Neusoft Technology Solutions GmbH

Hugh-Greene-Weg 2, 22529 Hamburg, DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht Hamburg HRB 112243
Vorher
"JOHANNA" Siebenundvierzigste Vermögensverwaltungsgesellschaft mbH
Eingetragen
11.1.2010
Branche
BeteiligungsgesellschaftenErbringung von Beratungsleistungen auf dem Gebiet der InformationstechnologieHerstellung von Mehrzweckindustrierobotern
Gegenstand
Der Gegenstand des Unternehmens ist das Design, die Forschung und Entwicklung, die Produktion, das Marketing und der Verkauf von Software- und Hardwareprodukten für die Automobilindustrie sowie Engineering-Service, persönliche Leasing, technische Beratung und Dienstleistungen. Das Unternehmen ist berechtigt, alle Geschäftsvorfälle abzuschließen und Verträge abzuschließen, die zur Förderung des Unternehmenszwecks geeignet sind oder in direktem Zusammenhang mit dem Unternehmen stehen.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Shu Han
seit 12.12.2022
Geschäftsführer
Veit Dr. Dröge
seit 5.7.2012
Prokura

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
Neusoft Europe AGCHE
100.00%

Gesellschafter
Beta

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Name
Ort
Betrag
Anteil
Neusoft Europe AG
Switzerland
1.025.000 €
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Neusoft Technology Solutions GmbH

Hamburg

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Lagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023

Neusoft Technology Solutions GmbH, Hamburg

1. Geschäfts- und Rahmenbedingungen

Die Neusoft Technology Solutions GmbH, Hamburg, hat sich als ein führender Dienstleister für qualitativ hochwertige Embedded Software-Entwicklung, Software-Design und Software-Architektur für fahrzeuggebundene Infotainment-Systeme etabliert. Der Schwerpunkt liegt auf der Navigation und verwandten Anwendungen. Die Systeme sowie die entsprechende Software kommen weltweit zum Einsatz. Die Neusoft Technology Solutions GmbH erbringt ihre Dienstleistung hauptsächlich für die Automobilzulieferindustrie.

Die Neusoft Technology Solutions GmbH, Hamburg, ist Teil der Neusoft Automotives Gruppe. Mit mehr als 3.300 Mitarbeitern an unseren Standorten in China, Japan, Deutschland, Rumänien und den Vereinigten Staaten positioniert sich Neusoft Automotives weltweit als Marktführer für Software Lösungen im fahrzeuggebundenen Infotainment-Sektor.

2. Ertragslage

Die Neusoft Technology Solutions GmbH, Hamburg, erzielte im Jahr 2023 einen Umsatz in Höhe von TEUR 46.070 (VJ: TEUR 32.569) und erwirtschaftete ein Betriebsergebnis von TEUR 3.728 (VJ: TEUR 912). Im Vergleich zu 2022 steigt der Umsatz um TEUR 13.501 (VJ: TEUR 8.055). Das Umsatzwachstum setzt sich wie im Bericht von 2022 vorausgesagt fort. Wir haben unseren Umsatz mit neuen Kunden und neuen Projekten kontinuierlich gesteigert und unsere Produkte auf neue Bereiche und neue Modelle ausgeweitet. Außerdem haben mehr Kundenprojekte die Massenproduktion aufgenommen, und wir erhielten weiter steigende Erträge aus unseren F&E-Investitionen. Die in den letzten Jahren umgesetzte Strategie, in das Produktgeschäft zu investieren und es zu erweitern, sowie die Optimierung des Teams haben dazu geführt, dass das Unternehmen auch in diesem Jahr ein positives Ergebnis erzielt hat. Darüber hinaus leisten unsere neuen europäischen Kunden in unserem neuen Produktbereich weiterhin einen bedeutenden Beitrag zum Umsatzwachstum des Jahres und bringen neue Einnahmen in unser Umsatzportfolio. Weitere Erfolgsfaktoren und Chancen des Umsatzwachstums sehen wir in der engen Zusammenarbeit mit dem chinesischen Team und der zusätzlichen Produkterweiterung im Hardware-Geschäft.

Der Personalaufwand betrug 18,0% (VJ:28,7%) vom Umsatz (Personalaufwand / Umsatzerlöse). Das Betriebsergebnis wurde durch Abschreibungen auf aktivierte F&E in Höhe von TEUR 416 belastet, seit sich das Projekt begann zu amortisieren.

3. Finanzlage

Das Eigenkapital der Gesellschaft beläuft sich auf TEUR 11.815 (VJ: TEUR 8.003). Die Eigenkapitalquote (Eigenkapital / Bilanzsumme) beträgt 42,7 % (VJ: 45,8 %). Der Gesellschafter wird auch in Zukunft die Geschäftsentwicklung und die F&E-Projekte der Gesellschaft unterstützen.

Im laufenden Geschäftsjahr betrug der Cashflow aus Investitionstätigkeit TEUR -4.014 (Vorjahr TEUR -270), was im Wesentlichen auf ein internes Darlehen an ein verbundenes Unternehmen (TEUR 3.850) zurückzuführen ist. Der Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit betrug TEUR 6.801 (Vorjahr TEUR 2.374). Die Gesellschaft deckt ihren laufenden operativen Liquiditätsbedarf aus der operativen Geschäftstätigkeit.

4. Vermögenslage

Die Bilanzsumme der Neusoft Technology Solutions GmbH, Hamburg / Deutschland, beträgt zum Bilanzstichtag TEUR 27.701 (VJ: TEUR 17.492). Die immateriellen Vermögensgegenstände belaufen sich auf TEUR 2.274 (8,2 % der Bilanzsumme) und setzen sich im Wesentlichen aus aktivierten F&E zusammen.

Im Laufe des Geschäftsjahres hat das Unternehmen sein Hauptprodukt erfolgreich an einige Großkunden in der Automobilindustrie verkauft.

Zusätzlich zu den direkten Einnahmen generiert dieses Produktgeschäft auch erhebliche lizenzbezogene Erträge. Die Zahlungen sind im Laufe des Jahres weiter gestiegen und lagen leicht über unseren Erwartungen. Die lizenzbezogenen Einnahmen werden in den nächsten Jahren anhalten und durch Kundenverträge weiter ausgebaut. Mit dem Beginn der Rückflüsse im Jahr 2019 erwarten wir zukünftig kontinuierliche Einnahmen für längere Zeit und beginnen, die Entwicklungskosten in zehn Jahren linear abzuschreiben. Sollte sich der Markt verändern, wird das Unternehmen die Situation neu bewerten und eine entsprechende Anpassung vornehmen.

Die Sachanlagen der Gesellschaft belaufen sich auf TEUR 272 (Vorjahr TEUR 237) und beinhalten Betriebs- und Geschäftsausstattung sowie Mietereinbauten. Sie wurden in Höhe von TEUR 133 (Vorjahr. TEUR 113) planmäßig abgeschrieben. Für die Geschäftstätigkeit sind in erheblichem Umfang Büro- und Hallenflächen angemietet worden. Der Mietvertrag hat eine verbleibende Mindestlaufzeit von ca. drei Monaten. Eine weitere Verlängerung wird erwartet. Die neue Niederlassung in München bringt uns näher zu unseren Kunden und wird unsere Geschäftsaktivitäten weiter ausbauen.

Das Umlaufvermögen der Gesellschaft beträgt zum Bilanzstichtag TEUR 24.803 (Vorjahr TEUR 14.128) und setzt sich im Wesentlichen aus Forderungen aus Lieferungen und Leistungen gegenüber den Hauptkunden der Gesellschaft in Höhe von TEUR 10.197 (Vorjahr TEUR 5.982) und Bankguthaben in Höhe von TEUR 10.181 (Vorjahr TEUR 7.393) zusammen.

5. Chancen- und Risikobericht sowie Darstellung des internen Kontroll- und Risikomanagementsystems

2023 hat die Automobilindustrie eine der schwierigsten Phasen ihrer Geschichte hinter sich gelassen. Abgesehen von der COVID-19-Pandemie wirken Investitionen in neue Technologien, der rasche Übergang zu nachhaltigen Antrieben und Verschiebungen in der Fahrzeugnutzung als Katalysator für unglaubliche Innovationen. Trotz wirtschaftlicher Herausforderungen sind die weltweiten Fahrzeugverkäufe in diesem Jahr deutlich gestiegen. In den ersten drei Quartalen 2023 wurden weltweit mehr als 55 Millionen Autos hergestellt, was einem deutlichen Anstieg von 9,8 % gegenüber dem gleichen Zeitraum im Jahr 2022 entspricht. Die weltweiten Autoverkäufe sind in den ersten drei Quartalen des Jahres um beachtliche 8,9 % gestiegen. * Ursprünglich wurde dieses Wachstum im Vergleich zum Vorjahr auf eine Entspannung der Lieferkette zurückgeführt, aber die Nachfrage nach Neuwagen hat sich fortgesetzt, wenn auch hauptsächlich durch Flottenverkäufe. *

Trotz der Herausforderungen im Jahr 2023 konnte unser Unternehmen seinen Wachstumstrend fortsetzen. Einerseits stiegen die Einnahmen von den bestehenden Kunden aufgrund der Produktion, aber auch die Lizenzeinnahmen im Bereich Navigation wuchsen schnell. Darüber hinaus wird unser Navigationsprodukt von unseren Kunden gut angenommen und wurde 2023 auf mehrere neue Fahrzeuglinien ausgeweitet. Auf der anderen Seite haben wir den europäischen Markt mit neuen Produkten wie Infotainment und Telematik-Box erfolgreich erschlossen. Dies stand ganz im Einklang mit unserer Globalisierungsstrategie.

Wir sind zuversichtlich, dass wir auf dem richtigen Weg sind, um im neuen Jahr weitere Erfolge zu erzielen, die auf mehreren Erfolgsfaktoren beruhen: kohärente Strategie, wettbewerbsfähiges Produktportfolio, hocheffiziente Ausführung. Wir werden den Vertrieb und die technischen Vorverkaufskapazitäten weiter ausbauen, um auf dem Markt proaktiver zu sein. Weiterhin werden wir enger mit China und Rumänien zusammenarbeiten, um unsere Kosten zu senken und eine hohe Qualität der weltweiten Lieferungen zu gewährleisten. Wir werden aktiv neue Marktchancen erkunden, wie z. B. Software-Engineering-Dienstleistungsprojekte, bei denen wir einen wachsenden Marktbedarf sehen. Angesichts der zahlreichen sich bietenden Chancen erwarten wir für 2024 einen Anstieg von Umsatz und Gewinn.

* Source: Economic and Market Report: Global and EU auto industry - First three quarters 2023 - ACEA - European Automobile Manufacturers' Association

 

Hamburg, den 24. Januar 2024

gez. Die Geschäftsführung Neusoft Technology Solutions GmbH, Hamburg

HB

Aktiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Anlagevermögen 2.545.630,28 2.945.907,78
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 2.273.609,77 2.709.130,77
1. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 2.253.506,00 2.669.538,00
2. Geschäfts- oder Firmenwert 1,00 1,00
3. Sonstige immaterielle Vermögensgegenstände 20.102,77 39.591,77
II. Sachanlagen 272.020,51 236.777,01
1. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 272.020,51 232.960,51
2. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 3.816,50
B. Umlaufvermögen 24.856.625,44 14.127.635,95
I. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 14.676.115,64 6.734.444,16
1. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 3.909.071,24
2. sonstige Vermögensgegenstände 10.767.044,40 6.734.444,16
II. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 10.180.509,80 7.393.191,79
C. Rechnungsabgrenzungsposten 189.606,43 189.218,15
D. Aktive latente Steuern 109.052,38 229.144,04
Summe Aktiva 27.700.914,53 17.491.905,92

Passiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Eigenkapital 11.814.648,70 8.003.012,57
I. Gezeichnetes Kapital 1.025.000,00 1.025.000,00
II. Kapitalrücklage 29.000.000,00 29.000.000,00
III. Verlustvortrag 22.021.987,43 22.968.922,26
IV. Jahresüberschuss 3.811.636,13 946.934,83
B. Rückstellungen 1.336.522,62 1.768.359,04
C. Verbindlichkeiten 13.814.046,11 6.857.937,82
1. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 8.162.596,65 3.656.085,02
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr 8.162.596,65 3.656.085,02
2. sonstige Verbindlichkeiten 5.651.449,46 3.201.852,80
davon mit Restlaufzeit bis zu einem Jahr 5.651.449,46 3.201.852,80
D. Passive latente Steuern 735.697,10 862.596,49
Summe Passiva 27.700.914,53 17.491.905,92

Gewinn- und Verlustrechnung

1.1.2023 - 31.12.2023
EUR
1.1.2022 - 31.12.2022
EUR
1. Rohergebnis 32.945.604,65 25.886.076,46
2. Personalaufwand 8.314.240,84 9.341.143,60
a) Löhne und Gehälter 7.013.616,75 7.932.314,35
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 1.300.624,09 1.408.829,25
davon für Altersversorgung 101.319,44 115.028,21
3. Abschreibungen 568.330,12 552.668,49
a) auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 568.330,12 552.668,49
4. sonstige betriebliche Aufwendungen 20.334.864,44 15.080.399,45
davon Aufwendungen aus der Währungsumrechnung 643.096,85 567.613,07
5. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 287.878,03 12.155,69
davon aus verbundenen Unternehmen 59.071,24
6. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 203.827,15 -23.242,22
davon Erträge aus der Zuführung und Auflösung von latenten Steuern 6.807,73 123.013,67
7. Ergebnis nach Steuern 3.812.220,13 947.262,83
8. sonstige Steuern 584,00 328,00
9. Jahresüberschuss 3.811.636,13 946.934,83

ANHANG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2023

NEUSOFT TECHNOLOGY SOLUTIONS GMBH, HAMBURG

I. ALLGEMEINE ANGABEN ZUM JAHRESABSCHLUSS UND ZU DEN BILANZIERUNGS- UND BEWERTUNGSMETHODEN

Allgemeine Angaben zum Unternehmen

Die Neusoft Technology Solutions GmbH hat ihren Sitz in Hamburg. Sie ist im Handelsregister des Amtsgerichts Hamburg unter HRB 112243 eingetragen.

Der Jahresabschluss der Neusoft Technology Solutions GmbH zum 31. Dezember 2023 ist nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches aufgestellt worden. Ergänzend zu diesen Vorschriften waren die Regelungen des GmbHG zu beachten. Die Gesellschaft ist eine Kapitalgesellschaft, für die gem. § 267 Abs. 2 HGB die Vorschriften für mittelgroße Kapitalgesellschaften anzuwenden sind.

Die Gewinn- und Verlustrechnung wird aufgestellt nach dem Gesamtkostenverfahren.

Angaben, die zulässigerweise in der Bilanz oder im Anhang aufgeführt werden können, sind teilweise im Anhang zu finden.

Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Die immateriellen Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten bewertet und linear über die erwartete Nutzungsdauer abgeschrieben.

Das Aktivierungswahlrecht für selbst geschaffene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens gem. § 248 Abs. 2 HGB wird in Anspruch genommen. Sie werden gem. § 255 Abs. 2a HGB mit den bei der Entwicklung anfallenden Herstellungskosten bewertet. Dazu gehören die Materialkosten, die Fertigungskosten, die Sonderkosten der Fertigung sowie angemessene Teile der Materialgemeinkosten und Fertigungsgemeinkosten. Des Weiteren werden angemessene Kosten der allgemeinen Verwaltung aktiviert. Die Entwicklung wurde im Jahr 2019 abgeschlossen. Die Abschreibungen erfolgen linear mit Beginn der Nutzung zum 01.06.2019. Da die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer nicht verlässlich geschätzt werden kann, werden planmäßige Abschreibungen gem. § 253 Abs. 3 HGB auf die Herstellungskosten über einen Zeitraum von zehn Jahren vorgenommen.

Der aus dem Erwerb entstandene derivative Geschäfts- oder Firmenwert wird über eine betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer von zehn Jahren linear abgeschrieben. Die Nutzungsdauer wurde gewählt, da der Firmenwert überwiegend Humankapital der Gesellschaft repräsentiert. Weiterhin geht die Gesellschaft davon aus, dass die Mitarbeiterfluktuation zukünftig so gering ist, dass diese die Nutzungsdauer von zehn Jahren deckt.

Das Sachanlagevermögen wird zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen, angesetzt. Dabei werden die Zugänge pro rata temporis abgeschrieben. Die Abschreibungen werden nach der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer ermittelt.

Für abnutzbare bewegliche Wirtschaftsgüter des Anlagevermögens mit einem Wert von EUR 250 bis EUR 800 wird im Wirtschaftsjahr der Anschaffung ein Sammelposten gebildet und voll abgeschrieben. Vermögensgegenstände mit Anschaffungskosten bis EUR 250 werden mit der Anschaffung als Aufwand gebucht.

Die Bewertung der Forderungen erfolgt zum Nennwert bzw. mit dem am Bilanzstichtag beizulegenden niedrigeren Wert.

Die sonstigen Vermögensgegenstände sowie die flüssigen Mittel sind mit den Nominalwerten aktiviert.

Rechnungsabgrenzungsposten sind zur periodengerechten Erfassung des Aufwands bzw. des Ertrags gebildet.

Latente Steuern werden auf temporäre Differenzen zwischen den steuerlichen und den handelsrechtlichen Wertansätzen gebildet. Die Bewertung erfolgt durch Anwendung eines durchschnittlichen Steuersatzes in Höhe von 32,31 % auf die temporären Ansatzunterschiede.

Die sonstigen Rückstellungen werden in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages angesetzt. Sie berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurden abgezinst.

Verbindlichkeiten werden zum Erfüllungsbetrag angesetzt.

Forderungen und Verbindlichkeiten in fremder Währung werden mit dem Kurs für den Tag des Geschäftsvorfalls bewertet.

Auf fremde Währung lautende Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten wurden grundsätzlich mit dem Devisenkassamittelkurs zum Abschlussstichtag umgerechnet. Bei einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurde dabei das Realisationsprinzip (§ 252 Abs. 1 Nr. 4 Halbsatz 2 HGB) und das Anschaffungskostenprinzip (§ 253 Abs. 1 Satz 1 HGB) beachtet.

II. ERLÄUTERUNGEN ZU DEN POSTEN DER BILANZ

Anlagevermögen

Es bestehen ausschüttungsgesperrte Beträge in Höhe von TEUR 1.525 (Vorjahr TEUR 1.807), die auf die Aktivierung von Entwicklungskosten entfallen. Die Aufgliederung der Anlageposten und ihre Entwicklung im Geschäftsjahr 2023 ist aus dem nachfolgenden Anlagengitter ersichtlich.

Historische Anschaffungs- / Herstellungskosten
01.01.2023
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
31.12.2023
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und
ähnliche Reche und Werte 4.160.322,44 0,00 0,00 4.160.322,44
2. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 2.978.896,89 0,00 0,00 2.978.896,89
3. Geschäfts- oder Firmenwert 3.417.130,00 0,00 0,00 3.417.130,00
10.556.349,33 0,00 0,00 10.556.349,33
II. Sachanlagen
1. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.531.120,48 168.053,62 33.679,85 2.665.494,25
2.531.120,48 168.053,62 33.679,85 2.665.494,25
13.087.469,81 168.053,62 33.679,85 13.221.843,58
Aufgelaufene Abschreibungen
01.01.2023
EUR
Zuführungen
EUR
Auflösungen
EUR
31.12.2023
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und
ähnliche Reche und Werte 1.490.784,44 416.032,00 0,00 1.906.816,44
2. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 2.939.305,12 19.489,00 0,00 2.958.794,12
3. Geschäfts- oder Firmenwert 3.417.129,00 0,00 0,00 3.417.129,00
7.847.218,56 435.521,00 0,00 8.282.739,56
II. Sachanlagen
1. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.298.159,97 132.809,12 33.679,85 2.397.289,24
2.298.159,97 132.809,12 33.679,85 2.397.289,24
10.145.378,53 568.330,12 33.679,85 10.680.028,80
Nettobuchwerte
31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Reche und Werte 2.253.506,00 2.669.538,00
2. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 20.102,77 39.591,77
3. Geschäfts- oder Firmenwert 1,00 1,00
2.273.609,77 2.709.130,77
II. Sachanlagen
1. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 272.020,51 236.777,01
272.020,51 236.777,01
2.545.630,28 2.945.907,78

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Die sonstigen Vermögensgegenstände haben in Höhe von TEUR 147 (Vorjahr TEUR 147) eine Restlaufzeit von über einem Jahr. Die übrigen Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind, wie auch im Vorjahr, innerhalb eines Jahres fällig.

Aktive latente Steuern

Gemäß § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB hat die Gesellschaft das Wahlrecht zum Ansatz von aktiven latenten Steuern ausgeübt. Diese resultieren aus einer unterschiedlichen Bewertung des Geschäfts- und Firmenwertes nach handelsrechtlichen und steuerlichen Maßgaben, die zu temporären Differenzen führten. Steuerlich wird der Geschäfts- oder Firmenwert gemäß § 7 Abs. 1 Satz 3 EStG über 15 Jahre linear abgeschrieben, wogegen die handelsrechtliche lineare Abschreibung über zehn Jahre erfolgt. Im Geschäftsjahr wurden daraus TEUR 110 latente Steuern aufgelöst, die gemäß § 285 Nr. 28 i. V. m. § 268 Abs. 8 HGB den ausschüttungsgesperrten Beträgen zuzurechnen sind.

Der ausschüttungsgesperrte Betrag hieraus beträgt TEUR 119 (Vorjahr TEUR 229).

Eigenkapital

Das Stammkapital der Gesellschaft beträgt EUR 1.025.000 und wird in voller Höhe von Neusoft Europe AG, Appenzell, Schweiz gehalten.

Sonstige Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen beinhalten am Bilanzstichtag im Wesentlichen Kosten für Bonuszahlungen und sonstige ausstehende Rechnungen in Höhe von insgesamt TEUR 699, Kosten für am Bilanzstichtag ermittelten noch offenen Resturlaub über TEUR 83 auf der Grundlage des individuellen Verdienstes der Mitarbeiter, sowie Kosten für die Erstellung und Prüfung des Jahresabschlusses in Höhe von TEUR 24. In die Ermittlung der Urlaubsrückstellung wurden anteilig Arbeitgeberanteile zur Sozialversicherung einbezogen.

Verbindlichkeiten

Davon mit einer Restlaufzeit

Gesamtbetrag 31.12.2023
EUR
bis zu einem Jahr
EUR
zwischen einem und fünf Jahre
EUR
von mehr als fünf Jahre
EUR
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 5.244.954,10 5.244.954,10 0,00 0,00
(Vorjahr) (2.831.340,75) (2.831.340,75) (0,00) (0,00)
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 8.162.596,65 8.162.596,65 0,00 0,00
(Vorjahr) (3.656.085,02) (3.656.085,02) (0,00) (0,00)
Sonstige Verbindlichkeiten 406.495,36 406.495,36 0,00 0,00
(Vorjahr) (370.512,05) (370.512,05) (0,00) (0,00)
Verbindlichkeiten Summe 13.814.046,11 13.814.046,11 0,00 0,00
(Vorjahr) (6.857.937,82) (6.857.937,82) (0,00) (0,00)

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen betreffen , in Höhe von TEUR 8.163 (Vorjahr TEUR 3.656) Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen, sowie in Höhe von TEUR 0 (Vorjahr TEUR 0) sonstige Verbindlichkeiten.

Zum Bilanzstichtag bestanden keine Haftungsverhältnisse in Form von Bürgschaften.

Passive latente Steuern

Die Gesellschaft hat gemäß § 274 Abs. 1 Satz 1 HGB passive latente Steuern angesetzt. Der Ansatz ergibt sich aus der Aktivierung von Entwicklungskosten, die steuerlich nicht zulässig ist und zu temporären Differenzen führt, sowie aus Differenzen bilanzieller Wertansätze für kurzfristige Fremdwährungsverbindlichkeiten. Im Geschäftsjahr ergab sich aus der Auflösung ein Ertrag von TEUR 135.

Die latenten Steuern entwickeln sich wie folgt:

01.01.
Euro
Zugang
Euro
Verbrauch
Euro
31.12.
Euro
Aktive Steuerlatenz 229.144 0 120.092 109.052
Passive Steuerlatenz 862.596 0 126.899 735.697

III. ERLÄUTERUNGEN ZUR GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG

Periodenfremde Erträge

In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind periodenfremde Erträge in Höhe von TEUR 127 (Vorjahr TEUR 84) enthalten

Steuern vom Einkommen und vom Ertrag

Die Steuern vom Einkommen und Ertrag in Höhe von TEUR 204 entfallen in Höhe von TEUR 8 auf das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit. Des Weiteren entfallen TEUR 110 auf Aufwendungen aus der Auflösung aktiver latenter Steuern, sowie TEUR -127 auf Erträge aus der Auflösung passiver latenter Steuern.

IV. ERGÄNZENDE ANGABEN

Anzahl der Mitarbeiter

Während des Geschäftsjahres 2023 waren ohne Geschäftsführung durchschnittlich 83 Angestellte (Vorjahr 93) beschäftigt.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Sonstige finanzielle Verpflichtungen i. S. d. § 285 Nr. 3 HGB, die nicht in der Bilanz erscheinen und auch nicht nach § 251 HGB anzugeben sind, ergeben sich wie folgt:

bis zu einem Jahr
EUR
zwischen einem und fünf Jahren
EUR
mehr als 5 Jahre
EUR
Mietvertrag Büro- u. Stellplatzflächen 136.483,44 0,00 0,00
Mietvertrag Kopierer 4.170,72 1.737,80 0,00
Leasingvertrag Kfz 15.212,96 3.523,12 0,00
155.867,12 5.260,92 0,00

Konzernabschluss

Die Gesellschaft wird in den Konzernabschluss der Neusoft Europe AG, Appenzell, Schweiz einbezogen, die den Konzernabschluss für den kleinsten Kreis von Unternehmen aufstellt. Für den größten Kreis von Unternehmen wird die Gesellschaft in den Konzernabschluss des obersten Mutterunternehmens der Neusoft Corporation, Shenyang/China einbezogen.

Der Konzernabschluss der Neusoft Corporation ist auf der konzerneigenen Homepage unter www.neusoft.com/investor/abrufbar.

Beirat

Dem Beirat gehörten im Geschäftsjahr an:

Herr Chen Ximin, Kaufmann, Shenyang, China

Herr Meng Lingjun, Kaufmann, Dalian, China Herr Jie Li, Kaufmann, Hamburg, Deutschland

Der Beirat erhielt für seine Tätigkeit im Geschäftsjahr kein Entgelt.

Geschäftsführung

Geschäftsführer war im Geschäftsjahr:

- Shu Han, Kaufmann, Hamburg, Deutschland

Zur Angabe der für die Tätigkeit der Geschäftsführung gewährten Gesamtbezüge nach § 285 Nr. 9a HGB macht die Gesellschaft vom Recht nach § 286 Abs. 4 HGB Gebrauch.

Sonstiges

Von den Erleichterungen des § 288 HGB wurde Gebrauch gemacht.

Der Gesamtbetrag der ausschüttungsgesperrten Beträge nach § 268 Abs. 8 HGB beträgt TEUR 1.627 (Vorjahr TEUR 2.036). Hiervon entfallen auf die Aktivierung der Entwicklungskosten TEUR 1.518 (Vorjahr TEUR 1.807) und TEUR 109 (Vorjahr TEUR 229) auf die aktiven latenten Steuern.

Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Stichtag

Nach dem Abschluss des Geschäftsjahres 2023 sind keine Vorgänge von besonderer Bedeutung bekannt geworden.

Vorschlag über die Verwendung des Ergebnisses

Die Geschäftsführung schlägt der Gesellschafterversammlung vor, den Jahresüberschuss in Höhe von Euro 3.811.636,13 auf neue Rechnung vorzutragen.

 

Hamburg, den 11. Januar 2024

gez. Shu Han, Geschäftsführer

Bericht des Aufsichtsrats

Es besteht kein Aufsichtsrat der Gesellschaft.

sonstige Berichtsbestandteile

Angaben zur Feststellung:

Der Jahresabschluss wurde am 09.04.2024 festgestellt.

BESTäTIGUNGSVERMERK DES UNABHäNGIGEN ABSCHLUSSPRüFERS

An die Neusoft Technology Solutions GmbH

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Neusoft Technology Solutions GmbH - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023, der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Neusoft Technology Solutions GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

• entspricht der Jahresabschluss der Neusoft Technology Solutions GmbH in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und

• vermittelt der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 S. 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsgemäßer Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Beirats für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte im Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Der Beirat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

• identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

• gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

• beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

• ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

• beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

• beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens.

• führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Hamburg, den 24. Januar 2024

GHP GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

gez. Holst, Wirtschaftsprüfer

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