Stammdaten

Register
Amtsgericht Coesfeld HRB 5256
Eingetragen
18.2.2004
Branche
Herstellung von technischen TextilienHerstellung von Verpackungsmitteln aus KunststoffenHerstellung von Vliesstoff und nicht-konfektionierten Erzeugnissen daraus
Gegenstand
Die Herstellung und der Vertrieb von technischen Textilien, insbesondere für Anwendungen in den Bereichen Geo, Industrie und Agrar, nebst Zubehör und ergänzenden Produkten sowie die Erbringung von Planungs- und Beratungsleistungen in diesen Bereichen

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Stefan Heisterkamp
seit 4.7.2024
Prokura
Geschäftsführer
Andreas Elsing
seit 22.5.2014
Prokura
Jörg Eßling
seit 22.5.2014
Prokura
Geschäftsführer
Prokura
Heiko Pintz
seit 18.2.2004
Prokura

Beteiligungen

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Huesker Synthetic GmbH

Gescher

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2022 bis zum 31.12.2022

Amtsgericht Coesfeld, HR B 5256

Bilanz

AKTIVA

31.12.2022 Vorjahr
EUR EUR
A. ANLAGEVERMÖGEN
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene gewerbliche Schutzrechte und Lizenzen an solchen Rechten 1.002.578,78 761.568,30
2. Geleistete Anzahlungen 314.543,34 184.986,04
1.317.122,12 946.554,34
II. Sachanlagen
1. Bauten auf fremden Grundstücken 2.287.750,60 1.738.890,98
2. Technische Anlagen und Maschinen 3.149.452,97 2.964.917,22
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.341.112,11 1.285.433,78
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 425.463,72 1.081.087,11
7.203.779,40 7.070.329,09
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 17.732.703,16 17.732.703,16
2. Beteiligungen 509.648,76 0,00
3. Genossenschaftsanteile 2.400,00 12.800,00
18.244.751,92 17.745.503,16
26.765.653,44 25.762.386,59
B. UMLAUFVERMÖGEN
I. Vorräte
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 7.507.344,19 8.940.624,22
2. Unfertige Erzeugnisse 2.864.568,59 3.111.158,85
3. Fertige Erzeugnisse und Waren 10.535.082,68 10.702.680,14
4. Geleistete Anzahlungen 410.841,01 562.208,64
21.317.836,47 23.316.671,85
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 5.045.658,79 3.612.875,38
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 16.611.702,87 16.561.424,64
3. Sonstige Vermögensgegenstände 627.836,56 1.648.456,96
22.285.198,22 21.822.756,98
III. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten 20.982.076,97 15.318.680,89
64.585.111,66 60.458.109,72
C. RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN 227.438,81 229.391,26
91.578.203,91 86.449.887,57

PASSIVA

31.12.2022 Vorjahr
EUR EUR
A. EIGENKAPITAL
I. Gezeichnetes Kapital 5.000.000,00 5.000.000,00
II. Gewinnrücklagen
Gesellschaftsvertragliche Rücklage 28.894.771,60 28.894.771,60
III. Gewinnvortrag 31.806,00 44.716,00
IV. Jahresüberschuss 5.941.414,41 5.954.302,34
39.867.992,01 39.893.789,94
B. RÜCKSTELLUNGEN
1. Rückstellungen für Pensionen 793.790,00 829.283,00
2. Sonstige Rückstellungen 3.394.780,47 4.384.848,37
4.188.570,47 5.214.131,37
C. VERBINDLICHKEITEN
1. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 945.521,92 433.213,81
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 3.644.891,21 2.846.318,38
3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 41.893.667,53 36.862.260,23
- davon gegenüber der Gesellschafterin: EUR 41.779.683,86 (Vorjahr: EUR 36.810.575,11) -
4. Sonstige Verbindlichkeiten 1.037.560,77 1.200.173,84
- davon aus Steuern: EUR 239.144,23 (Vorjahr: EUR 332.970,32) -
- davon im Rahmen der sozialen Sicherheit: EUR 3.101,41 (Vorjahr: EUR 11.908,42) -
47.521.641,43 41.341.966,26
91.578.203,91 86.449.887,57

Gewinn- und Verlustrechnung

2022 Vorjahr
EUR EUR EUR EUR
1. Umsatzerlöse 114.486.449,62 108.218.818,29
2. Verminderung (-) des Bestands an fertigen und unfertigen Erzeugnissen -180.353,91 -490.630,64
3. Sonstige betriebliche Erträge 1.704.863,58 1.257.009,94
- davon aus Währungsumrechnung: EUR 427.045,29 (Vorjahr: EUR 564.573,28) -
116.010.959,29 108.985.197,59
4. Materialaufwand
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren 67.326.891,77 60.145.362,61
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen 1.512.760,38 68.839.652,15 2.181.144,59 62.326.507,20
5. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter 18.044.082,49 17.721.912,11
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 3.500.636,35 3.418.762,38
- davon für Altersversorgung: EUR 61.662,92 (Vorjahr: EUR 75.299,57) - 21.544.718,84 21.140.674,49
6. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 2.052.646,77 2.105.576,26
7. Sonstige betriebliche Aufwendungen 16.318.104,95 15.147.732,21
- davon aus Währungsumrechnung: EUR 369.972,30 (Vorjahr: EUR 275.122,61) -
7.255.836,58 8.264.707,43
8. Erträge aus Beteiligungen 1.372.500,00 617.500,00
- davon aus verbundenen Unternehmen: EUR 1.372.500,00 (Vorjahr: EUR 617.500,00) -
9. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 19.991,32 10.736,84
- davon aus verbundenen Unternehmen: EUR 6.370,00 (Vorjahr: EUR 9.413,90) -
10. Negative Einlagezinsen auf Bankguthaben 4.819,48 582,19
11. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 478.649,01 429.699,36
- davon an verbundene Unternehmen: EUR 448.806,10 (Vorjahr: EUR 403.460,83) -
- davon aus Aufzinsung: EUR 15.154,00 (Vorjahr: EUR 18.920,00) - 909.022,83 197.955,29
12. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 2.105.719,75 2.413.477,56
13. Ergebnis nach Steuern 6.059.139,66 6.049.185,16
14. Sonstige Steuern 117.725,25 94.882,82
15. Jahresüberschuss 5.941.414,41 5.954.302,34

Anhang

I. BILANZIERUNGS- UND BEWERTUNGSMETHODEN

a) Bilanzierungsmethoden

Jahresabschluss

Die Gesellschaft ist eine große Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 Abs. 3 HGB. Der Jahresabschluss der Gesellschaft für das Geschäftsjahr 2022 ist nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB) und den einschlägigen Vorschriften des GmbHG aufgestellt.

Die Erstellung des Jahresabschlusses erfolgt unter der Annahme der Unternehmensfortführung (§ 252 Abs. 1 Nr. 2 HGB).

Die Gliederung der Bilanz sowie der Gewinn- und Verlustrechnung entspricht den §§ 266 und 275 HGB, wobei für die Gewinn- und Verlustrechnung das Gesamtkostenverfahren (§ 275 Abs. 2 HGB) Anwendung findet. Gemäß § 265 Abs. 5 HGB wurde die Bilanz um den Posten "Genossenschaftsanteile" und die Gewinn- und Verlustrechnung um den Posten "Negative Einlagezinsen auf Bankguthaben" erweitert.

Die Bilanzierung der Vermögensgegenstände und Schulden erfolgt im Zeitpunkt des Übergangs des wirtschaftlichen bzw. rechtlichen Eigentums. Aufwendungen und Erträge des Geschäftsjahres sind unabhängig von den Zeitpunkten der entsprechenden Zahlungen im Jahresabschluss berücksichtigt. Alle vorhersehbaren Risiken und Verluste, die bis zum Abschlussstichtag entstanden sind, werden berücksichtigt. Gewinne werden nur berücksichtigt, wenn sie am Abschlussstichtag realisiert sind.

b) Bewertungsmethoden

Der Jahresabschluss wurde unter Beachtung der generellen Bewertungsvorschriften der §§ 246 bis 256a HGB sowie unter Berücksichtigung der besonderen Bewertungsvorschriften für Kapitalgesellschaften (§§ 264 bis 277 HGB) erstellt.

Die Bewertung der Vermögensgegenstände des Anlagevermögens erfolgt zu Anschaffungs oder Herstellungskosten abzüglich planmäßiger Abschreibungen. Die Herstellungskosten gemäß § 255 Abs. 2 und 3 HGB enthalten die Einzelkosten für Material und Fertigung, die Sonderkosten der Fertigung, angemessene Teile der Gemeinkosten und die fertigungsbedingten Abschreibungen. In den Herstellungskosten nicht enthalten sind die Kosten der allgemeinen Verwaltung sowie Fremdkapitalzinsen. Im Zugangsjahr erfolgt die Abschreibung pro rata temporis. Die Abschreibungen für immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen wurden linear und degressiv vorgenommen. Die Abschreibungsdauern bewegen sich bei entgeltlich erworbenen gewerblichen Schutzrechten und Lizenzen an solchen Rechten zwischen 3 und 15 Jahren, bei Bauten auf fremden Grundstücken zwischen 7 und 33 Jahren, bei technischen Anlagen und Maschinen zwischen 3 und 13 Jahren, bei anderen Anlagen und Betriebs- und Geschäftsausstattung zwischen 1 und 20 Jahren. Bei voraussichtlich dauernder Wertminderung werden zudem außerplanmäßige Abschreibungen auf den niedrigeren beizulegenden Wert vorgenommen. Geringwertige Anlagegüter bis zu einem Anschaffungswert von € 250,00 werden im Jahr des Zugangs als Aufwand erfasst. Für die geringwertigen Anlagegüter mit einem Anschaffungswert ab € 250,01 bis einschließlich € 1.000,00 wird ein Sammelposten gebildet. Dieser ist im Wirtschaftsjahr und in den vier Folgejahren jeweils mit einem Fünftel abzuschreiben.

Innerhalb der Finanzanlagen werden die Anteile an verbundenen Unternehmen, Beteiligungen sowie die Genossenschaftsanteile mit Anschaffungskosten oder niedrigeren beizulegenden Wertansätzen am Bilanzstichtag bei voraussichtlich dauernder Wertminderung bilanziert.

Die Bestände an Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen sind zu durchschnittlichen Einstandspreisen oder zu niedrigeren Tagespreisen am Bilanzstichtag aktiviert. Bei der Ermittlung der Anschaffungskosten werden Eingangsfrachten sowie angemessene Abschläge für Boni, Rabatte und Skonti berücksichtigt. Wertabschläge für nicht mehr gängige Bestände bei Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen sind abgesetzt. Für Magazinvorräte und Papphülsen wurden Festwerte gebildet, da diese in ihrer Größe, ihrem Wert und ihrer Zusammensetzung nur geringen Veränderungen unterliegen und ihr Gesamtwert für die Gesellschaft von nachrangiger Bedeutung ist.

Die unfertigen und fertigen Erzeugnisse werden bis zum Gewinnrealisationszeitpunkt zu Herstellungskosten bilanziert. Die Herstellungskosten enthalten neben den Fertigungs- und Materialeinzelkosten und Sonderkosten der Fertigung auch angemessene Teile der Material- und Fertigungsgemeinkosten sowie der Kosten des Werteverzehrs des Anlagevermögens, soweit dieser durch die Fertigung veranlasst ist. In den Herstellungskosten nicht enthalten sind die Kosten der allgemeinen Verwaltung sowie Fremdkapitalzinsen.

Waren werden mit ihren Anschaffungskosten in Höhe der durchschnittlichen Einstandspreise aktiviert, dabei werden Eingangsfrachten sowie angemessene Abschläge für Boni, Rabatte und Skonti berücksichtigt. Für nicht mehr gängige Waren werden Wertabschläge vorgenommen.

Für unfertige und fertige Erzeugnisse und Waren erfolgte eine verlustfreie Bewertung durch Ansatz mit dem niedrigeren Wert aus Anschaffungskosten bzw. Herstellungskosten und den retrograd ermittelten beizulegenden Werten.

Geleistete Anzahlungen sind zum Nennwert angesetzt.

Alle erkennbaren Risiken im Vorratsvermögen, die sich aus mangelnder Gängigkeit und geminderter Verwertbarkeit ergeben, sind durch Abwertungen berücksichtigt.

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände werden grundsätzlich zu Anschaffungskosten in Höhe der Nominalwerte unter Berücksichtigung von Einzel- und Pauschalwertberichtigungen angesetzt. Pauschalwertberichtigungen wurden in Höhe von 2 % auf den nicht einzelwertberichtigten Nettoforderungsbestand an Forderungen aus Lieferungen und Leistungen vorgenommen, dabei wurde berücksichtigt, dass die Forderungen größtenteils versichert sind.

Liquide Mittel sind zum Nennbetrag angesetzt, Guthaben in Fremdwährungen werden zum Devisenkassamittelkurs am Abschlussstichtag umgerechnet.

Der Ausweis und die Darstellung des Eigenkapitals erfolgen gemäß § 272 HGB.

Die Gesellschaft hat ihre Pensionsverpflichtungen nach der Projected-Unit-Credit-Method (PUC-Method) bewertet. Es wurden dabei die Richttafeln 2018 G von Klaus Heubeck verwendet. Für die Abzinsung des Erfüllungsbetrags wurde pauschal der von der Deutschen Bundesbank veröffentlichte durchschnittliche Marktzinssatz, der sich aus den vergangenen zehn Geschäftsjahren bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren ergibt, verwendet. Dieser beträgt im Geschäftsjahr 1,78% (Vorjahr: 1,87 %) p. a.; Gehalts- und Rentensteigerungen sowie Fluktuationswahrscheinlichkeiten waren nicht zu berücksichtigen, da es sich ausschließlich um Versorgungsempfänger mit festen Zusagen handelt.

Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken auf der Grundlage vorsichtiger kaufmännischer Beurteilung und wurden in der Höhe gebildet, die für ihre Erfüllung nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung unter Berücksichtigung erwarteter künftiger Preis- und Kostensteigerungen notwendig ist.

Die Rückstellung für Altersteilzeit wird entsprechend den Grundsätzen des IDW RS HFA 3 unter Anwendung eines Zinsfußes von 0,52 % p. a. (von der Deutschen Bundesbank veröffentlichter durchschnittlicher Marktzinssatz, der sich aus den vergangenen sieben Geschäftsjahren bei einer Restlaufzeit von zwei Jahren ergibt) und der Heubeck Richttafeln 2018 G nach versicherungsmathematischen Grundsätzen bewertet. Dabei wird eine Einkommensdynamik von 2,50 % unterstellt. Die Erfolgswirkung aus der Änderung des Abzinsungssatzes wird im Finanzergebnis ausgewiesen.

Die sonstigen Rückstellungen enthalten pauschale Gewährleistungsrückstellungen, diese werden aufgrund von Erfahrungswerten mit 5 ‰ des garantiebehafteten Umsatzes bewertet.

Verbindlichkeiten werden mit dem Erfüllungsbetrag angesetzt.

Vermögensgegenstände und Schulden in Fremdwährung werden zum Zeitpunkt der Zugangsbewertung mit dem jeweiligen Devisenkassamittelkurs umgerechnet. Die Folgebewertung der Vermögensgegenstände und Schulden in fremder Währung mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr erfolgt zum Abschlussstichtag mit dem Devisenkassamittelkurs zum Abschlussstichtag. Bei einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurde dabei das Realisationsprinzip (§ 252 Abs. 1 Nr. 4 Halbsatz 2 HGB) und das Anschaffungskostenprinzip (§ 253 Abs. 1 Satz 1 HGB) beachtet.

Auf den Ansatz von aktiven latenten Steuern wird gemäß dem Wahlrecht des § 274 Abs. 1 HGB verzichtet.

Devisentermingeschäfte

Zur Absicherung der Risiken durch Schwankungen der australischen und amerikanischen Dollar Währung aus Fakturierungen in diesen Währungen hat die Gesellschaft mehrere Devisentermingeschäfte im Rahmen von Mikro-Hedges und Portfolio-Hedges abgeschlossen. Diese Devisentermingeschäfte und die Forderungen gegen verbundene Unternehmen sowie die erwarteten Zahlungsströme aus den Fakturierungen werden zu Bewertungseinheiten im Sinne des § 254 HGB zusammengefasst. Die bilanzielle Abbildung der Bewertungseinheiten erfolgt nach der sogenannten Einfrierungsmethode.

Die wirtschaftliche Verknüpfung zwischen Grund- und Sicherungsgeschäft wird hinreichend im Nebenbuch dokumentiert. Ebenso wird die Effektivität der Sicherungsbeziehung regelmäßig überwacht. Hierzu wird die dollar-offset-Methode verwendet.

Zum 31. Dezember 2022 betrug der Gesamtbestand an Forderungen gegen verbundene Unternehmen in australischen Dollar TAUD 3.307, gleichzeitig bestanden Sicherungsgeschäfte (Mikro-Hedges) in Höhe von TAUD 3.253 mit einem Marktwert von T€ -72. Bis zum 5. Juni 2023 werden sich die gegenläufigen Wertänderungen oder Zahlungsströme voraussichtlich ausgleichen. Der nicht gesicherte Teil des AUD Forderungsbestandes wurde zum Devisenkassamittelkurs am Abschlussstichtag umgerechnet.

Von dem Gesamtforderungsbestand gegenüber verbundenen Unternehmen in amerikanischen Dollar in Höhe von TUSD 4.981 sind TUSD 661 durch Mikro-Hedges mit einem Marktwert von TEUR 9 und TUSD 1.599 durch Portfolio-Hedges mit einem Marktwert von T€ 6 abgesichert. Bis zum 31. März 2023 haben sich die gegenläufigen Wertänderungen oder Zahlungsströme ausgeglichen. Der nicht gesicherte Teil des USD Forderungsbestandes wurde zum Devisenkassamittelkurs am Abschlussstichtag umgerechnet.

II. ANGABEN ZU EINZELNEN POSTEN DES JAHRESABSCHLUSSES

Anlagevermögen

Zusammensetzung und Entwicklung des Anlagevermögens sind dem Anlagespiegel zu entnehmen, der dem Anhang als Anlage beigefügt ist.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen in Höhe von T€ 16.612 (Vorjahr: T€ 16.561) entfallen, wie im Vorjahr, ausschließlich auf Lieferungen und Leistungen.

Rückstellungen

Aus der Abzinsung der Rückstellungen für Pensionen mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen zehn Jahre ergibt sich im Vergleich zur Abzinsung mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Jahre ein Unterschiedsbetrag in Höhe von T€ 19 (Vorjahr: T€ 32). Dieser Unterschiedsbetrag ist für die Ausschüttung gesperrt.

Die sonstigen Rückstellungen betreffen im Wesentlichen Rückstellungen für Boni in Höhe von T€ 244 (Vorjahr: T€ 472), Garantie- und Gewährleistungsverpflichtungen in Höhe von T€ 374 (Vorjahr: T€ 353), ausstehende Rechnungen in Höhe von T€ 293 (Vorjahr: T€ 477) sowie mit T€ 2.118 (Vorjahr: T€ 2.379) personalbezogene Verpflichtungen.

Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von T€ 41.894 (Vorjahr: T€ 36.862) betreffen mit T€ 114 (Vorjahr: T€ 52) Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen gegenüber Tochtergesellschaften und mit T€ 41.780 (Vorjahr: T€ 36.810) sonstige Verbindlichkeiten gegenüber der Gesellschafterin. Bis auf zwei Darlehen der Gesellschafterin in Höhe von insgesamt T€ 2.242 mit einer Gesamtlaufzeit von 10 Jahren sind sämtliche Verbindlichkeiten wie im Vorjahr innerhalb von einem Jahr fällig. Die Darlehen von der Gesellschafterin weisen in Höhe von T€ 677 eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr und in Höhe von T€ 1.565 eine Restlaufzeit von mehr als einem Jahr auf (Vorjahr: T€ 677 mit einer Restlaufzeit von bis zu einem Jahr, T€ 2.243 mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr). Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von mehr als fünf Jahren liegen nicht vor.

Gewinn- und Verlustrechnung

Umsatzerlöse

Die Umsatzerlöse entfallen mit T€ 43.470 (38,0 %) auf das Inland und mit T€ 71.016 (62,0 %) auf das Ausland. Im Vorjahr entfielen T€ 44.447 auf das Inland und T€ 63.772 auf das Ausland.

Sonstige betriebliche Erträge

In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind periodenfremde Erträge in Höhe von T€ 806 enthalten, hierbei handelt es sich im Wesentlichen um Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen (T€ 735).

III. SONSTIGE ANGABEN

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Zum Bilanzstichtag bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen in Höhe von T€ 6.227, diese betreffen mit T€ 4.764 Miet- und Pachtverpflichtungen und mit T€ 1.463 Leasingverpflichtungen. Von den sonstigen finanziellen Verpflichtungen ist ein Betrag von T€ 2.079 innerhalb eines Jahres fällig.

Die Miet- und Pachtverpflichtungen bestehen in Höhe von T€ 4.708 gegenüber verbundenen Unternehmen.

Haftungsverhältnisse

Die Gesellschaft hat eine Bürgschaft gegenüber einem Lieferanten für ihre Tochtergesellschaft Huesker SRL, Trieste / Italien, in Höhe von T€ 250 mit einer Laufzeit bis zum 31. Dezember 2023 übernommen. Aufgrund der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Tochtergesellschaft wird die Wahrscheinlichkeit der Inanspruchnahme aus dieser Bürgschaft als gering eingestuft.

Mitarbeiter

Die durchschnittliche Zahl der Mitarbeiter im Jahr 2022 betrug ohne Geschäftsführung 355 Mitarbeiter, davon waren 162 Angestellte (Vorjahr: 155) sowie 193 gewerbliche Arbeitnehmer (Vorjahr: 192). Darüber hinaus wurden 22 Auszubildende (Vorjahr: 18) beschäftigt.

Anteilsbesitz

Sitz Anteil am Kapital vorliegender Abschluss Eigenkapital Jahresergebnis
%
NABENTO Vliesstoff GmbH Gescher 100 31.12.2022 1.493.267,23 527.742,42
Huesker Synthetic B.V. Den Dungen/ Niederlande 100 31.12.2022 1.274.212,00 468.970,00
Huesker s.r.l. Triest/ Italien 95 31.12.2022 999.317,00 324.838,00
Huesker France SAS Gresswiller/ Frankreich 100 31.12.2022 2.713.595,53 857.254,52
Huesker Limited Warrington/GB 100 31.12.2022 817.092,00 553.796,00
Huesker geosinteticos S.A.U. Noain/ Spanien 100 31.12.2022 632.351,00 235.408,00
Huesker Asia Pacific Pte. Ltd. Singapore 100 31.12.2022 203.580,00 131.552,00
Huesker Inc. Charlotte/ USA 100 31.12.2022 5.111.480,41 672.627,98
Huesker Property Company, LLC Charlotte/ USA 100 31.12.2022 4.513.238,33 -2.549,22
Huesker Ltda. Säo Jose dos Campos/ Brasilien 100 31.12.2022 6.500.549,78 726.421,45
OOO Huesker Moskau/ Russland 99 31.12.2022 4.255.420,60 448.370,10
Huesker Australia Pty Ltd. Wollongong/ Australien 100 31.12.2022 4.520.353,02 545.738,23
W8SVR GmbH Gescher 33,33 31.12.2022 796.716,67 -373.283,33

Für die Umrechnung der in fremder Währung aufgestellten Abschlüsse wurden folgende Umrechnungskurse verwendet:

Umrechnungskurse

USD/EUR 1,0666
BRL/EUR 5,6386
RUB/EUR 76,5506
AUD/EUR 1,5693

Konzernverhältnisse

Die Gesellschaft wird in den Konzernabschluss der Huesker Holding GmbH, Gescher, einbezogen, die den Konzernabschluss für den kleinsten und größten Kreis von Unternehmen aufstellt. Der Konzernabschluss wird im Bundesanzeiger veröffentlicht.

Die Muttergesellschaft Huesker Holding GmbH, Gescher, stellt einen befreienden Konzernabschluss auf. Die Huesker Synthetic GmbH stellt daher gemäß § 291 Abs. 1 HGB keinen Konzernabschluss auf.

Geschäftsführungsorgane

Als Geschäftsführer sind bestellt:

 

Herr Dr. F.- Hans Grandin, Ratingen

 

Herr Sven Jürgen Schröer, Lüdinghausen

Auf die Angabe der Gesamtbezüge der Geschäftsführer und ehemaligen Geschäftsführer wird unter Inanspruchnahme der Schutzklausel des § 286 Abs. 4 HGB verzichtet.

Abschlussprüferhonorar

Von der Erleichterungsvorschrift des § 285 Nr. 17 letzter Satzteil HGB wurde Gebrauch gemacht.

Beirat

Die Gesellschaft hatte im Geschäftsjahr einen Beirat, der aus folgenden Personen bestand:

 

Herr Henner Mahlstedt, Essen, - Vorsitzender

 

Dipl.-Ing.

 

Herr Andreas Roth, Darmstadt, - stellvertretender Vorsitzender

 

Geschäftsführer Operations der CDM Smith Consult GmbH

 

Herr Werner Borgers, Bocholt, Dipl.-Kaufmann

 

Dr. Andreas Rittstieg, Hamburg, Rechtsanwalt

 

Herr Kurt-Henrik Müller, Neuss

 

Managing Director Architectural Glass Germany

Es handelt sich nicht um ein Aufsichtsorgan im aktienrechtlichen Sinne.

Die im Geschäftsjahr gewährten Gesamtbezüge der Beiratsmitglieder betragen T€ 152,5.

Gewinnverwendungsvorschlag

Der Jahresüberschuss des Geschäftsjahres 2022 soll mit Ausnahme des ausschüttungsgesperrten Betrages an die Huesker Holding GmbH, Gescher, ausgeschüttet werden, soweit diese nicht mit Zustimmung von deren Gesellschafterversammlung nach Anhörung des Beirats beschließt, das Ergebnis ganz oder teilweise in Rücklagen einzustellen.

Besondere Vorgänge nach dem Schluss des Geschäftsjahres

Es sind keine Vorgänge von besonderer Bedeutung nach Schluss des Berichtszeitraums eingetreten, die wesentlichen Einfluss auf den Jahresabschluss gehabt hätten.

 

Gescher, 2. Mai 2023

Huesker Synthetic GmbH

Die Geschäftsführung

Dr. F.- Hans Grandin

Sven Jürgen Schröer

Entwicklung des Anlagevermögens

Anschaffungs- oder Herstellungskosten
Vortrag 1.1.2022 Zugänge Umbuchungen Abgänge Stand 31.12.2022
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene gewerbliche Schutzrechte und Lizenzen an solchen Rechten 3.829.392,00 383.682,93 98.125,00 38.333,00 4.272.866,93
2. Geleistete Anzahlungen 184.986,04 227.682,30 -98.125,00 0,00 314.543,34
4.014.378,04 611.365,23 0,00 38.333,00 4.587.410,27
II. Sachanlagen
1. Bauten auf fremden Grundstücken 8.146.510,92 759.284,22 94.098,40 0,00 8.999.893,54
2. Technische Anlagen und Maschinen 23.428.200,54 434.100,60 985.440,67 603.577,64 24.244.164,17
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung
1. Fuhrpark 6.850,80 0,00 0,00 0,00 6.850,80
2. Betriebsausstattung 4.641.744,71 209.265,01 1.548,04 118.339,80 4.734.217,96
3. Geschäftsausstattung 856.186,33 226.966,06 0,00 17.513,36 1.065.639,03
4. GWG Sammelposten 604.412,82 121.614,77 0,00 7.260,67 718.766,92
6.109.194,66 557.845,84 1.548,04 143.113,83 6.525.474,71
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 1.081.087,11 425.463,72 -1.081.087,11 0,00 425.463,72
38.764.993,23 2.176.694,38 0,00 746.691,47 40.194.996,14
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 17.732.703,16 0,00 0,00 0,00 17.732.703,16
2. Beteiligungen 0,00 509.648,76 0,00 0,00 509.648,76
3. Genossenschaftsanteile 12.800,00 0,00 0,00 10.400,00 2.400,00
17.745.503,16 509.648,76 0,00 10.400,00 18.244.751,92
Anlagevermögen insgesamt 60.524.874,43 3.297.708,37 0,00 795.424,47 63.027.158,33
Abschreibungen
Stand 1.1.2022 Zugänge Abgänge Stand 31.12.2022
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene gewerbliche Schutzrechte und Lizenzen an solchen Rechten 3.067.823,70 240.797,45 38.333,00 3.270.288,15
2. Geleistete Anzahlungen 0,00 0,00 0,00 0,00
3.067.823,70 240.797,45 38.333,00 3.270.288,15
II. Sachanlagen
1. Bauten auf fremden Grundstücken 6.407.619,94 304.523,00 0,00 6.712.142,94
2. Technische Anlagen und Maschinen 20.463.283,32 1.061.859,31 430.431,43 21.094.711,20
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung
1. Fuhrpark 6.850,80 0,00 0,00 6.850,80
2. Betriebsausstattung 3.868.933,94 231.608,56 70.332,54 4.030.209,96
3. Geschäftsausstattung 624.132,91 92.340,66 11.180,04 705.293,53
4. GWG Sammelposten 323.843,23 121.517,79 3.352,71 442.008,31
4.823.760,88 445.467,01 84.865,29 5.184.362,60
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00
31.694.664,14 1.811.849,32 515.296,72 32.991.216,74
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 0,00 0,00 0,00
2. Beteiligungen 0,00 0,00 0,00 0,00
3. Genossenschaftsanteile 0,00 0,00 0,00 0,00
0,00 0,00 0,00 0,00
Anlagevermögen insgesamt 34.762.487,84 2.052.646,77 553.629,72 36.261.504,89
Buchwerte
Stand 31.12.2022 Stand Vorjahr
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene gewerbliche Schutzrechte und Lizenzen an solchen Rechten 1.002.578,78 761.568,30
2. Geleistete Anzahlungen 314.543,34 184.986,04
1.317.122,12 946.554,34
II. Sachanlagen
1. Bauten auf fremden Grundstücken 2.287.750,60 1.738.890,98
2. Technische Anlagen und Maschinen 3.149.452,97 2.964.917,22
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung
1. Fuhrpark 0,00 0,00
2. Betriebsausstattung 704.008,00 772.810,77
3. Geschäftsausstattung 360.345,50 232.053,42
4. GWG Sammelposten 276.758,61 280.569,59
1.341.112,11 1.285.433,78
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 425.463,72 1.081.087,11
7.203.779,40 7.070.329,09
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 17.732.703,16 17.732.703,16
2. Beteiligungen 509.648,76 0,00
3. Genossenschaftsanteile 2.400,00 12.800,00
18.244.751,92 17.745.503,16
Anlagevermögen insgesamt 26.765.653,44 25.762.386,59

Lagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2022 bis zum 31. Dezember 2022

A. Grundlagen des Unternehmens

Geschäftsmodell

Das Unternehmen stellt technische Textilien insbesondere für Anwendungen in den Bereichen Geo, Industrie und Agrar an den Standorten Gescher und Dülmen her und vertreibt diese zusammen mit komplementären Handelsprodukten sowie als Systemlösungen im In- und Ausland. Die strategischen Geschäftsfelder Erd- und Grundbau, Straßen- und Verkehrswegebau, Wasserbau, Umwelttechnik, Industrie und Agrar und Mining bilden den Rahmen für die Geschäftstätigkeit des Unternehmens.

Strategie

Die weltweite Bearbeitung der Anwendungsmärkte erfolgt sowohl über eigene Tochtergesellschaften und Außendienstmitarbeiter als auch über unabhängige Vertretungen und Händler.

Forschung und Entwicklung

Das Unternehmen unterhält eine eigene Abteilung Anwendungstechnik, deren Ziel es ist, neue Anwendungsgebiete zu erschließen. Hieraus ergeben sich unter anderem Anforderungen für neue Produkte, die produktionsnah entwickelt werden. Eine weitere wichtige Aufgabe der 14 Mitarbeiter in diesem Bereich ist die Weiterentwicklung klassischer Produktserien. Des Weiteren ist eine Innovationsabteilung mit 4 Mitarbeitern eingegliedert, welche neue Produkte und Innovationen für das Unternehmen entwickelt.

Neue und digital weiterentwickelte Technologien sichern die Wettbewerbsfähigkeit der HUESKER Synthetic GmbH. Bereits im Jahr 2020 wurde eine Digitalisierungsstrategie von der Geschäftsführung verabschiedet, die nunmehr Schritt für Schritt getragen von der Belegschaft umgesetzt wird.

B. Wirtschaftsbericht 1

Volkswirtschaftliche Rahmenbedingungen

Nach einer moderaten konjunkturellen Erholung im Jahr 2021 war das erste Halbjahr 2022 durch die Auswirkungen des Krieges in der Ukraine, fortgesetzte Schutzmaßnahmen gegen die COVID-19-Pandemie in Asien sowie durch hohe Inflationsraten und dadurch bedingt ein gegenüber den Vorjahren deutlich gestiegenes Zinsniveau geprägt. Im zweiten Halbjahr erhöhte sich die weltwirtschaftliche Aktivität in moderatem Tempo, wobei die konjunkturelle Grundtendenz durch Sonderfaktoren überlagert wurde. So entfielen im dritten Quartal dämpfende Einflüsse wie ein zeitweise kräftiger Lagerabbau in den Vereinigten Staaten sowie die Auswirkungen umfangreicher pandemiebedingter Lockdowns in China. Zum Jahresende hin hat sich die wirtschaftliche Dynamik jedoch wieder merklich verringert, wobei die Inflation ihren Höhepunkt überschritten haben dürfte.

In Summe prognostiziert der IWF für das Berichtsjahr ein globales Wirtschaftswachstum von 3,4 %, das weltweit unterschiedlich ausfiel.

Für die Volkswirtschaften der Industrieländer erwartet der IWF für 2022 ein Wirtschaftswachstum von 2,7 %. Überdurchschnittliches Wachstum wird für Spanien (5,2 %) und Großbritannien (4,1 %) vorhergesagt, während die großen Volkswirtschaften Deutschland (1,9 %), Japan (1,4 %) und die Vereinigten Staaten (2,0 %) deutlich schwächer wuchsen.

Die Eurozone erzielte im Vergleich zum Vorjahr mit 3,5 % ein höheres Wachstum als die Industrieländer insgesamt, auch hier mit unterschiedlichen Entwicklungen. Das größte Wachstum im Euroraum erzielten Spanien und Italien (3,9 %).

In Asien verlief das Berichtsjahr ebenfalls sehr heterogen: Hohen Wachstumsraten in Indien (6,8 %) und in den ASEAN-Staaten (5,2 %) stand - im Wesentlichen bedingt durch die drakonische COVID-19-Politik - mit 3,0 % nur schwaches Wachstum in China entgegen. In Japan (1,4 %) verzögerte sich die Erholung von der Krise stärker als bisher gedacht.

1 Quelle: Internationaler Währungsfonds, World Economic Outlook Update (Stand: Januar 2023) Ifw Kiel Institut für Weltwirtschaft, Kieler Konjunkturberichte (Deutschland/Welt, Dezember 2022 / März 2023)

In Lateinamerika schwächte sich die Konjunktur mit einem Wachstum von insgesamt 3,9 % gegenüber dem Vorjahr deutlich ab. Insbesondere wurde die größte Volkswirtschaft Südamerikas, Brasilien, durch die bevorstehenden Wahlen Ende 2022 im gesamten zweiten Halbjahr gebremst und auch Argentinien verlor deutlich an Momentum.

Wie oben bereits angedeutet, hat die Inflation in den fortgeschrittenen Volkswirtschaften ihren Höhepunkt wohl überschritten. Nachdem der Preisauftrieb im Verlauf des Jahres 2022 historische Höhen erreicht und im Sommer und Herbst in vielen Ländern so hoch wie seit mehr als 50 Jahren nicht mehr war, dürfte dieser seit Beginn des Inflationsschubs Anfang 2021 zum Jahresende 2022 wieder merklich zurückgegangen sein.

C. Ertragslage

Gesamtaussage über den Geschäftsverlauf

Getragen vom Wachstum in fast allen Vertriebsbereichen erzielte die HUESKER Synthetic GmbH im Jahr 2022 ein organisches Umsatzwachstum von 5,8 %.

Die Profitabilität war hingegen belastet durch massive Steigerungen der Einkaufs- und Energiepreise, die im Jahresverlauf ihren Höhepunkt erreichten. Durch eine vorausschauende Einkaufspolitik mit steter Lieferfähigkeit zu moderaten Preisen sowie einer effizienten Kostensteuerung in allen Bereichen konnten vorgenannte negative Ergebniseffekte gemildert werden.

Finanzielle Leistungsindikatoren

Umsatz

Unter nach wie vor herausfordernden Rahmenbedingungen steigerte die HUESKER Synthetic GmbH im Geschäftsjahr 2022 den Umsatz um 6 Mio. € auf 114 Mio. €.

Die Exportquote erhöhte sich mit 62,0 % im Vergleich zum Vorjahr (58,9 %), so dass im Inland 38,0 % (Vorjahr: 41,1 %) des Umsatzes erwirtschaftet wurden.

Ergebnis

Im Vergleich zum Vorjahr verringerte sich das Betriebsergebnis (EBIT) der Gesellschaft im Berichtsjahr auf T€ 7.138 (Vorjahr: T€ 8.169). Ursächlich für das trotz Umsatzsteigerung niedrigere Ergebnis waren die oben genannten signifikanten Rohstoffpreissteigerungen im abgelaufenen Geschäftsjahr, welche nur teilweise durch Steigerungen der Verkaufspreise verbunden mit einer vorausschauenden Einkaufs- und Kostenpolitik gemildert werden konnten. Aus diesem Grund stieg der Materialaufwand von T€ 62.326 auf T€ 68.840 an, während sich der Personalaufwand im Vergleich zum Vorjahr nur geringfügig um 1,9 % erhöht hat.

2022 2021
Umsatz T€ 114.486 108.219
Abschreibungen T€ 2.052 2.106
Finanzergebnis T€ 909 198
Jahresergebnis T€ 5.941 5.954

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen stiegen gegenüber dem Vorjahr vor dem Hintergrund der allgemeinen Kostenentwicklung moderat.

Durch zusätzliche Dividendenausschüttungen gegenüber 2021 in Höhe von T€ 660 seitens der Tochtergesellschaften aus den Niederlanden und Großbritannien verbesserte sich das Finanzergebnis deutlich.

D. Finanzlage

Cashflow 2022 2021
Mittelzufluss /-abfluss (-) aus
Geschäftstätigkeit T€ 8.467 3.530
Investitionstätigkeit T€ -1.661 -1.653
Finanzierungstätigkeit T€ -1.146 -1.089
Wechselkurs- und bewertungsbedingte Änderungen im Finanzmittelfonds T€ +3 -89
Finanzmittelfonds am Jahresende T€ 20.982 15.319

Die HUESKER Synthetic GmbH erzielte aus der laufenden Geschäftstätigkeit Mittelzuflüsse in Höhe von T€ 8.467. Für Investitionen in das Sachanlagevermögen wurden Mittel in Höhe von T€ 2.177 verwendet, wovon T€ 434 die Anschaffung neuer Maschinen betrafen. Zudem wurden im Jahre 2022 T€ 510 in eine Minderheitsbeteiligung an der neu gegründeten W8SVR GmbH in Form von liquiden Mitteln und Sacheinlagen investiert. In die W8SVR GmbH wurden die Herstellung, der Vertrieb und der Handel mit faserverstärkten Kunststoff-Halberzeugnissen eingebracht. Der Finanzmittelfonds - bestehend aus liquiden Mitteln - betrug in der HUESKER Synthetic GmbH zum Bilanzstichtag T€ 20.982 (Vorjahr: T€ 15.319).

Die Verbindlichkeiten der HUESKER Synthetic GmbH betrugen zum Bilanzstichtag T€ 47.522 gegenüber einem Vorjahreswert von T€ 41.342. Sowohl die Verbindlichkeiten gegenüber verbunden Unternehmen als auch die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und die Erhaltenen Anzahlungen auf Bestellungen sind gestiegen. Die sonstigen Verbindlichkeiten haben sich gegenüber dem Vorjahr reduziert.

Die HUESKER Synthetic GmbH war jederzeit in der Lage, ihre Zahlungsverpflichtungen zu erfüllen.

E. Vermögenslage

31.12.2022 31.12.2021
T€ % T€ %
Aktiva
Anlagevermögen 26.766 29,2 25.762 29,8
Umlaufvermögen 64.585 70,5 60.459 69,9
Rechnungsabgrenzungsposten 227 0,3 229 0,3
91.578 100,0 86.450 100,0
Passiva
Eigenkapital 39.868 43,5 39.894 46,1
Mittel- und langfristige Rückstellungen und Verbindlichkeiten 2.733 3,0 3.425 4,0
Kurzfristige Rückstellungen und Verbindlichkeiten 48.977 53,5 43.131 49,9
91.578 100,0 86.450 100,0

Die Bilanzsumme der HUESKER Synthetic GmbH hat sich um T€ 5.128 auf T€ 91.578 erhöht.

Dies resultierte im Wesentlichen aus den um ca. 6 Mio. € gestiegenen liquiden Mitteln, bei gleichzeitigem Anstieg der Verbindlichkeiten gegenüber der Gesellschafterin um ca. 6 Mio. €. Auf dem Verrechnungskonto mit der Gesellschafterin wird insbesondere die jährliche Ausschüttung erfasst.

Eigenkapitalquote

Das Eigenkapital der HUESKER Synthetic GmbH zum Bilanzstichtag beträgt T€ 39.868 und liegt damit um T€ 26 unter dem Vorjahreswert von T€ 39.894. Da die Bilanzsumme gleichzeitig um T€ 5.128 auf T€ 91.578 gestiegen ist, ergibt sich eine Eigenkapitalquote von 43,5 % nach 46,1 % im Vorjahr.

F. Chancen- und Risikobericht

Risiken, die den Fortbestand des Unternehmens im Berichtszeitraum oder darüber hinaus gefährden, wurden nicht festgestellt.

Eine Risikodiversifizierung innerhalb der HUESKER Synthetic GmbH ergibt sich durch die unterschiedlichen Konjunkturverläufe, Wetterabhängigkeiten und Volatilitäten sowohl in unseren Geschäftsfeldern als auch durch die internationale geografische Verteilung der Standorte unserer Tochtergesellschaften.

Das Geschäft ist stark abhängig von Konjunkturzyklen, dem Verlauf von Projekten und der Fähigkeit und Bereitschaft öffentlicher Gebietskörperschaften, in Infrastrukturmaßnahmen zu investieren. Darüber hinaus ist das Geschäft geprägt durch seine Internationalität, die damit verbundenen Wirtschafts- und Währungsabhängigkeiten sowie die Einflüsse der Witterungsschwankungen für Bauzulieferer.

Im Folgenden unterscheiden wir Markt-, Betriebs- und Umfeldrisiken sowie finanzwirtschaftliche Risiken.

Marktrisiken - Hierzu zählen vor allem Preis- und Absatzrisiken in unseren Geschäftsfeldern. Risikomindernd wirken die weltweite Vermarktung unserer Produkte sowie die direkten Endkundenkontakte des Vertriebs (inklusive der ausländischen Vertriebstöchter).

Betriebsrisiken - Typische Betriebsrisiken ergeben sich aus der Witterungsabhängigkeit der Bauwirtschaft, aus Betriebsunterbrechungen und der Entwicklung der Rohmaterial- und Energiekosten.

Diesen Risiken begegnen wir durch

regionale Absatzstreuung,

systematische Verfahren der Qualitätssicherung mit qualifiziertem eigenen Personal,

den Einsatz von Produkten, deren Marktreife nachgewiesen ist,

den Einsatz von erfahrenen Mitarbeitern,

den Abschluss von Versicherungen.

Umfeldrisiken - Ergebnisrisiken bestehen aufgrund des ständigen Wandels im politischen, rechtlichen und gesellschaftlichen Umfeld der HUESKER Synthetic GmbH und ihrer Tochtergesellschaften. Durch eine zeitnahe Erfassung und Berücksichtigung von Änderungen der gesetzlichen Rahmenbedingungen durch unsere operativen Einheiten vor Ort werden diese Risiken begrenzt.

Für identifizierte wahrscheinliche Risiken werden, in erforderlichem Umfang, Rückstellungen gebildet.

Finanzwirtschaftliche Risiken bestehen im Wesentlichen in schwankenden Wechselkursen, insbesondere hinsichtlich US-Dollar, australischem Dollar, brasilianischem Real, britischem Pfund und russischem Rubel im Verhältnis zum Euro. Den Risiken auf den Absatzmärkten begegnen wir zum Teil durch Kurssicherungsgeschäfte in Form von Devisentermingeschäften und durch Verwendung der erwirtschafteten Devisen aus Exportgeschäften für internationale Einkäufe. Ein etwaiges Zinsrisiko durch die Erhöhung der Leitzinsen der Europäischen Zentralbank hat nur einen untergeordneten Einfluss auf die HUESKER Synthetic GmbH durch ein umfassendes Zinsmanagement und einen vergleichsweise geringen Verschuldungsgrad.

Chancen sehen wir in der Entwicklung von neuen Produkten, Anwendungstechnologien und Systemlösungen sowie in dem weiteren Ausbau der Marktbearbeitung, sowohl durch Intensivierung unserer Marktkontakte als auch Fortführung der Internationalisierung des Unternehmens.

Weitere Risiken

Das Geschäftsjahr 2022 war gesellschaftlich, politisch und wirtschaftlich durch das Coronavirus (SARS-CoV-2) beeinflusst, allerdings im Vergleich zum Vorjahr wesentlich abgeschwächt und regional unterschiedlich ausgeprägt.

Prägend waren im Jahr 2022 die Auswirkungen des russischen Angriffskrieges gegen die Ukraine. Vor dem Hintergrund der Entwicklungen des Krieges setzte eine massive Inflation aller Einkaufspreise und vor allem eine starke Erhöhung der Energiekosten ein. Zudem waren viele Lieferketten durch Unterbrechungen gekennzeichnet.

Durch ein vorausschauendes Management der Lieferketten sowie langjähriger Lieferantenbeziehungen wurde die Verfügbarkeit von Rohstoffen mittels optimierter Bevorratung sichergestellt und durch konsequente Einsparmaßnahmen und den vorausschauenden Aufbau einer eigenen Photovoltaik Anlage an den beiden Produktionsstandorten in Gescher und Dülmen konnten die Energiepreissteigerungen größtenteils aufgefangen werden.

Zahl der Mitarbeiter

Zum 31. Dezember 2022 waren in der HUESKER Synthetic GmbH 379 (Vorjahr: 365) Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter inkl. Geschäftsführung beschäftigt.

Anzahl Mitarbeiter 31.12.2022 31.12.2021
Angestellte 162 153
Gewerbliche Arbeitnehmer 193 191
Auszubildende 24 21
Gesamt 379 365

Tarifvertrag/Betriebsvereinbarungen

Auf die Arbeitsverhältnisse der HUESKER Synthetic GmbH findet der Manteltarifvertrag zwischen dem Arbeitgeberverband, Verband der Nordwestdeutschen Textil- und Bekleidungsindustrie e.V., und der Gewerkschaft IG Metall nebst dazugehöriger Lohn-/ Gehaltstarifverträge Anwendung.

G. Prognosebericht - Start ins neue Geschäftsjahr und Ausblick

Nach einem sehr guten Geschäftsjahr 2022 mit Rekordumsätzen und sehr hohen Auftragseingängen ist für das Geschäftsjahr 2023 ein moderates Umsatzwachstum mit entsprechender Verbesserung des EBITs geplant.

Vorgenannte Planung geht davon aus, dass es weder zu einer weltweiten Rezession noch zu einer Ausweitung des Russland-/Ukraine-Kriegs auf andere Länder kommt. Des Weiteren rechnen wir mit einer Entspannung auf den Rohstoff- und Energiemärkten sowie im Logistikbereich.

Aufgrund der hohen Inflationsraten im abgelaufenen Geschäftsjahr hat sich der Druck auf die Lohn- und Gehaltskosten wie erwartet erheblich verschärft und wird im Jahr 2023 zu einem geplanten Anstieg der Personalkosten führen.

Die im Rahmen der Strategie identifizierten Digitalisierungsprojekte sollen langfristig dazu beitragen, unsere Wettbewerbsfähigkeit zu sichern. Diese Projekte werden im Jahr 2023 weiter fortgeführt, um den steigenden Bedürfnissen der Kunden und Lieferanten an einer digitalen Abwicklung von Geschäftsprozessen noch besser entsprechen zu können.

Zur Steigerung der Produktions- und Kosteneffizienz sind einige Ersatz- und Neuinvestitionen geplant, unter anderem ein nochmaliger Ausbau der bestehenden Photovoltaik-Anlagen. Abschließend weisen wir darauf hin, dass unser Geschäft stark von Projekten geprägt ist, die häufig durch öffentliche Auftraggeber ausgeschrieben werden. Diese öffentlichen Aufträge sind sehr stark abhängig von der Haushaltssituation der jeweiligen Länder, die insbesondere in vielen großen Industrieländern angespannt ist. Die Ertragssituation wird weiterhin maßgeblich von der Preisentwicklung auf der Beschaffungsseite, insbesondere beim strategischen Kauf unserer Rohstoffe, geprägt. Dadurch sind Prognosen über das laufende Kalenderjahr hinaus mit hoher Unsicherheit behaftet und nur eingeschränkt verlässlich.

Aufgrund unserer internationalen Marktpositionierung und des erfahrenen, eingespielten Mitarbeiterteams werden wir auch weiterhin unsere Chancen am Markt gegen den Wettbewerb wahrnehmen, so dass wir auch für die Zukunft mit einem kontinuierlichen nachhaltigen Wachstum für die HUESKER Gruppe rechnen.

 

Gescher, 2. Mai 2023

HUESKER Synthetic GmbH

Die Geschäftsführung

Dr. F.- Hans Grandin

Sven Jürgen Schröer

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die Huesker Synthetic GmbH, Gescher

PRÜFUNGSURTEILE

Wir haben den Jahresabschluss der Huesker Synthetic GmbH, Gescher - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2022 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2022 bis zum 31. Dezember 2022 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft.

Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Huesker Synthetic GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2022 bis zum 31. Dezember 2022 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2022 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2022 bis zum 31. Dezember 2022 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

GRUNDLAGE FÜR DIE PRÜFUNGSURTEILE

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "VERANTWORTUNG DES ABSCHLUSSPRÜFERS FÜR DIE PRÜFUNG DES JAHRESABSCHLUSSES UND DES LAGEBERICHTS" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt.

Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

VERANTWORTUNG DER GESETZLICHEN VERTRETER FÜR DEN JAHRESABSCHLUSS UND DEN LAGEBERICHT

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

VERANTWORTUNG DES ABSCHLUSSPRÜFERS FÜR DIE PRÜFUNG DES JAHRESABSCHLUSSES UND DES LAGEBERICHTS

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Essen, 2. Mai 2023

BDO AG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Eckmann, Wirtschaftsprüfer

Fritz, Wirtschaftsprüfer

Die Feststellung bzw. Billigung des Jahresabschlusses erfolgte am 25. Mai 2023. Ebenfalls wurde am 25. Mai 2023 beschlossen, am 3. Juli 2023 den Jahresüberschuss abzüglich der gesetzlichen Ausschüttungssperren an die HUESKER Holding GmbH auszuschütten.

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