Tätigkeiten der Großhandelsvermittlung von Kraftwagen
Baumer Hübner GmbHLiquidiert
10589 Berlin, DEUStammdaten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Historie
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Konzern- und Jahresabschlüsse
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Baumer Hübner GmbHBerlinJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.10.2010 bis zum 30.09.2011Lagebericht 2010/2011Baumer Hübner GmbH, BerlinA. Darstellung des Geschäftsverlaufs A. 1 Gesamtwirtschaftliche Entwicklung von Branche und Baumer Hübner GmbH Nach der Wirtschaftskrise in den Jahren 08/09 hat sich die im Geschäftsjahr 2009/2010 bereits einsetzende dynamische Erholung auch im Geschäftsjahr 2010/2011 fortgesetzt. Viele Branchen konnten ein zweistelliges Wachstum verzeichnen. Seit Mitte des Jahres steigt jedoch erneut die Verunsicherung der Märkte durch die weltweite Schuldenkrise des Euroraums sowie der USA, was mittelfristig auch auf die Realwirtschaft Einfluss haben wird. Ab dem dritten Quartal beruhigte sich das globale Wachstum entsprechend und bei frühindikativen Branchen war im Herbst bereits wieder eine fallende Tendenz des Auftragseingangs zu verzeichnen. Die Baumer Hübner GmbH gehört zur internationalen Baumer Group mit Sitz in der Schweiz und ist eine integrierte Gesellschaft im Konzernverbund. Die Firma Baumer Hübner GmbH ist Kompetenzcenter / Vertriebsgesellschaft für den Bereich Heavy Duty im Produktsegment Motion Control. Das Geschäftsjahr 2010/11 der Baumer Hübner GmbH war geprägt vom Hochfahren des im Jahr 2010 neu erbauten Werkes in Berlin-Charlottenburg, der Einführung von SAP und der Prozessoptimierung nach dem Baumer Business System (BBS). An der Gesellschaftsstruktur gab es im Berichtsjahr folgende Änderungen: Mit Datum vom 26.09.2011 gingen die Geschäftsanteile der Dr. Wilhelmy Stiftung an der Baumer Hübner GmbH an die Baumer Beteiligungs GmbH über. A. 2 Umsatz- und Auftragsentwicklung Im Geschäftsjahr 2010/11 konnte der Rekordumsatz aus dem Jahr 07/08 deutlich übertroffen werden. Der Umsatz stieg auf 31,7 Mio EUR (Vorjahr 23,4 Mio EUR). Der Auftragseingang stieg auf 29,9 Mio EUR (Vorjahr 24,5 Mio EUR). Insbesondere durch neue Produkte im Bereich Heavy Duty und die wirtschaftliche Entwicklung asiatischer Märkte konnte eine gute Entwicklung verzeichnet werden. Die gute Konjunktur im Bereich der Schwerindustrien ergab positive Einflüsse auf den Geschäftsverlauf. Zum Ende des Geschäftsjahres ist ein Abkühlen der Konjunktur bei einigen Kunden der Baumer Hübner GmbH spürbar. A. 3 Forschung und Entwicklung Für die Baumer Group als einer der Innovations- und Technologieleader der Branche ist Forschung und Entwicklung ein strategischer Erfolgsfaktor. Bestehende Produkte und Prozesse werden kontinuierlich verbessert und neue innovative Produkte und Fertigungsprozesse entwickelt. Alle Baumer Gruppengesellschaften arbeiten nach dem verbindlichen und einheitlichen Baumer Innovationsprozess (BIP), der kurze Entwicklungszeiten und hohe Qualitätsstandards im gesamten Produktentstehungsprozess sicherstellt. Die Baumer Hübner GmbH hat sich stark mit Ihrer Kompetenz bei Heavy Duty Produkten hervorgehoben: Im abgeschlossenen Geschäftsjahr konnten zahlreiche neue Entwicklungen / neue Produkte im Bereich magnetischer Geber bei Kunden als Neuheiten präsentiert werden. Baumer Hübner GmbH erhielt hier Innovationspreise namhafter Firmen für die geleisteten Beiträge zur technologischen Spitzenstellung unserer Kunden. A. 4 Produktion Alle Baumer Produktionsgesellschaften und damit auch Baumer Hübner GmbH arbeiten nach dem gruppenweit verbindlichen Baumer Operations System (BOS). Grundlage dieses Systems sind die Methoden und Merkzeuge des Lean Management, darin enthalten die kontinuierliche Verbesserung (Kaizen) sowie Prozessanalyse und Qualitätssicherstellung nach Six Sigma. Ein internes Ausbildungsprogramm für Green Belts durch eigene Black Belts und Master Black Belts sorgt für eine kontinuierliche Steigerung der Kompetenzen bei allen Mitarbeitern. Mit den durchgeführten Maßnahmen und Projekten zur Qualitäts- und Produktivitätsverbesserung konnten auch dieses Jahr die Produkt- und Lieferqualität weiter gesteigert, die Produktivität erhöht und damit die Kundenzufriedenheit weiter verbessert werden. Auf dem Beschaffungsmarkt stellte die Fukushima Katastrophe für Baumer Hübner GmbH eine besondere Herausforderung dar. Dank schneller Reaktionen konnte die Lieferfähigkeit auf hohem Niveau aufrecht erhalten werden. Eine zusätzliche Herausforderung war die Einführung von SAP am Standort Berlin. Mit Einführung von SAP sind auch hier neue Strukturen für eine weitere positive Entwicklung geschaffen worden. A. 5 Personalbereich Zum 30.09.2011 betrug die Anzahl der Mitarbeiter 216 (Vorjahr: 194 Mitarbeiter). Gegenüber dem Stand vom 30.09.2010 bedeutet dies einen Aufbau von 22 Mitarbeitern. Die Ausbildung hat bei der Baumer Hübner GmbH einen hohen Stellenwert: Im Bereich der Auszubildenden oder der Weiterbildung von Führungskräften und Mitarbeitern leistet Baumer Hübner Vorbildliches. Im abgelaufenen Geschäftsjahr ist unser Ausbildungskonzept durch die Bundeskanzlerin Dr. Angela Merkel gewürdigt worden. Dank einer hohen Arbeitszufriedenheit bei den Mitarbeitern konnte die Fluktuation in der Belegschaft stabil gehalten werden. Kapazitätsspitzen konnten teilweise durch Einstellung von Leihkräften ausgeglichen werden. A. 6 Investitionen Investitionen in immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen wurden während des Geschäftsjahres im notwendigen Maße in Höhe von 595 T€ getätigt. Der Investitionsschwerpunkt lag im Bereich der technischen Komplettierung des neu bezogenen Gebäudes. Ökologische Gesichtspunkte sind hier in ausgewogenem Maße berücksichtigt worden. Sicherheitsaspekte im Bereich Logistik nahmen einen hohen Stellenwert ein. A. 7 Finanzierung Das Management von Liquiditäts-, Zins-, Wechselkurs-, und Kontrahentenrisiken wird für die Baumer Group durch das zentrale Finanzmanagement ausgeführt. A. 8 Umweltschutz Bei Baumer der Hübner GmbH fallen bei den normalen Geschäftsaktivitäten keine umweltbelastenden Emissionen an. Wir achten auf einen aktiven Umweltschutz, auch bei der Planung neuer Firmengebäude und der Auswahl unserer Lieferanten. So wurde das neue Gebäude mit energiesparender Methode der Betonkernaktivierung beheizt und rohmaterialsparende Technologien im Berichtsjahr eingeführt. Bei geeigneten Kundenapplikationen wurde auf wasserlösliche Lacke umgestellt. A. 9 Tochtergesellschaften / Zweigniederlassungen Die Gesellschaft unterhält folgende Tochtergesellschaften: Baumer Thalheim GmbH, Eschwege; Hübner Beteiligungs GmbH, Berlin. B. Ertrags-, Vermögens- und Finanzlage B. 1 Ertragslage Das Jahresergebnis ist gegenüber dem Geschäftsjahr 2009/2010 um 6.303 TEUR auf 7.517 TEUR gestiegen. Der gestiegene Jahresüberschuss resultiert insbesondere aus der Umsatzentwicklung und der Veräußerung ehemaliger Fertigungsstätten der Baumer Hübner GmbH. B. 2 Vermögens- und Finanzlage Die Vermögenslage der Gesellschaft konnte im laufenden Geschäftsjahr verbessert werden. Die Bilanzsumme erhöhte (sich) um 4,47% auf 30.632. Das in der Bilanz ausgewiesene Eigenkapital beträgt 49,0% der Bilanzsumme (Vorjahr: 25,6%). Die Liquidität ist durch die Teilnahme am Cash-Pool der Baumer Group sichergestellt. C. Nachtragsbericht Vorgänge oder Ereignisse von besonderer Bedeutung, die nach dem Schluss des Geschäftsjahres eingetreten sind, liegen nicht vor. D. Bericht zur voraussichtlichen Entwicklung mit ihren Chancen und Risiken D. 1 Risikomanagement Die Baumer Hübner GmbH betreibt im Rahmen der Konzernzugehörigkeit ein Risikomanagement und verfügt über ein funktionierendes internes Kontrollsystem (IKS). Das Risikomanagement der Baumer Group ist ein systematischer Ansatz, um den Handlungsbedarf zukunftsorientiert zu erkennen, bevor er sich in Schäden und entgangenen Chancen konkretisiert. Das Risikomanagement-System der Baumer Group definiert organisatorische, finanzielle, methodische und technische Aspekte für ein wirksames und wirtschaftliches Risikomanagement im Unternehmen. Die Baumer Group definiert das IKS als Gesamtheit aller von der Gruppenleitung und der Geschäftsleitung angeordneten Vorgänge, Methoden und Maßnahmen, die dazu dienen, einen ordnungsmäßigen Ablauf des betrieblichen Geschehens sicherzustellen. Die organisatorischen Maßnahmen des IKS sind in die Betriebsabläufe integriert, das heißt, sie erfolgen arbeitsbegleitend oder sind dem Arbeitsvollzug unmittelbar vor- oder nachgelagert. Risiken in den einzelnen Bereichen Absatzmärkte Die Baumer Group ist mit ihrem breit gefächerten Produktportfolio in vielen Branchen vertreten, hat eine breite Kundenbasis und ist international aktiv. Dank dieser breiten Aufstellung ist für die Group kein Klumpenrisiko absatzmarktseitig erkennbar. Andererseits können wir uns aber damit den globalen Markttrends und der weltwirtschaftlichen Entwicklung nicht entziehen. Die Baumer Hübner GmbH folgt dem Trend der Baumer Group. Beschaffung Die Versorgungssicherheit und die Qualität stehen im Beschaffungsbereich im Vordergrund. Die Auswahl der Lieferanten erfolgt sorgfältig nach intern festgelegten Auswahlkriterien. Grundsätzlich wird bei wesentlichen Beschaffungsgütern nach Möglichkeit ein Zweitlieferant ausgewählt. Durch die ausgezeichnete Liquidität werden für strategische Komponenten entsprechend dimensionierte Lagerbestände vorgehalten. Finanzrisiken Durch den hohen Eigenfinanzierungsgrad der Baumer Group ist die Liquidität von Baumer Hübner GmbH sichergestellt. IT Bereich Die Baumer Group verfolgt das Ziel im IT-Bereich, ein weltweit einheitliches IT System mit entsprechendem Risikomanagement zu betreiben. Durch ein zentrales Kompetenzcenter wird neben den technischen Rahmenbedingungen und Supportdienstleistungen auch die Sicherstellung eines einwandfreien Betriebes der IT-Applikationen sichergestellt. Die Baumer Hübner GmbH verfügt über ein in der Baumer Group größtenteils einheitliches ERP System, welches ebenfalls vom zentralen Kompetenzcenter betreut wird und dem IT Risikomanagement der Baumer Group unterliegt. Absehbare Risiken Für alle trotz der ergriffenen Maßnahmen absehbaren Risiken ist im Abschluss 2011 in angemessenem Umfang bilanzielle Vorsorge getroffen worden. Weitere Risiken mit großem Risikopotential sind nicht ersichtlich. Chancen Bedingt durch den Reifegrad neu entwickelter Produkte und auch die Markteinführung neuer Innovationen mit Kundenmehrwert sind positive Impulse für die Geschäftsentwicklungen 2012 zu erwarten. D. 2 Ausblick Die große Unsicherheit an den Finanzmärkten in Europa und USA seit Jahresmitte hat das stürmische Wachstum der letzten 24 Monate auf dem Weltmarkt deutlich gebremst. Die Entwicklung einzelner frühindikativer Branchen zeigt in den letzten Wochen eine deutlich negative Tendenz, die sich bereits im Auftragseingang niederschlägt und für 2012 auf ein zunehmend schwierigeres Marktumfeld hindeutet. Eine zuverlässige Prognose lässt sich derzeit nicht stellen, vieles erinnert jedoch an die Situation im Herbst 2008. Es wird sich in den nächsten Monaten zeigen, ob die Politik Lösungen für das Schuldenproblem findet oder die Verunsicherung der Märkte und damit das Risiko einer neuen Rezession steigen. Wir haben aus der letzten Krise gelernt und beobachten die Situation, um dann flexibel auf sich möglicherweise schnell ändernde Marktsituationen zu reagieren. Wir rechnen bedingt durch konjunkturelle Einflüsse bei unseren Kunden mit einer negativen Entwicklung im Bereich Umsatz / Ergebnis, wenngleich neue Produktinnovation neue Impulse bei der Baumer Hübner GmbH bringen werden. Dank neuer Produkte, die im nächsten Jahr in den Markt eingeführt werden (Innovationsstrategie) erwarten wir gegenüber dem abgelaufenen Geschäftsjahr auch im schwieriger werdenden Marktumfeld, Marktanteile zu gewinnen und sehen zuversichtlich in die Zukunft. Mit Hinblick auf die aktuelle Finanzkrise ist eine Einschätzung zum Geschäftsjahr 2012/2013 derzeit nicht möglich.
Berlin, den 18. November 2011 Dr. Oliver Vietze Gerhard Subek BilanzAktiva
Gewinn- und Verlustrechnung
Anhang für das Geschäftsjahr 2010/2011Baumer Hübner GmbH, BerlinI. ALLGEMEINE ANGABEN ZUM JAHRESABSCHLUSS Der Jahresabschluss der Baumer Hübner GmbH wurde auf der Grundlage der Rechungslegungsvorschriften des Dritten Buches des Handelsgesetzbuches und die Regelungen des GmbH-Gesetzes aufgestellt. Der Jahresabschluss zum 30.09.2011 wurde unter erstmaliger Anwendung der Bilanzierungsvorschriften des Bilanzrechtsmodernisierungsgesetzes (BilMoG) aufgestellt. Bei der erstmaligen Aufstellung des Jahresabschluss nach dem Bilanzrechtsmodernisierungsgesetz (BilMoG) wurden die Vorjahresvergleichszahlen auf Basis des Wahlrechts des Art. 67 Abs. 8 Satz 2 EGHGB nicht angepasst. Aufgrund der Übergangsvorschriften für die Erstanwendung des BilMoG wurde eine Betrag in Höhe von 81 T€ erfolgswirksam gesondert in die Gewinn- und Verlustrechnung als außerordentlicher Aufwand erfasst. Die Vorjahreszahlen wurden in entsprechender Anwendung des Artikels 67 Abs. 8 EGHGB nicht angepasst. Angaben, die wahlweise in der Bilanz, in der Gewinn- und Verlustrechnung oder im Anhang gemacht werden können, sind insgesamt im Anhang aufgeführt. Nach den in § 267 HGB angegebenen Größenklassen ist die Gesellschaft eine mittelgroße Kapitalgesellschaft. Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren in der Gliederung gemäß § 275 Abs. 2 HGB aufgestellt. II. ANGABEN ZU BILANZIERUNGS- UND BEWERTUNGSMETHODEN 1. Anlagevermögen a) Immaterielle Vermögensgegenstände Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände wurden zu Anschaffungskosten angesetzt und, sofern sie der Abnutzung unterlagen, um planmäßige Abschreibung vermindert. b) Sachanlagen Das Sachanlagevermögen wird zu Anschaffungs- und Herstellungskosten bewertet und, sofern abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Geringwertige Vermögensgegenstände, deren Anschaffungs- und Herstellungskosten 150 € nicht übersteigen, werden im Zugangsjahr in voller Höhe als Aufwand erfasst. Für geringwertige Vermögensgegenstände, deren Anschaffungs- und Herstellungskosten mehr als 150 € und bis zu 1.000 € betragen, werden Sammelposten gebildet, die linear über fünf Jahre abgeschrieben werden. Die Vermögensgegenstände werden am Ende desjenigen Geschäftsjahres, in dem die Sammelposten vollständig abgeschrieben werden, im Anlagenspiegel als Abgang erfasst c) Finanzanlagen Die Finanzanlagen wurden mit den Anschaffungskosten bewertet. 2. Vorräte Die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und die Waren wurden mit den Anschaffungskosten bewertet. Wenn der am Abschlussstichtag beizulegende Wert niedriger als die Anschaffungskosten war, wurde der am Abschlussstichtag beizulegende Wert angesetzt. Die unfertigen Erzeugnisse und die fertigen Erzeugnisse wurden mit den Herstellungskosten bewertet. Die Herstellungskosten umfassen die Material- und Fertigungseinzelkosten und die Material- und Fertigungsgemeinkosten. Wenn der durch retrograde Bewertung ermittelte, am Abschlussstichtag beizulegende Wert niedriger als die Herstellungskosten war, wurde der am Abschlussstichtag beizulegende Wert angesetzt. 3. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind mit dem Nennwert angesetzt. Allen erkennbaren Einzelrisiken wurde durch Einzelwertberichtigungen angemessen Rechnung getragen. Bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wurde das allgemeine Kreditrisiko durch eine Pauschalwertberichtigung in Höhe von 1 % berücksichtigt. 4. Liquide Mittel, Rechnungsabgrenzungsposten und Eigenkapital Die liquiden Mittel, die aktiven und passiven Rechnungsabgrenzungsposten und die Posten des Eigenkapitals wurden zum Nominalwert bilanziert. 5. Sonderposten für Zuschüsse und Zulagen Der Posten betrifft Zuschüsse, die auf zugegangene Anlagegegenstände entfallen. Die Auflösung erfolgt parallel zu den Abschreibungen der bezuschussten Anlagegegenstände. Auf III. Nr. 5 wird hingewiesen. 6. Rückstellungen Die Rückstellungen für Pensionen wurden bis zum 30.09.2010 nach versicherungsmathematischen Grundsätzen auf Basis des Teilwertverfahrens ermittelt. Ab dem Geschäftsjahr 2010/2011 werden mit der Anwendung des Bilanzrechtsmodernisierungsgesetztes (BilMoG) die Pensionsverpflichtungen nach versicherungsmathematischen Grundsätzen unter der Annahme erwarteter Lohn- und Gehaltssteigerungen in Höhe von 1,0% p.a. auf Basis des Anwartschaftsverfahrens unter Verwendung der Richttafeln Heubeck 2005 G ermittelt. Die Abzinsung erfolgte mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren. Steuerrückstellungen und sonstige Rückstellungen wurde in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags angesetzt. Sie wurden so bemessen, dass sie allen erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen Rechnung tragen. Die Bewertung der Rückstellungen für Altersteilzeitverpflichtungen erfolgte unter Berücksichtigung biometrischer Wahrscheinlichkeiten sowie auf Basis eines Gehaltstrends von 2 % p.a. Sonstige Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurden mit dem von der Bundesbank gemäß RückAbzinsVA ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahren abgezinst. 7. Verbindlichkeiten Verbindlichkeiten sind mit ihrem Rückzahlungsbetrag passiviert. 8. Passive latente Steuern Die passiven latenten Steuern beruhen auf Differenzen zwischen den handelsrechtlichen und steuerlichen Wertansätzen. III. ANGABEN ZUR BILANZ 1. Anlagevermögen Die Zusammensetzung und Entwicklung der immateriellen Vermögensgegenstände des Anlagevermögens, der Sachanlagen und der Finanzanlagen (Anlagespiegel gem. § 268 Abs. 2 HGB) ist in der Anlage 1 beigefügt. 2. Anteilsbesitz Die Gesellschaft ist mit 99,9% an der Baumer Thalheim GmbH & Co.KG, Eschwege, beteiligt. Das Eigenkapital der Gesellschaft beträgt zum 30. September 2011 740 TEUR. Die Gesellschaft ist mit 100% an der Hübner Beteiligung GmbH beteiligt. Das gezeichnete Kapital der Gesellschaft beträgt 41 TEUR. 3. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen enthalten Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von 1,73 Mio. EUR. Ein Betrag in Höhe von 1,86 Mio. EUR stammt aus Ansprüchen auf Gewinnanteile aus der Beteiligung an der Baumer Thalheim GmbH & Co.KG. Die Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände haben eine Restlaufzeit bis zu 1 Jahr. 4. Aktive Rechnungsabgrenzungsposten Die aktiven Rechnungsabgrenzungsposten betreffen in voller Höhe Zahlungen für Leistungen, die erst im folgenden Geschäftsjahr in Anspruch genommen werden. 5. Sonderposten für Zuschüsse und Zulagen Der Sonderposten für Zuschüsse und Zulagen wurde im Geschäftsjahr entgegen der Stellungnahme des Hauptfachausschusses (HFA) 1/1984 des IDW für den Bereich der Investitionszulage in voller Höhe mit einem Betrag von 511 T€ ertragswirksam vereinnahmt. Die ertragswirksame Vereinnahmung wird vom Beck'schen Bilanzkommentar (7. Auflage, § 255 Tz.115) unter Hinweis auf die allgemeine kaufmännische Übung als zulässig angesehen. Diese bilanzpolitische Maßnahme dient der Vereinheitlichung im Konzern. Der Sonderposten für Zuschüsse und Zulagen aus der Gemeinschaftsaufgabe "Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur" (GRW, ehemals GA) wird weiterhin über die Nutzungsdauer der Anlagegenstände, für die sie gewährt wurden, ertragswirksam vereinnahmt. Hierauf entfällt im Geschäftsjahr ein Betrag in Höhe von 16 T€. 6. sonstige Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen enthalten im Wesentlichen Personalaufwendungen (585 TEUR), den ERA-Anpassungsfonds (125 TEUR) Gewährleistungsrisiken (27) und übrige Rückstellungen (738 TEUR). Die Rückstellungen wegen Altersteilzeit besteht aus den bereits erdienten zukünftigen Gehaltszahlungen in der Freistellungsphase zuzüglich den darauf entfallenden Arbeitgeberbeiträgen zur Sozialversicherung abgezinst auf den Stichtag. Die Rückstellung besteht aus allen zukünftigen Aufstockungsbeträgen bewertet nach den Richttafeln Dr. Klaus Heubeck 2005G abgezinst auf den Stichtag. Der Rechnungszins entspricht dem von der Deutschen Bundesbank zum 31.08.2011 mitgeteilten Abzinsungssatz mit einer Laufzeit, die der mittleren Duration der Verpflichtung entspricht (3,78%). Eine Verrechnung mit in diesem Zusammenhang verpfändeten Rückdeckungsansprüchen ist erfolgt (147 TEUR). Dabei betragen:
7. Verbindlichkeiten Die Verbindlichkeiten haben folgende Restlaufzeiten:
Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen enthalten Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von 600 TEUR, Verbindlichkeiten gegenüber dem Cash-Pool der Baumer Group von 512 TEUR sowie Darlehensverbindlichkeiten in Höhe von 8.550 TEUR mit einer Restlaufzeit von mehr als 5 Jahren. Die sonstigen Verbindlichkeiten enthalten Steuerverbindlichkeiten (124 TEUR) und übrige (70 TEUR). 8. sonstige finanzielle Verpflichtungen Zum 30.09.2011 bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen aus nicht in der Bilanz enthaltenen Leasingverträgen in Höhe von 2 TEUR. Der Zweck und der Vorteil der Leasingverträge bestehen der Verbesserung der Liquidität der Gesellschaft. Das Risiko besteht in der zukünftigen Belastung der Liquidität der Gesellschaft durch die Zahlungsverpflichtungen aus den Leasingverträgen. IV. ANGABEN ZUR GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG 1. Sonstige betriebliche Erträge Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten einen Ertrag aus der Auflösung von Rückstellungen (111 TEUR), Erträge aus Verkauf vom Anlagenvermögen (3.600 TEUR) und aus der Auflösung von Sonderposten für Zuschüsse und Zulagen (536 TEUR). 2. Steuern vom Einkommen und Ertrag Die Steuern vom Einkommen und Ertrag entfallen in voller Höhe auf das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit. V. SONSTIGE ANGABEN 1. Arbeitnehmer Die durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahres beschäftigten Mitarbeiter, ohne die zu ihrer Berufsausbildung Beschäftigten, beträgt 205 Personen. 2. Geschäftsführung und Vertretung Geschäftsführer der Gesellschaft waren im Geschäftsjahr 2010/2011: - Herr Dr. Oliver Vietze, Frauenfeld (Ch); - Herr Gerhard Subek, Aalen, mit Wirkung ab 01. Februar 2011. Auf die Angabe der Gesamtbezüge der Geschäftsführer wurde gemäß § 286 Abs. 4 HGB verzichtet. 3. Konzernabschluss Die Baumer Beteiligung GmbH, Villingen-Schwenningen erstellt einen Konzernabschluss, in den der Abschluss der Baumer Hübner GmbH einbezogen wird.
Berlin, den 21. November 2011 Baumer Hübner GmbH Dr. Oliver Vietze Gerhard Subek Anlagespiegel
sonstige BerichtsbestandteileAngaben zur Feststellung: Der Jahresabschluss wurde am 13.01.2012 festgestellt. Bestätigungsvermerk
des Abschlussprüfers zum Jahresabschluss zum 30.
September 2011
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