Stammdaten

Register
Amtsgericht Paderborn HRB 15901
Eingetragen
3.6.2022
Branche
Herstellung von Batterien und AkkumulatorenErbringung von Beratungsleistungen auf dem Gebiet der InformationstechnologieTätigkeiten von Strom- und Erdgasmaklerinnen und -maklern
Gegenstand
Die Entwicklung, Produktion, Betrieb, Vermietung und der Vertrieb von Energiespeichersystemen und -lösungen, einschließlich der Erbringung aller damit im Zusammenhang stehender Dienstleistungen, die Bereitstellung, Aufarbeitung und Auswertung von Daten und die Überlassung von Software-Lösungen sowie die Bereitstellung und Vermietung von Räumlichkeiten und Infrastruktur.

Finanzübersicht

Historie

Keine Bekanntmachungen für diesen Filter verfügbar

Management

NameRolle
Vorstandsmitglied
Philipp Knaup
seit 13.10.2023
Prokura
Dirk Engel
seit 22.3.2023
Vorstandsmitglied
André Dr. Haubrock
seit 3.6.2022
Vorstandsmitglied

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

INTILION Aktiengesellschaft

Paderborn

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.04.2023 bis zum 31.03.2024

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023/2024 der INTILION Aktiengesellschaft

1. Grundlagen des Unternehmens

1.1 Organisation und Struktur

Die INTILION Aktiengesellschaft, ("INTILION", "INTILION AG", "Gesellschaft", oder "Unternehmen"), ist ein Anbieter von innovativen, hoch skalierbaren und integrierbaren Energiespeichersystemen und -lösungen (ESS) mit einem umfassenden Dienstleistungsangebot, vor allem für den Einsatz in Gewerbe, Industrie und Netzinfrastruktur.

Die INTILION hat ihren Hauptsitz in Paderborn, Nordrhein-Westfalen, und ist eine 100- prozentige Tochter der HOPPECKE Rail Systems GmbH innerhalb der HOPPECKE Gruppe, die auf mehr als 95 Jahre Erfahrung und technische Kompetenz im Bereich Batterien zurückblicken kann. Der aus zwei Mitgliedern bestehende Vorstand ist für die operative Führung des Unternehmens verantwortlich. Der Aufsichtsrat bestellt, berät und überwacht den Vorstand; der Aufsichtsrat besteht aus drei Mitgliedern. Rechtliche Grundlagen zur Führung und Überwachung des Unternehmens sind das deutsche Aktiengesetz.

Die INTILION firmierte bis zu ihrem Formwechsel in eine Aktiengesellschaft gemäß §§ 190 ff. des Umwandlungsgesetzes am 29. März 2022 als INTILION HUB GmbH und übte eine im Umfang eingeschränkte Geschäftstätigkeit aus. Der Geschäftsbereich Energiespeichersysteme ("Produktlinie ESS") umfasst die Entwicklung, die Montage und den Vertrieb von stationären (ortsfesten) Energiespeichersystemen sowie die Erbringung aller damit zusammenhängenden Dienstleistungen und ist von der INTILION GmbH (seit 17. Februar 2023 HOPPECKE Rail Systems GmbH) mit Wirkung zum 1. April 2022 auf die INTILION AG als Rechtsnachfolgerin der INTILION HUB GmbH übertragen worden ("Ausgliederung zur Aufnahme").

Die Gesellschaft hat keine Tochtergesellschaften und stellt daher keinen Konzernabschluss auf.

1.2 Absatzmärkte, Produkte und Dienstleistungen

Von der kundenindividuellen Konzeption und dem Engineering über die Montage bis hin zur Installation und darüber hinaus der Erbringung weiterer Dienstleistungen (Bereitstellung, Aufarbeitung und Auswertung von Daten) und die Überlassung von Software-Lösungen bietet INTILION seinen Kunden ein umfassendes Leistungsangebot aus einer Hand.

Das Energiespeichersystemangebot des Unternehmens umfasst drei Produktlinien: scalebloc, scalestac und scalecube.

Das scalebloc-System ist ein kompaktes gewerbliches Energiespeichersystem, das für den stationären Innen- und Außenbereich einfach beim Endkunden installiert werden kann.

Das scalestac-System ist ein modulares Indoor-Energiespeichersystem, das sich für BTM C&I-Anwendungen eignet, insbesondere für Anwender wie Stadtwerke, die öffentliche Hand, die Schwerindustrie, landwirtschaftliche Betriebe und kleine Unternehmen.

Das scalecube-System ist sowohl für den FTM- als auch für den BTM-C&I-Einsatz im Außenbereich konzipiert. Es handelt sich um ein großflächiges Speichersystem, das sich für Anwendungen wie Lastausgleich (d. h. die Speicherung von überschüssiger elektrischer Energie in Zeiten geringer Nachfrage zur Freigabe bei steigender Nachfrage) eignet. Das Unternehmen arbeitet mit Kunden zusammen, bei denen es sich in der Regel um Versorgungsunternehmen oder EPC-Auftragnehmer handelt.

INTILION ist der Ansicht, gut positioniert zu sein, um von einem zukünftigen Wachstum im Markt für Energiespeichersysteme zu profitieren. Das Wachstum des ESS-Marktes wird aus Sicht von INTILION durch Trends wie die Integration dezentraler erneuerbarer Energien in das Stromnetz sowie die zunehmende Elektrifizierung in der Automobilindustrie und anderen Anwendungen angetrieben. Darüber hinaus wird aus Sicht der Gesellschaft das Wachstum durch die zunehmende Digitalisierung des Stromnetzes unterstützt, um die aus diesen Trends resultierende Komplexität zu bewältigen. In Europa haben darüber hinaus die Bemühungen, die Abhängigkeit von Öl- und Gasimporten aus Russland zu verringern, die Nachfrage weiter angekurbelt. Durch die Unterstützung stabiler Netze und der zuverlässigen Verfügbarkeit erneuerbarer Energien zu wettbewerbsfähigen Kosten stellen sich die Energiespeicherlösungen der Gesellschaft den kritischen Herausforderungen der Energiewende, tragen zur Steigerung der Wettbewerbsfähigkeit erneuerbarer Energien bei und ermöglichen den Kunden ein flexibles und kosteneffizientes Management ihres Energiebedarfs. Die Gesellschaft konzentriert sich auf Anwendungen für gewerbliche und industrielle Endkunden (mit Kapazitäten von 30 kWh bis 5 MWh) sowie auf kleine, mittlere und große Netzanwendungen (mit Kapazitäten zwischen 1 und 100 MWh).

1.3 Lieferanten, Dienstleister und Beschaffung

Das Unternehmen verfolgt eine Multi-Sourcing-Strategie für kritische Batterien und Leistungselektronik. Zum Lieferantennetzwerk des Unternehmens gehören große Batteriehersteller sowie Anbieter von Leistungskomponenten im In- und Ausland.

Das operative und strategische Supply-Chain-Management stellt die stets hinreichende Versorgung der auftragsbezogenen Montage von Komponenten und Rohstoffen sicher. Das Unternehmen setzt auch auf Lieferanten von Konnektivitätskomponenten und Containern.

Die Lithium-Beschaffungseinheit des Unternehmens wählt Lieferanten weltweit aus und entwickelt langfristige, strategische Partnerschaften mit diesen Lieferanten, um die Nachfrage des Unternehmens nach Lithium-Ionen-Batteriemodulen zu decken.

Da INTILION keine eigene Produktion hat, ist die Auswahl der Montage- und Dienstleistungspartner besonders wichtig. Wir achten hierbei auf Regionalität, den Einsatz fortschrittlichster Technologien und kurze Lieferwege. Über regelmäßige Audits bei unseren Partnern überwachen wir den Entwicklungsfortschritt auch im Kontext Umwelt.

1.4 Strategien und Ziele

Die Vision des Unternehmens "Empowering the world for renewable energy" verkörpert das Ziel, die künftige Energiewirtschaft durch die ausschließliche Nutzung von sauberer und erneuerbarer Energie zu ermöglichen; unterstützt durch intelligente Energiespeicherlösungen und einer nachhaltigen und stabilen Energienetzinfrastruktur. Als erklärtes Ziel soll und kann das Portfolio von INTILION den Weg zu einer dekarbonisierten, dezentralen und digitalen Energiewirtschaft ebnen. Zu den Kunden des Unternehmens zählen lokale, regionale und internationale Energieversorger (Utilities) sowie Systemverteiler und Engineering-/Procurement- und Construction- Contractors (EPC) in Europa.

Die Unternehmensstrategie der INTILION ist darauf ausgerichtet, Umsatz und Profitabilität der Gesellschaft nachhaltig zu steigern und die Marktposition kontinuierlich auszubauen. Die Übernahme von wirtschaftlicher, ökologischer, sozialer und gesellschaftlicher Verantwortung ist Basis einer langfristig erfolgreichen Geschäftstätigkeit.

Das Unternehmen ist davon überzeugt, dass es seinen Kunden Energiespeicherlösungen anbietet, die über eine breite Palette von Anwendungen leicht an ihre Bedürfnisse angepasst werden können, einschließlich Notstromversorgung, Verbrauch von selbst erzeugtem Strom, Schnellladung von Elektrofahrzeugen, Spitzenlastausgleich und Netzunterstützung. Die Anpassungsfähigkeit der Produkte des Unternehmens ist zu einem großen Teil auf ihren modularen und skalierbaren Aufbau zurückzuführen. Darüber hinaus sind die Produkte des Unternehmens speichertechnologieunabhängig, was bedeutet, dass sie neben der derzeit vorherrschenden Lithium-Ionen-Batteriespeichertechnologie auch andere Speichertechnologien integrieren können, sobald sie kommerziell realisierbar sind.

Das Unternehmen konzentriert sich auf das Design und die Systemintegration von stationären ESS und den Service; während der Einkauf von Komponenten und die Auslagerung der Montage an Drittanbieter erfolgen. Das Unternehmen ist der Ansicht, dass dieser Ansatz es ihm ermöglicht, den Großteil der Wertschöpfungskette der Energiespeicherung zu erfassen und gleichzeitig ein Asset-Light-Geschäftsmodell beizubehalten, welches ihm ermöglicht, flexibel auf Marktbedingungen zu reagieren.

Die Umsetzung der Strategie soll sowohl durch organisches Wachstum als auch mittels Akquisitionen, Gemeinschaftsunternehmen, Beteiligungen und Kooperationen realisiert werden.

Zu den wichtigsten Zielen der Unternehmensstrategie gehören das Erreichen der Marktführerschaft in der DACH-Region und der Ausbau der Marktpräsenz in Europa. Zudem strebt das Unternehmen an, für FTM- und BTM-C&I-Kunden in der DACH-Region führend im Bereich ESS zu werden.

Um diese Ziele zu erreichen, wird das Unternehmen seine Organisation zukünftig weiter ausbauen, sowohl in Bezug auf die Mitarbeiterzahl als auch auf den Ausbau seiner Vertriebs-, Engineering- und Fulfillment-Kapazitäten. Darüber hinaus wird das Unternehmen versuchen, seine Installations-, Inbetriebnahme- und After-Sales-Service-Kapazitäten in Europa zu erweitern.

1.5 Finanzielle Leistungsindikatoren

Das Steuerungssystem der Gesellschaft dient dazu, die Umsetzung der Unternehmensstrategie zu überwachen und deren Zielerreichung sicherzustellen. Es besteht im Wesentlichen aus regelmäßig stattfindenden Vorstandssitzungen, strategischen Meetings des Vorstands, monatlichen Analysen der Geschäftsentwicklung sowie dem regelmäßigen Austausch des Vorstands mit dem Führungsgremium. Der Vorstand wiederum berichtet regelmäßig an den Aufsichtsrat.

Die bedeutsamsten finanziellen Leistungsindikatoren, die zur Steuerung des operativen Geschäftes durch den Vorstand verwendet werden, sind der Auftragseingang, die Umsatzerlöse sowie das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT), bzw. ein in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen / Erträgen enthaltenes sog. "extraordinary expenses / income" bereinigtes Ergebnis vor Zinsen und Steuern (bereinigtes EBIT). Weiterer Leistungsindikator ist das Bruttoergebnis, definiert als Umsatzerlöse zuzüglich Bestandsveränderungen und abzüglich Materialaufwendungen.

1.6 Forschung und Entwicklung (F&E)

Der sich sehr dynamisch entwickelnde ESS-Markt erfordert von INTILION die kontinuierliche Entwicklung neuer Funktionen, die ihre Produkte von Konkurrenzprodukten unterscheiden. Um die langfristige Wettbewerbsfähigkeit der Gesellschaft zu sichern, wird die Geschäftstätigkeit des Unternehmens aktuell von einem Team von 20 Mitarbeitern mit Schwerpunkt F&E im Rahmen von kundenspezifischen ESS-Lösungen und Expertise in den Bereichen Energiespeichertechnologie, Data Science, Elektrotechnik und Softwareentwicklung unter stützt.

INTILION führt Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten durch, die sich auf Produkt- und Prozessverbesserungen sowie Qualitäts- und Kostenverbesserungen konzentrieren. Das Unternehmen ist davon überzeugt, dass seine Erfahrung und sein Know-how in Forschung und Entwicklung wichtige Unterscheidungsmerkmale und Wettbewerbsstärken sind.

INTILION hat gemeinsam mit HOPPECKE ein Technologie-Expertengremium gegründet, das regelmäßig zusammenkommt, um sich über wesentliche Markt- und Technologietrends sowie Veränderungen in der Fertigungslandschaft auszutauschen und zu projizieren. Dies erleichtert Vorhersagen und Projektionen für das F&E-Team des Unternehmens erheblich. Gemeinsam mit HOPPECKE beobachtet das Unternehmen den asiatischen (insbesondere den chinesischen) Markt für Zelllieferanten genau, um die Entwicklung der Rohstoffpreise und der Preisentwicklung für Lithiumzellen sowie die Leistung, Entwicklung und Zuverlässigkeit der Zellhersteller auf dem chinesischen Markt zu bewerten.

Neben dem F&E-Team kombiniert das Business Development-Team des Unternehmens ein Wissens- und Innovationsteam mit einer Geschäftsplanungseinheit und verfolgt die Weiterentwicklung des Geschäftsmodells des Unternehmens und die fortschreitende Digitalisierung. Dazu gehört auch der Aufbau von Beziehungen und Partnerschaften in Forschung und Industrie, um externes Know-how zu nutzen und interne Fähigkeiten zu erweitern. Darüber hinaus hat das Unternehmen gemeinsam mit der Universität Paderborn einen Forschungsvertrag geschlossen, in dessen Rahmen es eng mit garage33, dem StartupInkubator der Universität, zusammenarbeitet.

Im Geschäftsjahr 2023/2024 erfolgte keine Aktivierung von Entwicklungskosten.

2. Wirtschaftsbericht

2.1 Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

Der Beginn des Krieges in der Ukraine im Februar 2022 und die daraus resultierende Energiekrise sorgte nicht nur für rapide ansteigende Rohstoffpreise, sondern machte auch eine Neubewertung der geopolitischen Situation erforderlich.

Die Wachstumsprognosen für die deutsche Wirtschaft wurden im Hinblick auf die immer stärker werdenden Rezessionsängste und die hohe Verunsicherung im Jahresverlauf 2023 mehrfach korrigiert. So errechnete der internationale Währungsfonds im World Economic Outlook im April 2024 für das zurückliegende Jahr 2023 einen Rückgang des Bruttoinlandsprodukts (GDP = Gross Domestic Product) in Deutschland von -0,6 Prozent. Die GDP-Schätzung für die Eurozone lag bei +0,6 Prozent sowie für die weltweite wirtschaftliche Entwicklung bei 3,2 Prozent.

Entwarnung gibt es von den Forschern hingegen bei den Verbraucherpreisen: Die Inflationsrate dürfte in Deutschland im Gesamtjahr 2024 bei ca. 2,4 % liegen - nach 5,9 % im Jahr 2023.

2.2 Geschäftsverlauf und wirtschaftliche Lage

INTILION hat sich in einem schwierigen wirtschaftlichen Umfeld im Geschäftsjahr 2023/2024 insgesamt wie erwartet positiv entwickelt. Zum einen hat der gute Auftragsbestand zu Geschäftsjahresbeginn und die damit verbundene erhöhte Projekttätigkeit bei der Realisierung des starken Umsatzwachstums dazu beigetragen. Zum anderen haben sich die Rohstoffpreise und die Materialverfügbarkeit weiter positiv entwickelt und führten zu einer deutlichen Verbesserung der Ertragsmargen. Darüber hinaus war das Berichtsjahr geprägt von den Bestrebungen des Managements, gemeinsam mit dem Gesellschafter/Alleinaktionär die Innenfinanzierungskraft des Unternehmens zu stärken und weitere alternative Finanzierungsformen, wie z.B. einen Börsengang (IPO) vorzubereiten.

Das hat dazu geführt, dass die Gesellschaft das Geschäftsjahr 2023/2024 insgesamt noch mit einem Jahresfehlbetrag abgeschlossen hat, welcher allerdings gegenüber dem Vorjahr signifikant reduziert werden konnte. Die Auswirkungen auf den operativen Cashflow blieben erneut belastend, wurden allerdings durch Kapitalzuzahlungen der Alleinaktionärin in Höhe von 5.000 T€ weitgehend eigenfinanziert.

In einem sehr dynamischen Marktumfeld hat INTILION ihren Wachstumspfad erfolgreich fortgesetzt. Der Auftragsbestand zum Geschäftsjahresende beträgt 69.100 T€ (Vorjahr: 77.370 T€) und untermauert damit für das Folgejahr die Grundlage für ein erneut geplantes starkes Umsatzwachstum der INTILION AG.

Basierend auf dem anhaltenden Marktwachstumsszenario geht INTILION davon aus, dass sich der Weg zu Umsatzwachstum und verbessertem Ergebnis fortsetzen und die Innenfinanzierungskraft des Unternehmens kurz- bis mittelfristig verbessern wird.

2.3 Ertragslage

INTILION hat im Geschäftsjahr 2023/2024 das Marktwachstum und die hohe Nachfrage nach Batteriespeichersystemen in den Kernzielmärkten für infrastrukturelle und industrielle Anwendungen für sich genutzt, um ihre Marktanteile auszubauen. Der Auftragseingang erreichte im Berichtsjahr 75.133 T€. Basierend auf einem hohen Auftragsbestand schon zu Beginn des Geschäftsjahres hat INTILION die Umsatzleistung gegenüber dem Vorjahr mehr als verfünffacht.

Die Umsatzerlöse stiegen im Geschäftsjahr 2023/2024 von 15.845 T€ auf 83.229 T€.

Das Unternehmen profitiert von etablierten Beziehungen zu einem starken Kundenstamm, darunter befinden sich große Versorgungsunternehmen sowie Distributoren, EPC-Auftragnehmer und C&I-Endkunden.

Die regionale Umsatzverteilung im Geschäftsjahr 2023/2024 ist weiterhin geprägt durch den hohen direkten Liefer- und Umsatzanteil in Deutschland.

Das EBIT laut Gewinn- und Verlustrechnung im Geschäftsjahr 2023/2024 beläuft sich auf minus 655 T€ (Vorjahr: minus 7.727 T€). Der Ergebnisbeitrag aus dem Bruttoergebnis (Rohertrag) beträgt im Berichtsjahr 15.983 T€ (Vorjahr: 2.367 T€). Die Bruttomarge im Geschäftsjahr 2023/2024 beträgt 19,2% (Vorjahr: 14,94 %).

Um Verzerrungen durch Sondereffekte, die das operative Ergebnis des Berichtsjahres be und entlastet haben, in der Darstellung finanzieller Leistungsindikatoren zu neutralisieren und eine Vergleichbarkeit der Kennzahlen zwischen den Perioden abzubilden, wird das bereinigte EBIT ausgewiesen. Hierbei werden Aufwendungen für Sondereffekte aus Maßnahmen im Zusammenhang mit der Prüfung von Finanzierungsalternativen (inkl. eines möglichen Börsengangs) in Höhe von 1.183 T€ (Vorjahr: 995 T€) im Rahmen einer Überleitung zum bereinigten EBIT eliminiert. Das um die erwähnten Sondereffekte bereinigte EBIT betrug 528 T€ (Vorjahr: minus 6.732 T€).

Der weitere Personalaufbau in Paderborn innerhalb des Jahres sowie allgemeine Gehaltsanpassungen führten zu einem Personalaufwand in Höhe von 7.467 T€ (Vorjahr: 4.847 T€). Die Anzahl der durchschnittlich beschäftigten Mitarbeitenden beträgt 79 Personen (Vorjahr: 59 Personen).

Die sonstigen betrieblichen Erträge im Geschäftsjahr 2023/2024 betragen 1.083 T€ (Vorjahr: 2.587 T€). Im Wesentlichen sind hier Erträge aus Kursdifferenzen in Höhe von 791 T€ (Vorjahr: 1.580 T€) sowie Erträge aus der Weiterbelastung von Kosten im Zusammenhang mit der Prüfung von Finanzierungsalternativen an die Gesellschafterin in Höhe von 257 T€ (Vorjahr: 883 T€) enthalten.

Den sonstigen betrieblichen Erträgen standen die sonstigen betrieblichen Aufwendungen in Höhe von 9.552 T€ (Vorjahr: 7.155 T€) gegenüber, welche im Wesentlichen durch Rechts- und Beratungskosten (1.966 T€, wovon (1.183 €) im Zusammenhang mit der Prüfung von Finanzierungsalternativen für INTILION stehen. Darüber hinaus sind hier Aufwendungen für erhaltene Serviceleistungen (420 T€), Konzernumlagen (625 T€), Mietaufwendungen (784 T€), Gewährleistungen (629 T€), personalbezogene Aufwendungen (473 T€), Vorsorge für die Rücknahmeverpflichtung (570T€) sowie Währungskurseffekte (134 T€) enthalten. Zudem sind im Berichtsjahr Frachtkosten für die Warenabgabe in Höhe von 746 T€ angefallen.

Die planmäßigen Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlage vermögen betragen 702 T€ (Vorjahr: 680 T€), wovon 506 T€ auf Abschreibungen von in Vorjahren durch den ESS-Geschäftsbereich erworbene Patente entfallen.

Das Finanzergebnis, der saldierte Aufwand aus den Zinseffekten, beträgt minus 1.194 T€ (Vorjahr: minus 124 T€).

Das Geschäftsjahr 2023/2024 wurde mit einem Jahresfehlbetrag von minus 1.849 T€ (Vorjahr: minus 7.851 T€) abgeschlossen.

2.4 Finanzlage

Grundsätze und Ziele des Finanzmanagements

Das Ziel des Finanz- und Liquiditätsmanagements ist es, die Finanzkraft von INTILION langfristig zu sichern. Im Mittelpunkt steht dabei die Aufgabe, den Finanzbedarf des operativen Geschäfts und des organischen Wachstums sowie für Investitionen ausreichend zu decken. Das Finanz- und Liquiditätsmanagement umfasst die Liquiditätssteuerung, die Beschaffung von Eigen- und Fremdkapital sowie das Management von Zins- und Währungsrisiken.

Im Rahmen des Liquiditätsmanagements werden die Zahlungsströme aus dem operativen Geschäft in einer vorausschauenden Planung erfasst und abgestimmt. Die entstehenden Liquiditätsbedarfe deckt INTILION mittels geeigneter Instrumente zur Liquiditätssteuerung. Der Bedarf an lieferantenseitigen Vorauszahlungen/Anzahlungen wird insbesondere im Projektgeschäft (Scalecube) durch vom Kunden erhaltene Anzahlungen finanziert.

Darüber hinaus kann INTILION durch Ausleihungen innerhalb der internen Konzernfinanzierung in der HOPPECKE Gruppe sowie durch Finanzierungstranchen im Rahmen eines zusammen mit HOPPECKE abgeschlossenen Konsortialdarlehensvertrags über kurzfristige Liquidität verfügen. Zudem hat die Alleinaktionärin eine bis Mitte 2025 befristete Zusage zur Liquiditätssicherung gegenüber der INTILION AG abgegeben, um die Gesellschaft bei der Erfüllung bestehender und künftiger Verbindlichkeiten stets vollumfänglich zu unterstützen. Zum Abschlussstichtag 31. März 2024 ist INTILION in das Cash Pooling der HOPPECKE Gruppe (Teilkonzern INTILION) integriert.

Das Management von Marktpreisrisiken hat die Aufgabe, die Auswirkungen von Schwankungen bei Währungen und Zinssätzen zu begrenzen. Das Management von Kreditausfallrisiken umfasst die Überwachung des Risikovolumens der Forderungen gegenüber Kunden aus dem Liefer- und Leistungsgeschäft.

Kapitalstruktur

Die Kapitalstruktur gestaltet die Kapitalausstattung der Gesellschaft. Sie wird nach den Grundsätzen kosten- und risikooptimaler Finanz- und Kapitalausstattung vorgenommen. Der Schwerpunkt liegt dabei bei der Ausstattung sowohl von Eigen- als auch mit Fremdkapital. Große Bedeutung in diesem Zusammenhang hat die Schaffung von ausreichenden Liquiditätsreserven. Die Zielerreichung ist durch den Einsatz diverser Maßnahmen zur Optimierung der Kapitalstruktur sowie durch effektives Risikomanagement sicherzustellen.

Das Kapitalmanagement des Unternehmens bezieht sich auf das Management von Zahlungsmitteln, das Eigenkapital und die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten.

Das Eigenkapital beträgt zum Abschlussstichtag 31. März 2024 6.990 T€ (31. März 2023: 3.839 T€). Das gezeichnete Kapital weist zum Stichtag eine Höhe von 7.000 T€ aus. Die Kapitalrücklage beträgt zum Abschlussstichtag 31. März 2024 9.998 T€ (31. März 2023: 4.998 T€) und beinhaltet die im Mai 2023 durchgeführte Bareinzahlung in die Kapitalrücklage in Höhe von 5.000 T€. Die Bilanzsumme zum Stichtag beträgt 33.126 T€ (31. März 2023: 39.096 T€), womit INTILION eine Eigenkapitalquote von 21,1 % (Vorjahr: 9,82 %) zum Stichtag ausweist.

Verzinsliche Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten bestehen zum Stichtag keine. Das Anlagevermögen ist weiterhin über das Eigenkapital finanziert, die kurzfristigen Vermögenswerte decken die kurzfristigen Schulden.

Investitionsanalyse

Im Laufe des Geschäftsjahres 2023/2024 sind Investitionen im Umfang von 274 T€ (Vorjahr: 263 T€) getätigt worden. Die umgesetzten Investitionen betrafen im Wesentlichen geleistete Anzahlungen im Rahmen der wachstumsbedingten Erweiterung am Standort Paderborn sowie sonstige Betriebs- und Geschäftsausstattung. Einen gesonderten Finanzierungsbedarf bedurfte es dafür nicht.

Liquiditätsanalyse

Im Geschäftsjahr 2023/2024 erzielte die Gesellschaft einen Jahresfehlbetrag, welcher sich negativ auf den operativen Cashflow von INTILION ausgewirkt und zu einem erhöhten Liquiditäts- bzw. Finanzierungsbedarf geführt hat. Im Zuge dessen erfolgten Einzahlungen in die Kapitalrücklage in Höhe von 5.000 T€ im Mai 2023. Zur weiteren Finanzierung wurden unterjährig kurzfristige Kreditmittel in der Höhe von 10.000 T€ aus dem bestehenden Konsortialkreditrahmen aufgenommen und bis zum 31. März 2024 wieder zurückgezahlt.

Zum Stichtag 31. März 2024 beliefen sich die liquiden Mittel auf 1.019 T€ (Vorjahr: 2.566 T€). Weder im Geschäftsjahr noch zum 31. März 2024 lagen offene Devisen- oder Warentermingeschäfte vor.

Zum 31. März 2024 verfügt INTILION über einen Avalkreditrahmen von insgesamt 30.545 T€, der von drei deutschen Kreditinstituten mit unbestimmter Laufzeit (baw) bereitgestellt wird, und hauptsächlich zur befristeten Absicherung von erhaltenen Kundenanzahlungen dient. Zum Stichtag hat die Gesellschaft den Avalkreditrahmen in Höhe von 5.753 T€ in Anspruch genommen.

Cashflow aus der operativen Geschäftstätigkeit

Der Cashflow aus der operativen Geschäftstätigkeit erreichte im Geschäftsjahr 2023/2024 insgesamt mit -2.301 T€ (Vorjahr. -12.671 T€) und blieb damit noch negativ. Neben einem deutlich geringeren Jahresfehlbetrag haben sich gegenüber dem Vorjahr auch die liquiditätswirksamen Veränderungen des Nettoumlaufvermögens verbessert und damit positiv auf den Cashflow ausgewirkt.

Cashflow aus der Investitionstätigkeit

Im Rahmen der Investitionstätigkeit flossen im Geschäftsjahr 2023/2024 Mittel in Höhe von 519 T€ (Vorjahr: 263 T€) ab.

Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit

Aus der Finanzierungstätigkeit flossen 2023/2024 liquide Mittel in Höhe von 1.273 T€ (Vorjahr: 14.709 T€) zu. Der Mittelzufluss im Geschäftsjahr resultierte aus Einzahlungen in die Kapitalrücklage in Höhe von 5.000 T€. Für die Rückzahlung eines im Vorjahr temporär aufgenommenen kurzfristigen Bankdarlehens in Höhe 10.000 T€ wurden im Berichtszeitraum Mittel aus dem Cash Pooling der HOPPECKE Gruppe generiert.

2.5 Vermögenslage

Zum 31. März 2024 beträgt die Bilanzsumme der INTILION AG 33.126 T€ (Vorjahr: 39.096 T€).

Der Abbau des Vorratsbestands von 24.100 T€ zum Abschlussstichtag 31. März 2024 auf 17.494 T€ resultiert aus einer erhöhten Projektabrechnung im Berichtsjahr. Gegenüber dem Vorjahr ergeben sich darüber hinaus aus dem Auftragsbestand neuer Projekte zum Stichtag u.a. aufgrund kürzerer Lieferzeiten ein geringerer Bedarf an Bevorratung von Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen. Auch die unfertigen Erzeugnisse wurden gegenüber dem Vorjahr zum Bilanzstichtag deutlich abgebaut. Auf geleistete Anzahlungen auf Vorräte entfallen 1.983 T€ (Vorjahr: 4.386 T€), zudem sind erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen in Höhe von minus 3.847 T€ (Vorjahr: minus 28.159 T€) in den Vorräten enthalten.

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen betragen zum Abschlussstichtag 13.719 T€ (Vorjahr: 5.557 T€) Der Anstieg gegenüber dem Vorjahr steht stichtagsbedingt im Zusammenhang mit dem starken Umsatzwachstum. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen weisen eine Höhe von 39 T€ (Vorjahr: 3.215 T€) aus. Darüber hinaus verfügt die Gesellschaft zum Stichtag über sonstige Vermögensgegenstände in Höhe von 114 T€ (Vorjahr: 2.556 T€).

Das Net Working Capital, ermittelt aus den kurzfristigen Vermögenswerten (Vorräte und Forderungen aus Lieferungen und Leistungen) abzüglich der kurzfristigen Schulden (Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und erhaltene Anzahlungen) beträgt zum Stichtag 22.294 T€ (Vorjahr: 10.774 T€).

Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten betragen zum Stichtag 0 T€ (Vorjahr: 10.000 T€). Die Finanzierung erfolgte durch die Inanspruchnahme des Cash-Pooling mit der HOPPECKE Gruppe.

Die sonstigen Rückstellungen betrugen zum Stichtag 4.789 T€ (Vorjahr: 2.130 T€). Diese sind insbesondere auf die für die ausgelieferten und installierten Batteriespeichersysteme bestehenden Rücknahmeverpflichtungen 1.229 T€ (Vorjahr: 647 T€) sowie Rückstellungen für ausstehende Rechnungen 1.924 T€ (Vorjahr: 641 T€) zurückzuführen. Darüber hinaus umfassen die sonstigen Rückstellungen unter anderem ausstehende Verpflichtungen gegenüber Personal 879 T€ (Vorjahr: 437 T€) sowie für Gewährleistungen 645 T€ (Vorjahr 170 T€).

Die sonstigen Verbindlichkeiten betragen zum Stichtag 1.347 T€ (Vorjahr: 464 T€). Diese resultieren im Wesentlichen aus Umsatzsteuerverbindlichkeiten (1.155 T€) sowie kreditorischen Debitoren (171 T€).

2.6 Gesamtaussage zur Vermögens- Finanz- und Ertragslage

Insgesamt zeigt die Ertragslage im abgelaufenen Geschäftsjahr, dass die Gesellschaft aus dem starken Umsatzwachstum ein operativ deutlich verbessertes Ergebnis erzielt hat und damit, bereinigt um die Sondereffekte im Zusammenhang mit der Prüfung von Finanzierungsalternativen (inkl. eines möglichen Börsengangs), erstmals einen positiven Ergebnisbeitrag erwirtschaftet hat. Damit wurden die für das Geschäftsjahr gesetzten ertragswirtschaftlichen Zielsetzungen erfüllt.

Zusammenfassend lässt sich in Bezug auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage feststellen, dass INTILION zum Stichtag 31. März 2024 unabhängig von der aktuellen Ergebnissituation, über eine stabile Vermögens- und Finanzlage verfügt, jedoch weiterhin abhängig von externer Finanzierung ist, um den geplanten Geschäftsausbau voranzutreiben.

3. Chancen- und Risikobericht

3.1 Chancenbericht

Zum Risikomanagement der INTILION gehört nicht nur die Reduzierung und Vermeidung von Risiken, sondern die langfristige Sicherung des Unternehmens durch das Ausbalancieren von Chancen und Risiken.

Als Chancen stuft INTILION vorteilhafte Entwicklungen ein, die zum Übertreffen festgelegter Ziele führen und damit die Geschäftsentwicklung begünstigen können. Unter Risiken werden ungewisse interne und externe Ereignisse verstanden, die sich negativ auf das Erreichen der Unternehmensziele auswirken können.

Es wird regelmäßig identifiziert, analysiert und bewertet, wie die Gesellschaft Chancen zur Sicherung und zum Ausbau der Ertragskraft gezielt ausschöpfen kann, vor dem Hintergrund, dass sich das Unternehmen, die Märkte und die Technologien kontinuierlich weiterentwickeln. Aus diesen Entwicklungen können sich neue Chancen ergeben, bereits existierende an Relevanz verlieren oder sich die Bedeutung von Chancen verändern. Die Unternehmensleitung führt regelmäßig Gespräche mit wichtigen Kunden sowie Industrie- und Technologie experten, um neue Chancen und technologische Trends frühzeitig zu erkennen. Das Chancenmanagement ist daher ein wesentlicher Bestandteil des operativen Geschäftes der INTILION, dessen Prozess kontinuierlich verbessert wird.

Aus der Perspektive des Unternehmens liegen unter anderem bedeutende Chancen darin, den Anteil der wiederkehrenden Umsätze aus Serviceverträgen und dem anstehenden Angebot digitaler Lösungen zu erhöhen, sowie mittel- und langfristige Chancen, ein virtuelles Kraftwerks-Geschäftsmodell zu verfolgen, um die Bündelung von Speicherkapazitäten für den Energiehandel zu ermöglichen.

Aussichtsreich bleibt für INTILION der wachsende Geschäftsbereich für Energiespeichersysteme (ESS), denen aufgrund ihrer Rolle als zentrales Element für die erfolgreiche Umsetzung der Energiewende in verschiedenen Studien ein starkes Marktwachstum zugesprochen wird. Durch das Vorantreiben des Ausbaus der Infrastruktur zur Zwischenspeicherung von erneuerbarer Energie sieht INTILION weiteres Umsatzpotential durch die Gewinnung neuer Kunden und den Ersatz von bestehenden, klimaschädlicheren Techno logien.

Eine weitere Chance für INTILION liegt im Ausbau von Marktanteilen außerhalb Deutschlands und der Erschließung gänzlich neuer Märkte innerhalb und außerhalb Europas. Eine präsentere Positionierung in unterschiedlichen Märkten durch den Ausbau der internationalen Vertriebsaktivitäten kann zu neuen und zusätzlichen Chancen führen, welche positive Auswirkungen auf Profitabilität und Wachstum des Geschäfts haben können.

Des Weiteren können sich Chancen durch externe Bestimmungsfaktoren wie sinkende Rohstoffpreise und vorteilhafte Entwicklungen von Wechselkursen positiv auf die Ertragslage auswirken. Eine erhöhte Priorisierung von Forschung & Entwicklung könnte mit mehr erhaltenen staatlichen Fördermitteln einhergehen, wodurch bei Entwicklungsprojekten entsprechende Ergebnisverbesserungen die Folge wären.

Basierend auf einer Risikomatrix, die die Risikostrategie des Unternehmens widerspiegelt, leitet INTILION seine Risiken für 2024/2025 ab.

Entsprechend wird die Risikoklasse

als gering eingestuft, wenn sich das Risikopotenzial des Einzelrisikos im grünen Bereich der Matrix befindet,

als mittel eingestuft, wenn sich das Risikopotenzial des Einzelrisikos im gelben Bereich der Matrix befindet,

als hoch beziehungsweise bestandsgefährdend eingestuft, wenn sich das Risikopotenzial des Einzelrisikos im roten Bereich der Matrix befindet.

3.2 Risikobericht

Aus der Geschäftstätigkeit von INTILION ergeben sich die nachfolgend aufgeführten wesentlichen Risiken, die erhebliche nachteilige Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage haben können.

Liquiditätsrisiko

Das Liquiditätsrisiko beschreibt die Gefahr, den vorhandenen Zahlungsverpflichtungen nicht ausreichend nachkommen zu können. Um dieses Risiko zu reduzieren, setzt INTILION bei der Liquiditätssteuerung auf die Sicherung einer ausreichenden Liquidität, um fällige Verbindlichkeiten sowohl unter normalen als auch unter angespannten Bedingungen erfüllen zu können. So werden die zu erwarteten Mittelzuflüsse aus Forderungen und erwartete Mittelabflüsse aus Verbindlichkeiten wöchentlich im Rahmen der Cashplanung ermittelt und abgestimmt. Durch den aktuell negativen operativen Cashflow wird INTILION bei der Sicherung der Liquidität und Finanzierung von Ihrer Muttergesellschaft unterstützt. Die Steuerung reicht vom regelmäßigen Vergleich der prognostizierten und tatsächlichen Zahlungsflüsse bis zur Abstimmung der Fälligkeitsprofile von finanziellen Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten. INTILION hat Zugriff auf Tranchen eines Konsortialdarlehensvertrags, der die operativen deutschen Gesellschaften der HOPPECKE Gruppe einschließt, und profitiert so zusätzlich von den Finanzierungsmöglichkeiten innerhalb der HOPPECKE-Gruppe. Neben Maßnahmen zur Profitabilitätssteigerung hat INTILION auch Barzahlungen der Alleinaktionärin als Zuzahlung in die Kapitalrücklage in Höhe von 5.000 T€ im Mai 2023 erhalten. Dadurch konnte das Eigenkapital gestärkt und die Zahlungsfähigkeit sichergestellt werden. Zudem prüfen Vorstand und Aufsichtsrat kontinuierlich auch weitere strategische Alternativen in Form von Eigenkapital und Fremdkapitalmaßnahmen zur Generierung von Liquiditätszuflüssen zur Finanzierung des geplanten Wachstums. Die frei zur Verfügung stehenden Mittel ohne Verfügungsbeschränkungen betrugen am 31. März 2024 1.019 T€ (Vorjahr: 2.566 T€).

Es kann jedoch nicht ausgeschlossen werden, dass die Gesellschaft im Falle negativer operativer Cashflows, z.B. aufgrund von Planverfehlungen, weitere Zuführungen von Fremd oder Eigenkapital benötigt, um die Liquidität sicherzustellen. Aufgrund des eingeschlagenen Wachstumspfads wird das Liquiditätsrisiko als wahrscheinlich eingestuft und aufgrund der potenziellen Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz und Ertragslage als hohes Risiko eingeschätzt.

Gesamtwirtschaftliche Risiken

Das operative Geschäft von INTILION als Anbieter von Energiespeicherlösungen wird von regionalen und branchenspezifischen Konjunkturverläufen, finanzwirtschaftlichen und politischen Veränderungen sowie schwankenden Rohstoffpreisen und Wechselkursen beeinflusst. Daher besteht das Risiko nachteiliger makroökonomischer Entwicklungen, die sich auf den Markt für Energiespeichersysteme ("ESS") auswirken können.

Die wirtschaftlichen Aussichten sind von großer Unsicherheit geprägt und werden insbesondere durch die steigende Inflation, die Maßnahmen der Zentralbanken zur Inflationsbekämpfung und den Krieg Russlands in der Ukraine sowie die damit verbundenen Sanktionen und Exportkontrollmaßnahmen beeinflusst. Steigende Zinsen könnten es für Endkunden teurer machen, Investitionen in Energiespeicher zu finanzieren. INTILION unterhält aktuell keine Geschäftstätigkeiten in der Krisenregion und bezieht auch keine Rohstoffe aus diesen Regionen, dennoch kann sich der Krieg indirekt negativ auf die Absatzentwicklung sowie Einkaufs- und Logistikprozesse auswirken. Eine weitere Eskalation des Konflikts könnte erhebliche Auswirkungen auf das Marktumfeld haben.

Ungünstige makroökonomische Entwicklungen könnten daher zu einem Rückgang der Nachfrage nach ESS führen, was je nach Ausprägung zu starken negativen Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage von INTILION führen könnte.

Zur Minimierung der hieraus erkennbaren Risiken werden geeignete Maßnahmen getroffen, um Unterbrechungen schnell zu erkennen und zu beheben.

Aufgrund der momentan großen Unsicherheit bezüglich zukünftiger weltwirtschaftlicher und geopolitischer Entwicklungen und den damit verbundenen eventuell starken negativen Auswirkungen wird das Risiko von uns als mittel und wahrscheinlich eingestuft.

Wettbewerbsrisiken

INTILION ist auf dem ESS-Markt einem intensiven Wettbewerb ausgesetzt. Zu den Wettbewerbern gehören sowohl etablierte multinationale Konzerne als auch neue Marktteilnehmer. Gegenüber Konkurrenten, die über größere Produktionskapazitäten, Kapitalressourcen, Beziehungen zu Installateuren und internationale Vertriebsnetze verfügen, kann ein Nachteil entstehen. In Anbetracht ihres größeren Umfangs könnten einige Wettbewerber außerdem in der Lage sein, Komponenten für ihre Produkte zu wesentlich niedrigeren Preisen zu beziehen und folglich in der Lage sein, ihre Produkte den Kunden zu niedrigeren Preisen anzubieten, gleiches gilt für in Niedriglohnländern ansässige Wettbewerber. Angesichts eines solchen Wettbewerbs könnte das Risiko bestehen, aufgrund des steigenden Preisdrucks Marktanteile zu verlieren oder die geplante internationale Wachstumsstrategie nicht umsetzen zu können.

Wir begegnen diesen Risiken mit unterschiedlichen Maßnahmen, wie z.B. modularen und flexiblen Grundkonzepten, der Entwicklung von innovativen und technologisch führenden Produkten sowie der intensiven Pflege von etablierten Kundenbeziehungen und langfristig angelegten Rahmenverträgen mit Großkunden, um so einen nachhaltigen Wettbewerbsvorteil und damit einhergehend eine Minimierung des Risikos zu erreichen.

Das Risiko ausgehend vom Wettbewerb auf dem ESS-Markt wird insgesamt als hohes Risiko mit möglicher Eintrittswahrscheinlichkeit angesehen, die Auswirkungen auf die Vermögens, Finanz und Ertragslage werden von uns ebenfalls als moderat eingestuft.

Strategische Risiken

Zunehmende Umwelt-, Sozial- und Governance-Anforderungen von Regierungen und Kunden sowie Finanzierungsbeschränkungen für treibhausgasemittierende Technologien sorgen für signifikante und schnell voranschreitende Änderungen innerhalb der Märkte, in denen INTILION aktiv ist. Das Geschäft mit Energiespeichersystemen ist abhängig von der Veränderungsbereitschaft potenzieller Kunden hinsichtlich ihrer verwendeten Technologien und Beschaffungsstrategien, wodurch für INTILION ein Risiko aus dieser Abhängigkeit besteht. Zwar gehen wir davon aus, dass die zunehmenden Investitionen in erneuerbare Energien auch größere Investitionen im Bereich der Energiespeichersysteme nach sich ziehen werden. Jedoch besteht keine Garantie dafür, dass die beobachtbare hohe Nachfrage diesbezüglich in der Zukunft anhalten wird. Zur Verringerung dieses Risikos dienen Maßnahmen wie bspw. die Pflege enger Kundenbeziehungen, genaue Marktanalysen und die Weiterentwicklung und damit Attraktivitätssteigerung der eigenen Produkte.

Die weitere Unternehmensstrategie setzt auf weiteres Wachstum und die Erschließung neuer Märkte und Regionen für das Geschäft mit Energiespeichersystemen. Die in diesem Zusammenhang getroffenen strategischen Annahmen basieren auf Schätzungen und Hypothesen, welche sich im weiteren Zeitverlauf eventuell als ungenau erweisen können. Das Kundenspektrum und die einzelnen regionalen Märkte, auf die wir uns fokussieren, können sich durch wirtschaftliche, operative oder regulatorische Veränderungen anders entwickeln als heute vermutet, wodurch zukünftig erwartete Ergebnisse in einzelnen Fällen nicht erreicht werden können. Es wird versucht, durch die angestrebte breite Diversifikation der geschäftlichen Märkte und Regionen sowie durch sorgfältige Analysen diese Risiken zu minimieren.

Insgesamt werden die strategischen Risiken aufgrund der aktuell unsicheren zukünftigen Entwicklung in politischen und wirtschaftlichen Bereichen als wahrscheinlich angesehen und hätten erhebliche negative Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage, wodurch wir zusammenfassend von einem hohen Risiko ausgehen.

Beschaffungsrisiken

Das Geschäft von INTILION hängt von einer zuverlässigen und effektiven Versorgungskette für die benötigten Materialien und Komponenten ab. Unterbrechungen der Lieferkette sowie Engpässe und Kostensteigerungen bei Komponenten, die in den Energiespeicherlösungen verwendet werden, würden zu Teils starken Beeinträchtigungen führen. Insbesondere ist INTILION von der Lieferung von Batteriemodulen abhängig, deren Kosten aufgrund der steigenden Nachfrage nach Batterien für Anwendungen wie Elektrofahrzeuge sowie der Inflation bei den Kosten für Rohstoffe (wie Lithium, Kobalt und Kupfer), Energie, Arbeit und Logistik steigen könnten. Darüber hinaus ist INTILION auf die Versorgung mit Halbleitern angewiesen, bei denen es weltweit zu einer Verknappung gekommen ist, welche noch in absehbarer Zukunft anhalten könnte. Sollten die für die Produkte erforderlichen Komponenten generell nicht mehr verfügbar sein oder sich ihre Lieferung verzögern, könnten wir gezwungen sein, unsere Geschäftstätigkeit zu reduzieren oder einzustellen. Unterbrechungen und Engpässe in der Lieferkette sowie Kostensteigerungen bei den Komponenten könnten sich daher negativ auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage auswirken.

INTILION ist zudem auf eine begrenzte Anzahl von Zulieferern von Komponenten für ihre Produkte angewiesen. Wichtige Lieferanten könnten beschließen, ihre Geschäftsbeziehungen zu beenden, ihre Kapazitäten für die Belieferung zugunsten anderer Kunden zu verlagern oder ihre Verhandlungsmacht zu nutzen, um ihre Preise zu erhöhen oder andere Bedingungen auszuhandeln, die für INTILION von Nachteil sind. Es gibt nur eine begrenzte Anzahl von Zulieferern, die die hohen technischen und sicherheitstechnischen Anforderungen für die Produkte von INTILION erfüllen können, insbesondere in Bezug auf Lithium-Ionen-Batterien. Sollte die Lieferung der für die Produkte erforderlichen Komponenten unterbrochen werden, könnten verlässliche Alternativlieferanten nicht oder nur unter erheblichen zusätzlichen Kosten zu finden sein.

Wir begegnen diesen Risiken durch eine laufende Beobachtung der Beschaffungsmärkte, der Vermeidung von Lieferantenabhängigkeiten, einer sorgfältigen Auswahl leistungsfähiger Lieferanten sowie Qualitäts- und Zuverlässigkeitskontrollen bei Zulieferern. Um die Lieferkette des Unternehmens weiter zu diversifizieren und seine Fähigkeit zur Vermeidung von Störungen zu stärken, ist das Unternehmen dabei, mit Lieferanten zusammenzuarbeiten, um Batteriepacks aus Produktionsstätten in Europa zu beziehen, wo Zellen derzeit hauptsächlich für die Automobilindustrie hergestellt werden. Das Unternehmen führt auch regelmäßige Beschaffungsprüfungen durch, um seine Beschaffungsstrategie zu verbessern.

Des Weiteren reduzieren wir die Eintrittswahrscheinlichkeit dieses Risikopotentials durch langfristige, strategische Kooperationen bei versorgungs- und preiskritischen Komponenten, vorausschauender Bedarfsplanung entsprechend der Auftragseingänge und der Vertriebsvorschau.

Die Eintrittswahrscheinlichkeit dieses Risikos ist aufgrund der aktuellen wirtschaftlichen und politischen Lage als wahrscheinlich anzusehen. Durch die damit verbundenen potenziell erheblichen negativen Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage bewerten wir die Beschaffungsrisiken als hohes Risiko.

Produktrisiken

Die von INTILION hergestellten Produkte müssen hohen Qualitätsanforderungen genügen, um im Markt zugelassen und nachhaltig von Kunden angenommen zu werden. Neben der Weiterentwicklung der eigenen Technologien besitzt die Qualitätssicherung bei INTILION einen hohen Stellenwert. Es werden hohe Anstrengungen unternommen, um die Einhaltung von Qualitätsstandards zu gewährleisten, so werden sowohl interne als auch externe Audits regelmäßig durchgeführt.

Wenngleich dieser qualitätssichernde Prozess bei INTILION implementiert ist, können die angebotenen Produkte unbekannte Mängel oder Fehler aufweisen oder Komponenten enthalten, die unsere Qualitätsstandards oder die der Kunden und Behörden nicht erfüllen. Diese eventuell auch von Zulieferern verursachten Herstellungs- oder Konstruktionsfehler können zu Mehraufwendungen, Garantieansprüchen, ansteigende Service- und Wartungskosten, Haftung gegenüber dem Kunden für Schäden sowie beschädigten Kundenbeziehungen und eine Schädigung des Rufs von INTILION sorgen. Bei Großprojekten besteht zudem das Risiko, diese Projekte nicht innerhalb des geplanten Fertigstellungszeitraum mit der entsprechenden Qualität abzuschließen, welches sich auf Folgebeauftragungen auswirken könnte.

Je nach betroffenem Produkt und Schwere der Beanstandungen ist es möglich, dass erhebliche negative Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz-, und Ertragslage auftreten. Folglich stufen wir das Produktrisiko als hoch ein.

Abhängigkeit von Großkunden und Großprojekten

INTILION unterhält Geschäftsbeziehungen zu mehreren Großkunden, mit denen mittelbar ein bedeutender Teil der Umsatzerlöse erzielt werden. Bei diesen Kunden handelt es sich unter anderem um große Versorgungsunternehmen. Wir begegnen diesem Risiko durch Abschlüsse von mittel- und langfristigen Rahmenverträgen sowie strategischen Kooperationen. Sollten wir nicht in der Lage sein, solche Verträge zu günstigen Bedingungen zu erneuern oder zu verlängern, könnte dies negative Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz-, und Ertragslage haben.

Aufgrund der langfristig ausgelegten Verträge und guten Kundenbeziehungen wird die Wahrscheinlichkeit dieses Risikos momentan als gering eingeschätzt, es bestehen jedoch potenziell hohe negative Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage, wodurch es insgesamt als mittleres Risiko eingeschätzt wird.

Personalrisiken

In einem technologie- und nachhaltigkeitsorientierten Unternehmen wie INTILION werden die ambitionierten Wachstumsziele und der wirtschaftliche Erfolg unter anderem vom vielfältigen und hochqualifizierten Personal getragen. Somit ist der Erfolg von INTILION davon abhängig, dass Führungs-, Fach- und Nachwuchskräfte aus den Bereichen Batterietechnologie, Technik, F&E und Finanzen, die über die geforderten Fähigkeiten verfügen, weiterhin rekrutiert und langfristig an das Unternehmen gebunden werden. Den Bereich Operations und Service gilt es in den nächsten Jahren konsequent auszubauen, um dem angestrebten Wachstum die nötigen Ressourcen und Kapazitäten zur Verfügung stellen zu können. Darüber hinaus wird geplant, den Vertrieb sowohl im Inland als auch international weiter auszubauen und entsprechend professionelle Strukturen zu etablieren.

Den Personalherausforderungen begegnen wir mit einem Fokus auf die Stärkung der Fähigkeiten und Kompetenzen unserer Mitarbeiter in der Personalbeschaffung, dem gezielten Einsatz von Employer-Branding, wettbewerbsfähigen Vergütungspaketen, einer modernen Personalführung und einer strukturierten Personalentwicklung.

Dennoch könnte sich ein Mangel an qualifiziertem Personal ergeben, der sich auf unsere Geschäftstätigkeit und somit auf die Vermögens-, Finanz-, und Ertragslage niederschlagen kann.

Der Wettbewerb um qualifizierte Fachkräfte insbesondere in Deutschland ist intensiv, aber aufgrund der getroffenen Maßnahmen, wird das Risiko als wahrscheinlich eingestuft, mit moderat negativen Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz-, und Ertragslage, und somit als geringes Risiko eingeschätzt.

Regulatorische Risiken

Die Produkte und Geschäftstätigkeiten von INTILION unterliegen in den Ländern, in denen wir operieren, einer Vielzahl von Gesetzen und Vorschriften. So dürfen nur Produkte auf den Markt gebracht werden, die den geltenden Stoffbeschränkungen und Sicherheitsanforderungen in den Zielländern entsprechen. Darüber hinaus müssen die geltenden Vorschriften für den Transport der Produkte eingehalten werden und einige der Produkte (einschließlich der in ihnen enthaltenen Komponenten und Rohstoffe) unterliegen umfangreichen Umwelt- und Arbeitshygienevorschriften, die die Registrierung und Sicherheitsanalyse ihrer Inhaltsstoffe regeln.

Für die Anlagen und Tätigkeiten von INTILION sind verschiedene Lizenzen, Registrierungen und Genehmigungen erforderlich, deren Einhaltung durch die zuständigen Behörden in regelmäßigen Abständen überprüft werden. Die Anforderungen an die Einhaltung der Vorschriften können erhebliche Kosten verursachen und Verstöße können zu erheblichen Geldbußen oder Strafen führen. Wir gehen davon aus, dass die Länder, in denen wir geschäftlich tätig sind, immer strengere Umweltgesetze und -vorschriften entwickeln und bestehende Gesetze und Vorschriften aggressiver auslegen und durchsetzen werden.

Änderungen der geltenden Gesetze und Vorschriften könnten INTILION kostspielige Auflagen zur Einhaltung der Vorschriften machen oder auf andere Weise zukünftigen Verpflichtungen aussetzen. Darüber hinaus können Regierungen zusätzliche, unvorhergesehene und/oder unklare Vorschriften in Bezug auf die Geschäftstätigkeit erlassen. Die Einhaltung solcher zusätzlichen Vorschriften und/oder die Bewertung einer unklaren Rechtslage könnte einen erheblichen Zeit- und Ressourcenaufwand erfordern und sich negativ auf die mit den Produkten verbundenen Kosten und die Nachfrage nach ihnen auswirken. Dies gilt auch im Falle einer geänderten Verwaltungspraxis der Aufsichtsbehörden im Falle einer unklaren Rechtslage.

Um diesem Risiko entgegenzuwirken, werden die regulatorischen Anforderungen in den einzelnen Bereichen und Regionen genau beobachtet und entsprechende Änderungen zeitnah umgesetzt, ebenso erhalten sowohl interne als auch externe Mitarbeiter spezielle Schulungen, um den jederzeit aktuellen Kenntnisstand zu besitzen.

Durch die hohe Regulationsdichte in diesem Geschäftsbereich ist durch potenzielle Veränderungen von einem als wahrscheinlich anzusehenden hohen Risiko auszugehen, welches erhebliche Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage haben kann.

IT-Risiken

Das Geschäft von INTILION erfordert geeignete Hard- und Software sowie zuverlässige Datensicherungen und ein ausfallsicheres Netzwerk. Von besonderer Bedeutung ist hier ein sicherer Schutz vor unberechtigten Zugriffen auf vertrauliche Daten. Es besteht das Risiko, durch gezielte Angriffe auf Schwachstellen im Netzwerk oder durch Mitarbeiter installierte unerwünschte Software solche unerlaubten Zugriffe oder Datenverluste zu erleiden. Hieraus können negative Auswirkungen auf die Ergebnisse und die Wettbewerbsfähigkeit des Unternehmens entstehen.

Als Gegenmaßnahmen greifen wir auf eigene IT-Fachkräfte und die Unterstützung von externen Spezialisten zurück. Zudem werden regelmäßige interne und externe Kontrollen durchgeführt sowie die Aufwendungen zum Schutz der IT-Infrastruktur (Cyber Security) erhöht und die Mitarbeiter mit regelmäßigen IT-Schulungen weitergebildet.

IT-Risiken werden insgesamt als Gefahren mit möglicher Wahrscheinlichkeit eingeschätzt, durch das potenzielle starke Ausmaß der negativen Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage werden sie als hohes Risiko eingestuft.

3.3 Risiken in Bezug auf die Verwendung von Finanzinstrumenten

Kreditrisiko (Ausfallrisiko)

Unter Kreditrisiko wird ein unerwarteter Verlust bei Finanzinstrumenten definiert, wenn ein Vertragspartner seinen Verpflichtungen bei Fälligkeit nicht vollständig nachkommt oder hinterlegte Sicherheiten an Wert verlieren. Kreditrisiken entstehen in erster Linie aus den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und der Gefahr des möglichen Ausfalls eines Vertragspartners, dessen individuelle Kreditwürdigkeit von mehreren Faktoren abhängt. Positiv auf mögliche Kreditrisiken bei INTILION wirken sich die hohe Anzahlungsquote von 30% bis 70% des Projektvolumens aus sowie die vorhandene Kundenstruktur in Form von Energieversorgern und großen Industrieunternehmen, welche ein vergleichsweise niedriges Kreditrisiko mit sich führen.

Trotzdem kann der Ausfall von einzelnen Vertragspartnern, auch bei hervorragender Bonitätseinstufung, nicht grundsätzlich ausgeschlossen werden, auch wenn dies als unwahrscheinlich eingeschätzt wird. Der Ausfall einer Forderung liegt vor, wenn der Vertragspartner nicht bereit oder nicht in der Lage ist seine Zahlungsverpflichtungen zu erfüllen.

Zur Bonitätsbeurteilung von Kunden und zur Vermeidung von Zahlungsausfällen werden Kreditauskünfte eingeholt und historische Daten aus der bisherigen Geschäftsbeziehung, insbesondere zum Zahlungsverhalten, berücksichtigt. Dafür ist ein Debitorenmanagement eingerichtet. Darüber hinaus werden Kundenforderungen soweit möglich über eine Warenkreditversicherung abgesichert. Soweit bei den einzelnen finanziellen Vermögenswerten Ausfallrisiken erkennbar sind, werden diese entsprechend wertberichtigt. Auf Basis dieser Einschätzung legt INTILION individuelle Kreditlimits fest, um die Risikokonzentration zu minimieren und finanzielle Verluste durch Zahlungsausfälle zu begrenzen.

Der maximale Risikobetrag für finanzielle Vermögensgegenstände, ohne Berücksichtigung von Sicherheiten, entspricht ihrem Nettobuchwert. Die in der Bilanz ausgewiesenen Beträge beinhalten Wertberichtigungen für voraussichtlich uneinbringliche Forderungen, welche auf Basis von einzelfallbezogenen Informationen, vergangenen Erfahrungen und des derzeitigen wirtschaftlichen Umfelds geschätzt wurden. Solche Einzelwertberichtigungen werden bei entsprechender Indikation, dass bestehende Forderungen uneinbringlich sein könnten, vorgenommen.

Die zum Stichtag noch ausstehenden Forderungen, für die Wertberichtigungen in Höhe von 0 T€ (31.03.2023: 14 T€) bestehen, sind aufgrund der oben beschriebenen Kundenstruktur von hoher Bonität. Zum Stichtag bestanden keine Anhaltspunkte, welche wesentliche Zahlungsausfälle bezüglich der bestehenden Forderungen erwarten lassen würden.

Insgesamt ist das Kreditrisiko aus Forderungen aus Lieferungen und Leistungen aufgrund der hohen Anzahlungsquote und der hohen Bonität der Kunden als gering zu bewerten. Aufgrund des potenziell erheblichen Ausmaßes wird es insgesamt als mittleres Risiko eingestuft.

Währungsrisiko

Die Geschäftstätigkeit von INTILION kann durch die Auswirkungen von Wechselkursschwankungen auf Transaktionen beeinträchtigt werden, welche insbesondere bei Forderungen und Verbindlichkeiten in einer anderen Währung als der funktionalen Währung (Euro) auftreten können. Obwohl derzeit keine wesentlichen Umsätze außerhalb der Eurozone erzielt werden, könnten Wechselkursschwankungen die Fähigkeit Produkte zu verkaufen, in dem Maße negativ beeinflussen, in dem INTILION im Rahmen seiner internationalen Expansionsstrategie ein Wachstum außerhalb der Eurozone anstrebt.

Ein erheblicher Teil der Kosten für Rohstoffe und Komponenten, wie z.B. Lithium-Ionen-Batterien, fällt in US-Dollar an. Ein Wertverlust des Euro gegenüber dem US-Dollar könnte die Kosten für Rohstoffe und Komponenten, die in den Produkten verwendet werden, in Euro erhöhen, was wir möglicherweise nicht an die Kunden weitergeben können.

Zum 31. März 2024 bestehen bei INTILION Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in US-Dollar in Höhe von 2.322.040 € (Vorjahr: 9.026.233 €).

Zur Verringerung von Wechselkursrisken kann INTILION grundsätzlich Kurssicherungsgeschäfte abschließen, um den Auswirkungen von Wechselkursschwankungen entgegenzuwirken. Für das Geschäftsjahr 2023/2024 wurden für den US-Dollar keine Kurssicherungsgeschäfte abgeschlossen. Im Zusammenhang mit der derzeitigen Konzentration der Geschäfte auf den Euroraum führt dies zu einem aktuell als mittel einzuschätzenden Wechselkursrisiko mit moderaten negativen Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz-, und Ertragslage von INTILION.

3.4 Zusammenfassung zum Risikobericht

Kurz- bis mittelfristig hängt die Entwicklung der INTILION von der Realisierung des aktuellen Businessplans ab. Ein wesentliches Verfehlen der grundlegenden Annahmen des Businessplans, insbesondere der Steigerung der Umsatzerlöse, der Erhöhung des Bruttoergebnisses und des bereinigten EBIT sowie des Cashflows aus der laufenden Geschäftstätigkeit, könnte die Zahlungsfähigkeit der Gesellschaft kurz- bis mittelfristig beeinträchtigen.

Um die Wachstumsziele der INTILION AG sowohl kurz- als auch mittelfristig realisieren zu können, ist die Gesellschaft neben der Stärkung der Innenfinanzierungskraft weiterhin auf externe Finanzierungsquellen angewiesen. Dazu kann der Vorstand unter anderem zur Sicherung eines etwaigen Finanzierungsbedarfs auf Finanzierungszusagen der Alleinaktionärin zurückgreifen.

Künftig wird die Geschäftstätigkeit mit Hilfe eines weitergehend implementierten Risikomanagementsystems gesteuert und überwacht.

4. Prognosebericht

4.1 Erwartungen für Marktwachstum

Die Weltwirtschaft scheint bereit zu sein sich allmählich von den schweren Schlägen der Pandemie und des Krieges Russlands gegen die Ukraine zu erholen. Auch China erholt sich nach der Wiederbelebung seiner Wirtschaft. Gleichzeitig wird die massive und synchrone Straffung der Geldpolitik der meisten Zentralbanken erste Früchte tragen, und die Inflation wird sich wieder in Richtung ihrer Ziele bewegen.

Der Internationale Währungsfonds (IWF) prognostizierte im April 2024 in seinem World Economic Outlook (WEO), dass die Weltwirtschaft stabil mit 3,2% in den Jahren 2024 und 2025 wachsen werde, nachdem sie schon im Jahr 2023 um 3,2% wuchs.

In der Europäischen Union soll die Wirtschaftsleistung laut IWF im Jahr 2024 um 1,1 % wachsen und in 2025 um 1,8 %. Die wirtschaftliche Aktivität soll sich in Europa also beleben, nachdem sie im Jahr 2023 um 0,6 % anstieg. Auch die EU-Kommission erwartet für 2024 ein Wachstum von 0,1 %, gefolgt von einem Wachstum von 1,0 % im Jahr 2025.

Für die deutsche Wirtschaft erwartet der IWF für das Jahr 2024 wieder ein leichtes Wachstum von 0,2 % gefolgt von einem Wachstum von 1,3 % im Jahr 2025. Die Konjunkturprognose der Bundesregierung vom April 2024 fällt mit +0,3 % für 2024 und +1,0 % im Jahr 2025 ähnlich aus. Geprägt von den hohen Energiepreisen stagnierte die Wirtschaft in den vergangenen zwei Jahren größtenteils. Seit Jahresbeginn verstärken sich jedoch zunehmend positive Anzeichen. Unterstützt wird die wirtschaftliche Erholung von Maßnahmen der Bundesregierung für Privathaushalte und Unternehmen, wie etwa das Wachstumschancengesetz, steuerliche Entlastungen sowie Maßnahmen zur Förderung der Transformation hin zu einer klimaneutralen Wirtschaft. Für das Jahr 2025 schätzt die Bundesregierung das Wachstum des Bruttoinlandsprodukts auf ein Prozent. Sie rechnet außerdem mit steigenden Realeinkommen und einer weiter abnehmenden Inflation auf 2,4 Prozent im laufenden Jahr sowie 1,8 Prozent für 2025. Somit würde Deutschland im kommenden Jahr unter dem Zielwert der Europäischen Zentralbank von 2,0 Prozent Inflation liegen.

Die globale Inflation wird gemäß IWF im Jahr 2024 voraussichtlich 5,9 % betragen und im Jahr 2025 auf 4,5 % zurückgehen. In den westlichen Industrienationen dürfte die Inflation schneller sinken als in vielen Entwicklungsländern und die Zielwerte von 2 % bis 2025 wieder erreichen. Die Bundesregierung rechnet mit einer Inflation in Deutschland von 2,4 % im Jahr 2024 und 1,8 % im Jahr 2025.

Die wichtigsten deutschen Wirtschaftsforschungsinstitute blicken mit wachsender Zuversicht auf die konjunkturelle Lage in Deutschland und rechnen angesichts sinkender Energiepreise mit einem Mini-Wachstum.

Im Zuge von Klimawandel und Dekarbonisierung von Volkswirtschaften, haben Energiespeichersysteme zusätzlich an Bedeutung als Mittel zur Erhöhung der Energiesicherheit gewonnen. Zahlreiche Länder streben zunehmend nach Energieunabhängigkeit und Diversifizierung der Energieversorgung, insbesondere in Anbetracht der aktuellen geopolitischen Herausforderungen.

Marktstudien gehen davon aus, dass das relevante Marktpotenzial für ESS-Lösungen von 80 bis 100 Gigawattstunden im Jahr 2023 auf 300 bis 500 Gigawattstunden im Jahr 2030 steigen wird. Dies entspräche einem Marktwachstum von 20 bis 25 % pro Jahr.

Getrieben wird dieses Wachstum von Trends wie dem Wachstum der dezentralen erneuerbaren Energieversorgung, der zunehmenden Elektrifizierung, der Digitalisierung des Netzes, dem technologischen Fortschritt und langfristig sinkenden Kosten für Batteriezellen. Insbesondere aufgrund der Volatilität der Stromerzeugung aus erneuerbaren Energiequellen wird erwartet, dass die Nachfrage nach ESS steigen wird. Darüber hinaus wird erwartet, dass regulatorische Maßnahmen in mehreren europäischen Ländern, einschließlich Zielvorgaben für Energiespeicherung, Strom aus erneuerbaren Energien und der Ausstieg aus der Kohleverstromung, das Wachstum des ESS-Marktes weiter unterstützen werden.

Die Nachfrage nach kundenspezifischen und effizienten ESS-Lösungen ist unabhängig von den schwierigen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen weiter dynamisch gestiegen. Wesentliche Treiber sind die Megatrends Elektrifizierung und Dekarbonisierung. Ergänzend führen die signifikant gestiegenen Energiekosten zu einem erhöhten Bedarf an Energiespeichersystemen.

Das Marktsegment der dezentralen Energiespeicherung in Europa ist stark gewachsen, in den meisten Märkten um 50 % bis 100 %. Für die Energiespeicherbranche wird im kommenden Geschäftsjahr 2024/2025 und danach, ähnlich wie im Vorjahr, in allen für INTILION relevanten Regionen mit einem weiterhin dynamisch wachsenden Marktumfeld gerechnet. Für den Batteriespeichermarkt in der DACH-Region wird bis zum Jahr 2030 mit einem durchschnittlichen jährlichen Marktwachstum von ca. 50 % gerechnet.

4.2 Prognosen anhand von Steuergrößen

Trotz der aktuell sowohl geopolitisch als auch makroökonomisch nach wie vor heraus fordernden Entwicklungen sieht INTILION eine anhaltend hohe Nachfrage nach Batteriespeichersystemen und erwartet auf dieser Basis auch für das laufende Geschäftsjahr und darüber hinaus eine deutlich positive Geschäftsentwicklung.

Für das Geschäftsjahr 2024/2025 rechnet der Vorstand mit gegenüber dem Vorjahr weiterhin deutlich steigenden Umsatzerlösen sowie einem deutlich steigenden Rohertrag. Ausschlaggebend hierfür wird insbesondere die ungebrochen hohe Nachfrage im Markt für Energiespeichersysteme sein. Weitere positive Impulse auf die Umsatzentwicklung werden aus dem weiteren Aufbau und der Professionalisierung der Vertriebsorganisation sowie dem Ausbau des Projektmanagements erwartet. Durch den weiter vorangetriebenen Standardisierungsprozess, durch steigende Einkaufsvolumina bei rückläufigen Preisen und hieraus resultierende Kosteneinsparungseffekte sieht sich INTILION in der Lage weitere Rohertragspotenziale zu heben.

INTILION positioniert sich bei Utilities und Industriekunden (einschließlich sog. Asset Owner) als Entwicklungspartner für Batteriespeichersysteme (ESS) und baut seine etablierte Position als Systemlieferant stetig aus. Im abgeschlossenen Geschäftsjahr 2023/2024 konnten weitere Aufträge im zweistelligen Millionenbereich im ESS-Geschäft akquiriert werden. Auch für das Geschäftsjahr 2025/2026 wird ein fortgesetzt starkes Neugeschäft prognostiziert. Um die angestrebten Umsatzziele zu erreichen, erwartet und plant der Vorstand beim Auftragseingang im Geschäftsjahr 2024/2025 eine erneut signifikante Steigerung auf mehr als 150 Mio. €.

Verbunden mit dem Auftragsbestand zum Geschäftsjahresende von 69,1 Mio. € geht das Management davon aus, dass die Gesellschaft auch im Geschäftsjahr 2024/2025 unter den aufgezeigten Rahmenbedingungen ihren erfolgreichen Wachstumspfad fortsetzen wird und plant einen Umsatz in einer Bandbreite von 120 bis 135 Mio. €.

Als Folge der angestrebten Rohertragssteigerung in Verbindung mit moderat steigenden operativen Kosten erwartet die Gesellschaft im kommenden Geschäftsjahr eine Verbesserung des EBIT auf 6 bis 8 Mio. €. Dabei wird das geplante EBIT vom Grad der Umsatzerreichung sowie der Umsetzung der geplanten Kostendegressionseffekte abhängen.

Die Prognosen für Chancen und Risiken für die weitere Geschäftsentwicklung basieren wie jede zukunftsgerichtete Aussage notwendigerweise auf einer Vielzahl von Faktoren, Annahmen und Schätzungen über zukünftige Ereignisse und Maßnahmen. Somit enthält dieser Bericht Angaben und Prognosen, die sich auf die zukünftige Entwicklung der Gesellschaft beziehen. Es wird darauf hingewiesen, dass die tatsächlichen Ergebnisse wesentlich von den Erwartungen über die voraussichtliche Entwicklung abweichen können.

5. Schlusserklärung der Geschäftsführung über Beziehungen
zu verbundenen Unternehmen gemäß § 312 AktG

Die INTILION AG war im Geschäftsjahr 2023/2024 im Zeitraum vom 01. April 2023 bis zum 31. März 2024 ein abhängiges Unternehmen i.S.d. § 312 AktG. Der Vorstand der INTILION AG hat deshalb gem. § 312 Abs. 1 AktG einen Bericht des Vorstands über Beziehungen zu verbundenen Unternehmen aufgestellt, der die folgende Schlusserklärung enthält:

"Wir erklären, dass die Gesellschaft bei den im Bericht über die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen aufgeführten Rechtsgeschäften und Maßnahmen vom 01. April 2023 bis zum 31. März 2024 nach den Umständen, die uns in dem Zeitpunkt bekannt waren, in dem die Rechtsgeschäfte vorgenommen oder Maßnahmen getroffen oder unterlassen wurden, bei jedem Rechtsgeschäft eine angemessene Gegenleistung erhalten hat. Dadurch, dass Maßnahmen getroffen oder unterlassen wurden, ist die Gesellschaft nicht benachteiligt worden."

 

Paderborn, 18. Juni 2024

INTILION Aktiengesellschaft

Dr. André Haubrock, CEO

Dirk Engel, CFO

Bilanz zum 31. März 2024

Aktiva

Anh . 31.03.2024
31.03.2023
A. Anlagevermögen (1)
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 88.315,00 568.590,00
2. Geleistete Anzahlungen 7.840,00 24.768,77
96.155,00 593.358,77
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 57.288,00 51.502,00
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 306.326,00 425.306,00
3. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 211.171,95 28.600,00
574.785,95 505.408,00
670.940,95 1.098.766,77
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte (2)
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 11.567.653,64 26.639.263,36
2. Unfertige Erzeugnisse 7.789.982,99 21.233.785,33
3. Geleistete Anzahlungen 1.983.336,84 4.386.172,26
4. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen -3.846.864,97 -28.159.436,00
17.494.108,50 24.099.784,95
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände (3)
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 13.718.615,02 5.557.128,57
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 38.665,46 3.215.358,16
3. Sonstige Vermögensgegenstände 113.537,24 2.555.875,50
13.870.817,72 11.328.362,23
III. Guthaben bei Kreditinstituten (4) 1.019.131,40 2.566.492,11
32.384.057,62 37.994.639,29
C. Rechnungsabgrenzungsposten (5) 70.987,36 2.335,67
33.125.985,93 39.095.741,73

Passiva

Anh . 31.03.2024
31.03.2023
A. Eigenkapital (6)
I. Gezeichnetes Kapital 7.000.000,00 7.000.000,00
II. Kapitalrücklage 9.998.196,67 4.998.196,67
III. Verlustvortrag -8.159.075,74 -308.446,12
IV. Jahresfehlbetrag -1.848.862,86 -7.850.629,62
6.990.258,07 3.839.120,93
B. Rückstellungen
Sonstige Rückstellungen (7) 4.788.959,58 2.129.564,17
4.788.959,58 2.129.564,17
C. Verbindlichkeiten (8)
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 0,00 10.000.000,00
2. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 4.492.974,36 7.456.434,27
3. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 4.426.346,07 11.426.871,80
4. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 11.080.508,71 3.780.182,92
5. Sonstige Verbindlichkeiten 1.346.939,14 463.567,64
21.346.768,28 33.127.056,63
33.125.985,93 39.095.741,73

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. April 2023 bis 31. März 2024

Anh . 2023/2024
2022/2023
1. Umsatzerlöse (9) 83.228.641,41 15.845.047,47
2. Veränderung des Bestands an unfertigen Erzeugnissen (10) -13.443.802,01 19.757.702,48
3. Sonstige betriebliche Erträge (11) 1.083.025,22 2.587.444,39
4. Materialaufwand (12) -53.801.727,81 -33.235.339,14
5. Personalaufwand (13) -7.467.364,97 -4.847.195,53
6. Abschreibungen (14) -701.718,49 -679.772,57
7. Sonstige betriebliche Aufwendungen (15) -9.551.792,59 -7.154.467,24
8. Finanzergebnis (16) -1.194.123,62 -124.049,48
9. Ergebnis nach Steuern -1.848.862,86 -7.850.629,62
10. Jahresfehlbetrag -1.848.862,86 -7.850.629,62

Anhang für das Geschäftsjahr 2023 / 2024

1. Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss

Der Jahresabschluss der INTILION Aktiengesellschaft, Paderborn, ("INTILION AG", "Gesellschaft" oder "INTILION"), wurde für das Geschäftsjahr vom 1. April 2023 bis zum 31. März 2024 auf der Grundlage der Rechnungslegungsvorschriften des Handelsgesetzbuchs (HGB) für Kapitalgesellschaften und des Aktiengesetzes aufgestellt. Die INTILION AG mit Sitz in Paderborn wird beim Amtsgericht Paderborn unter der Nummer HRB 15901 im Handelsregister geführt.

Die INTILION AG ist eine mittelgroße Kapitalgesellschaft im Sinne von § 267 Abs. 2 HGB i. V. m. § 267 Abs. 4 Satz 2 analog HGB. Sie macht von den größenabhängigen Erleichterungen des § 288 HGB teilweise Gebrauch.

Die Gewinn- und Verlustrechnung wird nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt.

Das Geschäftsjahr beginnt am 1. April eines Jahres und endet jeweils am 31. März des Folgejahres.

Der Jahresabschluss wurde unter der Annahme der Unternehmensfortführung nach § 252 Abs. 1 Nr. 2 HGB aufgestellt.

2. Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Der Jahresabschluss wurde unter Beachtung der generellen Ansatzvorschriften der §§ 246 bis 251 HGB sowie unter Berücksichtigung der besonderen Ansatzvorschriften für Kapitalgesellschaften, insbesondere §§ 268 und 277 HGB aufgestellt.

Der Jahresabschluss wurde unter Beachtung der generellen Bewertungsvorschriften der §§ 252 bis 256a HGB aufgestellt.

Anlagevermögen

Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen werden mit ihren Anschaffungskosten aktiviert und bei zeitlich begrenzter Nutzungsdauer planmäßig linear abgeschrieben.

Den planmäßigen Abschreibungen liegen im Wesentlichen die folgenden betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauern zugrunde:

Immaterielle Vermögensgegenstände 5-17 Jahre
Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 10-25 Jahre
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2-12 Jahre

Auf Grund untergeordneter Bedeutung werden abnutzbare bewegliche Vermögensgegenstände, die einer selbstständigen Nutzung fähig sind, mit Anschaffungskosten von mehr als 250 € und bis zu 1.000 € in einem Sammelposten erfasst und linear über 5 Jahre abgeschrieben.

Soweit notwendig erfolgen außerplanmäßige Abschreibungen aufgrund technischer bzw. wirtschaftlicher Wertminderung. Eine Zuschreibung erfolgt, sofern die Gründe für die außerplanmäßige Abschreibung nicht mehr bestehen.

Umlaufvermögen

Vorräte werden zu Anschaffungskosten erfasst und unter Berücksichtigung des Niederstwertprinzips bewertet.

Die Bewertung von Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen erfolgt mittels des gleitenden Durchschnittsverfahrens bzw. niedrigeren Wiederbeschaffungskosten am Abschlussstichtag.

Die Herstellungskosten für unfertige Erzeugnisse enthalten Materialkosten, Fertigungskosten sowie angemessene Teile der Fertigungsgemeinkosten. Darüber hinaus wurde der Grundsatz der verlustfreien Bewertung berücksichtigt.

Geleistete Anzahlungen auf Vorräte werden zu Anschaffungskosten angesetzt.

Soweit sich erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen von zurechenbaren und ausgewiesenen Vorratsbeständen beziehen, werden diese offen von den Vorräten abgesetzt. Andernfalls werden erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen in den Verbindlichkeiten gesondert ausgewiesen (§ 268 Abs. 5 Satz 2 HGB).

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden mit ihren Nominalbeträgen abzüglich angemessener Wertberichtigungen bilanziert. Es werden alle erkennbaren Einzelrisiken berücksichtigt.

Auf fremde Währung lautende Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr werden gemäß § 256a HGB zum Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag umgerechnet. Bei einer Restlaufzeit über einem Jahr erfolgt die Umrechnung mit dem Wechselkurs zum Zeitpunkt des Entstehens. Bei Wechselkursänderungen bis zum Bilanzstichtag erfolgt die Bewertung grundsätzlich zum Wechselkurs des Bilanzstichtags, unter Beachtung des Niederstwertprinzips auf der Aktivseite.

Guthaben bei Kreditinstituten sowie Zahlungsmitteläquivalente sind zu Nominalwerten angesetzt.

Rechnungsabgrenzungsposten

Aktive Rechnungsabgrenzungsposten sind Ausgaben vor dem Abschlussstichtag, soweit sie Aufwand für einen bestimmten Zeitraum nach diesem Zeitpunkt darstellen.

Latente Steuern

Latente Steuern werden für temporäre Unterschiede zwischen handelsrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten und ihren steuerlichen Wertansätzen ermittelt. Eine sich insgesamt ergebende Steuerbelastung würde in der Bilanz als passive latente Steuern angesetzt werden. Zum 31. März 2024 ergab sich ein Überhang an aktiven latenten Steuern. Dieser wurde in Ausübung des Wahlrechts nach § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB nicht aktiviert.

Eigenkapital

Das gezeichnete Kapital wird mit dem Nennbetrag angesetzt.

Bei der Kapitalrücklage handelt es sich um Agio-Beträge gemäß § 272 Abs. 2 Nr. 1 und sonstige Rücklagen gemäß § 272 Abs. 2 Nr. 4 HGB im Zusammenhang mit der Erhöhung des gezeichneten Kapitals im Rahmen der Übertragung des ESS-Geschäfts (Energy Storage Solutions) auf die Gesellschaft sowie aus Bareinzahlungen im vorherigen und aktuellen Geschäftsjahr.

Rückstellungen

Rückstellungen tragen alle erkennbaren Risiken im Rahmen der handelsrechtlichen Vorschriften ausreichend Rechnung und werden in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages angesetzt. Die zu erwartenden zwischenzeitlichen Preis- und Kostensteigerungen werden berücksichtigt.

Nach dem Batteriegesetz (BattG) ist die INTILION AG zur Rücknahme und Entsorgung der Lithium-Ionen-Batteriemodule nach deren geschätzter Lebensdauer von 10 Jahren verpflichtet, woraus sich eine rechtliche Verpflichtung aus dem Verkauf der Module ergibt, die zu einem wahrscheinlichen Abfluss von Ressourcen führen wird und deren Höhe zuverlässig geschätzt werden kann. Die Entsorgungsverpflichtung wird auf Basis der im Umlauf befindlichen Modulen unter Berücksichtigung einer Entsorgungswahrscheinlichkeit sowie der aktuellen Marktentwicklung hinsichtlich Preise und Recyclingmöglichkeiten ermittelt.

Die Gewährleistungsrückstellung wird pauschal in Höhe von 0,5 Prozent des Umsatzes ermittelt.

Das Risiko für offene und einzelne Gewährleistungsfälle wurde vorsichtig bewertet und separat bilanziert.

Rückstellungen mit einer originären Laufzeit von mehr als einem Jahr werden mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz, der von der Deutschen Bundesbank ermittelt und bekannt gegeben wird, abgezinst. Rückstellungen mit einer originären Laufzeit von bis zu einem Jahr werden nicht abgezinst.

Verbindlichkeiten

Verbindlichkeiten sind zum Erfüllungsbetrag angesetzt. Auf fremde Währung lautende Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr werden zum Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag umgerechnet. Bei einer Restlaufzeit über einem Jahr erfolgt die Umrechnung mit dem Wechselkurs zum Zeitpunkt des Entstehens. Bei Wechselkursänderungen bis zum Bilanzstichtag erfolgt die Bewertung grundsätzlich zum Wechselkurs des Bilanzstichtags, unter Beachtung des Höchstwertprinzips auf der Passivseite.

3. Angaben zur Bilanz

(1) Anlagevermögen

Die in der Bilanz ausgewiesenen Posten des Anlagevermögens und ihre Entwicklung im Geschäftsjahr 2023/2024 werden in dem gesondert aufgestellten Anlagenspiegel dargestellt. Dieser ist integraler Bestandteil des Anhangs.

Die Zugänge zu den immateriellen Vermögensgegenständen betreffen die Erweiterung von Softwareprogrammen und Lizenzen.

Die Zugänge in den Sachanlagen betreffen vor allem den Umbau der Büroräume am Standort Paderborn sowie den Erwerb neuer Betriebs- und Geschäftsausstattung im Geschäftsjahr.

(2) Vorräte

Vorräte
in Euro
Berichtsperiode 31.03.2024 Vergleichsperiode 31.03.2023
Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 11.567.654 26.639.263
Unfertige Erzeugnisse 7.789.983 21.233.785
Geleistete Anzahlungen 1.983.337 4.386.172
Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen -3.846.865 -28.159.436
Summe Vorräte 17.494.109 24.099.785

Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe beinhalten überwiegend Lithium-Ionen-Batteriemodule, Racks sowie sonstige Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe. Die unfertigen Erzeugnisse setzen sich im Wesentlichen aus in der Bearbeitung befindlichen Projekten für Kundenaufträge zusammen. Geleistete Anzahlungen betreffen insbesondere Zahlungen für den Einkauf von Wechselrichtern, Transformatoren inkl. Stahlgestelle, Schaltschränken sowie Stromkreisverteiler.

Der Rückgang der Vorräte resultiert aus der Fertigstellung von diversen Projekten bzw. aus den Teilabnahmen der Projekte durch unsere Kunden.

(3) Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Sämtliche Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände haben eine Fälligkeit von bis zu einem Jahr und setzen sich folgendermaßen zusammen:

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
in Euro
Berichtsperiode 31.03.2024 Vergleichsperiode 31.03.2023
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 13.718.615 5.557.129
Forderungen gegen verbundene Unternehmen 38.665 3.215.358
davon gegen Gesellschafterin 0 900.281
Sonstige Vermögensgegenstände 113.537 2.555.876
Summe Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 13.870.818 11.328.362

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen resultieren im Wesentlichen aus dem Verkauf von Produkten.

Bei den Forderungen gegen verbundene Unternehmen handelt es sich um Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von 38.665 € (Vorjahr 984.762 €). Im Vorjahr waren Forderungen in Höhe von 1.330.315 € aus Leistungsverrechnungen innerhalb des HOPPECKE-Konzerns enthalten. Diese wurden im laufenden Geschäftsjahr vollständig ausgeglichen.

Bei den sonstigen Vermögensgegenständen handelt es sich im Wesentlichen um Vorauszahlungen für künftige betriebliche Aufwendungen in Höhe von 67.247 € sowie um die Umgliederung der debitorischen Kreditoren in Höhe von 45.324 €. Im Vorjahr waren im Wesentlichen Umsatzsteuerguthaben (2.552.196 €) enthalten.

(4) Guthaben bei Kreditinstituten

Die flüssigen Mittel in Höhe von 1.019.131 € (Vorjahr: 2.566.492 €) enthalten Guthaben bei Kreditinstituten. Der Rückgang ist im Wesentlichen aufgrund von Umbuchungen in den Intercompany Cash-Pooling Konten entstanden.

(5) Rechnungsabgrenzungsposten

Der aktive Rechnungsabgrenzungsposten in Höhe von 70.987 € (Vorjahr: 2.336 €) enthält abgegrenzte Zahlungen für Lizenzen, Versicherungen und Wirtschaftsbeiträge.

(6) Eigenkapital

Gezeichnetes Kapital

Das gezeichnete Kapital (Grundkapital) der INTILION AG beträgt zum Bilanzstichtag unverändert 7.000.000 € (Vorjahr 7.000.000 €). Gehalten werden sämtliche Anteile von der HOPPECKE Rail Systems GmbH. Das gezeichnete Kapital setzt sich zum Bilanzstichtag aus 7.000.000 auf den Namen lautenden, nennwertlosen Stückaktien mit einem fiktiven Nennwert von jeweils 1 € zusammen.

Der Vorstand ist durch Beschluss der Hauptversammlung vom 28. März 2023 ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrates das Grundkapital der Gesellschaft bis zum 27. März 2028 durch Ausgabe von bis zu 3.500.000 Stückaktien gegen Bareinlagen und/oder gegen Sacheinlagen einmalig oder mehrmals, insgesamt jedoch höchstens um 3.500.000 EUR zu erhöhen, wobei das Bezugsrecht der Aktionäre ausgeschlossen werden kann.

Kapitalrücklage

Im Geschäftsjahr 01.04.2021-31.03.2022 haben die Gesellschafter gemäß § 272 Abs. 2 Nr. 4 HGB Zuzahlungen in Höhe von 400.000 € geleistet. In der Kapitalrücklage sind außerdem die aus der Übertragung des ESS-Geschäfts auf die Gesellschaft resultierenden Agio-Beträge gemäß § 272 Abs. 2 Nr. 1 HGB (2.598.197 €) sowie Beträge von anderen Zuzahlungen, welche die Gesellschafter (Alleinaktionärin) in das Eigenkapital gemäß § 272 Abs. 2 Nr. 4 HGB (2.000.000 €) im Geschäftsjahr 01.04.2022-31.03.2023 geleistet haben, enthalten.

Die Kapitalrücklage hat sich gegenüber dem Vorjahr um 5.000.000 € (Vorjahr 4.598.197€) erhöht und beträgt zum Bilanzstichtag 9.998.197 € (Vorjahr 4.998.197€). Die alleinige Aktionärin der Gesellschaft, die HOPPECKE Rail Systems GmbH (AG Chemnitz, HRB 3989) hat am 31. Mai 2023 einen Betrag in Höhe von € 5.000.000,00 als sonstige Zuzahlung in die Kapitalrücklage der Gesellschaft nach § 272 Abs. 2 Nr. 4 HGB geleistet.

(7) Rückstellungen

Die in der Bilanz ausgewiesenen sonstigen Rückstellungen beinhalten gliedern sich wie folgt:

Sonstige Rückstellungen
in Euro
Berichtsperiode 31.03.2024 Vergleichsperiode 31.03.2023
Rückstellungen Rücknahmeverpflichtung für Batteriemodule 1.229.000 647.336
Rückstellungen für ausstehende Rechnungen 1.924.000 641.220
Rückstellungen für Boni, Resturlaub und sonstige personalbezogene Aufwendungen 879.312 437.059
Rückstellungen für Jahresabschlusskosten 51.000 209.550
Übrige sonstige Rückstellungen 705.648 194.400
Summe 4.788.960 2.129.564

Die Rückstellung für Rücknahmeverpflichtungen der Batteriemodule (1.229.000 €) betreffen die gesetzliche Verpflichtung zur Rücknahme und die entsprechende Entsorgung der in Verkehr gebrachten Lithium-Ionen-Module über 10 Jahre hinweg. Diese Position ist als langfristig zu charakterisieren und wurde mit 1,58 % abgezinst.

Die Rückstellungen für ausstehende Rechnungen (1.924.000 €) betreffen im Wesentlichen ausstehende Rechnungen für externe Dienstleistungen sowie für erbrachte Leistungen durch Lieferanten im Projektgeschäft.

Die Rückstellungen für Boni, Resturlaub und sonstige personalbezogene Aufwendungen (879.312 €) beinhaltet diverse personalbezogene Sachverhalte, insbesondere Rückstellungen für Boni (670.950 €), Rückstellungen für Resturlaub (147.000 €) und Rückstellungen für Zeitsalden der Mitarbeiter (32.000 €).

Die übrigen sonstigen Rückstellungen enthalten im Wesentlichen pauschale Gewährleistungsrückstellungen (495.000 €) und Gewährleistungsrückstellung für Einzelfälle (150.000 €).

(8) Verbindlichkeiten

Die Restlaufzeiten der Verbindlichkeiten betragen bis zu einem Jahr. Die Verbindlichkeiten setzen sich folgendermaßen zusammen:

Verbindlichkeiten
in Euro
Berichtsperiode 31.03.2024 Vergleichsperiode 31.03.2023
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 0 10.000.000
Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 4.492.974 7.456.434
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 4.426.346 11.426.872
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 11.080.509 3.780.183
davon gegenüber der Gesellschafterin 10.555.069 0
Sonstige Verbindlichkeiten 1.346.939 463.568
Summe Verbindlichkeiten 21.346.768 33.127.057

Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten wurden im Geschäftsjahr (Vorjahr 10.000.000 €) vollständig durch Verbindlichkeiten gegenüber der Gesellschafterin / Alleinaktionärin ersetzt.

Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen enthalten im Wesentlichen Kundenanzahlungen aus dem Projektgeschäft.

Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen enthalten im Wesentlichen Verbindlichkeiten aus Lieferungen für Lithium-Ionen-Module sowie weiteren Komponenten der Energiespeichersystemen. Bei den Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen bestehen branchenübliche Eigentumsvorbehalte.

Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen haben in Höhe von T€ 10.555.069 € den Charakter von Finanzierungsverbindlichkeiten und entstammen im Übrigen aus konzerninternen Leistungsverrechnungen.

Sonstige Verbindlichkeiten enthalten im Wesentlichen Umsatzsteuerverbindlichkeiten in Höhe von 1.155.241 € sowie kreditorische Debitoren in Höhe von 170.820 €.

4. Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung

(9) Umsatzerlöse

Die Umsatzerlöse setzen sich wie folgt zusammen:

Umsatzerlöse
in Euro
Berichtsperiode 1. April 2023 - 31. März 2024 Vergleichsperiode 1. April 2022 - 31. März 2023
Erlöse aus dem Verkauf von Energiespeichersystemen 81.444.437 15.790.154
Sonstige Erlöse 1.784.205 54.893
Summe Umsatzerlöse 83.228.641 15.845.047

Die Umsatzerlöse in Höhe von 83.228.641 € (Vorjahr 15.845.047 €) teilen sich im Wesentlichen auf die Länder Deutschland (75.672.908 €), Dänemark (3.572.280 €) und Schweiz (1.147.551 €) auf.

Die sonstigen Erlöse bestehen im Wesentlichen aus erbrachten Serviceleistungen für Energiespeichersysteme und den Verkauf von Ersatzteilen.

(10) Bestandsveränderungen

Im Geschäftsjahr ergab sich eine Minderung des Bestands an unfertigen Erzeugnissen in Höhe von 13.443.802 € (im Vorjahr eine Bestandserhöhung: 19.757.702 €). Es handelt sich dabei um die Differenz der unfertigen Erzeugnisse zum 31. März 2024 in Höhe von 7.789.983 € abzüglich der unfertigen Erzeugnisse zum 31. März 2023. Die Bestandsminderung resultiert im Wesentlichen aus der komplett Realisierung beider Vertragsbestandteile und aus der Realisierung aus dem Liefer- und Montagevertrags Bestandteil (Vertrag 1). Die Beschaffung der Vorräte für das kommende Geschäftsjahr streckt sich über das Jahr, sodass kein wesentlicher Bestandsaufbau zum 31. März 2024 stattgefunden hat.

(11) Sonstige betriebliche Erträge

Die sonstigen betrieblichen Erträge in Höhe von 1.083.025 € (Vorjahr 2.587.444 €) stehen insbesondere im Zusammenhang mit Währungsgewinnen in Höhe von 790.693 € (Vorjahr: 1.579.919 €) sowie Erträgen aus der Weiterbelastung von Kosten an den Gesellschafter in Höhe von 256.804 € (Vorjahr 882.944 €).

Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten 14.722 € periodenfremde Erträge. Diese setzen sich aus Erträgen aus der Auflösung von Rückstellungen für Jahresabschlusskosten aus dem Vorjahr zusammen.

(12) Materialaufwand

Materialaufwand
in Euro
Berichtsperiode 1. April 2023 - 31. März 2024 Vergleichsperiode 1. April 2022 - 31. März 2023
Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 52.685.261 32.915.430
Aufwendungen für bezogene Leistungen 1.116.467 319.909
Summe Materialaufwand 53.801.728 33.235.339

Die Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe betreffen im Wesentlichen den Zukauf von Halbfertigteilen (z.B. Racks) in Höhe von 5.901.563 (Vorjahr: 4.362.245 €) und übriges Fertigungsmaterial in Höhe von 44.778.823 (Vorjahr: 19.917.016 €).

In den Aufwendungen für bezogene Leistungen sind externe Dienstleitungen für Montagetätigkeiten enthalten.

(13) Personalaufwand

Personalaufwand
in Euro
Berichtsperiode 1. April 2023 - 31. März 2024 Vergleichsperiode 1. April 2022 - 31. März 2023
Löhne und Gehälter 6.382.264 4.177.377
Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 1.085.101 669.819
Summe Personalaufwand 7.467.365 4.847.196

Der Anstieg der Personalaufwendungen im Geschäftsjahr ist im Wesentlichen auf den Anstieg der Mitarbeiterzahl zurückzuführen.

(14) Abschreibungen

Die Abschreibungen entfallen hauptsächlich auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens (510.962€), davon im Wesentlichen Abschreibungen auf erworbene Patente und Produktentwicklungen, sowie auf Abschreibungen für Sachanlagen (190.756 €).

(15) Sonstige betriebliche Aufwendungen

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen in Höhe von 9.551.793 € (Vorjahr: 7.154.467 €) beinhalten insbesondere Rechts- und Beratungskosten 1.966.375 € (Vorjahr: 2.424.002 €), Aufwendungen für erhaltene Serviceleistungen 2.256.599 € (Vorjahr: 867.692 €), Mietaufwendungen für Gebäude und sonstige bewegliche Wirtschaftsgüter 783.769‬ € (Vorjahr: 547.184 €), Aufwendungen für sonstige Personalgemeinkosten und Zeitarbeitnehmer 589.293 € (Vorjahr: 301.385 €), Aufwendungen für Versicherungen 445.065 € (Vorjahr: 88.571 €), Aufwendungen für Umweltschutz und Sicherheit 593.192 € (Vorjahr: 210.849 €), Währungsverluste 795.693 € (Vorjahr: 222.300 €) sowie Gewährleistungskosten 629.105 € (Vorjahr: 137.548 €).

(16) Finanzergebnis

Finanzergebnis
in Euro
Berichtsperiode 1. April 2023 - 31. März 2024 Vergleichsperiode 1. April 2022 - 31. März 2023
Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 490.094 0
Zinsen und ähnliche Aufwendungen -1.684.218 -124.049
Summe Finanzergebnis -1.194.124 -124.049

Bei den sonstigen Zinsen und ähnlichen Erträgen handelt es sich um die Verzinsung des Cash-Pooling innerhalb der HOPPECKE-Gruppe. Die Zinsen und ähnlichen Aufwendungen resultieren im Wesentlichen aus angefallenen Zinsaufwendungen für aufgenommene Darlehen (908.025 €), Zinsaufwendungen für Avale (144.723 €) und Zinsaufwendungen für Cash-Pooling innerhalb der HOPPECKE Gruppe (527.696 €).

(17) Bilanzverlust

Aus dem Jahresfehlbetrag von -1.848.863 € (Vorjahr -7.850.630 €) und dem bestehenden Verlustvortrag von -8.159.076 € (Vorjahr -308.446 €) resultiert ein Bilanzverlust von -10.007.939 € (Vorjahr -8.159.076 €).

Haftungsverhältnisse

Zur Absicherung von erhaltenen Anzahlungen wurden Bankavale in Höhe von 5.752.805 € abgeschlossen. Hierbei haben Banken als Bürge/Garant für die im Auftrag der INTILION AG herausgelegten Bürgschaften/Garantien (Avale) gegeben. Das Risiko der Inanspruchnahme wird als gering angesehen, da sich die Anzahlungen auf konkrete Kundenaufträge beziehen, die sich in der Umsetzung befinden.

Die INTILION AG ist in dem zwischen den deutschen Gesellschaften der HOPPECKE-Gruppe und einem Bankenkonsortium bestehenden Konsortialdarlehensvertrag einbezogen. Die beteiligten Gesellschaften der HOPPECKE-Gruppe haften für alle Forderungen der Banken aus dem Konsortialdarlehensvertag gesamtschuldnerisch. Zum Abschlussstichtag 31. März 2024 haben neben der INTILION AG verbundene Unternehmen der HOPPECKE-Gruppe Finanzmittel von 60 Mio. EUR auf der Grundlage des Konsortialdarlehensvertrags abgerufen. Ein Risiko aus der Inanspruchnahme besteht aufgrund der Kenntnisse der wirtschaftlichen Verhältnisse der an dem Konsortialdarlehensvertag beteiligten deutschen HOPPECKE-Gesellschaften, für die gehaftet wird, nicht.

5. Nachtragsbericht

Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Schluss des Geschäftsjahres 2023/2024 liegen nicht vor.

6. Sonstige Pflichtangaben

Sonstige finanzielle Verpflichtungen, die nicht in der Bilanz enthalten sind, betragen am Stichtag und haben vertragsgemäß die folgenden Restlaufzeiten:

bis 1 Jahr 343.675 €
mehr als 1 Jahr und bis 5 Jahre 715.307 €

Diese setzen sich im Wesentlichen aus Gewerbemietverpflichtungen für Gebäude, Leasingverpflichtungen für KFZ sowie Leasingverpflichtungen für Betriebs- und Geschäftsausstattung zusammen. Darüber hinaus bestehen zum Stichtag offene Bestellungen in Höhe von 5.066.138 € (Vorjahr: 18.636.310 €).

Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen und Personen, die nicht zu marktüblichen Konditionen zustande gekommen sind, bestehen nicht.

Die INTILION AG beschäftigte im Berichtszeitraum durchschnittlich 79 Mitarbeiter, davon waren 19 weiblich und 60 männlich. Im Vorjahr hat die Gesellschaft durchschnittlich 59 Mitarbeitende beschäftigt.

Die INTILION AG wird in den Konzernabschluss der Accumulatorenwerke HOPPECKE Carl Zoellner & Sohn GmbH, Brilon (HOPPECKE), (HRB 3989, Amtsgericht Arnsberg), einbezogen. Die HOPPECKE ist das Mutterunternehmen, das den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht für den kleinsten Kreis von Unternehmen aufstellt. Die Zoellner Holding GmbH, Brilon, (HRB 13731, Amtsgericht Arnsberg) stellt den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht für den größten Kreis von Unternehmen auf. Beide Konzernabschlüsse und Konzernlageberichte werden nach § 325 HGB im Unternehmensregister bekannt gemacht.

Organe der Gesellschaft - Aufsichtsrat

Der Aufsichtsrat der INTILION AG setzt sich wie folgt zusammen:

 

Andreas Felsch, Duisburg

Vorsitzender des Aufsichtsrates Rechtsanwalt und Partner der GRÜTER Rechtsanwälte Partnerschaftsgesellschaft mbB

 

Jan Geldmacher, New York U.S.A.

Unabhängiges Verwaltungsratsmitglied in verschiedenen Gesellschaften,

Business Executive and Independent Board Director

 

Dr. Dierk Paskert, Rottach-Egern

Unabhängiges Verwaltungsratsmitglied in verschiedenen Gesellschaften, Independent Board Director

Organe der Gesellschaft - Vorstand

Der Vorstand der INTILION AG setzt sich wie folgt zusammen:

 

Dr. André Haubrock, Bünde

CEO, Vorstandsvorsitzender Strategy, Product & Business Development Seit 1. April 2022 Mitglied des Vorstands

 

Dirk Engel, Münster

CFO, Finanzvorstand Finance & Administration Seit 1. Februar 2023 Mitglied des Vorstands

Hinsichtlich der Angabe der Gesamtbezüge des Vorstands wird von der Schutzklausel des § 286 Abs. 4 HGB Gebrauch gemacht.

Die Angaben zum Gesamthonorar des Abschlussprüfers sind in der Gesamtangabe im Konzernabschluss der HOPPECKE enthalten.

 

Paderborn, 18. Juni 2024

INTILION AG

Der Vorstand

Dr. André Haubrock, CEO

Dirk Engel, CFO

Entwicklung des Anlagevermögens vom 1. April 2023 bis 31. März 2024

Anschaffungskosten
01.04.2023
Zugänge
Abgänge
Umbu - chung
31.03.2024
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 2.585.269,60 5.918,57 0,00 24.768,77 2.615.956,94
2. Geleistete Anzahlungen 24.768,77 7.840,00 0,00 -24.768,77 7.840,00
2.610.038,37 13.758,57 0,00 0,00 2.623.796,94
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 56.502,07 9.046,72 0,00 0,00 65.548,79
2. Fuhrpark 0,00 2.953,40 0,00 0,00 2.953,40
4. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 727.497,32 47.716,41 -840,34 18.400,00 792.773,39
5. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 28.600,00 200.971,95 0,00 -18.400,00 211.171,95
812.599,39 260.688,48 -840,34 0,00 1.072.447,53
Summe Anlagevermögen 3.422.637,76 274.447,05 -840,34 0,00 3.696.244,47
kumulierte Abschreibungen
01.04.2023
Zugänge
Abgänge
Umbu - chung
31.03.2024
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 2.016.679,60 510.962,34 0,00 0,00 2.527.641,94
2. Geleistete Anzahlungen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
2.016.679,60 510.962,34 0,00 0,00 2.527.641,94
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 5.000,07 3.260,72 0,00 0,00 8.260,79
2. Fuhrpark 0,00 215,40 0,00 0,00 215,40
4. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 302.191,32 187.280,03 -285,96 0,00 489.185,39
5. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
307.191,39 190.756,15 -285,96 0,00 497.661,58
Summe Anlagevermögen 2.323.870,99 701.718,49 -285,96 0,00 3.025.303,52
Buchwerte
31.03.2023
31.03.2024
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 568.590,00 88.315,00
2. Geleistete Anzahlungen 24.768,77 7.840,00
593.358,77 96.155,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 51.502,00 57.288,00
2. Fuhrpark 0,00 2.738,00
4. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 425.306,00 303.588,00
5. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 28.600,00 211.171,95
505.408,00 574.785,95
Summe Anlagevermögen 1.098.766,77 670.940,95

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die INTILION Aktiengesellschaft, Paderborn

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der INTILION Aktiengesellschaft, Paderborn, - bestehend aus der Bilanz zum 31. März 2024 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. April 2023 bis zum 31. März 2024 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der INTILION Aktiengesellschaft für das Geschäftsjahr vom 1. April 2023 bis zum 31. März 2024 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. März 2024 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. April 2023 bis zum 31. März 2024 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Bielefeld, den 19. Juni 2024

PricewaterhouseCoopers GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Carsten Schürmann, Wirtschaftsprüfer

ppa. Maik Schure, Wirtschaftsprüfer

Bericht des Aufsichtsrats

der INTILION Aktiengesellschaft

Der Aufsichtsrat hat im Geschäftsjahr 2023/2024 die ihm nach Gesetz, Satzung und Geschäftsordnung obliegenden Aufgaben wahrgenommen und den Vorstand kontinuierlich überwacht und beratend begleitet. Der Vorstand unterrichtete den Aufsichtsrat regelmäßig, sowohl schriftlich als auch mündlich, über die wirtschaftliche Lage, insbesondere die Entwicklung der INTILION Aktiengesellschaft (" Gesellschaft"), die Liquidität, die Strategie, die Unternehmensplanung, die Rentabilität, die Produktstrategie sowie das Risikomanagement. Der Aufsichtsrat hat diese Berichte in seinen Sitzungen ausführlich mit dem Vorstand erörtert und beraten und die erforderlichen Entscheidungen getroffen. Der Aufsichtsratsvorsitzende stand außerhalb der Aufsichtsratssitzungen in regelmäßigem Kontakt mit dem Vorstand. Dabei ließ er sich über die aktuelle Geschäftslage und die wesentlichen Geschäftsvorfälle sowie die Entwicklung der wesentlichen Kennzahlen des Unternehmens laufend unterrichten. Auch mit dem Abschlussprüfer hat sich der Aufsichtsratsvorsitzende regelmäßig ausgetauscht.

Im abgelaufenen Geschäftsjahr 2023/2024 kam der Aufsichtsrat zu vier Sitzungen per Videokonferenz zusammen, und zwar am 09. Juni 2023, 28. August 2023, 16. November 2023 und 25. Februar 2024. Darüber hinaus hat der Aufsichtsrat am 30. Mai 2023 im Umlaufverfahren einen Beschluss gefasst.

Besonders eingehend hat sich der Aufsichtsrat in seinen Sitzungen mit der wirtschaftlichen Lage der Gesellschaft sowie Corporate Governance Themen, insbesondere den Vorstandspersonalien und der Vorstandsvergütung, dem zukünftigen Reporting zwischen Vorstand und Aufsichtsrat, der Zusammenarbeit im Aufsichtsrat sowie dem Erlass von Geschäftsordnungen für Vorstand und Aufsichtsrat, befasst. Ferner wurden Überlegungen zur Kapitalbeschaffung und die Möglichkeiten und Bedingungen eines etwaigen Börsengangs (IPO) erörtert.

Mit Beschluss vom 30. Mai 2023 hat der Aufsichtsrat im Wege des Umlaufverfahrens die Billigung von Vorstandsbeschlüssen vom selben Tag beschlossen. Hierbei ging es um die Zuzahlung der Alleinaktionärin in die Kapitalrücklage der Gesellschaft. Auch wurde die Einberufung einer außerordentlichen Hauptversammlung beschlossen, um der Hauptversammlung den Verlust des hälftigen Grundkapitals anzuzeigen und sie über die geplanten bzw. erfolgten Kapitalmaßnahmen zu informieren.

Im Rahmen seiner Sitzung per Videokonferenz vom 09. Juni 2023 wurde unter Teilnahme der Abschlussprüfer der Jahresabschluss zum 31. März 2023 nebst Lagebericht für das Geschäftsjahr 2022/2023, der Abhängigkeitsbericht gemäß § 312 AktG für den Zeitraum 03. Juni 2022 bis 31. März 2023 sowie der Independent Auditor's Report (IFRS) zum 31. März 2023 erörtert und vom Aufsichtsrat gebilligt. Auch billigte der Aufsichtsrat seinen Bericht über das Geschäftsjahr 2022/2023. Zudem befasste sich der Aufsichtsrat mit der Zielerreichung des Vorstands im Geschäftsjahr 2022/2023 und beschloss die Auszahlung der variablen Vergütungskomponente STI (Short Term Incentive). Es wurden auch die Ziele für den Vorstand für das Geschäftsjahr 2023/2024 diskutiert und ausgelobt sowie die VorstandsVergütungshöchstgrenzen (Cap) festgelegt. Des Weiteren informierte der Vorstand den Aufsichtsrat über die aktuelle Geschäftsentwicklung und -planung und berichtete über den Stand der geplanten Ansprache des Kapitalmarkts. Der Aufsichtsrat billigte den vom Vorstand erstellten Finanzkalender und beschloss die Entsprechenserklärung gemäß § 161 AktG. Weiter wurde beschlossen, der Hauptversammlung die Wahl von PricewaterhouseCoopers GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Bielefeld als Abschlussprüfer der Gesellschaft vorzuschlagen und ihr die Wiederwahl aller Aufsichtsratsmitglieder vorzuschlagen. Hierbei sollte im Falle der Wiederwahl der Aufsichtsratsvorsitzende erneut in diese Position gewählt werden. Die Einladung zur ordentlichen Hauptversammlung wurde gebilligt. Der Aufsichtsrat beschloss schließlich, die Qualifikationsmatrix für die Aufsichtsratsmitglieder.

In der Folgezeit haben sich alle Aufsichtsratsmitglieder insbesondere mit dem Vorstand und der begleitenden Investmentbank hinsichtlich eines möglichen Börsengangs abgestimmt undschließlich dessen Absage sowie die Folgen für die Gesellschaft erörtert.

Die Aufsichtsratssitzung vom 28. August 2023, die ebenfalls per Videokonferenz stattfand, befasste sich mit der vom Vorstand Anfang Juli 2023 getroffenen Entscheidung, den geplanten Börsengang der Gesellschaft auf unbestimmte Zeit zu verschieben. Der Vorstand erläuterte dem Aufsichtsrat Details hierzu und stellte die Planungen für das weitere Vorgehen vor. Auch wurde der Aufsichtsrat vom Vorstand über die aktuelle Geschäftsentwicklung und den Ausblick informiert. Der Aufsichtsrat beschloss nach eingehender eigener Prüfung, der PricewaterhouseCoopers GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Bielefeld das Prüfungsmandat zu erteilen. Weitere Themen der Sitzung waren u.a. der Aufbau von neuen Reportingstrukturen im Bereich Corporate Governance, insbesondere der Aufbau eines wirksamen internen Kontrollsystems und Risikomanagementsystems sowie der Risikobeurteilung des Bereichs Cyber-Security.

Die Aufsichtsratssitzung vom 16. November 2023 fand erneut als Videokonferenz statt. Es wurden die Wachstumschancen und die Ziele für das Geschäft erörtert. Der Vorstand berichtete über die aktuelle Geschäftsentwicklung und den Ausblick. Des Weiteren wurden dem Aufsichtsrat die Fortschritte beim Ausbau und der Implementierung des Steuerungs- und Überwachungssystems sowie die Maßnahmen zur Cyber-Security vorgestellt.

Am 23. Februar 2024 fand ebenfalls eine Aufsichtsratssitzung per Videokonferenz statt. Der Aufsichtsrat wurde über die Entwicklungen im Bereich der Finanzkennzahlen informiert. Auch sprach man über das Marktumfeld und den Wettbewerb sowie über Details der Planung für das Geschäftsjahr 2024/2025. Der Vorstand berichtete dem Aufsichtsrat über vorgesehene Maßnahmen zur Wachstumsfinanzierung und stellte den Status der Prüfung des Jahresabschlusses 2023/2024 vor.

Die Besetzung des Aufsichtsrates blieb im Berichtsjahr unverändert. Alle Aufsichtsratsmitglieder sind bis zum Ablauf der Hauptversammlung, die über die Entlastung für das Geschäftsjahr 2026/2027 beschließt, gewählt. Die Besetzung des Vorstands blieb im Berichtsjahr ebenfalls unverändert.

Die Mitglieder des Vorstands und des Aufsichtsrats legen dem Aufsichtsrat etwaige Interessenkonflikte unverzüglich offen. Im Geschäftsjahr 2023/2024 sind von den Mitgliedern des Vorstands und des Aufsichtsrats keine Interessenkonflikte mitgeteilt worden.

Der geprüfte und mit einem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk der PricewaterhouseCoopers GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Bielefeld versehene Jahresabschluss der Gesellschaft nebst Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023/2024 sowie der Bericht des Abschlussprüfers lagen allen Aufsichtsratsmitgliedern rechtzeitig vor. Der Aufsichtsrat hat den Jahresabschluss und den Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023/2024 geprüft. Den Bericht des Abschlussprüfers hat der Aufsichtsrat zur Kenntnis genommen.

Einwendungen gegen den Jahresabschluss und den Lagebericht sowie den Bericht des Abschlussprüfers bestehen nicht.

In der Sitzung des Aufsichtsrats (per Videokonferenz) am 19. Juni 2024 waren die Abschlussprüfer persönlich anwesend. Sie erläuterten ihren Prüfungsbericht, die Prüfungsgrundsätze sowie das Prüfungsergebnis und beantworteten sämtliche Fragen der Aufsichtsratsmitglieder. Der Vorstand erläuterte darüber hinaus den Jahresabschluss und stand für Fragen aus dem Kreis des Aufsichtsrats zur Verfügung.

Der Aufsichtsrat schließt sich den Prüfungsergebnissen der Abschlussprüfer an und billigt den vom Vorstand aufgestellten Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2023/2024. Damit ist der Jahresabschluss der Gesellschaft nach § 172 AktG festgestellt. Auch der Bericht über Beziehungen zu verbundenen Unternehmen ist nach eingehender Prüfung durch den Aufsichtsrat gebilligt worden. Einwendungen wurden hiergegen nicht erhoben.

Der Aufsichtsrat dankt dem Vorstand und allen Mitarbeitern des Unternehmens für ihren Einsatz im abgelaufenen Geschäftsjahr.

 

Duisburg, den 19. Juni 2024

Andreas Felsch, Vorsitzender des Aufsichtsrats der INTILION Aktiengesellschaft

Der Jahresabschluss zum 31. März 2024 wurde am 19. Juni 2024 festgestellt.

Nachrichten & Medien

Insolvenzbekanntmachungen

Aktuelle Insolvenzverfahren

Prüfen, ob Insolvenzverfahren für dieses Unternehmen vorliegen

Handelsregister Dokumente

Gesellschafterliste
Aktueller Abdruck
Chronologischer Abdruck

Organisationen an dieser Adresse

14 nahegelegene Organisationen

Liste von Unternehmen und Organisationen an oder in der Nähe dieser Geschäftsadresse. Die Daten umfassen Firmennamen, Adressen, Registrierungsdetails und Branchenklassifikationen.
Die Informationen auf dieser Seite stammen aus öffentlichen Quellen, offiziellen Registern oder werden von Drittanbietern bereitgestellt. Fusionbase übernimmt keine Garantie für die Richtigkeit, Vollständigkeit oder Aktualität der Daten. Melde dich bei Fragen oder Anregungen über unser Kontaktformular.