Schenk
GmbH
Baden-Baden
Jahresabschluss zum Geschäftsjahr
vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023
Lagebericht zum Geschäftsjahr 01.01. - 31.12.2023
1 Wirtschaftsbericht
1.1 Gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen
Die gesamtwirtschaftliche Lage ist im Zuge der
Nachwirkungen der vorangegangenen Krisen, der
Kaufkraftverluste durch deutlich gestiegene Preise für
Energie und Nahrungsmittel, einer schwachen Weltkonjunktur
und nicht zuletzt aufgrund der geldpolitischen Straffung
weiterhin schwach. Das Jahr schloss in Folge mit einem
Rückgang des Bruttoinlandsprodukts um 0,3 Prozent ab.
Insbesondere der private Konsum, der einen Anteil von
über 50 Prozent des Bruttoinlandsproduktes
widerspiegelt, leidet unter den derzeitigen Unsicherheiten
und geopolitischen Konflikten. Insgesamt verminderten sich
die Ausgaben preisbereinigt um 0,8 Prozent. Dies, obwohl
die Preise für Lebensmittel um 12,8 Prozent, für
Gas um 31,3 Prozent und Strom um 21,0 Prozent, gestiegen
sind.
Die Umsetzung von Maßnahmen der Bundesregierung
wie die Gasumlage, das Heizungsgesetz und nicht zuletzt die
Entscheidung des Bundesverfassungsgerichtes verunsicherte
die Verbraucher darüber hinaus.
Der Außenhandel trägt nicht, wie in den
Vorjahren, zum Wirtschaftswachstum bei. Die deutschen
Exporte sind im Jahr 2023 im Vergleich zum Vorjahr um 1,4
Prozent gesunken. Nach der Finanzkrise 2009 und der
Corona-Krise 2020 ist es das schwächste Ergebnis seit
drei Jahrzehnten. Hierfür gibt es primär zwei
Gründe: schwache Nachfrage aus dem Ausland,
insbesondere China sowie geopolitische Risken.
Das Jahr 2023 hat Deutschlands Verbraucher mit der
zweithöchsten Teuerungsrate seit der Wiedervereinigung
belastet. Im Jahresdurchschnitt legten die
Verbraucherpreise um 5,9 Prozent zu. Nach 6,9 Prozent
Inflation 2022 war dies der zweithöchste Wert im
wiedervereinigten Deutschland.
Trotz der schwächelnden Wirtschaft und den
diversen Krisen zeigte sich auch in 2023 der Arbeitsmarkt
im Großen und Ganzen stabil. Die Arbeitslosenquote
stieg von 5,3 Prozent auf 5,7 Prozent. Die Zahl der
Beschäftigten in Deutschland ist auf ein Rekordniveau
gestiegen. Im Jahr 2023 waren im Durchschnitt 45,9
Millionen Menschen erwerbstätig. Gründe für
die Zunahme waren die Zuwanderung ausländischer
Arbeitnehmer sowie eine gesteigerte Beschäftigung
Einheimischer.
Kennzahlen
|
2023 P
|
2022
|
Kennzahlen
|
2023 P
|
2022
|
BIP real
|
-0,3 %
|
+1,8 %
|
Exporte
|
-1,4 %
|
+3,3 %
|
Verbraucherpreise
|
+5,9 %
|
+6,9 %
|
Importe
|
-2,7 %
|
+6,6%
|
Arbeitslosenquote
|
5,7 %
|
5,3 %
|
Privater Konsum
|
-0,8 %
|
+3,9 %
|
Quelle: Statischtes Bundesbank Deutsche Bank Research
1.2 Branchenbezogene Rahmenbedingungen
A: Ernte 2023, Beschaffungsmärkte und
Preisentwicklung
Die Internationale Organisation für Rebe und
Wein (OIV) hat ihre Ernteschätzung
veröffentlicht. Erwartet wird eine Weltweinproduktion
von 242-247 Mio. Hektoliter (hl). Die OIV schätzt,
dass die Weinproduktion in diesem Jahr auf den niedrigsten
Stand seit mehr als 60 Jahren fällt. Dies entspricht
sieben Prozent weniger als 2022. Damit wäre das
niedrigste Niveau seit 1961 erreicht.
Extremwetterereignisse - mancherorts Dürre,
mancherorts Starkregen, Unwetter, Hagel - beeinflussten die
Weinproduktion weltweit.
Die Südhalbkugel hat bereits im Frühjahr
2023 geerntet, hier sind die Zahlen also valider als auf
der Nordhalbkugel, wo in manchen Regionen die Lese noch
nicht vollständig abgeschlossen ist. Die Länder
der südlichen Hemisphäre kommen zusammen auf rund
45 Mio. Hektoliter - etwa 19 Prozent der
Weltweinproduktion. Die Menge liegt 19 Prozent unter der
des Vorjahres und ist die niedrigste seit 2003.
Alle relevanten Weinbauländer der
Südhalbkugel haben weniger geerntet als im Vorjahr,
nur Neuseeland liegt zumindest noch über dem
Fünfjahresschnitt (-6% zum Vorjahr). Besonders
drastische Verluste verzeichnen Australien (-24%) und die
südamerikanischen Länder. Gerade die kleineren
Weinbauländer Brasilien (-30%) und Uruguay (-34%)
liegen sehr deutlich hinter den Mengen von 2022.
Größter Produzent der Südhalbkugel ist
Chile mit rund 10 Mio. hl (-20%).
Die EU-Länder sind für rund 60 Prozent der
Weltweinproduktion verantwortlich und kommen laut
vorläufigen OIV-Zahlen auf insgesamt rund 150 Mio. hl
- die drittkleinste Weinernte des laufenden Jahrhunderts.
Starke Verluste verzeichnen Italien (-12%) und Spanien
(-11%), wodurch Frankreich, dass eine Erntemenge etwa auf
Vorjahresniveau erreicht, zum größten
Weinproduzenten der Welt wird.
Besonders drastische Verluste erwartet die OIV
für Griechenland, wo sich quasi alle denkbaren
Witterungsschwierigkeiten von Dürre bis zu
Überflutungen kumuliert haben. Hier wird eine
Weinproduktionsmenge von 1,1 Mill. Hektoliter (-45%)
veranschlagt. Kroatien soll bei der Produktionsmenge 41
Prozent unter dem Vorjahr liegen (0,4 Mio. hl).
Produktionssteigerungen gegen den Trend verzeichnen laut
OIV Rumänien, Bulgarien und Slowenien. Für
Deutschland gibt die Organisation ein Plus von einem
Prozent und eine Produktionsmenge von 9 Mio. hl an.
Einen Produktionszuwachs vermutet man für die
USA (25,2 Mio. hl. +12%). Das liegt an der kühlen
Vegetationsperiode mit ausreichend Niederschlägen in
den großen kalifornischen Anbaugebieten. Die
Traubenpreise entwickeln sich insgesamt stabil mit
regionalen Ausreisern nach oben und unten.
B: Weinimporte nach Deutschland (Zeitraum: Dezember 2022
bis November 2023)
Innerhalb der 12-Monatsperiode von Dezember 2022 bis
November 2023 wurden insgesamt 12,41 Mio. hl Wein im Wert
von 1,98 Mrd. Euro nach Deutschland eingeführt. Die
Menge erhöhte sich leicht um 3,1 Prozent, der
Importwert fiel um 3,2 Prozent. Der Durchschnittserlös
lag bei 1,59 €/Ltr. Dies sind 6,5 Prozent weniger als
der Vorjahresvergleichswert.
Quelle: Deutscher Weinbauverband nach Angaben des
Statistischen Bundesamtes
C: Weinexporte
Deutschland ist nach den großen Weinbaunationen
Frankreich, Italien und Spanien der größte
Weinexporteur Europas und der achtgrößte
weltweit. Im Zeitraum Juli 2022 bis Juni 2023 wurden 1,160
Mio. hl Stillwein (bis 15 % vol.) im Wert von 379 Mio.
€ aus Deutschland ausgeführt. Im Vergleich zum
Vorjahr ergibt sich eine Mengenänderung von -2,6
Prozent und ein Wertplus von 4,7 Prozent.
*Quelle: Verband deutscher Weinexporteure.
D: Umsatzentwicklung Lebensmitteleinzelhandel und
Fachhandel 2023
Die Umsätze im Lebensmitteleinzelhandel und
Fachhandel (für den Sortimentsbereich "FMCG") stiegen
nominal (nicht preisbereinigt) gegenüber 2022 um 7,5
Prozent. Die reale Umsatzentwicklung schätzen wir
deutlich negativer ein. Die Steigerung resultiert
ausschließlich aufgrund der drastisch gestiegenen
Preise. Die Preise lagen Ende 2023 um 9,4 Prozent über
dem Niveau des Vorjahres. Der Umsatz erhöhte sich
indes nur um 7,5 Prozent, in der Folge bedeutet dies, dass
die Mengennachfrage um knapp 2 Prozent gesunken ist.
Marktanteile hinzugewonnen haben in 2023 die
Discounter, die ihren Umsatz gegenüber 2022 (nominal)
um 10,3 Prozent gesteigert haben und damit mehr als ein
Drittel stärker als beispielsweise die LEH
Food-Vollsortimenter (+ 6,2 %).
Nachdem die Discounter in den letzten Jahren
Marktanteile an die Vollsortimenter abgeben mussten, sind
sie dieses Jahr wieder Gewinner.
E: Entwicklung Marken im Lebensmitteleinzelhandel
Die Herstellermarken mussten auch in 2023
Marktanteile an die Handelsmarken abgeben. Die Umsätze
stiegen nur um 4 Prozent, bei einer Preissteigerung von
knapp 9 Prozent. Dies bedeutet ein Mengenminus von knapp 5
Prozent. Dagegen stiegen die Umsätze der Handelsmarken
um knapp 14 Prozent, bei einer Preissteigerung von ca. 12
Prozent. Damit verzeichnen die Handelsmarken ein
Mengenwachstum von gut 2 Prozent.
F: alkoholische Getränkeentwicklung und
Weinkonsum
Getränkeentwicklung 2023 (Wein und Spirituosen)
Die alkoholischen Getränke durchlebten im
Lebensmitteleinzelhandel ein durchwachsenes Jahr. Die
Nachfrage war geprägt von inflationsbedingten
Einschränkungen der Ausgabenbudgets. Gleichzeitig
waren die Verbraucher auch bei den Alkoholika mit merklich
höheren Preisen konfrontiert.
Dank der Jahresend-Rallye ist die Getränkesparte
Sekt und Champagner noch mit einem blauen Auge
davongekommen. Auf Jahresbasis bleibt die mengen- und
wertmäßige Nachfrage mit etwa minus 1 Prozent
nur knapp hinter dem Vorjahr zurück.
Für den
Weinmarkt ergibt sich eine deutlich schlechtere
Jahresbilanz, da der erhoffte Nachfrageimpuls zum
Jahresendgeschäft ausgeblieben ist. Insbesondere das
höherpreisige Marktsegment außerhalb des LEH,
wie Fachhandel und E-Commerce leidet anhaltend unter den
Budgetrestriktionen. Die Verbraucher haben auch im
Lebensmitteleinzelhandel ihre Weineinkäufe in 2023
reduziert. Nach einem Rückgang 2022 zu 2021 von knapp
10 Prozent verminderten sich die Mengen in 2023 nochmals um
über 5 Prozent. Insbesondere wurden die Weine aus
Deutschland (- 9,5 %), Frankreich (-11,4 %) und aus
Übersee (-14,4 %) in 2023 weniger nachgefragt.
Lediglich die Nachfrage nach Weinen aus Italien blieb mit
einem kleinen Plus von 0,1 Prozent stabil.
Insgesamt blickt auch der
Spirituosenmarkt auf ein schwieriges Jahr 2023
zurück. Die Mengen verringerten sich um fast 4 Prozent
bei einer Umsatzsteigerung von knapp 1 Prozent.
G: Weinkonsum in Deutschland
Die Deutschen haben im vergangenen
Weinwirtschaftsjahr erneut rund eine Flasche Wein pro
Person weniger getrunken als im Vorjahr. Dies gab das
Deutsche Weininstitut (DWI) auf Basis der aktuellen
Weinkonsumbilanz bekannt, die sich auf den
Zwölfmonatszeitraum vom 01.08.2022 bis 31.07.2023
bezieht.
Demnach ist der Weinkonsum bezogen auf die
Gesamtbevölkerung im Vergleich zum Vorjahreszeitraum
von 19,9 auf 19,2 Litern pro Person gesunken. Bezieht man
nur die über 16-jährigen, die laut Gesetz Wein
trinken dürfen, in die Statistik ein, ist der
Weinkonsum pro Person um einen ganzen Liter von 23,6 auf
22,6 Liter im Jahr zurückgegangen.
Der Schaumwein-Pro-Kopf-Konsum ist im gleichen
Zeitraum mit einem Volumen von 3,2 Litern bezogen auf die
Gesamtbevölkerung konstant geblieben. Bei der Gruppe
der über 16-jährigen belief sich die Menge auf
unveränderte 3,8 Liter im Jahr.
Quelle: Deutsches Weininstitut GmbH
H: Entwicklung Wein und Schaumwein 2023 im deutschen
Lebensmitteleinzelhandel
Insgesamt verminderten sich die Wein- und
Schaumweinkäufe im Lebensmitteleinzelhandel
gegenüber dem Vorjahr nach Menge betrachtet um 5,2
Prozent. Das Umsatzvolumen ist gegenüber 2022 stabil.
Nach Vertriebslinien betrachtet haben im
Lebensmitteleinzelhandel alle Einkaufsstätten und
hierbei insbesondere die Edeka Gruppe und Markant deutliche
Verluste verzeichnen müssen.
1.3 Geschäftsverlauf und Lage der Gesellschaft
1.3.1 Vermögenslage
Die Bilanzsumme verminderte sich im
Geschäftsjahr 2023 um rund 1,2 Mio. Euro
gegenüber dem Vorjahr und liegt per 31.12.2023 bei
22,6 Mio. Euro.
Das Sachanlagevermögen weist im Vergleich zum
Vorjahr einen Rückgang um knapp 50 Tsd. Euro aus. Dies
sind im Wesentlichen die im laufenden Geschäftsjahr
planmäßig erfolgten Abschreibungen der
immateriellen Vermögensgegenstände und
Sachanlagen, saldiert um die Zugänge. Die Anteile an
verbundenen Unternehmen haben sich gegenüber dem
Vorjahr nicht verändert und liegen bei knapp 154 Tsd.
Euro.
Das Vorratsvermögen (Waren) erhöhte sich um
rund 925 Tsd. Euro gegenüber 2022. Die
Werterhöhung resultiert durch höhere
Bestände (+ 10% Menge) und gestiegener
Beschaffungspreisen (+ 0,29 €/Flasche). Die
geleisteten Anzahlungen verzeichnen einen Anstieg um 27
Tsd. Euro auf 48 Tsd. Euro. Die Forderungen aus Lieferungen
und Leistungen und gegenüber verbundenen Unternehmen
sowie die sonstigen Vermögensgegenstände
verminderten sich gegenüber Vorjahr um knapp 1,4 Mio.
Euro auf 13,0 Mio. Euro. Die Minderung resultiert im
Wesentlichen aus niedrigeren Forderungen aus Lieferungen
und Leistungen (- 0,6 Mio. Euro) sowie einer Verminderung
der sonstigen Vermögensgegenstände (-0,7 Mio.
Euro).
Die Guthaben bei Kreditinstituten erhöhte sich
um 1,7 Mio. Euro auf rund 3,4 Mio. Euro.
Die Rückstellungen für Pensionen und
ähnlichen Verpflichtungen verminderten sich, aufgrund
einer teilweisen Auflösung um 190 Tsd. Euro. Das
Bewertungsverfahren ist seit Stichtag 31.12.2022 auf den
neuen IDW-Rechnungslegungshinweis IDW RH FAB1.021
abgestellt. Die sonstigen Rückstellungen verminderten
sich um gut 110 Tsd. Euro auf fast 1,02 Mio. Euro.
Die Verbindlichkeiten liegen mit rund 11,4 Mio. Euro
gut 1,6 Mio. Euro über Vorjahresstand. Kurzfristige
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten lagen
weder zum Stichtag noch zum Vorjahresstichtag vor. Mit 3,6
Mio. Euro sind die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und
Leistungen an verbundene Unternehmen knapp 2,1 Mio. Euro
höher als 2022. Die sonstigen Verbindlichkeiten liegen
in etwa auf Vorjahresniveau (- 24 Tsd. Euro).
1.3.2 Finanzlage
Das Eigenkapital von knapp 6,6 Mio. Euro (Vorjahr:
6,8 Mio. Euro) unterliegt seit Jahren nur leichten
Schwankungen. Die Minderung (- 87 Tsd. Euro) zum
Vorjahresstichtag resultiert aus dem Jahresfehlbetrag des
Berichtsjahres. Mit einer Eigenkapitalquote von fast 29
Prozent (Vorjahr: 31 Prozent) verfügt die Gesellschaft
über eine solide Kapitalstruktur. Aufgrund eines sehr
guten Working Capital Managements (welches im Wesentlichen
auf ausgewogene Lieferanten- und Kundenzahlungsziele sowie
einem stringenten Forderungsmanagement beruht) und mangels
der Notwendigkeit von langfristigen Krediten, ist das
Unternehmen grundsätzlich unabhängig vom
Kapitalmarkt.
Fremdkapitalaufnahmen erfolgen ausschließlich
zur Deckung kurzfristiger Finanzierungsspitzen. Aufgrund
des stringenten Liquiditätsmanagements werden
Zwischenfinanzierungen durch Banken nur temporär
benötigt.
Die liquiden Mittel werden bis auf 535 Tsd. Euro
kurzfristig in Form von Tages- oder Festgeld angelegt.
1.3.3 Ertragslage
Die Schenk GmbH erzielte im abgelaufenen
Geschäftsjahr Umsatzerlöse in Höhe von 57,0
Mio. Euro (+ 3,3 Prozent gegenüber Vorjahr). Die
Umsätze stiegen primär durch höhere
Abverkäufe (+ 7,1 Prozent) und niedrigere
Delcredereaufwendungen.
Die durchschnittlichen Verkaufspreise verminderten
sich Vergleich zu 2022 um 17 Cent. Der Rückgang
resultiert primär aufgrund niedrigerer Abverkäufe
verbrauchssteuerpflichtiger (Schaumweine) Artikel.
Bedingt durch höhere Beschaffung- und
Logistikpreise erhöhten die die Materialaufwendungen
für bezogene Waren und Leistungen um gut 1 Mio. Euro.
Die Aufwendungen für Personal belaufen sich auf
2,824 Mio. Euro (Vorjahr: 2,774 Mio. Euro) und damit knapp
50 Tsd. Euro über Vorjahresniveau.
Innerhalb der sonstigen betrieblichen Aufwendungen
verzeichnen wir eine Kostensteigerung von über 500
Tsd. €. Diese resultiert primär aufgrund der
Teilnahme an Weinmessen sowie Preissteigerungen.
Die Zinsaufwendungen sind aufgrund niedrigerer
Aufzinsungsaufwendungen für
Pensionsrück-stellungen um knapp 45 Tsd. Euro
gefallen. Positiv haben sich, aufgrund höherer
Zinssätze, die Zinserträge entwickelt.
Gegenüber dem Vorjahr weisen wir eine Steigerung um
knapp 40 Tsd. Euro aus.
Insgesamt erwirtschaftete die Schenk GmbH einen
Jahresfehlbetrag von 87 Tsd. Euro (Vorjahr:
Jahresfehlbetrag 134 Tsd. Euro) nach Steuern.
1.3.4 Prognose-Ist-Vergleich
Mit dem erzielten Ergebnis verfehlte die Schenk GmbH
leicht ihre ursprüngliche Prognose. Die Verkäufe
wurden um knapp 3 Prozent und die Umsatzerlöse um 8
Prozent verfehlt. Das Betriebsergebnis 1 wurde um knapp 220
Tsd. Euro verfehlt.
Die Minderungen gegenüber der Prognose
resultieren insbesondere aufgrund nachfolgender Punkte:
• Nicht geplante Erhöhungen innerhalb der
fixen Kosten (+190 Tsd. Euro)
• Geringere Weinverkäufe des deutschen
Lebensmitteleinzelhandel in allen Vertriebslinien (-5,2
Prozent)
• Der Weinkonsum in Deutschland ist gesunken
• Verlagerung der Weineinkäufe zu Gunsten
der Discounter und Handelsmarken
Die Entwicklung im Bereich der Kosten (Personal-,
fixe Kosten, Afa, etc.) liegen in etwa auf Planniveau. Die
Geldkosten liegen aufgrund niedrigerer Zinsaufwendungen
(Pensionsrückstellungen) unter Plan.
Insgesamt beurteile ich die Lage der Gesellschaft als
stabil.
2 Nicht finanzielle Leistungsindikatoren
Qualität ist ein Erfolgsfaktor des Unternehmens.
Die Einhaltung der Qualitätsanforderungen unserer
Kunden sowie der lebensmittelrechtlichen Standards werden
durch laufende Kontrollen jederzeit sichergestellt.
Zum Qualitätsanspruch gehören qualifizierte
Mitarbeiter. Die Mitarbeiter werden daher kontinuierlich
geschult. Die Fluktuation der Mitarbeiter ist auf einem
sehr niedrigen Niveau.
3 Risiken und Chancen der zukünftigen
Entwicklung
Die Gesellschaft hat ihre gefestigte Marktposition
und ihre Leistungsfähigkeit durch die Konzentration
auf große Abnehmer sowie durch ihr straffes
Kostenmanagement erreicht.
Die Ausrichtung auf die großen Abnehmer im
Lebensmittelhandel birgt auch Risiken (z.B. Ausfall eines
großen Handelskonzerns und/oder Lieferanten), wobei
die Geschäftsführung diese jedoch als gering
einschätzt. Risiken in der Beschaffung werden
vorausschauend durch eine breit aufgestellte
Qualitätssicherung sowie durch gezielte
Lieferantenauswahl und -betreuung begegnet.
Entsprechend kann den Handelskunden ein optimales
Preis-Leistungs-Verhältnis bei hoher Flexibilität
und umfangreichem Service geboten werden. Zudem werden
Beschaffungsrisiken durch die langjährigen
Lieferantenbeziehungen minimiert.
Wir schätzen die Risiken durch den Konflikt in
der Ukraine für das Jahr 2024 als geringer im
Vergleich zu den Vorjahren ein. Trotz der weltweit
geringeren Weinlese schätzen wir den Beschaffungsmarkt
als stabil ein. Die Kontraktvereinbarungen für das
Jahr 2024 mit den größten Lieferanten und
Logistikern sind vereinbart, die Preise bei unseren
großen Abnehmern sind verhandelt, sodass die Risiken
überschaubar sind. Diese Kompetenz bietet der
Gesellschaft besondere Chancen für die künftige
Entwicklung und stärkt ihre stabile Stellung im
Wettbewerbsumfeld.
Noch nicht absehbar ist, wie die Verbraucher
zukünftig ihren Weinkonsum gestalten werden. Wir
schätzen, dass die Konsumenten ihre Weineinkäufe
weiter reduzieren und vermehrt preisgünstige
Einkaufsstätten aufsuchen werden.
Die Absatzrisiken, die aus einem aggressiven
Wettbewerbsumfeld sowie einer zunehmenden Umstellung auf
Eigenmarken im deutschen Lebensmittelhandel resultieren,
werden ebenfalls durch ein attraktives
Preis-Leistungs-Verhältnis der Produkte gemindert. Die
Gesellschaft erreicht dies durch konsequentes
Kostenmanagement, insbesondere im Vertrieb und in der
Beschaffung, sowie durch permanente Prozessoptimierung.
Preisrisiken werden dadurch begrenzt, dass
Beschaffungskontrakte in den Laufzeiten den
Verkaufskontrakten entsprechen.
Wein als Naturprodukt und Lebensmittel birgt das
Risiko, dass die Qualität natürlichen
Schwankungen unterliegt oder nicht den Erwartungen
entspricht. Diesen Qualitätsrisiken wird durch
kontinuierliche Überprüfung der Bestände auf
Qualität und Haltbarkeit begegnet. Mit externen
Laboren und eigenem Qualitätsmanagement überwacht
die Gesellschaft kontinuierlich die Chargen von der
Abfüllung bis zur Auslieferung und stellt somit
sicher, dass Kunden- und Endverbrauchererwartungen vollends
erfüllt werden.
Risiken aus Kursschwankungen spielen keine tragende
Rolle. In der Regel werden die Importe aus dem
US-Dollar-Raum in Euro berechnet. Sollten
Kontraktabschlüsse in Fremdwährungen vorliegen,
werden diese mittels Devisentermingeschäften und
Devisenoptionen gesichert.
Die Ausfallrisiken im Forderungsbestand sind
begrenzt, da die Handelskunden eine gute bis sehr gute
Bonität aufweisen, Delkredereverträge
(rückversicherte Forderungen) abgeschlossen werden und
ein konsequentes Debitorenmanagement geführt wird.
Generell werden auf dubiose oder kritisch eingestufte
Forderungen Wertberichtigungen in Form von pauschalen
Einzelwertberichtigungen vorgenommen.
Liquiditätsrisiken sind aufgrund des intensiven
und durchgängigen Liquiditätsmanagements
begrenzt. Die Gesellschaft greift nur zeitweise und
kurzfristig auf die bestehenden Kreditlinien zurück.
Die langjährige Branchenerfahrung, das intensive
Konditionscontrolling sowie die langjährigen,
verlässlichen, flexiblen und treuen
Geschäftspartner stellen eine besondere Chance der
Gesellschaft zum Erhalt und Ausbau ihrer Marktposition dar.
4 Voraussichtliche Entwicklung unserer Gesellschaft
Weinmarkt
Der Weinmarkt bzw. der Weinverbrauch hat sich im Jahr
2023 nochmals vermindert. Die Schwankungen im Weinverbrauch
sind anders als bei anderen alkoholischen Getränken
noch moderat, sodass wir mit einer stabilen Nachfrage
rechnen können. Der Wettbewerb ist weiterhin von einer
hohen Aggressivität und Preissensibilität
geprägt.
Die Schenk GmbH versucht mit der Intensivierung der
Markenaktivitäten und Produktneuheiten sowie durch
konsequentes Kostenmanagement ihre Marktstellung im Handel
zu sichern, bzw. auszubauen. Hierbei haben bzw. werden wir
folgende Schritte umsetzen:
•Ausbau der Aktivitäten des eigenen Webshop
und Aufschaltung weiterer Online-Marktplätze
•Ausbau der Aktivitäten im Fachhandel und
in der Gastronomie
•Intensivierung des Bekanntheitsgrades über
soziale Medien
•Stärkung der eigenen und exklusiv
vertretenen Marken
•Produktinnovationen
Die Preissensibilität der Endverbraucher ist
trotz der gestiegenen verfügbaren Einkommen weiterhin
ungebrochen und wird durch die Preispolitik des Handels
hierbei unterstützt. Um Preise und Wertschöpfung
ausbauen zu können, muss unseres Erachtens der
Lebensmitteleinzelhandel gemeinsam mit den Lieferanten und
Produzenten andere Wege einschlagen.
Beschaffungsmarkt
Die historisch niedrigere Weinlese in in den
wichtigen Weinbauländern, wird teilweise zu
höheren Einkaufspreisen führen, die jedoch
aufgrund der in Europa schwächeren Nachfrage moderat
ausfallen wird.
Absatzmarkt
Die Konzentration im deutschen
Lebensmitteleinzelhandel schreitet nach dem Verkauf von
Real (Metro Tochter) weiter voran.
Die Situation an den Logistik- und
Beschaffungsmärkten sind bekannt und die Schenk GmbH
hat sich darauf eingestellt und Maßnahmen ergriffen.
Angesichts der aktuellen Krisen (Ukraine, nahen Osten)
hoffen wir, dass die angespannte und gefährliche Lage
nicht weiter eskaliert und es zu einem Flächenbrand
kommt. Sollte dies der Fall sein, ist die wirtschaftliche
Erholung in Europa bedroht und weitere Preisturbulenzen an
den Rohstoffmärkten zu befürchten.
Um die Nachfrage der Kunden im In- und Ausland zu
befriedigen, ist es unbedingt erforderlich, Mengen und
Qualitäten sicherzustellen. Hierauf ist die Schenk
GmbH gut vorbereitet. Ein nicht unwesentlicher Teil der
kontrahierten Mengen wird von verbundenen Unternehmen
geliefert. Darüber hinaus setzt die Schenk GmbH auf
langjährige und zuverlässige Fremdlieferanten.
Bedingt durch die genannten Marktverhältnisse setzt
die Schenk GmbH die Umsatzplanung für das Jahr 2024
vorsichtig an und rechnet, vorausgesetzt die weltpolitische
und wirtschaftliche Lage entspannt sich, mit einer
positiven Umsatz- und Ertragsentwicklung.
Baden-Baden, 9. Februar
2024
SCHENK GMBH
Baden-Baden
gez.
Dirk Schneider
Bilanz
Aktiva
|
|
31.12.2023
EUR |
31.12.2022
EUR |
| A.
Anlagevermögen |
1.675.875,03 |
1.681.613,36 |
| I.
Immaterielle Vermögensgegenstände |
69.440,67 |
28.818,00 |
| II.
Sachanlagen |
1.453.046,81 |
1.499.407,81 |
| 1.
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und
Bauten einschließlich der Bauten auf fremden
Grundstücken |
1.403.206,81 |
1.456.105,81 |
| 2.
andere Anlagen, Betriebs- und
Geschäftsausstattung |
49.840,00 |
43.302,00 |
| III.
Finanzanlagen |
153.387,55 |
153.387,55 |
| 1.
Anteile an verbundenen Unternehmen |
153.387,55 |
153.387,55 |
| B.
Umlaufvermögen |
20.873.662,21 |
19.612.714,52 |
| I.
Vorräte |
4.468.393,30 |
3.516.730,85 |
| II.
Forderungen und sonstige
Vermögensgegenstände |
12.973.055,00 |
14.331.305,13 |
| III.
Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei
Kreditinstituten und Schecks |
3.432.213,91 |
1.764.678,54 |
| C.
Rechnungsabgrenzungsposten |
87.573,56 |
105.923,86 |
| Bilanzsumme,
Summe Aktiva |
22.637.110,80 |
21.400.251,74 |
Passiva
|
|
31.12.2023
EUR |
31.12.2022
EUR |
| A.
Eigenkapital |
6.547.453,28 |
6.634.819,41 |
| I.
gezeichnetes Kapital |
6.000.000,00 |
6.000.000,00 |
| II.
Gewinnrücklagen |
800.452,96 |
800.452,96 |
| III.
Verlustvortrag |
165.633,55 |
32.053,77 |
| IV.
Jahresfehlbetrag |
87.366,13 |
133.579,78 |
| B.
Rückstellungen |
4.668.936,12 |
4.968.790,31 |
| C.
Verbindlichkeiten |
11.418.856,40 |
9.794.777,02 |
| 1.
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen
Unternehmen |
3.556.450,44 |
1.492.431,94 |
| 2.
sonstige Verbindlichkeiten |
7.862.405,96 |
8.302.345,08 |
| D.
Rechnungsabgrenzungsposten |
1.865,00 |
1.865,00 |
| Bilanzsumme,
Summe Passiva |
22.637.110,80 |
21.400.251,74 |
Gewinn- und Verlustrechnung
|
1.1.2023 - 31.12.2023
EUR |
1.1.2022 - 31.12.2022
EUR |
| 1.
Rohergebnis |
5.018.015,19 |
4.520.502,34 |
| 2.
Personalaufwand |
2.823.683,34 |
2.774.347,64 |
| a)
Löhne und Gehälter |
2.405.849,68 |
2.232.325,61 |
| b)
soziale Abgaben und Aufwendungen für
Altersversorgung und für Unterstützung |
417.833,66 |
542.022,03 |
| davon
für Altersversorgung |
41.343,83 |
191.895,11 |
| 3.
Abschreibungen |
104.151,68 |
188.704,58 |
| 4.
sonstige betriebliche Aufwendungen |
2.130.624,83 |
1.586.698,72 |
| davon
Aufwendungen aus Währungsumrechnung |
-0,02 |
-3.771,96 |
| 5.
Erträge aus
Gewinnabführungsverträgen |
12.047,12 |
12.734,86 |
| 6.
sonstige Zinsen und ähnliche Erträge |
43.221,75 |
6.099,33 |
| davon
aus verbundenen Unternehmen |
0,00 |
4.550,00 |
| 7.
Zinsen und ähnliche Aufwendungen |
86.594,79 |
132.216,97 |
| davon
an verbundene Unternehmen |
12.782,38 |
12.782,38 |
| davon
aus Abzinsung |
47.064,00 |
88.679,00 |
| 8.
Steuern vom Einkommen und Ertrag |
-5,61 |
-24.652,76 |
| 9.
sonstige Steuern |
15.601,16 |
15.601,16 |
| Jahresfehlbetrag |
87.366,13 |
133.579,78 |
Anhang
I. Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss
Die Schenk GmbH, Alemannenstraße 33, 76532
Baden-Baden, hat ihren Sitz in Baden-Baden und ist in das
Handelsregister beim Amtsgericht Mannheim (HRB. 200188)
eingetragen. Der Jahresabschluss der Schenk GmbH zum 31.
Dezember 2023 wird gemäß §§ 242 ff.
und §§ 264 ff. HGB sowie nach den
einschlägigen Vorschriften des Handelsgesetzbuches in
der Fassung des Bilanzrichtlinie-Umsetzungsgesetz (BilRUG)
sowie des GmbHG aufgestellt. Es gelten die Vorschriften
für große Kapitalgesellschaften.
Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde
unverändert nach dem Gesamtkostenverfahren
aufgestellt.
Der Abschlussstichtag der Schenk GmbH ist der 31.
Dezember des jeweiligen Kalenderjahres.
II. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden
Für die Aufstellung des Jahresabschlusses waren
die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden
maßgebend.
1. Immaterielle Vermögensgegenstände und
Sachanlagen
Die entgeltlich erworbenen
immateriellen Vermögensgegenstände werden
zu Anschaffungskosten vermindert um die kumulierten
Abschreibungen angesetzt. Es erfolgt eine
planmäßig lineare Abschreibung über die
betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer.
Die unter dem Posten "Entgeltlich erworbene Software
und Lizenzen" ausgewiesene Software wird linear zwischen
drei und sieben Jahren abgeschrieben.
Bei voraussichtlich dauernden Wertminderungen werden
außerplanmäßige Abschreibungen auf den am
Abschlussstichtag niedrigeren beizulegenden Wert
vorgenommen.
Das
Sachanlagevermögen wird zu Anschaffungs- bzw.
Herstellungskosten, vermindert um planmäßige und
außerplanmäßige Abschreibungen, angesetzt.
Die Abschreibungen werden bei Gebäuden auf Basis
einer Nutzungsdauer von 33 bzw. 50 Jahren angesetzt. Die
Abschreibungen bei Mietereinbauten erfolgen über eine
Nutzungsdauer von 10 Jahren. Bei der Betriebs- und
Geschäftsausstattung beträgt die Nutzungsdauer
der Anlagegegenstände drei bis 11 Jahre.
Geringwertige Wirtschaftsgüter mit
Einzelanschaffungskosten bis zu € 800,00 werden ab dem
Wirtschaftsjahr 2010 im Jahr des Zugangs voll
abgeschrieben.
2. Finanzanlagen
Die Bewertung des Finanzanlagevermögens erfolgt
zu Anschaffungskosten, vermindert um
außerplanmäßige Abschreibungen im Falle
dauernder oder vorübergehender Wertminderungen.
3. Vorräte, geleistete Anzahlungen
Die
Vorräte sind zu Anschaffungskosten bzw. zum
niedrigeren beizulegenden Wert bewertet. Die Bewertung der
Vorräte erfolgt artikelgenau. Es wird unterstellt,
dass die zuletzt eingekauften Handelswaren zuerst
verbraucht werden (Lifo-Verfahren).
Alle erkennbaren Risiken im Vorratsvermögen, die
sich aus überdurchschnittlicher Lagerdauer (oder
geminderter Verwertbarkeit) ergeben, sind durch angemessene
Abwertungen berücksichtigt.
4. Forderungen und sonstige
Vermögensgegenstände
Die
Forderungen und
sonstigen Vermögensgegenstände werden mit
ihren Nominalwerten aktiviert. Allen erkennbaren
Einzelrisiken wird durch Bildung angemessener
Wertberichtigungen Rechnung getragen. Das allgemeine
Kreditrisiko im Forderungsbestand aus Lieferungen und
Leistungen wird durch angemessene pauschale
Einzelwertberichtigungen berücksichtigt. Sofern
erforderlich, werden zusätzlich angemessene
Einzelwertberichtigungen gebildet.
Das Rückdeckungsvermögen wird mit den
Anschaffungskosten bzw. nach § 253 Abs. 4 HGB zu den
niedrigeren Werten angesetzt, die sich aus einem
Börsen- oder Marktpreis am Bilanzstichtag ergeben.
Saldierungspflichtiges zweckgebundenes
Deckungsvermögen nach § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB
liegt nicht vor.
5. Liquide Mittel
Die
liquiden Mittel werden zum Nennwert angesetzt.
Festgelder werden zu den Nennwerten bzw. nach § 253
Abs. 4 HGB zu den niedrigeren Werten am Bilanzstichtag
erfasst.
6. Aktive Rechnungsabgrenzungsposten
Die
aktiven Rechnungsabgrenzungsposten betreffen
Ausgaben vor dem Abschlussstichtag, die Aufwand für
eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen.
7. Rückstellungen
Die
Rückstellungen berücksichtigen alle
ungewissen Verpflichtungen und werden mit ihrem nach
kaufmännischer Beurteilung notwendigen
Erfüllungsbetrag angesetzt.
Rückstellungen für
Altersversorgungsverpflichtungen oder vergleichbare
langfristig fällige Verpflichtungen werden nach §
253 Abs. 2 Satz 2 HGB mit dem von der Deutschen Bundesbank
ermittelten durchschnittlichen Marktzinssatz abgezinst.
Die
Pensionsrückstellungen sind nach dem
Projected-Unit-Credit-Verfahren (Methode der laufenden
Einmalprämien) auf der Grundlage des
versicherungsmathematischen Gutachtens der Debeka und unter
Verwendung der "Richttafeln 2005G" von Prof. Dr. Klaus
Heubeck bewertet worden. Der der Bewertung zu Grunde
liegende Zinssatz ist den durch die Deutsche Bundesbank
veröffentlichten Marktzinssätzen entnommen. Der
Rententrend ist mit 1,00 %, der langfristige Gehaltstrend
mit 2,00 % berücksichtigt. Die
Fluktuationswahrscheinlichkeiten werden gemäß
der Heubeck-Richttafeln-GmbH zugrunde gelegt.
Die
Jubiläumsrückstellungen sind auf der
Grundlage des versicherungsmathematischen Gutachtens des
Gutachters Wolfgang Moritz und unter Verwendung der
"Richttafeln 2005G" von Prof. Dr. Klaus Heubeck
bewertet worden.
Die weiteren
sonstigen Rückstellungen berücksichtigen
alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten
und sind jeweils in Höhe des nach vernünftiger
kaufmännischer Beurteilung notwendigen
Erfüllungsbetrags angesetzt.
8. Verbindlichkeiten
Die
Verbindlichkeiten werden mit ihren
Erfüllungsbeträgen angesetzt.
9. Latente Steuern
Latente Steuern werden, soweit dies nach § 274
HGB zulässig ist, für zeitliche, sich in der
Zukunft voraussichtlich umkehrende Differenzen zwischen
Handels- und steuerrechtlichen Bilanzansätzen
gebildet. Gemäß dem Wahlrecht nach
§ 274 Abs. 1 Satz 2 HGB wird der
aktivische Überhang der latenten Steuern nicht
ausgewiesen.
10. Bewertungseinheiten
Derivative Finanzinstrumente werden einzeln mit dem
Marktwert am Stichtag bewertet. Sind die Voraussetzungen
zur Bildung von Bewertungseinheiten erfüllt, werden
die Sicherungs- und Grundgeschäfte zu einer
Bewertungseinheit zusammengefasst. Zur Beurteilung der
Effektivität wird die Critical Term Match Methode
verwendet. Die buchhalterische Abbildung der
Sicherungsbeziehung erfolgt nach der Einfrierungsmethode.
Antizipative Bewertungseinheiten bestehen nicht.
III. Angaben zur Bilanz und Gewinn- und
Verlustrechnung
1. Anlagevermögen
Die Entwicklung des Anlagevermögens nach den
einzelnen Bilanzpositionen wird in dem Anlagenspiegel
auf der letzten Seite des Anhangs dargestellt.
Die immateriellen Vermögensgegenstände
enthalten die entgeltlich erworbenen EDV-Programme der
Gesellschaft sowie Lizenzen.
Das
Sachanlagevermögen enthält im Wesentlichen
das Verwaltungsgebäude der Gesellschaft.
Die
Finanzanlagen werden in der Anteilsbesitzliste am
Ende des Anhangs gesondert dargestellt.
2. Weitere Aktivposten
Die Bewertung des
Vorratsvermögens erfolgt nach dem
Verbrauchsfolgeverfahren "Lifo". Der Unterschiedsbetrag zur
Bewertung zu Anschaffungskosten beläuft sich auf
T€ 1.061 (Vorjahr: T€ 970).
Unter den
sonstigen Vermögensgegenständen werden
Ansprüche aus Rückdeckungsversicherung in
Höhe von T€ 1.485 (Vorjahr: T€ 1.497) mit
einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr ausgewiesen.
3. Eigenkapital
Das gezeichnete Kapital entspricht dem Stammkapital
laut Gesellschaftsvertrag sowie der
Handelsregistereintragung und ist voll eingezahlt.
Das Eigenkapital entwickelte sich wie folgt:
|
Stammkapital
|
Gewinnrück- lage
|
Jahresüberschuss
|
Gesamt
|
|
€
|
€
|
€
|
€
|
Stand 1. Januar 2023
|
6.000.000,00
|
800.452,96
|
-165.633,55
|
6.634.819,41
|
Ausschüttung
|
|
|
|
|
Einstellung in die
Gewinnrücklage
|
|
|
|
|
Jahresüberschuss
2023
|
|
|
-87.366,13
|
-87.366,13
|
Stand 31. Dezember 2023
|
6.000.000,00
|
800.452,96
|
-252.999,68
|
6.547.453,28
|
|
Stammkapital
|
Gewinn- rücklage
|
Jahres-
überschuss
|
Gesamt
|
|
€
|
€
|
€
|
€
|
Stand 1. Januar 2022
|
6.000.000,00
|
800.452,96
|
-32.053,77
|
6.768.399,19
|
Ausschüttung
|
|
|
|
|
Einstellung in die
Gewinnrücklage
|
|
|
|
|
Jahresüberschuss
2022
|
|
|
-133.579,78
|
-133.579,78
|
Stand 31. Dezember 2022
|
6.000.000,00
|
800.452,96
|
-165.633,55
|
6.634.819,41
|
Rückstellungen
Die sonstigen Rückstellungen betreffen im
Wesentlichen Rückstellungen des Vertriebs- und
Personalbereichs.
6. Verbindlichkeiten
Es bestehen ausschließlich kurzfristige
Verbindlichkeiten In den Verbindlichkeiten gegenüber
verbundenen Unternehmen sind Verbindlichkeiten
gegenüber Gesellschaftern von T€ 21 (Vorjahr:
T€ 33) enthalten.
Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen
Unternehmen betreffen mit T€ 3.391 (Vorjahr:
T€ 1.331) Verbindlichkeiten aus Lieferungen und
Leistungen.
7. Sonstige finanzielle Verpflichtungen
Aus Leasing-, Wartungs- und Mietverträgen
bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen von
T€ 252 (Vorjahr: T€ 223), die in Höhe
von T€ 171 (Vorjahr: T€ 146) kurzfristig
fällig sind.
Die
Guthaben bei Kreditinstituten sind in Höhe von
T€ 535 (Vorjahr: T€ 535) zugunsten Dritter
verpfändet und damit nicht frei verfügbar.
8. Umsatzerlöse
Die Gesellschaft erzielt ihre Umsatzerlöse
überwiegend im Inland.
IV. Sonstige Angaben
1. Ausschüttungssperre
Der aus der Änderung des Rechnungszinssatzes
(über 10 statt 7 Jahre) resultierende
Unterschiedsbetrag gemäß § 253 Abs. 6 HGB
i. H. v. T€ 21 unterliegt der Ausschüttungssperre
2. Personal
Die Gesellschaft beschäftigte im
Geschäftsjahr 2023 durchschnittlich 41 Mitarbeiter
(Vorjahr: 40) (ohne Geschäftsführer und ohne die
zu ihrer Ausbildung Beschäftigten).
Die Mitarbeiterstruktur stellt sich wie folgt
dar:
|
31.12.2023
|
|
31.12.2022
|
Angestellte im Vertrieb
|
18
|
|
17
|
Angestellte in der
Administration
|
16
|
|
17
|
Angestellte im Einkauf
|
7
|
|
6
|
|
41
|
|
40
|
3. Gesellschaftsorgan
Zusammensetzung der Geschäftsführung:
Dirk Schneider, Diplom Betriebswirt, Gaggenau.
Von der Angabe der Bezüge jetziger und eines
früheren Mitglieds der Geschäftsführung wird
unter Hinweis auf § 286 Abs. 4 HGB
abgesehen.
4. Mutterunternehmen
Mutterunternehmen der Gesellschaft ist die Schenk
Holding S. A., Rolle/Schweiz. Sie ist mit der Schenk S.A.,
Rolle /Schweiz, zu 100 % an der Gesellschaft beteiligt.
5.
Verbundene Unternehmen und Anteilsbesitz
Die Gesellschaft ist an folgenden Unternehmen zu
mindestens 20 % direkt und indirekt beteiligt:
6. Verbundene Unternehmen und Anteilsbesitz
Die Gesellschaft ist an folgenden Unternehmen zu
mindestens 20 % direkt und indirekt beteiligt:
|
Anteil
|
Eigenkapital
|
|
Name, Sitz
|
%
|
Nennwert
|
Gesamt
|
Jahresüberschuss
|
Turmkellerei Kehl GmbH,
Kehl
|
100,0
|
€ 25.564
|
€ 25.564
|
€ 0
|
Domaines Schenk GmbH,
Baden-Baden
|
100,0
|
€ 25.564
|
€ 25.564
|
€ 0
|
Wein-Direkt-Import WDI
GmbH, Baden-Baden
|
100,0
|
€ 25.564
|
€ 25.564
|
€ 0
|
IWA Internationale
Wein-Agentur GmbH, Baden-Baden
|
100,0
|
€ 51.129
|
€ 51.129
|
€ 0
|
WVB
Weinvertriebsgesellschaft Baden-Baden mbH,
Baden-Baden
|
100,0
|
€ 25.564
|
€ 39.237
|
€ 0
|
Johannes Wilhelm Ahles
Sohn gegründet 1714 GmbH, Baden-Baden
|
100,0
|
€ 25.564
|
€ -3.283
|
€ -198
|
Da mit allen Beteiligungsgesellschaften (mit Ausnahme
der letztgenannten Gesellschaft)
Ergebnisabführungsverträge bestehen, betragen
deren Ergebnisse des letzten Geschäftsjahres jeweils
€ 0,00.
8.
Gewinnverwendungsvorschlag
Die Geschäftsführung schlägt vor, den
Jahresfehlbetrag in Höhe von TEUR 87 auf neue Rechnung
vorzutragen.
9. Nachtragsbericht
Es liegen nach Abschluss des Jahres 2023 keine
wesentlichen Vorkommnisse und/oder Ereignisse vor.
Baden-Baden, den 9. Februar
2024
gez.
Dirk Schneider
Anlagespiegel
|
Anschaffungs- und Herstellungskosten
|
|
|
|
|
01.01.2023
|
Zugänge
|
Abgänge
|
Umbuchungen
|
31.12.2023
|
|
EUR
|
EUR
|
EUR
|
EUR
|
EUR
|
I. Immaterielle
Vermögensgegenstände
|
|
|
|
|
|
1. Entgeltlich erworbene
Software und Lizenzen
|
797.309,69
|
4.035,00
|
0,00
|
0,00
|
801.344,69
|
2. Geleistete
Anzahlungen
|
0,00
|
47.704,67
|
0,00
|
0,00
|
47.704,67
|
|
797.309,69
|
51.739,67
|
0,00
|
0,00
|
849.049,36
|
II. Sachanlagen
|
|
|
|
|
|
1. Grundstücke und
Bauten
|
2.372.742,16
|
0,00
|
0,00
|
0,00
|
2.372.742,16
|
2. Andere Anlagen,
Betriebs- und Geschäftsausstattung
|
446.230,84
|
46.673,68
|
0,00
|
0,00
|
492.904,52
|
|
2.818.973,00
|
46.673,68
|
0,00
|
0,00
|
2.865.646,68
|
III. Finanzanlagen
|
|
|
|
|
|
Anteile an verbundenen
Unternehmen
|
153.387,55
|
0,00
|
0,00
|
0,00
|
153.387,55
|
|
153.387,55
|
0,00
|
0,00
|
0,00
|
153.387,55
|
|
3.769.670,24
|
98.413,35
|
0,00
|
0,00
|
3.868.083,59
|
|
Kumulierte
Abschreibungen
|
|
|
|
|
01.01.2023
|
Zugänge
|
Abgänge
|
Umbuchungen
|
31.12.2023
|
|
EUR
|
EUR
|
EUR
|
EUR
|
EUR
|
I. Immaterielle
Vermögensgegenstände
|
|
|
|
|
|
1. Entgeltlich erworbene
Software und Lizenzen
|
768.491,69
|
11.117,00
|
0,00
|
0,00
|
779.608,69
|
2. Geleistete
Anzahlungen
|
0,00
|
0,00
|
0,00
|
0,00
|
0,00
|
|
768.491,69
|
11.117,00
|
0,00
|
0,00
|
779.608,69
|
II. Sachanlagen
|
|
|
|
|
|
1. Grundstücke und
Bauten
|
916.636,35
|
52.899,00
|
0,00
|
0,00
|
969.535,35
|
2. Andere Anlagen,
Betriebs- und Geschäftsausstattung
|
402.928,84
|
40.135,68
|
0,00
|
0,00
|
443.064,52
|
|
1.319.565,19
|
93.034,68
|
0,00
|
0,00
|
1.412.599,87
|
III. Finanzanlagen
|
|
|
|
|
|
Anteile an verbundenen
Unternehmen
|
0,00
|
0,00
|
0,00
|
0,00
|
0,00
|
|
0,00
|
0,00
|
0,00
|
0,00
|
0,00
|
|
2.088.056,88
|
104.151,68
|
0,00
|
0,00
|
2.192.208,56
|
|
Buchwerte
|
|
|
|
|
|
31.12.2023
|
31.12.2022
|
|
|
|
|
EUR
|
EUR
|
|
|
|
I.
Immaterielle Vermögensgegenstände
|
|
|
|
|
1. Entgeltlich erworbene
Software und Lizenzen
|
21.736,00
|
29
|
|
|
|
2. Geleistete
Anzahlungen
|
47.704,67
|
0
|
|
|
|
|
69.440,67
|
29
|
|
|
|
II. Sachanlagen
|
|
|
|
|
|
1. Grundstücke und
Bauten
|
1.403.206,81
|
1.456
|
|
|
|
2. Andere Anlagen,
Betriebs- und Geschäftsausstattung
|
49.840,00
|
43
|
|
|
|
|
1.453.046,81
|
1.499
|
|
|
|
III. Finanzanlagen
|
|
|
|
|
|
Anteile an verbundenen
Unternehmen
|
153.387,55
|
153
|
|
|
|
|
153.387,55
|
153
|
|
|
|
|
1.675.875,03
|
1.682
|
|
|
|
sonstige Berichtsbestandteile
Angaben zur Feststellung:
Der Jahresabschluss wurde am 23.05.2024 festgestellt.
Der Bestätigungsvermerk des
Abschlussprüfers bezieht sich auf den Jahresabschluss
in der aufgestellten Form. Die Offenlegung erfolgt in
verkürzter Form gemäß §§ 325 ff.
HGB.
BESTÄTIGUNGSVERMERK
DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS
An die Schenk GmbH, Baden-Baden:
Prüfungsurteile
Wir haben den Jahresabschluss der Schenk GmbH,
Baden-Baden, - bestehend aus der Bilanz zum
31. Dezember 2023 und der Gewinn- und
Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom
1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie
dem Anhang, einschließlich der Darstellung der
Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft.
Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Schenk
GmbH, Baden-Baden, für das Geschäftsjahr vom
1. Januar bis zum 31. Dezember 2023
geprüft.
Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der
Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
· entspricht der beigefügte
Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den
deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden
handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter
Beachtung der deutschen Grundsätze
ordnungsmäßiger Buchführung ein den
tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild
der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum
31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage
für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum
31. Dezember 2023 und
· vermittelt der beigefügte
Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage
der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht
dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss,
entspricht den gesetzlichen Vorschriften und stellt die
Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung
zutreffend dar.
Gemäß § 322 Abs. 3
Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung
zu keinen Einwendungen gegen die
Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des
Lageberichts geführt hat.
Grundlage für die Prüfungsurteile
Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses
und des Lageberichts in Übereinstimmung mit
§ 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der
Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen
Grundsätze ordnungsmäßiger
Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere
Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen
ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers
für die Prüfung des Jahresabschlusses und des
Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks
weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen
unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen
handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und
haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in
Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt.
Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten
Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um
als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum
Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.
Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den
Jahresabschluss und den Lagebericht
Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich
für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den
deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden
handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen
Belangen entspricht, und dafür, dass der
Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen
Grundsätze ordnungsmäßiger
Buchführung ein den tatsächlichen
Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-,
Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner
sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die
internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit
den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger
Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die
Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen,
der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder
unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.
Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die
gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die
Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der
Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren
haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang
mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit,
sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus
sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des
Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der
Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem
nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten
entgegenstehen.
Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter
verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts,
der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der
Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen
Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den
deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die
Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung
zutreffend darstellt.
Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich
für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme),
die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung
eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den
anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu
ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise
für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu
können.
Verantwortung des Abschlussprüfers für die
Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts
Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit
darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes
frei von wesentlichen - beabsichtigten oder
unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der
Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage
der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen
Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der
Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht,
den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die
Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung
zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk
zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum
Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.
Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an
Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in
Übereinstimmung mit § 317 HGB unter
Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW)
festgestellten deutschen Grundsätze
ordnungsmäßiger Abschlussprüfung
durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche
Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen
können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten
resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn
vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass
sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses
Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen
wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten
beeinflussen.
Während der Prüfung üben wir
pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine
kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
· identifizieren und beurteilen wir
die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder
unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im
Jahresabschluss und im Lagebericht, planen und führen
Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken
durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die
ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für
unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass
wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden,
ist bei Verstößen höher als bei
Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches
Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte
Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen
bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen
beinhalten können.
· gewinnen wir ein Verständnis
von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses
relevanten internen Kontrollsystem und den für die
Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und
Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die
unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch
nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit
dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.
· beurteilen wir die Angemessenheit
der von den gesetzlichen Vertretern angewandten
Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von
den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten
Werte und damit zusammenhängenden Angaben.
· ziehen wir Schlussfolgerungen
über die Angemessenheit des von den gesetzlichen
Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der
Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf
der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine
wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen
oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der
Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der
Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir
zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit
besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk
auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und
im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese
Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges
Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere
Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum
unseres Bestätigungsvermerks erlangten
Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder
Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die
Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr
fortführen kann.
· beurteilen wir die
Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des
Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob
der Jahresabschluss die zugrunde liegenden
Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt,
dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen
Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung
ein den tatsächlichen Verhältnissen
entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und
Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.
· beurteilen wir den Einklang des
Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine
Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von
der Lage des Unternehmens.
· führen wir
Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen
Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im
Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter
Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere
die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen
Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und
beurteilen die sachgerechte Ableitung der
zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein
eigenständiges Prüfungsurteil zu den
zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde
liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein
erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige
Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben
abweichen.
Wir erörtern mit den für die
Überwachung Verantwortlichen unter anderem den
geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie
bedeutsame Prüfungsfeststellungen,
einschließlich etwaiger Mängel im internen
Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung
feststellen.
Hamburg, den 15. Februar
2024
ESC Wirtschaftsprüfung GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
gez. Wolfgang
Sälzer
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gez. Florian Ludwig
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Wirtschaftsprüfer
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Wirtschaftsprüfer
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