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Körber Beteiligungen GmbHHamburgKonzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2019 bis zum 31.12.2019Grundlagen des Konzerns Die Körber Beteiligungen GmbH mit Sitz in Hamburg befindet sich zu 100 Prozent in Besitz der Körber AG, Hamburg. Alleinige Gesellschafterin der Körber AG ist die gemeinnützige Körber Stiftung. Die Körber AG ist die Holdinggesellschaft eines internationalen Technologiekonzerns mit weltweit rund 10.000 Mitarbeitern. Der Konzern vereint technologisch führende Unternehmen mit mehr als 100 Produktions-, Service- und Vertriebsstandorten. Körber verbindet die Vorteile einer weltweit präsenten Organisation mit den Stärken hochspezialisierter und flexibler mittelständischer Unternehmen. Diese bieten ihren Kunden Lösungen, Produkte und Services in den Geschäftsfeldern Körber Digital, Logistik-Systeme, Pharma-Systeme, Tissue und Tabak. Das Geschäftsfeld Körber Digital bietet und entwickelt digitale Produkte, Dienstleistungen und Lösungen mit Experten, Wissenschaft und Partnern aus verschiedenen Branchen der Logistik, Pharma-, Tissue- und Tabakindustrie, um die globale Fertigung zu transformieren. Darüber hinaus zielt das Geschäftsfeld auf den Aufbau von Technologieunternehmen für eine durch künstliche Intelligenz getriebene Produktionseffizienz. Das Geschäftsfeld Logistik-Systeme ist führender Anbieter vollintegrierter Anwendungen zur Optimierung komplexer interner und externer Logistikprozesse. Unter der Dachmarke Körber Logistics liefert das Geschäftsfeld digitalisierte Lösungen für die Smart Factory (Produktionslogistik), das Warehouse, Distributionszentren, E-Com- merce und die Steuerung der gesamten Lieferkette. Die Dachmarke vereint in drei Geschäftsbereichen die Unternehmen Aberle und Consoveyo (Systemintegration), Langhammer und Riantics (Produktlösungen) sowie Aberle Software, Cirrus Logistics, Cohesio Group, DMLogic, HighJump, Inconso, Otimis und Voiteq (Software). Diese bieten ein umfassendes Produkt- und Serviceangebot von der Systemintegration über Lager-, Palettier-, Depalettier- und Fördertechnik bis hin zu Software. Das Geschäftsfeld Pharma-Systeme bietet ganzheitliche Lösungen für sichere und effiziente Prozesse bei der Herstellung, Inspektion und Verpackung pharmazeutischer Produkte sowie zur Rückverfolgbarkeit von Arzneimitteln. Die einzigartige Kombination von Prozess-Know-how und Spitzentechnologie macht das Geschäftsfeld zu einem der führenden Systemanbieter für die Pharma- und Biotechindustrie. Das Geschäftsfeld vereint unter seinem Dach die Unternehmen Dividella, Fargo Automation, Mediseal, Rondo, Seidenader, Systec & Services, Werum IT Solutions sowie die Unternehmensmarke Traxeed. Das Geschäftsfeld Tissue mit den Marken Casmatic, Engraving Solutions, Fabio Perini, MTC, Roll-Tec und Sheer steht für Innovation, modernste Technologien, Komplettlösungen für Verarbeitungs- und Verpackungsmaschinen für Toilettenpapier, gefaltetes Tissue und Papierhandtücher. Modernste Innovationen und eine konsequente Kundenorientierung machen das Geschäftsfeld zum Technologie- und Marktführer der Branche. Das Geschäftsfeld Tabak mit den Marken Hauni, Borgwaldt, Borgwaldt Flavor, Decoufle, Garbuio und Sodim ist aufgrund seines umfassenden Produktportfolios und der weltweiten Präsenz führender Anbieter für die internationale Tabakindustrie. An Standorten rund um den Globus unterstützen die Unternehmen des Geschäftsfelds ihre Kunden in den Bereichen Tabakaufbereitung, Filter- und Zigarettenherstellung sowie Mess- und Analysegeräte und Flavor. Konzernstrategie und -steuerung Die Körber AG mit Sitz in Hamburg ist eine strategische Management-Holding und trägt die Gesamtverantwortung für den Konzern. Die Grundsätze und Unternehmenswerte sowie Compliance-Vorschriften der Körber AG gelten für die Körber Beteiligungen GmbH gleichermaßen. Das operative Geschäft wird in den Geschäftsfeldern des Konzerns Körber Digital, Logistik-Systeme, Pharma-Systeme, Tissue und Tabak weiterentwickelt. Die Geschäftsfelder werden als operativ eigenständige Einheiten jeweils von einer Führungsgesellschaft geführt, die das Geschäft verantwortet und überwacht. Der Gestaltungsrahmen hierfür ist über die Konzern- und Geschäftsfeldstrategien geregelt. Diese werden gemeinsam vom Konzernvorstand mit den Geschäftsfeldleitungen entwickelt und verabschiedet. Der Körber-Konzern verfolgt eine Strategie, die auf langfristig profitables Wachstum ausgerichtet ist und sich auf drei Themenfelder fokussiert: stärker wachsen als der Markt, Innovationen forcieren und Verbesserungen in operativen Prozessen. Grundsätze und Überzeugungen Die Körber-Grundsätze bilden den Rahmen für das Handeln heutiger und künftiger Mitarbeiter- und Führungsgenerationen im Körber-Konzern. Der Fokus liegt auf nachhaltig profitablem Wachstum und Innovation. Die Körber-Grundsätze sind untrennbar mit dem Erfolg der einzelnen Körber-Unternehmen und damit der Zukunft des Konzerns verbunden. Sie bilden die Basis für die Strategie und sind zudem Grundlage für die Anfang 2020 neu definierte Positionierung des Konzerns, bestehend aus Vision, Selbstverständnis und Überzeugungen. Unsere Vision:
Unser Selbstverständnis:
Unsere Überzeugungen:
Compliance Im Einklang mit den Körber-Grundsätzen erwartet Körber von allen Führungskräften und Mitarbeitern des Konzerns, überall in der Welt die geltenden Gesetze sowie hohe ethische Standards einzuhalten. Schwerpunkte des konzernweit geltenden Compliance-Management-Systems sind die Einhaltung des Kartellrechts und der Antikorruptionsvorschriften sowie Maßnahmen zur Betrugsprävention. Die im gesamten Körber-Konzern verbindlichen Compliance-Regelwerke sind in einem Verhaltenskodex zusammengefasst. Weltweit gilt so ein einheitlicher, hoher Standard. Der Verhaltenskodex enthält die wesentlichen Regeln für das Verhalten innerhalb des Konzerns sowie im Verhältnis zu externen Partnern. Der Verhaltenskodex ist öffentlich über die Internetseiten der Körber AG abrufbar. Dort können auch konzerninterne sowie externe Personen auf Compliance-Verstöße hinweisen, auf Wunsch anonym. Ein Compliance Board überwacht die Wirksamkeit und Effizienz der Compliance-Regelwerke. Forschung und Entwicklung Körber ist als internationaler Technologiekonzern in diversen Branchen mit Maschinen- und Anlagenbau, Logistiklösungen und Softwareprodukten tätig. Unserem Anspruch "Marktführerschaft durch Technologieführerschaft" folgend spielten Innovation und Technologie auch 2019 eine wesentliche Rolle in der Entwicklung des Konzerns. Dabei wurde erstmalig die Funktion des Technology Scoutings bei Körber besetzt. So beschäftigt sich das Corporate Center Technology Innovation mit Trends und Technologien der Zukunft sowie deren Auswirkungen sowohl auf bestehende Geschäftsfelder, als auch mit möglichen Ansätzen zu neuen Geschäftstätigkeiten. Basierend auf dem Network Center Technology (NCT) wurde das konzernübergreifende technologische Wissensmanagement weiter in Richtung neue Technologien vorangetrieben. So wurden zum Beispiel zwei "Center of Excellence" (CoE) für die Bereiche "Additive Manufacturing" und "Robotics" gegründet und etabliert. "CoE" arbeiten geschäftsfeldübergreifend und stellen die Weiterentwicklung ausgewählter Cluster des NCT dar. Die Unternehmen im Körber-Konzern meldeten im Geschäftsjahr erneut zahlreiche Patente an. Die Aufwendungen für Forschung und Entwicklung (F&E) betrugen 2019 138 Mio. Euro und lagen damit nur leicht unter dem Vorjahreswert von 151 Mio. Euro. Dies entspricht einer F&E-Quote von 6,8 Prozent vom Umsatz (Vorjahr: 5,9 Prozent). Die Quote lag damit weiterhin auf einem hohen Niveau. Geschäftsfeld Körber Digital Das Geschäftsfeld Körber Digital steuerte und trieb konzernübergreifend neue digitale Anwendungsfälle mittels eines auf den Konzern zugeschnittenen digitalen Innovationsprozesses voran. Um die zahlreichen Projekte in 2020 mit Start-up-Effizienz umzusetzen und skalieren zu können, entwickelte Körber Digital diesen Innovationsprozess weiter. Zudem identifizierte das Geschäftsfeld übergreifende Trends und Potenziale für die digitale Entwicklung in der Industrie, um daraus für den Konzern und seine Geschäftsfelder innovative digitale Technologien nutzbar zu machen und neue Geschäftsmodelle zu entwickeln. Ende 2017 gegründet, ist Körber Digital auch im Berichtsjahr weiter gewachsen: Zum Jahresende 2019 arbeiteten circa 100 Digitalexperten in dem Geschäftsfeld. Vom digitalen Marketing über die Datenwissenschaft bis hin zu agilen Entwicklungsmethoden steht nun relevantes Fachwissen "inhouse" zur Verfügung. Geschäftsfeld Logistik-Systeme Im Bereich der roboterbasierten Palettierung und Depalettierung überzeugten auch in diesem Jahr neue Produktgenerationen geprägt durch Modularität und Skalierbarkeit. So wurde das Portfolio zur automatischen Lagen-Kommissionierung, basierend auf dem patentierten Produkt Layer Picker, kontinuierlich weiterentwickelt und erfolgreich im Markt etabliert. Neben einer flexiblen Roboter-Standalone-Lösung sind zusätzlich eine Portal- und eine Liftvariante verfügbar. Der neue Palettiersystem-Baukasten White Tiger ermöglicht die individuelle Kombination von Zuführungen und Palettierlösungen unterschiedlicher Funktionen und Leistungen. Aufgrund der hohen Modularität des Systems wird ein hohes Maß an Flexibilität für das Layout und die Anordnung der Produkte gewährleistet, um den Kunden eine optimale Lösung anbieten zu können. Daneben stellen eine erhöhte Palettiergeschwindigkeit und die produktschonende Förderung wesentliche Vorteile gegenüber Wettbewerbslösungen dar. Voice- und Vision-Produkte und -Lösungen wurden im Geschäftsfeld neu etabliert. Die Weiterentwicklung der Supply-Chain-Software in Richtung cloudbasierter Lösungen bietet eine erhöhte Flexibilität für Kunden. Neue Technologien wie Robotics, Künstliche Intelligenz, 3-D-Druck, Digital-Twin- und IoT-Plattformen wurden umfassend analysiert und waren Fokusthemen. Diese Technologien werden somit die Produkt-Roadmap für 2020 entscheidend prägen. Im Rahmen der Digitalisierung sind zudem Produkte und Lösungen in enger Zusammenarbeit mit Kunden entwickelt worden. Geschäftsfeld Pharma-Systeme Der Geschäftsbereich Machinery präsentierte mit der NeoTRAY eine vollautomatisierte, flexible Verpackungsmaschine für Phiolen, Ampullen oder Spritzen und wurde mit dem "German Design Award 2020" ausgezeichnet. Im Geschäftsbereich Software wurde die PAS-X 3.2 von Werum bei ersten Kunden eingeführt. Ferner wurde Werum mit dem "2019 Global MES for Pharmaceuticals, Biotechnology, and Cell & Gene Therapies Customer Value Leadership Award" ausgezeichnet. Traxeed, das Lösungen, Produkte und Services rund um das Thema Track & Trace bündelt, stellte auf der China Pharmaceutical Machinery Exposition in Chongqing den Medipak Systems Kunden seine Serialisierungslösungen für den gesamten Produktionsprozess vor. Rondo baute das Supply-on-Demand-Angebot aus, welches sich auf "Just in time"-Lieferung und kleinere Chargen-Größen fokussiert. Geschäftsfeld Tissue Das Geschäftsfeld Tissue setzt seinen Kurs in Richtung Industrie 4.0 und zur "intelligenten Fabrik" konsequent fort. Neue Lösungen für das Management von Maschinen, Anlagen und Produktionsprozessen umfassen die Angebote unter dem Label Digital Tissue, etwa die Tissue Data Cloud. Körber Tissue bietet nun vollautomatische, maßgeschneiderte Lösungen an: Die intelligenten Maschinen können die Eigenschaften des Papiers und des Endprodukts analysieren und selbstständig ihre Einstellungen anpassen, um einen konstanten und effizienten Produktionsprozess zu gewährleisten. Darüber hinaus entwickelt das Geschäftsfeld Tissue neue Produkte und Lösungen, um dem globalen Trend zu ökologischer Nachhaltigkeit proaktiv zu begegnen. Geschäftsfeld Tabak Das Geschäftsfeld Tabak baute 2019 sein Portfolio an innovativen Angeboten für die internationale Tabakindustrie aus. Der Fokus der F&E-Aktivitäten verteilte sich auf vier Felder: Grundlagenuntersuchungen, klassische Serienprodukte, Maschinen für die neuen Tabakprodukte und gemeinsame Innovationsprojekte mit Kunden. Entwicklungen von Maschinen und Technologien für die neuen Tabak- bzw. Nikotinprodukte prägten das Jahr, aber auch im konventionellen Bereich ist die neue Zigarettenmaschinen-Generation eingeführt worden. Die Entwicklung von digitalen Produkten und Lösungen wurde weiter intensiv vorangetrieben. Zudem wurde in einem neuen Feld geforscht und mit dem Hauni-Straw-Maker (HSM) eine Maschine für die Herstellung von Papierstrohhalmen entwickelt. WIRTSCHAFTSBERICHT Wirtschaftliches Umfeld Gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen Das Wachstum der Weltwirtschaft hat im Jahr 2019 einen Dämpfer erlitten. Der Internationale Währungsfonds (IWF) schätzt die globale Wirtschaftswachstumsrate auf 2,9 Prozent - ein deutlicher Rückgang gegenüber der Rate von 3,6 Prozent im Vorjahr. In ihrem Konjunkturbericht ("World Economic Outlook") nennen die IWF-Experten Unsicherheiten in der weltweiten Handelspolitik, geopolitische Spannungen und die spezifische Situation einiger wichtiger Schwellenländer als belastend für die weltwirtschaftliche Aktivität in der zweiten Jahreshälfte 2019 - insbesondere im verarbeitenden Gewerbe und im Handel. Hinzu kamen die Verschärfung sozialer Unruhen in mehreren Ländern sowie witterungsbedingte Herausforderungen: von Hurrikanen in der Karibik über Buschbrände in Australien bis hin zu Überschwemmungen in Ostafrika und Trockenheit im südlichen Afrika. Dennoch gab es laut IWF zum Jahresende einige Anzeichen dafür, dass das globale Wachstum seinen Tiefpunkt erreicht haben könnte. Dafür sprechen auch geldpolitische Anreize in mehreren Ländern. In den Industrieländern war 2019 ein Rückgang des Weltwirtschaftswachstums von 2,2 auf 1,7 Prozent zu verzeichnen. Diese Entwicklung ist hauptsächlich auf das schwächere Wachstum in den USA zurückzuführen, hier sank die Rate von 2,9 Prozent in 2018 auf 2,3 Prozent in 2019. Trotz der fortgesetzten Schaffung neuer Arbeitsplätze blieb die Inflation der Verbraucherpreise in den Industrieländern niedrig. Der Euroraum erlebte 2019 ebenfalls einen deutlichen Einbruch der Wachstumsrate; gemäß IWF ging sie von 1,9 Prozent im Vorjahr auf 1,2 Prozent zurück. Auch in Deutschland verlor die Konjunktur im vergangenen Jahr an Schwung. Das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) lag 2019 nach Berechnungen des Statistischen Bundesamtes (Destatis) nur noch um 0,6 Prozent höher als im Vorjahr. Die deutsche Wirtschaft ist damit jedoch im zehnten Jahr in Folge gewachsen - es ist die längste Wachstumsphase im vereinten Deutschland. Allerdings lag die Rate in den beiden vorangegangenen Jahren mit 2,5 und 1,5 Prozent noch deutlich höher. Gestützt wurde das Wachstum vor allem vom Konsum; die privaten Ausgaben 2019 lagen preisbereinigt um 1,6 Prozent höher als im Vorjahr, die Konsumausgaben des Staates stiegen sogar um 2,5 Prozent. Die deutschen Exporte nahmen im Jahresdurchschnitt weiter zu, allerdings nicht mehr so stark wie in den Vorjahren. Preisbereinigt exportierte die deutsche Wirtschaft 0,9 Prozent mehr Waren und Dienstleistungen als zuvor. Die preisbereinigten Importe stiegen 2019 mit 1,9 Prozent stärker. Im Maschinenbau hat sich die Lage dagegen verschlechtert: Laut dem Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau (VDMA) ist für das Jahr 2019 mit einem deutlichen Rückgang der Aufträge zu rechnen. An Dynamik gewonnen hat Japans Wirtschaft, hier stieg die Wachstumsrate der Wirtschaft laut IWF-Angaben von 0,3 Prozent 2018 auf 1,0 Prozent in 2019. Einen Rückgang der Wachstumsrate gab es dagegen in den Schwellen- und Entwicklungsländern von 4,5 auf 3,7 Prozent. In China sank die Rate von 6,6 auf 6,1 Prozent, in Indien sogar von 6,8 auf 4,8 Prozent. Russlands Wachstum lag laut IWF-Berechnungen bei 1,1 Prozent - nach 2,3 Prozent im Vorjahr. Und auch in Lateinamerika gab es einen Rückgang beim Wachstum: von 1,1 Prozent 2018 auf nur noch 0,1 Prozent 2019. Branchenbezogene Rahmenbedingungen Geschäftsfeld Körber Digital Digitale Lösungen, Produkte und Dienstleistungen nahmen in allen Kundenbranchen des Körber-Konzerns weiter zu. Der zunehmende Wettbewerb im Maschinenmarkt insbesondere aus dem asiatischen Raum verstärkte den Fokus der Unternehmen aus den Industrieländern auf digitale Produkt- und Serviceangebote sowie neue, digitalbasierte Geschäftsmodelle. Dies gepaart mit einer Abkühlung der Wirtschaft trieb die Nachfrage nach digitalen Lösungen, die die Produktion ohne zusätzliche Kapitalinvestitionen effizienter macht. Das Bundesministerium für Wirtschaft geht bis 2020 von einem jährlichen Investitionsvolumen in Deutschland von 40 Milliarden Euro für Industrie-4.0-Anwendungen aus. Geschäftsfeld Logistik-Systeme Der Markt für automatisierte Supply-Chain- und Softwarelösungen wuchs auch 2019 weltweit im einstelligen Bereich. Hierzu trug im Wesentlichen der Internethandel (E-Commerce) mit Zuwachsraten von 12 bis 16 Prozent bei. Geschäftsfeld Pharma-Systeme Der Pharmamarkt zeigte laut IQVIA (Institute for Human Data Science) ein stabiles Wachstum im mittleren einstelligen Bereich. Die umsatzstärksten Märkte bleiben Nordamerika und Europa, während China und Indien vor allem Wachstumstreiber im Volumengeschäft sind. Insgesamt wuchs die Medikamentennachfrage der "Pharmerging Markets" in Prozentpunkten etwa doppelt so schnell wie die der entwickelten Länder. Größter Treiber ist die gesundheitliche Grundversorgung der bevölkerungsreichen Schwellenländer. In den entwickelten Ländern dominieren Investitionen in die Biotechproduktion. Geschäftsfeld Tissue Fastmarkets RISI, der Informationsdienstleister für die Zellstoff- und Papierindustrie, schätzt, dass 2019 weltweit mehr als 40 Millionen Tonnen Tissue verbraucht wurden - ein weiterer Anstieg von mehr als 3 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Nordamerika und China teilen sich mit einem Anteil von 23,6 und 22,8 Prozent die größte Marktposition. Westeuropa blieb mit 17,5 Prozent stabil. Der Tissue-Verbrauch in Lateinamerika machte fast 11,3 Prozent des Weltmarkts aus. Geschäftsfeld Tabak Der weltweite Zigarettenkonsum sank laut Euromonitor 2019 im Vergleich zum Vorjahr um gut 1 Prozent. Mit Ausnahme weniger Länder wie Bangladesch, Ägypten oder Pakistan ist für das Berichtsjahr weltweit kein Wachstum zu erwarten. In China blieb der Konsum nahezu stabil. Aufgrund der Regulierungen der vergangenen Jahre konzentrierten sich die multinationalen Konzerne auf alternative Tabakprodukte, die sogenannten THP (Tobacco Heating Products), auf E-Zigaretten oder auf neue Kautabakprodukte. Alle Konzerne hielten sich jedoch 2019 mit Investitionen im THP-Bereich zurück, da die bereits installierten Kapazitäten den aktuellen Marktbedarf bei Weitem abdecken. E-Zigaretten verzeichneten zweistellige Wachstumsraten in den USA und Großbritannien und eine zunehmende Bedeutung in anderen europäischen Staaten. Zwei Faktoren bremsten dieses Wachstum allerdings seit Jahresmitte: Im Kernmarkt USA führten mehrere durch Konsumentenmissbrauch verursachte Todesfälle zur Verunsicherung der Verbraucher. Außerdem erhöhten die großen Konzerne das Mindestalter für den Kauf von E-Zigaretten freiwillig auf 21 Jahre, weil die US-Aufsichtsbehörde für Lebens- und Arzneimittel FDA entsprechende Regulierungen plante. Überblick über den Geschäftsverlauf Der Körber-Konzern setzte auch im Geschäftsjahr 2019 seine Digitalisierungsstrategie konsequent fort und stärkte durch Investitionen seine internationale Ausrichtung. Ende Juli übernahm Körber den brasilianischen Prägewalzenspezialisten Roll-Tec Cilindro Ltda. und erweiterte damit sein Geschäftsfeld Tissue. Das Unternehmen mit Sitz in São Paulo entwickelt, produziert und vertreibt Gravierzylinder für Prägemaschinen von Hygienepapier und anderen Tissue-Produkten. Zudem betreut und unterstützt Roll-Tec Kunden bei der Entwicklung neuer Prägemuster, inklusive der Herstellung der entsprechenden Walzen bis zur Lieferung der Gravierzylinder. Körber erweitert durch die Übernahme die Angebotspalette für seine lateinamerikanischen Kunden. Mit dem Erwerb der Mehrheitsanteile der Cohesio Group Ltd. Mitte September erweiterte der Körber-Konzern sein Geschäftsfeld Logistik-Systeme. Das australische Unternehmen ist ein führender Integrator von sprachgesteuerten Logistik-Lösungen und autonomen mobilen Robotik-Lösungen (AMR) insbesondere im Asien-Pazifik-Raum (APAC). Cohesio ergänzt das bestehende Sprachlösungsgeschäft des Geschäftsfelds mit seiner führenden Marke Voiteq. Ende September beteiligte sich Körber an dem dritten Fonds des Berliner Frühphaseninvestors Project A, um sich Zugang zu relevanten Ökosystemen zur Stärkung der Innovationsstrategie des Konzerns zu sichern. Als Fokusthemen hat Project A für den Fonds unter anderem die Bereiche Industrie 4.0 sowie Logistik festgelegt, um hier verstärkt nach Innovationen zu suchen. Als Ziel gilt es dabei, in Unternehmen zu investieren, die zur Wettbewerbsfähigkeit des Wirtschaftsstandortes Deutschland beitragen und Europas technologischen Fortschritt ausbauen. Mitte Dezember erwarb Körber die Mehrheitsanteile an dem brasilianischen Software- und Beratungsunternehmen für Supply-Chain-Management Otimis Ltda, einem langjährigen Partner des Körber Logistics-Unternehmens HighJump. Das Geschäftsfeld konnte so seine Service- und Supportkapazitäten in Lateinamerika ausweiten. Und Otimis verfügt nun als Teil des Körber-Konzerns über ein komplettes Portfolio an Supply-Chain-Technologien, darunter Software für das Supply-Chain-Management, industrielle Sprachlösungen, autonome mobile Robotik-Systeme (AMR) und Materialflussautomatisierung. Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage Interne Konzernsteuerung Die interne Steuerung des Körber-Beteiligungen-Konzerns erfolgt primär über Kennzahlen zum Wachstum (Auftragseingang und Umsatz) und zur Profitabilität (operatives EBITA: EBITA vor Restrukturierungsaufwendungen und weiteren wesentlichen Einmaleffekten). So ist die effiziente Umsetzung der auf langfristig profitables Wachstum ausgelegten Strategie gewährleistet. Rahmenbedingungen schmälern Umsatz und Auftragseingang In den Geschäftszahlen des Körber-Beteiligungen-Konzerns machten sich die deutliche konjunkturelle Abkühlung der Weltwirtschaft im Berichtsjahr sowie die tiefgreifenden strukturellen Veränderungen auf den für das Geschäftsfeldtabak relevanten Märkten bemerkbar. Aufgrund des hohen Auftragsbestands zu Geschäftsjahresbeginn waren die Auswirkungen dieser Entwicklungen auf den Umsatz noch vergleichsweise moderat. Der Körber-Beteiligungen-Konzern erwirtschafte im Geschäftsjahr 2019 einen Umsatz in Höhe von 2.025 Mio. Euro (2018 Körber-Beteiligungen-Konzern gesamt 2.549 Mio. Euro) und blieb damit spürbar hinter den Erwartungen und dem Vorjahr zurück. Im Vergleich zum Vorjahresumsatz, der ohne die in 2018 veräußerten Geschäftsfelder Werkzeugmaschinen und Automation 2.091 Mio. Euro betrug, ist dies ein leichter Rückgang. Beim Auftragseingang führten die einleitend genannten Faktoren jedoch zu einem signifikanten Rückgang. Insgesamt erhielten die Unternehmen Aufträge in Höhe von 1.787 Mio. Euro (2018 Körber-Beteiligungen-Konzern gesamt 2.657 Mio. Euro) und blieben damit deutlich hinter den Erwartungen. Der Auftragseingang lag insgesamt um rund ein Drittel unter dem Vorjahr und auch deutlich unter dem vergleichbaren Auftragseingang 2018 ohne Berücksichtigung der Geschäftsfelder Werkzeugmaschinen und Automation in Höhe von 2.148 Mio. Euro. Europa bleibt der umsatzstärkste Markt für die Unternehmen des Körber-Beteiligungen Konzerns. Sein relativer Anteil am Gesamtumsatz betrug 46 Prozent (Vorjahr 49 Prozent). Der Anteil Europas am Auftragseingang legte mit 49 Prozent im Vergleich zum Vorjahr (48 Prozent) nochmals leicht zu. Die Bedeutung der amerikanischen Märkte nahm auch im Berichtsjahr weiter zu. Ihr Anteil stieg beim Umsatz und beim Auftragseingang leicht auf jeweils 26 bzw. 27 Prozent (Vorjahr jeweils 24 Prozent). Der Anteil der asiatischen Märkte blieb beim Umsatz auf dem Vorjahresniveau von 24 Prozent, während der Auftragseingang mit 22 Prozent deutlich unter dem Wert des Vorjahres (25 Prozent) lag. Ergebnisentwicklung folgt dem Umsatztrend Als Folge der unbefriedigenden Umsatzentwicklung ging auch das operative EBITA im Vergleich zum Vorjahr signifikant zurück und verfehlte die budgetierten Werte deutlich. Der Körber-Beteiligungen-Konzern erzielte in 2019 ein operatives EBITA von 73 Mio. Euro, während dieser Wert in 2018 für den Körber-Beteiligungen-Konzern insgesamt noch bei 280 Mio. Euro und für den Konzern ohne die Geschäftsfelder Werkzeugmaschinen und Automation bei 239 Mio. Euro lag. Die Umsatzrendite (ROS) ging dementsprechend von 11 auf 4 Prozent zurück, weil Kapazitäten nicht in der erforderlichen Geschwindigkeit an die veränderte Marktsituation angepasst werden konnten. Die Gesamtleistung des Körber-Beteiligungen-Konzerns lag mit 1.977 Mio. Euro um rund ein Viertel unter der des Vorjahres (2018 Körber-Beteiligungen-Konzern gesamt: 2.656 Mio. Euro). Der Materialaufwand belief sich auf 736 Mio. Euro (Vorjahr: 1.020 Mio. Euro) und macht damit nun 37 Prozent der Gesamtleistung (Vorjahr 38 Prozent) aus. Der Personalaufwand und die sonstigen betrieblichen Aufwendungen gingen im Vergleich zur Entwicklung der Gesamtleistung nur unterproportional zurück. Der Personalaufwand lag im Geschäftsjahr bei 781 Mio. Euro (Vorjahr: 881 Mio. Euro) - bezogen auf die Gesamtleistung stieg der Anteil der Personalkosten damit deutlich auf 40 Prozent (Vorjahr: 33 Prozent). Der sonstige betriebliche Aufwand lag aufgrund der darin enthaltenen Restrukturierungsaufwendungen und Aufwendungen aus sonstigen Einmaleffekten mit 703 Mio. Euro um 128 Mio. Euro über dem Vorjahreswert (575 Mio. Euro). Aufgrund der Entwicklung von Umsatz und operativem EBITA sowie der Restrukturierungsaufwendungen und weiteren wesentlichen Einmalaufwendungen weist der Körber-Beteiligungen-Konzern in 2019 einen Jahresfehlbetrag in Höhe von 262 Mio. Euro (2018: Jahresüberschuss 375 Mio. Euro) aus. Die Ergebniseffekte aus den Akquisitionen (planmäßige Abschreibungen auf den Geschäfts- oder Firmenwert sowie sonstige immaterielle Vermögensgegenstände aus Akquisitionen) von 118 Mio. Euro (Vorjahr: 111 Mio. Euro) sind hierin enthalten. Wie in den Vorjahren macht der Körber-Konzern vom Wahlrecht der Aktivierung von Entwicklungskosten keinen Gebrauch, sodass diese Kosten in voller Höhe das Jahresergebnis mindern. Langfristig solide Vermögenslage und Finanzsituation Die Bilanz des Körber-Beteiligungen-Konzerns zeigt trotz des Jahresfehlbetrags weiterhin eine stabile und solide Vermögens- und Kapitalstruktur. Die Bilanzsumme bewegte sich mit 2.649 Mio. Euro 19 Prozent unter dem Vorjahreswert von 3.272 Mio. Euro. Der Körber-Beteiligungen-Konzern verfügte am 31. Dezember 2019 über ein Eigenkapital in Höhe von 706 Mio. Euro (Vorjahr: 1.070 Mio. Euro) und somit weiterhin über eine hohe Eigenkapitalquote von 27 Prozent (Vorjahr 33 Prozent). Die Verbindlichkeiten des Körber-Beteiligungen-Konzerns resultieren aus dem operativen Geschäft sowie aus der konzerninternen Finanzierung. 22 Prozent (Vorjahr: 20 Prozent) der Bilanzsumme entfallen auf Verbindlichkeiten aus Kundenanzahlungen sowie aus Lieferungen und Leistungen (585 Mio. Euro, Vorjahr: 643 Mio. Euro). Darüber hinaus bestehen Verbindlichkeiten in Höhe von 536 Mio. Euro (Vorjahr: 449 Mio. Euro) aus der Finanzierung über das Cash-Management sowie in Höhe von 234 Mio. Euro (Vorjahr: 695 Mio. Euro) aus Darlehensgewährungen der Körber AG. Die Rückstellungen betrugen 477 Mio. (Vorjahr: 285 Mio. Euro). Der Aufbau um 67 Prozent betrifft im Wesentlichen Risikovorsorgen für Restrukturierung und sonstige Einmalaufwendungen. Entsprechend stieg der Anteil der Rückstellungen an der Bilanzsumme von 9 Prozent auf 18 Prozent. Vom Gesamtvermögen des Körber-Beteiligungen-Konzerns entfielen zum 31. Dezember 2019 1.410 Mio. Euro (Vorjahr: 2.047 Mio. Euro) und somit 53 Prozent (Vorjahr: 63 Prozent) auf Vorräte, Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, Forderungen gegen verbundenen Unternehmen sowie sonstige Vermögensgegenstände. Der Körber-Beteiligungen-Konzern generierte im Berichtsjahr Cashflows aus laufender Geschäftstätigkeit in Höhe von 103 Mio. Euro (Vorjahr: 128 Mio. Euro). In den Cashflows aus der Investitionstätigkeit sind neben den Auszahlungen des Konzerns für Investitionen in immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen auch Auszahlungen für die Akquisition von konsolidierten und nicht konsolidierten Unternehmen sowie Einzahlungen aus Unternehmensveräußerungen enthalten. Insgesamt 39 Prozent (Vorjahr: 37 Prozent) der Bilanzsumme machen Vorräte und Forderungen aus Lieferungen und Leistungen aus. Der Entwicklung der Geschäftstätigkeit folgend verringerten sich die Vorratsbestände der Konzernunternehmen um 102 Mio. Euro auf 608 Mio. Euro (Vorjahr: 710 Mio. Euro) und die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen um 70 Mio. Euro auf 421 Mio. Euro (Vorjahr: 491 Mio. Euro). Aus der Weitergabe von liquiden Mitteln im Rahmen des Cash Managements an die Körber AG resultieren zum Bilanzstichtag Forderungen in Höhe von 278 Mio. Euro (Vorjahr: 739 Mio. Euro). Das Working Capital auf Konzernebene (Nettowert) betrug zum 31. Dezember 2019 444 Mio. Euro (Vorjahr: 558 Mio. Euro). Es berechnet sich aus Vorräten und Forderungen abzüglich Verbindlichkeiten und erhaltener Anzahlungen. Bezogen auf den Umsatz bewegte sich die Quote zum Stichtag mit 22 Prozent auf Vorjahresniveau (22 Prozent). Investitionen sichern Innovationskraft Die Investitionen in Sachanlagen und immaterielle Vermögensgegenstände lagen mit 46 Mio. Euro zwar etwas unter dem Wert des Vorjahres (59 Mio. Euro), aber weiterhin auf hohem Niveau, um die Innovationskraft und das langfristige Wachstum des Konzerns zu sichern. Dabei investierten die Unternehmen des Körber-Konzerns vor allem in die Erneuerung ihrer Fertigungs- und Produktionsanlagen und den Ausbau von digitalen Strukturen. Mitarbeiter Die Mitarbeiterzahl zum 31. Dezember 2019 lag mit 10.281 Mitarbeitern leicht über dem Niveau des Vorjahres (10.132 Mitarbeiter). Inklusive nicht konsolidierter Gesellschaften beträgt die Zahl der Mitarbeiter 10.520 (Vorjahr: 10.384). Die meisten Mitarbeiter beschäftigt der Körber-Konzern unverändert in Europa (8.396). Dies entspricht einer Quote von 82 Prozent (Vorjahr: 82 Prozent). Es folgen Amerika mit 9 Prozent (Vorjahr: 11 Prozent) und Asien mit 7 Prozent (Vorjahr: 6 Prozent) der Beschäftigten. Die Berufsausbildung genießt im Körber-Konzern weiterhin einen hohen Stellenwert. Im Jahr 2019 begannen 89 junge Menschen bei den deutschen und schweizerischen Konzerngesellschaften eine Ausbildung (Vorjahr: 85). Wie bisher umfasst das Ausbildungsspektrum technische und kaufmännische Berufe sowie duale Studiengänge. Insgesamt befanden sich zum Bilanzstichtag 307 Personen in einer Ausbildung bei den Körber-Unternehmen in Deutschland und der Schweiz. Dies liegt leicht unter dem Vorjahresniveau mit 326 Auszubildenden. Alle Geschäftsfelder investierten in die berufliche Weiterbildung von Mitarbeitern. Neben individuellen und fachlichen Entwicklungsmaßnahmen, die in den Konzernunternehmen auf regionaler Ebene angeboten werden, nahmen erneut Nachwuchs- und Führungskräfte am konzernübergreifenden "Management Training@Körber" teil. Der Körber-Beteiligungen-Konzern entwickelte seine Traineeprogramme für Hochschulabsolventen in den Bereichen "Technical Sales", "Technology" und "Finance" weiter. Darüber hinaus führte Körber im Geschäftsjahr 2019 speziell auf den Konzern zugeschnittene Qualifizierungsprogramme im Bereich Prozessmanagement, Einkauf, Produktmanagement, Finanzen und Controlling, Sales und Services durch. Mitarbeiter mit Potenzial für anspruchsvolle Führungsaufgaben nahmen zudem an den Körber-Entwicklungsprogrammen teil. Dem absehbar engeren Markt für Fach- und Führungskräfte in den für Körber strategisch wichtigen Berufsgruppen begegnet der Konzern mit Employer-Branding-Maßnahmen. Als weiterhin erfolgreich erweist sich das konzerneigene Recruiting Center zur Identifizierung und Direktansprache von hoch qualifizierten Spezialisten. In Deutschland stellte sich die HR-Organisation geschäftsfeld- und unternehmensübergreifend auf. Sie unterteilt sich in die Bereiche Employee Services, Business Partner und Centers of Expertise. Gleichzeitig wurden in Deutschland konzerneinheitliche HR-IT-Systeme eingeführt. Die globale HR-Organisation arbeitet an dem Ausbau der HR-Services in weiteren Ländern wie etwa den USA und Ungarn. RISIKO- UND CHANCENBERICHT Risikomanagement Das Risikomanagement des Körber-Konzerns, das gleichermaßen für den Körber - Beteiligungen - Konzern gilt, zielt darauf ab, auf allen Ebenen ein zukunftsorientiertes Risikobewusstsein zu schaffen und den Umgang mit Risiken zu regeln. Damit soll verhindert werden, dass Risiken eintreten, die den Konzernbestand gefährden könnten. Die Grundsätze des Risikomanagements sind in für alle Organe und Mitarbeiter verbindlichen Konzernrichtlinien zu den Themen Risikoinventur, Risikofelder, Risikokommunikation sowie Corporate Internal Audit, Corporate Insurance Management und Corporate Legal definiert. Fachspezifische Konzernrichtlinien regeln umfassend den Umgang mit den definierten Risikofeldern im laufenden Geschäft, etwa für Corporate Treasury oder Corporate Accounting and Taxes. Im Rahmen der jährlichen Risikoinventur werden die Risiken für die Einzelunternehmen sowie auf Geschäftsfeld- und Konzernebene erfasst und bewertet. Hierzu wird seit 2018 ein Online-Tool verwendet. Die Bewertung identifizierter Risiken erfolgt unter Berücksichtigung ihrer Eintrittswahrscheinlichkeit und ihrer - nach dem Einfluss auf das Eigenkapital bemessenen - maximalen Schadenshöhe. Der Körber-Konzern klassifiziert dabei nach den folgenden Risikokategorien:
Im Rahmen der fortlaufenden Verbesserung des Risikomanagements lag in der Periode das Augenmerk insbesondere darauf, die Qualität der Maßnahmen zur Minimierung der Risiken weiter zu steigern, etwa bei der Projektabwicklung insbesondere in politisch instabilen Ländern oder im Sales & Operations-Prozess. Risiken Externe Risiken Körber ist externen Risiken beispielsweise in Form von Haftungsrisiken oder Risiken durch Gesetzesverstöße ausgesetzt. Der Konzern begegnet diesen Risiken unter anderem mit seinem umfassenden Compliance-Programm, der konzerninternen Rechtsberatung und der internen Revision. Als Folge der seit Anfang 2020 fortschreitenden, weltweiten Ausbreitung des Coronavirus zeichnet sich eine zeitweise Eintrübung der Weltkonjunktur ab. In den bestehenden Lieferungs- und Leistungsbeziehungen kann es - je nach deren Art und Umfang - zu Einschränkungen kommen. Eine laufende Überwachung und Beurteilung der hieraus resultierenden, spürbaren Risiken auf Konzern-, Geschäftsfeld- und Gesellschaftsebene ermöglicht die zeitnahe Einleitung notwendiger Gegenmaßnahmen. Finanzrisiken Finanzwirtschaftlich ist der Körber-Konzern insbesondere Währungs- und Finanzierungsrisiken ausgesetzt. Währung Ein wesentliches Einzelrisiko für den Konzern und seine Geschäftsfelder liegt im Bereich der Währungsrisiken. Dazu zählen vor allem Veränderungen in den Währungen Euro, US-Dollar und Renminbi Yuan (CNY). Wechselkursrisiken im Körber-Konzern werden grundsätzlich auf der Ebene der Einzelgesellschaften zum Zeitpunkt ihres Entstehens abgesichert. Die verwendeten Währungssicherungsinstrumente werden nicht zu Spekulationszwecken genutzt, sondern dienen ausschließlich der Absicherung von Grundgeschäften in Fremdwährungen. Finanzierung Wesentliches Element der Finanzierung der Gesellschaften des Körber-Beteiligungen-Konzerns ist die Einbindung an das Cash-Management der Körber AG, über das laufende Liquiditätsbedarfe gedeckt und nicht benötigte Liquiditätsreserven angelegt werden. Die Körber AG verfügt über hohe Liquiditätsreserven, die eine solide Basis für das geplante Wachstum und die Neuausrichtung von Geschäftsfeldern darstellen. Die Finanzierung der Konzerngesellschaften wird zentral durch das Corporate Treasury der Körber AG überwacht und gesteuert. Aufgrund der Finanzierungsstruktur der Einzelgesellschaften, insbesondere durch die weitreichende Einbindung in das Cash-Management-System der Körber AG, besteht keine Notwendigkeit zur Absicherung von Zinsänderungsrisiken auf Ebene der Konzerngesellschaften. Kundenseitig bestehen Finanzierungsrisiken beispielsweise durch Forderungsausfälle, denen der Konzern auf Einzelunternehmensebene durch diverse Maßnahmen im Rahmen von Vertragsgestaltung und Forderungsmanagement entgegenwirkt. Organisationsrisiken Risiken im Zusammenhang mit der Organisation definiert der Körber-Konzern unter anderem im Bereich Personal und in Ablaufprozessen. Personal Der Körber-Konzern plant weiteres strategisches Wachstum und den Ausbau der Geschäftsfelder mit positiven Marktaussichten. Es besteht daher das Risiko, dass der Konzern nicht genügend geeignete Mitarbeiter findet. Dieser Gefahr begegnet der Konzern durch konzernweite Strukturen im Personalwesen, einem eigenen Recruiting Center sowie mit einem nach innen und außen gerichteten Employer Branding. Darüber hinaus werden konzerninterne Wechsel über ein umfassendes Talentmanagement und unternehmensinterne Aus- und Weiterbildungen gefördert. Der zunehmenden Volatilität der Märkte in allen Geschäftsfeldern stellt sich der Konzern auch im Personalbereich mit geeigneten Maßnahmen, etwa durch eine größere Flexibilität. Ablaufprozesse Prozessrisiken wirken die Unternehmen durch fortlaufende Prozessverbesserungen mit Qualitäts- und Prozessmanagement, unter anderem auch mit Operational-Excellence- und Lean-Initiativen entgegen. Dies reduziert die Risiken im Rahmen sämtlicher Unternehmensprozesse entlang der Wertschöpfungskette. Leistungsrisiken Dem Risiko unzureichender Leistung von Einzelgesellschaften in den Bereichen Vertrieb und strategisches Marketing, Technologiemanagement oder Einkauf wird durch das marktnahe, gezielte und spezialisierte Management auf Geschäftsfeld- und Konzernebene sowie durch die entsprechenden Corporate Center und deren Vernetzungs-, Professionalisierungs- und Internationalisierungsaktivitäten entgegengewirkt. Konzernweite Initiativen im Bereich Supply-Chain-Management stellen die Wettbewerbsfähigkeit der Einzelgesellschaften im Hinblick auf die Leistungserbringung und die Kostenoptimierung sicher. Die Risiken im IT-Bereich werden derzeit auf Geschäftsfeldebene bearbeitet. Das in Umsetzung befindliche Projekt "Global IT@Körber" zielt auf eine Vereinheitlichung der IT-Infrastruktur und auf eine konzernweite Weiterentwicklung im Hinblick auf Sicherheitsaspekte ab. Marktrisiken Die Geschäftsfelder des Körber-Konzerns sind in unterschiedlichsten Märkten tätig, sodass die im Rahmen des Körber-Risikomanagements definierten Risikoarten Marktentwicklung, Kunden, Wettbewerber und Produkte in den einzelnen Geschäftsfeldern deutlich abweichende Ausprägungen haben. Diesem Aspekt wird Rechnung getragen durch eine zum jeweiligen Geschäftsfeld passende und auf dessen Märkte spezialisierte Steuerung. Marktentwicklung und Kunden Konjunkturelle Entwicklungen in den Hauptmärkten der Unternehmen des Körber-Konzerns und deren zunehmende Unsicherheit stellen ein Risiko dar mit direkten und indirekten Auswirkungen auf einige Geschäftsfelder. Der Körber-Konzern begegnete dem im Berichtsjahr untern anderem durch eine verstärkte Szenario-Planung. Darüber hinaus soll eine verstärkte Flexibilisierung des Leistungserfüllungsprozesses schnellere Reaktionen auf konjunkturelle Schwankungen ermöglichen. Gesetzliche Regelungen in einzelnen Ländern, beispielsweise für Tabak oder Pharma, sowie strukturelle Veränderungen auf den Absatzmärkten einzelner Geschäftsfelder haben ebenso Einfluss auf die Entwicklung dieser Geschäftsfelder. Durch die Diversifizierung auf mehrere Geschäftsfelder sowie den Ausbau der internationalen Geschäftstätigkeit und den Eintritt in neue Länder wirkt der Körber-Konzern diesen Risiken entgegen. Den Risiken durch technologische Veränderungen und dem dadurch bedingten Auftreten neuer Wettbewerber auf den Märkten begegnen die Geschäftsfelder und der Konzern durch kundennahe Forschung und Entwicklung, das strategische Technologiemanagement, Integration neuer Technologien sowie den strategischen Fokus auf digitale Produkte, Services und Lösungen sowie neuartige digitale Geschäftsmodelle. Chancen Die Chancen für den Körber-Konzern sind vielfältig. Durch die zunehmende Internationalisierung, strategische Akquisitionen und gezielte Ausrichtung der Diversifikation auf identifizierte Megatrends sowie neue Lösungen in den Bereichen Digitalisierung und Industrie 4.0 stärkt der Konzern seine Position in den von seinen Geschäftsfeldern betreuten Kundenbranchen. Der Körber-Konzern wandelt sich seit Jahren vom Maschinenbau- zu einem Technologiekonzern, unter anderem durch die Akquisitionen von Softwareunternehmen, und gestaltet den digitalen Wandel der Industrie durch seine Digitalisierungsaktivitäten, durch strategisches Technologiemanagement und seine konzernweiten Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten aktiv mit. Alle Geschäftsfelder haben 2019 ihre Digitalisierungsstrategien weiter verfolgt und investieren sowohl in die Digitalisierung ihrer bestehenden Geschäftsmodelle als auch in neue, disruptive digitale Geschäftsmodelle. Aktive Unterstützung erhalten die Geschäftsfelder dabei durch das Geschäftsfeld Körber Digital. Die Akquisitionen im Berichtszeitraum und der vergangenen Jahre erweitern darüber hinaus den Kundenkreis der Konzernunternehmen und stärken den Konzern auf bestehenden Märkten. Um an den Chancen der stärker wachsenden Märkte zu partizipieren, bleibt ein Schwerpunkt der Aktivitäten des Konzerns weiterhin die Internationalisierung. Laufende Programme zur Prozess- und Profitabilitätsverbesserung in allen Geschäftsfeldern und Unternehmen stärken die Effizienz im Konzern und setzen finanzielle Mittel für die Zukunftssicherung frei. Durch die markt- und kundenorientierte Konzernstruktur mit den unterschiedlichen Geschäftsfeldern kann der Konzern flexibel auf sich bietende Chancen reagieren. Zusammenfassende Beurteilung Aus heutiger Sicht sind keine Risiken ersichtlich, die den Fortbestand des Konzerns gefährden könnten. Die vorstehend beschriebenen Risiken sind für den Konzern durch die genannten Maßnahmen beherrschbar. Für alle Risiken, die sich in 2019 realisiert haben, wurden im Konzernabschluss Risikovorsorgen berücksichtigt. Trotz konjunktur- und marktbedingt erhöhter Risiken, hat sich die grundlegende Bewertung der Risiken und Chancen im Vergleich zum Vorjahr nicht wesentlich verändert. Die vielfältigen Risiken, die sich aus der fortschreitenden Ausbreitung des Coronavirus ergeben, sind aktuell nicht abschätzbar und daher in der vorstehenden Risikobewertung nicht berücksichtigt. Prognosebericht Nach Einschätzung des Internationalen Währungsfonds (IWF) wird die Weltwirtschaft infolge der Covid-19-Pandemie und der damit verbundenen Schutzmaßnahmen im Jahr 2020 voraussichtlich stark schrumpfen. Laut der im April aktualisierten Prognose wird das Bruttoinlandsprodukt um 3,0 Prozent sinken, der Rückgang würde damit schlimmer ausfallen als während der Finanzkrise 2008/09. In einem Basisszenario, in dem der IWF davon ausgeht, dass die Pandemie in der zweiten Hälfte des Jahres 2020 nachlässt und die Maßnahmen zur Eindämmung des Coronavirus schrittweise zurückgenommen werden können, wird die Weltwirtschaft im Jahr 2021 voraussichtlich um 5,8 Prozent wachsen. Nach Einschätzung der IWF-Experten sind die derzeitigen Maßnahmen zur Verringerung der Ansteckungsgeschwindigkeit eine wichtige Investition in die langfristige Gesundheit der Menschen und auch der Wirtschaft. Da die wirtschaftlichen Auswirkungen in vielen Sektoren jedoch akute Folgen haben, müssen die politischen Entscheidungsträger laut IWF erhebliche gezielte fiskalische, monetäre und finanzielle Maßnahmen ergreifen, um die betroffenen Volkswirtschaften und Unternehmen zu unterstützen. International sei daher eine starke multilaterale Zusammenarbeit unerlässlich, um die Auswirkungen der Covid-19-Pandemie zu überwinden. Die für den Konzern relevantesten Märkte sollen sich wie folgt entwickeln: Laut IWF-Prognose wird die Wirtschaft im Euroraum nach einem Plus von 1,2 Prozent im Jahr 2019 in diesem Jahr um 7,5 Prozent schrumpfen. Nach dem angenommenen Basisszenario sollte es dann 2021 für die Länder der Eurozone ein Wirtschaftswachstum von 4,7 Prozent geben. Der zunächst jedoch deutliche Einbruch im laufenden Jahr werde nahezu alle großen Volkswirtschaften treffen. In Deutschland wird die Wirtschaft dem IWF-Bericht zufolge im Vergleich zum Vorjahr um 7,0 Prozent schrumpfen, in Frankreich um 7,2 Prozent. Für 2021 erwartet der IWF in Deutschland ein Plus des Bruttoinlandsprodukts von 5,2 Prozent, in Frankreich einen Anstieg von 4,5 Prozent. Für beide Länder bewertet der IWF positiv, dass die Unternehmen Zugang zu subventionierter Kurzarbeit haben und es weitere Hilfsprogramme zum Erhalt von Arbeitsplätzen gibt. Im dem von der Pandemie besonders getroffenen Land Italien erwartet der IWF für 2020 sogar ein Minus von 9,1 Prozent, gefolgt von einer Erholung im Folgejahr von 4,8 Prozent. Für Großbritannien wird nach dem Brexit und als Folge der Pandemie ein Minus von 6,5 Prozent für 2020 und ein Plus von 4,0 Prozent für 2021 prognostiziert. Für die USA sagt der IWF im laufenden Jahr ein Schrumpfen des Bruttoinlandsproduktes um 5,9 Prozent vorher, für 2021 erwarten die Währungsfondsexperten dort ein Wachstum von 4,7 Prozent. Die japanische Wirtschaft werde in diesem Jahr voraussichtlich um 5,2 Prozent einbrechen und 2021 dann wieder um 3,0 Prozent wachsen. Für die Gruppe der Schwellen- und Entwicklungsländer wird laut IWF-Prognose ein etwas geringer ausfallender Einbruch erwartet: Das Wirtschaftswachstum wird hier demnach 2020 nur um 1,0 Prozent schrumpfen und im Jahr 2021 wieder um 6,6 Prozent zulegen. In China wird sich das Wirtschaftswachstum laut IWF nach 6,1 Prozent im Vorjahr auf 1,2 Prozent in 2020 verlangsamen, in 2021 dann jedoch auf 9,2 Prozent erhöhen. Eine ähnliche Entwicklung steht Indien bevor, wo das Wirtschaftswachstum in diesem Jahr 1,9 Prozent betragen wird und im nächsten Jahr wieder auf 7,4 Prozent steigen sollte. Die Aussichten für Russland fallen dagegen weniger optimistisch aus: Für 2020 erwarten die IWF-Experten hier einen Rückgang des Bruttoinlandsprodukts von 5,5 Prozent, im Jahr darauf einen Zuwachs von 3,5 Prozent. Auch in Lateinamerika wird die Wirtschaft laut Währungsfonds im laufenden Jahr um 5,2 Prozent einbrechen, in 2021 wird dann ein Plus von 3,4 Prozent erwartet. Ähnlich lauten die Prognosen für Brasilien: Nach einem Minus von 5.3 Prozent in 2020 soll es dort einen Zuwachs von 2,9 Prozent im folgenden Jahr geben. Für Argentinien prognostiziert der IWF einen Rückgang beim Bruttoinlandsprodukt 2020 von 5,7 Prozent, gefolgt von einem Wachstum von 4.4 Prozent in 2021. Körber-Beteiligungen-Konzern Die Auswirkungen des deutlich niedrigeren Auftragseingangs im Berichtsjahr werden sich im Geschäftsverlauf des aktuellen Geschäftsjahres zeigen. Für 2020 rechnet der Konzern mit nochmals spürbar sinkenden Umsatzerlösen, während für den Auftragseingang eine Stabilisierung mit einem Wert auf dem Niveau des Jahres 2019 prognostiziert wird. Beim operativen EBITA erwartet der Konzern für 2020 ein mit 2019 vergleichbares Ergebnisniveau. Auf der einen Seite wird der geringere Auftragseingang aus 2019 in 2020 im Umsatz spürbar, auf der anderen Seite wirken die eingeleiteten Anpassungsmaßnahmen positiv. Dies gilt unter der Voraussetzung, dass in den für den Konzern bedeutenden Märkten die politischen und konjunkturellen Rahmenbedingungen aufrechterhalten bleiben. Für 2020 sind geringere Investitionen geplant, während die Aufwendungen für Forschung und Entwicklung in etwa auf dem Niveau von 2019 bleiben werden. Die Folgen der seit Anfang 2020 fortschreitenden Ausbreitung des Coronavirus sind in der Prognose noch nicht berücksichtigt. Geschäftsfeld Körber Digital Der Markt für digitale und Industrie-4.0-Geschäftsmodelle wächst weiterhin und stellt eine Chance insbesondere für Zulieferer im Industriesektor dar. So wird laut Weltbank die Produktion zunehmend digitaler. Die Industrienationen rechnen mit hohen Ausgaben in Bereichen wie Industrie 4.0 und Internet-of-Things-Anwendungen. Digitale Lösungen schaffen Wettbewerbsvorteile in zunehmend unter Preisdruck stehenden Märkten des Maschinenbaus etwa durch höhere Produktivität und Effizienz. Digitale Services und Vernetzung durch Software erhöhen die Kundenbindung. Körber will mit seinem neu aufgestellten Geschäftsfeld Körber Digital an diesen Trends teilhaben, indem es sich insbesondere auf die Entwicklung von Lösungen konzentriert, die die Produktionseffizienz steigern. Die Auswirkungen der Corona-Pandemie zeigen sich zunehmend als weiterer bedeutender Treiber für die von Körber Digital bearbeiteten Themen im Bereich der Digitalisierung. Geschäftsfeld Logistik-Systeme Im Geschäftsfeld Logistik-Systeme ist grundsätzlich eine stabile Entwicklung der Nachfrage nach automatisierten Komplett- und Softwarelösungen zur Optimierung der Logistikprozesse zu verzeichnen. Grund hierfür ist die generelle volkswirtschaftliche sowie technologische und sozio-demografische Entwicklung. Allerdings machen sich die Folgen der Corona-Pandemie im Geschäftsfeld in unterschiedlicher Ausprägung bemerkbar. Während der Markt für Softwarelösungen im Bereich SCE (Supply Chain Execution) trotz erster negativer Anzeichen noch vergleichsweise stabil ist, sind die Industriesegmente Automobil, Maschinenbau, Elektrotechnik und chemische Industrie deutlich stärker betroffen. Hier verstärkt sich die bereits vor Corona zu verzeichnende rückläufige Tendenz bei den Investitionen in Logistiksysteme. Angesichts dieser Entwicklungen ist der Fokus auf die Anforderungen der attraktiven Industriesegmente gerichtet, insbesondere Handel & E-Commerce. Sowohl die Produkt- und Lösungsentwicklungen als auch die aktuellen Akquisitionen zielen auf die besonderen Herausforderungen dieser Industriesegmente ab und bieten eine gute Grundlage für das weitere Wachstum des Geschäftsfelds, wenngleich auch hier aufgrund der Corona-Pandemievorübergehend von einer Konsumzurückhaltung der Verbraucher und daraus folgender Investitionszurückhaltung im Handel ausgegangen werden muss. Geschäftsfeld Pharma-Systeme Im Geschäftsfeld Pharma-Systeme ist der Marktausblick für das Jahr 2020 insgesamt positiv, da in Europa und Nordamerika weiter investiert wird. Zudem hat sich das wirtschaftliche Klima in der chinesischen Pharmaindustrie spürbar verbessert. In Südamerika und einigen anderen Schwellenländern hingegen wird aufgrund schwacher Devisen weiterhin eine schwierige Projektakquise erwartet. Zahlreiche Patentabläufe sind zwischen 2020-2024 auf dem Weg und geben einen positiven Effekt im Bereich der Generikahersteller (insbesondere Biosimilars). Des Weiteren besteht ein Trend zum Auslagern an Vertragshersteller durch laufende Restrukturierungsaktivitäten der multinationalen Konzerne. Reisebeschränkungen durch die Corona-Pandemie können zu Verschiebungen bei der Auslieferung und Abnahme von Kundenprojekten sowie Einschränkungen der Vertriebsaktivitäten führen. Demgegenüber stehen jedoch zunehmende Anfragen von Pharmaunternehmen in Zusammenhang mit Produktentwicklungen, die zur Bekämpfung von Covid 19 gestartet wurden. Geschäftsfeld Tissue Der Brancheninformationsdienst Fastmarkets RISI schätzt, dass die weltweite Nachfrage nach Tissue-Produkten zwischen 2016 und 2026 um durchschnittlich 3,7 Prozent pro Jahr steigen wird. Dieses Wachstum wird sehr ungleichmäßig auf die Regionen verteilt sein. China, das in den vergangenen Jahren einen rasanten Anstieg des Tissue-Verbrauchs verzeichnet hat, wird weiterhin die treibende Kraft der globalen Expansion der Tissue-Industrie sein, obwohl Überkapazitäten in fast jeder Region ein Risiko darstellen. Das weltweite Mengenwachstum im Prognosezeitraum wird auf mehr als 15,7 Millionen Tonnen geschätzt. China wird davon mit 43 Prozent den größten Teil des Wachstums ausmachen, gefolgt von Lateinamerika (14 Prozent), Nordamerika (10 Prozent) und dem Mittleren Osten (7 Prozent). 2020 soll China Nordamerika (USA und Kanada) überholt haben und zum weltgrößten Tissue-Markt aufsteigen. Die Corona-Pandemie kann sich im Geschäftsfeld Tissue einerseits durch Investitionszurückhaltung bei Kunden negativ auswirken, bietet aber andererseits auch Chancen durch remote ausgeführte Serviceaktivitäten und Neuentwicklungen für die Produktion von Hygieneartikeln, z.B. Schutzmasken. Geschäftsfeld Tabak Der weltweite Zigarettenkonsum wird laut Euromonitor auch im Jahr 2020 sinken und zwar voraussichtlich um gut 1 Prozent. Im Segment der Substitute sehen die Marktforscher weiterhin zweistellige Wachstumsraten bei E-Zigaretten und bei den sogenannten Tobacco Heating Products (THP). Für den Maschinenbau kann der Konsumtrend auch als Chance für Investitionen gewertet werden, jedoch nicht proportional zu den antizipierten Marktwachstumsraten. Die Industrie ist gut ausgestattet und wird weiterhin zurückhaltend investieren, da die Marktdynamik immer noch sehr hoch ist. Dieser Trend wird durch die Corona-Pandemie noch verstärkt, zusätzlich zeigen sich negative Auswirkungen durch vorrübergehende Fabrikschließungen bei Kunden.
15. Juni 2020 Körber Beteiligungen GmbH Die Geschäftsführung KonzernbilanzAktiva
Passiva
Konzern-Gewinn- und Verlust-Rechnung
AnhangGrundlagen des Konzernabschlusses Allgemeine Angaben Die Körber Beteiligungen GmbH, Hamburg, hat ihren Sitz in Hamburg und ist eingetragen in das Handelsregister beim Amtsgericht Hamburg (Reg.Nr. HRB 117694). Alleinige Gesellschafterin der Körber Beteiligungen GmbH ist die Körber AG, Hamburg (Handelsregister Amtsgericht Hamburg, Reg.Nr.: HRB 58961). Die Körber Beteiligungen GmbH und die in ihren Konzernabschluss einbezogenen Gesellschaften werden in den Konzernabschluss der Körber AG einbezogen. Der Konzernabschluss wird im Bundesanzeiger offengelegt. Der Konzernabschluss ist nach den Vorschriften des 3. Buches des Handelsgesetzbuches (HGB) in der Fassung des Bilanzrichtlinie-Umsetzungsgesetzes (BilRUG) aufgestellt worden. In Aufbau und Gliederung folgen Konzernbilanz und Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung den gesetzlichen Regelvorschriften. Zahlenangaben im Konzernanhang erfolgen in tausend Euro (TEUR). Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden wurden unverändert zum Vorjahr fortgeführt. Für die Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren gewählt. Konsolidierungskreis In den Konzernabschluss sind neben der Körber Beteiligungen GmbH als Obergesellschaft die in der dem Anhang als Anlage beigefügten Aufstellung des Anteilsbesitzes aufgeführten in- und ausländischen Gesellschaften einbezogen worden, bei denen die Körber Beteiligungen GmbH unmittelbar oder mittelbar einen beherrschenden Einfluss ausüben kann. Nicht in den Konzernabschluss einbezogen wurden Unternehmen, die nur eine geringe Bedeutung für die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns haben (§ 296 Abs. 2 HGB). Die Jahresabschlüsse der einbezogenen Unternehmen sind auf den 31. Dezember 2019 aufgestellt. Im Geschäftsjahr wurden drei Gesellschaften erstmals sowie eine Gesellschaft letztmalig in den Konzernabschluss einbezogen. Mit Wirkung zum 01. Januar 2019 wurden die inconso SASU, Lyon / Frankreich und die inconso Software S. L., Sant Cugat del Valles / Spanien, erstmalig in den Konsolidierungskreis aufgenommen. Beide Gesellschaften sind im Geschäftsfeld Logistik-Systeme zuvor als nicht konsolidierte Gesellschaften geführt worden. Am 31. Juli 2019 erwarb der Körber - Konzern die Roll-Tec Cilindro Ltda., Säo Paulo, Brasilien. Die Gesellschaft entwickelt, produziert und vertreibt Gravierzylinder für Prägemaschinen von Hygienepapier und anderen Tissue-Produkten. Sie ist dem Geschäftsfeld Tissue zugeordnet. Mit Wirkung zum 03. Januar 2019 hat der Körber - Konzern seine Anteile an der bisher dem Geschäftsfeld Automation zugeordneten Dressel GmbH veräußert. Mit Wirkung zum 29. Juni 2018 hat der Körber-Konzern das unter "United Grinding Group" firmierende und 12 konsolidierte sowie 10 nichtkonsolidierte Gesellschaften umfassende Geschäftsfeld Werkzeugmaschinen an einen strategischen Investor veräußert. Aufgrund der Größe des Geschäftsfelds ist durch die Veräußerung die Vergleichbarkeit der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns zum Vorjahr eingeschränkt. Zur Wiederherstellung der Vergleichbarkeit dienen folgende Vorjahresangaben des veräußerten Geschäftsfeldes zu wesentlichen Abschlusspositionen. In der Konzerngewinn und Verlustrechnung des Vorjahres sind Umsatzerlöse von TEUR 328.534 und ein EBITA von TEUR 40.501 enthalten. Die dem Geschäftsfeld Automation zugeordneten Gesellschaften Heinz Fiege GmbH, Röllbach, LTI Motion Deutschland GmbH und LTI Motion GmbH, beide mit Sitz in Lahnau, LTI Motion Shanghai Co. Ltd, Shanghai, China, LTi DRiVES Co. Ltd., Hsinchu, Taiwan, LTI Motion Italia S.r.l., Mailand, Italien und LTi Motion Schweiz GmbH, Rüti, Schweiz, wurden mit Wirkung zum 20. Dezember 2018 veräußert. In der Konzerngewinn und Verlustrechnung des Vorjahres sind Umsatzerlöse dieser Gesellschaften in Höhe von TEUR 106.511 und ein EBITA von TEUR 320 enthalten. Der Anteilsbesitz ergibt sich aus der separaten Aufstellung. Bei allen assoziierten Unternehmen wurde gemäß § 311 Abs. 2 HGB auf eine at-equity-Bewertung verzichtet. Konsolidierungsgrundsätze Die Körber Beteiligungen GmbH machte zum 31. Dezember 2016 erstmalig nicht mehr von der Befreiungsvorschrift des § 292 HGB Gebrauch und stellte erstmalig einen eigenen Konzernabschluss auf. Aus dem vom Gesetzgeber ausgegebenen Ziel einer Vereinfachung bei der erstmaligen Aufstellung eines Teilkonzernabschlusses sowie zur besseren Vergleichbarkeit der Konzernabschlüsse von Körber AG und Körber Beteiligungen GmbH wurden für die Kapitalkonsolidierung die von der Körber AG angewendeten Konsolidierungsgrundsätze unverändert übernommen. Die Kapitalkonsolidierung erfolgt nach den Vorschriften des HGB. Stichtag der Erstkonsolidierung ist der 31. Dezember 1994, außer für die nach diesem Stichtag einbezogenen Gesellschaften, die zum Zeitpunkt der erstmaligen Einbeziehung in den Konzernabschluss konsolidiert werden. Die Kapitalkonsolidierung erfolgt für Erwerbe vor dem 1. Januar 2010 nach der Buchwertmethode (§301 HGB), für Erwerbe danach nach der Neubewertungsmethode. Die Unterschiedsbeträge aus der Verrechnung von Eigenkapital und Beteiligungsbuchwerten zum Zeitpunkt der erstmaligen Einbeziehung wurden für Erwerbe vor dem 1. Januar 2010 mit den Gewinnrücklagen verrechnet. Unterschiedsbeträge aus Ersterwerben nach dem 31. Dezember 2009 werden entsprechend § 309 HGB behandelt und ein dabei entstehender Firmenwert über den voraussichtlichen Zeitraum der Nutzung abgeschrieben. Zwischengewinne, konzerninterne Umsätze, Aufwendungen und Erträge sowie alle Forderungen und Verbindlichkeiten zwischen konsolidierten Gesellschaften werden eliminiert. Latente Steuern werden gemäß § 274 Abs. 1 und 2 und § 306 HGB abgegrenzt. Währungsumrechnung im Konsolidierungskreis Die Abschlüsse der ausländischen Tochtergesellschaften werden grundsätzlich wie folgt umgerechnet:
Die erstmalige Erfassung von Vermögensgegenständen und Verbindlichkeiten in fremder Währung erfolgt zum Devisenkurs am Tag des Geschäftsvorfalls. Auf fremde Währung lautende Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten mit einer Laufzeit bis zu einem Jahr werden am Abschlussstichtag zum Stichtagskurs (Devisenkassamittelkurs) umgerechnet. Langfristige Fremdwährungsforderungen und -verbindlichkeiten werden mit ihrem Umrechnungskurs bei Entstehung oder dem höheren Stichtagskurs (bei Passivposten) bzw. niedrigeren Stichtagskurs (bei Aktivposten) bewertet. Fremdwährungsforderungen und -verbindlichkeiten, denen ein Sicherungsgeschäft gegenübersteht, werden mit dem Sicherungskurs bewertet. Die Umrechnungsdifferenzen aus der Anwendung der Jahresdurchschnittskursmethode bei den Aufwendungen und Erträgen und der Bilanzstichtagsmethode beim Jahresüberschuss sowie die währungsbedingten Ausgleichsposten aus der Schuldenkonsolidierung und der Kapitalkonsolidierung wurden erfolgsneutral in das Eigenkapital eingestellt. Die Währungskurserträge aus der Aufwands- und Ertragskonsolidierung in Höhe von TEUR 2.166 wurden erfolgswirksam im Periodenergebnis erfasst. Die Berichtswährung der Körber Beteiligungen GmbH ist der Euro. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze Die Abschlüsse der inländischen und ausländischen Konzernunternehmen sind nach einheitlichen Bilanzierungs- und Bewertungsrichtlinien der Körber Beteiligungen GmbH aufgestellt worden. Diese Richtlinien stehen im Einklang mit den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften. Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßig nutzungsbedingte Abschreibungen bewertet. In vorherigen Geschäftsjahren bis einschließlich 2013 aktivierte Geschäfts- oder Firmenwerte werden unverändert über die voraussichtliche Nutzungsdauer von maximal 5 Jahren linear abgeschrieben. Die sich aus der Kapitalkonsolidierung der seit 2014 neu erworbenen Gesellschaften ergebenden Geschäfts- oder Firmenwerte werden planmäßig über eine Nutzungsdauer von 10 Jahren nach der linearen Methode abgeschrieben. Diese wird insbesondere durch ökonomische, produktspezifische und organisationsspezifische Faktoren begründet. Zu diesen Faktoren zählen insbesondere die Nutzbarkeit von nicht einzeln veräußerbaren Kundenbeziehungen und Mitarbeiterstämme sowie zukünftige Ertragspotenziale der erworbenen Unternehmen. Das Sachanlagevermögen ist zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen, angesetzt. Dabei umfassen die Herstellungskosten neben den direkt zurechenbaren Kosten auch anteilige Material- und Fertigungsgemeinkosten sowie angemessene Teile der allgemeinen Verwaltungskosten. Die Abschreibungen erfolgen bei immateriellen Vermögensgegenständen, Gebäuden und bei beweglichem Anlagevermögen linear über die folgende betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer (ermittelt anhand von Branchen-Tabellen und individuellen Schätzungen):
Die Abschreibung für Zugänge im Laufe des Geschäftsjahres erfolgt zeitanteilig. Geringwertige Vermögensgegenstände mit Anschaffungskosten bis EUR 1.000 werden im Zugangsjahr sofort als sonstiger betrieblicher Aufwand erfasst. Geleistete Anzahlungen sind zum Nennwert bilanziert. Die Finanzanlagen sind zu Anschaffungskosten oder zum niedrigeren beizulegenden Wert bewertet. Verzinsliche Ausleihungen sind zum Nominalwert bilanziert, unverzinsliche zum Barwert. Die Vorräte sind zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten oder zum niedrigeren beizulegenden Zeitwert am Bilanzstichtag angesetzt. Das Wertaufholungsgebot gemäß § 253 Absatz 5 HGB wird beachtet. Der Bewertung der Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und Waren wird die Durchschnittskostenmethode zugrunde gelegt. In die Herstellungskosten der unfertigen Erzeugnisse, unfertigen Leistungen sowie der fertigen Erzeugnisse werden neben den direkt zurechenbaren Kosten auch anteilige Fertigungs- und Materialgemeinkosten sowie Kosten der allgemeinen Verwaltung und Abschreibungen einbezogen. Dem allgemeinen Lagerhaltungsrisiko, insbesondere dem der fehlenden Gängigkeit, wird bei der Vorratsbewertung durch angemessene Wertabschläge Rechnung getragen. Die Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind grundsätzlich zu Anschaffungskosten unter Berücksichtigung aller erkennbaren Risiken bewertet. Erkennbare Einzelrisiken werden durch Wertberichtigungen berücksichtigt. Das allgemeine Ausfallrisiko der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen ist durch pauschale Abschläge erfasst. Langfristige unverzinsliche Forderungen werden abgezinst. Wertpapiere sind zu Anschaffungskosten oder dem niedrigeren Börsenkurs bilanziert. Die anteiligen Zinsansprüche sind als sonstige Vermögensgegenstände ausgewiesen. Die liquiden Mittel sind zum Nennbetrag angesetzt. Aktive Rechnungsabgrenzungsposten werden für Ausgaben vor dem Abschlussstichtag gebildet, soweit diese Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen. Der aktive Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung ergibt sich aus der Verrechnung von Vermögensgegenständen zur Absicherung von Altersversorgungsverpflichtungen und den Verpflichtungen für Altersversorgung. Aktive und passive latente Steuern werden miteinander saldiert. Über den Saldierungsbereich hinausgehende aktive Steuerlatenzen werden in Ausübung des Wahlrechts gemäß § 274 Absatz 1 Satz 2 HGB aktiviert; darüber hinaus werden latente Steuern nach § 306 Abs. 1 HGB angesetzt. Vom Wahlrecht der Abgrenzung aktiver latenter Steuern (§ 274 Abs. 2 HGB) wurde wie im Vorjahr Gebrauch gemacht. Aktive latente Steuern auf Verlustvorträge sind nur in der Höhe berücksichtigt worden, wie diese voraussichtlich innerhalb der nächsten 5 Jahre durch entsprechende zu versteuernde Einkünfte verrechnet werden. Das gezeichnete Kapital ist zum Nennbetrag angesetzt. Bei der Rückstellungsbewertung werden zukünftige Preis- und Kostensteigerungen mit einbezogen. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden grundsätzlich über ihre Restlaufzeit abgezinst. Die Abzinsung erfolgt mit dem der Restlaufzeit entsprechenden, von der Deutschen Bundesbank veröffentlichten durchschnittlichen Marktzins der vergangenen sieben Jahre bzw. zehn Jahre für Pensionsrückstellungen. Die Bewertung der Pensionsrückstellungen erfolgt nach dem Teilwertverfahren auf Grundlage der Richttafeln 2018G von Prof. Dr. Klaus Heubeck und Verwendung folgender Parameter:
Bei der Ermittlung des Rechnungszinssatzes wird von dem Wahlrecht des § 253 Abs. 2 Satz 2 HGB Gebrauch gemacht und eine Restlaufzeit der Altersversorgungsverpflichtungen von 15 Jahren angenommen. Die Bewertung von ausschließlich der Erfüllung von Altersversorgungsverpflichtungen dienendem Deckungsvermögen erfolgt gemäß § 253 Abs. 1 Satz 4 HGB zum beizulegenden Zeitwert (Marktpreis). Die Bewertung der Verpflichtungen aus deferred compensation erfolgt nach § 253 Abs. 1 Satz 3 HGB zum beizulegenden Zeitwert des ihrer Rückdeckung dienenden Vermögens. Die Pensionsrückstellungen werden mit den zu ihrer Absicherung dienenden Vermögensgegenständen saldiert. In Vorjahren wurden Teile der Verpflichtungen aus laufenden Leistungen der Rentenempfänger auf den Allianz Pensionsfonds übertragen. Bei der Bemessung der Steuerrückstellungen und sonstigen Rückstellungen wird allen erkennbaren Risiken angemessen und ausreichend Rechnung getragen. Erträge und Aufwendungen aus der Ab- bzw. Aufzinsung von Rückstellungen werden im Anhang angegeben. Die Verbindlichkeiten werden mit den jeweiligen Erfüllungsbeträgen passiviert. Erhaltene Anzahlungen werden zum Nennwert angesetzt. Passive Rechnungsabgrenzungsposten werden für Einnahmen vor dem Abschlussstichtag gebildet, soweit diese Ertrag für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten sonstige Steuern. Erläuterungen zur Bilanz Anlagevermögen Die Aufgliederung der in der Konzernbilanz zusammengefassten Anlagepositionen und ihre Entwicklung sind in dem als Anlage beigefügten Anlagenspiegel ausgehend von den historischen Anschaffungskosten dargestellt. Aus dem Erwerb von 75 % an der Roll-Tec Cilindro Ltda, Brasilien und der restlichen 15 % Anteile an der inconso GmbH sowie des erstmaligen Einbezugs der inconso SASU, Frankreich und inconso Software, S.L., Spanien und der daraus folgenden Verteilung der aktiven Unterschiedsbeträge im Rahmen der Erstkonsolidierung resultierten Zugänge in Höhe von TEUR 32.202, die im Wesentlichen auf das immaterielle Anlagevermögen entfallen. Die Unterschiedsbeträge aus der Erstkonsolidierung wurden auf den Geschäfts- und Firmenwert (TEUR 29.335) und technologie- und markenbezogene immaterielle Vermögensgegenstände (TEUR 1.052) verteilt. Darüber hinaus erhöhte sich der Geschäfts- und Firmenwert im Berichtsjahr aufgrund nachträglicher Kaufpreisanpassungen um TEUR 5.032. Umlaufvermögen Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Nähere Angaben zur Fristigkeit ergeben sich aus folgender Übersicht:
Wertpapiere Die Wertpapiere in Höhe von TEUR 287 enthalten im Wesentlichen Wechsel. Aktive latente Steuern Auf Differenzen zwischen den steuerlichen und handelsrechtlichen Wertansätzen in den Bilanzpositionen immaterielle Vermögensgegenstände, Sachanlagen, Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände, Rückstellungen, Verbindlichkeiten und Rechnungsabgrenzungsposten in Höhe von insgesamt TEUR 495.350 wurden aktive latente Steuern in Höhe von TEUR 152.449 sowie passive latente Steuern in Höhe von TEUR 2.631 gebildet. Aus Konsolidierungsmaßnahmen resultiert ein Überhang aus passiven latenten Steuern in Höhe von TEUR 35.352. Darüber hinaus wurden aktive latente Steuern in Höhe von TEUR 29.101 auf steuerliche Verlustvorträge (TEUR 98.550, Vorjahr: TEUR 73.369) gebildet sowie zukünftige positive Effekte aus der Inanspruchnahme von steuerlichen Investitionsförderprogrammen in Höhe von TEUR 1.037 (Vorjahr: TEUR 3.115) aktiviert. Aktive latente Steuern in Höhe von insgesamt TEUR 201.763 (Vorjahr: TEUR 130.742) wurden mit passiven latenten Steuern in Höhe von TEUR 57.159 (Vorjahr: TEUR 65.235) verrechnet. Bei der Bewertung der latenten Steuern wurden unternehmensindividuelle Steuersätze herangezogen. Für die deutschen Gesellschaften wird die Körperschaftsteuer inklusive Solidaritätszuschlag und Gewerbesteuer mit 32 % abgegrenzt. Latente Steuern in den ausländischen Tochtergesellschaften werden mit den dort geltenden Steuersätzen bewertet. Eigenkapital Die Struktur und die Entwicklung des Eigenkapitals sind im gesonderten Konzerneigenkapitalspiegel dargestellt. Das Gezeichnete Kapital ist das Stammkapital in Höhe von TEUR 20.000. Die Gewinnrücklage enthält den Unterschiedsbetrag aus der Kapitalkonsolidierung von TEUR -93.493. Der Unterschiedsbetrag aus der Kapitalkonsolidierung resultiert aus Gewinnthesaurierungen bei Tochtergesellschaften vor dem Stichtag der Erstkonsolidierung sowie aus damit verrechneten Firmenwerten, die im Rahmen von Unternehmenserwerben entstanden sind. Im Berichtsjahr wurden aktive Unterschiedsbeträge von TEUR 201.325 verrechnet. Der Gewinnvortrag enthält Ergebnisvorträge in Höhe von TEUR 104.230. Als nicht beherrschende Anteile werden Minderheitsbeteiligungen Dritter an Godrej Consoveyo Logistics Automation Ltd., Beteiligungsgesellschaft Sensitec mbH, DMLogic LLC und Roll-Tec Cilindro Ltda. ausgewiesen. Rückstellungen für Pensionen Die in Vorjahren an den Allianz Pensionsfonds übertragenen Verpflichtungen sind mit entsprechendem Vermögen gedeckt. Es besteht keine Unterdeckung. Für die verbleibenden Pensionsansprüche wurden zur Erfüllung der Verpflichtungen Wertpapiere angelegt. Sie sind dem Zugriff aller übrigen Gläubiger entzogen. Die Bewertung der Vermögensgegenstände erfolgt zum beizulegenden Zeitwert in Höhe von TEUR 135.720 (Vorjahr: TEUR 125.142) bei Anschaffungskosten in Höhe von TEUR 127.473 (Vorjahr: TEUR 117.638). Die Vermögensgegenstände werden mit den jeweils zugrundeliegenden Verpflichtungen (TEUR 155.770; Vorjahr: TEUR 138.261) verrechnet. Der die jeweiligen Verpflichtungen übersteigende Betrag wird als aktiver Unterschiedsbetrag (TEUR 8.259; Vorjahr: TEUR 9.254) aus der Vermögensverrechnung auf der Aktivseite ausgewiesen. Erträge aus der Bewertung der Vermögensgegenstände zum Zeitwert (TEUR 3.076; Vorjahr Aufwand: TEUR 187) werden mit Zinsaufwendungen aus der Aufzinsung der Pensionsrückstellungen (TEUR 11.208; Vorjahr: TEUR 9.852) verrechnet. Der Unterschiedsbetrag gemäß § 256 Abs. 6 HGB zwischen dem Ansatz der Rückstellungen nach Maßgabe der von der Bundesbank veröffentlichten durchschnittlichen Marktzinssätze der vergangenen zehn bzw. sieben Jahre beträgt TEUR 17.501. Die Höhe der Verpflichtungen für die rückgedeckten Pensionszusagen aus deferred compensation bemisst sich nach dem den Anschaffungskosten entsprechenden beizulegenden Zeitwert der Rückdeckungsversicherung. Die Rückstellungen werden mit den zu ihrer Absicherung dienenden Vermögensgegenständen in Höhe von TEUR 31.486 (Vorjahr: TEUR 32.675) saldiert. Steuerrückstellungen Die Steuerrückstellungen beinhalten weitestgehend Beträge für noch nicht durch die steuerliche Außenprüfung geprüfte Zeiträume sowie für das abgelaufene Geschäftsjahr. Sonstige Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen enthalten überwiegend Beträge für arbeits- und sozialrechtliche Verpflichtungen (TEUR 130.460; Vorjahr: TEUR 88.490), noch zu erbringende Leistungen (TEUR 31.334; Vorjahr: TEUR 32.028) sowie Gewährleistungen (TEUR 26.485; Vorjahr: TEUR 23.643). Zur Erfüllung von Verpflichtungen aus der Altersteilzeit (TEUR 49.237; Vorjahr: TEUR 8.762) sind entsprechende Mittel in Vermögensgegenständen, die dem Zugriff übriger Gläubiger entzogen sind, angelegt. Die Bewertung der Vermögensgegenstände erfolgt zum beizulegenden Zeitwert (TEUR 4.663; Vorjahr: TEUR 8.160), bei Anschaffungskosten in Höhe von TEUR 4.407 (Vorjahr: TEUR 9.098). Die Vermögensgegenstände werden mit den jeweils zugrundeliegenden Verpflichtungen verrechnet. Erträge aus der Bewertung der Vermögensgegenstände zum Zeitwert (TEUR 356; Vorjahr: TEUR 189) werden mit Zinsaufwendungen aus der Aufzinsung der Rückstellung für Altersteilzeit (TEUR 54; Vorjahr: TEUR 137) verrechnet. Verbindlichkeiten Nähere Angaben zu den Verbindlichkeiten sind der folgenden Übersicht zu entnehmen:
Von den Verbindlichkeiten haben TEUR 208.000 (Vorjahr: TEUR 668.432) eine Restlaufzeit von mehr als 5 Jahren. Davon entfallen TEUR 208.000 (Vorjahr: TEUR 665.600) auf Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen. Im Vorjahr wiesen TEUR 336 der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie TEUR 2.496 der sonstigen Verbindlichkeiten eine Restlaufzeit von mehr als 5 Jahren auf. Haftungsverhältnisse Die Haftungsverhältnisse bestehen aus der Bestellung von Sicherheiten für fremde Verbindlichkeiten in Höhe von TEUR 6.394 (Vorjahr: TEUR 175) sowie aus Bürgschaften in Höhe von TEUR 276 (Vorjahr: TEUR 433). Mit einer Inanspruchnahme wird gemäß den Erfahrungen der Vergangenheit nicht gerechnet. Außerbilanzielle Geschäfte und sonstige finanzielle Verpflichtungen Es bestanden keine Geschäfte außerhalb der Bilanz gemäß § 285 Nr. 3 HGB, die für die Beurteilung der Finanzlage der Gesellschaft wesentlich sind. Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen gemäß § 285 Nr. 3a HGB resultieren aus Mietverträgen für Grundstücke und Gebäude sowie Maschinen und Anlagen und betragen insgesamt bis zum Ende der jeweiligen Mietzeit TEUR 87.226. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung Im Berichtsjahr sind außergewöhnliche Aufwendungen aus Restrukturierung und sonstigen Einmalaufwendungen in Höhe von TEUR 236.286 angefallen. Davon entfallen auf die Bestandsveränderungen TEUR 25.866, den Materialaufwand TEUR 6.496, den sonstigen betrieblichen Aufwand TEUR 223.603, die Abschreibungen auf Immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen TEUR 3.492 und die sonstigen betrieblichen Erträge TEUR 23.175. Umsatzerlöse Aufgliederung nach geographischen Märkten
Sonstige betriebliche Erträge Die sonstigen betrieblichen Erträge beinhalten Währungskursgewinne in Höhe von TEUR 7.890 (Vorjahr: TEUR 15.792). Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten periodenfremde Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen in Höhe von TEUR 17.500 (Vorjahr:TEUR 26.493). Abschreibungen In den Abschreibungen des Geschäftsjahres (einschließlich Abschreibungen auf Finanzanlagen) von TEUR 167.946 (Vorjahr: TEUR 160.424) sind außerplanmäßige Abschreibungen in Höhe von TEUR 19.953 (Vorjahr: TEUR 5.978) enthalten, die in Höhe von TEUR 9.972 (Vorjahr: TEUR 5.978) auf Finanzanlagen sowie in Höhe von TEUR 9.981 auf Sachanlagevermögen und immaterielle Vermögensgegenstände (Vorjahr: TEUR 0) entfallen. Sonstige betriebliche Aufwendungen Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten in Höhe von TEUR 2.908 (Vorjahr: TEUR 3.181) sonstige Steuern sowie Aufwendungen aus der Währungsumrechnung in Höhe von TEUR 9.703 (Vorjahr: TEUR 19.882) In den Vorjahreszahlen der Gewinn- und Verlustrechnung wurden zur Verbesserung der Klarheit und Übersichtlichkeit IT Aufwendungen von TEUR 9.317 aus dem Materialaufwand in die sonstigen betrieblichen Aufwendungen umgegliedert. Zinsergebnis Der Zinsaufwand aus der Aufzinsung von Pensionsrückstellungen und langfristigen Rückstellungen beträgt TEUR 11.625 (Vorjahr: TEUR 16.196) und wurde in der Gewinn- und Verlustrechnung mit Zins- und Kurserträgen aus Rückdeckungsvermögen für Pensionen und Altersteilzeitbeständen in Höhe von TEUR 3.432 (Vorjahr: TEUR 316) verrechnet. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag enthalten Erträge aus latenten Steuern in Höhe von TEUR 79.109 (im Vorjahr Aufwand aus latenten Steuern: TEUR 17.000). Sonstige Angaben Erläuterungen zur Kapitalflussrechnung Der Ausweis der Veränderung von Darlehensverbindlichkeiten gegenüber dem Gesellschafter erfolgt im Cash Flow aus Finanzierungstätigkeit. Die Vorjahreswerte wurden entsprechend angepasst. Derivative Finanzinstrumente / Bewertungseinheiten Die Konzernunternehmen verwenden derivative Finanzinstrumente zur Minimierung bzw. Vermeidung des Fremdwährungsrisikos im Zusammenhang mit Zahlungsmitteldispositionen sowie Verkäufen und Einkäufen in fremder Währung. Dazu werden Devisentermingeschäfte und Devisenswaps abgeschlossen, deren Nominalbeträge und Fälligkeitsdaten grundsätzlich mit denen des Grundgeschäfts übereinstimmen. Zum Bilanzstichtag werden die entsprechenden Forderungen und Verbindlichkeiten zum jeweiligen Terminkurs bewertet. Daneben werden derivative Finanzinstrumente zur Minimierung von Zinsrisiken aus variabel verzinslichen Bankverbindlichkeiten abgesichert. Kundenforderungen und Lieferantenverbindlichkeiten in Höhe von umgerechnet insgesamt TEUR 50.339 sowie mit hoher Wahrscheinlichkeit erwartete Zahlungsströme in Höhe von umgerechnet TEUR 56.766 wurden mit zur Absicherung von Währungsrisiken abgeschlossenen Devisentermingeschäften und Devisenswaps, die hinsichtlich der Währungen, der Nominalbeträge und der Fälligkeiten mit den Grundgeschäften übereinstimmen, bei Laufzeiten bis zum 18.02.2021 als Mikro-, Makro- bzw. Portfolio-Hedges zu Bewertungseinheiten gemäß § 254 HGB zusammengefasst. Die Effektivität der Sicherungsbeziehung wird prospektiv mittels der Critical-Terms-Match-Methode beurteilt. Bei den kontrahierten bzw. mit hoher Wahrscheinlichkeit erwarteten Zahlungsströmen handelt es sich im Wesentlichen um Kundenforderungen, Lieferantenverbindlichkeiten sowie Im- und Exporte. Der beizulegende Zeitwert der Devisenterminkontrakte wurde nach der mark-to-market-Methode ermittelt und beträgt TEUR 727. Es wird die Einfrierungsmethode angewendet. Die Risiken, die durch die Bewertungseinheiten abgedeckt werden, betragen zum Bilanzstichtag TEUR 784. Mitarbeiterzahl Die Zahl der Mitarbeiter - ohne die zu ihrer Berufsausbildung Beschäftigten - betrug im Jahresdurchschnitt (Quartalsbetrachtung):
In verbundenen Unternehmen außerhalb des Konsolidierungskreises waren durchschnittlich 235 (Vorjahr: 234) Mitarbeiter beschäftigt. Mitglieder der Geschäftsführung Herr Stephan Seifert Herr Erich Hoch Herr Rami Jokela (seit 01. September 2019) Herr Stefan Kirschke Herr Dr. Christian Schlögel Herr Christopher Somm (bis 30. September 2019) Die benannten Mitglieder üben hauptberuflich die Vorstandstätigkeit bei der Körber AG, Hamburg, aus. Sie beziehen ausschließlich Bezüge von der Körber AG. Honorar des Abschlussprüfers Das Gesamthonorar des Konzernabschlussprüfers PricewaterhouseCoopers GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Hamburg, gemäß § 314 Abs. 1 Nr. 9 HGB beträgt TEUR 690 inklusive Auslagenersatz für Tagegelder, Fahrt- und Nebenkosten. Die genannten Honorare betreffen Abschlussprüfungsleistungen in Höhe von TEUR 672 sowie sonstige Bestätigungsleistungen in Höhe von TEUR 18. Vorschlag für die Verwendung des Ergebnisses der Körber Beteiligungen GmbH Unter Berücksichtigung des Jahresfehlbetrags des Geschäftsjahres (TEUR 224.209) ergibt sich für das Geschäftsjahr 2019 ein Bilanzgewinn in Höhe von TEUR 203.562. Die Geschäftsführung hat vorgeschlagen, einen Betrag in Höhe von TEUR 20.000 auszuschütten sowie TEUR 183.562 auf neue Rechnung vorzutragen. Nachtragsbericht Mit Wirkung zum 28. Mai 2020 hat die dem Geschäftsfeld Pharma zugehörige Werum IT Solutions GmbH die Geschäftsbetriebe der Exputec GmbH, Österreich, und der Exputec Kft., Ungarn, erworben. Exputec ist als Beratungs- und Softwareunternehmen auf die datengestützte Prozessanalyse und -beratung in der Biotech-Industrie spezialisiert. Die Folgen der seit Anfang 2020 fortschreitenden Ausbreitung des Coronavirus sind aktuell noch nicht abschätzbar, können sich jedoch auf die künftige Vermögens-, Finanz- und Ertragslage spürbar negativ auswirken.
Hamburg, 15. Juni 2020 Körber Beteiligungen GmbH Die Geschäftsführung Konzern-Anteilsbesitzliste
*) Von der Befreiung gem. § 264 Abs. 3 HGB
wurde Gebrauch gemacht.
Konzern-Anteilsbesitzliste (nicht konsolidierte Gesellschaften)
Konzern-Anlagenspiegel
Konzern-Kapitalflussrechnung
Konzern- Eigenkapitalspiegel
"BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die Körber Beteiligungen GmbH, Hamburg Prüfungsurteile Wir haben den Konzernabschluss der Körber Beteiligungen GmbH, Hamburg, und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern) - bestehend aus der Konzernbilanz zum 31. Dezember 2019, der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, dem Konzerneigenkapitalspiegel und der Konzernkapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2019 sowie dem Konzernanhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Konzernlagebericht der Körber Beteiligungen GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2019 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist. Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Konzernlagebericht erbringen zu können. Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses des Konzerns zur Aufstellung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und Konzernlageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen."
Hamburg, den 15. Juni 2020 PricewaterhouseCoopers
GmbH
Thorsten Dzulko, Wirtschaftsprüfer ppa. Helge Schäper, Wirtschaftsprüfer |
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