Redbeech Real Property GmbH & Co.KGLiquidiert

28237 Bremen, DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht Bremen HRA 24499 HB
Vorher
Redbeech Real Property GmbH & Co. KG
Eingetragen
13.2.2006

Historie

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Gesellschafter

1 Gesellschafter

Kommanditgesellschaft (KG)

Persönlich haftender Gesellschafter
Germany

Konzern- und Jahresabschlüsse

Redbeech Real Property GmbH & Co.KG

Bremen

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2016 bis zum 31.12.2016

Bilanz zum 31. Dezember 2016

Aktiva

31.12.2016 31.12.2015
EUR EUR EUR EUR
A. Umlaufvermögen        
I. Vorräte        
1. Fertige (i. Vj. unfertige) Leistungen 3.412.548,88   3.412.548,88  
2. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen -3.268.936,22 143.612,66 -3.268.474,10 144.074,78
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände        
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 105.829,14   965.732,22  
2. Sonstige Vermögensgegenstände 2.840,38 108.669,52 15.359.414,95 16.325.147,17
III. Guthaben bei Kreditinstituten   15.737.200,19   4.099.724,96
    15.989.482,37   20.568.946,91
B. Nicht durch Vermögenseinlagen gedeckte Verlustanteile der Kommanditisten   435.562,31   0,00
    16.425.044,68   20.568.946,91

Passiva

  31.12.2016 31.12.2015
  EUR EUR EUR EUR
A. Eigenkapital        
I. Kapitalanteile der Kommanditisten        
1. Pflichteinlagen (Kapitalkonten I) 1.000,00   1.000,00  
2. Verlustsonderkonten -436.562,31 -435.562,31 0,00 1.000,00
II. Nicht durch Vermögenseinlagen gedeckte Verlustanteile der Kommanditisten   435.562,31   0,00
    0,00   1.000,00
B. Rückstellungen        
1. Steuerrückstellungen 326.084,00   0,00  
2. Sonstige Rückstellungen 396.310,60 722.394,60 503.085,50 503.085,50
C. Verbindlichkeiten        
1. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 47.309,57   149.712,16  
-- davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr EUR 47.309,57 (i. Vj. EUR 149.712,16) --        
2. Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern 14.834.593,76   18.716.466,54  
-- davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr EUR 14.834.593,76 (i. Vj. EUR 18.716.466,54) --        
3. Sonstige Verbindlichkeiten 820.746,75   1.198.682,71  
-- davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr EUR 820.746,75 (i. Vj. EUR 1.198.682,71) --   15.702.650,08   20.064.861,41
    16.425.044,68   20.568.946,91

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2016

1.1.-31.12.2016
EUR
1.1.-31.12.2015
EUR
1. Rohergebnis 699.785,72 139.352.766,57
2. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 0,00 -1.773.963,97
3. Sonstige betriebliche Aufwendungen -820.283,57 -6.403.634,57
4. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 10.019,54 247,69
5. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 0,00 -3.709.770,00
6. Ergebnis nach Steuern -110.478,31 127.465.645,72
7. Sonstige Steuern -326.084,00 -288.490,16
8. Jahresfehlbetrag (i. Vj. Jahresüberschuss) -436.562,31 127.177.155,56
9. Belastung auf Verlustsonderkonten 436.562,31 0,00
10. Entnahme aus den Kapitalrücklagen (Kapitalkonten II) 0,00 58.685.176,66
11. Gutschrift auf Verlustsonderkonten 0,00 -57.148.336,52
12. Gutschrift auf Darlehenskonten 0,00 -128.713.995,70
13. Ergebnis nach Verwendungsrechnung 0,00 0,00

Anhang für das Geschäftsjahr 2016

1. Allgemeine Angaben

Die Redbeech Real Property GmbH & Co. KG, nachfolgend auch kurz "Redbeech" genannt, ist unter der Nummer HRB 23773 HB im Handelsregister des Amtsgerichts Bremen eingetragen.

Der Jahresabschluss der Redbeech wird nach den für Kapitalgesellschaften und bestimmte Personenhandelsgesellschaften geltenden Vorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB) aufgestellt. Zum 31. Dezember 2016 ist die Redbeech eine kleine Gesellschaft i. S. d. § 264a HGB i. V. m. § 267 Abs. 1 HGB. Da die Größenmerkmale des § 267 Abs. 2 HGB aber erstmals unterschritten werden, treten die entsprechenden Rechtsfolgen noch nicht ein, sodass die Redbeech als mittelgroße Gesellschaft zu behandeln ist. Von den größenabhängigen Erleichterungsvorschriften der §§ 276 und 288 Abs. 2 HGB wurde teilweise Gebrauch gemacht.

Für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren gewählt.

Im Zuge des für nach dem 31. Dezember 2015 beginnende Geschäftsjahre anzuwendenden Bilanzrichtlinie-Umsetzungsgesetzes (kurz "BilRUG") sind im Vorjahresabschluss ausgewiesene außerordentliche Erträge und Aufwendungen in die sonstigen betrieblichen Erträge bzw. Aufwendungen umgegliedert worden. Die Vergleichbarkeit mit dem Vorjahresabschluss ist dadurch eingeschränkt. Darüber hinaus ist in diesem Zusammenhang auch das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit gestrichen und das Ergebnis nach Steuern zusätzlich eingefügt worden.

Am 31. Juli 2015 hat die Gesellschaft das Waterfront Bremen Shopping Center und die benachbarte Liegenschaft, mit Ausnahme des Hotels mit dazugehörigem Grundstück, an die Waterfront Bremen G.m.b.H. & Co. KG, Hamburg, veräußert. Am 23. Dezember 2015 hat die Redbeech das Hotel und das umliegende Grundstück an die Cedartree Property GmbH, Bremen, veräußert. Nach dem Verkauf des Waterfront Bremen Shopping Centers und des Hotels verfügt die Gesellschaft über kein Anlagevermögen mehr. Die Gesellschaft hat auch nicht die Absicht, weitere Immobilien zu erwerben.

Im Zuge der Veräußerung des Shopping Centers und des Hotels hat die Gesellschaft alle wesentlichen Vermögenswerte des Anlagevermögens veräußert und damit die operative Geschäftstätigkeit eingestellt. Voraussichtlich wird die Gesellschaft in 2018 liquidiert. Die als fertige (i. Vj. unfertige) Leistungen bilanzierten Nebenkosten werden bis dahin abgerechnet.

Auf Grund des im Geschäftsjahr 2016 erzielten Jahresfehlbetrages von TEUR 437 ist die Gesellschaft zum 31. Dezember 2016 in Höhe von TEUR 436 bilanziell überschuldet. Zur Beseitigung insolvenzrechtlicher Konsequenzen hat die Redbeech mit den beiden Kommanditisten am 9. Januar 2018 eine Rangrücktrittsvereinbarung hinsichtlich deren Forderungen bis zu einer Höhe von insgesamt TEUR 1.200 getroffen. Im Überschuldungsstatus der Redbeech sind deshalb Gesellschafterverbindlichkeiten bis zu dieser Höhe nicht anzusetzen. Die Geschäftsführung geht davon aus, dass die TEUR 1.200 ausreichen, um auch bis zum Abschluss der Liquidation noch auflaufende Verluste abzudecken, und dies zusammen mit dem Aktivvermögen ausreicht, um sämtliche Verpflichtungen der Gesellschaft zu erfüllen, und die Abwicklung dann reibungslos verläuft.

2. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Die Bewertung der unter den Vorräten ausgewiesenen fertigen (i. Vj. unfertigen) Leistungen ist zu den Herstellungskosten erfolgt. Bei der Bewertung wurden die nach § 255 HGB aktivierungsfähigen Gemeinkosten insoweit berücksichtigt, als diese auf die Mieter umlegbar sind. Ein niedrigerer beizulegender Wert nach § 253 Abs. 2 HGB wurde nicht angesetzt, da sich hierfür keine Gründe ergeben haben.

Die erhaltenen Anzahlungen werden offen von den Vorräten abgesetzt.

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände werden zum Nennbetrag bewertet. Bei allen Forderungen werden erkennbare Einzelrisiken durch Wertberichtigungen berücksichtigt.

Die Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen. Sie sind zum voraussichtlichen Erfüllungsbetrag in der Höhe ermittelt worden, die nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist.

Die Verbindlichkeiten werden mit den Erfüllungsbeträgen angesetzt.

3. Erläuterungen zur Bilanz und zur Gewinn- und Verlustrechnung

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

In den sonstigen Vermögensgegenständen gab es im Vorjahr einen Kaufpreiseinbehalt aus dem Verkauf des Shopping Centers in Höhe von TEUR 14.600, der im Dezember 2016 vollständig bezahlt wurde.

Sämtliche Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind wie im Vorjahr innerhalb eines Jahres fällig.

Eigenkapital

Mit Gesellschafterbeschlüssen aus August und Dezember 2015 wurden die Pflichteinlagen (Kapitalkonten I) um TEUR 9.999 auf die Höhe der Hafteinlagen von TEUR 1 herabgesetzt und der Herabsetzungsbetrag an die Kommanditisten zurückgezahlt. Weiterhin wurden die vollständige Entnahme und Rückzahlung der Kapitalrücklagen (Kapitalkonten II) von TEUR 58.685 beschlossen. Entsprechend den gesellschaftsvertraglichen Regelungen wurden der Jahresüberschuss für das Geschäftsjahr 2015 von TEUR 127.177 und die Entnahme aus den Kapitalrücklagen von TEUR 58.685 zum Ausgleich der Verlustsonderkonten von TEUR 57.148 verwendet. Der Restbetrag von TEUR 128.714 wurde den unter den Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern ausgewiesenen Darlehenskonten der beiden Kommanditisten im Verhältnis ihrer Beteiligungsquote von jeweils 50 % gutgeschrieben. Das Eigenkapital hat sich zum 31. Dezember 2015 durch diese Maßnahmen auf den Ausweis der den Pflichteinlagen entsprechenden und im Handelsregister eingetragenen Hafteinlagen von TEUR 1 reduziert.

Bis auf einen Restbetrag von TEUR 18.713 waren die Verbindlichkeiten gegenüber den Kommanditisten aus ihren Darlehenskonten zum 31. Dezember 2015 bereits bezahlt worden. In 2016 sind weitere Verbindlichkeiten von TEUR 3.888 an die Kommanditisten beglichen worden, sodass zum 31. Dezember 2016 noch TEUR 14.825 offen sind, die in den Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern enthalten sind.

Der Jahresfehlbetrag des Geschäftsjahres 2016 ist entsprechend den Bestimmungen im Gesellschaftsvertrag den Verlustsonderkonten der Kommanditisten belastet worden.

Sonstige Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen beinhalten im Wesentlichen Rückstellungen für Mieterlösminderungen in Höhe von TEUR 169 (i.Vj. TEUR 169) und eine Rückstellung für drohende Verluste (TEUR 93, i.Vj. TEUR 131).

Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten setzen sich wie folgt zusammen:

davon mit einer Restlaufzeit
Gesamtbetrag
TEUR
bis zu einem Jahr
TEUR
zwischen einem und fünf Jahren
TEUR
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 47 47 0
(Vorjahr) (150) (150) (0)
Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern 14.835 14.835 0
(Vorjahr) (18.716) (18.716) (0)
Sonstige Verbindlichkeiten 821 821 0
(Vorjahr) (1.199) (1.199) (0)
  15.703 15.703 0
(Vorjahr) (20.065) (20.065) (0)

Die vorstehend zum Eigenkapital bereits erläuterten Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern reduzierten sich im Berichtsjahr um EUR 3,9 Mio aufgrund von Auszahlungen. TEUR 9 (i.Vj. TEUR 3) bestehen gegenüber der Komplementärin.

Die sonstigen Verbindlichkeiten betreffen mit TEUR 93 (i.Vj. TEUR 0) Steuern.

Rohergebnis

Die im Vorjahresabschluss ausgewiesenen außerordentlichen Erträge von TEUR 131.814 werden aufgrund der Anwendung des BilRUG nunmehr in den sonstigen betrieblichen Erträgen als Bestandteil des Rohergebnisses ausgewiesen. Diese betrafen mit TEUR 210.973 den Erlös aus dem Verkauf des Waterfront Bremen Shopping Centers und mit TEUR 970 den Erlös aus dem Verkauf des Hotels. Die Verkaufserlöse wurden mit den Restbuchwerten der Anlagenabgänge (TEUR 76.418) und den sonstigen Aufwendungen aus dem Verkauf (TEUR 3.711) saldiert.

Die im Rohergebnis des Geschäftsjahres 2016 enthaltenen Umsatzerlöse und sonstigen betrieblichen Erträge von insgesamt TEUR 866 betreffen im Wesentlichen Vorjahre.

Sonstige betriebliche Aufwendungen

Die im Vorjahresabschluss ausgewiesenen außerordentlichen Aufwendungen in Höhe von TEUR 2.587 werden auf Grund der Anwendung des BilRUG nunmehr in sonstigen betrieblichen Aufwendungen ausgewiesen.

Von dem zum 31. Dezember 2016 ausgewiesenen Betrag der sonstigen betrieblichen Aufwendungen von TEUR 820 betreffen TEUR 476 (i.Vj. TEUR 249) die Bildung von Wertberichtigungen auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen.

Sonstige Steuern

Die sonstigen Steuern betreffen in voller Höhe Grundsteuer für Vorjahre.

4. Sonstige Angaben

Geschäftsführung/Komplementärin

Geschäftsführer der Komplementärin Brilliant 231. GmbH, Bremen, waren im Geschäftsjahr 2016:

Keith Antony Jones, Isle of Man (bis 21. Juni 2017),

Melanie Louise Webb, Isle of Man (seit 22. Juni 2017),

Lindsay Eleanor Ludgate, Isle of Man,

Gethin Taylor, Isle of Man,

Marcus Friedrichs, Frankfurt am Main und

Sebastian Scholz, Bad Sassendorf

Frau Webb, Frau Ludgate und Herr Taylor sind hauptberuflich als Geschäftsführer für den DFK Chancery Trust, Isle of Man, tätig. Herr Jones ist hauptberuflich selbstständiger Unternehmensberater. Herr Friedrichs ist hauptberuflich als Geschäftsführer

für die Vistra (Germany) GmbH, Frankfurt am Main, tätig. Herr Scholz ist bei der Vistra Property Management GmbH in Soest hauptberuflich als Commercial Property Manager beschäftigt. Es wurden keine Geschäftsführerbezüge gezahlt.

Das gezeichnete Kapital der Komplementärin beträgt TEUR 25. Sie ist am Kapital der Redbeech Real Property GmbH & Co. KG nicht beteiligt.

Ereignisse nach dem Bilanzstichtag

Neben den bereits in diesem Anhang erläuterten Vorgängen sind die im Folgenden erläuterten Vorgänge von besonderer Bedeutung zwischen dem 31. Dezember 2016 und der Aufstellung dieses Jahresabschlusses eingetreten.

Ende März 2017 teilte das Landgericht Bremen mit, dass der Mieter des Ende Dezember 2015 von der Redbeech an die Cedartree Property GmbH veräußerten Hotelgrundstücks, die Sol Meliá Deutschland GmbH, ein Gerichtsverfahren gegen die Redbeech eingeleitet hat. Die Sol Meliá Deutschland GmbH fordert danach eine Rückerstattung von im Zeitraum Februar 2016 bis Februar 2017 an die Redbeech geleisteten Zahlungen, inklusive Zinsen, in Höhe von TEUR 456. Die Redbeech erklärte bezüglich der Rückzahlungsansprüche zum Teil bereits die Aufrechnung und verwendete die Zahlungseingänge intern zum teilweisen Ausgleich von Forderungen gegen die Sol Meliá Deutschland GmbH. Der Termin zur mündlichen Güteverhandlung fand am

2. Februar 2018 statt und die Güteverhandlung wurde für einen Zeitraum von zwei Monaten ausgesetzt, um zwischenzeitlich Vergleichsverhandlungen zu führen. Die Forderungen wurden anhand einer fairen Einschätzung der Geschäftsführung wertberichtigt.

Auf der Grundlage von Beschlüssen aus April und Juni 2017 sind von den Verbindlichkeiten gegenüber den Kommanditisten insgesamt weitere TEUR 11.135 in 2017 aus den bestehenden Bankguthaben bezahlt worden.

 

Bremen, den 16. März 2018

Die Geschäftsführung

Melanie Louise Webb

Lindsay Eleanor Ludgate

Gethin Taylor

Sebastian Scholz

Marcus Friedrichs

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2016

1. Geschäfts- und Betriebslage

Am 31. Juli 2015 hat die Gesellschaft das Waterfront Bremen Shopping Center und die benachbarte Liegenschaft, mit Ausnahme des Hotels mit dazugehörigem Grundstück, an die Waterfront Bremen G.m.b.H. & Co. KG, Hamburg, veräußert. Am 23. Dezember 2015 hat die Gesellschaft das Hotel und das umliegende Grundstück an die Cedartree Property GmbH, Bremen, veräußert. Nach dem Verkauf des Waterfront Bremen Shopping Centers und des Hotels verfügt die Gesellschaft über kein Anlagevermögen mehr. Die Gesellschaft hat auch nicht die Absicht, weitere Immobilien zu erwerben.

Aufgrund der vorgenannten Veräußerung der Vermögenswerte hat die Gesellschaft in 2016 keine Aktivitäten mehr nach dem Verkauf ausgeübt. Da es keinen weiteren Geschäftsbetrieb mehr geben wird, wird die Gesellschaft voraussichtlich in 2018 in Liquidation gehen.

Die Rahmenbedingungen für die Geschäftstätigkeit der Gesellschaft bis 2016 waren wie folgt:

Die Gesellschaft erwarb in 2006 das im Gewerbegebiet "Use Akschen" in Bremen (ehemaliges Gelände des Space Parks Bremen) gelegene und im Grundbuch des Amtsgerichts Bremen für den Vorstadt Bezirk R 34 eingetragene Grundstück mit einer Gesamtfläche von 227.659 qm nebst darauf stehenden Bauten und Einrichtungsgegenständen von der Space Park GmbH & Co. KG, Frankfurt am Main. Die Übertragung des wirtschaftlichen Eigentums ist zum 1. Mai 2006 erfolgt. Die Gesellschaft wurde am 18. September 2006 als neue Eigentümerin in das Grundbuch eingetragen.

Bei der erworbenen Immobilie handelte es sich um ein Freizeit-, Einkaufs- und Dienstleistungscenter mit einer Gesamtmietfläche von ursprünglich rd. 97.300 qm. Der Freizeitbereich umfasste ein Multiplex-Kino und ein Hotel, die beide vermietet waren. Ein Konzept zum Aus- und Umbau der Immobilie zum Freizeit und Shopping Center Waterfront Bremen ist seit dem Kauf entwickelt und umgesetzt worden. Die Eröffnung der Waterfront Bremen ist am 12. September 2008 erfolgt.

Gegenstand der Gesellschaft war die Vermietung von Einzelhandels- und Freizeitflächen innerhalb der Waterfront Bremen. Die Gesellschaft verwaltete die gegenwärtigen Mieter und suchte neue potentielle Mieter für die Immobilie.

Nach dem Erwerb des Eigentums an der Immobilie hat die Gesellschaft Standardmietverträge mit den Mietern für die Einzelhandelsflächen und die Gastronomie abgeschlossen. Diese sahen eine Mietdauer von fünf bis zehn Jahren vor. Als Miete war in der Regel der höhere Betrag aus einer Mindestmonatsmiete und einer Umsatzmiete zu zahlen. Monatliche Raten waren vereinbart. Darüber hinaus beinhalteten die Verträge eine Wertsicherungsklausel und als Mietsicherheit eine selbstschuldnerische Bürgschaft einer Bank oder der Konzernmuttergesellschaft. Die ehemalige Eigentümerin, die Space Park GmbH & Co. KG, hat einige wesentliche Mietverträge, die alle mit Wirkung zum 1. Mai 2006 auf die Gesellschaft übergegangen sind, abgeschlossen. Die zum Zeitpunkt des Erwerbs übertragenen und in 2015 noch existierenden Mietverträge waren mit der Innside Hotel GmbH, Düsseldorf, und der Burmester Kino-Betriebs-GmbH, Berlin, abgeschlossen worden.

Die Gesellschaft beschäftigte und beschäftigt keine Mitarbeiter und war und ist auf Dritte angewiesen, um die bei der eigenen Verwaltung und der Vermietung notwendigen Dienstleistungen zu erbringen.

2. Wirtschaftsbericht

Infolge des Verkaufs des Freizeit- und Shopping-Centers hat die Gesellschaft den Kredit der Deutschen Bank in 2015 vollständig getilgt und Ausschüttungen an ihre Kommanditisten vorgenommen. Das Eigenkapital wurde in 2015 auf die Höhe der Hafteinlagen von TEUR 1 reduziert.

2.1 Ertragslage

Das Jahresergebnis 2016 ist aufgrund der Veräußerung der Vermögenswerte im Vorjahr und des damit verbundenen Wegfalls der operativen Geschäftstätigkeiten im Vergleich zu 2015 stark gesunken. Das Rohergebnis, das in 2016 im Wesentlichen neutrale und periodenfremde Erträge enthält, fiel von TEUR 139.353 im Jahr 2015 auf TEUR 700 im Jahr 2016. Die Reduzierung um 99,5 % ist im Wesentlichen auf die außerordentlichen Erträge (TEUR 131.814) aus dem Verkauf des Anlagevermögens zurückzuführen, die auf Grund der erstmaligen Anwendung des Bilanzrichtlinie-Umsetzungsgesetzes ("BilRUG") nunmehr im Rohergebnis ausgewiesen werden.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen gingen von TEUR 6.404 in 2015 auf TEUR 820 um TEUR 5.584 in 2016 zurück. Gründe hierfür waren im Wesentlichen die im Vorjahr gesondert ausgewiesenen und nunmehr auf Grund der erstmaligen Anwendung des BilRUG hier enthaltenen außerordentlichen Aufwendungen in Zusammenhang mit Verkauf des Anlagevermögens (TEUR 2.587), die gesunkenen Managementgebühren (TEUR 1.563), niedrigerer Aufwand aus Weiterbelastungen (TEUR 521), die in 2016 gänzlich fehlenden Abschreibungen für geleistete Baukostenzuschüsse (TEUR 429), Reparaturkosten (TEUR 175) und nicht umlegbare Immobilienkosten (TEUR 130). Auf der anderen Seite ist der Aufwand für die Bildung von Wertberichtigungen auf Forderungen um TEUR 227 auf TEUR 476 gestiegen.

Der Zinsaufwand sank von TEUR 3.710 auf TEUR 0. Grund hierfür war die Rückzahlung des Darlehens an die Deutsche Bank im Juli 2015.

Das Jahresergebnis verschlechterte sich deutlich von einem Jahresüberschuss von TEUR 127.177 im Jahr 2015 auf einen Jahresfehlbetrag von TEUR 437 im Jahr 2016. Der für das Geschäftsjahr 2016 prognostizierte Jahresfehlbetrag von EUR 0,2 Mio wurde nicht erreicht. Dies ist im Wesentlichen auf Nachzahlungen für die in den sonstigen Steuern enthaltene Grundsteuer von TEUR 326 für die Jahre 2012 bis 2015 zurückzuführen.

2.2 Vermögens- und Finanzlage

Die Bilanzsumme fiel von TEUR 20.569 in 2015 auf TEUR 16.425 in 2016, was maßgeblich auf die um EUR 3,9 Mio zahlungsbedingt geringeren Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern verursacht ist.

Die Guthaben bei Kreditinstituten haben sich von TEUR 4.100 im Vorjahr auf TEUR 15.737 erhöht. Diese Entwicklung ist im Wesentlichen zum einen durch die Einzahlung des im Vorjahr in den sonstigen Vermögensgegenständen enthaltenen Kaufpreiseinbehalts von TEUR 14.600 und zum anderen gegenläufig auf die Bezahlung von Verbindlichkeiten gegenüber den Kommanditisten in Höhe von TEUR 3.888 begründet.

Die Gesellschaft weist zum 31. Dezember 2016, bedingt durch den Jahresfehlbetrag für das Geschäftsjahr 2016, nicht durch Vermögenseinlagen gedeckte Verlustanteile der Kommanditisten in Höhe von TEUR 436 aus und ist in dieser Höhe bilanziell überschuldet.

Zur Beseitigung insolvenzrechtlicher Konsequenzen hat die Redbeech Real Property GmbH & Co. KG mit den beiden Kommanditisten am 9. Januar 2018 eine Rangrücktrittsvereinbarung hinsichtlich deren Forderungen bis zu einer Höhe von insgesamt TEUR 1.200 getroffen. Insgesamt belaufen sich Verbindlichkeiten gegenüber den Kommanditisten zum Zeitpunkt der Aufstellung des Jahresabschlusses auf TEUR 3.690. Im Überschuldungsstatus der Gesellschaft sind deshalb Gesellschafterverbindlichkeiten bis zur Höhe von TEUR 1.200 nicht anzusetzen. Die Geschäftsführung geht davon aus, dass dieser Betrag ausreicht, um auch bis zum Abschluss der in 2018 geplanten Liquidation noch auflaufende Verluste abzudecken, und dies zusammen mit dem Aktivvermögen ausreicht, um sämtliche Verpflichtungen der Gesellschaft zu erfüllen, und die Abwicklung dann reibungslos verläuft.

Die bis zum Abschluss der Liquidation erforderlichen finanziellen Mittel stehen als Bankguthaben zur Verfügung. Bankenfinanzierungen waren in 2016 und werden auch zukünftig nicht erforderlich sein.

3. Prognosebericht

Nach der Veräußerung der Immobilien im Jahr 2015 hat die Gesellschaft ihren Geschäftsbetrieb auf Aktivitäten nach dem Verkauf reduziert. Die Gesellschaft wird voraussichtlich in 2018 aufgelöst.

Für 2017 wird ein Jahresfehlbetrag von rund EUR 0,4 Mio. und für 2018 im Rahmen der Liquidation ein Fehlbetrag von rund EUR 0,3 Mio. erwartet.

Wir gehen davon aus, dass die geplante Abwicklung der Gesellschaft reibungslos verläuft.

4. Risikomanagement und wesentliche Chancen und Risiken

Die Gesellschaft hat verschiedene Managementkontrollen und -prozesse eingeführt, die es ihr ermöglichen, Geschäftschancen und -risiken rechtzeitig zu identifizieren. Diese Kontrollen und Prozesse ermöglichen es der Gesellschaft, zu reagieren und, wo möglich, Geschäftsrisiken zu vermeiden. Die Gesellschaft hatte geeignete entsprechend qualifizierte Berater und Dienstleister für alle wichtigen Aspekte ihres Geschäftes gefunden und verpflichtet. Diese Berater und Dienstleister berichteten an Mitarbeiter des Managementteams des Centermanagements. Es wurde ein Managementberichts- und Kommunikationssystem etabliert, das sicherstellt, dass Informationen kommuniziert und auf der geeigneten Führungsebene bearbeitet werden.

Bis zum Verkauf des Anlagevermögens bestand das Hauptrisiko darin, dass Mieter aufgrund von Umsatzrückgängen oder aus anderen Gründen in finanzielle Schwierigkeiten geraten könnten. Die Gesellschaft überwachte, wo immer möglich, solche Situationen genau und arbeitete mit dem Mieter zusammen, um die negativen Auswirkungen auf das Geschäft der Gesellschaft zu minimieren.

Ein Zinsänderungsrisiko existierte nur bis Juli 2015, da die Zinsen auf das Darlehen der Deutschen Bank von der Entwicklung des EURIBOR abhingen. Um das Risiko steigender Zinsen zu vermeiden, schloss die Gesellschaft Zinssicherungsverträge mit der Deutschen Bank ab, die die Zinssätze vom Januar 2011 bis Februar 2016 festschrieben. Das Darlehen der Deutschen Bank wurde am 31. Juli 2015 getilgt und der bestehende Zinssicherungsvertrag mit der Deutschen Bank wurde am gleichen Tag beendet.

Ausfallrisiken bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wurde und wird durch die Bildung von Wertberichtigungen begegnet. Liquiditätsrisiken sieht die Geschäftsführung derzeit nicht.

Die Gesellschaft geht davon aus, dass sie eine starke Position in Bezug auf die von der Sol Meliá Deutschland GmbH eingereichte und im Anhang als Bestandteil des Jahresabschlusses in Abschnitt 4. näher erläuterte Klage hat. Nichtsdestotrotz ist es möglich, dass die Redbeech Real Property GmbH & Co. KG die Klage verliert und möglicherweise verpflichtet ist, Sol Meliá Deutschland GmbH die in der Klage geforderten Beträge, nebst Zinsen, zurückzuzahlen.

 

Bremen, den 16. März 2018

Die Geschäftsführung

Melanie Louise Webb

Lindsay Eleanor Ludgate

Gethin Taylor

Sebastian Scholz

Marcus Friedrichs

Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers

Wir haben den Jahresabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang - unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der Redbeech Real Property GmbH & Co. KG, Bremen, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2016 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und den ergänzenden Bestimmungen des Gesellschaftsvertrags liegen in der Verantwortung der Geschäftsführung der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben.

Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der Geschäftsführung sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.

Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und den ergänzenden Bestimmungen des Gesellschaftsvertrags und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Redbeech Real Property GmbH & Co. KG, Bremen. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den gesetzlichen Vorschriften, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

 

Bremen, den 16. März 2018

KPMG AG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Heinrichs, Wirtschaftsprüfer

Fahlbusch, Wirtschaftsprüfer

Angaben zur Feststellung

Der Jahresabschluß wurde am 17. März 2018 festgestellt.

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