Caspara Capital GmbHLiquidiert
82256 Fürstenfeldbruck, DEUStammdaten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Finanzübersicht
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Historie
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Management
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Reza Darius Montassèr seit 14.1.2020 | Liquidator |
Wirtschaftlich Berechtigte
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
Daten zu wirtschaftlich Berechtigten sind nur für registrierte Nutzer zugänglich.
Gesellschafter
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
5 Gesellschafter
GmbH-Struktur
4 von 5 angezeigt
Beteiligungen
Unternehmen, an denen diese Organisation direkt beteiligt ist
| Name | Anteil |
|---|---|
Caspara GmbHAufgelöst | 100.00% |
Bilanzkonten
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Konzern- und Jahresabschlüsse
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Caspara Capital GmbHMünchenJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2018 bis zum 31.12.2018BILANZ zum 31. Dezember 2018Caspara Capital GmbH, MünchenAKTIVA
Caspara Capital GmbH GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG vom 01.01.2018 bis 31.12.2018Caspara Capital GmbH, München
ANHANG für das Geschäftsjahr 2018der Caspara Capital GmbH, MünchenI. Allgemeine Angaben zum JahresabschlussDer vorliegende Jahresabschluss wurde auf der Grundlage der Vorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB) und des Gesetz betreffend die Gesellschaften mit beschränkter Haftung (GmbH) unter Beachtung der für Kreditinstitute und Finanzdienstleistungsinstitute geltenden zusätzlichen Vorschriften (§§ 340 ff HGB) erstellt. Daneben wird die Verordnung über Rechnungslegung der Kreditinstitute und Finanzdienstleistungsinstitute (RechKredV) berücksichtigt. Gemäß § 340a Abs. 1 HGB i.V.m § 340 Abs. 4 HGB hat die Caspara Capital GmbH als "Kleinstkapitalgesellschaft" nach § 267a HGB bei der Aufstellung des Jahresabschlusses die für große Kapitalgesellschaft geltenden Vorschriften anzuwenden. Die Darstellung und Reihenfolge der Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung erfolgt nach den gesetzlichen Vorschriften. Im Berichtsjahr wurde der Ausweis der stillen Beteiligung als nachrangige Verbindlichkeit korrigiert. Im Vorjahresabschluss erfolgte der Ausweis im Eigenkapital. Die Änderung des Ausweises war erforderlich, da mangels Mitsprachereche der stillen Gesellschafter die Voraussetzungen für Eigenkapital nicht gegeben sind. Auf die Anpassung des Vorjahresausweises wurde verzichtet. Die Abschlusswährung lautet auf Euro. Die Gesellschaft wird beim Amtsgericht München unter der Registernummer HRB 21092 geführt und hat ihren Sitz in der Taxisstraße 14 in 80637 München. II. Erläuterungen zu den Bilanzierungs- und BewertungsmethodenForderungen an Kreditinstitute werden zum Nennwert angesetzt. Forderungen an Kunden resultieren aus erbrachten Dienstleistungen und werden zum Nennwert angesetzt. Beteiligungen werden zu Anschaffungskosten angesetzt. Im Falle einer voraussichtlich dauerhaften Wertminderung wird eine Abschreibung auf Beteiligungen vorgenommen. Immaterielle Anlagewerte und Sachanlagen werden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und soweit abnutzbar, vermindert um planmäßige nutzungsbedingte Abschreibungen. Hierbei wird eine betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer bei den Abschreibungen zu Grunde gelegt. Die Abschreibung erfolgt unter Anwendung der linearen Methode. Geringwertige Wirtschaftsgüter des Anlagevermögens mit Nettoanschaffungskosten zwischen EUR 250,00 und EUR 800,00 werden im Jahr der Anschaffung sofort aufwandswirksam abgeschrieben. Die sonstigen Vermögensgegenstände sind mit dem Nominalwert bewertet. Auszahlungen, die wirtschaftlich das Folgejahr betreffen, werden als Rechnungsabgrenzungsposten abgegrenzt. Verbindlichkeiten gegenüber Lieferanten sowie sonstige Verbindlichkeiten werden mit dem Erfüllungsbetrag angesetzt. Die Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten. Sie werden in Höhe des Erfüllungsbetrages angesetzt, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist. Nachrangige Verbindlichkeiten werden mit dem Nominalwert oder einem niedrigeren Rückzahlungsbetrag. Das gezeichnete Kapital entspricht dem Eintrag im Handelsregister und der Satzung. Unter der Position Kapitalrücklage sind Zuzahlungen der Gesellschafter in das Kapital der Gesellschaft ausgewiesen. Eine Aktivierung einer Steuerlatenz auf den Verlustvortrag wird in Anwendung von § 274 Abs. 1 S. 2 HGB nicht vorgenommen. Erträge bzw. Aufwendungen werden mit Erbringung bzw. Inanspruchnahme der Leistung oder zum Zeitpunkt ihrer Realisierung bzw. Verursachung als Ertrag bzw. Aufwand erfasst. Erforderlichenfalls werden Zahlungen abgegrenzt, um sie periodengerecht als Ertrag bzw. Aufwand zu erfassen. III. Angaben zum JahresabschlussDie Forderungen an Kreditinstitute mit 681 TEUR (Vj. 862 TEUR) sind täglich fällig. Forderungen an Kunden (TEUR, Vj. 8 TEUR) haben eine Fristigkeit von unter drei Monaten. Die Entwicklung der Anlagen ist aus dem nachfolgenden Anlagespiegel ersichtlich. Die Gesellschaft ist zu 100% an der Caspara KVG GmbH beteiligt. Bei der Caspara KVG GmbH handelt es sich um eine AIF-Verwaltungsgesellschaft in Form einer AIF-Kapitalverwaltungsgesellschaft nach Maßgabe des § 1 Abs. 14 Satz 2 Alt. 1 des Kapitalanlagengesetzbuches KAGB zur externen Verwaltung von Alternativen Investmentfonds (AIF) nach Maßgabe der §§ 1 Abs. 3,13 KAGB.
Sonstige Vermögensgegenstände (Kautionen) sind mit 4 TEUR (Vj. 4 TEUR) zwischen ein und fünf Jahre fällig; im Übrigen haben sie eine Frist von unter drei Monaten. Die Sonstigen Verbindlichkeiten in Höhe von 14 TEUR (Vj. 11 TEUR) haben eine Restlaufzeit von unter drei Monaten. Die sonstigen Rückstellungen mit 131 TEUR (VJ. 108 TEUR) betreffen im Wesentlichen Urlaubsrückstellungen, Jahresabschluss- und Prüfungskosten. Unter den nachrangigen Verbindlichkeiten sind Stille Beteiligungen ausgewiesen. Die Stillen Gesellschafter sind am Verlust der Caspara Capital GmbH durch eine anteilige Herabsetzung des Buchwertes der Stillen Einlage beteiligt. Der Anteil der Verlustübernahme bestimmt sich nach dem Verhältnis des Buchwerts der Stillen Einlage am Ende der betreffenden Gewinnperiode zur Summe der Buchwerte aller am Verlust teilnehmenden aufsichtsrechtlichen Instrumente des Harten Kernkapitals. Die stille Beteiligung in Höhe von 329 TEUR (Vj. 347 TEUR) hat eine Laufzeit von über 5 Jahren. Im Berichtsjahr wurde der Ausweis der stillen Beteiligung als nachrangige Verbindlichkeit korrigiert. Im Vorjahresabschluss erfolgte der Ausweis im Eigenkapital. Die Änderung des Ausweises war erforderlich, da mangels Mitsprachereche der stillen Gesellschafter die Voraussetzungen für Eigenkapital nicht gegeben sind. Auf die Anpassung des Vorjahresausweises wurde verzichtet. III. Angaben zur Gewinn- und VerlustrechnungDie Zinserträge aus dem Vorjahr resultieren aus Steuererstattungen. Provisionserträge werden aus der Tätigkeit als Vermögensverwalter erzielt. Die Stillen Gesellschafter (siehe dazu nachrangige Verbindlichkeiten) übernehmen gemäß der Vereinbarung einen Verlust in Höhe von 219 TEUR (Vj. 153 TEUR), der in der Gewinn- und Verlustrechnung unter Erträgen aus Verlustübernahme aus stiller Beteiligung gezeigt wird. IV. Sonstige AngabenEs bestehen keine Haftungsverhältnisse. Sonstige finanzielle Verpflichtungen aus Miet- und Lizenzverträgen bestehen mit 14 TEUR (Vj. 17 TEUR) mit einer Fälligkeit binnen eines Jahres und mit 5 TEUR (Vj. 7 TEUR) mit einer Fälligkeit zwischen ein und fünf Jahren. Im vorliegenden Jahresabschluss sind Aufwendungen für den Abschlussprüfer mit 12 TEUR für die Jahresabschluss- und KWG-Prüfung 2018 enthalten. Im Berichtsjahr hatte die Gesellschaft durchschnittlich einen Angestellten. Geschäftsführer im Berichtsjahr war Herr Dr. Reza Darius Montassér, Vermögensverwalter, München. Auf Angaben zu den Bezügen wird gemäß § 286 Abs. 4 HGB verzichtet. Die Gesellschaft hat kein Aufsichtsorgan. V. NachtragsberichtWesentliche Vorgänge nach Ende des Geschäftsjahres ergaben sich nicht. VI. GewinnverwendungsvorschlagDer Geschäftsführer schlägt vor, den Jahresfehlbetrag mit dem Verlustvortrag zu verrechnen und auf neue Rechnung vorzutragen.
München, den 15. Juli 2019 Caspara Capital GmbH Dr. Reza Darius Montassér, Geschäftsführer Lagebericht 2018CASPARA CAPITAL GMBHDie Caspara Capital GmbH ist eine im Jahre 2014 gegründete unabhängige Vermögensverwaltungsgesellschaft mit der KWG § 32-Erlaubnis der deutschen Finanzmarktaufsicht. Die Gesellschaft hat sich auf risikoadjustierte Bi-Direktionale-Hedge- und Overlay-Strategien unter Verwendung einer proprietären Handels- und Analysesoftware (mit einem über 25jährigem professionellem Track-Record) spezialisiert. Angeboten werden diese hochspezialisierten Finanzinstrumente bislang ausschließlich einem professionellen Anleger (Caspara KVG GmbH) in Form von Trading-Tipps für dessen alternativen Investmentfonds (AIF) Caspara I. Somit obliegt die Verwaltung des Fonds Caspara I der, aufsichtsrechtlich registrierten Caspara Kapitalverwaltungsgesellschaft (Caspara KVG GmbH, 100 Prozent-Tochtergesellschaft der Caspara Capital GmbH). 1. Gesamtwirtschaftliche Lage Deutschlands1.1 Allgemeines konjunkturelles Umfeld Auch im neunten Jahr des ununterbrochenen wirtschaftlichen Aufschwungs nach dem Ende der großen Finanzkrise im Jahr 2009 konnte die deutsche Wirtschaft 2018 noch ein beachtliches Wachstum von 1,5 Prozent hinlegen. Beachtlich ist dieses Wachstum deswegen, weil es zum einen noch über dem langjährigen durchschnittlichen potenziellen Trend-Wachstum von 1,2 Prozent liegt. Zum anderen war das Jahr 2018 aus der geopolitischen und ökonomischen Sicht ein sehr schwieriges. Zu nennen ist hier vor allem der von den USA angezettelte Handelskrieg mit China und der EU und der damit einhergehenden Belastung der Wirtschaft mit hohen Zöllen und Steuern der Amerikaner, sowie den damit verbundenen Gegenzöllen und Gegensteuern. Zudem wurde die für die heimische Wirtschaft bedeutende deutsche Automobilindustrie (rund 25 Prozent des gewerblichen Umsatzes in Deutschland und rund 7,7 Prozent der gesamten deutschen Wirtschaftsleistung) im Verlauf des Sommers 2018 infolge der Einführung des neuen verpflichtenden Emissionstestverfahrens (Worldwide harmonized Light vehicles Test Procedure: WLTP) in der Produktion sehr deutlich ausgebremst. Das hierdurch entstandene Produktionsminus konnte dieser wichtigste Wirtschaftszweig bis Ende des Jahres nicht mehr aufholen.
Caspara Capital GmbH / Dr. Reza Darius Montassér, 2019 Der oben angesprochene Handelskrieg hatte im Verlauf des Jahres China's Wirtschaft deutlich geschwächt. Neben den "technischen" Produktionsproblemen der Automobilindustrie war diese Schwächung ein weiterer Grund, weshalb eine weitere Tragsäule der deutschen Wirtschaft, namentlich der Export, einen deutlichen Dämpfer erhielt. Zwar waren die preisbereinigten Exporte von Waren und Dienstleistungen 2,6 Prozent höher als im Vorjahr, doch im Vergleich zur Wachstumsrate von 6,2 Prozent im Jahre 2017 sowie dem langfristigen jährlichen Exportwachstum von 5,5 Prozent stellt dies eine deutliche Abschwächung dar. Auf der Importseite machte sich die sehr robuste inländische Konsumnachfrage in der Form deutlich, dass die Einfuhren mit einem jährlichen Anstieg von 3,4 Prozent (das langfristige Mittel liegt hier bei 4,9 Prozent) deutlicher zunahmen, so dass der Außenhandel hierdurch einen negativen Wachstumsbeitrag von -0,4 Prozent (Vorjahr: 0,2 Prozent) lieferte (vgl. Tab. 1). 1.2 Arbeitsmarkt Der deutsche Arbeitsmarkt profitierte auch 2018 von der grundsätzlich sehr robusten Konjunkturentwicklung. So stieg die Anzahl der Erwerbstätigen im Verlauf des Jahres im Schnitt um 1,3 Prozent an (nach einem Plus von durchschnittlich 1,5 Prozent im Vorjahr). Mittlerweile befindet sich der deutsche Arbeitsmarkt nicht nur im dreizehnten Jahr des Booms, auch die Zahl der Erwerbstätigen erreichte 2018 den höchsten Stand seit der Wiedervereinigung. Spiegelbildlich sank die Arbeitslosenquote nach 5,7 Prozent in 2017 weiter auf 5,2 Prozent. 1.3 Konsumnachfrage Die positive Lage am Arbeitsmarkt konnte jedoch nur bedingt dynamische Wachstumsimpulse in Form des privaten Konsums für die deutsche Wirtschaft auslösen. Zwar lieferten die privaten Konsumausgaben und die Ausgaben des Staates einen Wachstumsbeitrag von jeweils 0,5 Prozent bzw. 0,2 Prozent zum Vorjahr, da aber deren Wachstumsdynamik im Vergleich zu 2017 deutlich abnahm, bremste der Konsum das Wachstum des deutschen BIP in der relativen Beitragszurechnung um insgesamt 0,6 Prozent im Vergleich zum Vorjahr (vgl. Tab. 1). 1.4 Außenbeitrag Im Gegensatz zur grundsätzlich gestiegenen Konsumnachfrage, war der Außenbeitrag per Saldo negativ. So stiegen zwar Exporte (+2,4 Prozent) und Importe (+3,4 Prozent) im Vergleich zum Vorjahr deutlich an, da aber die inländische Nachfrage sich deutlich dynamischer entwickelte als der Verkauf von Waren und Dienstleistungen ins Ausland (hier spürte die deutsche Wirtschaft dank den von den USA ausgelösten Handelskrieg mit China vor allem ab dem zweiten Halbjahr 2018 die nachlassende Weltkonjunktur), lieferte der Außenbeitrag ebenfalls einen negativen Wachstumsimpuls (-0,4 Prozent; vgl. Tab. 1). 1.5 Investitionen Ein positiver Wachstumsbeitrag kam 2018 im dritten Jahr in Folge von den Bruttoanlageinvestitionen. So trugen diese Investitionen stolze 1,1 Prozent zum deutschen BIP-Wachstum von 1,4 Prozent bei. Für die deutsche Wirtschaft ist dies ein durchaus positives Zeichen, wird hierdurch doch signalisiert, dass die Unternehmen grundsätzlich vertrauensvoll in die Zukunft blicken. Insgesamt lässt sich feststellen, dass die deutsche Wirtschaft nach wie vor auf sehr solidem Fundament steht. Dies zeigen nicht nur die gesamtwirtschaftlichen Daten und Indikatoren. Auch die Tatsache, dass der deutsche Staat relativ zur Wirtschaftsleistung vernünftig haushält, führt zum einen dazu, dass einerseits zyklische konjunkturelle Abschwünge relativ sanft verlaufen sollten. Zum anderen hätte der Staat genügend finanziellen Spielraum um bei drohenden deutlicheren wirtschaftlichen Einbrüchen (z.B. bei einem harten Brexit oder bei einer Ausweitung des US-Handelskrieges mit China oder der EU) fiskalisch effizient gegenzusteuern. Sollten sich die latenten Krisenherde Brexit und US-Handelskrieg im Frühjahr/Frühsommer 2019 zum positiven auflösen, ist davon auszugehen, dass die deutsche Wirtschaft ab dem 3. Quartal 2019 wieder in eine Wachstumsphase umschwenken und damit die ab Mitte 2018 zu verspürende Konjunkturelle hinter sich lassen wird. 2. Entwicklung der Zinslandschaft Deutschlands2.1 Einflussfaktoren auf die Zinsentwicklung Die Zinsentwicklung in Deutschland stand im vergangenen Jahre sowohl im Zeichen der monetären Politik der weltweiten Zentralbanken, als auch unter dem Einfluss der politischen Geschehnisse in Europa und den USA. Zu Beginn des Jahres waren die Zinsen in Deutschland Hand in Hand mit der globalen Zinsentwicklung heftig angestiegen. So kletterte die zehnjährige deutsche Bundesanleihe bis Mitte Februar 2018 auf 0,757 Prozent an. Zum Jahresultimo 2017 lag die zehnjährige Bundesanleihe noch deutlich tiefer bei 0,440 Prozent. Ähnlich deutliche Anstiege verzeichneten zu Jahresbeginn auch die kürzeren und mittleren Laufzeitenbereiche, so dass es zu Beginn des Jahres 2018 insgesamt zu einer Parallelverschiebung der Zinsstrukturkurve kam.
Auslöser dieses breiten Zinsanstiegs waren Aussagen der US-Notenbank und vor allem der Europäischen Zentralbank (EZB), welche darauf schließen ließen, dass die Zeit der ultralockeren Geldpolitik sich nun dem Ende neigen würde. Letztere hatte nicht nur das Ende des Anleihekaufprogramms (APP) zum Ende des Jahres 2018 in Aussicht gestellt, auch wurde im Herbst 2017 erstmals verkündet, dass über eine Anhebung der Leitzinsen nachgedacht würde. Auslöser dieser optimistischen Zentralbank-Guidance war die sehr gute Wirtschaftsentwicklung im Verlauf des Jahres 2017, welche sich bis Jahresende nochmal verfestigt hatte. Doch im Verlauf des vergangenen Jahres trübte sich die wirtschaftliche Lage zunehmend ein. Die Gründe hierfür sind zwar vielschichtig, aber durchgehend exogener Natur. Will heißen, dass die im Jahresverlauf 2018 vollzogene Konjunkturabkühlung hauptsächlich den, durch politischen und wirtschaftlichen Akteuren verursachten und herbeigeführten, ökonomischen Unsicherheiten geschuldet ist. Zu nennen ist hier vor allem Schädigung der globalen Wirtschaft durch Zollauflagen der USA gegen China im Rahmen des US-Handelskrieges. Diese hatten Anfang des Jahres zu chinesischen Gegenzöllen geführt, was aufgrund der globalen wirtschaftlichen Verflechtungen zu einer spürbaren Abbremsung des internationalen Handels geführt hatte. Abb.1 zeigt anhand des von uns errechneten weltweiten Konjunkturfrühindikators, wie deutlich und abrupt die Weltwirtschaft im Winter 2017/2018 durch den US-Protektionismus abgebremst wurde. Zum Frühsommer sorgte zudem in Europa die neu gewählte populistische italienische Regierung für starke Unruhe an den Finanzmärkten, nachdem diese angekündigt hatten ihre generösen Wahlgeschenke (z.B. Basiseinkommen für alle, erhebliche Einkommenssteuerreduzierung etc.) durch eine deutliche Erhöhung der italienischen Staatsverschuldung - welche mit 132 Prozent des BIP ohnehin eine der höchsten im Euroraum ist - zu finanzieren. Die Antwort der Finanzmärkte kam prompt: Investoren flüchteten panikartig aus italienischen Staatsanleihen, weshalb sich die Renditen dieser Papiere innerhalb weniger Wochen im Schnitt mehr als verdoppelten. In der Folge dieser wirtschaftlichen Unruhen schlitterte Italien zum Ende des Berichtsjahres in die Rezession. Der dritte entscheidende wirtschaftliche Bremsfaktor war der Brexit. Denn im Verlauf des Herbst/Winter 2018/2019 kristallisierte sich immer deutlicher heraus, dass Großbritannien keinen wirklichen Plan und auch keine Einigkeit für das Verlassen der Europäischen Union (EU) am 29. März 2019 hat. So wurden fast alle Vorschläge und Vertragsentwürfe, welche die Premierministerin Theresa May mit der EU vereinbart hatte, vom britischen Unterhaus abgelehnt. Je mehr sich die Engländer durch diese Unentschlossenheit und dem offensichtlichen Chaos in eine Sackgasse manövrierten, desto mehr wurde an den Märkten, ob des immer bedrohlicher näher rückenden Brexit-Termins, ein ungeordnetes Verlassen der EU (No-Deal-Brexit) mit all seinen verheerenden Folgen für Wirtschaft und Gesellschaft in Großbritannien und der EU eingepreist. 2.2 Entwicklung der Zinsen und der Zinsstrukturkurve
Insgesamt verlief das Jahr durch die oben dargelegten nach und nach aufkeimenden Wirtschaftskrisen somit ganz anders als zu Jahresbeginn von den Notenbanken und den Marktteilnehmern angenommen. Daher bleib es auch nicht bei dem eingangs beschriebenen Zinsanstieg. Im Gegenteil: Bereits ab Ende Februar 2018 wechselten die Renditen der Bundeswertpapiere wieder in einen Abwärtstrend, welcher im Großen und Ganzen bis Ende 2018 anhielt und die Zinsen nahe an die 2016er-Tiefs fallen ließ (vgl. Abb.1). Der überproportionale Zinsrückgang von 0,757 Prozent bis auf 0,229 Prozent ist auch der Tatsache geschuldet, dass Deutschland weiterhin als europäischer Schuldner mit der besten Bonität gewertet wird und damit von den Anlegern vor allem in Krisenzeiten als sicherer Hafen gesucht wird. Mit dem Fall der Zinsen wich auch die konjunkturelle Zuversicht, welche Anfang des Jahres noch vorgeherrscht hatte, der Sorge, dass all die schwelenden politischen und wirtschaftlichen Krisen (Handelskrieg, Brexit und die populistisch-politische Lage der EU) die ansonsten sehr robuste deutsche Konjunktur nachhaltig schaden könnten. Beachtenswert dabei ist allerdings, dass der Rückgang der Zinsen sich auf den mittleren bis langen Laufzeitenbereich beschränkte. Die kurzen Laufzeitenbereiche erfuhren hingegen einen leichten Zinsanstieg (vgl. Abb. 2). Wir interpretieren diese Abweichung mit der Erwartung der Marktteilnehmer, dass die Europäische Zentralbank (EZB) den seit 2014 negativen Zinssatz für Einlagen bei den Notenbanken (Deposit facility) aufgrund der stark gesunkenen wirtschaftlichen Fragmentierung des Euroraumes und der wieder funktionierenden Kreditvergabe der europäischen Geschäftsbanken sehr bald anheben wird. 2.3 Ausblick auf die Zinsentwicklung
Für das laufende Jahr erwarten wir gemäß unserer ökonometrischen Analysen in der Tendenz einen Anstieg der gesamten Zinsstrukturkurve. Dies führen wir trotz der aktuell vorhandenen ökonomischen und politischen Unsicherheiten hauptsächlich auf zwei Faktoren zurück: 1) Wir gehen davon aus, dass die politisch induzierten Belastungen für die Weltwirtschaft (vor allem der US-Handelskrieg und Brexit) insoweit gelöst werden, dass keine weiteren negativen Auswirkungen hieraus entstehen werden und dass 2) die bereits begonnene Stimulierung der Weltwirtschaft durch die Notenbanken (Zurückhaltung der US Federal Reserve und der Europäischen Zentralbank bei der Straffung der Geldpolitik) und Regierungen (z.B. Kreditlockerung und Investitionsprogramm in China) - bei Ausbleiben neuer Krisenherde - die globale Wirtschaft wieder auf ihren Wachstumspfad zurück bringen wird. Auf Basis unserer ökonomischen Analysen ist davon auszugehen, dass sich die jährliche Inflationsrate in Deutschland im Jahresdurchschnitt um die 1,4-Prozent-Marke bewegt (oberes Quartil unseres Erwartungsspektrums; vgl. Abb. 3). Unter Einbeziehung der nach wie vor sehr lockeren und akkommodierenden Zentralbankpolitik erwarten wir, ceteris paribus, entsprechend einen mittleren Durchschnittszins der zehnjährigen Bundesanleihen im laufenden Jahr von 0,45 Prozent. Sollten sich aber - entgegen unseren Erwartungen - die aktuellen politischen und ökonomischen Konflikte nicht lösen und somit die aktuelle Wirtschaftsabschwächung rezessive Züge erlangen, würde sich unsere mittlere Erwartung für den zehnjährigen Zins auf 0,10 Prozent für 2019 reduzieren. 3. Entwicklung des Geschäftsumfeldes für die Caspara Capital GmbH3.1 Kerngeschäft des Instituts Die Caspara Capital GmbH hat sich im Kerngeschäft auf den Anleihebereich und somit auf das Bondmanagement spezialisiert (aktuell wird ausschließlich der AIF Caspara I von der Tochtergesellschaft Caspara Kapitalverwaltungsgesellschaft mbH beraten, die wiederrum ihre Trading-Tipps vom Institut erhält). Daher spielt für die wirtschaftliche Entwicklung des Instituts das Zinsumfeld in USA, Europa und insbesondere in Deutschland eine besondere Rolle. 3.2 Einflussfaktoren auf das Kerngeschäft Auch das Jahr 2018 blieb für das Institut herausfordernd. Zum einen wirkte sich das manipulative Eingreifen der EZB weiterhin signifikant auf die Entwicklung der deutschen Zinsstrukturkurve aus. Dabei führten das nahe Ende der quantitativen Lockerung zum 31.12.2018 und die von der Notenbank in den Raum gestellte Zinserhöhung für den Spätsommer 2019 zu einer Abflachung der Zinskurve. Zum anderen führten die ökonomischen und politischen Krisen (US-Handelskrieg mit dem Rest der Welt, Wahl der populistischen Regierung in Rom und die Ungewissheit in Zusammenhang mit dem Austritt Großbritanniens aus der EU) zu einer großen Nachfrage internationaler Anleger nach dem sicheren Hafen der deutschen Bundeswertpapiere. Dies führte dazu, dass trotz des sehr robusten wirtschaftlichen Umfelds und steigender Inflation die Zinsen deutscher Staatspapiere bis zum Jahresende sanken. Ausgenommen davon waren die kurzen Laufzeiten, welche in Erwartung der Beendigung der ultralockeren EZB-Geldpolitik und damit der negativen Einlagezinsen leicht anstiegen (vgl. Abb.2). 3.3 Entwicklung des AIF Caspara I Die Performanceentwicklung des Fonds Caspara I ist für den wirtschaftlichen Erfolg des Instituts von substantieller Bedeutung. Da diese Entwicklung maßgeblich von den Trading-Tipps des Instituts in Verbindung mit dessen proprietäre Portfoliomanagementsoftware abhängt, wird an dieser Stelle kurz die Performance des Fonds im Vergleich zur Peer Group dargestellt. Trotz des massiven Einflusses dieser kaum kalkulierbaren externen Faktoren konnte der AIF Caspara I vor Einbeziehung von Managementkosten eine Rendite von 1,92 Prozent erreichen. Seit Auflage des Fonds am 30.09.2016 summiert sich die Überrendite des Fonds gegenüber der Benchmark (10jährige deutsche Bundesanleihen) auf 6,15 Prozent. Mit dieser hohen Rendite gehört die Caspara I zu den Top 10 Prozent-Fonds seiner Kategorie.
Der AIF Caspara I wird seit September 2016 auf Basis eines - durch ein neuronales Netz (KI) gesteuertes - proprietären Handels-, Analyse- und Portfoliomanagementsystems, welches seit 1991 in unterschiedlichen Banken erfolgreich im Einsatz war, verwaltet. Vor dem Hintergrund, dass es systematische Anlagestrategien durch häufig wiederkehrende unsystematische Schocks (wie sie 2018 sehr häufig vorkamen) sehr schwer haben positive Renditen zu erwirtschaften, ist die 2018er Caspara I-Bruttorendite von 1,92 Prozent bei einem 99%-VaR von 2,9 Prozent ein deutlicher Beweis für die nachhaltige und robuste Anlagestrategie des Instituts (vgl. Abb. 4). 4. Positionierung der Caspara Capital GmbH im wirtschaftlichen UmfeldDas Institut findet seine Nische am Vermögensverwaltungsmarkt als Spezialist für intelligente Strategien im Anleihebereich. Der Fokus liegt dabei auf risikoadjustierte Strategien auf Basis der proprietären Software (Künstliche Intelligenz, welche seit 1991 vom Geschäftsführer entwickelt und bei diversen Banken bereits erfolgreich im Einsatz war). Seit 2016 wird diese Software in einer Testphase als Tippgeber für die Caspara KVG GmbH (Tochtergesellschaft, die einen AIF - Caspara I - verwaltet) verwendet. Das Institut erhält monatlich auf Basis des bei der Caspara KVG betreuten Caspara I-Volumens seine Tippgeber-Gebühren. Der oben erwähnte AIF Caspara I wurde im Herbst 2016 aufgelegt. Das Ziel dieses Fonds ist, mit automatisierten proprietären Handelsstrategien unter Verwendung Künstlicher Intelligenz Ineffizienzen entlang der deutschen Zinsstrukturkurve zu nutzen und unter Einsatz von bidirektionalen-Strategien durch die Verwendung von Derivaten nachhaltig positive Renditen zu erwirtschaften. 4.1 Geschäftsverlauf Die Hauptertragsquelle des Instituts speiste sich im Berichtsjahr aus den Tippgeber-Erträgen an die Caspara KVG GmbH für den alternativen Investmentfonds Caspara I.
Im vergangenen Jahr kam es zu den vom Institut erwarteten Abflüssen aus dem Fonds, bedingt durch externe Faktoren und einer strategischen Umstellung ab Juni 2018 im Fonds. Erwartungsgemäß konnten für den Fonds keine neuen Mandate gewonnen werden, so dass das Fondsvolumen ausgehend von der Volumenspitze im Juni 2017 bei über 7,1 Millionen Euro zum Jahresende 2018 bis auf 3,2 Millionen Euro weiter sank (vgl. Abb. 5). Da der Fonds in seiner Konzeption eher für institutionelle Investoren (Versicherungen, Pensionsfonds und Stiftungen) ausgelegt ist, für dieses Klientel aber spezielle Voraussetzungen (z.B. Track-Record von mindestens drei Jahren, Due Dilligence des Asset Managers etc.) für den Fondserwerb zu erfüllen sind, rechnen wir erst ab dem Frühjahr 2020 mit ersten institutionellen Zeichnungen von Caspara I. Ab diesem Zeitpunkt wird der Fonds die Marktreife für den institutionellen Vertrieb erreicht haben. Da die Entwicklung des Fondsvolumens unseren Prognosen und Erwartungen entsprach, verlief das Geschäftsjahr im Rahmen unserer Einschätzungen. Aufgrund der Reduzierung des Fondsvolumens verringerte sich das Provisionsergebnis wie erwartet um 30 Prozent. Damit liegt die Kostendeckungsquote weiterhin im Bereich 20 Prozent. 4.2 Eigenmittel Aufgrund der Ergebnisse der internen Risiko-, Controlling- und Geschäftsprognoseprozesse, wurden dem Institut im Frühsommer 2018 - durch die Gesellschafter - vorsorglich und vorausschauend Stille Gesellschaften von insgesamt € 200.000,00 als aufsichtsrechtlich anerkanntes hartes Kernkapital zur Verfügung gestellt. 4.3 Darstellung der Ertrags-, Vermögens- und Finanzlage a) Ertragslage Im Jahr 2018 wurden in der Caspara Capital GmbH im zweiten Jahr, seit Betreuung der Caspara KVG im Winter 2016, über das Gesamtjahr Provisionserträge generiert. Diese lagen bei € 69.562,13 nach € 102.989,73 im Jahr 2017, da sich das bei der KVG verwaltete Volumen, welche die Bemessungsgrundlage der Erträge ist, aufgrund der geänderten strategischen Ausrichtung spürbar reduziert hat. Die allgemeinen Verwaltungsaufwendungen setzen sich im Wesentlichen aus Personalaufwand in Höhe von € 343.105,85 (Vorjahr € 343.719,35) und anderen Verwaltungsaufwendungen in Höhe von € 132.012,84 (Vorjahr € 119.368,20) zusammen. Eine Risikovorsorge musste nicht gebildet werden. Das Geschäftsjahr 2018 wird mit einem Jahresfehlbetrag in Höhe von € 199.842,04 (Vorjahr € 219.738,39) abgeschlossen. Somit wurde der Vorjahresfehlbetrag um 9 Prozent reduziert. Für das Geschäftsjahr 2018 wird der Geschäftsführer den Gesellschaftern vorschlagen, den Jahresfehlbetrag in Höhe von € 199.842,04 auf neue Rechnung vorzutragen. b) Vermögens- und Finanzlage Die Bilanzsumme der Caspara Capital GmbH zum 31.12.2018 beträgt € 773.781,19 (Vorjahr € 967.164,84). Die Forderungen an Kreditinstitute (Kontokorrent/ täglich fällig) betragen € 680.694,69 (Vorjahr € 862.167,50) und haben damit einen Anteil von 87,97 % (Vorjahr 89,14 %) an der Bilanzsumme. Die haftenden Eigenmittel der Caspara betragen zum 31.12.2018 unter Berücksichtigung des Bilanzverlustes in Höhe von € 199.842,04 (Vorjahr € 219.738,39) € 629.230,61 (Vorjahr € 847.728,55). Das Stammkapital beträgt € 50.000,00. Es ist eine Kapitalrücklage in Höhe von € 1.750.000,00 als Kernkapital vorhanden. Zusätzlich sind Stille Gesellschaften in einer nominellen Höhe von € 700.000,00 - ebenfalls als Kernkapital - vorhanden. Der Anteil der haftenden Eigenmittel an der Bilanzsumme beträgt 81,32 % (Vorjahr: 87,65 %). Die Liquiditätslage der Gesellschaft war im Geschäftsjahr immer positiv. Die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wird von der Geschäftsführung als positiv bewertet. 4.4 Risikobericht Die Gesellschaft selbst geht kein Risiko für eigene Rechnung ein. Das operative Geschäft des Instituts beschränkt sich zurzeit auf das zur Verfügung stellen von Trading-Tipps an einen professionellen Kunden. Hieraus lassen sich keine direkten Risiken für die Gesellschaft ableiten. Indirekt bestehen natürlich wirtschaftliche Risiken und auch Reputationsrisiken für das Institut, wenn die Trading-Tipps nicht die gewünschten Erträge beim Kunden generieren. Die Gesellschaft verfügt über ein, nach Art, Umfang, Komplexität und Risikogehalt des betriebenen - derzeit noch geringfügigen - Geschäftes, angemessenes und wirksames Risikomanagement. Die Risikostrategie ist aus der Geschäftsstrategie ordnungsgemäß von der Geschäftsleitung abgeleitet worden; sie bildet die Basis für das umfassende Risikomanagementsystem der Gesellschaft. Dies ist ausführlich im Organisationshandbuch der Gesellschaft erläutert. Die Verantwortung für das Risikomanagement liegt bei der Geschäftsleitung. In Übereinstimmung mit gesetzlichen Bestimmungen und branchenüblichen Standards sowie unter Berücksichtigung der Größe der Gesellschaft und des Umfangs der Geschäftstätigkeit sind im Rahmen des Risikomanagementprozesses alle Maßnahmen implementiert worden, mit deren Hilfe die Risikoerkennung, die Risikoanalyse und die Risikokommunikation sichergestellt worden ist. Der implementierte effiziente Risikomanagementprozess umfasst die Schritte Identifizierung, Bewertung, Messung, Steuerung und Überwachung der Risiken der Gesellschaft und dient der jederzeitigen und nachhaltigen Sicherstellung der Risikotragfähigkeit der Gesellschaft sowie der gezielten Reduzierung einzelner Risiken bzw. von Risiko-Konzentrationen. Die Gesellschaft hat die nachfolgenden Risiken aufgrund Ihrer derzeitigen Geschäftsaktivität und Positionierung im Markt als wesentliche Risiken identifiziert:
Die operationellen Risiken aus dem Geschäftsmodell sieht die Geschäftsleitung darin, nicht mehr marktfähig zu sein und/oder die wesentlichen Entwicklungen und Trends nicht rechtzeitig zu erkennen oder falsch einzuschätzen. Die Gesellschaft steuert dem durch fortwährende Marktbeobachtung und entsprechendem Ergreifen der notwendigen Maßnahmen entgegen. Das Liquiditätsrisiko im klassischen Sinne ist von untergeordneter Bedeutung, da die Gesellschaft nicht im Bereich des Einlagengeschäftes tätig ist. Die Steuerung des Risikos aus sonstigen Verpflichtungen, welche Rückwirkungen auf die Liquiditätslage des Instituts haben könnten, wird beim Ertragsrisiko im Folgenden mit beschrieben. Das Ertragsrisiko der Gesellschaft besteht darin, dass Kunden die Beauftragung der Gesellschaft widerrufen und die Ertragsausfälle nicht angemessen kompensiert werden können. Um diesem Risiko möglichst präventiv entgegenzuwirken wird das Institut einerseits durch ein striktes Kostencontrolling geführt, andererseits muss die Gesellschaft aufgrund aufsichtsrechtlicher Vorgaben zur Eigenmittelunterlegung die Kosten laufend erfassen. Das interne Controlling führt regelmäßig eine monatliche Analyse der Kosten- & Ertragslage durch und leitet auf Basis der hieraus resultierenden Ergebnisse bei Bedarf zusätzliche Maßnahmen zur Aufrechterhaltung der aufsichtsrechtlich vorgeschriebenen Eigenmittelrelationen im Projektionszeitraum von zwölf Monaten ein. Das Reputationsrisiko sieht die Gesellschaft als eines der größten Risiken für den Geschäftserfolg der Gesellschaft. Hierunter versteht sie die Möglichkeit, dass in der öffentlichen Wahrnehmung oder in der Kundenwahrnehmung die Kompetenz oder die Integrität der Gesellschaft durch Fehlverhalten maßgeblich und anhaltend gestört wird. Grundvoraussetzung im Bereich Vermögensverwaltung und Anlageberatung ist das Vertrauen der Kunden. Dieses kann durch zweifelhaftes Geschäftsgebaren stark beeinträchtigt werden. Die Gesellschaft hat sich hohe ethische und professionelle Maßstäbe gesetzt um dieses Risiko im vollen Umfang auszuschließen. Über Personalrisiken verfügt die Gesellschaft insoweit, dass der Geschäftsführer, welcher nicht nur das operative Geschäft leitet, sondern auch das Asset Management durchführt (für die Trading-Tipps an die Caspara KVG), aus gesundheitlichen Gründen längere Zeit nicht geschäftsfähig wäre. Für diesen Fall wurden mit der Ernennung eines Gesellschafters (Peter von Mutius) für die dann durchzuführenden Maßnahmen entsprechende Vorkehrungen getroffen. Um Rechtsrisiken soweit wie nur möglich auszuschließen, arbeitet die Gesellschaft in allen Punkten operativer Tätigkeiten, welche von rechtlichem Belang sind, eng mit ihrer Partner-Anwaltskanzlei zusammen. Durch das Geschäftsmodell sind folgende Risiken nur begrenzt bzw. gar nicht zutreffend:
Das Adressausfallrisiko besteht bei der Gesellschaft lediglich in der Anlage der Eigenmittel der Gesellschaft, die nur bei Einlagenkreditinstituten mit herausragender Bonität getätigt wird. Da die Gesellschaft weder im Eigenhandel tätig ist noch Eigengeschäfte erbringt, hat sie keine direkten Marktpreisrisiken. Das Risikotragfähigkeitskonzept der Caspara hat im abgelaufenen Jahr dafür gesorgt, dass die zur Verfügung stehende Risikodeckungsmasse stets ausreichend war. Die Gesellschaft verfügt stets über ausreichend Liquidität. 4.5 Compliance Die Gesellschaft hat ausführlich im Organisationshandbuch die Organisation und Struktur des Compliance-Management-Systems und dessen Einbettung in die Gesamtorganisation beschrieben. Aufgrund der derzeit noch sehr geringen Geschäftstätigkeit werden die Funktion und die Tätigkeit vom Einzelgeschäftsführer ausgeübt. 4.6 Geldwäsche und Terrorismusfinanzierung Die Vorkehrungen gegen Geldwäsche und Terrorismusfinanzierung sind ebenfalls ausführlich im Organisationshandbuch geregelt. Es werden risikobasierte Prozesse zur Identifizierung der Kunden und der Abwicklung des Geschäftsverkehrs angewandt. 4.7 Chancenbericht Vor dem Hintergrund der stetig schwindenden Anlagemöglichkeiten der klassischen Anlageformen aufgrund der mittlerweile kaum noch vorhandenen Renditen in den klassischen sichereren Anlagesegmenten (Investmentgrade Staatsanleihen) auf der einen Seite und der auf der anderen Seite überteuerten renditereicheren Anlagen (z.B. Aktien oder Immobilien) rückt der Fokus der Anleger zunehmend in Richtung intelligenter alternativer Investmentmöglichkeiten. Gleichzeitig ist zu beobachten, dass das Thema Robo-Advising und künstliche Intelligenz im Portfoliomanagement in den Vordergrund des Interesses drängt. In beiden Disziplinen ist das im Jahre 2014 gegründete Unternehmen Caspara Capital GmbH mit der über seinen Gesellschafter verfügten mehr als 25-jährigen Erfahrung im deutschsprachigen Raum führend und auch entsprechend anerkannt. Damit besitzt die Gesellschaft sehr gute Voraussetzungen, um am stetig steigenden Interesse der Anleger für alternative Anlageformen zu partizipieren. 4.8 Prognosebericht Die Erträge der Caspara Capital GmbH generieren sich ausschließlich über die Gebühren der Trading-Tipps an die eigene Kapitalverwaltungsgesellschaft Caspara KVG GmbH. Somit ist die Volumenentwicklung des AIF Caspara I ausschlaggebend für den Geschäftserfolg des Instituts. Für 2019 erwartet das Institut keine nennenswerten Nettozuflüsse in den AIF Caspara I. Dies liegt darin begründet, dass das die Caspara KVG für den Verlauf von 2019 (trotz der deutlichen Outperformance unseres Fonds im Vergleich zur Peergoup), aufgrund der noch nicht erreichten Marktreife für das institutionelle Geschäft, keine Möglichkeiten sieht den Fonds in diesem Kundensegment abzusetzen. Die Caspara KVG plant den institutionellen Vertrieb in 2019/2020 mit Hilfe eines externen Beraters und dessen institutionelles Netzwerk professionell und fokussiert auszurichten um im Verlauf des Jahres 2020 ein erstes nennenswertes Mandat zu erhalten. Die Caspara KVG geht davon aus, dass die Assets und Management (AuM), welche mittlerweile ausschließlich aus Seed-Money bestehen, Ende 2019 unverändert im Bereich 3,2 Millionen Euro liegen werden. Somit erwartet die Caspara Capital für das laufende Jahr ein niedrigeres Provisionsergebnis aus der Tippgebertätigkeit von etwa TEUR 60. Das Institut erwartet einen Jahresfehlbetrag (Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit) in Höhe von TEUR 382, etwas unter dem Vorjahr. Auf Basis der vorsichtigen Prognosen wird das Provisionsergebnis ab 2021 stetig ansteigen. Als Geschäftsführer der Gesellschaft versichere ich, dass der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage der Gesellschaft in diesem Lagebericht nach bestem Wissen so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird, und dass die wesentlichen Chancen und Risiken meiner Beurteilung entsprechend beschrieben sind.
München, 15. Juli 2019 Dr. Reza Darius Montassér, CMT, Geschäftsführer Bestätigungsvermerk des AbschlussprüfersAn die Caspars Capital GmbH München PrüfungsurteileIch habe den Jahresabschluss der Caspara Capital GmbH -bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2018 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2018 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus habe ich den Lagebericht der Caspara Capital GmbH vom 1. Januar bis 31. Dezember 2018 geprüft. Nach meiner Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erkläre ich, dass meine Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die PrüfungsurteileIch habe meine Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Meine Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" meines Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Ich bin in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften von dem Institut unabhängig und habe meine sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Ich bin der Auffassung, dass die von mir erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für meine Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Sonstige InformationenVerantwortung des gesetzlichen Vertreters für den Jahresabschluss und den Lagebericht Der gesetzliche Vertreter ist verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner ist der gesetzliche Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die er in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt hat, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses ist der gesetzliche Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Instituts zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren hat er die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus ist er dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem ist der gesetzliche Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner ist der gesetzliche Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die er als notwendig erachtet hat, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des LageberichtsMeine Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der meine Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung übe ich pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahre eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Ich erörtere mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die ich während meiner Prüfung feststelle.
München, den 15. Juli 2019 Birgitt Auer-Blohberger, Wirtschaftsprüferin |
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