Stammdaten

Register
Amtsgericht Krefeld HRB 12347
Vorher
Hellesia International GmbH
Eingetragen
15.8.2006
Branche
Herstellung von Süßwaren, ohne DauerbackwarenGroßhandel mit Zucker, Süßwaren und BackwarenHerstellung von Dauerbackwaren
Gegenstand
Die Produktion und der Vertrieb von Süßwaren.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Mark Richard Müller
seit 22.8.2023
Geschäftsführer
Berndt Bleser
seit 17.3.2009
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

50.00% identifiziert50.00% ungelöst

Identifizierte Personen (1)

NameAnteil
50.00%

Ungelöste Beteiligungen (1)

Gesellschafter

3 Gesellschafter

GmbH-Struktur

2 von 3 angezeigt

Germany
8.750 €
35.00%
Joseph Neufeld
1625 Boul Dagenes Quest Laval, Quebeck, KANADA, H7L 5A3
8.750 €
35.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Nappo & Moritz GmbH

Kempen

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.05.2023 bis zum 30.04.2024

Bilanz zum 30. April 2024

Nappo & Moritz GmbH, Kempen

AKTIVA

30.04.2024 30.04.2023
EUR EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 54,00 1.164,00
II. Sachanlagen 2.178.301,00 2.395.749,50
2.178.355,00 2.396.913,50
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte 5.844.730,59 4.725.301,00
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 1.386.432,23 371.175,94
III. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 16.433,85 1.055,90
7.247.596,67 5.097.532,84
C. Rechnungsabgrenzungsposten 52.841,18 13.553,99
9.478.792,85 7.508.000,33

PASSIVA

30.04.2024 30.04.2023
EUR EUR
A. Eigenkapital
I. Stammkapital 25.000,00 25.000,00
II. Gewinnrücklagen 50.143,52 50.143,52
III. Gewinnvortrag/Verlustvortrag aus dem Vorjahr 1.657.814,36 1.684.423,36
IV. Jahresüberschuss/-fehlbetrag 707.513,86 373.391,00
2.440.471,74 2.132.957,88
B. Rückstellungen 790.963,41 706.791,72
C. Verbindlichkeiten 6.247.357,70 4.668.250,73
9.478.792,85 7.508.000,33

Gewinn- und Verlustrechnung 2023/24

Nappo & Moritz GmbH, Kempen

2023/24 2022/23
EUR EUR
1. Rohergebnis 6.164.795,05 4.938.447,47
2. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter -2.336.781,03 -1.876.632,87
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung -439.486,59 -365.135,72
-2.776.267,62 -2.241.768,59
3. Abschreibungen
a) Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen -387.913,53 -426.715,30
-387.913,53 -426.715,30
4. sonstige betriebliche Aufwendungen -1.824.904,25 -1.660.896,87
5. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 3.556,53 1.684,80
6. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -175.962,94 -67.895,29
7. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag / erstattete Steuern vom Einkommen und Ertrag -295.789,38 -169.465,22
8. Jahresüberschuss/-fehlbetrag 707.513,86 373.391,00

Anhang für das Geschäftsjahr 2023/2024

Allgemeine Angaben zum Unternehmen

Die Nappo & Moritz GmbH hat ihren Sitz in Kempen und ist eingetragen im Handelsregister des Amtsgerichts Krefeld unter der Nummer HRB 12347.

Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss

Der Jahresabschluss zum 30. April 2024 wurde nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches unter Berücksichtigung der ergänzenden Vorschriften des GmbH- Gesetzes aufgestellt.

Auf die Gliederung der Bilanz sowie der Gewinn- und Verlustrechnung finden die Vorschriften der §§ 266 und 275 HGB Anwendung. Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt.

Die Gesellschaft weist zum Abschlussstichtag die Größenmerkmale einer mittelgroßen Kapitalgesellschaft gemäß § 267 Abs. 2 HGB auf.

Um die Klarheit der Darstellung zu verbessern, wurden die für einzelne Posten der Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung geforderten Zusatzangaben in den Anhang übernommen.

Angaben zu den Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände sind zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige lineare Abschreibungen entsprechend ihrer jeweiligen voraussichtlichen Nutzungsdauer, bewertet. Von der Aktivierung selbst geschaffener immaterieller Vermögensgegenstände des Anlagevermögens wurde abgesehen.

Sachanlagen werden zu den Anschaffungs- und Herstellungskosten und, soweit abnutzbar, abzüglich Abschreibungen bewertet. Die planmäßigen Abschreibungen erfolgen unter Zugrundelegung der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer.

Geringwertige Anlagegüter bis zu einem Netto-Einzelwert von 250 EUR sind im Jahr des Zugangs voll abgeschrieben bzw. als Aufwand erfasst worden; ihr sofortiger Abgang wurde unterstellt. Für Anlagegüter mit einem Netto-Einzelwert von mehr 250 EUR bis zu einem Wert von 1.000 EUR wird das steuerliche Sammelpostenverfahren aus Vereinfachungsgründen auch in der Handelsbilanz angewandt. Der Sammelposten, dessen Höhe insgesamt von untergeordneter Bedeutung ist, wird pauschalierend jeweils mit 20% p. a. abgeschrieben; der Abgang erfolgt im fünften Jahr.

Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und Waren werden zu Anschaffungskosten oder dem niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt.

Fertige und unfertige Erzeugnisse sind auf Basis von Einzelkalkulationen zu Herstellungskosten bewertet, wobei neben den direkt zurechenbaren Materialeinzelkosten, Fertigungslöhnen und Sondereinzelkosten auch Fertigungs- und Materialgemeinkosten berücksichtigt wurden. Angemessene Teile der Kosten der allgemeinen Verwaltung wurden aktiviert. Fremdkapitalzinsen wurden nicht in die Herstellungskosten einbezogen. Die fertigen Erzeugnisse wurden verlustfrei bewertet.

Alle erkennbaren Risiken im Vorratsvermögen, die sich aus überdurchschnittlicher Lagerdauer, geminderter Verwertbarkeit und niedrigeren Wiederbeschaffungskosten ergeben, sind durch angemessene Abwertungen berücksichtigt.

Die Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zum Nominalwert bzw. mit dem niedrigeren beizulegenden Wert bilanziert.

Bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen werden erkennbare Einzelrisiken durch Wertberichtigungen berücksichtigt.

Kassenbestände und Guthaben bei Kreditinstituten sind zum Nennwert angesetzt.

Das Eigenkapital ist zum Nennbetrag angesetzt.

Die Rückstellungen berücksichtigen alle ungewisse Verbindlichkeiten und drohende Verluste aus schwebenden Geschäften. Sie sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags angesetzt. Wesentliche Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden abgezinst.

Die Verbindlichkeiten sind zum Erfüllungsbetrag angesetzt.

Kurzfristige Vermögensgegenstände und Schulden in fremder Währung sind zum Devisenkassamittelkurs am Abschlussstichtag bewertet. Kursänderungen zum Bilanzstichtag wurden erfolgswirksam berücksichtigt.

Angaben zur Bilanz

Hinsichtlich der Entwicklung des Anlagevermögens sowie der kumulierten Abschreibungen und der Abschreibungen des Geschäftsjahres wird auf den separat dargestellten Anlagenspiegel verwiesen.

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände haben allesamt eine Restlaufzeit von weniger als einem Jahr.

Die sonstigen Rückstellungen wurden im Wesentlichen im Personalbereich (268 TEUR für Urlaub, Überstunden und Sonderzahlungen) und für die Rückbauverpflichtung (426 TEUR) gebildet. Daneben wurden auch Rückstellungen für Rechts-, Beratungs-, Prüfungs- und Abschlusskosten, für gesetzliche Aufbewahrungspflichten und Zinsen gebildet.

Die Rückstellung für Rückbauverpflichtung wird ratierlich angesammelt unter Berücksichtigung der geschätzten Rückbaukosten (TEUR 500) nach Auslaufen des Mietvertrags. Es handelt sich dabei um eine Expertenschätzung, bei der eine jährliche Kostensteigerung von 2,5 % auf die gesamte Laufzeit zugrunde gelegt wurde. Die Abzinsung erfolgte über die Restlaufzeit des Mietvertrags von drei Jahren nach Maßgabe der von der Deutschen Bundebank veröffentlichten Diskontierungszinssätze. Erträge und Aufwendungen die aus der Änderung des Zinssatzes entstehen werden im Finanzergebnis ausgewiesen.

Verbindlichkeitenspiegel

in TEUR 30.04.2024
Restlaufzeit Gesamt
Art der Verbindlichkeit bis 1 Jahr mehr als 1 Jahr mehr als 5 Jahre
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 4.566 215 0 4.781
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 1.309 0 0 1.309
3. Sonstige Verbindlichkeiten 157 0 0 157
- davon aus Steuern (7) (0) (0) (7)
- davon im Rahmen der sozialen Sicherheit (1) (0) (0) (1)
6.032 215 0 6.247
in TEUR 30.04.2023
Restlaufzeit Gesamt
Art der Verbindlichkeit bis 1 Jahr mehr als 1 Jahr mehr als 5 Jahre
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 2.960 30 0 2.990
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 1.370 0 0 1.370
3. Sonstige Verbindlichkeiten 309 0 0 309
- davon aus Steuern (0) (0) (0) (0)
- davon im Rahmen der sozialen Sicherheit (8) (0) (0) (8)
4.639 30 0 4.669

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind durch Sicherungsübereignungen von diversen Maschinen und selbstschuldnerischen Bürgschaften von Gesellschaftern sowie durch Globalzession der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen besichert.

Die sonstigen Verbindlichkeiten bestehen im Wesentlichen aus Verbindlichkeiten aus Löhnen und Gehältern.

Bei den Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen bestehen überwiegend die branchenüblichen Eigentumsvorbehalte. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen beinhalten 42 TEUR Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen.

Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung

Erträge oder Aufwendungen von außergewöhnlicher Größenordnung oder außergewöhnlicher Bedeutung liegen nicht vor.

Die sozialen Abgaben enthalten, wie auch im Vorjahr, keine Aufwendungen für Altersversorgung.

Sonstige Angaben

Sonstige finanzielle Verpflichtungen:

Aus Mietverträgen resultieren jährliche Zahlungsverpflichtungen in Höhe von TEUR 463 zuzüglich Umsatzsteuer. Die Restlaufzeit liegt bei 2,7 Jahren. Es handelt sich dabei um Verpflichtungen gegenüber Gesellschaftern.

Bestellobligo:

Im Zusammenhang mit dem Bezug von zur Weiterverarbeitung benötigten Rohstoffen, insbesondere von Schokolade, besteht ein branchenübliches Bestellobligo.

Mitarbeiter:

Im Jahresdurchschnitt 2023/2024 wurden 68 Mitarbeiter beschäftigt, davon 8 Angestellte und 60 gewerbliche Arbeitnehmer.

Geschäftsführer:

Herr Dr. Walter Müller, Vorsitzender der Geschäftsführung, Herrliberg, Schweiz (bis 31. Mai 2023)

Herr Joe Neufeld, Geschäftsführer Vertrieb CAN/USA, Quebec, Kanada (bis 31. Mai 2023) Herr Richard Müller, kaufmännischer Geschäftsführer (ab 1. Juni 2023)

Herr Berndt Bleser, Geschäftsführer Produktion

Gesamtbezüge des Geschäftsführungsorgans:

Für die Tätigkeiten im Geschäftsjahr wurden von der Gesellschaft Gesamtbezüge in Höhe von TEUR 185, incl. Bonus, gewährt.

Konzernverhältnisse

Der Jahresabschluss der Nappo & Moritz GmbH, Kempen, wird in den Konzernabschluss der WAWI Holding GmbH & Co. KG, Pirmasens, einbezogen. Die WAWI Holding GmbH & Co. KG erstellt einen Konzernabschluss für den kleinsten und größten Kreis der Unternehmen. Die Bekanntmachung des Konzernabschlusses wird im Bundesanzeiger erfolgen.

Ergebnisverwendung:

Die Geschäftsführung schlägt vor, vom Jahresüberschuss TEUR 400 an die Gesellschafter auszuschütten und den übrigen Jahresüberschuss auf neue Rechnung vorzutragen.

Für den Jahresabschluss:

 

Kempen, den 31. Januar 2025

Richard Müller

Berndt Bleser

Der Jahresabschluss wurde zum 20.02.2025 festgestellt.

Entwicklung des Anlagevermögens

Nappo & Moritz GmbH, Kempen

ANSCHAFFUNGS- UND HERSTELLUNGSKOSTEN
01.05.2023 Zugänge Abgänge Umbuchungen 30.04.2024
EUR EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 257.735,15 0,00 0,00 0,00 257.735,15
257.735,15 0,00 0,00 0,00 257.735,15
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 391.412,47 37.405,00 0,00 0,00 428.817,47
2. technische Anlagen und Maschinen 11.518.760,22 126.179,02 0,00 0,00 11.644.939,24
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 323.271,81 5.771,01 0,00 0,00 329.042,82
12.233.444,50 169.355,03 0,00 0,00 12.402.799,53
12.491.179,65 169.355,03 - - 12.660.534,68
AUFGELAUFENE ABSCHREIBUNGEN
01.05.2023 Zugänge Abgänge 30.04.2024
EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 256.571,15 1.110,00 0,00 257.681,15
256.571,15 1.110,00 0,00 257.681,15
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 314.604,97 25.439,00 0,00 340.043,97
2. technische Anlagen und Maschinen 9.252.255,22 350.598,02 0,00 9.602.853,24
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 270.834,81 10.766,51 0,00 281.601,32
9.837.695,00 386.803,53 0,00 10.224.498,53
10.094.266,15 387.913,53 - 10.482.179,68
NETTOBUCHWERTE
30.04.2024 30.04.2023
EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 54,00 1.164,00
54,00 1.164,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 88.773,50 76.807,50
2. technische Anlagen und Maschinen 2.042.086,00 2.266.505,00
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 47.441,50 52.437,00
2.178.301,00 2.395.749,50
2.178.355,00 2.396.913,50

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023/2024

1. Grundlage des Unternehmens

Wir produzieren am Standort Kempen Süßwaren aus Schokolade. Die hergestellten Produkte werden exklusiv an die WAWI Euro GmbH verkauft. Die WAWI Euro GmbH verantwortet den Vertrieb für unser Unternehmen daher exklusiv. Unsere Hauptabnehmer sind dabei inländische Lebensmitteleinzelhändler.

2. Wirtschaftsbericht

2.1 Entwicklung der Süßwarenbranche

Die enorme Kostenbelastung wird für die Unternehmen der deutschen Süßwarenindustrie immer mehr zu einer Standortentscheidung oder gar einer Existenzfrage. Dabei wirken sich insbesondere, aber nicht nur die in 2023 stark gestiegenen Energie-, Logistik- und Rohstoffkosten aus, sondern auch standortbedingte Belastungen, die in Deutschland schon langfristig überdurchschnittlich hoch sind. Hierzu zählen etwa die Arbeitskosten, Steuern und Abgaben, die Dauer von Genehmigungsverfahren, der schleppende Breitbandausbau und Bürokratiebelastungen. Auch die Kosten für Verpackung und die CO 2 - Bepreisung stiegen in 2024 erheblich.

Hinzu kommen die Unsicherheiten bei der Rohstoffbeschaffung, verbunden mit weiteren massiven Kostensteigerungen im Jahr 2023 auf den Rohstoffmärkten, etwa für EU-Zucker (+72 %), Kakaobutter (+52 %), Kakao (+43 %) und Stärke (+42 %).

Das wichtige Inlandsangebot (= Produktion + Einfuhr - Ausfuhr) entwickelte sich im Jahr 2023 rückläufig und lag mengenmäßig bei knapp 2,6 Mio. t (-0,3 %), der Inlandsumsatz stieg auf schätzungsweise 9,9 Mrd. € (+11,9 %).

Nach Schätzungen des BDSI stieg die Produktion insgesamt der in Deutschland hergestellten Süßwaren und Knabberartikel im Jahr 2023 auf 4,3 Mio. t (+2,2 %). Wertmäßig entwickelte sich die Produktion mit rund 16,1 Mrd. € ebenfalls positiv (+13,3 %). Den Schätzungen des BDSI liegen die amtlichen Zahlen des Statistischen Bundesamtes und die Marktdaten der einschlägigen Marktforschungsinstitute zugrunde.

Auch das für die deutsche Süßwarenindustrie so wichtige Exportgeschäft mit Süßwaren und Knabberartikeln sank im Jahresverlauf 2023 leicht. Insgesamt wurden schätzungsweise 2,5 Mio. t Süßwaren und Knabberartikel exportiert. Dies bedeutet gegenüber dem Vorjahr einen leichten Rückgang von -1 %. Der Exportumsatz stieg im Jahr 2023 um +14,2 % auf rund 12,2 Mrd. €.

Angesichts des rückläufigen Inlandsmarktes und der hohen Konzentration im deutschen Lebensmitteleinzelhandel kommt gerade dem Export von Süßwaren eine wachsende Bedeutung für das wirtschaftliche Überleben der Unternehmen und den Erhalt der einzigartigen mittelständischen Struktur zu. Mit einem wertmäßigen Anteil von über 60 % trägt insbesondere der Export zur Wertschöpfung in den Unternehmen bei.

(Quelle: Bundesverband der Deutschen Süßwarenindustrie e.V.)

2.2 Geschäftsverlauf

Umsatzentwicklung

Hauptumsatzträger der Nappo & Moritz GmbH waren Nappo, Moritz Eiskonfekt und Müsli-Riegel, die selbst hergestellt werden.

Insgesamt ist der Umsatz im Geschäftsjahr 2023/2024 im Vergleich zum Vorjahr um 14,7 % angestiegen. Dies ist sowohl auf über den Erwartungen liegenden Erfolge im Vertrieb als auch Preissteigerungen bei Bestandskunden zurückzuführen.

Produktion

Alle Auslieferungen an Jahresartikeln konnten termingerecht ausgeführt werden; gravierende Lieferengpässe gab es nicht.

Beschaffung

Die Belieferung mit unseren wichtigsten Rohstoffen, wie Kuvertüre, Zucker, Fett, war jederzeit durch weitreichende Kontrakte abgesichert. Unsere Ertragslage ist somit nur eingeschränkt von kurzzeitigen Schwankungen des Rohstoffmarktes abhängig, da alle vorliegenden Aufträge durch bestehende Rohstoffkontrakte in Menge und Preis abgesichert sind. Wir produzieren fast ausschließlich auftragsbezogen. Der Beschaffungspreis der Rohstoffe entspricht unserer Kalkulationsgrundlage, weshalb wir keine spekulativen Angebote an unsere Kunden geben müssen.

Diese konservative Beschaffungspolitik verfolgen wir auch bei allen Kernmaterialien. Wir kaufen nur bei Lieferanten ein, welche die Vorgaben unseres QM-Systems erfüllen. Die Beschaffung erfolgt gezielt über mehrere Lieferanten, um Abhängigkeiten und Versorgungsengpässe zu verringern.

Unsere Wareneingangskontrollen haben das Ziel, dass nur einwandfreie Lieferungen in unsere Werke gelangen. Fehlerhafte Rohstoffe und Verpackungsmaterialien werden nicht entladen. Durch unsere kontinuierliche Bewertung ist jeder Lieferant

3. Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage

Die Entwicklung des Unternehmens stellt sich anhand einiger bedeutsamer finanzieller Leistungsindikatoren wie folgt dar:

2023/2024 2022/2023 2021/2022
Rohergebnis T€ 6.164 4.938 5.005
Ergebnis vor Steuern T€ 1.003 543 630

Das Rohergebnis konnte deutlich gesteigert werden, was auf die o. g. Steigerung der Umsatzerlöse zurückzuführen ist. Das im Vorjahr für 2023/2024 prognostizierte Ergebnis vor Steuern konnte somit deutlich übertroffen werden.

Vermögenslage

Die Bilanzsumme liegt bei 9.478 Mio. € (+26,2 %). Der Kassenbestand und das Guthaben bei Kreditinstituten haben sich auf 16 T€ erhöht. Das Sachanlagevermögen hat sich um 218 T€ (-9,08 %) verringert, die Vorräte hingegen haben sich um 1.120 T€ (+23,69 %) erhöht, ebenso die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände um 1.015 T€ (+273,5 %).

Finanzlage

Dem Vermögen steht Eigenkapital von 2.440 T€ (+308 T€), Rückstellungen im Umfang von 791 T€ (+ 84 T€), sowie Verbindlichkeiten in Höhe von 6.247 T€ (+1.579 T€) gegenüber. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen reduzierten sich auf 1.309 T€ (-60 T€).

Ertragslage

Die Umsatzerlöse sind um 1.967 T€ gestiegen. Der Materialaufwand stieg im gleichen Zeitraum auf 9.445 T€ (+968 T€).

Daraus ergibt sich eine leichte Reduzierung der Materialaufwandsquote auf 61,62 % (Vorjahr: 63,44 %). Der Personalaufwand erhöhte sich im Vergleich zum Vorjahr (+534 T€).

Bei verringerten Abschreibungen (-38 T€), leicht gestiegenen sonstigen betrieblichen Aufwendungen (+164 T€) sowie einer Erhöhung der Zinsen und ähnlichen Aufwendungen (+108 T€) konnte daher ein Ergebnis vor Steuern von 1.003T€ erzielt werden.

über seinen Status informiert und kann umgehend auf Qualitätsschwankungen reagieren.

Personal- und Sozialbereich

Im Jahresdurchschnitt wurden 68 Mitarbeiter beschäftigt.

In den Bereichen Arbeitsschutz, Unfallschutz und Gesundheitsschutz ergaben sich im Berichtsjahr keine besonderen Vorkommnisse. Die jährlichen Schulungen in den genannten Bereichen wurden alle durchgeführt.

Qualitätspolitik

Die Nappo & Moritz GmbH hat im abgelaufenen Geschäftsjahr erneut die Zertifizierung IFS (International Food Standard) auf höherem Niveau erhalten. Dies betont deutlich die konsequente Qualitätspolitik unseres Unternehmens.

Produktentwicklung

Unsere Produkte Nappo und Moritz Eiskonfekt werden ständig weiterentwickelt und den Markterfordernissen angepasst.

Die Geschäftsführung ist insgesamt mit der Geschäftsentwicklung zufrieden.

4. Risikobericht

Grundsätzliche Ertragsrisiken sind in dem weiterhin schwierigen Branchenumfeld zu sehen. Die Ertragslage des Unternehmens wird auch künftig von der Entwicklung der Rohstoffpreise und der Durchsetzbarkeit notwendiger Preiserhöhungen abhängig sein. Die Entwicklung und Auswirkungen der aktuellen Kriege auf unseren Geschäftszweig sind schwierig zu beurteilen, aber derzeit sind wenig Auswirkungen zu spüren.

Ausfallrisiken seitens unseres Kunden sind insgesamt gering, da wir durch einen Vertriebsvertrag nur an einen Kunden (Wawi Euro GmbH) liefern. Wir schätzen das Risiko eines Ausfalls der Wawi Euro GmbH als gering ein.

Es bestehen Zinsänderungsrisiken, Liquiditätsrisiken sowie Risiken aus Zahlungsstromschwankungen. Dem Liquiditätsrisiko begegnen wir durch eingeräumte Kreditlinien und der Überwachung unsers Liquiditätsbedarfs anhand des konsolidierten Finanzplanes der WAWI-Gruppe. Ein weiter steigendes Zinsniveau könnte zu höheren Kapitalkosten führen, die das Jahresergebnis belasten würden.

Ein unerwarteter Rohstoffmangel könnte zu Lieferengpässen führen. Diese Lieferengpässe versuchen wir durch einen strategisch orientierten Einkauf und eine vorausschauende Planung zu vermeiden. Dabei achten wir darauf, dass wir möglichst alle Materialien und Rohstoffe nicht nur von einem einzigen Lieferanten beziehen, sondern strategisch zielorientiert und diversifiziert einkaufen.

Durch Förderung unserer Mitarbeiter mit Aus- und Weiterbildung sowie Einführung von Leitlinien für Führung und Zusammenarbeit begegnen wir dem Risiko der Abwanderung von qualifizierten Fach- und Führungskräften.

Unseres Erachtens bestehen keine Risiken, die den Fortbestand des Unternehmens gefährden.

5. Chancen- und Prognosebericht

Der Schokoladenmarkt ist weiterhin sehr volatil und somit gestaltet sich die Situation am Markt schwierig. Bei einigen Rohstoffe, wie z.B. Zucker, Kakopulver und Schokolade/Kuvertüre könnten sich die Preise weiter erhöhen. Um Risiken zu begegnen, sichern wir unsere Preiskalkulation bezüglich der Rohstoffe auch in Zukunft durch strategischen Rohstoffeinkauf und weitreichende Kontrakte ab. Hierdurch erwarten wir einen Wettbewerbsvorteil.

Weitere Chancen bieten sich insbesondere im Ausbau des Vertriebs und der Neukundengewinnung. Darüber hinaus arbeiten wir weiter an der Optimierung unserer Produktionsprozesse, wodurch Kosten eingespart werden können.

Für das laufende Geschäftsjahr 2024/2025 gehen wir von leicht steigenden Umsätzen aus und erwarten ein leicht höheres Ergebnis vor Steuern.

 

Kempen, den 31. Januar 2025

(Richard Müller)

(Berndt Bleser)

Der Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers bezieht sich auf den Jahresabschluss in der aufgestellten Form. Die Offenlegung erfolgt in verkürzter Form, gemäß §§ 325 ff. HGB.

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die Nappo & Moritz GmbH, Kempen

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Nappo & Moritz GmbH, Kempen, - bestehend aus der Bilanz zum 30. April 2024 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Mai 2023 bis zum 30. April 2024 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Nappo & Moritz GmbH, Kempen, für das Geschäftsjahr vom 1. Mai 2023 bis zum 30. April 2024 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 30. April 2024 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Mai 2023 bis zum 30. April 2024 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhän- gig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist,, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und des Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass eine aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellung nicht aufgedeckt wird, ist höher als das Risiko, dass eine aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellung nicht aufgedeckt wird, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

erlangen wir ein Verständnis von den für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollen und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit der internen Kontrollen der Gesellschaft bzw. dieser Vorkehrungen und Maßnahmen abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel in internen Kontrollen, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Saarbrücken, den 14. Februar 2025

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Christian Lehr, Wirtschaftsprüfer

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