WLI Wireless Instruments GmbHLiquidiert

Ulmenstraße 37, 60325 Frankfurt am Main, DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht München HRB 46733
Vorher
Acterna München GmbHWilltek Communications GmbH
Eingetragen
15.11.2001
Branche
Herstellung von Geräten der UnterhaltungselektronikHerstellung von Bestrahlungs- und Elektrotherapiegeräten und elektromedizinischen GerätenGroßhandel mit Geräten der Unterhaltungselektronik
Gegenstand
Entwicklung, Herstellung und Vertrieb von technischen Geräten aller Art der elektronischen Industrie, insbesondere elektronischer Geräte für Nachrichten-, Steuer und Regeltechnik sowie Datenverarbeitung und Aufnahme verwandter Geschäftsbereiche einschließlich Übernahme der Funktion einer persönlich haftenden Gesellschafterin von Personengesellschaften mit diesem Unternehmensgegenstand sowie Verwaltung fremden Vermögens.

Historie

Keine Bekanntmachungen für diesen Filter verfügbar

Management

NameRolle
Liquidator
Paul Steven Genova
seit 22.2.2011
Liquidator

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
Wireless Telecom Group, Inc.USA
100.00%

Gesellschafter
Beta

Name
Ort
Anteil
Wireless Telecom Group, Inc.
United States
100.00%

Konzern- und Jahresabschlüsse

Willtek Communications GmbH

Ismaning

Jahresabschluss zum 31. Dezember 2007

Lagebericht für 2007

Wirtschaftliche und rechtliche Rahmenbedingungen

Geschäftstätigkeit

Die Willtek Communications GmbH, Ismaning, entwickelt und produziert Testlösungen für bestehende und neue drahtlose Netze (Mobilfunk) und Serviceleistungen im dazugehörigen Umfeld.

Die Geräte und Lösungen der Willtek GmbH werden insbesondere eingesetzt zum Testen von Handys bei deren Produktion oder in Servicecentern (Geschäftsfeld "Terminal Test"), zum Prüfen und Vermessen von Basisstationen und Feldstärken (Geschäftsfeld "Air Interface") und zum Vermessen von Radiowellen in verschiedensten Einsatzgebieten (Geschäftsfeld "General Purpose"). Mit der Einführung eines neuen Gerätes zum Testen von TETRA Endgeräten wurde das Geschäftsfeld "PMR/LMR" eröffnet. (PMR = Private Mobile Radio, LMR = Land Mobile Radio).

Willtek gehört insbesondere bei Geräten für den Einsatz in Servicecentern zu den führenden Anbietern.

Gesamtwirtschaftliches Umfeld und branchenspezifische Rahmenbedingungen

Das Geschäftsumfeld im Jahr 2007 war noch sehr positiv. Servicekunden in EMEA setzen verstärkt auf das Testen von 3G. Auch in USA wurde das dortige 3G System weiter ausgebaut, was Anforderungen an das Testequipment gestellt hat.

Allerdings hat sich im 4. Quartal das Umfeld verschlechtert, Investitionen wurden vorsichtiger getätigt. (Anm. Ende 2007 wollte ein franz. Kunde Geräte von Willtek leasen und es dauerte fast ein halbes Jahr bis der Kunde einen Leasinggeber gefunden hatte!)

In unseren Kernmarkt dem Service von Mobiltelefonen versuchen immer wieder neue Mitbewerber Fuß zu fassen, was aber oft nicht von Erfolg gekrönt ist. Ein Mitbewerber, der im Jahr 2006 noch erfolgreich in Italien Geräte verkaufen konnte hat sich 2007 und mehr noch 2008 wieder aus dem Markt verabschiedet. Allerdings bleiben die großen Mitbewerber nach wie vor aktiv und versuchen Ihre Geräte an den Mann zu bringen, mit zum Teil großen Abschlägen. Außerdem ist durch die Pleite von Mobilfunkherstellern (z.B. BenQ) der Markt mit Gebrauchtgeräten überschwemmt.

Geschäftsentwicklung

Speziell in Asien konnten Erfolge aus dem Jahr 2006 mit einem ODM Fertiger (Foxconn) wiederholt werden, was sich für die Umsatzzahlen in APAC sehr positiv ausgewirkt hat. Allerdings besteht hier auch die Gefahr, wenn dieser Kunde wegbricht, dass dann der gesamte Erfolg in APAC gefährdet ist.

In Amerika haben wir eine gesunde Mischung unserer Kundenstruktur, d.h. 2-3 große Kunden mit Jahresumsätzen über 1 Mio. $, aber auch viele kleinere Kunden, d.h. sollte ein großer Kunde wegfallen ist nicht gleich das Gesamtergebnis von Amerika in Gefahr.

Das Geschäft in EMEA ist geprägt von dem Geschäft im Service von Mobiltelefonen. Allerdings stellt sich hier langsam eine Sättigung ein, so dass es wichtig ist Alternativprodukte anzubieten. Wichtige Produktgebiete sind hier TETRA (digitaler Behördenfunk) und GSM-R (digitaler Bahnfunk). Das sind beides Technologien, für die Willtek Nischenanbieter ist und somit praktisch ohne Konkurrenz. Mitte 2007 wurde für TETRA ein neues Gerät zum Testen von TETRA Endgeräten eingeführt, das eine sehr positive Resonanz auf dem TETRA World Congress erhalten hat. Das Gerät konnte jedoch in 2007 noch nicht zur Generierung von Umsatzerlösen beitragen, da die Serienreife des Produktes erst Mitte 2008 hergestellt war.

Mitarbeiter

Die Willtek GmbH hat im Geschäftsjahr 2007 durchschnittlich 105 (im Vorjahr 103) Mitarbeiter beschäftigt. Sie verteilten sich auf die Bereiche Vertrieb/Marketing mit 24, Entwicklung mit 38, Produktion und Service mit 32 und Verwaltung und Allgemein mit 11.

Darstellung der Lage

Ertragslage

Der Umsatz für die abgelaufenen 12 Monate lag mit Mio. EUR 20,9 und einer Steigerung im Vergleich zum Vorjahr um 1% trotz der durch den schwachen $ Kurs geprägten Rahmenbedingungen auf dem Niveau der Vorperiode (Mio. EUR 20,7).

Der Vorjahresumsatz mit der Tochtergesellschaft Willtek Communications Inc., Parsippany/USA, konnte im Jahresverlauf bestätigt werden. Trotz im Vergleich zum Euro gefallenen US $ Kurs konnte ein Umsatz mit der Willtek Communications Inc. von Mio. EUR 4,1 (Mio. USD 5,7) im abgelaufenen Geschäftsjahr nach Mio. EUR 4,3 (Mio. USD 5,4) im Vorjahr generiert werden. Damit hat sich eine Steigerung des Umsatzvolumens bedingt durch eine Mengensteigerung von 6% ergeben.

Der Vertriebsbereich EMEA konnte den Umsatz von Mio. EUR 11,6 auf Mio. EUR 12,2 steigern. Dies entspricht einer Steigerung von 5% gegenüber dem Vorjahr.

Der Vertriebsbereich APAC blieb mit einem Umsatz von Mio. EUR 4,6 auf dem nahezu gleichen Niveau von Mio. EUR 4,7 in der Vorperiode. Willtek konnte den Erfolg aus dem Vorjahr wiederholen, der Vertrieb war aber nicht in der Lage neue größere Kunden an Land zu ziehen. Auch hat sich die Einführung von TD-SCDMA (dem Chinesischen 3G Standard) verzögert. Auf diesen Standard hat Willtek viel gesetzt, da hier die Konkurrenzsituation nicht so angespannt war wie bei anderen Standards. Jedoch wird die Chinesische Regierung erst Anfang 2009 eine einheitliche Richtlinie für die Vergabe von 3G Lizenzen herausgegeben und diese dann auch vergeben.

Die Gesellschaft war auch wie im Vorjahr wesentlich durch den weiterhin hohen EURO/USD Wechselkurs betroffen (von durchschnittlich 1,38 im Berichtsjahr, gegenüber durchschnittlich 1,27 im Vorjahr), der in den vom USD geprägten Regionen zu einem erheblichen Preisdruck führten. Es werden ca. 30% der ausgewiesenen Umsatzerlöse in $ getätigt.

Das Bruttoergebnis des Umsatzes (Umsatzerlöse abzüglich Herstellungskosten des Umsatzes) stieg von Mio. EUR 11,3 (54,4% vom Umsatz) im Vorjahr auf Mio. EUR 11,5 (55,1% vom Umsatz) im Berichtsjahr. Die Steigerung der Rohertragsmarge um 0,7% konnte hierbei durch ein im Vergleich zum Vorjahr leicht verändertes Produktmix sowie die Implementierung eines neuen Produkts erreicht werden.

Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten mit TEUR 722 (Vorjahr: TEUR 552) im Wesentlichen Kursgewinne aus der Stichtagsbewertung der Verbindlichkeiten für Warenlieferungen, die in US$ berechnet werden.

Die übrigen ordentlichen Betriebsaufwendungen (Vertriebskosten, allgemeine Verwaltungskosten, Forschungs- und Entwicklungskosten, sonstigen betriebliche Aufwendungen) sind im Vergleich zum Vorjahr um Mio. EUR 1,4 rückläufig. Hierbei sind die Verwaltungsaufwendungen um Mio. EUR 0,5 zurückgegangen. Dies ist hauptsächlich auf verminderte Kosten aufgrund allgemeiner Kosteneinsparungen zurückzuführen. Der Vertriebsaufwand hat sich insbesondere aufgrund höherer Vertriebsaktivitäten erhöht. Der Anstieg der Vertriebsaufwendungen erfolgte in erster Linie in der Region Frankreich (TEUR 170) und China (TEUR 147). Der Anstieg der Forschungs- und Entwicklungsaufwendungen um Mio. EUR 1,2 ist planmäßig und ist aufgrund der Aufrechterhaltung der weiteren Wettbewerbsfähigkeit auch in dieser Höhe vonnöten.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind im Berichtsjahr um Mio. EUR 2,5 zurückgegangen. Hierbei ist jedoch zu berücksichtigen, dass im Vorjahressaldo noch Wertberichtigungen auf Forderungen gegenüber der Willtek Communications Inc., Parsippany/USA, in Höhe von Mio. EUR 2,9 enthalten waren. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen beinhalten außerdem aufgrund der negativen Entwicklung des US$ um Mio. EUR 0,3 angestiegene Kursverluste.

Insgesamt hat sich unter Vernachlässigung der Sondereffekte aus der außerplanmäßigen Abschreibung des Beteiligungsbuchwertes der Willtek Inc. und der korrespondierenden Forderungsabwertung im Vorjahr ein im Vergleich zum Vorjahr um Mio. EUR 0,9 vermindertes Betriebsergebnis ergeben.

Das Finanzergebnis enthält mit Mio. EUR 2,7 eine außerplanmäßige Abschreibung auf den Beteiligungsbuchwert an der 100%igen Tochtergesellschaft Willtek Communications Inc., Parsippany/USA. Diese Gesellschaft war in den vorangegangenen Jahren und im laufenden Geschäftsjahr von einer negativen Geschäftsentwicklung gekennzeichnet und ist zum Stichtag 31. Dezember 2007 bilanziell überschuldet. Aufgrund der hieraus resultierenden Annahme der dauerhaften Wertminderung der Beteiligung wurde der Buchwert vollständig abgeschrieben.

Das Zinsergebnis ist im Vergleich zum Vorjahr konstant und beinhaltet im Wesentlichen die Zinsaufwendungen für das Darlehen gegenüber der Muttergesellschaft, das zum Stichtag mit Mio. EUR 6,9 valutiert.

Der Jahresfehlbetrag ist dadurch im Vergleich zum Vorjahr um Mio. EUR 0,7 auf Mio. EUR -2,0 angestiegen.

Vermögens- und Finanzlage

Die Bilanzsumme ist mit Mio. EUR 12,0 gegenüber Mio. EUR 12,5 im Vorjahr um Mio. EUR 0,5 rückläufig.

Der nicht durch Eigenkapital gedeckte Fehlbetrag auf der Aktivseite hat sich durch den erneuten Jahresfehlbetrag entsprechend erhöht.

Das Anlagevermögen hat sich hauptsächlich aufgrund der außerplanmäßigen Abschreibung des Beteiligungsbuchwertes der Willtek Communications Inc. um Mio. EUR 2,7 reduziert.

Das Umlaufvermögen ist mit einem Anstieg vom Mio. EUR 0,1 im Vergleich zum Vorjahr nahezu konstant geblieben. Hierbei sind die Vorräte aufgrund der Vorproduktion für einen Auftrag, der sich erst im darauf folgenden Geschäftsjahr realisiert hat, um Mio. EUR 0,6 angestiegen, während die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände um Mio. EUR 0,7 zurückgegangen sind. Letzteres ist im Wesentlichen auf einen mit Mio. Euro 1,4 im Vergleich zum Vorjahr (Mio. Euro 2,4) erheblich niedrigerem Dezemberumsatz zurückzuführen.

Die Passivseite ist geprägt durch den Rückgang der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen. Der Rückgang resultiert vor allem aus der Reduktion der Bestellungen wegen höherem Lagerbestand.

Das im Vorjahr unter sonstigen Verbindlichkeiten ausgewiesene, von Investcorp, einem ehemaligen Gesellschafter, der GmbH gewährte Darlehen in Höhe von Mio. EUR 4,3 hat die Muttergesellschaft Wireless Telecom Group, Inc. (WTG) im Januar 2007 an diese Gesellschaft zurückgezahlt. Damit sind diese Forderungen auf die WTG übergegangen. Zum 31. Dezember 2007 betragen die Verbindlichkeiten gegenüber der Gesellschafterin Mio. EUR 6,9. Das in USD begebene Darlehen wird mit 4% jährlich verzinst und ist im Januar 2010 in einer Summe fällig.

Die Finanzlage ist zum 31. Dezember 2007 positiv. Nach einem negativen Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit im Vorjahr, im Wesentlichen bedingt durch Mittelabflüsse und -bindungen im Bereich des working capital, konnte im Berichtsjahr trotz erheblicher Mittelabflüsse aus rückläufigen Verbindlichkeiten ein mit Mio. EUR 0,5 positiver Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit erwirtschaftet werden. Dieser reichte aus, die Mittelabflüsse aus der Investitionstätigkeit zu finanzieren.

Insgesamt ergibt sich zum 31. Dezember 2007 ein positiver Finanzmittelfonds, bestehend aus Bankguthaben, in Höhe von Mio. EUR 0,6.

Wesentliche Finanzierungssäule ist das durch die Muttergesellschaft gewährte Darlehen. Des Weiteren stehen der Gesellschaft zum 31. Dezember 2007 Kreditlinien in Höhe von Mio. EUR 0,6 zur Verfügung.

Investitionen

Im Geschäftsjahr wurden TEUR 330 investiert (im Vorjahr TEUR 257). Wesentliche Anschaffungen waren Messgeräte und Computer. Weitere Details können dem Anlagenspiegel entnommen werden.

Forschung und Entwicklung

Die Willtek GmbH wendet kontinuierlich hohe Mittel für die Forschung und Entwicklung auf. Dieser Aufwand dient zum großen Teil der Aktualisierung des bestehenden Produktprogramms, insbesondere der Entwicklung zusätzlicher Produkteigenschaften, sowie der Integration neuer Mobilfunkstandards (wie z. B. TETRA, HSDPA) in bestehende, bzw. neue Testgeräte. Um das Innovationstempo hoch zu halten und stets auf dem neuesten technischen Stand zu bleiben, werden zudem laufend eigenständige Forschungen bezüglich einer Leistungssteigerung zukünftiger Produkte durchgeführt. Die Gesellschaft erwartet, auch zukünftig Mittel in vergleichbarem Umfang für die Forschung und Entwicklung aufzuwenden. Im Berichtsjahr sind insgesamt TEUR 4.737 (Vorjahr: TEUR 3.519) an Forschungs- und Entwicklungsaufwendungen angefallen.

Risikobericht

1. Risikomanagement

Die Risiken, denen die Gesellschaft ausgesetzt ist, werden im folgenden Abschnitt "Risiken und Chancen der zukünftigen Entwicklung" beschrieben. Die finanzielle Entwicklung wird durch Planungsrechnungen und Budgetprozesse anhand von Soll-Ist-Abweichungen analysiert und beobachtet. Das monatliche detaillierte Berichtswesen an die Muttergesellschaft stellt zudem sicher, dass eventuell sich abzeichnende Risiken in der Ertrags-, Finanz- und Liquiditätsentwicklung der Gesellschaft zeitnah identifiziert werden. Analysiert werden dabei insbesondere Produktdeckungsbeiträge und Zahlungsstromschwankungen. Regelmäßige Gespräche zwischen Geschäftsführung, Vertrieb und Rechnungswesen zum Monatsergebnis mit detaillierten Analysen unterstützen dieses Frühwarnsystem.

2. Risiken und Chancen der künftigen Entwicklung

Bestandsgefährdende Risiken

a. Risiken aus der bestehenden Eigenkapitalsituation

Aufgrund des erneuten Jahresfehlbetrages im abgelaufenen Geschäftsjahr erhöhte sich das negative Eigenkapital der Gesellschaft zum 31. Dezember 2007 auf Mio. EUR 3,2 nach Mio. EUR 1,3 im Vorjahr.

Die Ergebnisplanung für das Geschäftsjahr 2008 sah bei steigenden Umsatzerlösen ein positives Ergebnis vor. Diese Ziele konnten jedoch wie im Nachtragsbericht ausgeführt unter Berücksichtigung der Geschäftsentwicklung bis zum Ende des dritten Quartals 2008 nicht erreicht werden. Aus dem Quartalsreporting an die Muttergesellschaft ergab sich zum dritten Quartal ein Verlust nach US-GAAP in Höhe von Mio. EUR 1,0.

Die Muttergesellschaft WTG hat zur Vermeidung insolvenzrechtlicher Konsequenzen mit Datum vom 20. Februar 2007 eine unbefristete Rangrücktrittsvereinbarung abgegeben, in der sie erklärt, mit einem Teilbetrag in Höhe von Mio. EUR 6,0 der gegen die Willtek Communications GmbH bestehenden Darlehensforderungen inklusive Zinsen hinter sämtliche Forderungen aller gegenwärtigen und zukünftigen Gläubiger zurückzutreten.

b. Liquiditäts- und Finanzierungsrisiken

Aufgrund der negativen Ergebnisentwicklung aus der operativen Geschäftstätigkeit im Geschäftsjahr 2008 ist die Liquiditätssituation der Gesellschaft derzeit angespannt. Die Muttergesellschaft hat der Willtek GmbH mit Datum vom 5. Oktober 2005 eine Patronatserklärung ausgestellt, mit der sie sich unwiderruflich und uneingeschränkt verpflichtet, die Willtek GmbH finanziell und liquiditätsmäßig derart auszustatten, dass diese ihre bestehenden und zukünftigen Zahlungsverpflichtungen fristgerecht und in vollem Umfang erfüllen kann (sog. harte Patronatserklärung). Aufgrund dieser Verpflichtung hat die Muttergesellschaft der Willtek GmbH bis zum 28. November 2008 bereits Liquidität in Höhe von Mio. USD 1,0 zugeführt. Die Willtek GmbH wird auch in der Folgezeit von der finanziellen Unterstützung der Muttergesellschaft abhängig sein.

Branchen- und Absatzrisiken

Die Gesellschaft erzielt erfahrungsgemäß einen Großteil des Umsatzes mit einigen wesentlichen Kunden. Sollten diese Kundenbeziehungen nicht aufrechterhalten werden können, könnte dies negative Auswirkungen auf die Geschäftsentwicklung haben. Die Willtek GmbH ist ständig bestrebt, neue Kunden zu gewinnen und bereits bestehende Kundenbeziehungen zu optimieren. In 2007 hatten die 10 umsatzstärksten Kunden einen Anteil von 36% des Jahresumsatzes.

Ausfallrisiko

Risiken sieht die der Gesellschaft im Bereich Forderungsmanagement und Bestandsmanagement der Vorräte. Wie in den Vorjahren wurde seitens der Gesellschaft ein sehr striktes Forderungsmanagement betrieben mit dem Ergebnis, dass die Ausfallquoten sehr gering waren. Gleiches gilt für den Bereich Bestandsmanagement im Rahmen eines sehr zeitnahen Controllings.

Preisänderungsrisiko

Aufgrund der Konkurrenzsituation besteht ein grundsätzliches Preisänderungsrisiko auf der Absatzseite. In 2007 und 2008 konnte das Preisniveau auf der Absatzseite im Wesentlichen gehalten werden.

Währungsschwankungsrisiken

Aufgrund der Fakturierung von ca. 30% der Umsatzerlöse in USD und der weiterhin negativen Entwicklung des USD/EUR-Verhältnisses ist die Gesellschaft erheblichen Währungsschwankungsrisiken ausgesetzt. Im Berichtsjahr wurde das Jahresergebnis per Saldo in Höhe von TEUR 224 durch Währungsverluste belastet. Die Gesellschaft führt keine Hedging-Aktivitäten durch.

Technologisches Risiko

Neben dem allgemeinen Konjunktur- und Marktrisiko stellt die schnelle Entwicklung neuer Technologien die größte Herausforderung für die Gesellschaft dar. Diesem Risiko wird die Geschäftsleitung weiterhin mit bedeutenden Entwicklungsaufwendungen Rechnung tragen. Außerdem werden verstärkt Partnerschaften mit anderen Unternehmen eingegangen, um die Entwicklungsaufwendungen zu reduzieren, bzw. zu optimieren.

Chancen

Chancen bestehen im Erschließen neuer Märkte und Kunden. Siehe dazu auch "Ausblick und Chancen".

Nachtragsbericht

Die Umsätze im Geschäftsjahr 2008 blieben im 1. und 2. Quartal deutlich hinter den Vorjahreszahlen zurück. Die Geschäftssituation hat sich im 3. Quartal wieder stabilisiert. Der aufgelaufene Jahresumsatz im 3. Quartal 2008 beträgt Mio. EUR 12,3 gegenüber Mio. EUR 16,3 im Vorjahr. Dies entspricht einem Umsatzrückgang von 24%. Wesentlicher Grund des Rückgangs ist der Wegfall des Umsatzes mit einem Großkunden im Vertriebsbereich APAC. Außerdem ist auch der Umsatz in EMEA hinter den Erwartungen zurückgeblieben. Einzig und allein der Umsatz in Amerika hat die Erwartungen erfüllt. In EMEA war das Geschäftsklima, durch die sich abzeichnende Finanzkrise gekennzeichnet, wo sich die Kunden bereits mit Investitionen zurückgehalten haben. Insgesamt wird für das Geschäftsjahr 2008 ein negatives operatives Ergebnis erwartet.

Herr Eckehard Mielke, Vaterstetten, hat sein Mandat als Geschäftsführer mit Wirkung zum 17.03.2008 niedergelegt. Seit dem ist Herr Matthias Weber, Feldkirchen, Geschäftsführer der GmbH.

Prognosebericht

Ausblick und Chancen

Die künftige Entwicklung wird beeinflusst von vielerlei Faktoren:

Marktumfeld:

Die neuen Breitbandtechnologien ("3G"/UMTS) werden flächendeckend eingeführt. Nahezu keines der bisher genutzten Messgeräte kann auf diese neuen Technologien umgerüstet werden, so dass ein entsprechender Bedarf an Neuanschaffungen besteht.

Willtek GmbH hat im 3. Quartal einen neuen Servicemessplatz auf den Markt gebracht, der sich speziell an neuen Bedürfnissen orientiert.

Bei dem TETRA Tester wurden noch ausstehende Funktionen zur Verfügung gestellt, so dass hier mit einem verstärkten Auftragseingang zu rechnen ist.

Neue große Wachstumsmärkte sind im Entstehen (Brasilien, GUS, Indien, Afrika).

Produktprogramm:

Willtek verfügt über ein sehr wettbewerbsfähiges Produktprogramm, u. a. mit neuen Produkten für die jetzt verstärkt eingeführte 3G Mobilfunktechnologie.

Es zeichnen sich für das Geschäftsjahr 2009 bereits vielversprechende Möglichkeiten ab. Das Management erwartet nach einem erheblichen Umsatzrückgang und einem weiterhin negativen Jahresergebnis in 2008, durch das sich der nicht durch Eigenkapital gedeckte Fehlbetrag weiter erhöhen wird, daher insgesamt wieder einen positiven Geschäftsverlauf.

 

Ismaning, den 15. Dezember 2008

Matthias Weber, Geschäftsführer

Bilanz zum 31. Dezember 2007

AKTIVA

  EUR EUR EUR Vorjahr
EUR
A. ANLAGEVERMÖGEN        
I. Immaterielle Vermögensgegenstände        
Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten   386.189   457.372
II. Sachanlagen        
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 143.366     145.193
2. Technische Anlagen und Maschinen 392.916     272.128
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 75.333     75.393
    611.615   492.714
III. Finanzanlagen        
Anteile an verbundenen Unternehmen   10.000   2.699.500
      1.007.804 3.649.586
B. UMLAUFVERMÖGEN        
I. Vorräte        
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 311.535     342.309
2. Unfertige Erzeugnisse, unfertige Leistungen 1.360.511     1.183.797
3. Fertige Erzeugnisse und Waren 1.140.344     665.024
    2.812.390   2.191.131
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände        
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 1.968.548     2.462.434
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 908.500     1.186.502
3. Sonstige Vermögensgegenstände 1.306.913     1.483.431
    4.183.961   5.132.367
III. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten   617.139   437.722
      7.613.490 7.761.220
C. Rechnungsabgrenzungsposten     140,077 110.200
D. Nicht durch Eigenkapital gedeckter Fehlbetrag     3.233.287 1.253.452
      11.994.658 12.774.457

PASSIVA

       
  EUR EUR EUR Vorjahr
EUR
A. EIGENKAPITAL        
I. Gezeichnetes Kapital   120.000   120.000
II. Kapitalrücklage   14.036.078   14.036.078
III. Verlustvortrag        
Verlustvortrag insgesamt 15.409.530     14.138.428
davon nicht durch Eigenkapital gedeckt 1.253.452     0
davon durch Eigenkapital gedeckt   14.156.078   14.138.428
IV. Jahresfehlbetrag        
Jahresfehlbetrag insgesamt 1.979.835     1.271.102
davon nicht durch Eigenkapital gedeckt 1.979.835     1.253.452
davon durch Eigenkapital gedeckt   0   17.650
      0 0
B. RÜCKSTELLUNGEN        
1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen   1.202.783   1.172.085
2. Sonstige Rückstellungen   713.422   883.442
      1.916.205 2.055.527
C. VERBINDLICHKEITEN        
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten   1.570.800   1.570.800
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen   1.351.117   2.024.749
3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen   54.151   231.296
4. Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern   6.908.899   2.309.436
5. Sonstige Verbindlichkeiten   193.486   4.582.649
davon aus Steuern EUR 122.412 (Vj. TEUR 122)        
davon im Rahmen der sozialen Sicherheit EUR 1.450 (Vj. TEUR 1)        
      10.078.453 10.718.930
      11.994.658 12.774.457

Gewinn- und Verlustrechnung
vom 1.1.2007 bis zum 31.12.2007

  EUR EUR 1.1. - 31.12. 2006
EUR
1. Umsatzerlöse 20.932.246   20.711.537
2. Herstellungskosten der zur Erzielung der Umsatzerlöse erbrachten Leistungen 9.404.531   9.442.903
3. Bruttoergebnis vom Umsatz   11.527.715 11.268.634
4. Vertriebskosten 4.939.647   4.546.054
5. Allgemeine Verwaltungskosten 582.788   1.129.529
6. Forschungs- und Entwicklungskosten 4.737.131   3.518.775
7. Sonstige betriebliche Erträge 786.407   553.705
8. Sonstige betriebliche Aufwendungen 1.064.830   3.587.889
    10.537.989 12.228.542
9. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 3.673   2.177
davon aus verbundenen Unternehmen EUR 0 (Vj. TEUR 12)      
10. Abschreibungen auf Finanzanlagen 2.689.500   0
11. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 281.140   314.747
davon an verbundene Unternehmen EUR 254.872 (Vj. TEUR 36)      
    -2.966.967 -312.570
12. Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit   -1.977.241 -1.272.478
13. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag   2.594 -1.376
14. Jahresfehlbetrag   -1.979.835 -1.271.102

Anhang für 2007

Allgemeine Hinweise

Der vorliegende Jahresabschluss wurde gemäß §§ 242 ff. und §§ 264 ff. HGB sowie nach den einschlägigen Vorschriften des GmbHG aufgestellt. Es gelten die Vorschriften für mittelgroße Kapitalgesellschaften; aufgestellt wurde der Anhang jedoch nach den handelsrechtlichen Vorschriften für große Kapitalgesellschaften.

Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Umsatzkostenverfahren aufgestellt.

Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Der Aktivwert der Rückdeckungsversicherung übersteigt sowohl im Berichtsjahr (TEUR 260) als auch im Vorjahr (TEUR 256) den Wert der nach den versicherungsmathematischen Grundsätzen ermittelten Teilwerten gemäß § 6a EStG gebildeten Pensionsrückstellung. Im Vorjahr wurde der Aktivwert an die Höhe der Pensionsrückstellung angepasst. Nach Auffassung des HFA (196. Sitzung, 2. März 2005) ist jedoch in dem hier vorliegenden Falle, dass der Wert des Aktivpostens den Buchwert der korrespondierenden Pensionsverpflichtung übersteigt, die Pensionsrückstellung entsprechend zu erhöhen. Die sich ergebende Bewertungsänderung stellt eine zulässige Durchbrechung der Bewertungsstetigkeit dar, die nach § 284 Abs. 2 Nr. 3 HGB im Anhang anzugeben ist. Der Vorjahresausweis wurde entsprechend angepasst.

Für die Aufstellung des Jahresabschlusses waren im Wesentlichen die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend:

Erworbene immaterielle Vermögensgegenstände sind zu Anschaffungskosten bilanziert und werden, sofern sie der Abnutzung unterliegen, entsprechend ihrer Nutzungsdauer um planmäßige Abschreibungen (drei bis zehn Jahre; lineare Methode) vermindert.

Das Sachanlagevermögen ist zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und wird, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Die Vermögensgegenstände des Sachanlagevermögens werden nach Maßgabe der voraussichtlichen Nutzungsdauer linear pro rata temporis abgeschrieben. Geringwertige Anlagegüter bis zu einem Wert von EUR 410,00 werden im Jahr des Zugangs voll abgeschrieben; ihr sofortiger Abgang wird unterstellt. Die Abschreibungen auf Zugänge des Sachanlagevermögens erfolgen grundsätzlich zeitanteilig. Bei der Abschreibung wird stets die steuerlich maßgebende Nutzungsdauer gemäß steuerlichen AfA-Tabellen herangezogen.

Bei den Finanzanlagen werden die Anteilsrechte zu Anschaffungskosten bzw. niedrigeren beizulegenden Werten angesetzt.

Die Vorräte werden zu Anschaffungs- und Herstellungskosten bzw. zu den niedrigeren beizulegenden Werten zum jeweiligen Abschlussstichtag angesetzt. Fertige Erzeugnisse, die den Kunden zu Demonstrationszwecken überlassen werden (sog. Demogeräte), jedoch weiterhin wirtschaftliches Eigentum der Gesellschaft bleiben, werden mit einer jährlichen Wertberichtigung in Höhe von 25% der Herstellungskosten versehen. Das Verfahren wurde im Berichtjahr geändert, bis dato wurden die Demogeräte mit jährlich 33,33% der Herstellungskosten wertberichtigt. Aus der Wertberichtigung der Demogeräte hat sich im Berichtsjahr ein GuV-Effekt von TEUR 114 (Vorjahr TEUR 279) ergeben.

Die Bestände an Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen sind zu durchschnittlichen Einstandspreisen vermindert um Anschaffungspreisminderungen oder zu niedrigeren beizulegenden Werten am Bilanzstichtag aktiviert. In den Anschaffungskosten sind anteilige Bezugskosten, Zölle u.ä. enthalten.

Die unfertigen und fertigen Erzeugnisse sind auf der Basis von Einzelkalkulationen, die auf der aktuellen Betriebsabrechnung beruhen, zu Herstellungskosten bewertet, wobei neben den direkt zurechenbaren Materialeinzelkosten, Fertigungslöhnen und Sondereinzelkosten auch Fertigungs- und Materialgemeinkosten sowie Abschreibungen entsprechend dem steuerrechtlichen Mindestumfang berücksichtigt werden. Kosten der allgemeinen Verwaltung werden gemäß § 255 Abs. 2 Satz 4 HGB aktiviert.

Alle erkennbaren Risiken im Vorratsvermögen, die sich aus überdurchschnittlicher Lagerdauer, geminderter Verwertbarkeit und niedrigeren Wiederbeschaffungskosten ergeben, sind durch angemessene Wertberichtigungen berücksichtigt.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zum Nennwert angesetzt. Allen risikobehafteten Posten ist durch die Bildung angemessener Einzelwertberichtigungen Rechnung getragen. Es wurden keine Pauschalwertberichtigungen gebildet.

Die flüssigen Mittel sind mit dem Nominalbetrag bilanziert.

Die Rückstellungen für Pensionen und Vorruhestandsverpflichtungen werden nach den versicherungsmathematischen Grundsätzen ermittelten Teilwerten gemäß § 6a EStG unter Verwendung der "Richttafeln 2005 G" von Prof. Dr. Klaus Heubeck und einem Rechnungszinssatz von 6% ermittelt.

Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle ungewissen Verbindlichkeiten und drohenden Verluste aus schwebenden Geschäften. Sie sind in der Höhe angesetzt, die nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist.

Verbindlichkeiten sind zum Rückzahlungsbetrag angesetzt.

Fremdwährungen kurzfristiger Natur wurden mit dem Kurs zum Bilanzstichtag bewertet, langfristige Fremdwährungen wurden entsprechend dem Imparitätsprinzip umgerechnet.

Forderungen und Verbindlichkeiten gegen verbundene Unternehmen werden - sofern sie gegenüber derselben Gesellschaft bestehen - miteinander saldiert ausgewiesen.

Erläuterungen zur Bilanz

Anlagevermögen

Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist unter Angabe der Abschreibungen des Geschäftsjahres im Anlagenspiegel (Anlage 3, Anhang 1) dargestellt.

Finanzanlagen/Angaben zum Anteilsbesitz

  Buchwert
in EUR
Währung Beteiligung
%
Eigenkapital
in LW
Ergebnis
in LW
Willtek Communications Inc., Indianapolis, USA 0 USD 100 -3.763.189 -428.133
Willtek Communications SARL, Roissy, Frankreich 10.000 EUR 100 91.464 59.315

Der Anteil an der Willtek Communications Inc. wurde im Berichtsjahr aufgrund voraussichtlich dauerhafter Wertminderung in voller Höhe außerplanmäßig abgeschrieben.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

  31.12.2007
TEUR
31.12.2006
TEUR
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 1.969 2.462
Davon Restlaufzeit von mehr als einem Jahr 0 0
Forderungen gegen verbundene Unternehmen 908 1.187
Davon Restlaufzeit von mehr als einem Jahr 0 0
Sonstige Vermögensgegenstände 1.307 1.483
Davon Restlaufzeit von mehr als einem Jahr 1.203 1.171
  4.184 5.132

Rückstellungen für Pensionen

Die Pensionsrückstellungen wurden im Berichtsjahr grundsätzlich aufgrund der Teilwertberechnung in dem versicherungsmathematischen Gutachten der Dr. Lutz, Beratungsinstitut für Altersversorgung GmbH, Köln, vom 7. Januar 2008 passiviert. Aufgrund des übersteigenden Aktivwertes zur Rückdeckungsversicherung wurde der Wert der Pensionsrückstellung an den Aktivwert angepasst.

Übrige Rückstellungen

Die übrigen Rückstellungen setzen sich wie folgt zusammen:

  31.12.2007
TEUR
31.12.2006
TEUR
Urlaub 232 233
Bonus 151 133
Jubiläum 108 98
Leerstehende Räume 0 92
Altersteilzeit 18 43
Andere 201 284
  710 883

Die Rückstellungen für ausstehende Rechnungen wurden wie im Vorjahr unter den Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen ausgewiesen.

Verbindlichkeiten

Die Restlaufzeiten und die Besicherung der Verbindlichkeiten sind im Verbindlichkeitenspiegel im Einzelnen dargestellt.

Verbindlichkeitenspiegel in TEUR

  31.12.2007 31.12.2006
  Restlaufzeit   Gesamt Restlaufzeit Gesamt
Art der Verbindlichkeit bis 1 Jahr
TEUR
1 bis 5 Jahre
TEUR
über 5 Jahre
TEUR
TEUR bis 1 Jahr
TEUR
TEUR
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 131 1.047 393 1.571 0 1.571
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 1.351 0 0 1.351 2.025 2.025
3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 54 0 0 54 231 231
4. Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschafter   6.909 0 6.909 130 2.310
5. Sonstige Verbindlichkeiten 193 0 0 193 4.583 4.583
- davon aus Steuern 122 0 0 122 123 123
- davon im Rahmen der sozialen Sicherheit 1 0 0 1 1 1
  1.729 7.956 393 10.078 6.969 10.720

Für eine Kreditlinie bei der Commerzbank AG, München, in Höhe von EUR 600.000 gemäß Kreditzusage vom 23. Juli/12. August 2003 wurden die Ansprüche aus der Rückdeckungsversicherung bei der Victoria Versicherungs AG, Düsseldorf, abgetreten.

Andere Sicherheiten wurden nicht gewährt.

Haftungsverhältnisse

Für ein von der Deutschen Bank gestelltes Zollaval über EUR 75.000 wurde der Deutschen Bank ein AGB-Pfandrecht in gleicher Höhe eingeräumt.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Neben den Haftungsverhältnissen bestehen in Höhe von TEUR 1.727 (Vj. TEUR 2.306) sonstige finanzielle Verpflichtungen. Diese Verpflichtungen betreffen ausschließlich Miet- und Leasingverträge und gliedern sich wie folgt auf:

Miet- und Leasingverpflichtungen TEUR
2008 598
2009 560
2010 543
2011 und Folgejahre 26
  1.727

Zum 31.12.2007 bestehen Verbindlichkeiten aus Bestellobligo in Höhe von TEUR 3.212.

Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Umsatzerlöse

  2007 2006
  TEUR % TEUR %
- nach Sparten        
Wireless 19.497 93,1 19.268 93,0
Service und übrige 1.435 6,9 1.444 7,0
  20.932 100,0 20.712 100,0
- nach Regionen        
Inland 3.494 16,7 3.080 14,9
Übrige EU-Länder 6.561 31,3 5.596 27,0
Rest der Welt 10.877 52,0 12.036 58,1
  20.932 100,0 20.712 100,0

Materialaufwand

  2007 2006
  TEUR % TEUR %
Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren 6.225 99,7 6.273 99,5
Aufwendungen für bezogene Leistungen 18 0,3 32 0,5
  6.243 100,0 6.305 100,0

Personalaufwand

  2007 2006
  TEUR % TEUR %
Löhne und Gehälter 6.536 80,9 6.098 79,1
Soziale Abgaben 1.545 19,1 1.620 20,9
davon für Altersversorgung 300 3,7 281 3,6
  8.081 100,0 7.718 100,0

Die sonstigen betrieblichen Erträge beinhalten im Wesentlichen Kursgewinne von TEUR 727 (Vj. TEUR 552).

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen betreffen hauptsächlich Kursverluste von TEUR 951 (Vj. TEUR 686). Es sind periodenfremde Aufwendungen in Höhe von TEUR 37 enthalten.

Sonstige Angaben

Geschäftsführung

Die Geschäftsführung setzt sich wie folgt zusammen:

 

Herr Eckehard Mielke, Vaterstetten (bis 17.03.2008)

 

Herr Matthias Weber, Feldkirchen bei München (seit 17.03.2008)

 

Herr Paul Steven Genova, New Jersey/USA

Herr Eckehard Mielke hat sein Mandat als Geschäftsführer durch Erklärung vom 29.02.2008 niedergelegt, wirksam mit Eintragung ins Handelsregister am 17.03.2008.

Die Tätigkeit als Geschäftsführer wird bzw. wurde durch alle drei Mitglieder der Geschäftsführung hauptberuflich ausgeübt.

Die Gesellschaft wird durch zwei Geschäftsführer oder durch einen Geschäftsführer gemeinsam mit einem Prokuristen vertreten.

Abweichend zur allgemeinen Vertretungsregelung besteht in Übereinstimmung mit 5.2. der Satzung vom 5. Dezember 2005 Einzelvertretungsbefugnis für die Geschäftsführer.

Gesamtbezüge der Geschäftsführung

Von der Schutzklausel des § 286 Abs. 4 HGB wird Gebrauch gemacht und auf die Angabe der Bezüge der Geschäftsführung verzichtet.

Kredite an Mitglieder der Geschäftsführung

Zum 31. Dezember 2007 bestanden keine Darlehen an Mitglieder der Geschäftsführung.

Mitarbeiter

Die durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahres beschäftigten Mitarbeiter betrug 105 (Vj. 103 Mitarbeiter).

Konzernverhältnisse

Zur Erstellung eines Konzernabschlusses war die Gesellschaft zum 31. Dezember 2007 nicht verpflichtet, da eine größenabhängige Befreiung von der Verpflichtung zur Aufstellung eines Konzernabschlusses nach § 293 HGB vorliegt. Die Gesellschaft wird in den Konzernabschluss der Wireless Telecom Inc., 25 Eastmans Road, Parsippany, New Jersey, USA, einbezogen. Der Konzernabschluss ist eingereicht bei der "Securities and Exchange Commission", Washington , D.C. 20549 mit der I.R.S. Employer Identification No. 22-2582295.

 

Ismaning, den 15. Dezember 2008

Matthias Weber, Geschäftsführer

Paul Steven Genova, Geschäftsführer

Entwicklung des Anlagevermögens 2007

  Anschaffungs- und Herstellungskosten
  01.01.2007
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
31.12.2007
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände        
Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 1.998.250 17.404 0 2.015.654
  1.998.250 17.404 0 2.015.654
II. Sachanlagen        
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 375.865 36.159 0 412.024
2. Technische Anlagen und Maschinen 1.568.736 232.645 5.981 1.795.400
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.244.491 43.385 13.489 1.274.387
  3.189.092 312.189 19.470 3.481.811
III. Finanzanlagen        
Anteile an verbundenen Unternehmen 2.699.500 0 0 2.699.500
  7.886.842 329.593 19.470 8.196.965
  Kumulierte Abschreibungen
  01.01.2007
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
31.12.2007
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände        
Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 1.540.878 88.588 0 1.629.466
  1.540.878 88.588 0 1.629.466
II. Sachanlagen        
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 230.672 37.986 0 268.658
2. Technische Anlagen und Maschinen 1.296.608 106.221 345 1.402.484
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.169.098 43.188 13.233 1.199.053
  2.696.378 187.395 13.578 2.870.195
III. Finanzanlagen        
Anteile an verbundenen Unternehmen 0 2.689.500   2.689.500
  4.237.256 2.965.483 13.578 7.189.161
  Buchwerte
  31.12.2007
EUR
31.12.2006
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände    
Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 386.188 457.372
  386.188 457.372
II. Sachanlagen    
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 143.366 145.193
2. Technische Anlagen und Maschinen 392.916 272.128
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 75.334 75.393
  611.616 492.714
III. Finanzanlagen    
Anteile an verbundenen Unternehmen 10.000 2.699.500
  1.007.804 3.649.586

Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers

Wir haben den Jahresabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang - unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der Willtek Communications GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2007 bis 31. Dezember 2007 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften liegen in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben.

Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt.

Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.

Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Ohne diese Beurteilung einzuschränken, weisen wir auf die Ausführungen im Lagebericht hin. Dort ist im Risikobericht unter "bestandsgefährdende Risiken" ausgeführt, dass die Willtek Communications GmbH aufgrund des negativen Eigenkapitalsituation und der negativen Geschäftsentwicklung in 2008 weiterhin auf die Unterstützung ihrer Gesellschafterin, der Wireless Telecom Group Inc., angewiesen ist. Diese hat zur Vermeidung von insolvenzrechtlichen Konsequenzen einen unbefristeten Rangrücktritt in Höhe von Mio. EUR 6,0 erklärt und mit einer Patronatserklärung deren künftige Liquiditätsausstattung garantiert.

 

Frankfurt am Main, den 15. Dezember 2008

PKF Pannell Kerr Forster GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

R. Brinskelle, Wirtschaftsprüfer

T. Peil, Wirtschaftsprüfer

Nachrichten & Medien

Insolvenzbekanntmachungen

Aktuelle Insolvenzverfahren

Prüfen, ob Insolvenzverfahren für dieses Unternehmen vorliegen

Handelsregister Dokumente

Gesellschafterliste
Aktueller Abdruck
Chronologischer Abdruck

Organisationen an dieser Adresse

100 nahegelegene Organisationen

Liste von Unternehmen und Organisationen an oder in der Nähe dieser Geschäftsadresse. Die Daten umfassen Firmennamen, Adressen, Registrierungsdetails und Branchenklassifikationen.
Die Informationen auf dieser Seite stammen aus öffentlichen Quellen, offiziellen Registern oder werden von Drittanbietern bereitgestellt. Fusionbase übernimmt keine Garantie für die Richtigkeit, Vollständigkeit oder Aktualität der Daten. Melde dich bei Fragen oder Anregungen über unser Kontaktformular.