Gerdes GmbH
Siemensstraße 4, 50170 Kerpen, DEUStammdaten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Finanzübersicht
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Historie
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Management
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Marc Stadelbacher seit 17.7.2025 | Geschäftsführer |
Ralf Gerdes seit 26.10.2011 | Geschäftsführer |
Wirtschaftlich Berechtigte
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
Identifizierte Personen (1)
| Name | Anteil |
|---|---|
| 100.00% |
Gesellschafter
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Beteiligungen
Unternehmen, an denen diese Organisation direkt beteiligt ist
| Name | Anteil |
|---|---|
Gerdes GmbHAufgelöst | 100.00% |
Bilanzkonten
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustrechnung
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Konzern- und Jahresabschlüsse
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Gerdes GmbHKerpenJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023LageberichtGrundlagen der Gesellschaft 2. Wirtschaftsbericht 2.1 Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen 2.2 Geschäftsverlauf 2.3 Ertragslage 2.4 Finanzlage 2.5 Vermögenslage Prognosebericht und Bericht über Chancen und Risiken der künftigen Entwicklung 3.1 Chancen- und Risikobericht 3.2 Prognosebericht für die Branche 3.3 Prognosebericht der Gesellschaft 1. Grundlagen der Gesellschaft Die Firma Gerdes GmbH beschäftigt sich seit 1979 mit der Entwicklung und Herstellung von Kraftfahrzeugteilen und ist ein kompetenter Partner der Automobilindustrie. Die Firma Gerdes GmbH hat sich auf die Fertigung von Tank- und Kühlerverschlüssen spezialisiert. Sie beliefert sowohl OEM's als auch deren Zulieferer (Tier 1). 2. Wirtschaftsbericht 2.1 Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen Nirgends in Europa werden mehr Pkws produziert als im Autoland Deutschland: 4,1 Mio. Pkw rollten 2023 hierzulande von den Fertigungsbändern - mehr als beim Zweitplatzierten Spanien (1,9 Mio.) und dem Drittplatzierten, der Tschechischen Republik (1,4 Mio.), zusammengenommen. Die Fahrzeuge werden zu gut drei Viertel außerhalb Deutschlands abgesetzt (76 Prozent). Auch beim Warenwert liegt Deutschland mit großem Abstand vorne: Insgesamt wurden 2023 Pkw im Wert von 164 Mrd. Euro aus Deutschland ausgeführt. An Platz 2 steht Belgien mit 39 Mrd. Euro vor Spanien mit 38 Mrd. Euro. Der Umsatz der gesamten deutschen Automobilindustrie inklusive der Zulieferer beträgt über 500 Mrd. Euro, an zweiter Stelle stand 2022 mit 142 Mrd. Euro Frankreich vor Italien, wo 72 Mrd. Euro umgesetzt wurden. Blickt man auf die Antriebe, wird klar: Die Wende zum klimaneutralen Elektroantrieb wird in Europa vor allem aus Deutschland heraus vorangetrieben. Im vergangenen Jahr liefen 1,27 Mio. Elektro-Pkw (BEV und PHEV) von den deutschen Montagebändern, davon waren allein 955.000 rein elektrisch angetriebene BEV. Damit ist Deutschland der E-Produktionshub Europas: Nirgendwo in Europa wurden mehr E-Autos hergestellt und in diesem Jahr wird die E-Autoproduktion in Deutschland voraussichtlich nochmals steigen. Weltweit betrachtet war Deutschland damit hinter China die Nummer 2, was die Produktion von E-Autos betrifft. In den anderen europäischen Ländern gibt es noch Potenzial: Beim Vize-Europameister Spanien wurden 256.000 E-Autos (BEV und PHEV) produziert, beim Drittplatzierten Frankreich 225.000. Die großen internationalen Automobilmärkte haben im Gesamtjahr 2023 einen deutlichen Anstieg der Neuzulassungen verzeichnet. Im Vergleich zum Jahr 2022 war die Fahrzeugverfügbarkeit deutlich verbessert, was sich positiv auf den Pkw-Absatz auswirkte. Hinzu kommen schwache Vorjahreswerte, die zu einem Basiseffekt geführt haben. Dieser hatte jedoch zuletzt immer weniger unterstützende Wirkung auf die Wachstumsraten. Dennoch bleibt das Geschäftsumfeld für die Automobilwirtschaft herausfordernd: Insbesondere in Europa, aber auch in anderen Weltregionen, kam es infolge von geopolitischen und gesamtwirtschaftlichen Unsicherheiten zuletzt zu einer gedämpften gesamtwirtschaftlichen Nachfrage und damit zu einem verhaltenen Wirtschaftswachstum. Auch die nach wie vor hohen Energie- und Verbraucherpreise wirken sich negativ auf die gesamtwirtschaftliche Nachfrage aus. Auf dem europäischen Pkw-Markt (EU, EFTA & UK) wurden im Jahr 2023 gut 12,8 Mio. Fahrzeuge neu zugelassen und damit 14 Prozent mehr als im Vorjahr. Die Erholung verläuft jedoch weiterhin schleppend: Der europäische Pkw-Markt liegt aktuell noch immer knapp ein Fünftel (-19 Prozent) unter den Neuzulassungen des Vorkrisenniveaus von 2019. Im Monat Dezember wurden mit gut 1,0 Mio. Einheiten 4 Prozent weniger Neufahrzeuge registriert als noch im Vorjahresmonat. Maßgeblich für den Rückgang ist der schwache deutsche Markt, auf dem infolge eines Ende 2022 wirksamen Sondereffektes (Änderungen bei der Förderung von E-Autos) im Elektrosegment im Dezember 2023 insgesamt deutlich weniger Neufahrzeuge zugelassen wurden. Die fünf größten europäischen Einzelmärkte entwickelten sich im abgelaufenen Monat wie folgt: Frankreich (+15 Prozent), Spanien (+11 Prozent), Vereinigtes Königreich (+10 Prozent), Italien (+6 Prozent), Deutschland (-23 Prozent). Auf dem chinesischen Pkw-Markt wurden 2023 knapp 25,8 Mio. Pkw neu zugelassen. Nie wurden in China in einem Jahr mehr Pkw verkauft. Im Vergleich zum Vorjahr 2022 stiegen die Pkw-Verkäufe im abgelaufenen Jahr um 11 Prozent und gegenüber 2017, dem bisherigen Rekordjahr, betrug das Plus knapp 7 Prozent. Der chinesische Pkw-Markt widersetzte sich damit dem Trend einer an Dynamik verlierenden chinesischen Gesamtwirtschaft und war eine wichtige Stütze der ansonsten zuletzt schwächelnden Konjunktur. Im Monat Dezember lag das Wachstum bei 24 Prozent. Ein weiterer Rekord: Die knapp 2,8 Mio. verkauften Pkw waren das höchste jemals in einem Monat erreichte Absatzniveau. Der US-Light-Vehicle-Markt (Pkw und Light Duty) entwickelte sich im Jahr 2023 dynamisch. In den Vereinigten Staaten sind die Light-Vehicle-Verkäufe im vergangenen Jahr zweistellig um 12 Prozent gestiegen. Insgesamt wurden knapp 15,5 Mio. Fahrzeuge abgesetzt. Damit liegt der Markt allerdings noch knapp 9 Prozent unter dem Vorkrisenniveau von 2019. Im Monat Dezember stiegen die Verkäufe im Vergleich mit dem Vorjahresmonat kräftig um 13 Prozent auf ein Volumen von 1,4 Mio. Einheiten. Der Absatz auf dem mexikanischen Light-Vehicle-Markt (Pkw und Light Duty) ist im Jahr 2023 deutlich gestiegen. Mit knapp 1,4 Mio. neu registrierten Einheiten wurden rund ein Viertel (+25 Prozent) mehr Neufahrzeuge registriert als noch im Vorjahr 2022. Bemerkenswert ist, dass sich der Markt damit bereits wieder 3 Prozent oberhalb des Vorkrisenniveaus von 2019 befindet. Im Dezember wurden insgesamt gut 142.800 Light Vehicle abgesetzt, 18 Prozent mehr als im Vorjahresmonat. In Japan zeigte sich der Pkw-Markt im Jahr 2023 dynamisch. Insgesamt konnte im Jahresverlauf ein Volumenwachstum in Höhe von 16 Prozent realisiert werden. Es wurden 4,0 Mio. Pkw neu zugelassen. Der japanische Markt ist damit der viertgrößte Pkw-Einzelmarkt weltweit. Die Absatzlücke zum Vorkrisenniveau von 2019 beträgt allerdings noch rund 7 Prozent. Im Dezember wurden 301.600 Pkw abgesetzt. Das sind gut 6 Prozent mehr als im Vorjahresmonat. Auf dem indischen Pkw-Markt schwächte sich das Wachstum zuletzt etwas ab, verblieb aber weiterhin positiv. Im Gesamtjahr 2023 legten die Pkw-Verkäufe um 8 Prozent im Vergleich zum Vorjahr zu. Es wurden 4,1 Mio. Neufahrzeuge registriert. Damit kann der indische Pkw-Markt den dritten Platz der weltweit größten Pkw-Einzelmärkte behaupten, den er im vergangenen Jahr erstmals von Japan übernommen hatte. Im Monat Dezember wurde ein verhaltenes Wachstum in Höhe von gut 3 Prozent auf 242.900 Pkw erreicht. Der brasilianische Light-Vehicle-Markt (Pkw und Light Duty) entwickelte sich im Jahr 2023 im Vergleich zum Vorjahr ebenfalls deutlich positiv. Insgesamt wurden im Jahresverlauf knapp 2,2 Mio. Einheiten abgesetzt, 11 Prozent mehr als noch im Jahr 2022. In Relation zum Vorkrisenniveau liegt der Markt allerdings noch um gut 18 Prozent im Minus. Im Monat Dezember wurde ein Verkaufsvolumen in Höhe von 236.700 Light Vehicle erreicht. Das entspricht einem Plus von 17 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat. 2.2 Geschäftsverlauf Der Geschäftsverlauf der Gerdes GmbH hat sich im Jahr 2023 weiter positiv dargestellt, wie nachstehende Ausführungen zur Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage zeigen. 2.3 Ertragslage Die Ertragslage im Jahr 2023 kann als gut bezeichnet werden. Das Rohergebnis reduzierte sich auf TEUR 5.882 (Vorjahr TEUR 6.857). Dies entspricht einem Rückgang von ca. 14 %. Der Personalaufwand reduzierte sich um ca. 9 % von TEUR 4.264 auf TEUR 3.875. Dies ist auf den Personalabbau im laufenden Geschäftsjahr zurückzuführen. Die laufenden Abschreibungen liegen bei TEUR 366, demnach mit TEUR 92 unter dem Vorjahr. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen verringerten sich von TEUR 1.395 auf TEUR 1.311. Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag reduzierten sich aufgrund des gesunkenen Ergebnisses von TEUR 244 auf TEUR 112. Im abgelaufenen Geschäftsjahr wurde gegenüber dem Vorjahr (TEUR 494) ein Jahresüberschuss von TEUR 227 erwirtschaftet. Der Jahresüberschuss reduzierte sich daher um ca. 54%. 2.4 Finanzlage Alle notwendigen Investitionen konnten im Jahr 2023 aus dem Cashflow der laufenden Geschäftstätigkeit finanziert werden. Es sind keine Finanzierungen notwendig und geplant. Die Finanzlage der Gerdes GmbH zeichnet sich durch ausreichende liquide Mittel aus. Banklinien wurden nicht in Anspruch genommen. Die Liquiditätslage kann als sehr gut bezeichnet werden. 2.5 Vermögenslage Bei der Vermögensstruktur ergaben sich gegenüber dem Vorjahr keine nennenswerten Änderungen. Der Anteil des Anlagevermögens an der Bilanzsumme ist leicht gestiegen und liegt bei 28% (i.Vj. 27%). Das Vorratsvermögen reduzierte sich gegenüber dem Vorjahr von TEUR 680 auf TEUR 317. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstigen Vermögensgegenstände stiegen gegenüber dem Vorjahr um TEUR 151 auf TEUR 3.118. Der enthaltene Anteil der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen betrug TEUR 2.781. Der Kassenbestand und die Guthaben bei Kreditinstituten fielen gegenüber dem Vorjahr von TEUR 4.977 um TEUR 869 auf TEUR 4.108. Das Eigenkapital der Gerdes GmbH reduzierte sich auf 9,83 Mio. €. Die Eigenkapitalquote zum 31.12.2023 beträgt 94%. Die Pensionsrückstellungen sind nahezu unverändert bei TEUR 159. Die Sonstigen Rückstellungen von TEUR 230 betreffen im Wesentlichen personalbezogene Rückstellungen. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstigen Verbindlichkeiten reduzierten sich um 47 TEUR auf 232 TEUR. Die Vermögenslage kann als sehr gut bezeichnet werden. 3. Prognosebericht und Bericht über Chancen und Risiken der künftigen Entwicklung3.1 Chancen und Risikobericht Die Auftragsentwicklung für die Gerdes GmbH verlief im Geschäftsjahr 2023 und bisher im Jahr 2024 konstant. Der Umsatz im Vergleich zum Vorjahr führte zu einer geringen Steigerung. Da die Einkaufspreise für die Rohstoffe deutlich gestiegen sind, konnte das Rohergebnis nicht verbessert werden. Der Rückgang des Rohrergebnisses wurde durch Maßnahmen im Personalbereich sowie den übrigen betrieblichen Aufwendungen kompensiert. Somit konnte weiter ein positives Ergebnis erreicht werden. Im Geschäftsjahr 2024 wird eine ähnliche Situation erwartet. Für mögliche Risiken aus Gewährleistungsfällen wurden Rückstellungen gebildet. Im Jahr 2023 gab es keine nennenswerten Rechtsstreitigkeiten. Die flächendeckende weltweite Einführung von Elektroautos wird für die nächsten 10 Jahren als nicht wahrscheinlich angesehen, da die Reichweiten, der Wegfall von stattlichen Prämien sowie die Ladeinfrastruktur der Elektroautos derzeit nicht als praktikabel gelten. Es wird mit einem stetig wachsenden Marktanteil gerechnet. Da die Gerdes GmbH den Großteil des Umsatzes in den USA generiert, und dort die Elektromobilität noch nicht die positive Entwicklung nimmt wie in Europa, wird in diesem Segment langfristig mit einer stabilen Auftragslage zu rechnen sein. Die Gesamtbeurteilung der Risiken und Chancen hat ergeben, dass die Risiken trotz des weiter anhaltenden Ukrainekrieges aufgrund der breiten Kundenstruktur überschaubar sind. Grundlegende Änderungen der Risiko- und Chancenlage erwartet die Geschäftsführung derzeit nicht. Bestandsgefährdende Risiken sind aktuell für das Geschäftsjahr 2024 nicht erkennbar. Der Stopp der Handelsbeziehungen mit Russland aufgrund des Russland-Ukraine-Krieges birgt weiterhin keine Risiken für die Gesellschaft, da Kundenbeziehungen mit Russland nahezu nicht vorhanden waren. 3.2 Prognosebericht für die Branche Für den deutschen Markt rechnet man für 2024 mit einem Rückgang von einem Prozent auf weiterhin 2,8 Mio. Einheiten. Das ist etwa ein Viertel weniger als im Vorkrisenjahr 2019. Dabei geht man von einem niedrigeren Absatz von Elektro-Pkw aus (Minus 9 Prozent auf 635.000 Einheiten). Während der Absatz von Plug-In-Hybriden (PHEV) um 5 Prozent auf 185.000 Einheiten steigen dürfte, geht man bei den rein batterieelektrischen Fahrzeugen (BEV) von einem Rückgang von 14 Prozent auf 451.000 Einheiten aus. Die Märkte in Europa (U27, EFTA & UK; +4 Prozent) und den USA (+2 Prozent) dürften 2024 aufgrund des schwachen Vorjahresniveaus etwas stärker wachsen als der chinesische Markt (+1 Prozent). Für den globalen Pkw-Markt erwartet man einen moderaten Anstieg um 2 Prozent. Damit wäre das Niveau des Jahres 2019 fast wieder erreicht. Bei der Pkw-Inlandsproduktion erwartet der VDA für dieses Jahr eine Seitwärtsbewegung (± 0 Prozent; 4,1 Mio. Einheiten). Grund ist unter anderem die gesamtwirtschaftliche Schwäche. Eine erfreuliche Entwicklung erwartet man bei der inländischen Produktion von Elektro-Pkw. Diese dürfte 2024 weiter steigen. Man erwartet hier ein deutliches Plus in Höhe von 19 Prozent (BEV: + 25 Prozent, PHEV: ± 0 Prozent). Die Auslandsproduktion deutscher Konzernmarken dürfte mit der Fertigung von 10,6 Mio. Pkw um 4 Prozent zulegen. Bezüglich des Exports erwartet man für 2024 einen leichten Anstieg um ein Prozent auf gut 3,1 Mio. Einheiten. Das entspricht einer Exportquote von 76 Prozent. Bei den schweren Nutzfahrzeugen gehen wir für Europa (U27, EFTA & UK) von einem Rückgang von 10 Prozent aus, für die USA von 5 Prozent. In China erwartet man ein Wachstum von 8 Prozent. (Quelle der Ausführungen zum Prognosebericht für die Branche: Verband der Automobilindustrie e. V. (VDA), Berlin - www.vda.de) 3.3 Prognosebericht der Gesellschaft Die Gerdes GmbH rechnet im Jahr 2024 mit einer konstanten Betriebsleistung. Da die Auftragslage im ersten Quartal 2024 stabil war, schloss das erste Quartal 2024 positiv ab. Aufgrund der in den letzten Jahren ergriffenen Maßnahmen, sowie der Tatsache, dass die Gerdes GmbH nicht fremdfinanziert ist und ausreichend liquide Mittel hat, kann für das Jahr 2024 von einem positiven Ergebnis, welches sich auf dem Niveau des Jahres 2023 befindet, ausgegangen werden.
Kerpen, 17.06.2024 Ralf Gerdes, Geschäftsführer BilanzAktiva
Gewinn- und Verlustrechnung
Anhang1. Allgemeine Angaben Der Jahresabschluss der Gerdes GmbH wurde auf der Grundlage der Rechnungslegungsvorschriften des Handelsgesetzbuches aufgestellt. Ergänzend zu diesen Vorschriften waren die Regelungen des GmbH-Gesetzes zu beachten. Nach den in § 267 Abs. 2 HGB angegebenen Größenklassen hat die Gesellschaft die Schwellenwerte für eine kleine Kapitalgesellschaft überschritten und ist deshalb eine mittelgroße Kapitalgesellschaft. Die größenabhängigen Erleichterungen für Angaben im Anhang wurden in Anspruch genommen. Die Gesellschaft ist eingetragen im Handelsregister B des Amtsgerichtes Köln unter der Nummer HRB 41866. Der Sitz der Gesellschaft befindet sich in Kerpen. 2. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Die Bilanzierung und Bewertung erfolgten unter der Annahme der Fortführung der Unternehmenstätigkeit (§ 252 Abs. 1 Nr. 2 HGB). Von den Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden des Vorjahres wurde nicht abgewichen. Die immateriellen Vermögensgegenstände und die abnutzbaren Wirtschaftsgüter des Sachanlagevermögens wurden zu Anschaffungskosten, vermindert um Abschreibungen, bewertet. Die planmäßigen Abschreibungen wurden entsprechend der Nutzungsdauer nach der linearen und degressiven Methode pro rata temporis verrechnet, soweit nicht bei Zugängen von abnutzbaren Wirtschaftsgütern bis zum 1.1.2008 in Vorjahren nach der degressiven Methode pro rata temporis abgeschrieben wurde. Für die Wertansätze der letztgenannten Wirtschaftsgüter wurde am 1.1.2010 das Beibehaltungswahlrecht gem. Art. 67 Abs. 4 Satz 1 EGHGB ausgeübt. Im Oktober 2008 war das neu hergestellte Betriebsgebäude bezugsfertig. Die Abschreibung wurde gem. § 7 Abs. 4 Nr. 1 EStG mit 3 % pro rata temporis verrechnet. Für den Wertansatz des Betriebsgebäudes wurde am 1.1.2010 das Beibehaltungswahlrecht gem. Art. 67 Abs. 4 Satz 1 EGHGB ausgeübt. Geringwertige Wirtschaftsgüter mit Anschaffungskosten wurden im Berichtsjahr voll abgeschrieben (§ 6 Abs. 2 EStG). Gleichzeitig wird ihr Ausscheiden im Berichtsjahr unterstellt. Die Vorräte wurden zu Anschaffungs- und Herstellungskosten bewertet, soweit nicht ein niedrigerer Stichtagswert anzusetzen war. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind mit dem Nennwert bewertet. Einzelwertberichtigungen waren keine vorzunehmen. Pauschalwertberichtigungen zur Abdeckung des allgemeinen Kreditrisikos wurden im Berichtsjahr in Höhe von TEUR 42 (Vorj.: TEUR 40) vorgenommen. Soweit in den Forderungen Fremdwährungsforderungen enthalten sind, sind diese mit dem Stichtagskurs bewertet. Die sonstigen Vermögensgegenstände wurden mit dem Nennwert bewertet. Der Kassenbestand und die Guthaben bei Kreditinstituten wurden zum Nennwert bewertet. Die Rückstellungen wurden in Höhe der voraussichtlichen Inanspruchnahme bei vernünftiger kaufmännischer Beurteilung gebildet und bei einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr abgezinst. Die Bewertung der Verbindlichkeiten erfolgte in Höhe des jeweiligen Erfüllungsbetrages. 3. Erläuterungen zur Bilanz Die Entwicklung des Anlagevermögens ist gesondert im Bruttoanlagespiegel dargestellt. In den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind keine Forderungen mit einer Restlaufzeit größer als 1 Jahr enthalten. Pauschalwertberichtigungen sind mit TEUR 42 berücksichtigt. In den sonstigen Vermögensgegenständen sind Umsatzsteuersteuerforderungen mit TEUR 168 enthalten. Daneben sind Forderungen aus Ertragsteuern mit TEUR 151 enthalten. Die Entwicklung des Bilanzgewinns ist der Gewinn- und Verlustrechnung zu entnehmen. Die Pensionsrückstellung zum 31.12.2023 wurde nach der PUC-Methode unter Zugrundelegung der Richttafeln 2018 G von Prof. Dr. Klaus Heubeck, eines Rechnungszinsfußes von 1,82 % und eines Rententrends von 2,00 % p. a. berechnet. Sie wurden gemäß dem Wahlrecht nach § 253 Abs. 2 Satz 2 HGB mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz abgezinst, der sich bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren ergibt, basierend auf einem Jahresdurchschnitt von 10 Jahren. Der Unterschiedsbetrag zu der bis 31.12.2015 angewandten 7-jährigen Durchschnittsbetrachtung bei einem Rechnungszinsfuß von 1,74 % p. a. beträgt € 792 und unterliegt der Ausschüttungssperre gem. § 253 Abs. 2 Satz 1 i.V.m. Abs. 6 HGB. Für den Wert der Pensionsrückstellung zum 1.1.2010 (€ 328.406) wurde das Beibehaltungswahlrecht gem. Art. 67 Abs. 1 EGHGB ausgeübt. Der Fehlbetrag gegenüber der zum 31.12.2009 nach der o. a. PUC-Methode (Rechnungszinsfuß 5,25 % p.a.) neu berechneten Pensionsrückstellung beträgt € 86.170 und wird mit 1/15 (€ 5.745) p.a. im Rahmen der Übergangsregel zugeführt. Der insgesamt sich ergebende Überhang an passiven latenten Steuern i.H.v. T€ 4 (i.Vj.: T€ 0) resultiert aus der Inanspruchnahme der steuerlich einjährigen Nutzungsdauer von Computerhardware und Software (BMF-Schreiben vom 26.02.2021 bzw. 22.02.2022). Die Bewertung erfolgt mit dem Unternehmenssteuersatz (Körperschaftsteuer zzgl. Solidaritätszuschlag sowie Gewerbesteuer) i.H.v. ca. 32%. Die sonstigen Rückstellungen beinhalten insbesondere Rückstellungen für Personalkosten i.H.v. TEUR 78 (Vorj.: TEUR 228) und Rückstellungen für Gewährleistungen i.H.v. TEUR 62 (Vorj. TEUR 62). Im Übrigen sind Rückstellungen zur Erfüllung der Aufbewahrungspflichten und Rückstellungen für Abschluss- und Prüfungskosten enthalten. Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von mehr als fünf Jahren bestehen nicht. Die sonstigen Verbindlichkeiten beinhalten im Wesentlichen Lohn- und Kirchensteuerverbindlichkeiten i.H.v. TEUR 45 (Vorj. TEUR 47). 4. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung Die Gliederung erfolgte nach dem Gesamtkostenverfahren gem. § 275 Abs. 2 HGB. Auf die Angabe der Bezüge der Geschäftsführung gem. § 285 Nr. 9a HGB bzw. auf die Gesamtbezüge der früheren Mitglieder der gem. § 285 Nr. 9b HGB bezeichneten Organe und ihrer Hinterbliebenen wird mit Rücksicht auf § 286 Abs. 4 HGB verzichtet. Die für Hinterbliebene gebildeten Pensionsrückstellungen betragen TEUR 159 (§ 285 Nr. 9b Satz 3 HGB). Die Steuern vom Einkommen und Ertrag setzen sich aus Aufwandspositionen für die Körperschaftsteuer, den Solidaritätszuschlag, die Gewerbesteuer und den Aufwand für passive latente Steuern zusammen (TEUR 112). 5. sonstige Angaben Sonstige finanzielle Verpflichtungen:
Haftungsverhältnisse nach § 251 HGB bestehen zum Bilanzstichtag nicht. Die Zahl der im Jahr 2023 durchschnittlich beschäftigten Arbeitnehmer betrug 60. Die Anzahl setzt sich aus einem leitenden Angestellten, 24 Angestellten und 36 gewerblichen Arbeitnehmern zusammen. Geschäftsführer im Berichtsjahr war vom 01.01.2023 bis 31.12.2023 Herr Ralf Gerdes, Betriebsleiter. Der ausgeübte Beruf entspricht der Organstellung. 6. Ergebnisverwendung und Gewinnvortrag Die Geschäftsführung schlägt vor, den Jahresüberschuss 2023 in Höhe von € 227.367,26 auf neue Rechnung vorzutragen. Der Gewinnvortrag aus dem Vorjahr beträgt € 9.553.638,14.
Kerpen, den 17.06.2024 Ralf Gerdes BeschlüsseProtokoll über die Gesellschafterversammlung der Gerdes GmbH, Kerpen-Sindorf, vom 18.7.2024 Anwesend: Ralf Gerdes, alleiniger Gesellschafter der Gerdes GmbH Unter Verzicht auf gesetzliche und vertragliche Förmlichkeiten beschließe ich: Der Jahresabschluss zum 31.12.2023 mit einer Bilanzsumme in Höhe von EUR 10.458.817,42, der vom Steuerbüro Börsch erstellt und vom Wirtschaftsprüfer Herrn Prof. Dr. Rainer Jurowsky geprüft wurde, wird hiermit festgestellt. Der Geschäftsführung wird für das Geschäftsjahr 2023 Entlastung erteilt. Der Jahresüberschuss 2023 in Höhe von EUR 227.367,26 wird mit dem bestehenden Gewinnvortrag verrechnet und auf neue Rechnung vorgetragen. Der Bilanzgewinn zum 31.12.2023 beträgt EUR 9.781.005,40.
Kerpen, 18.7.24 Ralf Gerdes sonstige BerichtsbestandteileEntwicklung des Anlagevermögens vom 1.1.23 - 31.12.23
AHK= Anschaffungs- oder Herstellungskosten AFA= Abschreibgungen BW= Buchwerte
AHK= Anschaffungs- oder Herstellungskosten AFA= Abschreibgungen BW= Buchwerte
AHK= Anschaffungs- oder Herstellungskosten AFA= Abschreibgungen BW= Buchwerte Bestätigungsvermerk des AbschlussprüfersAn die Gerdes GmbH Prüfungsurteile Ich habe den Jahresabschluss der Gerdes GmbH - bestehend aus der Bilanz zum 31.12.2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus habe ich den Lagebericht der Gerdes GmbH für das Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023 geprüft. Nach meiner Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erkläre ich, dass meine Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Ich habe meine Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Meine Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" meines Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Ich bin von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und habe meine sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Ich bin der Auffassung, dass die von mir erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für meine Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Meine Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der meine Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung übe ich pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Ich erörtere mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die ich während meiner Prüfung feststelle.
Köln, 18.07.2024 Prof. Dr. Rainer Jurowsky, Wirtschaftsprüfer |
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