abcbank GmbH
Selbe AdresseKreditinstitute des Sparkassensektors
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Stephan Ninow seit 23.1.2019 | Geschäftsführer |
Simone Rees seit 27.4.2010 | Geschäftsführer |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
| 100.00% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
G.R. Factoring GmbHLangenfeldJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2016 bis zum 31.12.2016Bilanz zum 31. Dezember 2016Aktiva
Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr 2016
Anhang zum 31. Dezember 2016Allgemeine AngabenDie G.R. Factoring GmbH, Langenfeld, ist im Handelsregister des Amtsgerichts Düsseldorf unter der Nummer HRB 63269 eingetragen. Die Gesellschaft betreibt das Factoring im Sinne des § 1 Abs. la S. 2 Nr. 9 KWG. Sie hat ihren Jahresabschluss zum 31. Dezember 2016 nach den für Finanzdienstleistungsinstitute geltenden Vorschriften der §§ 340 ff. HGB unter Anwendung der ergänzenden Verordnung für Rechnungslegung der Kredit- und Finanzdienstleistungsinstitute (RechKredV) sowie der institutsspezifischen Formblätter aufgestellt. Für die Gliederung der Bilanz hat die Gesellschaft das Formblatt 1, für die Gliederung der Gewinn- und Verlustrechnung das Formblatt 3 (Staffelform) gemäß § 2 Abs. 1 RechKredV verwandt. Bilanzierungs- und BewertungsmethodenFür die Erstellung des Jahresabschlusses waren die nachfolgenden, gegenüber dem Vorjahr grundsätzlich unveränderten, Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend. Die Barreserve, Forderungen an Kreditinstitute und Forderungen an Kunden wurden grundsätzlich mit ihrem Nennwert angesetzt. Den Kreditrisiken wurde durch Einzelwertberichtigungen ausreichend Rechnung getragen. Dem allgemeinen Kreditrisiko wird durch eine Pauschalwertberichtigung zu Forderungen ausreichend Rechnung getragen. Die Wertberichtigungen werden aktivisch abgesetzt. Erworbene immaterielle Anlagewerte werden zu Anschaffungskosten aktiviert und, sofern sie der Abnutzung unterliegen, entsprechend ihrer Nutzungsdauer um planmäßige Abschreibungen (lineare Methode) vermindert. Das Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Die Abschreibungen wurden nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände vorgenommen. Bewegliche Gegenstände des Anlagevermögens bis zu einem Wert von Euro 410,00 wurden im Zugangsjahr voll abgeschrieben. Die sonstigen Vermögensgegenstände wurden mit dem Nominalwert und soweit erforderlich mit dem am Abschlussstichtag beizulegenden niedrigeren Wert angesetzt. Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten, die Verbindlichkeiten gegenüber Kunden, die sonstigen Verbindlichkeiten und die nachrangigen Verbindlichkeiten sind mit dem Erfüllungsbetrag passiviert. Die Rückstellung für Pensionen wird nach versicherungsmathematischen Grundsätzen ermittelt und in handelsrechtlich zulässiger Höhe ausgewiesen. Als versicherungsmathematische Bewertungsmethode wurde die "projected unit credit method" angewandt. Der Rechnungszins beruht auf dem von der Deutschen Bundesbank veröffentlichten Abzinsungssatz und beträgt 4,01% p.a. Die biometrischen Wahrscheinlichkeiten stammen aus den "Richttafeln 2005 G". Es wurde ein Rententrend von 2% p.a. und ein Gehaltstrend von 0% p.a. unterstellt. Soweit ungewisse Verbindlichkeiten erkennbar waren, wurden hierfür Rückstellungen gebildet, deren Höhe die voraussichtlichen Verbindlichkeiten deckt. Die sonstigen Rückstellungen sind in Höhe des Betrages angesetzt, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist (Erfüllungsbetrag). Rechnungsabgrenzungen wurden ordnungsgemäß vorgenommen. Einzelangaben zur Bilanz
Anlagevermögen Die Entwicklung des Anlagevermögens zeigt der Anlagenspiegel in der Anlage zum Anhang. Die in der Bilanz unter den Sachanlagen ausgewiesene Betriebs- und Geschäftsausstattung wird vollumfänglich im Rahmen der eigenen Tätigkeit genutzt. Sonstige Vermögensgegenstände Von dem Gesamtsaldo der sonstigen Vermögensgegenstände in Höhe von Euro 28.769,36 (Vorjahr Euro 22.536,14) entfallen Euro 15.393,87 (Vorjahr Euro 15.322,26) auf geleistete Kautionszahlungen. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten in Höhe von Euro 11.109.061,51 (Vorjahr Euro 8.239.342,48) sind ausnahmslos täglich fällig. Verbindlichkeiten gegenüber Kunden Die Verbindlichkeiten gegenüber Kunden enthalten in Höhe von Euro 512.652,28 (Vorjahr Euro 580.755,26) Bestandsgarantien und sind unter der Voraussetzung, dass die zugrunde liegende Forderung eingegangen ist, täglich fällig. Die restlichen Verbindlichkeiten gegenüber Kunden sind täglich fällig. Sonstige Verbindlichkeiten Die sonstigen Verbindlichkeiten enthalten Darlehensverbindlichkeiten an Gesellschafter in Höhe von Euro 216.049,77 (Vorjahr Euro 213.732,79), die zu marktkonformen Konditionen aufgenommen wurden. Daneben enthalten sie unter anderem Verbindlichkeiten aus Umsatzsteuern (Euro 58.458,09; Vorjahr Euro 45.069,53) und Lohnsteuern (Euro 27.502,32; Vorjahr 37.922,54) Nachrangige Verbindlichkeiten Die Darlehen von Euro 607.800,00 bestehen in voller Höhe gegenüber Gesellschaftern und sind für die Dauer der Geschäftsverbindungen mit den kreditgebenden Banken mit einem Rangrücktritt versehen. Diese Verbindlichkeiten bestehen in Euro und sind bis auf Weiteres gewährt, ihnen liegt ein Zinssatz von 4,5% p.a. zu Grunde. Die für die nachrangigen Verbindlichkeiten angefallenen Aufwendungen belaufen sich auf Euro 27.351,00 (Vorjahr Euro 27.351,00). Latente Steuern Es bestehen aktive Steuerlatenzen, die aus Differenzen in der Pensionsrückstellung resultieren. Die Bewertung erfolgte mit dem unternehmensindividuellen durchschnittlichen Steuersatz von 28,4%. In Ausübung des Wahlrechts des § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB wird der über den Saldierungsbereich hinausgehende Überhang aktiver Steuerlatenzen nicht bilanziert. Rückstellungen Pensionsverpflichtungen in Höhe von Euro 548.011,00 (Vorjahr Euro 572.140) werden mit Rückdeckungsversicherungsansprüchen in Höhe von Euro 415.367,00 (Vorjahr Euro 398.252,00) saldiert, da es sich um Planvermögen handelt. Der von der Ausschüttungssperre erfasste betrag beträgt Euro 116.386 Die anderen Rückstellungen betreffen Kosten der Jahresabschlusserstellung, der Jahresabschlussprüfung, der Archivierung von Geschäftsunterlagen, der Erstellung der Steuererklärungen, Personalkosten und Beiträge an Berufsgenossenschaft. Langfristige Rückstellungen wurden mit den von der Deutschen Bundesbank veröffentlichten Abzinsungssätzen abgezinst. Einzelangaben zur Gewinn- und VerlustrechnungDie Zinserträge, Provisionserträge und sonstigen betrieblichen Erträge wurden vollumfänglich im Inland erzielt. Von den sonstigen betrieblichen Erträgen in Höhe von Euro 399.712,76 (Vorjahr Euro 391.379,23) entfallen Euro 57.465,81 (Vorjahr Euro 63.201,92) auf Sachbezüge, Euro 78.310,88 (Vorjahr 184.067,18) auf vereinnahmte bisher nicht verrechnete Gutschriften, Euro 141.478,55 (Vorjahr Euro 3.649,87) auf Auflösung von Rückstellungen und Euro 89.437,50 (Vorjahr Euro 104.851,81) auf Erstattung der Kosten für Auskunftsgebühren. Die Aufwendungen für Provisionen entfallen in voller Höhe auf vermittelte Factoringkunden. Bei der Ermittlung der Pauschalwertberichtigung wurde der betriebliche Erfahrungssatz von 1,75% (Vorjahr 1,75%) des nicht einzelwertberichtigten Forderungsbestandes (Forderungen an Kunden) angewandt. Gem. § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB wurden Aufwendungen in Höhe von Euro 22.256,00 (Vorjahr Euro 134.854,00) mit Erträgen in Höhe von EUR 17.115,00 (Vorjahr Euro 63.437,00) verrechnet. Die Gesellschaft hat seit dem Geschäftsjahr 2012 von der Möglichkeit des saldierten Ausweises der Positionen Abschreibungen und Wertberichtigungen auf Forderungen und bestimmte Wertpapiere sowie Zuführungen zu Rückstellungen im Kreditgeschäft und Erträge aus Zuschreibungen zu Forderungen und bestimmten Wertpapieren sowie aus der Auflösung von Rückstellungen im Kreditgeschäft nach § 340 f HGB i.V.m. § 32 Satz 2 RechKredV Gebrauch gemacht. Sonstige AngabenGeschäftsführung Der Geschäftsführung gehörten im Geschäftsjahr folgende Personen an:
Auf die Angabe der Geschäftsführervergütungen wurde gem. § 286 Abs. 4 HGB verzichtet. Arbeitnehmer Die bei der Gesellschaft durchschnittlich beschäftigte Arbeitnehmerzahl beläuft sich auf 27 Arbeitnehmer und teilt sich wie folgt auf:
Honorar des Abschlussprüfers Das vom Abschlussprüfer berechnete Gesamthonorar betrug im Geschäftsjahr 2016 Euro 14.000,00 und entfiel vollständig auf Abschlussprüfungsleistungen. Sonstige finanzielle Verpflichtungen Als sonstige finanzielle Verpflichtung bestehen folgende Miet- und Leasingverpflichtungen:
Gewinnverwendungsvorschlag Die Geschäftsführung schlägt vor, den Jahresüberschuss in Höhe von Euro 390.514,07 dem bestehenden Gewinnvortrag von Euro 5.310.354,92 zuzuführen und den Bilanzgewinn von Euro 5.700.868,99 auf neue Rechnung vorzutragen. Nachtragsbericht Bis zum heutigen Zeitpunkt haben sich keine Geschäftsvorgänge ergeben, die die Geschäftsentwicklung seit dem Bilanzstichtag wesentlich beeinflusst haben.
Langenfeld, 29. März 2017 G.R. Factoring GmbH Gert Rees, Geschäftsführer
G.R. Factoring GmbH Simone Rees, Geschäftsführerin Entwicklung des Anlagevermögens vom 1. Januar bis 31. Dezember 2016
Lagebericht 2016Inhalt
1. Grundlagen des UnternehmensDie G.R. Factoring betreibt seit 1992 Factoring im Sinne des § 1 Abs. la S. 2 Nr. 9 KWG und ist somit ein Finanzdienstleistungsinstitut im Sinne des § 1 KWG. Wir unterliegen dem Kreditwesengesetz (KWG), der Aufsicht der Deutschen Bundesbank sowie der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin). Die Gesellschaft arbeitet fast ausschließlich im FULL-Service-Verfahren mit Übernahme des kompletten Debitorenmanagements inklusive Mahnwesen und betreibt zudem ausschließlich echtes Factoring mit Delkredere-Übernahme, d.h. Finanzierung und vollständige Risikoabsicherung der Anschlusskunden bei Insolvenz des Rechnungsempfängers (Debitors). Vom Sitz des Unternehmens in Langenfeld/Rheinland wird Factoring bundesweit mit eigenem Vertrieb angeboten; nur in Ausnahmefällen wird im Vertrieb mit Factoring-maklern und Beratern zusammengearbeitet. Es werden Forderungen national und international (Euro-Raum) im Rahmen der gegebenen Kreditlimite der Warenkreditversicherer angekauft. 2. Wirtschaftliches Umfeld und Rahmenbedingungen2016 ist für Deutschland als gutes Wirtschaftsjahr zu bewerten. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) stieg laut Statistischem Bundesamt um 1,8 % im Vergleich zum Vorjahr. Die Inflationsrate lag 2016 bei nur 0,3 %, die Arbeitslosenquote lag bei 6,1 %. Der Leitzins der Europäischen Zentralbank liegt mit 0 % auf einem historischen Tiefstand. Mit der Flüchtlingskrise, der amerikanischen und europäischen Wirtschaftspolitik sowie der Terrorgefahr gehen Unsicherheitsfaktoren in 2017 einher, dessen Auswirkungen schwer abzuschätzen sind. 3. Entwicklung der Factoringbranche in 2016Factoring bleibt in Deutschland ein Wachstumsmarkt. In 2016 stieg das Ankaufsvolumen auf über € 200 Mrd. Beherrscht wird der Markt zu 95 % von den ca. 30 großen Factoring-Instituten (Konzerntöchter der Banken). Die restlichen 5 % verteilen sich auf ca. 30 Factoringfirmen, die im Bundesverband Factoring für den Mittelstand (BFM) organisiert sind. Derzeit betreuen 26 Factoringgesellschaften aus dem BFM (G.R. Factoring ist Gründungsmitglied) ca. 5.700 mittelständische Unternehmen mit einem gesamten Ankaufsvolumen von mehr als € 3 Mrd. Trotz Ausweitung der gesetzlichen Regulierungsvorschriften und damit verbundenen erhöhten Anforderungen und Aufwendungen für die Factoringgesellschaften bleiben ein im abgelaufenen Jahr erneut verstärkter Wettbewerb und Preisdruck in der Facto-ringbranche bestehen. Die Margen werden deutlich kleiner, nicht zuletzt auch durch die Niedrigzinsentwicklung. Gleichzeitig nimmt die Akzeptanz von Factoring in der Wirtschaft weiter zu. Die wichtigsten Schwerpunktbranchen sind: Handel und Handelsvermittlung, Fahrzeugbau, Herstellung von Metallerzeugnissen/Maschinenbau, Dienstleistungen, Elektronik/ Elektronische Bauteile. In mehr als zwei Jahrzehnte haben wir uns eine aussichtsreiche Marktstellung erarbeitet. In Bezug auf die Factoring-Nachfrage gehen sowohl die G.R. Factoring als auch die Verbände von einer weiterhin guten Entwicklung aus. Durch die Neugeschäftsentwicklung der ersten Monate des Geschäftsjahres 2017 sehen wir uns in der Erwartung weiterhin guter Geschäftsaussichten bestärkt. Wir erwarten in den nächsten 3 bis 5 Jahren eine Bereinigung des Anbietermarktes. Die hohen Anforderungen der BaFin und die notwendige Kapitalbeschaffung zu günstigen Zinsen werden bei den kleineren Anbietern einen Ausleseprozess herbeiführen. 4. Wirtschaftliche Lage (Vermögens-, Finanz- und Ertragslage)Bei deutlich gestiegenen Zinserträgen, die im Wesentlichen die Factoringgebühren enthalten, konnte das Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit im Jahr 2016 um 41 % gesteigert werden. Die Höhe des Personalaufwands und das Risikoergebnis haben sich nach den Sondereffekten des Vorjahres wieder normalisiert. Der Jahresüberschuss wurde auf TEUR 390 (Vorjahr TEUR 277) gesteigert. Wir erachten den Geschäftsverlauf im Jahr 2016 als zufriedenstellend. Mit Eigenmitteln in Höhe von über € 6,8 Mio. (inklusive Gesellschafterdarlehen mit Rangrücktritt in Höhe von € 0,6 Mio.) und einer Eigenmittelquote in Höhe von 34 % nimmt die G.R. Factoring einen Spitzenplatz in der Branche ein. Dies garantiert Stabilität und Sicherheit für unsere Geschäftspartner. Die G.R. Factoring refinanziert den Forderungsankauf primär mit Eigenkapital, besi-cherten Bankkrediten von der Kreissparkasse Köln, Stadtsparkasse Düsseldorf, Commerzbank Solingen/Hilden, UniCredit Bank und Darlehen aus dem Gesellschafterkreis. Hinsichtlich einer im Rahmen des weiteren Wachstums benötigten Liquidität für zusätzliche Forderungsankäufe verfügt das Unternehmen über ausreichende freie Linien. Die Kreditlinien waren im Geschäftsjahr 2016 zu jeder Zeit ausreichend. Die Vermögens- und Finanzlage ist somit geordnet. 5. Risiko- und Chancenbericht5.1 Organisation Das Management der Chancen und Risiken hat für die G.R. Factoring eine wesentliche Bedeutung. Dies ist nicht erst durch die in den letzten Jahren in immer größerem Umfang greifenden aufsichtsrechtlichen Rahmenbedingungen geprägt. Die Identifizierung und Nutzung bestehender Chancen liegt sowohl in der Verantwortung der Geschäftsführung als auch der Mitarbeiter. Bereits Ende 2012 hatte die Geschäftsführung beschlossen, das Risikomanagement weiter auszubauen und die Prophylaxe weiter zu verstärken. Neben strategischen Maßnahmen in der Aufbau- und Ablauforganisation wurde und wird dies weiterhin durch direkte Umsetzungsmaßnahmen im Rahmen eines kontinuierlich praktizierten Lern- und Verbesserungsprozesses unterstützt. Innerhalb der Geschäftsführung wurden hierbei Aufgaben neu verteilt. Auch weiterhin ist Voraussetzung für eine funktionierende Risikoüberwachung die frühzeitige Identifikation aller wesentlichen Risiken und Risikotreiber, die Messung und Bewertung dieser einzelnen Risiken sowie die Aggregation zu einem Gesamtrisiko. Neben Software-basierter Risikonennung, Auswertungen und Kontrollmechanismen ist uns eine kritische Grundhaltung mit permanenter Aufmerksamkeit sehr wichtig. Unterstützt von internen und externen Schulungsmaßnahmen sorgen wir für eine Erhöhung der Sensibilität in der Bewertung und Bearbeitung der täglichen Routinen und Aufgabenstellungen bei der gesamten Belegschaft. Das Unternehmen erstellt standardisierte Risikoberichte. Diese enthalten detaillierte Informationen zu den Risiken, Bewertungsparametern und Steuerungsmaßnahmen. Die Berichterstattung erfolgt quartalsweise. Die Revision und der Abschlussprüfer kontrollieren regelmäßig die Angemessenheit und Funktionsfähigkeit des Risikomanagements sowie seine Übereinstimmung mit den gesetzlichen Vorgaben. Die G.R. Factoring betrachtet insbesondere die folgenden Risikoarten als wesentlich und hat die unter 5.2 aufgeführten Maßnahmen zum Risikomanagement ergriffen. 5.2 Risikoarten • Adressenausfallrisiken Die möglichst umfassende Bewertung der wirtschaftlichen Verhältnisse des Facto-ringkunden inklusive seiner Finanzierungsstruktur muss immer am Anfang einer neuen Geschäfts-/ Vertragsbeziehung stehen. Hinzu kommen eine Betrachtung der Branche und der Abnehmerstruktur sowie eine kritische Würdigung der Liefer-und Zahlungsabsprachen. Dieses Prüfungsprocedere setzt sich über die Zeitschiene der Zusammenarbeit fort und umfasst permanente Auswertungen zeitnaher Jahresabschlüsse und Zwischenzahlen. Flankiert von Kreditversicherer-Abfragen sowie aktualisierten Büro-und gegebenenfalls Bankauskünften werden auch weitere externe Informationsquellen genutzt. Zudem stehen zur Vermeidung von Risikokonzentrationen Limit-systeme und Auswertungen zur Verfügung. • Veritätsrisiken Veritätsrisiken stellen für Factoringgesellschaften grundsätzlich ein hohes und schwer kalkulierbares Gefahrenpotential dar. Neben einer fehlenden Rechtsbeständigkeit der angekauften Forderungen zählen hierzu insbesondere bewusste vertragliche Unterlassungen sowie Manipulationen und betrügerische Handlungen. Die Bemühungen, solche Ausfälle zu vermeiden, sind auch weiterhin den Zielen einer Geschäftsausweitung übergeordnet. Maßnahmen, um diesen Risiken auch zukünftig deutlich entgegenzutreten, umfassen, neben den bereits vorab beschriebenen Maßnahmen, sowohl im Neukunden-als auch im Bestandskundenbereich konsequente weitere kontinuierliche und stichprobenartige Prüfungsaktivitäten. Nach mittlerweile umfangreichen Erfahrungen auf Grundlage der adjustierten Ausrichtung und sehr positiven Erfolgen in der Prävention sehen wir uns in den umgesetzten Maßnahmen bestätigt. Auch im Berichtszeitraum 2016 konnte der Entstehung neuer Veritätsschäden wirkungsvoll begegnet werden. Bis zur Erstellung dieses Berichts war kein neuer Fall absehbar. • Marktrisiken (einschließlich Marktpreisrisiken) Bedingt durch den Geschäftsgegenstand, die kongruent hierauf ausgerichtete Finanzierungstruktur und die Vermeidung von Fremdwährungsrisiken wird das Marktpreisrisiko als nicht bedeutend angesehen. Negative Änderungen auf der Zinsseite werden nach aktuellem Stand kurzfristig nicht erwartet. • Liquiditäts- / Refinanzierungsrisiko Das Liquiditätsrisiko umfasst das Risiko, Zahlungsverpflichtungen im Zeitpunkt der Fälligkeit nicht nachkommen zu können und bei Bedarf nicht ausreichend finanzielle Mittel zu tragbaren Konditionen beschaffen zu können. Wir arbeiten im Tagesgeschäft mit mindestens wöchentlich aktualisierten Liquiditätsplanungen. Die G.R. Factoring verfügt über mit komfortablen Reserven ausgestattete Kreditlinien. Alle Linien sind bis auf weiteres eingeräumt. Auch zur Minderung des Risikos des Ausfalls eines refinanzierenden Kreditinstituts sind diese auf mehrere Banken aufgeteilt. Eine grundlegende Veränderung der von uns permanent im Monitoring befindlichen Zinslandschaft und der Refinanzierungskonditionen sehen wir für 2017 aktuell nicht. • Operationelle und sonstige Risiken Das operationelle Risiko besteht in der Gefahr von Verlusten als Folge von externen Ereignissen oder unzulänglicher oder fehlgeschlagener interner Prozesse, Systeme und (unterbliebener) Handlungen. Wir begrenzen das Restrisiko aus menschlichem Versagen oder betrügerischen Handlungen der Mitarbeiter im Unternehmen durch laufende Kontrollmaßnahmen und durch eine permanente Verbesserung der Prozesse. Zudem gilt grundsätzlich das "4-Augen-Prinzip". Hinzu kommen spezifische Versicherungen gegen bestimmte Risiken. Hinsichtlich der Risiken im IT-Bereich befähigen uns die installierten Sicherheitskomponenten bei Datenverlusten oder Systemausfällen, innerhalb kurzer Zeit den Geschäftsbetrieb so weiterzuführen, dass unsere Zahlungsverpflichtungen aus dem Factoringbetrieb eingehalten werden können. Rechtlichen Risiken wird durch eine intensive und permanente Zusammenarbeit mit den langjährig für uns tätigen externen Rechtsanwälten begegnet. Dies umfasst die klassische Beratung in Rechtsfragen, die Mitwirkung bei der Optimierung vertraglicher Ausgestaltungen, die Einbindung in laufende Geschäftsvorfälle sowie auch die Durchsetzung und Verfolgung von Ansprüchen. 6. Prognosebericht und Ausblick auf 2017Die deutsche Wirtschaft ist gut in das Jahr 2017 gestartet und bleibt trotz eines unsicheren globalen Umfeldes (Flüchtlingskrise) auf Wachstumskurs (geschätzt mit 1,5 %). Mehr Erwerbstätigkeit sollte weiterhin zu einer erhöhten Inlandsnachfrage führen. Der schwache Euro gegenüber dem US-Dollar, der niedrige Ölpreis und der Leitzins der EZB von 0 % bringen zusätzlichen Anschub. Mit der guten Wirtschaftslage wächst auch das Factoring-Geschäft. Für 2017 rechnen wir für die Branche mit einem dynamischen Wachstum. Unser kundenfreundliches Factoringsystem mit dem 100 % Auszahlungsprinzip setzt sich durch und gibt uns Vorteile im Markt. Die Kunden mit ihren spezifischen Bedürfnissen stehen auch zukünftig für uns immer im Mittelpunkt. Die G.R. Factoring setzt auch weiterhin auf individuelle Lösungen und den persönlichen und anerkannt guten betreuungsorientierten Service. Auf dieser Basis streben wir eine Stärkung unserer Marktposition und eine Steigerung des Ankaufsvolumens im Jahr 2017 an. Dieses Ziel wollen wir insbesondere mit unserer hochwertigen Dienstleistung erreichen. Die hohen Anforderungen der BaFin, das niedrige Zinsniveau der EZB von 0 % und der starke Wettbewerb über den Preis erfordern weiterhin hohe Anstrengungen, um sich im Markt durchzusetzen. Die G.R. Factoring passt sich den Marktentwicklungen an und sieht zusammen mit den motivierten und erfahrenen Mitarbeitern voller Zuversicht einer erfolgreichen Zukunft entgegen.
Langenfeld, den 29. März 2017 G.R. Factoring GmbH Gert Rees, Geschäftsführender Gesellschafter Simone Rees, geschäftsführende Gesellschafterin Bestätigungsvermerk des AbschlussprüfersWir haben den Jahresabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang - unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der G.R. Factoring GmbH, Langenfeld, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2016 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften liegen in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben. Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet. Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den gesetzlichen Vorschriften, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.
Grünwald, 29. Mai 2017 ifb Treuhand GmbH, Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Steffen Urban, Wirtschaftsprüfer |
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