Rather Straße Immobilien Verwaltungs GmbH
Selbe AdresseBeteiligungsgesellschaften
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Sven Börjesson seit 21.9.2021 | Prokura |
Frank Mitschke seit 7.5.2013 | Prokura |
Karl Steffen Fischer seit 25.10.2004 | Geschäftsführer |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
GfE-MIR Holdings AG | 100.00% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
GfE-MIR GmbHDüsseldorfJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.07.2023 bis zum 30.06.2024LAGEBERICHT FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2023/2024 Grundlagen der Gesellschaft Die GfE-MIR GmbH, Düsseldorf verkauft Legierungen und Metalle an deutsche Gießereien und Aluminiumwerke sowie an europäische Stahlwerke. Die Gesellschaft nahm mit Wirkung zum 1. März 2004 ihren Geschäftsbetrieb auf. Die Produkte werden aus unterschiedlichen Herkunftsquellen bezogen. Handelswaren beziehen wir weltweit unter Einschaltung eigener Vertreter; Distributionsprodukte werden zu festen Abschlägen von namhaften Produzenten eingekauft und auf eigene Rechnung an Endkunden weiterverkauft. Das Geschäftsjahr beginnt am 1. Juli eines Jahres und endet am 30. Juni des Folgejahres. Wirtschaftsbericht Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen Die GfE-MIR GmbH gehört mit einem Netz von eigenen Büros und Vertretern zu den wenigen verbliebenen deutschen mittelständischen Legierungs-Handelshäusern mit überregionaler Bedeutung und internationalen Verbindungen. Die GfE-MIR GmbH agiert in einem sehr dynamischen Markt, der ständigen Änderungen unterliegt. So steht die Gesellschaft im Wettbewerb mit vielen, auch internationalen Unternehmen und sieht sich einer insgesamt stagnierenden Kundenstruktur in einem stagnierenden bis schrumpfenden Markt gegenüber. So schrumpfte die deutsche Stahlproduktion im Jahr 2023 um etwa 4% auf 35,4 Mio. mt und lag damit nun unter der produzierten Menge des Corona-Jahres 2020. (Quelle: Wirtschaftsvereinigung Stahl, Statistiken). Beginnend mit dem Jahr 2024 setzte eine leichte Erholung ein. So wurde in den ersten vier Monaten dieses Jahres 5% mehr Rohstahl hergestellt als im Vergleichszeitraum des Vorjahres (Quelle: Wirtschaftsvereinigung Stahl Statistiken Mai). Die Gießereiindustrie schrumpfte im Jahr 2023 leicht, bei einem Produktionsvolumen von ca. 3,9 Mio. Tonnen, konnte jedoch die Umsätze auf 14 Mrd. EUR. (+1%) steigern. (Quelle: BDG). Der Markt bleibt weiterhin volatil. Eine Erholung auf dem für uns relevanten Markt ist in der jetzigen Situation kaum erkennbar. Bereits wenige positive Impulse könnten jedoch zukünftig erneut zu einer "Preisrallye" führen. Dämpfend auf eine potentielle Nachfrageerholung wirken sich aktuell immer noch der Krieg in der Ukraine und die hierdurch verbundenen Unsicherheiten, die weiterhin bestehenden Inflationssorgen und die hohen Refinanzierungskosten aus. Ebenso trägt die strauchelnde chinesische Wirtschaft zu einer gedämpften zukünftigen Erwartung bei. Hier und da sind allerdings vorsichtige positive Signale, trotz stagnierenden Wirtschaftswachstums in Deutschland, zu erkennen. Darstellung des Geschäftsverlaufs Die Umsatzerlöse lagen im abgelaufenen Geschäftsjahr mit EUR 55 Mio. innerhalb des ursprünglichen Plans (ca. EUR 55 Mio.), allerdings um EUR 9 Mio. unter dem Niveau des starken vorherigen Geschäftsjahres (EUR 66 Mio). Die Preisentwicklung der für uns wichtigen Produkte war im Jahr 2023 zunächst fast durchweg fallend, mit Beginn des Jahres 2024 stabilisierten sich die Preise auf niedrigem Niveau und sind zuletzt in einigen Bereichen wieder gestiegen. Die geplante Rohmarge konnte daher für das Geschäftsjahr nicht erreicht werden. Die Rohmarge (Umsatzerlöse abzgl. Materialaufwand) liegt bei TEUR 3.002 beziehungsweise 5,5 % vom Umsatz, und damit 1,7 %-Punkte unter dem Vorjahr. Das Geschäftsergebnis (EBITDA - Earnings before Interest, Tax, Depreciation and Amortization) hat sich verschlechtert und liegt nunmehr bei TEUR 587 nach einem EBITDA von TEUR 1.941 im Vorjahr. Das im Vorjahr prognostizierte EBITDA konnte nicht erreicht werden. Dementsprechend beurteilen wir den Geschäftsverlauf als gerade noch zufriedenstellend. Darstellung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage Vermögenslage: Wesentliche Aktiva sind der Warenbestand mit TEUR 7.627 sowie die Forderungen und die sonstigen Vermögensgegenstände mit TEUR 3.218. Hierin enthaltene Forderungen in Höhe von TEUR 1.111 (davon TEUR 32 gegen verbundene Unternehmen) resultieren sämtlich aus Lieferungen und Leistungen. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen gegenüber Dritten werden grundsätzlich, sofern kreditversichert, zu 90 % durch Factoring finanziert. Der Restbetrag wird über Lieferantenverbindlichkeiten und durch ein Gesellschafterdarlehen finanziert. Gegenüber dem vorangegangenen Geschäftsjahr erhöhte sich der Lagerbestand im Wesentlichen preisbedingt um TEUR 307 auf TEUR 7.627. Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände lagen mit insgesamt TEUR 3.218 um TEUR 795 unter denen des Vorjahres. Innerhalb dieser Position war aufgrund eines erhöhten Standes an verkauften Forderungen eine Verschiebung von den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in die sonstigen Vermögensgegenstände aufgrund erhöhter Forderungen gegen den Factor zu verzeichnen (TEUR 1.080). Die Finanzierung mittels einer Factoring Gesellschaft hat sich auch im abgelaufenen Geschäftsjahr wieder bewährt. Die liquiden Mittel verringerten sich trotz des positiven Cashflows aus laufender Geschäftstätigkeit auf TEUR 229 (Vorjahr: TEUR 1.247). Das Eigenkapital betrug zum Ende des Geschäftsjahres TEUR 5.141 gegenüber einem Vorjahreswert von TEUR 5.053. Es ergibt sich eine Eigenkapitalquote von 44,5 % (im Vorjahr 38,7 %). Zusätzlich zum Eigenkapital hatte die Gesellschafterin wie bereits in den Vorjahren ein nachrangiges Gesellschafterdarlehen in Höhe von TEUR 1.820 gewährt. Die Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen des GfE-MIR-Konzerns, inklusive des nachrangigen Gesellschafterdarlehens, lagen für das abgelaufene Geschäftsjahr bei TEUR 1.830 und haben sich gegenüber dem Vorjahr um TEUR 555 verringert. Im Jahr 2020 wurde im Rahmen der Corona-Hilfsprogramme der Bundesregierung ein Darlehen über TEUR 600 bei der KfW aufgenommen. Davon wurden vereinbarungsgemäß im abgelaufenen Geschäftsjahr erneut TEUR 150 getilgt, wobei die Tilgung für das zweite Quartal 2024 in Höhe von TEUR 37,5 bei der Bank erst am 1. Juli 2024 fällig gestellt und gebucht wurde, so dass sich die bilanzielle Restschuld zum Bilanzstichtag auf TEUR 187,5 beläuft. Finanzlage: Bei einem verminderten, aber dennoch positiven Ergebnis im Geschäftsjahr wurde ein im Vorjahresvergleich verringerter und negativer Cashflow aus der operativen Geschäftstätigkeit erzielt. Dieser Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit i.S.v. DRS 21 liegt nun bei TEUR - 349. Dieser negative Cashflow ist wesentlich auf den Rückgang der Steuerrückstellungen um TEUR 1.253 zurückzuführen. Der Finanzmittelbestand (hier definiert als Bankguthaben und Kassenbestand abzgl. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten) reduzierte sich neben dem negativen Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit auch aufgrund der Mittelabflüsse aus Investitionen und der Darlehenstilgungen im Vergleich zum Vorjahr um insgesamt TEUR 907 auf TEUR 41. Ertragslage: Das Ergebnis verschlechterte sich im Vergleich zum Vorjahr. So sank das EBITDA im Vergleich zur Vorjahresperiode von TEUR 1.941 um TEUR 1.354 auf TEUR 587. Die Finanzierungskosten inklusive Factoring-Gebühren in Höhe von TEUR 382 reduzierten sich im Vorjahresvergleich um TEUR 30, was insbesondere auf den rückläufigen Umsatz und den damit zusammenhängenden Gebühren zurückzuführen ist. Die Personalaufwendungen sind im Vergleich zum vorherigen Geschäftsjahr um TEUR 110 gesunken, welches auf eine Verrentung einer Mitarbeiterin zurückzuführen ist. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen abzüglich der sonstigen betrieblichen Erträge sind im Vergleich zum Vorjahr vor allem aufgrund des positiven Nettokursgewinns um TEUR 360 auf TEUR 1.024 gesunken. Insgesamt schließen wir das Geschäftsjahr 2023/24 mit einem Jahresüberschuss von TEUR 88 (im Vorjahr: Jahresüberschuss von TEUR 1.030) ab. Gesamtaussage zur Lage der Gesellschaft Die Geschäftsentwicklung unterbot die Prognose des Vorjahres in Bezug auf das Ergebnis vor Steuern und den Operating Cashflow. Die wirtschaftliche Lage der Gesellschaft zum Aufstellungszeitpunkt des Lageberichts ist weiterhin positiv. Finanzielle Leistungsindikatoren Wesentliche Steuerungsgrößen zur Messung des Erfolgs der Strategieumsetzung in der Gesellschaft sind die Umsatzerlöse, die Kennzahl EBITDA sowie der Operating Cashflow. Die Darstellung und Analyse der finanziellen Leistungsindikatoren erfolgten innerhalb der Berichterstattung über die Lage der Gesellschaft an den jeweils relevanten Stellen. Chancen- und Risikobericht Der Umgang mit Chancen und Risiken gehört zum unternehmerischen Alltag im Handel mit Ferrolegierungen und Metallen. a) Risiken Für die Sicherstellung des Unternehmenserfolges ist es Vorbedingung, dass festgelegte Abläufe strikt eingehalten und dokumentiert werden und ein konsequentes Ausrichten auf die Kundenbedürfnisse erfolgt. Diese Vorgehensweise ist bei der GfE-MIR GmbH in einem Qualitätshandbuch zusammengefasst, auditiert und nach DIN ISO 9001:2015 zertifiziert. Der Ferrolegierungshandel ist in starkem Ausmaß Fremdwährungsrisiken (im Wesentlichen US-Dollar) ausgesetzt. Wir haben eine Währungsrichtlinie entworfen und überprüfen gemäß dieser laufend dieses Risiko. Dem Fremdwährungsrisiko wird bei Bedarf durch die Bildung von Makro-Hedges (Saldierung von Fremdwährungsforderungen und -verbindlichkeiten unter Berücksichtigung von erwarteten Zahlungen) und der Abdeckung des verbleibenden Fremdwährungsrisikos durch ein in Fremdwährung geführtes Bankkonto begegnet. Das Nettokursergebnis war mit TEUR 26 nach TEUR 265 im Vorjahr erneut positiv. Dieses Risiko wird folglich als moderat angesehen. Ein weiteres Risiko unseres Geschäftes besteht in dem Delkredere-Risiko für nicht verkaufte Forderungen. Insbesondere in Jahren mit schwierigen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen steigt dieses Risiko an. Wir haben die Mehrzahl unserer Kunden mit einem Selbstbehalt von 10 % kreditversichert. Die Vergabe von Lieferantenkrediten an nicht versicherte Kunden ist per Richtlinie im Ganzen und für den Einzelfall begrenzt. Lieferantenkredite an nicht versicherte Kunden bedürfen darüber hinaus der Zustimmung der Geschäftsführung. Daher ist auch dieses Risiko als moderat einzuschätzen. Für mögliche Schadensfälle, insbesondere im Transportbereich, haben wir Versicherungen abgeschlossen. Die Versicherungen werden laufend überprüft und neuen Gegebenheiten angepasst. Dieses Risiko wird folglich als moderat angesehen. Um uns gegenüber Marktrisiken zu schützen, haben wir für unsere Händler eine interne Richtlinie (Position Limits and Trading Controls) entworfen, die jede Position im Einzelnen definiert. Diese erlaubt den Händlern, in einem schriftlich niedergelegten finanziellen Rahmen Ein- und Verkäufe zu tätigen sowie Lagerpositionen zu führen. Dieses Risiko wird folglich als moderat angesehen. Preisrisiken wird in erster Linie durch die konstante Beobachtung der Preisbewegungen am Markt und entsprechendes Handeln entgegengewirkt. Es sind trotz dieser Maßnahmen allerdings Preisrisiken nicht ganz auszuschließen. So ist die Gesellschaft einem kontinuierlichen Preisrisiko bei langanhaltendem konstantem Preisverfall ausgesetzt, da sie grundsätzlich eine Long-Strategie bei allen Produkten fährt. Dieses Risiko wird folglich als moderat angesehen. Ein weiteres Risiko ist der Verlust von Know-how-Trägern innerhalb der Belegschaft. Wir versuchen, über Anreizsysteme unser Personal langfristig an uns zu binden und über die Ausbildung und Heranführung von jungen Mitarbeitern an neue Aufgaben dieses Risiko zu streuen. Wir führen einmal im Jahr anonym Mitarbeiterzufriedenheitsanalysen durch, um eventuelle negative Entwicklungen aufzudecken. Dieses Risiko wird folglich als moderat angesehen. Auch die aktuelle weltweite wirtschaftliche Entwicklung stellt ein wesentliches Risiko dar, welches zu negativen Planabweichungen führen kann. Dieses Risiko schätzen wir gegenwärtig als hoch ein. Wir bewegen uns in einem sehr dynamischen Umfeld und sind ständig Veränderungen ausgesetzt. So findet zunehmend eine Konzentration auf der Abnehmer- wie auf der Zulieferseite statt. Wir begegnen diesem Risiko mit einer Konzentration auf die Produkte, in denen wir unseren Kunden und Lieferanten eine Wertschöpfung anbieten können. Zudem gehen wir mit unseren Lieferanten zunehmend strategische Partnerschaften ein, um uns so die Rohstoffe für unsere Märkte zu sichern. Dieses Risiko wird folglich als moderat angesehen. Des Weiteren führen wir jedes Jahr Kundenzufriedenheitsanalysen durch und werten diese statistisch aus, um eventuelle Veränderungen in unseren Kundenbeziehungen festzustellen. b) Chancen Die GfE-MIR GmbH hat durch die Konzentration auf Spezialitäten gute Chancen auf ein Wachstum in den uns vertrauten Märkten. Wir sehen die Chance, uns auch in verwandten Feldern und mit verwandten Produkten zu etablieren. In diesem Zusammenhang suchen wir ständig neue Partner, die uns den Zugang zu neuen Produkten verschaffen. Die GfE-MIR GmbH nutzt ferner auch ihre enge Vernetzung zu anderen Gesellschaften, um hierüber neue Produkte im angestammten Heimatmarkt zu etablieren. Die GfE-MIR GmbH hat in den letzten Jahren ihre Kostenstruktur nachhaltig gestrafft. Eine Erholung der Marktnachfrage und der Produktpreise wird sich demnach überproportional im Nettoergebnis zeigen. Prognosebericht Das wirtschaftliche Umfeld auf den Märkten der GfE-MIR GmbH stellt sich für das Jahr 2024/25 als Herausforderung dar. Wir erwarten eine insgesamt stagnierende Stahlkonjunktur mit leicht gestiegenen Preisen in Europa. Wir gehen im Kalenderjahr 2024 wegen der schwächeren Nachfrage von einem schwachen dritten und vierten Quartal aus und erwarten eine deutliche Stabilisierung der Nachfrage erst ab Kalenderjahr 2025. Viel wird davon abhängen, wie sich die wirtschaftliche Situation in Deutschland entwickelt, wie sich die gestiegenen Zinskosten auswirken und wie weit sich die Inflation in 2024 eindämmen lässt. Umweltthemen und -diskussionen in Deutschland und der EU führen ebenfalls zu Unsicherheiten, insbesondere bei den Verbrauchern und der verarbeitenden Industrie, was bereits jetzt schon zu Produktionseinbrüchen und -verlagerungen in der deutschen Industrie führt. Die Aufgaben, die in diesem Bereich zu bewältigen sind, sind enorm und werden insbesondere unsere Industrie in den nächsten Jahren nachhaltig verändern und prägen. Die weltweite konjunkturelle Entwicklung sehen wir mit Sorge. So wurde durch die Politik der Geldschwemme in den vergangenen Jahren die Inflation angeheizt, sodass die Zentralbanken jetzt die Zinsen drastisch erhöht haben und weiterhin erhöht lassen um die Inflation einzudämmen. Dies führt dazu, dass die Wirtschaft in einigen Bereichen regelrecht abgewürgt wird. Dies kann zu einer globalen Rezession und einer Kreditknappheit führen. Wir erwarten in Europa mittelfristig eine insgesamt leicht steigende Nachfrage nach Ferro- und Speziallegierungen. Wir sehen uns trotz aller Krisen für die Zukunft gut aufgestellt und planen für das Geschäftsjahr 2024/25 mit einem Umsatz von ca. EUR 52 Mio. und einem EBITDA leicht über dem Vorjahresniveau. Des Weiteren erwarten wir wieder einen positiven Operating Cashflow. In diesem Zusammenhang weisen wir darauf hin, dass die tatsächlichen Entwicklungen wesentlich von den Erwartungen über die voraussichtliche Entwicklung abweichen können. Die tatsächliche Entwicklung kann sowohl durch die oben genannten Risiken als auch die Chancen wesentlich beeinflusst werden.
Düsseldorf, 01. August 2024 GfE-MIR GmbH Die Geschäftsführung K.S. Fischer Bilanz zum 30.06.2024
Gewinn- und Verlustrechnungfür die Zeit vom 1. Juli 2023 bis 30. Juni 2024
Anhangfür dasGeschäftsjahr 2023/2024 Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss Die Gesellschaft wird im Handelsregister beim Amtsgericht Düsseldorf unter der Nummer HRB 48314 geführt. Der Jahresabschluss wurde gemäß den handelsrechtlichen Vorschriften in Verbindung mit den Vorschriften des GmbH-Gesetzes erstellt. Die Gesellschaft ist eine mittelgroße Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 Abs. 2 HGB. Zum 30. Juni 2024 wurden somit die Vorschriften zur Bilanzierung, Berichterstattung und Veröffentlichung für mittelgroße Kapitalgesellschaften angewendet. Die größenabhängigen Erleichterungen des § 288 Abs. 2 HGB wurden teilweise in Anspruch genommen. Die Gewinn- und Verlustrechnung wird nach dem Gesamtkostenverfahren erstellt. Der Abschluss ist unter der Annahme der Unternehmensfortführung aufgestellt worden. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden wurden gegenüber dem Vorjahr unverändert beibehalten. Die entgeltlich erworbenen immateriellen Vermögensgegenstände und die Sachanlagen werden zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen unter Berücksichtigung der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer, bilanziert. Die Abschreibungen werden nach der linearen Methode ermittelt. Der Firmenwert und der Kundenstamm wurden planmäßig über 15 Jahre linear abgeschrieben, da dies nach kaufmännischer Beurteilung der tatsächlichen Nutzungsdauer entspricht. Grundstücksgleiche Rechte (Erbbaurechte) werden über die Dauer des Erbbaurechts, hier von 35 Jahren abgeschrieben. Die technischen Anlagen und die übrige Betriebs- und Geschäftsausstattung werden linear über drei bis zehn Jahre abgeschrieben. Die Vorräte werden zu Anschaffungskosten unter Beachtung des Niederstwertprinzips bewertet. Da der Vorratsbestand hauptsächlich in fremder Währung angeschafft wird, werden bei der Abwertung auf den Nettoverkaufserlös auch Effekte aus Währungskursänderungen berücksichtigt. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden zu Nennwerten bewertet. Für Einzelrisiken werden individuelle, für das allgemeine Ausfallrisiko pauschale Abwertungen vorgenommen. Der Kassenbestand sowie die Guthaben bei Kreditinstituten sind zum Nominalwert angesetzt. Aktive Rechnungsabgrenzungsposten sind zum Nennwert bilanziert und betreffen Ausgaben, die Aufwand für eine bestimmte Zeit nach dem Bilanzstichtag darstellen. Aktive und passive latente Steuern werden aufgrund von temporären Differenzen zwischen den handelsrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten und ihren steuerlichen Wertansätzen oder aufgrund steuerlicher Verlustvorträge ermittelt. Sich ergebende Steuerbe- und -entlastungen werden mit dem unternehmensindividuellen Steuersatz im Zeitpunkt des Abbaus der Differenz bewertet und nicht abgezinst. Aktive und passive Steuerlatenzen werden saldiert ausgewiesen. Eine sich insgesamt ergebende aktive Steuerlatenz wird in Übereinstimmung mit dem Wahlrecht des § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB nicht aktiviert. Den Berechnungen der Pensionsrückstellungen liegt ein versicherungsmathematisches Gutachten zugrunde. Für den handelsrechtlichen Ansatz wurden die Rückstellungen (TEUR 350) nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren unter Verwendung des von der Deutschen Bundesbank veröffentlichten durchschnittlichen Marktzinses der vergangenen zehn Jahre bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren in Höhe von 1,84 % und den Richttafeln 2018 G von Prof. Dr. Klaus Heubeck berechnet. Darüber hinaus wurden ein Gehaltstrend (2 %), ein Rententrend (2 %) sowie eine Fluktuation (2 %) berücksichtigt. Mit dem am 17. März 2016 in Kraft getretenen Gesetz zur Umsetzung der Wohnimmobilien-Kreditrichtlinie und zur Änderung handelsrechtlicher Vorschriften wurde der Zeitraum für die Ermittlung der Abzinsungssätze zur Bewertung von Pensionsrückstellungen verlängert. Nach § 253 Abs. 2 Satz 1 HGB n. F. sind Rückstellungen für Altersversorgungsverpflichtungen nunmehr mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen zehn (statt bisher sieben) Geschäftsjahre abzuzinsen. Daher wurde bei der Berechnung ein Abzinsungssatz von 1,84 %verwendet. Bei Anwendung des durchschnittlichen Marktzinssatzes der vergangenen sieben Jahre hätte sich ein Zinssatz von 1,86 % ergeben. Der sich aus der Anwendung dieser Neuregelung ergebende Entlastungseffekt beträgt TEUR 1 und unterliegt gemäß § 253 Abs. 6 Satz 2 HGB einer Ausschüttungssperre. Die Gesellschaft macht vom Wahlrecht zur Passivierung mittelbarer Pensionsverpflichtungen, die aus seiner Einstandspflicht gegenüber einer Unterstützungskasse entstehen, entsprechend Art. 28 Abs. 1 Satz 2 EGHGB keinen Gebrauch. Bei der Bemessung der Steuerrückstellungen und der sonstigen Rückstellungen wird allen erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung Rechnung getragen. Der Ansatz erfolgt mit dem Erfüllungsbetrag gemäß § 253 Abs. 1 Satz 2 HGB. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit zum Bilanzstichtag von mehr als einem Jahr wurden gemäß § 253 Abs. 2 Satz 1 HGB abgezinst. Verbindlichkeiten werden zu ihren Erfüllungsbeträgen bewertet. Kurzfristige Währungsforderungen und Währungsverbindlichkeiten aus sämtlichen operativen Transaktionen und aus der Finanzierungstätigkeit werden zum Devisenkassamittelkurs zum Abschlussstichtag bewertet. Die Kursergebnisse aus der Differenz zwischen historischen Kursen und dem Abschlusskurs werden erfolgswirksam verbucht. Umsatzerlöse werden nach Ausführung der entsprechenden Lieferungen bzw. Leistungen entsprechend der vereinbarten Incoterms erfasst. Zinsen werden zeitanteilig berechnet und, soweit erforderlich, zum Stichtag abgegrenzt. Erläuterungen zum Jahresabschluss zum 30. Juni 2024 BILANZ Anlagevermögen Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist im Anlagenspiegel (Anlage zum Anhang) dargestellt. Hieraus ergeben sich auch die Abschreibungen des Geschäftsjahres (§ 284 Abs. 3 Nr. 2 HGB). Vorräte Beim Vorratsbestand handelt es sich hauptsächlich um Ferrolegierungen in Fremdlägern. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Ein Großteil der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen werden im Rahmen eines stillen Factorings verkauft. Unverkaufte Forderungen belaufen sich nach Wertberichtigungen auf TEUR 1.079. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen (TEUR 32) resultieren unverändert zum Vorjahr sämtlich aus Lieferungen und Leistungen. Forderungen gegen den Gesellschafter bestehen nicht. Die sonstigen Vermögensgegenstände (TEUR 2.106) resultieren im Wesentlichen aus dem Verkauf der Forderungen (TEUR 1.598) sowie aus Steuererstattungsansprüchen (TEUR 483). Sämtliche Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit von unter einem Jahr. Aktive latente Steuern Aus dem Unterschied zwischen dem Bilanzansatz nach Handels- und nach Steuerrecht ergeben sich insgesamt aktive latente Steuern, die in Ausübung des Wahlrechts gemäß § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB nicht ausgewiesen werden. Eigenkapital Das gezeichnete Kapital der Gesellschaft beträgt TEUR 25 und ist voll eingezahlt. Die Kapitalrücklage beträgt TEUR 1.223. Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen betreffen im Wesentlichen Rückstellungen für ausstehende Rechnungen und sonstige Risiken (TEUR 900), Personalrückstellungen (TEUR 94) sowie Rückbaurückstellungen für die Liegenschaft in Nürnberg (TEUR 175). Verbindlichkeiten Gegenüber der Gesellschafterin bestehen Verbindlichkeiten in Höhe von TEUR 1.820 (i. Vj. TEUR 2.254). Diese betreffen einen in Anspruch genommenen Kreditrahmen. Des Weiteren bestehen Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen TEUR 10 (i. Vj. TEUR 130), die ausschließlich Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen betreffen. Bei den Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten (TEUR 187,5; i.Vj. TEUR 300) handelt es sich um einen über die Commerzbank aufgenommenen KfW-Kredit mit einer Restlaufzeit von einem Jahr. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen, die sonstigen Verbindlichkeiten sowie die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr. GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG Umsatzerlöse Die Gesellschaft handelt fast ausschließlich mit Ferrolegierungen und erzielte einen Umsatz von TEUR 54.893. Darin enthalten sind Mieterträge von TEUR 116. Sie betreffen die Liegenschaft in Nürnberg. Sonstige betriebliche Erträge Der Posten beinhaltet hauptsächlich Wechselkursgewinne (TEUR 436; i. Vj. TEUR 686) und periodenfremde Erträge (TEUR 77; i. Vj. TEUR 70). In den periodenfremden Erträgen sind Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen in Höhe von TEUR 33 enthalten. Sonstige betriebliche Aufwendungen Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen beinhalten im Wesentlichen Kursverluste (TEUR 410; i. Vj. TEUR 884). Des Weiteren sind Rechts- und Beratungsaufwendungen (TEUR 112) und Versicherungsprämien (TEUR 275) enthalten. Darüber hinaus beinhalten die sonstigen betrieblichen Aufwendungen Miet- und Leasingaufwand (TEUR 162), Dienstleistungen verbundener Unternehmen (TEUR 116) und Gebühren des Forderungsverkaufes (TEUR 73). Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen und sonstigen betrieblichen Erträge zum 30. Juni 2024 beinhalten insgesamt Netto-Kursgewinne in Höhe von TEUR 26. Zinsen und ähnliche Aufwendungen Die Zinsen und ähnlichen Aufwendungen beinhalten TEUR 5 (i. Vj. TEUR 6) aus der Aufzinsung langfristiger Pensionsrückstellungen. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag Der Steueraufwand für Körperschaftsteuer (TEUR 29) sowie Gewerbesteuer (TEUR 38) betrifft ausschließlich das laufende Jahr. SONSTIGE ANGABEN Nicht in der Bilanz enthaltene Geschäfte Im Rahmen unseres Forderungsmanagements und zur kurzfristigen Verbesserung unserer Liquiditätssituation und Kapitalstruktur veräußern wir laufend unsere kreditversicherten Forderungen aus Warenlieferungen und Dienstleistungen an eine Factoring-Gesellschaft. Zum Bilanzstichtag beläuft sich die Summe der abgetretenen Forderungen auf TEUR 9.722. Das Factoring führt zu einem vorgezogenen Liquiditätszufluss. Bei einer Beendigung des Vertrages würde sich kurzfristig ein erhöhter Finanzbedarf ergeben. Sonstige finanzielle Verpflichtungen/Haftungsverhältnisse Sonstige finanzielle Verpflichtungen gemäß § 285 Nr. 3a HGB bestehen für die Geschäftsjahre 2023/24 bis 2027/28 aus Miet- und Leasingverträgen und gliedern sich wie folgt: fällig 2024/25 TEUR 114 fällig 2025/25 - 2028/28 TEUR 40 TEUR 154 Die Gesellschaft hat darüber hinaus mittelbare, entsprechend Art. 28 Abs. 1 Satz 2 EGHGB nicht bilanzierte Pensionsverpflichtungen, die aus der Einstandspflicht gegenüber einer Unterstützungskasse entstehen. Der sog. Kassenfehlbetrag beläuft sich auf TEUR 772. Weitere Haftungsverhältnisse bestehen nicht. Nachtragsbericht Vorgänge von besonderer Bedeutung, die nach dem Schluss des Geschäftsjahres eingetreten und weder in der Gewinn- und Verlustrechnung noch in der Bilanz berücksichtigt sind, liegen nicht vor. Mitarbeiter Die durchschnittliche Anzahl der beschäftigten Mitarbeiter setzt sich wie folgt zusammen:
Ergebnisverwendung Die Geschäftsführung wird der Gesellschafterversammlung vorschlagen, den ausgewiesenen Jahresüberschuss von TEUR 88 auf neue Rechnung vorzutragen. Geschäftsführung Als alleiniger Geschäftsführer war im Geschäftsjahr 2023/2024 bestellt: Karl Steffen Fischer, Düsseldorf Herr Fischer ist darüber hinaus Geschäftsführer der Muttergesellschaft GfE-MIR Holding AG, Zug/Schweiz. Herr Fischer übt seine Tätigkeit als Geschäftsführer der GfE-MIR-Gruppe hauptberuflich aus. Die Befreiungsvorschrift des § 286 Abs. 4 HGB wurde angewandt. Abschlussprüferhonorar Die Angabe des Abschlussprüferhonorar nach § 285 Nr. 17 HGB unterbleibt aufgrund der Inanspruchnahme des § 288 Absatz 2 Satz 2 HGB. Gesellschafter Alleiniger Gesellschafter ist die GfE-MIR Holdings AG, Zug/Schweiz. Die GfE-MIR GmbH wird in den Konzernabschluss der GfE-MIR Holdings AG Gartenstrasse 2 6304 Zug Schweiz einbezogen. Die GfE-MIR Holdings AG stellt für den kleinsten Kreis von Unternehmen den Konzernabschluss auf, in den die Gesellschaft einbezogen wird. Den Konzernabschluss für den größten Kreis von Unternehmen, in den die Gesellschaft einbezogen wird, stellt die Dyovest AG, Zug/Schweiz, auf. Die Konzernabschlüsse zum 30. Juni 2024 sind am Sitz der Gesellschaften erhältlich. Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Schluss des Geschäftsjahres sind nicht eingetreten.
Düsseldorf, den 01. August 2024 GfE-MIR GmbH Die Geschäftsführung K.S. Fischer
Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2023/2024
BESTÄTIGUNGSVERMERKDES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS An die GfE-MIR GmbH, Düsseldorf, Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der GfE-MIR GmbH, Düsseldorf, - bestehend aus der Bilanz zum 30.06.2024 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 01.07.2023 bis zum 30.06.2024 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der GfE-MIR GmbH, Düsseldorf, für das Geschäftsjahr vom 01.07.2023 bis zum 30.06.2024 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung des gesetzlichen Vertreters für den Jahresabschluss und den Lagebericht Der gesetzliche Vertreter ist verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner ist der gesetzliche Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die er in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt hat, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses ist der gesetzliche Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren hat er die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus ist er dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem ist der gesetzliche Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner ist der gesetzliche Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die er als notwendig erachtet hat, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussenWährend der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Düsseldorf, den 1. August 2024 ELWISS
GmbH
Faasch
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