GS1 Germany Accelerator GmbH
Selbe AdresseBeteiligungsgesellschaften
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Hendrik Soppe seit 15.5.2025 | Prokura |
Thomas Fell seit 17.11.2017 | Geschäftsführer |
Ingo Dipl.-Kfm. Wolters seit 5.9.2014 | Prokura |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
| 50.00% | |
| 50.00% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
2 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Unternehmen, an denen diese Organisation direkt beteiligt ist
| Name | Anteil |
|---|---|
| No data available | |
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
GS1 Germany GmbHKölnJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023LageberichtGS1 Germany GmbH, KölnGrundlagen des Unternehmens Global Standards One (GS1) ist ein internationales Netzwerk von Unternehmen, welche die Entwicklung weltweiter Standards zum Identifizieren, Erfassen und Teilen von Produktinformationen vorantreiben. Die GS1 Germany GmbH ist die deutsche GS1-Mitgliedsorganisation und ist von den anderen internationalen GS1-Mitgliedsorganisationen rechtlich und wirtschaftlich unabhängig. GS1 Germany unterstützt Unternehmen aller Branchen dabei, diese Kommunikations- und Prozessstandards in der Praxis anzuwenden und damit die Effizienz ihrer Geschäftsabläufe zu verbessern. Unter anderem ist das Unternehmen in Deutschland für das weltweit überschneidungsfreie Artikelidentsystem GTIN zuständig - die Grundlage des Barcodes. Darüber hinaus fördert GS1 Germany die Anwendung von Technologien zur vollautomatischen Identifikation von Objekten (EPC/RFID) und zur standardisierten elektronischen Kommunikation (EDI). Wirtschaftsbericht I. Wirtschaftliche Rahmenbedingungen Laut dem Statistischen Bundesamt (Destatis) ist die deutsche Wirtschaft im Jahr 2023 leicht gesunken. Das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) war im Jahr 2023 nach ersten Berechnungen des Statistischen Bundesamtes um 0,3% niedriger als im Vorjahr. Die gesamtwirtschaftliche Lage in Deutschland war geprägt von den nach wie vor hohen Preisen, ungünstigen Finanzierungsbedingungen durch steigende Zinsen sowie eine geringere Nachfrage aus dem In- und Ausland. Im Vergleich zu 2019, dem Jahr vor Beginn der Corona-Pandemie, war das BIP 2023 um 0,7% höher. Auf europäischer Ebene spiegelt sich diese Entwicklung nicht wider. So legte das BIP im Euroraum in 2023 laut der vorläufigen Schätzung um 0,5% Prozent zu. In den deutschen Chefetagen hat sich die Stimmung laut dem Ifo Institut für Wirtschaftsforschung ebenfalls eingetrübt. Der ifo Geschäftsklimaindex ist im Dezember 2023 auf 86,4 Punkte gefallen. Die Unternehmen waren weniger zufrieden mit den laufenden Geschäften. Zudem blickten sie skeptischer auf das erste Halbjahr 2024. Die Konjunktur bleibt auch in der Weihnachtszeit schwach. Der Vorjahreswert mit 88,9 konnte nicht erreicht werden. II. Geschäftsverlauf Der Geschäftsverlauf der GS1 Germany GmbH war maßgeblich geprägt von den folgenden Geschäftsvorfällen. Der Jahresüberschuß laut Jahresabschluss betrug im Jahr 2023 22.381 T€ und lag damit +24.199 T€ über Vorjahr. Dies ist im Wesentlichen auf die Veräußerung der Tochtergesellschaft atrify GmbH zurückzuführen (+20.298 T€). Aus dem operativen Geschäft konnte die positive Entwicklung im Kerngeschäft GS1 Complete-Lizenzen fortgesetzt werden und liegt damit im Rahmen der im Vorjahr geäußerten Prognose. Die Etablierung der GS1 Germany als Kompetenz-Center für Identifikations-, Kommunikations- und Prozess-Standards konnte aus der Sicht der Geschäftsführung durch die weitere Verbreitung des Services GS1 Complete weiter gestärkt werden. Auf der Basis konnte das Geschäftsjahr 2023 weiterhin ohne Fremdfinanzierung durch Kreditinstitute abgeschlossen werden. III. Vermögens-, Finanz- und Ertragslage Ertragslage Die folgenden Leistungsindikatoren geben einen Überblick über den Verlauf des abgelaufenen Geschäftsjahres, wobei Umsatz und Ergebnis vor Ertragssteuern, die für die interne Steuerung der Gesellschaft verwendeten bedeutsamsten Leistungsindikatoren darstellen. Umsatzentwicklung Die Umsatzerlöse konnten gegenüber dem Vorjahr um 371 T€ bzw. 0,9% auf 42.584 T€ gesteigert werden, blieben allerdings hinter dem prognostizierten Umsatzwachstum von 5% zurück. Ursächlich hierfür war, dass die Services GS1 DQX sowie Cloud4Log sich noch nicht so schnell entwickeln konnten wie erwartet. Darüber hinaus entfiel mit dem Verkauf der atrify GmbH die jährliche Weiterberechnung der GS1 Global Membership Fee mit einem Umsatzeffekt von -721 T€ gegenüber dem Vorjahr. Im Kerngeschäft GS1 Complete-Lizenzen konnte dagegen weiteres Wachstum erzielt werden (+1.123 T€). Ergebnisentwicklung Das Geschäftsjahr 2023 schließt mit einem Ergebnis vor Ertragsteuern von 23.481 T€ gegenüber einem Ergebnis von -1.230 T€ im Vorjahr. Der deutliche Anstieg des Ergebnisses vor Ertragsteuern resultiert im Wesentlichen aus den bereits oben genannten bilanziellen Effekten der Veräußerung der Tochtergesellschaft atrify GmbH. Zudem fielen die Abschreibungen auf Finanzanlagen und Wertpapiere des Umlaufvermögens mit 357 T€ um 3.867 T€ geringer aus als im Vorjahr, da im Geschäftsjahr 2023 lediglich zwei Wertpapiere abgewertet werden mussten. Gegenüber dem Vorjahr stieg der Personalaufwand um 914 T€ bzw. 4,15% auf 22,9 Mio. €. Die Abschreibungen stiegen um 664 T€. Grund dafür waren außerplanmäßige Abschreibungen auf den Service Cloud4Log (+838 T€) und gegenläufig niedrigere Abschreibungen auf Gebäude (-259 T€). Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind gegenüber dem Vorjahr von 17,3 Mio. € um 2,3 Mio.€ auf 19,6 Mio. € gestiegen. Wesentlicher Treiber waren vor allem die Aufwendungen im Zusammenhang mit dem Verkauf der Tochtergesellschaft atrify GmbH (1.846 T€), sowie gestiegene Dienstleister-Kosten im Zuge des wachsenden GS1 DQX Geschäfts (521 T€). Vermögens- und Finanzlage Das Eigenkapital ist von 91.814 T€ auf 100.195 T€ gestiegen. Der Anstieg ergibt sich im Wesentlichen aus dem deutlichen Anstieg des Jahresüberschusses gegenüber dem Vorjahr in Höhe von +24.199 T€ und dem Gewinnvortrag, der gegenüber Vorjahr gegenläufig um 15.818 T€ gesunken ist. In Konsequenz steigt die Eigenkapitalquote von 87,6 % auf 91,8%. Das gesamte Anlagevermögen reduzierte sich von 90.862 T€ im Vorjahr auf 67.645 T€. Dieser Rückgang ist im Wesentlichen auf den Verkauf der Tochtergesellschaft atrify GmbH sowie der Veräußerungen von Anteilen an den Tochtergesellschaften und fTRACE GmbH und HUT GmbH zurückzuführen. Durch die Veräußerung von 80% der Anteile an der fTRACE GmbH ist eine Umgliederung von Anteilen an verbundenen Unternehmen in die Beteiligung notwendig geworden (+53 T€). Im Jahr 2023 hat eine Aufwertung von 6 Wertpapieren in Höhe von 645 T€ stattgefunden. Die immateriellen Vermögensgegenstände verringern sich um -1.264 T€ auf 1.081 T€ i.W. aufgrund der außerplanmäßigen Abschreibung Cloud4Log. Die Sachanlagen stiegen um 1.721 T€ auf 11.500 T€ getrieben durch einen Anstieg für geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau aufgrund der Erweiterung und Sanierung des Bürogebäudes. Die Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind von 9.314 T€ auf 8.498 T€ gesunken. Die Veränderung resultiert im Wesentlichen aus dem Vorjahreseffekt der vorgezogenen Jahresfaktura für die hohen Beitragsgruppen des Produkts Complete im Geschäftsjahr 2022 (-2.159 T€), der bilanziellen Umgliederung von Förderprojekten aus den aktiven Rechnungsabgrenzungsposten zu den sonstigen Vermögensgegenständen -202 T€, sowie Effekten aus dem Anteilsverkauf der fTRACE GmbH (+1.360 T€). Die steuerlichen Forderungen haben sich um +436 T€ erhöht (Gewerbesteuer: Erhöhung um 491 T€; Körperschaftssteuer: Reduzierung um 55 T€). Die liquiden Mittel stiegen zum Stichtag um 28.703 T€ auf 31.680 T€ vor allem aufgrund des Verkaufs der Tochtergesellschaft atrify GmbH. Die Rückstellungen stiegen gegenüber dem Vorjahr um 1.217 T€ auf 4.940 T€. Wesentlicher Treiber war die Erhöhung der Rückstellungen für Personal sowie Rückstellungen im Zusammenhang mit dem Verkauf der Tochtergesellschaft atrify GmbH. Die Verbindlichkeiten sanken gegenüber dem Vorjahr um 5.041 T€ auf 3.509 T€. Gegenüber Vorjahr entfielen vor allem die erhaltenen Anzahlungen aus der vorgezogenen Jahresfaktura (-1.611 T€), sowie die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen (-1.801 T €), und die unter den Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht ausgewiesene Verbindlichkeit gegenüber den Gesellschaftern (-789 T€). Die Bilanzsumme erhöht sich gegenüber dem Vorjahr um 4.292 T€ auf 109.117 T€. Die Finanzierung der Geschäftstätigkeit der Gesellschaft erfolgte, wie in den Vorjahren auch, aus dem laufenden Cash Flow. Es bestehen keine Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten. Die Zahlungsfähigkeit der Gesellschaft war zu jeder Zeit gegeben. Es bestanden keine Zins- und Liquiditätsrisiken. Die sonstige finanzielle Leistungsverpflichtungen aus Miet-, Leasing-, Lizenz- und Wartungsverträgen betragen im kommenden Jahr 2.350 T€ (im Vj. 1.728 T€) über die Gesamtrestlaufzeit der Verträge 2.958 T€ (im Vj. 2.443 T€). Die Geschäftsführung beurteilt die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft als sehr zufriedenstellend. Chancen- und Risikobericht / Prognosebericht I. Chancen- und Risikobericht In der folgenden Betrachtung werden die Risiken absteigend nach ihrer Bedeutung für die GS1 Germany GmbH angegeben. Marktbezogene Chancen und Risiken Für das Geschäftsjahr 2024 wie auch für die Folgejahre ist eine konsequente Fortsetzung der Strategie der GS1 Germany GmbH vorgesehen. Dadurch werden Umsatzzuwächse in den etablierten wie auch in neuen Geschäftsfeldern forciert. Chancen ergeben sich in Form der Erhöhung der Penetration des Lösungsansatzes GS1 Complete, der Trainings- und Beratungsleistungen, des Event-Business sowie der weiteren Etablierung des Services GS1 DQX. Risiken ergeben sich aus Verzögerungen bei der Einführung oder Akzeptanz oben genannter neuer Services sowie der rückläufigen Nachfrage nach Trainings-, Weiterbildungs- und Eventformaten aufgrund der angespannten wirtschaftlichen Lage der Unternehmen in Krisenzeiten. Ein allgemeines wirtschaftliches Risiko kann sich weiterhin aufgrund der geopolitischen Spannungen ergeben. So hat sich die Stimmung in den Chefetagen der deutschen Wirtschaft spürbar eingetrübt: Der ifo Geschäftsklimaindex beträgt im Februar 2024 85,5 Punkte gegenüber 91,1 Punkten im Februar 2023. Durch einen rollierenden Forecast-Prozess werden die Chancen- und Risiken regelmäßig den obersten Entscheidungs- und Verantwortungsinstanzen transparent darstellt und abgewogen. Finanzwirtschaftliche Chancen und Risiken Die Liquidität der Gesellschaft wird kontinuierlich beobachtet, um Chancen und Risiken daraus frühzeitig zu erkennen. Über den erwirtschafteten Cash Flow wird die Liquiditätsversorgung sichergestellt. Es bestehen keine Verpflichtungen gegenüber Kreditinstituten. Es besteht darüber hinaus die Möglichkeit der kurzfristigen Liquidierbarkeit der Finanzanlagen. Aus derzeitiger Sicht besteht das Risiko, dass sich die geopolitischen Spannungen negativ auf die Kapitalmärkte auswirken könnten. Dies könnte weitere außerplanmäßige Abschreibungen auf unsere Wertpapiere des Finanzanlagevermögens erfordern. Eine Quantifizierung eines weiteren potenziellen außerplanmäßigen Abschreibungsbedarfs ist zum derzeitigen Zeitpunkt nicht möglich. Personalchancen und -risiken Bedingt durch die demografische Entwicklung und den immer intensiveren Wettbewerb um Fach- und Führungskräfte können sich Engpässe bei der Rekrutierung von qualifizierten Mitarbeitern ergeben. Ein attraktives Arbeitsumfeld sowie regelmäßige Weiterbildungen schaffen Entwicklungsmöglichkeiten sowohl für die berufliche als auch die persönliche Entwicklung der Mitarbeiter und tragen somit zu einer langfristigen Bindung an die Gesellschaft bei. Rechtliche und steuerliche Risiken Rechtliche Risiken resultieren vor allem aus arbeits- und zivilrechtlichen Verfahren. Für diese Risiken wurden, sofern die Verpflichtungen hinreichend konkretisiert sind, Rückstellungen gebildet. Steuerliche Risiken entstehen vornehmlich im Zusammenhang mit Außenprüfungen, in deren Verlauf Sachverhalte und Transaktionen unterschiedlich gewürdigt werden können. Die Risiken werden regelmäßig geprüft und bei hinreichender Konkretisierung durch Bildung einer angemessenen Risikovorsorge berücksichtigt. Beurteilung der Gesamtrisiken Wesentliche Chancen und Risiken werden auf den obersten Verantwortungs- und Entscheidungsinstanzen regelmäßig im Rahmen eines rollierenden Forecast-Prozesses diskutiert und grundsätzliche Entscheidungen zur Risikovermeidung bzw. Risikoreduzierung getroffen, die durch die operativen Ebenen umgesetzt werden und durch das Controlling überwacht werden. Aus derzeitiger Sicht ergeben sich keine erkennbaren Risiken auf den Fortbestand und die Liquidität der Gesellschaft. Grundlegende Änderungen der Risikolage werden derzeit nicht erwartet. II. Prognosebericht Gesamtwirtschaftliche Entwicklung Die gesamtwirtschaftliche Ausgangslage stellt sich zum Jahreswechsel 2023/24 im Zuge der Nachwirkungen der vorangegangenen Krisen, insbesondere den erheblichen Kaufkraftverlusten als Folge des massiven Energie- und Nahrungsmittelpreisanstiegs, der schwachen weltwirtschaftlichen Entwicklung, der geopolitischen Krisen sowie den geldpolitischen Straffungen weiterhin sehr schwach dar. Von den USA gehen zwar positive außenwirtschaftliche Impulse aus, die wirtschaftliche Entwicklung in China dagegen verläuft bisher schleppend. Diese Entwicklung dürfte sich auch in 2024 fortsetzen und weiterhin die deutschen Exporte bremsen. Im Euro-Raum hat die Wirtschaft vor dem Hintergrund der hohen Lebenshaltungskosten, der schwachen Auslandsnachfrage und der Straffung der Geldpolitik an Dynamik verloren. Für 2024 dürfte die Erholung aufgrund von langsamer steigender Preise, Reallohnzuwächse und eines robusten Arbeitsmarkts wieder allmählich an Fahrt gewinnen. Der Sachverständigenrat erwartet in seiner Konjunkturprognose 2024 für den Euro-Raum ein Wachstum des Bruttoinlandsprodukts von 0,5% sowie einer Inflationsrate von 2,7%. Für das deutsche Bruttoinlandsprodukt erwartet der Sachverständigenrat dagegen eine Erholung von 0,7 %. Die Inflationsrate wird sich gleichzeitig weiter abschwächen und Prognosen zufolge 2,6% liegen. Die geopolitischen Spannungen, das zunehmend instabile Klima und viele wichtige Wahlen in allen Erdteilen erschweren jedoch verlässliche Prognosen. Entwicklung der Gesellschaft Das Budget 2024 spiegelt, wie in den Vorjahren, ambitionierte Ziele wider, stellt aber zugleich auch eine aus Sicht der Geschäftsleitung realistische Grundlage dar. Aufgrund des stetig steigenden Bedarfes an umfassenden und zuverlässigen Produktstammdaten sowie der Verpflichtung ab dem 20. Mai 2023 nur noch qualitätsgesicherte Produktstammdaten im Sortimentsbereich Food und Near-Food an den Handel weiterzuleiten, sehen wir für den Trustee-Services GS1 DQX zukünftig weiteres Umsatzpotential. Potenziale zur expansiven Weiterentwicklung der GS1 Germany GmbH sind im Hinblick auf Complete Neukunden bereits über mehrere Jahre identifiziert und können aus Sicht der Geschäftsführung mit marktgerechten Lösungsansätzen bedient werden. Aufgrund dessen ist von einem entsprechenden Wachstum in den traditionellen wie auch neuen Sektoren auszugehen. Darüber hinaus bestehen Chancen für zusätzliches Wachstum im Kleinkundensegment aufgrund der positiven Entwicklung im Onlinehandel. Dies führen wir auf die Digitalisierungsentwicklung während der Corona-Krise zurück. Im Event- und Trainings-Geschäft ist eine weitere Erholung unterstellt. Die Kostenseite wird vor allem durch inflationsbedingte Gehaltsanpassungen belastet sowie durch Steigerung der cloud- und lizenzbasierten IT-Aufwände. Insbesondere im Event-Business sowie bei der Gebäudeunterhaltung gehen wir ebenfalls weiterhin von inflationären Preissteigerungen aus. Ein weiterer Abwertungsbedarf beim Finanzanlagevermögen ist nicht unterstellt. Aus dem Sanierungs- und Umbauprojekt des Bürogebäudes ergibt sich ein geplantes Investitionsvolumen von 13.045 T€. Weitere Investitionen sollen in die angebotenen Produkte (1.868 T€) und die IT-Infrastruktur (449 T€) erfolgen. Die Gesellschaft plant diese aus eigenen Mitteln zu finanzieren. Aufgrund dieser Treiber gehen wir für das Geschäftsjahr 2024 von einem soliden Umsatzwachstum von 3% aus. Das geplante Ergebnis vor Ertragssteuern beträgt 3,1 Mio. €. Die Geschäftsführung dankt an dieser Stelle noch einmal allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern für ihren engagierten Einsatz und für ihre Bereitschaft, das weitere Wachstum der GS1 Germany GmbH engagiert zu unterstützen.
Köln, den 8. April 2024 gez. Thomas Fell BilanzAktiva
Gewinn- und Verlustrechnung
Ergebnisverwendung
Anhang für das Geschäftsjahr 2023GS1 Germany GmbH, KölnHRB 6276 des Amtsgerichts Köln 1. Allgemeines Der Jahresabschluss der Gesellschaft wurde nach den handelsrechtlichen Vorschriften über die Rechnungslegung von Gesellschaften mit beschränkter Haftung aufgestellt. Ergänzend waren die Regelungen des GmbH-Gesetzes zu beachten. Für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren gewählt. Die GS1 ist eine große Kapitalgesellschaft gemäß § 267 Abs. 3 HGB. Die gesetzlichen Gliederungsschemata der §§ 266 bzw. 275 HGB wurden angewandt. 2. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze sowie Erläuterungen zur Bilanz Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden haben sich gegenüber dem Vorjahr in Bezug auf die Bewertung der Einzelwertberichtigungen geändert. Im Übrigen blieben sie gegenüber dem Vorjahr unverändert. Die erworbenen immateriellen Vermögensgegenstände und Sachanlagen werden zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen, angesetzt. Die Entwicklung des Anlagevermögens ist im Anlagespiegel in der Anlage zum Anhang dargestellt. Planmäßige Abschreibungen für abnutzbare Vermögensgegenstände des Anlagevermögens erfolgen linear auf der Basis folgender Nutzungsdauern: Immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens werden über eine Nutzungsdauer von 5 Jahren, Bauten über 33 Jahren, Kraftfahrzeuge über eine Nutzungsdauer von sechs Jahren und Büromaschinen und Geschäftsausstattung über eine Nutzungsdauer von drei bis 15 Jahren abgeschrieben. Geringwertige Anlagegüter bis EUR 800,00 werden im Zugangsjahr voll abgeschrieben. Auf Vermögensgegenstände des Sachanlagevermögens wurden im Berichtsjahr außerplanmäßige Abschreibungen in Höhe von EUR 837.856,45 vorgenommen. Die Finanzanlagen sind zu Anschaffungskosten bewertet. Außerplanmäßige Abschreibungen werden bei voraussichtlich dauernder Wertminderung vorgenommen. Eine dauernde Wertminderung liegt vor, wenn der Zeitwert des Wertpapiers in den dem Bilanzstichtag vorausgehenden sechs Monaten permanent um mehr als 20% unter dem Buchwert liegt oder der Durchschnittswert der täglichen Börsenkurse des Wertpapiers in den letzten zwölf Monaten um mehr als 10% unter dem Buchwert liegt. Zugänge in ausländischer Währung werden im Zeitpunkt des Zugangs zum Devisenkurs umgerechnet. Die Finanzanlagen betreffen Beteiligungen an der H.U.T. Hotelreservierungs- und Tagungsmanagement GmbH, Köln, der European EPC Competence Center GmbH, Köln und der fTRACE GmbH, Köln. Zu H.U.T. Hotelreservierungs- und Tagungsmanagement GmbH, Köln
Gegenstand des Unternehmens ist die Dienstleistung im Zusammenhang mit der Organisation, Durchführung von Veranstaltungen und Hotelreservierungen. Mit dem notariellen Vertrag vom 08.12.2023 wurde 17% der Beteiligung an der H.U.T. GmbH an die HDE Trade Services GmbH, Berlin veräußert. Es wurden EUR 125T Ertrag aus dieser Veräußerung im Geschäftsjahr verbucht. Zu European EPC Competence Center GmbH, Köln
Gegenstand des Unternehmens ist der Betrieb eines zertifizierten RFID/EPC Test Centers zur Entwicklung von Testverfahren und deren Anwendung zur Überprüfung von mit Transpondern versehenen Produkten und Produktkonfigurationen. Zu fTRACE GmbH, Köln
Gegenstand des Unternehmens ist die Erbringung von Dienstleistungen zur Erstellung, Erfassung und Bereitstellung von statischen und dynamischen Produktdaten sowie der Betrieb von Produktdatenbanken. Rahmen und Basis der Dienstleistungen sind die GS1 Standards. Mit dem notariellen Vertrag vom 23.02.2023 wurde 80% der Beteiligung an der fTRACE GmbH an die osapiens Services GmbH veräußert. Es wurden TEUR 307 Ertrag aus dieser Veräußerung im Geschäftsjahr verbucht. Mit dem notariellen Vertrag vom 05.05.2023 wurde 100% der atrify GmbH an 1Worldsync Holdings Inc. veräußert. Es wurden TEUR 42.976 Ertrag aus dieser Veräußerung im Geschäftsjahr verbucht. Wertpapiere des Anlagevermögens Auf Indexfonds wurden im Geschäftsjahr außerplanmäßige Abschreibungen wegen dauernder Wertminderung in Höhe von TEUR 357 auf den Börsenwert zum Jahresultimo vorgenommen. Gleichzeitig wurden auf anderen Indexfonds wegen positiver Kursentwicklung eine Aufwertung in Höhe von TEUR 647 vorgenommen. Folgende Wertpapiere des Anlagevermögens werden über dem ihnen beizulegenden Zeitwert ausgewiesen:
Die unterlassenen Wertberichtigungen bei denjenigen Schuldverschreibungen, die über dem ihnen beizulegenden Zeitwert ausgewiesen worden sind, resultieren aus deren Bewertung nach den für das Anlagevermögen geltenden Vorschriften und er damit erklärten Halteabsicht. Unter zusätzlicher Berücksichtigung der Bonitätseinschätzung der Schuldner ist bei diesen Finanzinstrumenten nicht von einer dauerhaften Wertminderung auszugehen. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind zu Anschaffungskosten bewertet und haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr. Dem Ausfallrisiko wurde durch Einzel- und Pauschalwertberichtigungen ausreichend Rechnung getragen. Die Einzelwertberichtigungen (Erhöhung TEUR 194) erfolgen nach folgendem Verfahren: a) Bewertung einzelner Forderungen in Rücksprache mit den Fachbereichen oder aufgrund spezieller Kenntnis über den Schuldner. b) Schematische Bewertung der übrigen Forderungen anhand der Altersstruktur. Hiernach werden Forderungen der Jahre 2022 und früher mit 100 % wertberichtigt. Zusätzlich werden Forderungen aus dem ersten Quartal des Berichtsjahres dann zu 50 % wertberichtigt, wenn zum betreffenden Debitor weitere Rechnungen aus Vorjahren (2022 und früher) offen stehen. Die Pauschalwertberichtigung wurde auf die nicht einzelwertberichtigten Forderungen wegen des allgemeinen Ausfallrisikos analog zum Vorjahr in Höhe von 1 % (Erhöhung um TEUR 6) gebildet. Die Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, bestehen gegen die European EPC Competence Center GmbH sowie gegen die H.U.T. Hotelreservierungs- und Tagungsmanagement GmbH sowie fTRACE GmbH aus Lieferungen und Leistungen. Die Forderungen haben eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr. Die sonstigen Vermögensgegenstände sind zum Nominalbetrag angesetzt. Die Ansprüche aus Rückdeckungsversicherungen wurden zu Aktivwerten zum Stichtag angesetzt und haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit von mehr als einem Jahr. Die Anschaffungskosten betrugen EUR 865.038,76, der Zeitwert zum 31. Dezember 2023 beträgt ebenfalls EUR 865.038,76. Ansprüche aus verpfändeten Ansprüchen aus Rückdeckungsversicherungen in Höhe von EUR 865.038,76 wurden mit den entsprechenden Verpflichtungen verrechnet, da sie ausschließlich der Erfüllung von Schulden aus Altersversorgungsverpflichtungen dienen. Die verrechneten Aufwendungen und Erträge belaufen sich auf EUR 27.767,04. Die Guthaben bei Kreditinstituten wurden zu Anschaffungskosten angesetzt. Der aktive Rechnungsabgrenzungsposten setzt sich aus geleisteten Beiträgen (EUR 1.127.266,40) sowie Dienstleistungen und Versicherungsbeiträgen (165.693,00 EUR) zusammen, die das Folgejahr betreffen. Die übrigen Aktiva sind zu Anschaffungskosten angesetzt. Das gezeichnete Kapital ist zum Nominalbetrag von EUR 10.000.000,00 bewertet und ist in voller Höhe eingezahlt. Der Aufsichtsrat von GS1 hat am 12.09.2023 beschlossen auf den zu erwartenden Bilanzgewinn für das am 31.12.2023 endenden Geschäftsjahr der Gesellschaft einen Betrag in Höhe von EUR 14 Mio im Wege der Vorabausschüttung an die Gesellschafter auszuzahlen. Die Geschäftsführung schlägt vor, den nach Vorabausschüttung und satzungsmäßiger Ausschüttung verbleibenden Bilanzgewinn auf neue Rechnung vorzutragen. Die Pensionsrückstellung wird grundsätzlich zum Erfüllungsbetrag angesetzt. Soweit die Pensionszusagen kongruent rückgedeckt wurden, das heißt, dass eine vollständige Deckungsgleichheit mit den Versorgungsleistungen an den Anspruchsberechtigten und den Versicherungsleistungen aus der Rückdeckungsversicherung sowohl hinsichtlich der Höhe als auch der Fälligkeitszeitpunkte besteht, ist die Pensionsrückstellung gemäß IDW RS HFA 30 n.F. in Höhe des beizulegenden Zeitwerts der Rückdeckungsversicherung anzusetzen. Da die kongruenten Rückdeckungsversicherungen die Voraussetzungen für saldierbares Planvermögen erfüllen, wurde dieser Teil der Pensionsrückstellungen mit den Vermögenswerten verrechnet (EUR 790.051,76). Der Ausweis betrifft folglich nur die Pensionsverpflichtungen, die kongruent rückgedeckt sind und deren Aktivwerte nicht verpfändet wurden sowie Pensionsverpflichtungen, die nicht kongruent rückgedeckt sind und verpfändet wurden. Für eine nicht kongruent rückgedeckte Versorgungszusage wurde ein versicherungsmathematisches Gutachten erstellt. Die Berechnung erfolgte unter Anwendung der Richttafeln 2018G von Prof. Dr. Klaus Heubeck und unter der Zugrundelegung eines Zinssatzes von 1,82 % zum 31. Dezember 2023. Zudem wurde als weiterer Bewertungsparameter der Rententrend mit 2,35 % angesetzt. Die Bewertung erfolgte nach der Projected-Unit-Credit-Methode (PUC). Von dem Rückstellungsbetrag in Höhe von EUR 113.598,00 wurden EUR 74.987,00 mit den Aktivwerten aus Rückdeckungsversicherungen verrechnet. Aus der Aufzinsung resultiert ein Zinsaufwand in Höhe von EUR 2.132,00. Die verrechneten Aufwendungen und Erträge belaufen sich auf EUR 27.767,04. Der Unterschiedsbetrag nach § 253 Abs. 6 HGB beträgt EUR 469,00 (i. Vj. EUR 2.223,00). Die sonstigen Rückstellungen sind mit dem nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrag angesetzt und tragen allen erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen Rechnung. Es handelt sich im Wesentlichen um Rückstellungen für Tantieme und Sonderzahlungen und andere Vergütungsansprüche in Höhe von EUR 2.521.916,00, Rückstellungen für ausstehende Rechnungen in Höhe von EUR 1.154.389,39, Rückstellungen für Urlaubsansprüche in Höhe von EUR 168.342,00 sowie unterlassene Instandhaltung in Höhe von EUR 127.694,00. Die Bewertung der Verbindlichkeiten erfolgt zu ihrem Erfüllungsbetrag. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen haben wie auch bereits im Vorjahr eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr. Die Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, (die European EPC Competence Center GmbH, die fTrace GmbH sowie die H.U.T. Hotelreservierungs- und Tagungsmanagement GmbH) resultieren aus Lieferungen und Leistungen. Diese Verbindlichkeiten haben wie auch bereits im Vorjahr eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr. Die übrigen Passiva sind zum Nominalbetrag angesetzt. 3. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung Umsatzerlöse
Erträge von außergewöhnlicher Größenordnung und Bedeutung In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind Erträge aus der Veräußerung von verbundenen Unternehmen in Höhe von TEUR 20.298 enthalten, die Erträge im Sinne von § 285 Nr. 31 HGB darstellen. Währungsdifferenzen Unter den sonstigen betrieblichen Erträgen sind Erträge aus Kursdifferenzen i. H. v. EUR 4.822,44 (i. Vj. EUR 0,00) und unter den sonstigen betrieblichen Aufwendungen solche aus Kursdifferenzen i. H. v. EUR 134,28 (i. Vj. EUR 736,37) ausgewiesen. Periodenfremdes Ergebnis
Abschlussprüferhonorar Das Gesamthonorar für die von der ADKL AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Düsseldorf, im Geschäftsjahr erbrachten Abschlussprüfungsleistungen beläuft sich auf EUR 58.500,00. 4. Sonstige Angaben
Köln, den 12. April 2024 gez. Thomas Fell, Geschäftsführer Anlagespiegel
sonstige BerichtsbestandteileAngaben zur Feststellung: Der Jahresabschluss wurde am 24.04.2024 festgestellt. Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die GS1 Germany GmbH, Köln Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der GS1 Germany GmbH, Köln, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der GS1 Germany GmbH, Köln, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse • entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und • vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung des gesetzlichen Vertreters und des Aufsichtsrats für den Jahresabschluss und den Lagebericht Der gesetzliche Vertreter ist verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner ist der gesetzliche Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die er in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt hat, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses ist der gesetzliche Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren hat er die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus ist er dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem ist der gesetzliche Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner ist der gesetzliche Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die er als notwendig erachtet hat, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus • identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können. • gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben. • beurteilen wir die Angemessenheit der von dem gesetzlichen Vertreter angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von dem gesetzlichen Vertreter dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben. • ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von dem gesetzlichen Vertreter angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann. • beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. • beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft. • führen wir Prüfungshandlungen zu den von dem gesetzlichen Vertreter dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von dem gesetzlichen Vertreter zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen. Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Düsseldorf, den 12. April 2024 ADKL
AG
gez. Marc Sarburg, Wirtschaftsprüfer gez. Philipp Bracht, Wirtschaftsprüfer |
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