Becker Marine Verwaltungs GmbH
Selbe AdresseBeteiligungsgesellschaften
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Arian Hezar-Khani seit 11.4.2024 | Prokura |
Rainer Andreas Lühr seit 11.4.2024 | Prokura |
Thomas Ketelhohn seit 11.5.2021 | Prokura |
Bernd Lamak seit 12.6.2018 | Prokura |
Mathias Kluge seit 23.9.2016 | Prokura |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
Nakashima Propeller Co., Ltd. | 85.30% |
| 14.70% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Unternehmen, an denen diese Organisation direkt beteiligt ist
| Name | Anteil |
|---|---|
| 85.00% | |
| 24.00% |
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Becker Marine Systems GmbHHamburgJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023Lagebericht1. Grundlagen des Unternehmens 1.1 Geschäftsmodell des Unternehmens Becker Marine Systems GmbH (im Folgenden: BMS) ist ein werftenunabhängiger Schiffszulieferer, der in den Segmenten Manövrier- und Energieeinsparsysteme weltweiter Technologieführer ist. Die Gesellschaft entwickelt kundenindividuelle technologisch anspruchsvolle Projekte, die eine hohe Performance und Qualität aufweisen. Fortlaufend werden Produktinnovationen in enger Kooperation mit den weltweiten Kunden entwickelt. Die Betreuung der Kunden erfolgt durch Tochtergesellschaften in China, Singapur, Korea, den USA, Japan und Norwegen. In vielen Ländern wird BMS durch Agenten vor Ort vertreten. Eine eigene Produktionsstätte besteht in Zhenjiang, China. Gut ausgebildete Mitarbeiter und ein teamorientierter Führungsstil werden als zentrale Stellgröße für den Erfolg gesehen. Um die gute Entwicklung weiter voranzutreiben und um weiterhin nachhaltig zufriedenstellende Erlöse zu erzielen, wurde ein signifikanter Teil der Gewinne in Entwicklungsprojekte, Geschäftsfelder sowie die betriebliche Leistungsfähigkeit (Software, Mitarbeiter, interdisziplinäres Know-How) reinvestiert. Auch in 2023 wurde die Entwicklung eines eigenen Rudermaschinenproduktes fortgeführt. Nach der Serienreife verspricht man sich hier große Vorteile aus dem Verkauf von Paketen gemeinsam mit Produkten aus dem Kerngeschäft. Eine weitere Entwicklung ist der Produktbereich Wingsails. Hier werden Segelsysteme entwickelt, die den Antrieb von Schiffen unterstützen und somit Kraftstoffeinsparungen ermöglichen. In diesen Segmenten werden gute Wachstums- und Absatzchancen gesehen. Die strategischen Geschäftsfelder von Becker Marine Systems sind: • Manövriersysteme • Energieeinsparsysteme • After Sales Service • Wingsails, Anti-drift devices für Schiffe mit Segel-Hilfsantrieb • Rudermaschinen Die wesentlichen Zielmärkte sind: • Asien • Europa • Nordamerika 1.2 Forschung & Entwicklung BMS ist in den Segmenten "Manövrier-" und "Energieeinsparsysteme" weltweiter Technologieführer. Die strategische Zielsetzung von BMS liegt in der marktnahen Entwicklung von Produktinnovationen, die Alleinstellungsmerkmale aufweisen. Auch in 2023 hat BMS Ressourcen für die Produktentwicklung bereitgestellt und das Netzwerk der beteiligten Firmen sowie Institute gestärkt. Der große Erfolg des "Mewis Duct" und des "Becker Twisted Fin" zeigt, dass mit der konsequenten Investition in die Entwicklung und Weiterentwicklung der Produkte der richtige Weg eingeschlagen ist. Neben der umfangreichen Nutzung von internen Ressourcen wird auch intensiv mit Schiffsbauversuchsanstalten, Universitäten und industriellen Entwicklungspartnern gearbeitet. Angesichts des großen Wachstums wurden im Berichtsjahr im Forschungs- und Entwicklungsbereich Prioritäten gesetzt und zielgerichtet an Projekten mit der Erwartung eines großen Kundennutzens gearbeitet. Hinsichtlich der im Berichtsjahr angefallenen Aufwendungen für Forschung und Entwicklung und der davon aktivierten Beträge verweisen wir auf die Ausführungen im Anhang in Abschnitt IV. (selbst geschaffene immaterielle Vermögensgegenstände). 2. Wirtschaftsbericht 2.1 Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen Die gesamtwirtschaftliche Lage im Jahr 2023 war von einem gemischten Bild geprägt. Trotz eines robusten Wachstums in einigen Regionen und staatlicher Konjunkturprogramme gab es Herausforderungen wie erhöhte Inflation und ungleichmäßige Arbeitsmarktbedingungen. In diesem Kontext spielte die maritime Wirtschaft eine entscheidende Rolle. Trotz globaler Handelsspannungen bewies die maritime Industrie ihre Widerstandsfähigkeit. Sie blieb ein unverzichtbares Rückgrat des Welthandels, wobei insbesondere die Container- und Schifffahrtsindustrie eine Schlüsselrolle bei der Aufrechterhaltung der globalen Versorgungsketten spielte. Durch den Einsatz innovativer Technologien und Maßnahmen zur Steigerung der Effizienz und Nachhaltigkeit zeigte die maritime Wirtschaft ihre Anpassungsfähigkeit und trug zur Bewältigung der Herausforderungen bei. Insgesamt war sie ein wichtiger Motor für das globale Wirtschaftswachstum und stärkte die Stabilität der Weltwirtschaft, indem sie die Grundlage für zukünftige Entwicklungen legte. Die umfangreichen Umweltauflagen der International Maritime Organization (IMO) sorgen speziell im Bereich der Energieeinsparsysteme weiter für eine sehr hohe Nachfrage. 2.2 Geschäftsverlauf BMS blickt auf ein sehr gutes Geschäftsjahr 2023 zurück. Der Umsatz 2023 liegt mit 168,6 Mio. EUR sehr deutlich über dem Vorjahr (104,9 Mio. EUR). Dies resultiert aus den sehr guten Auftragseingängen seit 2021. Der Rohertrag (Gesamtleistung abzüglich Materialaufwand) steigt dementsprechend von 44,2 Mio. EUR in 2022 auf 61,1 Mio. EUR in 2023. Im Bereich Manövriersysteme wurden 95,4 Mio. EUR erlöst (Vj: 46,6 Mio. EUR). Die Umsatzerlöse im Bereich Energiesparsysteme stiegen von 47,9 Mio. EUR auf 57,9 Mio. EUR. Im Bereich After Sales stieg der Umsatz von 9,7 Mio. EUR auf 15,1 Mio. EUR. Dies ist auf die hohe Anzahl von Installationen für Energiesparsysteme sowie einige große Ersatzteilpakete, welche verkauft werden konnten, zurückzuführen. Zunehmend herausfordernd ist der aktuelle Fachkräftemangel. Dieser führt dazu, dass freie Positionen im Unternehmen nicht oder schwer zu besetzen sind; auch sind die finanziellen Forderungen der Bewerber außergewöhnlich hoch. Die Produktlinie Batterietechnik ("COBRA"), die bislang erst im untergeordneten Umfang zu den Umsatzerlösen beitrug, wurde mit Wirkung zum 1. Januar 2023 an eine von einem ehemaligen Geschäftsführer kontrollierte Gesellschaft zum Buchwert veräußert. In diesem Zusammenhang wurden 17 Mitarbeiter von der erwerbenden Gesellschaft übernommen und primär immaterielle Vermögensgegenstände zum Buchwert von 0,9 Mio. EUR und Vorräte zum Buchwert von 1,3 Mio. EUR übertragen. 2.3. Wesentliche Leistungsindikatoren 2.3.1 Finanzielle Leistungsindikatoren Nachfolgend sind die wesentlichen finanziellen Leistungsindikatoren aufgezählt, die zur Performance-Messung im Rahmen des monatlichen internen Reportings an die Geschäftsführung berichtet werden: Umsatz nach Produktsparten: Der Umsatz wird getrennt nach Produktsparten im Rahmen des monatlichen Reportings mit einem Plan- und einem Vorjahresvergleich sowohl absolut als auch in Prozent des Gesamtumsatzes dargestellt. Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT): Der EBIT wird im Rahmen des monatlichen Reportings mit einem Plan- und einem Vorjahresvergleich sowohl absolut als auch in Prozent der Gesamtleistung dargestellt. Auftragseingang, Auftragsbestand: Der Auftragseingang und der laufende Auftragsbestand werden im Rahmen des monatlichen Reportings dargestellt. Der Auftragsbestand wird zusätzlich zeitlich unterteilt in die Geschäftsjahre bis zu dem geplanten Liefertermin, zu dem der Umsatz realisiert werden wird. 2.3.2 Nicht finanzielle Leistungsindikatoren BMS definiert seine Mitarbeiter und die Wissensbasis im Unternehmen als wesentliche Erfolgsparameter. Die Fluktuationsquote ist dementsprechend gering. In Zusammenarbeit mit einem externen Unternehmensberater werden jährliche Kundenzufriedenheitsanalysen durchgeführt, die Rückschlüsse werden in der Vertriebsstrategie berücksichtigt. Die Qualität der Produktentwicklung ist ebenso ein nicht finanzieller Leistungsindikator, da hierbei der Innovationsgehalt der Entwicklungen wesentlich ist. Die Ergebnisse werden in Projektskizzen nachgehalten und die Effizienz wird durch die guten Ergebnisse bestätigt. Auf das Überwachen der Produktionsqualität wurde auch in 2023 unverändert sehr großer Wert gelegt. Die Ergebnisse werden in der "Claimstatistic" verdichtet und kommuniziert. 2.4 Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage 2.4.1 Ertragslage Die Erlöse werden im Wesentlichen durch die Segmente "Manövriersysteme" und "Energieeinsparsysteme" erzielt (rd. 90 % der Umsatzerlöse). Die Erlöse werden hauptsächlich mit Kunden aus China, Südkorea und Singapur erzielt. Auf diese drei Nationen entfallen rd. 65 % der Umsätze. Mit Umsatzerlösen von insgesamt 168,6 Mio. EUR wurde die Prognose für das Berichtsjahr (168 Mio. EUR) eingehalten. Aufgrund der anhaltend sehr hohen Auftragseingänge ergab sich im Geschäftsjahr eine Erhöhung des Bestands an unfertigen Arbeiten und unfertigen Leistungen von 7,0 Mio. EUR. Unter Berücksichtigung der aktivierten Eigenleistungen und der sonstigen betrieblichen Erträge betrug die Gesamtleistung 177,8 Mio. EUR (Vj. 120,5 Mio. EUR). Die Margen sind für alle Produkte auf einem zufriedenstellenden Niveau. Aufgrund gestiegener Logistik- und Rohstoffkosten vor allem im Bereich Manövriersysteme liegt die Wareneinsatzquote (bezogen auf die Gesamtleistung) mit 65,7 % jedoch über dem Vorjahreswert von 63,3 %. Primär aufgrund höherer Tantiemen liegen die Personalkosten mit 11,6 Mio. EUR deutlich über dem Vorjahr (10,7 Mio. EUR). Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen liegen mit 16,4 Mio. EUR vor allem umsatzbedingt deutlich über dem Niveau des Vorjahres (15,3 Mio. EUR). Zudem sind Aufwendungen aus einem Vergleich für einen Gewährleistungssachverhalt von 0,8 Mio. EUR enthalten. In den sonstigen betrieblichen Erträgen bzw. Aufwendungen sind Erträge aus Kursdifferenzen in Höhe von 1,0 Mio. EUR (Vj. 1,6 Mio. EUR) bzw. Aufwendungen für Kursdifferenzen in Höhe von 1,0 Mio. EUR (Vj. 2,0 Mio. EUR) enthalten, die sich in Summe weitgehend kompensieren. Die Zinsaufwendungen liegen mit 0,3 Mio. EUR deutlich unter dem Vorjahr (0,8 Mio. EUR). Hierbei handelt es sich um Avalprovisionen. Die kurzfristige Anlage von Bankguthaben in Festgeldern führte zu Zinserträgen von 0,5 Mio. EUR (Vj. 0,0 Mio. EUR). Aufgrund der sich weiter verzögernden Aufträge für die Power Pacs wurde auf die entsprechenden Anlagen in der BMS erneut eine vorsorgliche außerplanmäßige Wertberichtigung über 1,0 Mio. EUR (Vj. 1,0 EUR) vorgenommen. Insgesamt wurde ein EBIT von 30,9 Mio. EUR (Vj. 15,8 Mio. EUR) und ein Ergebnis vor Steuern von 31,2 Mio. EUR (Vj. 14,9 Mio. EUR) erwirtschaftet. Das geplante EBIT (23,7 Mio. EUR) wurde deutlich übertroffen. Die höhere Gesamtleistung sowie insgesamt höhere Margen in Folge der Umsatzmixverschiebung sind primär die Ursachen für den deutlichen Ergebnisanstieg gegenüber dem Plan und gegenüber dem Vorjahr. Das Ergebnis nach Steuern beträgt im Geschäftsjahr 21,2 Mio. EUR (Vj. 10,7 Mio. EUR). 2.4.2 Finanzlage Als Hausbank stellt die MUFG Bank (Europe) N.V. Germany Branch (im Folgenden: MUFG Bank) unverändert eine Kredit- bzw. Avallinie über 15 Mio. EUR zur Verfügung. Ergänzt wird dies durch eine Avalkreditlinie der Euler Hermes in Höhe von 7,0 Mio. EUR. Es besteht damit ein sehr komfortabler Finanzierungsrahmen. Im abgelaufenen Geschäftsjahr ist BMS vollumfänglich seinen finanzwirtschaftlichen Verpflichtungen innerhalb der Zahlungsziele nachgekommen. Zu jedem Zeitpunkt im Geschäftsjahr 2023 verfügte das Unternehmen über eine ausreichende Liquiditätsausstattung. 2.4.3 Vermögenslage Die Vermögenslage bei BMS ist durch eine hohe Intensität des Umlaufvermögens gekennzeichnet, da BMS über keine eigenen Produktionsanlagen verfügt. Wesentlicher Aktivposten sind die Vorräte mit den unfertigen Erzeugnissen/Leistungen (34,8 Mio. EUR), von denen in voller Höhe die von Kunden erhaltenen Anzahlungen abgesetzt werden. Bedingt durch die aus den erheblich gestiegenen erhaltenen Anzahlungen resultierende Liquidität weist die Gesellschaft zum Bilanzstichtag hohe Bankguthaben von 32,8 Mio. EUR aus (Vj. 16,3 Mio. EUR). Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen erhöhten sich in Folge der gestiegenen Umsatzerlöse um 3,0 Mio. EUR auf 14,0 Mio. EUR. Das Anlagevermögen besteht vornehmlich aus aktivierten "selbst geschaffenen immateriellen Vermögenswerten", den beiden weitgehend abgeschriebenen PowerPacs Prototypen sowie den Anteilen an den Tochtergesellschaften. Auf der Passivseite weist die Gesellschaft die nach der Absetzung von den Vorräten verbleibenden erhaltenen Anzahlungen (7,5 Mio. EUR), die aufgrund des Geschäftsvolumens gestiegenen Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen über 19,5 Mio. EUR (Vj. 16,3 Mio. EUR), Verbindlichkeiten ggü. verbundenen Unternehmen über 1,8 Mio. EUR (Vj. 0,7 Mio. EUR) sowie sonstige Verbindlichkeiten über 0,5 Mio. EUR (Vj. 1,4 Mio. EUR) aus. Die Rückstellungen erhöhten sich bedingt durch das höhere Geschäftsvolumen um 4,1 Mio. EUR auf 13,2 Mio. EUR. Aufgrund des hohen Jahresergebnisses von 21,2 Mio. EUR (Vj. 10,7 Mio. EUR) konnte das Eigenkapital deutlich gestärkt werden. In 2023 wurde eine Gewinnausschüttung von 13 Mio. EUR vorgenommen. Die Eigenkapitalquote (Eigenkapital im Verhältnis zur Bilanzsumme) konnte auf 26,8 % (Vj. 20,6 %) gesteigert werden. 3. Prognosebericht Die weiteren Auswirkungen des Ukraine Krieges in 2024 können nicht genau vorhergesagt werden. Momentan gehen wir nicht von negativen Einflüssen auf die maritime Wirtschaft aus. Der Auftragsboom flachte etwas ab, wirkte aber unverändert fort. Im Geschäftsjahr konnten Aufträge im Wert von 154,5 Mio. EUR akquiriert werden (Vj. 216,2 Mio. EUR). Somit ergab sich per Jahresende ein Auftragsbestand von 267,1 Mio. EUR (Vj. 268,4 Mio. EUR). Dies setzte sich in den ersten beiden Monaten 2024 mit einem Auftragseingang von 27,1 Mio. EUR fort und führt per Ende Februar 2024 zu einem weitgehend konstanten Auftragsbestand von 263,7 Mio. EUR. BMS profitiert mit seinem Produktportfolio von dem weltweiten Trend zum umweltfreundlichen Betrieb von Schiffen. Dieser sehr hohe Auftragsbestand wird in den Jahren 2024 zu gleichbleibendem Umsatz, in 2025 zu einem etwas niedrigerem Umsätzen als in 2023 führen. In 2024 wird mit einem Umsatz von 171 Mio. EUR gerechnet. Für 2025 sind bereits 83 Mio. EUR kontrahiert und wir planen mit einem Gesamtumsatz in Höhe von 154 Mio. EUR. Für das Jahr 2024 rechnen wir mit einem EBIT von ca. 23,7 Mio. EUR. Für 2025 erwarten wir ein EBIT in ähnlicher Größenordnung. Durch die sehr hohen Auftragseingänge im Jahr 2022 und 2023 und den korrespondierenden Kundenanzahlungen entwickelt sich die Liquiditätslage weiter sehr positiv. Durch die weiter sehr gute Auftragslage wird sich dieser Trend fortsetzen und es wird neben den verfügbaren Kreditlinien mit deutlich positiven Bankbeständen geplant. Aufgrund der sich durch die sehr hohen Auftragsbestände abzeichnenden zukünftigen Gewinne wird sich die Bilanzstruktur der BMS auch unter Berücksichtigung von geplanten Ausschüttungen weiter auf einem guten Niveau bewegen. 3.1 Gesamtaussage Seit dem zweiten Quartal 2021 bis in 2024 hinein konnten sehr hohe Auftragseingänge verzeichnet werden, so dass BMS in den kommenden Jahren durch die bereits vorhandenen Aufträge auf einer sehr guten Umsatzbasis aufbauen kann. Preissteigerungen bei Rohstoffen und im Logistikbereich erhöhen die Materialeinsatzquote, aber aufgrund der hohen Auftragsvolumina wird auch mit einer sehr positiven Entwicklung der Ergebnisse gerechnet und die bilanzielle Situation der Gesellschaft wird auf dem sehr guten Niveau gehalten werden können. Durch die Gewährung von Kreditlinien in Höhe von insgesamt 22 Mio. EUR steht der BMS auch zukünftig ein solider Finanzierungsrahmen zur Verfügung. Die sich weiterhin verschärfenden Umweltrichtlinien in der Schifffahrt (EEXI) werden auch in Zukunft für eine gute Nachfrage nach energieeffizienten Produkten sorgen. Das Unternehmen wird auch zukünftig in der Lage sein, seine finanziellen Verpflichtungen vollumfänglich und fristgerecht zu leisten. Aufgrund von zunehmend kurzfristigen und nicht in unserem Einflussbereich liegenden Lieferverschiebungen kann es in der Realisation der Planumsätze zu zeitlichen Verschiebungen kommen. 4. Chancen- und Risikobericht In diesem Abschnitt werden die Erfolgsfaktoren und Chancen sowie die wesentlichen Risikoarten und deren Handhabung beschrieben. 4.1 Risikobericht BMS hat ausgehend von der Definition der verschiedenen wesentlichen Risikoarten ein Risikoüberwachungssystem implementiert. Maßgeblich für die Ausgestaltung des Systems ist die frühzeitige Identifikation, Bewertung sowie Handhabung der verschiedenen Risikoarten. BMS nutzt verschiedene Risikomanagementinstrumente wie z.B. Akkreditive, Vorauszahlungen, ein umfangreiches Patentmanagement zur nachhaltigen Sicherung des geistigen Eigentums und Versicherungen. Ein internes Kontrollsystem sowie ein leistungsfähiges Controlling ergänzen das System. BMS definiert die folgenden Risikoarten als wesentlich: 1. Marktpreisrisiken 2. Liquiditätsrisiken 3. Cyber Risiken 4. Produktionsrisiken (Qualitätsmanagement) 5. Gewerbliche Schutzrechte 6. Gewährleistungsrisiken Marktpreisrisiken ergeben sich aus der Veränderung von variablen Bezugspreisen wie z.B. Zinsen, Währungen oder Stahl. BMS setzt hierbei bei Bedarf Devisentermingeschäfte ein, damit Risiken aus variablen finanzwirtschaftlichen Marktpreisen eliminiert werden. Ferner wird das Risiko der US-Dollarveränderung durch Einkauf und Verkauf in US-Dollar verringert (sog. Natural Hedge). Im Geschäftsjahr 2023 wurden keine Sicherungsgeschäfte eingesetzt. Mit den Zulieferern werden wegen der aufgrund der aktuell gestiegenen Gefahr, dass sich die Preise für zu beschaffende Rohstoffe verändern, auf Basis der guten Auftragseingänge langfristige Preise vertraglich vereinbart. Teilweise mussten hierfür Vorauszahlungen an die Lieferanten geleistet werden. Die jederzeitige Verfügbarkeit von ausreichenden Finanzmitteln ist eine wesentliche Ausgangsgröße für eine nachhaltige Unternehmensentwicklung. BMS nutzt verschiedene Finanzinstrumente wie Barlinien, Einkaufskredite, Mitarbeitereinlagen. Mit der MUFG Bank wurde eine Kredit- bzw. Avallinie in Höhe von 15 Mio. EUR vereinbart. Ergänzt wird diese durch eine Avalkreditlinie der Euler Hermes in Höhe von 7,0 Mio. EUR. Das Unternehmen verfügt dadurch auch zukünftig über ausreichende Kreditlinien. Der kontrahierte Auftragsbestand sichert die Beschäftigung bis in 2025. Das Liquiditätsrisiko wird damit zurzeit als niedrig eingestuft. Die Bedrohung durch Cyber Kriminalität hat in den letzten Jahren sehr stark zugenommen. Durch Cyber Angriffe besteht latent das Risiko von finanziellen Schäden oder aber auch von Datenverlusten mit entsprechenden Reputationsverlusten. BMS begegnet diesen Risiken durch Verwendung von neuesten Sicherheitstechniken im IT Bereich sowie intensiven Mitarbeiterschulungen zu diesen Themen. Es wird eine externe Datensicherheitsfachkraft beschäftigt. Ferner liegt eine Zertifizierung nach ISO 27001 vor. Dem Management der Produktionsrisiken kommt aufgrund des Geschäftsmodells von Becker Marine Systems (ausgelagerte Fertigung) eine besondere Bedeutung zu. Gerade vor dem Hintergrund der deutlich gestiegenen Auftragsbestände liegt hier ein Schwerpunkt der Risikosteuerung. Hierfür hat BMS ein ausgefeiltes QM-System etabliert, um den mehrstufigen Produktionsprozess adäquat zu überwachen. Aufgrund des hohen Qualitätsanspruchs von BMS wird dem Risiko eine hohe Bedeutung beigemessen. In den vergangenen Jahrzehnten hat BMS das Qualitätsmanagement- und Arbeitsvorbereitungs-Know-How zur Steuerung von ausgelagerten Produktionsprozessen sukzessive optimiert. Das Risiko von ausgelagerten Prozessen ist grundsätzlich immer speziell und gegeben, wird jedoch von BMS auf einem guten Niveau gehalten. Die hohen Produktionsstandards werden selbstverständlich auch bei der eigenen Produktion von BMS Jiangsu Ltd. (Fertigung, China) berücksichtigt. Gewerbliche Schutzrechte: Aufgrund der Stellung als weltweiter Technologieführer in den Segmenten Manövrier- und Energieeinsparsysteme existiert eine sehr hohe Gefahr, dass Wettbewerber geistiges Eigentum kopieren oder sogar stehlen, um es wirtschaftlich zu nutzen. Zum Schutz des geistigen Eigentums wurde eine Stelle geschaffen, welche für das Management der gewerblichen Schutzrechte verantwortlich ist. BMS nutzt hierbei sowohl national als auch international erstklassige Anwaltskanzleien, die neben der Beantragung und Überwachung auch die Rechtstreitigkeiten bei Patentverletzungen wahrnehmen. BMS hat auch intern ein umfangreiches Patentmanagement aufgebaut, wodurch die IP-Rechte frühzeitig und weltweit durch Rechtsanwälte verteidigt werden. BMS sieht diese Risikoart als essentiell und beobachtet fortlaufend auch eine Verletzung von gewerblichen Schutzrechten durch Marktteilnehmer. Allerdings konnte BMS diese Verletzungen fast ausnahmslos rechtlich für sich entscheiden, was für die hohe Qualität des implementierten Risikomanagementsystems spricht. Gewährleistungsrisiken: Umfangreiche Qualitätssicherungsmaßnahmen wie auch unter dem Punkt Produktionsrisiken beschrieben sollen verhindern, dass qualitativ nicht einwandfreie Produkte an unsere Kunden ausgeliefert werden. Sollte es trotz aller getroffenen Maßnahmen in Einzelfällen zu Auslieferungen qualitativ nicht einwandfreier Produkte an unsere Kunden kommen, besteht das Risiko zusätzlicher Kosten durch Nachbesserungs- oder Gewährleistungsansprüche. Für etwaige solche Claim Ansprüche werden entsprechende Rückstellungen gebildet. Soweit möglich werden diese Risiken bereits in der Vertragsgestaltung durch Haftungsgrenzen so gering wie möglich gehalten. Die Überwachung dieser Risiken erfolgt durch monatliche Claim Durchsprachen und ggf. entsprechende Anpassungen der Rückstellungen. Zusätzlich besteht Versicherungsschutz durch eine Produkthaftpflichtversicherung, welche das Risiko weiter minimiert. In der Vergangenheit kam es vereinzelt zu hohen Anspruchsstellungen aus Claims, welche aber aufgrund der getroffenen Maßnahmen nie vollumfänglich durch den Kunden durchgesetzt werden konnten, sondern durch einvernehmliche Regelungen beigelegt werden konnten. Da die Schätzung der Rückstellungen für Gewährleistungssachverhalte naturgemäß entsprechenden inhärenten Unsicherheiten unterliegt, können die tatsächlichen Inanspruchnahmen wesentlich von den im Jahresabschluss geschätzten Erfüllungsbeträgen abweichen. Wir verweisen auch auf unsere Ausführungen im Anhang in Abschnitt IV. zu den sonstigen Rückstellungen. 4.2 Chancenbericht Aufgrund der mittlerweile vorhandenen sehr guten Auftragsbestände sind die Erlöse bis ins Jahr 2025 auf sehr gutem Niveau gesichert. Es werden weiterhin gute Chancen für umweltfreundliche und ökonomisch sinnvolle Produkte gesehen. BMS verfolgt hier weiter den bisher eingeschlagenen Weg, immer Nachhaltigkeit und Profitabilität gleichermaßen im Blick zu haben. Zudem birgt die zunehmende Fokussierung auf umweltfreundliche Produktentwicklungen Wachstumspotentiale für die Zukunft. Erwähnenswert ist hier sicherlich die Entwicklung des Produktes Daggerboard (Abdrifthemmer für Schiffe mit Segeln). Hier konnten bereits erste Aufträge gewonnen werden und der Markt beginnt gerade erst sich zu entwickeln. Außerdem werden Absatzchancen auf dem amerikanischen Kontinent und in Japan gesehen. Die im März 2021 eingegangene strategische Partnerschaft mit Nakashima bietet sowohl im Bereich der Produktentwicklung als auch im Vertrieb beiderseitig große Chancen. Durch die noch engere Zusammenarbeit mit einem Propeller-Hersteller kann BMS seine Produkte noch intensiver auf Effizienz und Energieeinsparung auslegen. Der Zugang zum japanischen Markt für BMS wird durch diese Partnerschaft erheblich verbessert und auf der anderen Seite ermöglicht sie Nakashima den Markeintritt in Europa. 4.3 Gesamtaussage Im Rahmen unseres Risikomanagements erfolgt eine qualitative Erfassung und Bewertung möglicher Risiken und Chancen, aber keine quantitative Bewertung. Das Geschäftsmodell (Produkte, Kapazitäten, Wissensbasis) wird systematisch in den kommenden Geschäftsjahren ausgebaut, ohne dabei das Risikoniveau signifikant zu erhöhen. Die neue Partnerschaft mit Nakashima bietet hier ebenfalls sehr gute Chancen. Die wesentlichen Risiken sind identifiziert und werden adäquat gehandhabt. Unternehmensgefährdende Risiken sind derzeit nicht zu erkennen. 5. Risikoberichterstattung zur Verwendung von Finanzinstrumenten BMS nutzt verschiedene Finanzinstrumente zur Sicherung der Gewinnmarge, um sich gegenüber Marktveränderungen (Devisenkurse, Marktzinsen) und Forderungsausfällen (Vorauszahlungen, Akkreditive, Kreditauskunfteien) abzusichern. BMS verfügt über ein effizientes Forderungsmanagement und Mahnwesen. Darüber hinaus informieren wir uns vor Eingehung einer neuen Geschäftsbeziehung über die Bonität unserer Kunden. Ziel des Finanz- und Risikomanagements der Gesellschaft ist die Sicherung des Unternehmenserfolgs gegen finanzielle Risiken jeglicher Art. Beim Management der Finanzpositionen verfolgt BMS eine konservative Risikopolitik. Zur Absicherung gegen ein mögliches Liquiditätsrisiko werden Liquiditätspläne erstellt. Verbindlichkeiten werden innerhalb der vereinbarten Zahlungsfristen beglichen. Im Geschäftsjahr 2023 wurden keine Termingeschäfte eingesetzt. Zahlungsverpflichtungen in Fremdwährungen wurden in vollem Umfang durch Zahlungszuflüsse aus in Fremdwährungen abgeschlossenen Kundenverträgen bedient (sogenannter "Natural Hedge"). 6. Tochtergesellschaften BMS verfügt über diverse Tochtergesellschaften, die i.S. der betrieblichen Wertschöpfung sehr gut funktionieren. Hinsichtlich der Produktion von Mewis Ducts in der eigenen Fertigung der BMS Jiangsu Ltd. wird aufgrund des sehr guten Auftragseingangs weiterhin mit einer Vollauslastung geplant. Sämtliche ausländischen Vertriebsgesellschaften haben gerade während der Pandemie durch die lokale Präsenz einen großen Beitrag zur Sicherung und Ausbau des Geschäftes der BMS geleistet. Diese Strategie wird auch in den kommenden Jahren weiterverfolgt und damit die lokalen Geschäftseinheiten weiter ausgebaut. BMS treibt so die Diversifikation sowohl im Produktbereich als auch regional weiter voran.
Hamburg, den 31. März 2024 Henning Kuhlmann HandelsbilanzAktiva
Gewinn- und Verlustrechnung
AnhangI. Allgemeine Angaben zum Unternehmen Die Becker Marine Systems GmbH hat ihren Sitz in Hamburg. Sie ist beim Amtsgericht Hamburg unter der Registernummer B 143148 registriert. II. Allgemeine Angaben zu Inhalt und Gliederung des Jahresabschlusses Der Jahresabschluss der Becker Marine Systems GmbH wurde auf der Grundlage der Rechnungslegungsvorschriften des Handelsgesetzbuchs aufgestellt. Ergänzend zu diesen Vorschriften waren die Regelungen des GmbH-Gesetzes zu beachten. Angaben, die wahlweise in der Bilanz, in der Gewinn- und Verlustrechnung oder im Anhang gemacht werden können, sind insgesamt im Anhang aufgeführt. Für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren gewählt. Nach den in § 267 HGB angegebenen Größenklassen ist die Gesellschaft eine große Kapitalgesellschaft. III. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Das Aktivierungswahlrecht für die selbstgeschaffenen immateriellen Vermögensgegenstände wird für Entwicklungsprojekte ausgeübt, sofern ein Nutzenzufluss aus der zukünftigen Nutzung wahrscheinlich ist. Die Bewertung erfolgt mit den Herstellungskosten (§255 Abs. 2a HGB) abzüglich Abschreibungen ab dem Zeitpunkt der Fertigstellung. Für die planmäßigen Abschreibungen wurde dabei eine durchschnittliche Nutzungsdauer von fünf Jahren zugrunde gelegt, die grundsätzlich anhand des Produktlebenszyklus oder den erwarteten Synergieeffekten der jeweiligen immateriellen Vermögensgegenstände abgeleitet wird. Sofern eine Nutzung nicht mehr im ursprünglichen geplanten Rahmen vorgesehen ist, wurden außerplanmäßige Abschreibungen auf den beizulegenden Zeitwert vorgenommen. Erworbene immaterielle Anlagewerte wurden zu Anschaffungskosten zuzüglich Anschaffungsnebenkosten angesetzt und, sofern sie der Abnutzung unterlagen, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Das Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungskosten zuzüglich Anschaffungsnebenkosten bzw. Herstellungskosten angesetzt und, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert. In die Herstellungskosten wurden neben den unmittelbar zurechenbaren Kosten auch notwendige Gemeinkosten und durch die Fertigung veranlasste Abschreibungen einbezogen. Die planmäßigen Abschreibungen wurden nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände überwiegend linear vorgenommen. Bei voraussichtlich dauerhaften Wertminderungen werden außerplanmäßige Abschreibungen auf den beizuglegenden Zeitwert vorgenommen. Bewegliche Gegenstände des Anlagevermögens bis zu Anschaffungskosten von EUR 800,00 wurden im Jahr des Zugangs aktiviert und voll abgeschrieben. Die Finanzanlagen wurden zu Anschaffungskosten bewertet. Die Vorräte wurden zu Anschaffungskosten bzw. zu Herstellungskosten angesetzt. Sie enthalten neben Einzelkosten auch angemessene Teile der Material- und Fertigungsgemeinkosten. Bei der Bewertung der Vorräte werden keine Fremdkapitalzinsen berücksichtigt. Sofern die beizulegenden Werte am Bilanzstichtag niedriger waren, wurden diese angesetzt. Die verlustfreie Bewertung der unfertigen Erzeugnisse berücksichtigt neben den geplanten Verkaufserlösen die bis zur Fertigstellung voraussichtlich noch anfallenden Kosten. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände wurden zum Nominalwert unter Berücksichtigung aller erkennbaren Risiken bewertet. Alle erkennbaren Einzelrisiken sind durch Wertberichtigungen berücksichtigt, dem allgemeinen Kreditrisiko bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wurde durch eine Pauschalwertberichtigung Rechnung getragen. Liquide Mittel werden mit dem Nominalwert angesetzt. Als aktive Rechnungsabgrenzungsposten werden nur solche vor dem Bilanzstichtag geleisteten Ausgaben aktiviert, die Aufwand für eine kalendermäßig bestimmte Zeit nach dem Bilanzstichtag darstellen. Die Steuerrückstellungen beinhalten neben der Steuerlast für das Berichtsjahr in geringem Umfang auch noch nicht veranlagte Steuern für Vorahre, die im Rahmen einer Betriebsprüfung festgestellt wurden. Die sonstigen Rückstellungen wurden für alle weiteren ungewissen Verbindlichkeiten gebildet. Dabei wurden alle erkennbaren Risiken berücksichtigt. Die sonstige Rückstellungen sind mit dem Erfüllungsbetrag bewertet, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist. Aufgrund des kurzfristigen Charakters der sonstigen Rückstellungen war die Berücksichtigung künftiger Kostensteigerungen bzw. eine Abzinsung bei der Rückstellungsbewertung nicht erforderlich. Verbindlichkeiten wurden zum Erfüllungsbetrag angesetzt. Gegenüber dem Vorjahr abweichende Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Beim Jahresabschluss konnten die bisher angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden fortgeführt werden. Grundlagen für die Umrechnung von Fremdwährungsposten in Euro Der Jahresabschluss enthält auf fremde Währung lautende Sachverhalte, die in Euro umgerechnet wurden. Die Währungsguthaben bei Kreditinstituten wurden zum Devisenkassamittelkurs am Abschlussstichtag gemäß § 256a HGB bewertet. Forderungen und Verbindlichkeiten in fremder Währung sind unter Beachtung von § 256a HGB mit dem Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag bewertet. IV. Angaben und Erläuterungen zu einzelnen Posten der Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung Verlustrechnung Brutto-Anlagenspiegel Die Aufgliederung und Entwicklung der Anlagenwerte ist dem Anlagenspiegel zu entnehmen, der dem Anhang als Anlage beigefügt ist. Investitionsbeihilfen Im Geschäftsjahr wurden Fördermittel in Höhe von TEuro 78 vereinnahmt. Die Anschaffungs-/Herstellungskosten wurden direkt um die Investitionsbeihilfe gekürzt, weshalb die Ertragsvereinnahmung im Zeitablauf durch geminderte Abschreibungen erfolgt. Der Gesellschaft wurden Investitionsbeihilfen in Höhe von insgesamt TEuro 5.272 bewilligt. Eine Bilanzierung des Anspruchs auf Investitionsbeihilfen erfolgt erst, wenn die sachlichen Voraussetzungen, an die die Zuschussgewährung anknüpft, erfüllt sind. Zum Abschlussstichtag war von den bewilligten Investitionsbehilfen ein Betrag von TEuro 2.717 noch nicht abgerufen, der zum Großteil die Förderung der Herstellung von zwei weiteren Einheiten der LNG PowerPacs betrifft. Da eine Realisation dieser zwei Einheiten nicht mehr erfolgen wird, wird im Jahresabschluss entsprechend keine Forderung auf die bewilligten Fördermittel bilanziert. Selbst geschaffene immaterielle Vermögensgegenstände Der Gesamtbetrag der im Geschäftsjahr angefallenen Forschungs- und Entwicklungskosten belief sich auf TEuro 1.347 Davon wurden TEuro 33 als selbst geschaffene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens aktiviert. Außerplanmäßige Abschreibungen auf Sachanlagen Im Geschäftsjahr wurden außerplanmäßige Abschreibungen von TEUR 1.000 auf Sachanlagen vorgenommen. Sie entfallen auf die bereits hergestellten LNG PowerPacs, deren ursprünglich geplante Nutzung voraussichtlich nicht mehr realisiert werden kann. Der Restbuchwert beläuft sich nach den außerplanmäßigen Abschreibungen auf TEuro 357. Angaben über den Anteilsbesitz an anderen Unternehmen Gemäß § 285 Nr. 11 HGB wird über nachstehende Unternehmen berichtet:
Es handelt sich bei Eigenkapital und Jahresergebnis mit Ausnahme der Us-amerikanischen Tochtergesellschaft um die vorläufigen Werte zum 31.12. des in der Spalte "Jahr" angegebenen Jahres. Die Beträge in Landeswährung wurden jeweils mit dem Stichtagskurs umgerechnet. Für ein Unternehmen wird mit Verweis auf § 286 Abs 3 HGB auf die Angaben verzichtet. Angabe zu Vorräten Die geleisteten Anzahlungen auf Vorräte bestehen in Höhe von TEuro 2.534 aus Anzahlungen an verbundene Unternehmen. Angabe zu Forderungen und sonstigen Vermögensgegenständen Sämtliche Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände haben eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen bestehen in Höhe von TEuro 192 gegen verbundene Unternehmen. Sonstige Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen enthalten im Wesentlichen Rückstellungen für nachlaufende Rechnungen, insbesondere für Materialaufwand (TEuro 6.939), Gewährleistungsrückstellungen (TEuro 1.284) sowie Rückstellungen für Personalkosten (TEuro 2.187). Bei der Schätzung der Erfüllungsbeträge für Gewährleistungen werden Erfahrungen zur Regulierung vergleichbarer Schadensfälle in der Vergangenheit, die mit den Kunden vereinbarten Haftungsbegrenzungen sowie der bestehende Versicherungsschutz berücksichtigt. Komplexere Sachverhalte werden durch externe rechtliche Berater begleitet. Da die Schätzung der Erfüllungsbeträge für Gewährleistungssachverhalte naturgemäß hohen inhärenten Unsicherheiten unterliegt, können die tatsächlichen Inanspruchnahmen wesentlich von den im Jahresabschluss geschätzten Erfüllungsbeträgen abweichen. Angabe zu Verbindlichkeiten Sämtliche Verbindlichkeiten haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr. Es bestehen für die Verbindlichkeiten im üblichen Umfang branchenübliche bzw. kraft Gesetztes entstehende Sicherheiten. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen entfallen auf Lieferungen und Leistungen. Die sonstigen Verbindlichkeiten entfallen mit TEuro 113 (Vj. TEuro 104) auf Steuern. Latente Steuern Zum Bilanzstichtag bestehen zu versteuernde temporäre Differenzen insbesondere im Zusammenhang mit den aktivierten selbsterstellten immateriellen Vermögensgegenständen (TEuro 2.494).
Der zur Berechnung der latenten Steuern verwendete Ertragsteuersatz wurde wie folgt ermittelt:
Entwicklung der latenten Steuersalden:
Aus der Veränderung der passiven latenten Steuern ergibt sich im Berichtsjahr ein Aufwand in den Steuern vom Einkommen und Ertrag in Höhe von 54 TEuro. Umsatzerlöse Die Aufgliederung der Umsatzerlöse nach geografisch bestimmten Märkten stellt sich wie folgt dar:
Die Aufgliederung nach Tätigkeitsbereichen ergibt sich wie folgt:
Währungsgewinne und Währungsverluste
Außergewöhnliche Aufwendungen Als außergewöhnliche Aufwendungen anzusehen sind die außerplanmäßigen Abschreibungen in Höhe von 1,0 Mio. Euro (Vj. 1,0 Mio. Euro). und die periodenfremden sonstigen betrieblichen Aufwendungen in Höhe von 0,8 Mio. Euro (Vj. 0,8 Mio. Euro). Haftungsverhältnisse und sonstige finanzielle Verpflichtungen Neben den in der Bilanz ausgewiesenen Verbindlichkeiten bestehen in Höhe von TEuro 6.306 sonstige finanzielle Verpflichtungen. Es handelt sich um Miet- und Leasingverpflichtungen für die Jahre 2024 bis 2029. Aus Miet- und Leasingverträgen haftet die Gesellschaft außerdem zugunsten verbundener Unternehmens in Höhe von TEuro 1.779. Aufgrund der stabilen wirtschaftlichen Verhältnisse wird mit keiner Inanspruchnahme gerechnet. Ausschüttungssperre Der Gesamtbetrag, der gem. § 268 Abs. 8 HGB der Ausschüttungssperre unterliegt, beträgt TEuro 1.689. Im Einzelnen gliedert sich der Gesamtbetrag wie folgt:
V. Sonstige Pflichtangaben Honorar des Abschlussprüfers Für das Geschäftsjahr 2023 wird vom Abschlussprüfer ein Honorar von TEuro 84 berechnet, das ausschließlich Abschlussprüfungsleistungen betrifft. Namen der Geschäftsführer Geschäftsführer war im abgelaufenen Geschäftsjahr: Herr Henning Kuhlmann, Kaufmann Der Geschäftsführer ist einzeln zur Vertretung der Gesellschaft berechtigt. Vergütungen der Geschäftsführer Die Angabe unterbleibt mit Hinweis auf § 286 Abs. 4 HGB. Konzernzugehörigkeit Die Becker Marine Systems GmbH wird in den Konzernabschluss der Nakashima Europe (Germany) GmbH, Hamburg einbezogen. Die Offenlegung erfolgt im Unternehmensregister. Aufgrund der Einbeziehung in den Konzernabschluss der Nakashima Europe (Germany) GmbH, Hamburg ist die Becker Marine Systems GmbH von der Pflicht, einen eigenen Konzernabschluss aufzustellen, gemäß § 291 HGB befreit. Oberstes Mutterunternehmen der Gesellschaft ist die Nakashima Propeller Co. Ltd., Okayama, Japan. Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahrs beschäftigten Arbeitnehmer Die Gesamtzahl der durchschnittlich beschäftigten Arbeitnehmer beträgt 114 (Vj.: 118). ErgebnisverwendungsvorschlagDie Geschäftsführung beabsichtigt, rund 50% des Jahresüberschusses auszuschütten und den Restbetrag auf neue Rechnung vorzutragen. Unterschrift der Geschäftsführung
Hamburg, den 28. März 2024 gezeichnet Henning Kuhlmann, Geschäftsführer sonstige BerichtsbestandteileAngaben zur Feststellung: Der Jahresabschluss wurde am 30.05.2024 festgestellt. BestätigungsvermerkAn die Becker Marine Systems GmbH, Hamburg Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der Becker Marine Systems GmbH, Hamburg, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Becker Marine Systems GmbH, Hamburg, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse • entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und • vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung des gesetzlichen Vertreters für den Jahresabschluss und den Lagebericht Der gesetzliche Vertreter ist verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner ist der gesetzliche Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die er in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt hat, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses ist der gesetzliche Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren hat er die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus ist er dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem ist der gesetzliche Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner ist der gesetzliche Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die er als notwendig erachtet hat, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus • identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können. • gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben. • beurteilen wir die Angemessenheit der von dem gesetzlichen Vertreter angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von dem gesetzlichen Vertreter dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben. • ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von dem gesetzlichen Vertreter angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann. • beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrundeliegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. • beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft. • führen wir Prüfungshandlungen zu den von dem gesetzlichen Vertreter dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von dem gesetzlichen Vertreter zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrundeliegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen. Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Hamburg, 3. April 2024 RSM
Ebner Stolz GmbH & Co. KG
Dirk Schützenmeister, Wirtschaftsprüfer Andreas Wendland, Wirtschaftsprüfer |
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