Stammdaten

Register
Amtsgericht Mainz HRB 43056
Eingetragen
9.12.2010
Branche
Erbringung von Beratungsleistungen auf dem Gebiet der InformationstechnologieErbringung von sonstigen Dienstleistungen der InformationstechnologieErbringung von sonstigen Informationsdienstleistungen
Gegenstand
Die Beratung, Realisierung und Entwicklung von Softwarelösungen im Bereich interaktiver Informationssysteme wie Intranet und Internet, Schulung von Kunden in diesen Geschäftsfeldern, der Handel mit Hard- und Softwareprodukten sowie alle sonstigen Tätigkeiten, die dem Gegenstand des Unternehmens zu dienen geeignet sind.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Christoph Teichmann
seit 21.9.2023
Prokura
Dirk Hoffmeier
seit 9.12.2010
Vorstandsmitglied
Stefan Stomporowski
seit 9.12.2010
Vorsitzender des Vorstands
Vorsitzender des Vorstands

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

ilume Informatik AG

Mainz

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.10.2022 bis zum 30.09.2023

Lagebericht

1 Geschäftstätigkeit des Unternehmens (Geschäftsmodell)

Das Unternehmen ist ein IT-Beratungshaus, dessen Geschäftstätigkeit Leistungen rund um die Kerngeschäftsbereiche Systemintegration (Konzeption von IT-Projekten, Integration von Standardsoftware in bestehende Anwendungslandschaften sowie die Entwicklung individueller, interaktiver Softwarelösungen) und IT-Expertenvermittlung umfasst. Der heterogene Kundenstamm umfasst Konzerne und mittelständische Betriebe, u.a. aus den Bereichen Bank, Logistik, Dienstleistung und Pharma. Die Mitarbeiter waren im Geschäftsjahr 2022/2023 in der Niederlassung Mainz, direkt beim Kunden und an mobilen Arbeitsplätzen tätig.

2 Geschäftsverlauf

a) Gesamtwirtschaftliche und branchenspezifische Rahmenbedingungen

Die wirtschaftliche Leistung in Deutschland zeigt für das Jahr 2023 preis-, saison- und kalenderbereinigt eine Abnahme um 0,3 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Damit ist die deutsche Wirtschaft im Kalenderjahr 2023 geschrumpft und es wird erwartet, dass das Bruttoinlandsprodukt (BIP) im Jahr 2024 nur um etwa 0,2 Prozent zunehmen wird. Die Regeneration der deutschen Wirtschaft nach dem coronabedingten Einbruch im Jahr 2020 fällt bis heute verhaltener aus als erhofft. Bereits 2022 war die ersehnte Verbesserung der Lage nicht eingetreten; im Übergang 2023/2024 kam es definitionsmäßig gar zu einer Rezession (Wirtschaftsschrumpfung in zwei aufeinanderfolgenden Quartalen). Der andauernde Krieg in der Ukraine und die hohen Energiepreise lassen keine nachhaltige Wirtschaftsregeneration zu. Diese Umstände führten sogar zu einer Korrektur der Prognosen für die Jahre 2024 und 2025, da die allgemeine weltwirtschaftliche Schwäche die deutsche Wirtschaft doch stärker belastet als noch im Herbst 2023 angenommen.

Erfreulicherweise ist zum Anfang des Jahres 2024 die Stimmung unter den deutschen Unternehmen aber sichtbar verbessert und die Erwartungen fallen deutlich weniger pessimistisch aus als im Vorjahr.

(https://de.statista.com/statistik/daten/studie/1251/umfrage/entwicklung-des-bruttoinlandsprodukts-seit-dem-jahr1991/ :~:text=Im%20Jahr%202023%20betrug%20das,das%20BIP%20also%20kr%C3%A4ftig%20gestiegen;

https://www.tagesschau.de/wirtschaft/konjunktur/bip-deutschland-q4-100.html :~:text=Die%20deutsche%20Wirtschaft%20ist%20zum,der%20R%C3%BCckgang%200%2C2%20Prozent;https://www.ifo.de/umfrage/ifo-geschaeftsklima-deutschland).

Wie bereits in vergangenen Jahren stellt sich die Situation im deutschen Informations- und Kommunikationssektor (ITK) besser dar als in der Gesamtwirtschaft: nach einem Umsatzplus von 2% (215,0 Mrd. €) für 2023 wird für das kommende Jahr mit einem Umsatzwachstum um 4,4% (224,3 Mrd. €) gerechnet. Somit ist die Marktentwicklung seit 2020 positiv, selbst in Zeiten großer Krisen und Unwägbarkeiten ist der Markt stets gewachsen.

Innerhalb des ITK-Sektors ist die Umsatzprognose für 2024 im Bereich Software am optimistischsten (+9,4%), gefolgt vom Bereich IT-Services (+4,8%). Somit wird der Bereich IT-Services nach dem Wachstum um 5,1% im Jahr 2023 weiterhin stabil wachsen.

Auch die Anzahl der Erwerbstätigen in dem ITK-Sektor steigt weiterhin an: 2024 werden rund 1,37 Mio. Menschen in diesem Bereich beschäftigt sein (+2,7%), davon rund 87% im Bereich Software. Bereits im Jahr 2023 hatte die Zahl der Beschäftigten um 2,1% zugenommen (auf 1,33 Mio.).

(https://www.bitkom.org/sites/main/files/2024-01/240110-Bitkom-Charts-Konjunktur-final.pdf)

Weiterhin ist der Fachkräftemangel ein die ITK-Branche beherrschendes Problem und hat für 87% der Unternehmen einer ifo-Befragung Ende 2023 eine dringende Relevanz. Es gestaltet sich für die Unternehmen am schwierigsten, Fachkräfte im Berufsfeld "Wirtschaft und Verwaltung" (29%) zu finden. Ähnlich schwer ist die Stellenbesetzung in den Berufsfeldern "Technik und Technologie" (24%) und "Computer und IT" (12%). Die Situation erschwert zusätzlich, dass die Unternehmen für diese Berufsfelder zu wenige Bewerbungseingänge verzeichnen können. Im Schnitt bleiben IT-Stellen 7,7 Monate vakant und 75% der Unternehmen erwarten eine Verschärfung dieser Situation.

Im Dezember 2023 waren 149.000 Stellen für IT-Experten unbesetzt (+12.000 im Vergleich zum Vorjahr). Nur 2% der Unternehmen halten das Angebot an IT-Fachkräften am Markt für ausreichend und etwa 97% haben Probleme bei der Besetzung von IT-Stellen.

(https://www.ifo.de/fakten/2023-11-24/fachkraeftemangel-praegt-massgeblich-die-hr-strategien-von-unternehmen-4-quartal;https://www.bitkom.org/Presse/Presseinformation/Rekord-Fachkraeftemangel-Deutschland-IT-Jobs-unbesetzt)

b) Wesentliche Entwicklung im Geschäftsjahr 2022/2023

Die ilume Informatik AG generierte im Geschäftsjahr 2022/2023 einem Umsatz von T€ 18.272 (Vorjahr T€ 18.066) und lag damit rund 1,2% über dem Vorjahreswert. Die stabile Nachfrage am IT-Dienstleistungsmarkt, die gleichbleibend starke Digitalisierungstrend und die stabilen Geschäftsbeziehungen waren die Basis dieses bestätigenden Trends.

Die durchschnittliche Mitarbeiteranzahl gem. § 267 Abs. 5 HGB verringerte sich im Geschäftsjahr um 1 Mitarbeiter (126; Vorjahr 127).

Mittlerweile agiert das Unternehmen im vierten Geschäftsjahr unter der aktuellen internen Struktur. Die vertriebliche Organisation konnte durch die Einstellung von je einem verantwortlichen Bereichsvertriebsmitarbeiter entsprechend angepasst werden. Diese dezentrale Vertriebsorganisation analog zur technologischen Ausrichtung der Bereiche trägt zu einer zukunftssicheren, technologie- und kompetenzbasierten Struktur bei.

Durch die Zusammenarbeit mit einem externen Berater konnten für die einzelnen Bereiche einheitliche Strukturen und Berichtswege installiert werden und die bereichsübergreifende Kooperation deutlich gestärkt werden. Hierbei wird weiterhin die Philosophie der kurzen, direkten Kommunikationswege realisiert.

Die räumliche Zusammenlegung aller Geschäftsbereiche an einen Standort hat sich bewährt. Die Möglichkeit des bereichsübergreifenden Zusammenseins und -arbeitens in den eigens dafür geschaffenen Flächen wird immer intensiver genutzt.

Nachdem ein objektiver Blick auf das Portfolio des Unternehmens geworfen wurde und die internen Strukturen optimiert sind, soll im nächsten Schritt das Markenbild mithilfe einer Agentur geschärt werden. Die internen Workshops werden voraussichtlich 2024 abgeschlossen werden.

Der Jahresüberschuss (in Höhe von T€ 1.365) verringerte sich gegenüber dem Vorjahr um T€ 138.

Die Mitarbeiterzahl konnte über das Geschäftsjahr nicht gesteigert werden, was sich u.a. in den nahezu gleichbleibenden Personalkosten (-T€ 2,7) widerspiegelt.

Die Bilanzsumme verringerte sich auf T€ 6.172 (Vorjahr T€ 6.228).

3 Lage des Unternehmens

a) Vermögenslage

Die Vermögenslage der Gesellschaft ist weiterhin stabil. Das Eigenkapital belief sich zum Bilanzstichtag auf T€ 3.265 (Vorjahr T€ 3.100). Die Eigenkapitalquote beträgt 52,9% (Vj.: 49,8%).

Die Liquidität 3. Grades (Current Ratio) beträgt 2,04 (Vorjahr 1,95), das Working Capital T€ 3.038 (Vorjahr T€ 2.913). Beide Kennzahlen erhöhten sich und sind nach wie vor sehr zufriedenstellend.

Der Bestand an Forderungen aus Lieferungen und Leistungen hat sich gegenüber dem Vorjahr auf T€ 3.060 (Vorjahr T€ 2.875) erhöht und beläuft sich auf durchschnittlich ca. 2,0 Monatsumsätze (Vorjahr ca. 1,9 Monatsumsätze). Die Veränderung gegenüber dem Vorjahr ist stichtagsbezogen.

Die sonstigen Vermögensgegenstände haben sich um T€ 35 auf T€ 182 erhöht. Wesentliche Ursache hierfür sind Ertragssteuererstattungsansprüche in Höhe von T€ 59.

Die Liquidität hat sich auf T€ 2.752 verringert (Vorjahr T€ 3.031).

Die Passivseite ist geprägt durch:

• die Verbesserung des Eigenkapitals (+T€ 165),

• eine Reduzierung der Rückstellungen (-T€ 230), insbesondere wegen geringerer Steuerrückstellungen (-T€ 85) und geringerer Rückstellungen für noch nicht abgerechnete Tantiemen und Arbeitnehmerprämien (-T€ 130). Hier ist die Einführung eines schnelleren Abrechnungsverfahrens für Arbeitnehmerprämien zu nennen.

• eine Erhöhung der Lieferantenverbindlichkeiten (+T€ 250), hervorgerufen durch hohe Einkäufe von Lieferungen und Leistungen im Abschlussmonat. Das Zahlungsverhalten der Gesellschaft hat sich nicht geändert.

• eine Reduzierung der sonstigen Verbindlichkeiten (-T€ 180). Wegen der schon erwähnten vergleichsweise hohen Einkäufe zum Geschäftsjahresende war insbesondere die Umsatzsteuerzahllast geringer als üblich.

b) Ertragslage

Die Ertragslage im Geschäftsjahr blieb stabil. Die Bruttoumsatzrendite (EBIT-Marge) beträgt 10,2% (Vorjahr 11,5%) und liegt damit, trotz einer geringfügigen Verschlechterung noch im soliden, guten Bereich.

Die Umsatzerlöse konnten um T€ 205 bzw. 1,1% auf T€ 18.262 gesteigert werden.

Der Materialaufwand (bezogene Leistungen) erhöhte sich um T€ 279 bzw. 6,5%. Der Umstand, dass eigene Mitarbeiter nicht im angestrebten Umfang gewonnen werden konnten, führte zu der Erhöhung. Der Personalaufwand reduzierte sich um T€ 3.

Der Rohertrag II (Umsatz, Material- und Personalaufwand) reduzierte sich gegenüber dem Vorjahr um T€ 71 bzw. 2,0% auf T€ 3.407. Die geringfügige Rohertragsverschlechterung führt dann zusammen mit dem verringerten Abschreibungsaufwand (-T€ 45), den gestiegenen sonstigen Aufwendungen (+T€ 161, hervorgerufen insbesondere durch wieder gestiegene Fahrzeug- und Reisekosten sowie gestiegene Kosten für externe Beratung, dem gestiegenen Zinsaufwand (+T€ 8) und dem verringerten Steueraufwand (- T€ 57) zu dem Ergebnis nach Steuern von T€ 1.365 und damit zu einer Verschlechterung im Vergleich zum Vorjahr um T€ 138.

c) Finanzlage

Die Gesellschaft verfügte zum Bilanzstichtag 30.09.2023 über flüssige Mittel in Höhe von T€ 2.752 (Vorjahr T€ 3.031). Bankverbindlichkeiten bestehen nicht.

Die Finanzlage ist sehr gut und die Zahlungsfähigkeit war jederzeit gewährleistet.

d) Zusammenfassung

Zusammenfassend stellt der Vorstand fest, dass sich die Gesellschaft im abgelaufenen Geschäftsjahr nach Jahren des Wachstums konsolidiert hat.

4 Sonstige Angaben

a) Risikomanagement

Im Geschäftsjahr 2022/2023 wurde das unternehmensinterne Risikomanagement weiter vorangetrieben und auf die neuen Berichtswege, die u.a. durch die Schaffung neuer Stellen (Vertrieb) entstanden, angepasst. Die Geschäftschancen werden in einem internen System erfasst und bewertet, so dass die Geschäftsprognosen der einzelnen Bereiche direkt abrufbar sind. Die fortlaufende Aktualisierung der daraus resultierenden Umsatzprognosen wurde konsequent durchgeführt und Ihr Planungszeitraum verlängert. Dieser Ausblick wird wöchentlich automatisiert aus dem internen System generiert (Bericht "Forecast der Bereiche") und verschickt. Weiterhin werden die Prognosen, die aus den einzelnen Geschäftsbereichen kommen, intensiv fortlaufend auf Qualität, Genauigkeit und Zeitnähe geprüft, wobei sich ihre Verlässlichkeit bestätigt hat.

Neben einem wöchentlichen "Sales Call" zur bereichsübergreifenden Abstimmung der Projekt- und Vertragssituationen findet ein wöchentliches, Vertriebsmeeting aller Bereiche zur Koordination der Vertriebstätigkeiten und Bewertung von Geschäftschancen statt.

Die monatlichen "Bereichsleitermeetings", im Rahmen derer sich die Bereichsleiter über die aktuellen Entwicklungen und zu internen Themen austauschen, wurde um einen vorstandsbegleiteten Teil erweitert, um zeitnahe Entscheidungen zu garantieren. Jeder Bereich führt auf der Ebene der Teammanager wöchentliche Abstimmungsmeetings durch, um aktuelle Entwicklungen/Themen direkt in die Teams zu transportieren. Risikobehaftetes Geschäft wird weiterhin ab gewissen Grenzwerten im Rahmen eines Complex Deal Boards vor Abschluss vorgestellt und diskutiert.

Das Risikomanagement über die bewährten Frühwarnindikatoren (internes ilume Ampelsystem) ist weiterhin im Einsatz. Im Jahr 2024 wird dieses durch einen regelmäßigen Controlling-Report ergänzt und weiter professionalisiert. Auch Frühwarnindikatoren aus dem operativen Bereich (Geschäftsmöglichkeitenbetrachtung, Vertriebsquoten, Mitarbeiterauslastung usw.) sollen in diesen Report eingehen. Ziel ist es, den Controlling-Report regelmäßig in automatisierter Form zu Analysezwecken zur Verfügung zu stellen.

Die Unterteilung in vier Geschäftsbereiche ermöglicht eine detailliertere Auswertung der Daten auf bereichsspezifische Besonderheiten (Kunden-/ Projektstruktur, mittlere Auslastung usw.), wodurch das Kennzahlensystem ursachengerechte Auswertungsansätze liefern kann. Der Austausch zwischen den einzelnen Bereichen und die gemeinsame Entscheidungsfindung konnte deutlich vereinfacht und verbessert werden.

b) Investition und Finanzierung

Die im Wirtschaftsjahr 2022/2023 getätigten Investitionen können nicht als wesentlich bezeichnet werden und konnten aus eigenen Mitteln finanziert werden. Bankverbindlichkeiten bestehen nicht.

c) Mitarbeiter

Die durchschnittliche Anzahl der Mitarbeiter reduzierte sich trotz intensiver Recruiting-Maßnahmen um 1 auf 126 Mitarbeiter (entsprechend § 267 Abs. 5 HGB).

d) Lieferanten- und Kundenbeziehungen

Abhängigkeiten von Lieferanten oder Kunden sind aufgrund langjähriger, partnerschaftlicher Beziehungen einerseits und einer großen Anzahl von (neuen) Geschäftsbeziehungen andererseits nicht vorhanden.

5 Soll-Ist Abweichungsanalyse für das Geschäftsjahr 2022/2023

Bei der Planung 2022/2023 wurde für das Geschäftsjahr mit einem Umsatzrückgang von 8,1% und einem niedrigeren Ergebnis als im Vorjahr gerechnet. Im Nachgang (Soll-Ist-Vergleich) ist festzustellen, dass das Umsatzniveau des Vorjahres erreicht wurde (Steigerung um 1,1%), was als Bekräftigung der strategischen Ausrichtung zu sehen ist. Das Ergebnis konnte - entsprechend der Planung - nicht gehalten werden.

6 Prognosebericht, Chancen- und Risikobericht

a) Prognose

Das Geschäftsjahr 2022/2023 stand weiterhin unter dem Einfluss des Ukraine-Kriegs und der daraus resultierenden, weiterhin vergleichsweise hohen Preise. Begleitet wurde es durch eine inflationäre Tendenz. Dank des Mixes aus langjährigen, vertrauensvollen und stabilen Geschäftsbeziehungen und Neukunden kann für das Geschäftsjahr 2023/2024 stabil geplant werden. Weitere Stabilität verleiht das zusätzliche Geschäft mit dem Mittelstand. Im Banken- und Finanzsektor besteht darüber hinaus ein gleichbleibend hoher Digitalisierungsbedarf. Darüber hinaus wird kontinuierlich Expertise für neue Technologien aufgebaut, die an Bedeutung gewinnen werden. Die geschaffene Vertriebsstruktur unterstützt die Bereiche begleitend mit vertrieblichen Aktivitäten. Zudem wird im kommenden Geschäftsjahr der Ausbau des Marketing-Bereichs, die Umstrukturierung der Verwaltung sowie die Optimierung der bereichsübergreifenden Vertriebsarbeit der Anpassung der Geschäftsprozesse an die Marktanforderungen Rechnung tragen.

Eine Zunahme der Reisetätigkeit und der damit verbundenen Reisekosten ist bislang nicht in dem erwarteten Maße erfolgt. Die Reiseaktivitäten nehmen wieder zu, aber in sehr moderater Form, so dass die gestiegenen Energie- und Reisekosten (Benzin/Diesel) auf das Unternehmen keine entscheidenden Auswirkungen haben.

Allerdings hat die gesamtwirtschaftliche Lage dennoch Auswirkungen: Die Verzögerung/ Verschiebung von Projektstarts durch Kunden hat zum Geschäftsjahresübergang dazu geführt, dass sich die Auslastung bereichsübergreifend nicht so darstellte, wie ursprünglich prognostiziert. Entsprechend defensiv hatten Bereichsleiter auch Ihre Geschäftschancen zum Stichtag bewertet.

Aus diesem Kontext heraus wird für das Geschäftsjahr 2023/2024 von einem Umsatz in Höhe von T€ 16.000 und einem Ergebnis von T€ 1.080 ausgegangen. Diese Prognose wird auch durch die betriebswirtschaftlichen Auswertungen der Monate Oktober 2023 bis Februar 2024 bestätigt. Danach sinkt der Umsatz im Vergleich zum entsprechenden Vorjahreszeitraum leicht um T€ 292. Entsprechend ist das vorläufige Ergebnis um T€ 586 auf T€ 226 gesunken. Ursache hierfür sind neben dem gesunkenen Umsatz die höheren Kosten für freiberufliche Leistungen und sonstige Aufwendungen. Auswirkungen auf das o.g. prognostizierte Jahresergebnis hat dies nicht, da die Geschäftstätigkeit nach einem schwachen Winterquartal wieder übliche Verhältnisse angenommen hat.

b) Chancen

Im Laufe des Geschäftsjahres wurde in allen Bereichen je eine Vertriebsposition geschaffen und erfolgreich besetzt. Somit kann die Gewinnung von Neukunden und Projekten im Jahr 2024 für jeden Bereich sowie für das Gesamtunternehmen konsequent vorangetrieben werden. Auch im Jahr 2024 bleiben die Bestandskunden der ilume Informatik AG treu, wozu auch die sehr gute Reputation des Unternehmens am Markt beiträgt. Insgesamt kann für das neue Geschäftsjahr auf solides Geschäftspotenzial gebaut werden: Ende Februar 2024 lagen die gesicherten Beauftragungen mit Laufzeiten bis zum Jahresende bei rund T€ 8.850.

Der Geschäftsbereich CRM (Customer Relationship Management) verfolgt weiterhin konsequent seine Ausbaustrategie und konnte auch in diesem Geschäftsjahr den positiven Trend aus 2022 bestätigen. Der Bereich CRM erzielt, wie der Bereich SMA (Smart Automation), konstant sehr gute Auslastungsquoten. Der Geschäftsbereich SMA treibt weiterhin die Diversifizierung seines Geschäftskundenportfolios voran und hat Erfolge im Sinne neuer Direktkunden verzeichnen können. Der Geschäftsbereich DEV (Custom Development) arbeitet an der Neuausrichtung seines Marktbildes und passt seine Strategie kontinuierlich an dieses Ziel an.

Im Jahr 2023 konnte sich die ilume Informatik AG wieder auf Personal- und Fachmessen vorstellen, die in Präsenz stattfanden. Darüber hinaus wurden Community- und Partner-Veranstaltungen (auch in den eigenen Räumlichkeiten) veranstaltet, um den Bekanntheitsgrad des Unternehmens weiter zu erhöhen. Erstmals wurde ein Kunden-Summit realisiert, das viele positive Gespräche und Verhandlungen nach sich zog.

Dank der Einstellung einer neuen Marketing-Mitarbeiterin wurden mehr Kampagnen als im Vorjahr realisiert und Marketingaktivitäten konnten zentral und zielgerichtet geplant werden. Da das externe Marketing nach dem Ende der pandemischen Lage deutlich an Bedeutung zurückgewonnen hat, wird im Jahr 2024 die Stelle eines Marketing-Managers geschaffen. Begleitend wird die Zusammenarbeit mit einer Marken-Agentur angestrebt, um die Markenpersönlichkeit der Gesellschaft zu schärfen und um diese für den Vertrieb und das interne Marketing ertragreich und sinnvoll nutzbar zu machen.

Der Aufbau des Recruiting-Teams war erfolgreich und hat zu einem deutlichen Anstieg an Ansprachen geführt. Durch die Professionalisierung des Bewerbermanagements wurde die Zusammenarbeit mit den Geschäftsbereichen optimiert. Darüber hinaus konnten deutlich mehr Hochschulmessen besucht werden und das Hochschulmarketing intensiviert werden. Auch für die Jahre 2023 und 2024 wird ein Trainee-Programm zur internen Ausbildung von Fachkräften angeboten.

c) Risiken

Der allgemeine Fachkräftemangel sowie der Mangel an qualifizierten Bewerbern bleiben die großen Herausforderungen für das Unternehmen. Auch wenn Einstellungen getätigt werden konnten, ist es nicht gelungen, den Personalbestand an Beratern zu erhöhen. Als Konsequenz wurden die Maßnahmen zur Mitarbeiterbindung intensiviert und es wurde eine neue Stelle im Bereich internes Personalmarketing geschaffen, um im Jahr 2024 Strategien in diesem Bereich auszuarbeiten und umzusetzen. Im Rahmen der Umstrukturierung des Verwaltungsbereichs wird die Neuausrichtung des Personalteams von Bedeutung sein.

d) Fortbestands-Einschätzung

Risiken, die unter Berücksichtigung der dargestellten Fakten den Fortbestand des Unternehmens gefährden könnten, lagen bis heute nicht vor und sind derzeit auch für die überschaubare Zukunft nicht erkennbar.

 

Mainz, den 17. April 2024

gez. Stefan Stomporowski, Vorstandsvorsitzender

Bilanz

Aktiva

30.9.2023
EUR
30.9.2022
EUR
A. Anlagevermögen 156.394,00 145.236,00
I. Sachanlagen 156.394,00 145.236,00
1. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 156.394,00 145.236,00
B. Umlaufvermögen 5.993.948,37 6.052.927,74
I. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 3.242.253,48 3.022.370,73
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr 49.332,63 72.109,24
II. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 2.751.694,89 3.030.557,01
C. Rechnungsabgrenzungsposten 21.672,84 29.984,17
Aktiva 6.172.015,21 6.228.147,91

Passiva

30.9.2023
EUR
30.9.2022
EUR
A. Eigenkapital 3.265.101,96 3.100.187,28
I. Gezeichnetes Kapital 100.000,00 100.000,00
II. Kapitalrücklage 22.750,00 22.750,00
III. Gewinnrücklagen 1.000.000,00 1.000.000,00
IV. Bilanzgewinn 2.142.351,96 1.977.437,28
davon Gewinnvortrag 777.437,28 474.410,09
B. Rückstellungen 1.666.699,89 1.897.496,27
C. Verbindlichkeiten 1.240.213,36 1.170.714,36
davon mit Restlaufzeit bis zu einem Jahr 1.240.213,36 1.170.714,36
D. Rechnungsabgrenzungsposten 0,00 59.750,00
Passiva 6.172.015,21 6.228.147,91

Gewinn- und Verlustrechnung

1.10.2022 - 30.9.2023
EUR
1.10.2021 - 30.9.2022
EUR
1. Rohergebnis 13.941.314,40 14.029.175,09
2. Personalaufwand 10.287.300,29 10.289.980,02
a) Löhne und Gehälter 8.898.572,14 8.930.734,00
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 1.388.728,15 1.359.246,02
davon für Altersversorgung 6.749,86 5.398,54
3. Abschreibungen 62.951,60 108.224,73
a) auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 62.951,60 108.224,73
4. sonstige betriebliche Aufwendungen 1.713.873,10 1.552.526,02
5. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 8.234,82
6. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 2.365,14
7. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 509.123,41 565.894,13
8. Ergebnis nach Steuern 1.373.935,68 1.512.550,19
9. sonstige Steuern 9.021,00 9.523,00
10. Jahresüberschuss 1.364.914,68 1.503.027,19
11. Gewinnvortrag aus dem Vorjahr 777.437,28 474.410,09
12. Bilanzgewinn 2.142.351,96 1.977.437,28

Anhang

1. Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss

Die Gesellschaft weist zum Abschlussstichtag die Größenmerkmale einer mittelgroßen Kapitalgesellschaft im Sinne der §§ 264, 267 Abs. 2 HGB auf.

1.1 Angaben zur Identifikation der Gesellschaft

Firma: ilume Informatik AG
Sitz: Mainz
Registergericht: Mainz
Register-Nr.: HRB 43056

1.2 Inhalt und Gliederung des Jahresabschlusses

Der vorliegende Jahresabschluss ist grundsätzlich unter Beibehaltung der für den Vorjahresabschluss angewendeten Gliederungs- und Bewertungsgrundsätzen nach den für mittelgroße Kapitalgesellschaften geltenden Vorschriften des Handelsgesetzbuches aufgestellt (§§ 265 Abs. 1 Satz 2, 266 ff. HGB). Ergänzend waren die Regelungen des Aktiengesetzes zu beachten.

Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren (§ 275 Abs. 2 HGB) aufgestellt. Die Erweiterung der Gliederung, entsprechend § 158 Abs. 1 AktG, wurde beachtet.

1.3 Währungsumrechnung

Fremdwährungsposten wurden - soweit im Jahresabschluss vorhanden - mit dem Devisenkassamittelkurs (§ 256a Satz 1 HGB) verbucht.

1.4 Bilanzierungsmethoden

Die Bilanzierung und Bewertung wird nach den allgemeinen Bestimmungen des Handelsgesetzbuches (§§ 252 bis 256 HGB) unter Berücksichtigung der speziellen Vorschriften für Kapitalgesellschaften (§§ 269 bis 274, 279 bis 283 HGB) sowie der Sondervorschriften des Aktiengesetzes vorgenommen.

Im Jahresabschluss sind sämtliche Vermögensgegenstände, Schulden, Rechnungsabgrenzungsposten, Aufwendungen und Erträge enthalten, soweit gesetzlich nichts anderes bestimmt ist. Die Posten der Aktivseite sind nicht mit Posten der Passivseite, Aufwendungen nicht mit Erträgen, Grundstücksrechte nicht mit Grundstückslasten verrechnet worden.

Das Anlage- und Umlaufvermögen, das Eigenkapital, die Schulden, die Rechnungsabgrenzungsposten sowie die latenten Steuern wurden in der Bilanz - soweit vorhanden - gesondert ausgewiesen und hinreichend aufgegliedert.

Das Anlagevermögen weist nur Gegenstände aus, die bestimmt sind, dem Geschäftsbetrieb dauernd zu dienen. Rückstellungen wurden nur im Rahmen des § 249 HGB und Rechnungsabgrenzungsposten nach den Vorschriften des § 250 HGB gebildet.

Haftungsverhältnisse i.S. von § 251 HGB sind ggf. nachfolgend gesondert angegeben.

1.5 Bewertungsmethoden

Die Wertansätze der Eröffnungsbilanz des Geschäftsjahres stimmen mit denen der Schlussbilanz des vorangegangenen Geschäftsjahres überein.

Bei der Bewertung wurde von der Fortführung des Unternehmens ausgegangen. Die Vermögensgegenstände und Schulden wurden einzeln bewertet, sofern nicht § 254 HGB anzuwenden ist. Es ist vorsichtig bewertet worden, namentlich sind alle vorhersehbaren Risiken und Verluste, die bis zum Abschlussstichtag entstanden sind, berücksichtigt worden, selbst wenn diese erst zwischen dem Abschlussstichtag und der Aufstellung des Jahresabschlusses bekannt geworden sind. Gewinne sind - mit Ausnahme von evtl. anfallenden Währungskursgewinnen gem. § 256a Satz 2 HGB - nur berücksichtigt worden, wenn sie bis zum Abschlussstichtag realisiert wurden. Aufwendungen und Erträge des Geschäftsjahres sind unabhängig vom Zeitpunkt der Zahlung berücksichtigt worden.

Einzelne Positionen werden wie folgt bewertet:

Sachanlagen (andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung) sind zu Anschaffungs- und Herstellungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen, bewertet. Die planmäßigen Abschreibungen wurden nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände und entsprechend den steuerlichen Vorschriften linear vorgenommen. Bewegliche Gegenstände des Anlagevermögens bis zu einem Wert von 800,00 € wurden im Jahr des Zugangs aktiviert und planmäßig abgeschrieben. Bewegliche Gegenstände des Anlagevermögens mit Anschaffungskosten bis zu 250,00 € werden ohne Aufnahme in das Anlagegitter sofort als Aufwand gebucht. Außerplanmäßige Abschreibungen waren im Berichtsjahr nicht veranlasst.

Die Forderungen, sonstigen Vermögensgegenstände und flüssigen Mittel werden grundsätzlich mit dem Nennbetrag angesetzt. Erkennbare Einzelrisiken werden durch Einzelwertberichtigungen berücksichtigt. Für Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wurde eine pauschale Wertberichtigung in Höhe von 25.950,00 € vorgenommen.

Als aktive Rechnungsabgrenzungsposten werden Ausgaben vor dem Abschlussstichtag ausgewiesen, soweit sie Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen. Die Bewertung erfolgt mit dem Nennwert.

Das gezeichnete Kapital ist mit dem Nominalbetrag angesetzt.

Die sonstigen Rückstellungen erfassen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten und sind mit dem Erfüllungsbetrag bewertet, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist (§ 253 Abs. 1 Satz 2 HGB). Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr liegen - bis auf die Gewährleistungs- und Aufbewahrungsrückstellung - nicht vor.

Die Verbindlichkeiten werden mit dem Erfüllungsbetrag ausgewiesen (§ 253 Abs. 1 Satz 2 HGB).

1.6 Einzelangaben zur Bilanz

Die Entwicklung und Gliederung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist aus dem Anlagenspiegel (Beilage zu diesem Anhang) ersichtlich; ebenso die Abschreibungen des Geschäftsjahres.

Sämtliche Forderungen sind - bis auf Mietkautionen in Höhe von insgesamt 49.332,63 € (Vorjahr: 72.109,24 €) - vereinbarungsgemäß innerhalb eines Jahres fällig.

Das gezeichnete Kapital beträgt 100.000,00 € und entspricht dem im Handelsregister eingetragenen Grundkapital. Die Einlagen in das Grundkapital sind vollständig erbracht.

Die Kapitalrücklage in Höhe von 22.750,00 € setzt sich aus zwei Beträgen zusammen.

4.000,00 € entstanden aus dem bei Ausgabe der Aktien durch die Erwerber zu zahlenden Aufgeld.

18.750,00 € entstanden aus dem Unterschiedsbetrag zwischen Anschaffungskosten und Veräußerungspreis eigener Anteile.

Vom Bilanzgewinn des Geschäftsjahres 2021/2022 wurde durch den Beschluss der Hauptversammlung ein Betrag in Höhe von 777.437,28 € vorgetragen.

Eine Gesetzliche Rücklage nach § 150 Abs. 1 AktG besteht in Höhe von 10.000,00 €.

In den sonstigen Rückstellungen sind enthalten:

Aufsichtsratvergütung 28.000,00 €
Gewährleistung 36.600,00 €
Aufbewahrung 23.200,00 €
Tantieme 169.000,00 €
Arbeitnehmerprämien 890.193,33 €
Urlaubsansprüche 213.923,95 €
Buchhaltung, Abschluss, Prüfung 69.204,00 €
Beratung 16.240,00 €
Sonstige 101.606,97 €
Insgesamt 1.547.968,25 €

Die Verbindlichkeiten i.H.v. 1.240.213,36 € Euro insgesamt gliedern sich wie folgt:

Beträge
in Euro
bis 1 Jahr 1-5 Jahre über 5 Jahre gesamt
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 0,00 € 0,00 € 0,00 € 0,00 €
Verbindlichkeiten aus L. und L. 927.071,32 € 0,00 € 0,00 € 927.071,32 €
sonstige Verbindlichkeiten 313.142,04 € 0,00 € 0,00 € 313.142,04 €
1.240.213,36 € 0,00 € 0,00 € 1.240.213,36 €

Die von Kreditinstituten eingeräumten Kreditlinien sind durch Abtretung der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen besichert.

1.7 Einzelangaben zur Gewinn- und Verlustrechnung

Für das Anlagevermögen wurden im Geschäftsjahr planmäßige Abschreibungen in Höhe von insgesamt 62.951,60 € vorgenommen.

In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind keine wesentlichen periodenfremden Erträge enthalten. Gleiches gilt für die sonstigen betrieblichen Aufwendungen.

Erträge und Aufwendungen von außergewöhnlicher Größenordnung oder außergewöhnlicher Bedeutung i.S.v. § 285 Nr. 31 HGB liegen nicht vor.

1.8 Angaben zu nicht in der Bilanz enthaltenen Geschäfte / Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen i.H.v. 1.305.286,24 € umfassen Büromieten und Leasingverträge ab dem 1. Oktober 2023 bis zum jeweiligen Vertragsauslauf. Risiken hieraus sind nicht erkennbar, dies auch deshalb, da die Leasingverträge sowie die Mietverträge für einen überschaubaren Zeitraum abgeschlossen wurden.

1.9 Beschäftigte

Die durchschnittliche Mitarbeiterzahl ergibt sich wie folgt:

Mitarbeiter 2022/2023 2021/2022
Angestellte 104 103
Aushilfen / Teilzeitbeschäftigte 22 24
Insgesamt 126 127

2. Haftungsverhältnisse i.S.v. § 251 HGB

Zum Abschlussstichtag bestanden keine Haftungsverhältnisse im Sinne von § 251 HGB.

3. Geschäftsbeziehungen zu nahestehenden Personen

Geschäftsbeziehungen zu nahestehenden Personen, die nicht zu marktüblichen Bedingungen zustande gekommen sind, liegen nicht vor.

4. Gesamthonorar des Abschlussprüfers

Von dem Angabewahlrecht gem. § 288 Abs. 2 Satz 3 HGB wird Gebrauch gemacht.

5. Angaben zu den Aktien

Angaben über den Bestand, den Erwerb und die Veräußerung eigener Aktien

Zum 30. September 2023 waren keine eigenen Aktien im Bestand.

Angaben über die Gattung der Aktien

Das Grundkapital ist eingeteilt in:

Stammaktien Stück Nennwert
100.000 1,00 €

Es handelt sich um Inhaberaktien.

6. Organe der Gesellschaft

Dem Vorstand gehörten zum 30. September 2023 folgende Personen an:

Herr Stefan Stomporowski (Vorsitzender), Diplom Informatiker, Mainz,

Herr Patrick Stahmann, Diplom Informatiker, Zornheim,

Herr Dirk Hoffmeier, Diplom Informatiker, Nierstein.

Die berufliche Tätigkeit der Vorstandsmitglieder betrifft alle Bereiche der Gesellschaft und kann somit nicht auf bestimmte Zuständigkeiten eingegrenzt werden.

Die Gesamtbezüge der Vorstandsmitglieder betrugen im Geschäftsjahr 2022/2023 insgesamt 745.000,00 €.

Den Aufsichtsrat bildeten die folgenden Personen:

Herr Gerd Bartkowiak (Vorsitzender), Steuerberater, Mainz,

Frau Judith Schnell, Vorstandsassistentin, Hahnheim und

Herr Horst Grode, Geschäftsführer.

Die Aufsichtsratsvergütungen betrugen in 2022/2023 insgesamt 28.000,00 €.

7. Gewinnverwendungsvorschlag

Vorstand und Aufsichtsrat haben noch keinen Vorschlag zur Verwendung des Bilanzgewinns gefasst.

8. Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Bilanzstichtag

Es gibt keine Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Bilanzstichtag.

Unterschrift der Geschäftsführung

 

Mainz, den 18. März 2024

gez. Stefan Stomporwski, Vorstandsvorsitzender

Bericht des Aufsichtsrats

über das Geschäftsjahr 2022/2023 und Feststellung des Jahresabschlusses auf den 30. September 2023

Der Aufsichtsrat kam im abgelaufenen Wirtschaftsjahr zu acht Sitzungen zusammen, in denen er vom Vorstand der Gesellschaft über die jeweils aktuelle Entwicklung der Gesellschaft unterrichtet wurde.

Der Vorstand der Gesellschaft hat dem Aufsichtsrat den Jahresabschluss am 17. April 2024 vorgelegt. Der Aufsichtsrat hat den Jahresabschluss mit Anhang auf seine Plausibilität beurteilt. Dabei sind ihm keine Sachverhalte bekannt geworden, die gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses sprechen. Der Lagebericht des Vorstands gibt nach Einschätzung des Aufsichtsrats die Lage der Gesellschaft zutreffend wieder.

Der Aufsichtsrat billigt den vorgelegten Jahresabschluss und stellt ihn fest.

 

Mainz, den 27. Mai 2024

gez. Gerd Bartkowiak, Aufsichtsratsvorsitzender

Einladung / TO Hauptversammlung

Niederschrift über die ordentliche Hauptversammlung der Ilume Informatik AG mit Sitz in Mainz vom 29.05.2024

Am Mittwoch den 29.05.2024 fand um 13:30 in den Räumlichkeiten der Ilume Informatik AG mit Sitz in Mainz die ordentliche Hauptversammlung zum Wirtschaftsjahr 2022/2023 statt.

Zur Hauptversammlung waren erschienen:

1. Vom Aufsichtsrat der Gesellschaft:

a. Herr Gerd Bartkowiak: Aufsichtsratsvorsitzender

b. Frau Judith Schell: Aufsichtsratsmitglied

c. Herr Horst Grode: Aufsichtsratsmitglied

2. Der Vorstand der Gesellschaft:

a. Herr Stefan Stomporowski: Vorstandsvorsitzender

b. Herr Patrick Stahmann: Vorstand

c. Herr Dirk Hoffmeier: Vorstand

3. Aktionäre:

a. Siehe Anlage (Aktionärsliste)

100.000 von 100.000 Aktien = 100% sind anwesend

1. Begrüßung und Feststellung der Beschlussfähigkeit

Der Aufsichtsratsvorsitzende begrüßt die Aktionäre und stellt fest, dass die Hauptversammlung fristgerecht einberufen und die Aktionäre zum angesetzten Sitzungstermin schriftlich unter Einhaltung der gesetzlichen Frist eingeladen wurden. Alle Vorstands- sowie Aufsichtsratsmitglieder haben diese Einladung ebenso erhalten. Alle Aktionäre, die sieben Tage vor der Hauptversammlung bereits Aktionäre waren, sind anwesend.

Die Gesellschaft ist nicht stimmberechtigt, soweit sie selbst Anteile hält. 100.000 Stimmen sind stimmberechtigt und anwesend. Die Hauptversammlung ist somit beschlussfähig.

2. Genehmigung der Tagesordnung

Die Tagesordnung ist allen Teilnehmern mit der Einladung zugegangen. Es gab keinerlei Einwände hinsichtlich der Tagesordnung.

Beschlussfassung:

Ja-Stimmen: 100.000
Enthaltungen: 0
Nein-Stimmen: 0

Die Tagesordnung wurde einstimmig genehmigt.

3. Vorlage des festgestellten Jahresabschlusses, des Lageberichts, des Berichts des Aufsichtsrats sowie des Berichts über die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts für das Geschäftsjahr 2022/2023

Der Vorstand legte den vom Aufsichtsrat am 27.05.2024 festgestellten Jahresabschluss des Geschäftsjahres 2022/2023 vom 18.03.2024, den Lagebericht vom 17.04.2024, den Bericht des Aufsichtsrats vom 27.05.2024 vor sowie den Bericht über die Prüfung von Jahresabschluss und Lagebericht vor. Der Jahresabschluss war im Vorfeld an die Aktionäre per E-Mail verteilt worden.

Es gab keine Anmerkungen oder Fragen.

4. Beschlussfassung durch die Hauptversammlung über die Verwendung des Bilanzgewinns

Aufsichtsrat und Vorstand schlagen vor, den Bilanzgewinn der ilume Informatik AG für das Geschäftsjahr 2022/2023 unter Berücksichtigung der am 04.12.2023 beschlossenen und am 07.12.2023 vollzogenen Geschäftsjahreserstausschüttung wie folgt zu verwenden:

Ausschüttung einer Dividende von 4,00 Euro je dividendenberechtigter Stückaktie.

Daraus ergibt sich folgende Gesamtverwendung des Gesamtgewinns

Bilanzgewinn 2.142.351,96 €
Ausschüttung am 04.12.2023 beschlossen 600.000,00 €
Ausschüttung am 29.05.2024 beschlossen 400.000,00 €
Gewinnvortrag 1.142.351,96 €

Die Dividende ist am dritten auf den Hauptversammlungsbeschluss folgenden Geschäftstag zur Zahlung fällig (§ 58 Absatz 4 Satz 2 AktG). Die Auszahlung ist daher für den 04. Juni 2024 vorgesehen.

Beschlussfassung:

Ja-Stimmen: 100.000
Enthaltungen: 0
Nein-Stimmen: 0

Der Vorschlag wurde somit angenommen.

5. Beschlussfassung durch die Hauptversammlung über die Entlastung der Mitglieder des Vorstands

Aufsichtsrat und Vorstand schlagen vor, den im Geschäftsjahr 2022/2023 amtierenden Mitgliedern des Vorstands für diesen Zeitraum Entlastung zu erteilen.

Ein Antrag auf Einzelentlastung wurde nicht gestellt.

Beschlussfassung:

Ja-Stimmen: 100.000
Enthaltungen: 0
Nein-Stimmen: 0

Der Vorschlag wurde somit angenommen.

6. Beschlussfassung durch die Hauptversammlung über die Entlastung der Mitglieder des Aufsichtsrats

Aufsichtsrat und Vorstand schlagen vor, den im Geschäftsjahr 2022/2023 amtierenden Mitgliedern des Aufsichtsrats für diesen Zeitraum Entlastung zu erteilen.

Ein Antrag auf Einzelentlastung wurde nicht gestellt.

Beschlussfassung:

Ja-Stimmen: 100.000
Enthaltungen: 0
Nein-Stimmen: 0

Der Vorschlag wurde somit angenommen.

7. Beschlussfassung durch die Hauptversammlung über die Bestellung des Abschlussprüfers für das Geschäftjahr 2023/2024

Der Aufsichtsrat schlägt vor, die Wagner-Gruber, Dr. Hacker & PartGmbB Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Regensburg, für das Geschäftsjahr 2023/2024 zum Abschlussprüfer für die Gesellschaft zu bestellen.

Beschlussfassung:

Ja-Stimmen: 100.000
Enthaltungen: 0
Nein-Stimmen: 0

Der Vorschlag wurde somit angenommen.

8. Wortmeldungen

Es gab keine Wortmeldungen aus Reihen der Hauptversammlung, des Vorstands oder des Aufsichtsrats.

 

Mainz, den 29.05.2024

gez. Gerd Bartkowiak, Aufsichtsratsvorsitzender

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

"An die ilume Informatik AG, Mainz

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der ilume Informatik AG, Mainz -- bestehend aus der Bilanz zum 30. September 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Oktober 2022 bis zum 30. September 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft.

Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der ilume Informatik AG, Mainz für das Geschäftsjahr vom 1. Oktober 2022 bis zum 30. September 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

• entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 30. September 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Oktober 2022 bis zum 30. September 2023 und

• vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht der Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmüßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt.

Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrates als Aufsichtsorgan für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Der Aufsichtsrat als Aufsichtsorgan ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit $ 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

• identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

• gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

• beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

• ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungsliegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil Zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

• beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

• beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens.

• führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen."

 

Regensburg, den 19. April 2024

Wagner-Gruber, Dr. Hacker & Partner mbB, Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

gez. Dr. Mark Hacker, Wirtschaftsprüfer

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