Stammdaten

Register
Amtsgericht Duisburg HRB 6448
Vorher
ISPAT Walzdraht Hochfeld GmbHMITTAL Steel Hochfeld GmbH
Eingetragen
13.6.2002
Branche
Großhandel mit Eisenerzen, Eisen, Stahl, Eisen- und StahlhalbzeugErzeugung von Roheisen, Stahl und FerrolegierungenHerstellung von Rohrform-, Rohrverschluss- und Rohrverbindungsstücken aus Stahl
Gegenstand
der Betrieb eines Stahlwerks in Duisburg-Ruhrort, die Erzeugung, Verarbeitung und Weiterverarbeitung von Eisenschwamm, Eisen, Stahl und von Nebenerzeugnissen, der Vertrieb und Handel von bzw. mit Industrieerzeugnissen auf diesem Gebiet sowie die Herstellung und der Vertrieb von Walzdrahtprodukten. Die Gesellschaft ist ferner berechtigt, andere industrielle Erzeugnisse, die im Zusammenhang mit dem Gegenstand des Unternehmens stehen, herzustellen, zu kaufen und zu verkaufen.

Finanzübersicht

Historie

Keine Bekanntmachungen für diesen Filter verfügbar

Management

NameRolle
Jasmin Pauluth
seit 31.7.2025
Prokura
Igor Caminotto
seit 31.7.2025
Geschäftsführer
Kamil Dr. Novak
seit 21.1.2025
Prokura
Naga Rajesh Puvvada
seit 21.1.2025
Geschäftsführer
Moritz Maaßen
seit 21.1.2025
Prokura
Claudia Lehnen
seit 4.4.2023
Prokura

Wirtschaftlich Berechtigte

0.00% identifiziert95.16% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (4)

NameAnteil
Quadra International Services B.V.NLD
71.17%
ArcelorMittal S.A.LUX
23.72%
Quadra International Services B.V.NLD
0.20%
ArcelorMittal S.A.LUX
0.07%

Gesellschafter

2 Gesellschafter

GmbH-Struktur

ArcelorMittal Duisburg GmbH (vormals Jade 981. GmbH)
Germany
2.429.440 €
94.98%
ArcelorMittal Duisburg Beteiligungsgesellschaft mbH (vormals: ArcelorMittal Duisburg GmbH)
Germany
130.560 €
5.10%

Beteiligungen

NameAnteil
No data available

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

ArcelorMittal Hochfeld GmbH

Duisburg

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Inhaltsverzeichnis

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

Rechnungslegung

Auftragsbedingungen, Haftung und Verwendungsvorbehalt

Allgemeine Auftragsbedingungen

Hinweis:

Den nachfolgenden Bestätigungsvermerk haben wir, unter Beachtung der gesetzlichen und berufsständischen Bestimmungen, nach Maßgabe der in der Anlage "Auftragsbedingungen, Haftung und Verwendungsvorbehalt" beschriebenen Bedingungen erteilt.

Falls das vorliegende Dokument in elektronischer Fassung für Zwecke der Offenlegung gemäß § 325 HGB verwendet wird, sind für diesen Zweck daraus nur die Dateien zur Rechnungslegung und im Falle gesetzlicher Prüfungspflicht der Bestätigungsvermerk resp. der diesbezüglich erteilte Vermerk bestimmt.

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die ArcelorMittal Hochfeld GmbH

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der ArcelorMittal Hochfeld GmbH, Duisburg - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der ArcelorMittal Hochfeld GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Die in Abschnitt B.2) des Lageberichts enthaltene Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289f Abs. 4 HGB (Angaben zur Frauenquote) haben wir in Einklang mit den deutschen gesetzlichen Vorschriften nicht inhaltlich geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Wir geben kein Prüfungsurteil zu dem Inhalt der oben genannten Erklärung zur Unternehmensführung ab.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Sonstige Informationen

Die gesetzlichen Vertreter sind für die sonstigen Informationen verantwortlich. Die sonstigen Informationen umfassen die oben genannte Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289f Abs. 4 HGB (Angaben zur Frauenquote).

Unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und Lagebericht erstrecken sich nicht auf die sonstigen Informationen, und dementsprechend geben wir weder ein Prüfungsurteil noch irgendeine andere Form von Prüfungsschlussfolgerung hierzu ab.

Im Zusammenhang mit unserer Prüfung haben wir die Verantwortung, die sonstigen Informationen zu lesen und dabei zu würdigen, ob die sonstigen Informationen

wesentliche Unstimmigkeiten zum Jahresabschluss, Lagebericht oder unseren bei der Prüfung erlangten Kenntnissen aufweisen oder

anderweitig wesentlich falsch dargestellt erscheinen.

Falls wir auf Grundlage der von uns durchgeführten Arbeiten den Schluss ziehen, dass eine wesentliche falsche Darstellung dieser sonstigen Informationen vorliegt, sind wir verpflichtet, über diese Tatsache zu berichten. Wir haben in diesem Zusammenhang nichts zu berichten.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können;

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben;

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben;

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann;

beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt;

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens;

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Düsseldorf, 29. Mai 2024

EY GmbH & Co. KG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Dr. Thorsten Burg, Wirtschaftsprüfer

Christian Jürgens, Wirtschaftsprüfer

Bilanz zum 31. Dezember 2023

Aktiva

31.12.2023 31.12.2022
EUR EUR EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werle sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 355.340,64 755.759,01
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und Bauten 9.719.800,56 9.784.524,52
2. Technische Anlagen und Maschinen 119.494.502,93 127.220,704,24
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.706.693,64 1.645.758,17
4 Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 16.463.027,35 9.447.272,66
147.384.024,48 148.098.259,59
II. Finanzanlagen
Beteiligungen 3.020,23 3.020,23
147.742.385,35 148.857.038,83
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 41.053.352,36 53.680.242,12
2. Unfertige Erzeugnisse 72.170.783,87 86.496.768,58
3. Fertige Erzeugnisse 29.679.564,79 40.022,803,97
4. Emissionsrechte 30.029.244.16 34.545,863,16
172.932.945,18 214.745.677,83
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 8.305.800,27 18.824.260,98
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 51.914.306,51 66.151.917,79
3. Sonstige Vermögensgegenstände 62.875,72 785.331,10
60.282.982,50 85.761.509,87
III. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten 764.189,06 171.557.77
233.980.116,74 300.678.745,47
C. Rechnungsabgrenzungsposten 20.209,00 165.051,22
381.742.711,09 449.700.835,52

Passiva

31.12.2023 31.12.2022
EUR EUR EUR
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 2.560.000,00 2.560.000,00
II. Kapitalrücklage 61.030.230,38 61.030.230,38
III. Gewinnvortrag 8.041.831,71 8.041.831,71
71.632.062,09 71.632.062,09
B. Rückstellungen
1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 53.062.893,00 55.050.500,00
2. Sonstige Rückstellungen 57.012.060,24 66.633.506,93
110.074.953,24 121.684.006,93
C. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 96.133.560,38 116.750.942,00
2. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 86.679.271,76 124.300.798,79
3. Sonstige Verbindlichkeiten 17.222.863,62 15.333.025,71
davon aus Steuern EUR 624.248,60 (Vj TEUR 712)
davon im Rahmen der sozialen Sicherheit EUR 68.302,97 (Vj. TEUR 57)
200.035.695,76 256.384.766,50
381.742.711,09 449.700.835,52

Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr 2023

2022
EUR EUR EUR
1. Umsatzerlöse 829.818.561,72 954.956.851,87
2. Verminderung (Vj. Erhöhung) des Bestands an fertigen und unfertigen Erzeugnissen -24.669.223,89 19.944.723,52
3. Sonstige betriebliche Erträge 14.963.147,81 6.491.375,06
820.112.485,64 981.392.950,45
4. Materialaufwand
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren 624.722.312,63 792.146.560,74
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen 59.816.467,88 58.050.284,93
5. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter 51.910.753,87 51.816.377,27
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 11.148.058,74 17.041.579,67
davon für Altersversorgung EUR 1.266.195,75 (Vj. TEUR 4.756)
6. Abschreibungen
auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 13.570.904,99 13.918.284,70
7. Sonstige betriebliche Aufwendungen 75.703.366,06 75.776.352,67
836.871.864.17 1.008.749.439,98
8. Erträge aus Beteiligungen 0,00 196.103,90
9. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 1.059.358,64 190.421,36
davon aus verbundenen Unternehmen EUR 1.059, 165,45 (Vj. TEUR 190)
10. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 7.073.632,36 2.168.133,22
davon an verbundene Unternehmen EUR 4.651.638,22 (Vj TEUR 1.176)
davon Aufwendungen aus der Aufzinsung EUR 1.008.485,00 (Vj. TEUR 989)
- 6.014.273,72 -1.781.607,96
11. Steuern vom Einkommen und Ertrag 0,00 54.581.41
12. Ergebnis nach Steuern -22.773.652,25 -29.192.678,90
13. Sonstige Steuern 1.424,00 0,00
14. Erträge aus Verlustübernahme 22.775.076.25 29.192.678,90
15. Jahresüberschuss 0,00 0,00

Anhang für 2023

I. Allgemeine Angaben und Erläuterungen

Die ArcelorMittal Hochfeld GmbH ist eine große Kapitalgesellschaft gemäß § 267 Abs. 3 HGB und hat ihren Sitz in Duisburg. Sie ist im Handelsregister beim Amtsgericht Duisburg (Reg.-Nr. HRB 6448) eingetragen.

Die Geschäftstätigkeit der Gesellschaft wird wesentlich durch folgende Verträge geprägt:

a) Roheisenliefervertrag

Die ThyssenKrupp Steel Europe AG, Duisburg, hat sich verpflichtet, den Bedarf der ArcelorMittal Hochfeld GmbH an Roheisen bis zu einer jährlichen Gesamtmenge von 1,3 Mio. t bzw. 12 % der von ThyssenKrupp Steel Europe AG produzierten Menge Stahlroheisen zu decken. Der Vertrag wurde am 22. Februar 2005 neu abgefasst und bis 2027 verlängert.

b) Glüh- und Beizvertrag

Mit der Nöcker Drahtbearbeitung GmbH, Arnsberg, (Nöcker) besteht die vertragliche Vereinbarung, dass sich ArcelorMittal Hochfeld GmbH verpflichtet, die Ausführung sämtlicher bei ihr anfallenden Glüh- und Beizarbeiten zunächst der Firma Nöcker anzubieten. Nöcker verpflichtet sich, sämtliche bei ArcelorMittal Hochfeld GmbH anfallenden Glüh- und Beizarbeiten vorrangig vor Aufträgen Dritter auszuführen.

c) Pachtverträge

Mit der ArcelorMittal Duisburg Beteiligungsgesellschaft mbH, Duisburg, wurde ein unbefristeter Pachtvertrag abgeschlossen, der erstmals zum 31. Dezember 2027 gekündigt werden kann. Gegenstand des Pachtvertrags ist das zum Zeitpunkt der Aufnahme der Geschäftstätigkeit (1. Oktober 1997) bestehende Anlagevermögen des Werksbereiches der ehemaligen ArcelorMittal Ruhrort. Die ArcelorMittal Hochfeld GmbH erstattet der Verpächterin sämtliche pachtbedingten Aufwendungen.

d) Beherrschungs- und Ergebnisabführungsvertrag mit der ArcelorMittal Duisburg GmbH

Die Gesellschaft hat am 19. März 2010 einen Beherrschungs- und Ergebnisabführungsvertrag mit der Gesellschafterin ArcelorMittal Duisburg GmbH, Duisburg, abgeschlossen. Der Vertrag hat eine Laufzeit von fünf Jahren und verlängert sich um jeweils weitere zwölf Monate, sofern er nicht mit einer Kündigungsfrist von drei Monaten vor seinem Ablauf gekündigt wird. ArcelorMittal Hochfeld GmbH verpflichtet sich, den während der Vertragsdauer jeweils in ihrer Handelsbilanz ausgewiesenen Gewinn, vermindert um einen Verlustvortrag aus dem Vorjahr, an ArcelorMittal Duisburg GmbH abzuführen. ArcelorMittal Duisburg GmbH verpflichtet sich, jeden während der Vertragsdauer bei der ArcelorMittal Hochfeld GmbH entstehenden Verlust (Jahresfehlbetrag) auszugleichen.

II. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Der Abschluss zum 31. Dezember 2023 ist nach den Rechnungslegungsvorschriften des Handelsgesetzbuches und des GmbH-Gesetzes erstellt.

Der Jahresabschluss wurde unter Anwendung des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufgestellt.

Für die Darstellung der Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren gewählt.

Die entgeltlich erworbenen Immateriellen Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige lineare Abschreibungen, bilanziert. Die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer beträgt drei bis fünfzehn Jahre.

Sachanlagen werden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten bewertet. Die Herstellungskosten für selbst erstellte Anlagen enthalten neben den Material- und Fertigungseinzelkosten auch angemessene Teile der Material- und Fertigungsgemeinkosten sowie fertigungsbedingte Abschreibungen. Fremdkapitalzinsen werden nicht aktiviert. Abnutzbare Gegenstände werden planmäßig nach der linearen Methode abgeschrieben. Soweit notwendig, erfolgen außerplanmäßige Abschreibungen. Die betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauern nach Anlagenkategorien ergeben sich wie folgt:

Nutzungsdauer in Jahren
Bauten 25
Technische Anlagen und Maschinen 5 bis 20
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 3 bis 13

Bei beweglichen Vermögensgegenständen des Anlagevermögens erfolgt die Abschreibung pro rata temporis. Vermögensgegenstände mit Anschaffungs- oder Herstellungskosten bis EUR 250,00 werden sofort als Aufwand erfasst. Vermögensgegenstände mit Anschaffungs- oder Herstellungskosten von mehr als EUR 250,00 bis einschließlich EUR 1.000,00 werden seit dem Geschäftsjahr 2008 in einen Sammelposten eingestellt und linear über fünf Jahre abgeschrieben.

Die in 2013 in Betrieb genommene Drahtwalzanlage wird im Rahmen des Komponentenansatzes abgeschrieben. Während für die Drahtwalzanlage eine betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer von 30 Jahren unterstellt wird, erfolgt die Abschreibung der wesentlichen physisch separierbaren Komponenten Mechanik und elektrische Anlage über 20 bzw. 10 Jahre.

Die Finanzanlagen werden grundsätzlich zu Anschaffungskosten bilanziert. Niedrigere Werte werden angesetzt, wenn voraussichtlich dauernde Wertminderungen vorliegen.

In den Vorräten werden die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe jeweils mit den Anschaffungs- oder niedrigeren Wiederbeschaffungskosten unter Berücksichtigung von Abschlägen aufgrund von Verwertungsrisiken bewertet.

Die unter den Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen ausgewiesenen Werksgeräte und Reserveteile werden konzerneinheitlich zu Anschaffungskosten abzgl. Gängigkeitsabschreibungen auf Basis einer Staffelmethode bewertet. Es bestehen folgende Abschreibungsprozentsätze in Abhängigkeit vom letzten Lagerzugang:

Letzter Lagerzugang Abschreibungssatz %
≥ 1 Jahr und < 2 Jahre 15
≥ 2 Jahre und < 3 Jahre 30
> 3 Jahre und < 4 Jahre 45
≥ 4 Jahre und < 5 Jahre 60
≥ 5 Jahre 75

Unfertige und fertige Erzeugnisse werden mit den Herstellungskosten bewertet, die neben den Material- und Fertigungseinzelkosten auch angemessene Teile der Material- und Fertigungsgemeinkosten sowie fertigungsbedingte Abschreibungen enthalten. Fremdkapitalzinsen werden nicht aktiviert.

Ist der voraussichtliche Verkaufserlös abzüglich der bis zum Verkauf noch anfallenden Kosten niedriger, wird dieser Wert angesetzt. Vertriebs- sowie Veralterungsrisiken sind angemessen berücksichtigt.

Bei der Ermittlung der Anschaffungs- oder Herstellungskosten gleichartiger Vorräte wird unterstellt, dass die zuerst angeschafften oder hergestellten Vermögensgegenstände zuerst verbraucht oder veräußert werden (FIFO-Verfahren).

Die Schadstoffemissionsrechte sind, sofern sie unentgeltlich erworben wurden, zu Anschaffungskosten in Höhe von TEUR 0 (Vorjahr: TEUR 0) angesetzt (Erinnerungswert). Die entgeltlich erworbenen Emissionsberechtigungen werden zu Anschaffungskosten bilanziert, vorbehaltlich etwaiger Abschreibungen auf einen niedrigeren Börsen- oder Marktpreis am Abschlussstichtag.

Bei den Forderungen und sonstigen Vermögensgegenständen, die zu Nennwerten bilanziert werden, sind die erkennbaren Risiken durch entsprechende Bewertungsabschläge berücksichtigt; dem allgemeinen Ausfallrisiko wird durch eine Pauschalwertberichtigung Rechnung getragen.

Die Liquiden Mittel sind mit dem Nominalwert angesetzt.

Der aktive Rechnungsabgrenzungsposten betrifft Auszahlungen vor dem Bilanzstichtag, soweit sie Aufwendungen für einen bestimmten Zeitraum nach dem Bilanzstichtag darstellen.

Das Gezeichnete Kapital (EUR 2.560.000,00) entspricht dem Gesellschaftsvertrag und dem Handelsregistereintrag.

Für die Pensionsrückstellungen wurde die versicherungsmathematische Berechnung unter Anwendung des Anwartschaftsbarwertverfahrens ("Projected-Unit-Credit-Methode") vorgenommen. Als Rechnungszins wurde der durchschnittliche Marktzinssatz der letzten zehn Jahre verwendet (Bundesbankzins), der sich bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren ergibt. Er beträgt 1,83 % (Vorjahr: 1,78 %). Dabei wurden eine Gehaltssteigerung von 2,5 % p.a. (Vorjahr: 2,5 %), ein Rententrend von 2,1 % p.a. (Vorjahr: 2,2 %), ein Trend für die Entwicklung der Beitragsbemessungsgrenze von 2,5 % p.a. (Vorjahr: 2,5 %), Standardwerte für Fluktuation sowie die in 2018 veröffentlichten Richttafeln 2018 G der HEUBECK AG zugrunde gelegt. Effekte aus der Änderung von Abzinsungssätzen werden im operativen Ergebnis ausgewiesen.

Seit Inkrafttreten des Gesetzes zur Umsetzung der Wohnimmobilienkreditrichtlinie und zur Änderung handelsrechtlicher Vorschriften sind Rückstellungen für Altersversorgungsverpflichtungen nunmehr mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz aus den vergangenen zehn Jahren abzuzinsen. Der Unterschiedsbetrag zwischen dem Ansatz der Rückstellungen nach Maßgabe des vor der Gesetzesänderung vorgegebenen Durchschnitts von sieben Geschäftsjahren und des entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatzes aus den vergangenen zehn Geschäftsjahren beträgt EUR 545.516 (Vorjahr: EUR 2.954.420); er ist gemäß § 253 Absatz 6 HGB grundsätzlich ausschüttungsgesperrt. Gem. BMF-Schreiben vom 23. Dezember 2016 unterliegt der Unterschiedsbetrag keiner Abführungssperre bei Vorliegen eines Ergebnisabführungsvertrages. Der Erfüllungsbetrag der Verpflichtung bei einem angenommenen durchschnittlichen Marktzinssatz aus den vergangenen sieben Jahren (1,76 %; Vorjahr: 1,44 %) beläuft sich auf EUR 53.608.409 (Vorjahr: EUR 58.004.920).

Die Sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken sowie alle ungewissen Verpflichtungen und sind in Höhe des Erfüllungsbetrages angesetzt, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist und der Preis- und Kostensteigerungen beinhaltet. Die Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden mit einem laufzeitadäquaten Durchschnittszinssatz abgezinst.

Die Bewertung der unter den sonstigen Rückstellungen ausgewiesenen Jubiläumsrückstellungen erfolgt auf Basis des Anwartschaftsbarwertverfahrens. Als Rechnungszins wurde der durchschnittliche Marktzinssatz der letzten sieben Jahre verwendet (Bundesbankzins), der sich bei einer angenommenen Restlaufzeit von neun Jahren ergibt. Er beträgt 1,46 % (Vorjahr: 1,00 %). Dabei wurden ein Gehaltstrend von 2,5 % p.a. (Vorjahr: 2,5 %) und eine Steigerung der Beitragsbemessungsgrenze von 2,5 % p.a. (Vorjahr: 2,5 %) berücksichtigt. Außerdem finden die Sterbetafeln 2018 G der HEUBECK AG Anwendung.

Die Bewertung der unter den sonstigen Rückstellungen ausgewiesenen Verpflichtungen für Altersteilzeit erfolgt nach den Grundsätzen von IDW RS HFA 3. Als Rechnungszins wurde der durchschnittliche Marktzinssatz der letzten sieben Jahre verwendet (Bundesbankzins), der sich bei einer angenommenen Restlaufzeit von einem Jahr ergibt. Er beträgt 1,00 % (Vorjahr: 0,42 %). Dabei wurden im Vergleich zum Vorjahr ein Gehaltstrend von 2,5 % p.a. (Vorjahr 2,5 %) und eine Steigerung der Beitragsbemessungsgrenze von 2,5 % p.a. (Vorjahr 2,5 %) berücksichtigt.

Die Rückstellung für die verbrauchten Schadstoffemissionsrechte ist in Höhe der Anschaffungskosten der verbrauchten Emissionsrechte angesetzt.

Verbindlichkeiten werden mit dem Erfüllungsbetrag angesetzt.

Währungsumrechnung

Forderungen und Verbindlichkeiten in Fremdwährung werden bei Einbuchung mit dem Devisenkassamittelkurs umgerechnet. Forderungen und Verbindlichkeiten in Fremdwährung, deren Restlaufzeit nicht mehr als ein Jahr beträgt, werden mit dem Devisenkassamittelkurs zum Bilanzstichtag bewertet. Fremdwährungsforderungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden mit ihrem Umrechnungskurs bei Einbuchung oder dem niedrigeren Devisenkassamittelkurs zum Bilanzstichtag bewertet. Fremdwährungsverbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden mit dem Umrechnungskurs bei Einbuchung oder dem höheren Devisenkassamittelkurs zum Bilanzstichtag bewertet.

Die Umsatzerlöse sind um Erlösschmälerungen gekürzt. Die Umsatzerlöse werden mit dem Eigentums- und Gefahrenübergang an den Kunden periodengerecht nach dem Realisationsprinzip erfasst.

Betriebliche Aufwendungen werden mit Inanspruchnahme der Leistung bzw. zum Zeitpunkt ihrer Verursachung ergebniswirksam.

Latente Steuern

Bei der Berechnung der latenten Steuern wird das Temporary-Konzept angewendet. Die Differenzen zwischen den handelsrechtlichen Wertansätzen und den Steuerbilanzansätzen werden aufgrund des ertragsteuerlichen Organschaftsverhältnisses bei der ArcelorMittal Germany Holding GmbH, Hamburg, berücksichtigt.

III. Angaben und Erläuterungen zur Bilanz

1. Immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagevermögen

Der überwiegende Teil der von ArcelorMittal Hochfeld GmbH genutzten Anlagen ist von der ArcelorMittal Duisburg Beteiligungsgesellschaft mbH gepachtet. Die Pachtaufwendungen sind in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen ausgewiesen.

Die Entwicklung der immateriellen Vermögensgegenstände und Sachanlagen ergibt sich im Einzelnen aus dem Anlagengitter (Anlage zum Anhang).

2. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände haben wie im Vorjahr sämtlich eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr.

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen gliedern sich wie folgt:

31.12.2023 Vorjahr
TEUR TEUR
Gesellschafter
- Verlustübernahme 22.775 29.193
Übrige verbundene Unternehmen
- Liefer- und Leistungsverkehr 29.139 36.959
51.914 66.152

Zusammen mit anderen Konzernunternehmen hat die ArcelorMittal Hochfeld GmbH mit Wirkung vom 17. Dezember 2008 einen Factoringvertrag mit der Ester Finance Titrisation S.A. mit Sitz in Paris/Frankreich geschlossen. Die Abwicklung erfolgt in Zusammenarbeit mit ArcelorMittal Treasury SNC, La Plaine Saint- Denis/Frankreich.

3. Eigenkapital

Das gezeichnete Kapital der Gesellschaft beträgt zum 31. Dezember 2023 TEUR 2.560. Die Kapitalrücklage beträgt zum Bilanzstichtag TEUR 61.030.

4. Rückstellungen

Sonstige Rückstellungen bestehen im Wesentlichen für ausstehende Eingangsrechnungen i.H.v. TEUR 39.979 (Vorjahr: TEUR 46.959), für Verpflichtungen aus dem Personalbereich, insbesondere für Altersteilzeit und Jubiläumszuwendungen i.H.v. TEUR 9.182 (Vorjahr: TEUR 12.197), für verbrauchte Emissionsrechte i.H.v. TEUR 4.785 (Vorjahr: TEUR 4.565) und für Reklamations- und Gewährleistungsverpflichtungen und Kundenboni i.H.v. TEUR 2.719 (Vorjahr: TEUR 2.768).

5. Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen gliedern sich wie folgt:

31.12.2023 Vorjahr
TEUR TEUR
Verbindlichkeiten < 1 Jahr
Gesellschafter
- Darlehen 75.000 75.000
Verbindlichkeiten < 1 Jahr
Übrige verbundene Unternehmen
- Cash Pool 1.163 31.205
- Liefer- und Leistungsverkehr 10.516 18.096
86.679 124.301

Alle Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie die sonstigen Verbindlichkeiten haben eine Restlaufzeit von weniger als einem Jahr.

6. Außerbilanzielle Geschäfte gemäß § 285 Nr. 3 HGB

ArcelorMittal Hochfeld GmbH hat zusammen mit anderen Konzerngesellschaften mit Wirkung vom 17. Dezember 2008 einen Factoringvertrag mit der Ester Finance Titrisation S.A., Paris/Frankreich ("Purchaser"), einem Unternehmen der Crédit Agricole Group, und Eurofactor, Issy Les Moulineaux/Frankreich, ("Agent") sowie ArcelorMittal Treasury SNC, La Plaine Saint-Denis/Frankreich, ("Cash Manager") geschlossen.

Der Nominalwert der verkauften und zum 31. Dezember 2023 noch nicht beglichenen Forderungen beträgt TEUR 49.747 (Vorjahr: TEUR 62.591).

Das Factoring dient der kurzfristigen Verbesserung der Liquiditätssituation und der Kapitalstruktur. Forderungsausfallrisiken bezogen auf die Bonität des Schuldners gehen auf die Factoringgesellschaft über. Wir behalten jedoch zwecks Kundenpflege das Kundenmanagement inne. Besondere Risiken aus der Geschäftsabwicklung sind nicht ersichtlich.

7. Sonstige finanzielle Verpflichtungen gemäß § 285 Nr. 3a HGB

Die Gesellschaft hat sonstige finanzielle Verpflichtungen in Höhe von Mio. EUR 56,3. Diese betreffen im Wesentlichen die Abnahmeverpflichtung aus langfristigen Verträgen für den Bezug von Rohstoffen, Energielieferungen, Pachtaufwendungen und das Leasing von betrieblichen Fahrzeugen. Hierin enthalten sind sonstige finanzielle Verpflichtungen gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von Mio. EUR 0,7.

IV. Angaben und Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

1. Umsatzerlöse

Umsatzerlöse nach Absatzgebieten:

2023 Vorjahr
TEUR TEUR
Deutschland 304.665 344.008
Übriges Europa 496.827 544.942
Nordamerika 7.647 21.411
Drittländer 20.680 44.596
829.819 954.957

Umsatzerlöse nach Tätigkeitsbereichen:

2023 Vorjahr
TEUR TEUR
Vorblöcke 79.737 72.795
Knüppel 339.738 434.056
Walzdraht 392.855 432.249
Sonstige 17.489 15.857
829.819 954.957

2. Sonstige betriebliche Erträge

Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten im Wesentlichen Erträge aus Energiekostenzuschüssen in Höhe von TEUR 7.880 (Vorjahr TEUR 3.350), Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen TEUR 6.878 (Vorjahr TEUR 1.449), welche hauptsächlich aus Rückstellungsauflösungen aus einem Schiedsgerichtsverfahren in Höhe von TEUR 5.609 resultiert, sowie Erträge aus Kursdifferenzen in Höhe von TEUR 120 (Vorjahr: TEUR 1.499). Darin sind periodenfremde Erträge in Höhe von insgesamt TEUR 6.970 (Vorjahr: TEUR 1.570) enthalten.

3. Materialaufwand

Die Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe betreffen im Wesentlichen Bezüge von Roheisen.

Die Aufwendungen für bezogene Leistungen entfallen überwiegend auf Transportleistungen sowie Lohnbearbeitungskosten und Fremdinstandhaltungskosten.

4. Sonstige betriebliche Aufwendungen

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen umfassen insbesondere Ausgangsfrachten i.H.v. TEUR 30.472 (Vorjahr: TEUR 30.030), Verkaufsprovisionen i.H.v. TEUR 2.987 (Vorjahr: TEUR 2.813), Aufwendungen für Leiharbeitnehmer i.H.v. TEUR 605 (Vorjahr: TEUR 924) und Konzernumlagen i.H.v. TEUR 21.605 (Vorjahr: TEUR 24.094). Aufwendungen aus Kursdifferenzen sind in Höhe von TEUR 1.009 (Vorjahr: TEUR 1.079) enthalten.

Wesentliche periodenfremde Aufwendungen sind in dem Posten wie im Vorjahr nicht enthalten.

V. Sonstige Angaben

1. Mitarbeiter

Die ArcelorMittal Hochfeld GmbH beschäftigte in der Zeit vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 durchschnittlich insgesamt 814 (Vorjahr: 846) Arbeitnehmer, hierin enthalten sind 474 (Vorjahr: 505) Lohnempfänger, 285 (Vorjahr: 290) Angestellte und 55 Auszubildende (Vorjahr: 51).

2. Geschäftsführung

Der Geschäftsführung gehören folgende Personen an:

Paul Tetteroo, Duisburg, CEO ArcelorMittal Hochfeld GmbH (bis 29. August 2023)

Dr. Cem Kurutas, Duisburg, CEO (Ressort Technik) ArcelorMittal Hochfeld GmbH (seit 5. Oktober 2023)

Dr. Uwe Braun, Hamburg, Geschäftsführung Koordination ArcelorMittal Hamburg GmbH (bis 12. Oktober 2023)

Dr. Kamil Novak, Moers, CFO (Ressort Finanzen) ArcelorMittal Hochfeld GmbH (seit 12. Oktober 2023)

Von den Geschäftsführern hat keiner Bezüge von der Gesellschaft erhalten.

3. Aufsichtsrat

Dem Aufsichtsrat gehören folgende Mitglieder an:

Gerhard Renz, Vorsitzender, Diplom-Ingenieur, Lüneburg

Holger Hanns Lorek, stellvertretender Vorsitzender, Vorstand IG Metall Düsseldorf, Kamp-Lintfort

Dr. Mathias Lüttenberg, Leiter Stahlwerk ArcelorMittal Hochfeld GmbH, Xanten (bis 24. Juli 2023)

Volker Südholt, Leiter Drahtwalzwerk ArcelorMittal Hochfeld GmbH, Borken (seit 24. Juli 2023)

Martin Otto, Geschäftsführer Betriebsrat ArcelorMittal Hochfeld GmbH, Dinslaken

Wolfgang Kleber, Betriebsratsvorsitzender ArcelorMittal Hochfeld GmbH, Duisburg

Rudolf Behrendt, stellvertretender Betriebsratsvorsitzender ArcelorMittal Hochfeld GmbH, Duisburg

Dr. Gerard Ferguson, General Manager, ArcelorMittal Luxemburg S.A., Dudelange, Luxemburg

Augustine Kochuparampil, Executive Vice President ArcelorMittal Luxemburg S.A., Luxemburg

Dieter Lieske, 1. Bevollmächtigter IG Metall Duisburg, Duisburg (bis 24. Juli 2023)

Karsten Kaus, 1. Bevollmächtigter IG Metall Duisburg, Düsseldorf (seit 24. Juli 2023)

Lutz Bandusch, COO Long Products, ArcelorMittal Germany Holding GmbH, Hamburg

Frank Schulz, Vice President, ArcelorMittal Luxemburg S.A, Eisenhüttenstadt

Sonia Neffati, Head of Human Resources, ArcelorMittal Luxemburg S.A., Luxemburg

In der Zeit vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 wurden TEUR 45 an Vergütungen für Mitglieder des Aufsichtsrats gezahlt.

4. Angaben zum Mutterunternehmen

Der Jahresabschluss der ArcelorMittal Hochfeld GmbH wird zum 31. Dezember 2023 über die Muttergesellschaft, ArcelorMittal Duisburg GmbH, Duisburg, in den Konzernabschluss der ArcelorMittal S.A., Luxemburg, Luxemburg, (Mutterunternehmen, das den Konzernabschluss für den größten und kleinsten Kreis von Unternehmen aufstellt) einbezogen. Der Konzernabschluss wird in Luxemburg offengelegt. Darüber hinaus wird der Konzernabschluss bei der SEC in Washington D.C., USA, unter der Register-Nr. CIK 0001243429 veröffentlicht.

5. Nahestehende Unternehmen und Personen

Die nachfolgende Tabelle umfasst sämtliche Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen und Personen:

Art des Geschäftes Art der Beziehung
Gesellschafterin Beteiligungsunternehmen Verbundene Unternehmen
Mio. EUR Mio. EUR Mio. EUR
Forderungen aus Absatzgeschäften 0,0 0,0 26,0
Verbindlichkeiten aus Beschaffungsgeschäften 0,0 0,0 4,0
Forderungen aus Kostenumlagen 0,6 0,0 2,6
Verbindlichkeiten aus Kostenumlagen 0,1 00 6,4
Umsätze aus Absatzgeschäften 0,0 0,0 375,0
Aufwendungen aus Beschaffungsgeschäften 0,0 0,0 95,8
Zinsaufwendungen 0,4 0,0 4,2
Verlustübernahmen 22,8 0,0 0,0
Erhaltene Kostenumlagen 0,7 0,0 5,1
Geleistete Kostenumlagen 3,5 0,0 26,3

6. Ergebnisverwendung

Aufgrund des Beherrschungs- und Ergebnisabführungsvertrags mit der Gesellschafterin ArcelorMittal Duisburg GmbH, Duisburg, wurde der Verlust in Höhe von TEUR 22.775 von der Gesellschafterin übernommen.

7. Honorar des Abschlussprüfers

Das Gesamthonorar des Abschlussprüfers für die Zeit vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 beläuft sich auf TEUR 153 und betrifft ausschließlich Abschlussprüfungsleistungen.

8. Nachtragsbericht

Vorgänge von besonderer Bedeutung, die nach dem Schluss des Geschäftsjahres eingetreten sind und weder in der Gewinn- und Verlustrechnung noch in der Bilanz berücksichtigt sind, haben sich nicht ergeben.

 

Duisburg, den 28. März 2024

ArcelorMittal Hochfeld GmbH

Geschäftsführung

Dr. Cem Kurutas, Geschäftsführer

Dr. Kamil Novak, Geschäftsführer

Entwicklung des Anlagevermögens 2023

Anschaffungs- und Herstellungskosten
01.01.2023 Zugänge Abgänge Umbuchungen 31.12.2023
EUR EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 11.411.698,68 35.055,00 96.695,51 0,00 11.350.058,17
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und Bauten 15.429.678,65 423.719,07 0,00 250.000,00 16.103.397,72
2. Technische Anlagen und Maschinen 273.308.478,52 865.555,49 3.670.481,55 3.299.317,35 273.802,869,81
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 7.132.804,49 422.405,15 1.165.420,66 145.990,10 6.535.779,08
4 Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 9.447.272,66 10.711.062,14 0.00 -3.695.307,45 16.463.027,35
305.318.234,32 12.422.741,85 4.835.902,21 0,00 312.905.073,96
III. Finanzanlagen
Beteiligungen 3.020,23 0,00 0,00 0,00 3.020,23
316.732.953,23 12.457.796,85 4.932.597.72 0,00 324.258.152.36
Kumulierte Abschreibungen
01.01.2023 Zugänge Abgänge 31.12.2023
EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 10.655.939,67 435.473,37 96.695,51 10.994.717,53
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und Bauten 5.645.154,13 738.443,03 0,00 6.383.597,16
2. Technische Anlagen und Maschinen 146.087.774,28 11,891,074,15 3.670.481,55 154.308.366,88
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 5.487.046,32 505.914,44 1.163.875,32 4.829.085,44
4 Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0.00 0,00 0,00 0,00
157.219.974,73 13.135.431,62 4.834.356,87 165.521.049,48
III. Finanzanlagen
Beteiligungen 0.00 0,00 0,00 0,00
167.875.914,40 13,570.904,99 4.931.052,38 176.515.767,01
Buchwerte
31.12.2023 31.12.2022
EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 355.340,64 755.759,01
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und Bauten 9.719.800,56 9.784.524,52
2. Technische Anlagen und Maschinen 119.494.502,93 127.220.704.24
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.706.693,64 1.645,758,17
4 Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 16.463.027,35 9.447.272.66
147.384.024,48 148.098.259,59
III. Finanzanlagen
Beteiligungen 3.020,23 3.020,23
147.742.385,35 148.857.038,83

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023

A. Grundlagen der Gesellschaft

1.) Geschäftsgegenstand der Gesellschaft

Die ArcelorMittal Hochfeld betreibt in Duisburg-Ruhrort ein Stahlwerk, ein Knüppelwalzwerk und ein Drahtwalzwerk zur Produktion von Vorblöcken, Knüppeln und Walzdrähten. Die Produktion von Vorblöcken erfolgt über eine Stranggussanlage. Die Vorblöcke werden entweder ohne weitere Bearbeitung verkauft oder über eine Knüppelwalzstraße zu Knüppeln verschiedener Größe verarbeitet. Die Knüppel werden sowohl an fremde Dritte als auch an verbundene Unternehmen veräußert, insbesondere aber für die Produktion von Walzdrähten verschiedener Art verwendet.

2.) Forschung und Entwicklung

Die ArcelorMittal Hochfeld führt selbst keine eigenen Forschungs- und Entwicklungsmaßnahmen durch. Forschungs- und Entwicklungsmaßnahmen werden auf der Ebene von ArcelorMittal Europe S.A. unter der Leitung von AMID (ArcelorMittal Investigación y Desarrollo) SL, Sestao/Spanien, koordiniert. Das konzentrierte und zeitnahe Angehen von produktionsbezogenen Problemfeldern unter der Leitung von AMID trägt dazu bei, gemeinsame Aufgaben von hoher Wichtigkeit zu lösen und die Schwerpunkte auf die Bedürfnisse der Kunden sowie die neuesten Entwicklungen zu legen. Dieses System verschafft uns sowie den anderen angeschlossenen Unternehmen die Möglichkeit, Ressourcen zu bündeln und kosteneffiziente Lösungen für die erforderlichen Aktivitäten zu schaffen. Alle erforderlichen Entwicklungen wurden zeitnah und erfolgreich abgeschlossen.

B. Wirtschaftsbericht

1.) Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

Gesamtwirtschaft

Das weltweite wirtschaftliche Wachstum im Geschäftsjahr 2023 ist im Vergleich zum Vorjahr weiterhin rückläufig. Nachdem im Jahr 2022 noch 3,5 % Wachstum erreicht wurde, betrug das Wachstum in 2023 nur 3,1 %, gemäß dem Internationalen Währungsfond (IWF).

Die Weltwirtschaft litt weiterhin unter den Folgen einer schwachen Industrieproduktion, stark gestiegenen Zinsen und einer schwachen Konjunktur in China.

Die in 2022 stark gestiegenen Verkaufspreise hatten in 2023 zwar einen gegenläufigen Trend, jedoch sinkt die Inflation in fast allen Weltregionen nur sehr langsam. Sind die durch die Pandemie ausgelösten Lieferkettenprobleme weltweit fast behoben, so leidet das globale verarbeitende Gewerbe unter dem schwachen Produktivitätswachstum und den erschwerten finanziellen Bedingungen. Ebenso hat die durch die Pandemie verschobene Nachfrage in Richtung des Dienstleistungssektors zu einer verhaltenen Investitionstätigkeit geführt.

Auch in Europa blieb das Wirtschaftswachstum hinter den ursprünglichen Prognosen zurück und erreichte, nach einem Wachstum von 3,3 % im Vorjahr, in 2023 nur 0,5 %. Es zeichnet sich ab, dass die Weltwirtschaft vor einer längeren Periode eines unterdurchschnittlichen Wachstums steht.

In den jüngsten Prognosen geht der IWF davon aus, dass das Weltwirtschaftswachstum in 2024 auf demselben niedrigen Niveau wie 2023 mit 3,1 % liegt, und auch in 2025 nur eine unwesentliche Verbesserung auf 3,2 % eintritt.

Im Vergleich zu 2023 haben sich die Probleme kaum verändert, eine verhaltene Industrieproduktion und hohe Zinsen verlangsamen das Wachstum. Es habe sich im Vergleich zum Vorjahr nur das Risiko einer weltweiten Rezession verringert, da die US-Wirtschaft sich aktuell relativ stark zeigt.

Es gibt positive Anzeichen, aufgrund gestiegener Elektronikproduktion in Asien und aufgrund eines Anstiegs des PKW-Verkaufs, jedoch bleibt es bei geringen Exportaufträgen und neuen Lieferkettenunterbrechungen. Auch aufgrund einer Verdreifachung von neuen Handelsbeschränkungen im Vergleich zu 2019 wird der Welthandel stärker belastet.

In welche Richtung der Welthandel sich in 2024 entwickeln wird, hängt hauptsächlich davon ab, wie sich die Energiepreise aufgrund des Konfliktes im Gazastreifen und Israel entwickeln, wie schnell China die Umstrukturierung im Immobiliensektor vollzieht, die Haushaltskonsolidierung in vielen Volkswirtschaften gelingt, um die steigenden Schulden zu mindern, und mittelfristig künstliche Intelligenz die Produktivität deutlich steigern kann.

Branche

Die globale Stahlnachfrage lag im Jahr 2023 nahezu auf dem Niveau von 2022 mit einer Produktionsmenge von 1,81 Mrd. Tonnen.

Die Rohstahlproduktion in Deutschland ist 2023 im Vergleich zum Vorjahr weiter rückläufig und sinkt auf ein historisches Tief. Es wurden 35,4 Millionen Tonnen produziert, das ist eine Verringerung von 3,9 % im Vergleich zum Vorjahr. Dies ist ein weiterer Tiefststand seit der Finanzmarktkrise im Jahr 2009. Besonders die Elektrostahlerzeugung weist mit einem Minus von 11 % im Vergleich zum Vorjahr einen massiven Rückgang auf.

Die Branche steht weiterhin vor einem Umbruch. Die Stahlindustrie hat die historische Aufgabe, die Dekarbonisierung der Stahlherstellung auf den Weg zu bringen.

Der ArcelorMittal-Konzern hat sich zum Ziel gesetzt, die CO 2 -Emission bis 2030 um 30 % zu reduzieren und bis 2050 in Europa klimaneutral zu produzieren.

Dafür wurde eine Strategie für emissionsarme Technologien entwickelt, die neben der Umwandlung von CO 2 - Emissionen und der Verwendung von alternativen Einsatzstoffen - so genannter Smart-Carbon-Technologien - auch die direkte Vermeidung von Kohlenstoff durch den Einsatz von Wasserstoff in der Stahlherstellung zum Ziel hat.

Für das Hochfelder Werk im speziellen ist geplant, künftig mit grün hergestelltem Eisenschwamm aus dem Schwesterwerk in Hamburg das Stahlwerk von hochofenbasiertem Roheisen auf klimafreundlichen Eisenschwamm umzustellen.

An der Umsetzung dieses Projektes wurde im Geschäftsjahr 2023 weiter mit Hochdruck gearbeitet.

2.) Geschäftsentwicklung

Als finanzielle Leistungsindikatoren werden die Umsatzerlöse sowie das EBITDA und als nicht-finanzieller Leistungsindikator die Unfallhäufigkeitsrate verwendet. Diese werden in den folgenden Abschnitten unter Berücksichtigung der sie beeinflussenden Faktoren analysiert.

Umsatz- und Auftragsentwicklung

Insgesamt lagen die Umsätze bei Mio. EUR 830 und damit unter dem geplanten Umsatz in Höhe von Mio. EUR 1.000 bis Mio. EUR 1.050. Die Umsatzentwicklung der ArcelorMittal Hochfeld GmbH im Geschäftsjahr 2023 war sehr durch stark gesunkene Verkaufspreise in Höhe von durchschnittlich ca. 20% im Vergleich zum Vorjahr gekennzeichnet. Da konnten auch die gestiegenen Verkaufsmengen, welche um 53 Tsd. Tonnen über der Menge von 2022 lagen, die negative Entwicklung der Verkaufspreise nicht kompensieren. Die Umsatzerlöse gliedern sich wie folgt:

2023 Vorjahr Veränderung
TEUR TEUR TEUR
Vorblöcke 79.737 72.795 6.942
Knüppel 339.738 434.056 -94.318
Walzdraht 392.855 432.249 -39.394
Sonstige 17.489 15.857 1.632
829.819 954.957 -125.138

Die durchschnittlichen Verkaufserlöse haben sich im Jahre 2023 im Vergleich zum Vorjahr deutlich reduziert. Der Roheisenpreis ist im Geschäftsjahr 2023 durchschnittlich um 120 EUR/t von 533 EUR/t auf 413 EUR/t gesunken. Die Preise für Legierungen sanken durchschnittlich von 2.346 EUR/t im Vorjahr auf 1.953 EUR/t. Die durchschnittlichen Schrottpreise sanken von durchschnittlich 410 EUR/t auf 366 EUR/t.

Der durchschnittliche Nettoverkaufspreis lag insgesamt bei 797 EUR/t (Vorjahr: 991 EUR/t). Für Vorblöcke wurden im Durchschnitt 676 EUR/t (Vorjahr: 789 EUR/t), für Knüppel 812 EUR/t (Vorjahr: 936 EUR/t) und für Walzdrahtprodukte 836 EUR/t (Vorjahr: 1.102 EUR/t) erzielt.

Die Versandmengen betrugen im Zeitraum 1. Januar bis 31. Dezember 2023 rund 987 Tsd. t (Vorjahr: 934 Tsd. t), wobei auf Vorblöcke 113 Tsd. t (Vorjahr: 89 Tsd. t), auf Knüppel 421 Tsd. t (Vorjahr: 454 Tsd. t) und auf Walzdraht 453 Tsd. t (Vorjahr: 391 Tsd. t) entfielen.

Die Versandmenge liegt aufgrund der gestiegenen Nachfrage im Vergleich zum Vorjahr (siehe nachfolgender Abschnitt) nahezu auf dem Niveau der geplanten Menge in Höhe von rund 988 Tsd.t. Die Umsätze liegen aufgrund der stark gesunkenen Verkaufspreise trotz erhöhter Verkaufsmenge hinter dem Plan von Mio. EUR 1.000 bis Mio. EUR 1.050 zurück.

Produktion

Die Produktionszahlen für den Zeitraum vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 stellen sich wie folgt dar:

Die Flüssigstahlproduktion lag bei 1.047 Tsd. t (Vorjahr: 1.033 Tsd. t). Die Feststahlproduktion im Zeitraum 2023 lag mit 1.021 Tsd. t (Vorjahr: 1.002 Tsd. t) um 0,2 % unter der geplanten Produktion laut Budget von 1.023 Tsd. t. Bei der Feststahlproduktion entfielen auf Vorblöcke 364 Tsd. t (Vorjahr: 352 Tsd. t) und auf Direktstranggussknüppel 658 Tsd. t (Vorjahr: 650 Tsd. t).

Die Produktion von Walzdraht lag im Geschäftsjahr 2023 über dem Niveau des Vorjahres. Insgesamt wurden 448 Tsd. t Walzdraht (Vorjahr: 394 Tsd. t) produziert.

Investitionen

Die Investitionen im Jahre 2023 in Höhe von Mio. EUR 12,5 verteilten sich auf verschiedene Projekte, wobei der Hauptteil auf einen zweiten Pfannenofen in Höhe von Mio. EUR. 5,6 und den neuen Elektrolichtbogenofen in Höhe von Mio. EUR 2,0 entfällt.

Umweltschutz

Den Umweltschutzangelegenheiten wird weiterhin eine sehr große Bedeutung beigemessen. Eine ordnungsgemäße Entsorgung von Abfallmaterial durch anerkannte Spezialfirmen betrachten wir als ebenso selbstverständlich wie regelmäßige Schulungen für alle Angestellten, die für Umweltschutzangelegenheiten zuständig sind. Umweltschutz ist weiterhin ein wesentliches Unternehmensziel, und es werden wesentliche Anstrengungen unternommen und Mittel eingesetzt, um dieses Ziel zu erreichen.

Das Umweltbundesamt/Deutsche Emissionshandelsstelle hat der ArcelorMittal Hochfeld GmbH gemäß § 9 TEHG (Treibhausgas-Emissionshandelsgesetz) i.V.m. Artikel 4 und 16 EU-ZuVO (Zuteilungsverordnung) für die Zuteilungsperiode 2022 57.582 Berechtigungen zugeteilt. Der im Umlaufvermögen enthaltene Bestand an Emissionsrechten betrug zum Jahresbeginn 2023 rund 1,6 Mio. Tonnen, wovon im April 261.510 Emissionsrechte für die Periode 2022 zurückgegeben wurden.

Belegschaft

Am 31. Dezember 2023 hatte das Unternehmen 817 Beschäftigte (einschließlich Mitarbeiter/-innen in Freistellungsphasen).

Auch im Nachgang zur Corona-Pandemie musste sich das Unternehmen vielen Herausforderungen stellen. Das Arbeiten von zuhause wurde in den Verwaltungsbereichen vermehrt umgesetzt und von vielen Mitarbeiter/ -innen positiv angenommen.

Als wesentlicher nichtfinanzieller Leistungsindikator, der der Steuerung des Unternehmens dient, wurde die Unfallhäufigkeitsrate definiert.

Ende 2023 lag die Unfallhäufigkeitsrate (Anzahl der meldepflichtigen Unfälle x 1.000.000 im Verhältnis zu den verfahrenen Stunden) bei 0. Dieses ist ein hervorragender Wert und Erfolg einer jahrelangen, konsequenten Arbeitssicherheitsstrategie. Die Sensibilisierung der Mitarbeiter/-innen, aufeinander zu achten, aber auch Unfallgefahrenmeldungen einzureichen war sehr erfolgreich. Die Anzahl der Unfallgefahrenmeldungen hat sich dabei von 464 Einreichungen im Vorjahr auf 509 im Jahr 2023 erhöht. Auch das ist ein Zeichen dafür, dass Mitarbeiter/-innen die neue Sicherheitskultur verinnerlicht haben.

Die Ursachen aller Unfälle und aller sicherheitsrelevanten Ereignisse, die Maßnahmen zu deren Vermeidung sowie allgemein zur Erhöhung der Arbeitssicherheit werden monatlich in bereichsbezogenen Safety Circles und wöchentlich mit der Geschäftsführung besprochen. Weiterhin wird mit dem Take Care Programm ein umfangreiches konzernweites Schulungsprogramm für Mitarbeiter/-innen im Bereich der Arbeitssicherheit durchgeführt. Außerdem wurden Mitarbeiter/-innen auch für gute Leistungen im Bereich Arbeitssicherheit im Rahmen vom foreman project oder dem safety award belobigt (europaweiter Wettbewerb mit Auslosung der besten Idee unter allen Schwesterwerken der Langproduktion).

Ein weiterer wichtiger Aspekt ist das Reporting und die Analyse von PSIFs (Potential Serious Incident Fatality / schwerwiegendes Ereignis mit dem Potential eines schweren oder tödlichen Unfalls). Diese Ereignisse werden aufgearbeitet, Maßnahmen abgeleitet und Mitarbeiter/-innen zur Vermeidung dieser Situation in der Zukunft unterwiesen. Die Anzahl der Einreichungen hat sich von 22 im Vorjahr auf 25 erhöht. Weiterhin werden diese Reports allen Kollegen/-innen weltweit in einer gemeinsamen Unfalldatenbank zur Verfügung gestellt.

Die Gesundheitsquote (Ausfallstunden/Sollstunden) hat sich im Kalenderjahr 2023 mit 92,81 % im Vergleich zum Vorjahr um 0,99 %-Punkte verschlechtert. Dies entspricht leider dem allgemeinen schlechten Gesundheitstrend in der deutschen Stahlindustrie.

Angebotene Schulungen und organisatorische Maßnahmen sorgen dafür, die Kenntnisse und Fähigkeiten der Mitarbeiter/-innen weiterzuentwickeln, um den ständig wachsenden und sich ändernden Anforderungen gerecht zu werden. Es wurden zum Großteil gesetzlich notwendige Schulungen sowie die vom Konzern vorgegebenen Schulungen durchgeführt. Zudem wurden betriebsnotwendige Schulungen, die zur Aufrechterhaltung des Betriebes notwendig sind, durchgeführt.

Es wurden insgesamt 2.120 Lehrgangstage mit insgesamt 1975 Teilnehmern, Mehrfachteilnahme möglich, durchgeführt. Das bedeutet, dass in dem vergangenen Jahr jede/r Mitarbeiter/-in durchschnittlich 21,8 Stunden Weiterbildungen absolviert hat. Die Durchdringung (Anzahl der Mitarbeiter, die an mindestens einer Qualifizierungsmaßnahme teilgenommen haben) liegt bei 63 %.

Neben Präsenzschulungen kamen auch so genannte "Webinars" zum Einsatz. Über den ArcelorMittal Online Campus haben Mitarbeiter/-innen die Möglichkeit, an Online-Schulungen teilzunehmen.

Die Schulungen im Rahmen unseres Compliance-Programms sind auch 2023 fortgeführt worden. Unsere Mitarbeiter/-innen wurden zu folgenden Themen geschult: Verhaltenskodex (Code of Business Conduct), Leitlinien zu den Menschenrechten, Anti-Korruption, Anti-Trust, Wirtschaftssanktionen, Insider-Dealing und Datenschutz. Zum Code of Business Conduct sind 100 % der aktiven Mitarbeiter/-innen geschult worden.

Die eigene berufliche Erstausbildung stellt einen weiteren wichtigen Baustein bei der Sicherung des qualifizierten Nachwuchses dar. Es werden sechs verschiedene Ausbildungsberufe angeboten: Industriekauffrau/-mann, Elektroniker/-in für Betriebstechnik, Industriemechaniker/-in, Verfahrenstechnologen/-in Metall, Werkstoffprüfer/-in Metall und Zerspanungsmechaniker/-in. Am Stichtag 31. Dezember 2023 befanden sich insgesamt 63 Jugendliche in der dualen Berufsausbildung.

Das betriebliche Vorschlagswesen (IVP - Ideen- und Verbesserungsprozess) ist ein wichtiges Instrument zur Prozessoptimierung und Mitarbeitermotivation und somit fester Bestandteil unserer Unternehmenspolitik. Im Jahr 2023 haben 97 Mitarbeiter/-innen insgesamt 109 Vorschläge eingereicht. Hiervon wurden 41 Vorschläge zur Umsetzung freigegeben und prämiert. Darin sind auch teilweise Vorschläge aus den Vorjahren enthalten.

ArcelorMittal ist Gründungsmitglied der Non-Profit-Organisation ResponsibleSteel TM. Die Organisation wurde 2016 gegründet, um das erste globale Multi-Stakeholder-Zertifizierungsprogramm für die Stahlwertschöpfungskette aufzubauen und zu verwalten. Im Jahr 2019 setzte u.a. ArcelorMittal Hochfeld GmbH die Standards für zukünftige Zertifizierungen und im Jahr 2023 wurde das Unternehmen auditiert.

ArcelorMittal Hochfeld GmbH hat folgende gültige Zertifizierungen:

ISO 9001 / 14001 / 50001 / 45001

IATF 16949

DNV GL Steelmaking

ABS Certificate T2439608

AD 2000-Merkblatt WO

Lloyd's Certificate

Diese und weitere Zertifikate sind unter https://duisburg.arcelormittal.com/Nachhaltigkeit/Zertifikate/ einsehbar.

Erklärung zur Unternehmensführung

Das am 12. August 2021 in Kraft getretene zweite "Gesetz für die gleichberechtigte Teilhabe von Frauen und Männern an Führungspositionen in der Privatwirtschaft und im öffentlichen Dienst" verlangt, dass sich der Aufsichtsrat und die Geschäftsführung Zielgrößen für den Frauenanteil im Aufsichtsrat sowie Fristen zu deren Erfüllung setzen. Die Geschäftsführung ist verpflichtet, den beiden Führungsebenen unterhalb der Geschäftsführung ebenfalls Zielgrößen und Fristen zu deren Erfüllung zu geben.

Zum 31. Dezember 2023 beträgt der Anteil von Frauen im Aufsichtsrat 8,3 %, in der Geschäftsführung 0,0 % und in den beiden Führungsebenen unterhalb der Geschäftsführung 25,0 %.

Im Hinblick auf die angemessene Beteiligung von Frauen hat sich der Aufsichtsrat im Rahmen der Fortführung des "Führungspositionsgesetzes" mit Beschluss vom 19. Mai 2022 auf Basis der vom Unternehmen angestrebten Ziele seinerseits zum Ziel gesetzt, bis zum 30. Juni 2025 mindestens eine Position oder 8,3 % aller Mitglieder des Aufsichtsrats und eine Position oder 50,0 % der Geschäftsführung mit Frauen zu besetzen. Die Geschäftsführung hat mit Beschluss vom 19. Mai 2022 das Ziel gesetzt, bis zum 30. Juni 2025 mindestens 6 Positionen oder 25,0 % der Angestellten in den beiden Ebenen unterhalb der Geschäftsführung mit Frauen zu besetzen.

3.) Darstellung der wirtschaftlichen Lage

Ertragslage

Die Gesellschaft erzielte in der Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023 einen Verlust vor Verlustübernahme von Mio. EUR 22,8 nach einem Verlust von Mio. EUR 29,2 im vergleichbaren Vorjahr. Das EBITDA beläuft sich auf Mio. EUR -3,2 (Vorjahr: Mio. EUR -13,2).

Die Prognose des Vorjahres mit einem EBITDA von Mio. EUR 0 bis Mio. EUR 10 wurde trotz höherer Versandmengen aufgrund der im Vergleich zum Budget um 15,2 % geringeren Verkaufspreise nicht erreicht.

Zur Veränderung der Umsätze, der Absatzmengen und Preise siehe die obigen Ausführungen zur Umsatzentwicklung.

Die Entwicklung des EBITDA wurde im Wesentlichen durch nachfolgende Entwicklungen beeinflusst:

Der Rohgewinn (Umsatzerlöse zzgl./abzgl. Bestandsveränderung abzgl. Materialaufwand) beträgt Mio. EUR 120,6 nach Mio. EUR 124,7 im Vorjahr. Die Rohgewinnquote (Anteil des Rohgewinns an den Umsatzerlösen zzgl./abzgl. Bestandsveränderungen) stieg wegen der in Relation zur Entwicklung der Verkaufspreise nicht gleichlautenden Verminderung der Beschaffungspreise um 2,2 %-Punkte auf 15,0 %.

Die sonstigen betrieblichen Erträge sind um Mio. EUR 8,5 auf Mio. EUR 15,0 gestiegen. Der Anstieg entfällt einerseits auf die Erhöhung der Erträge aus Energiekostenzuschüssen in Höhe von Mio. EUR 4,4 sowie auf Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen aus einem Schiedsgerichtsverfahrens in Höhe von Mio. EUR 5,6 und andererseits der Verminderung der Erträge aus Kursdifferenzen im Vergleich zum Vorjahr um Mio. EUR 1,4.

Der Personalaufwand ist im Geschäftsjahr 2023 um Mio. EUR 5,8 auf Mio. EUR 63,1 gesunken. Die durchschnittliche Beschäftigtenzahl verringerte sich im Vergleich zum Vorjahr um 32 Arbeitnehmer auf 814. Die Aufwendungen für Altersversorgung, insbesondere aufgrund geringerer Aufwendungen im Zusammenhang mit der Dotierung der Pensionsrückstellung, haben sich um Mio. EUR 3,5 verringert. Die gesunkenen Aufwendungen resultieren insbesondere aus versicherungsmathematischen Veränderungen aufgrund der Änderung von Bewertungsparametern im Geschäftsjahr 2023.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind nahezu identisch zum Vorjahr und um Mio. EUR 0,1 auf Mio. EUR 75,7 gesunken.

Vermögenslage

Die Verminderung der Bilanzsumme von Mio. EUR 449,7 auf Mio. EUR 381,7 ist im Wesentlichen auf folgende Effekte zurückzuführen.

Auf der Aktivseite hat sich das Anlagevermögen um Mio. EUR 1,1 verringert, welches auf zwei gegenläufige Effekte zurückzuführen ist. Zum einen ergibt sich ein Rückgang aufgrund der planmäßigen Abschreibungen. Dem gegenüber ergibt sich ein Anstieg aufgrund der Zugänge bei den Anlagen im Bau, welche im Wesentlichen auf zwei langfristige Projekte zurückzuführen sind.

Die Vorratsbestände betreffen überwiegend Knüppel, Vorblöcke, Walzdraht, Werksgeräte und Reserveteile, Erze und Legierungen sowie CO 2 -Emissionsrechte. Insbesondere die unfertigen Erzeugnisse haben sich aufgrund eines Bestandsabbaus um Tsd. 8,4 Tonnen auf Tsd. 113,2 Tonnen aufgrund gesunkener Durchschnittspreise im Vergleich zu 2022 um Mio. EUR 14,3 verringert. Auch die fertigen Erzeugnisse liegen mit Mio. EUR 29,7 unter dem Bestand des Vorjahres mit Mio. EUR 40,0. Die Emissionsrechte sind im Vergleich zum Vorjahr um Mio. EUR 4,5 auf Mio. EUR 30,0 gesunken, dies resultiert aus der jährlichen Rückgabe der in Anspruch genommen CO 2 -Zertifikaten an die Deutsche Emissionshandelsstelle (DEHSt) für das Geschäftsjahr 2022.

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen haben ein Volumen von Mio. EUR 8,3 im Vergleich zu Mio. EUR 18,8 im Vorjahr. Die Reduzierung resultiert insbesondere aus den im Vergleich zum Vorjahr stark gesunkenen Verkaufspreisen. Der Bestand an verkauften, aber noch nicht von den Kunden beglichenen Forderungen beläuft sich auf Mio. EUR 49,7 (Vorjahr: Mio. EUR 62,6).

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen belaufen sich auf Mio. EUR 51,9 nach Mio. EUR 66,2 im Vorjahr. Der Rückgang um Mio. EUR 14,3 resultiert hauptsächlich aus gesunkenen Liefer- und Leistungsforderungen aufgrund von niedrigeren Verkaufspreisen in Höhe von Mio. EUR 9,3 und darüber hinaus haben sich die Forderungen aus der Verlustübernahme des Gesellschafters um Mio. EUR 6,5 im Vergleich zum Vorjahr verringert.

Das Eigenkapital beträgt zum Stichtag unverändert Mio. EUR 71,6. Die Eigenkapitalquote hat sich aufgrund der verringerten Bilanzsumme somit auf 18,8 % (Vorjahr: 15,9 %) erhöht.

Die Pensionsrückstellungen haben sich insbesondere aufgrund der Erhöhung des Abzinsungssatzes sowie die Verminderung der Rentendynamik um Mio. EUR 2,0 auf Mio. EUR 53,1 verringert.

Die Verringerung der sonstigen Rückstellungen um Mio. EUR 9,6 auf Mio. EUR 57,0 resultiert insbesondere aus geringeren Rückstellungen für ausstehende Eingangsrechnungen.

Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sind zum Jahresende u.a. aufgrund verminderter Rohstoffpreise auf Mio. EUR 96,1 (Vorjahr: Mio. EUR 116,8) gesunken.

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen haben sich zum Stichtag um Mio. EUR 37,6 verringert. Von der Verringerung entfallen Mio. EUR 30,0 auf die Cash-Pool-Verbindlichkeiten, deren Veränderung im nachfolgenden Abschnitt zur Finanzlage erläutert wird.

Die sonstigen Verbindlichkeiten enthalten im Wesentlichen Verbindlichkeiten aus Zahlungseingängen für im Rahmen des Factorings verkaufte Forderungen. Der Anstieg resultiert aus den deutlich angestiegenen Verkaufspreisen im Vergleich zum Vorjahr.

Finanzlage

Der Finanzmittelfonds setzt sich wie folgt zusammen:

31.12.2023 Vorjahr
Mio. EUR Mio. EUR
Cash-Pooling-Verbindlichkeit -1,2 -31,2
Liquide Mittel 0,8 0,2
-0,4 -31,0

Die Erhöhung des Finanzmittelfonds um Mio. EUR 30,6 ergibt sich aus Zahlungsmittelzuflüssen aus Finanzierungstätigkeit (Verlustübernahme des Vorjahres) in Höhe von Mio. EUR 29,2 und aus Zahlungsmittelzuflüssen aus laufender Geschäftstätigkeit in Höhe von Mio. EUR 13,9 sowie aus Zahlungsmittelabflüssen aus Investitionstätigkeit in Höhe von Mio. EUR 12,5.

Seit dem 17. Dezember 2008 wird die Finanzierung der Gesellschaft zum Teil im Rahmen von Forderungsverkäufen durch einen Factoringvertrag mit der Ester Finance Titrisation S.A., Paris/Frankreich durchgeführt. Das zur Verfügung stehende Kreditvolumen der einzelnen in den Vertrag einbezogenen Gesellschaften richtet sich jeweils nach dem aktuellen Forderungsbestand (ohne Forderungen gegen verbundene Unternehmen).

Gesamtaussage zum Geschäftsverlauf und zur wirtschaftlichen Entwicklung

Nachdem schon in der zweiten Hälfte des Geschäftsjahres 2022 die Nachfrage im Drahtbereich rückläufig war, hat sich dieser Trend in 2023 fortgesetzt. Aufgrund der hohen Zinsen und anhaltenden Rezession, insbesondere in der Bau- und Automobilbranche für den Bereich PKW, hatten wir eine um rund 10 % geringere Nachfrage für Drahtprodukte.

Um dies zu kompensieren und gleichzeitig die Verpflichtung aus der Mindestabnahme des Roheisens zu erfüllen, haben wir die fehlende Nachfrage mit Füllmengen aus Schrottgüten ersetzt und konnten einen Großteil der Fixkosten variabilisieren.

Im Hinblick auf die Nachfrage nach Schmiedeprodukten blieb hier, wie im Vorjahr, die Auftragslage relativ stabil. Die Rohstoffpreise sind im Vergleich zum Geschäftsjahr 2022 gesunken. Dies galt sowohl für Roheisen-, als auch für die Energiepreise, die aufgrund des Ausbruchs des Ukraine-Krieges im Vorjahr massiv angestiegen waren. Hier haben die regulierenden Maßnahmen der Bundesregierung unterstützend gewirkt, so hat die Gesellschaft im Geschäftsjahr 2023 eine Energiekostendämpfungspauschale in Höhe von EUR 5,2 Mio. erhalten.

Auf der Produktionsseite liefen alle Bereiche stabil, besonders zu erwähnen ist, dass wir im Bereich des Stahlwerkes eine erneut höhere Ausbringung als in den Vorjahren erzielen konnten.

Für den Zeitraum 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 wurde eine Versandmenge von 988.140 t prognostiziert, die mit 987.417 t fast erreicht wurde. Dieses Ergebnis wurde trotz der gesunkenen Verkaufspreise aufgrund des Produkt-Mixes der verkauften Stahlgüten erreicht. Das erzielte EBITDA von Mio. EUR -3,2 lag unter dem für 2023 angestrebten EBITDA von Mio. EUR 0 bis Mio. EUR 10. Das Ergebnis vor Ergebnisausgleich lag mit Mio. EUR - 22,7 unterhalb des prognostizierten Ergebnisses vor Ergebnisausgleich in Höhe von Mio. EUR -15 bis Mio. EUR -5. Somit verlief das Geschäftsjahr 2023 insgesamt nicht zufriedenstellend.

Gesellschafter

Die ArcelorMittal Duisburg GmbH, Duisburg, hält 94,9 % der Geschäftsanteile. Die restlichen 5,1 % der Anteile werden von der Minderheitsgesellschafterin ArcelorMittal Duisburg Beteiligungsgesellschaft mbH, Duisburg, gehalten.

Mit der ArcelorMittal Duisburg GmbH besteht seit dem 19. März 2010 ein Beherrschungs- und Ergebnisabführungsvertrag.

C. Chancen- und Risikobericht

Risikomanagement

Die Gesellschaft verfügt über ein umfangreiches Reporting und Kontrollsystem bis hin zu täglichen Meldungen über Umsatz, Absatz sowie Produktion einschließlich Verkaufspreisen und Kostenentwicklungen. Anlässlich sogenannter Review Meetings, bei denen sämtliche Bereichsleiter und die Geschäftsführung anwesend sind, werden monatlich sämtliche Kennzahlen mit den Budgets abgeglichen, eventuelle Abweichungen analysiert und entsprechende Maßnahmen zur zukünftigen Vermeidung von negativen Abweichungen besprochen. Vergleichbare Meetings werden quartalsweise unter Anwesenheit der Segmentleitung aus Luxemburg abgehalten.

Die Einhaltung der konzernweiten Vorschriften wird durch regelmäßige Prüfungen der internen Revision überwacht.

Preisänderungsrisiken sind aufgrund der Abhängigkeit der Beschaffungspreise für Knüppel von unseren Absatzpreisen begrenzt.

Von der Geschäftsführung wird von Seiten der Konzernzentrale halbjährlich eine Bestätigung, "Risk mitigation compliance certificate", verlangt. Weiterhin sind zu jedem Quartalsabschluss von der Geschäftsführung und vom Leiter Finanz- und Rechnungswesen Vollständigkeitserklärungen über Richtigkeit und Vollständigkeit der Berichterstattung an die Konzernzentrale abzugeben.

Finanzwirtschaftliche Risiken

- Ausfallrisiken

Generell besteht das Risiko von verspäteten Zahlungseingängen oder -ausfällen seitens unserer Kunden. ArcelorMittal Hochfeld GmbH sichert sich gegen dieses Risiko im Wesentlichen durch Kreditversicherungen und den Verkauf von Kundenforderungen ab. Darüber hinaus schützen wir uns gegen das Risiko von Forderungsausfällen durch laufende Überwachung sowie regelmäßige Analysen des Forderungsbestands und der Forderungsstruktur.

- Währungsrisiken

ArcelorMittal Hochfeld GmbH ist als international ausgerichtetes Unternehmen grundsätzlich Währungsrisiken ausgesetzt, die durch Geschäftsvorfälle mit Dritten in Fremdwährung entstehen können. Durch die laufende Überwachung der Devisenkursentwicklung sowie den Verkauf von Forderungen wird dieses Risiko weitgehend gemindert.

- Liquiditätsrisiken

Über den Cash-Pooling-Vertrag mit der ArcelorMittal Treasury SNC, La Plaine Saint-Denis/Frankreich, ist die ArcelorMittal Hochfeld GmbH in ein Cash-Pooling-System des ArcelorMittal-Konzerns eingebunden. Somit bestehen keine Liquiditätsrisiken bzw. Risiken aus Zahlungsstromschwankungen.

Operative Chancen und Risiken

- Beschaffungsrisiken

Durch den Roheisenliefervertrag mit der ThyssenKrupp Steel Europe AG, Duisburg, sind die Beschaffungsrisiken für den wesentlichen Produktionsfaktor minimiert. Neben den Roheisenbezügen sind die Kosten für Energie wesentliche Schlüsselgrößen für eine effiziente Produktion. Trotz der gesunkenen Energiepreise in 2023 im Vergleich zum Vorjahr, werden die aufgrund des Ausbruchs des Krieges in der Ukraine und den damit verbundenen Sanktionen gegen Russland ins Leben gerufenen Absicherungsstrategien weiterentwickelt, um eine Verstetigung der Energiepreise zu erreichen. Diese Absicherung hat weiterhin unter den aktuellen Umständen eine hohe Bedeutung. Als Teil des Risikomanagements innerhalb der ArcelorMittal-Gruppe führt eine Verstetigung der Energiepreise zu einer wünschenswert gleichmäßigen Kalkulationsbasis, die kurzfristige Marktschwankungen ausblendet.

- Produktionschancen- und risiken

Die bestehenden Abhängigkeiten von der Konjunktur führen zu Auslastungsschwankungen in der Produktion, die sich negativ auf die Profitabilität auswirken können. Um Fehlplanungen und -investitionen zu vermeiden, werden die erforderlichen Produktionskapazitäten auf verschiedenen Ebenen abgestimmt. Budgetplanungen und deren laufende Aktualisierung stellen sicher, dass unsere Kapazitäten - sofern notwendig - an den Absatz angepasst werden.

Aufgrund der Zugehörigkeit zum ArcelorMittal-Konzern hat die Gesellschaft die Möglichkeit ein kontinuierliches Benchmarking durchzuführen. Somit können innerhalb der ArcelorMittal-Gruppe einerseits Produktionsverfahren kostenseitig optimiert werden. Andererseits können auch organisatorische Abläufe verglichen werden, um anschließend zu entscheiden, welche Formen für das Unternehmen am praktikabelsten sind. Resultierend aus diesem Benchmarking besteht die Möglichkeit innerhalb der Gruppe sogenannte "best practice"-Lösungen zu implementieren.

- Qualitätsrisiken

ArcelorMittal Hochfeld GmbH ist Haftungs- und Gewährleistungsrisiken ausgesetzt. Gewährleistungsfälle und Schadensersatzansprüche können einen negativen Effekt auf die Ertrags- und Finanzlage haben. Zur Qualitätssicherung in allen Unternehmensbereichen verfügen wir über ein zentrales Qualitätswesen. Hier werden Fehlerquellen und eigene Produktionsprozesse systematisch analysiert. Dies führt zugleich zu einer deutlichen Reduzierung von Gewährleistungsrisiken. Darüber hinaus wird ArcelorMittal Hochfeld GmbH vornehmlich von Lieferanten beliefert, mit denen seit mehreren Jahren zusammengearbeitet wird. Auf diese Weise wird die Qualität der verwendeten Produktionsfaktoren sichergestellt. Für Gewährleistungsrisiken wird über die Bildung von Rückstellungen bilanzielle Vorsorge getroffen.

- Marktchancen und -risiken

ArcelorMittal Hochfeld GmbH unterliegt als weltweit agierendes Unternehmen grundsätzlich einem Marktrisiko. Generell begegnen wir mittel- und langfristig diesem Risiko durch die Erschließung neuer Märkte und Kunden sowie die Anpassung der Produktpalette an die Bedürfnisse unserer Kunden. Unter anderem durch enge Kooperationen mit Großkunden sollen diese Vertriebsziele erreicht werden. Es werden weiterhin Strategien entwickelt, um trotz der volatilen Beschaffungskosten, zum Beispiel für Energie, konkurrenzfähig zu bleiben und auch um die Transformation zu einem Produzenten von "Green Steel" voranzubringen. Die Nachfrage der Kunden war zurückhaltend, deshalb stellen wir weiterhin in Zusammenarbeit mit dem Konzernverbund Analysen und Szenarien auf, um Waren und Handelsströme weiter zu optimieren und zukünftig kostengünstig zu produzieren.

Ein großer Wettbewerbsvorteil ist, wie in den Vorjahren auch, eine hohe Flexibilität im Produktionsprozess und großes Produktportfolio.

- Umweltrisiken

Seit dem Geschäftsjahr 2013 nimmt die ArcelorMittal Hochfeld GmbH am CO 2 -Zertifikate-Handel teil. Aufgrund der politisch motivierten Verknappung werden für die Gesellschaft nicht genug Zertifikate vorhanden sein. Deswegen hat die ArcelorMittal Hochfeld GmbH in der Vergangenheit CO 2 -Zertifikate käuflich erworben und zusätzlich im Hinblick auf die Beschaffung von notwendigen CO 2 -Emissionsrechten als Sicherheitsinstrument ein CO 2 -Hedging installiert. Die Verwaltung des CO 2 -Hedgings wurde von der ArcelorMittal Treasury SNC, La Plaine Saint-Denis/Frankreich, vorgenommen. Zum 23. Dezember 2022 hatten wir die gesamte abgesicherte Menge von 1.500.000 Tonnen CO 2 erworben und in unseren bilanziellen Bestand aufgenommen. Zum 31. Dezember 2023 betrug der Bestand noch 1,4 Mio. Tonnen.

- Preischancen und- risiken

Grundsätzlich wird die Ertragslage der Gesellschaft von der Entwicklung der Preise für Roheisen und Schrott beeinflusst. Bei einer für die Gesellschaft ungünstigen Entwicklung kann diese als Betreiber eines integrierten Stahlwerkes einen Kostennachteil gegenüber Elektrostahlwerken haben, da höhere Einkaufspreise nicht (vollständig) an Kunden weitergegeben werden können.

Umgekehrt stellt für die Gesellschaft eine Chance dar, wenn der Roheisenpreis nicht im selben Maße steigt, wie der Schrottpreis.

D. Prognosebericht (einschl. Risiken und Chancen der künftigen Entwicklung)

Die Aussichten für das Jahr 2024 sind aufgrund der geopolitischen Situation, dem hohen Zinsniveau, den Inflationsraten und des weiterhin anhaltenden Krieges in der Ukraine sehr unsicher und schwer zu prognostizieren.

Das Geschäftsjahr 2024 wird die ArcelorMittal Hochfeld GmbH auch weiterhin vor große Herausforderungen stellen. Die wirtschaftliche Entwicklung im ersten Quartal des Jahres 2024 liegt deutlich unter dem Niveau des Vorjahres und es wurde ein negatives EBITDA in Höhe von Mio. EUR -0,8 erzielt.

Auf der Produktionsseite sehen wir, dass unsere Anlagen in allen Bereichen stabil laufen.

Der Markt steht weiterhin unter Druck, da die Einsatz- und Rohstoffkosten im Vergleich zum Vorjahr im ersten Halbjahr 2024 wieder steigen, insbesondere der Roheisenpreis aufgrund steigender Kohlepreise. Die Preiserhöhung lassen sich nicht kurzfristig an die Kunden weitergeben, deswegen führt dies zu Dysbalancen. Aufgrund der aktuellen Prognosen erwarten wir hier aber eine Entspannung in der zweiten Jahreshälfte.

Im Hinblick auf die Energiekosten kalkulieren wir für das weitere Jahr, dass die Kosten sich ungefähr auf dem Niveau des ersten Quartals 2024 bewegen werden.

Wir sehen bei den Auftragseingängen, dass die Nachfrage nach Schmiedestählen weiterhin konstant ist. Bei den Automatenstählen sind Anzeichen für eine positive Entwicklung erkennbar, wogegen bei einzelnen Drahtgüten die Nachfrage weiterhin sehr zurückhaltend ist. Wir bewegen uns hier in einem Marktumfeld, in dem die Konkurrenz sehr groß ist. Bei anderen Güten sehen wir, dass die Kunden teilweise immer noch vorsichtig agieren und die unsichere Marktlage beobachten.

Ein wesentliches Ziel ist, wie schon im Branchenbericht erläutert, die Dekarbonisierung der Stahlherstellung voranzutreiben. Dies stellt das Unternehmen in Hochfeld, aber auch den gesamten ArcelorMittal Konzern vor eine große Aufgabe aber ebenso vor eine große Chance.

Auch im Geschäftsjahr 2024 besteht ein wichtiges Ziel weiterhin darin, die Automatisierung und Digitalisierung sowohl in den produktiven als auch in den administrativen Bereichen weiter voranzutreiben.

Des Weiteren wollen wir die Lieferperformance auf ein höheres Niveau bringen, um somit das Vertrauen unserer Kunden zu rechtfertigen und neue Kunden hinzuzugewinnen. Die Erschließung neuer Märkte und Kunden sowie die Anpassung der Produktpalette an die Bedürfnisse unserer Kunden stellen derzeit nach wie vor große Herausforderungen dar.

Wie in den Vorjahren werden wir streng auf unsere Kostenentwicklung achten und durch die Ausrichtung auf die Einhaltung von Zielgrößen in sämtlichen Betriebsbereichen sowie durch noch effizienteren Einsatz unseres Betriebskapitals und dessen weitere Reduzierung das Unternehmen in die Lage versetzen, langfristig befriedigende Ergebnisse zu erzielen.

Aufgrund einer gesteigerten Konzentration bezüglich der Automatisierung von Prozessen in allen Produktions- und Verwaltungsbereichen erwarten wir für die nächsten Jahre positive Effekte auf der Kostenseite.

Weiterhin werden wir Maßnahmen und Anstrengungen unternehmen, den aufgrund der geopolitischen Lage und des Krieges in der Ukraine schwierigen Marktbedingungen entgegenzuwirken und unsere Fixkosten gegenüber den Vorjahren zu verringern.

Im Geschäftsjahr 2024 erwarten wir, ein Ergebnis vor Ergebnisausgleich in einer Größenordnung von Mio. EUR -15 bis Mio. EUR -5 zu erzielen.

Für das Geschäftsjahr 2024 rechnen wir mit einem EBITDA von Mio. EUR O bis Mio. EUR 10 im Wesentlichen aufgrund einer höheren Versandmenge von 1.070.000 t bis 1.080.000 t und leicht gesunkenen Verkaufspreisen als im Durchschnitt des Jahres 2023. Die geplanten Umsätze betragen somit Mio. EUR 800 bis Mio. EUR 850. Aufgrund der Volatilität der für uns relevanten Absatz- und Beschaffungsmärkte und der ungewissen Entwicklung der Marktlage sind jedoch Prognosen mit einer sehr hohen Unsicherheit verbunden.

Entwicklung nichtfinanzieller Leistungsfaktoren:

Der Ausbau des Gesundheitsmanagements wird auch im Geschäftsjahr 2024 weiter fortgeführt werden. Neben der Wiedereingliederung von langzeiterkrankten Mitarbeitern stehen vor allem präventive Maßnahmen im Vordergrund, die sowohl die Arbeitsbedingungen der Mitarbeiter als auch Angebote zur medizinischen Trainingstherapie und zu verschiedenen Seminaren beinhalten.

Im Rahmen der Arbeitssicherheit haben wir die in den Vorjahren gestarteten Programme zur Verringerung der Unfallhäufigkeit, welche moderierte Gefährdungsbeurteilungen, verhaltensbezogene Sicherheitsbegehungen und monatliche Reviews beinhalten, weiter intensiviert. Dies dient dazu, die Mitarbeiter stetig zu sensibilisieren und damit die Anzahl von Unfallgefahrenmeldungen zu erhöhen.

Ziel im Geschäftsjahr 2024 ist es, die Anzahl von null meldepflichtigen Unfällen zu erreichen.

Des Weiteren werden auf Konzernebene gezielt Programme zur Förderung von Führungskräften und Führungskräftenachwuchs aufgelegt. In diesen Programmen werden Führungskräfte mit Potenzial für weiterführende Funktionen im Rahmen der Potenzialprogramme systematisch auf strategische Herausforderungen und zukünftige Anforderungen vorbereitet. Die Programme leisten einen bedeutenden Beitrag, die Fähigkeiten dieser Führungskräfte gezielt zu entwickeln, sie langfristig an den Konzern zu binden und so vakante Führungs- und Schlüsselpositionen mit den besten internen Kandidaten besetzen zu können.

 

Duisburg, den 28. März 2024

ArcelorMittal Hochfeld GmbH

Die Geschäftsführung

Dr. Cem Kurutas, Geschäftsführer

Dr. Kamil Novak, Geschäftsführer

Gesellschafterbeschluss über den Jahresabschluss der ArcelorMittal Hochfeld GmbH für das Geschäftsjahr 2023

Unter Verzicht auf alle Form- und Fristvorschriften zur Ladung und Durchführung einer Gesellschafterversammlung tritt die Gesellschafterversammlung der ArcelorMittal Hochfeld GmbH zusammen, wobei sämtliche Geschäftsanteile vertreten sind, und fasst den folgenden Beschluss:

Auf der Grundlage des von der Geschäftsführung vorgelegten Jahresabschlusses für das Geschäftsjahr 2023 vom 01.01.2023 - 31.12.2023 und des von der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Ernst & Young GmbH, Düsseldorf als Abschlussprüfer vorgelegten Prüfberichts vom 29. Mai 2024 stellt die Gesellschafterversammlung den Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2023 mit der Bilanz zum 31.12.2023, Bilanzsumme 381.742.711,09 €, fest. Das Jahresergebnis beträgt nach Übernahme des Verlustes durch den Mehrheitsgesellschafter ArcelorMittal Duisburg GmbH aufgrund eines Ergebnisabführungsvertrages in Höhe von 22.775.076,25 €: 0,00 €.

Den Mitgliedern des Aufsichtsrates und der Geschäftsführung wird für das Geschäftsjahr 2023 Entlastung erteilt.

Als Wirtschaftsprüfer wird für das Geschäftsjahr 2024 die Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Ernst & Young GmbH, Düsseldorf, bestellt.

 

Datum 14. Juni 2024

ArcelorMittal Duisburg GmbH

Cem Kurutas

ArcelorMittal Duisburg Beteiligungsgesellschaft mbH

Cem Kurutas

Lutz Bandusch

Beschlussfassung des Aufsichtsrats der ArcelorMittal Hochfeld GmbH in der Aufsichtsratssitzung vom 14.06.2024

Bericht des Aufsichtsrats

Der Aufsichtsrat hat die Geschäftsführung der Gesellschaft während des Geschäftsjahres 2023 (01.01.2023 - 31.12.2023) sorgfältig überwacht. Die Geschäftsführung hat den Aufsichtsrat durch regelmäßige schriftliche und mündliche Berichterstattung umfassend über die wesentlichen Fragen der Geschäftsführung unterrichtet.

Den Jahresabschluss und den Lagebericht der ArcelorMittal Hochfeld GmbH hat der Aufsichtsrat geprüft. Die von der Gesellschafterversammlung als Prüfer gewählte Ernst & Young GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Düsseldorf hat den Jahresabschluss sowie den Lagebericht geprüft und mit dem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen. Der Aufsichtsrat nimmt dies zustimmend zur Kenntnis. Es sind keine Einwendungen zu erheben.

Der Aufsichtsrat billigt den von der Geschäftsführung aufgestellten Jahresabschluss der Gesellschaft in der heutigen Sitzung. Das Jahresergebnis ist aufgrund des Gewinnabführungsvertrages auf € 0,00 gestellt.

 

Gerhard Renz , Vorsitzender

Nachrichten & Medien

Insolvenzbekanntmachungen

Aktuelle Insolvenzverfahren

Prüfen, ob Insolvenzverfahren für dieses Unternehmen vorliegen

Handelsregister Dokumente

Gesellschafterliste
Aktueller Abdruck
Chronologischer Abdruck

Organisationen an dieser Adresse

10 nahegelegene Organisationen

Liste von Unternehmen und Organisationen an oder in der Nähe dieser Geschäftsadresse. Die Daten umfassen Firmennamen, Adressen, Registrierungsdetails und Branchenklassifikationen.
Die Informationen auf dieser Seite stammen aus öffentlichen Quellen, offiziellen Registern oder werden von Drittanbietern bereitgestellt. Fusionbase übernimmt keine Garantie für die Richtigkeit, Vollständigkeit oder Aktualität der Daten. Melde dich bei Fragen oder Anregungen über unser Kontaktformular.