Otto Duffner GmbH & Co. KG
Selbe AdresseGraugießereien
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Johannes Duffner seit 18.6.2021 | Vorstandsmitglied |
Frank Balla seit 14.3.2017 | Prokura |
Otto Duffner seit 1.10.2002 | Vorstandsmitglied |
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
TCS TürControlSysteme AktiengesellschaftGenthinJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023Lagebericht1 Grundlagen und Geschäftsmodell des UnternehmensDie Geschäftstätigkeit der TCS TürControlSysteme Aktiengesellschaft 1 besteht in der Entwicklung, Produktion und Vermarktung innovativer Produkte und Anwendungslösungen für die moderne Kommunikation und Gebäudetechnik in Wohn- und Gewerbegebäuden. Aufbauend auf dem Kerngeschäft der Tür- und Gebäudekommunikation bietet die Gesellschaft integrierte Teil- und Gesamtlösungen für die Sicherheit und Information der Mieter, Nutzer und Verwaltung der Gebäude, sowie Lösungen für die Zutrittskontrolle und Überwachung. Produkte für das Segment Smart Home und die Gebäudeautomatisierung ergänzen das Angebot. Darüber hinaus werden Design- und Projektierungsleistungen für Architekten, Planer, Vertriebspartner und Errichter angeboten. Das Angebot wird durch Serviceleistungen für den Betrieb und die Wartung von der einfachen Türsprechanlage bis hin zum komplexen, volldigitalen Gebäudesystem abgerundet. Das Geschäft wird in Deutschland von der Muttergesellschaft ausgeübt. Die Elektroinstallationsprodukte, die fachliche Qualifizierungen bei Planung, Installation und Service erfordern, werden über den bewährten Elektrofachhandel vertrieben. Das darüberhinausgehende Beratungs- und Produktangebot wird im direkten Vertrieb und Kontakt zum Architekten, Planer, Errichter und Endkunden angeboten. Über digitale Plattformen werden unter Berücksichtigung unserer Partner direkte Vertriebswege ausgebaut, um das Produkt- und Leistungsangebot umfassend zu vermarkten. Im Ausland werden die Geschäfte von Tochtergesellschaften und Vertriebspartnern betrieben. Mit langjährigen Kooperationspartnern im Bereich OEM/ODM 2 bestehen erfolgreiche Geschäftsverbindungen bei der Vermarktung des bewährten TCS:BUS Systems und der neuen, modernen digitalen Produkte in den Märkten wie der Schweiz, den Beneluxländern und Nordeuropa. Die Gesellschaft verfügt über zwei Produktionsstandorte in Deutschland. Der Firmensitz mit Verwaltung, Entwicklung, Produktion, Vertrieb und Marketing ist in Genthin. Am Standort Triberg im Schwarzwald befinden sich eine CNC 3 -Fertigung, eine Manufaktur für die Einzelfertigung hochwertiger Produkte, eine Außenstelle der Entwicklung sowie der Vertriebsstützpunkt für den süddeutschen Raum. Die Gesellschaft hat mehrere Vertriebsbüros über das gesamte Bundesgebiet verteilt. Die Kundenberatung und Objektbetreuung erfolgt durch eigene Außendienstmitarbeiter und Vertriebspartner. Im Ausland unterhält die Gesellschaft Tochterunternehmen in Österreich, Serbien, der Türkei, Indien sowie in China mit Sitz in Shanghai. Zusätzlich zur Vertriebsorganisation verfügen die Tochtergesellschaften in China und Serbien über eigene Entwicklungs- und Produktionsstätten. 2 Forschung, Entwicklung, MarketingDas Unternehmen betreibt die Neu- und Weiterentwicklung seiner Produkte mit eigenen Mitarbeitern in Abstimmung mit den Tochtergesellschaften und OEM/ODM-Partnern. Im Bedarfsfall werden externe Entwicklungspartner eingebunden. Insgesamt ist der Aufwand für die Entwicklung mit dem Zugang der immaterielle Vermögensgegenstände in Höhe von 851 TEUR (Vorjahr (Vj.) 1.417 TEUR) abgebildet. Die Produkt- und Marketingentwicklungen im Jahr 2023 unterlagen weiterhin der umfangreichen und durchgängigen Digitalisierung der gesamten Produktpalette mit den Neuentwicklungen für die Gebäudekommunikation- und Gebäudesystemtechnik. Der Fokus bei den Produktentwicklungen richtete sich im Jahr 2023 weiter auf die Cloud-/App-Entwicklung für die digitale und mobile Gebäudekommunikation sowie auf die innovative - modular erweiterbare -Innenstationsserie. Weitere Schwerpunkte bildeten die Entwicklung von Hard-/Softwareplattformen zur Integration der IP-Telefonie im Rahmen der Tür- und Gebäudekommunikation sowie das Onlinekonfigurationstool für Türsprechanlagen >20 Wohnungseinheiten, individualisierbare Stationen und Letterboxen. Die kontinuierliche Weiterführung der bewährten und im Markt eingeführten Produktpalette für Neubau und Renovation sowie die Gewährleistung des Ersatzbedarfes für die seit dem über 25-jährigen Bestehen des Unternehmens im Markt millionenfach eingesetzter TCS Produkte schafft Wettbewerbsvorteile. Die Erweiterung der Anwendungsvielfalt digitalisierter und modular erweiterbarer Produktlösungen mittels Schnittstellen für die Anbindung an Fremdsysteme erschließt weitere Potentiale. Die Marketingaktivitäten konzentrierten sich im Geschäftsjahr im Wesentlichen auf die operativen Unterstützungsaktivitäten des Vertriebes im In- und Ausland. So erfolgten bspw. Social-Media-Marketing und Gestaltungsupdates von Werbebroschüren, Messeaktivitäten sowie Kundenveranstaltungen. Hinzu wurde die Umgestaltung der TCS-Website und der Launch einer eigenständigen TCS-Produktwebsite für Produktneuheiten. Kontinuierlich erfolgen weiterhin Investitionen in den Geschäftsbereich Building & Architecture, in dem das Angebot von Kreativ- und Designleistungen mit kundenorientierten Lösungen für Eingangsbereiche gebündelt sind. Mit dem Produkt- und Leistungsangebot dieses Geschäftsbereiches erschließen sich Geschäftsfelder für Design- und Konzeptleistungen für die Gestaltung individueller Eingangsbereiche für Gebäude aller Art. 3 Wirtschaftsbericht3.1 Geschäftsverlauf Das Geschäftsjahr 2023 war geprägt durch den Einbruch der Baukonjunktur, der zum Ende des Jahres 2022 vom Zentralverband Deutsches Baugewerbe in der Konjunkturprognose 2023 mit einem realen Rückgang von über 10% im Wohnungsbau prognostiziert wurde, aber sich fortlaufend verschlechterte. Deshalb mussten die Umsatz- und Ergebnisziele mehrmals korrigiert werden. Laut dem Statistischen Bundesamt war die Anzahl an Baugenehmigungen in Deutschland für Mehrfamilienhäusern zum Ende des Geschäftsjahres 23% geringer als im Vorjahr. Infolge des abrupten Auftragseingangseinbruches bei TCS im ersten Quartal von über 30% ggü. des Vorjahres leitete das Unternehmen umfangreiche Einsparmaßnahmen, personelle und organisatorische Umstrukturierungen sowie Adjustierungen bei den Vertriebsaktivitäten ein. Zudem mussten aufgrund nachfragebedingter Überkapazitäten zwei Monate Kurzarbeit durchgeführt werden. Die eingeleiteten Maßnahmen und Aktivitäten konnten die negativen Auswirkungen der geänderten Konjunkturlage nicht stoppen, aber eingrenzen. Laut der Markdaten-Auswertung 2023 durch das ZVEI, der Fachverband Elektroinstallationssysteme, ist der Absatz der Branche insgesamt rückläufig, während die Gesellschaft dennoch in einigen Produktbereichen zumindest Marktanteile teilweise um bis zu 3% steigern konnte. Der Auftragseingang des Geschäftsjahres in Höhe von 21.197 TEUR (Vj. 24.924 TEUR). Obwohl der Auftragseingang somit am Jahresende 15% unter dem Vorjahreswert liegt, zeigt dies gleichzeitig, dass die eingeleiteten Maßnahmen und Aktivitäten den Rückstand aus dem ersten Quartal halbieren konnte und die Marktposition trotz der rückläufigen Konjunkturlage vergleichsweise mehr als zufriedenstellend behauptet werden konnte. Neben den konjunkturellen Einflüssen konnten negative Einflüsse aus der Corona Pandemie sowie des Ukrainekrieges wie im Vorjahr nicht mehr verzeichnet werden. Dadurch hatte sich insbesondere die Liefertermintreue ggü. unseren Kunden erwartungsgemäß wieder verbessert. Die Umsätze der TCS TürControlSysteme AG wurden im laufenden Geschäftsjahr erneut zu rund 76% (Vj. 76%) im Inland erwirtschaftet. Die Umsätze wurden überwiegend durch den Absatz von Produkten der Gebäudekommunikation generiert. Der Bereich Türkommunikation stellte 94% (Vj. 92%) des Gesamtumsatzes dar. Die Liefertermintreue von Warenlieferungen gegenüber unseren Kunden hat sich im Jahr 2023 erheblich verbessert. In Bezug auf den durch TCS bestätigten Termin wurde übers Jahr durchschnittlich 89% (Vj. 80%) aller Positionen pünktlich oder vorzeitig ausgeliefert, weil sich wesentliche Einflüsse aus dem Vorjahr, wie der Lockdown in Shanghai, nicht wiederholten und die anhaltenden Probleme bei der Materialbeschaffung weitgehend bewältigt werden konnten. Die Garantiequote lag im Jahr 2023 bei durchschnittlich 1,21% und ist damit im Vergleich zum Vj. (0,97%) angestiegen. Das Jahresziel von 0,9% wurde nicht erreicht. Der Jahresfehlbetrag i. H. v. 548 TEUR (Vj. Jahresüberschuss 902 TEUR) konnte aufgrund des konjunkturbedingten Umsatzeinbruchs nicht vermieden werden. Allerdings führten die ab dem ersten Quartal umgesetzten Maßnahmen dazu, dass weitere Verluste begrenzt werden konnten. Die zuletzt geplante adjusted EBITDA 4 -Marge (adjusted EBITDA / Umsatz) i. H. v. -1% (Vj. 4%) im Herbst 2023 wurde nicht erreicht, sondern mit -2,5% verfehlt und somit das Performance-Ziel auf Unternehmensebene für das Geschäftsjahr nicht erfüllt. Deshalb wird der Geschäftsverlauf negativ bewertet. 3.2 Die Geschäftsverläufe der Tochtergesellschaften Die Geschäftsverläufe der serbischen und der österreichischen Gesellschaften entwickelten sich planmäßig positiv, während der Geschäftsverlauf der chinesischen Gesellschaft überplanmäßig positiv ausfiel. Die Geschäftsverläufe der indischen und der türkischen Gesellschaften verliefen jedoch nicht planmäßig, da sich die Verfügbarkeit von marktfähigen IP-Produkten erneut verzögerte und keine Großprojekte mit dem bestehenden Portfolio gewonnen werden konnten. Während die türkische Gesellschaft einen Jahresfehlbetrag verzeichnete, konnte die indische Gesellschaft das Geschäftsjahr ohne Jahresfehlbetrag abschließen. 3.3 Vermögenslage Das Anlagevermögen sowie das Umlaufvermögen verbleiben nahezu unverändert auf 9.033 TEUR (Vj. 9.029 TEUR) und auf 10.409 TEUR (Vj. 10.427 TEUR), weil einerseits die Zugänge bei den immateriell Vermögensgegenständen die Abgänge bei den Sachanlagen ausgleichen und an andererseits die abgebauten Forderungen die Zugänge bei den Vorräten kompensieren. In der Folge veränderte sich die Bilanzsumme unwesentlich auf 19.549 TEUR (Vj. 19.608 TEUR). Die immateriellen Vermögensgegenstände erhöhten sich um 212 TEUR und stiegen damit auf 5.813 TEUR (Vorjahr: 5.601 TEUR). Dies ist im Wesentlichen auf die Verzögerung mehrerer Produktentwicklungsprojekte zurückzuführen, deren Abschluss und die dadurch beginnende Abschreibung entgegen der ursprünglichen Planung erst 2024 erfolgen werden. 3.4 Finanzlage Im Jahr 2021 wurde ein Investitionsdarlehen von 3.200 TEUR für die Digitalisierung des Produktportfolios sowie der Produktion und Prozesse aufgenommen. Im Geschäftsjahr wurden die restlichen 17% der Investitionen abgeschlossen und das Projekt planmäßig beendet. Ferner wurde im Februar 2023 ein Darlehen in Höhe von 1.210 TEUR zur Entlastung der Kontokorrentlinien und zur Betriebsmittelfinanzierung aufgenommen. Dieses Darlehen sollte zur Stabilisierung der Zinskosten dienen. Zudem wurde im November 2023 ein weiteres Darlehen in Höhe von 1 Mio. EUR zur langfristigen Betriebsmittelfinanzierung gewährt und aufgenommen. Allerdings erfordert die erneut gestiegene Kapitalbindung in den Vorräten weiterhin die Inanspruchnahme bestehender Kreditlinien und Darlehen. Aufgrund des konjunkturbedingten Umsatzeinbruchs konnten die Vorräte nicht planmäßig verringert werden. Es bestehen zum 31.12.2023 Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten in Höhe von 5.108 TEUR (Vj. 4.407 TEUR), wovon 987 TEUR (Vj. 1.285 TEUR) Kontokorrentverbindlichkeiten sind. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen verringerten sich zum 31.12.2023 auf 422 TEUR (Vj. 832 TEUR), während sich die sonstigen Verbindlichkeiten auf 723 TEUR (Vj. 403 TEUR) erhöhten. Die Verbindlichkeiten ggü. verbundenen Unternehmen erhöhten sich auf 889 TEUR (Vj. 759 TEUR). Insgesamt erhöhte sich die Summe der bestehenden Verbindlichkeiten des Unternehmens zum 31.12.2023 auf 7.142 TEUR (Vj. 6.468), weil im Wesentlichen neue Darlehen bei Kreditinstituten aufgenommen wurden und die Verbindlichkeiten ggü. verbundenen Unternehmen nicht abgebaut wurden. Aus dem Jahresergebnis und der Thesaurierung des Vorjahresergebnisses resultiert eine Verringerung des Eigenkapitals um 5% auf 9.855 TEUR (Vj. 10.402 TEUR). Die Eigenkapitalquote verringerte sich auf 50% (Vj. 53%). 3.5 Ertragslage Die Umsatzerlöse sind um 12% auf 20.272 TEUR gesunken (Vj. 23.078 TEUR), was unmittelbar auf die Veränderungen der makroökonomischen Rahmenbedingungen zurückzuführen ist. In der Folge verringerte sich der Materialaufwand auf 7.043 TEUR (Vorjahr: 8.508 TEUR), was zu einer Senkung der Materialaufwandsquote auf 35% führte (Vj. 37%). Im Gegensatz dazu stieg die Personalaufwandsquote auf 49% (Vj. 42%), da die Personalkapazitäten trotz des Umsatzrückgangs beibehalten wurden. Gegenüber der jüngsten Planung im Herbst 2023 wurde das Umsatzziel nahezu erreicht. Dagegen fiel das mit -196 TEUR geplante adjusted EBITDA um 311 TEUR geringer aus. Das Jahresergebnis weist im Vergleich zum Vorjahr eine Verringerung um 1.450 TEUR auf und endet mit einem Jahresfehlbetrag von 548 TEUR (Vj. Jahresüberschuss 902 TEUR). Gleichzeitig reduzierte sich in ähnlicher Höhe das adjusted EBITDA um 1.425 TEUR auf -507 TEUR (Vj. 917 TEUR). 3.6 Gesamtaussage Im Geschäftsjahr konnte der konjunkturbedingte Umsatzrückgang auf 2,8 Mio. EUR (Vorjahr: -1,7 Mio. EUR) begrenzt werden, sodass der Umsatz bei 20,3 Mio. EUR lag (Vj. 23,1 Mio. EUR). Die Krise in der Baubranche wirkte sich negativer auf den Umsatz aus als das Corona-Krisenjahr 2020 (20,8 Mio. EUR). Gleichzeitig musste eine höhere Kostenstruktur, die auf Wachstum ausgerichtet war, gedeckt werden. Die eingeleiteten Maßnahmen konnten den Jahresverlust lediglich begrenzen, jedoch konnte das Geschäftsjahr ohne wesentlichen Personalabbau abgeschlossen werden. Infolgedessen wurden die geplanten Ziele hinsichtlich der adjusted EBITDA-Marge mit -2,5% deutlich verfehlt. 4 PrognoseberichtDie Geschäftserwartung für 2024 wurde sowohl in Bezug auf die geänderte Konjunkturlage als auch auf die angepassten Unternehmenstätigkeiten und deren Wachstumspotentiale neu evaluiert. Im Rahmen dieser neuen Planung wurden die alten Zielvorgaben aus der Planung 2023 aufgegeben. Seither zielt die TCS AG darauf ab, bis zum Ende des Jahres 2024 einen Umsatz von 21.759 TEUR, ein adjusted EBITDA von 569 TEUR sowie eine adjusted EBITDA-Marge von mindestens 2% zu erreichen. Für das Geschäftsjahr 2025 plant das Unternehmen eine adjusted EBITDA-Marge von 3% sowie ein Umsatzwachstum von 6% im Vergleich zum Geschäftsjahr 2024. Sowohl bei der Liefertermintreue als auch bei der Garantiequote gilt als Zielvorgabe eine Verbesserung zum Berichtsjahr. 5 Chancen- und Risikobericht5.1 Umfeld und Absatz Der ZVEI veröffentlichte im Mai 2024 in seinem monatlichen Konjunkturtest für April 2024, dass die Geschäftslage leicht gestiegen ist: 27% der befragten Unternehmen bewerten die aktuelle Lage positiv und 73% als stabil. Die Geschäftserwartung für die nächsten sechs Monate wird von 19% der Unternehmen als positiv und von 67% als gleichbleibend eingeschätzt. Zum Vergleich: Im monatlichen Konjunkturtest für Juni 2023 bewerteten nur 43% die Geschäftserwartung als gleichbleibend und 40% als negativ. Die TCS AG teilt die Auffassung, dass die Talsohle des Konjunktureinbruchs erreicht ist, und bewertet die Geschäftslage positiv. Zudem bleibt die Bautätigkeit und der Renovierungsmarkt im Wohnungsbau auch in den nächsten Jahren auf einem sehr hohen Niveau. Die positive Geschäftserwartung stützt sich zusätzlich auf die aktuelle Book-to-Bill-Ratio (Auftragseingang/Umsatz), die Ende April bei größer 1 lag, sowie auf die Tatsache, dass der Auftragseingang kumuliert bis Ende Mai 2024 um 7 % über dem Vorjahresniveau liegt. Unter Berücksichtigung dieser externen Rahmenbedingungen basieren die Planungen auf dem Ziel, die Umsätze und das Ergebnis der TCS AG im Vergleich zum abgeschlossenen Geschäftsjahr durch das bestehende und neue Produktportfolio zu verbessern. Die Markteinführungen der neuen digitalisierten und modular erweiterbaren Produktserien für die Gebäudekommunikation bieten zusätzliche Chancen für positive Entwicklungen bei Umsatz und Ertrag. Der positive Auftragseingang ist zudem auf die veränderten Vertriebsaktivitäten zurückzuführen, die weiterhin greifen und zusätzliche Potenziale heben können. Ferner können neben der Gebäudekommunikation weiterhin Projekte für den Geschäftsbereich Building & Architecture gewonnen werden. In diesem Geschäftsbereich liegt ein hohes Wachstumspotential, das mit weiteren Ressourcen ausgestattet, zukünftig weiterbearbeitet und erschlossen werden soll. 5.2 Aufbau- & Ablauforganisation Hohe Risiken im abgeschlossenen Geschäftsjahr sowie in den kommenden Jahren betreffen insbesondere Beschaffung und Logistik. Hierfür werden implizit die Standortvorteile der Tochterunternehmen genutzt. Zudem konnten zuletzt die Belastungen der internen Organisation durch Preissteigerungen, unsicheren Lieferzusagen, Lieferausfälle und logistische Herausforderungen ggü. dem Vorjahr besser überwunden und gelöst werden. Personelle und organisatorische Veränderungen aus dem letzten Jahr haben zu erkennbaren Verbesserungen und effizienteren Abläufen geführt. Die Umstrukturierungen sind jedoch noch nicht vollständig abgeschlossen, weshalb weiterhin Risiken bestehen, die mit Change-Prozessen grundsätzlich einhergehen. Dennoch konnte durch vielfältige Anpassungen der Organisation und Prozesse ein geordneter Geschäftsablauf gewährleistet werden. Darlehensfinanzierte Investitionen in die Digitalisierung und Prozessoptimierung entlasten das Unternehmen nachhaltig und steigern die Effizienz. Die Neuausrichtung zeigt bereits positive Wirkung, die mit der Zeit noch zunehmen wird, wodurch durch die erneute Gewinnung von Marktanteilen weiteres Wachstum möglich ist. 5.3 Finanzwirtschaftliche Risiken Aufgrund des gestiegenen Mindestlohns und der positiven Lage bezüglich des Auftragseingangs wurden im April die bereits angekündigten allgemeinen Lohnerhöhungen für 2024 realisiert. Weitere unternehmensübergreifende Lohnerhöhungen und die damit verbundene Erhöhung des Personalaufwandes werden frühestens im Januar 2025 umgesetzt. Angesichts der oben erläuterten Risiken hinsichtlich der Konjunktur und des Absatzmarktes sank der Lagerbestand in den ersten vier Monaten 2024 um ca. 7% bzw. 337 TEUR auf 6.375 TEUR gegenüber dem Ende des Geschäftsjahres 2023 mit 6.712 TEUR (Vj. 2022: 6.501 TEUR). Der Abbau des Lagerbestandes gelingt nun endlich wie geplant, sodass die Abnahme des Working Capitals positiven Einfluss auf die Liquidität ausüben kann. Die adjustierten Dispositionen in der Beschaffung, als eine der im Jahr 2023 eingeleiteten Maßnahmen, zeigen die erwartete Wirkung und tragen wesentlich zum Lagerabbau bei. Die Kapitalbindung in den Vorräten und das aktuelle Umsatzniveau bedingen weiterhin die Inanspruchnahme bestehender Kreditlinien und Darlehen. Diese Kreditlinien sind ungekündigt, werden fortlaufend überwacht und es bestehen ausreichende Sicherheiten. Nach der Finanzplanung sind diese Kreditlinien ausreichend hoch. Die Geschäftsleitung geht davon aus, dass mit fortlaufenden Zinserhöhungen der EZB in 2024 nicht zu rechnen ist, weil die EZB aktuell vielmehr Zinssenkungen für 2024 in Erwägung zieht. Das Risiko für zusätzliche Zinsaufwände wird daher wesentlich geringer als im Vorjahr bewertet. Im Gegenteil, sollten die Zinsen sinken, wirkt sich das unmittelbar positiv auf die neu aufgenommenen Darlehen und die bestehenden Kontokorrentkreditlinien aus. Um die Risiken aufgrund unsicherer wirtschaftlicher Entwicklungen frühzeitig abzuschätzen und ihnen entgegenzuwirken, unterliegen Umsatz und Beschaffung sowie die daraus abgeleiteten Finanz- und Liquiditätsplanungen einer erhöhten täglichen Aufmerksamkeit. Diese finanziellen Risiken werden im TCS-Unternehmensverbund innerhalb der kurz- und mittelfristigen Planungen berücksichtigt. Der Vorstand geht daher von einer ausreichenden Liquidität aus, und bestandsgefährdende Risiken sind nicht ersichtlich. 6 Bericht über ZweigniederlassungenEs bestehen keine selbstständigen Zweigniederlassungen im Sinne des HGB. 7 Schlusserklärung des Vorstandes über die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen (Abhängigkeitsbericht)Wir erklären, dass die Gesellschaft bei den im Bericht über die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen aufgeführten Rechtsgeschäften vom 01. Januar 2023 bis 31. Dezember 2023 nach den Umständen, die in dem Zeitpunkt bekannt waren, in dem die Rechtsgeschäfte vorgenommen oder Maßnahmen getroffen wurden, bei jedem Rechtsgeschäft eine angemessene Gegenleistung erhalten hat. Dadurch, dass Maßnahmen getroffen oder unterlassen wurden, ist die Gesellschaft nicht benachteiligt worden.
Genthin, 05. Juni 2024 Otto Duffner Johannes Duffner
1 Die TCS TürControlSysteme
Aktiengesellschaft wird im fortlaufenden Bericht ebenfalls
mit TCS abgekürzt.
Bilanz zum 31. Dezember 2023Aktiva
Passiva
Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023
Anhang für das Geschäftsjahr 2023Allgemeine AngabenDie Gesellschaft ist im Handelsregister beim Amtsgericht Stendal, HRB 3909, unter der Firma TCS TürControlSysteme Aktiengesellschaft eingetragen. Der Sitz der Gesellschaft ist Genthin. Der Jahresabschluss der Gesellschaft wurde auf der Grundlage der Rechnungslegungs-vorschriften des Handelsgesetzbuchs (HGB) aufgestellt. Ergänzend zu diesen Vorschriften waren die Regelungen des Aktiengesetzes (AktG) zu beachten. Angaben, die wahlweise in der Bilanz oder Gewinn- und Verlustrechnung gemacht werden können, sind insgesamt im Anhang aufgeführt. Nach den in § 267 HGB angegebenen Größenklassen ist die Gesellschaft eine mittelgroße Kapitalgesellschaft. Von den größenabhängigen Erleichterungen gemäß §288 Abs. 2 HGB für mittelgroße Kapitalgesellschaften wird teilweise durch den Verzicht auf Angaben im Anhang Gebrauch gemacht. Für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren gewählt. Bilanzierungs- und BewertungsmethodenDarstellung, Gliederung, Ansatz und Bewertung des Jahresabschlusses entsprechen den Vorjahresgrundsätzen. Aktiva Immaterielle Vermögensgegenstände Selbst geschaffene immaterielle Vermögensgegenstände werden zu Herstellungskosten (Entwicklungskosten) aktiviert, sofern zum Abschlussstichtag zumindest eine hohe Wahrscheinlichkeit der tatsächlichen Entstehung eines Vermögensgegenstandes besteht. Nach Abschluss der Entwicklung werden die Prototypen über die voraussichtliche Nutzungsdauer von vier Jahren abgeschrieben. Die entgeltlich erworbenen immateriellen Vermögensgegenstände sind zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige kumulierte Abschreibungen, bewertet. Die Abschreibungen werden linear über die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer von drei bzw. zehn Jahren wie folgt in Jahren vorgenommen. EDV-Software: 3-4, Selbst geschaffene Rezepte, Verfahren: 4, Immat. VG in Entwicklung sowie geleistete Anzahlung auf immat. VG: keine planmäßige Abschreibung. Sachanlagen Das Sachanlagevermögen ist mit den aktivierungspflichtigen Anschaffungs-/Herstellungskosten angesetzt und, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Die Abschreibungen erfolgen nach der linearen Methode unter Zugrundelegung der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauern zwischen drei und 30 Jahren. Grundstücke, grundstücksähnliche Rechte und Bauten einschl. der Bauten auf fremden Grundstücken: 10-30 Jahre, Technische Anlagen und Maschinen: 3-14 Jahre, Andere Anlagen Betriebs-, und Geschäftsausstattung: 3-14 Jahre. Die im Geschäftsjahr zugegangenen geringwertigen Wirtschaftsgüter in Höhe von bis zu 800,00€ werden weiterhin gleichlaufend mit der Steuerbilanz (dort gem. § 6 Abs. 2 EStG) im Zugangsjahr voll abgeschrieben. Investitionszuschüsse werden bei den Zugängen zum Anlagevermögen herstellungskostenmindernd berücksichtigt. Ansprüche auf Investitionszulagen werden gegebenenfalls unter den sonstigen betrieblichen Erträgen erfolgswirksam vereinnahmt. Die geleisteten Anzahlungen und Anlagen im Bau sind mit dem Nennwert angesetzt. Finanzanlagen Die Finanzanlagen sind grundsätzlich zu Anschaffungskosten bzw. Nennwerten bewertet. Insofern zutreffend werden wegen voraussichtlich dauerhaften Wertminderungen außerplanmäßige Abschreibungen auf den niedrigeren beizulegenden Wert bei den Anteilen an einem verbundenen Unternehmen vorgenommen. Bei einem verbundenen Unternehmen wurden die in den Vorjahren vorgenommen außerplanmäßigen Abschreibungen im Geschäftsjahr beibehalten. Soweit der nach vorstehenden Grundsätzen ermittelte Wert von Gegenständen des Anlagevermögens über dem Wert liegt, der ihnen am Bilanzstichtag beizulegen ist, wird dem durch außerplanmäßige Abschreibungen Rechnung getragen. Stellt sich in einem späteren Geschäftsjahr heraus, dass die Gründe hierfür nicht mehr bestehen, so wird der Betrag dieser Abschreibungen im Umfang der Werterhöhung unter Berücksichtigung der Abschreibungen, die inzwischen vorzunehmen gewesen wären, zugeschrieben. Vorräte Die Vorräte werden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt, sofern nicht die Tageswerte am Bilanzstichtag niedriger waren (Niederstwertprinzip). Grundlage für die Bewertung der unfertigen und fertigen Erzeugnisse bzw. Leistungen zu Herstellungskosten bilden die aus dem betrieblichen Rechnungswesen übernommenen kalkulatorischen Stückkosten, die auf der Basis der geplanten Normalbeschäftigung ermittelt worden sind. Die kalkulatorischen Stückkosten enthalten Materialeinzel- und -gemeinkosten, Fertigungseinzel- und -gemeinkosten, Sonderkosten der Fertigung (z. B. Werkzeugkosten) sowie den Wertverzehr des Anlagevermögens. Die eliminierungspflichtigen kalkulatorischen Kostenbestandteile werden durch pauschale Zu- und Abschläge bei den Material- und Fertigungsgemeinkosten berücksichtigt. Gängigkeitsabschläge werden in angemessenem Umfang vorgenommen. Fremdkapitalzinsen werden in die Bewertung der Herstellungskosten nicht mit einbezogen. Forderungen und Sonstige Vermögensgegenstände Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind zu Nennwerten abzüglich Pauschalwertberichtigungen und gegebenenfalls Einzelwertberichtigungen für spezielle einzelbewertbare Ausfallrisiken gebildet. Dem allgemeinen Ausfall- und Kreditrisiko wurde durch eine Pauschalwertberichtigung in Höhe von 3,0 % auf die nicht einzelwertberichtigten Netto-Forderungen Rechnung getragen. Der Kassenbestand und die Guthaben bei Kreditinstituten sind zu Nominalwerten angesetzt. Rechnungsabgrenzungsposten sind zum Nennwert angesetzt. Aktive Rechnungsabgrenzungsposten (ARAP) sind Ausgaben des laufenden Jahres, die das nächste betreffen. Passive Rechnungsabgrenzungsposten (PRAP) sind Einnahmen des laufenden Jahres, die das nächste betreffen. Passiva Eigenkapital Das Eigenkapital umfasst gezeichnetes Kapital zum Nennwert, Kapitalrücklagen sowie den Bilanzgewinn aus Jahresüberschuss, Gewinnvorträgen und -rücklagen. Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen werden für alle weiteren ungewissen Verbindlichkeiten in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages angesetzt. Dabei werden alle erkennbaren Risiken sowie zukünftige Preis- und Kostensteigerungen berücksichtigt, sofern ausreichende objektive Hinweise für deren Eintritt vorliegen. Verbindlichkeiten werden zum Rückzahlungsbetrag (Erfüllungsbetrag) angesetzt. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen sind mit dem Nennwert angesetzt. Fremdwährungsumrechnung Geschäftsvorfälle in fremder Währung werden zum jeweiligen Tageskurs eingebucht. Forderungen und Verbindlichkeiten in Fremdwährung, deren Restlaufzeit nicht mehr als ein Jahr beträgt, werden mit dem Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag bewertet (§ 256a HGB). Beträgt die Restlaufzeit mehr als ein Jahr, werden nur eventuelle Kursverluste am Bilanzstichtag berücksichtigt. Latente Steuern Latente Steuern werden auf die Unterschiede in den Bilanzansätzen der Handelsbilanz und der Steuerbilanz angesetzt, sofern sich diese in späteren Geschäftsjahren voraussichtlich abbauen sowie auf steuerliche Verlustvorträge. Aktive und passive latente Steuern werden saldiert ausgewiesen. Im Falle eines Aktivüberhangs der latenten Steuern zum Bilanzstichtag unterbleibt gemäß § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB ein Ansatz aktiver latenter Steuern. Der Berechnung der latenten Steuern liegt ein effektiver Steuersatz von 28,50 % zugrunde. Erläuterungen zur BilanzAnlagevermögen Die gesondert dargestellte Entwicklung des Anlagevermögens ist integraler Bestandteil des Anhangs und in der Anlage dargestellt. Von den Entwicklungskosten des Geschäftsjahres 2023 in Höhe von 948 TEUR entfallen 851 TEURauf Zugänge zu den selbst geschaffenen immateriellen Vermögensgegenständen des Anlagevermögens. Daneben sind Abgänge bei immateriellen Vermögensgegenstände in Höhe von 556TEUR zu verzeichnen, die nicht mehr genutzte selbst geschaffenen Rezepte, Verfahren und Prototypen betreffen. Forderungen Mit der Ausnahme eines gewährten Darlehen haben sämtliche Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr. Das gewährte Darlehen an die Muttergesellschaft hat eine Restlaufzeit von größer fünf Jahren. Forderungen gegen verbundene Unternehmen Davon betreffen 1.108 TEUR (Vj. 1.148 TEUR)Forderungen gegenüber den Gesellschaftern (davon aus Lieferungen und Leistungen 293 TEUR; Vj. 370 TEUR)sowie Forderungen aus Lieferungen und Leistungen TEUR 163 (Vj. 347 TEUR). Flüssige Mittel Der Posten enthält den Kassenbestand und die Guthaben bei Kreditinstituten. Eigenkapital Das Grundkapital von 371 TEUR (gezeichnetes Kapital) ist eingeteilt in 371.000 Namensaktien zum Nennwert von je 1,00 EUR. Die Kapitalrücklage resultiert aus einem Aufgeld bei Aktienausgabe gemäß § 272 Abs. 2 Nr. 1 HGB. Zum Abschlussstichtag unterliegen 3.912 TEUR der Ausschüttungssperre i.S.d. § 268 Abs. 8 HGB, resultierend aus der Aktivierung selbst geschaffener immaterieller Vermögensgegenstände des Anlagevermögens von 5.471 TEUR, abzüglich darauf entfallender passiver latenter Steuern von 1.559 TEUR. Der Jahresfehlbetrag beträgt 548 TEUR (Vj. Jahresüberschuss 902 TEUR). Sonstige Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen beinhalten im Wesentlichen Rückstellungen für Verpflichtungen aus der Zusage von Boni und Preisnachlässen (500 TEUR), Gewährleistungen (240 TEUR), Personal- und Urlaubsrückstellungen (150 TEUR) und Rückstellungen für Abschluss- und Prüfungskosten (98 TEUR). Verbindlichkeiten
Der Gesamtbetrag der bilanzierten Verbindlichkeiten, die durch Pfandrechte oder ähnliche Rechte gesichert sind, beträgt 5 . 1 08 TEUR und betrifft Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten, die durch Sicherungsübereignung von Maschinen, Anlagen und Vorräten sowie Globalzession von Forderungen besichert sind. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen unterliegen den geschäftsüblichen Eigentumsvorbehalten. Die anderen Verbindlichkeiten sind unbesichert. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen resultieren ausschließlich aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von 889 TEUR (Vj. 759 TEUR) und sind gegenüber den Gesellschaftern in Höhe von 0 TEUR (Vj. 0 TEUR). Die sonstigen Verbindlichkeiten setzen sich wie folgt zusammen:
Passive latente Steuern Der Berechnung wurde ein Steuersatz von 28,5 % zugrunde gelegt. Die passiven latenten Steuern resultieren insbesondere aus Bilanzdifferenzen beim Anlagevermögen durch die Aktivierung selbstgeschaffener immaterieller Vermögensgegenstände und haben sich wie folgt entwickelt:
Erläuterungen zur Gewinn- und VerlustrechnungAndere aktivierte Eigenleistungen Der Posten "andere aktivierte Eigenleistungen" beinhaltet die Aktivierung der von dem chinesischen Tochterunternehmen zugekauften Entwicklungsleistung im Bereich der Access, Soft- und Hardwareplattformen zur Integration der IP-Produkte in die Gebäudekommunikation. Im Geschäftsjahr wurden weniger Entwicklungsleistungen zugekauft, weshalb sich der Posten "andere aktivierte Eigenleistungen" gegenüber dem Vorjahr auf insgesamt auf 948 TEUR (Vj. 1.485 TEUR) verminderte. Sonstige betriebliche Erträge Die "sonstigen betriebliche" Erträge in Höhe von 278 TEUR (Vj. 412 TEUR) beinhalten periodenfremde Erträge in Höhe von 48 TEUR die im Wesentlichen aus der Erstattung von Betriebskosten (13 TEUR) und aus Energiesteuern (3 TEUR) resultieren. Des Weiteren sind Forschungszulagen in Höhe von 63 TEUR enthalten. Im Einzelnen für 2020 (26 TEUR) und 2021 (37 TEUR). Die Anträge für Folgejahre werden laufend gestellt. Personalaufwand Im Posten "Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung" sind Aufwendungen für Altersversorgung in Höhe von 11 TEUR (Vj. 12 TEUR) enthalten. Sonstiger betrieblicher Aufwand Im Posten "sonstige betriebliche Aufwendungen" sind periodenfremde Aufwendungen in Höhe von 80 TEUR (Vj. 40 TEUR) enthalten. Diese betreffen im Wesentlichen weiterberechnete Betriebskosten der Besitzgesellschaft (37 TEUR), Bonusabrechnungen (24 TEUR), Werbekosten (6 TEUR), Personalaufwendungen (3 TEUR), Betriebskostenabrechnungen (3 TEUR), Rechts- und Beratungskosten (3 TEUR) sowie weitere betriebliche Aufwendungen (4 TEUR). Erträge aus Beteiligungen Die Erträge aus Beteiligungen betreffen wie im Vorjahr Erträge aus verbundenen Unternehmen. Finanzergebnis Die sonstigen Zinsen und ähnlichen Erträge betreffen mit 55 TEUR (Vj. 15 TEUR) verbundene Unternehmen. Die Erhöhung ist im Wesentlichen der Erhöhung des Zinssatzes, der sich am Basiszinssatz orientiert, geschuldet. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag In den Steuern vom Einkommen sind Aufwendungen aus der Veränderung latenter Steuern in Höhe von 23 TEUR (Vj. Erträge 79 TEUR) sowie Steuererstattungen für Vorjahre (Auflösung von Rückstellungen) in Höhe von 99 TEUR enthalten. Sonstige finanzielle Verpflichtungen und HaftungsverhältnisseDie Gesellschaft hat Miet- und Pachtverträge über Grundstücke gegenüber der Muttergesellschaft und nahestehenden Personen mit einer Belastung von jährlich 510 TEUR abgeschlossen. Die Verträge haben eine unbestimmte Laufzeit. Die Pachtverhältnisse dienen der Anmietung wesentlicher Betriebsimmobilien und Einrichtungen. Des Weiteren bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen gegenüber Dritten aus Miet-, Pacht- und Leasingverhältnissen
Sonstige AngabenDas Grundkapital der Gesellschaft ist wie folgt eingeteilt:
Organmitglieder Vorstand Otto Duffner, Schönwald, Vorsitzender des Vorstandes Johannes Duffner, Schönwald, Mechatroniker Gesamtbezüge des Vorstandes Es wird von der Schutzklausel des § 286 Abs. 4 HGB Gebrauch gemacht. Kreditgewährung an den Vorstand Langfristige Ausleihungen (> 5 Jahre) : 698 TEUR (Zugang von 52 TEUR im Berichtsjahr durch Krediterhöhung sowie Erhöhung des Zinssatzes 23 TEUR) Der Kredit ist mit 3,62 % des ausstehenden Kreditbetrages verzinst. Besicherungen bestehen keine. Aufsichtsrat
Die Bezüge des Aufsichtsrates beliefen sich für das Berichtsjahr auf 4 TEUR. Kreditgewährung an den Aufsichtsrat Langfristige Ausleihungen (> 5 Jahre) : 542 TEUR (Zugang von 18 TEUR im Berichtsjahr durch Erhöhung des Zinssatzes) Der Kredit ist mit 3,62 % des ausstehenden Kreditbetrages verzinst. Besicherungen bestehen keine. Durchschnittliche Zahl der Arbeitnehmer nach Gruppen während des Geschäftsjahres
Beteiligungsverhältnisse Die Gesellschaft hält am Bilanzstichtag an folgenden Unternehmen eine Beteiligung im Sinne von § 271 Abs. 1 HGB:
Honorar des Abschlussprüfers Die Angaben zu Honoraren für Leistungen des Abschlussprüfers gemäß § 285 Nr. 17 HGB sind im Konzernabschluss der Otto Duffner Verwaltungs-GmbH, Genthin, in welchen das Unternehmen einbezogen wird, enthalten. Konzernzugehörigkeit Die TCS TürControlSysteme AG ist zu 98,11 % ein Tochterunternehmen der Otto Duffner GmbH & Co. KG (HRA 4845), Genthin, und wird in den verpflichtend erstellten Konzernabschluss der Otto Duffner Verwaltungs-GmbH, Genthin (Komplementär-GmbH) einbezogen. Dieser Konzernabschluss ist für die TCS TürControlSysteme AG zugleich befreiend gemäß den gesetzlichen Vorschriften (kleinster und größter Konsolidierungskreis). Ergebnis verwendung Der Vorstand schlägt der Hauptversammlung vor, den Bilanzgewinn, bestehend aus dem Jahresfehlbetrag in Höhe von 548 TEUR und den Gewinnvortrag in Höhe von 9.990 TEUR, auf neue Rechnung vorzutragen.
Genthin, den 05. Juni 2024 TCS TürControlSysteme Aktiengesellschaft Vorstand Otto Duffner Johannes Duffner Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2023
BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die TCS TürControlSysteme AG, Genthin Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der TCS TürControlSysteme AG, Genthin, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der TCS TürControlSysteme AG für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Leipzig, den 21. Juni 2024 PricewaterhouseCoopers GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Carl Erik Daum, Wirtschaftsprüfer ppa. Viktor Hromek, Wirtschaftsprüfer Bericht des AufsichtsratsDer Aufsichtsrat hat die Geschäftsführung des Unternehmens während des Geschäftsjahres 2023 in Aufsichtsratssitzungen durch Erörterungen und Entgegennahme regelmäßiger Berichte über den Gang der Geschäfte und die Lage der Gesellschaft überwacht. Die Buchführung, der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 sowie der Lagebericht über das Geschäftsjahr 2023 wurden von der PWC PricewaterhouseCoopers Wirtschaftsprüfungsgesellschaft in Leipzig geprüft. Die Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt. Auf den Bestätigungsvermerk wird hingewiesen. Der Bericht hat uns vorgelegen. Auch nach unserer abschließenden eigenen Prüfung haben wir keine Einwendungen gegen den Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 und den vom Vorstand vorgelegten Lagebericht. Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 wurde von uns in der Aufsichtsratssitzung am 24. Juni 2024 gebilligt und ist damit nach § 172 AktG festgestellt. Der Aufsichtsrat dankt dem Vorstand für die vertrauensvolle Zusammenarbeit. Genthin, den 24. Juni 2024 Der Aufsichtsrat Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 wurde am 24. Juni 2024 festgestellt. |
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