Stammdaten

Register
Amtsgericht Wetzlar HRB 928
Vorher
Janitza Electronics GmbH
Eingetragen
9.4.1986
Branche
Herstellung von Elektrizitätsverteilungs- und -schalteinrichtungenHerstellung von elektrischen Mess-, Kontroll-, Navigations- u. ä. Instrumenten und VorrichtungenHerstellung von Bestrahlungs- und Elektrotherapiegeräten und elektromedizinischen Geräten
Gegenstand
Entwicklung, Produktion, Handel sowie Vertrieb von elektronischen Messgeräten und Energiezählern, Steuerungen und Regelungen, Energiemanagementsystemen, Monitoringsystemen, Softwarelösungen für die Energiemesstechnik und Lösungen zur Verbesserung der Spannungsqualität. Ein umfangreiches Dienstleistungsangebot -Projektierung, Inbetriebnahme, Schulungen, Wartungsverträge etc. ergänzt das Produktportfolio und Lösungsangebot.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Andreas Laubach
seit 24.2.2026
Prokura
Benjamin Dück
seit 24.2.2026
Prokura
Florian Forster
seit 21.11.2025
Prokura
Aliasghar Esteghlal
seit 21.11.2025
Prokura
Michael Kadziela
seit 10.6.2025
Geschäftsführer
Alexander Veidt
seit 6.2.2024
Geschäftsführer
Thomas Hilbig
seit 24.3.2022
Prokura
Martin Truthe
seit 8.12.2017
Prokura
Markus Eugen Janitza
seit 19.7.2002
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

Gesellschafter
Beta

Name
Ort
Anteil
Janitza Deutschland GmbH
Germany
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Janitza electronics GmbH

Lahnau (Waldgirmes)

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2022 bis zum 31.12.2022

Lagebericht

Grundlagen des Unternehmens

Vorbemerkungen

Die Janitza electronics GmbH ist eine große Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 Abs. 3 HGB.

Geschäftsmodell

Das Unternehmen hat seinen Sitz in Lahnau und ist im Bereich der Energiemesstechnik tätig. Die Janitza electronics GmbH ist in diversen Märkten im Bereich der Elektrotechnik, vor allem mit Komplettlösungen der elektrischen Messtechnik im Nieder- und Mittelspannungsbereich, global tätig.

Die Geschäftsfelder der Janitza electronics GmbH untergliedern sich in die Tätigkeitsfelder Energie-, Spannungsqualitäts- und Differenzstrommesstechnik. Das Tätigkeitsfeld Energiemesstechnik beinhaltet das komplette Spektrum der Energiemonitoring-Lösungen, wie z.B. Energiemessgeräte, Spannungsqualitätsanalysatoren, Softwarelösungen, umfangreiches Zubehör und Dienstleistungsangebote wie Konzeption, Inbetriebnahme und Messdatenanalyse.

Grundsätzlich dienen die Produkte aus dem Hause Janitza dazu, Energie-, Instandhaltungs- und Produktionskosten zu reduzieren, die hochverfügbare Stromversorgung und damit Geschäftsprozesse abzusichern, sowie die Sicherheit im Bereich Brandschutz und Berührungsschutz zu erhöhen.

Aufgrund der Energiewende in Deutschland und des damit verbundenen Wegfalls von Großkraftwerken, hat die Thematik der Spannungsqualität und Versorgungssicherheit in allen Marktbereichen an Bedeutung gewonnen. Messtechnik von Janitza schafft Transparenz, gibt unverzichtbare Hinweise auf unzureichende Spannungsqualität und ist somit die Basis für die Einführung von Maßnahmen zur Verbesserung der Spannungsqualität. Dies führt zur Vermeidung von Produktionsausfällen, zu erheblich längeren Lebenszeiten von Betriebsmitteln und somit zu einer gesteigerten Nachhaltigkeit der damit verbundenen Investitionen.

Janitza unterstützt mit seinen Produkten und Lösungen sichere, effiziente und zuverlässige Spannungsversorgungs-Systeme durch maßgeschneiderte Monitoring-Lösungen in folgenden vier Bereichen: Überwachung und Analyse der Spannungsqualität, Energie-Monitoring-Systeme, Differenzstromüberwachung sowie Softwarelösungen für die vorgenannten Themenbereiche. Die Janitza electronics GmbH hat sich in den letzten Jahren zum Komplettlösungsanbieter in diesen Bereichen entwickelt. Sie bietet heute Komplettlösungen bei gleichzeitig hoher Fertigungstiefe und -breite an.

Die Zielmärkte lassen sich im Wesentlichen mit den folgenden drei Marktsegmenten definieren: Versorgungsunternehmen, Industrie, Rechenzentren. Im Bereich der Energieversorgung sind dies überwiegend Verteilnetzbetreiber (DNOs) im traditionellen und regenerativen Bereich, sowie alle kommerziellen Abnehmer und Nutzer elektrischer Energie, überwiegend im Nieder- und Mittelspannungsbereich.

Signifikante Geschäftstreiber waren im Berichtszeitraum der starke Zuwachs an Rechenzentren, die Energiewende im Allgemeinen, die EEG-Thematik und die damit einhergehenden Energiemanagement-Systeme.

Über ein ausgedehntes Netz von Außendienst-Mitarbeitern und Solution Partnern, bietet Janitza in Deutschland innovative, nachhaltige und wertschöpfende Lösungen für individuelle, kundenspezifische Anforderungen und sichert den Kunden und Janitza in gleicher Weise dauerhafte Wettbewerbs- und Wertevorteile. Durch die lokale Präsenz, ein hohes Maß an Produkt-, Applikations- und Lösungs-Know-how bietet die Janitza electronics GmbH einen deutlichen Mehrwert für den Kunden.

Die Janitza electronics GmbH hat ihren Sitz in Lahnau (Waldgirmes) mit allen Unternehmensorganen, inklusive Produktentwicklung und Fertigung der Messsysteme.

Ziele und Strategien

Die Janitza electronics GmbH hat in Deutschland eine marktführende Position. Für die weitere Geschäftsentwicklung rückt die Internationalisierung, insbesondere der Aufbau des internationalen Vertriebsnetzwerkes in den Fokus.

Der internationale Vertrieb der Produkte erfolgt derzeit noch überwiegend über spezialisierte Industrievertretungen in den einzelnen Zielländern. In dem zunehmend wettbewerbsintensiven Markt sieht sich das Unternehmen gut aufgestellt, um den Kunden mit einem umfassenden Produktportfolio im Bereich der Energiemesstechnik, einer umfassenden Beratung und zunehmend auch im Bereich Dienstleistung eine 360° Lösung anzubieten. In Schlüsselregionen werden zunehmend regionale Business Development Manager etabliert.

Um die Internationalisierung voranzutreiben, werden zunehmend eigene Präsenzen in den Zielländern angestrebt.

Steuerungssystem

Aufgrund der hohen Dynamik in der aktuellen Geschäftsentwicklung wurde die Unternehmenssteuerung stetig weiterentwickelt. Die jährliche Budgetplanung umfasst die gesamte Erfolgsabbildung des Unternehmens, so dass unterjährige Steuerungsmaßnahmen erfolgen können. Der Planungsprozess schließt außerdem geschäftspolitische Durchsprachen mit ein, um einer mittel- bis langfristigen Planungsqualität und einer ganzheitlichen Zielausrichtung Rechnung zu tragen.

Wirtschaftsbericht

Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

Janitza hat sich im Umfeld von angespannten Lieferketten und stark anziehender Nachfrage gut behaupten und solide Ergebnisse erzielen können. Wir waren in der Lage, uns mit unseren Kunden, Partnern und Lieferanten auf digitalem Weg eng abzustimmen, schnell auf neue Umstände zu reagieren und die entsprechenden digitalen Angebote für diese Situation zu entwickeln.

Die weltweite Wirtschaftslage im Jahr 2022 wurde noch von den Auswirkungen der auslaufenden Pandemie geprägt. Einschränkungen in der Produktion, im Handel und im internationalen Geschäftsverkehr führten zu Unsicherheiten und Verzögerungen. Dennoch entwickelten sich einige Märkte positiv, insbesondere im Bereich der erneuerbaren Energien und der Energieeffizienz. Verschiedene Entwicklungen wie Elektromobilität, 5G Umstellung im Telekombereich, Elektrifizierung der häuslichen Heizungen, EEG-Umlage, Energiewende, Digitalisierung, Automatisierung, etc. erhöhen den Bedarf für Janitza Produkte und Lösungen.

Bei den drei Schlüsselbranchen der Janitza electronics GmbH sehen wir folgende Rahmenbedingungen:

Industriemarkt

Der Industriemarkt - hier mit den diversen Marktteilnehmern - ist traditionell der Hauptumsatzträger für die Janitza electronics GmbH in Deutschland.

Durch das EEG 2021 sollen die Kosten des Ausbaus der erneuerbaren Energien angemessen verteilt werden. Dabei sollen alle Stromverbraucher in adäquater Weise an den Kosten beteiligt werden - jedoch ohne dass dabei die internationale Wettbewerbsfähigkeit der stromkostenintensiven Industrie gefährdet wird. Benötigt ein Unternehmen für die Produktion seiner Erzeugnisse sehr große Strommengen und erreichen die Stromkosten des Unternehmens unter Berücksichtigung der Mehrbelastung durch die EEG-Umlage ein besonders hohes Niveau im Verhältnis zu seiner Bruttowertschöpfung, so kann dies zu einer Beeinträchtigung seiner internationalen Wettbewerbsfähigkeit führen und das Unternehmen zur Abwanderung ins Ausland veranlassen. Um solchen negativen Auswirkungen aufgrund der EEG-Umlage Mehrbelastung entgegenzusteuern, gibt es für besonders stromkostenintensive Unternehmen eine Entlastungsmöglichkeit, die Besondere Ausgleichsregelung nach dem EEG. Im Rahmen der Besonderen Ausgleichsregelung können stromkostenintensive Unternehmen bestimmter Branchen beim Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) einen Antrag auf Begrenzung der EEG-Umlage stellen. Die Begrenzung der EEG-Umlage erfolgt, um die Stromkosten dieser Unternehmen zu senken und so ihre internationale Wettbewerbsfähigkeit zu erhalten. Die Janitza electronics GmbH hat speziell für den Zweck der Strommengenabgrenzung ein eigenes Produkt entwickelt. Im aktuellen Berichtszeitraum hatte dieses Thema einen wesentlichen Anteil an der Umsatzsteigerung in Deutschland.

Energieversorgermarkt

Der deutsche Strommarkt ist seit Jahren in Bewegung. Vor allem mit der Liberalisierung des Strommarktes 1998 und der Energiewende entwickeln sich immer wieder neue Herausforderungen. Um diese Herausforderungen und ihre Auswirkungen auf das eigene Geschäft oder den eigenen Bereich zu verstehen, ist ein grundsätzliches Verständnis des Strommarktes wichtig. Es gibt diverse Teilnehmer am Strommarkt. Diese haben wiederum viele unterschiedliche Marktrollen inne. Die wichtigsten Zielkunden für die Janitza electronics GmbH sind Verteilnetzbetreiber, Stadtwerke und Energieerzeuger und hier insbesondere dezentrale, regenerative Erzeuger.

Durch die Energiewende und dem damit verbundenen Ausbau der dezentralen, regenerativen Erzeugungsanlagen wie Windkraft, PV oder Biogas, die zunehmende Elektrifizierung (E-Mobilität, elektrische Wärmepumpen, etc.) und der Trend in Richtung Klimaneutralität, führen zu vermehrtem Bedarf im Monitoringbereich und einem steigenden Marktpotential für Janitza.

Es ist ein deutlicher Trend zur Digitalisierung der Ortsnetzstationen erkennbar, der den Bedarf an Messtechnik erhöht.

Rechenzentrumsmarkt

Der globale Cloud-Markt und der damit verbundene Bedarf an Rechenzentren wächst rasant und hat sich im Berichtszeitraum deutlich beschleunigt. Neben dem privaten "Konsum" wie Soziale Medien, Fotos, Unterhaltungsmedien, Gaming, etc. drängen immer mehr Firmen darauf, ihre Geschäftsprozesse in die Cloud zu verlagern. Die Bandbreite der Dienste in der Cloud ist groß: Speicherplatz und Rechenkapazitäten, Office-Programme, ERP-Systeme, CRM-Systeme, künstliche Intelligenz Algorithmen zur Sprach- und Bilderkennung etc.

Die Janitza electronics GmbH ist mit ihrem Produktportfolio für diesen Markt gut aufgestellt und investiert weiter in Produktneuentwicklungen und Kapazitätsaufbau um diesen Wachstumsmarkt zu begleiten.

Geschäftsverlauf

Umsatzentwicklung

Die wirtschaftliche Entwicklung des Geschäftsjahrs 2022 verlief, von regionalen Ausnahmen abgesehen, sehr positiv. Insgesamt ist die Geschäftsführung mit der Geschäftsentwicklung im Geschäftsjahr 2022 zufrieden, da das angestrebte Umsatzwachstum erreicht und übertroffen werden konnte. Im Vergleich zum Vorjahr konnte im Geschäftsjahr 2022 durch eine signifikante Umsatzsteigerung auch das Rohergebnis um 15.441 TEUR auf 64.612 TEUR (vgl. VJ TEUR 49.171) deutlich gesteigert werden.

Die Umsatzsteigerung konnte aufgrund neuer Produkte, der positiven Entwicklung einiger neuer Vertriebsregionen im internationalen Umfeld und dem hohen Bedarf im Bereich der Rechenzentren erzielt werden.

Größte Umsatzträger waren Messgeräte für die Energie- und Spannungsqualitäts-Messtechnik. Zunehmend wachsen aber auch die Produktsegmente Dienstleistung, Differenzstrommessung (RCM) und Handelsware.

Zielerreichung

Die Ziele in Bezug auf das Geschäftsergebnis konnten trotz pandemiebedingt widrigen Umständen, sowohl im Hinblick auf Umsatz als auch Ergebnis, übererfüllt werden. Das Ziel der zeitgerechten Produktneueinführung für die EEG-Umlage Strommengenabgrenzung im aktuellen Geschäftsjahr konnte erreicht werden. Deutlich höher als prognostiziert, konnte das Geschäft im Bereich Rechenzentren ausgeweitet werden.

Marktanteil

Der Marktanteil der Janitza electronics GmbH in Deutschland, bezogen auf den Umsatz, verblieb auf 39 % (im VJ 39 %) an (Quelle: eigene Berechnung). Weitere erhebliche Marktanteile konnten in diversen internationalen Märkten ausgebaut werden.

Systeme und Prozesse

Die IT-Systeme wurden im Geschäftsjahr 2022 kontinuierlich verbessert. Der Fokus der Entwicklung lag auf der Einführung eines neuen ERP-Systems.

Ertragslage

Ergebnisentwicklung

Die Umsatzerlöse konnten von 76.218 TEUR auf 102.890 TEUR gesteigert werden. Dies entsprach einem Zuwachs von 35,0 %.

Die Kosten für Materialaufwand stiegen von 27.925 TEUR auf 42.368 TEUR. Der relative Zuwachs von 51,7 % bedeutete eine Erhöhung der Materialintensität von rd. 37% auf rd. 41%. Die Gründe lagen hier vor allem in gestiegenen Rohstoff- und Materialpreisen.

Die Personalkosten stiegen von 19.327 TEUR auf 23.689 TEUR. Ursächlich hierfür waren überwiegend Stellenneubesetzungen.

Die Abschreibungen sind im Verhältnis zum Jahresumsatz im Vergleich zum Vorjahr leicht gesunken. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind im Verhältnis zum Jahresumsatz hingegen gestiegen.

Das Jahresergebnis 2022 beläuft sich auf 16.243 TEUR und liegt damit um 2.580 TEUR bzw. 18,9 % über dem Jahresergebnis des Vorjahres von 13.663 TEUR.

Finanzlage

Kapitalstruktur

Das bilanzielle Eigenkapital beläuft sich auf 61.063 TEUR und entspricht damit einer Eigenkapitalquote von 86,2 %. Diese war im Vorjahr mit 84,5 % auf nahezu konstantem Niveau.

Die Pensionsrückstellungen mit einem um 119 TEUR höherem Stand von 5.159 TEUR beinhalten die Zusagen gegenüber den begünstigten 54 Mitarbeitern.

Die sonstigen Rückstellungen mit einem Gesamtbetrag von 1.333 TEUR beinhalten vorwiegend Kosten für Personal und Gewährleistungen

Die Kreditlinien der Hausbanken kamen zu keinem Zeitpunkt zum Tragen.

Cashflow

Der Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit war negativ und belief sich auf 1.126 TEUR. Weiterhin wurde ein Betrag in Höhe von 6.007 TEUR für die Investitionstätigkeit sowie weitere 3.112 TEUR für die Finanzierungstätigkeit aufgewendet. Somit ergibt sich eine Verringerung des Finanzmittelfonds zum Ende des Geschäftsjahrs 2022 von 10.245 TEUR.

Investitionen

Im Bereich des Anlagevermögens erfolgten Brutto-Investitionen im Gesamtumfang von 4.493 TEUR, überwiegend im Bereich Sachanlagen. Die Finanzierung der Investitionen erfolgte ausschließlich aus dem laufenden Cashflow.

Vermögenslage

Das Anlagevermögen stieg um 2.950 TEUR auf 15.762 TEUR, was einer Anlagenintensität von 22,9 % entspricht. Wesentliche Positionen der Vermögensgegenstände sind die Produktionsanlagen in den Bereichen der Surface Mount Technology (SMT) und der Through-Hole Technology (THT). Die Positionen hinsichtlich der Veränderung gegenüber dem Vorjahr liegen u. a. im Zugang von Wertpapieren des Anlagevermögens.

Der Zuwachs von Vorratsbeständen um 15.610 TEUR auf 27.750 TEUR diente der Risikoreduzierung von Material- und Lieferengpässen sowie der Verbesserung der Produktionssicherheit und damit der Sicherstellung der Lieferfähigkeit gegenüber unseren Kunden.

Die liquiden Mittel reduzierten sich um 10.245 TEUR auf 12.589 TEUR im Geschäftsjahr 2022 (Vorjahr 22.834 TEUR).

Nicht finanzielle Leistungsindikatoren

Zusammenarbeit mit Solution Partnern und internationalen Industrievertretungen

Die Janitza Solution Partner und internationalen Industrievertretungen werden von den Kunden als Spiegelbild unserer Marke wahrgenommen und tragen zu dem Erfolg der Gesellschaft bei. Schulungen zu Produkten und Applikationen gehören ebenso wie die Schulungen in Betriebssicherheit zum Weiterbildungsprogramm des Unternehmens.

Mitarbeiter

Wir legen größten Wert auf die permanente Aus- und Weiterbildung unserer Mitarbeiter. Zur Sicherung des Unternehmenswachstums werden die Personalkapazitäten weiterhin kontinuierlich erhöht, insbesondere in den Bereichen Vertrieb, Produktmanagement, Produktentwicklung und Produktion.

Insgesamt stieg die Anzahl der Mitarbeiter zum Stichtag 31.12.2022 auf 300 an. Die Personalgewinnung im abgelaufenen Geschäftsjahr verteilte sich umfassend auf nahezu alle Abteilungen, insbesondere wurde die Produktentwicklung aufgestockt.

Umfangreiche Trainingsmaßnahmen für die unterschiedlichen Unternehmensbereiche sichern auch zukünftig höchste Innovationskraft und Effizienz.

Forschung & Entwicklung

Das Unternehmen tätigt in branchenüberdurchschnittlichem Umfang eigene Produktneuentwicklungen zur Weiterentwicklung vorhandener Produkte sowie Produktneueinführungen im Bereich Energiemanagement, Software und Differenzstrommessung. Sämtliche Entwicklungstätigkeiten finden am Stammsitz in Lahnau statt.

Verstärkte Anstrengungen sind insbesondere im Bereich der Entwicklung von Hard- und Software geplant.

Arbeits- und Betriebssicherheit

Eine vorrangige Führungsaufgabe ist die Weiterentwicklung der Arbeits- und Betriebssicherheitsmaßnahmen. Zur Sicherstellung der Einhaltung aller relevanten Vorschriften und für interne Schulungsmaßnahmen werden fachkundige Dienstleister einbezogen.

Nachhaltigkeit und Umweltschutz

Janitza sorgt mit unternehmensweit einheitlichen Prozessen für Nachhaltigkeit und Umweltschutz. Janitza verpflichtet sich den Themen Menschenrechte, Arbeitsnormen, Umweltschutz und Korruptionsbekämpfung.

Für Janitza sind Sicherheit und Gesundheit der Mitarbeiter, eine Verringerung von Umweltbelastungen sowie der Schutz der Umwelt zentrale Anliegen.

Die Janitza electronics GmbH ist DIN ISO 50001 (Energiemanagement) zertifiziert, setzt umfangreich regenerative Energieerzeugungseinrichtungen (PV-Anlage, Wärmepumpe) ein und verwendet weitgehend energieeffiziente Geräte und Einrichtungen. Bei Investitionen und Neuanschaffungen ist das Thema Energieeffizienz ein wesentlicher Bestandteil der Bewertungsmatrix.

Prognose-, Chancen- und Risikobericht

Prognosebericht

Das weltweit steigende Bewusstsein für ressourcenschonenden Energieeinsatz und damit verbundene legislative Gründe, der steigende Einsatz nichtlinearer Verbraucher, der sinkende Anteil dämpfender (ohmscher) Lasten durch hocheffiziente leistungselektronische Lasten und der damit verbundene Bedarf an Spannungsqualitätsüberwachung sowie präventiver Brandschutz für gesteigerte Sicherheitsanforderungen bewirken einen gesteigerten Bedarf an Messtechnik und damit höheres Marktpotential für Janitza.

Janitza ist mit seinen Produkten und Lösungen für die Themenbereiche Industrie 4.0, IoT (Internet der Dinge) und Big Data hervorragend aufgestellt. Durch zunehmende Intelligenz in der Analyse, Aus- und Weiterverarbeitung der Messdaten wird zunehmend Kundennutzen geschaffen!

Durch Umwälzungen im Bereich der Energieversorgung, z.B. regenerative, dezentrale Energieerzeugungsanlagen, E-Mobility und Smartgrid und dem damit verbundenen Investitionsschub im Bereich der Verteilnetze sehen wir ein wachsendes Marktsegment in diesem Bereich.

Das positive Marktumfeld motiviert zunehmend Marktbegleiter, im Bereich der Energiemesstechnik aktiv zu werden. Dies führt mittlerweile zu einem gewissen Preisverlauf, lässt aber für die Zukunft einen noch deutlicheren Preisverlauf erwarten. Ferner kommen zusätzliche Marktbegleiter im Bereich von Softwarelösungen auf den Markt. Auch im Bereich der Hardware (Messtechnik) kommt es durch Integration von Messtechnik in Energieverteileinrichtungen (z.B. Leistungsschalter) und Automatisierungsgeräten (z.B. IO-Klemmenlösungen), insbesondere auf der untersten (verbrauchernahen) Messebene, zu einem verstärkten Wettbewerb.

Chancen- und Risiken

Das Unternehmen wird sich in den kommenden Jahren auf die angestammten Produktbereiche konzentrieren und auch weiterhin die Marktposition ausbauen. Dabei entspricht die Risikopolitik unserem Bestreben nach nachhaltiger Stabilität und Steigerung des Unternehmenswertes. Das Risikomanagement ist integraler Bestandteil unserer Geschäftsstrategie. Hierbei bedienen wir uns einer Reihe von abgestimmten Kontrollsystemen um Risiken, die den Fortbestand des Unternehmens gefährden rechtzeitig zu erkennen.

Weder im Beschaffungsmarkt noch im Absatzmarkt oder in sonstigen Bereichen, sehen wir gegenwärtig Risiken, die den Bestand des Unternehmens gefährden könnten.

Risiken ergeben sich durch den Markteintritt weiterer Marktbegleiter und zum Teil auch durch neue Technologien, welche die Energiemessung in anderen Produkten bereits integriert.

Aufgrund der weltweit steigenden Energiekosten gehen wir davon aus, dass die Sonderabnehmer der elektrischen Energie und Energieversorger weiter im Bereich der Spannungsqualität und des Energiemanagements investieren. Für das Wirtschaftsjahr 2023 erwarten wir eine kleine, zweistellige Umsatzsteigerung.

Durch das Energieeffizienzgesetz (EEG) kommt es in Deutschland nach wie vor zu Investitionen im Bereich der Energiemesstechnik in der Industrie. Durch die Einführung der DIN ISO 50001 wurde eine allgemein gültige Norm für Unternehmen geschaffen, die Unternehmen dazu bringen soll, mittels eines professionellen Energiemanagements die Stromkosten zu senken und gleichzeitig sämtliche Formen des Energiebedarfs zu reduzieren. Mit DIN ISO 50001 erhält sowohl das Thema Energiemanagement als auch die Energieeffizienz im Unternehmen eine hohe Bedeutung und ist daher in die gesamte Wertschöpfungskette zu integrieren.

Internes Kontroll- und Risikomanagementsystem

Die Risikopolitik entspricht der Strategie, nachhaltig zu wachsen, den Unternehmenswert zu steigern und dabei unangemessene Risiken zu vermeiden.

Das Risikomanagement ist Bestandteil der Planung und Umsetzung der Geschäftsstrategie und wird durch die Geschäftsführung vorgegeben. Die Gesellschaft hat das Risikomanagement entsprechend der Organisations- und Verantwortungsebenen in das operative Management integriert. Im Rahmen eines einheitlichen Systems sind die verantwortlichen Manager für die Identifikation und die Kategorisierung der Risiken ihres Bereiches zuständig. In Abhängigkeit von der Risikoklasse werden laufend weitere Maßnahmen zur Risikovermeidung oder -reduzierung und zum Umgang mit eingetretenen Risiken erarbeitet und regelmäßig entsprechende Berichte erstellt.

Um Entwicklungen, die den Fortbestand des Unternehmens gefährden könnten, möglichst frühzeitig erkennen zu können, bildet der Prozess der unternehmensweiten Planung und des internen Berichtswesens einen besonderen Schwerpunkt. Das Management analysiert fortlaufend den Geschäftsgang und leitet gegebenenfalls Maßnahmen zur Gegensteuerung ein.

 

Lahnau, den 11. Juni 2024

gez. Markus Janitza, Geschäftsführer

gez. Rudolf Müller, Geschäftsführer

gez. Alexander Veidt, Geschäftsführer

Handelsbilanz

Aktiva

31.12.2022
EUR
31.12.2021
EUR
A. Anlagevermögen 15.761.817,45 12.812.596,26
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 95.665,50 203.310,98
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 95.665,50 183.881,00
2. geleistete Anzahlungen 0,00 19.429,98
II. Sachanlagen 6.415.564,39 3.783.600,20
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 197.583,00 223.427,00
2. technische Anlagen und Maschinen 3.643.246,94 1.905.073,50
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.438.013,00 1.483.436,50
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 136.721,45 171.663,20
III. Finanzanlagen 9.250.587,56 8.825.685,08
1. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 270.238,06 133.974,71
2. Wertpapiere des Anlagevermögens 8.980.349,50 8.628.383,55
3. sonstige Ausleihungen 0,00 63.326,82
B. Umlaufvermögen 54.810.591,27 43.361.122,51
I. Vorräte 27.750.600,58 12.140.040,60
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 20.079.530,63 8.655.034,24
2. unfertige Erzeugnisse, unfertige Leistungen 1.868.034,69 888.051,10
3. fertige Erzeugnisse und Waren 5.567.924,40 2.596.955,26
4. geleistete Anzahlungen 235.110,86 0,00
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 12.471.371,46 8.387.460,04
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 7.914.139,54 4.108.068,53
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 3.876.266,04 4.123.730,74
3. sonstige Vermögensgegenstände 680.965,88 155.660,77
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr 8.800,00 1.850,00
III. Wertpapiere 2.000.000,00
1. sonstige Wertpapiere 2.000.000,00
IV. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 12.588.619,23 22.833.621,87
C. Rechnungsabgrenzungsposten 294.013,37 446.747,16
Aktiva 70.866.422,09 56.620.465,93

Passiva

31.12.2022
EUR
31.12.2021
EUR
A. Eigenkapital 61.063.133,32 47.819.950,11
I. Gezeichnetes Kapital 160.000,00 160.000,00
II. Gewinnrücklagen 2.500.000,00 2.500.000,00
1. andere Gewinnrücklagen 2.500.000,00 2.500.000,00
III. Gewinnvortrag 42.159.950,11 31.497.423,71
IV. Jahresüberschuss 16.243.183,21 13.662.526,40
B. Rückstellungen 7.333.686,45 6.340.669,89
1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 5.159.131,00 5.040.357,00
2. Steuerrückstellungen 841.463,69 367.060,89
3. sonstige Rückstellungen 1.333.091,76 933.252,00
C. Verbindlichkeiten 2.469.602,32 2.459.845,93
1. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 419.405,22 692.517,37
2. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 65.548,64 105.577,70
3. sonstige Verbindlichkeiten 1.984.648,46 1.661.750,86
davon aus Steuern 936.359,53 851.578,14
davon im Rahmen der sozialen Sicherheit 50.471,41 40.858,05
Passiva 70.866.422,09 56.620.465,93

Gewinn- und Verlustrechnung

1.1.2022 - 31.12.2022
EUR
1.1.2021 - 31.12.2021
EUR
1. Umsatzerlöse 102.889.644,68 76.217.526,81
2. Erhöhung des Bestandes an fertigen und unfertigen Erzeugnissen 2.085.064,70 -2.451,55
3. sonstige betriebliche Erträge 2.004.661,56 879.939,15
davon Erträge aus der Währungsumrechnung 1.651.671,23 504.547,38
4. Materialaufwand 42.367.558,75 27.924.767,51
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren 41.550.463,97 27.158.670,90
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen 817.094,78 766.096,61
5. Personalaufwand 23.689.255,08 19.327.527,26
a) Löhne und Gehälter 20.102.842,16 15.721.680,19
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 3.586.412,92 3.605.847,07
davon für Altersversorgung 142.242,45 897.653,20
6. Abschreibungen 1.083.754,62 917.561,89
a) auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 1.083.754,62 917.561,89
7. sonstige betriebliche Aufwendungen 16.948.782,32 9.507.619,03
davon Aufwendungen aus der Währungsumrechnung 892.118,37 170.833,22
8. Erträge aus anderen Wertpapieren und Ausleihungen des Finanzanlagevermögens 146.944,70 120.680,65
davon aus verbundenen Unternehmen 4.656,82 6.545,05
9. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 858,40 302,54
10. Abschreibungen auf Finanzanlagen und auf Wertpapiere des Umlaufvermögens 155.659,55
davon außerplanmäßige Abschreibungen auf Finanzanlagen 155.659,55
11. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 111.586,88 107.820,87
12. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 6.491.305,57 5.740.944,39
13. Ergebnis nach Steuern 16.279.271,27 13.689.756,65
14. sonstige Steuern 36.088,06 27.230,25
15. Jahresüberschuss 16.243.183,21 13.662.526,40

Anhang

1. Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss

Die Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung haben wir nach den Vorschriften der §§ 266 und 275 HGB gegliedert.

Angaben, die wahlweise in der Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung oder im Anhang gemacht werden können, sind im Anhang aufgeführt.

Für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren gewählt.

Nach den in § 267 HGB angegebenen Größenklassen ist die Gesellschaft eine große Kapitalgesellschaft.

Firma laut Registergericht: Janitza electronics GmbH
Sitz laut Registergericht: Lahnau (Waldgirmes)
Registereintrag: Handelsregister
Registergericht: Amtsgericht Wetzlar
Registernummer: HRB 928

2. Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Der Jahresabschluss der Janitza electronics GmbH wurde auf der Grundlage der Rechnungslegungsvorschriften des Handelsgesetzbuchs aufgestellt. Ergänzend zu diesen Vorschriften waren die Regelungen des GmbH-Gesetzes zu beachten.

Ein grundlegender Wechsel von Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden gegenüber dem Vorjahr fand nicht statt.

Die Wertansätze der Bilanz zum 31. Dezember 2021 wurden als Eröffnungsbilanzwerte des Jahres 2022 unverändert übernommen. Forderungen und Verbindlichkeiten gegenüber in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen werden als Forderungen bzw. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternahmen ausgewiesen.

Erworbene immaterielle Anlagewerte wurden zu den Anschaffungskosten angesetzt und, sofern sie der Abnutzung unterlagen, um planmäßige Abschreibungen vermindert.

Das Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Die planmäßigen Abschreibungen wurden nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände in Anlehnung an die steuerlichen Vorschriften linear vorgenommen.

Bewegliche Gegenstände des Anlagevermögens bis zu einem Wert von EUR 800,00 werden im Jahr des Zugangs aktiviert und voll abgeschrieben

Finanzanlagen wurden zu Anschaffungskosten oder zum niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt.

Die Vorräte wurden zu den Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten unter Beachtung des strengen Niederstwertprinzips angesetzt.

Auf ausländische Währung lautende Bankguthaben wurden zum Devisenkassamittelkurs zum Bilanzstichtag bewertet.

Forderungen und Wertpapiere wurden unter Berücksichtigung aller erkennbaren Risiken bewertet. Einzelwertberichtigungen wurden nicht gebildet. Dem allgemeinen Ausfallrisiko wurde durch eine pauschale Wertberichtigung von 1,5% Rechnung getragen. Die sonstigen Vermögensgegenstände sind zum Nennwert angesetzt worden.

Vermögensgegenstände, die dem Zugriff aller übrigen Gläubiger entzogen sind und ausschließlich der Erfüllung von Schulden aus Altersversorgungsverpflichtungen dienen, wurden nach Maßgabe des § 246 Abs. 2 S. 2 HGB verrechnet. Die Bewertung von ausschließlich der Erfüllung von Altersversorgungsverpflichtungen dienendem Deckungsvermögen erfolgt gemäß § 253 Abs. 1 S. 4 HGB zum beizulegenden Zeitwert.

Die Rückstellung für Pensionen wurde nach der versicherungsmathematischen Projected Unit Credit Method (PUC) gebildet. Es wurden folgende Annahmen für die Berechnung (§ 285 Nr. 24 HGB) berücksichtigt:

• pauschale durchschnittliche Restlaufzeit von 15 Jahren;

• durchschnittlicher Marktzins der vergangenen 10 Jahre von 1,78% (im Vorjahr: durchschnittlicher Marktzins der vergangenen 10 Jahre von 1,87%), der von der Bundesbank bekanntgemacht wurde;

• Rententrend 2,0% p.a.;

• Gehaltstrend 2,5% p.a.;

• Fluktuationswahrscheinlichkeit 4,5% p.a.;

• Sterbetafeln nach Dr. Klaus Heubeck "Richttafeln 2018 G".

Die sonstigen Rückstellungen wurden für alle ungewissen Verbindlichkeiten gebildet und mit ihrem nach kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrag bewertet. Dabei wurden alle erkennbaren Risiken berücksichtigt.

Sämtliche Verbindlichkeiten sind mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt worden.

Latente Steuern sind bei sich in den Folgejahren wieder ausgleichenden Differenzen in den handelsrechtlichen und steuerrechtlichen Wertansätzen zu bilden, sofern sich daraus zukünftige Steuerbe- und -entlastungen ergeben. Die Bewertung der latenten Steuern erfolgt dabei mit dem kombinierten Steuersatz aus der Körperschaftsteuer in Höhe von 15%, Solidaritätszuschlag auf die Körperschaftsteuer in Höhe von 5,5% sowie Gewerbesteuer in Höhe von 12,6% (Hebesatz 357%) von insgesamt 28,4%.

3. Angaben zu Posten der Bilanz

Die Entwicklung des Anlagevermögens gemäß § 268 Abs. 2 HGB ergibt sich aus dem nachfolgenden Anlagenspiegel:

Anschaffungs- und Herstellungskosten
Stand 01.01.2022
EUR
Zugang
EUR
Abgang
EUR
Um- gliederung
EUR
Stand 31.12.2022
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte 818.856,80 0,00 0,00 0,00 818.856,80
2. geleistete Anzahlungen 19.429,98 0,00 0,00 -19.429,98 0,00
Summe immaterielle Vermögensgegenstände 838.286,78 0,00 0,00 -19.429,98 818.856,80
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 252.497,43 2.401,00 0,00 0,00 254.898,43
2. technische Anlagen und Maschinen 4.763.340,60 2.175.979,39 411.841,00 0,00 6.527.478,99
3. mandere Anlagen, Betriebs- und
Geschäftsausstattung 4.646.989,50 1.475.308,03 23.486,40 45.033,20 6.143.844,33
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 171.663,20 10.091,45 0,00 -45.033,20 136.721,45
Summe Sachanlagen 9.834.490,73 3.663.779,87 435.327,40 0,00 13.062.943,20
III. Finanzanlagen
1. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 133.974,71 321.356,02 185.092,67 0,00 270.238,06
2. Wertpapiere des Anlagevermögens 8.628.383,55 507.625,50 0,00 0,00 9.136.009,05
3. sonstige Ausleihungen 63.326,82 0,00 63.326,82 0,00 0,00
Summe Finanzanlagen 8.825.685,08 828.981,52 248.419,49 0,00 9.406.247,11
Summe Anlagevermögen 19.498.462,59 4.492.761,39 683.746,89 -19.429,98 23.288.047,11
Abschreibungen
kumuliert 01.01.2022
EUR
Berichtsjahr
EUR
Abgang
EUR
Um- gliederung
EUR
Stand 31.12.2022
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte 634.975,80 88.215,50 0,00 0,00 723.191,30
2. geleistete Anzahlungen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
Summe immaterielle Vermögensgegenstände 634.975,80 88.215,50 0,00 0,00 723.191,30
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 29.070,43 28.245,00 0,00 0,00 57.315,43
2. technische Anlagen und Maschinen 2.858.267,10 401.534,89 375.569,94 0,00 2.884.232,05
3. mandere Anlagen, Betriebs- und
Geschäftsausstattung 3.163.553,00 565.759,23 23.480,90 0,00 3.705.831,33
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
Summe Sachanlagen 6.050.890,53 995.539,12 399.050,84 0,00 6.647.378,81
III. Finanzanlagen
1. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
2. Wertpapiere des Anlagevermögens 0,00 155.659,55 0,00 0,00 155.659,55
3. sonstige Ausleihungen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
Summe Finanzanlagen 0,00 155.659,55 0,00 0,00 155.659,55
Summe Anlagevermögen 6.685.866,33 1.239.414,17 399.050,84 0,00 7.526.229,66
Buchwert Buchwert
31.12.2022
EUR
31.12.2021
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte 95.665,50 183.881,00
2. geleistete Anzahlungen 0,00 19.429,98
Summe immaterielle Vermögensgegenstände 95.665,50 203.310,98
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 197.583,00 223.427,00
2. technische Anlagen und Maschinen 3.643.246,94 1.905.073,50
3. mandere Anlagen, Betriebs- und
Geschäftsausstattung 2.438.013,00 1.483.436,50
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 136.721,45 171.663,20
Summe Sachanlagen 6.415.564,39 3.783.600,20
III. Finanzanlagen
1. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 270.238,06 133.974,71
2. Wertpapiere des Anlagevermögens 8.980.349,50 8628383,55
3. sonstige Ausleihungen 0,00 63.326,82
Summe Finanzanlagen 9.250.587,56 8.825.685,08
Summe Anlagevermögen 15.761.817,45 12.812.596,26

Die in der Bilanz ausgewiesenen Rückstellungen setzen sich wie folgt zusammen:

Pensionsrückstellungen EUR
Wertansatz gemäß § 253 HGB 5.530.886,00
zu verrechnendes Deckungsvermögen -371.755,00
5.159.131,00
EUR
Steuerrückstellungen 841.463,69
Sonstige Rückstellungen EUR
Rückstellungen für Personalkosten 849.611,00
Rückstellungen für Gewährleistungen 386.120,00
Weitere sonstige Rückstellungen für ungewisse Verbindlichkeiten 97.360,76
1.333.091,76

Zur Erfüllung eines Teils der Verpflichtungen aus Pensionszusagen sind Versicherungen abgeschlossen. Sie sind dem Zugriff übriger Gläubiger entzogen. Die Bewertung dieser zur Deckung dienenden Vermögensgegenstände erfolgt zum beizulegenden Zeitwert in Höhe von EUR 371.755,00 (Vorjahr EUR 334.544,00). Die Anschaffungskosten betragen EUR 379.580,00 (Vorjahr EUR 344.415,00). Die Vermögensgegenstände werden mit den jeweils zugrundeliegenden Verpflichtungen (EUR 941.814,00; Vorjahr EUR 899.843,00) verrechnet. Erträge aus der Bewertung der Vermögensgegenstände zum Zeitwert (EUR 2.046,00; Vorjahr EUR 7.530,00) werden mit Zinsaufwendungen aus der Aufzinsung der Pensionsrückstellungen (EUR 99.697,00; Vorjahr EUR 101.393,00) verrechnet.

Aus der Abzinsung der Pensionsrückstellungen mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen 10 Jahre ergibt sich im Vergleich zur Abzinsung mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen 7 Jahre ein Unterschiedsbetrag in Höhe von EUR 374.371,00 (Vorjahr EUR 582.489,00). Dieser Unterschiedsbetrag ist für die Ausschüttung gesperrt.

Bei den handelsrechtlichen Pensionsrückstellungen ergeben sich zeitliche Unterschiede zu den steuerlichen Wertansätzen, aus denen sich aktive latente Steuern ergeben. Die Bewertung der Pensionsrückstellungen in der Handelsbilanz nach § 253 Abs. 1 HGB ist um EUR 3.104.215,00 höher als die Bewertung in der Steuerbilanz nach § 6a EStG. Auf den Ansatz des sich danach ergebenden Aktivpostens wird gemäß § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB verzichtet.

4. Verbindlichkeitenspiegel

Bei den einzelnen Verbindlichkeiten bestehen folgende Restlaufzeiten

Bezeichnung Restlaufzeit Bilanzwert
bis zu einem Jahr
EUR
von mehr als einem Jahr
EUR
von mehr als fünf Jahren
EUR
Stand 31.12.2022
EUR
1. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 419.405,22 0,00 0,00 419.405,22
(Vorjahr) (692.517,37) (0,00) (0,00) (692.517,37)
2. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 65.548,64 0,00 0,00 65.548,64
(Vorjahr) (105.577,70) (0,00) (0,00) (105.577,70)
3. Sonstige Verbindlichkeiten 1.984.648,46 0,00 0,00 1.984.648,46
(Vorjahr) (1.661.750,86) (0,00) (0,00) (1.661.750,86)
insgesamt 2.469.602,32 0,00 0,00 2.469.602,32
(Vorjahr) (2.459.845,93) (0,00) (0,00) (2.459.845,93)

5. Angaben zu Posten der Gewinn- und Verlustrechnung

In der Gewinn- und Verlustrechnung werden unter den sonstigen betrieblichen Erträgen periodenfremde Erträge in Höhe von EUR 91.357,58 (Vorjahr EUR 896,69) ausgewiesen. Sie betreffen überwiegend Erträge aus der Veräußerung von Gegenständen des Anlagevermögens.

Unter den sonstigen Aufwendungen werden periodenfremde Aufwendungen in Höhe von EUR 39.886,20 ausgewiesen. Sie betreffen hauptsächlich Aufwendungen aus dem Abgang von Gegenständen des Anlagevermögens.

6. Unternehmensorgane

Die Geschäftsführung im Geschäftsjahr 2022 erfolgte durch Herrn Diplom-Betriebswirt Markus Janitza, Wetzlar, hauptberuflicher Geschäftsführer der Janitza electronics GmbH. Herr Janitza ist alleinvertretungsberechtigt und von den Beschränkungen des § 181 BGB befreit.

Weiterer einzelvertretungsberechtigter Geschäftsführer im Geschäftsjahr 2022 war Herr Dipl.-Ing. Rudolf Müller, Braunfels. Er übt die Tätigkeit hauptberuflich aus.

Seit dem 06.02.2024 ist Herr Alexander Veidt, Neunkirchen, als einzelvertretungsberechtigter Geschäftsführer bestellt. Er übt die Tätigkeit ebenfalls hauptberuflich aus.

Prokuristen:

Gesamtprokura gemeinsam mit einem Geschäftsführer haben:

Herr Martin Truthe, Wetzlar

Herr Erik Eifert, Schaafheim (seit 24.03.2022)

Herr Thomas Hilbig, Friedberg (seit 24.03.2022)

Herr Christian Stolz, Ehringshausen (seit 24.03.2022)

Herr Bernd Hanstein, Herborn (seit 25.07.2022)

Auf die Angabe der Gesamtbezüge für die Geschäftsführung gemäß § 285 Nr. 9 HGB wird nach § 286 Abs. 4 HGB verzichtet.

7. Beschäftigte

Die durchschnittliche Anzahl der im Geschäftsjahr beschäftigten Mitarbeiter gemäß § 267 Abs. 5 HGB - ohne Auszubildende - betrug 279 (Vorjahr 231).

8. Sonstige Angaben

Es besteht ein Mietvertrag mit der Markus Janitza Vermietungsgesellschaft mbH & Co. KG für das gesamte Anwesen Vor dem Polstück 1 und 6 in 35633 Lahnau inkl. aller aufstehenden Bauten und Außenanlagen zur Nutzung für den Geschäftsbetrieb. Aus dem Mietverhältnis besteht eine angabepflichtige sonstige finanzielle Verpflichtung der Gesellschaft i.S.v. § 285 Nr. 3a HGB in Höhe von netto EUR 905.859,36 p.a. Aus weiteren Mietverhältnissen bestehen Verpflichtungen in Höhe von EUR 355.786,64 für 2023 und EUR 500.438,22 für 2024. Darüber hinaus bestehen Verpflichtungen aus Kfz-Leasingverträgen und sonstigen Leasingverträgen in Höhe von EUR 184.293,74 für 2023 und EUR 314.158,41 für 2024. Daraus ergeben sich sonstige finanzielle Verpflichtungen in Höhe von EUR 1.445.939,74 für 2023 und EUR 1.720.455,99 für 2024.

9. Honorar des Abschlussprüfers

Das vom Abschlussprüfer für das Geschäftsjahr 2022 berechnete Honorar (§ 285 Nr. 17 HGB) beträgt EUR 20.000,00. Es entfällt ausschließlich auf Abschlussprüfungsleistungen.

10. Vorgänge von besonderer Bedeutung nach Schluss des Geschäftsjahres

Nach dem Schluss des Geschäftsjahres sind keine Vorgänge von besonderer Bedeutung eingetreten, über die nach § 285 Nr. 33 HGB zu berichten wäre.

11. Vorschlag zur Ergebnisverwendung

Der Jahresüberschuss in Höhe von EUR 16.243.183,21 soll auf neue Rechnung vorgetragen werden.

 

Lahnau, den 29. März 2024

gez. Markus Janitza, Geschäftsführer

gez. Rudolf Müller, Geschäftsführer

gez. Alexander Veidt, Geschäftsführer

sonstige Berichtsbestandteile

Angaben zur Feststellung:

Der Jahresabschluss wurde am 18.06.2024 festgestellt.

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die Janitza electronics GmbH

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Janitza electronics GmbH - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2022 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Janitza electronics GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

• entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2022 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2022 und

• vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

• identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

• gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

• beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

• ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

• beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

• beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens.

• führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Wetzlar, den 14. Juni 2024

Bechtold & Bechtold GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Reinhard Kuck, Wirtschaftsprüfer

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