |
| Sonstige | 4 010 | 4 372 |
| 339 222 | 484 548 |
9 Aktivierte Eigenleistungen/Bestandsveränderungen
Die Abnahme der Aufwendungen aus der Verminderung des Bestands an unfertigen Erzeugnissen resultiert aus der Fertigstellung und dem Verkauf der Thermischen Restabfallbehandlungs- und Energieverwertungsanlage (TREA) in Leuna im Vorjahr.
| in Tsd Euro | 2006/2007 | Vorjahr |
| Erhöhung oder
Verminderung des Bestands
an unfertigen Erzeugnissen |
284 | - 71 350 |
| Andere aktivierte Eigenleistungen | 61 | 762 |
| 345 | - 70 588 |
10 Sonstige betriebliche Erträge
Die sonstigen betrieblichen Erträge des Geschäftsjahrs beinhalten erstmals Erträge aus der Verpachtung von Energie- und Wassernetzen sowie Wassergewinnungsanlagen in Höhe von 15 184 Tsd Euro. Die sonstigen betrieblichen Erträge des Vorjahrs enthalten Gewinne aus der Veräußerung von Finanzanlagevermögen (2 181 Tsd Euro) sowie Erträge aus Zuschreibungen (1 980 Tsd Euro), die im aktuellen Geschäftsjahr entfallen sind.
Aus der Auflösung von Rückstellungen resultieren Erträge in Höhe von 427 Tsd Euro (Vorjahr 3 283 Tsd Euro).
11 Materialaufwand
| in Tsd Euro | 2006/2007 | Vorjahr |
| Aufwendungen | ||
| für Roh-, Hilfs-
und Betriebsstoffe
und für bezogene Waren |
225 254 | 262 912 |
| für bezogene Leistungen | 78 018 | 84 191 |
| 303 272 | 347 103 |
Die Netznutzungsentgelte werden im Berichtsjahr unter den Aufwendungen für bezogene Leistungen ausgewiesen. Im Vorjahr erfolgte der Ausweis unter der Position Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren. Die Vorjahreswerte (82,7 Mio Euro) wurden angepasst.
12 Personalaufwand
| in Tsd Euro | 2006/2007 | Vorjahr |
| Löhne und Gehälter | 2 675 | 3 666 |
| Soziale Abgaben und Aufwendungen für | 779 | 934 |
| Altersversorgung und für Unterstützung | ||
| (davon für Altersversorgung) | (268) | (266) |
| 3 454 | 4 600 | |
|
|
|
|
| Anzahl der Mitarbeiter im Jahresdurchschnitt 1 | 56 | 61 |
| (davon Stammpersonal) | (52) | (57) |
| (davon Mitarbeiter mit ruhenden Arbeitsverhältnissen) | (4) | (4) |
1 Berechnet auf der Basis der monatlichen Endstände
13 Abschreibungen
Bei den Abschreibungen handelt es sich um Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen. Wir verweisen auf die Darstellung im Anlagespiegel. Die Erhöhung der Abschreibungen ist im Wesentlichen auf den Kauf des Müllkessels 4 nach Ablauf der Leasingfinanzierung zum 31. Dezember 2005 zurückzuführen. Im Vorjahr wurden außerplanmäßige Abschreibungen in Höhe von 346 Tsd Euro vorgenommen.
14 Sonstige betriebliche Aufwendungen
Der Rückgang der sonstigen betrieblichen Aufwendungen ist überwiegend durch den Wegfall der Leasingraten für den Müllkessel 4 (Vorjahr 2 484 Tsd Euro) ab dem 1. Januar 2006 bedingt.
15 Finanzergebnis
| in Tsd Euro | 2006/2007 | Vorjahr |
| Erträge | ||
| aus Beteiligungen | 3 079 | 2 555 |
| Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge | 19 | 18 |
| (davon verbundene Unternehmen) | (6) | (10) |
| 3 098 | 2 573 | |
| Abschreibungen auf Finanzanlagen | - | 71 |
| Zinsen und ähnliche Aufwendungen | 6 203 | 5 167 |
| (davon an verbundene Unternehmen) | (5 965) | (4 900) |
| - 3 105 | - 2 665 |
16 Steuern
Die Position Steuern des Geschäftsjahrs 2006/07 beinhaltet Steuern vom Einkommen und Ertrag (- 14 Tsd Euro, Vorjahr 0 Tsd Euro) sowie sonstige Steuern (263 Tsd Euro, Vorjahr 260 Tsd Euro). Die Steuern vom Einkommen und Ertrag betreffen die Aktivierung des aus dem ehemaligen Anrechnungsverfahren stammenden Körperschaftsteuer-Guthabens. Die Strom- und Erdgassteuer (4 037 Tsd Euro, Vorjahr 484 Tsd Euro) wird seit dem Geschäftsjahr 2006/07 offen von den Umsatzerlösen abgesetzt. Im Vorjahr waren die Strom- und Erdgassteuer in den sonstigen Steuern enthalten. Das Vorjahr wurde angepasst.
Rechnungslegung nach § 10 EnWG
Die MVV RHE AG führt in der internen Rechnungslegung für die Tätigkeit Gasverteilung sowie für andere Tätigkeiten innerhalb des Elektriztäts- und Gassektors, für andere Tätigkeiten außerhalb des Elektriztäts- und Gassektors im Sinne des § 10 Abs. 3 EnWG getrennte Konten. Für die Tätigkeit Gasverteilung, für andere Tätigkeiten innerhalb des Gassektors sowie für die übrigen Tätigkeiten wurde jeweils eine Bilanz und eine Gewinn- und Verlustrechnung erstellt.
Geschäfte größeren Umfangs, die mit
verbundenen oder assoziierten Unternehmen der
MVV RHE AG getätigt wurden
Die MVV RHE AG hat im Geschäftsjahr 2006/07 wesentliche Geschäfte im Sinne des § 10 Abs. 2 EnWG im Rahmen der zwischen MVV RHE AG und MVV Energie AG bestehenden Verträge über Strom-, Erdgas-, Wasser- und Wärmebezug (Heizwasser- und Dampfbezug) getätigt. Bedeutende Geschäfte wurden auch im Rahmen der Verträge mit der 24/7 Netze GmbH abgeschlossen, die mit Wirkung zum 1. Oktober 2006 die Netze sowie die Anlagen der Wasserversorgung der MVV RHE AG gepachtet hat.
Sonstige Angaben
Die MVV Energie AG mit Sitz in Mannheim erstellt den Konzernabschluss und Konzernlagebericht für den kleinsten Kreis von Unternehmen, MVV GmbH den Konzernabschluss und Konzernlagebericht für den größten Kreis von Unternehmen, in dessen Konsolidierungskreis die MVV RHE AG einbezogen ist.
Die genannten Konzernabschlüsse werden im elektronischen Bundesanzeiger veröffentlicht.
Aufsichtsrat
Dr. Peter Kurz
seit 4. August 2007
Vorsitzender seit 28. September 2007
Oberbürgermeister der Stadt Mannheim seit 4.
August 2007
Gerhard Widder
Vorsitzender bis 3. August 2007
Oberbürgermeister der Stadt Mannheim bis 3.
August 2007
Diplom-Ingenieur (FH) Christian Specht
1. stellvertretender Vorsitzender
Erster Bürgermeister der Stadt Mannheim
Ralf Heinrich
2. stellvertretender Vorsitzender
Elektroinstallateur/ technischer Sachbearbeiter
Paul Buchert
Oberstudienrat a. D.
Werner Faschingbauer
Schlosser
Erwin Feike
Handwerksmeister
Klaus Fritz
Schulleiter a. D.
Heinz-Jürgen Höhl
Energieanlageneletroniker
Prof. Dr. Egon Jüttner
Universitätsprofessor
Marion Kirzenberger
Technische Angestellte
Burkhard Riffel
Elektroinstallateur
Elke Stegmeier
Sonderschulrektorin
Carsten Südmersen
Unternehmensberater
Prof. Dr. Horst Wagenblaß
Professor FH Mannheim
Roland Weiß
Geschäftsführer bei ASB
Im Geschäftsjahr 2006/07 betrugen die Aufsichtsratsbezüge für die MVV RHE AG 42 Tsd Euro.
Vorstand
Dr. Rudolf Schulten
Vorsitzender
Kaufmännische Angelegenheiten
Matthias Brückmann
seit 1. August 2007
Vertrieb
Dr. Werner Dub
Technik
Hans-Jürgen Farrenkopf
Personal
Karl-Heinz Trautmann
bis 15. Oktober 2006
Marketing, Vertrieb und Umwelt
Die Gesamtvergütung des Vorstands betrug im Berichtsjahr 142 Tsd Euro. Die Vergütung wird von MVV Energie AG ausbezahlt und in voller Höhe von MVV RHE AG erstattet.
Die zusätzlichen Aufsichtsratsmandate der Vorstandsmitglieder sind auf der nächsten Seite detailliert dargestellt.
Mannheim, den 27. November 2007 Vorstand
Dr. Schulten
Brückmann
Dr. Dub
Farrenkopf
Aufsichtsratsmandate und Mandate in anderen
Kontrollgremien
im Sinne des § 125 Abs. 1 Satz 3 AktG der
Vorstände der MVV RHE AG zum 30.9.2007
| Dr. Rudolf Schulten | 24/7 Trading GmbH, Mannheim |
| Energieversorgung Offenbach AG (EVO), Offenbach | |
| Grosskraftwerk Mannheim AG, Mannheim | |
| Stadtwerke Ingolstadt Beteiligungen GmbH, Ingolstadt | |
| Stadtwerke Kiel AG, Kiel | |
| Stadtwerke Solingen GmbH, Solingen | |
| Matthias Brückmann | 24/7 Trading GmbH , Mannheim |
| seit 1. August 2007 | Energieversorgung Offenbach AG (EVO), Offenbach |
| MVV Energie CZ s.r.o., Praha, Tschechische Republik | |
| MVV Energiedienstleistungen GmbH, Mannheim | |
| MVV Polska Sp.z o.o., Warszawa, Polen | |
| MVV Umwelt GmbH, Mannheim | |
| Sparkasse Langen-Seligenstadt, Seligenstadt | |
| Stadtmarketing Mannheim GmbH, Mannheim | |
| Stadtwerke Ingolstadt Beteiligungen GmbH, Ingolstadt | |
| Stadtwerke Kiel AG, Kiel | |
| Dr. Werner Dub | 24/7 Netze GmbH, Mannheim |
| Energieversorgung Offenbach AG (EVO), Offenbach | |
| Grosskraftwerk Mannheim AG, Mannheim | |
| MVV Energiedienstleistungen GmbH | |
| MVV Umwelt GmbH, Mannheim | |
| Stadtwerke Ingolstadt Beteiligungen GmbH, Ingolstadt | |
| Stadtwerke Kiel AG, Kiel | |
| Stadtwerke Solingen GmbH, Solingen | |
| Hans-Jürgen Farrenkopf | 24/7 United Billing GmbH |
| Energieversorgung Offenbach AG (EVO), Offenbach | |
| Management Stadtwerke Buchen GmbH, Buchen | |
| MVV Energiedienstleistungen GmbH, Mannheim | |
| MVV Polska Sp.z o.o., Warszawa, Polen | |
| Stadtwerke Ingolstadt Beteiligungen GmbH, Ingolstadt | |
| Stadtwerke Kiel AG, Kiel | |
| Zweckverband Wasserversorgung Kurpfalz (ZWK), Heidelberg | |
| Karl-Heinz Trautmann | Biomasse Rhein-Main GmbH, Flörsheim-Wicker |
| bis 15. Oktober 2006 | Energieversorgung Offenbach AG (EVO), Offenbach |
| Management Stadtwerke Buchen GmbH, Buchen | |
| MVV Energie CZ s.r.o., Praha, Tschechische Republik | |
| MVV Umwelt GmbH, Mannheim | |
| Stadtwerke Ingolstadt Beteiligungen GmbH, Ingolstadt | |
| Stadtwerke Kiel AG, Kiel |
Bestätigungsvermerk
Wir haben den Jahresabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang - unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der MVV RHE AG, Mannheim, für das Geschäftsjahr vom 1. Oktober 2006 bis 30. September 2007 geprüft. Nach § 10 Abs. 4 EnWG umfasste die Prüfung auch die Einhaltung der Pflichten zur Entflechtung in der internen Rechnungslegung nach § 10 Abs. 3 EnWG. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und die Einhaltung der Pflichten nach § 10 Abs. 3 EnWG liegen in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht sowie über die interne Rechnungslegung nach § 10 Abs. 3 EnWG abzugeben.
Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden und dass mit hinreichender Sicherheit beurteilt werden kann, ob die Pflichten nach § 10 Abs. 3 EnWG in allen wesentlichen Belangen erfüllt sind. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht sowie in der internen Rechnungslegung nach § 10 Abs. 3 EnWG überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter, die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts sowie die Beurteilung, ob die Wertansätze und die Zuordnung der Konten in der internen Rechnungslegung nach § 10 Abs. 3 EnWG sachgerecht und nachvollziehbar erfolgt sind und der Grundsatz der Stetigkeit beachtet wurde. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.
Unsere Prüfung des Jahresabschlusses unter Einbeziehung der Buchführung und des Lageberichts hat zu keinen Einwendungen geführt.
Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.
Die Prüfung der Einhaltung der Pflichten zur Entflechtung in der internen Rechnungslegung nach § 10 Abs. 3 EnWG hat zu keinen Einwendungen geführt.
Mannheim, den 27. November 2007
Ernst & Young AG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Steuerberatungsgesellschaft
Appel
Wirtschaftsprüfer
Herrwerth
Wirtschaftsprüfer
Bericht des Aufsichtsrats
Sehr geehrte Damen und Herren,
als neuer Oberbürgermeister der Stadt Mannheim bin ich seit dem 4. August 2007 satzungsgemäß Mitglied des Aufsichtsrats der MVV RHE AG. In seiner Sitzung am 28. September 2007 hat mich der Aufsichtsrat zu seinem Vorsitzenden und damit zum Nachfolger des bisherigen Oberbürgermeisters Gerhard Widder gewählt. Ich danke dem Aufsichtsrat für das mir mit der Wahl entgegengebrachte Vertrauen.
Gleichzeitig möchte ich im Namen aller Aufsichtsratsmitglieder Gerhard Widder recht herzlich für seine langjährige verantwortungsvolle Arbeit als Vorsitzender des Aufsichtsrats der MVV RHE AG danken. Gerhard Widder hat in seiner 24-jährigen Funktion als Vorsitzender des Aufsichtsrats der früheren Energie- und Wasserwerke Rhein-Neckar AG (ab 5. August 1983) und der mit Wirkung vom 18. Juli 2000 umfirmierten MVV RHE AG die erfolgreiche Unternehmensentwicklung maßgeblich mitgeprägt und den Vorstand bei der Umsetzung der erfolgreichen Wachstumsstrategie in allen Jahren konstruktiv und kritisch begleitet. Als neuer Aufsichtsratsvorsitzender der MVV RHE AG ist es mir ein wichtiges Anliegen, die langjährige, gute Arbeit von Gerhard Widder fortzusetzen.
Im Geschäftsjahr 2006/07 hat der Aufsichtsrat die ihm nach Gesetz und Satzung obliegenden Aufgaben wahrgenommen. Wir haben den Vorstand im Berichtsjahr kontinuierlich überwacht und beratend begleitet. Über alle wichtigen Ereignisse und Entwicklungen im Unternehmen wurden wir vom Vorstand regelmäßig, zeitnah und umfassend informiert und frühzeitig in alle bedeutenden Entscheidungen eingebunden.
Regelmäßig informiert wurden wir über die Geschäftsentwicklung sowie die Entwicklung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der MVV RHE AG. Auch über die Risikolage, das Risikomanagement, die Finanz-, Investitions- und Personalplanung und die strategische Planung unterrichtete uns der Vorstand. Wir haben uns in den Aufsichtsratssitzungen alle wesentlichen Geschäftsvorgänge vom Vorstand umfassend erläutern lassen und diese anschließend gemeinsam eingehend erörtert. Zusätzlich zu den Präsentationen und Unterlagen der Sitzungen erhielten wir die Quartalsberichte sowie weitere mündliche und schriftliche Berichte über bedeutende Vorgänge und die notwendigen Beschlüsse. Der Aufsichtsrat hat bei allen zustimmungspflichtigen Entscheidungen und Maßnahmen - gegebenenfalls vorbereitet durch seine Ausschüsse - die Beschlussvorlagen in seinen Sitzungen geprüft und die Entscheidungen getroffen.
Der Aufsichtsrat tagte im Berichtszeitraum dreimal.
Schwerpunktthemen unserer Beratungen
Wir beschäftigten uns in unserer Beratungen unter anderem mit den aktuellen Veränderungen der Rahmenbedingungen und mit der in der Öffentlichkeit stark diskutierten Preisentwicklung auf dem Strom- und Gasmarkt. Darüber hinaus galt ein besonderes Augenmerk der Markt- und Preisentwicklung im Bereich der thermischen Restmüllverwertung und der Geschäftsentwicklung im Müllheizkraftwerk auf der Friesenheimer Insel.
Im September 2007 hat der Aufsichtsrat dem Wirtschaftsplan 2007/08 für die MVV RHE AG zugestimmt und die mittelfristige Planung zur Kenntnis genommen. Ferner haben wir uns intensiv mit dem Risikomanagement und der Risikoanalyse befasst.
Besetzung von Aufsichtsrat und Vorstand
Der Aufsichtsrat der MVV RHE AG hat in seiner Sitzung am 28. September 2007 den neuen Mannheimer Oberbürgermeister Dr. Peter Kurz, der seit 4. August 2007 dem Aufsichtsrat angehört, zu seinem Vorsitzenden und damit zum Nachfolger des früheren Oberbürgermeisters Gerhard Widder gewählt.
Auch im Vorstand gab es im Berichtsjahr personelle Veränderungen. Karl-Heinz Trautmann, zuständig für die Bereiche Vertrieb, Handel und Umwelt, hat zum 15. Oktober 2006 sein Amt als Vorstand der MVV RHE AG niedergelegt und das Unternehmen auf eigenen Wunsch verlassen. Der Aufsichtsrat hat seinem Wunsch auf eine vorzeitige Beendigung seines Vertrags entsprochen. Karl-Heinz Trautmann war seit Oktober 2003 Mitglied des Vorstands der MVV RHE AG. Wir danken ihm für seinen Beitrag zur erfolgreichen Unternehmensentwicklung.
Für das Vorstandsressort Vertrieb wurde am 29. Juni 2007 mit Zustimmung des Aufsichtsrats Matthias Brückmann zum Vorstandsmitglied der MVV RHE AG bestellt.
Feststellung des Jahresabschlusses
Der Jahresabschluss 2006/07 der MVV RHE AG nach HGB sowie deren Lagebericht für das Geschäftsjahr 2006/07 wurden von der Ernst & Young AG, Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Steuerberatungsgesellschaft, Mannheim, gemäß Beschluss der Hauptversammlung 2007 und der anschließenden Beauftragung durch den Aufsichtsrat geprüft und mit einem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen.
Dem Aufsichtsrat haben der Jahresabschluss und der Lagebericht der MVV RHE AG und der Vorschlag des Vorstands zur Verwendung des Bilanzgewinns sowie der Prüfungsbericht des Abschlussprüfers rechtzeitig vor der entsprechenden Sitzung vorgelegen. Diese Unterlagen wurden vom Bilanzprüfungsausschuss und vom Aufsichtsrat umfassend geprüft und im Beisein des Abschlussprüfers intensiv erörtert. Der Aufsichtsrat erhebt keinerlei Einwände und stimmt den Prüfungsergebnissen des Abschlussprüfers zu. In unserer Sitzung am 14. Dezember 2007 billigten wir den Jahresabschluss und den Lagebericht der MVV RHE AG. Damit ist der Jahresabschluss festgestellt. Dem Vorschlag des Vorstands über die Gewinnverwendung stimmen wir zu.
Auch das Risikofrüherkennungssystem der MVV RHE AG wurde durch die Ernst & Young AG, Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Steuerberatungsgesellschaft, Mannheim, geprüft. Nach deren Urteil ist dieses System geeignet, seine gesetzlichen Aufgaben zu erfüllen.
Der Aufsichtsrat dankt dem Vorstand, allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern und den Arbeitnehmervertretungen für ihren Einsatz und die erfolgreiche Arbeit im Geschäftsjahr 2006/07.
Mannheim, im Dezember 2007
Aufsichtsrat
Dr. Kurz
Vorsitzender
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