Stammdaten

Register
Amtsgericht Mannheim HRB 743679
Eingetragen
25.4.2022
Branche
Herstellung von UhrenGroßhandel mit Uhren und SchmuckHerstellung von Fantasieschmuck
Gegenstand
Die Herstellung von Schmuck, Uhrenteilen und Komponenten.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Sandra Jasmin Kleiner
seit 30.5.2022
Geschäftsführer
Geschäftsführer
Karolin Scheufele
seit 25.4.2022
Geschäftsführer
Peter Pfäffle
seit 25.4.2022
Prokura

Wirtschaftlich Berechtigte

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
Le petit-fils de L.U. Chopard & Cie SACHE
100.00%

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Le petit-fils de L.U. Chopard & Cie SA
Switzerland
500.000 €
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Karl Scheufele GmbH

Birkenfeld

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Anhang für das Geschäftsjahr 2023

A. Allgemeine Angaben

Die Gesellschaft firmiert als Karl Scheufele GmbH, Panoramastraße 55, 75217 Birkenfeld und ist im Handelsregister unter HRB 743679 Amtsgericht Mannheim (Registergericht) eingetragen.

Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt.

Nach den in § 267 HGB angegebenen Größenklassen ist die Gesellschaft eine mittelgroße Kapitalgesellschaft.

B. Angaben zur Bilanzierung und Bewertung

Erworbene immaterielle Anlagewerte werden zu Anschaffungskosten angesetzt und, sofern sie der Abnutzung unterlagen, um planmäßige Abschreibungen vermindert.

Das Sachanlagevermögen wird zu Anschaffungs- und Herstellkosten angesetzt und, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert.

Werkzeuge mit langfristiger Nutzungsdauer sind mit einem Festwert angesetzt.

Die planmäßigen Abschreibungen werden nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände linear auf die Anschaffungs- und Herstellkosten vorgenommen.

Geringwertige Wirtschaftsgüter des Anlagevermögens werden analog § 6 II bzw. IIa EStG abgeschrieben.

Unfertige Leistungen sind zu Herstellungskosten (Fertigungseinzelkosten zuzüglich notwendige Fertigungsgemeinkosten, jedoch ohne Fremdkapitalzinsen) angesetzt.

Forderungen werden unter Berücksichtigung aller erkennbaren Risiken bewertet. Möglichen Risiken wird durch Bildung einer Pauschalwertberichtigung Rechnung getragen.

Sonstige Vermögensgegenstände und Flüssige Mittel sind zum Nennwert angesetzt.

Für Ausgaben vor dem Abschlussstichtag, die Aufwand für die Zeit nach diesem Tag darstellen, ist ein aktiver Rechnungsabgrenzungsposten gebildet.

Die Steuerrückstellungen beinhalten die das Geschäftsjahr betreffenden, noch nicht veranlagten Steuern.

Die sonstigen Rückstellungen werden für alle weiteren ungewissen Verbindlichkeiten mit den nach kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrag gebildet. Dabei werden alle erkennbaren Risiken berücksichtigt.

Die Verbindlichkeiten sind mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt und innerhalb eines Jahres fällig.

Auf fremde Währung laufende Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten wurden zum Devisenkassamittelkurs am Abschlussstichtag umgerechnet.

C. Angaben und Erläuterungen zu einzelnen Posten der Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung

Die Aufgliederung und Entwicklung der Anlagenwerte sowie die Abschreibung des laufenden Geschäftsjahres je Position der Bilanz sind dem Anlagespiegel zu entnehmen.

Die sonstigen Rückstellungen betreffen im Wesentlichen arbeitsvertragliche Verpflichtungen.

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen betreffen ausschließlich Verbindlichkeiten gegen die Gesellschafterin.

Zum Bilanzstichtag bestehen keine Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von mehr als fünf Jahren.

Die Aufgliederung der Umsatzerlöse gem. § 285 Nr. 4 HGB unterbleibt mit Hinweis auf § 288 Abs. 2 HGB.

Die Umsätze werden nahezu ausschließlich mit dem Anteilseigner, für den im Lohn gefertigt wird, getätigt. In Absprache mit den Finanzbehörden sind hierfür Verrechnungspreise nach dem Kostenaufschlagsmodell definiert.

D. Sonstige Angaben

Haftungsverhältnisse im Sinne des § 251 HGB bestehen zum Bilanzstichtag nicht.

Die Geschäftsführung der Gesellschaft oblag im abgelaufenen Geschäftsjahr:

Frau Sandra Kleiner, MBA, Keltern

Herr Karl-Friedrich Scheufele, Vertriebsvorstand, Prangins/Schweiz

Frau Karolin Scheufele, Marketingvorstand, Prangins/Schweiz

Die Angaben gem. § 285 Nr. 9a HGB unterbleiben unter Hinweis auf § 286 Abs. 4 HGB.

Im Durchschnitt waren während des Geschäftsjahres 281 gewerbliche Arbeitnehmer sowie 69 Angestellte beschäftigt.

Die Gesellschaft wird in den Jahresabschluss der Chopard Holding S.A. mit Sitz in Meyrin/Schweiz einbezogen.

Die Geschäftsführung schlägt vor, den Jahresüberschuss auf neue Rechnung vorzutragen.

 

Birkenfeld, den 3. Februar 2024

Karolin Scheufele

Karl-Friedrich Scheufele

Sandra Kleiner

Anlagespiegel zum 31. Dezember 2023

Karl Scheufele GmbH

Anschaffungs- und Herstellungskosten
Anlagevermögen Stand Anfang der Periode Zugänge Abgänge Umbuchungen/ Umgliederungen Stand Ende der Periode
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Firmenwert 5.112,92 0,00 0,00 0,00 5.112,92
2. Software 230.351,50 3.439,20 0,00 0,00 233.790,70
Summe Immaterielle Vermögensgegenstände 235.464,42 3.439,20 0,00 0,00 238.903,62
II. Sachanlagen
1. Technische Anlagen und Maschinen 15.114.922,93 1.070.540,83 351.749,14 0,00 15.833.714,62
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 9.200.813,35 672.643,06 125.121,42 0,00 9.748.334,99
3.Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 813.188,07 341.940,20 813.188,07 0,00 341.940,20
Summe Sachanlagen 25.128.924,35 2.085.124,09 1.290.058,63 0,00 25.923.989,81
Gesamtsumme 25.364.388,77 2.088.563,29 1.290.058,63 0,00 26.162.893,43
Kumulierte Abschreibungen
Anlagevermögen Stand Anfang der Periode Zugänge Abgänge Stand Ende der Periode
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Firmenwert 5.112,42 0,00 0,00 5.112,42
2. Software 178.085,50 25.059,20 0,00 203.144,70
Summe Immaterielle Vermögensgegenstände 183.197,92 25.059,20 0,00 208.257,12
II. Sachanlagen
1. Technische Anlagen und Maschinen 12.095.361,94 872.974,83 332.104,64 12.636.232,13
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 5.991.248,24 541.310,56 124.869,92 6.407.688,88
3.Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00
Summe Sachanlagen 18.086.610,18 1.414.285,39 456.974,56 19.043.921,01
Gesamtsumme 18.269.808,10 1.439.344,59 456.974,56 19.252.178,13
Buchwert
Anlagevermögen Stand aktuelles Jahr Stand Vorjahr
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Firmenwert 0,50 0,50
2. Software 30.646,00 52.266,00
Summe Immaterielle Vermögensgegenstände 30.646,50 52.266,50
II. Sachanlagen
1. Technische Anlagen und Maschinen 3.197.482,49 3.019.560,99
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 3.340.646,11 3.209.565,11
3.Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 341.940,20 813.188,07
Summe Sachanlagen 6.880.068,80 7.042.314,17
Gesamtsumme 6.910.715,30 7.094.580,67

Bilanz zum 31. Dezember 2023

Aktiva

31.12.2023 31.12.2022
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Geschäfts- oder Firmenwert 0,50 0,50
2. Software 30.646,00 30.646,50 52.266,00
II. Sachanlagen
1. technische Anlagen u. Maschinen 3.197.482,49 3.019.560,99
2. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 3.340.646,11 3.209.565,11
3. geleistete Anzahlungen und
Anlagen im Bau 341.940,20 6.880.068,80 813.188,07
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
1. unfertige Leistungen 1.723.657,76 1.981.905,71
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 3.399,00 3.094,00
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 7.940.448,63 5.259.166,67
3. sonstige Vermögensgegenstände 462.415,38 8.406.263,01 436.559,79
III. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten 109.065,36 722.160,58
17.149.701,43 15.497.467,42

Passiva

31.12.2023 31.12.2022
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 500.000,00 500.000,00
II. Kapitalrücklage 1.895.011,91 1.895.011,91
III. Gewinnvortrag 1.295.351,47 0,00
IV. Jahresüberschuß 1.201.681,86 1.295.351,47
B. Rückstellungen
1. Steuerrückstellungen 371.580,00 187.010,00
2. sonstige Rückstellungen 931.067,20 1.302.647,20 1.062.828,38
C. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 431.733,48 314.528,15
- davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr 431.733,48 € (Vj. 314.528,15 €)
2. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 10.262.395,53 9.959.458,06
-davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr: 10.262.395,53 € (Vj. 9.959.458,06 €)
3. sonstige Verbindlichkeiten 260.879,98 10.955.008,99 283.279,45
- davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr 260.879,98 € (Vj. 283.279,45 €)
-davon aus Steuern 237.930,16 € (Vj. 267.389,52 €)
-davon im Rahmen sozialer Sicherheit 16.365,93 € (Vj. 13.809,63 €)
17.149.701,43 15.497.467,42

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 01.01. bis 31.12.2023

31.12.2023 31.12.2022
1. Umsatzerlöse 33.142.903,86 32.784.032,60
2. Erhöhung/Verminderung des Bestandes an fertigen und unfertigen Erzeugnissen -258.247,95 -214.615,48
3. sonstige betriebliche Erträge 287.729,65 94.626,04
4. Materialaufwand
a) Aufwendungen für bezogene Leistungen -477.316,28 -697.749,85
5. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter -20.249.390,07 -20.156.080,11
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und Unterstützung -3.841.294,49 -24.090.684,56 -3.796.550,56
6. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen -1.439.344,59 -1.255.776,07
7. sonstige betriebliche Aufwendungen
a) Raumkosten -1.594.144,40 -1.166.904,15
b) Versicherungen, Beiträge und Abgaben -23.115,17 -35.835,55
c) Reparaturen und Instandhaltungen -2.725.498,37 -2.661.486,13
d) Fahrzeugkosten -107.075,65 -104.271,18
e) Bewirtung und Reisekosten -31.462,86 -26.091,64
f) Kosten der Warenabgabe -14.502,93 -52.434,12
g) verschiedene betriebliche Kosten -834.719,09 -944.650,00
h) Währungsverluste -2.044,27 -1.211,38
i) nicht abzugsfähige Betriebsausgaben -11.849,06 -5.344.411,80 -4.729,06
8. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 156.367,68 54.616,50
-davon aus verbundenen Unternehmen 155.118,71 € (Vj. 52.969,68 €)
9. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -302.992,57 -43.452,54
-davon an verbundene Unternehmen 302.937,47 € (Vj. 43.432,19 €)
10. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -472.321,58 -476.085,85
11. Ergebnis nach Steuern 1.201.681,86 1.295.351,47
12. Jahresüberschuss 1.201.681,86 1.295.351,47

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023

Darstellung des Geschäftsverlaufs

Als Lohnfertiger einer bedeutenden Luxusmarke im Uhren- und Schmuckbereich konnte im Geschäftsjahr 2023 der erwartete Umsatz nicht vollständig erreicht werden.

Die privaten Konsumausgaben in Deutschland lagen preisbereinigt 3% unter dem Jahr 2022.

Allerdings konnte die Schmuck- und Uhrenbranche ihre Position aus dem Vorjahr behaupten, auch wenn die Umsätze im zweiten Halbjahr deutlich schwächer wurden.

Umsatz- und Auftragsentwicklung

Im Geschäftsjahr 2023 wurde ein Umsatz, ermittelt aus der Kostenaufschlagsmethode zur Lohnfertigung, in Höhe von 33.143 T€ erzielt. Dies entspricht einem Zuwachs von 1,1% gegenüber dem Jahr 2022.

Investitionen

Die Investitionen des Geschäftsjahres, ohne geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau, beliefen sich auf 1.747 T€ (Vorjahr 1.885 T€) für Ersatz- und Modernisierungsmaßnahmen.

In 2023 betrugen die Abschreibungen 1.439 T€; wesentliche Anlagenabgänge waren nicht zu verzeichnen.

Finanzierungsmaßnahmen bzw. -vorhaben

Alle getätigten Investitionen wurden aus dem laufenden Cashflow finanziert. Bankdarlehen wurden keine in Anspruch genommen und Geschäfte mit derivativen Finanzinstrumenten nicht getätigt.

Nennenswerte Leasingverpflichtungen sind nicht zu verzeichnen.

Personal- und Sozialbereich

Der Personalbestand reduzierte sich minimal von 360 Mitarbeitern am 31.12.2022 auf 356 am 31.12.2023. Die Entlohnung orientiert sich weiterhin am Branchentarifvertrag.

In den Bereichen Gesundheits- und Arbeitsschutz, z.B. Unfallschutz, Betriebsunfälle u. ä. haben sich im Geschäftsjahr 2023 keine besonderen Vorkommnisse ereignet.

Sonstige wichtigen Vorgänge des Geschäftsjahres

Änderungen der juristischen oder gesellschaftlichen Rahmenbedingungen sind im Jahr 2023 keine eingetreten.

Darstellung der Lage

Vermögenslage

Trotz der gegenüber dem Vorjahr um 10,7% gestiegene Bilanzsumme auf 17.150 T€ ist die Eigenkapitalquote rechnerisch von im Vorjahr 23,8% auf 28,5% gestiegen.

Der Anteil des Anlagevermögens beträgt 40,3% an der gestiegenen Bilanzsumme. Die Stichtagsliquidität sinkt deutlich um 614 T€. Im Gegensatz dazu steigt der Anteil der Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände auf 49,0% im Vergleich zu 36,8% des Vorjahres.

Finanzlage

Ergänzend zu den Ausführungen hinsichtlich der Investitionsfinanzierung lässt sich feststellen, dass im Jahr 2023 auf eine Inanspruchnahme der Kontokorrentlinien verzichtet werden konnte. Die anfallenden finanziellen Verpflichtungen wurden stets, wenn möglich unter Erwirtschaftung von Skontoerträgen, erfüllt.

Der Cashflow ist im Vergleich zum Vorjahr stichtagsbedingt deutlich gesunken.

Ertragslage

Die Gesamtleistung ist gegenüber dem Vorjahr um 1,0 % gestiegen. Operativ wurde im ausgeübten Lohnfertigungsmodell ein positives Ergebnis erzielt. Auf Grund einer stagnierenden Auftragslage und der Steigerung der Lohnfertigungskosten ist das Ergebnis aus der Lohnfertigungsabrechnung leicht gestiegen.

Das Finanzergebnis hat sich gegenüber dem Vorjahr von 11 T€ auf -147 T€ vermindert, was im Wesentlichen auf die Verzinsung der Forderungen und Verbindlichkeiten gegenüber der Gesellschafterin zurückzuführen ist.

Hinweise auf Chancen und Risiken der künftigen Entwicklung

Wir sind gesetzlich verpflichtet, auf wesentliche Risiken der zukünftigen Entwicklung, die bestandsgefährdende oder wesentliche Einflüsse auf die Vermögens-, Finanz- oder Ertragslage haben können, hinzuweisen.

Für das Erkennen wesentlicher Risiken hat die Gesellschaft ein umfassendes Kontroll- und Risikomanagement als Bestandteil der Unternehmensplanung implementiert. Die eingesetzten Steuerungs- und Überwachungssysteme werden fortlaufend weiterentwickelt, um noch besser das Maß der Risiken bewerten und handhaben zu können.

Da die Gesellschaft im Rahmen der Lohnfertigung tätig ist und nach der Kostenaufschlagsmethode in Absprache mit der deutschen Finanzverwaltung mit dem Mutterkonzern abrechnet, begrenzen sich Ertragsrisiken auf die des Mutterkonzerns und den Lohnfertigungsvertrag.

Grundsätzliche Ertragsrisiken sehen wir in den politischen Reaktionen auf die unterschiedlichen geopolitischen Krisen, den nicht prognostizierbaren Edelmetallnotierungen, den nicht mehr wettbewerbsfähigen Energiekosten als auch erhöhte inflationäre Tendenzen im Euro-Raum sowie dessen Volatilität speziell gegenüber dem branchen- und geschäftsbedingt wichtigen Schweizer Franken. Prognosen werden hierbei im Umfang der unserer Unternehmensgröße entsprechenden Realisierbarkeit herangezogen.

Chancen und Risiken leiten sich aus der global handelnden Weltwirtschaft ab. Als Lohnfertiger eines mittelständischen Unternehmens in Europa sind wir davon nur mittelbar betroffen, so dass eine Abschätzung potenzieller Auswirkungen abschließend nur schwer möglich ist.

Die Leitzinsänderungen der EZB zur Inflationsbekämpfung stellen für uns aktuell kein Risiko dar, da wir weiterhin planen, uns ausschließlich im Innenverhältnis zu finanzieren.

Alle uns bekannten Risiken sind nach derzeitigem Erkenntnisstand durch entsprechende Rückstellungen ausreichend abgedeckt. Bestandsgefährdende Risiken lassen sich derzeit nicht erkennen.

Sofern unser Lagebericht in die Zukunft gerichtete Annahmen und Einschätzungen enthält, besteht auch in der hochwertigen Schmuckbranche grundsätzliche Unsicherheit bei Prognosen.

Die Vorjahresprognose konnte im Berichtsjahr nicht vollständig bestätigt werden, auch wenn neben den finanziellen auch die nichtfinanziellen Leistungsindikatoren und Steuerungssysteme stabilisierend gewirkt haben. Neben materiellen Leistungsindikatoren, wie insbesondere die Personalauslastung und die Personalentwicklungsfaktoren, haben sich die immateriellen Leistungsindikatoren u.a. des Betriebsklimas auf stabilem Niveau behauptet.

Sonstige Angaben, insbesondere über die voraussichtliche Entwicklung

Trotz der oben beschriebenen Ertragsrisiken gehen wir in unseren Plänen davon aus, dass wir in 2024 im Vergleich zu 2023 sowohl eine gleichbleibende Gesamtleistung als auch einen ähnlichen Jahresüberschuss erzielen. Nicht existentielle Risiken im Bereich der Leistungsindikatoren werden hierzu permanent beobachtet.

 

Birkenfeld, den 3. Februar 2024

Karolin Scheufele

Karl-Friedrich Scheufele

Sandra Kleiner

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die Karl Scheufele GmbH, Birkenfeld

• Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Karl Scheufele GmbH, Birkenfeld, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Karl Scheufele GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023.

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

• Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

• Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

• Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Karlsruhe, den 8. April 2024

Badenia Revision Treuhand GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Dr. Helmut Streicher, Wirtschaftsprüfer

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