Stammdaten

Register
Amtsgericht Dortmund HRB 28631
Vorher
TeamFaktor NW Gesellschaft mit beschränkter Haftung
Eingetragen
7.5.2009
Branche
Institute für Factoring-GeschäfteManagementtätigkeiten von sonstigen HoldinggesellschaftenBeteiligungsgesellschaften
Gegenstand
der entgeltliche Erwerb von Forderungen, insbesondere aus Warenlieferungen und Dienstleistungen nebst deren Verwaltung und Einziehung mit oder ohne Übernahme des Ausfallrisikos der Forderungen (echtes und unechtes Factoring) einschließlich der Vermittlung derartiger Geschäfte, ferner die umfassende betriebswirtschaftliche Beratung anderer Unternehmen, insbesondere in den Bereichen Finanzierung und Wachstum; Tätigkeiten, die dem Steuerberatungsgesetz unterfallen sind ausgeschlossen.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Andreas Schlütter
seit 8.8.2025
Geschäftsführer
Jens Thöne
seit 14.10.2016
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
100.00%

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Germany
25.000 €
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

TeamFaktor NW GmbH

Dortmund

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Jahresbilanz zum 31. Dezember 2023

AKTIVA

31.12.2023 31.12.2022
EUR EUR
1. Forderungen an Kreditinstitute
a) täglich fällig 586.293,32 264.423,33
2. Forderungen an Kunden 89.743.525,31 84.258.535,65
3. Immaterielle Anlagewerte
a) Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 763.039,17 0,00
b) entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 1.877,44 82.525,42
c) geleistete Anzahlungen 0,00 764.916,61 112.975,00
4. Sonstige Vermögensgegenstände 7.725.581,43 704.963,45
5. Sachanlagen 32.895,34 0,00
6. Aktive Rechnungsabgrenzung 339.733,53 2.099,00
99.192.945,54 85.425.521,85

PASSIVA

31.12.2023 31.12.2022
EUR EUR
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten
a) täglich fällig 2.023,92 2.500,47
2. Verbindlichkeiten gegenüber Kunden
b) andere Verbindlichkeiten
ba) täglich fällig 6.220.601,80 7.093.479,15
bb) mit vereinbarter Laufzeit oder Kündigungsfrist 49.485,60 108.085,40
3. Sonstige Verbindlichkeiten 84.271.708,75 67.451.633,91
4. Rückstellungen
a) Steuerrückstellungen 0,00 45.276,13
b) andere Rückstellungen 158.111,82 158.111,82 324.524,95
5. Nachrangige Verbindlichkeiten 7.500.000,00 7.500.000,00
6. Eigenkapital
a) Gezeichnetes Kapital 25.000,00 25.000,00
b) Kapitalrücklage 250.000,00 250.000,00
c) Bilanzgewinn 716.013,65 991.013,65 2.625.021,84
99.192.945,54 85.425.521,85
Eventualverbindlichkeiten Verbindlichkeiten aus Bürgschaften und Gewährleistungsverträgen 1.036.963,52 4.460.311,79

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023

2023 2022
EUR EUR EUR EUR
1. Zinserträge aus
a) Kredit- und Geldmarktgeschäften 13.813.500,46 8.794.775,61
2. Zinsaufwendungen 4.090.517,20 9.722.983,26 1.355.380,08
3. Provisionserträge 208.364,16 223.743,14
4. Provisionsaufwendungen 5.738.364,73 3.458.284,73
5. Sonstige betriebliche Erträge 1.209.373,33 1.212.631,14
6. Allgemeine Verwaltungsaufwendungen
a) Personalaufwand
aa) Löhne und Gehälter 1.435.553,75 992.169,14
ab) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 303.885,79 206.459,30
darunter:
für Altersversorgung 748,96 EUR (Vj. 334,10 EUR)
b) andere Verwaltungsaufwendungen 1.732.367,70 3.471.807,24 1.306.750,46
7. Abschreibungen und Wertberichtigungen auf Sachanlagen und immaterielle Anlagenwerte 52.118,45 68.748,60
8. Sonstige betriebliche Aufwendungen 238.835,14 189.783,57
9. Abschreibungen und Wertberichtigungen auf Forderungen und bestimmte Wertpapiere sowie Zuführung zu Rückstellungen im Kreditgeschäft 7.958.758,20 1.952.207,59
10. Erträge aus Zuschreibungen zu Forderungen und bestimmten Wertpapieren sowie aus der Auflösung von Rückstellungen im Kreditgeschäft 4.411.160,18 122.668,84
11. Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit -1.908.002,83 824.035,26
12. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 25,36 319.092,70
13. Sonstige Steuern 980,00 645,00
14. Jahresüberschuss/Jahresfehlbetrag -1.909.008,19 504.297,56
15. Gewinnvortrag aus dem Vorjahr 2.625.021,84 2.120.724,28
16. Bilanzgewinn 716.013,65 2.625.021,84

Anhang für das Geschäftsjahr 2023

1. Angaben zur Gesellschaft

Die TeamFaktor NW GmbH hat ihren Sitz in 44263 Dortmund, Robert-Schuman-Str. 17. Sie ist im Handelsregister von Dortmund unter der Nummer HRB 28631 eingetragen.

2. Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss

Der Jahresabschluss der TeamFaktor NW GmbH, Dortmund, wurde nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuchs (HGB) und des Gesetzes betreffend die Gesellschaften mit beschränkter Haftung (GmbHG) sowie nach der Verordnung über die Rechnungslegung der Kreditinstitute und Finanzdienstleistungsinstitute (RechKredV) aufgestellt. Das Geschäftsjahr ist das Kalenderjahr. Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde in Staffelform aufgestellt.

Die Gesellschaft ist nach § 340 Abs. 4 HGB in Verbindung mit § 340a Abs. 1 HGB als große Kapitalgesellschaft einzustufen.

3. Erläuterungen zu den Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden sind im Vergleich zum Vorjahr unverändert.

Die Forderungen an Kreditinstitute werden zum Nennwert ausgewiesen.

Die Forderungen an Kunden sind zu Nennwerten angesetzt und bestehen aus angekauften Forderungen. Pauschalierte Wertberichtigungen werden in Höhe des erwarteten Verlusts gebildet. Hierbei wird eine Verlustquote in Höhe des durchschnittlichen Blankorisikos (nach Berücksichtigung der Warenkreditversicherung) sowie eine steigende Ausfallwahrscheinlichkeit in Abhängigkeit von der Verzugsdauer und der damit implizit einhergehenden zu erwartenden nachlassenden Qualität der Forderungen Rechnung getragen.

Einzelwertberichtigungen werden nach sorgfältiger Beurteilung des Einzelfalls gebildet.

Bei den immateriellen Anlagewerten handelt es sich um Software. Der Ansatz erfolgt zu Anschaffungs-/Herstellungskosten.

Die selbst geschaffenen gewerblichen Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte werden linear über 5 Jahre abgeschrieben. Die Abschreibung beginnt mit der Inbetriebnahme ab Januar 2024.

Die entgeltlich erworbenen Konzessionen, gewerblichen Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten werden linear über 5 Jahre abgeschrieben.

Die sonstigen Vermögensgegenstände werden zum Nominalbetrag angesetzt.

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kunden werden zum Nominalbetrag angesetzt.

Bei den Sachanlagen handelt es sich um einen PKW, welcher der Betriebs- und Geschäftsausstattung zugeordnet ist.

Der Ansatz erfolgt zu Anschaffungskosten. Die Abschreibung erfolgt linear über 4 Jahre.

Die sonstigen Verbindlichkeiten und Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind zum Erfüllungsbetrag angesetzt. Gleiches gilt für die Verbindlichkeiten gegenüber Kunden.

Die Steuerrückstellungen wurden auf Basis des zu versteuernden Einkommens bzw. Gewerbeertrags gebildet.

Die anderen Rückstellungen berücksichtigen die erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen. Sie werden mit dem nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung erforderlichen Erfüllungsbetrag bewertet.

Die nachrangigen Verbindlichkeiten betreffen ein Nachrangdarlehen der Muttergesellschaft über nom. T€ 7.500 (Vj. T€ 7.500). Das Darlehen wurde im Januar 2014 gewährt und im April 2021 auf T€ 7.500 erhöht. Das Darlehen wird seitdem in voller Höhe in Anspruch genommen. Die Verzinsung basiert auf den Refinanzierungskosten der Muttergesellschaft zzgl. eines Risikoaufschlages aufgrund der Nachrangigkeit. Das Nachrangdarlehen dient der Betriebsmittelfinanzierung sowie der Refinanzierung des Factoringgeschäfts. Die Zinsperiode für das Darlehen beträgt drei Monate. Das Darlehen kann beidseitig mit einer Frist von jeweils einem Monat zum Ende der Zinsperiode gekündigt werden.

Das Eigenkapital umfasst neben dem eingezahlten Kapital die Kapitalrücklage, den Gewinnvortrag sowie den Jahresüberschuss/Jahresfehlbetrag.

4. Erläuterungen zur Bilanz

Anlagespiegel

Anschaffungskosten Stand 1.1.2023 Zugänge Abgänge/ Umbuchungen Stand 31.12.2023
a) Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 0,00 650.063,75 112.975,42 763.039,17
b) entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 452.795,42 0,00 0,00 452.795,42
c) geleistete Anzahlungen 112.975,42 0,00 -112.975,42 0,00
Immaterielle Vermögensgegenstände 565.770,84 650.063,75 0,00 1.215.834,59
Betriebs- und Geschäftsausstattung 0,00 40.485,81 0,00 40.485,81
Abschreibungen Stand 1.1.2023 Zugänge Abgänge/ Umbuchungen Stand 31.12.2023
a) Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 0,00 0,00 0,00 0,00
b) entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 370.270,00 44.527,98 36.120,00 450.917,98
c) geleistete Anzahlungen 0,00 0,00 0,00 0,00
Immaterielle Vermögensgegenstände 370.270,00 44.527,98 36.120,00 450.917,98
Betriebs- und Geschäftsausstattung 0,00 7.590,47 0,00 7.590,47
Buchwerte Stand 1.1.2023 Stand 31.12.2023
a) Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 0,00 763.039,17
b) entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 82.525,42 1.877,44
c) geleistete Anzahlungen 112.975,42 0,00
Immaterielle Vermögensgegenstände 195.500,84 764.916,61
Betriebs- und Geschäftsausstattung 0,00 32.895,34

Forderungsspiegel

Restlaufzeiten
bis 3 Monate mehr als 3 Monate bis ein Jahr mehr als 1 Jahr bis 5 Jahre mehr als 5 Jahre
Forderungen an Kreditinstitute 586.293,32 0,00 0,00 0,00
Vj. 264.423,33 0,00 0,00 0,00
Forderungen an Kunden 88.235.826,95 1.056.145,86 451.552,50 0,00
Vj. 83.177.681,60 489.077,91 591.776,14 0,00
Sonstige Vermögensgegenstände 7.702.760,14 7.175,00 3.600,00 12.046,29
Vj. 621.178,28 9.450,00 26.750,00 47.585,17

Die Forderungen an Kunden beinhalten in Höhe von T€ 89.739,1 (Vj.: T€ 83.912,4) Forderungen aus Forderungsankäufen sowie in Höhe von T€ 4,4 (Vj.: T€ 246,6) Forderungen aus Zinsen. Hiervon sind im Rahmen von Re-Factoringverträgen an die BNP Paribas Factor GmbH sowie die PB Factoring GmbH Forderungen in Höhe von T€ 52.582,9 (Vj. T€ 39.462,9) verkauft worden (unechtes Verfahren).

Forderungen gegen die Gesellschafterin bestehen nicht (Vj.: T€ 99,6).

Die sonstigen Vermögensgegenstände beinhalten im Wesentlichen Forderungen gegen die Silver Tower SA aus Einbehalten für eine laufende Refinanzierung i.H.v. T€ 5.820,8 (Vj.: T€ 0,0) im Rahmen eines Forderungsverkaufs.

Weiterhin beinhaltet diese Position i.H.v. T€ 61,7 (Vj.: T€ 99,0) Forderungen aus Vergleichsvereinbarungen mit den geschäftsführenden Gesellschaftern zweier insolventer Schuldner, Forderungen aus einem Veritätsschaden i.H.v. T€ 1.508,0 (Vj.: T€ 0,0) sowie Forderungen aus Steuern i.H.v. T€ 320,2 (Vj.: T€ 0,0).

Forderungen gegen eine Versicherung aus noch nicht abgerechneten Entschädigungsleistungen (Vj.: T€ 530,0) und Rückvergütungsansprüche gegen einen Dienstleister (Vj.: T€ 76,0) bestehen nicht mehr.

Forderungen in Fremdwährungen bestehen nicht.

Das gezeichnete Kapital beträgt T€ 25 und ist in voller Höhe eingezahlt.

Die Kapitalrücklage in Höhe von T€ 250 ist in voller Höhe eingezahlt. Sie resultiert aus der Umwandlung einer stillen Beteiligung über nominal T€ 250.

Das Eigenkapital setzt sich am Bilanzstichtag wie folgt zusammen:

Gezeichnetes Kapital T€ 25,0 (Vj.: 25,0 T€)
Kapitalrücklage T€ 250,0 (Vj.: 250,0 T€)
Gewinnvorträge T€ 2.625,0 (Vj.: 2.120,7 T€)
Jahresergebnis 2023 T€ -1.909,0 (Vj.: 504,3 T€)
Eigenkapital T€ 991,0 (Vj.: 2.900,0 T€)

Verbindlichkeitenspiegel

Restlaufzeiten
bis 3 Monate mehr als 3 Monate bis 1 Jahr mehr als 1 Jahr bis 5 Jahre mehr als 5 Jahre
Bilanzposten
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten
täglich fällig 2.023,92 0,00 0,00 0,00
Vj. 2.500,47 0,00 0,00 0,00
Verbindlichkeiten gegenüber Kunden andere Verbindlichkeiten
täglich fällig 6.220.601,80 0,00 0,00 0,00
Vj. 7.093.479,15 0,00 0,00 0,00
mit vereinbarter Laufzeit oder Kündigungsfrist 0,00 4.330,35 45.155,25 0,00
Vj. 0,00 48.907,79 59.177,61 0,00
Sonstige Verbindlichkeiten 84.271.708,75 0,00 0,00 0,00
Vj. 67.451.633,91 0,00 0,00 0,00
Nachrangige Verbindlichkeiten 7.500.000,00 0,00 0,00 0,00
Vj. 7.500.000,00 0,00 0,00 0,00

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind unbesichert.

Stand 31.12.2023
Bankhaus Lampe 1.701,67 (Vj.: 2.130,51 €)
Sparkasse HagenHerdecke 322,25 (Vj.: 369,96 €)
2.023,92 (Vj.: 2.500,47 €)

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kunden betreffen Verbindlichkeiten gegenüber Factoringmandanten aus Einbehalten.

Die sonstigen Verbindlichkeiten betreffen in Höhe von T€ 27.420,2 (Vj.: T€ 27.267,3) Verbindlichkeiten gegenüber der Muttergesellschaft (davon T€ 26.539,8 (Vj.: T€ 27.267,3) aus Cash-Pooling), T€ 52.582,9 (Vj.: T€ 39.462,9) Verbindlichkeiten gegenüber Factoring-Gesellschaften, Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von T€ 1.020,6 (Vj .: T€ 760,4), T€ 22,2 (Vj.: T€ 17,7) sonstige Verbindlichkeiten gegenüber dem Finanzamt sowie T€ 21,6 (Vj.: T€ -67,0) Verbindlichkeiten aus Umsatzsteuer.

Verbindlichkeiten gegen die Silver Tower SA i.H.v. T€ 3.204,2 (Vj.: T€ 0,0) aus erhaltenen Forderungsausgleichen, welche noch zu übertragen sind.

Die anderen Rückstellungen betreffen in Höhe von T€ 75,0 Kosten für Jahresabschlusserstellung und Prüfung sowie Steuerberatungskosten (Vj.: T€ 54,3), in Höhe von T€ 15,9 Gleitzeitguthaben und Urlaub (Vj.: T€ 12,1), in Höhe von T€ 5,8 Beträge zur Berufsgenossenschaft (Vj.: T€ 3,4), in Höhe von T€ 0,0 für Weihnachtsgeld (Vj.: T€ 6,8), in Höhe von T€ 0,0 für potenzielle Skontonachforderungen (Vj.: T€ 20,8), in Höhe von T€ 31,4 für Rückvergütungen (Vj.: T€ 180,4), in Höhe von T€ 5,0 für ausstehende Rechnungen (Vj.: T€ 5,0), in Höhe von T€ 25,0 für ausstehende Tantiemen (Vj.: T€ 20,4) sowie T€ 0,0 für das Betreiben einer Kooperation (Vj.: T€ 21,4).

Im Januar 2014 wurde durch die Muttergesellschaft ein Nachrangdarlehen über 5 Mio. € zur Refinanzierung der Forderungsankäufe gewährt, welches im April 2021 auf 7,5 Mio € erhöht wurde. Das Darlehen wird bis auf Weiteres gewährt. Eine vorzeitige Rückzahlungsverpflichtung besteht nicht. Für das Darlehen ist ein Zinssatz i.H.v. 2,00 % p.a. zuzüglich des 3-Monats-Euribors vereinbart, wobei für den Euribor in Zins-Floor i.H.v. 0,00 % p.a. besteht. Im Berichtsjahr sind für dieses Darlehen Zinsen in Höhe von T€ 407,5 (Vj.: T€ 192,3) angefallen. Darüber hinaus wurde ab November 2017 ein Cash-Pooling mit der Muttergesellschaft eingerichtet. Hierfür sind weitere Zinsen in Höhe von T€ 1.509,8 (Vj.: T€ 511,4) angefallen.

Verbindlichkeiten gegenüber der Gesellschafterin bestehen aufgrund des Nachrangdarlehen sowie aus der Cash-Pooling-Vereinbarung in Höhe von T€ 34.920,2 (Vj.: T€ 34.767,3).

Verbindlichkeiten gegenüber andere Konzernunternehmen bestehen nicht.

Verbindlichkeiten in Fremdwährungen bestehen nicht.

5. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Zinserträge

Die Zinserträge betreffen: 01.01. bis 31.12.2023 01.01. bis 31.12.2022
T€ T€
Zinserträge 3.816,5 2.045,8
Erlöse aus Factoringgebühren 9.997,0 6.749,0
13.813,5 8.794,8
Zinsaufwendungen
Die Zinsaufwendungen betreffen:
Zinsaufwendungen für Bankkredite und Factoring 2.173,2 651,7
Zinsaufwendungen für Nachrangdarlehen 407,5 192,3
Zinsaufwendungen für Cash-Pooling 1.509,8 511,4
4.090,5 1.355,4

Provisionserträge

Die Position beinhaltet: 01.01. bis 31.12.2023 01.01. bis 31.12.2022
T€ T€
Delkredereprovision 80,9 182,5
Erlösschmälerungen aus Rückvergütung an Kunden 0 -82,3
Erlöse aus Auskunftsgebühren 91,0 101,7
Erlöse aus Mahngebühren 36,5 21,8
208,4 223,7

Sonstige betriebliche Erträge

Die Position beinhaltet:
Geschäftsbesorgung NORDWEST 679,1 919,4
Inkassoerträge 149,3 118,0
Erlöse aus Ratingleistungen 39,2 33,6
Übrige Erträge 341,8 141,6
1209,4 1212,6

Die sonstigen betrieblichen Erträge beinhalten Erträge aus der Geschäftsbesorgung in Höhe von T€ 679,1 (Vj.: T€ 919,4) mit der Muttergesellschaft NORDWEST Handel AG. Hiermit werden das verbesserte Zahlungsverhalten sowie eine verbesserte Kundenbindung honoriert.

Personalaufwand

Die Position beinhaltet:
Löhne und Gehälter 1.435,5 992,2
Sozialabgaben 303,2 206,2
Altersversorgung 0,7 0,3
1.739,4 1.198,7

Andere Verwaltungsaufwendungen

Im abgelaufenen Geschäftsjahr sind Aufwendungen für die Dienstleistungstätigkeiten der NORDWEST Handel AG in Höhe von T€ 540,0 (Vj.: T€ 450,0) angefallen. Diese Aufwendungen sind jährlich zu leisten.

Seit dem 1. Januar 2013 werden eigene Mitarbeiter für die Abwicklung des Factoringgeschäftes beschäftigt.

Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag entfallen in Höhe von T€ 0,0 (Vj.: T€ 320,2) auf das Geschäftsjahr 2023. Auf die Vorjahre entfallen Erträge von T€ 0,0 (Vj.: T€ 1,1).

6. Sonstige Angaben

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Sonstige finanzielle Verpflichtungen bestehen aus dem mit der Muttergesellschaft abgeschlossenen Geschäftsbesorgungsvertrag in Höhe von T€ 540 (Vj.: T€ 450). Diese Aufwendungen sind jährlich zu leisten.

Geschäfte mit nahe stehenden Unternehmen und Personen

Geschäfte zu marktunüblichen Bedingungen gem. § 285 Nr. 21 HGB mit Personen und Unternehmen, die der TeamFaktor NW GmbH nahestehen, wurden nicht getätigt.

Vergütung der Geschäftsführer

Für seine Tätigkeit bei der TeamFaktor NW GmbH hat der Geschäftsführer Jens Thöne von der TeamFaktor NW GmbH im Berichtszeitraum keine Bezüge erhalten.

Für seine Tätigkeit bei der TeamFaktor NW GmbH hat der Geschäftsführer Alexander Rene Marischler von der TeamFaktor NW GmbH im Berichtszeitraum Bezüge erhalten. Von der Schutzklausel gemäß § 286 Abs. 4 HGB wird Gebrauch gemacht.

Eventualverbindlichkeiten

Die Gesellschaft haftet für das Delkrederrisiko der im Rahmen der Abwickung der Zentralregulierung für Dritte erbrachten Dienstleistungen. Das Risiko der Inanspruchnahme wird durch die Gesellschaft als gering eingestuft, da es keine Anzeichen für Zahlungsstörungen in diesem Geschäftsfeld gibt und das Risiko weitgehend durch eine Warenkreditversicherung übernommen wird.

Haftungsverhältnisse zugunsten der Geschäftsführer

Die TeamFaktor NW GmbH ist keine Haftungsverhältnisse zugunsten der Geschäftsführer eingegangen.

Honorar des Abschlussprüfers

Die für das Geschäftsjahr 2023 unter dem Posten allgemeine Verwaltungsaufwendungen erfassten Honorare für den Abschlussprüfer betragen € 75.000 (Vj.: € 41.500). Es wurden keine weiteren Dienstleistungen durch den Abschlussprüfer erbracht.

Konzernzugehörigkeit

Die Gesellschaft wird als 100%ige Tochtergesellschaft der NORDWEST Handel AG in den Konzernabschluss der NORDWEST Handel AG mit Sitz in Dortmund (kleinster und größter Konsolidierungskreis) einbezogen.

Der Konzernabschluss ist beim Unternehmensregister veröffentlicht und erhältlich.

Organe

Zu Geschäftsführern der Gesellschaft sind bestellt

 

Geschäftsführer Marktfolge: Alexander Rene Marischler

 

Geschäftsführer Markt: Jens Thöne

Herr Thöne ist darüber hinaus Geschäftsbereichsleiter Dienstleistungen bei der NORDWEST Handel AG.

Die Aufsichtsfunktion wird direkt durch die Gesellschafterversammlung als oberstem Organ wahrgenommen. Hierfür sind keine Aufwendungen angefallen.

Arbeitnehmer

Bei der Gesellschaft waren neben den Geschäftsführern im Berichtsjahr durchschnittlich 25 weitere Angestellte beschäftigt. Davon waren 22 Vollzeit- und 3 Teilzeitbeschäftigt.

Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Schluss des Geschäftsjahres

Wesentliche Vorgänge sowie bedeutende Ereignisse und Entwicklungen nach dem 31.12.2023 liegen nicht vor.

Vorschlag für die Ergebnisverwendung

Die Geschäftsleitung schlägt vor, das Jahresergebnis mit dem Gewinnvortrag zu verrechnen und den sich danach ergebenden Bilanzgewinn auf neue Rechnung vorzutragen.

Die ausschüttungsgesperrten Beträge belaufen sich auf insgesamt T€ 763 und betreffen ausschließlich die Beträge aus der Aktivierung selbst geschaffener immaterieller Vermögensgegenstände des Anlagevermögens.

 

Dortmund, 13. März 2024

Jens Thöne, Geschäftsführer

Alexander Rene Marischler, Geschäftsführer

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023

1. Das gesamtwirtschaftliche Umfeld

Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) hat nach ersten Berechnungen des Statistischen Bundesamtes im Jahr 2023 einen Rückgang von 0,3 % zu verzeichnen. Die konjunkturelle Entwicklung war dabei im letzten Jahr stark abhängig von den nach wie vor hohen Preisen auf allen Wirtschaftsstufen. Diese dämpften die Konjunktur und hinzu kamen ungünstige Finanzierungsbedingungen, die Energiekrise und die geopolitischen Spannungen. Das BIP ist aus diesen und weiteren Gründen preisbereinigt um 0,3 % gesunken. (siehe Wirtschaftliche Entwicklung - Konjunktur und Wachstum, Bundesfinanzministerium).

Trotz abgekühlter Konjunktur blieben die Steuereinnahmen von Bund, Ländern und Gemeinden im Jahr 2023 einigermaßen stabil. Insgesamt nahm der Staat nach Angaben des IFO-Instituts schätzungsweise 916 Milliarden Euro an Steuern ein. Das sind 2,3 % mehr als 2023 (895 Milliarden Euro). Insoweit schwankt die deutsche Wirtschaft im vergangenen Jahr zwischen Stagnation und Rezession (siehe Steuereinnahmen weiterhin stabil, Pressemitteilung Nr. 11, ifo Institut von M. Lay, vom 15. November 2023).

Bei der Lohnsteuer schlägt die abgabefreie Inflationsausgleichsprämie zu Buche. Die Bruttolöhne wuchsen zwar schneller, aber bei den Lohnsteuereinnahmen spiegelt sich dies nicht wider. Durch die preis- und zinsbedingte lahmende Baukonjunktur ist die Grunderwerbssteuer um knapp 30 % eingebrochen (2023 12 Mrd. €/ 2022 17 Mrd. €). Für das Jahr 2023 und auch für die kommenden Jahre sinken die Steuereinahmen. Dies ist zurückzuführen auf die Anpassung des Einkommensteuertarifs und des Inflationsausgleichgesetzes. Eine größere Rolle dürfte das Wachstumschancengesetz spielen, insb. durch verschiedene darin enthaltende Maßnahmen, wie verbesserte Abschreibungsmöglichkeiten oder eine Investitionsprämie.

(siehe Steuereinnahmen weiterhin stabil, Pressemitteilung Nr. 11, ifo Institut von M. Lay, vom 15. November 2023).

Im Jahresdurchschnitt 2023 waren rund 45,9 Millionen Menschen mit Arbeitsort in Deutschland erwerbstätig. Die jahresdurchschnittliche Zahl der Erwerbstätigen stieg im Jahr 2023 gegenüber dem Vorjahr um 333.000 Personen. Im Zuge des Aufholprozesses nach der Krisenzeit setzt sich der langfristige Aufwärtstrend auf dem Arbeitsmarkt somit fort. Auch der Arbeitsmarkt blieb trotz der anhaltenden wirtschaftlichen Schwächephase bemerkenswert stabil. (siehe Erwerbstätigkeit, Erwerbstätigkeit erreicht im Jahr 2023 neuen Höchststand, Pressemitteilung Nr. 001 vom 2. Januar 2024.)

Die Verbraucherpreise in Deutschland haben sich im Jahresdurchschnitt 2023 um 5,9 % gegen- über 2022 erhöht. Weiterhin stiegen die Preise für Nahrungsmittel besonders stark um 12,4 %. Die Inflationsrate ist weiterhin gefallen, aber befindet sich dennoch auf Rekordniveau. Durch den Krieg in der Ukraine wird auch die Preissteigerung für Mineralölprodukte und andere energieerzeugende Rohstoffe verstärkt. (siehe DESTATIS, Inflationsrate im Jahr 2023 bei +5,9 %, 2023; Pressemitteilung Nr. 020 vom 16. Januar 2024, Statista vom 4. Januar 2023).

Im Gesamtjahr 2023 meldeten 18.100 Unternehmen Insolvenz an, dies entspricht einem Anstieg von mehr als 23 %. Der zweistellige Anstieg der Unternehmerinsolvenzen ist auf die hohe Kostenbelastung und die Rezession in Deutschland zurückzuführen. Multiple Krisen wie Corona, Inflation, Krieg in der Ukraine und Fachkräftemangel dürften auch maßgebliche Treiber für den Anstieg sein. Ein weiterer Punkt ist die hohe Dauerbelastung der Energiepreise und die Zinswende der EZB. Die Untersuchung der Creditreform Wirtschaftsforschung belegt eine massiv gestiegene Zahl an Insolvenzen von mittleren und großen Unternehmen. Bei Großunternehmen mit mehr als 250 Mitarbeitern lagen die Fallzahlen um 50 % über dem Vorjahreswert. Bei Unternehmen mit mittlerer Größe (51 bis 250 Beschäftigten) stiegen die Insolvenzen sogar um rund 76 %, bei kleinen Unternehmen mit bis zu 10 Beschäftigten um knapp 19 %. 2023 waren zudem mehr Arbeitnehmer von der Insolvenz betroffen. Schätzungsweise 205.000 Arbeitsplätze sind bedroht bzw. weggefallen (2022: 175.000). (siehe Verband der Vereine Creditreform e.V., 2022).

Die Inflation in Deutschland ist auf dem Rückzug, aber eine Entwarnung gibt es noch nicht. Die deutsche Wirtschaft wird sich in den kommenden Jahren erholen, wenn auch verzögert. Dies bestätigt auch die Prognose der Deutschen Bundesregierung. Für das Jahr 2024 wird ein BIP- Wachstum von 0,2 % prognostiziert, nach einem leichten Rückgang um 0,3 % im Jahr 2023. Somit würde sich die deutsche Wirtschaft in einer Stagnation befinden. Private Haushalte geben, trotz steigender Löhne, weniger Geld für Konsum und Investitionen aus, da die Energiepreisbremse bereits Ende 2023 ausgelaufen ist. Wichtig für eine prosperierenden Wirtschaft ist die weiterhin stabile Entwicklung des Arbeitsmarktes, welche auch prognostiziert wird (siehe Bundesbank, Deutschland-Prognose, 2023. Die wirtschaftliche Lage in Deutschland im Januar 2024, Bundesfinanzminesterium).

2. Der Factoringmarkt

Entgegen den gesamtwirtschaftlichen Entwicklungen konnte das Factoringgeschäft ein solides Umsatzwachstum in der ersten Jahreshälfte erzielen. Nach Erhebung des deutschen Factoring-Verbandes, betrugen die Umsätze im ersten Halbjahr 2023 192,8 Mrd. Euro. Dies entspricht einer Zunahme von 5,7 % gegenüber dem Vorjahreszeitraum (siehe Factoring in 2023: Solides Wachstum im ersten Halbjahr | Deutscher Factoring Verband e.V., 2023).

Ein wesentlicher Treiber für das Umsatzwachstum ist in diesem Jahr das nationale Geschäft, welches einen Anstieg von 12,6 % (142 Mrd. Euro) verzeichnen konnte. Factoring dient nicht nur als Stabilisator in Krisenzeiten, sondern auch als elementarer Bestandteil des Finanzierungsmixes von Unternehmen. Das internationale Geschäft sank um 9,7 % im Vergleich zum Vorjahreszeitraum und beträgt rund 50,8 Mrd. Euro (1. HJ 2022: 56,2 Mrd. Euro). Diese Zahlen spiegeln die herausfordernden Zeiten der deutschen Wirtschaft im internationalen Vergleich wider. (siehe Factoring in 2023: Solides Wachstum im ersten Halbjahr I Deutscher Factoring Verband e.V., 2023).

Wir erwarten auch für das Jahr 2024, dass der Factoringmarkt weiterhin stärker wachsen wird als die Gesamtwirtschaft. Unternehmen benötigen unverändert für die Transformation hin zu einer nachhaltigen Wirtschaft und auch für den Digitalisierungsprozess entsprechende Liquidität für Investitionen in den Wandel. Hinzu kommt das aktuell wirtschaftlich schwierige Umfeld, in welchem die Themen Liquidität und Absicherung wieder stark in den Fokus rücken (Auswertung Bundesverband Factoring für den Mittelstand e.V., Umfrage zu den Geschäftserwartungen 2024).

3. Das Geschäftsmodell, der Geschäftsverlauf und das Geschäftsergebnis

Die TeamFaktor NW GmbH als hundertprozentige Tochtergesellschaft der NORDWEST Handel AG ist eine ursprünglich speziell für die Fachhandelspartner und Lieferanten des NORDWEST- Verbundes gegründete Factoringgesellschaft.

3.1. Unsere Kunden

Die Zielgruppen der TeamFaktor NW GmbH sind grundsätzlich zunächst einmal die Fachhandelspartner und Lieferanten der NORDWEST Handel AG und ihrer Tochtergesellschaften. Hinzu kommt das im Jahr 2020 gestartete KMU-Factoring, welches uns Kunden in der Zielgruppe bis ca. 2,5 Mio. € Außenumsatz erschließen soll. Der im Jahr 2022 gestartete Bereich Zentralregulierung für Dritte soll Gemeinschaften rechtlich selbstständiger Unternehmen einen Mehrwert bei der Bearbeitung von Zahlungsströmen bieten.

Die NORDWEST Handel AG ist das verbindende Element für Fachhandel und Hersteller. Seit der Gründung im Jahre 1919 hat sich NORDWEST Handel AG zu einem der größten Verbundunternehmen des deutschen Produktionsverbindungshandels (PVH) entwickelt und ist seit 1999 börsennotiert. Der Fokus richtet sich primär auf die drei Geschäftsfelder "Bau-Handwerk-Industrie", "Stahl" und "Haustechnik". Laut Angaben der unternehmenseigenen Homepage hat die NORDWEST Handel AG inkl. ihrer Tochtergesellschaften mit über 1.200 Handelspartnern eine Marktposition in Europa erreicht, von der die Mitglieder tagtäglich profitieren. Die Leistungen lassen sich dabei im Wesentlichen in fünf Bereichen darstellen. Dazu gehören Vertrieb, Vertriebskonzepte, E-Business, Logistik und Finanzen.

3.2. Die Entwicklung unseres Geschäftes

Die TeamFaktor NW GmbH wurde im Jahr 2009 gegründet, um exklusiv für den Mitgliederkreis der NORDWEST Factoringleistungen zu erbringen. Seitdem Mitte des Jahres 2010 die Erlaubnis zum Betreiben des Factoringgeschäftes durch die BaFin vorlag, konnte ein entsprechendes Wachstum des Geschäftes erreicht werden.

in Mio. € IST PLAN IST
Dez 22 Dez 23 Dez 23
Geschäftsvolumen "Klassisches" Factoring 1.009,4 980,0 969,1
davon Ankaufvolumen 848,5 882,0 802,3
Geschäftsvolumen KMU-Factoring 152,0 350,0 254,7
davon Ankaufvolumen 130,5 297,5 218,0
Geschäftsvolumen ZR für Dritte 107,1 60,0 36,3
Geschäftsvolumen Insgesamt 1.268,6 1.390,0 1.260,1
Fremdfinanzierung 74,2 88,9 76,1
in Mio. € Abw. IST/IST Abw. IST/PLAN
absolut in % absolut in %
Geschäftsvolumen "Klassisches" Factoring -40,3 -4,0% -10,9 -1,1%
davon Ankaufvolumen -46,2 -5,4% -79,7 -9,0%
Geschäftsvolumen KMU-Factoring 102,7 +67,5% -95,3 -27,2%
davon Ankaufvolumen 87,5 +67,1% -79,5 -26,7%
Geschäftsvolumen ZR für Dritte -70,8 -66,1% -23,7 -39,5%
Geschäftsvolumen Insgesamt -8,5 -0,7% -129,9 -9,3%
Fremdfinanzierung +1,8 +2,5% -12,9 -14,5%

Das Geschäftsvolumen im Jahr 2023 liegt nahezu auf dem Niveau des Vorjahres, jedoch zeigt sich eine deutliche Differenzierung in den einzelnen Bereichen. Der klassische Bereich wurde auf der einen Seite durch Neukunden geprägt, wobei gegenläufig insbesondere bei den bau- und stahllastigen Kunden Umsatzrückgänge bei Bestandskunden hinzunehmen waren. Der Geschäftsbereich KMU-Factoring verzeichnet weiterhin ein signifikantes Wachstum. Stark rückläufig, bedingt durch Kundenabgänge, ist der Geschäftsbereich Zentralregulierung für Dritte.

Das im Jahr 2017 eingeführte Cash-Pooling mit der NORDWEST Handel AG besteht unverändert fort. Hierdurch kann die vorhandene Konzernliquidität deutlich zinsoptimierter genutzt werden und zugleich die Konzernbilanz verbessert werden.

Der Kreis der Kunden der TeamFaktor NW GmbH umfasst zum 31.12.2023 insgesamt 82 aktive Kunden im klassischen Segment sowie circa 1.600 Kunden im KMU-Bereich. Insgesamt konnte daher seit der Erlaubnis zum Betreiben des Factoringgeschäftes der Kundenstamm deutlich ausgebaut werden.

Trotz der zahlreichen Herausforderungen liegt das abgewickelte Volumen auf Vorjahresniveau. So wurde im abgelaufenen Geschäftsjahr, mit einem Volumen von 1.260,1 Mio. € (Vorjahr: 1.268,6 Mio. €) ein leichter Rückgang i.H.v. 0,67 % gegenüber dem Vorjahr erzielt.

In Anbetracht der wirtschaftlichen und politischen Herausforderungen des Jahres und den damit verbundenen schwierigen konjunkturellen Rahmenbedingungen ist dieses Ergebnis als sehr positiv zu bewerten. Durch das starke Wachstum im KMU-Bereich konnte insbesondere der Volumenrückgang bei den Bestandskunden aus dem Stahlsektor nahezu kompensiert werden.

Die Geschäftsentwicklung des abgelaufenen Geschäftsjahres bewegt sich bei der für die Steuerung des Unternehmens wesentlichen Kennzahl, dem Geschäftsvolumen, innerhalb der Prognosebandbreite. Anders sieht es beim Ergebnis aus, welches leider unterhalb der Prognose liegt. Ursächlich hierfür sind insbesondere das gestiegene Markt-Zinsniveau sowie die Zuführung zu notwendigen Risikovorsorgen.

In Tsd. € Negativszenario Planszenario Positivszenario
Geplantes Geschäftsvolumen 1.187.157 1.390.000 1.729.401

Geplantes Geschäftsvolumen 2023

Die Entwicklung der Gesellschaft wird durch die Geschäftsführung insoweit differenziert beurteilt. Während die Entwicklung im Neukundengeschäft unverändert positiv ist, kann die Ertragslage leider nicht befriedigen.

Die Vermögens-, Ertrags- und Finanzlage der Gesellschaft wird durch die Geschäftsführung dennoch insgesamt als solide beurteilt.

4. Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der TeamFaktor NW GmbH zum 31.12.2023

4.1. Die Vermögenslage

31.12.2023 31.12.2022 Veränderung in
TEUR TEUR TEUR %
Bilanzsumme 99.193 85.426 13.767 16,12 %
Sachanlagen 33 0 33 >100 %
Forderungen an Kunden 89.744 84.259 5.485 6,51 %
Forderungen an Kreditinstitute 586 264 322 121,97 %
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 2 2,5 -0,5 -20,00 %
Verbindlichkeiten gegenüber Kunden 6.270 7.202 -932 -12,94 %
Nachrangige Verbindlichkeiten 7.500 7.500 - - %
Immaterielle Anlagewerte 765 195 570 292,3 %
Sonstige Vermögensgegenstände 7.726 705 7.021 995,88 %
ARAP 340 2 338 16.900 %
Eigenkapital 991 2.900 -1.909 -65,83 %

Die Vermögenslage ist nach wie vor wesentlich durch die angekauften Forderungen geprägt. Diese machen zum Stichtag 31.12.2023 mit einem Volumen von 89.744 T€ insgesamt 90,5 % der Bilanzsumme aus (Vorjahr: 84.259 T€ bzw. 98,6 %). Daneben sind auf der Aktivseite der Bilanz noch die Forderungen gegenüber Kreditinstituten nennenswert. Diese resultieren aus den typischerweise notwendigen Dispositionsreserven. Erstmalig ausgewiesen werden immaterielle Vermögensgegenstände. Diese resultieren aus der Programmierung des neuen SAP- Moduls (Mandant 210), welcher durch einen externen Dienstleister als Projekt durchgeführt wurde. Dieser wurde zum 01.01.2024 umgesetzt und hat das bisherige SAP-Modul (Mandant 200) abgelöst.

Auf der Passivseite der Bilanz wurde das Eigenkapital der Gesellschaft durch den ausgewiesenen Fehlbetrag geschmälert. Bedingt durch das vorhandene Stammkapital, den Ergebnisvortrag sowie das Nachrangdarlehen besteht allerdings in Summe ein Kapital von 8.491 T€ (Vorjahr: 10.400 T€). Durch die Schmälerung des Eigenkapitals sowie der gestiegenen Bilanzsumme ergibt sich eine Reduzierung der Eigenkapitalquote von 12,2 % auf 8,6 %. Des Weiteren wurden folgende Kennzahlen ermittelt:

In Tsd. € Dez 22 Dez 23 Abweichung
EBT 823 -1.908 -2.731
Eigenkapitalquote 12,2 % 8,6 % - 30 %

Kennzahlen

4.2. Die Finanzlage

Das Factoringgeschäft der TeamFaktor NW GmbH wurde insbesondere durch Refactoring-Linien, das Nachrangdarlehen der Muttergesellschaft sowie der Cash-Pooling Linie zwischen der TeamFaktor NW GmbH und der NORDWEST Handel AG refinanziert. Im November 2023 wurde zudem eine ABS-Transaktion über die Commerzbank im Rahmen des Silver Tower Programms umgesetzt.

31.12.2022 31.12.2023
Refactoring-Linien / Darlehen TEUR TEUR
NORDWEST Handel AG Nachrangdarl. 7.500 7.500
NORDWEST Handel AG Cash-Pooling 40.000 40.000
BNP Paribas Factor 20.000 25.000
PB Factoring 25.000 30.000
ABS Silver Tower S.A. - 30.000
Gesamt 92.500 132.500

Grundsätzlich räumt die TeamFaktor NW GmbH der Finanzierung durch das Nachrangdarlehen sowie das Cash-Pooling mit der Muttergesellschaft weiterhin den Vorzug ein.

Dabei wurde das gewährte Nachrangdarlehen über 7,5 Mio. € stets in voller Höhe in Anspruch genommen, während die eingeräumten Refactoring-Linien der Factoring-Gesellschaften, die Cash-Pooling-Linie bei der NORDWEST Handel AG sowie das ABS-Programm nur teilweise ausgeschöpft wurden. Zum Bilanzstichtag standen der Gesellschaft Refinanzierungsmittel in Höhe von insgesamt 132,5 Mio. € (7,5 Mio. € Nachrangdarlehen sowie 40 Mio. € Cash-Pooling-Linie der Muttergesellschaft zzgl. 55 Mio. € Refactoring-Linien (Vorjahr 45 Mio. €) und 30 Mio. € im Rahmen des ABS-Programms) zur Verfügung.

Die Refactoring-Linien werden durch zwei Factoring-Gesellschaften gewährt. Die Refactoring-Linien stehen bis zum 31.12.2025 zur Verfügung. Das ABS-Programm hat eine Laufzeit bis zum 30.11.2028.

Nachstehende Tabelle gibt einen Überblick über die Inanspruchnahme der Kreditmittel sowie die Auslastung der Kreditlinien in Prozent.

31.03.2023 30.06.2023
Refinanzierer TEUR % TEUR %
NORDWEST Handel AG Nachrangdarl. 7.500 100,0 7.500 100,0
NORDWEST Handel AG Cash-Pooling 29.726 74,3 37.450 93,6
BNP Paribas Factor 15.120 60,5 14.095 56,4
PB Factoring 27.308 91,0 29.422 98,1
ABS Silver Tower S.A. - -
Gesamt 79.653 77,7 88.467 86,3
30.09.2023 31.12.2023
Refinanzierer TEUR % TEUR %
NORDWEST Handel AG Nachrangdarl. 7.500 100,0 7.500 100,0
NORDWEST Handel AG Cash-Pooling 31.005 77,5 26.540 41,1
BNP Paribas Factor 21.154 84,6 25.285 101,1
PB Factoring 27.353 91,2 27.021 91,0
ABS Silver Tower S.A. - 19.003 63,3
Gesamt 87.012 84,9 105.349 72,1

Liquiditätsengpässe sind im Berichtszeitraum 2023 nicht eingetreten, die Zahlungsfähigkeit der TeamFaktor NW GmbH war jederzeit gegeben. Damit dies auch weiterhin sichergestellt werden kann, wurde im 4. Quartal die zusätzliche ABS-Finanzierung gestartet. Die Gesellschaft verfügt über interne Überwachungsmechanismen, sodass neben der manuellen Überwachung der Refinanzierungslinien auch eine systemseitige Überwachung erfolgt.

4.3. Die Ertragslage

01.01.2023 31.12.2023 01.01.2022 31.12.2022 Veränderung in
TEUR TEUR TEUR %
Zinsergebnis 9.723 7.440 2.283 30,69 %
Provisionsergebnis -5.530 -3.235 -2.296 70,80 %
Sonstiges Ergebnis -4.362 -2.182 -2.180 -99,9 %
Personalaufwendungen -1.740 -1.199 -541 45,12 %
Betriebsergebnis -1.908 824 -2.732 -331,6 %
Steuern -1 -320 319 99,7 %
Jahresergebnis -1.909 504 -2.413 -478,8 %

Das Jahresergebnis 2023 liegt mit einem Fehlbetrag von 1.909 T€ deutlich unter dem Ergebnis 2022 sowie unterhalb des Planwertes. Hierfür ursächlich sind insbesondere die notwendig gewordene Zuführung zu den Wertberichtigungen, die nochmals deutlich erhöhten Refinanzierungskosten aufgrund des gestiegenen Zinsniveaus sowie einmalige Projektausgaben. Insgesamt hat sich die operative Ertragslage der TeamFaktor NW GmbH daher im Jahr 2023 deutlich rückläufig entwickelt. Durch die Ausweitung des Geschäftsvolumens, gerade im KMU-Bereich, konnte jedoch insbesondere das Zinsergebnis nochmals deutlich gesteigert werden. Dem gegenüber stehen die gestiegenen Risiko- und Zinskosten.

Den gestiegenen Erträgen stehen entsprechend deutlich gestiegene Aufwendungen entgegen. Wesentliche Aufwendungen ergeben sich dabei unverändert aus Zahlungen an die Muttergesellschaft für in Anspruch genommene Leistungen aus dem bestehenden Geschäftsbesorgungsvertrag sowie für Zinsen. Demgegenüber steht eine Dienstleistungsgebühr, welche die NORDWEST Handel AG an die TeamFaktor NW GmbH für die Abwicklung von NORDWEST-Händlern entrichtet. Ein weiterer deutlicher Kostenaufbau ergibt sich durch die Etablierung des KMU-Factorings, bei welchem entsprechende Provisionen für ausgelagerte Aktivitäten zu entrichten sind.

in Tsd. € IST PLAN IST
Dez 22 Dez 23 Dez 23
Gebührenerträge 6.972,7 10.730,1 10.205,4
Zinserträge 2.045,8 3.175,3 3.816,5
sonstige betriebliche Erträge 312,5 240,0 1.868,4
Gesamtleistung 9.331,0 14.145,4 15.890,2
Sachkosten 4.505,5 7.243,8 8.563,0
Zinsaufwand (extern) 651,7 795,0 2.173,2
Zinsaufwand NW 703,7 1.125,6 1.917,3
in Tsd. € Abw. IST/IST Abw. IST/PLAN
absolut in % absolut in %
Gebührenerträge 3.232,7 46,4% -524,7 -4,9%
Zinserträge 1.770,7 86,6% 641,2 20,2%
sonstige betriebliche Erträge 1.555,9 497,9% 1.628,4 678,5%
Gesamtleistung 6.559,2 70,3% 1.744,8 12,3%
Sachkosten 4.075,5 90,1% 1.319,2 18,2%
Zinsaufwand (extern) 1.521,5 233,5% 1.378,2 173,4%
Zinsaufwand NW 1.213,7 172,5% 791,7 70,3%

Dabei stiegen die Gebührenerträge um +46 %. Ursächlich ist das Wachstum im KMU-Geschäft. Die Zinserträge konnten eine Änderung von +87 % verzeichnen. Ursächlich dafür sind die gestiegenen Zinsen, welche zu großen Teilen als variable Kondition an die Kunden weitergereicht wird. Die Sachkosten sind insgesamt um +88 % gestiegen. Wesentlich hierfür waren die gebuchten Forderungsverluste sowie die in Folge des Mehrertrags an Gebühren erhöhten Provisionsansprüche an Dritte. Die Zinsaufwendungen verzeichnen insgesamt eine Steigung von +302 %. Das liegt an den gestiegenen Leitzinsen. Die Erhöhung der sonstigen betrieblichen Erträge resultiert aus der Herabsetzung der Einzelwertberichtigungen wegen Ausbuchung.

Durch den weiteren Personalaufbau sowie eine klare Aufgabenzuordnung und Verantwortlichkeit soll auch weiterhin - trotz deutlich gestiegenem Volumen - das Qualitätsniveau gesichert werden. Den gestiegenen Aufwendungen stehen allerdings durch die Ausweitung des Geschäftsvolumens deutlich gestiegene Erträge gegenüber. Unverändert resultieren die wesentlichen Erträge aus den vereinnahmten Factoringgebühren sowie Zinsen.

Insgesamt ist die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage trotz des erstmals ausgewiesenen Fehlbetrages solide geblieben. Mit den aktuell geschaffenen organisatorischen Voraussetzungen sowie der breiten Finanzierungsstruktur sind die Grundlagen für eine positive Entwicklung der Gesellschaft gegeben. Die laufenden Akquisitionsgespräche sowie die bereits bestehenden Kundenbeziehungen werden nach unserer Einschätzung zu einem positiven Umsatzwachstum im Jahr 2024 führen. Dies bildet wiederum die Basis für eine ebenfalls positive Ergebnisentwicklung.

5. Personal- und Sozialbereich

Die TeamFaktor NW GmbH beschäftigt durchschnittlich 25 Mitarbeiter sowie die zwei Geschäftsleiter.

6. Sonstige wichtige Vorgänge im Geschäftsjahr

Im Dezember 2023 wurde eine steuerliche Betriebsabspaltung vorgenommen. Dabei wurde die Gesellschaft in die Bereiche KMU-Geschäft und klassisches Geschäft (inklusive Zentralregulierung für Dritte) aufgeteilt. Im Zuge dessen wurde daher auch der neue Buchungskreis 1110 im SAP-Mandant 001 (Hauptbuch) eingeführt, welcher sich auf den Bereich KMU bezieht.

7. Risiko- und Chancenbericht & Risikomanagement

7.1 Risikomanagement

Die TeamFaktor NW GmbH unterliegt bei der Ausübung ihrer Geschäftstätigkeit vielschichtigen Risiken. Diese Risiken werden nur im Einklang mit der Risikostrategie eingegangen und regelmäßig im Rahmen der Risikoinventur bewertet. Zur Steuerung der Risiken wurden die Vorgaben der BaFin umgesetzt und es existiert ein für Finanzdienstleistungsinstitute der Factoringbranche angemessenes Risikomanagementsystem. Hierzu gehören insbesondere eine angemessene Aufbau- und Ablauforganisation, Risikosteuerungs- und -controllingprozesse sowie die Interne Revision. Elemente des Risikomanagements wurden weiterentwickelt. Hierzu zählt insbesondere das Auslagerungsmanagement.

Der Bereich des Risikocontrollings wird durch mittlerweile drei Mitarbeiter der Gesellschaft ausgeführt.

Aufgrund der geringen Betriebsgröße wird bei der TeamFaktor NW GmbH die Funktion der Internen Revision durch eine Mitarbeiterin im Bereich Marktfolge ausgeübt, welche jedoch nicht operativ in der Prüfung tätig ist. Es besteht die freiwillige Verpflichtung, die relevanten Risiken durch die Interne Revision der Gesellschafterin prüfen zu lassen. Die Interne Revision erstellt einen rollierenden Dreijahresplan, welcher alle relevanten Prüfungsfelder/-bereiche umfasst. Die Prüfungsintensität und das Prüfungsintervall erfolgen risikoorientiert. Zu den durchgeführten Prüfungshandlungen werden Prüfungsberichte erstellt.

Unverändert wird eine zunehmend stärkere Fokussierung und Professionalisierung insbesondere beim Risikomanagement angestrebt. Entsprechende Kompetenzpläne und Aufgabenverteilungen tragen dem Prinzip der Trennung zwischen Markt und Marktfolge Rechnung.

Unabhängig von den vorgenommenen Auslagerungen tragen aber weiterhin die Geschäftsleiter der TeamFaktor NW GmbH die Gesamtverantwortung für die Organisation des Risikomanagements, der Risikosteuerung und für die Überwachung der Risiken. Das implementierte Risikomanagement- und Überwachungssystem identifiziert, bewertet, steuert und dokumentiert sämtliche wesentlichen und bestandsgefährdenden Risiken.

Im Rahmen des Risikomanagements stehen die systematische Erfassung und Bewertung von Risiken, das Treffen von Maßnahmen zur frühzeitigen Erkennung und Vermeidung von Risiken sowie die Reaktion auf festgestellte Risiken im Vordergrund. Im Rahmen eines regelmäßigen Reportings berichtet der Geschäftsleiter an den Gesellschafter über die aktuelle Entwicklung der Gesellschaft. Hierbei erfolgt auch die regelmäßige Überprüfung des Risikoprofils.

Die Bewertung der Risiken erfolgt auf Basis der Eintrittswahrscheinlichkeit und der potenziellen Auswirkung eines Ereignisses. betrachtet werden. Beide Ausprägungen werden soweit möglich mit Hilfe von Bestandsdaten sowie historischer Daten hergeleitet und ein erwartetes Risiko berechnet.

Die Grundsätze des Risikomanagementsystems sind in der zur Geschäftsstrategie konsistenten Risikostrategie zwischen Geschäftsleiter und Gesellschafter festgelegt worden. Sowohl die Geschäfts- als auch die Risikostrategie werden dabei jährlich überprüft und ggf. angepasst.

Bei der TeamFaktor NW GmbH wird durch ein effektives internes Kontrollsystem, welches in Art und Umfang an den für das Factoringgeschäft charakteristischen Risiken sowie den gesetzlichen Anforderungen ausgerichtet ist, die Reduzierung der Gesamtrisiken auf ein angemessenes und planbares Restrisiko sichergestellt.

Wesentliches Element der Risikosteuerung und des Risikocontrollings stellt die Risikotragfähigkeitsberechnung dar. Hierfür wird ein Modell verwendet, welches die ökonomische Perspektive gemäß 4.1 MaRisk berücksichtigt. Die Ermittlung der Risikotragfähigkeit und die Überwachung der Limitauslastung erfolgt quartalsweise. Auf Basis des aufgestellten Jahresabschlusses sowie der Planung bzw. den unterjährigen Ergebnissen erfolgt fortlaufend die Bestimmung des Risikodeckungspotentials. Die Risikodeckungsmasse bilden dabei insbesondere das Eigenkapital sowie das Nachrangdarlehen des Gesellschafters. Eine Deckung der bestehenden Risiken war zu jeder Zeit durch die verfügbare Risikodeckungsmasse gegeben.

Per 31.12.2023 standen der Risikodeckungsmasse von 7.704 T€ Risiken von insgesamt 6.737 T€ gegenüber, was einer Auslastung des Risikolimits von 87,4 % entspricht. Die Risikotragfähigkeit liegt über der intern definierten Meldeschwelle von 75 %. Maßgeblich hierfür ist die neu gebildete Wertberichtigung für einen Betrugsfall.

7.2 Risiko- und Chancenbericht

Die Chancen der TeamFaktor NW GmbH bestehen nach wie vor in der sehr engen Anbindung an unsere Muttergesellschaft sowie dem daraus resultierenden Kundenzugang. Gerade in unserer Zielgruppe der kleinen und mittleren Händler sehen wir entsprechendes Wachstumspotential, da sich insbesondere dieser Kundenkreis bisher noch alternativen Finanzierungslösungen wenig geöffnet hat.

Auch im Lieferantenkreis der NORDWEST Handel AG bestehen noch Chancen für unsere Gesellschaft. Auch hier dürften wir mit unserem speziellen Angebot die kleineren und mittleren Unternehmen akquirieren können. Dies betrifft sowohl das Factoring für die NORDWEST-eigenen Umsätze als auch die sonstigen Umsätze.

Des Weiteren bestehen erhebliche Chancen darin, den Kundenkreis der TeamFaktor NW GmbH entsprechend zu erweitern und sich zunehmend breiter aufzustellen. Hierbei haben wir auch die Kunden unserer Kunden (kleinere und mittlere Unternehmen, "KMU") im Fokus, welche ebenfalls kleinvolumige, breitgefächerte Strukturen aufweisen. Die Einführung eines entsprechenden neuen Produktes ist im Jahr 2020 erfolgt und konnte auch im dritten vollen Jahr der Geschäftstätigkeit im Jahr 2023 zu einer erfolgreichen Entwicklung beitragen.

Bei allen Vertriebsmaßnahmen sehen wir unser spezielles Angebot (u.a. eine bis zu hundertprozentiger Vorfinanzierung oder Ankauf von Forderungen gegenüber Privatpersonen) sowie unser Branchen-Know-how als die entscheidenden Wettbewerbsvorteile an. Dementsprechend werden sich die Kunden, welche Factoring einführen wollen, überwiegend unserem Angebot anschließen. Nicht zuletzt spricht hierfür auch die Bankenunabhängigkeit, welche für viele Kunden zunehmend wichtiger wird.

Demgegenüber stehen aber auch entsprechende Risiken, welche die TeamFaktor NW GmbH in folgende wesentliche Risikofelder aufteilt:

Adressenausfallrisiken

Factoringkunden

Forderungsausfall

Liquiditätsrisiken

Zinsänderungsrisiken

Operationelle Risiken

Die Risikobetrachtung bezieht sich auf das Jahr 2023. Es bestehen keine bestandsgefährdenden Risiken.

Adressenausfallrisiko Factoringkunden

Adressenausfallrisiken drohen bei Insolvenz unserer Vertragspartner, insbesondere wenn der Vertragsabschluss insolvenznah erfolgte. Daher wird vor einem Vertragsabschluss die Bonität des potenziellen Vertragspartners durch die Analyse, der uns zur Verfügung gestellten Unterlagen und durch die Auswertung von Auskünften ermittelt. Zur Beurteilung der Bonität potenzieller Factoringkunden wird ein internes Rating durchgeführt. Nur wenn ein positives Rating gemäß den internen Vorgaben vorliegt, kann ein Factoringvertrag abgeschlossen werden. Somit wird das Risiko möglicher Rückforderungen durch einen Insolvenzverwalter erheblich eingeschränkt. Weiterhin ist das Risiko auf das Factoring Kundenlimit begrenzt. Das Kundenlimit ist die Obergrenze, bis zu welcher Forderungshöhe des Factoringkunden angekauft werden darf.

Stichtagsbezogen zum 31.12.2023 lag auf Basis des angekauften Saldos eine maximale Konzentration von 11,7 % vor, so dass eine fortschreitende Diversifizierung des Portfolios gegeben ist. Insoweit greift die Strategie der letzten Jahre hier zunehmend.

Dieses Risiko wurde im Rahmen der Risikoinventur als wesentlich beurteilt.

Adressenausfallrisiko Forderungsausfall

Dieses Risiko unterteilt sich in das Veritätsrisiko und in das Debitorenrisiko.

Das Vertitätsrisiko besteht in der Werthaltigkeit der angekauften Forderung. Die Werthaltigkeit der Forderung ist unter anderem nicht gegeben, wenn sie bereits an Dritte abgetreten ist. Dabei ist die häufigste Zessionsart die Globalzession der Geschäftsbanken unserer Factoringkunden. Daher wird vor Beginn des Factoringgeschäftes von den Geschäftsbanken der Kunden eine Negativerklärung eingeholt. Eine Ausnahme hiervon machen wir nur im Bereich des Factorings für KMU, da hier aufgrund der Höhe der Refinanzierung und des breiten Portfolios nur geringe Risiken aufgrund einer möglichen Doppelabtretung vorhanden sind.

Die Werthaltigkeit der Forderung ist ebenfalls nicht gegeben, wenn die Leistungen für die angekaufte Forderung nicht oder nicht vollständig erbracht sind. Es obliegt der Buchhaltung, das Veritätsrisiko in jedem Einzelfall zu beurteilen und stichprobenweise oder bei einem begründeten Verdacht die Leistungsnachweise, den Geldfluss oder die Saldenbestätigung der Debitoren zu prüfen. Sollten sich die Verdachtsmomente bewahrheiten, so ist der Factoringvertrag fristlos zu kündigen.

Zur Absicherung des Vertitätsrisikos, welches aufgrund der steigenden Anzahl der Kunden sowie der Höhe der angekauften Forderungen immer maßgeblicher wird, haben wir uns dazu entschieden, im Jahr 2019 eine Vertrauensschadensversicherung zur Absicherung des Veritätsrisikos abzuschließen.

Trotz der eingerichteten Sicherungsmaßnahmen war die TeamFaktor NW GmbH im Jahr 2023 von einem potenziellen Betrugsfall durch fehlende Werthaltigkeit betroffen. Hierbei wurden durch einen Factoringkunden sowohl werthaltige als auch nicht werthaltige Forderungen übermittelt. Aufgrund der zeitnahen Eskalation im Mahnprozess konnte dieser Betrug allerdings erkannt werden. Dennoch sind Ausfälle zu verzeichnen. Derzeit wird der Sachverhalt noch aufbereitet. Parallel erfolgte zudem eine vorsorgliche Schadenanzeige an die vorgenannte Versicherung.

Letztlich verbleibt das Debitorenrisiko. Es besteht in der Zahlungsunfähigkeit des Debitors. Dieses Risiko lässt sich nicht ausschließen, aber vermindern bzw. rückversichern. Die TeamFaktor NW GmbH hat eigene Warenkreditversicherungen abgeschlossen, die im Berichtszeitraum 2023 unverändert gültig waren. Factoringkunden mit eigenen Warenkreditversicherungen wird angeboten, diese beizubehalten und die hieraus resultierenden Ansprüche im Rahmen des Factorings an die TeamFaktor NW GmbH abzutreten.

Bevor eine Forderung angekauft wird, ist die Bonität des Debitors zu prüfen und ein entsprechendes Debitorenlimit bei der jeweiligen Warenkreditversicherung einzuholen. Sollte die Forderung trotzdem ausfallen, so ist der Schaden auf die mit der jeweiligen Warenkreditversicherung vereinbarte Franchise begrenzt. Gemäß den Ausfallwahrscheinlichkeiten werden entsprechende Wertberichtigungen gebildet.

Das Debitorenrisiko berücksichtigt ebenfalls das ESG-Risiko. Dieses kann den Ausfall von Debitoren negativ beeinflussen, wenn ESG-Kriterien seitens der Debitoren verletzt werden. Das Risiko wird aktuell mit 0,15 % des Debitorenrisikos beziffert und ist hinsichtlich seiner Höhe unbedeutend.

Das Veritätsrisiko wird gemessen über das Verhältnis der Abzüge zu den Rechnungen. Etwaige Einbehalte werden hierbei risikomindernd berücksichtigt. Das Debitorenausfallrisiko wird über den erwarteten Verlust gemessen, wobei die Portfoliostruktur berücksichtigt wird.

Zur Quantifizierung des Debitorenrisikos werden die Blankobeträge aller Debitoren aufsteigend sortiert. Für jedes Quantil werden diese im Umfang der definierten Eintrittswahrscheinlichkeit von 2 % für das Ausfallrisiko zur potenziellen Schadenhöhe kumuliert. Auf Grundlage des 99,0 %- Quantils wird angenommen, dass die höchsten 1 % der Kreditnehmer (gemessen an der Gesamtzahl der Kreditnehmer) nicht ausfallen, hingegen die nächsthöchsten 2 %.

Das Länderrisiko wird anhand der Coface-Länderbewertung bewertet. Die Coface-Länderbewertung wird mit Ausfallwahrscheinlichkeiten in den verschiedenen Länderklassen versehen, welche der Ratingskala unseres Instituts entsprechen. Das Länderrisiko wird durch Multiplikation des Ankaufsaldos mit der Ausfallwahrscheinlichkeit berechnet.

In Tsd. € Dez 22 Dez 23
Adressenausfallrisiko (Debitor) 5.556 3.776
ESG-Risiko - 118
Länderrisiko (Debitor) 857 1.053
Veritätsrisiko Abwicklungsportfolio 0 3
Veritätsrisiko Aktives Portfolio 27 24
Adressenausfallrisiko 6.440 4.976

Adressenausfallrisiko

Insgesamt haben wir per 31.12.2023 Wertberichtigungen (Einzel- und Pauschalwertberichtigungen) in Höhe von 4.668,4 T€ (Vorjahr: 3.461,3 T€) gebildet. Hiervon werden die Adressenausfallrisiken:

der Debitoren abgedeckt, welche über das Blankorisiko und das Alter der Forderung gemessen wird

der Factoringkunden innerhalb einer laufenden Geschäftsbeziehung abgedeckt

der Personen abgedeckt, welche aufgrund ihrer selbstschuldnerischen Bürgschaft für die fehlende Verität der angekauften Forderungen in Anspruch genommen werden

der möglichen Ausfälle aus betrügerischen Handlungen abgedeckt.

Dieses Risiko wurde im Rahmen der Risikoinventur als wesentlich beurteilt.

Liquiditätsrisiken

Das Liquiditätsrisiko besteht darin, den Zahlungsverpflichtungen aufgrund fehlender Refinanzierungsmöglichkeiten gegenüber seinen Vertragspartnern nicht nachkommen zu können.

Die NORDWEST Handel AG als Muttergesellschaft steht im Jahr 2023 mit einem nachrangigen Darlehen über insgesamt 7,5 Mio. € zur Refinanzierung der Forderungsankäufe zur Verfügung. Zudem besteht ein Cash-Pooling mit einem maximalen Finanzierungsvolumen von 40 Mio. € zwischen der TeamFaktor NW GmbH und der NORDWEST Handel AG. Um die Refinanzierung des zukünftig geplanten Wachstums sicherzustellen, hat TeamFaktor NW GmbH als zusätzliche Finanzierungsquelle weiterhin das Refactoring als wesentlichen Baustein. Im Jahr 2023 konnte zudem der im letzten Abschluss avisierte Aufbau einer ABS-Transaktion als weitere Refinanzierungsquelle erfolgreich abgeschlossen werden.

Das Marktliquiditätsrisiko beschreibt insbesondere das Risiko, dass die generelle Verfügbarkeit von Liquidität auf dem Interbankenmarkt aufgrund außerordentlicher Ereignisse nicht mehr hinreichend gegeben ist.

Die Liquiditätsrisiken werden regelmäßig durch Experteneinschätzungen mit dem erwarteten Verlust quantifiziert. Diese erfolgen auf Basis historischer Daten, Erfahrungswerten von Fachleuten und regulatorischer Rahmenbedingungen. Folgende Liquiditätsrisiken wurden identifiziert und bewertet:

In Tsd. € Dez 22 Dez 23
Marktliquiditätsrisiko 10 10
Refinanzierungsrisiko 30 30
Zahlungsunfähigkeitsrisiko 30 30
Liquiditätsrisiko 70 70

Liquiditätsrisiken

Abweichungen zum Vorjahr gab es nicht. Die Risiken wurden im Rahmen der Risikoinventur als wesentlich beurteilt.

Zinsänderungsrisiken

Das Zinsänderungsrisiko besteht darin, dass die Refinanzierungsmittel variabel verzinst werden und ein Teil der Kunden zumindest für die ersten beiden Vertragsjahre Festzinszusagen erhält, bzw. All-In-Gebühren vereinbart wurden. Dementsprechend ergibt sich hieraus ein aktivisches Zinsüberhangsrisiko für die TeamFaktor NW GmbH. Aufgrund der Vereinbarung von Festzusagen im Rahmen des Vertriebskonzeptes "FachWerk" der NORDWEST Handel AG sowie beim KMU-Factoring ist das Risiko zunehmend von Bedeutung für unser Unternehmen. Die deutlich gestiegenen Zinsen im Jahr 2023 waren maßgeblicher Treiber dieses Risikos.

Die Quantifizierung der Zinsänderungsrisiken erfolgt, ausgehend von den Ankaufsalden der Factoringkunden mit Festzinszusagen und der empirischen Häufigkeitsverteilung von Zinsänderungen für den 3M-EURIBOR, durch eine Quantil-Betrachtung des Portfolios mit Festzinszusage.

Dieses Risiko wurde im Rahmen der Risikoinventur als wesentlich beurteilt.

Operationelle Risiken

Die TeamFaktor NW GmbH versteht unter operationellen Risiken die Gefahr von Verlusten, die in Folge von Unangemessenheit oder des Versagens von internen Prozessen, Menschen und Systemen oder in Folge von externen Ereignissen eintreten.

Hierfür wird folgende Kategorisierung vorgenommen:

Prozessrisiken

Systemrisiken

Personenrisiken

Risiken aus externen Ereignissen

Die operationellen Risiken werden regelmäßig durch Experteneinschätzungen mit dem erwarteten Verlust quantifiziert. Dies hat folgende Bewertungen ergeben:

In Tsd. € Dez 22 Dez 23
Auslagerungen 23 23
Externe Ereignisse (Betrug durch Factoringkunden) 100 100
Externe Ereignisse (Cyberangriffe) 100 100
Externe Ereignisse (Infrastruktur) 30 30
Externe Ereignisse (Naturkatastrophen) 10 10
Interne Verfahren und Prozessen 15 15
Systeme 15 15
Verhalten von Mitarbeitern 100 100
Operationelles Risiko 393 393

Operationelles Risiko

Dieses Risiko wurde im Rahmen der Risikoinventur als wesentlich beurteilt.

Relevante Gefahrenpotenziale werden grundsätzlich durch Versicherungsverträge im angemessenen Umfang abgesichert. Datensicherungen werden täglich vorgenommen und extern aufbewahrt. Die extern gelagerten Daten sind jederzeit verfügbar. Im Notfall kann der Geschäftsbetrieb jederzeit aufrechterhalten werden. Der Zugriff auf die extern gelagerten Daten ist autorisierten Personen möglich.

Zur Sicherung des Betriebs des IT-Bereiches sind Wartungs- und Dienstleistungsverträge mit der NORDWEST Handel AG geschlossen worden (wesentliche Auslagerung). Zwischen der NORD-WEST Handel AG und der Oetker Daten- und Informationsverarbeitung KG ist ein Vertrag zur Weiterverlagerung des Betriebs des IT-Bereichs abgeschlossen. Die Überwachung der Risiken erfolgt durch regelmäßig erstellte ISAE 3402 Type 2 Berichte.

Im Bereich des KMU-Factorings ist ein Geschäftsbesorgungsvertrag mit der FinTecrity GmbH für die Bereiche IT-Betrieb und Debitorenmanagement geschlossen worden (wesentliche Auslagerung). Zwischen der FinTecrity GmbH bzw. deren Schwestergesellschaft EOS KSI Inkasso Deutschland GmbH und der prego services GmbH ein Vertrag zur Weiterverlagerung des Betriebs des IT-Bereichs abgeschlossen.

8. Ausblick

Für das Jahr 2024 erwarten wir gesamtwirtschaftlich wieder ein moderates Wachstum, wobei wir insbesondere die geopolitischen Faktoren weiterhin als Risikofaktor sehen. Zudem gehen wir von einer weiteren Beruhigung der Inflationsentwicklung aus, was zu entsprechenden Zinssenkungen durch die Europäische Nationalbank führen sollte.

Wir erwarten für die kommenden Geschäftsjahre eine wieder positive Geschäftsentwicklung. Hierzu beitragen soll auch die geplante Abspaltung, welche wir in 2024 anstreben. Durch die klare Fokussierung auf die beiden Geschäftsbereiche "Klassisch" und "KMU" erwarten wir in beiden Bereichen eine positive Entwicklung. Aufgrund der sich allerdings noch in Vorbereitung befindlichen Umsetzung der Abspaltung, berichten wir im Folgenden zunächst unverändert über die kumulierten Werte.

Wir planen für das Jahr 2024 ein übergreifendes Geschäftsvolumen von rund 1.450 Mio. € (Vorjahr: 1.390 Mio. €). Dabei unterstellen wir ein moderates Wachstum des Geschäftsbereichs Klassisch auf rund 1.050 Mio. € (Vorjahr: 980 Mio. €), während das Geschäftsvolumen des Geschäftsbereichs KMU ebenfalls moderat auf rund 375 Mio. € (Vorjahr: 350 Mio. €) steigt. Der Geschäftsbereich Zentralregulierung für Dritte verliert hingegen an Relevanz und wird lediglich mit einem Geschäftsvolumen von 25 Mio. € (Vorjahr: 60 Mio. €) geplant. Hierzu beitragen soll der weitere Auf- und Ausbau, welchen wir in den letzten Jahren kontinuierlich forciert haben. Geplant ist neben dem Ausbau des bestehenden Geschäftes im Mitglieder- und Lieferantenkreis der NORD-WEST Handel AG auch die stärkere Fokussierung des KMU-Factorings. Zudem werden wir für durch die hohe Expertise im Bereich der kleinvolumigen Rechnungsgrößen auch für externe Kunden zunehmend attraktiver.

Neben diesen internen Faktoren sprechen auch weiterhin die Branchenaussichten für eine positive Entwicklung der Gesellschaft. So ist der Factoringmarkt in Deutschland, gerade bei der geplanten Zielgruppe von kleineren und mittleren Unternehmen, im Vergleich zum europäischen Umfeld unverändert unterentwickelt. Auch die ebenfalls nach wie vor bestehende Verunsicherung im derzeitigen Bankenumfeld dürfte dazu führen, dass sich die Unternehmen vermehrt mit alternativen Finanzierungsquellen beschäftigen werden.

Den skizzierten Chancen stehen allerdings auch einige Risiken entgegen, welche unser Geschäft zukünftig beeinflussen können.

Die Risiken liegen zunächst insbesondere im ausgeübten Kreditgeschäft begründet, so dass sich Forderungsausfälle von Debitoren und Factoringkunden nicht ausschließen lassen. Diese können je nach Anzahl und Umfang zu entsprechenden Ergebnisbelastungen führen. Auch das Veritätsrisiko im KMU-Factoring sowie insgesamt betrügerische Handlungen sind wesentliche Risiken in dem von uns betriebenen Geschäft.

Darüber hinaus wachsen auch die regulatorischen Anforderungen an Factoringinstitute permanent. Dementsprechend ist damit zu rechnen, dass sich der zu leistende Aufwand zur ordnungsgemäßen Umsetzung weiterhin erhöhen wird. Hiervon sind insbesondere kleinere Factoringinstitute wie unser Haus überproportional betroffen. Dieser zusätzliche Aufwand ist durch entsprechendes Neugeschäft zu kompensieren.

Insgesamt gehen wir für das Jahr 2024 von leicht steigenden Factoringvolumina in Höhe von 1.450 Mio. € aus, welche sich insbesondere aus der Akquisition neuer Kunden sowie dem Ausbau des KMU-Factorings ergeben. Gegenläufig wirken sich ggf. nochmals verminderte Einkaufspreise im Bestandsgeschäft aus. Aufgrund des Wachstums im KMU-Bereich sowie insbesondere auf Basis verbesserter Risikokosten gehen wir allerdings von einem wieder positiven Jahresergebnis im mittleren sechsstelligen Betrag aus.

9. Wesentliche Ereignisse nach dem Bilanzstichtag

FEHLANZEIGE

10. Zweigniederlassungen

Selbständige Zweigniederlassungen bestehen nicht.

 

Dortmund, den 13. März 2024

Jens Thöne, Geschäftsführer

Alexander Rene Marischler, Geschäftsführer

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die TeamFaktor NW GmbH, Dortmund

PRÜFUNGSURTEILE

Wir haben den Jahresabschluss der TeamFaktor NW GmbH, Dortmund - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft.

Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der TeamFaktor NW GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

GRUNDLAGE FÜR DIE PRÜFUNGSURTEILE

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "VERANTWORTUNG DES ABSCHLUSSPRÜFERS FÜR DIE PRÜFUNG DES JAHRESABSCHLUSSES UND DES LAGEBERICHTS" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den europarechtlichen sowie deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt.

Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

VERANTWORTUNG DER GESETZLICHEN VERTRETER FÜR DEN JAHRESABSCHLUSS UND DEN LAGEBERICHT

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

VERANTWORTUNG DES ABSCHLUSSPRÜFERS FÜR DIE PRÜFUNG DES JAHRESABSCHLUSSES UND DES LAGEBERICHTS

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Hamburg, 13. März 2024

BDO AG
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