alwitra Holding (Germany) GmbH
Selbe AdresseBeteiligungsgesellschaften
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Daniel Joseph Curtin seit 21.4.2023 | Geschäftsführer |
Howard John Taylor seit 21.4.2023 | Geschäftsführer |
Ali Reza Dr. Mohebban Ghandehari seit 5.12.2022 | Geschäftsführer |
Fritz Stockinger seit 4.3.2021 | Geschäftsführer |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
Kingspan Holdings (Overseas) Limited | 100.00% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
alwitra GmbHTrierJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2021 bis zum 31.12.2021Lagebericht für das Geschäftsjahr 2021alwitra GmbH, TrierI. Geschäftstätigkeit und Rahmenbedingungen 1. Grundlagen des Unternehmens alwitra ist seit über fünf Jahrzehnten ein weltweit tätiger Anbieter von kompletten Flachdachsystemen. Das umfangreiche Produktprogramm umfasst die Dach und Dichtungsbahnen EVALON® und EVALASTIC® sowie Aluminiumprofile für die Dachrandausbildung und Einbauteile wie Gullys, Lüfter und Lichtkuppeln. Ob Ein- oder Mehrfamilienhaus oder Industriebau - die moderne Architektur wäre ohne das Flachdach nicht vorstellbar. Eine Dachform, die sich ständig weiterentwickelt - auch dank der neuen Möglichkeiten, die unsere Flachdach Systeme bieten. Diese Stärke hat uns zu dem gemacht, was wir sind: ein innovativer Systemanbieter für dauerhaft sichere Komplettlösungen mit zufriedenen Kunden weltweit und weit über 160 Millionen Quadratmetern abgedichteter Dachflächen auf allen fünf Kontinenten. alwitra ist Teil der französischen Unternehmensgruppe ONDURA, einer international tätigen Unternehmensgruppe, die sich auf Abdichtungslösungen für Dächer und Gebäude jeglicher Art konzentriert. Neben alwitra gehört noch die polnische CB sowie die französische onduline zum Unternehmensverbund. Die ONDURA ihrerseits ist Teil des in Frankreich ansässigen Private Equity Gesellschaft NAXICAP Partners. Mit der alwitra Holding (Germany) GmbH als herrschendem Unternehmen besteht ein Ergebnisabführungsvertrag. 2. Gesamtwirtschaftliche Situation Die deutsche Volkswirtschaft durchlebte im Jahr 2020 aufgrund der Corona-Pandemie eine schwere Rezession, vergleichbar mit der Wirtschafts- und Finanzkrise in den Jahren 2008 und 2009. Das Bruttoinlandsprodukt ist um 5,0 % zurückgegangen. Im 2. Corona-Jahr 2021 stieg die Wirtschaftsleistung mit 2,7% wieder leicht an, blieb jedoch durch die nach wie vor angespannte Covid Situation einhergehend mit nationalen und internationalen Lieferengpässen hinter den Erwartungen. Im Jahr 2021 betrug die Arbeitslosenquote durchschnittlich rund 5,7 Prozent (Vorjahr: 5,9 Prozent). Die Auswirkungen der Corona-Krise sind deutlich an den aktuellen Arbeitslosenzahlen der Bundesagentur für Arbeit erkennbar. 3. Branchenentwicklung Die Corona-Pandemie war auch in der Baubranche im Jahr 2021 das beherrschende Thema. Dabei waren die Auswirkungen in den weltweiten Vertriebsregionen und auf den internationalen Beschaffungsmärkten unterschiedlich spürbar, was im Wesentlichen in der landesspezifischen Durchführung der wirtschaftlichen Lock-Downs begründet war. Die deutsche Bauwirtschaft hat dem pandemiebedingten Abschwung der Konjunkturentwicklung in Deutschland in 2020 entgegenwirken können. Für 2021 lag der Umsatz im Bauhauptgewerbe mit ca. 140 Mrd. Euro auf dem Niveau des Vorjahres. Dabei zeigte der Wohnungsbau eine von Corona nahezu unbeeindruckte Entwicklung. Die Anträge auf Baugenehmigungen waren stabil hoch. Stabilisierend auf die Nachfrage haben sich zudem die von der Bundesregierung eingeleiteten Maßnahmen wie Sonderabschreibungen auf den Mietwohnungsbau sowie das Baukindergeld ausgewirkt. Im Wirtschafts- und Industriebau haben sich die Corona-Auswirkungen deutlich niedergeschlagen. Dabei fiel die Investitionsneigung bei den einzelnen Gebäudetypen unterschiedlich stark aus. Profitiert haben Lagergebäude (getrieben durch die Nachfrage nach Lagerflächen des Online-Handels) während die Investitionsbereitschaft in beispielsweise Fabrik, Werkstatt sowie in Büro und Verwaltungsgebäude insbesondere in den Monaten März bis Mai nachgegeben hat. Dies bedingt durch die noch nicht abschließend zu bewerteten Auswirkungen der Pandemie und der damit verbundenen Verschiebung von Investitionen sowie die breite Umstellung auf Homeoffice für Bürotätigkeiten. (Quelle: Zentralverband des Deutschen Baugewerbes e.V.) Auch im Export waren die Auswirkungen der Pandemie unterschiedlich stark ausgeprägt. In einigen Europäischen Ländern ist - im Gegensatz zu Deutschland - das wirtschaftliche Leben durch flächendeckende Lockdowns zum Erliegen gekommen mit allen damit verbundenen wirtschaftlichen Folgen. Davon konnten sich diese Länder im Jahresverlauf auch nur teilweise erholen. 4. Geschäftsverlauf Das Geschäft der Gesellschaft hat sich im Geschäftsjahr 2021 erneut positiv entwickelt. Der Jahresstart und der Beginn des 2. Halbjahres waren geprägt von Beeinträchtigungen der Bautätigkeit aufgrund ungünstiger Witterungsverhältnisse, teilweise extrem eingeschränkter Materialverfügbarkeit und unkalkulierbaren Materialpreissteigerungen. Die Auftragslage war jedoch überdurchschnittlich hoch und es konnte in jedem Quartal der Umsatz im Vergleich zur Planung und dem Vorjahr gesteigert werden. Diese gute Entwicklung setzte sich über die Sommermonate - gerade auch in unserem Heimatmarkt Deutschland - ungehindert fort. Auch die Herbst und Wintermonate lagen trotz pandemiebedingter Umstände über den Erwartungen. Im Berichtsjahr konnte die Gesellschaft ein Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) von TEUR 13.921 (Vorjahr: TEUR 10.463) erzielen. Im Wesentlichen bedingt durch die Abschreibungen auf den Geschäfts- oder Firmenwert von TEUR 8.900 (Vorjahr: TEUR 8.159) sowie die Finanzierungskosten von TEUR 1.258 (Vorjahr: TEUR 2.831) ergibt sich ein Ergebnis nach Steuern von TEUR 2.474 (Vorjahr: TEUR -1.854). Zur Durchführung des bestehenden Ergebnisabführungsvertrags wurden Aufwendungen aus Gewinnabführungsvertrag von TEUR 2.424 (Vorjahr: Erträge aus Verlustübernahme von TEUR 1.898) erfasst. II. Lage der Gesellschaft 1. Vermögenslage Die Bilanzsumme der Gesellschaft beläuft sich zum Bilanzstichtag auf TEUR 107.596 (Vorjahr: TEUR 118.453). Einen wesentlichen Anteil der Aktiva umfasst der Geschäfts- oder Firmenwert in Höhe von TEUR 71.945 (Vorjahr: TEUR 80.846), welcher aus dem letztjährigen Erwerb der alwitra GmbH & Co. Klaus Göbel sowie der CTW Chemotechnisches Werk GmbH & Co.KG (nach Anwachsung) resultiert. Auf das Sachanlagevermögen entfallen insgesamt TEUR 9.047 (Vorjahr: TEUR 8.129). Das Umlaufvermögen von TEUR 25.127 (Vorjahr: TEUR 28.958) besteht im Wesentlichen aus den liquiden Mitteln in Höhe von TEUR 2.966 (Vorjahr: TEUR 15.525), dem Vorratsvermögen in Höhe von TEUR 9.822 (Vorjahr: TEUR 7.955), den Forderungen gegen verbundene Unternehmen in Höhe von TEUR 9.837 (Vorjahr: TEUR 2.988) innerhalb derer das Cash-Pool-Guthaben gegenüber der Ondura Holding S.A.S. über TEUR 8.818 ausgewiesen wird sowie den sonstigen Vermögensgegenstände von TEUR 1.205 (Vorjahr: TEUR 972). Nahezu alle zum Bilanzstichtag ausgewiesenen offenen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen über TEUR 1.297 (Vorjahr: TEUR 1.519) sind zum Abschlussaufstellungszeitpunkt beglichen. Auf der Passivseite entfallen TEUR 66.766 (Vorjahr: TEUR 66.766) auf das Eigenkapital. Der Gesellschafter, die alwitra Holding (Germany) GmbH, hatte im Geschäftsjahr 2020 einen Betrag von TEUR 66.745 in die freie Kapitalrücklage eingestellt. Die Eigenkapitalquote beläuft sich zum Bilanzstichtag auf rund 62% (Vorjahr: 56%). Innerhalb der sonstigen Rückstellungen von TEUR 6.931 (Vorjahr: TEUR 5.247) werden im Wesentlichen Rückstellungen für ausstehende Kundenboni über TEUR 1.458 (Vorjahr: TEUR 1.735), Gewährleistungen in Höhe von TEUR 1.710 (Vorjahr: TEUR 1.440), ausstehende Provisionen von TEUR 670 (Vorjahr: TEUR 509), Urlaubs und Überstundenansprüche über TEUR 544 (Vorjahr: TEUR 410) sowie weitere mitarbeiterbezogene Rückstellungen in Höhe von TEUR 1.675 ausgewiesen. Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten aus dem Vorjahr (TEUR 44.423) konnten unterjährig abgelöst werden. Die Finanzierung erfolgt über die Unternehmensgruppe ONDURA (siehe hierzu die Entwicklung der Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen). Sämtliche Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen über TEUR 433 (Vorjahr: TEUR 1.207) sind kurzfristiger Natur. Die Vermögenslage wird von der Geschäftsführung als stabil angesehen. 2. Finanzlage Der Finanzmittelbestand beläuft sich auf TEUR 2.966 (Vorjahr: TEUR 15.525). Zusätzlich weist die Gesellschaft unter den Forderungen gegen verbundene Unternehmen Ansprüche gegenüber der Ondura Holding S.A.S. aus dem Cash-Pool über insgesamt TEUR 8.818 (Vorjahr: TEUR 0) aus. Es bestehen zum Abschlussstichtag keine Bankverbindlichkeiten. Die Finanzierung der Gesellschaft erfolgt aus der eigenen operativen Geschäftstätigkeit unterstützt durch Darlehen aus der Unternehmensgruppe ONDURA. Insgesamt betrachtet geht die Geschäftsführung bei sorgfältiger Abwägung aller Chancen und Risiken des laufenden Geschäftsjahres davon aus, dass die Vermögens und Liquiditätslage der Gesellschaft gesichert ist. 3. Ertragslage Aufgrund der Anwachsung der alwitra GmbH & Co. Klaus Göbel sowie der CTW Chemotechnisches Werk GmbH & Co.KG auf die Gesellschaft zum 31.01.2020 spiegeln die Werte der Gewinn und Verlustrechnung des Vorjahres lediglich einen Zeitraum von 11 Monaten (ab 01.02.2020) wieder. Im abgelaufenen Geschäftsjahr konnte die Gesellschaft Umsatzerlöse über TEUR 84.951 (Vorjahr: TEUR 70.211) erzielen. Diese verteilen sich mit TEUR 64.854 auf das Inland, mit TEUR 15.061 auf die EU sowie mit TEUR 5.036 auf Drittländer. Die Gesamtleistung beläuft sich unter Berücksichtigung der Bestandsveränderungen auf TEUR 85.409 (Vorjahr: TEUR 69.231). Die sonstigen betrieblichen Erträge fallen mit TEUR 572 um TEUR 503 geringer als in 2020 aus. Im Vorjahr beinhalteten diese mit TEUR 537 den Gewinn aus der Anwachsung der alwitra GmbH & Co. Klaus Göbel sowie der CTW Chemotechnisches Werk GmbH & Co.KG auf die Gesellschaft. Der Personalaufwand beläuft sich auf TEUR 21.492 (Vorjahr: TEUR 18.699). Die Gesellschaft beschäftigte im Geschäftsjahr 2021 durchschnittlich 283 (Vorjahr: 286) Mitarbeiter. Die Abschreibungen beinhalten mit TEUR 8.900 (Vorjahr: TEUR 8.159) die Abschreibungen auf den Geschäfts oder Firmenwert. Aufgrund der Aufwendungen aus Gewinnabführung in Höhe von TEUR 2.424 schließt die Gesellschaft mit einem Jahresergebnis von TEUR 0. 4. Finanzielle und nichtfinanzielle Leistungsindikatoren Die Gesellschaft nutzt vor allem das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) als Steuerungsgröße sowie als Kennzahl für die operative Leistungsfähigkeit. Dieses beläuft sich im Berichtsjahr auf TEUR 13.921 (Vorjahr: TEUR 10.463). Die Umsatzerlöse des Geschäftsjahres belaufen sich auf insgesamt TEUR 84.951 (Vorjahr: TEUR 70.211). Verbraucher legen immer größeren Wert auf nachhaltige Produkte - der Schutz von Klima und Umwelt ist zum Kaufargument geworden. Alwitra ist Vorreiter der Nachhaltigkeit und hat als erster Hersteller der Branche für alle Dachbahnen und Systemkomponenten der Flachdachsysteme Evalon und Evalastic die international anerkannte Umwelt-Produktdeklaration (Environmental Product Declaration, EPD) eingeführt. Generell setzen wir auf hochwertige Produkte, die einfach, schnell und sicher zu verarbeiten sind. Natürlich sind wir uns bewusst, dass mit deren Herstellung Umweltbelastungen verbunden sind. Diese werden regelmäßig überprüft und beurteilt. Unser ständiges Bestreben, die Belastungen in den Bereichen Abwasser, Emissionen, Abfälle und Lärm sowie Energieverbrauch möglichst gering zu halten, genießt dabei höchste Priorität. Auch durch die kontinuierliche Optimierung unserer Prozesse verfolgen wir eine Verbesserung im Hinblick auf Produktqualität, Arbeits- und Umweltschutz. Um den bewährten alwitra-Leistungsstandard jederzeit gleichbleibend garantieren zu können, unterliegen alle Produktionsschritte strengen internen und externen Qualitäts und Umweltkontrollen. So ist das integrierte alwitra-Managementsystem nach ISO 9001:2015 (Qualitätsmanagementsysteme), ISO 14001:2015 (Umweltmanagementsysteme) und ISO 50001:2018 (Energiemanagementsysteme) zertifiziert. III. Bericht über Chancen und Risiken 1. Risikomanagement Im Rahmen des monatlichen Reportings werden gemeinsam mit den Gesellschaftern die aktuellen Geschäftszahlen detailliert analysiert und potentielle Handlungsfelder erarbeitet. Für das Liquiditätsrisikomanagement wurde ein angemessenes Konzept zur Steuerung der kurz-, mittel- und langfristigen Finanzierungs- und Liquiditätsanforderungen aufgebaut. Die Geschäftsführung steuert Liquiditätsrisiken durch ständiges Überwachen der prognostizierten und der tatsächlichen Zahlungsflüsse. 2. Chancen und Risiken der operativen Geschäftstätigkeit Unsere Produkte unterliegen auf allen Fertigungsstufen einer systematischen Qualitätsprüfung. Währungsrisiken sind für das Unternehmen nahezu ohne Bedeutung, da die Beschaffung und Umsätze ausschließlich auf Euro-Basis getätigt werden. Um Verfügbarkeits- und Preisrisiken auf der Beschaffungsseite zu minimieren, sichern wir uns - dort wo möglich - durch Rahmenverträge ab. Daneben kommen uns die langjährigen Verbindungen zu unseren Lieferanten auch in Zeiten sich verknappender Rohstoffe zu Gute. In einige Fällen bestehen durchaus Abhängigkeiten zu einigen Vorlieferanten, die wir bestrebt sind sukzessive abzubauen. Wir sind bestrebt, unsere Marktposition als Premiumsystemanbieter im Bereich des Flachdaches weiter zu festigen und auszubauen. Hierfür wollen wir nachhaltig in unsere Vertriebsaktivitäten investieren und unser Produktportfolio stärken und dort wo möglich auch ausbauen. Mit der Bündelung der Kernkompetenzen im Unternehmensverbund ONDURA sollen darüber hinaus durch strategische Synergien die Marktposition nachhaltig stabilisiert und ausgebaut werden. 3. Organisatorische Risiken Die Gesellschaft arbeitet überwiegend mit Standardsoftware, was die Abhängigkeiten zu einzelnen Mitarbeitern oder Softwarepartnern reduziert. IT Systemausfallrisiken werden durch redundante Systeme, Firewall und weitere Schutzmaßnahmen gegenüber Cyber-Angriffen sowie regelmäßige Wartungen minimiert. Die Datensicherung (Backup) erfolgt permanent. Personalrisiken ergeben sich vor allem durch Engpässe bei der Personalbeschaffung und bei Know-How-Verlust durch Fluktuation. Diese Risiken mindern wir durch die Anwendung zeitgemäßer Führungs- und Managementtechniken. Das Coronavirus hat sich mit Beginn des Geschäftsjahres 2020 weltweit sprunghaft ausgebreitet und war auch im Jahr 2021 ein beeinflussender Faktor. Die alwitra GmbH hat bereits frühzeitig notwendige Präventionsmaßnahmen ergriffen. Neben der Einrichtung eines entsprechenden Krisenstabes wurde/n konsequent: • auf nicht notwendige Reisetätigkeiten verzichtet • die zu Beginn des Jahres stattfindenden Kundenschulungen ausgesetzt • Besuchsverbote für Kunden und Lieferanten ausgesprochen • umfangreiche Hygienekonzepte für die Produktions und Verwaltungsstandorte erarbeitet • umfassendes Angebot an Homeofficearbeitsplätze erarbeitet • eine ständige interne und externe Kommunikation implementiert Die vorskizzierten Maßnahmen haben dazu beigetragen, dass die Infektionsgeschehen innerhalb der alwitra kaum negativen Einflüsse auf die Prozesse hatten. So konnte beispielsweise auf das Instrument der Kurzarbeit auch in 2021 gänzlich verzichtet werden. Gleichwohl kann nicht ausgeschlossen werden, dass die Corona-Pandemie in mittelbarer Zukunt negative Effekte für die Gesellschaft mit sich bringt. 4. Finanzielle und rechtliche Risiken Die Gesellschaft finanziert sich im operativen Bereich ausschließlich über die eigene Geschäftstätigkeit. Die in der Vergangenheit getätigte Akquisition der der alwitra GmbH & Co. Klaus Göbel sowie der CTW Chemotechnisches Werk GmbH & Co. KG wurde anteilig über Bankdarlehen finanziert. Weitergehende Finanzierungshilfen wie etwa Factoring und laufende Bankkredite nutzt die Gesellschaft nicht. Zur Aufrechterhaltung der jederzeitigen Zahlungsfähigkeit wird ein fortlaufender Liquiditätsplan geführt. Finanzielle Risiken durch Warenverluste werden durch die umfangreiche Erstellung einer Brandschutzkonzeption und der sich daraus ableitenden Maßnahmen sowie durch Versicherungen gemindert. Rechtliche Auseinandersetzungen mit höherem Risiko sind aktuell nicht absehbar. Die mit den laufenden Verfahren betrauten Rechtsanwälte sehen ebenfalls aus aktueller Sicht keine weiteren Risiken für die Gesellschaft. 5. Gesamtrisiko Risiken, die den Fortbestand des Unternehmens gefährden könnten, sind nach derzeitiger Informationslage nicht erkennbar. IV. Prognosebericht Für das Jahr 2022 rechnet das Institut für Makroökonomie und Konjunkturforschung (IMK) der Hans-Böckler-Stiftung mit einem Wirtschaftswachstum von 4,5 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Seit Ausbreitung der Corona-Pandemie haben sich allerdings die Rahmenbedingungen drastisch verändert. Durch die nicht vorhersehbare Entwicklung ist eine hoch verlässliche Prognose sowie Unternehmensplanung fast unmöglich geworden. Nach dem Bilanzstichtag wurde zudem bekannt, dass seitens NAXICAP Partners die gesamte Ondura Gruppe verbindlich an die irische Kingspan Gruppe veräußert wird. Dies ist vorbehaltlich der Zustimmung der Kartellbehörden und soll in 2022 vollzogen werden. Aus dieser strategischen Allianz ergeben sich für die alwitra GmbH neue Chancen und mögliche Vorteile. Grundsätzlich kann konstatiert werden, dass die Baubranche sich in einer schon seit Jahren andauernden Wachstumsphase befindet. Losgelöst davon ist eine Abschwächung dieses Trends - trotz der noch nicht abschließenden bewertbaren Einflüsse der Coronapandemie - derzeit nicht erkennbar. Getragen wird diese Prognose von der anhaltend niedrigen Zinspolitik der EZB, des nach wie vor knappen Wohnraumes bei konstant hoher Nachfrage und des weiterhin hohen Sanierungsbedarfes. Dies gilt insbesondere für den Wohnungsbau gleichwohl im Industriebau mit leichten Rückgängen gerechnet wird. Die Gesellschaft erwartet für das Jahr 2022 - trotz der anhaltenden Coronakrise - ein Umsatzwachstum. Das Umsatzziel liegt bei 89,8 € Mio. Das angestrebte EBITDA Ergebnis soll sich dann bei 15,8 € Mio. bewegen.
Trier, den 29. Juli 2022 alwitra GmbH Fritz Stockinger, Geschäftsführer BilanzAktiva
Gewinn- und Verlustrechnung
Anhang für das Geschäftsjahr 2021alwitra GmbH, Trier(1) Allgemein Der Jahresabschluss der alwitra GmbH, Trier, Amtsgericht Wittlich 44873 wurde entsprechend den Vorschriften des Handelsgesetzbuches und des GmbH-Gesetzes aufgestellt. Bei der Bilanzierung und Bewertung sind die Vorschriften des Handelsgesetzbuches für Kapitalgesellschaften im Sinne des § 264 HGB angewandt worden. Die Gewinn- und Verlustrechnung wird nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt. Die Gesellschaft ist eine große Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 Abs 3 HGB. Im Interesse einer größeren Klarheit und Übersichtlichkeit haben wir die nach den gesetzlichen Vorschriften bei den Posten der Bilanz oder der Gewinn- und Verlustrechnung anzubringenden Vermerke, die wahlweise dort oder im Anhang anzubringen sind, insgesamt im Anhang aufgeführt. (2) Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze Die Immateriellen Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten aktiviert und linear über ihre betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer von fünf Jahren abgeschrieben. Die Abschreibungsdauer ergibt sich aus der wirtschaftlichen Nutzungsmöglichkeit für diese Rechte und Werte. Der Geschäfts- oder Firmenwert, welcher aus dem Erwerb der alwitra GmbH & Co. Klaus Göbel, Trier, sowie der CTW Chemotechnisches Werk GmbH & Co. Hermeskeil KG, Hermeskeil, resultiert, wird über einen Zeitraum von 10 Jahren abgeschrieben. Die Abschreibung erfolgt über diesen Zeitraum, da die voraussichtliche Nutzungsdauer nicht verlässlich geschätzt werden konnte. Das Sachanlagevermögen wird zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige nutzungsbedingte Abschreibungen, angesetzt. Die Sachanlagen werden linear unter Zugrundelegung der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer abgeschrieben. Den Abschreibungen liegen folgende Nutzungsdauern zugrunde:
Geringwertige Wirtschaftsgüter bis zu einem Wert von EUR 800 werden sofort aufwandswirksam erfasst. Die Finanzanlagen werden zu Anschaffungskosten oder zum niedrigeren beizulegenden Wert bilanziert. Die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe werden zu Anschaffungskosten bzw. zum niedrigeren Marktwert bilanziert. Die unfertigen und fertigen Erzeugnisse werden zu Herstellungskosten bewertet. Diese enthalten Fertigungsmaterial, Fertigungslöhne und die fertigungsbezogenen Gemeinkosten. Für Bestandsrisiken und eine verlustfreie Bewertung werden ausreichende Wertberichtigungen vorgenommen. Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände werden zu Nennwerten abzüglich Einzelwertberichtigungen für zweifelhafte Forderungen angesetzt. Für das allgemeine Kreditrisiko wird eine Pauschalwertberichtigung gebildet. Die Liquiden Mittel sind mit dem Nennwert angesetzt. Bei sämtlichen Vermögensposten des Umlaufvermögens ist das strenge Niederstwertprinzip beachtet. Die als aktive Rechnungsabgrenzungsposten ausgewiesenen Posten stellen Ausgaben vor dem Abschlussstichtag dar, soweit sie Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag sind. Latente Steuern ergeben sich aufgrund der bestehenden ertragsteuerlichen Organschaft zur Organträgerin der alwitra Holding (Germany) GmbH, Trier, auf Ebene der Gesellschaft nicht. Das Eigenkapital ist mit dem Nennbetrag angesetzt. Die Rückstellungen werden mit ihrem notwendigen Erfüllungsbetrag angesetzt. Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten. Die Bewertung erfolgt dabei nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung. Sofern anwendbar, wurde bei der Bewertung des Erfüllungsbetrags eine angemessene Kostensteigerung sowie bei langfristigen Rückstellungen eine Abzinsung mit fristadäquaten Zinssätzen, die von der Deutschen Bundesbank bekannt gegeben worden sind, berücksichtigt. Die Verbindlichkeiten sind zum Erfüllungsbetrag passiviert. Aufwendungen und Erträge werden auf das Geschäftsjahr abgegrenzt. (3) Erläuterungen zur Bilanz Anlagevermögen Die Gliederung und Entwicklung des Anlagevermögens nach § 284 Abs. 3 HGB ist im Anlage- und Abschreibungsspiegel (Anlage 1 zum Anhang) dargestellt. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Die Forderungen haben eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr. Innerhalb der Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände werden Ansprüche der Gesellschaft in Höhe von TEUR 1.803 ausgewiesen, die eine Restlaufzeit von mehr als 1 Jahr haben. Innerhalb der Forderungen gegen verbundene Unternehmen werden zudem Forderungen gegenüber der Gesellschafterin Alwitra Holding (Germany) GmbH, Trier, von TEUR 1.019 (Vorjahr TEUR 2.885) sowie das Cash-Pool-Guthaben gegenüber der Ondura Holding SAS, Paris, von TEUR 8.818 (Vorjahr TEUR 0) ausgewiesen. Eigenkapital Das Stammkapital der Gesellschaft beträgt TEUR 25. Die freie Kapitalrücklage beläuft sich weiterhin auf TEUR 66.745. Sonstige Rückstellungen Die Sonstigen Rückstellungen bestehen im Wesentlichen für Kundenboni (TEUR 1.458), Gewährleistungen (TEUR 1.710), Kontraktauflösungen (TEUR 630), Abfindungen (TEUR 1.051) sowie ausstehende Provisionen (TEUR 670). Verbindlichkeiten Die Fristigkeit und Besicherung der Verbindlichkeiten ist aus dem nachfolgenden "Verbindlichkeitenspiegel" ersichtlich.
Innerhalb der Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen entfallen TEUR 522 auf die Gesellschafterin alwitra Holding (Germany) GmbH. (4) Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung Umsatzerlöse Die Umsatzerlöse verteilen sich geographisch mit TEUR 64.854 auf das Inland, mit TEUR 15.061 auf die EU sowie mit TEUR 5.036 auf Drittländer. Personalaufwand Der Personalaufwand enthält Aufwendungen für Altersversorgung in Höhe von TEUR 439. Die Zahl der Arbeitnehmer betrug im Durchschnitt 283 (Vorjahr: 286). Es waren im Berichtsjahr durchschnittlich 155 kaufmännische sowie 128 gewerbliche Arbeitnehmer beschäftigt. Abschreibungen Die Abschreibung auf den Geschäfts- oder Firmenwert beläuft sich im Geschäftsjahr auf TEUR 8.900. Zinsen und ähnliche Erträge Im Zinsertrag entfallen TEUR 203 auf Zinsen von verbundenen Unternehmen. Zinsen und ähnliche Aufwendungen Im Zinsaufwand entfallen TEUR 869 auf Zinsen von verbundenen Unternehmen. (5) Sonstige Angaben Geschäftsführung Geschäftsführer der Gesellschaft sind bzw. waren: • Stefan Rehlinger, Industriekaufmann, Losheim am See (bis 30.06.2022) • Jörg Hausmann, Bankkaufmann, Trier (bis 17.12.2021) • Fritz Stockinger, Trier (ab 26.02.2021) Von einer Offenlegung der Bezüge der Geschäftsführer wird unter Inanspruchnahme von § 286 Absatz 4 HGB abgesehen. Sonstige finanzielle Verpflichtungen Die Gesellschaft hat über das Jahr 2021 hinaus sonstige finanzielle Verpflichtungen aus Mieten über TEUR 7.763 und Leasing in Höhe von TEUR 762. Honorar des Abschlussprüfers Das auf den gesetzlichen Abschlussprüfer für das Geschäftsjahr 2021 entfallende Gesamthonorar beträgt TEUR 95 und entfällt mit TEUR 55 auf Abschlussprüfungsleistungen sowie mit TEUR 40 auf Leistungen im Zusammenhang mit der Konzernabschlussprüfung des ONDURA Gruppe. Konzernabschluss Die Gesellschaft, die den Konzernabschluss für den kleinsten und größten Kreis von Unternehmen aufstellt, in den der Jahresabschluss der alwitra GmbH, Trier, einbezogen wird, ist die ONDURA Holding (France) SAS, Paris/Frankreich. Der Konzernabschluss wird am Standort der Muttergesellschaft offengelegt. Nachtragsbericht Besondere Ereignisse nach dem Bilanzstichtag mit Auswirkung auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft haben sich nicht ereignet. Die ONDURA Gruppe inklusive Ihrer Tochtergesellschaft alwitra GmbH wurde in 2022 von der französischen Naxicap an die irische Kingspan Gruppe verkauft. Der Verkauf steht noch unter dem Vorbehalt der Zustimmung der Kartell-Behörden. Ergebnisabführungsvertrag Es besteht mit der alwitra Holding (Germany) GmbH, Trier, als herrschendem Unternehmen, ein Ergebnisabführungsvertrag.
Trier, den 22. Juli 2022 Die Geschäftsführung Anlage- und Abschreibungsspiegel 2021
* Abschreibungen des Geschäftsjahres sonstige BerichtsbestandteileAngaben zur Feststellung: Der Jahresabschluss wurde am 02.09.2022 festgestellt. BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die alwitra GmbH, Trier Wir haben den Jahresabschluss der alwitra GmbH, Trier, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2021 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2021 sowie dem Anhang - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der alwitra GmbH, Trier, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2021 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung eines Jahresabschlusses und eines Lageberichtes nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und den ergänzenden Bestimmungen des Gesellschaftsvertrags liegen in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2021 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2021 und vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Besonders wichtige Prüfungssachverhalte in der Prüfung des Jahresabschlusses Besonders wichtige Prüfungssachverhalte sind solche Sachverhalte, die nach unserem pflichtgemäßen Ermessen am bedeutsamsten in unserer Prüfung des Jahresabschlusses für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2021 waren. Diese Sachverhalte wurden im Zusammenhang mit unserer Prüfung des Jahresabschlusses als Ganzem und bei der Bildung unseres Prüfungsurteils hierzu berücksichtigt; wir geben kein gesondertes Prüfungsurteil zu diesen Sachverhalten ab. Nachfolgend stellen wir den aus unserer Sicht besonders wichtigen Prüfungssachverhalt dar: Bewertung und Ansatz des Firmenwertes a) Das Risiko für den Abschluss Im Jahresabschluss der alwitra GmbH wird zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2021 ein Goodwill/Firmenwert in Höhe von EUR 71.945.334,94 ausgewiesen. Der Posten stellt somit ca. 66,9% der Bilanzsumme von EUR 107.596.118,22 dar. (Immaterielle) Vermögensgegenstände sind in der Handelsbilanz grundsätzlich mit den Anschaffungs- oder Herstellungskosten anzusetzen, die auch die Obergrenze für die Bewertung darstellen. Die Ermittlung der Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten ist in § 255 Abs. 1 bzw. 2 HGB geregelt. Vermögensgegenstände des Anlagevermögens sind grundsätzlich pro rata temporis abzuschreiben. Kann die voraussichtliche Nutzungsdauer eines -selbst geschaffenen- immateriellen Vermögensgegenstands des Anlagevermögens nicht verlässlich geschätzt werden, sind planmäßige Abschreibungen auf die Herstellungskosten über einen Zeitraum von zehn Jahren vorzunehmen. Diese Regelung findet gem. § 253 Abs. 3 S. 4 HGB auf einen entgeltlich erworbenen Geschäfts- oder Firmenwert entsprechende Anwendung. Bei voraussichtlich dauernder Wertminderung ist handelsrechtlich auf den niedrigeren beizulegenden Wert abzuschreiben. Eine Wertaufholung des Firmenwertes ist auch bei Wegfall der dauernden Wertminderung gem. §253 Abs. 5 S. 2 HGB verboten. Aufgrund der Relevanz der Bewertung sowie der Wesentlichkeit für den Jahresabschluss im Ganzen war dieser Sachverhalt im Rahmen unserer Prüfung von besonderer Bedeutung. b) Prüferisches Vorgehen und Schlussfolgerungen Zugangsbewertung Die Bewertung der Goodwills, der alwitra GmbH, entstanden aus dem Kauf im Jahr 2020 der alwitra GmbH & Co. Kaus Göbel (KG) und der CTW Chemotechnisches Werk GmbH & Co. KG, erfolgt zunächst zu Anschaffungskosten. Im Rahmen unserer Prüfung des Vorjahresabschlusses wurden die aktivierten Anschaffungskosten überprüft. Die Anschaffungskosten wurden mittels Kaufvertrag, entsprechender ergänzender Berechungen zu variablen Bestandteilen des Kaufpreis sowie Zahlungsnachweisen geprüft. Von den beim Kauf aufgedeckten stillen Reserven wurde ein Teil in Höhe von drei Mio€ dem Sachanlagevermögen zugeordnet. Für den übersteigenden Kaufpreis der beiden Unternehmenskäufe wurde nach Abzug der Kapitalkonten der Goodwill in Höhe von 89 Mio€ gebildet. Folgebewertung Da die Abschreibung nicht verlässlich geschlätzt werden kann, wurde für die Dauer der Abschreibung die Regelung des § 253 Abs. 3 S. 3+4 HGB zugrundegelegt, so dass der Goodwill handelsrechtlich über zehn Jahre und somit noch bis zum 31.01.2030 abgeschrieben wird. Schlussfolgerung Die von der alwitra GmbH angewandten Bewertungsverfahren, -parameter und -annahmen sind unter Berücksichtigung der verfügbaren Informationen aus unserer Sicht insgesamt geeignet, um die Bewertung des Goodwills sachgerecht vorzunehmen. Einen Hinweis auf eine dauernde Wertminderung konnte nicht festgestellt werden. Das Geschäft der gekauften Gesellschaften wird mit den vor den Kauf vorhandenen Ressourcen (u.a. Personal, Prozesse, Kundenstamm) unverändert fortgeführt. Das operative Ergebnis liegt sowohl im abgelaufenen Geschäftsjahr als auch im Bereich der Planzahlen für 2022 über dem Vergleichsjahr 2020, so dass der Geschäfts- und Firmenwert in voller Höhe als werthaltig angesehen werden kann. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt, sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt, sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können. gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil über die Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben. beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben. ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann. beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens. führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen. Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen."
Düsseldorf, 29. Juli 2022 lucrum
Treuhandgesellschaft mbH
Dr. Walter Husemann, Wirtschaftsprüfer Klaus Bellgardt, Wirtschaftsprüfer |
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