Stammdaten

Register
Amtsgericht Fürth HRB 1791
Vorher
D a u m Elektronik GmbH
Eingetragen
22.11.1979
Branche
Herstellung von Geräten der UnterhaltungselektronikBeteiligungsgesellschaftenHerstellung von elektrischen Haushaltsgeräten
Gegenstand
Gegenstand des Unternehmens sind die Herstellung und der Vertrieb von technischen, vornehmlich elektronischen Geräten. Die Gesellschaft ist berechtigt, ihr gleichartige oder ähnliche Unternehmen zu erwerben, sich an solchen zu beteiligen oder deren Vertretung zu übernehmen und die Geschäfte anderer Unternehmen zu führen. Die Gesellschaft darf Zweigniederlassungen errichten.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Wilhelm Daum
seit 30.10.2002
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

100.00% identifiziert0.00% ungelöst

Identifizierte Personen (1)

NameAnteil
100.00%

Gesellschafter
Beta

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Name
Ort
Betrag
Anteil
Daum Holding GmbH
Germany
50.000 DM
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

daum electronic gmbh

Fürth

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2020 bis zum 31.12.2020

LAGEBERICHT FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2020

DAUM ELECTRONIC GMBH, FÜRTH

I. Darstellung des Geschäftsverlaufs einschließlich des Geschäftsergebnisses

Entwicklung von Branche und Gesamtwirtschaft und Geschäftsverlauf

Die konjunkturelle Lage in Deutschland war im Jahr 2020 gekennzeichnet durch ein rückläufiges Wirtschaftswachstum. Das preisbereinigte BIP war nach Berechnungen des Statistischen Bundesamtes um 5,0 % niedriger als im Vorjahr. Die deutsche Wirtschaft geriet damit danach nach einer zehnjährigen Wachstumsphase im Corona-Krisenjahr 2020 in eine Rezession.

E-Bikes gehören inzwischen längst zum Alltag auf deutschen Straßen. Ob in der Freizeit, für den Weg zur Arbeit, als Sportgerät oder Alternative für den Warentransport in unseren chronisch verstopften Städten, das E-Bike bietet attraktive Lösungen für viele Bereiche.

E-Bikes sind Verkaufsschlager und Motor der deutschen Fahrradindustrie. Die stückzahlmäßigen Zuwächse sind jedes Jahr aufs Neue zweistellig. Im Jahr 2020 wurden in Deutschland 1,95 Millionen E-Bikes verkauft. Dies stellt einen Anstieg von 43,4 % im Vergleich zum Vorjahr dar.

(Pressemitteilung vom ZIV, Zweirad-Industrie-Verband, vom 17. März 2021)

Ausschlaggebend für den langjährigen Geschäftserfolg war eine exklusiv beauftragte Entwicklung für die Herstellung eines technisch hoch anspruchsvollen Antriebes für Pedelecs und E-Bikes in Serienfertigung. Der Umsatz- und Ertragsanteil war auch für das Jahr 2020 davon von maßgebender Bedeutung.

Absatz- und Umsatzentwicklung

Die Auftragslage war nach Wegbruch des Exklusivauftrags von kleineren Auftragsabwicklungen beeinflusst. Der ertragsmäßige Output sank gegenüber dem Vorjahr signifikant, eine Kompensation war infolge der Corona-Pandemie sowie in der Folge das Hersteller Neuentwicklungen aufschoben nicht kompensierbar. Die Absatzentwicklung war bei gleichbleibenden Kosten stark rückläufig. Die Umsatzerlöse verminderten sich in 2020 gegenüber dem Vorjahr um 68 %.

Entwicklung des Geschäftsergebnisses

Das Geschäftsergebnis hat sich, gemessen am Jahresüberschuss, deutlich verringert, und ist nicht ausreichend.

Investitionen und Finanzierungsmaßnahmen

Im Geschäftsjahr 2020 wurden nur die notwendigen Ersatzinvestitionen vollzogen. Das Unternehmen befindet sich in Konsolidierung.

Liquiditätsengpässe wurden durch Förderdarlehen in Höhe von 2,5 Mio. EUR aufefangen, die bis 2025 vollständig planmäßig zu tilgen sind.

Liquidität

Die Liquidität war in 2020 äußerst angespannt und wurde durch die kreditfinanzierten Liquiditätshilfen maßgeblich gestützt. Das Unternehmen konnte dadurch den regulären Zahlungsverpflichtungen nachkommen.

Personal- und Sozialbereich

Der Personalbesatz wurde aufgrund der Geschäftsentwicklung vergleichsweise nur geringfügig angepasst. Grundlage hierfür ist die Geschäftsführerentscheidung keine Entlassungen durchzusetzen um das Unternehmen marktfähig zu erhalten.

Sonstige wichtige Vorgänge im Geschäftsjahr

Außer den obengenannten Tatsachen waren keine weiteren wichtigen Ereignisse im abgelaufenen Geschäftsjahr zu verzeichnen.

Beurteilung der Entwicklung durch den Geschäftsführer

Der abrupten Beendigung der langjährigen erfolgreichen Geschäftsbeziehung war kurzfristig nichts entgegen zu setzen. Ziel ist es das Unternehmen zu transformieren um künftig wieder aus eigener Kraft finanzielle Überschüsse selbständig zu erwirtschaften. Hierzu wurden zur Entlastung bereits im Jahr 2020 erfolgreich Maßnahmen umgesetzt beziehungsweise eingeleitet.

Bei den finanziellen Leistungsindikatoren liegt unser Fokus auf den Umsatzerlösen und dem Vorsteuerergebnis.

Unsere Vermögens-, Finanz- und Ertragslage schätzen wir als gut ein. Unsere Umsatz- und Ergebnisentwicklung ist zu verbessern.

II. Darstellung der Lage der Genossenschaft

Vermögens- und Finanzlage

Die Finanzlage ist grundsätzlich geordnet und zusätzlich durch eingeräumte Kreditlinien gesichert.

Wesentliche Kennziffern entwickelten sich wie folgt:

2020 2019
Sachanlagenintensität 1) % 4,3 6,4
Eigenkapitalquote 2) % 50,9 49,4
dynamischer Verschuldungsgrad 3) Jahre 6,9 1,7

1) (Sachanlagen [jeweils zu Restbuchwerten]) / Bilanzsumme * 100

2) Bilanzielles Eigenkapital / Bilanzsumme * 100 3) (Verbindlichkeiten - liquide Mittel - Forderungen aus Lieferungen und Leistungen) / Jahres-Cashflow (=Jahresergebnis, zzgl. Abschreibungen, zzgl. Veränderung Rückstellungen)

Die Vermögenslage unserer Gesellschaft ist aufgrund der Verluste im Geschäftsjahr 2020 rückläufig. Die Struktur unseres kurz- und langfristig gebundenen Vermögens und unserer Verbindlichkeiten halten wir in Fristenkongruenz gleichwohl stabil.

Weiterhin werden Grundstücke und Gebäude von der Daum GmbH & Co KG gemietet. An der gesellschaftsrechtlichen Struktur der "Daum-Gruppe" halten wir nach wie vor fest.

Im Geschäftsjahr 2020 wurden weitere Investitionen in Bezug auf Elektrofahrradantriebe getätigt. Diese betreffen im Wesentlichen Werkzeuge im Anlagenvermögen sowie Neuentwicklungen.

Die Aktivseite ist geprägt vom Anstieg des Vorratsbestand von T€ 4.867 auf T€ 6.951. Die Erhöhung betrifft mit T€ 1.761 Rohstoffe.

Auf der Passivseite verringerten sich die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen nennenswert von T€ 5.831 auf T€ 2.737.

Zum Bilanzstichtag konnte das Unternehmen auf flüssige Mittel in Höhe von T€ 634 (i. Vj. T€ 1.148) zurückgreifen. Zum Stichtag bestehen Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten in Höhe von TEUR 3.000.

Die Kapitalstruktur kann weiterhin als gut bezeichnet werden. Die Bilanz zeigt zum 31.12.2020 ein positives Eigenkapital in Höhe von T€ 7.022 (Vorjahr T€ 7.138).

Ertragslage

Im Vergleich zum Vorjahr stellt sich die Ertragslage wie folgt dar:

2020
TEUR
2019
TEUR
Rohertrag 4.234 10.118
sonstige ordentliche betriebliche Erträge 294 73
Personal- und Sachaufwand 4.104 5.973
Abschreibungen 461 602
Betriebsergebnis -27 3.614
Finanzergebnis 19 -22
Neutrales Ergebnis -29 -2.532
Ertragsteuern -78 -348
Jahresergebnis -115 712

Das Betriebsergebnis hat sich operativ zum Vorjahr deutlich verringert und liegt bei T€ -56 (Vorjahr T€ 1.083).

Der Rückgang ergibt sich hauptsächlich aus den niedrigeren Umsatzerlösen.

Die Materialaufwandsquote ist von 63,84 % auf 47,94 % gesunken, während die Personalaufwandsquote von 14,61 % auf 36,49 % gestiegen ist.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind mit T€ 1.348 (i. VJ. T€ 4.463) deutlich gesunken.

Die sonstigen betrieblichen Erträge sind von T€ 120 auf T€ 464 gestiegen.

Das Jahresergebnis hat sich von T€ 712 in 2019 um über 100% auf T€ -115 verschlechtert.

Unsere Marktsituation ist im Geschäftsjahr 2020 nicht mehr so positiv zu bewerten, wie in den Vorjahren, was durch den Wegfall eines Hauptabnehmers für unsere E-Bike-Antriebe begründet ist.

Die für 2020 geplante Markteinführung eines neuen, hochwertigen Antriebes, sowie eines innovativen Lastenfahrrades hat sich aufgrund der weltweiten Coronapandemie verzögert. Bei den Antrieben ist der Grund hierfür, dass die führenden Fahrradhersteller im Geschäftsjahr 2020, für 2021, nur wenige neue Fahrradmodelle entwickelt haben. Der Markt für den neuen Antrieb wird sich daher in größeren Stückzahlen erst im Geschäftsjahr 2021/2022 mit der Entwicklung neuer Fahrradmodelle für die Saison 2022/2023 eröffnen. Der Verkauf eines fertig entwickelten Lastenfahrrades startet im ersten Halbjahr 2021. Der Kauf von Lastenfahrrädern wird derzeit im Rahmen der Förderung von alternativen Verkehrskonzepten durch die Kommunen bezuschusst.

Die Rentabilitätskennzahlen haben sich wie folgt entwickelt:

2020 2019
Umsatzerentabilität 1) % -0,3 12,3
Gesamtkapitalrentabilität 2) % 0,2 7,8

1) Betriebsergebnis / Umsatz * 100

2) (Ergebnis vor Ertragsteuern + Zinsaufwand) / Bilanzsumme * 100 Die Kennziffern zeigen, dass sich das eingesetzte Kapital nicht mehr angemessen verzinst.

III. Vorgänge von besonderer Bedeutung nach Schluss des Geschäftsjahres
(Nachtragsbericht)

Der Markt für E-Bikes hat sich seit Jahren mit hohen Steigerungsraten entwickelt. Allein im Jahr 2020 wurden lt. ZIV (Zweirad-Industrie-Verband) 43,4% mehr E-Bikes verkauft als im Vorjahr. Diesem Anstieg war die gesamte Zulieferindustrie nicht gewachsen, was die Verlängerung von Lieferzeiten auf bis zu 24 Monaten zur Folge hatte. Der Handel reagierte hierauf mit starken und verbindlichen Vorordern bei den Herstellern und diese wiederum bei deren Zulieferern.

Entgegen aller Erwartungen wurden aber lt. ZIV durch den Handel im Jahre 2023 geschätzte 10 % weniger E-Bikes verkauft als im Jahr 2022 und auch im Jahr 2021 betrug die Steigerungsrate nur 2,6% gegenüber 2020.

Die Folge dieser Entwicklung ist, dass der Handel aktuell mit sehr großen Lagerbeständen zu kämpfen hat, deren Abverkauf sich bis in das Jahr 2025 hinziehen wird.

Für unsere Gesellschaft hat diese Entwicklung leider zur Folge, dass es faktisch auch in 2024 schwer sein wird, über den einschlägigen Fachhandel die Lagerbestände abzuverkaufen. Dies gilt sowohl für die lagernden E-Bikes, als auch für die lagernden E-Bike Antriebe.

Maßnahmen:

Bezüglich der Antriebe wurde eine Vertriebskooperation mit einem großen deutschen Hersteller für Akkus in E-Bikes eingegangen. Von diesem ist für 2024 der Absatz von ca. 3000 Antrieben prognostiziert.

Bezüglich des Abverkaufs der Lagerbestände von E-Bikes wird stark auf den fachhandelsunabhängigen Direktvertrieb gesetzt. Hierzu wurde eine neue Internetpräsenz mit integriertem Webshop geschaffen. Dort können die Bestände mit starken Preisabschlägen angeboten werden, ohne dass mit Verlusten beim Abverkauf gerechnet werden muss, weil nämlich die hohen Handelsmargen des Fachhändlers entfallen.

Des Weiteren wurde in den letzten beiden Jahren die automatisch arbeitende E-Bike-Verleihanlage, CyclePoint entwickelt und zur Marktreife gebracht. Die darin enthaltenen E-Bikes können den Lagerbeständen entnommen werden. Im Januar 2024 haben die Auslieferungen begonnen, mit denen bis heute ein Umsatz im niedrigen sechsstelligen Bereich erwirtschaftet wurde.

Aufgrund dieser Maßnahmen sieht die Geschäftsleitung für 2024 und die Folgejahre eine stark wachsende Umsatz- und Ertragsentwicklung.

Anzumerken ist, dass die Gesellschaft durch nahestehende Unternehmen finanziert ist. Bankkredite sind durch dort hinterlegte Festgelder in gleicher Höhe abgesichert.

Bis auf die genannten Tatsachen ist über keine Vorgänge von besonderer Bedeutung die nach dem Schluss des Geschäftsjahres eingetreten sind zu berichten.

IV. Prognose-, Risiko- und Chancenbericht

Prognosebericht

Die Gesellschaft hat im Geschäftsjahr 2020 Umsatzrückgänge hinnehmen müssen, was dem Wegfall eines Großkunden sowie der Coronapandemie geschuldet ist.

Die Gesellschaft bleibt weiterhin Lieferant des Abnehmers, hat aber in 2020 und in den ersten neun Monaten des Jahres 2021 deutlich weniger Antriebe an diesen Kunden abgesetzt. Die sich ab dem Jahr 2020 bietende Chance, unsere hochwertigen Antriebe weltweit an eine große Zahl verschiedener Kunden abzusetzen, wurde durch die Coronapandemie und die dadurch bedingte Modellverschiebung beeinträchtigt. Gleichwohl konnten wir uns in einem Ausschreibungsverfahren eines bundesweit tätigen öffentlich, rechtlichen Unternehmens gegen die Konkurrenz durchsetzen und bereits in 2020 die ersten ca. 1.000 Einheiten unseres Antriebs absetzen.

Bedingt durch den nahezu vollständigen Wegfall des bisherigen Hauptabnehmers erwartet die Geschäftsführung für 2021 und 2022 einen sehr deutlichen Rückgang der Umsatzerlöse und des Vorsteuerergebnisses gegenüber 2020.

Auf Grund der Neuausrichtung der vertrieblichen Aktivitäten geht die Gesellschaft davon aus, dass ab dem Geschäftsjahr 2024 bzw. 2025 die Umsätze der Geschäftsjahre 2019 und früher wieder erreicht werden können.

Risiken der künftigen Entwicklung (Risiko- und Chancenbericht)

1. Risikomanagement

Auf Grund des sehr starken Rückgangs an Bestellungen durch den bisherigen Hauptabnehmer ist die Gewinnung neuer Kunden die wichtigste Aufgabe der Geschäftsleitung. Dieser Herausforderung begegnet die Gesellschaft mit der Einführung einer neuen innovativen Antriebs- und Cockpiteinheit und durch die Eruierung neuer Vertriebswege.

Um die dadurch entstandenen Einnahmenausfälle zu kompensieren hat die Gesellschaft folgende Maßnahmen in die Wege geleitet, die zu einer Stärkung der Liquidität beitragen sollen:

̈ Darlehensaufnahme von nahestehenden Gesellschaften im Laufe des Geschäftsjahres 2021 bis 2023.

̈ Veräußerung von nicht mehr benötigten maschinellen Anlagen.

̈ Bestellungen von Antrieben und Lastenfahrrädern von nahestehenden Gesellschaften.

Weiterhin wurde bereits im Geschäftsjahr 2020, auch zur Bewältigung der Corona-Herausforderung, Fremdkapital aufgenommen.

Ab Anfang des Jahres 2024 geht die Geschäftsführung davon aus, dass auch auf Grund der neuen vertrieblichen Aktivitäten, in absehbarer Zeit wieder Umsatzerlöse auf dem Niveau des Jahres 2019 und früher erwirtschaftet werden können. Gleichwohl ist, insbesondere im Falle des nahezu vollständigen Wegfalls des wichtigsten Hauptabnehmers, auf Unsicherheiten und Beurteilungsrisiken von Planungen hinzuweisen. Sollten die Maßnahmen zur Sicherstellung der Liquidität und die Umsatzentwicklung entgegen der Erwartung der Geschäftsführung nicht erfolgreich sein, wäre die Fortführung der Unternehmenstätigkeit gefährdet, und die Gesellschaft wäre möglicherweise nicht in der Lage, im gewöhnlichen Geschäftsverlauf ihre Vermögenswerte zu realisieren sowie ihre Verbindlichkeiten zu begleichen.

Auf Grund des hohen Anteils der inländischen Kunden an den gesamten Umsatzerlösen und der überwiegenden Fakturierung in Euro gegenüber ausländischen Kunden, werden die Währungskursrisiken als von untergeordneter Bedeutung eingestuft.

Ungeachtet der im Prognoseteil erläuterten Einführung einer neuen innovativen Antriebs- und Cockpiteinheit und der Eruierung neuer Vertriebswege verbunden mit Verringerung der Abhängigkeit von wenigen Großkunden, stellt die Ausbreitung des Coronavirus, wie für die gesamte deutsche Wirtschaft, auch für die daum electronic GmbH eine sehr große Herausforderung dar.

Der Produktionsstopp einiger großer deutscher Konzerne, die Ausgangsbeschränkungen, das Verbot von Fachmessen und die damit verbundenen Unsicherheiten führten und führen zu einem deutschlandweiten branchenübergreifenden Nachfragerückgang. Diese gesamtwirtschaftlichen Faktoren haben auch eine erhebliche Auswirkung auf den Markteintritt unseres neuen Antriebes sowie Lastenfahrrades.

Vor diesem Hintergrund und auf Grund der großen Bandbreite der Prognosen von wichtigen Institutionen über die gesamtwirtschaftliche Entwicklung ist die der Erstellung des Jahresabschlusses zugrunde gelegte Annahme vom Fortbestand der Gesellschaft vom Umfang der Auswirkungen des Coronavirus auf die deutsche Wirtschaft abhängig. Auf diese Herausforderung haben wir vorausschauend reagiert und die Liquidität der Gesellschaft durch die Aufnahme zinsgünstigen Fremdkapitals im Geschäftsjahr 2020 und 2021 gestärkt. Ziel dieser Kapitalmaßnahme ist es, die Gesellschaft auch bei einem längeren Andauern der durch die Maßnahmen zur Bekämpfung der Corona-Krise verursachten Einschränkungen stabil zu halten.

Gegen den Wettbewerb am Markt wird mit innovativer Entwicklungs-, Produktions- und Verkaufspolitik reagiert. Dabei ist insbesondere die Belieferung großer europäischer Fahrradhersteller mit Fahrradantrieben herauszustellen.

Auf der Beschaffungsseite greifen wir auf solide, qualitätsbewusste Produktionsfirmen zurück, mit denen wir marktkonforme Verträge anstreben. Wirtschaftliche Abhängigkeiten von Lieferanten versuchen wir zu vermeiden. Schließlich besteht mit den wesentlichen Lieferanten eine enge Beziehung.

Risiken auf der Beschaffungsseite bestehen nicht. Insbesondere wurde das Material einer kompletten Jahresproduktionsmenge von neuen Antrieben und Cockpits eingekauft und auf Lager gelegt.

Unter Berücksichtigung der oben beschriebenen Einschränkung schätzt die Geschäftsleitung auf Grund der Markteinführung der neuen Produkte und der beschriebenen Maßnahmen zur Liquiditätssicherung die Risiken der Gesellschaft insgesamt als gut beherrschbar ein.

2. Rechtliche und wirtschaftliche Bestandsgefährdungspotentiale

Es konnten keine derartigen Gefährdungspotentiale erkannt werden. Im Übrigen wird auf den Nachtragsbericht verwiesen.

Risikoberichterstattung in Bezug auf die Verwendung von Finanzinstrumenten

Neben den im Rahmen der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit resultierenden Forderungen und Verbindlichkeiten zählen die Guthaben und Kontokorrentlinien bei Kreditinstituten zu den eingesetzten Finanzinstrumenten. Beim Management der Finanzpositionen und bei Geldanlagen verfolgt das Unternehmen eine konservative Risikopolitik.

Ziel des Finanz- und Risikomanagements der Gesellschaft ist die Sicherung des Unternehmenserfolgs gegen finanzielle Risiken jeglicher Art. Die Kreditlinien der Kreditinstitute sind durch Festgeldanlagen in gleicher Höhe abgedeckt. Insofern besteht hier kein Risiko für die Gesellschaft.

Die Finanzierung der Gesellschaft erfolgt durch Kreditaufnahmen bei nahestehenden Unternehmen.

Zur Absicherung gegen Bonitätsrisiken wird das Zahlungsverhalten der Kunden laufend beobachtet und Kreditauskünfte über Neukunden eingeholt. Weiterhin ist ein Großteil des Forderungsbestandes an eine Factoring Gesellschaft veräußert.

Auf Grund des hohen Anteils der inländischen Kunden an den gesamten Umsatzerlösen und der überwiegenden Fakturierung in Euro gegenüber ausländischen Kunden, werden die Währungskursrisiken als von untergeordneter Bedeutung eingestuft.

Zinsrisiken sind auf Grund von bestehenden Festzinsvereinbarungen von untergeordneter Bedeutung.

Soweit bei finanziellen Vermögenswerten Ausfallrisiken erkennbar sind, werden die erforderlichen Wertberichtigungen vorgenommen.

Preisänderungsrisiken werden permanent überwacht und nötigenfalls erfolgt eine Weitergabe der Preissteigerungen an den Markt.

Liquiditätsrisiken werden durch die tägliche Überwachung der Bankkonten und deren Fortschreibung überwacht.

3. Sonstige Risiken mit wesentlichem Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage

bestehen nicht

Chancen der künftigen Entwicklung (Chancenbericht)

Durch eine kontinuierliche Weiterentwicklung unserer Produkte und Produktionsprozesse sehen wir gute Voraussetzungen für eine positive Geschäftsentwicklung.

V. Bestehende Zweigniederlassungen

Die Gesellschaft ist ausschließlich am Standort Fürth tätig.

VI. Forschung und Entwicklung

Die Gesellschaft tätigt in branchenüblichem Umfang Entwicklungen zur technischen Weiterentwicklung vorhandener Produkte sowie Neueinführungen.

 

Fürth, den 14.02.2024

daum electronic gmbh

Geschäftsführung

Bilanz

Aktiva

31.12.2020
EUR
31.12.2019
EUR
A. Anlagevermögen 1.981.655,14 1.166.955,03
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 8.259,39 42.743,39
II. Sachanlagen 591.084,64 924.211,64
1. technische Anlagen und Maschinen 185.071,60 310.450,60
2. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 406.013,04 613.761,04
III. Finanzanlagen 1.382.311,11 200.000,00
1. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 465.633,33
2. Sonstige Finanzanlagen 916.677,78 200.000,00
B. Umlaufvermögen 11.808.597,53 13.259.008,72
I. Vorräte 6.951.407,84 4.866.898,23
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 4.223.072,21 7.243.375,24
1. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 430.011,59 129.253,27
2. sonstige Vermögensgegenstände 3.793.060,62 7.114.121,97
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 634.117,48 1.148.735,25
C. Rechnungsabgrenzungsposten 17.558,89 20.805,85
Aktiva 13.807.811,56 14.446.769,60

Passiva

31.12.2020
EUR
31.12.2019
EUR
A. Eigenkapital 7.022.908,61 7.137.806,96
I. Gezeichnetes Kapital 25.564,59 25.564,59
II. Gewinnvortrag 7.112.242,37 6.400.142,89
III. Jahresfehlbetrag 114.898,35 -712.099,48
B. Rückstellungen 561.236,45 404.630,29
C. Verbindlichkeiten 6.223.666,50 6.904.332,35
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 3.000.272,40 59,29
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr 3.000.272,40 59,29
2. sonstige Verbindlichkeiten 3.223.394,10 6.904.273,06
davon mit Restlaufzeit bis zu einem Jahr 3.223.394,10 6.904.273,06
Passiva 13.807.811,56 14.446.769,60

Gewinn- und Verlustrechnung

1.1.2020 - 31.12.2020
EUR
1.1.2019 - 31.12.2019
EUR
1. Rohergebnis 5.113.316,22 10.237.492,99
2. Personalaufwand 2.994.375,58 4.087.723,70
a) Löhne und Gehälter 2.483.723,56 3.414.092,13
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und Unterstützung 510.652,02 673.631,57
3. Abschreibungen 460.874,24 602.199,18
a) auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 460.874,24 602.199,18
4. sonstige betriebliche Aufwendungen 1.724.095,03 4.463.255,50
5. Erträge aus anderen Wertpapieren und Ausleihungen des Finanzanlagevermögens 3.400,00
6. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 78.598,87 45.106,75
davon Erträge aus Abzinsung 1.795,26
7. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 59.585,87 71.490,08
8. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 77.717,01 347.660,56
9. Ergebnis nach Steuern -124.732,64 713.670,72
10. sonstige Steuern -9.834,29 1.571,24
11. Jahresfehlbetrag 114.898,35 -712.099,48

sonstige Berichtsbestandteile

ANHANG für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2020 bis 31. Dezember 2020

daum electronic GmbH, Fürth

A. ALLGEMEINE ANGABEN ZUM UNTERNEHMEN

Die daum electronic GmbH hat ihren Sitz in Fürth und ist im Handelsregister des Amtsgerichts Fürth unter HRB 1791 eingetragen.

B. ALLGEMEINE ANGABEN ZUM JAHRESABSCHLUSS

Grundsätzliche Angaben

Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2020 wurde nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuchs über die Rechnungslegung von Kapitalgesellschaften und den ergänzenden Vorschriften des Gesetzes betreffend der Gesellschaften mit beschränkter Haftung aufgestellt.

Auf die Rechnungslegung der Gesellschaft finden die Vorschriften für mittelgroße Kapitalgesellschaften im Sinne des § 267 Abs. 2 HGB Anwendung.

Der Jahresabschluss wurde unter Beachtung der generellen Ansatzvorschriften der §§ 246 - 251 HGB sowie unter Berücksichtigung der besonderen Ansatzvorschriften für Kapitalgesellschaften, §§ 268-274a, 276-277 HGB, und unter Beachtung der generellen Bewertungsvorschriften der §§ 252-256a HGB erstellt.

Die Gliederung der Bilanz sowie der Gewinn- und Verlustrechnung entspricht den §§ 266 und 275 HGB, wobei für die Gewinn- und Verlustrechnung das Gesamtkostenverfahren Anwendung findet.

Der Ausweis wurde hinsichtlich folgender Posten geändert:

1. Das im Vorjahr unter den sonstigen Vermögensgegenständen ausgewiesene Darlehen wurde im Berichtsjahr in die sonstigen Ausleihungen (Finanzanlagen) umgegliedert.

2. Die Verrechnungskonten gegenüber dem Mutterunternehmen und deren Tochterunternehmen wurden im Vorjahr unter dem Posten sonstige Vermögengegenstände ausgewiesen, im Berichtsjahr unter Forderungen gegen verbundene Unternehmen.

3. Das Wareneingangs- und Rechnungseingangskonto (WE/RE-Konto) wurde im Vorjahr unter den sonstigen Verbindlichkeiten ausgewiesen im Berichtsjahr unter Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen.

4. Der Verbrauch der Halbfabrikate und Fertigerzeugnisse wurde im Vorjahr unter dem Materialaufwand ausgewiesen, im Berichtsjahr unter der Position Erhöhung oder Verminderung des Bestands an fertigen und unfertigen Erzeugnissen.

Die Werte der Ausweisänderungen stellen sich gegliedert nach den Einzelsachverhalten wie folgt dar:

Nummer Bilanzposition Berichtsjahr
EUR
Vorjahr
EUR
1. Sonstige Vermögensgegenstände 456.633,33
1. Sonstige Ausleihungen 465.633,33
2. Sonstige Vermögengegenstände 371.189,10
2. Forderungen gegen Verbundene Unternehmen 408.249,79
3. Sonstige Verbindlichkeiten 34.961,47
3. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 84.402,24
4. Materialaufwand -4.995.370,48
4. Erhöhung oder Verminderung des Bestands an fertigen und unfertigen Erzeugnissen -865,15

Die Vorjahreswerte wurden nicht angepasst.

C. ANGABEN ZU BILANZIERUNGS- UND BEWERTUNGSGRUNDSÄTZEN

1. Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

1.1 Bilanzierungsmethoden

Die Ansatzwahlrechte wurden gegenüber dem Vorjahr unverändert ausgeübt.

1.2 Bewertungsmethoden

Die Bewertungsmethoden wurden gegenüber dem Vorjahr unverändert angewandt.

Im Einzelnen erfolgte die Bewertung wie folgt:

ANLAGEVERMÖGEN

Immaterielle Vermögensgegenstände

Entgeltliche erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte, ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten.

sind zu Anschaffungskosten angesetzt und, sofern sie der Abnutzung unterliegen, um planmäßige Abschreibungen vermindert.

Sachanlagen

Technische Anlagen, Maschinen, Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung

sind mit den Anschaffungskosten zuzüglich Anschaffungsnebenkosten abzüglich Anschaffungspreisminderungen oder mit den Herstellungskosten bewertet.

Geringwertige Anlagegüter (Anschaffungskosten von EUR 250,00 bis EUR 800,00) wurden im Berichtsjahr voll abgeschrieben und als Abgang im Anlagenspiegel gezeigt.

Finanzanlagen

sind mit den Anschaffungskosten bzw. mit dem Barwert angesetzt.

UMLAUFVERMÖGEN

Vorräte

Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe

sind unter Beachtung des Niederstwertprinzips mit den Anschaffungskosten oder den niedrigeren beizulegenden Werten angesetzt.

Unfertige Erzeugnisse

wurden entsprechend ihres Fertigungsgrades mit anteiligen Herstellungskosten bewertet.

Fertige Erzeugnisse

sind mit Herstellungskosten bewertet. Abwertungen für Bestandsrisiken, die sich aus der Lagerdauer und aus geminderter Verwertbarkeit ergeben, sind in angemessenem Umfang vorgenommen worden.

geleistete Anzahlungen

sind zu den verrechenbaren Zahlungsbeträgen angesetzt.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Forderungen aus Lieferungen und Leistungen

sind mit ihrem Nominalwert angesetzt. Erkennbare und latente Risiken sind mit Einzelwertberichtigungen erfasst. Dem allgemeinen Ausfall- und Kreditrisiko wurde durch eine Pauschalwertberichtigung in Höhe von 1 % auf die Netto-Forderungen Rechnung getragen.

Forderungen gegen verbundene Unternehmen

Sind mit den Anschaffungskosten bzw. ihren Nominalwerten oder Zahlungsbeträgen angesetzt.

Sonstige Vermögensgegenstände

sind mit den Anschaffungskosten bzw. ihren Nominalwerten oder Zahlungsbeträgen angesetzt.

Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten

sind zum Nennwert bewertet.

RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN

Sonstige aktive Rechnungsabgrenzungsposten

Als Rechnungsabgrenzungsposten wurden auf der Aktivseite Ausgaben vor dem Abschlussstichtag ausgewiesen, soweit sie Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen.

EIGENKAPITAL

Das gezeichnete Kapital ist noch nicht auf EUR umgestellt und beträgt unverändert zum Vorjahr DM 50.000,00 (= EUR 25.564,59). Die Einzahlung ist in voller Höhe erfolgt.

RÜCKSTELLUNGEN

Sonstige Rückstellungen

wurden in Höhe der voraussichtlichen Verpflichtungen nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung mit dem notwendigen Erfüllungsbetrag dotiert und berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen.

VERBINDLICHKEITEN

Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten

sind zu Erfüllungsbeträgen angesetzt.

Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen, Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern und sonstige Verbindlichkeiten

sind zu Erfüllungsbeträgen angesetzt.

Grundlagen der Währungsrechnung

Geschäftsvorfälle in fremder Währung wurden zum jeweiligen Tageskurs eingebucht. Vermögensgegenstände bzw. Verbindlichkeiten, die auf fremde Währung lauten, werden gemäß § 256a HGB grundsätzlich zum Devisenkassamittelkurs am Abschlussstichtag bewertet.

Gewinne und Verluste aus dieser Umrechnung von Fremdwährungsgeschäften werden erfolgswirksam erfasst und in der Gewinn- und Verlustrechnung gesondert unter dem Posten "sonstige betriebliche Erträge" bzw. "sonstige betriebliche Aufwendungen" ausgewiesen.

D. ERLÄUTERUNGEN ZUR BILANZ

1. Anlagevermögen

Die Entwicklung der Bilanzposten Sachanlagen und Finanzanlagen im Geschäftsjahr ist in der als eigene Anlage vor dem Anhang beigefügten Entwicklung des Anlagevermögens dargestellt. Dieser ist Bestandteil des Anhangs.

daum electronic gmbh, Fürth

C. Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2020

Anschaffungs- und Herstellungskosten
01.01.2020
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
31.12.2020
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 679.255,71 0,00 0,00 679.255,71
679.255,71 0,00 0,00 679.255,71
II. Sachanlagen
1. Technische Anlagen und Maschinen 841.703,29 32.350,00 33.321,04 840.732,25
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.720.542,16 61.901,74 106.719,06 2.675.724,84
3.562.245,45 94.251,74 140.040,10 3.516.457,09
III. Finanzanlagen
1. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 0,00 465.633,33 0,00 465.633,33
2. Sonstige Ausleihungen 200.000,00 716.677,78 0,00 916.677,78
200.000,00 1.182.311,11 0,00 1.382.311,11
4.441.501,16 1.276.562,85 140.040,10 5.578.023,91
Kumulierte Abschreibungen Buchwerte
01.01.2020
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
31.12.2020
EUR
31.12.2020
EUR
31.12.2019
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 636.512,32 34.484,00 0,00 670.996,32 8.259,39 42.743,39
636.512,32 34.484,00 0,00 670.996,32 8.259,39 42.743,39
II. Sachanlagen
1. Technische Anlagen und Maschinen 531.252,69 156.618,00 32.210,04 655.660,65 185.071,60 310.450,60
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.106.781,12 269.649,74 106.719,06 2.269.711,80 406.013,04 613.761,04
2.638.033,81 426.267,74 138.929,10 2.925.372,45 591.084,64 924.211,64
III. Finanzanlagen
1. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 0,00 0,00 0,00 0,00 465.633,33 0,00
2. Sonstige Ausleihungen 0,00 0,00 0,00 0,00 916.677,78 200.000,00
0,00 0,00 0,00 0,00 1.382.311,11 200.000,00
3.274.546,13 460.751,74 138.929,10 3.596.368,77 1.981.655,14 1.166.955,03

2. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Restlaufzeiten

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände haben in voller Höhe eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr (Vorjahr: EUR 456.633,33).

3. Rückstellungen

3.1 Angabe und Erläuterung von in den sonstigen Rückstellungen enthaltenen Beträgen, die einen nicht unerheblichen Umfang haben

Die sonstigen Rückstellungen enthalten:

EUR
Rückstellung Garantien 403.477,--
Berufsgenossenschaftsrückstellung 6.216,50
Aufbewahrungsrückstellung 16.345,--
Urlaubsrückstellung/Überstundenrückstellung 103.397,95
Rückstellung Abschluss-/Prüfungskosten 31.800,--
561.236,45

4. Verbindlichkeiten

4.1 Restlaufzeiten

Die Restlaufzeiten der Verbindlichkeiten ergeben sich aus dem folgenden Verbindlichkeitenspiegel:

Verbindlichkeiten 31.12.2020 Restlaufzeit bis ein Jahr
EUR
Restlaufzeit von ein bis fünf Jahren
EUR
Restlaufzeit über fünf Jahre
EUR
gesamt
EUR
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 812.900,00 2.187.372,40 0,00 3.000.272,40
2. erhaltene Anzahlungen 0,00 0,00 0,00 0,00
3. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 2.737.931,93 2.737.931,93 0,00 2.737.931,93
4. sonstige Verbindlichkeiten 485.462,17 485.462,17 0,00 485.462,17
2.528.871,85 3.694.794,65 0,00 6.223.666,50
Verbindlichkeiten 31.12.2019 Restlaufzeit bis ein Jahr
EUR
Restlaufzeit von ein bis fünf Jahren
EUR
Restlaufzeit über fünf Jahre
EUR
gesamt
EUR
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 59,29 0,00 0,00 59,29
2. erhaltene Anzahlungen 15.713,49 0,00 0,00 15.713,49
3. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 5.831.316,52 0,00 0,00 5.831.316,52
4. sonstige Verbindlichkeiten 1.057.243,05 0,00 0,00 1.057.243,05
3.680.937,37 3.223.394,10 0,00 6.904.332,35

E. ERLÄUTERUNGEN ZUR GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG

1. Aufwendungen und Erträge aus der Währungsumrechnung

In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind Aufwendungen aus der Währungsumrechnung in Höhe von TEUR 40 (VJ. TEUR 66) enthalten.

In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind Erträge aus der Währungsumrechnung in Höhe von TEUR 9 (VJ. TEUR 4) enthalten.

F. SONSTIGE ANGABEN

1. Angaben zu nicht in der Bilanz enthaltenen Geschäften

Zum Bilanzstichtag ist ein Forderungsbestand mit Nominalwert von 131.880,18 € im Rahmen eines Factoringvertrags verkauft. Der Vorteil liegt in der Beschaffung liquider Mittel. Es besteht ein Ausfallrisiko in Höhe des vereinbarten Selbstbehaltes.

2. Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Mietvertrag: Jahresverpflichtung von TEUR 203 bei einer unbefristeten Vertragszeit.

Corona-Hilfen: Im Zuge der Corona-Pandemie wurden der Gesellschaft Corona-Hilfen über TEUR 250 zugebilligt, deren Endabrechnung noch nicht erfolgt ist und somit eine latente Rückzahlungsverpflichtung besteht. Darüber hinaus wurden der Gesellschaft Liquiditätshilfen aufgrund der Corona-Pandemie in Höhe von 2,5 Mio. EUR gewährt, die bis 2025 planmäßig zu tilgen sind.

Es bestehen zum Bilanzstichtag darüber hinaus keine nicht in der Bilanz aufgeführten Geschäfte, die für die Beurteilung der Finanzlage notwendig sind.

3. Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahres beschäftigten Arbeitnehmer nach Gruppen

Arbeiter 60
Angestellte 28
Mitarbeiter 88

3. Gesellschaftsorgane

3.1 Geschäftsführung

Geschäftsführer der Gesellschaft waren im Berichtsjahr:

Herr Wilhelm Daum, Geschäftsführer, Fürth

Der Geschäftsführer ist einzelvertretungsberichtigt und von den Beschränkungen des § 181 BGB befreit.

3.2 Gesamtbezüge der aktiven und früheren Organmitglieder

Auf die Angabe der Gesamtbezüge der Geschäftsführung wird gemäß § 286 Abs. 4 HGB verzichtet.

4. Ergebnisverwendungsvorschlag

Die Geschäftsführung schlägt vor, den Jahresfehlbetrag in Höhe von 114.898,35 € zusammen mit dem Gewinnvortrag in Höhe von 7.112.242,37 € auf neue Rechnung vorzutragen.

G. UNTERSCHRIFT GEMÄß § 245 HGB

daum electronic GmbH

Fürth

Jahresabschluss für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2020 bis 31. Dezember 2020

 

Fürth, den 14.02.2024

Herr Wilhelm Daum, Geschäftsführer

Angaben zur Feststellung:

Der Jahresabschluss wurde am 27.02.2024 festgestellt.

BESTäTIGUNGSVERMERK DES UNABHäNGIGEN ABSCHLUSSPRüFERS

An die daum electronic gmbh, Fürth

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der daum electronic gmbh, Fürth, - bestehend aus der Bilanz zum 31.12.2020 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 01.01.2020 bis zum 31.12.2020 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der daum electronic gmbh, Fürth, für das Geschäftsjahr vom 01.01.2020 bis zum 31.12.2020 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

• entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31.12.2020 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 01.01.2020 bis zum 31.12.2020 und

• vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit

Wir verweisen auf die Angaben im Lagebericht, in denen der gesetzliche Vertreter beschreibt, dass bei einer von der Planung abweichenden negativen Entwicklung der Auftragslage ab dem Geschäftsjahr 2024 weitere liquiditätssichernde Maßnahmen notwendig werden können. Wie im Lagebericht dargelegt, deuten diese Ereignisse und Gegebenheiten auf das Bestehen einer wesentlichen Unsicherheit hin, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen kann und die ein bestandsgefährdendes Risiko im Sinne des § 322 Abs. 2 Satz 3 HGB darstellt. Unsere Prüfungsurteile sind bezüglich dieses Sachverhalts nicht modifiziert.

Hinweis zur Hervorhebung eines Sachverhalts

Nach § 321 Abs. 1 Satz 3 HGB haben wir als Abschlussprüfer über bei Durchführung der Abschlussprüfung festgestellte Tatsachen zu berichten, welche die Entwicklung des geprüften Unternehmens wesentlich beeinträchtigen oder seinen Bestand gefährden können. Diese Tatsachen sind von uns bereits dann zu nennen, wenn sie eine Entwicklungsbeeinträchtigung oder eine Gefährdung der Fortführung der Unternehmenstätigkeit ernsthaft zur Folge haben können und nicht erst dann, wenn die Entwicklung des geprüften Unternehmens bereits wesentlich beeinträchtigt oder sein Bestand konkret gefährdet ist.

Im Rahmen der Prüfung wurde der Tatbestand der weiter gestiegenen bilanziellen Vorräte auffällig, der Vorratsbestand stieg im Jahr 2020 infolge des Einkaufverhaltens sowie der Produktionsumstellung deutlich an. Auch in Folgejahren setzt sich diese Tendenz weiter fort. Der Verkauf und somit Absatz der Vorräte wird prognostiziert ab dem Jahr 2024. Bis zur Realisation ist die Gesellschaft auf die Durchfinanzierung durch den Gesellschafter angewiesen. Die Gesellschaft befindet sich unverändert in einer verlustträchtigen Konsolidierungsphase, dies wird voraussichtlich über den 31.12.2024 hinaus andauen. Unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht sind diesbezüglich nicht modifiziert.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

• identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

• gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

• beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

• ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

• beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

• beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

• führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Annaberg-Buchholz, den 26.02.2024

Schubert audit GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Lars J. Schubert, Wirtschaftsprüfer

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