Stammdaten

Register
Amtsgericht Lüneburg HRB 207666
Eingetragen
29.8.2018
Branche
Großhandel mit Obst, Gemüse und KartoffelnEinzelhandel mit Obst, Gemüse und KartoffelnGroßhandel mit Getreide, Rohtabak, Saatgut und Futtermitteln
Gegenstand
Handel mit Kartoffeln und sonstigen landwirtschaftlichen und gewerblichen Produkten und der Betrieb eines Schälunternehmens sowie die Durchführung von Transporten

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Gerald von Ahsen
seit 21.11.2023
Geschäftsführer
Bernd Mödebeck
seit 13.11.2018
Prokura

Wirtschaftlich Berechtigte

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Gesellschafter

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Beteiligungen

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Sola Bonum GmbH

Suhlendorf

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Aktiva

31.12.2023 31.12.2022
EUR EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 89.980,00 90.353,00
II. Sachanlagen 5.373.088,20 5.278.487,13
III. Finanzanlagen 200.000,00 200.000,00
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte 545.642,82 649.940,00
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 1.718.550,07 1.664.143,95
1. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 794.255,47 656.906,55
2. sonstige Vermögensgegenstände 321.219,92 552.651,63
III. Kassenbestand, Bankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 52.571,28 8.001,36
C. Rechnungsabgrenzungsposten 16.868,53 18.002,43
9.112.176,29 9.118.486,05

Passiva

A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 200.000,00 200.000,00
./. Nennbetrag eigenes Kapital 0,00 0,00
II. Kapitalrücklage 906.335,72 906.335,72
III. Gewinnvortrag 452.727,40 1.020.909,49
IV. Jahresfehlbetrag 1.029.386,04 -568.182,09
B. Sonderposten mit Rücklageanteil 328.563,17 352.937,80
C. Rückstellungen 59.271,90 53.626,20
D. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 2.067.985,91 2.919.438,35
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 1.476.805,72 1.375.100,19
3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 0,00 204.625,00
4. Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern 2.286.400,90 2.182.700,42
5. sonstige Verbindlichkeiten 304.699,53 470.994,97
9.112.176,29 9.118.486,05

GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG vom 01.01.2022 bis 31.12.2023

Sola Bonum GmbH,Suhlendorf

Geschäftsjahr Vorjahr
EUR EUR
1. Umsatzerlöse 21.083.969,97 16.540.899,26
2. Verminderung des Bestands an fertigen und unfertigen Erzeugnissen 43.171,82 -87.168,04
3. Gesamtleistung 21.040.798,15 16.628.067,30
4 sonstige betriebliche Erträge 87.981,19 159.727,81
5. Materialaufwand
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren 14.198.576,79 11.497.543,63
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen 658.473,51 548.610,50
14.857.050,30 12.046.154,13
6. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter 2.338.846,26 2.244.983,38
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 938.744,24 946.135,90
3.277.590,50 3.191.119,28
7. Abschreibungen 741.103,89 864.482,79
auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen sowie auf aktivierte Aufwendungen für die Ingangsetzung und Erweiterung des Geschäftsbetriebs
davon außerplanmäßige Abschreibungen nach § 253 (2) Satz 3 HGB EUR 0,00 (EUR 119.353,00)
8 sonstige betriebliche Aufwendungen 1.809.365,56 2.335.794,38
9 Erträge aus Beteiligungen 0,00 450.000,00
davon aus verbundenen Unternehmen EUR 0,00 (EUR 450.000,00)
10 auf Grund einer Gewinngemeinschaft, eines Gewinnabführungs- oder Teilgewinnabführungsvertrags erhaltene Gewinne 734.898,21 788.145,66
11 sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 861,82 943,84
12 Zinsen und ähnliche Aufwendungen 148.956,51 141.903,65
13 Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -16.603,62 -1.305,76
14 Ergebnis nach Steuern 1.047.076,23 -549.209,40
15 sonstige Steuern 17.690,19 18.972,69
16 Jahresfehlbetrag 1.029.386,04 568.182,09
Anschaffungskosten
Stand 01.01 Zugänge Umbuchungen Abgänge Stand 31.12.
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 104.749,78 0,00 0,00 104.749,78
2. Geleistete Anzahlungen auf immat. Vermögensgegenstände 89.758,00 0,00 0,00 89.758,00
194.507,78 0,00 0,00 0,00 194.507,78
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und Bauten 3.363.822,43 -173.124,66 0,00 3.190.697,77
2. Technische Anlagen und Maschinen 7.137.475,91 802.758,05 128.000,00 7.812.233,96
3. andere Anlagen, Betriebs-und Geschäftsausstattung 1.462.041,41 49.810,00 149.716,93 1.362.134,48
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 374.910,01 232.384,57 0,00 607.294,58
12.338.249,76 911.827,96 0,00 277.716,93 12.972.360,79
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 200.000,00 200.000,00
200.000,00 0,00 0,00 0,00 200.000,00
12.732.757,54 911.827,96 0,00 277.716,93 13.366.868,57
Wertberichtigungen
Stand 01.01. Zugänge Umbuchungen Abgänge Stand 31.12.
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 104.154,78 373,00 0,00 104.527,78
2. Geleistete Anzahlungen auf immat. Vermögensgegenstände 0,00 0,00 0,00 0,00
104.154,78 373,00 0,00 0,00 104.527,78
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und Bauten 1.138.329,11 141.735,84 0,00 1.280.064,95
2. Technische Anlagen und Maschinen 5.146.318,11 466.664,05 116.623,00 5.496.359,16
3. andere Anlagen, Betriebs-und Geschäftsausstattung 775.115,41 132.331,00 84.597,93 822.848,48
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00
7.059.762,63 740.730,89 0,00 201.220,93 7.599.272,59
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 0,00
0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
7.163.917,41 741.103,89 0,00 201.220,93 7.703.800,37
Buchwerte 31.12.2022 Buchwerte 31.12.2023
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 595,00 222,00
2. Geleistete Anzahlungen auf immat. Vermögensgegenstände 89.758,00 89.758,00
90.353,00 89.980,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und Bauten 2.225.493,32 1.910.632,82
2. Technische Anlagen und Maschinen 1.991.157,80 2.315.874,80
3. andere Anlagen, Betriebs-und Geschäftsausstattung 686.926,00 539.286,00
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 374.910,01 607.294,58
5.278.487,13 5.373.088,20
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 200.000,00 200.000,00
200.000,00 200.000,00
5.568.840,13 5.663.068,20

Anhang für das Geschäftsjahr 01.01.2023 bis 31.12.2023

1. Allgemeine Angaben

Die Sola Bonum GmbH ist eine mittelgroße Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 Abs. 3 HGB mit Sitz in Suhlendorf, Am Spielplatz 3, eingetragen im Handelsregister des Amtsgerichtes Lüneburg unter HRB 207666.

Das Unternehmen ist nach § 238 HGB buchführungspflichtig. Diese Verpflichtung gilt nach § 140 AO auch für steuerliche Zwecke.

Der Jahresabschluss für das Kalenderjahr 2023 ist entsprechend den handelsrechtlichen Vorschriften unter Anwendung der für Kapitalgesellschaften geltenden Normen aufgestellt worden.

Soweit ein Wahlrecht hinsichtlich einer Angabe in der Bilanz bzw. in der Gewinn- und Verlustrechnung einerseits oder dem Anhang andererseits besteht, wurde dieses Wahlrecht aus Gründen der Übersichtlichkeit grundsätzlich zu Gunsten der Angabe im Anhang ausgeübt.

2. Angaben zu Bilanzierung und Bewertung in der Bilanz

Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden sind gegenüber dem Vorjahr unverändert geblieben.

2.1. Anlagevermögen

Erworbene immaterielle Vermögenswerte werden mit den Anschaffungskosten, vermindert um die planmäßigen linearen Abschreibungen bewertet.

Vermögensgegenstände des Sachanlagevermögens werden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten abzüglich planmäßiger linearer Abschreibungen bewertet. Abschreibungen erfolgen entsprechend der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer.

Die Abschreibungen auf Abgänge erfolgen anteilig für den Zeitraum der betrieblichen Nutzung bis zum Abgangszeitpunkt.

Die Abschreibungen auf die Zugänge erfolgen pro rata temporis.

Bewegliche Anlagegüter werden linear abgeschrieben.

Von dem Bewertungswahlrecht nach § 6 Abs. 2 EStG (volle Absetzung der Geringwertigen Wirtschaftsgüter im Jahr der Anschaffung) wird in vollem Umfang Gebrauch gemacht. Die geringwertigen Wirtschaftsgüter werden auf 1,00 Euro abgeschrieben und mit diesem Wert im Anlagenspiegel ausgewiesen.

Die Aufgliederung und Entwicklung der in der Bilanz zusammengefassten Anlagepositionen sind in der Anlage im Anlagenspiegel dargestellt. Als Anschaffungs- und Herstellungskosten sind die historischen Werte angesetzt.

Die Finanzanlagen werden mit ihren Anschaffungskosten bewertet.

2.2. Umlaufvermögen

Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe werden zu durchschnittlichen Anschaffungskosten unter Beachtung des Niederstwertprinzips bewertet.

Fertige und unfertige Erzeugnisse werden zu durchschnittlichen Herstellungskosten angesetzt. Diese umfassen neben dem Fertigungsmaterial, den Fertigungslöhnen und den Abschreibungen die steuerlich aktivierungspflichtigen Material- und Fertigungsgemeinkosten.

Die Bewertung der Vorräte erfolgte verlustfrei.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden zu Nominalbeträgen unter Berücksichtigung aller erkennbaren Risiken angesetzt.

Die liquiden Mittel sind in Höhe ihres Nennwertes angesetzt.

Die Rechnungsabgrenzungsposten sind in Höhe der Ausgaben, die Aufwand für eine bestimmte Zeit nach dem Bilanzstichtag darstellen, angesetzt.

2.3. Eigenkapital

Das Stammkapital ist zum Nennwert angesetzt.

Die Kapitalrücklage ist zum Nennwert angesetzt.

2.4. Sonderposten mit Rücklageanteil

In dem Sonderposten mit Rücklageanteil sind die gewährten Investitionszuschüsse ausgewiesen. Diese werden gleichlautend mit den Abschreibungen der geförderten Investitionen aufgelöst. Die Erträge aus der Auflösung des Sonderpostens mit Rücklageanteil betragen T€ 24.

2.5. Rückstellungen

Rückstellungen (Steuerrückstellungen und sonstige Rückstellungen) werden so bemessen, dass sie nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung allen erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen Rechnung tragen.

2.6. Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten werden mit ihrem Rückzahlungsbetrag passiviert.

Die Angaben zu den Restlaufzeiten und Besicherungen ergeben sich im Einzelnen aus den im Folgenden aufgeführten Verbindlichkeitenspiegel:

mit einer Restlaufzeit von
Verbindlichkeiten Gesamtbetrag bis zu 1 Jahr 2 bis 5 Jahren mehr als 5 Jahren gesicherte Beträge Art der Sicherheit
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 2.067.985,91 440.383,00 1.118.539,81 509.013,10 2.057.995,91 1)
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 1.476.805,72 1.476.805,72 2)
Verbindlichkeiten gegenüber verbunden Unternehmen 0,00 0,00
Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaften 2.286.400,90 894.734,95 1.391.665,95
Sonstige Verbindlichkeiten 304.699,53 46.365,48 258.334,05
Summe 6.135.892,06 2.853.289,15 2.768.599,81 509.013,10

1) - Grundschulden
- Sicherungsübereignung

2) z.T. erfolgten Lieferungen unter Eigentumsvorbehalt

Von den Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern bestehen 594.734,95 € aus Lieferungen und Leistungen.

3. Erläuterungen und Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung

Die Gewinn- und Verlustrechnung ist gemäß § 275 Abs. 2 HGB in Staffelform nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt.

4. Anteile an verbundenen Unternehmen

Die Sola Bonum GmbH hält 100 % der Anteile an der "Neuenkirchener Heidekartoffel" Handelsgesellschaft mbH, Hamburg. Die Gesellschaft schloss das Wirtschaftsjahr 2023 mit einem Jahresüberschuss in Höhe von T€ 735 bei einem Eigenkapital zum 31.12.2023 von T€ 793 ab.

5. Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Die Gesellschaft unterhält zum Abschlussstichtag Fahrzeugleasingverträge sowie Leasingverträge für Transportgeräte, maschinelle Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattungen. Die Gesamtaufwendungen aus diesen Verträgen für die in der Regel 2- bis 3-jährigen Laufzeiten betragen T€ 341.

6. Haftungsverhältnisse

Gegenüber der Sparkasse Uelzen Lüchow-Dannenberg besteht eine Patronatserklärung für die Darlehensverbindlichkeiten der Tochtergesellschaft "Neuenkirchener Heidekartoffel" Handelsgesellschaft mbH gegenüber dem Kreditistitut. Das Darlehen beläuft sich auf zum 31.12.2023 auf T€ 0.

7. Sonstige Angaben

7.1. Angaben über Arbeitnehmer

Die Gesellschaft beschäftigte im Geschäftsjahr im Durchschnitt:

Anzahl
Vollzeitkräfte 64
Teilzeitkräfte 1
Aushilfen 14
79

7.2. Sonstige Pflichtabgaben (Nachtragsbericht)

Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Schluss des Geschäftsjahres 2023 haben sich nicht ergeben.

7.3. Angaben zu den Organen der Gesellschaft

Die Geschäftsführung erfolgte im Geschäftsjahr durch den Geschäftsführer:

Herr Stefan Behrendt, Bad Rothenfelde (bis 21.11.2023),

Herr Gerald von Ahsen, Wrestedt (ab 22.11.2023),

Herr Jan Kaiser, Suhlendorf (ab 22.11.2023).

Die Geschäftsführer sind von den Beschränkungen des § 181 BGB befreit.

Der gem. § 285 Nr. 9a HGB anzugebende Betrag beläuft sich auf TEUR 136.

Das vom Abschlussprüfer für das Geschäftsjahr berechnete Gesamthonorar für Abschlussprüfung beträgt T€ 10.

 

Grabau, 10. Dezember 2024

Sola Bonum GmbH

Geschäftsführung

Lagebericht über das Geschäftsjahr 01.01.- 31.12.2023

Sola Bonum GmbH

Inhaltsverzeichnis

I. Grundlagen des Unternehmen

II. Wirtschaftsbericht

1. Gesamtwirtschaftliche, branchenbezogene Rahmenbedingungen

2. Geschäftsverlauf

III. Prognosebericht

IV. Chancen- und Risikobericht

1. Risikobericht

2. Chancenbericht

3. Gesamtaussage

V. Bericht über Zweigniederlassungen

I. Grundlagen des Unternehmens

Die Sola Bonum GmbH ist ein mittelständiges Unternehmen in der Lebensmittelbranche mit der Verarbeitung und Produktion von Kartoffeln und Gemüse. Es werden vornehmlich im norddeutschen Raum etwa 140 Kunden mit geschälten Kartoffeln bzw. abgepackter Ware (Kartoffeln und Zwiebeln) beliefert. Zu den Kunden zählen vor allem Großküchen, Caterings und Kantinen, sowie kleinere Geschäfte und die Großmärkte in Bremen, Hamburg, Berlin, Düsseldorf und Köln.

Ein weiteres Standbein wurde im Bereich der Logistik aufgebaut. Das bedeutet konkret, man übernimmt für Fremdfirmen logistische Dienstleistungen, die die gleiche Kundengruppe bedienen, nur mit anderen Produkten. Diese Sparte hat im letzten Jahr großen Anklang gefunden und sich gut und gewinnbringend in die laufenden Prozesse etabliert.

Die Gesellschafter von Sola Bonum stellen auch gleichzeitig die Lieferanten des Unternehmens dar, so dass vom Anbau über die Produktion bis hin zur Auslieferung alles in einer Hand liegt. Diese vertikale Unternehmensstrategie sichert eine gleichbleibende Qualität und garantiert eine Unabhängigkeit von Großverarbeitungsbetrieben.

Das Unternehmen beschäftigt ca. 70 Mitarbeiter und arbeitet zumeist im Zweischichtsystem an sechs Tagen in der Woche. Die Auslieferung übernimmt der unternehmenseigene Fuhrpark.

II. Wirtschaftsbericht

1. Gesamtwirtschaftliche, branchenbezogene Rahmenbedingungen

Im Jahr 2023 betrug das Bruttoinlandsprodukt Deutschlands rund 4,19 Billionen Euro, nominal ist das BIP also kräftig gestiegen. Dies liegt allerdings in der Inflation begründet, preisbereinigt ist die deutsche Wirtschaft im letzten Jahr in eine Rezession gerutscht, das reale Bruttoinlandsprodukt sank gegenüber dem Vorjahr um 0,3 Prozent. Nach der Corona-Krise und dem wirtschaftlichen Einbruch im Jahr 2020 erhoffte sich die deutsche Wirtschaft eine Regeneration in den Folgejahren. Durch den Krieg in der Ukraine, den steigenden Energiepreisen und der Rekordinflation fiel die ökonomische Regeneration im Jahr 2022 jedoch geringer aus, im Jahr 2023 kam es nun sogar zu einer Rezession.

Laut der Prognose der Bundesregierung wird das Bruttoinlandsprodukt (BIP) im Jahr 2024 lediglich um 0,3 Prozent im Vergleich zum Vorjahr wachsen. Damit befände sich Deutschland in einer Stagnation. Die Regierung rechnet für das Jahr 2024 mit einer erheblich schwächeren Entwicklung der Wirtschaftsleistung als noch im Herbst 2023 und korrigierte die Prognose deutlich nach unten. Die Auswirkungen der ansteigenden Preise im Energiesegment und allgemein der hohen Inflation sowie die allgemeine weltwirtschaftliche Schwäche, unter anderem bedingt durch die Folgen des Krieges in der Ukraine, belasten die deutsche Wirtschaft deutlich stärker als noch vor sechs Monaten angenommen. Auch für das kommende Jahr 2025 wurde die Prognose nach unten korrigiert. (Quelle: Statistisches Bundesamt 27.09.2024)

Im Wirtschaftsjahrvergleich 2022 zu 2023 stellt sich die Erntemenge wie folgt dar: 2022 wurden 10,7 Mio. to. geerntet, im Jahr 2023 waren es 11,6 Mio. to. Das entspricht einer Erhöhung der Menge um ca. 8 %, obwohl die Anbaufläche im Vorjahresvergleich um ca. 0,6 % schrumpfte, nämlich von 266.300 ha auf 264.700 ha. Ferner war das Kartoffeljahr 2023 geprägt von einer verspäteten Auspflanzung, bedingt durch das nasse und kalte Frühjahr. Im Sommer trockneten die Dämme aus. Im Juli und August führte der viele Regen wiederum zu einem stärkeren Schädlingsbefall. Diese zog sich bis zum Herbst hin, was die Ernte ebenfalls teilweise zum Erliegen brachte. Dennoch konnte aufgrund guter Hektarerträge ein leichter Anstieg an der Rohware Kartoffel realisiert werden. Die leicht gestiegenen Erntemengen führten bis zum Jahresende 2023 zu einer Preisentspannung am Markt. Zum Ende der Saison machten sich allerdings Versorgungsängste bei den Marketmakern (Industrie) breit. Es wurde befürchtet, dass die Frühkartoffelsaison 2024 erst sehr viel später starten würde. Folge war, dass sich die Industrie Ende der Saison 23/24, also im Frühjahr 2024, viel freie Ware zu sehr hohen Einstandspreisen sicherte, so dass die Rohwarenpreise zum Saisonende nochmal extrem anstiegen.

Der Trend nach teilweise fertigen und auch halbfertigen Kartoffelprodukten nimmt weiterhin zu. Der Kartoffelkonsum pro Kopf in Deutschland hat sich im Vergleich zum Vorjahr kaum verändert. 2021/22 betrug der Pro-Kopf-Konsum von Kartoffeln in Deutschland 56,1 kg im Vergleichszeitraum 2022/23 54,1 kg.

Im Vertriebsgebiet von Sola Bonum bleiben die Märkte nach wie vor umkämpft. Wettbewerber gehen mit teilweise sehr aggressiven Preisen in den Markt, um sich Marktanteile zu sichern.

1. Geschäftsverlauf

Die im Geschäftsjahr 2022 eingeleitete Stabilisierung hat sich fortgesetzt, die ergriffenen Maßnahmen haben Wirkung gezeigt. Die Umsatzerlöse konnten im Geschäftsjahr 2023 von 16,540 Mio. EUR auf 21,083 Mio. EUR erhöht werden. Das entspricht einer Steigerung von 27,5 %, was ja auch eine Zielsetzung aus 2022 war. Die Hauptgründe für diesen Umsatzsprung sind eine stabile leicht gestiegene Absatzmenge und die stabil gestiegene Preisentwicklung. In unseren Kernsparten Pack- und Schälware konnten wir die Mengen nicht nur stabilisieren, sondern auch leicht ausbauen. Trotz dieser positiven Entwicklung muss man sagen, dass wir die Vor-Corona-Mengen noch lange nicht erreicht haben.

Die Produktionsmengen im Schälbereich wurden um ein gutes 1 % gesteigert, im Packbereich wurden die Absatzmengen um 3,5 % gesteigert. Der Rohertrag unter Einbeziehung der sonstigen betrieblichen Erträge lag bei rd. 6,278 Mio. EUR und somit um rund + 1,537 Mio. EUR höher als im Geschäftsjahr 2022 (4,741 Mio. EUR). Die deutliche Erhöhung des Rohertrages ist dem deutlich verbesserten Einkaufsbedingungen geschuldet. Hier wurde die Marktsituation konsequent ausgenutzt und die verbesserten Einkaufskonditionen mitgenommen. Zu erwähnen ist noch, dass in diesem Ergebnis keine Coronahilfen enthalten sind. In Summe unter Einbeziehung unserer Tochterunternehmung "DIE Neuenkirchener Heidekartoffel H. mbH" lag der Jahresüberschuss bei 1,029 Mio. TEUR (Vorjahr TEUR -568).

Das in der Pandemie-Zeit geschaffene Geschäftsfeld logistische Dienstleistungen hat sind als stabil erwiesen und mit seinen Erträgen zum gesamt positiven Ergebnis beigetragen. Dieser Zweig bleibt nun als gesetzte Größe im Unternehmen verankert.

Die leichten Mengensteigerungen konnten im Groh mit dem vorhandenen Personal abgearbeitet werden. Um Produktionsspitzen (zu den Feiertagen) zu brechen, wurde das Stammpersonal mit Personal von Personal-Dienstleistern ergänzt. Die gestiegenen Personalkosten sind im Wesentlichen mit Lohnerhöhungen bzw. Lohnanpassungen durch die gestiegenen Mindestlöhne zu begründen.

Am Arbeitsmarkt herrscht nach wie vor eine Unterversorgung von zuverlässigem und qualifiziertem Personal. Somit muss ein erheblicher Mehraufwand betrieben werden, um Personal zu rekrutieren; dazu gehören Entlohnungen über dem Mindestlohn, deutlich mehr Urlaubstage als das Bundesurlaubsgesetz vorschreibt. Diese Entwicklung ist auf allen Ebenen, vom Helfer bis zur Führungs- und Leitungskraft, vorhanden.

Die bereits vor Corona begonnenen umfangreichen Investitionsschritte wurden auch im Wirtschaftsjahr 2023 weiterverfolgt und einige Teilbereiche, wie z.B. die Erweiterung der Verladerampen, abgeschlossen. Das hat sich als besondere Herausforderung dargestellt, da eine tägliche Verladung unausweichlich war. Die anderen Projekte wurden weiter vorbereitet.

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen haben sich trotz der Umsatzausweitung nur um rd. 55 TEUR erhöht. Dieses wurde im Wesentlichen durch die Anpassung von Zahlungszielen erreicht. Nennenswerte Forderungsausfälle konnten aufgrund des bewährten Debitoren-Managements vermieden werden.

Die Bilanzsumme zum 31.12.2023 hat sich gegenüber der Bilanzsumme zum 31.12.2022 nur um 6 TEUR verringert.

Die Bankdarlehen wurden planmäßig mit rund 1,318 TEUR getilgt. Die getätigten Investitionen wurden mit neuen Fremdmitteln in Höhe von rund 467 TEUR finanziert. Gleichzeitig haben die Gesellschafter weitere Gelder zur Verfügung gestellt.

Das bilanzielle Eigenkapital ist um 1,029 Mio. EUR gestiegen.

III. Prognosebericht

Bereits Ende 2022 haben die eingeleiteten Maßnahmen zu einer deutlichen Ertragsverbesserung geführt. Das Geschäftsjahr 2023 konnte nahtlos an diese Entwicklung anknüpfen, die Erträge haben sich stabilisiert und daher konnte ein erfreuliches Ergebnis erzielt werden. Zum Ende des Geschäftsjahres 2023 wurden Stimmen am Markt laut, dass die im Jahr 2023 geerntete Kartoffelmenge wohl nicht bis zum Anschluss an die Ernte 2024 reichen wird, da sich die Frühjahrsbestellung 2024 durch das Wetter stark verzögern dürfte. Diese Meldung führte am Markt zu einer kontinuierlichen Verteuerung der Rohware. Kontrakte konnten nicht mehr geschlossen werden. Die Einkaufspreise für die Rohware stiegen nahezu im Wochentakt. Die Verkaufspreise konnten dieser Taktung nicht folgen, so dass es in den ersten Monaten 2024 zu negativen Monatsergebnissen kam. Im Nachgang stellte sich heraus, dass sich die Industrie teilweise bis in den September hinein mit alterntiger Ware eingedeckt hat. Die Auspflanzungen kamen in der Tat später als gedacht in Gange. Die Ernte der Frühkartoffeln verzögerte sich dann allerdings kaum, auch die Anschlusssorten konnten sich aufgrund guter Wachstumsbedingungen schnell entwickeln, so dass es keine Versorgungsengpässe gab. Im Gegenteil es gab zur Jahresmitte mehr als ausreichend Rohware. Dieses Überangebot kann und wird genutzt, um die Einkaufspreise für die Rohware zu drücken, um somit die verlustreichen Monate aus der ersten Jahreshälfte zu kompensieren.

Ferner wird die interne Organisation in der 2. Jahreshälfte gestrafft, um hier schlanker und effektiver zu sein.

Die im Jahr 2022 angeschobenen Vertriebsaktivitäten wurden gefestigt. Generell ist aber dennoch ein leichter Mengenrückgang in der Branche zu verzeichnen. Diesem Umstand soll mit der Produktion und dem Handel von teilfertigen Produkten entgegengewirkt werden. Dieses gilt es in 2024 genauso weiter umzusetzen, daneben Qualitäten zu halten und zu steigern, aber die Einkaufspreise im verträglichen Rahmen zu halten.

Es konnten durch gezielte Vertriebsaktivitäten bereits Großkunden akquiriert werden, die eine Stabilisierung von den Absatzmengen in Aussicht stellen.

Obwohl das Wirtschaftsjahr 2024, bedingt durch die Fehleinschätzung in der Rohstoffversorgung durch die Marketmaker, einen schweren Start hatte und was eine unverhältnismäßig hohe Verteuerung des Rohstoffes Kartoffel mit sich brachte, konnten die Monatsergebnisse zur Jahresmitte stabilisiert werden. Zum Jahresende rechnen wir mit einem positiven Ergebnis.

IV. Chancen- und Risikobericht

1. Risikobericht

Die Ernte 2024 war keine Rekordernte; die Pflanz- und Erntebedingungen waren schwierig. Das Verbot zur Verwendung von bestimmten Pflanzenschutzmitteln prägen die Kartoffelqualitäten und Verfügbarkeiten. Es wurden bereits zum jetzigen Zeitpunkt Partien aus den Langzeitlägern geräumt.

Die unvorhersehbaren Preisentwicklungen sind kaum kalkulierbar und daher macht eine komplette vertragliche Absicherung über den Rohwarenbedarf der Kartoffel keinen Sinn. Die Wettbewerbssituation ist unverändert. Es wird sich immer mehr auf die Großkunden konzentriert, entsprechend umworben und mit Preisangeboten gelockt.

Der Arbeitsmarkt ist nach wie vor rar an Fachkräften. Hier ist es schwer die vorhandenen Stellen neu zu besetzen bzw. auch die Lücken bei der Erweiterung zu schließen. Die geplanten Investitionen müssen weiterhin laufen und die damit verbundenen Verfahrensweisen entwickelt werden, was sicherlich erstmal einen Mehraufwand bedeutet.

Ein weiterer Unsicherheitsfaktor ist die Energieversorgung. Die Preise für Strom, Gas und Diesel liegen auf einem sehr hohen Niveau. Kleinste Aussagen über eine drohende Krise oder Unruhen lassen die Preise teilweise explosionsartig steigen.

2. Chancenbericht

Die bislang getätigten Investitionen haben uns in Qualität und vor allem auch in der Effektivität deutlich vorangebracht. Es sind weitere Investitionen geplant, um unsere Qualitäten weiterhin zu sichern und unsere Produktion noch effektiver werden zu lassen. Auch sind damit Produkterweiterung vorgesehen, die zur Verbesserung der gesamten betrieblichen Auslastung beitragen werden. Unsere hohen Qualitätsansprüche werden durch standardisierte QM-Prozesse von der Anlieferung bis zur Auslieferung abgesichert.

Um uns gegenüber dem Wettbewerb abzusetzen, bleiben wir unserer Linie treu, mit Service und vor allem mit Qualität zu punkten, um so einen Mehrwert zu generieren, den wir uns schlussendlich vergüten lassen. Dieser Service beinhaltet nicht nur eine punktgenaue Anlieferung der Ware durch unseren eignen Fuhrpark, sondern wir liefern auch Produkte anderer Firmen mit, damit alles zur rechten Zeit am rechten Ort ist.

Durch den günstigen Bezug von so genannter Handelsware über unsere 100%ige Tochter Neuenkirchener Heidekartoffeln wird der Handelsbereich ausgebaut. Somit wird nicht nur der Absatzmarkt über die 100%ige Tochtergesellschaft Neuenkirchener Heidekartoffel stabilisiert und erweitert, sondern auch der Einkaufsmarkt.

3. Gesamtaussage

In den vergangenen Geschäftsjahren wurden die wesentlichen Grundlagen für Absatz- und Umsatzausweitungen in den folgenden Geschäftsjahren geschaffen. Insgesamt erwartet die Geschäftsleitung eine stabile Umsatzentwicklung für das Geschäftsjahr 2024 mit einem positiven Ergebnis.

I. Bericht über Zweigniederlassungen

Die Gesellschaft enthält keine Zweigniederlassungen.

 

Grabau, den 10.12.2024

die Geschäftsführung

Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers

An die

Sola Bonum GmbH,

Suhlendorf,

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Sola Bonum GmbH, Suhlendorf - bestehend aus der Bilanz zum 31.12.2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Sola Bonum GmbH, Suhlendorf, für das Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31.12.2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 III 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung.

Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir die Darstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrundeliegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrundeliegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Hannover, den 12. Dezember 2024

HINDENBURG REVISION GMBH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

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