Delta Kunststoffe AG
Industriestraße 44, 47652 Weeze, DEUStammdaten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Finanzübersicht
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Historie
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Management
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Andreas Bäßler seit 22.1.2009 | Vorstandsmitglied |
Bilanzkonten
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustrechnung
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
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Konzern- und Jahresabschlüsse
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Delta Kunststoffe AGWeezeJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023(Amtsgericht Kleve/HRB 9480)Bilanz zum 31. Dezember 2023Aktivseite
Passivseite
Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023
Anhang für das Geschäftsjahr 20231. Allgemeine Anmerkungen Der Jahresabschluss für das zum 31. Dezember 2023 endende Geschäftsjahr wurde gemäß §§ 264 ff. HGB nach den für mittelgroße Kapitalgesellschaften geltenden Vorschriften unter Beachtung der Regelungen des Aktiengesetzes aufgestellt. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt. Von den größenabhängigen Erleichterungen gemäß § 288 HGB wurde bei der Aufstellung des Anhangs Gebrauch gemacht. Der Bilanzgewinn des Vorjahres in Höhe von TEUR 4.740 wurde gemäß Beschluss der Hauptversammlung vom 24. April 2023 in voller Höhe auf neue Rechnung vorgetragen. 2. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Die angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden entsprechen den handelsrechtlichen Vorschriften. Die Vermögensgegenstände des Anlagevermögens, deren Nutzung zeitlich begrenzt ist, wurden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und um planmäßige Abschreibungen vermindert. Die Abschreibungen wurden nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände vorgenommen. Der im Rahmen eines Asset Deals entstandene und entgeltlich erworbene Firmenwert wird über eine Nutzungsdauer von 15 Jahren abgeschrieben. Ausschlaggebend für die Schätzung der Nutzungsdauer waren folgende Aspekte: Es handelt sich um einen strategischen Zukauf, durch den die Delta Kunststoffe AG die eigene Produktpalette um strategisch wichtige Produkte erweitern konnte. Es ist aufgrund der bisherigen technischen Entwicklung davon auszugehen, dass die Produktionsverfahren auch in den nächsten Jahren weitgehend unverändert angewendet werden können. Unter Berücksichtigung der wirtschaftlichen, rechtlichen und politischen Rahmenbedingungen sowie der erwarteten Entwicklung der Absatz- und Beschaffungsmärkte beträgt der Lebenszyklus des erworbenen Produktportfolios wie bei Delta Kunststoffe AG zwölf bis 20 Jahre. Zudem wurden Mitarbeiter übernommen, die über umfassendes Know-how verfügen und bei denen davon ausgegangen wird, dass sie langfristig für die Delta Kunststoffe AG tätig sein werden. Die Finanzanlagen wurden zu Anschaffungskosten angesetzt. Die Bestände an Rohstoffen und Fertigerzeugnissen sind zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten unter Beachtung des Niederstwertprinzips bewertet. Die Herstellungskosten beinhalten Materialeinzelkosten, Fertigungseinzelkosten sowie angemessene Teile der notwendigen Material- und Fertigungsgemeinkosten und des Wertverzehrs des Anlagevermögens, soweit dieser durch die Fertigung veranlasst ist. Zinsen für Fremdkapital sind, soweit sie zur Finanzierung der Herstellung der fertigen und unfertigen Erzeugnisse verwendet wurden und auf den Zeitraum der Herstellung entfallen, in die Herstellungskosten einbezogen worden. Forderungen, Guthaben bei Kreditinstituten und die übrigen Aktiva werden zu Nominalbeträgen ausgewiesen. Den erkennbaren Risiken wurde durch die Bildung von Einzel- und Pauschalwertberichtigungen Rechnung getragen. Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten. Der Ansatz erfolgt in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags. Verbindlichkeiten wurden zum Erfüllungsbetrag angesetzt. Zur Finanzierung einer neuen Produktionsanlage mit Inbetriebnahme in 2022 wurde ein Kredit in Höhe von TEUR 1.150 mit variablem Zinssatz aufgenommen, welcher am Bilanzstichtag mit TEUR 782 valutierte. Um das Zinsänderungsrisiko abzusichern, wurde parallel ein Zinscap mit Bezugsbetrag in Höhe des Kredits abgeschlossen und so ein synthetischer Festzinssatz hergestellt. Dadurch ergibt sich eine Bewertungseinheit in Form eines Micro- Hedges. Zum Bilanzstichtag ergibt sich ein positiver Marktwert der Zinsabsicherung in Höhe von TEUR 45. 3. Erläuterungen zur Bilanz Die Aufgliederung und Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens sowie die Abschreibungen des Geschäftsjahres 2023 sind aus der beigefügten Entwicklung des Anlagevermögens ersichtlich. Verbindlichkeiten in Höhe von TEUR 2.081 sind über Sicherungsübereignungen, Grundpfandrechte, Pfandrechte an Forderungen sowie Bürgschaften besichert. 4. Sonstige Angaben 4.1. Grundkapital Das gezeichnete Kapital in Höhe von EUR 300.000,00 ist eingeteilt in 300.000 auf den Namen lautende Stückaktien. 4.2. Mitarbeiteranzahl Im Geschäftsjahr 2023 waren im Jahresdurchschnitt 75 Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer (Vorjahr 71) beschäftigt (ohne Vorstand). Hiervon entfallen auf
4.3. Nicht in der Bilanz enthaltene Geschäfte Zum Abschlussstichtag des Vorjahres hatte die Delta Kunststoffe AG einen Teil ihrer Forderungen aus Lieferungen und Leistungen im Rahmen eines Factoring-Vertrags abgetreten und verkauft. Diese Maßnahme diente der Verbesserung der Kapitalstruktur und Liquidität des Unternehmens. Zum 14. Dezember 2023 wurde der Factoring-Vertrag gekündigt. 4.4. Sonstige finanzielle Verpflichtungen Sonstige finanzielle Verpflichtungen aus Dauerschuldverhältnissen (Miet-, Pacht- und Leasingverträge) bestehen in Höhe von TEUR 303. 4.5. Gesamtbezüge des Vorstands und des Aufsichtsrats Auf der Grundlage der Schutzklausel nach § 286 Abs. 4 HGB unterbleibt die Angabe der Aufwendungen des Kalenderjahres 2023 für den Vorstand sowie den Aufsichtsrat. 4.6. Organe Während des abgelaufenen Geschäftsjahres wurden die Geschäfte des Unternehmens durch den Vorstand geführt:
Der Aufsichtsrat setzt sich wie folgt zusammen:
4.7. Konzernzugehörigkeit Muttergesellschaft der Delta Kunststoffe AG ist die CONSTAB Polyolefin Additives GmbH, Rüthen. Direktes Mutterunternehmen der CONSTAB Polyolefin Additives GmbH ist die Kafrit Group B.V., Rotterdam/Niederlande (kleinster Konzernkreis). Der Jahresabschluss der Delta Kunststoffe AG zum 31. Dezember 2023 wird in den Konzernabschluss der Kafrit Industries (1993) LTD., Israel, einbezogen (größter Konzernkreis). Die Abschlüsse sind am Sitz der Kafrit Industries (1993) LTD. in Kibbutz Kfar Azza, M.P. Negev 85142 Israel, erhältlich. 4.8. ErgebnisverwendungsvorschlagDer Vorstand schlägt vor, den Bilanzgewinn in Höhe von EUR 6.336.505,53 auf neue Rechnung vorzutragen. 4.9. Vorgänge von besonderer Bedeutung Nach Ende des Geschäftsjahres zum 31. Dezember 2023 gab es bis zum Zeitpunkt der Abschlussaufstellung keine Vorgänge von besonderer Bedeutung, die bedeutsame Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage haben.
Weeze, 24. April 2024 Andreas Bäßler Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens
Lagebericht für das Geschäftsjahr 20231. Grundlagen des Unternehmens Die Delta Kunststoffe AG, Weeze (im Folgenden "DKAG" genannt), agiert im weiteren Sinne im Feld der Branche "Chemie". Als Kunststoffe veredelnder Nischenanbieter in der Unterbranche "Kunststoffe verarbeitende/erzeugende Industrie" ist die Entwicklung zwischen Unternehmen und Gesamtbranche allerdings nicht zwangsläufig als miteinander korreliert zu betrachten. DKAG stellt im Wesentlichen Farbkonzentrate (sog. Masterbatches), leitfähige Compounds (verarbeitungsfertige Kunststoffe) sowie sonstige und technische Compounds her und ist als Lohnfertiger tätig. DKAG verfügt nach Einschätzung des Vorstands über Marktanteile im ein- bis niedrig zweistelligen Prozentbereich und ist seit 1994 auf eine kundenorientierte Entwicklung und individuelle Produktion auch von Sondermengen spezialisiert. Die Produkte werden hauptsächlich im B2B-Bereich, wie z. B. in der Logistik-, Elektrogeräte-, Consumer-, Automobil- und Baubranche, eingesetzt. DKAG verfügt neben der Doppelschnecken-Extrusionstechnologie auch über eine Kneter-Extrusionstechnologie. Seit Oktober 2022 ist die DKAG eine 100 %ige Tochtergesellschaft der CONSTAB Polyolefin Additives GmbH und gehört damit zur weltweit tätigen Kafrit Group. DKAG hat im Berichtsjahr im Drei-Schicht-Betrieb ca. 10.921 t (Vorjahr: 10.742 t) produziert, wovon 9.286 t (Vorjahr: 9.441 t) auf eigene Produkte entfielen und 1.635 t (Vorjahr: 1.301 t) auf Lohnproduktion. 2. Wirtschaftsbericht 2.1. Marktentwicklung und Geschäftsverlauf Die positive Geschäftsentwicklung der DKAG der Jahre 2021 und 2022 setzte sich in 2023 weiter fort. Dem Umsatzrückgang von rund 9,0 % (Umsatzrückgang beruht auf Reduzierung der Verkaufspreise, da die Rohstoffpreise deutlich gesunken sind) in 2023 steht eine deutliche Reduzierung des Wareneinsatzes von rund 21,9 % gegenüber, weshalb sich das Rohergebnis gegenüber dem Vorjahr um etwa 12,4 % verbessert hat. Somit lag das kumulierte Rohergebnis über dem Vorjahr und erreichte die Werte lt. Planung. Die im Vorjahr durch den Vorstand getroffene strategische Entscheidung, auf Kleinstmengengeschäft zu verzichten, wurde auch in 2023 größtenteils umgesetzt. Lediglich bei Bestandskunden und zur Auslastung der Maschinen wurde hierauf gelegentlich verzichtet. So lag der Umsatz auf vergleichbarem Niveau wie 2021 bei rund 15 % geringerer Anzahl von Aufträgen. Gegenüber dem Vorjahr lag die Anzahl der Aufträge auf ähnlichem Niveau bei rund 9 % geringerem Umsatz. Der Auftragseingang in Euro lag im Berichtsjahr um 11,4 % unterhalb des Vorjahresniveaus. Das Jahresergebnis konnte trotz der unsicheren weltweiten Lage und der Energiekrise gegenüber dem Vorjahr deutlich verbessert werden und liegt über der im Vorjahr prognostizierten Bandbreite von TEUR 1.300 bis TEUR 1.400. Wie eingangs erwähnt, haben sich die Rohstoffpreise gegenüber dem Vorjahr auf deutlich niedrigerem Niveau stabilisiert und die Verfügbarkeit von Rohstoffen war größtenteils sichergestellt. DKAG hat, wie auch im Vorjahr, wichtige Rohstoffe bevorratet. Insgesamt konnte der Lagerbestand aber wieder deutlich reduziert werden. Das deutsche Bruttoinlandsprodukt (BIP) ist preisbereinigt in 2023 um 0,3 % gesunken, nachdem es im Vorjahr um 1,8 % gestiegen war. Infolge der Zinserhöhungen der Europäischen Zentralbank gingen die Bauinvestitionen - eine wichtige Größe bei der Ermittlung des BIP - in 2023 wie bereits in 2022 deutlich zurück. Nach dem Wegfall von Vergünstigungen hat die hohe Inflation dazu geführt, dass auch private Verbraucher ihre Konsumausgaben wie im Vorjahr deutlich reduziert haben und die Wachstumsrate des Vorjahres nicht mehr erreicht wurde. i Besorgniserregend bleibt weiterhin die gesamtwirtschaftliche Entwicklung weltweit und die unverändert hohe Inflation. Dieser Trend setzt sich auch in 2023 fort. Preistreiber sind neben den Ausgaben für Nahrungsmittel die weiterhin hohen Kosten für Energie. ii Zusammen mit den nach wie vor großen Krisen und Unsicherheiten weltweit sorgt diese Ausgangslage dafür, dass Prognosen über den weiteren wirtschaftlichen Verlauf und die Konsequenzen für viele Bereiche mit sehr großer Unsicherheit behaftet bleiben. Dennoch hat DKAG die diversen Herausforderungen im Berichtsjahr gut gemeistert und konnte 2023 das Rohergebnis gegenüber dem Vorjahr deutlich steigern. Der Zeithorizont der Aufträge ist typischerweise "innerhalb der folgenden drei Monate"; langfristige Rahmenverträge sind bei DKAG weiterhin die Ausnahme. Welchen konkreten Einfluss die weltweiten Geschehnisse und wirtschaftlichen Entwicklungen auf das Geschäft von DKAG haben, bleibt schwer absehbar. Seit November 2023 sehen wir einen Rückgang an Anfragen und Kunden beginnen, ihre Bestellungen vorsichtiger zu platzieren. 2.2. Ertragslage Das Rohergebnis (Summe aus Rohertrag und sonstigen betrieblichen Erträgen) betrug 2023 TEUR 11.946 (2022: TEUR 10.632). Der Anstieg des Rohergebnisses um 12,4 % ist auf den wesentlich geringeren Materialeinsatz zurückzuführen. Der Personalaufwand hat sich um 1,7 % auf TEUR 4.663 (2022: TEUR 4.587) erhöht. Ursächlich war die Gehaltsanpassung für die Mitarbeiter. Die Abschreibungen sind um 3,4 % gesunken (2023: TEUR 616; 2022: TEUR 638). Der sonstige betriebliche Aufwand stieg um 28,6 % von TEUR 3.318 in 2022 auf TEUR 4.268 in 2023 und resultiert maßgeblich aus einer erstmalig erhobenen Konzernumlage (TEUR 643) und einer Erhöhung der Energiekosten um TEUR 451 im Vergleich zum Vorjahr. Das Betriebsergebnis (EBIT) i. H. v. TEUR 2.399 konnte aufgrund des gestiegenen Rohergebnisses trotz des Anstiegs der sonstigen Aufwendungen gegenüber dem Vorjahr (TEUR 2.089) gesteigert werden. Das Finanzergebnis ist weiterhin vornehmlich durch investitionsbedingte Zinslast geprägt und beträgt TEUR -75 (2022: TEUR -98). Das Ergebnis vor Steuern beträgt TEUR 2.324 (2022: TEUR 1.991), der Jahresüberschuss TEUR 1.596 (2022: TEUR 1.396). Unter Berücksichtigung des Gewinnvortrags aus dem Vorjahr schließt das Geschäftsjahr 2023 mit einem Bilanzgewinn von TEUR 6.337 (2022: TEUR 4.740). 2.3. Finanzlage Das Anlagevermögen wird durch Eigenkapital und mittel- bzw. langfristige Verbindlichkeiten gedeckt. Zur Sicherstellung der laufenden Liquidität verfügt DKAG über Kontokorrentlinien bei verschiedenen Kreditinstituten. Der Forderungsverkauf (Factoring) wurde zum 14. Dezember 2023 beendet. Wichtige Lieferanten, mit denen eine langfristige und vertrauensvolle Zusammenarbeit besteht, haben lange Zahlungsziele und Skontovereinbarungen gewährt. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen konnten zum Jahresende abgebaut werden und betrugen TEUR 1.106 (Vorjahr: TEUR 1.476). Das durchschnittliche Kreditorenziel betrug im Berichtsjahr 29,8 Tage (2022: 31,2 Tage). Der Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit betrug TEUR 2.846. Der Cashflow aus der Investitionstätigkeit in Höhe von TEUR -213 ist geprägt durch die Investitionstätigkeit des Berichtsjahres. Der Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit betrug TEUR -959 und setzt sich aus Auszahlungen aus der Tilgung von Krediten in Höhe von TEUR 856 und gezahlten Zinsen von TEUR 103 zusammen. Der Saldo aus Investitionen und Finanzierung lag im Geschäftsjahr bei TEUR -1.172. Der Finanzmittelfonds, der sich aus den Zahlungsmitteln abzüglich jederzeit fälligen Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten zusammensetzt, betrug zu Beginn des Geschäftsjahres TEUR 200 und zum Ende des Geschäftsjahres TEUR 1.873, sodass sich ein kumulierter Cashflow i. H. v. TEUR 1.673 ergibt. Der Vorstand hat den Anteilseignern der DKAG vorgeschlagen, dass der Bilanzgewinn auf neue Rechnung vorgetragen werden soll. 2.4. Vermögenslage Die Bilanzsumme ist im Berichtsjahr um TEUR 16 auf TEUR 11.481 gesunken. Der Reduzierung der Vorräte steht auf der Aktivseite die Erhöhung der Guthaben bei Kreditinstituten entgegen. Auf der Passivseite haben die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten aufgrund der vereinbarten Tilgungen abgenommen, das Eigenkapital gemäß Bilanz hat sich aufgrund des Jahresüberschusses um 31,4 % auf TEUR 6.678 (2022: TEUR 5.082) erhöht. Die Investitionen in das Anlagevermögen des Berichtsjahres betrugen insgesamt TEUR 280 (2022: TEUR 1.761); sie setzen sich überwiegend aus Erweiterungsinvestitionen zusammen. Der Vorratsbestand ist gegenüber dem Vorjahr gesunken und betrug zum Abschlussstichtag TEUR 2.568 (2022: TEUR 3.559). Sowohl bei den Rohstoffen (TEUR 950) als auch den Fertigerzeugnissen (TEUR 26) konnten die Bestände gegenüber dem Vorjahr reduziert werden. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen i. H. v. TEUR 1.057 haben sich per 31. Dezember 2023 gegenüber dem Vorjahr deutlich erhöht (2022: TEUR 768). Der Anstieg betrifft insbesondere Forderungen gegen den Anteilseigner. Das Eigenkapital betrug im Berichtsjahr TEUR 6.678 (2022: TEUR 5.082). Aufgrund des Jahresergebnisses stieg die Eigenkapitalquote auf 58,2 % (2022: 44,2 %). Steuerrückstellungen wurden im erforderlichen Umfang gebildet (2023: TEUR 758, 2022: TEUR 416). Die sonstigen Rückstellungen sind um TEUR 151 auf TEUR 373 gesunken und setzten sich u. a. aus Rückstellungen für Personalkosten (TEUR 181) und aus Rückstellungen für ausstehende Rechnungen (TEUR 69) zusammen. Sowohl kurzfristige Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten (2023: TEUR 955; 2022: TEUR 1.256) als auch Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen (2023: TEUR 1.106; 2022: TEUR 1.476) waren rückläufig. Die Verbindlichkeiten konnten im Berichtsjahr um TEUR 1.806 auf TEUR 3.668 abgebaut werden. 2.5. Gesamtaussage zur Lage des Unternehmens Auch im Berichtsjahr hat der Vorstand die Strategie umgesetzt, Klumpenrisiken bei Abnehmern zu vermeiden und durch einen breiten Produkt- und Branchenmix Abhängigkeiten zu reduzieren. Dieses Vorgehen hat sich in der Vergangenheit als sinnvoll erwiesen: Wenn sich einzelne Geschäftsbereiche rückläufig entwickelt haben, konnte dies teilweise durch andere Geschäftsbereiche ausgeglichen werden. Trotz des herausfordernden wirtschaftlichen Umfelds konnte die Ertragslage im Jahr 2023 deutlich verbessert werden. Das Berichtsjahr war erneut gekennzeichnet durch bis Oktober kontinuierlich hohe Nachfrage. Die eingangs erwähnte höhere Inflation macht sich in den ersten Monaten auch bei den Beschaffungspreisen von DKAG bemerkbar. Davon war jedoch nicht nur der Materialeinkauf betroffen, auch nahezu alle anderen Produkte und Dienstleistungen von Logistik und Verpackungen bis zu Ersatzteilen verteuerten sich abermals. Da sich jedoch die Verkaufspreise zeitversetzt erhöht haben, während die Einkaufspreise mit geringer werdender Inflationsrate das restliche Jahr über deutlich sanken, konnte der Wareneinsatz von rund 70 % zu Beginn des Jahres auf dauerhaft unter 60 % für das restliche Jahr gesenkt werden. Der Vorstand treibt die Entschuldung des Unternehmens weiter voran. Altverbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten wurden im Berichtsjahr planmäßig in Höhe von TEUR 856 zurückgeführt. Die enge und vertrauensvolle Zusammenarbeit mit Vorlieferanten wurde fortgesetzt. Die Liquiditätslage befindet sich in Einklang mit dem Jahresergebnis und wurde auch dazu eingesetzt, die Verbindlichkeiten gegenüber Lieferanten am Bilanzstichtag deutlich um TEUR 371 auf TEUR 1.106 zu reduzieren. Dabei wurde sichergestellt, dass dem Unternehmen am Bilanzstichtag ausreichend liquide Mittel zur Verfügung standen. DKAG entwickelt Produkte permanent weiter und gewährleistet, dass sich ändernde Regularien und Anforderungen zeitnah umgesetzt werden. Darüber hinaus wird fortlaufend an der Entwicklung von neuen Produkten sowie an der Verbesserung bestehender Produkte gearbeitet. Kundenzufriedenheit und schnelle Reaktionszeiten bleiben ebenfalls wichtige Unternehmensziele. Das geplante Rohergebnis für das Geschäftsjahr 2023 wurde erreicht. Bei steigenden Rohstoffpreisen vergehen immer mehrere Wochen, bevor DKAG Preisanstiege bei Abnehmern realisieren kann. Nachdem dieser Effekt das Ergebnis im Vorjahr belastete, konnten in 2023 die gestiegenen Beschaffungspreise an die Abnehmer in Form von Preiserhöhungen weitergegeben und die Auswirkungen der Inflation dadurch kompensiert werden. Der Vorstand ist folglich mit der Geschäftsentwicklung in einem erneut herausfordernden Marktumfeld im Berichtsjahr sehr zufrieden. 3. Risiko-, Chancen- und Prognosebericht 3.1. Risiken Das aktuell größte Risiko stellen die Unsicherheiten und weltweiten Krisen dar. Neben dem andauernden Krieg in der Ukraine, bei dem keine baldige Lösung in Sicht erscheint, gehen die politischen Spannungen zwischen China und den USA weiter. Vor allem aber haben das sehr restriktive Vorgehen der chinesischen Regierung in Kombination mit der zu spät als Bedrohung erkannten Abhängigkeit von Russland dazu geführt, dass allen voran westliche Staaten damit beginnen, ihre Chinapolitik neu zu bewerten und anzupassen. Das klare Bekenntnis vieler westlicher Länder zum Welthandel und zur Globalisierung gerät ins Wanken, und immer mehr Länder schwenken auf eine nationalistische und protektionistische Politik um. Lieferketten ändern sich und könnten das Geschäft von DKAG sowohl auf Lieferanten- als auch auf Abnehmerseite tangieren. Wie in Abschnitt 1. des Lageberichts ausgeführt, gehört die DKAG seit Oktober 2022 zur weltweit tätigen Kafrit Group mit der Kafrit Industries (1993) LTD. in Kibbutz Kfar Azza, Israel, als oberster Konzerngesellschaft. Zum Zeitpunkt der Aufstellung des Lageberichts ist festzustellen, dass die DKAG wirtschaftliche Auswirkungen infolge des Kriegs in Israel und Gaza aktuell nicht treffen. Zukünftige negative Entwicklungen sind aktuell nicht sehr wahrscheinlich, können aber auch nicht ausgeschlossen werden. Insofern können die möglichen Auswirkungen auf die DKAG derzeit nicht zuverlässig beziffert werden. Diese werden jedoch fortlaufend beobachtet und analysiert. Die allgemeine Lage hat Auswirkungen auf DKAG, weil die Planbarkeit erschwert wird, Lieferzeiten sich verlängern und Produkte weiterhin teurer werden können. Wenn die Nachfrage zurückgeht und in anderen Ländern die Energiekosten deutlich geringer bleiben, nimmt die Konkurrenzfähigkeit ab und Abnehmer könnten ihr Beschaffungsverhalten ändern. Sollte es zu einem gesamtwirtschaftlichen Rückgang der Nachfrage kommen, steht zu erwarten, dass sich DKAG dieser Situation nicht entziehen kann. In diesen sehr ungewissen Zeiten minimiert DKAG das Forderungsausfallrisiko durch eine Warenkreditversicherung. Des Weiteren werden separat von Auskunfteien in Einzelfällen, insbesondere bei Geschäftsanbahnung im Vorfeld, zusätzliche Informationen eingeholt. Die branchenüblichen Risiken der Rohstoffbeschaffung, insbesondere Preisschwankungen und Verfügbarkeit, werden nicht gesondert abgesichert. Wie in der Vergangenheit konnten Preissteigerungen mit gewisser Zeitverzögerung an Kunden weitergegeben werden. Dies wird versucht, fortlaufend umzusetzen, führt aber regelmäßig zunächst zu einem Rückgang des Rohergebnisses. Einigen Mitbewerbern steht die Liquidität zur Verfügung, sich vor absehbaren Preissteigerungen durch umfangreiche Bevorratung einen Wettbewerbsvorteil zu verschaffen. Dies stellt aber eine Ausnahme dar und kann bei fallenden oder sehr volatilen Rohstoffpreisen nachteilig sein. Für alle betrieblichen Risiken bestehen die üblichen Betriebsversicherungen in vollem Umfang. Spezielle Risiken bei einzelnen Abnehmern oder Branchen sind aktuell noch nicht erkennbar, könnten aber später auftreten, falls es zu einer Rezession kommt. Ziel bleibt es daher, Umsätze über alle Produktsparten und Kundengruppen gleichmäßig zu verteilen, um Einzelrisiken zu vermeiden. Eine Abhängigkeit von nur einem Lieferanten, die zu Materialbeschaffungsproblemen führen könnte, besteht nicht. Ein potenzielles Risiko besteht bei Nichteinhaltung der vertraglich vereinbarten Covenants aus Darlehensverbindlichkeiten. Durch kontinuierliche Überwachung der relevanten Kennzahlen und eine Fortführung der Entschuldungspolitik gewährleistet der Vorstand die Einhaltung der Vereinbarungen. 3.2. Chancen Wenige Mitbewerber verfügen wie DKAG neben der Doppelschnecken- und Kneter-Extrusionstechnologie auch über ein eigenes Labor. Dadurch positioniert sich DKAG als Anbieter mit großer Kompetenz aus einer Hand bei der Materialentwicklung, Herstellung und Prüfung. Das untermauert auch den Stellenwert eines hohen Qualitäts- und Serviceniveaus bei DKAG. Das Produktportfolio besteht neben Standardprodukten aus Spezialitäten, wodurch DKAG ein Anbieter ist, der Kundenanfragen aus nahezu allen Bereichen bedienen kann. Die Flexibilität, individuelle Kundenwünsche zu erfüllen, steht weiterhin im Fokus. Viele Mitbewerber bieten nur Standardprodukte an und zeigen wenig Interesse daran, auf individuelle Kundenanforderungen einzugehen. Hierbei unterscheidet sich das Vorgehen von DKAG, weil Produkte in aller Regel in enger Zusammenarbeit mit dem Kunden entwickelt werden. Dies unterstützt die Kundenbindung und stellt einen wichtigen Wettbewerbsvorteil dar. Da insbesondere die Nachfrage nach Produkten, die mit Kneter-Technologie hergestellt werden, weiterhin gestiegen ist, erwies sich die Investition in den neuen Kneter im November 2022 als genau richtig. Die Produktionskapazität konnte deutlich erweitert werden. Durch die Zugehörigkeit zur Kafrit Group verfügt DKAG nun über Zugriff auf ein noch größeres Produktportfolio, das den Abnehmern angeboten werden kann. Kundenseitig gibt es in der Gruppe wenig Überschneidungen, sodass hier Potenzial für Wachstum gesehen wird. Chancen bestehen auch darin, den Einkauf von Rohstoffen gruppenweit abzustimmen, um die Bevorratung zu optimieren und Skaleneffekte zu erzielen. Im administrativen Bereich bestehen ebenfalls Möglichkeiten zur Zusammenarbeit, um Prozesse zu verbessern. DKAG verfolgt neben einem hohen Qualitätsanspruch das Ziel, umwelt- und ressourcenschonend zu handeln. Es existiert ein Energiemanagementsystem nach § 4 Abs. 6 SpaEfV, um die Energieeffizienz zu verbessern. Erweiterungs- und Ersatzinvestitionen werden immer auch unter Gesichtspunkten zur Energieoptimierung durchgeführt. Seit 01/2024 bezieht DKAG Ökostrom, um das KAFRIT gruppenweite Nachhaltigkeitsprojekt umzusetzen. Die partnerschaftliche Zusammenarbeit mit Lieferanten konnte vertieft und ausgebaut werden. DKAG ist für Lieferanten nach wie vor ein strategisch wichtiger Abnehmer, war aber dennoch in dem sehr volatilen Marktumfeld von Versorgungsengpässen bei Rohstoffen betroffen. Durch fünf wichtige Produktsegmente und ein eigenes Labor hebt sich DKAG auch weiterhin von vielen Mitbewerbern ab. Der Vorstand sieht Signale für eine leichte Eintrübung der Geschäftsaussichten, was sich auch in der Umsatzentwicklung des ersten Quartals 2024 widerspiegelt, erwartet aber, dass sich ab dem zweiten Quartal eine stabile Auftragslage entwickelt, auch aufgrund der besseren Verfügbarkeit von Rohstoffen. 3.3. Prognosebericht Im Jahr 2023 wuchs DKAG deutlich stärker als die deutsche Wirtschaft insgesamt. Gleichwohl ist sich der Vorstand bewusst, dass es aktuell noch viel mehr Faktoren außerhalb des unternehmerischen Einflussbereichs als üblich gibt und versucht, bei allen Entscheidungen eine Balance herzustellen. Dabei sollen die vielfältigen Risiken möglichst begrenzt, aber gleichzeitig auch die Wachstumspotenziale der Zukunft z. B. durch gezielte Erweiterungsinvestitionen genutzt werden. Durch die breite Aufstellung an verfügbaren Fertigungstechnologien und ein umfangreiches Produktportfolio konnten Nachfrageschwankungen in Krisenzeiten bisher weitgehend kompensiert werden. Es bleibt auch weiterhin Ziel des Vorstands, den Anteil der einzelnen Produktsparten am Umsatz anzugleichen und dadurch eine potenzielle Abhängigkeit von einzelnen Branchen oder Abnehmern zu reduzieren sowie neue Einsatzmöglichkeiten für die Produkte von DKAG zu erschließen. Die zuvor erläuterten Rahmenbedingungen und Krisen stellen alle Unternehmen derzeit vor große Herausforderungen. Gleichzeitig ergeben sich auch neue Chancen, weil zum Beispiel das Thema Nachhaltigkeit stärker in das Bewusstsein rückt und DKAG über große Erfahrungen bei der Verwendung von recycelten Kunststoffen verfügt. Es wird neue Realität, dass sich das Umfeld immer schneller und dynamischer verändert. Verlässliche Aussagen zu den Auswirkungen der vielschichtigen Entwicklungen auf die Geschäftserwartung von DKAG bleiben schwierig. Nach der Inbetriebnahme des neuen Kneters Ende 2022 hat sich die Produktionskapazität signifikant erhöht. Der Vorstand sieht bei wichtigen Produktsegmenten Wachstumspotenziale, und die Auslastung der Anlagen in 2023 untermauert diese Einschätzung. Gleichzeitig ist er sich der schwierigen Lage und der unklaren Zukunftsaussichten bewusst. Die Sicherung des unternehmerischen Fortbestands sowie der Beschäftigung haben daher weiterhin hohe Priorität. Aktuell strebt DKAG an, den Personalbestand in der Produktion und Instandhaltung deutlich auszubauen, um für etwaige Investitionen in der nahen Zukunft gerüstet zu sein. In der Ende 2023 aufgestellten vorsichtigen Planungsrechnung wird damit gerechnet, dass für 2024 das Rohergebnis rund TEUR 12.300 und der Jahresüberschuss etwa TEUR 2.000 betragen werden. In den ersten drei Monaten dieses Jahres liegen das Rohergebnis und die Auftragseingänge hinter der Planung.
Weeze, 24. April 2024 Andreas Bäßler Bei dem vorstehenden Jahresabschluss (Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung und Anhang) handelt es sich um die nach § 327 HGB für Offenlegungszwecke verkürzte Fassung. Zu dem vollständigen Jahresabschluss und Lagebericht wurde der folgende Bestätigungsvermerk erteilt: BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die Delta Kunststoffe AG Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der Delta Kunststoffe AG - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Delta Kunststoffe AG für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung des gesetzlichen Vertreters und des Aufsichtsrats für den Jahresabschluss und den Lagebericht Der gesetzliche Vertreter ist verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner ist der gesetzliche Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die er in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt hat, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses ist der gesetzliche Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren hat er die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus ist er dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem ist der gesetzliche Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner ist der gesetzliche Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die er als notwendig erachtet hat, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Duisburg, den 24. April 2024 PKF
Fasselt Partnerschaft mbB
A. Schienstock, Wirtschaftsprüfer Norta, Wirtschaftsprüfer K DELTA KUNSTSTOFFE GER Bericht des Aufsichtsrats der Delta Kunststoffe AG, Weeze, an die Hauptversammlung über das Geschäftsjahr 2023 vom 01. Januar 2023 bis 31. Dezember 2023 Der Vorstand der Delta Kunststoffe AG, Weeze, unterrichtete den Aufsichtsrat laufend über die Lage der Gesellschaft während der Berichtszeit. Alle wesentlichen Geschäftsvorgänge wurden sowohl mündlich als auch schriftlich mitgeteilt. Die ordentlichen Aufsichtsratssitzungen am 24.04.2023 und am 13.12.2023 befassten sich im Wesentlichen mit der Lage der Gesellschaft, Finanzplanung, Investitionsplanung und Personalplanung. Dabei wurden jeweils auch die Chancen und Risiken aus der laufenden Geschäftstätigkeit ausführlich erläutert. In einer Vielzahl von Gesprächen sowie Quartalsberichten und Zusatzinformationen hat der Vorstand den Aufsichtsrat fortwährend und umfassend über die Geschäftsentwicklung und die wirtschaftliche Lage informiert. Der Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2023 (Bilanzsumme: 11.481.322,33 EUR; Jahresüberschuss 1.596.074,17 EUR) wurde vom Vorstand erstellt und von der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft PKF Fasselt Partnerschaft mbB, Duisburg, geprüft. Die Prüfer haben bestätigt, dass der Lagebericht in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt, die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt und den gesetzlichen Vorschriften entspricht. Das geprüfte IT-System und die IT-Prozesse sind für die Größe des Unternehmens weitgehend angemessen und erfüllen die gesetzlichen Compliance- und Sicherheitsanforderungen. Der Jahresabschluss entspricht in allen wesentlichen Belangen den für mittelgroße Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage. Alle Prüfungsdifferenzen wurden korrigiert, es wurden weder Kontrollmängel noch Betrug festgestellt und die Vollständigkeitserklärung wurde abgegeben, so dass ein uneingeschränkter Bestätigungsvermerk erteilt wurde. Der Aufsichtsrat hat ebenfalls den Jahresabschluss und den Lagebericht des Vorstands geprüft und tritt dem Ergebnis der Prüfung des Jahresabschlusses durch den Abschlussprüfer aufgrund der eigenen Prüfung bei. Der Aufsichtsrat stimmt dem Vorschlag des Vorstands zu, den Bilanzgewinn in Höhe von 6.336.505,53 EUR auf neue Rechnung vorzutragen. Der Aufsichtsrat erhebt nach dem abschließenden Ergebnis seiner Prüfung keine Einwendungen und billigt den vom Vorstand aufgestellten Jahresabschluss 2023, der damit festgestellt ist.
Kfar Aza (Israel), 06. Mai 2024 Daniel Singer, Vorsitzender des Aufsichtsrats Feststellung des JahresabschlussesDer Jahresabschluss ist am 6. Mai 2024 vom Aufsichtsrat festgestellt worden. ErgebnisverwendungIn der Hauptversammlung am 6. Mai 2024 ist beschlossen worden, den Bilanzgewinn in Höhe von 6.336.505,53 EUR auf neue Rechnung vorzutragen. |
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